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 [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten

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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   So 20 März 2016, 18:54

Diese Nacht war seltsam. Die Winde der Magie kämpften um die Vorherrschaft wie ein Pack wilder Hunde um einen gefallenen Squig. Chamon war immer noch schwach wie eine abgebrannte Kerze. Nicht mehr ein flackerndes Flämmchen in der Nacht. Die Skaven waren in Panik. Sie versuchten nicht einmal mehr die anwesenden Menschen und Zwerge zu schlagen, sondern versuchten mit kratzenden Klauen und huschenden Bewegungen an ihnen vorbei zu kommen. Ein Skaven brach mit Cassius' Langschwert in der Brust zusammen und riss den Magier von den Füßen als sich die Waffe verkantete. Cassius hatte sich schlicht geweigert die Klinge loszulassen. Eine Skavenpfote auf der Maske später ging ihm auf, dass das eine schlechte Idee gewesen war. Die Kreaturen schwammen um und über ihn wie ein Schwarm Fische. Nur, dass Fische einen typischerweise nicht in den Bauch traten.

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Mo 21 März 2016, 16:38

Ingrid lehnte sich gerade erschöpft gegen die Wand, als sie sah, dass einer ihrer Helfer von einer Ratte zu Boden gerissen wurde. Kurz blieb sie stehen und dachte sich ihren Teil - es war eine Kunst für sich, von einer fliehenden Meute niedergetrampelt zu werden - dann war sie auch schon in Reichweite. Mit einigen präzisen Stößen ihres Speeres spießte sie drei der Ratten auf, die über den Menschen mit der Maske wuselten, die ihn ein wenig gruselig erscheinen ließ. Die Frau fegte den Rest der krankheitsverseuchten Fellbrut vom Körper des Liegenden und rammte dann ihren Speer in den Boden, um sich daran aufzustützen. Keuchend wie eine gebärende Elchkuh und überall mit Blut beschmiert rubbelte sie ihre Hand an ihrer Hose ab, was diese allerdings nicht wirklich säuberte. Dennoch hielt sie dem Mann dem Arm hin, um ihn hochzuziehen. Das Blut aus ihren Wunden tropfte währenddessen träge auf die plattgetretene Seitenstraße zwischen ihnen, aber ihre Augenbrauen waren immernoch gestresst zusammengezogen und sie wankte von einer Seite auf die andere. Der Geruch von Schnaps und Tod umgab sie wie eine grimmige Wolke. "Wie ich sehe, wolltet Ihr Euch das Ganze auch von der unteren Perspektive ansehen."

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Mo 21 März 2016, 18:06

Und dann war der Spuk vorbei. Einfach so, so schnell wie er begonnen hatte. Eine Handvoll zerschundener Ratten war entkommen, irgendwo in Richtung der Dächer entwischt und nun außer Sicht. Die meisten lagen tot in der Gasse, zwei oder drei Dutzend vielleicht. Was für ein Massaker! Ein Wunder, dass sie alle noch am Leben waren, gegen eine solche Übermacht. Aber Sigmar, der Gott des Krieges, schien seine schützende Hand über sie gehalten zu haben.
"Alle soweit in Ordnung?", fragte Gunther, das Beil, das er dankenswerterweise nun doch nicht benötigt hatte, wieder in den Gürtel schiebend und weiter in die Gasse tretend. Im Zwielicht der Schatten, die selbst Morrsliebs greller Schein nicht wirklich zu durchdringen mochte, besah er sich die ungleiche Truppe, die sich da gesammelt hatte. Ein halbnackter Zwerg mit einem Stahlsporn anstelle eines Arms, über und über mit Blut besudelt. Eine knabenhafte Frau, der Kleidung nach vielleicht eine Söldnerin. Sie schien den Großteil abbekommen zu haben. Und Cassius, gestürzt, aber augenscheinlich unverletzt.
"Könnt ihr mir sagen, was hier passiert ist? Wo diese Monster her gekommen sind?", fragte er in die Runde, niemanden bestimmten anstehend, "Oder generell, was heute Nacht in dieser götterverlassenen Stadt falsch läuft?"

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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Mo 21 März 2016, 19:23

"Solange die Perspektive nicht unterhalb des Bodens beginnt ist sie mir recht", konstatierte Cassius und ließ sich von dem Mann...der Frau auf die Beine helfen. Die war eine seltsame Erscheinung. Für gewöhnlich kämpften menschliche Frauen nicht. Die Elfen mochten das ja halten wie sie wollten. Vielleicht lag es auch an deren längeren Lebensspannen. Wer konnte das bei den Spitzohren schon sagen?
"Danke", murmelte der Magier und klopfte dann seinen Brustkorb ab. Zum Glück waren die Skaven leicht. Wenn ihm ein Chaoskrieger auf die Brust getreten wäre, dann wäre die jetzt nicht mehr unverletzt. So ergaben sich aus seinem Sturz nur ein paar blaue Flecken und kleinere Kratzer, wo die Krallen der Skaven durch den Stoff der Robe gedrungen waren. Apropos durchdringend. Die Frau stank bestialisch. Nach Blut und Alkohol. Schlimmer als so mancher Soldat und das hieß eine ganze Menge.
Erst nach der Überprüfung auf Verletzungen meldete sich Cassius mit leiser, besorgter Stimme zu Wort.
"Aus dem Untergrund. Ich meine...ich habe die Skaven bisher für ein Märchen gehalten. Auch wenn es in jedem Orden immer mal wieder jene gab, die behauptet hatten, dass es sie wirklich gibt. Aber...nun, es gibt sie tatsächlich, wie diese Nacht beweist. Also stimmen vermutlich mehr der Geschichten über sie, als ich jemals hätte annehmen können. Was ich nicht verstehe ist, warum sie angegriffen haben. Sie sind nicht auf Beute aus. Keiner von ihnen trug Wertgegenstände bei sich. Und bisher habe ich keinen Skaven gesehen, der an einer Leiche gefressen hätte. Was ich weiß ist, dass die Winde der Magie verrückt spielen. Normalerweise schwellen sie recht regelmäßig an und wieder ab. Derzeit wechseln sie im Minutentakt. Auf meine Magie ist also kein Verlass. Wir werden das zum größten Teil mit kaltem Stahl erledigen müssen."

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Mo 21 März 2016, 19:40

"Ich weiß nichts über Skaven." Den Namen des Rattenvolkes nahm sie vorsichtig in den Mund. Allgemein war sie gerade vorsichtig auf den Beinen. Der Boden schaukelte ihr ein bisschen entgegen. Sie fiel dem Magier fast entgegen und konnte sich nur im letzten Moment an ihrem Speer festhalten, der zum Glück nicht kaputtgegangen war. Das hätte noch gefehlt. "Ich hab da drüben in die Gasse gekotzt und wurde angegriffen." Jetzt, wo sie mehr als ein paar Wortfetzen von sich gab, konnte man auch hören, das sie ziemlich lallte. War es normal, dass die Umgebung irgendwie an den Blickrändern verschwamm oder war das nur das abebbende Adrenalin? "Keine Ahnung, wo die Biester herkamen. Von unten wohl. Haben wohl in den Häusern die armen Bürger abgestochen, bevor sie sich wehren konnten."

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Di 22 März 2016, 23:00

"Morrslieb ist mächtig heute Nacht", verkündete Gunther unheilsschwanger, heran tretend, dabei aber einen gesunden Abstand zu der herunter gekommenen Frau haltend. So nahe heran bemerkte auch er, dass es keineswegs Verletzungen oder die Erschöpfung des Kampfs waren, deretwegen sie derart schäbig wirkte. Doch er bemühte sich, seinen Abscheu hinter einer steinernen Miene verborgen zu halten. Im Moment erschien auch ihm die Aussicht, seinen kommer im Alkohol zu ertränken alles andere als abstoßend. "Der Chaosmond treibt allerlei Übel ans Licht. Und diese Monster scheinen mir nur eine weitere seiner bösen Ausgeburten zu sein."
"Im Weltrandgebirge sind die Raki eine alltägliche Plage", schaltete sich jetzt der Zwerg ein, "Vermehren sich in verlassenen Tunneln und brechen dann zu hunderten aus der Tiefe hervor. Sie kommen nicht um zu plündern. Sie kommen um zu morden und zu erobern. Die Schmach verbietet mir zu erzählen, wie viele unserer Wehrstädte im Lauf der Äonen an sie gefallen sind. Und jetzt scheinen sie es auf euch Langbeine abgesehen zu haben..."

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Mo 04 Apr 2016, 01:52

"Ich will das Warum gar nicht wissen. Mich interessiert vielmehr, wie wir sie aufhalten können", konstatierte Cassius, der bei Gunthers Bemerkung bezüglich Morrsleib nur langsam genickt hatte. Der Mond war festgewordenes Chaos. Und in dieser Nacht erschien er besonders nah zu sein. Wer konnte schon sagen, welche Auswirkungen das hatte? Vielleicht war es auch der Mond, der die Skaven an die Oberfläche gelockt hatte.
"Was Euch angeht...", wandte sich Cassius an die...Frau? Das Weib? Die Dame? Dame definitiv nicht. Das war klar. Aber Weib erschien ihm ein wenig zu harsch.
"...und Euch, Dawi. Ihr solltet mit uns kommen. Wir versuchen die Garnison zu erreichen und könnten ein paar...zuverlässige Waffenarme brauchen." Den misstrauischen Blick bemerkte die Frau wohl hoffentlich dank der Maske nicht. Aber sie wankte und lallte und stank wie ein Soldatenabort. Sogar nach dem selben billigen Fusel. Aber galt es jetzt nicht jeden Mann und jede Frau zu retten? Für die Zivilisten mochte jede Hilfe zu spät kommen, aber nicht für diese hier.
"Und ein paar von den Skaven sind entkommen. Weitere werden kommen."

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Mo 04 Apr 2016, 02:01

Mittlerweile befand sich Ingrids Geist in einer interessanten Mischung aus Gleichgültigkeit, Panik und besoffener Grundfreude. Sie hatten einen ziemlich epischen Kampf in dieser Gasse geschlagen, war nicht von kleinen Rattendolchen aufgespießt worden und hatte den Boden mit ihnen aufgewischt. Mit einer kleinen Unterstützung von Kurzbein, Schießwut und Metallfresse. Bei den Ausführungen über die Ratten schlief sie beinahe ein, aber das Angebot von Metallfresse war viel besser. Mitkommen und noch mehr von den Biestern umlegen? Klang nach einem Plan, hinter den sie sich stellen würde. Oder davor. Wegen dem Speer und so. Sie nickte langsam und fasste ihre Waffe noch etwas fester in die Hand, hauptsächlich, um nicht umzukippen. Blutverlust und Besoffenheit waren keine guten Freunde. Außerdem schmerzte ihr Bein langsam wieder. Wenn sie an einem geplündertem Gasthaus vorbeikamen, brauchte sie erst einmal wieder einen Drink. Sonst kam das Zittern zurück. "Aye, das werden sie. Und wir hauen sie in den Boden, wie es sich gehört. Die Leute von Ubersreik sind nicht so leicht kleinzukriegen."

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Mo 04 Apr 2016, 08:17

"Die Garnison?" Kurz stutzte Skardi, dann zeichnete sich ein breites Lächeln auf sein Gesicht und funkelnd weiße Zähne spalteten den buschigen Bart. "Aye, gute Idee! Suchen wir uns ein paar zünftige Burschen mit schwerem Kriegsgerät und ordentlich Kampferfahrung und dann erobern wir diese Stadt zurück." Er wischte mit einigen wohlgeübten Bewegungen sein blutiges Axtblatt am Bein seiner Hose ab, schon die gesäuberte Waffe dann in seinen Gürtel und streckte den Langbeinen seine Hand hin.
"Ich bin Skardi Eisenhand, aus Zhufbar. Und ja, den Namen hatte ich bereits, bevor ich das hier bekommen habe." Er hob den linken Armstumpf mit der stählernen Spitze daran, winkte ein paar mal hin und her und sein Grinsen wurde nur noch breiter. "Ihr werdet einen Dawi gebrauchen können, wenn ihr es mit den Thaggoraki aufnehmen wollt. Glaubt mir, ihr findet keinen besseren Mann an eurer Seite, wenn es darum geht, die Rattenpest zurück zu treiben. Ich weiß alles, was es über die Raki zu wissen gibt!"

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Mo 04 Apr 2016, 11:10

Ohne zu zögern schlug Cassius bei dem Zwerg ein. Jegliche Vorurteile, die jemand haben mochte, mussten hinter die Situation zurücktreten. Und kampfestauglich war er. So viel hatte er bereits bewiesen. Außerdem brauchten sie jede verfügbare Hand. In dem Fall stimmte die Einzahl sogar.
"Könnt Ihr auch im gehen erzählen, Skardi? Der Fakt, dass der Alarm noch nicht ausgelöst worden ist, macht mir Sorgen."
Die Leute von Ubersreik waren allerdings bereits besiegt. Zumindest der Großteil von ihnen. Der Enthusiasmus der Frau war zwar willkommen, aber ihren Optimismus konnte der Magier nicht teilen.
"Wir sollten los. Ich möchte alles über die...Thaggoraki wissen. Jede kleine Legende."

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Mo 04 Apr 2016, 13:56

Auch Ingrid schlug ein, wobei sie dem Zwerg halb entgegenfiel. Musste eben nach unten greifen. Aber das war in Ordnung. Sie stank wie ein Kuhstall, aber ihr Händedruck war fest und entschlossen. "Es juckt mich nicht wirklich, was mit den Ratten los ist - ich will keine Geschichtsstunde. Aber wenn Ihr mir erzählen könnt, wo man sie am besten piekt, damit sie quieken und wie man schnell viele von ihnen abmurkst, dann bin ich ganz Ohr." Wie um das zu verdeutlichen hielt sie die gekrümmte Hand an die Ohrmuschel, wobei sie sich einiges an Blut ins Gesicht schmierte. Mittlerweile sah sie ein wenig aus, als hätte sie durch einen Regen davon getanzt. Was sie hatte. Im übertragenem Sinne. "Los?"

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Mo 04 Apr 2016, 22:39

"Los!", bestätigte Gunther, sich wieder aufrichtend und die Läufe der Bündelmuskete leise klackend rotieren lassend. Während die anderen sich gegenseitig vorgestellt und Pläne geschmiedet hatten, hatte er seine Waffe nachgeladen. Alle acht Läufe. Bereit für acht weitere Rattenmänner! Mit einer knappen Geste bedeutete er den anderen, voran zu gehen und übernahm selbst die Nachhut.
Während er Cassius, Ingrid und Skardi durch die düsteren Gassen folgte lauschte er den Ausführungen des Zwerges, der zu Gunthers beständigem Missfallen nicht die geringsten Anstalten machte, die Stimme zu senken und damit jede Hoffnung auf Heimlichkeit vereitelte. Wollte der denn, dass die Ratten sie erneut fanden und anfielen? Nun, so wie er aussah vermutlich ja. Komplett verrückt der Kurze!
"Die Stärke der Raki liegt in ihren Nummern", erklärte Skardi unterdessen, "Sie mögen flink sein, aber körperlich sind sie einem Dawi oder auch einem von euch Langbeinen unterlegen und ihre Ausrüstung ist überwiegend zusammen gestückeltes Plündergut. Aber sie vermehren sich unglaublich schnell und wenn sie in Horden angreifen, dann erdrücken sie ihre Gegner durch schiere Masse. Wenn sie dagegen isoliert werden verlässt sie der Mut. Sie sind im Grunde ihres Herzens Feiglinge, jeder einzelne von ihnen. Wenn kein Schwarzpelz sie auf Linie hält verlieren sie rasch den Kampfeswillen, wenn man ein paar von ihnen erschlagen hat. Das ist unsere beste Chance."

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Di 05 Apr 2016, 00:14

"Meint ihr, dann könnte sie etwas aufgeschreckt haben? Ihr meintet doch gerade, dass sie kein Interesse am Erobern haben. Was, wenn sie gar keine Wahl haben? Wenn es unter der Stadt etwas gibt, wovor die Feiglinge fliehen?" Falls sie nicht doch ein Ziel hatten. Eigentlich war ihr die Motivation dieser Mörder ziemlich egal, aber wenn sie schon mit ihrem schlimmen Bein durch die Straßen latschen musste, dann wüsste sie wenigstens gerne, ob die Chance bestand, dass sie sich einem noch größerem, böserem Übel in den Weg stellen könnten. Trophäen von richtig großen Brocken würden jede Menge Flaschen guten Schnaps finanzieren. "He, können wir beim nächsten Gasthaus kurz halten? Mein Bein schmerzt schlimm ..." Und sie wurde langsam zu nüchtern für diesen Scheiß.

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Di 05 Apr 2016, 08:14

"Wenn es da unten etwas gibt, das diese Maden fürchten und das sie an die Oberfläche treibt, dann ist es ihr eigener Kriegsherr", berichtete Skardi im Plauderton weiter. Bedachte man die Situation, in der sie sich befanden, dann war er erstaunlich unbesorgt. Das war einer der angenehmen Nebeneffekte des Slayereids. Man begann, sich keine Sorgen mehr um das eigene Wohlergehen zu machen. Für die Stadt war es natürlich tragisch, aber was ihn selbst anging, so sah Skardi keinen Grund, diesen Angriff zu verdammen. Sollten sie doch nur kommen!
"Sie sind vielleicht keine Eroberer, aber die Gelegenheit für Mord und Plünderung lassen sie sich gemeinhin nicht entgehen", fuhr er fort, "Sie sind von Grund auf böse. Ausgeburten des Chaos. Eine Geißel, die auf die Welt geschickt wurde um alle Rechtschaffenen zu strafen. Die Frage ist nicht, weshalb sie an die Oberfläche hervor brechen. Die Frage ist, warum sie es zuvor noch nicht getan haben. Und ja, bei einem Abstecher in ein Gasthaus wäre ich dabei. Ich könnte ein Bierchen oder auch drei vertragen..."
"Keine Zwischenstopps!", fiel ihm dabei jedoch der Musketenschütze ins Wort, "Wir müssen die Garnison erreichen und die Stadtwache warnen. Und das duldet keinen Aufschub. Menschenleben könnten davon abhängen, dass wir rechtzeitig dort ankommen. Weiß Sigmar, vielleicht sind wir sogar schon zu spät!"

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Sa 09 Apr 2016, 12:02

"Wir sind bereits zu spät. Jedenfalls für die Stadtwache. Aber die Warnung muss gegeben werden. Ubersreik hat ein paar umliegende Gehöfte. Vielleicht sind die Ratten dort noch nicht hervor gebrochen", konstatierte Cassius mit ein bisschen Trauer in der Stimme. Die metallene Maske drehte sich zu jenen beiden, die in einer solchen Situation einen trinken wollten. Das war doch beinahe unglaublich. Wobei, die eine roch bereits wie eine Schnapsflasche und der andere war ein Zwerg. Vielleicht war das dann doch nicht weiter verwunderlich.
"Die Stadtwache wird ebenfalls...Schnaps haben. Oder Bier. Die Kunst besteht immer nur darin es zu finden. Soldaten können recht kreativ sein, was das angeht. Aber Gunther hat recht, wir sollten weiter. Je früher wir die Alarmglocken läuten, desto besser. Und wenn wir das getan haben...finden wir auch einen Kampf für Euch, Skardi. Oder besser der Kampf wird uns finden. Das wird nicht unbemerkt bleiben. Auf die eine oder andere Weise."

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   So 10 Apr 2016, 11:54

Die Worte des Magiers schienen ihre Wirkung zu tun, denn nachdem er sie gesprochen hatte kam keine weiter Widerrede mehr von dem Zwerg oder der Frau und sie hasteten stumm weiter, Cassius voran. Es mochte vielleicht zehn Minuten dauern, bis sie am Von-Raukov-Platz ankamen, doch Gunther kam es wie eine Ewigkeit vor. Jedes nächtliche Geräusch lies ihn zusammen zucken, jeder zuckende Schatten ihn an einen Angriff glauben. Mehr als einmal fuhr er panisch herum, richtete die Läufe seiner Bündelmuskete in die Dunkelheit, nur um dort nichts weiter als ein im Wind wippendes Schild oder sich blähende Vorhänge auszumachen. Die Skaven, sollten sie in der Nähe sein, wagten es jedoch nicht, erneut anzugreifen. Vielleicht hatten sie wirklich alles, was sich in diesem Viertel an Ungeziefer herum trieb, erschlagen oder so gründlich verschreckt, dass es das Weite gesucht hatte. Vielleicht lauerten sie auch nur im Verborgenen und warteten auf ihre Gelegenheit zuzuschlagen.
Morrslieb tauchte den Von-Raukov-Platz in unwirklich-grünliches Licht. Die Statue des großen Ostländers stand heroisch und trotzig wie immer auf ihrem Sockel und Gunther fragte sich, als sie ihren Weg an ihr vorbei suchten und er hinauf in das bärtige Bronzegesicht blickte, was deren Augen in dieser Nacht wohl alles beobachtet hatten. Auf der anderen Seite des Platzes befand sich das Garnisonsgebäude: massig und trutzig, mit solidem, steinernem Fundament, einem Glockenturm im linken Flügel und zahllosen kleinen, vergitterten Fenstern. Das Hauptportal stand halb offen und flackernder Lichtschein wie von einem Feuer fiel hinaus ins Freie. Kein gutes Zeichen! Die Tür sollte zu so später Stunde geschlossen sein.
"Nicht sicher, was uns da drin erwartet, aber glaube nicht, dass es etwas Gutes ist", stieß Gunther grimmig aus und griff seine Waffe fester.

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Mi 13 Apr 2016, 10:49

"Das befürchte ich ebenso. Skardi? Würde es Euch etwas ausmachen die Führung zu übernehmen? Mir scheint Ihr seid im direkten Nahkampf am besten aufgehoben. Dahinter dann Ihr", befahl der Magier und deutete auf die Frau, bevor er fortfuhr: "Dann ich und dann Gunther. Mit ein bisschen Glück kann ich euch mit Magie unterstützen. Wenn die Winde sich mal einen Moment lang beruhigen. Oder der goldene Wind mal die Überhand gewinnt."
Cassius griff um das Langschwert wurde beinahe schmerzhaft fest. Blieb nur zu hoffen, dass die Skaven sie nicht gradewegs in einen Hinterhalt laufen ließen. Am liebsten hätte er sofort ein paar Schutzgewänder beschworen, aber die goldenen Rüstungen würden selbst im Licht einer Fackel schimmern und ankündigen wollten sie sich den Skaven nun wirklich nicht.
"Alle einverstanden und bereit?"

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Mi 13 Apr 2016, 22:00

"Aye, nur zu gern!", gab Skardi der Anweisung des Magiers nur zu bereitwillig nach. Dass es sich bei Cassius um einen Zauberwirker – und damit per Definition um ein suspektes Individuum handelte – war in diesem Fall nicht von Belang. Im Moment deckten sich ihre Interessen schließlich. "Ist mir gleich, ob sie mir noch ein paar Löcher in den Pelz stechen. Wenn sie mich erwischen, dann ist's halt so", fuhr er erklärend fort, nur um dann noch anzufügen, "Das erste halbe Dutzend gehört mir, ist das klar?"
Dann schritt er, ohne eine Antwort abzuwarten, auf die offen stehende Türe zu, die Axt dabei von seinem Gürtel lösend. Seine breiten Nasenflügel bebten als er geräuschvoll die Nachtluft einsog. Roch nach Eisen und Schwarzpulver, nach Feuer und feuchtem Pelz. Nicht gut! Aber kein Grund inne zu halten. Er zog das massige Tor weiter auf, trat hinein und fand sich in einem weiten Treppenhaus wieder, das von Öllampen an den Wänden erleuchtet wurde. Unmittelbar am Fuß der Treppe saß, zusammen gesunken in einer Lache seines eigenen Bluts, ein Mensch in den Farben des Reiklands. Der behelmte Kopf war ihm auf die Brust gesunken, sodass Skardi das Gesicht nicht sehen konnte, aber die Wunde in seiner Flanke machte nur zu deutlich, dass das auch nicht mehr von Belang war. Der war hinüber.
Für einen Moment musste Skardi darüber nachdenken, was es wohl über ihn selbst aussagte, dass der Anblick ihn nicht im Geringsten berührte. Nichts Gutes, vermutlich. Aber es war schlichtweg keine Überraschung. Er hatte bereits damit gerechnet. Wenn die Raki hier waren, dann machten sie ihre Arbeit gründlich. Ohne sich sonderliche Mühe zu geben, leise zu sein, ließ Skardi den Menschen links liegen und begann, die Treppe zu erklimmen. An ihrem oberen Ende fand er weitere Leichen: zwei tote Raki, ein weiterer Mann, noch mit dem Schwert in der Hand. Dann eine rußverschmierte, angesengte Wand. Und dann eine weitere offen stehene Türe: die Wachkammer. Und diesmal musste selbst ein abgebrühter Zwerg wie Skardi beim Anblick, der sich ihm bot, schlucken. Die Wachkammer war ein einziges Schlachthaus! Nicht weniger als zehn tote Männer und mindestens ebenso viele Thaggoraki lagen verstreut über den Boden, über Tische und Stühle ausgestreckt, einer von einem Bolzen gegen die Wand genagelt.
"Hier haben wir nichts mehr zu befürchten, Dawri", rief er seine Kameraden zu sich, "Die Raki haben sich hier eine blutige Nase geholt. Würde mich wundern, wenn noch mehr von ihnen hier wären."

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   So 17 Apr 2016, 16:21

"Mag sein. Aber wir suchen nach Überlebenden. Auch wenn ich kaum glaube, dass es noch welche gibt. Gunther oder Sigrid. Ihr wart beide schon länger hier, oder? Wie können wir der ganzen Stadt klar machen, dass wir angegriffen werden? Wenn die Skaven weiterhin im Schutz von Dunkelheit und Stille vorgehen können, dann haben die Leute keine Chance. Und wenn wir laut brüllend durch die Straßen rennen, dann werden sie uns überrennen, ohne dass wir etwas erreicht haben. Bei Sigmar, was für ein Gemetzel."
Vorsichtig durchquerte Cassius den Raum und machte sich die Mühe den getöteten Soldaten die Augen zu schließen und bei jedem ein sehr kurzes Gebet zu sprechen. Kaum mehr als ein oder zwei Sätze. Die Männer hatten es nicht verdient hier so liegen zu bleiben, gefundenes Fressen für Ratten und anderes Ungeziefer. Aber derzeit konnten sie nichts anderes tun. Die Wachmannschaft fiel also als Verstärkung aus. Ihre Chancen schwanden zusehends und all zu rasch
"Wir sollten die restlichen Räume durchsuchen. Vielleicht hat doch jemand überlebt."

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   So 17 Apr 2016, 20:23

"Das Horn des Magnus auf Magnus' Turm", erklärte Gunther wie aus der Pistole geschossen. Bei Cassius' Worten war es ihm wie Schuppen von den Augen gefallen. Es war so einfach, so offenkundig. Das Horn, dessen Silhouette Ubersreiks Stadtbild definierte wie nichts sonst, war genau für einen solchen Zweck errichtet worden: um die Stadt und das gesamte Umland vor Angriffen zu warnen. Wann, wenn nicht jetzt, sollte es also geblasen werden?
"Ihr habt es sicher bereits bemerkt, auch wenn ihr erst kurz in der Stadt seid. Man kann es von so gut wie überall sehen. Magnus der Fromme hat es damals konstruieren lassen. Es heißt, das Horn ist bis nach Altdorf zu hören, aber seit ich hier lebe ist es nie geblasen worden..." Während er berichtete schlenderte er seinerseits durch den Raum, suchte – wie auch alle anderen – nach verwertbaren Spuren, nach Nützlichem und vielleicht sogar nach Überlebenden. Ein Mann, der mit dem Gesicht nach unten in der Tür zu einem Nebenraum lag, erweckte seine Aufmerksamkeit. Einer vagen Ahnung folgend ging Gunther neben ihm in die Knie, fühlte seinen Puls. Und fand zu seiner Überraschung einen solchen.
"Der hier lebt noch!", rief er freudig aus, "Schwer verwundet und nicht bei Bewusstsein, aber noch am Leben."

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Sa 23 Apr 2016, 23:12

"Und ich habe nichts dabei, womit ich die Wunden versorgen könnte. Es liegt alles im Tempel der Shallya. All mein Verbandszeug. Ich dachte...dass ich es nicht benötigen würde. Immerhin wollte ich nur einen Spaziergang machen, um meine Beine ein bisschen zu strecken...", gab Cassius mit ein wenig Trauer in der Stimme zu hören. Der Magier wrang einen Moment lang seine Hände. Er war kein Medicus, aber auf dem Schlachtfeld schnappte jeder Soldat früher oder später ein bisschen Wissen über Heilung auf.
"Sucht nach Verbandszeug...oder einem Trank. Auch wenn ich kaum erwarte hier so viel Glück zu haben. Nicht in dieser verdammten Nacht. Vielleicht können wir wenigstens ein Leben retten...und danach versuchen wir uns daran noch mehr zu retten. Die Warnung muss gegeben werden."

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Grim
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   So 24 Apr 2016, 20:43

"Das hier ist ein Wachhaus, sie werden hier wohl Verbandszeug haben", widersprach Gunther dem Magier mit einer Art verzweifeltem Optimismus und machte sich sogleich daran, sämtliche Schränke aufzureissen und zu durchsuchen. Ein wenig sauberer Stoff, blutungsstillende Tinkturen, vielleicht Nadel und Garn, das konnte doch nicht zu viel verlangt sein. Immerhin waren die Männer hier Soldaten und mussten immer damit rechnen, verwundet zu werden! Es wäre geradezu nachlässig, wenn sie nichts davon hier gehabt hätten. Obwohl Gunther sich nach allem was in dieser Nacht geschehen war nur noch den wenigsten Hoffnungen hinzugeben bereit war.
Doch wieder war Sigmar mit ihnen. Es dauerte nicht lange, bis er in einem Unterschrank tatsächlich fand, wonach er gesucht hatte: Feldmedizin, Bandagen, Salben. Nicht viel, aber mehr als genug um den armen Bewusstlosen zumindest notdürftig zu verarzten. "Geht mir zur Hand, bitte!", forderte er seine Begleiter auf und machte sich selbst daran, sich um die Verletzungen zu kümmern. Auch er hatte gedient. Auch er war einmal Soldat gewesen und hatte das nötigste dieses Handwerks gelernt. Brüche schienen. Blutungen stillen. Die Kopfwunde des Soldaten war nicht weiter dramatisch. Sie hatte ihn vermutlich zu Boden geschickt, aber sie würde ihn nicht töten. Gravierender war da der Schnitt in seiner Flanke.
Während Gunther eine feste Kompresse auf die Wunde drückte ertönte plötzlich ein ohrenbetäubendes Geräusch. Ein Dröhnen wie von tausend Kriegshörnern, tief und vibrierend, sodass Gunther den Klang noch in seinem Bauch spüren konnte. "Das Horn des Magnus!", rief er, innehaltend, aus und für einen Moment trat ein seltsamer Zug der Glückseligkeit auf seine Züge, "Jemand hat es geblasen. Es sind noch mehr Leute da draußen, die überlebt haben und kämpfen!"

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Ena
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Fr 29 Apr 2016, 12:49

"Ja. Und es wird alle Ratten in der Stadt angelockt haben", meinte Ingrid und hockte sich neben den Bewusstlosen, hauptsächlich, um kurz zu sitzen und so auszusehen, als wäre sie nützlich. Von Heilung verstand sie nichts. Für gewöhnlich fiel sie nach einem Kampf irgendwann einmal um und fand sich in einem Heilerzelt oder Ähnlichem wieder. Oder kroch eben selbst zu einem Bader. Was genau die taten, interessierte sie weniger, solange sie danach noch gehen konnte. Seit ihrem Bein war das auch nicht mehr ganz das Wahre ... Also lieber Gunther machen lassen. Beim Dröhnen des Horns hatte sie jedoch auch den Blick gehoben und zupfte sich ein wenig angetrocknetes Rattenblut aus den Haaren. Wahrscheinlich würden die Monster sie einfach durchlaufen lassen, weil sie roch wie sie. Wenn sie jetzt noch zischende Geräusche machte ... "Aber ihr habt wahrscheinlich vor, deren Ruf zu folgen?"

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Sa 30 Apr 2016, 10:56

"Wenn die Raki dort sind, dann ist das doch der perfekte Ort für uns, Dawri!", bestätigte Skardi sogleich, "Ihr habt in dieser Gasse gezeigt, dass ihr was auf dem Kasten habt. Warum also herum sitzen, wenn es Rattenhälse zu durchhauen gibt? Das wird ein glorreicher Kampf." Ein glorreicher Kampf in der Tat, mehr noch aber: einer, bei dem er wirklich eine Chance hatte, das Ende zu finden, das er zu suchen geschworen hatte. Gegen ein halbes Dutzend Raki zu fallen, das war eine Kunst, die man erst einmal zustande bringen musste. Aber gegen die endlose Horde unterzugehen, das war eine Gewissheit. Und was das für Lieder ergäbe! Es war die Art von Tod, von der ein jeder Slayer nur träumen konnte.
Gunther jedoch schien diese Einschätzung nicht zu teilen. "Das ist so ziemlich das Letzte, was wir tun sollten", widersprach der Mann Skardi, "Wer auch immer das Horn geblasen hat wird sich der Konsequenzen bewusst gewesen sein. Sie werden entweder entkommen sein oder müssen sich auf eigene Faust durchschlagen. Aber wir können nichts für diese Leute tun. Gegen 'alle Ratten in der Stadt' sind wir ja wohl offenkundig chancenlos. Und es nutzt weder uns noch Ubersreik, wenn wir unsere Leben fortwerfen. Ich sage, wir bringen diesen armen Mann hier in Sicherheit und sehen dann zu, wie wir hübsch langsam und vorsichtig gegen dieses Ungeziefer vorgehen können.
"Vorsichtig?", unterbrach Skardi ihn, echte Empörung in der Stimme, "Ich hätte gedacht, dass ihr aus härterem Stein geschlagen wärt, Schütze..." Er war noch lange nicht bereit, so einfach kleinbei zu geben. Zumal gegenüber einem Langbein. Nein, hier brauchte es Stahl und Entschlossenheit der Dawi. Er würde seinen Kopf schon durchsetzen!

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Der Feind in den Schatten   Mo 02 Mai 2016, 18:20

"Aber sie hat recht. Wir würden dabei nur draufgehen, ohne etwas Sinnvolles erreicht zu haben. Nein. So ungerne ich das sage: Wir stehen einem Feind gegenüber der uns alleine durch seine Anzahl niedermachen kann. Das nützt keinem der Überlebenden. Wir müssen - und das sage ich noch viel weniger gerne- auf Guerilla Taktiken zurückgreifen. Wichtige Ziele treffen. Nicht einfach nur wahllos Ratten niedermachen. Haben die Skaven Anführer? Oder Befehlshaber? Irgend etwas? Wenn man den Anführer ausschaltet bricht das normalerweise den Kampfeswillen der Soldaten. Und die Skaven sind sowieso schon feige."
Der Magier hatte wieder einmal begonnen im Kreis zu laufen und gestikulierte wild herum.
"Und ihr habt recht. Die Ratten sind auf dem Weg zum Horn des Magnus. Das heißt...wir haben freie Bahn. Wenigstens für einige Zeit."

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