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 Projekt Overclock - MSG

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Grim
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Mo 03 Jul 2017, 18:23

"Und uns dann in die Freiheit entlassen", führte Benett Maras Gedankengang fort, "Keine Ahnung, wo wir landen und was diese Doktor Vela vor hat, aber so wie ich das sehe, wird da jetzt erstmal niemand sein, der so einfach über uns verfügt. Bei allem, was jetzt passiert, werden wir ein Wort mit zu sprechen haben. Es wird niemand mehr argumentieren können, dass er in uns investiert oder uns erstanden hat und uns deshalb zwingen kann, etwas zu tun. Wir sind selbstbestimmte, erwachsene Menschen."
Erst während er diese Worte aussprach wurden Benett die daraus resultierenden Implikationen bewusst. Frei, selbstbestimmt zu sein, dass hieß nicht nur, zu nichts gezwungen zu werden. Das hieß auch, sich einen eigenen Weg suchen zu müssen. Aber wo sollte dieser hin führen? Was wollten sie im Leben? Bisher war dies nie eine Frage gewesen. Und plötzlich war sie nur allzu präsent.
"Vielleicht sollten wir uns untereinander absprechen, was wir denn eigentlich wollen, wenn wir da unten sind", sprach er den Gedanken aus, "Und dann, wenn wir auf diese Doktor Vela treffen, gemeinsam auftreten. Gemeinsam sind wir stärker."

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Mali
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Mo 03 Jul 2017, 18:40

"Ich für meinen teil möchte gerne mit euch allen zusammen bleiben," erwiderte Jayden ruhig. Bis jetzt hatte er noch nicht viel dazu gesagt. "Wir sind ausgebildet worden, um zu Kämpfen. Jeder von uns hat seine Aufgabe und diese sollten wir dort unten ausführen. Als Team. Wir sollten nicht zulassen, das wir getrennt werden. "
Aufmerksam betrachtete er die anderen.
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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Mi 05 Jul 2017, 23:45

Das waren keine Antworten für sie gewesen, es konnte ihr doch niemand wirklich weiß machen keiner von ihnen hätte irgendwelche Sympathien in die Richtung einer der beiden Erdenfraktionen gehegt... Um völlig ehrlich zu sein hätte Nia aber auf die Schnelle auch keine wirkliche Antwort gehabt. Zumindest war sie offenbar nicht darin alleine sich verloren zu fühlen...
Irgendwann hatten sie offenbar genug Abstand zur Station aufgebaut, woraufhin sie der Bordcomputer auf einen Sprung hinwies. Es ging also tatsächlich los... Viel Zeit verging nicht, es waren wie einige gestreckte Momente an denen das Shuttle etwas durchgeschüttelt wurde. Irgendwann endete es und stets näher kommend tauchte vor ihnen schließlich ein kleiner, blauer Ball auf. Dessen Umrisse wurden stets größer, das Volumen schien sich zu erweitern was nur ein Indiz dafür war, dass sie sich näherten.
Es war wie auf den Bildern... ein richtiger Planet auf dem ohne weiteres Leben möglich war. Heimat unzähliger Menschen und auch Tieren... Ob ein Leben ausreichte alles davon zu sehen? Vermutlich nicht... Nia starrte nichts anderes mehr an als den Planeten vor ihnen, die Aussicht hier vom Cockpit aus war überwältigend, kaum zu beschreiben oder passend in Worte zu fassen.
Die Erde war stets von zahlreichen Raumstationen die von Kreuzern und Fregatten Klassen des Konglomerats besetzt waren umgeben, zur Mondseite hin war das der ähnliche Fall seitens der Kolonien. Im All herrschte aber eher eine Art kalter Krieg, zumindest hatten sie das einmal so gesagt bekommen. Ein neutrales Shuttle das eigentlich zu Solaris gehörte sollte problemlos hindurchschlüpfen können und so stellte es sich offenbar auch heraus. Beinahe hätte es schon zu einfach gewirkt, waren sie doch vermutlich in oder zumindest nahe kolonialem Gebiet... Es schien wohl sehr unbemerkt passiert zu sein, oder sie hatten die Anzeige einfach nicht gesehen da sie nicht wussten wie, zumindest drang plötzlich mit einem anfänglichen Kratzen begleitet ein Funkspruch zu ihnen herein. Bei der anfänglichen Lautstärke erschrak sich Nia reichlich...
"Unangemeldetes Solaris-Shuttle. Hier spricht Leutnant Orlov, Pilot des Jägers RT-12 Nummer 58837, erste Abfangstaffel. Bitte geben sie uns ihre offizielle Registrierung und den Grund ihres Besuches. Wir schalten derweil auf Standby.", lautete der Funkspruch.
Knöpfe... nichts als Knöpfe! Großartig... und was sollten sie jetzt tun? Hilfesuchend schaute Nia zu Mara, obwohl es wohl auch nicht viel helfen würde. Mara war ein Superhirn... aber die Steuerung eines Shuttles...
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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 28 Jul 2017, 11:34

Es brauchte einen Moment, bis Mara verstand, dass Nia ihre Hilfe wollte. Mit gerunzelter Stirn trat sie an die Steuerkonsole heran und betrachtete dieses ratlos. Sie wusste viel und lernte schnell, ja, aber mit einem Cockpit hatte sie sich noch nie auseinandersetzen müssen und Internet hatte sie sie wahrscheinlich auch nicht - geschweige denn die Zeit, sich einzulesen. Wer auch immer auf der anderen Seite sprach wollte wahrscheinlich sofort eine Antwort. Abfangstaffel... Also diejenigen, die sie abschießen würden, wenn sie eine potenzielle Gefahr waren. Und als solche würden sie eingestuft werden, wenn keine Antwort kam. Wieder ließ das Superhirn den Blick über das Pult schweifen, eher unwillkürlich ließ sie sich in dem Sitz nieder, der dem Piloten bestimmt war, und versuchte anders daran zu gehen. Wo würde sie selbst die Kommunikationsmöglichkeit verbergen? Es müsste gut erreichbar sein, um im Notfall schnell Nachrichten versenden zu können. Ihr Blick glitt zum Steuer. Knöpfe.
"Sucht nach Hinweisen...", murmelte sie dann, sich selbst weiter umsehend.

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Sa 29 Jul 2017, 11:20

Benett hatte beileibe nicht das technische Verständnis, welches Mara oder Russell besaßen, aber er hatte einen gewaltigen Vorteil, den keiner der anderen besaß: augmentierte Sinne. Seine Augen waren schärfer und vielseitiger als die biologischen Augen seiner Kameraden und er war durchaus in der Nutzung eben jener Sinne ausgebildet worden. Es fiel ihm leicht, das Wesentliche, das Relevante rasch, in Sekundenbruchteilen zu erfassen. Da war ein Mirkophon an einem schmalen Metallband, das aus den Armaturen ragte. Und darunter eine kleine, rote Leuchte. Dann war wohl der zugehörige Knopf die Sprachsteuerung.
Natürlich gab es eine ganze Menge Unwägbarkeiten, die in diesem Moment zu bedenken gewesen wären. Auf welchem Kanal würden sie senden? Auf allen, womöglich? Wer würde ihre Nachricht alles hören, wenn sie nun einfach diesen Knopf drückten? Und würde die Nachricht auch an jene gelangen, die sie angefunkt hatten? Sicherlich gab es auf irgendeinem dieser Monitore Einstellungen dafür, doch all das kam Benett in diesem Moment nicht einmal in den Sinn. Für ihn zählte nur eines: sie mussten antworten, oder man würde sie abschießen. Die Auswahl war nicht schwer.
"Hier!", stieß er aus, auf jene Apparaturen, die er für die Kommunikationseinheit hielt, deutend und sich dabei eher unsanft zwischen Mara und Nia zu dieser drängend. Er hatte das Mikrophon bereits am Mund, ein Finger schwebte über der Antworttaste, da zögerte er plötzlich. Da gab es ja noch etwas, außer der Tatsache, dass sie etwas antworten mussten. "Was soll ich sagen?", fragte er unsicher in die Runde.

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Sa 29 Jul 2017, 13:02

Jayden blickte die anderen aufmerksam an und wirkte selber etwas verunsichert.
"Ich weiss nicht.. vielleicht, das wir flüchtlinge sind oder so.. jedenfalls sollen sie uns nicht abschiessen," erwiderte er dann auch Bens Frage. Schließlich waren sie ja sowas wie Flüchtlinge. "Ich weiss auch nicht so , ob es ratsam wäre denen die wahrheit zu sagen, weswegen wir flüchtlinge sind ... aber vielleicht wäre es gut, wenn wir ihnen sagen, das wir zu dieser Doctorin wollen."
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Sa 29 Jul 2017, 16:35

Iona hatte genau so wenig Erfahrung was das Pilotieren eines Shuttle anging wie die anderen. Die einzige Hoffnung, die sie noch hatte, war, das sie im Bordcomputer irgendetwas fand, was der Pilot gefordert hatte. Sie setzte sich also in den Sitz des Kopiloten und versuchte diese Registrierung oder etwas in der Art zu finden, welche der Pilot der Abfangstaffel von ihr gefordert hatte.
Allerdings war sie sich nicht sicher, ob es eine gute Idee war, sich als Flüchtlinge auszugeben. Aus ihrer Sicht war das zwar durchaus so, aber würde der Anführer der Abfangstaffel ihnen das glauben? Schliesslich war Solaris neutral, sich also als Flüchtlinge einer Kriegspartei auszugeben, während sie in einem Solarisshuttle sassen, musste wohl einen sehr komischen Eindruck vermitteln. Oder hatte Jayden das vielleicht gar nicht so gemeint? Was für einen Ruf hatte Solaris inoffiziell bei den beiden Machtblöcken? Iona erinnerte sich an ein Gespräch mit Natascha, als es um ihre Herkunft ging und wie sie dabei angedeutet hatte, das Solaris bei der Beschaffung von Testpersonen nicht gerade zimperlich vorging. Vielleicht war das also doch glaubwürdig genug, wenn sie sich als Flüchtlinge ausgaben, halt nicht von einer Kriegspartei, sondern von Solaris.
Iona versuchte noch weiter etwas zu finden, aber entweder war da nichts oder sie hatte es übersehen, beides wäre möglich. Die anderen hatten inzwischen wohl die Kommunikationsanlage gefunden. "Nun, wenn wir ihnen sagen, wer wir wirklich sind, wars das." Iona erzählte den anderen kurz und knapp, was ihr vorhin durch den Kopf gegangen war. "Und wir müssen ihnen auch sagen, dass wir auf Autopilot sind und keiner von uns das Shuttle fliegen kann, sonst sind wir dran, wenn sie von uns eine Kursänderung oder so was wollen. In dem Punkt können wir ja quasi bei der Wahrheit bleiben, das jemand von Solaris uns bei der Flucht geholfen hat und für uns das Shuttle programmiert hat. Ich denke, damit haben wir die besten Chancen durchzukommen... es sei den jemand von euch hat ne bessere Idee oder findet noch die geforderte offizielle Registrierung inklusive eines Besuchsgrundes."
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 11 Aug 2017, 21:01

Sie sollten ursprünglich an das Konglomerat gehen... vermutlich würden die Kolonialen sie davor sogar bewahren wollen? Vermutlich malte Nia sich das gerade etwas zu romantisch aus... Sie konnte nicht sagen wie man mit ihnen verfahren würde.
Vermutlich hatte es ohnehin zu lange gedauert, noch bevor sie überhaupt einen Funkspruch hätten abgeben können, ging ein enormer Ruck durch das Shuttle wobei Nia beinahe direkt auf der Nase landete. "Was war das denn?!", entfuhr es ihr bevor sie bemerkte, dass sich das Schiff langsam zur Seite neigte und immer wieder von leichten Erschütterungen erfasst wurde. Über das Cockpit schob sich nun langsam die Flanke eines großes Schiffes der Kolonialen in ihr Sichtfeld... "UCS. RANOV" war in großen, weißen Buchstaben auf der dunkelgrauen Lackierung der Fregatte erkennbar. Rote Akzente sorgten hier für eine recht typische Farbgebung der Kolonialen... Das breit gebaute Schiff schien sie direkt in Richtung ihres Rumpfes zu ziehen. Irgendeine Magnettechnik...? Nia kannte sich damit nicht wirklich aus.
"Unbekanntes Shuttle. Sie werden bis zu ihrer vollständigen Identifizierung an Bord der nächsten Fregatte warten und eine Laderaumkontrolle vorbereiten. Öffnen sie nach der Abriegelung des Hangars direkt ihre Schleuse. Halten sie sich bei Kontakt mit bewaffnetem Personal an den Wänden ihres Schiffes und ihre freien Hände gut sichtbar.", ertönte es über die Anlage. Nias Puls beschleunigte sich erneut, jetzt saßen sie wirklich ziemlich in der Klemme...

Oberleutnant Kyrilo, ein noch recht junger Offizier der Kolonialen, hatte seine Männer bereits nach dem Funkspruch des Piloten bereit gemacht, Major Soros wollte wissen was es mit diesem Solrais Shuttle auf sich hatte und vor allem was sich an Bord befand. Die Mannschaft hatte auf den Kontakt nicht reagiert... zumindest nicht schnell genug. Der Major war ein misstrauischer Mann, ein Einschnitt in sein Können als Taktiker und militärischer Leiter dieser Fregatte. Kyrilo streifte sich seine Weste über die dunkelblau und weißgrau tarngemusterte Uniform und zog die Verschlüsse fest, bevor er seine Dienstpistole überprüfte. Die Soldaten welche sich ebenfalls mit ihm in jenem Raum befanden waren bereits dabei ihre Sturmkarabiner zu überprüfen, bevor sie sich die passenden Helme zu den massigen Verbundpanzerungen über die Köpfe streiften und gegenseitig die Dichtheit prüften. "Hört zu, Männer. Wir haben es mit einem unbekannten Shuttle zu tun, es läuft ziemlich sicher auf eine Solaris Registrierung. Wir gehen mit Vorsicht vor, benutzen Gewalt aber nur im äußersten Notfall. Vergesst nicht, dass Solaris als neutral gilt und wir das zu respektieren haben. Haltet euch ansonsten an die Vorschriften. Vorwärts.", ging Kyrilo kurz das Vorgehen durch bevor er und die sechs Soldaten die Waffenkammer verließen und sich auf den direkten Weg zu dem Hangar machten wo das Shuttle aufgelesen worden war.
Dort angekommen war zu sehen, dass sich bereits die Sperrklammern des Hangars um das Shuttle gelegt hatten, so schnell würde das Ding also nirgendwo hin...
Sie näherten sich bereits in Bereitschaft dem Schiff in Richtung der Luftschleuse, wobei der Oberleutnant davon absah seine Waffe aus dem Holster zu nehmen. Es war wohl schon dramatisch genug, wenn sechs schwer bewaffnete Infanteristen der Kolonien den Insassen jetzt gleiche etwas Gesellschaft leisten würden... da musste er nicht ebenfalls noch dazu beitragen. Noch bevor sie das Shuttle erreichten öffnete sich für sie zumindest der direkte Zugang, was wohl hieß die Insassen hatten den Piloten zumindest hören können und wollten nun kooperieren.
Zwei Soldaten bleiben direkt an der Rampe stehen, während die Anderen dem Oberleutnant nach Oben folgten. Kyrilo nahm sein schwarzes Barett vom Kopf und steckte es in die rechte Seitentasche seiner Feldhose, er war doch recht verwundert gewesen wer ihnen da eben aufgemacht hatte.
Er musterte die junge Frau kurz welche dort stand neben dem Schalter zur Verriegelung, der enorm lange Zopf aus knallrotem Haar welcher über ihre Schulter bis beinahe zu ihren Knien reichte war nicht gerade etwas was er als gewöhnlich bezeichnet hätte... Den Vorschriften nach setzten die Soldaten direkt in das Schiff über und begannen mit der Sicherung. Kyrilo folgte ihnen nachdem er sein Starren abgelegt hatte, blieb jedoch auf der Höhe der jungen Frau stehen. Er schaute etwas länger über die Personen welche sich hier an Bord befanden, das waren sicherlich keine Wissenschaftler, Angestellte oder Frachtpiloten von Solaris. Eigentlich wollte sich der Oberleutnant ja höflich vorstellen und ihnen erklären, dass sie absolut nichts zu befürchten hätten, sich als Gäste ansehen konnten und dazu eingeladen waren sich zu erfrischen und ihre Vorräte falls nötig zu füllen... das hatte sich nach dem Anblick der Reisenden aber etwas verkehrt. Zwei männliche Insassen, drei weibliche... vermutlich alle in recht gleichem Alter. "Wer seid ihr...? Was macht ihr an Bord dieses Shuttles?", fragte er daher direkt.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   So 13 Aug 2017, 23:24

Obwohl er große Angst hatte, zeigte er dies und nicht und blickte den Männern furchtlos entgegen. "Mein name ist Jayden. Dies sind Nia, Mara , Iona und Bennett.
Wir sind flüchtlinge.. Unsere Eltern haben uns geholfen von Solaris zu entkommen," erklärte er ruhig. Er wusste nicht, ob er den Männern alles sagen sollte, aber vermutlich würden sie es eh herausfinden. "Wir sind alle dazu erzogen worden, zu kämpfen. Jeder von uns hat seine eigenen fähigkeiten." Er trat zu Iona und nahm sie beschützend in den Arm. Auch weil er dies gerade selbst brauchte.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Mo 14 Aug 2017, 22:50

Es war nicht die Antwort, die Benett gegeben hätte. Ehrlichkeit war eine Sache und in gewissen Situationen ohne Zweifel schön und gut. Aber das hier war definitiv keine solche Situation! Ein wenig mehr Diskretion, ein paar Halbwahrheiten, einige gezielte Auslassungen hätten ihnen hier zweifelsohne mehr geholfen. Aber dafür war es jetzt zu spät. Jayden hatte schon gesprochen und was gesagt war konnte nicht mehr rückgängig gemacht werden. Verzweifelt zermarterte Benett sich das Hirn, wie er die Situation noch retten konnte.
"Wir sind Kadetten eines Solaris-Trainingsprogramms", beeilte er sich klar zu stellen und hoffte dabei inständig, dass ihm dabei nicht anzumerken war, dass er sich die Worte in jenem Moment ausdachte, da er sie sprach. Also gut! Zuerst einmal verhindern, dass irgendjemand ausplauderte, dass sie die Ergebnisse eines Klonprojekts waren. Ganz normale Kadetten.
"Wir sind auf dem Weg zur Erde um den Kontakt zu einer Wissenschaftlerin der Vereinigten Kolonien herzustellen." Das war sogar halbwegs wahr. Was sonst noch? Warum waren sie hier unterwegs? Flüchtlinge! Jayden hatte sie als Flüchtlinge bezeichnet. Wovor waren sie geflohen?
"Es... ähm... ist jedoch etwas vorgefallen, dass unsere Mission kompromittiert hat. Eine Intervention des Konglomerats. Wir... waren gezwungen, übereilt aufzubrechen und unsere Signatur zu unterdrücken. Um nicht vom Konglomerat abgefangen zu werden. Es... unser Auftrag unterliegt der Geheimhaltung..."
Verdammt, das klang nicht gut! Nicht einmal in seinen eigenen Ohren. Aber würde es dennoch reichen? Würde dieser Offizier sich damit zufrieden geben? Benett warf einen vorsichtigen Blick auf dessen Rangabzeichen. Vielleicht schaffte es eine Vertrauensbasis, wenn er ihn mit Rang ansprach.
"Herr Oberleutnant, können wir darauf zählen, dass sie unsere Mission unterstützen?", unternahm Benett einer spontanen Eingebung folgend eine waghalsige Aktion, "Es ist auch im Interesse der Kolonien, dass wir diesen Kontakt zwischen Solaris und ihren Stellen aufbauen."

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Di 15 Aug 2017, 03:09

Mara hatte sich geduckt, als der Fremde die Gruppe so direkt angesprochen hatte. Wahrscheinlich hatten die Anderen erwartet, dass sie irgendetwas Schlaues sagte, so wie sie es in der Schule gerne tat. Sie war die Denkerin der Gruppe, die mit den Fakten. Aber diese Situation war nicht mit Fakten zu gewinnen, dass wusste Mara. Jayden offenbar nicht, denn er sprudelte direkt mit viel zu vielen Informationen heraus. Zugegeben, sie selbst hätte auch nicht lügen können, wie Benett es tat, aber sie hielt wenigstens still. Eine leichte Röte legte sich auf ihre Wangen bei dem Gedanken, dass sie etwas Falsches sagen könnte. Sie WUSSTE was sie besser nicht sagte. Aber die Umsetzung war im sozialen Bereich etwas völlig Anderes.
Als Benett jedoch einen Schritt weiter ging und von sich aus verbal auf den Mann zuging, hob sie den Kopf, neugierig, was der Mann antworten würde.

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 18 Aug 2017, 01:47

Iona wusste nicht so richtig ob Jayden nicht ausversehen ein wenig zuviel gesagt hatte, doch sie selbst hatte auch nicht gewusst, was sie den Soldaten hätte sagen sollen. Doch einfach nichts zu sagen, wäre auch keine Option gewesen, von daher fühlte sie sich nicht in der Position, Jayden für das ergreifen der initiative und das Gesagte zu kritisieren.
Iona lehnte sich ein wenig an Jayden, als dieser seine Arme um sie legte. Es war Iona grade egal, was das für einen Eindruck bei den Soldaten hinterlassen mochte. Jayden gab ihr durch seine Geste ein Gefühl von Sicherheit und das war im Moment genau das, was sie brauchte.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Gestern um 20:43

Kyrilo hatte ohne weitere Regungen der Geschichte gelauscht, sie sprudelte regelrecht aus dem jungen Mann heraus welcher vermutlich durch sein wesentlich direkteres Auftreten als eine Art Anführer dieses Grüppchens anzusehen war. Die Augen des Kolonial-Offiziers wanderten einige male die Runde... Es war schwer bis unmöglich aus ihm zu lesen.
Er räusperte sich schließlich einmal kurz, bevor er die Arme hinter dem Rücken verschränkte und sich vor das Mädchen stellte welches ihnen die Rampe geöffnet hatte.
"Zeigen sie mir ihren Solaris Ausweis. Personalkarte, Gesundenpass... Irgendwas womit ich arbeiten kann.", forderte er mit dennoch sanfterer Stimme als erst zu erwarten war.

Nia selbst schaffte es bei der Aufforderung kaum dem Blick des Mannes stand zu halten, dieses Gefühl des Kaltschweißes... "Au... Ausweis?", fragte sie schließlich wobei ihr bereits zu Beginn beinahe die Luft wegblieb.
"Sergeant Certo? Scannen sie bitte vollständig die junge Dame hier.", beorderte der Offizier nach kurzem Zögern direkt einen Soldaten. Einer der schwer bewaffneten Soldaten warf sich sein Sturmgewehr an der Schlaufe auf den Rücken und trat schließlich vor Nia. "Bitte halten sie kurz still.", forderte der Soldat sie auf, bevor eine Art Raster aus einer kleinen Vorrichtung an seinem Helm sie abtastete. Es dauerte eine Weile und auch wenn es nur recht kurz war, es beschleunigte Nias Herzschlag in jener Zeit massiv.
"Scan abgeschlossen... Sie weißt einen syntetischen Anteil von etwa 20% auf. Kein Solaris-ID Chip für eine letzte Identifikation als Mitarbeiter, jedoch einen inaktiven Ortungschip. Sie besitzt neben zahlreichen Implantaten offenbar eine vollständig syntetische Wirbelsäule und andere Verbesserungen. Es gibt keine Personaldaten, nur eine Fertigungsnummer. Für genauere Daten zu der Nummer benötigen wir einen Tiefenscan vom Labor.", erläuterte der Soldat den Bericht wobei Nia anfing kreidebleich zu werden.
Der Oberleutnant erkannte offenbar, dass es ihr gerade nervlich nicht sehr gut ging. "Sergeant? Geben sie ihr von ihrem Wasser.", befahl er dem Soldaten, welcher eine moderne Feldflasche für Notfälle von der Umgürtung seiner Panzerung zog und jene öffnete. Nia selbst zögerte, nahm das freundliche Angebot aber schließlich an.Sie hatte seit der Flucht nichts mehr getrunken...

Kyrilo ging schließlich zu dem jungen Mann welcher ihnen diese interessante Geschichte aufgetischt hatte. "Hören sie... ich will ihnen ja helfen, allerdings erwarte ich dafür im Gegenzug von ihnen auch ein paar Dinge. Ehrlichkeit zum Beispiel ist eins davon. Damit ich ihnen und ihren Freunden hier helfen kann brauche ich Infos... Ich weiß also, dass ihr keine Kadetten von Solaris seid, ihr habt nicht einmal einen ID-Chip. Fangen wir einfach nochmal von Vorne an... Also, wer seid ihr und wie seid ihr in dieses Shuttle hier gekommen?", fragte er Benett recht leise, sodass das Gespräch eher unter ihnen blieb.
Der Offizier hatte schon so eine ungefähre Ahnung mit was er es hier zu tun hatte, das hatte ihm die erste Geschichte schon ziemlich bestätigt. Er wollte mittlerweile die kleine Truppe hier nicht noch mehr stressen als unbedingt notwendig.
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