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 Gebrochene Kronen - MSG

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Nanoteh
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BeitragThema: Gebrochene Kronen - MSG   Mi 06 Jul 2016, 22:15

Den ganzen Tag lief sie jetzt schon kreuz und quer durch die Stadt... sie war jetzt zwar längst mit ihrem "Auftrag" fertig, allerdings strebte sie jetzt ihr nächst eingeplantes Ziel an. Sie hatte Einladungen in der Stadt verteilt... welche ehrbare Söldnerarbeit... Allerdings war ihre Auftraggeber, Goren Mastrius, einer der reichsten Kaufleute der ganzen Stadt. Er bezahlte ihr gutes Geld für Arbeit die man nicht einmal ansatzweise als gefährlich beschreiben konnte. Shekina ging es aktuell zwar mehr als gut, sie hatte noch genug geschliffene Edelsteine aus Sarkon, welche sie zu gutem Geld hätte machen können... aber das brachte sie sicherlich nicht dazu die Füße hoch zu legen.
Deswegen hatte sie ihre Heimat nicht verlassen.
Goren hatte offenbar großen Gefallen daran gefunden, dass eine Abyssal die Einladungen an die geladenen Gäste überreichte... von Anwesen zu Anwesen huschte. Der reiche Kaufmann plante ein Fest in seinem großen Anwesen. Nach erledigter Aufgabe hatte er Shekina gefragt ob sie genug Leute kennen würde, welche Interesse hätten die Wachen in seinem Anwesen während des Festes zu verstärken... Sie bot sich dabei selbst vorerst an, erzählte von ihrer soldatischen Laufbahn unter den Ran'Kesh. Goren meinte er hätte eine viel elegantere und besser zu ihr passende Aufgabe... das hatte ziemlich merkwürdig geklungen.
Goren bot ihr eine sehr gute Bezahlung pro Söldner an, sie wollte sehen was sich machen lässt. Nunja, eigentlich spielte ihr dies beinahe schon in die eigenen Karten... Die Abyssal spielte schon länger mit dem Gedanken eine Söldnergruppe zu schaffen. Alleine war es hier schwierig, es sei denn man fühlte sich eher zu zwielichtigen Geschäften hingezogen. Egal wo man anfragte, irgendwie herrschte überall seit dem Bürgerkrieg chronischer Mangel an Personal.
Relativ lange hatte sie sich mehr zum Spaß Namen für eine entsprechende Gruppierung ausgedacht, auf Papierstücken irgendwelche Siegel und Wappen entworfen... Die wirkliche Idee kam ihr erst nachdem sie sich ein Bardenlied neuerdings angehört hatte. Saeliss! Es klang im ersten Moment beinahe schon wie eine Idee nach zu viel Alkohol aus Brauerhand der Menschen, welchen Shekina absolut nicht vertrug... Sie selbst hatte Saeliss nie getroffen, seine Dienstzeit war soweit sie wusste während ihrer Zeit früher als Bibliothekarin. Aber der Mitbegründer der legendären roten Legion stammte aus ihrem Clan, er war ein Ran'Kesh gewesen so wie sie selbst. Es war einfach zu verführerisch um die Idee völlig im Sand verlaufen zu lassen... Die Abyssal hatte es nie verwirklicht, jetzt jedoch war ihr ein Anstoß gegeben worden. Kein Großer und nicht einmal Ansatzweise so heldenhaft wie sie es sich ausgemalt hätte, allerdings war die echte Rotlegion damals aus einer Nacht mit viel zu viel Alkohol entstanden. So viel schlimmer wäre es also sicher nicht...


Endlich schaffte es Shekina die Taverne zu finden von der am Vormittag noch die Rede gewesen war, hier wollte sie sich mit dem Menschen treffen welchen sie am Markt kennengelernt hatte. Wie war sein Name gewesen? Taren? Daren? Jedenfalls waren sie mehr beiläufig ins Gespräch gekommen. Shekina erkannte Glücksritter und dergleichen umgehend, so hatte sie gefragt ob er aktuell an einer bezahlten Arbeit interessiert wäre. Für Details hatten sie sich nach Einbruch der Dämmerung im "Fischerhaken" verabredet, noch relativ früh... es würde also nicht all zu viel los sein dort.
Die Abyssal steuerte gerade erst auf die Taverne zu, da stolperte ihr von dort bereits die erste Rauschkugel entgegen. Der Mensch summte irgendetwas vor sich hin, schaute dann zu Shekina kurz auf und bekam einen kleinen Moment lang große Augen. "Alter Lachs... jetzt sehe ich schon übergroße Hühnchen...", sagte er mehr zu sich selbst, was aber derartig laut war, dass Shekina es selbstverständlich hörte. Kurz wirkte sie schockiert, schüttelte aber dann den Kopf und ging einfach weiter. Nichts sagen... einfach ignorieren... naja, war auch nicht unbedingt das erste mal.
Die Abyssal betrat den Fischerhaken, zumindest war es so wie sie es eingeschätzt hatte. Nur ein paar Leute... davon galten ihr kurz einige verwunderte Blicke. Abyssale kamen hier wohl nicht oft vorbei, das Hafenviertel selbst wurde aber öfters von Anhängern anderer Rassen aufgesucht. Sie streckte sich etwas und sah sich nach dem Menschen um den sie suchte, vermutlich wartete er schon auf sie.
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Mali
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Do 07 Jul 2016, 00:03

Salim saß in der Taverne, nahe eines Fensters. Vor ihm stand ein Krug mit Wein, sowie ein Teller voll mit Fleisch und beilagen. Seid gut vier Jahren lebte er jetzt in Ambras, verdiente recht gut und lebte in einem konfortablen Steinhaus. Unter dem Tisch saßen zwei Wüstenkatzen, Tautropfen und Wüstenblume. Shari und Numi. Wobei Tautropfen eher ein Kater war, doch er bekam den namen als er ein baby gewesen war und Salim hatte den namen beibehalten. Die beiden Tiere waren seine vertrauten.
Von der Kleidung her war das einzige, das verriet, das er nicht aus Ambras stammte, sein Turban, sowie sein Krummsäbel. Da es in diesen Landen kalt war, und er ziemlich fror, hatte er sich angepasst.
Sogar die Sprache hatte er gelernt und konnte sich mittlerweile recht gut verständigen.
Gerade, als er wieder an seinem Wein nippte ging die Tür auf und jemand kam herein. Doch so weit weg, wie er saß, konnte er nicht erkennen wer dort hereinkam. Es interessierte ihn auch nicht all zu sehr. Tautropfen maunzte leise und auch Wüstenblume schmiegte sich an sein Bein. Er seufzte leicht und warf etwas von dem fleisch unter den Tisch. Die Tiere verstummten und machten sich darüber her.
Nun konnte er entspannt essen.
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Grim
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Do 07 Jul 2016, 08:25

"Alissa?", rief Darren, kaum, dass er die Bäckerei betreten und die Tür hinter sich ins Schloss fallen hatte lassen, dabei die Treppe erklimmend, "Ich bin wieder da!" Die Bäckerei hatte ein Obergeschoss, in dem sich die Wohnräume der Familie befunden hatten. In der Backstube im Erdgeschoss arbeitete seit Jahren niemand mehr und der Staub sammelte sich überall dort, doch die Zimmer darüber bewohnten Darren und Alissa noch immer, auch, wenn die Bäckergasse seit dem Krieg halb verlassen und unsicher war. Aber es war ein Dach über dem Kopf, ein Dach, das ihnen gehörte und kein schlechtes noch dazu!
"Darren!", kam die Antwort von oben herab, ein hohes, freudiges Quietschen, gefolgt von raschen Schritten. Alissa erreichte ihn auf dem oberen Treppenabsatz und schlang die Arme um seine Brust. Höher kam sie nicht. Sie mochte vierzehn Jahre alt sein, aber Darren war hochgewachsen und Alissa klein für ihr Alter, ein dürres Ding mit noch sehr mädchenhaften Formen und einem wilden Schopf langen, blonden Haars. Seine Schwester!
Darren nahm Alissa in die Arme, drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. Schweigend. "Ich habe uns Eintopf gekocht", verkündete Alissa freudestrahlend. Wo Darren schweigsam war, fiel es ihr stets schwer, den Mund für auch nur einen Moment zu halten, "Mit Bohnen und Kohl und Graupen. Und ich habe ein bisschen Fleisch dafür aufgetrieben. Ich glaube, es ist Ziege. Und ich habe die Wohnung geputzt und dein braunes Wams geflickt." Ein breites Grinsen zeichnete sich auf Darrens Gesicht ab. Er zerzauste ihr das Haar, wortlos, aber doch ein Lob.
"Und wie war dein Tag?", wollte Alissa wissen.
"Ganz gut. Ich musste niemanden töten", antwortete er mit schelmischem Lachen.
Alissa knuffte ihn mit ihrer kleinen, schmalen Faust. "Sag nicht sowas! Darüber macht man keine Witze", schalt sie ihn. Bisweilen konnte sie so ernst sein. Und vermutlich war es seine Schuld. Seit sieben Jahren war er es schließlich, der sie aufzog. Ihr halbes Leben lang. Er hatte ihr immer versucht, den Ernst des Lebens begreiflich zu machen. Dass das Leben kein Zuckerschlecken war. Bisweilen glaubte er, dass er es übertrieben hatte.
"Ich habe wieder bei der Armenspeisung am Rindermarkt Wache gestanden", berichtete er, ohne auf sie einzugehen, "Nichts Spektakuläres, aber genug um uns über den Tag zu bringen. Am Nachmittag wäre es einmal beinahe ernst geworden. Ein Ork und ein Mann haben sich wegen eines Kohlkopfs gestritten und der Ork hat sein Messer gezogen. Hätte den armen Kerl vermutlich wegen des blöden Kohls abgestochen, wenn ich nicht dazwischen gegangen wäre. Aber damit wollte er sich dann doch nicht anlegen." Vielsagend klopfte er auf den Griff des Langschwerts an seiner Hüfte. "Und jetzt sei ein Schatz und hilf mir mit den Riemen, ja?"
Sie betraten die Küche, wo Darren sich auf einen Stuhl nieder ließ und Alissa folgsam begann, die Riemen seines Gambesons zu öffnen. "Haben wir noch warmes Wasser?", fragte er unterdessen, "Ich muss mich dringend waschen. Und nach dem Essen muss ich noch einmal weg. Mich mit jemandem im Fischerhaken treffen. Vielleicht springt ein guter Auftrag dabei raus. Richtest du mir mein gutes Wams raus? Das Rote?"
Alissa huschte davon als Darren Leffords Kettenpanzer und dann das dünne wollene Hemd darunter über den Kopf zog und dann – sich ohne die Rüstung seltsam leicht fühlend – zur Wasserschüssel hinüber schwebte. Mit einem groben Schwamm wusch er sich den Schweiß und Staub des Tages vom Leib und fuhr sich zuletzt mit nassen Fingern durch das Haar um es wenigstens ein wenig zu bändigen.
Sie aßen gemeinsam und Alissa erzählte im Plauderton noch einmal, was sie diesen Tag so alles erlebt hatte. Von der alten Frau, mit der sie sich unterhalten hatte. Der zutraulichen Katze, die sie am Brunnen getroffen hatte. Darren aß schweigend und schnell. Alissas Schüssel war noch zur Hälfte voll als er von seinem Stuhl schnellte.
"Ich muss los", verkündete er und drückte ihr einen weiteren Kuss auf die Stirn, "Sei brav. Ich werde nicht allzu lange weg bleiben, denke ich." Sein Schwert greifend und im Gehen gürtend machte er sich davon, seine Schwester am Esstisch zurück lassend. Bis zum Fischerhaken war es von der Bäckergasse nicht weit. Eine knappe halbe Stunde später betrat Darren das Gasthaus.

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Skorm



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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Do 07 Jul 2016, 22:38

"Verdammter, bartloser Geizkragen.... für den Pfeffersack arbeite ich nie wieder!" brummte Balvin vor sich hin, während er durch die Straßen Ambras stampfte. Der letzte Auftraggeber der Mietklinge – ein kleiner, unfreundlicher Händler namens Garin – hatte sich beharrlich geweigert, die in Aussicht gestellte Gefahrenzulage zu zahlen, obwohl Balvin den kleinen Wagen auf seiner Reise nach Ambras vor mehr als einer Gefahr geschützt hatte. Leider war diese "Geschäftsstrategie" – wenn auch moralisch fragwürdig – rechtens, da es der Söldner versäumt hatte, vorher festzulegen wann genau die Gefahenszulage zu zahlen war. Und so blieb ihm nichts weiter übrig, als fluchend seinen Sold zu nehmen und Sorge zu tragen, das ihm soetwas nicht noch einmal passierte. Andere, weniger ziemperliche Gesellen wäre die Idee gekommen, sich den versprochenen Anteil mit Gewalt zu nehmen, aber diesen Gedankengang lehnte Balvin entschieden ab. Für ein paar lausige Goldstücke würde er niemanden bedrochen oder verletzen wie ein gewöhnlicher Strauchdieb. Zumindest seine Ehre war dem verstoßenen Zwerg noch geblieben.

Während er seinem Ärger gegenüber dem Händler Luft machte, humpelte der schwergerüstete Zwerg kaum merklich in Richtung Hafenviertel. Zwar hatte er bei dem Kampf vor einigen Tagen nur eine Fleischwunde am Oberschenkel davon getragen, aber trotzdem brauchte es seine Zeit, bis die Verletzung vollständig kuriert war. Durch die schnelle Versorgung, die er erhalten hatte, war der Zwerg aber wieder immerhin soweit genesen, dass ihn sein Bein außerhalb größerer körperlicher Anstrengungen nicht weiter belastete. Es tat zwar weh, aber Balvin hatte in seinem Lebem schon ganz andere Schmerzen ertragen müssen.
Zum Beispiel das eine Mal, als Lady Bemot versucht hatte ihn zu vergiften.... der ehemalige Adelige erschauerte bei der Erinnerung. Es hatte einen Monat gedauert, bis er wieder feste Nahrung zu sich nehmen konnte... und noch viel länger bis er wieder an den Sitzungen des Minenrates teilnehmen konnte. Bei den anderen Vertreter war seine Beschwerde damals auf taube Ohren gestoßen. Selbstverständlich konnte man der rivalisierenden Adeligen nichts nachweisen und so erntete Balvin damals nur Spott und Hohn...

Schließlich kam der Zwerg am Fischhaken an, eine kleine Hafentaverne, die ihm von der Stadtwache empfohlen worden war, da man hier recht günstig unterkommen sollte. Außerdem sollte die Menge des Gesindels, die sich in dieser Kneipe rumtrieb, zumindest etwas geringer sein, als in den meisten anderen Gasthäusern im Hafenviertel. Im Licht der einsetzenen Dämmerung betrat der Balvin den Fischhaken, in dem sich nur wenige Personen aufhielten. Während er seine Kapuze vom Kopf schob, was seine – für einen Zwerg unübliche – kurze Gesichtsbehaarung und sein Brandmal neugieriegen Blicken preisgab, musterte er die Gäste der Taverne.
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Fr 08 Jul 2016, 00:52

Sie hatte sich mit der Vermutung eher geirrt wie es schien, der Mensch wartete noch nicht auf sie und anscheinend war sie so tatsächlich als Erste da. Ausgezeichnet! Sie hatte schon geglaubt jemanden warten zu lassen, umgekehrt machte es ihr weniger Sorgen. Da noch nicht so viel los war, suchte sie sich einen Tisch an der gegenüberliegenden Wand des Gastraumes und orderte bei der mit Sommersprossen übersäten und durch ihr feurig rotes Haar auffallenden Bedienung etwas.
Die Abyssal bestellte sich einen recht guten Wein, verdünnt mit Wasser. Sie vertrug Alkohol nicht wirklich... ungünstig wenn sie gleich eine Art "Bewerbungsgespräch" hätte. Sie hätte für ihren "Gast" ebenfalls im Voraus etwas bestellt, allerdings fürchtete sie sich zu sehr vor einem Fehlgriff. Wasser wäre eine Möglichkeit gewesen... Shekina verzichtete aber dann, ihr kam es so vor als würde dies am Ende schäbig wirken.
Aber sie wollte auf den Menschen sehr seriös wirken, ihr elegantes Rapier lehnte sie gegen die Tischkannte, achtete auf den korrekten Sitz ihrer schmucken Kleidung und räusperte sich kurz. Der metallische Hall in den Stimmen war ihnen angeboren, dagegen konnte man nichts tun. Es klang definitiv nicht unangenehm, nur vermutlich für die Meisten eher befremdlich. Nur kurz hatte sie sich mit dem Menschen heute unterhalten, es würde nun eher ins Detail gehen.
Gäste kamen und gingen, erst nach einiger Zeit erhob sich Shekina dann etwas von ihrem Stuhl, streckte etwas ihre Rechte und deutete dem Söldner von Heute Vormittag einen Wink um ihn an ihren Tisch zu weisen.
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Fr 08 Jul 2016, 16:46

Der Fischerhaken war noch nicht sonderlich voll, doch auch ansonsten wäre es Darren nicht schwer gefallen, Shekina zu entdecken. Ihre Kleidung war mehr als auffällig und selbst ohne dies wäre sie kaum in der Menge untergegangen. Sie war eine Abyssal und ihresgleichen war selten, selbst in Ambras, diesem Schmelztiegel der Völker und Kulturen. Mit ihrem schneeweißen Flügel stach sie aus jeder Menge hervor.
Sie winkte ihm, als er die Schenke betrat und er bahnte sich mit weiten Schritten einen durch den Raum zu ihrem Tisch hinüber. "Seid gegrüßt, meine Dame", sprach er sie etwas angestrengt, förmlich an, während er seinen Schwertgurt löste und die Waffe gegen die Tischkante lehnte, wo bereits ihr Rapier stand. Er war sich nicht ganz sicher, wie er mit ihr umgehen sollte, wie hoch sie gesellschaftlich über ihm stand, aber allein ihre Kleidung sprach von Wohlstand und Ansehen. Da war es besser, sie als Dame zu behandeln.
Ein wenig steif nahm er auf dem angebotenen Stuhl Platz, faltete die Hände auf dem Tisch. "Nun", kam er direkt zum geschäftlichen Teil, "Was genau habt ihr mir anzubieten?"

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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Fr 08 Jul 2016, 17:28

Sie hatte nicht vor lange um den heißen Brei zu reden, sie würde ihre Pläne direkt offen legen und dem Menschen dann die Wahl lassen. "Es freut mich sehr, dass ihr es tatsächlich ernst genommen habt. Ich spanne euch auch nicht länger auf die Folter. Ich plane die Gründung einer Gruppierung ehrbarer Söldner, ihr wisst sicherlich welch spärliche Möglichkeiten sich einem bieten wenn man in dieser großen Stadt versucht alleine zu agieren. Ich biete euch die Möglichkeit an die Mitbegründung zu unterstützen, zudem würde im Anschluss ein lukrativer Auftag warten, dessen Erfüllung von einer verlässlichen Söldnertruppe abhängen würde.", erklärte sie dem Menschen, dabei legte sie ihre Rechte um den Rand ihres Weinbechers.
"Aber wo bleiben meine Manieren? Darren war der Name, richtig? Darf ich fragen was ihr gerne trinken würdet?.", fragte sie und hob dabei bereits ihre Hand um das Schankmädchen zu ihnen zu beordern.
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Fr 08 Jul 2016, 18:12

"Wein, wenn es recht ist. Und ja, der Name ist Darren, meine Dame", antwortete er und nahm sich dann Zeit, ihr Angebot schweigend abzuwägen, bis das Schankmädchen wieder erschien und ihm einen Zinnbecher voll Rotem auf den Tisch stellte. Der Wein war sauer und dünn, gestreckt mit Wasser, wie man ihn seit der Rebellion überall bekam und in einer Hafenkaschemme wie dem Fischerhaken wohl auch zu vor bekommen hatte. Purer, unverdünnter Wein war etwas für Fürsten und reiche Männer, die es sich leisten konnten, des Genuß wegens anstatt gegen den Durst zu trinken.
"Ich bin niemand, der Erfahrung darin hat, Männer anzuführen", ergriff er schließlich erneut das Wort, "Und ich weiß nicht, wie man eine Kompanie organisiert. Ich bin ein Kind aus einfachen Verhältnissen und alles, was ich euch anbieten kann, ist mein Schwert, meine Dame." Er legte die Linke vielsagend auf den Knauf der Waffe, richtete sie auf der Spitze auf und hielt sie so an seiner Seite. "Wenn euch das aber genügt, dann bin ich euer Mann."

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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Fr 08 Jul 2016, 21:04

Dreckig. Das war es, wie die Maschka ihren letzten Auftrag am Ehesten bezeichnen würde. Wäre sie aus anderen Verhältnissen gekommen hätte sie um diesen schmierigen Typen wohl gleich einen großen Bogen gemacht. Zu dumm, dass es so schwer war, als einzelne Söldnerin - noch dazu als Maschka oder als anderer nicht-Mensch - eine relativ feste Anstellung an einem der derzeit doch recht wohlhabenden Anwesen zu bekommen. Nein, stattdessen musste sie diesem Schmuggler helfen, seine Waren zu bewachen und wurde dafür auch noch sehr schäbig bezahlt.
Sie rümpfte die Nase, als sie sich von ihrem Auftraggeber nach erhaltener Belohnung abwandte. Leichtfüßig ging sie durch die Stadt, die Augen hüpften wachsam umher, während ihre Ohren wie Radare sich bewegten, um jedes noch so leise verdächtige Geräusch aufzufangen. Als ehemalige Diebin wusste sie, dass gerade in solch schwierigen Zeiten auch gerne einmal Bewaffnete aus dem Hinterhalt überfallen wurde. Wobei "solch schwierige Zeiten" eigentlich schon immer waren. Schnaubend näherte sie sich dem Haus, in dem sie für wenig Geld einen Schlafplatz erhalten hatte. Es war kein Gasthaus, daher musste sie sich um Essen selber kümmern und nicht selten musste sie das ihr zugeteilte Zimmer mit Anderen teilen. Aber wenigstens hatte sie ein Dach über dem Kopf und müsste im Winter nicht draußen erfrieren. Dennoch, von dem Leben, dass sie sich als kleines Mädchen einmal ausgemalt hatte, war dieser Unterschlupf weit entfernt.
Nur kurz betrat sie das Haus, schlich zu ihrem Schlafplatz und holte unter einem losen Dielenbrett ein kleines Kistchen hervor, in dass sie weniger der heute erhaltenen Münzen legte. Sie sparte, damit sie sich eines Tages bessere Kleidung würde besorgen können, in der Hoffnung, dass sie damit einen besseren Eindruck auf mögliche Auftraggeber machen würde. Dann verstaute sie das Kästchen wieder, schloss die Hand fest um den Beutel mit Münzen, den sie nun noch bei sich trug. Dann verließ sie das Haus und machte sich auf den Weg in das nächstbeste Gasthaus, von dem sie wusste, dass es bezahlbar war und man sie nicht mit allzukrittischen Blicken mustern würde.
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Sa 09 Jul 2016, 00:52

Zwei Dinge sprangen Balvin bei der Inspektion des Schankraumes direkt ins Auge: die Abyssal, die auf der anderen Seite des Raumes gerade einen jungen Mann begrüßte und dem Umstand, dass sich im Schankraum kein einziger Zwerg befand. Erleichtert seufztend – er versprüte nicht den Wunsch, sich jetzt mit den finsteren Blicken, dem Gemurmel und die Anfeidungen anderer Zwerge auseinander zu setzen – konzentriete sich der Söldner auf die Gefallene und die schlanke, menschliche Gestalt während er sich einen Weg durch den Schankraum bahnte. Die Art wie die beiden sich unterhielten, wirkte wie ein geschäftlicher Termin. Balvin besaß eigentliche eine recht gute Menschenkenntnis, aber er hatte Schwierigkeiten, das Gesicht und die Körperhaltung der zierlichen Fremden zu lesen. Von den Gefallenen hatte der Zwerg selbstverständlich schon einmal gehört und sogar ein oder zwei in seinem altem Lebem in Zharrnabar getroffen, aber ein "Gefühl" für diese fremdartige Rasse besaß er nicht.
Sie sahen einfach zu ähnlich aus wie Elfen, aus denen wurde man auch nicht schlau... Balvin bestellte sich erst einmal bei der rothaarigen Bedienung einen Humpen Dünnbier und suchte sich einen Platz in der Nähe der Zweiergruppe. Die Neugier hatte ihn gepackt, ihn interessierte einfach was die geflügelte Fremde in Ambras wollte. Soweit er wusste, waren diese Gestalten in diesem Teil des Menschenreiches ziemlich selten.

Auf seinem Weg durch den Schankraum drängte er sich unter anderem an einem dunkelheutigen Menschen vorbei, welcher zwar in den hier üblichen Stoffen gehüllt war, allerdings trug er ein Tuch um seinen Kopf gewickelt, was reichlich seltsam aussah. Der Mann hatte die Statur eines Kämpfers und war mit einem merkwürdigem, krummen Schwert bewaffnet. Balvin runzelte leicht die Stirn, anscheinend waren die seltsamsten Gestalten aus allen Teilen der Stadt heute hier zusammen gekommen. Hoffentlich gab das keinen Ärger, er hatte keine Lust sich in einer Kneipenschlägerei wiederzufinden....
An einem geeignetem Tisch angekommen, plazierte sich der Zwerg so, dass er in Richtung der Abyssal schauen konnte und versuchte der Unterhaltung des Paares zu folgen. Vielleicht würde er etwas Hilfreiches erfahren, vielleicht auch nicht. Zumindest hatte er fürs Erste etwas zu tun, anstatt über die Vergangenheit nachzugrübeln...
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Sa 09 Jul 2016, 02:33

Zwischenzeitlich fragte sich Shekina, ob sie sich für menschliche Verhältnisse zu künstlich verhielt, sich zu sehr herausgeputzt hatte und zu sehr versuchte einen idealen Eindruck zu machen. Für eine Offizierin der Ran'Kesh unter Artgenossen mochte dies zwar üblich sein, aber hier? Vielleicht wäre etwas weniger mehr gewesen.
"Macht euch darüber keine Sorgen, es wäre mir absolut neu, dass große Heerführer vergangener Zeiten einfach vom Himmel gestürzt waren.", meinte sie und befeuchtete kurz ihren Mund mit dem verdünnten Wein. So mochte sie ihn, abgeschwächt... Sie freute sich über die Zusage von Darren, ein Schritt näher an der Verwirklichung ihrer bescheidenen Vision.
"Also... Mein voller Name ist Shekina Ran'Kesh. Ich stamme aus Sarkon, dem Ursprung unserer militärischen Kaste. Ich war über viele Jahre Bibliothekarin in Sur'Nej, mitunter der Hauptgrund warum ich eure Sprache gut sprechen und verstehen kann. Von einigen seltsamen Dialekten abgesehen, aber dies tut nichts zur Sache. Anschließend diente ich als Gardeoffizierin über einen ähnlich langen Zeitraum. Wie ich hierher kam erkläre ich gerne ein andermal, wir lernen uns mit entsprechender Zeit sicherlich besser kennen. Den Titel welchen die Gruppierung tragen soll, dessen Entwicklung ich anstrebe, wäre Rotlegion... Das sagt euch vielleicht etwas?", fragte sie den Menschen und behielt ihn dann ganz genau im Auge. Jede Regung und jede Äußerung wäre ab jetzt sehr interessant.
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Sa 09 Jul 2016, 14:24

Die Taverne wurde voller. Salim war erstaunt, als er die Abysal erkannte. Solche Wesen kannte er nur aus Geschichten von Reisenden. Sie hatte sich an einen der Tische gesetzt und ein Junger Mann hatte sich zu ihr gesetzt. Sie besprachen irgendwas miteinander, doch was es war, konnte er nicht hören. Etwas später kam ein Zwerg an ihm vorbei und Tautropfen schnupperte interessiert. Schneller als Salim reagieren konnte, war das Tier dem Zwerg gefolgt und schnupperte interessiert an dem Zwerg. Salim seufzte leicht. "Shari, naqish," fluchte er dem Tier hinterher, doch der Kater reagierte nicht.
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Sa 09 Jul 2016, 18:38

"Rotlegion, hmm?", hakte Darren nach und kratzte sich gedankenverloren an der Wange. Verdammt, der Bart juckte! Er war die letzten Tage nicht dazu gekommen, sich zu rasieren, sodass Kinn und Wangen nun von dürren Stoppeln übersäht waren. "Kenne den Namen nur aus Geschichten, meine Dame. Nichts genaues. Aber die Legion hat sich aufgelöst, richtig? Und ihr wollt sie nun wieder ins Leben rufen? An die alten Geschichten anknüpfen?"
Er war ein wenig skeptisch, was diesen Vorschlag der Abyssal betraf. Warum einen alten Namen her nehmen, anstatt sich einen neuen zu geben? Sie waren nicht die alte Rotlegion. War es nicht ein wenig vermessen, ihren Namen zu übernehmen? Weckten sie damit nicht überzogene Erwartungen? Die Rotlegion, das waren Legenden. Und Darren kam sich selbst nicht sonderlich legendär oder heldenhaft vor. Nur eine weitere Mietklinge, die irgendwie versuchte, über die Runden zu kommen.

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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Sa 09 Jul 2016, 19:52

Der Fischerhaken gehörte mit Sicherheit nicht zu den erlesensten Gasthäusern der Stadt Ambras, die waren eher in den wohlhabenderen Vierteln zu finden. Aber das Essen war essbar, die Getränke bezahlbar und die Atmospäre erträglich, auch wenn der Lärm Miraz irgendwann im Laufe des Abends anfing in den Ohren zu schmerzen. Zum Glück war das Gasthaus noch nicht voll und so fand die Maschka schnell einen Platz in der Nähe eines südländisch aussehenden Menschen, der in erster Linie wegen des um seinen Kopf gewickelten Tuches auffiel. Oder war dies gar ein Maschka und er verbarg dort seine Ohren...? Nein. Ein Blick in das Gesicht des Mannes, der gerade von irgendetwas abgelenkt war, offenbarte eindeutig menschliche Augen. Schade. Ein kräftiger Mann, der eine Nacht mit ihr das Lager teilen würde, wäre vielleicht interessant gewesen.
Natürlich fiel ihr auch die Katze auf, die in seiner Nähe hockte und offenbar zu ihm gehörte. Ein Lächeln stahl sich in Miraz gesicht. Die Menschen behaupteten gerne, Maschka wären mit Katzen verwandt und so abwegig fand Miraz diesen Gedanken nicht. Immerhin waren die Ähnlichkeiten nicht zu übersehen. Für weniger erfreulich hielt sie hingegen die Aussage, dass ein Mann eine dreckige Streunerkatze vergewaltigt hätte und daraus die unnatürlichen "Katzenmenschen" entstanden wären. Am Liebsten hätte Miraz dem Händler, der bei ihrem Anblick diese Geschichte seinem Gesprächspartner offenbar hatte, das Gesicht zerkratzt. Doch sie wusste sich zu beherrschen.
Schließlich wandte die Maschka den Blick von dem Turbanmann und seiner Gefährtin ab und erst das "Halbe Geflügel", wie jener Händler dieses Wesen wohl genannt hätte, fing ihren Blick wieder ein. Eine Gefallene. Miraz machte große Augen, wandte dann aber schnell den Blick von ihr ab und dem Tisch vor ihr zu. Starren gehörte sich nicht und sie wusste, wie unangenehm das sein konnte. Aber meine Güte, war dieses Wesen wundervoll! Selbst bei dem Kurzen blick wirkte die Abyssal wunderschön und anmutig. Es fiel Miraz schwer, den Blick nicht wieder auf sie zu richten.
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   So 10 Jul 2016, 01:56

Die Abyssal nickte auf die Frage hin, sie hatte sich bei jenem Angebot einen Hauch mehr Neugierde oder gar Begeisterung erhofft. Nun, nicht alles konnte stets der Einfachheit folgen. Sie konnte aus seinen Worten heraus nicht deutlich sagen wie viel er eigentlich über die Legion wusste, Shekina selbst war aber nicht unbedingt hier um Lehrstunden in Sachen Geschichte zu geben. "Ja, das ist richtig. Niemand weiß was genau mit den Begründern der alten Legion passiert ist... Die Gründer waren der Ork Karnag und ein Gefallener. Saeliss Ran'Kesh. Er stammte aus meinem Clan, selbst antreffen konnte ich ihn jedoch nie. Die ehemalige Rotlegion gründete sich ähnlich, aus nur zwei einzelnen Gestalten ohne große Erwartungen oder Visionen. Sie entwickelten sich zu etwas Großartigem... leisteten gute Dienste für viele Menschen, ihnen gehörte Anerkennung und Dank. Die zahlreichen Geschichten sprechen für sich. Wenn ihr mich fragt... ob tot oder nicht... so erlaube ich es mir einzuschätzen als ein Ran'Kesh wäre Saeliss stolz, wenn die Legion zu neuem Leben erwachen würde. Es war sein Lebenswerk und mir als Clanschwester eine Ehre.", erklärte sie dem Menschen und fixierte dann den Menschen erneut sehr genau, bevor sie deutlich kühler fortfuhr: "Ich biete euch aktuell nur zwei Möglichkeiten, Darren. Der sichere Auftrag den ich euch erläuterte, geht damit einher. Also entweder ihr seid dabei... oder aber ihr macht den Platz auf dem ihr sitzt frei für andere Personen, welche ich gedenke für jene Sache zu gewinnen. Wie wollt ihr euch entscheiden?", fragte sie, wies mit ihrer Linken über die Brust in Richtung der Tür des Gasthauses, ihre Rechte aber hielt sie dem Menschen entgegen. Sie ließ ihm damit die Wahl.
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   So 10 Jul 2016, 10:31

Nun, das kam überraschend! Darren hatte nicht damit gerechnet, derart unvermittelt die Pistole auf die Brust gesetzt zu bekommen. Er war kein Mann für rasche Entscheidungen. Es wäre ihm lieber gewesen, wenn sie ihm ein wenig mehr Zeit eingeräumt hätte. Aber deswegen ablehnen? Das wäre Wahnsinn! Dafür war das Angebot zu gut. Wenn er nun zögerte, dann verpasste er vielleicht die Chance seines Lebens.
"Eure Vision klingt vielversprechend, meine Dame, und ich wäre gerne ein Teil davon...", wand er sich, "Aber ich kenne euch nicht. Und ihr wisst, wie unseresgleichen so ist. Viele schwierige Charaktere unter Söldnern. Ich kann euch nichts versprechen, solange ich nicht weiß, ob ich mit euch zusammen arbeiten kann. Aber ich will es versuchen. Ich führe mit euch diesen Auftrag durch. Wenn ich dabei sehe, dass ich mit euch zurecht komme, dann wäre es mir eine Ehre, in eurer Legion zu dienen."
Für einen Augenblick noch zögerte Darren. Dann ergriff er ihre dargebotene Rechte.

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Skorm



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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   So 10 Jul 2016, 15:02

Die Rotlegion wieder ins Leben rufen? Balvin war so verblüfft, über dass was er dort gehört hatte, dass er kaum bemerkte, wie die Schankmaid ihm sein Dünnbier hinstellte. Von der Rotlegion hatte er selbstverständlich schon gehört, unter den Kriegern der Zwerge war diese Söldnergrupperiung legendär. Da Zwerge erheblich älter als Menschen wurden, war die Erinnerung an den Orden noch erheblich lebendiger. Obwohl Orks unter Zwergen üblicherweise nicht sehr beliebt waren, wurde für Karnag eine Ausnahme gemacht. Die Zwergenreiche verdankten ihm und seiner Legion eine ganze Menge, berühmt war zum Beispiel die Schlacht am Ira'nok Pass, wo das rechtzeitige Eingreifen der Truppe dem damaligem König des schwarzem Gebirges das Leben rettete.
Mitglied in der Rotlegion zu werden, war – wenn sie sich denn tatsächlich an das historische Vorbild hielt – Balvins Meinung nach ein sicherer Weg gute, ehrbare Arbeit zu leisten. Nicht das es irgendetwas besser machen würde – seine Verbrechen würden ihm dadurch beispielsweise nicht vergeben werden – aber es war definitiv die richtige Entscheidung, wenn er jemals für seine Taten büßen wollte. Der Zwerg war in gedankenvertieft, so dass ihm die Maschka, die an einem Ort wie Ambras doch sehr, sehr ungewöhnlich war, nicht weiter auffiel. Erst das Maunzen des Katers und der Fluch des seltsamen Mannes, holten ihn wieder in die Gegenwart zurück.
Balvin runzelte die Stirn, während er auf das kleine Tier herab sah. Katzen waren ihm zwar bekannt, aber unter Zwergen eine absolute Seltenheit. Viele Zwerge hielten sich Hunde und auch die Rabenzucht ist unter dem bärtigem Volk verbreitet. Der ehemalige Adelige deutete auf das Wüstentier. "Euer Haustier?" fragte er den dunkelheutigen Fremden. Ohne eine Antwort abzuwarten, erhob er sich, umrundete die Katze und blieb vor dem Turbanträger stehen. "Atrast vala, Fremder. Mein Name ist Balvin A... Khaturaag." verbesserte er sich schnell und streckte dem Fremden die Hand zur Begrüßung entgegen. Obwohl er äußerlich relativ ruhig wirke, fluchte Balvin innerlich, beinahe hätte er seinen ehemaligen Namen verwendet und den Familiennamen beschmutzt! Er war es nicht wert den alten Namen zu verwenden, dies war Teil seiner Verbannung gewesen: Niemals wieder durfte er den Namen seiner ehemaligen Famlile anlegen um das Andenken der Ahnen nicht mit dem Namen eines Verbrechers zu entehren. Stattdessen verwendeten verstoßene Zwerge den Nachnamen "Khaturaag", was für Sippenloser steht.
Da Zwerge ihre Sprache ungern mit Vertretern anderer Rassen teilen ( unter anderen, da die Aussprache in Zwergenohren einfach nur grauenhaft klingt ), war die Bedeutung dieses Wortes unter Nichtzwergen eher unbekannt. Gespannt wartete Balvin auf die Reaktion des Fremden.
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Mali
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   So 10 Jul 2016, 15:46

Salim blickte auf als der Zwerg ihn ansprach. Er hatte sich vorher auf die Wüstenkatze konzentriert, die an dem Zwerg geschnuppert hatte. "Shalam Aleikum," begrüßte er den Zwerg und schüttelte dessen Hand. Die begrüßung klang für fremde ohren eher wie Shalam aleichum. "Shari ist mein Freund, genau wie Numi. Mein name ist Salim Rashid al Din Quasim." Er ließ die Hand des Zwerges los und deutete auf die stühle am Tisch. "Nehmt doch platz und verzeiht, das Shari euch zu nah kam. Das ist sonst nicht seine art, zumindest hab ich ihm das beigebracht, das er Fremden nicht so nah kommen soll."
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   So 10 Jul 2016, 18:15

"Euer Freund hat mich nicht gestört, nur etwas ...." Balvin versuchte das richtige Wort zu finden "... irritiert. Ich bin den Anblick von Katzen nicht gewohnt, bei meinem Volk sind sie nicht wirklich verbreitet." Der Zwerg redetet hierbei mit dem leichtem, typisch zwergischem Akzent, der für viele andere Völker, vor allem für Elfen und Abyssal  – wie auch die zwergische Sprache selbst – sehr unmelodisch klingt und von kurzen Silben geprägt ist.
Während Balvin sprach, holte er sich sein Dünnbier vom Nachbartisch und nahm anschließend seinem neuen Bekanntschaft gegenüber Platz. Dabei lehnte er auch seinen Kriegshammer an die Wand neben sich. Der Zwerg nahm einen Schluck von seinem Getränk, wobei er unwillkürlich das Gesicht verzog. Er war besseres aus seiner Zeit vor der Verbannung gewöhnt, auch wenn er sich soetwas seit seiner Zeit an der Oberfläche nicht mehr leisten konnte. "Verzeiht, aber woher stammt ihr? Ihr seht nicht so aus, als ob ihr in diesen Landen das Licht der Welt erblickt habt..."
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   So 10 Jul 2016, 18:56

"Ich wurde in der Stadt Inshari geboren. Mein Vater ist Fürst Omar al Din Quasim. Bei uns heisst der Titel Sheik. Mein Vater wurde ermordet. Das Land in dem meine Heimat liegt heisst Ponthara und liegt auf dem Kontinent Goldrisa," erzählte Salim ruhig. Seine Augen ließen einen moment eine mischung aus Trauer und Zorn erkennen. "Shari und Numi fand ich vor 10 Jahren bei der Durchquerung einer wüste, nahe einer Oase. Ihre Mutter war von einem Wüstenfuchs erlegt worden. Seitdem sind sie bei mir."
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   So 10 Jul 2016, 20:02

Die Schankmaid, die unvermittelt neben ihr auftauchte, riss Miraz aus ihren Gedanken und ließ sie Abyssal vorerst vergessen. Mit einer Stimme, die Poeten wahrscheinlich als "schnurrend" bezeichnet hätten, bestellte sie ein Bier. Tatsächlich war Miraz Stimme aber nicht von der eines Menschen zu unterscheiden. Warum auch? Sie war mit der Sprache der Menschen aufgewachsen und innerlich sahen Maschka auch nicht anders aus, als Menschen. Sie hatte keinen Akzent und keine anatomische ungereimtheit, die ihre Aussprache verfälschen würde. Aber Dichter übertrieben bekanntlich gerne mal. "Etwas hinzu dichten" kam schließlich auch nicht von ungefähr.
Miraz hob den Kopf und wieder fiel ihr Blick auf den dunkelhäutigen Menschen. Ein Zwerg hatte sich zu ihm gesetzt, saß allerdings mit dem Rücken zu ihr. Nun aber sah die Maschka, dass zwei Katzen sich bei diesem Mann aufhielten. Er schien über die Tiere zu sprechen, zumindest ließen die Wortfetzen, die Miraz über die Gespräche anderer hinweg hinaus hörte, darauf schließen.
Langsam ließ sie den Blick nun in die andere Richtung durch die Taverne gleiten. In erster Linie Menschen, doch auch einige Nicht-Menschen. Immer wieder eine interessante Mischung. Dort zum Beispiel saß ein in einen schwarzen Umhang gehüllte Gestalt, bei der Miraz wetten würde, dass diese Person zu jedem Auftrag, egal wie illegal oder grausam, bereit wäre. Am Tisch daneben das Gegenstück: Eine Frau in weißer Robe, einer Kette um ihren Hals nach eine Gläubige, wahrscheinlich eine Heilerin, die in ein Gespräch mit einem in Leder gekleideten Bogenschützen verwickelt war. Ein Schmunzeln stahl sich in Miraz Gesicht.
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Mo 11 Jul 2016, 00:23

"Gut...", antwortete sie ihm daraufhin. Sie würde sich damit zufrieden geben... "Ich gebe euch eine kurze Zusammenfassung. Ich arbeite aktuell für Goren Mastrius, einen sehr wohlhabenden Kaufmann. In seinem Anwesen plant der edle Herr ein Fest und ich habe dabei eingewilligt, die benötigten Wachen dafür zu organisieren. Es ist also eine Aufgabe für eine organisierte Gruppe... vertrauenswürdige Leute, welche nicht irgendeiner Schwäche nachgeben und den Auftraggeber bestehlen wollen.", erklärte Shekina und schaute sich dann kurz in dem Raum etwas um. Der Fischerhaken war einer von mehreren Treffpunkten verschiedenster Leute, ein kleineres Sammelbecken für Abenteurer, Söldner, persönliche Leibwachen und Ähnliches. "Seht es als Übung an, Darren... Schaut euch um, sucht euch jemanden aus. Wer würde wohl noch zu uns passen?"
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Mo 11 Jul 2016, 08:16

Der Schankraum des Fischerhakens hatte sich seit Darrens Ankunft weiter gefüllt, war nun gut zur Hälfte besetzt. Darren musterte jeden der Anwesenden, zumindest für ein paar Herzschläge. Vielleicht jeder Dritte trug Waffen bei sich. Die Auswahl an Kämpfern war ohne Zweifel gut. Aber wer wirkte, als könne man ihm vertrauen? Als wäre er – trotz seiner Profession – ehrlich? Sein Blick blieb an einem kräftig gebauten, dunkelhäutigen Mann zwei Tische weiter hängen.
"Was ist mit dem Kerl mit dem Turban?", schlug er vor, "Der sieht aus, als könne er mit seiner Waffe umgehen. Und er könnte es sich kaum leisten, einen so auffälligen Hut zu tragen, wenn er einen schlechten Ruf hätte."

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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Mo 11 Jul 2016, 18:38

Shekina schaute eher beiläufig, dafür mehrfach zu dem Menschen welchen Darren gemeint hatte. Ausgesprochen gut gebaut, eine beeindruckende Statur... aber ob er sich so einfach für die neue Legion begeistern ließe? Solch dunkelhäutige Menschen waren auf diesem Kontinent ein sehr seltener Anblick, er musste offenbar sehr weit gereist sein.
Er hatte an seinem Tisch eben Besuch... von einem Zwergen. Das erkannte sie an der Größe... der typische Bart fehlte, auch sonst ließ das zwergische "Wuchern" der Haarpracht eher zu Wünschen übrig. Dabei hatte die Abyssal immer gedacht, dass die meisten Zwerge sehr viel auf stattliche Bärte gaben? Nun gut, wer war sie darüber zu urteilen?
"Nun gut... dann werde ich mein Glück wohl versuchen. Wie wäre es wenn ihr währenddessen... hm...", meinte sie und schaute sich kurz um.
Im allerersten Moment fiel ihr ein Ork ein, allerdings war jener wohl nicht der Größte seiner Art. An ihm auffällig waren aber die extrem breiten Schultern und die Muskeln welche sich unter der dunklen Haut spannten.
Es wäre beinahe wie in der ersten Legion... ein Wesen der Abyssal und ein Vertreter der Orks... es klang beinahe zu gut. Shekina bemerkte dann aber den offensichtlich stark betrunkenen Zustand des Orks, jener würde Darren höchstens fragend ansehen oder aber sogar auf ihn losgehen...
Die Idee mit dem Ork wurde gestrichen, stattdessen fielen ihr die bepinselten Ohren auf welche sich doch etwas aus der Menge erhoben. Das war eine Maschka, allerdings konnte Shekina nicht sagen welche Unterart. Die Abyssal wusste, dass es mehrere Arten unter ihnen gab, sie hätte sie aber nicht mehr aufzählen können. "Seht ihr die kräftiger gebaute Maschka dort? Bietet ihr Arbeit an und versucht sie für uns zu gewinnen.", forderte sie den Menschen auf, bevor Shekina ihren Becher mit Wein ergriff und zu dem dunkelhäutigen Menschen und dem Zwergen ging.

"Guten Abend meine Herren. Ihr seid meinem Kameraden und mir aufgefallen, darf ich euch noch etwas zu trinken spendieren...?", fragte die Abyssal als sie an dem Tisch angekommen war, zwischen dem Zwergen und dem Menschen hin und her blickend.
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Mo 11 Jul 2016, 19:45

Salim blickte auf, als die Abyssal vor dem Tisch stand und ihn und den Zwergen ansprach. "Shalam aleikum," begrüßte er sie freundlich. "Ich wäre einem weiteren Becher nicht abgeneigt, werte Dame, " entgegnete er dann auf ihre Frage. Die beiden Wüstenkatzen unter dem Tisch begannen nun interessiert an dem Flügel der Abyssal zu Schnuppern, wobei Tautropfen frech wurde und nach einer herabhängenden Feder zu schnappen. Salim, der das bemerkte, schimpfte mit dem Tier, während Wüstenblume seine unaufmerksamkeit ausnutzte und das Restliche Fleisch, das mittlerweile eh kalt war, vom Teller mopste. "Shari, Numi.. Asap."
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