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 Projekt Overclock - MSG

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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Di 11 Okt 2016, 13:30

"Ich finde das cool", antwortete Mara nach kurzer Stulle und mir einem leicht neidischen Ton in der Stimme. "Das ist viel toller als klug zu sein. So ein Dritter Arm sozusagen. Vielleicht kannst du damit irgendwann sogar jonglieren. Das wäre toll."
In der Stimme der Mädchens war eindeutig Bewunderung zu hören und auch der Neid ließ sich nicht verleugnen.
"Du hast einen dritten Arm, Benett ist sportlich... Und die anderen können bestimmt auch viel tollere sagen als lernen..."
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Grim
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Mi 12 Okt 2016, 08:19

Iona zog sich mit einer Selbstverständlichkeit aus, die nur bedeuten konnte, dass dies absolute Routine für sie war und dass sie sich weder etwas dabei dachte, noch etwas dabei fühlte. Für Benett dagegen war es – gelinde gesagt – ein Schock. Das konnte sie doch nicht machen! Doch nicht vor ihnen! Sicher, auch er musste sich gemeinhin bis auf die Unterhose ausziehen, wenn sein Team in untersuchte. Aber das war etwas vollkommen anderes. Das waren Wissenschaftler. Und obendrein waren beide Männer. Aber sie, sie waren keine Wissenschaftler. Sie waren Klassenkameraden. Und vor allem waren sie Jungs und Iona war ein Mädchen! Es wäre Benett schon unangenehm genug gewesen, sich vor einer Frau aus seinem Forscherteam auszuziehen. Oder gemeinsam mit Russell oder Jayden nach dem Sport zu duschen. Aber sich vor den Mädchen ausziehen? Ausgeschlossen!
Peinlich berührt versuchte Benett den Blick von Ionas nacktem Körper abzuwenden. Aber es war schwer. Iona war von ihnen allen die Merkwürdigste, war es schon immer gewesen. Und nie war ihm das mehr aufgefallen, als nun. Er fühlte sich so unwohl, dass er am Liebsten davon gerannt wäre und vermutlich war sein Kopf inzwischen puterrot angelaufen. Krampfhaft fixierte er seinen Blick starr auf die Monitore, die die Zeta-Wissenschaftler ihnen zeigten. Es lenkte ein wenig ab. Dr. Sisko erzählte ihnen so viele Dinge – und komplizierte Dinge noch dazu – dass es ganz gut als Ablenkung taugte und Benetts Gedanken gebannt hielt. Es war interessant, ohne Zweifel, auch, wenn er sich nicht ganz sicher war, ob er alles wirklich so voll verstand. In jedem Fall erklärte es, was mit Iona los war, so viel zumindest verstand Benett.
Als die Wissenschaftlerin dann jedoch nachhakte, ob sie noch weitere Fragen hatten, kam ihm trotzdem nur eine in den Sinn: "Heißt das, dass Iona jetzt nie mehr mit der Schule was mit uns machen darf? Oder wird das wieder besser? Reicht es nicht, wenn sie vielleicht nur jeden zweiten Tag untersucht wird und an den anderen Tagen zu uns darf?"

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Mali
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Mi 12 Okt 2016, 18:04

Jayden betrachtete den Wissenschaftler, als er ihnen erklärte, was mit Iona los war. "Warum haben sie ihr überhaupt die Gene kaputt gemacht?" fragte er , und hoffte, das er keine dumme Frage gestellt hatte. Bei sich selber wusste er, das seine Gene auch ein wenig verändert worden waren. Die Wissenschaftler haben es ihm so gut wie möglich versucht zu erklären, aber teilweise fühlte er sich immer noch dumm.
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Fellknäuel
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Mi 12 Okt 2016, 19:31

Das Omega-Team bedauerte es, daß Russell den Zeta-Komplex betrat, denn es bedeutete, daß sie die Verbindung zu ihrem Schützling nun trennen mußten - Kollegen bespitzeln war nicht die feine Art, und mit ziemlicher Sicherheit hatten die sich ohnehin abgeschirmt, wie wohl jede Laboreinrichtung auf dieser Station. Bei derartigen Geheimprojekten genoß Spionageabwehr oberste Priorität.
Sie beschlossen, die Zeit, bis Russell den Komplex wieder verließ, damit zu nutzen, die bisher gesammelten Informationen auszuwerten.

Als Iona sich so bereitwillig entblätterte, war Russell ähnlich verblüfft wie sein Freund Benett; er selbst verspürte schon Scham, wenn er sich vor Dr. West vollständig ausziehen mußte - bei Dr. Schneider, die ihn ebenfalls ab und an untersuchte, fiel diese Empfindung noch ungleich stärker aus. Glücklicherweise kam das nur sehr selten vor.
Trotz seiner Verwunderung wandte er seinen Blick aber nicht ab, sondern musterte Iona genauer, die Unterschiede zu seinem eigenen Geschlecht suchend und findend.
Die Erklärungen Dr. Siskos nahm er trotz der visuellen Ablenkung auf, aber er wurde nicht so wirklich schlau aus ihnen. Als Jayden geredet hatte, hakte er ein. "Ich verstehe das auch nicht. Warum haben Sie Iona denn so stark verändert, obwohl sie davon dauernd krank wird?"
Als ihm bewußt wurde, daß sie nun alle drei Fragen gestellt hatten, ohne die Frau überhaupt zu Wort kommen zu lassen, verstummte er augenblicklich.

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"Moment... Ich warte noch auf den Blitz."
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Do 13 Okt 2016, 20:10

Ein wenig unangenehm war die ganze Sache ihr ja schon, dabei verstand sie jedoch nicht so recht weshalb. Die ganze Zeit über hatte sie sich stets nur gefragt was eigentlich los war, wieso nicht einmal Mina ihr sagen wollte was es überhaupt war und kaum hatte sie Antworten erhalten... naja, in dieser Situation wäre es ihr irgendwie lieber gewesen es wäre nichts dergleichen passiert und sie käme sich im Vergleich zu den anderen immer noch stinknormal und unwissend vor. "Jo... vielleicht... aber wozu?", fragte sie dann. Vermutlich eine sehr gute Frage, vor allem für ein Mädchen in ihrem Alter. Das war doch Maras Spezialgebiet, genau solche Fragen ergründen und logisch lösen zu können, wenn sie jemanden so etwas also fragen sollte dann wohl sie. Nia war sich an sich aber schon bewusst, dass selbst Mara nur raten konnte...
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 14 Okt 2016, 02:47

Obwohl Dr. Sisko von allen Jungs gleichzeitig mit Fragen gelöchert wurde, blieb sie ruhig und geduldig. Ihr war bewusst gewesen, dass sie die Kinder womöglich etwas mit Informationen überfrachtet hatte und sie nicht alles sofort kapierten. "Ganz ruhig Jungs, der reihe nach. Wie gesagt wir mussten Iona so schaffen, wie sie ist. Wenn sie ihre Fähigkeiten erst einmal benutzen kann, benötigt sie sehr viel Energie, und wenn sie diese Energie nicht bekommt, würde ihr ganzer Körper einfach zusammenbrechen.
Und bei einem Menschen kann man nun mal nicht einfach eine Batterie wechseln oder eine Energiezelle einbauen. Wie ihr auch muss Iona ihre Energie aus der Nahrung gewinnen, das können wir nicht ändern. Was wir aber ändern konnten, ist die menge an Energie, die Ihr Körper speichern kann und wie schnell er die Nahrung verdauen kann. Um das zu erreichen, mussten wir Iona's Gene verändern und bei solchen Veränderungen kommt es zu Beschädigungen. Egal wie behutsam man vorgeht, ganz vermeiden lässt es sich leider nicht. Wir haben die Gene von Iona also nicht absichtlich kaputtgemacht, das war ein unerwünschter Nebeneffekt. Hätten wir es aber nicht gemacht, könnte sie als Erwachsene nicht überleben."
Dr.Sisko hoffte das Jayden und Russell nun zumindest im groben verstanden, schliesslich konnte sie den beiden ja keine Lektion in fortgeschrittener Genetik geben. Danach wandte sie sich an Benett, welcher sehr gut aufgepasst hatte und, seiner frage nach zu urteilen, die ganzen Erklärungen richtig in Zusammenhang gebracht hatte und verstand, was mit Iona los war. "Ich will ehrlich zu dir sein Benett, im Moment können wir nicht genau sagen wie lange wir Iona noch so intensiv beobachten und behandeln müssen. Aber ich glaube nicht das es dauerhaft so bleiben wird, schliesslich war es anfangs ja auch nicht nötig, sie dauernd zu überwachen. Ich denke, das ist so, weil Iona in die Phase der Pubertät eintritt.
Ich glaube, das Thema hattet ihr noch nicht in der Schule, aber vereinfacht gesagt ist das eine Phase in der sich der menschliche Körper von einem Kind zu einem Erwachsenen entwickelt. Das bringt den ganzen Körper, vor allem am anfang ziemlich durcheinander und ich glaube das dies der Auslöser für Iona's zustand ist. Falls ich recht habe, wird sich der Körper von Iona also wieder beruhigen und dann wird es auch nicht mehr nötig sein, sie so intensiv zu überwachen. Ich weis das es schwer ist einfach nur abzuwarten, weil man nichts tun kann, aber gerne Helfen möchte, aber im Moment geht es leider nicht anders. Habt etwas Geduld, wir tun alles, damit es Iona wieder besser geht und sie wieder etwas mit Euch allen etwas unternehmen kann."
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 14 Okt 2016, 07:41

Die Frage lenke ihre Gedanken in einer andere Richtung und dafür war Mara ihrer Freundin sehr dankbar. Nachdenklich vergaß sie sogar die Reste ihre Eises, obwohl die Spitze der Waffel mittlerweile derart durchweicht war, dass es zu tropfen begann.
"Soweit ich das verstehe sollen wir später, wenn wir groß sind, unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Dafür haben wir unsere Fähigkeiten und dafür sind diese so unterschiedlich. Aber so wirklich weiß ich auch nicht, was die mit uns vor haben. Da müssen wir wohl warten, bis sie es uns sagen."


Zuletzt von Sternenvogel am Sa 15 Okt 2016, 13:05 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 14 Okt 2016, 22:00

Das war nicht eben eine befriedigende Antwort. Oder jedenfalls nicht die, auf die Benett gehofft hatte. Warten, bis es besser wurde. Ganz so, als ob Iona krank war und man nicht sagen konnte, wie schnell die Medikamente anschlugen. Nur, dass es eben nicht eine Frage von Tagen, sondern von Wochen oder Monaten war, so wie das klang. Keine schönen Aussichten. Und so vage, dass man nicht viel damit anfangen konnte. Das war es nicht, wofür Benett hierher gekommen war.
Gleichzeitig musste er jedoch auch einsehen, dass die Wissenschaftler es selber wohl auch nicht genauer sagen konnten. Er glaubte nicht, dass Dr. Sisko sie an log, oder ihnen etwas vorenthielt. Also würde es auch nichts bringen, wenn er jetzt trotzig auf eine bessere Antwort bestand, auch, wenn er sehr versucht war.
"Danke", sagte er stattdessen, "Sie werden das alles Iona auch noch erklären, ja? Sie macht sich große Sorgen, weil sie das alles nicht versteht. Das nimmt sie alles sehr mit. Sagen sie ihr bitte das alles, was sie uns gesagt haben." Er warf Dr. Sisko einen bittenden Blick zu, versuchte zu verbergen, wie geknickt er war und machte sich dann auf den Weg aus dem Labor hinaus.

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 14 Okt 2016, 23:04

Ein verstehendes Nicken war Russells einzige Antwort, aber zufrieden war er mit dieser Auskunft nicht. Er begriff, daß Ionas Probleme der Preis für ihre besonderen Fähigkeiten waren, aber war es das auch wert?
Zwar wußte Russell nicht, was das für Fähigkeiten sein sollten, aber die mußten schon wirklich unglaublich beeindruckend sein, um das zu rechtfertigen. Und nur, damit sie etwas besonderes tun konnte, mußte sie nun all das erdulden? Russell war sich nicht sicher, ob er es an ihrer Stelle auf sich nehmen würde, und er war froh, daß er gar nicht erst in diese Situation gebracht worden war.
Ändern konnte er ohnehin nichts daran, also warf er Jayden einen Seitenblick zu, begleitet von einem Schulterzucken, und machte sich dann daran, Benett nach draußen zu folgen.

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Sa 15 Okt 2016, 19:38

Jayden runzelte leicht die stirn ,wollte noch etwas sagen, aber schloss dann doch den mund und nickte nur leicht. "Passen sie auf Iona auf?"," fragte dann aber doch noch , und blickte den jungs hinterher, als diese den Raum verliessen. "Ich hab ihr nämlich gesagt, das ich sie beschützen werde.."
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Mo 17 Okt 2016, 16:44

- 4 Jahre später - Sonntag 18. September 2582 -


Nia hatte etwas Musik aufgelegt während sie im Schneidersitz auf ihrem Bett hockte, einen bunten Lolipop in ihrem Mund und damit beschäftigt war in Maras Frisur auf der linken Seite aus ihren Strähnen einen kleinen Zopf zu flechten. Sie waren eigentlich schon arg verschieden, wie öfters hatten sie sich am freien Sonntag getroffen und lasen Zeitschriften oder quatschten einfach nur. Während Nia eher Comics las oder Ähnliches, da war Maras Ding eher Wirtschafts- oder so Wissenschafts Dingsbums Magazine. Nia hatte einfach zu wenig Interesse in Physik und solche Sachen, sie gingen doch schon genug zur Schule... musste man sich da das Zeug auch noch mit Nachhause nehmen?
So verschieden sie auch beide eigentlich waren, sie kannten sich jetzt bereits ganze 6 Jahre und waren eben zwei 14 jährige Mädchen.
"So... fertig.", meinte Nia als sie noch einen kleinen Haarclip in Maras Haar befestigte um das Geflecht in Form zu halten. Was wohl die Anderen gerade so trieben?
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Di 18 Okt 2016, 18:30

Benett atmete tief ein, hielt die Luft an und drückte ab, vier mal in rascher Folge. Die Kopfhörer dämpften den Schall, was es erträglich machte, aber jeder Schuss jagte dennoch eine Schockwelle durch seine Arme bis zur Schulter hinauf. Doch Benett blieb ruhig. Stabil. Sicher. Er atmete aus und warf das Magazin aus der Pistole aus, legte die Waffe vor sich auf dem Tisch ab. Dann erst nahm er sich die Zeit, zu schauen, was er getroffen hatte. Die Zielscheibe stand dreißig Meter entfernt am Ende des Schießstands, aber es fiel ihm nicht schwer, die Beschriftung der angeschossenen Ringe zu entziffern, weiß auf dem schwarzen Hintergrund einer menschlichen Silhouette.
"Nicht schlecht, Benett", erklang eine Stimme in seinem Rücken, gedämpft durch die Kopfhörer. Benett nahm sie ab, drehte sich um. Snyder, den alle hier aufgrund seiner Militärvergangenheit nur 'Sarge' nannten, sah zufrieden aus. Zufriedener, als Benett sich selbst fühlte.
"Zwei Schüsse sind knapp am Herz vorbei", erklärte der Junge mit Selbstkritik in der Stimme, "Und den Schuss in den Kopf hatte ich eigentlich mittiger setzen wollen, nicht unter das Auge."
"Du hättest ihn ausgeschaltet, Junge, mehr kann man nicht verlangen", munterte Snyder ihn auf, "Und du bist ja noch jung. In ein paar Jahren wird das nochmal anders aussehen, wenn du weiter solche Fortschritte machst."
"Haben sie noch ein Magazin und noch eine Scheibe für mich, Sarge?", erwiderte Benett ungerührt, "Ich würde es gern nochmal versuchen."

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Di 18 Okt 2016, 21:24

Iona befand sich momentan auf dem Aussichtsdeck der Station, einem relativ grossem Raum mit verspiegelten Fenstern. Der Ausblick in das Weltall, samt einem eindrucksvollem Nebel, war zwar schön anzusehen, aber nicht der Hauptgrund, warum Iona hier war. Aufgrund der Position an der Aussenhülle war es möglich, die Schwerkraft im Raum zu deaktivieren. Rote LED-Leuchten rund um die Eingangstüre warnten davor, das Iona dies auch getan hatte. Seit etwas mehr als zwei Jahren hatte Ionas Training mit ihren telekinetischen Kräften begonnen, doch seit sie diesen Raum vor einem knappen Jahr entdeckt hatte, trainierte Iona hier auch gerne mal in ihrer Freizeit oder kam zum Entspannen hier her.
Die anderen Kinder kannten das Aussichtsdeck zwar auch, empfanden den Raum aber normalerweise als langweilig und suchten ihn daher eher selten auf. Iona übte hier gerne, weil es ohne die Schwerkraft sehr leicht war, etwas zu bewegen, hier konnte sie auch einmal dinge ausprobieren welche im normalen Training noch zu schwer oder gar nicht möglich waren. Ausserdem mochte Iona es, einfach so in der Luft zu schweben, es erinnerte sie an den Zuchttank und das vermittelte ihr ein unbewusstes Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Mit ihren Kräften hielt sie sich problemlos in der Mitte des Raumes, anfangs war das noch schwer gewesen, doch Mittlerweilen war es kein Problem mehr. Ihre anderen Sachen, zwei Bälle und ihre Tasche, schwebten hingegen einfach durch den Raum.
Wie Dr. Sisko es vorhergesagt hatte, hatte sich der zustand von Iona wieder normalisiert, nachdem ihr Körper einen regelrechten Wachstumsschub hingelegt hatte. Auch wenn die restliche körperliche Entwicklung sich nun etwas zeit lies, musste Iona nun nicht mehr täglich zur Untersuchung ins Labor. Anfangs war es noch irritierend für sie gewesen, plötzlich die grösste in der Klasse zu sein, doch Dr. Sisko hatte ihr erklärt, das dies nicht so bleiben würde. Iona war einfach einen ticken früher dran gewesen, doch Nia und Mara hatten dann nachgelegt. Die Jungs würden ihren zweiten Wachstumsschub erst später kriegen, zumindest hatte man ihr das so erklärt, doch es war doch irgendwie komisch, das die Mädchen nun grösser waren als die Jungs.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Di 18 Okt 2016, 21:58

Jayden hatte sich recht positiv entwickelt. Es gab zwar hin und wieder ein paar phasen, wo die Wissenschaftler ihn kritisch beobachtet hatten und er auch mehrere Wochen lang nicht zur Schule konnte und auch nicht mit den anderen spielen ging. Doch jetzt war er in einem guten zustand. Er hatte Muskeln bekommen durch lauf und kraft übungen, und eine der Helferinnen hatte ihm das Tanzen beigebracht. John hingegen trainierte ihn nun in Karate und Judo, was seinen schlanken Körper gelenkig und agil gemacht hatte. Er mochte die Mädels genauso gern wie die Jungs. Und darauf zählte sein Team.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Di 18 Okt 2016, 22:12

"Spiegel!", verlangte Mara gespielt streng. Sie war gespannt, wie genau Nias Werk aussah. Vermutlich niedlich... Nicht unbedingt das, was Mara bevorzugte, aber da es sie auch nicht störte ließ sie ihre Freundin gerne gewähren. "Das hat länger gedauert, als ich gedacht hatte... Ich dachte, du hast mittlerweile Übung", meinte sie dann etwas enttäuscht.
Es fiel ihr irgendwie immer schwerer, durch Menschen hindurchzuschauen. Sie waren so... unlogisch. Am ehesten verstand sie noch die Wissenschaftler in ihrem Team. Die sprachen wenigstens in einer Art und Weise, die wenig emotional geladen war. Vermutlich konnten sie sich einfach besser beherrschen und daher mehr mit Fakten sprechen. Je älter sie wurden, desto mehr verblüffte es Mara, wie viel einfacher ihr das Lernen fiel, im Vergleich zu... eigentlich allen anderen. Das manchmal für sie Dinge völlig logisch waren, die man den anderen erst umständlich erklären musste. In der Schule gerade in Mathematik. Insgeheim ihr Lieblingsfach, auch wenn alle Anderen das zu hassen schienen.
"Du, Nia, kommst du gleich noch mit zu mir? Robert hat gesagt, er hat eine Überraschung für mich und ich möchte gerne, dass du dabei bist. Damit ich weiß, ob es war zum freuen ist... weißt du?"
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Mi 19 Okt 2016, 22:56

Sie ließ es nicht zu nahe an sich heran, so war Mara nun mal... Sie kannten sich jetzt bereits zu lange und für Nia war es zur Normalität geworden, dabei redete sie sich nicht nur immer wieder selbst ein, dass ihre Kindheitsfreundin es nicht wirklich so meinte. Sie war sich dessen auch sicher...
Das merkte sie nicht nur aufs Neue bei der Frage die am Ende folgte, denn jene hätte Mara wohl kaum gestellt wenn sie ihre Gegenwart als eine Art Belastung empfunden hätte. "Eine Überraschung...? Vielleicht ein Geschenk oder so? Uhm, ja klar kein Problem. Ich komm gerne mit.", antwortete ihr Nia dann und krabbelte aus dem Bett, setzte sich auf die Kante und zog sich ihre Schuhe über die in Strümpfen steckenden Füße. Sie hatte noch keine wirkliche Gelegenheit gehabt Leute aus Maras Wissenschaftlerzirkus kennen zu lernen... Mina mochte es nicht besonders wenn sie irgendwelchen Leuten aus anderen Abteilungen zu Nahe kam, aber es war Sonntag und was sollte da bitte schon groß passieren?
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Do 20 Okt 2016, 12:06

Mara fühlte sich seltsam, als sie ebenfalls ihre Schuhe anzog, um Nia zu ihrem Zuhause zu führen. Jemanden dabei haben, damit man wusste, ob man sich freuen sollte... Klar, sie kannte Dankbarkeit, aber Freude war dich etwas Anderes.
"Nia, was sagen eigentlich die Anderen über mich, wenn ich nicht dabei bin? Finden sie mich... Komisch? Ich meine, ich bin so anders als ihr..."
Wie ihr diese Frage plötzlich in den Sinn kam wusste Mara nicht, nur, dass sie jetzt gerade gerne eine Antwort darauf hätte.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Do 20 Okt 2016, 19:01

"Okay, bist du bereit?"
Russell warf noch einen Blick auf den Parcours, der vor ihm lag, und nickte dann seinem Trainer zu. Anschließend setzte er sich den Spezialhelm auf, den Frank ihm gegeben hatte. Auch wenn er ihn nun schon oft getragen hatte, war es noch immer seltsam; denn unter dem Ding war er so blind wie taub. Mangels Sichtschlitz konnte er nichts sehen, und die Schallisolierung verhinderte, daß ein Laut an seine Ohren drang. Nur mit Frank konnte er sich über Funk verständigen.
Mit einem einfachen Gedankenimpuls stellte Russell eine Verbindung zu der Drohne her, die wenige Meter hinter ihm reglos in der Luft schwebte, worauf alle optischen und akustischen Informationen, die sie aufnahm, an seine primären Sinne geleitet wurden. Nun konnte er seine Umgebung wieder hervorragend wahr nehmen, und zwar nicht nur das, was vor ihm war - auch seine Seiten und einen kleinen Teil dessen, was hinter seinem Rücken geschah, hatte er nun im Griff. Und natürlich sich selbst.
Es war immer noch eine merkwürdige Erfahrung, aber auch eine ziemlich coole. Er fühlte sich ein wenig wie in den 3rd-Person-Hologames, die er in seiner Freizeit so gerne spielte, aber es war doch anders.
"Also dann, die Uhr läuft, und los!" rief Frank, der leicht außerhalb des Sichtfelds der Drohne stand, und Russell spurtete los. Zuerst ging es im Slalom zwischen mannshohen Säulen hindurch, dann springend über eine Reihe von Hürden hinweg. Eine Kletterwand hinauf, und auf der anderen Seite hinunter. Links und rechts von ihm schossen Zielscheiben aus dem Boden, und Russell zog seine Übungspistole. Die Waffe gab nur harmlose Lichtimpulse ab, doch die Zielscheiben registrierten jeden damit erzielten Treffer.
Dank eines sich verfärbenden Ziel-Vortex und einer prozentualen Trefferchance auf dem HUD der Drohne konnte Russell erkennen, wie genau er zielte. Er nahm sich gerade so viel Zeit wie möglich, und als ihm die Prozentzahl hoch genug erschien, drückte er ab; einmal, zweimal, dreimal. Sofort fuhr er herum und gab auch auf die anderen Zielscheiben einige Schüsse ab.
Eilig steckte er die Waffe wieder weg, drehte sich in Laufrichtung und rannte weiter. Erneut eine Kletterwand hinauf, die Drohne folgte ihm ständig und versuchte, den jeweils optimalsten Sichtwinkel einzufangen. Es ging über eine Brücke, an deren anderem Ende eine Tür wartete. Russell schickte die zweite Drohne zu der Schalttafel, die einige Meter daneben lag, für ihn selbst unerreichbar. Langsam glitt die Tür auf und gleich wieder zu, doch sein Timing war so gut, daß er genau hindurch schlüpfte, als die Öffnung am größten war.
Der Parcours ging noch eine Weile so weiter, mit einer Kombination aus Hindernissen, Schießübungen und Drohnen-Koordination. Als Russell schließlich das Ziel erreichte, war er schweißgebadet.
"Wie war ich?" rief er zu Frank hinüber, nachdem er den Helm abgenommen hatte.
Der sah auf seine Zeitanzeige. "Nicht übel," antwortete er. "0,3 Sekunden schneller als beim letzten Mal."
"Verdammt, das zielen geht immer noch zu langsam!" schimpfte der Teenager, verärgert über den schwachen Fortschritt. "Gleich noch mal!"
"Guter Junge!" kommentierte sein Trainer grinsend.

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 21 Okt 2016, 10:47

So weit hatten sie es ja nicht, einmal quer durch das Atrium und schon wären sie da. Die Frage von Mara war ja beinahe eben schon typisch Mara, sie waren ja noch sehr jung aber das Problem welches ihre Kindheitsfreundin mit Zwischenmenschlichem hatte war Nia bereits gewohnt. Sie musste kurz nachdenken ob in der Vergangenheit in diese Richtung gehend irgendwer etwas von sich gegeben hatte...
"Uhm... also hin und wieder bist du schon mal ganz klar die typische Streberin aber dafür kannst du ja nichts, es ist eben deine Besonderheit. Ich denke aber, dass jeder von uns sich zu sehr von dem jeweils anderen unterscheidet... außerdem steht man sich ja ziemlich auf den Füßen. Es ist aber niemand gemein oder so.", antwortete sie ihr dann.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 21 Okt 2016, 17:18

Jayden genoss die ruhigen bewegungen, die er beim Tanzen oder beim Karate vollführte. Dadurch war er recht gelenkig geworden. Doch er war immer noch im Wachstum. Der Kontakt mit den anderen gefiel ihm auch recht gut. Egal ob es die Jungs waren oder die Mädels. Mit Mara kam er auch soweit zurecht, obwohl sie oft probleme hatte, was das Soziale betraf. Doch seine Betreuer ermunterten ihn immer wieder dazu, den Kontakt zu Mara zu suchen.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Fr 21 Okt 2016, 19:48

"Okay", antwortete Mara knapp. Im Endeffekt war es nur ein Zeichen, dass sie verstanden hatte, was Nia gesagt hatte und ihre Freundin wusste das wahrscheinlich auch, während es die meisten Anderen oft irritierte, wenn von ihr außer diesem Wort keinerlei Regung kam.
Es dauerte tatsächlich nicht lange, bis sie bei dem Labor von Mara Team ankamen. Durch die Haupttür kam man zunächst in eine Vorhalle, von der drei Türen abgingen. Die große Doppeltür gegenüber des Eingangs war Kennwort gesichert und führte in den Hauptteil des Labors. Rechts ging es in den Trakt der Mitarbeiter, während man links den Bereich für Robert und Mara eingerichtet hatte, extra angelegt, damit man das Kind besser unter Beobachtung halten. und ihm gleichzeitig das Gefühl geben konnte, dass es ein normales Leben lebte - soweit dies möglich war. Genau auf diesen Bereich steuerte Mara nun auch zu.
Durch die Tür kam man direkt in das Wohnzimmer, von dem aus ebenfalls wieder drei Türen - für die Küche und jeweils die Zimmer von Robert und Mara - erreichbar waren. Doch weiter brauchten die beiden Mädchen auch nicht, denn Robert saß lesend auf einem Sofa und blickte auf, als die Kinder herreinkamen.
"Ah, Mara. Schön, dass du zu Hause bist. Und du hast jemanden mitgebracht. Nia, nicht wahr?" Robert stand auf und reichte dem Mädchen die Hand. "Schön, dass du mal Mara in ihrem Reich besuchen kommst."
Er lächelte freundlich.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Sa 22 Okt 2016, 18:04

Benetts Trainingsplan war rigoros für einen Vierzehnjährigen und im Lauf der letzten Jahre hatte er mehr als nur einmal lernen müssen, dass Iona bei weitem nicht die einzige war, deren Freizeit so stark beschnitten wurde, dass sie keine Zeit mehr für sich selbst hatte. Sicherlich: vieles war spielerisch und der Sport war nichts, wozu man Benett hätte nötigen müssen. Aber das Kontingent an Zeit, die ihm für sich selbst zur Verfügung stand, war immer weiter zurück gegangen, je mehr Trainingseinheiten seinem Plan hinzu gefügt und Fertigkeiten von ihm verlangt wurden. Freizeit vor dem Abendessen, dass gab es kaum noch. Aber zumindest am Wochenende ließ man ihm noch die Nachmittage für sich und seine Freunde, nachdem er seine Einheiten am Vormittag absolviert hatte.
Es war also noch nicht allzu spät, als Benett vom Schießstand entlassen wurde. Er duschte – mehr wegen der Bodenturnstunden, die er zuvor gehabt hatte, als wegen des Schießens – und machte sich dann, frisch eingekleidet und mit noch nassen Haaren auf die Suche nach den anderen. Vielleicht konnte er Jayden oder Russel irgendwo finden. Der zentrale Kiosk war ein beliebter Ort für sie geworden. Ihn steuerte Benett zuerst an.

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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Sa 22 Okt 2016, 21:03

Nia war ziemlich damit beschäftigt sich um zu sehen, dabei rätselte sie ob Mara tatsächlich hier mit ihrer Bezugsperson lebte. Teilten sie sich etwa die gleichen Räume? Das war anders... ungewohnt. Sie selbst war es gewohnt alleine ein Zimmer und Bad für sich zu haben, wenn dann besuchte Mina sie dort aber wo jene selbst wohnte wusste Nia nicht. Sie hatte ihr oft erklärt, dass es nicht anders ging... Mina hatte aber öfters in ihrem Bett geschlafen als sie jünger war, wenn Nia Alpträume hatte oder es sich nach dem abendlichen Vorlesen gewünscht hatte. Gefühlstechnisch war sie eben ihre Mama, nur Mara stand ihr an zweiter Stelle ähnlich nahe.
"Uhm... hallo. Ja... Danke, dass ich herkommen durfte.", meinte Nia und nahm die ihr angebotene Hand kurz entgegen. Stimmt... sie hatte Mara hier noch nie besucht, sie hingen eigentlich immer bei ihr oder irgendwo anders rum. Sie hatte noch nie wirklich so darüber nachgedacht.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   So 23 Okt 2016, 11:58

Endlich war das Training vorbei. Im Grunde machten Russell diese Übungen auf dem Parcours ja Spaß, ebenso wie die anderen Sachen, die er abseits des Schulunterrichts machen mußte. Aber sein Bedürfnis nach Freizeit und gemeinsamen Aktionen mit seinen Freunden war nach wie vor vorhanden. Auch Dr. Schneider meinte immer, daß man es nicht übertreiben sollte mit all den Pflichten.
Zunächst einmal führte ihn sein Weg jedoch unter die Dusche - nachdem er beim Training so geschwitzt hatte, genoß er das kalte Wasser jetzt regelrecht. Gerade als er sich dachte, daß es jetzt reiche, wurde das Wasser auch schon abgestellt. Natürlich hätte er es auch manuell abstellen können, aber irgendwie machte es ihm mehr Spaß, wenn er solche 'niederen' Arbeiten von seinen Drohnen verrichten ließ. Abtrocknen mußte er sich jedoch noch selbst...
Gerade als er seine Unterhose überzog, kamen seine beiden Helfer angeschwirrt und machten es sich an seinen Handgelenken bequem. Anfangs hatte er sie immer nur eine Stunde am Tag bekommen, doch mittlerweile nahm er sie nur noch zum schlafen ab. Nathan hatte gemeint, er solle sich richtig an sie gewöhnen.
Russell griff nach seiner Freizeitkleidung und streifte sie über. Noch vor einem Jahr hatte man ihm das Zeug maßanfertigen müssen, weil sein Körper zunächst einmal nur in die Höhe gewachsen war, so daß ihm seine Hosen trotz Gürtel regelmäßig davon gerutscht waren. Doch mittlerweile konnte er auch die Sachen von der Stange tragen.
Auf dem Weg nach draußen begegnete er niemandem, und das war auch nicht nötig. Die Wissenschaftler des Omega-Teams konnten jederzeit sowohl ihn als auch seine Drohnen orten und wußten somit, wo er war. Ein Problem damit hatte Russell nicht.
"Wollen doch mal sehen, wo die Jungs sind," murmelte er halblaut vor sich hin. Er hatte bereits eine Ahnung, wo sich seine Freunde aufhielten, und war auch nicht weiter überrascht, als er, am Kiosk eintreffend, Benett vor fand.
"Hey, Ben," rief er ihm grinsend entgegen, "genug rum geballert für heute?"

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"Und ganz im Ernst: wären die Lichtgeborenen tatsächlich so allgegenwärtig und allmächtig, wie sie behaupten, hätten sie dann nicht auch die Macht, mich hier und jetzt mit einem Blitz zu zerschmettern? Die Lichtgeborenen waren bessere Könige, nicht mehr und nicht weniger. Aber das ist meine Meinung. Ich hoffe, ich habe jetzt nicht Eure Gefühle verletzt?"
"Moment... Ich warte noch auf den Blitz."
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   So 23 Okt 2016, 13:14

Einige minuten nach Russel traf auch Jayden am Kiosk ein. Er hatte lange trainiert, sowohl kampfsport als auch Tanzen. Danach hatte er geduscht und sich dann umgezogen. "Hey Jungs, " begrüsste er Russel und Bennett. Aufmerksam betrachtete er die beiden.
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BeitragThema: Re: Projekt Overclock - MSG   Heute um 02:20

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