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 Gebrochene Kronen - MSG

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Mali
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   So 22 Jul 2018, 16:01

Aufmerksam begutachtete Salim das, was von der kapelle übrig geblieben war. Es war ziemlich unordentlich, sichtlich verwüstet, als hätte hier eine ganze armee Marodiert.
Oswin folgte seinem Hund, der anscheinend eine spur aufgenommen hatte und Salim blickte ihnen nach. Er selber wandte sich in die entgegengesetzte richtung und suchte nach spuren. Die Axt fest im griff blickte er auf den Boden. Hier und da waren fußspuren zu erkennen, doch es war schwierig, daraus eine Richtige zu erkennen.
Eine Herausforderung für einen spurensucher. Der Hund hatte es leichter, er folgte einem Geruch. Salim musste sich auf seine Augen verlassen. Shekinas spur konnte er noch nicht feststellen. Doch er würde weiter suchen.
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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   So 22 Jul 2018, 20:42

Die Kapelle war vollkommen niedergebrannt... hier hätte es wohl kaum noch eine Spur gegeben welche darauf hätte schließen können wohin die Abyssal verschwunden war.
Der Geruch von verkohltem Holz und kaltem Rauch lag in der Luft, erfüllte sowohl Imius als auch Cilias Nase... Sie kamen vermutlich viel zu spät. Es war ruhig... Stille regierte.
Einziger Trumpf an dieser Stelle war es Oswin dabei zu haben, mitsamt seiner treuen Hündin... Ein kurzes Schnuppern an einem Stück Stoff genügte und die Fährte war offenbar aufgenommen. Imiu beschloss die Hündin im Auge zu behalten, suchte währenddessen auf der Hut bleibend jedoch ebenfalls das Gelände genauer ab.
Am Ende hatte es nicht lange gedauert, da zeigten sich die Vorteile des Vierbeiners deutlich... Sari war offenbar fündig geworden.
Sie bellte kurz laut auf, machte auf sich aufmerksam und verfolgte dann die Spur genauer. "Hinterher!", stieß die Magierin aus, bevor sie sich daran machten Sari zu folgen. Die Wolfshündin führte sie weiterhin die Fährte erschnuppernd durch eine verwinkelte Seitengasse welche an der Kapelle vorbei führte...
Die Gasse mündete zwischen zwei Häuserwände, an dessen Ende sich eine Mauer befand... darunter ein kurzer Kanalabschnitt... Hier schien die Spur dann zu Enden.
Es blieb nur sich um zu sehen, wobei einem direkt das purpurne Blut und ein paar Federn am Boden auffiel... nicht unweit davon ein kruder Dolch welcher offenbar verloren gegangen war. Cilia war es, welche an den Rand des Kanals ging und zu dem Durchflussgitter schaute... es war nicht vollends geschlossen worden.
"Dann also die Kanäle...", meinte Imiu...
Sie wusste was dies bedeutete, denn die Kanäle in jenem Teil der Stadt waren kein gastfreundlicher Ort. Hier nisteten sich zahlreiche Halsabschneider, Diebe, Irrsinnige, freie Söldnerbanden und sonstiges Gesindel ein welche sonst keine Bleibe fanden oder ihre eigene Art der Diskretion schätzten. Die frische Spur vor den Kanälen... War Shekina entführt worden? In jenem Zustand? Ausschließen konnte sie es nicht, vielleicht waren Andere ihnen auch zuvor gekommen. Sie mussten in die Tiefe...
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Grim
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   So 22 Jul 2018, 22:54

Die Kanäle. Oswin hätte nicht behaupten können, dass diese Aussicht ihm verlockend erschienen wäre. Gestank, Dunkelheit, beengte Verhältnisse. Und natürlich alles, was sich sonst noch dort unten aufhielt. Im letzten Winter hatte Oswin selbst dort unten Zuflucht gesucht. Es war noch immer klamm und arschkalt gewesen, aber wenigstens lag dort kein Schnee. In dieser Zeit hatte er die Kanäle kennen und fürchten gelernt. Er wusste genau, wo man sich aufhalten konnte – in den Randzonen, unter den Armenvierteln, in der Nähe des Hafens, wo zu viele Bettler Zuflucht suchten, als dass die wirklich gefährlichen Bewohner dort ihren Geschäften hätten nachgehen können – und welche Bereiche man in jedem Fall meiden sollte, wenn man nicht mit durchgeschnittener Kehle am nächsten Morgen in den Fluss hinaus getrieben werden wollte. Dieser Bereich hier war definitv einer davon. Hierher verirrte sich niemand zufällig. In diesem Moment war er glücklich, Sari an seiner Seite und ein gutes Dutzend bis an die Zähne bewaffneter Söldner in seinem Rücken zu haben. Sah man einmal von dem Monster mit den Stahlschwingen ab, gab es wohl wenig hier unten, dass sie hätten fürchten müssen. Und doch: erfreut war der alte Jäger keineswegs, als er das Gitter auf stemmte und, der Wolfshündin folgend, als erster in die Tiefen stieg.
Die Fährte musste frisch sein, hier unten. Oswin konnte es deutlich an Saris Körpersprache erkennen, als er ihr über die groben, steinernen Laufstege entlang der brackigen Kanäle folgte. Zielstrebig, viel zu selten am zweifeln, viel zu selten anhaltend und unschlüssig in verschiedene Richtungen schnüffelnd. Sie kamen näher! Da war er sich sicher.
So fixiert war Oswin auf den Rücken der Hündin, die vor ihm durchs Halbdunkel hastete, dass er beinahe die Leiche übersehen hätte. Sie trieb mit dem Gesicht nach unten im Wasser, war an einer Biegung des Kanallaufs hängen geblieben. Mit einem kurzen, scharfen Pfiff rief er Sari bei Fuß, dann griff er kurzerhand in die übelriechende Brühe und wuchtete das makabre Treibgut hinauf auf den Steg. Eine alte Frau, der ärmlichen Kleidung nach eine Bettlerin. Es bedurfte nicht mehr als eines kurzen Blicks um festzustellen, wie sie dorthin gelangt war. Beide Arme waren gebrochen und der Schädel eingeschlagen, als hätte jemand – oder etwas – mit großer Kraft stumpfe Gewalt ausgeübt. Schlaff wie ein entgräteter Fisch lag die Frau vor Oswin. Keine Leichenstarre. Aber auch noch nicht aufgebläht von der langen Zeit im Wasser. Also hatte die Starre noch gar nicht eingesetzt. Lange konnte sie noch nicht tot sein.
"Erschlagen, mit einer Keule oder einem Streitkolben, würde ich meinen", teilte er, sich wieder aufrichtend, seine Befunde den nachfolgenden Legionären mit, "Nicht länger als sechs Stunden tot. Was machen wir daraus?"

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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Mo 23 Jul 2018, 20:05

Dieser Geruch hier unten war unerträglich... wie konnte man sich daran nur dauerhaft gewöhnen? Ein Fackelzug bewegte sich durch die Kanäle, aufgrund der vorherrschenden Truppstärke rechnete Imiu nicht damit, dass sie hier auf viel Widerstand stoßen würden. Die meisten eher unfreundlichen Bewohner würden sich wohl im Vorfeld direkt verziehen...
Als sie die Leiche fanden, besah sich Imiu jene nur kurz... Es hätte nichts gegeben, was man für sie noch hätte tun können. "Nichts... oder sieht dies für euch nach ihrem Werk aus? Hier Unten werden wir wohl immer wieder solche grausigen Funde machen. Verlasst euch weiter auf Saris Nase.", meinte Imiu, welcher dieser Ort jetzt bereits auf den Magen schlug... sie vollführte nur ein kurzes Handzeichen. Hinter ihr auftauchend setzte Cilia ihren rechten Fuß auf den Leichnam und trat jenen schließlich zurück in das Abwasser des Kanals...
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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Mo 23 Jul 2018, 21:10

Fanden die Zwillinge den Geruch schon unerträglich, war es Miraz fast unmöglich, darin zu atmen. Sie war, nachdem Sari angeschlagen hatte, über die Dächer gefolgt, bevor sie den Anderen in die finsteren Tunnel gefolgt war. Sie wusste, dass hier finstere Gestalten, in anderen Gegenden auch Obdachlose lebten. Sie selbst hatte sich nie in die Kanäle getraut. In erster Linie hatte sie schon immer der Geruch davon abgehalten. Manchmal war es eben extrem hinderlich, wenn manche Sinne ausgeprägter waren, als es bei Menschen der Fall war. Dafür waren ihre Augen hier wieder von Vorteil. Zu sagen, sie könnte im Dunkeln so gut sehen wie bei Tag wäre übertrieben, aber zumindest hätte sie selbst hier auf Fackeln verzichten können. Immerhin konnte sie weiter sehen als die Anderen - was allerdings auch nicht hilfreich war, wenn man sich kaum umschauen konnte, weil der Geruch Übelkeiterregend war.
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Grim
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Do 02 Aug 2018, 16:28

Wie lange sie hier unten unterwegs waren? Es war schwer zu sagen. Vielleicht eine halbe Stunde? Vielleicht eine? Oder waren es vielleicht doch kaum mehr als zehn Minuten? Ohne die Sonne am Himmel, umgeben von den immer gleichen, beklemmenden, verfallenen Mauern der Kanalisation fiel es Oswin schwer, eine Schätzung abzugeben. Kurve um Kurve, Biegung um Biegung, über faulige Steige und rutschige Brücken, mal eine Treppe oder ein hölzernes Gerüst hinauf, dann wieder hinab. Längst hatte Oswin den Versuch aufgegeben, sich den Weg zu merken. Sari jedoch behielt die Fährte. Und wirkte die Hündin doch einmal ratlos, so dauerte es zumindest nie lange, bis sie sie wieder aufgenommen hatte, auf der anderen Seite des brackigen Kanals, am oberen Ende einer Treppe oder im Schlick, der das Wasser säumte.
Und dann, irgendwann, sahen sie das Licht. Warm, gelb, stetig. Kein Fackellicht. Eine Öllampe wohl eher, oder vielleicht auch mehrere. Es schien aus einem Torbogen am Ende einer Treppe, die zu einer höher gelegenen Passage zu führen schien, welche ein Fluttor umging. Oswin hielt Sari mit einem beherzten Griff nach ihrem Halsband an und die Hündin gehorchte augenblicklich. Mit der freien Linken wies Oswin auf den erleuchteten Durchgang, stumm der nachfolgenden Truppe seine Entdeckung kund tuend.

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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Fr 03 Aug 2018, 13:57

Im Gegensatz zu den anderen schien Davor der Geruch nicht viel auszumachen. Das mochte an seinem mangelnden Geruchssinn liegen oder daran, dass er sich bei seinen Jagden schon einmal in Kot gewälzt hatte um der Rache einer ausgesprochen wütenden Bärenmutter zu entgehen. In jedem Fall atmete der Halb-Ork völlig normal weiter und saugte die Luft durch seine geweiteten Nüstern. Die Umgebung hingegen gefiel ihm gar nicht. Die Decke machte es schwer die Länge seines Bogens unterzubringen und die Luft war der Tod für die Sehne.
"Nach oben, oder?", fragte Davor flüsternd die anderen. Sie waren im Rang höher also sollten sie auch bestimmen, wo es lang ging. Das war schließlich die richtige Ordnung. Nur für alle Fälle hatte er sich das Gesicht des Toten gemerkt. Er war ganz gut mit einem Stift und konnte es der Wache später aufzeichnen, falls das nötig werden sollte.

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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   So 05 Aug 2018, 19:26

Amara warf die eisernen Armschließen auf den Tisch, bevor sie einmal bedächtig ausatmete... Sie entfachte die kleine Feuerstelle in der Mitte des Raumes mit einer Fackel, bevor sie jene in eine der Halterungen neben der Tür steckte und sich anschließend an den kleinen Tisch setzte wo sich ihre Schreibutensilien befanden.
Es hatte nicht viel gebracht zu versuchen mit ihr zu reden. Ihre Gefangene erinnerte sich offensichtlich nicht mehr an sie, schien eher verwirrt und stammelte vor sich hin. Sie würden sie einfach in der Zelle lassen, bis Amara ein passendes Schreiben für eine Lösegeldforderung eingefallen war... Oh nein, im Gegensatz zu ihr hatte Amara sie nicht vergessen... Innerhalb der kleinen, hölzernen Hütte hier in den Kanälen war dies der letzte Ort gewesen, welchen sie sich für eine Abrechnung vorgestellt hatte. Doch sie bekam ihre Genugtuung, am Ende zählte nur das...


Imiu gab ein Zeichen, bevor sich die Gruppe leise und bedachte zu dem Torbogen begab... sie hörte aus jener Richtung kommend immer wieder ein Flüstern. Entfernte Stimmen welche sich hier ankommend wie ein Wispern anhörten... und dann war da noch etwas Unverkennbares, wenn auch nur leise. Musik...
Als sie das obere Ende erreicht hatten, riskierte sie einen kurzen Blick. Unwohlsein machte sich in der Magierin breit... Dies war hier unten einer der letzten Orte an dem sie sein wollte, doch offensichtlich führte die Spur sie genau hier her. Die große Kaschemme...
Ursprünglich hatte ein gestrandeter Pirat, welcher selbst dem Glücksspiel, dem Alkohol und dem Handel mit verbotenen Waren frönte, hier Unten eine Art Kneipe eröffnet wo allerlei zwielichtige Gestalten unterschlupf finden konnten. Irgendwann baute jedoch immer mehr Gesindel Holzhütte um Holzhütte um die "der letzte Tropfen"-Spelunke herum. Einst bündelte diese riesige steinerne Halle mehrere Kanäle, was sie Heute noch tat, doch darüber befand sich nun beinahe schon ein kleines Dorf... Hier trieb sich nur der kläglichste Abschaum herum. Mörder, Diebe, Halsabschneider... Huren, Giftmischer und Söldner der skrupellosesten Art. Sie würden sich aufteilen müssen wenn sie diesen Ort durchsuchen wollen...
Was Imiu verwirrte war jedoch, dass hier für die Verhältnisse der großen Kaschemme alles ruhig zu sein schien. Wenn Shekina hier durch gekommen war, warum lag hier nicht alles in Trümmern...?
"Das könnte jetzt kompliziert werden... Wir werden uns aufteilen müssen. Ich schlage vor, dass der Großteil des Trupps hier bleibt und den Rückweg sichert. War von euch jemand schon einmal hier?", fragte Imiu flüsternd.
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Mo 06 Aug 2018, 07:06

Ihre Mutter hatte ihr einmal gesagt, man könne sich an jeden Geruch gewöhnen. Hier und jetzt, in der Kanalisation unter der Stadt, wo sich nur noch Gesindel rum trieb, das Miraz selbst in ihren moralisch verwerflichsten Zeiten noch zu düster war, zweifelte die Maschka den Wahrheitgehalt jener Aussage an. Sie hatte das Gefühl, dass der Geruch nach Verrotung, Fäkalien und was sonst noch alles, eher noch penetranter wurde. Dennoch konzentrierte sie sich darauf, Aufmerksam zu bleiben und die Gruppe so gut es ging zu unterstützen. Was allerdings nicht viel war, wenn man bedachte, dass nur Sari die Spur zu finden schien. Schließlich wandte sich auf Imius Frage hin an die Frau.
"Ich bin zwar noch nie hier gewesen, aber ich denke, ich kann mich hier mit am unauffälligsten bewegen. Maschka haben bekanntlich einen sehr zwielichtigen Ruf, ich würde also wohl kaum auffallen", bot sie sich schließlich an.
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BeitragThema: Re: Gebrochene Kronen - MSG   Sa 11 Aug 2018, 11:06

Die große Kaschemme. Es dauerte eine Weile, bis Oswin realisierte, wo sie sich eigentlich befanden. Das hieß gleichzeitig auch, dass sie wieder ganz in der Nähe des Hafens sein mussten. Ihr unterirdischer Weg musste sie wieder in die Richtung zurück geführt haben, aus der sie gekommen waren. Und er hatte es nicht einmal gemerkt. Blamabel für einen Fährtensucher, dass er sich so leicht verirrte! Ein Gefühl der Scham stieg in Oswins Brust auf. Ohne den Himmel über sich passierte es ihm viel zu leicht, sich zu verirren. Er war nicht dafür gemacht, durch solche Tunnel zu irren.
"Ich war schon einmal hier", meldete er sich auf Imius Frage hin, ohne dies jedoch weiter auszuführen. Es war nichts, worüber er gerne sprach. Seine Zeit in der Gosse hatte ihn tief hinab gespült, weit tiefer, als es einen Mann von Anstand je spülen sollte. Weniges von dem, was er getan hatte, um zu überleben, erfüllte ihn mit Stolz. Er hatte in zwielichtigen Kreisen verkehrt. Und Leute, die in solchen Kreisen verkehrten, führte es früher oder später immer an Orte wie diesen. Er hatte es gehasst. Aber was hätte es gebracht, seine Vergangenheit nun zu verleugnen?

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