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 Projekt Overclock - MSG

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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 28 Apr 2017, 18:15

Ein kurzes, geheimnisvolles Lächeln schlich sich auf Maras Züge. Sie hatte sich gut vorbereitet auf dieses Gespräch. Normalerweise war sie nicht gut darin, Andere zu überraschen, aber dieses Mal sollte es gelingen!
"Bei mir zuhause. Was es genau ist werde ich nicht verraten."
Mit diesen Worten drehte sich die junge Frau um, um schnurstracks nach Hause zu gehen. Robert war nicht da, dass wusste Mara, also war es perfekt. In ihre Privaträume durfte sie sowieso mitnehmen, wen sie wollte. Zumal sie auch dort nie völlig für sich war, es gab genug Überwachungsmöglichkeiten, wie Mara herausgefunden hatte, als sie sich in das System ihres Teams gehackt hatte. Mehr weil es eine Herausforderung war, als dass sie dort etwas herausfinden wollte.
In Maras Zimmer lagen diverse Gerätschaften herum, sowie Werkzeug, um dieses zusammen- oder auseinanderzubauen. Daneben fanden sich einige Handbücher zum Programmieren, auch wenn die meisten so aussahen, als wären sie nie oder nur selten gelesen worden. Schließlich setzte sich Mara vor ihren Rechner, ein Stuhl für Nia stand schon bereit. Immerhin besuchte ihre Freundin sie nicht das erste Mal. Mara schwieg, während ihr Pc hochfuhr.

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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   So 07 Mai 2017, 17:03

Wie sie sich eigentlich seit Jahren derartig die Zeit vertrieb... Maras Waffe war ihr Kopf, eigentlich besser gesagt das was darin steckte. Wie so oft in der Vergangenheit, konnte Nia auch diesmal nicht wirklich dem folgen was Mara wieder ausgeheckt hatte. Ihr blieb nicht viel übrig außer die Interessierte zu spielen, Hauptsache ihre Kindheitsfreundin hatte ihre Freude daran... auch wenn es schwer zu deuten war wann genau sich Mara überhaupt freute.
Sie blieb noch eine Weile bei ihr, zwischenzeitlich zog sich Nia jedoch wieder zurück um zu duschen und ihr Zimmer endlich mal wieder aufzuräumen. Es hatte ausgesehen als wäre eine Plasmabombe eingeschlagen... Gegen Abend hin hatten sie irgendwann die Nachricht erhalten, dass sie sich noch vor dem Abendessen in einem der Meetingräume einzufinden hatten welchen eigentlich nur die Doktoren und Wissenschaftler nutzten. Es las sich zumindest als wäre es wichtig...
Kurz vor dem Termin bekam sie auf ihrem Zimmer noch Besuch, dabei handelte es sich um Mina welche sie offenbar abholte. Nia hatte nicht einmal gewusst, dass offenbar auch die Erzieher bei dem Treffen dabei waren.
"Ich habe eine Vermutung worum es gehen könnte, aber bis zur Aufklärung bleibt es nur eine Theorie.", meinte Mina auf dem Weg dorthin. Wenn selbst sie nicht wusste worum es ging, dann nahm das ja beinahe schon mysteriöse Züge an. Angekommen bei dem Raum, nahmen sie platz an dem ovalen Tisch, bei jener Haptik hätte sich Nia vielleicht besser anziehen sollen. Eine einfache schwarze Hose, Schuhe und ein dunkelblaues Top... absolut underdressed. Noch war niemand da, was es hier sehr still gestartete... Da begann man beinahe schon nervös zu werden, während man auf die Anderen wartete.
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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   So 14 Mai 2017, 23:04

"Bist du fertig, Mara?"
Roberts Stimme klang etwas nervös. Zumindest hätte das wohl jeder andere herrausgehört, Mara aber nicht. Die junge Frau erwiderte nur ein kurzes "Ja". Knapp, präzise, auf den Punkt. Nur die nötigsten Informationen, kein schmückendes Beiwerk. Robert seufzte. Auch, wenn er Mara sehr liebgewonnen hatte, haderte er wie alle Anderen, die persönlich mit ihr zu tun hatten, mir ihrer gnadenlosen Logik. Die Wissenschaftler des Teams sahen das bei Tests aber stets als Erfolg. Kooperativ und Intelligent, wie sie sie haben wollten. Dem Seufzen folgte daher ein Lächeln. Väterlicher Stolz? Egal, es wurde Zeit für das einberufene Meeting.
Irgendwie war es fast Tradition, dass bei Treffen Nia zuerst da war und Mara als Zweite folgte. bevor die Anderen eintrafen. Ein kurzes Lächeln huschte über Maras Züge, als sie ihre Freundin sah, dann nahm sie neben ihr Platz und sah sich im Raum um, in dem Versuch, wichtige Hinweise zu finden.

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Mali
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Mo 15 Mai 2017, 21:33

John seufzte. Immer wieder das selbe mit diesem jungen. Seid er in die pupertät gekommen war, brauchte Jayden ewig im Bad. "Jayden, beeil dich, verdammt nochmal. Sonst sind wir am ende die letzten," schimpfte er. Endlich kam der junge an. "Ist ja gut, papa. Bin ja schon fertig."
Seine Haare hatte er mit Gel zurückgekämmt und sein lieblingsparfüm aufgetragen. Gekleidet war er in sein lieblingsoutfit. Pulli, Jeans, Turnschuhe und dieser extravagante Mantel, den er so liebte.
Als sie ankamen saßen Nia und Mara bereits schon im konferenzraum , zusammen mit ihren Erziehern. Freundlich grüßte John seine Kolleginnen und nahm dann platz. Jayden setzte sich ebenfalls und lächelte Nia und Mara freundlich an.
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Grim
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   So 21 Mai 2017, 01:52

Es war dann doch wieder einmal ein durch und durch unspektakulärer Tag für Benett. Sport, Waffentraining und noch ein halbes Stündchen an der Kletterwand zur Entspannung – bis zu dem ominösen Termin, den Dr. Thorslund am Morgen bereits knapp angekündigt hatte, freilich ohne ins Detail zu gehen, worum es gehen sollte.
Nachdem Dr. Forlorn gesundheitlich angeschlagen war, war es auch der Projektleiter persönlich, der Benett anstelle seiner Erzieherin begleitete – mit geringen Komplikationen, freilich. Seine Mutter hätte Benett rechtzeitig informiert, dass er sich für dieses Meeting fertig zu machen sollte. Dr. Thorslund dagegen holte ihn erst aus der Sporthalle, als sie eigentlich schon los gemusst hätten. Bis Benett schließlich geduscht hatte, in frische Klamotten geschlüpft war und auch ansonsten wieder halbwegs präsentabel aussah waren sie zeitlich bereits arg knapp. Mit langen, hastigen Schritten eilten sie durch die Station, der alte, ergrauende Wissenschaftler und sein junges Forschungsprojekt Seite an Seite, gerade so, dass sie nicht rannten.
Und allzu sehr verspäteten sie sich dann doch nicht. Drei der anderen Projektgruppen waren schon im Raum anwesend, sie waren die vierten von sechs. Gar kein schlechter Schnitt dafür, dass sie so knapp erst los gekommen waren.
Benett nickte zur Begrüßung in den Raum während Thorslund die Anwesenden förmlicher begrüßte und sich für die Verspätung entschuldigte. Sie suchten sich freie Plätze am Tisch, wobei Benett gegenüber von Nia und Mara zum Sitzen kam.
"Habt ihr eine Ahnung, worum es hier heute gehen soll?", fragte er die beiden mit gesenkter Stimme.

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   So 21 Mai 2017, 18:32

Kurz nach Benett kamen auch Iona und Natascha am Konferenzraum an und gesellten sich zu den anderen. "Hi Leute." praktisch alle Teams hatten die Trainings intensiviert, sodass es seltener wurde, das Iona die anderen ausserhalb der Schulstunden zu Gesicht bekam. "Entschuldigen sie die Verspätung, aber bei den abendlichen Tests kam es zu Komplikationen, zum Glück nur eine Kleinigkeit, die wir beheben konnten." Iona konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, schön umschrieben ohne wirklich was zu sagen, Natascha hätte in diesem Punkt eine tolle Politikerin abgegeben. "Ist auch niemandem was passiert, nur schade um die durchgeschmorte Festplatte." Dafür fing sich Iona einen bösen Blick von Natascha ein, doch das war ihr im Moment egal. Sie wollte nicht das sich die anderen sorgen machten, weil sie zu viel in die vage Aussage von Natascha hineininterpretierten.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Do 25 Mai 2017, 18:09

Nia hatte auf die Frage hin einfach nur den Kopf geschüttelt, auch ein Blick zu Mina half nicht... jene wirkte eher sehr nachdenklich. Dieser Blick... jenen absolut kalten Gesichtsausdruck kannte sie von ihr nur wenn etwas nicht stimmte. Kurz darauf öffnete sich die Tür und ein alter Herr betrat den Raum, Nia hatte ihn nur wenige male die letzten Jahre gesehen gehabt, wusste aber wer er war. "Arthur...", grüßte Mina ihn mit der anerkennenden Aussprache seines Vornamens. Doktor Sterling war doch im Ruhestand...? Es stand keinerlei Überraschung in das Gesicht von Nias Ziehmutter geschrieben, sie wirkte eher so als hätte sie es erwartet.
Kurz darauf senkte Nia ihren Kopf wieder, ihr wurde soeben klar, dass Mina offenbar wusste was hier passierte und was sie hier machten.
Der alte Professor und ehemalige Leiter der ganzen Abteilung blieb stehen, warf einen kurzen Blick über alle seine "Schützlinge" und verschränkte dann die Arme vor der Brust. Bis auf ein Nicken zur Begrüßung hatte er geschwiegen. Die Stimmung war... sehr erdrückend.
Die Minuten zogen sich wie alter Kaugummi, es war einfach zu ruhig und die Situation zu angespannt. Niemand von ihnen wusste was hier eigentlich los war, bis auf wenige Ausnahmen ganz offensichtlich.
Irgendwann öffnete sich die automatische Tür zu dem Raum mit dem bekannten leisen Zischen, herein trat ein Herr welchen Nia noch nie zuvor gesehen hatte. Er trug einen weißen Laborkittel mit den schwarzen Schulterapplikationen der Abteilungsleitung. "Bitte entschuldigt, ich wollte niemanden warten lassen... ich wurde noch in eine Diskussion verwickelt. Ich darf mich unseren Wunderkindern hier vorstellen... sagte ich Kinder? Ich meine natürlich unsere jungen Erwachsenen. Mein Name ist Doktor Nahan Kanae, aktueller Abteilungsleiter und ehemaliges Führungsmitglied der Abteilung Robotik.", stellte sich der eher östlich anmutende Mann vor, bevor er sich an den Tisch setzte und aus der linken Innentasche seines Kittels eine schmale Brille zog. Interessant... nicht viele Leute trugen altmodische Brillen, die Meisten ließen sich einfach die Augen behandeln das ging schneller und war auf lange Sicht billiger. "Anbei möchte ich mich gleich bei Doktor Sterling bedanken für seine reizende Beschwerde beim Stationsvorstand... offenbar langweilt sie ihr Ruhestand, nicht wahr Arthur?", fragte Kanae provokant in die Richtung des Alten. "Ich habe mein ganzes Leben lang schon korrupten Leuten einen Strich durch die Rechnung gemacht... Warum jetzt damit aufhören?", entgegnete ihm Sterling daraufhin trocken. Kanae schnalzte kurz mit der Zunge, bevor er einmal tief seufzte.
"Sei es wie es ist, sie haben mir ja ordentlich den Spaß genommen... aber es spielt auch keine Rolle mehr...", und gerade als Kanae noch zu einem weiteren Satz ausholen wollte, öffnete sich erneut die Tür. Nia, welche von dem Gerede hier bereits reichlich verwirrt war, schaute nicht schlecht als sie ein Symbol wiedererkannte... sie hatten es in der Schule damals oft genug gesehen und darüber gelernt. In den Raum traten ein Mann mittleren Alters, seine dunkle Frisur mit einigen grauen Spuren war kurz geschnitten, nicht einmal der Hauch eines Bartes war zu erkennen... Er trug einen militärisch wirkenden Mantel in einem sehr dunklen blau, zahlreiche Abzeichen prangten darauf. Bei ihm befand sich ein Soldat, gehüllt in eine hochmoderne Kompositrüstung mit einem geschlossenen Helm... das dazugehörige Sturmgewehr befand sich auf dem Rücken, am rechten Oberschenkel war noch eine Pistole zu erkennen. Beide Personen trugen das Fraktionsabzeichen des westlichen Konglomerates.
"Ah! Darf ich vorstellen? Das ist Colonel Reyes, er bekommt seine neuesten Errungenschaften persönlich abholen.", stellte Kanae den Mann in der militärischen Uniform vor, bevor er aufstand und ein kurzes Händeschütteln mit jenem austauschte.
Nia hob erneut kurz ihren Blick um zu Mina zu schauen, jene war blass geworden... sehr sogar. Doktor Sterling selbst hatte kurz den Kopf geschüttelt, die Luft ausgestoßen und verließ schließlich den Raum... er wusste offenbar genau was hier vor ging. "Um euch alle nicht länger im Ungewissen zu lassen. Aufgrund eines Wechsels im Vorstand und der Tatsache, dass dieses Projekt zu zeitintensiv wird, werden alle Mittel und Ergebnisse verkauft... Solaris widmet sich in Zukunft erneut mehr der Robotik. Ihr braucht wirklich keine Angst haben, Colonel Reyes hat mir versichert, dass man sich gut um euch kümmern wird und bereits exzellente innerhalb des Konglomerat-Militärs für euch bestimmt hat. Sie werden eure weitere Ausbildung, Verpflegung und auch Aufenthalt und Lohn übernehmen.", erklärte Kanae ihnen. "Ist das ihr Ernst...?", fragte schließlich Doktor Cross, ihr scharfer Blick entgegen dem von Kanae gerichtet. "Mit Verlaub geschätzte Doktorin und Wissenschaftsärztin, das ist es.", ging der Colonel des Konglomerats dazwischen.
"Mir ist bewusst, dass sie sehr viel Zeit in dieses Projekt investiert haben und eine persönliche Bindung zu ihrem Schützling hier haben... aber das Konglomerat hat großes Interesse an ihrer aller Forschung und deren Ergebnissen. Wir versprechen ihnen, dass wir die Früchte ihrer Arbeit gut behandeln werden, durch uns werden diese nun jungen Erwachsenen einem guten und sinnigen Zweck zugeführt.", erläuterte Reyes, seine tiefe Stimme klang sehr autoritär und respekteinflößend. "Als Soldaten in ihrer Armee...?", fragte Mina vorausschauend und verschränkte dabei ablehnen die Arme vor der Brust. "Aufgrund der bereits investierten Finanzen, wäre eine Nutzung als einfache Soldaten doch wohl äußerst verschwenderisch. Abgesehen von ihrer militärischen Karriere, werden ihre Schützlinge hier endlich ein normales Leben haben können und die Möglichkeit haben an der normalen Zivilisation teilzuhaben... etwas das sie ihnen ihren alten Plänen nach wohl nie bieten wollten."
Mina stieß auf jene Erläuterung hin leise die Luft durch die Zähne aus, es folgte kein Gegenargument. "Wenn sie allerdings derartige Bindungen haben, so bieten wir ihnen gerne einen Posten innerhalb des Konglomerats an um an der Seite ihrer... Tochter... bleiben zu können. Wir sind stets interessiert an Fachpersonal wie ihnen. Das gilt zudem auch für alle anderen Doktoren innerhalb dieses Raums, sie können mich ihre Entscheidung bis zu meiner Abreise jederzeit wissen lassen.", meinte Colonel Reyes während er ein wenig innerhalb des kleinen Konferenzraumes auf und ab gegangen war.
"Ich kann aber nicht versprechen, dass ihre Schützlinge untereinander weiterhin ein Freundschaftsbild erhalten können... Es wäre daher jetzt gleich das Beste, wenn sich alle hier untereinander verabschieden und alles Nötige für die Reise zur Erde im Anschluss gepackt wird. Doktor Kanae? Sie übernehmen alles weitere, ich ziehe mich derweil auf unser Schiff zurück", verabschiedete sich der Colonel der Merater sogleich und verließ den Raum.
Ein kalter Schauer war Nia über den Rücken gelaufen... ihr Blick war erst zu Jayden, dann zu Iona, zu Benett und dann an Mara hängen geblieben. Sich... verabschieden...?
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Grim
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 26 Mai 2017, 13:57

Benett war nicht so einfältig, dass er nicht schon vor geraumer Zeit realisiert hätte, dass ihr doch sehr spezielles Training unweigerlich auf einen militärischen Einsatzzweck hinaus lief. Und er war rational genug veranlagt, um zu erkennen, dass ihre sehr unterschiedlichen Spezialisierungen früher oder später dazu führen mussten, dass sie nicht mehr zusammen bleiben würden, sondern jeder seinen eigenen Weg entsprechend seiner Fertigkeiten gehen würde. Auch mit der Tatsache, dass sie als Klone letztendlich Besitz von Solaris waren, hatte er sich abgefunden – gerade die höheren Projektebenen hatten das immer wieder unmissverständlich klar gemacht.
Insofern schockierte es ihn wenig, dass sie nun an das Militär des Konglomerats verkauft werden sollten. Auch, dass sie sich trennen mussten, konnte er, wenngleich es kein erfreulicher Gedanke war, verkraften. Was ihm jedoch ausgenommen übel aufstieß war die Art und Weise, wie all dies hier geschah. Ohne jegliche Vorwarnung, urplötzlich und ohne irgendeine Art von Zustimmung einzuholen. Kalt und herzlos.
"Sie hätten bei der Robotik bleiben sollen, Dr. Kanae", schleuderte Benett, kaum dass der Colonel den Raum verlassen hatte, ihrem neuen Projektleiter entgegen, kalt und verächtlich, "Sie scheinen dort jede Sensibilität für den Umgang mit Menschen verlernt zu haben. Wo werden unsere Interessen in ihrem Vertrag mit dem Konglomerat gewürdigt? Wäre es nicht das mindeste gewesen, uns zu informieren?"

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 26 Mai 2017, 16:31

Nia spürte Minas Hand auf ihrer rechten Schulter ruhend, sie hob daraufhin ihre Rechte und legte sie über die sie zumindest innerlich etwas beruhigende Hand ihrer Ziehmutter. Benetts Ausbruch machte es nicht gerade besser, im Gegenteil, es erweckte in ihr nur noch mehr Angst. "Doktor? Halten sie ihren Schützling im Zaum... Benett, richtig? Offiziell habt ihr alle keine Interessen, offiziell geht ihr nicht einmal als richtige Menschen durch. Ihr Kinderchen seid jetzt Eigentum des Konglomerats. Mehr muss ich dazu auch nicht sagen.", wehrte Doktor Kanae diesen plumpen Versuch direkt ab. Der Junge implizierte einfach, dass sie irgendwelche Rechte hätten... Sollten sie doch lieber froh sein! Die Merater würden sie vermutlich vor ihrem Gesetz als Menschen anerkennen, mit allen einhergehenden Rechten und Pflichten.
"Es gibt keine weiteren Diskussionen mehr. Doktor Cross, richtig? Sie sorgen dafür, dass das hier alles sauber über die Bühne geht, begleiten die Subjekte um das nötigste zu packen und bringen alle dann in den Hangar Nummer 3. Im Anschluss melden sie sich bei mir... Die restlichen Ärzte und Doktoren gehen von hier aus jetzt gleich direkt in die Hauptzentrale der Abteilung, also verabschieden sie sich direkt wenn sie nicht vor haben ebenfalls das Schiff des Colonels zu betreten. Seien sie lieber froh, dass ihnen so viel Zeit und Entscheidungsfreiheit überhaupt gelassen wird...", sprach der Abteilungsleiter und stand dann von dem Tisch auf, bevor er den Raum direkt verließ.
Minas Griff auf Nias Schulter war immer fester geworden...
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 26 Mai 2017, 18:43

Kurz überlegte Benett, ob er nicht einfach aufspringen und diesem arroganten Weißkittel ins Gesicht schlagen sollte. Er hatte eine recht akkurate Einschätzung seiner eigenen Fertigkeiten und diese Einschätzung sagte, dass er, wenn er mit zwei Sätzen über den Tisch setzte, bei dem Pisser war, ehe der sich auch nur umdrehen konnte. Und dass der Doktor ihm körperlich nicht gewachsen war, das stand nicht einmal zur Debatte. Für ein paar Herzschläge schwelgte Benett in der Fantasie, dem Mann mit ein paar gezielten Faustschlägen aufs Nasenbein Manieren einzubläuen.
Dann jedoch besann er sich eines Besseren. Brachte ja nichts. Würde ihm nur Ärger bereiten. Und an der Situation änderte es sowieso nichts. Also beschränkte er sich auf ein paar sehr wüste Gesten und Grimassen hinter dem Rücken des Abteilungsleiters, die ihm zwar einen empörten Blick von Dr. Thorslund, aber ansonsten keine weiteren Konsequenzen einbrachten.
"Nun denn", wandte er sich schließlich, seinen Stuhl zurück schiebend, an die übrigen 'Kinderchen', "Wenn wir auf dem selben Schiff unterwegs sind, dann können wir das mit dem Abschied zumindest noch ein bisschen raus zögern. Ich gehe dann mal meine Sachen packen." Sein Blick glitt hinüber zu Dr. Thorslund. "Doc, kümmern sie sich darum, dass meine ganze Ausrüstung verladen wird? Ich nehme an, die haben die Militär-Heinis gleich mit mir mit gekauft?"

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 26 Mai 2017, 19:35

Jayden blickte geschockt drein, als diese Männer einfach so über ihr weiteres leben bestimmten. Auch John wirkte sehr betroffen und blickte zwischen dem chef und seinem schützling hin und her. "Wir sind empfindungsfähige Wesen, Doctor," wandte er sich ein wenig empört an Doctor Kanae."Jayden, lass es gut sein," versuchte John ihn zu beruhigen. Jayden liess die Schultern hängen und blickte die anderen nach einander an. "Das soll es also sein? Wir sollen klaglos hinnehmen, das wir wie vieh behandelt und verschachert werden?", fragte er noch einmal. Es war sonst nicht so seine art, aufzubegehren. Doch dieses vorgehen von dem Doctor hatte ihn fassungslos gemacht.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Sa 27 Mai 2017, 00:04

"Wir sind nie mehr gewesen als Eigentum eines Konzerns, Jayden. Zugegeben, das wir verkauft werden - ausgerechnet ans Konglomerat - war unerwartet, aber nichts, was ein Widerspruch wäre. Oder gar eine Beschneidung unserer Interessen."
Es war wohl unmöglich, zu lesen, was Mara über das ganze dachte. Emotionslos wie immer. Robort seufzte innerlich.
Die junge Frau ließ ihren Blick über die Anderen schweifen. Abschied... Nun, es würde ihr wohl nicht schwer fallen, die Anderen zu verlassen und möglicherweise nie wiederzusehen. Natürlich, sie mochte sie. Aber mehr... Ihr Blick blieb an Nia hängen und bei dem Gedanken, sie nicht mehr zu sehen durchfuhr sie ein Stich. Es war kein physischer Schmerz, aber etwas in ihr fühlte sich schwer an. Nein, sie wollte Nia nicht verlassen. Sie brauchte ihre Freundin. Wer sonst sorgte dafür, dass sie keine Maschine wurde? Auch wenn Robert es versuchte, er konnte es nicht so gut wie Nia und möglicherweise kam er nicht einmal mit.

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   So 28 Mai 2017, 18:12

Im ersten Moment war Iona natürlich geschockt von der Nachricht. Klar hatte man ihr schon als Kind klargemacht, was sie war und zu welchem Zweck sie geschaffen wurden, doch trotzdem war es aus ihrer Sicht ein Schlag unter die Gürtellinie, quasi alle Projekte jetzt sofort abzubrechen und einfach zu verkaufen. Vor allem weil es bisher, zumindest soweit sie wusste, keine grösseren Beanstandungen vonseiten der Konzernleitung gegeben hatte.
Das Ganze war einfach zu plötzlich gekommen, ohne irgendwelche Vorwarnung und Iona beschlich das Gefühl, das die neue Leitung unter Dr. Kanae wohl der Grund dafür war. Benett schien das wohl ähnlich zu sehen und sprach den Doktor direkt drauf an und machte ihm vorwürfe... und die Antwort von Dr. Kanae war in Ionas Augen nur noch eine Bestätigung. Und wenn man dazu noch das kleine Wortgefecht zwischen Dr. Sterling und Dr. Kanae vom Anfang in Betracht zog, so kam Iona zum Schluss, das sie unterm Strich das Ganze wohl dem neuen Projektleiter zu verdanken hatte.
Wut stieg in Iona auf, mehr sogar noch, als der Colonel des Konglomerats auftauchte und den genauen weiteren Ablauf erklärte. Sie würde die anderen also vermutlich nicht wieder sehen, ihre Familie wurde einfach auseinandergerissen und das nur, weil der neue Projektleiter eine Vorliebe für Roboter hatte. Ionas Wut fokussierte sich ganz auf Dr. Kanae, dem sie am liebsten den Kopf abgerissen hätte und wenn blicke töten könnten, so hätte Dr. Kanae sofort zu Staub zerfallen müssen.
Doch noch, bevor etwas Ernsthaftes passieren konnte, spürte Iona bereits den sanften Druck von Nataschas Hand auf ihrer Schulter und Iona zwang sich etwas zur Ruhe. Ihre Betreuerin hatte bemerkt, was in Iona vorging, was vermutlich nicht schwer zu erkennen gewesen war, und daraus die richtigen Schlüsse gezogen. Langsam wich die Wut in Iona und machte der Resignation Platz. So sehr sie Dr. Kanae gern etwas angetan hätte, sie wusste selber zu gut, das starke Emotionen ihre telekinetischen Kräfte zwar extrem verstärkte, sie aber auch unkontrollierbar machten, weshalb man diesen Weg bereits früh aufgegeben hatte und Iona ihre Kräfte mit Disziplin und Konzentration trainieren lies.
Vermutlich hätte sie irgendwem oder irgendwas anderem geschadet, aber ganz sicher nicht der Person, welche eigentlich ihr Ziel war und das letzte was Iona wollte war, das sie ausversehen noch jemanden anderen verletzte... der Tag war auch so schon schlimm genug. Sie blickte zu Jayden und der Gedanke auch ihn nie wieder zu sehen versetzte ihr gleich noch Mals einen Stich. Die anderen waren für Iona wie eine Familie gewesen, doch Jayden war halt noch mal was Besonderes. "Was sollen wir den sonst machen Jayden?" Iona musste sich zusammenreisen, damit ihr nicht die Tränen in die Augen stiegen. "Wir alle finden das eine Schweinerei, doch wir haben nicht die macht etwas daran zu ändern..." Da sowohl Dr. Kanae als auch die beiden Militär-Heinis den Raum bereits verlassen hatten, sah Iona keinen Grund, warum sie nicht zu Jayden gehen und sich an ihn drücken sollte. "Glaub mir, im Moment würde ich mir nichts mehr Wünschen..."
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Di 06 Jun 2017, 16:07

Eine ganze Weile bereits stand Nia in ihrem Zimmer, auf dem Bett vor ihr eine einfache Reisetasche welche bereits zu einem gewissen Teil mit ihrer privaten Kleidung gefüllt war. Ihr Blick lag starr geradeaus gerichtet, diese gesamte Situation erschien immer noch völlig surreal... als wäre es ein verstörender Traum. Ihr war bewusst, dass es keiner war, jedoch wünschte sie sich inständig dennoch jederzeit aufzuwachen. Wach endlich auf...
Aufgrund ihrer sehr ausgeprägten Emotionalität hätte Nia eigentlich längst in Tränen ausbrechen müssen, doch stattdessen herrschte in ihr eine immense Leere vor. Wenn sie das vorher gewusst hätte... dass sie dieses Zimmer vermutlich nie wieder sehen würde... es die letzte Nacht in ihrem Bettchen sein würde...
Irgendwann riss sie sich aus ihren Gedanken selbst heraus, drehte sich erneut in die Richtung ihres Kleiderschrankes und begann damit weitere Teile ihrer liebsten Kleidung daraus zu holen. Es dauerte noch etwas bis sie die wichtigsten ihrer Besitztümer in die Tasche gepackt hatte und schließlich kurz seufzte. Ihr ganzes Leben sollte also in diese einzelne Tasche passen...?
Gerade als Nia den Reißverschluss der Tasche zuzog, kullerten die ersten Tränen über ihre Wangen, perlten von der gummierten Oberfläche des Reisegepäcks ab und wurden von der Decke aufgesogen. Wenn es doch nur tatsächlich ein Traum wäre!
Sie erschrak etwas als sich die automatische Tür ihres Quartiers öffnete, beruhigte sich jedoch direkt wieder als sie Mina sah. Sie wirkte etwas hektisch, auch auf die Art und Weise wie sie ihr Zimmer betrat. "Nia Schatz, wir müssen sofort los.", sprach ihre Ziehmutter deutlich gestresst und ergriff Nias Oberarm dabei. "Was? Warum die Eile? Was ist mit den Anderen?", fragte sie deutlich verwundert aufgrund des merkwürdigen Verhaltens seitens Mina. "Arthur kümmert sich bereits darum... wir holen sie unterwegs ab.", erklärte sie während Nia ihre Reisetasche unter ihren Arm klemmte. "Arthur...? Du meinst Doktor Sterling?"


Äußerst eilig ging es durch einen der Gänge außerhalb des gesamten Projektsektors. Hier hatte sich Nia noch nie aufgehalten, generell hatte noch nie jemand von ihnen die Abteilung verlassen und sich derartig weit außerhalb aufgehalten. Sie hatten unterwegs Mara und Benett einsammeln können, deren Erzieher wussten offenbar bescheid was hier los war und blieben zurück um lange genug für Ablenkung zu sorgen. Mina verfolgte irgendeinen Plan...
"Arthur?! Wir sind jetzt in der Nähe des Hangarzugang 5.", sprach Mina über ein Mobilgerät direkt über einen verschlüsselten Kanal. Hangar 5...? Hier sollten sie doch gar nicht sein. Sie warteten etwas in dem Durchgang, dabei wurde Nia stets nervöser und schaute immer wieder zu Mara und Benett. Sie wussten wohl auch nicht was hier vor ging. Irgendwann hörte sie mehrere Schritte aus einem Seitengang welche sich ihnen näherten, jene stammten von Doktor Sterling zusammen mit Iona und Jayden...
"Cross! Wir müssen sofort los, ich glaube die vom Sicherheitsdienst haben etwas bemerkt.", äußerte sich der alte Doktor, bevor sie sich geschlossen in Richtung des Hangars aufmachten. Sterling legte seine Hand auf einen Scanner am Ende des Korridors, bevor sich die Tür zur Seite schob und sich die automatische Beleuchtung eines kleineren Hangars aktivierte. Die Halle bot aktuell Platz für drei Transportshuttles, auf eines davon steuerten sie im Laufschritt zu.
Über die Rampe betraten sie das Shuttle durch die Schleuse, wobei sie im inneren ihre Taschen ablegen konnten. Mina selbst war bereits hastig an die Konsole des Cockpits gestürzt, kurz darauf erzitterte das ganze Shuttle kurz als offenbar bereits die Antriebe gezündet wurden. "Passen die Koordinaten...? Weiß Vela bereits bescheid?", fragte Sterling als er nach Vorne zu ihr ging. "Sie muss es mit ihrem Vorgesetzten abklären, die Geheimhaltung wird schwierig werden... aber wir haben keine Zeit mehr.", antwortete Doktor Cross ihm daraufhin.
"Dürfen wir vielleicht erfahren was hier überhaupt los ist?!", kam es Nia schließlich über ihre Lippen welche es langsam satt war derartig im Dunkeln zu tappen.
Mina schaute kurz etwas irritiert zu ihr, bevor sie zu dem ehemaligen Abteilungsleiter blickte welcher sich den kurzen, weißen Bart rieb. "Wir schicken euch fort von hier... weg vom Konglomerat oder dem Griff von Kanae. Bitte macht euch keine Sorgen... Eine gute Freundin von uns, Doktor Vela, wird sich um euch kümmern. Sie arbeitet für die vereinten Kolonien im Osten Europas... es ist aber aktuell der einzige Ausweg.", erklärte Doktor Sterling. "Europa...? Das ehemalige Europa? Das heißt... wir fliegen zur Erde?!", fragte Nia ungläubig, sich nicht völlig sicher ob sie eben richtig gehört hatte. Es war wohl kaum der Mond des Jupiter gemeint... dass sie das überhaupt noch aus der Schule wusste... "So, Autopilot ist konfiguriert. Es kann losgehen.", meinte Mina schließlich, bevor sie sich erneut aus dem Cockpit zurückzog.
"Kommt... kommt ihr denn nicht mit uns?", fragte Nia wobei sie einen entschuldigenden Blick von Mina erhielt. "Das... geht leider nicht. Wir haben unser Lebenswerk hier zu schützen... oder zumindest dafür zu sorgen, dass die Daten nicht in die Hände des Konglomerats fallen. Arthur wird eure Ortungschips ferngesteuert überlasten und damit zerstören, keine Sorge das tut nicht weh.", erklärte Mina, wobei sich Nias Miene immer mehr verdüstert hatte. Dann war das also ein Abschied...?


Es wirkte immer noch wie in einem Traum... Als Mina und Doktor Sterling das Shuttle verlassen hatten, der Autopilot es starten ließ und sie so die gesamte Raumstation verließen. Sie waren Draußen... im Weltraum... bereits fort von ihrem Zuhause. Der Doktor und alle Erzieher hatten ihre Hände ins Feuer gelegt um sie von der Station zu schaffen, sie nicht einfach alle den Meratern zu überlassen. Der Abschied war schrecklich gewesen für Nia, sie würde Mina vermutlich nie wieder sehen... ihre Zuversicht dessen nach jenem Tag war schwindend gering.
Nur kurz schaute Nia über die gepanzerte Scheibe des Cockpits nach Draußen, wie sich die schwarze Endlosigkeit mit all seinen Sternen vor ihnen ausbreitete. Rechts neben ihnen konnte man die Semira Station erblicken, sie sah die gigantische Raumstation so das erste mal nicht auf einem Bild... Aufgrund der Größe musste hier wohl sehr Vieles erforscht und hergestellt werden. Nach einiger Zeit ließ sich Nia jedoch völlig fertig in einen der Sitze fallen, durch ihren Kopf geisterte der Abschied zusammen mit all dem was passiert war... zudem mit einer ungewissen Zukunft vor ihnen die sie offenbar tatsächlich auf der Erde erwartete. Nia vergrub ihr Gesicht in ihren Händen... Das konnte doch alles einfach nicht sein...
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Mi 07 Jun 2017, 18:37

Dass hier irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung war, dass irgendetwas offenkundig nicht nach Plan lief, hatte Benett bereits geahnt, als Dr. Thorslund ihm bei der Verabschiedung eine Pistole in die Hand gedrückt und "Für den Notfall" in sein Ohr gewispert hatte. Benett hatte die Waffe schweigend entgegen genommen und sicher in der Innentasche seiner Jacke versteckt, aber es war ihm bereits merkwürdig vorgekommen. Als Nias Mutter ihn dann abgeholt hatte – obwohl er doch auch problemlos selbst zum Schiff der Konglomerats-Militärs gefunden hätte – war sein Verdacht fast schon zur Gewissheit geworden. Und als sie dann den falschen Hangar betraten, da klärte sich alles auf für ihn. Nun, zumindest das 'was'. Offen blieb freilich die Frage nach dem 'warum'. Warum taten ihre Projektleiter das? Es würde zweifelsohne Konsequenzen für sie haben. Gravierende Konsequenzen. Und wofür das alles? Damit sie, die 'Kinder' ein besseres Leben haben konnten? Benett bezweifelte stark, dass sie bei den Meratern ein schlechtes Leben gehabt hätten. Soldaten sollten sie doch schließlich so oder so werden. Damit sie zusammen bleiben konnten? Wohl kaum. Ihre kindlichen Freundschaften konnten den Erwachsenen nicht so viel wert sein, wie sie das hier kosten würde. Es musste etwas anderes dahinter stecken. Etwas Politisches, wie Benett vermutete. Etwas, was er im Moment noch nicht durchblickte. Aber er war zuversichtlich, dass sich alles aufklären würde.
Als die Raumfähre sich schließlich in Bewegung setzte, los flog in Richtung eines nahen und doch unendlich fernen Planeten, von dem er schon so viel gehört hatte, fühlte Benett nichts. Keine Aufregung, keine Furcht, keine Trauer. Lediglich eine gewisse gravitätische Gewissheit, dass ein neuer Abschnitt seines Lebens begonnen hatte. Mit dieser Ruhe schien er jedoch ziemlich allein da zu stehen. Insbesondere Nia wirkte völlig durch den Wind. Für einen Moment war er unschlüssig, nicht sicher, was in Anbetracht ihrer Vergangenheit angebracht war. Dann jedoch gab er sich einen Ruck, schoss alle falsche Scham in den Wind. Sie war eine Freundin, eine gute Freundin, die gerade dringend Trost brauchte. Kurzentschlossen ließ er sich neben ihr nieder, legte ihr einen Arm um die Schulter.
"Nicht weinen, Nia", begann er auf sie einzureden, "Wird schon alles gut werden."

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Do 08 Jun 2017, 00:29

Ein innerer Zwiespalt begleitete Mara von dem Moment an, in dem Robert sich von ihr verabschiedet hatte und sie mit Mina, Nia und Benett zusammen zum falschen Hangar gebracht wurde. Sie hatte das innere Bedürfnis, gehorsam zu sein, doch im Moment fragte sie sich, wem gegenüber sie am Ehesten zum Gehorsam verpflichtet war. Eigentlich den Forschern ihres Teams und über diese auch Doktor Kanae. Aber sie hatten ihr nie wirklich Vorschriften gemacht, das war stets Roberts Aufgabe gewesen und so hatte sie nicht einmal daran gedacht, seine Anweisung, Mina zu begleiten, in Frage zu stellen. Aber richtig war das ja nicht...
Ihre Tasche zwischen den Beinen hatte Mara sich im Shuttle einen Platz gesucht. Sie überlegte, ihren Laptop herrauszuholen. Untätigkeit langweilte sie und der emotionale Ausbruch von Nia war gerade auch nicht wirklich hilfreich. Ihr Desktop-PC wäre ihr natürlich lieber gewesen, aber abgesehen von der Unhandlichkeit war er Eigentum des Konzerns. Das tragbare, dafür weniger leistungsstarke Gerät hatte Robert ihr einst geschenkt. Der Laptop war neben ein paar wenigen Kleidungsstücken alles, was ihr am Herzen lag und sie hatte mitnehmen können. Oh, und natürlich die kleine Figur, die Nia ihr eins als Symbol der Freundschaft geschenkt hatte und die nun sorgfältig in einer Seitentasche ihres Rucksacks verstaut war.
Mit nachdenklichem Gesicht beobachtete Mara, wie Benett versuchte, ihre gemeinsame Freundin zu trösten.

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Do 08 Jun 2017, 18:23

Nun saßen sie hier zusammen in diesem Shuttle und flogen zur Erde. Seid dem Treffen war einige zeit vergangen. John hatte seinen Schützling mit Gewalt zu seinem Zimmer zerren müssen, da dieser sich nicht von Iona trennen wollte. Der Erzieher war es auch, der Jayden dazu überreden konnte, seine Tasche zu packen. Mehrere Hemden, Hosen, zwei paar schuhe. John gab seinem schützling auch ein Tablet, sowie zwei pistolen mit, die er unter seinem Mantel versteckte.
Überrascht war er, als Nias erzieherin ihn abholte. John drückte ihn kurz an sich und teilte ihm mit, das er nun selber für sich sorgen musste und John hier bleiben würde. Jayden folgte Nia und den anderen zu dem Shuttle. Die Erzieher blieben zurück , während die jungen Erwachsenen fort flogen.
Jayden war deswegen sehr verwirrt. Doch er war mit den anderen zusammen.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Sa 10 Jun 2017, 11:11

Iona sass ebenfalls ruhig im Shuttle und schien geistig ein wenig abwesend zu sein. Nach ihrer Aktion im Konferenzraum hatte Natascha ihr ein Beruhigungsmittel injiziert, was Iona ein wenig übertrieben vorgekommen war, doch nun verstand sie es. Iona war durch die vorherige Information über ihren Verkauf schon emotional gestresst und durcheinander, doch bei dieser Flucht wäre es zu riskant gewesen, wenn ihre Emotionen erneut zu einer unkontrollierten kinetischen Reaktion geführt hätten.
Natascha hatte ihr noch beim Packen geholfen, während Iona ihren Übungskampfanzug gegen das Original austauschte, den irgendjemand aus ihrem Team heimlich herbeigeschafft hatte. Neben ihren Lieblingskleidern hatte Natascha auch noch eine mobile Festplatte und Rationen in ihre Tasche gepackt, sowie ein Paket, bei dem sich Iona aufgrund der Form sicher war, das es ihre Firefly beinhaltete, vermutlich aber abgeschaltet, damit man die Energiesignatur nicht ortete. Anfangs hatte sich Iona keinen reim darauf machen können, das alles war viel zu schnell gegangen, sowohl Natascha als auch Dr. Sterling hatten nicht wirklich etwas gesagt und dazu noch die Beruhigungsspritze, das war einfach zuviel gewesen.
Erst jetzt, im Shuttle konnte Iona das ganze richtig einordnen und die einzelnen Teile zusammensetzen. Sie war sich nicht ganz sicher, was sie von der ganzen Aktion halten sollte. Klar war es schön, das ihre Teams nicht einfach zugesehen hatten, wie man sie einfach verkaufte, doch Iona machte sich nun sorgen um Natascha und die anderen. Was würde nun mit ihnen geschehen? Und was würde nun mit Ihr und den anderen geschehen. Im Prinzip hatten sie das eine unbekannte gegen ein andere getauscht, aber immerhin bestand wohl vorerst nicht mehr die Gefahr, das man sie einfach auseinanderreissen würde. "Hat wer von euch schon mal etwas über diese Doktor Vela gehört, zu der wir unterwegs sind?"
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Di 13 Jun 2017, 21:24

Nia reagierte erst nicht auf die Hand welche dazu diente sie zu trösten... es verfehlte seine Wirkung etwas. Das war alles zu viel gerade... Wie sollte es überhaupt weiter gehen? Niemand von ihnen hatte groß Ahnung wie es auf der Erde war oder welche genauen Zustände dort vorherrschten. Es gab einen Krieg zwischen den Meratern und den vereinten Kolonien... aber wie intensiv es sich verhielt? Nia hatte sich online nie in die Sache wirklich rein gelesen. Sie waren so weit weg davon gewesen, es hatte sie einfach nicht wirklich interessiert... War jetzt wohl ein Fehler gewesen?
Schließlich drang Ionas Frage an ihr Ohr, wobei sie den Kopf schließlich langsam anhob und dann zu ihr schaute. Doktor Isabella Vela... Mina hatte irgendwann einmal von einer Frau mit jenem Namen gesprochen gehabt. Hatten sie zusammen studiert...? Etwas dieser Art... "Ich denke Mina hatte irgendwann einmal kurz von ihr gesprochen, einer ehemaligen Kollegin mit diesem Namen. Sicher bin ich mir aber nicht mehr...", meinte sie dann. Es wunderte Nia ohnehin, dass sie sich überhaupt noch an den Vornamen erinnern konnte. Sie hätte mehr Fragen stellen sollen... Woher hätte sie aber wissen sollen, dass es irgendwann noch einmal wichtig wurde?!
"Hat sich jemand von Euch genauer mit der Erdenpolitik beschäftigt...? Ich meine wie es aktuell genau auf der Erde zugeht. Landen wir da wirklich direkt in einem Krieg...?", stellte sie diese brennende Frage und schaute eher unterbewusst handelnd direkt zu Mara. Sie war die Belesene, wenn jemand bessere Infos hatte dann sie.



Doktor Kanae rieb sich die Schläfen an seinem Schreibtisch, er hatte eben Colonel Reyes über den Vorfall informieren müssen. Er hatte es eher sehr emotionslos zur Kenntnis genommen, anschließend gefragt wie er es gedenke die Sache zu handhaben. Den Vorschlag des Colonels meratische Suchtrupps abstellen zu lassen, den hatte Kanae höflichst abgelehnt. Sie hatten genug Daten um den ungefähren Kurs des Shuttles zu ermitteln, es würde aber nicht reichen um es punktgenau zu bestimmen. Dieser alte Bastard... er hatte nicht nur die Sender der Subjekte, sondern auch jenen des Shuttles mitsamt Signatur vernichtet... Die Station selbst war gigantisch, diese Abtrünnigen waren anscheinend derweil einfach untergetaucht. Das Sicherheitspersonal war zwar informiert worden, über das Wirrwarr aus zivilen Bereichen, Wartungstunnel, Versorgungssysteme und Verbindungsstellen würde das aber nahezu die Suche nach der Nadel im Heuhaufen werden. Diese Bereiche waren nur sehr geringfügig mit Überwachungssystemen ausgestattet, die wussten das sehr genau und nutzten ihr Wissen über die Station aus. Vor allem der alte Sterling hatte auf dieser Station sein ganzes Leben verbracht... Sei es darum, sie würden vermutlich ohnehin nicht reden. Es gab andere Prioritäten zu erfüllen.
"Holt EX-2 aus der Stase, macht sie einsatzbereit und überspielt die vorhandenen Tracking-Daten... Sie soll die Verfolgung aufnehmen, die Subjekte temporär deaktivieren und um jeden Preis lebendig an die meratische Führung ausliefern. Noch so eine Bloßstellung akzeptiere ich nicht...", gab er schließlich an einen Assistenten weiter.
Das erregt am wenigsten Aufsehen... weit weniger als meratische Soldaten oder Drohnen auf der Suche nach abtrünnigen Wissenschaftssubjekten. EX-2 war eine der Glanzleistungen der Abteilung Robotik, quasi etwas in die Jahre gekommen aber dennoch die richtige Wahl für solch heikle Aufgaben. Trotzdem... hoffentlich würden die Kolonien von der Sache keinen Wind bekommen.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Do 15 Jun 2017, 21:42

Natürlich wusste Mara, wie es auf der Erde derzeit aussah. Nicht umsonst hatte Robert sie gerne mit einem Supercomputer verglichen. Dafür war sie geschaffen worden.
"Die meisten Gebiete der Erde sind tatsächlich friedlich, die Gefahrenzone liegt in erster Linie im kosmischen Raum. Da die Erde kaum noch Rohstoffe hat ist sie als Besitz eher uninteressant. Sie hat fast nur noch politische Bedeutung." Kurz hielt sie inne, schien zu überlegen, bevor sie fortfuhr. "Der Osten Europas, zu dem wir geschickt werden, liegt nicht in den Randgebieten der vereinten Kolonien, Militärschläge sind also nur dann zu erwarten, wenn es dort hohe Politische, Wissenschaftliche oder Wirtschaftliche Ziele gibt, von denen aber nur die Wissenschaftlichen tatsächlich zutreffen sollten."
Ein wenig stolz war Mara auf das, was sie wusste. Sie konnte nicht so toll kämpfen wie die Anderen, aber wenn es um Kopfsachen ging, war sie bei Weitem überlegen.

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   So 18 Jun 2017, 23:31

Die vereinten Kolonien... Sie hatten über die damals in der Schule gelernt. An sich war die Geschichte nicht einmal so uninteressant gewesen. Der Krieg zwischen den Vereinten und den Meratern hatte sie an den meisten Stellen sogar richtig fesseln können... Die gingen sich seit Jahren gegenseitig an die Gurgel, mit unterschiedlichsten Methoden.
An sich hatte Nia das Konglomerat immer mit den Amerikanern von Früher verglichen, sie hatten die ehemaligen USA in der Schule durch gehabt und es gab sehr viele Übereinstimmungen. Waren die nicht sogar aus den vereinigten Staaten entstanden...? An solchen Stellen war es ärgerlich in der Schule nicht viel besser aufgepasst zu haben.
Von dem her was Nia über Erdengeographie noch wusste, wobei sie Geographie immer gehasst hatte, würden sie wohl irgendwo in der Nähe der ehemaligen Ukraine oder sogar nahe Russlands rauskommen. Sie würden das erste mal richtige Luft atmen... das erste mal echtes Gras, richtige natürliche Bäume und Gebirge sehen.
Sie fand zumindest etwas Positives in dem Ganzen... es half nur bedingt. "Habt ihr eigentlich gegenüber irgendwem Sympathien? Also damals in der Schule in politischer Bildung oder Geschichte... seht ihr euch selbst eher im Konglomerat oder den vereinten Kolonien?", fragte sie.
Wusste selbst nicht mal warum sie das jetzt wissen wollte... War es aufgrund der Situation? Erst sollten sie noch an das Konglomerat verkauft werden und jetzt landen sie wohl direkt unter Kolonialen...
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Di 20 Jun 2017, 07:59

"Wir sind etwas ganz eigenes", antwortete Benett wie aus der Pistole geschossen. Er hatte sich über diese Fragestellung bereits früher Gedanken gemacht und seine Meinung dazu war gefestigt, "Wir stammen nicht von der Erde, unsere Station ist neutraler Grund. Und wir sind nicht einmal so wie sie. Wir sind etwas Besonderes. Insofern: kein Grund, irgendwen zu bevorzugen. Abgesehen davon: wir sind Soldaten. Schätze nicht, dass es uns zusteht, in Frage zu stellen, für wen wir kämpfen. Nach Dr. Kanae hätte es wohl das Konglomerat sein sollen. Jetzt werden es wohl die Kolonien."
Er nahm seinen Arm von Nias Schulter. Sie schien den schlimmsten Schock überwunden zu haben. Gemächlich erhob er sich, ging langsam in Richtung der Front des Shuttles, blieb dort stehen, den Blick hinaus in die Sterne. "Wir sind ein politischer Spielball, das ist euch doch allen klar, oder?", sagte er, den anderen den Rücken zugedreht.

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Sa 24 Jun 2017, 17:27

Iona lies sich die Worte von Benett durch den Kopf gehen. Sie waren was eigenes... Ja so war das wohl auch ursprünglich gedacht gewesen. Zumindest in ihrer Ausbildung war es immer darum gegangen, dass sie mit den anderen als Team zusammenarbeiten sollten, aber es war nie auch nur ansatzweise ein Thema gewesen für eine der beiden Machblöcke Partei zu ergreifen, zumindest nicht bis Dr. Kanae plötzlich mit dem Verkauf an das Konglomerat gekommen war. Iona hatte gedacht, das Solaris sie für Missionen einsetzen würde und sich deswegen nie Gedanken über die beiden Machtblöcke gemacht, welchen sie bevorzugte oder für besser hielt. Jetzt so im Nachhinein wirkte diese Sicht plötzlich sehr naiv, doch die Frage hatte sich einfach nie gestellt.
"Bist du dir sicher, das wir wirklich noch Soldaten sind, Benett? Im Moment habe ich eher das Gefühl, das wir Flüchtlinge sind. Und das diese Dr. Vela uns gleich in das Kolonialmilitär steckt glaube ich nicht... ich meine das wäre doch fast dasselbe wie, wenn sie uns an das Konglomerat verkauft hätten. Warum sollten unsere Forschungsteams so einen Aufwand betreiben und sich selbst einem so hohen Risiko aussetzen, nur um uns dann praktisch in dieselbe Situation zu bringen, nur halt bei dem anderen grossen Machtblock? Ich glaube.. und hoffe das hier ein wenig mehr dahinter steckt.. aber na ja, das ist nur meine Sicht der dinge... genaueres werden wir wohl erst wissen, wenn wir ankommen..."
Benett kam der Definition eines Soldaten wohl am nächsten, er würde damit wohl keine Probleme haben und Iona selbst war ebenfalls für den Kampf ausgebildet, wenn auch in anderer Form. Bei Nia war sich Iona nicht sicher, sie war wohl eine Kämpferin, aber ein normales Schlachtfeld wäre wohl nicht das richtige für sie, genau so wie Bei Jayden. Iona wusste, das er mit seinen Pistolen umgehen konnte, doch er war, soweit sie wusste wohl eher ein Infiltrator den ein Soldat. Und dann noch Mara, sie mochte keine gute Kämpferin sein, doch dafür konnte sie wohl alles, was der Rest der Gruppe nicht beherrschte und in der Cyberkriegsführung konnte sie es locker mit einem Supercomputer aufnehmen, doch in einer klassischen Armee würde sie wohl eher fehl am Platz sein. "Was denkt ihr... wir wurden als Einsatzteam geschaffen... doch vielleicht werden wir nun Flüchtlinge bleiben oder in eine Streitmacht integriert... könnt ihr euch das vorstellen?"
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   So 25 Jun 2017, 10:44

"Die Solaris hat uns zu einem Zweck erschaffen", warf Benett ein, "Und wir sind zu wertvoll, als dass irgendwer anderes als einer der großen Machtblöcke sich uns leisten könnte. Die Solaris selbst ist kein politischer Spieler, soweit ich das weiß. Sie haben uns sicher nicht für sich selbst erschaffen. Früher oder später wollten sie uns verkaufen, soviel ist ja wohl klar."
Er zögerte kurz, nahm wieder Platz, starrte eine Weile auf seine Hände. "Aber du hast da was Wichtiges gesagt, Iona", ergriff er erneut das Wort, als alle schon meinen mussten, er wäre mit seinen Ausführungen am Ende, "Wir wurden als Einsatzteam geschaffen. Wir funktionieren nur gemeinsam wirklich gut. Kanae und die Merater wollten uns auseinander reissen, den einen hierhin, den anderen da hin schicken. Und uns damit letztendlich in irgendwelchen belanglosen Situationen verheizen. Sie haben unser Potential nicht erkannt. Sterling dagegen weiß genau, wozu wir fähig sind. Und das will er nicht verschwendet sehen. Deshalb haben sie uns fort geschickt. Damit wir unsere Bestimmung erfüllen können. Gemeinsam. Aber was das ist? Das müssen wir wirklich abwarten, bis wir auf der Erde ankommen."

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   So 02 Jul 2017, 12:26

"Da wir nun auf dem Weg in die Kolonien sind, werden wir wahrscheinlich dort integeriert werden. Oder aber jemand anderes, der nur augenscheinlich für die Kolonien arbeitet, wird unserer habhaft werden können." Mara sah nachdenklich in Richtung des Cockpits. "Ich bin mir nicht sicher, ob unser eigentlicher Wert, der ja nun aus Biomasse, Forschungsergebnissen und investierter Zeit besteht, noch groß eine Rolle spielt. Genau genommen... Haben unsere Erzieher uns gestohlen."
Ein Schweigen seitens Mara folgte auf diese Worte. Gestohlen. Sie war nun Diebesgut. Ja, sie vertraute Robert, aber das änderte nichts daran, dass er nun ein Verbrecher war. Sie hatte nicht ihm gehört, ihr Gehorsam hatte den Forschern gegolten. Und doch hatte sie auf Roberts Worte gehört, nicht auf die von Doktor Kanae. Warum? Sie wusste es nicht und das verunsicherte sie.

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