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 Into the wild (RPG)

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Dreyri
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BeitragThema: Into the wild (RPG)   So 13 Nov 2016, 19:03

Letzte Nacht war es irgendwie ziemlich spät geworden. Das merkte Jack daran, dass er offenbar in seiner Kleidung geschlafen hatte. Sitzend. An einem Tisch.
Mit steifem Nacken setzte er sich auf und bemerkte dabei die Decke, die irgendwer ihm über die Schulter gelegt hatte. Mit einer Hand fuhr er sich über den Mund, weil daran ein Sabberfaden hing. Dann blickte er auf den Tisch und die Pläne, die er vollgesabbert hatte im Schlaf.
Er gab ein Ächzen von sich, versuchte sich zu erinnern, was er hier eigentlich gemacht hatte. Sein Blick wanderte über die Tischplatte, er konnte einige Teile für irgendetwas erkennen, das er ... Er griff nach einem der Teile. Ach so. Er hatte an seinen Handschuhen gewerkelt und war darüber eingeschlafen. Alles klar.
Er erhob sich, warf die Decke über die Stuhllehne und machte sich auf den Weg zu den sanitären Anlagen, um zu duschen, damit er wieder ein wenig vorzeigbar war.
Als er frisch angezogen war, blickte er aus dem Bullauge nach draussen. Soweit er wusste, hatten sie mal wieder landen wollen, um ein neues Mitglied zu rekrutieren. Roland hatte aber nicht allzu viel verraten bisher. Und tatsächlich. Sie mussten in der Nacht angedockt haben. Draussen herrschte geschäftiges Treiben und Aufregung stieg in Jack hoch. Endlich mal wieder an Land, wo nicht irgendwas versuchte ihn zu fressen. Nicht, dass er etwas gegen die Monsterjagd gehabt hätte ... aber das war schon ziemlich cool.
Sofort riss er seinen Rucksack unter seinem Bett hervor, um alles einzupacken, was er da vielleicht brauchen konnte. Es war gut wenn er verschwand, bevor Roland beschloss ihn im schlimmsten Fall mit zur Rekrutierung zu nehmen.
Sein Nacken schmerzte noch immer von der unbequemen Schlaflage und sein Kopf dröhnte wie immer, wenn er zu lange seine Medikamente nicht genommen hatte. Mit geschultertem Rucksack schlich er sich in die Küche, um noch etwas zu essen, bevor er auf Erkundungstour ging.
Er fischte sich eine Dose Bohnen aus dem Kühlschrank, öffnete sie und begann sie zu löffeln, während er die Nachrichten auf seinem Tablet las. Sein Auge mit dem Implantat tränte ein wenig. Er durfte definitiv die Medikamente nicht vergessen.

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Do 17 Nov 2016, 18:31

Doktor Hope Forlorn, von allen stets nur 'Doc' genannt, hatte sich ein Tuch um Kopf und Mund gewickelt, so eng, dass nur ein schmaler Schlitz um ihre herum frei blieb. In Kashir war das besser so. Der Raumhafen war inmitten einer kargen Trockensavanne gelegen und Sandstürme waren an der Tagesordnung, sodass sich trotz der Reinigungsdrohnen kleine Dünen und Sandverwehungen um die Sockel der Gebäude gebildet hatten. Diese standen im krassen Gegensatz zu dem endlosen, weiten, flachen und kargen Land, das sich um sie herum erstreckte, öd und offen bis zum Horizont: Kashir wirkte, als wäre die Stadt aus Containern errichtet worden, aus diversen, zwar unterschiedlich geformten, aber vom Stil doch völlig identischen Würfeln, Quadern und Kugeln aus mattem Edelstahl, dunkel verspiegeltem Glas und Polymerverbundplatten. Mit ihrem futuristischen Design wirkte die ganze Stadt wie ein parasitärer Fremdkörper in der weiten, unberührten Natur. Doch gerade dadurch bildete sie für Doc Forlorn einen nur allzu willkommenen Anblick. Die Fremdartigkeit verhieß Zivilisation, Sicherheit, Komfort. In die Wildnis hinaus würden sie schon früh genug wieder kommen, ganz zwangsweise, bei ihrem Metier.
Zwei Sonnen standen am azurblauen Himmel über Kashir, die eine groß und gleißend, die andere ein bedeutend weiter entfernter kleiner Punkt, so schwach, dass man glatt hinein sehen hätte können, ohne die Augen mehr als ein wenig zusammen kneifen zu müssen. Schwer zu sagen, was das für die Uhrzeit bedeutete, ob es früh am Tag war, spät am Abend oder ob es hier überhaupt jemals Nacht werden würde, wie auf den meisten Welten dort draußen. Aber für Raumreisende gab es ohnehin nur eine einzige relevante Uhr: die des Schiffs. Im Raum richtete man sich nach dem Tagesrhythmus, den die Schiffsuhr vorgab und nach dieser Zeitzählung war es noch Vormittag. Doc Forlorn war eine Frühaufsteherin. Oder vielleicht einfach nur zu alt, sich bis spät in die Nacht wüst zu betrinken oder anderweitigen Beschäftigungen nachzugehen, die geregelten Schlafenszeiten entgegen standen. An diesem Morgen kam ihr das nur zu gelegen. Sie hatten zu tun hier, in diesem Raumhafen, aber ehe der Kapitän sie benötigen würde musste Hope noch ihren eigenen Geschäften nachgehen.
Sie folgte der Wegbeschreibung ihres Commlinks zu einem unscheinbar niedrigen, quaderförmigen Gebäude in einer Seitengasse und betrat es durch eine Schleusentüre, die sich bei ihrem Kommen lautlos öffnete. Der Raum, in dem sie sich befand, wirkte leer, karg und mit seinen stählernen Wänden merkwürdig steril. Ein kleiner, dunkelhäutiger Mann mit geradezu absurg dünnem Schnurrbart blickte sie von hinter einer Theke fragend an.
Hope zog sich das Tuch aus dem Gesicht, sodass Mund- und Nasenpartie frei lagen, nickte dem Mann zum Gruß zu und präsentierte ihm dann eine Liste, ganz altmodisch auf Papier geschrieben. Papier war sicher. Papier konnte nicht gehackt werden. "Guten Tag. Ich bräuchte diese Präparate in der angegebenen Menge", erklärte sie dem Mann mit dem absurden Schnurrbart. Dieser nahm die Liste zur Hand, studierte sie mit einem kurzen Blick. Seine Züge blieben steinern, verrieten nichts von dem, was in ihm vorging.
"Wie zahlen sie?", verlangte er schließlich zu wissen.
"In Credits", antwortete Doc Forlorn.
"Gut", kam es zurück, knapp, emotionslos, "Das Priviseen habe ich nicht da. Den Rest kann ich ihnen zusammen richten."
Hope nickte und er verschwand in einen Nebenraum. Das war erstaunlich unkompliziert gegangen. Keine Nachfragen, keine Sicherheitsvorkehrungen, keine Scherereien. Nur eine Frage der Bezahlungsmodalitäten. Dabei waren einige der Substanzen, die auf Hopes Liste standen, definitiv nicht frei verkäuflich. Einige waren starke Sedativa, andere Aufputschmittel, die keine Zulassung besaßen. Auf anderen Welten, in anderen Raumhäfen wäre Hope sicherlich nicht so unkompliziert daran gekommen. Sicherlich, sie war eine studierte Medizinerin. Das machte vieles einfacher. Aber sie besaß keine Approbation. Und je zivilisierter eine Welt war, desto penibler waren die Behörden, was die Kontrolle von Betäubungsmitteln anging. Letztendlich war das schließlich alles Gift. Aber in Kashir musste sie sich um derlei Dinge nur wenig Sorgen machen. Kashir war – dankenswerterweise – nichts weiter als das, als was man es schon von fern erkannte: ein Raumhafen mitten in einer endlosen, unberührten Savanne.

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Lias
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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Mo 28 Nov 2016, 13:28

"NOCH EINEN!", verlangte Don lauthals. Der Teller mit dem Plastikbesteck auf dem Tisch klirrte leicht. Ein wurstdicker Finger deutete auf die einstmals stolze Mahlzeit von der nur noch der Fitzel einer Wurstpelle übrig war. Vorher hatten sich dort Würste und etwas getürmt, das vermutlich Kartoffelbrei sein sollte. Es hatte sogar entfernt danach geschmeckt, was eine angenehme Überraschung gewesen war. Das Motel, in dem Don untergekommen war, war nicht eben luxuriös. Aber danach hatte es den Söldner auch nicht verlangt. Außerdem war es die einzige Unterkunft im Ort. Es war also nicht so gewesen, als hätte er großartig eine Wahl gehabt. Und bis hier mal wieder ein Schiff durchkam hing er eh fest. Zum Glück konnte er ein wenig bei den üblichen Bau- und Ausbesserungsarbeiten helfen. Jede Randwelt-Kolonie brauchte einen Kerl, der Stahlbalken tragen konnte. Auch wenn er den Namen von dieser hier bereits wieder vergessen hatte.
"Es ist ein Schiff angekommen in der Nacht", verkündete der Wirt, der sich selbst als fetter Tom bezeichnete. Es war wohl Sarkasmus. Tom war ein Strich in der Landschaft. Mit Sarkasmus war Donovan noch nie so wirklich zurecht gekommen.
"Das ist gut!", verkündete Donovan mit unüberhörbarem Enthusiasmus. Ein Schiff. Das bedeutete Abenteuer, Monster und bessere Bezahlung! Irgendwer würde die Leute dort schon auf den Rage Trooper im Motel aufmerksam machen. War ja nicht so als wüsste nicht jeder, dass er hier war. So groß war diese Kolonie ja nicht, oder doch?

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Dreyri
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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Do 01 Dez 2016, 18:45

"Was macht eine Frau wie du mit solchen Mitteln?"
Ein Mann, dessen wettergegerbte Haut vor Schweiss leicht glänzte, war während der Bestellung eingetreten. Er klopfte sich Staub von der Kleidung. Im Mundwinkel hatte er eine Zigarette, die schon beinahe runtergebrannt war.
Er lächelte freundlich als er auf Hope zukam und ihr die Hand reichte.
"Trevor, freut mich. Hab dich hier noch nie gesehen, auf Durchreise?"
Er hatte strähniges blondes Haar, das er sich zu einem lockeren Pferdeschwanz zurückgebunden hatte. In seinem Gesicht befanden sich unzählige kleine Narben.

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Sa 03 Dez 2016, 10:10

Hope Forlorn zuckte zusammen, als sie unvermittelt von der Tür des Ladens her angesprochen wurde. Sie hatte nicht bemerkt, wie der Mann eingetreten war und sogleich überkamen sie Schuldgefühle, bei ihrem Einkauf erwischt worden zu sein. Dann jedoch rief sie sich wieder ins Gewissen, dass in einer Stadt wie dieser nichts dabei war, dass sie keine Gesetze brach und niemand ihr einen Vorwurf hieraus machen konnte. Und selbst wenn: wer war dieser Mann, dass sie etwas auf seine Meinung geben sollte?
Sie verzichtete darauf, die dargebotene Hand zu ergreifen, auch das Lächeln erwiderte sie nicht, doch als sie antwortete klang ihre Stimme höflich, wenngleich distanzierter, als es sich ein Mann, der so offen und direkt wie dieser war, wohl hätte wünschen können.
"Dr. Forlorn, freischaffende Medizinerin", stellte sie sich vor, "Und ja, auf der Durchreise. Wer sind sie, dass sie sich dafür interessieren, Trevor?" Ganz bewusst hatte sie dabei wieder zum Sie gewechselt. Solange der Mann ein Fremder war, war es besser, ihn nicht zu nahe kommen zu lassen, ganz gleich, wie freundlich er sich gab. Man konnte schließlich nie wissen, welche Leute man in einem Hafen wie diesem traf.

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Sa 03 Dez 2016, 22:12

Als sie ihm ihre Hand nicht reichte, hob er die Seine und fuhr sich damit durch das Haar, wobei er einige lose Haarsträhnen zurückstrich.
"Medizinerin? Hm, da hätte ich auch selbst drauf kommen können ..." Er nickte in die Richtung in die der Kerl verschwunden war. Ebendieser kehrte nun gerade zurück und stellte mit einem kurzen Seitenblick auf Trevor die gewünschten Dinge auf den Tresen, die Hope ihm abkaufen wollte.
"Hey Josh. Hab was für dich."
Trevor hievte seinen Rucksack auf den Tresen und begann darin zu wühlen. Sand rieselte auf den Boden und die Ladenfläche, doch Sand war hier wohl so allgegenwärtig wie Fliegen auf einem Haufen Dung. Niemand schien sich daran grossartig zu stören.
"Wie lange haben Sie vor hier zu bleiben, Doktor? Ärzte schaffen's selten hierher, gäbe einige Leute, die Ihre Hilfe gut gebrauchen könnten. Warum lassen Sie sich nicht von mir zu einem Drink einladen, ich zeig Ihnen die Stadt und wo's Leute hat, die medizinisch unterversorgt sind, na?"

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   So 04 Dez 2016, 10:24

Was wollte dieser Kerl von ihr? Langsam wurde seine aufdringliche Vertrautheit mehr als merkwürdig. Unangenehm. Flirtete er mit ihr? Wollte er sie irgendwo hin locken, in eine Falle womöglich? Oder war dieser kumpelige Ton einfach doch der ganz normale Umgang hier draußen im Nirgendwo?
"Ich denke nicht, dass ich allzu lange hier bleiben werde", erklärte Hope knapp, während sie die Waren, die der Ladenbesitzer ihr bereit gelegt hatte, in diversen Gürteltaschen verstaute, alles dabei noch einmal mit einem knappen Blick musternd und für gut befindend, "Ich bin nicht hier um Arbeit zu suchen oder mich anderweitig zu verdingen. Unser Schiff nimmt nur Ladung auf und fliegt dann weiter. Insofern muss ich höflich ablehnen, auch ihr Angebot eines Getränks." Überhaupt: es war vormittag! Wie kam er darauf, dass sie jetzt schon etwas trinken wollen würde? Oder lag sie mit ihrem Zeitgefühl auf dieser Welt tatsächlich derart daneben? Man konnte nie wissen. "Es sei denn natürlich, es handelt sich bei ihren Fällen um medizinische Notfälle. Dann wäre ich natürlich verpflichtet zu helfen."

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Mo 05 Dez 2016, 00:43

Während sie ihr Geschäft mit Josh fertig abwickelte, packte Trevor kleine Fläschchen, Bündel mit Kräutern, Säckchen mit seltsamen Pulvern drin aus und stapelte sie auf dem Tresen.
"Schade. Man trifft hier recht selten Fremde. Und dann auch noch solche, die auf medizinischer Ebene belesen sind. Nun, was medizinische Notfälle angeht ... Einer Freundin von mir ist vor einer knappen Woche der Arm abgerissen worden. Sie hat es überlebt aber der Stumpf blutet und eitert ziemlich widerlich. Wir hatten glücklicherweise noch ein wenig Medizin aber ich fürchte wenn es so weitergeht wird sie an einer Blutvergiftung sterben."
Er zuckte mit den Schultern.
Josh begann die ganzen Dinge in kleine Kisten zu stapeln und richte Trevor dafür eine Hand voll kleiner undurchsichtiger Beutel, die er in den Rucksack stopfte, den er anschliessend wieder schulterte.
"Falls Sie hungrig sind und was essen möchten, bei Jacko's isst es sich am besten. Da kann man manchmal sogar identifizieren was er da genau gekocht hat." Er zwinkterte.

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Mo 05 Dez 2016, 19:55

Innerlich seufzte Hope auf. War ja klar gewesen, dass es auf sowas raus lief, wenn sie mal so spitzfindig war, nicht auf den nachgestellten Konditionalsatz zu verzichten! Ein abgerissener Arm, der sich aufgrund mangelnder Behandlung entzündet hatte, das fiel ziemlich eindeutig in den Bereich eines medizinischen Notfalls. Und bei einem solchen zu helfen, darauf hatte sie einen Eid geschworen, damals, bei Erhalt ihrer Approbation. Da konnte sie jetzt schwer dahinter zurück stehen. Sicher, sie konnte ihren Eid brechen. Es wäre nicht das erste mal, dass sie soetwas tat. Aber ihr Gewissen würde sie Ewigkeiten plagen. Erneut seufzte sie auf, laut diesmal. Na gut! Was hatte sie schließlich zu verlieren? Sollte der Mann sie nur unter einem Vorfall irgendwohin locken wollen, dann trug sie immer noch ihre P44 bei sich.
"Diese Freundin von ihnen...", ergriff sie das Wort, den abrupten Themenwechsel des Mannes geflissentlich ignorierend, "Wo kann ich sie finden? Ich denke, mein Kapitän wird mich nicht so dringend brauchen, dass ich mir die Verletzung nicht zumindest ansehen kann."

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Mo 05 Dez 2016, 22:24

"Oh .. Sie wollen helfen?"
Er lächelte nun ziemlich breit. "In Ordnung ... am besten ich führe Sie hin, weil sonst verlaufen Sie sich noch .." Er hob seine Hand in Richtung des Verkäufers und schritt dann an Hopes Seite aus dem Laden.
"Ich bin wirklich froh dass Sie uns helfen. Ich hatte mich eigentlich schon von ihr verabschiedet ..." Trevor seufzte tief. "Aber so habe ich doch tatsächlich noch Hoffnung."
Er führte sich durch den kleinen Ort, vorbei an einigen Geschäften, dem einen oder anderen Restaurant und einer kleinen Menge Wohnhäuser. Irgendwann wurden die Gasser enger und verwinkelter, man sah ab und zu einige schmutzige Kinder, streunende Hunde und Katzen.
Schliesslich erreichten sie ein kleines Haus vor dessen Eingang ein Vorhang gegen Fliegen angebracht war. Eine Tür gabs keine. Trevor schob den Vorhang zur Seite. Dahinter kam ein rudimental eingerichtetes Zimmer zum Vorschein. Es war mit einer Kochnische, einigen Kissen und zwei Betten ausgestattet. Zwei kleine Kinder sassen auf einem Bett und lasen in einem Buch. Im anderen Bett sass eine Frau im Schneidersitz, den linken Oberarm dick einbandagiert. Sie selbst war blass, der Schweiss stand ihr auf der Stirn. Als Trevor reinkam hob sie den Blick.
"Oh ... Du bist schon zurück? Und wer ist das da?"

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Di 06 Dez 2016, 08:17

"Mein Name ist Dr. Forlorn", stellte Hope sich vor, dabei wie so oft ihren Doktortitel anstatt des ungeliebten Vornamens nennend. Das war vermutlich auch besser so: diese Frau sah aus wie eine lebende Tote, eingesunkene Gesichtszüge, wächserne Haut, mattes Haar. Da wollte sie ihr nicht auch noch einen Namen nennen, der so wenig zuversichtserweckend klang.
"Trevor hat mir von ihrem Zustand berichtet", erklärte Hope weiter, "Ich habe ihm zugesagt, dass ich mir die Verletzung ansehen und tun werde, was ich tun kann, aber ich möchte für nichts garantieren. Wollen sie mir vielleicht zuerst einmal berichten, wie es zu der Verwundung kam?" Ohne eine Antwort abzuwarten zog sie ihren Kommunikator aus der Tasche, setzte eine kurze Meldung an den Kapitän ab, dass sie sich verspäten würde und sah sich dann im Raum um. Sie erblickte einen niedrigen Tisch, der ihren Bedürfnissen genügen würde, zog ein Skalpell, dass sie in einer Desinfektionslösung am Gürtel trug und legte es darauf.
"Legen sie den Armstumpf bitte auf den Tisch", wies sie die Frau an.

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Di 06 Dez 2016, 14:45

Die Frau rührte sich nicht vom Fleck, die beiden Kinder verstummten ehrfürchtig vor der fremden Person. Die Frau schaute von Hope zu Trevor, ihr Gesichtsausdruck wurde dabei immer düsterer.
Schliesslich wandte sie sich mit bemüht fester Stimme an Hope.
"Dr. Forlorn. Es tut mir wirklich leid, dass Sie vergebens gekommen sind. Trevor hat vergessen zu erwähnen, dass ich nicht genügend Geld besitze, um Sie für Ihre Dienste zu bezahlen."
"Ich bezahle für dich!", schnaufte Trevor.
"Kommt nicht in Frage!" Sie sank auf dem Bett zusammen und blickte zu den beiden Kindern, die sich mittlerweile aneinander festhielten. Trevor setzte sich seufzend zu ihnen.
"Wir werden das Geld irgendwie zusammenkratzen, ja? Lass dir einfach helfen. Wenn ich da draussen draufgehe ..." Er schaute zu den Kindern. "Dann haben sie niemanden mehr."
Er nickte Hope zu.
"Helfen Sie ihr einfach, bitte."

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Sa 10 Dez 2016, 09:14

Nun, das war ja beinahe klar gewesen! Das hier würde wohl zu einem Akt reiner Nächstenliebe werden, kein rascher Zuverdienst. Eine Schande! Hope hatte eine ganze Weile lang als freischaffende Medizinerin praktiziert, ehe sie auf dem Schiff angeheuert hatte und eben solche Fälle behandelt. Gegen Credits, freilich. Es nun einfach so zu tun erschien ihr falsch. Aber ebenso falsch wäre es, diese Frau sterben zu lassen.
"Wir werden einen Weg finden, wie sie sich für meine Hilfe erkenntlich zeigen können", versicherte sie also, sich im Geiste eine Notiz machend, von den kostspieligeren Substanzen aus ihrem Repertoire nur wenn unbedingt nötig Gebrauch zu machen.
"Legen sie den Arm bitte auf den Tisch hier", wiederholte sie, "Oh, und vielleicht sollten wir die Kinder aus dem Raum schicken. Ich bezweifle, dass das hier ein schöner Anblick wird. Und bitte: sagen sie mir, wie sie den Arm verloren haben. Das könnte von Bedeutung für die Behandlung sein."

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Mo 12 Dez 2016, 00:12

Die Dame wirkte noch immer nicht wirklich glücklich mit der Gesamtsituation. Aber Trevor schob bereits die Kinder aus dem Raum in ein Nebenzimmer, wo er auch einige Minuten verblieb.
Die Frau legte währenddessen den Arm auf den Tisch.
"Ich war draussen im Ödland, hab nach Zeug Ausschau gehalten. Auf einem Maschinenfriedhof hab ich mir den Arm eingeklemmt zwischen zwei rostigen Teilen ... Bis wir die Teile weggeschoben hatten, hab ich den Arm nicht mehr gespürt. Er war halb durchtrennt, ich kann mich nicht mehr an alles erinnern, der Blutverlust ..."
Sie biss sich auf die LIppen. "Trevor hat ihn mir dann ganz abgeschnitten, als ich bewusstlos wurde."

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Mo 12 Dez 2016, 18:00

Hope nickte einfach nur bei dieser Erzählung, ihre Miene undurchdringlich. Neutral. Ruhig. Professionell. Aber die Worte beruhigten sie. Hätte die Frau den Arm an eine Bestie verloren, dann wäre die Wunde womöglich vergiftet und würde es wäre schwer, sie überhaupt zum heilen zu bringen. So hingegen klang es vielmehr schlicht danach, als habe sich der unsauber verbundene Stumpf entzündet.
"Bevor ich beginne möchte ich auf eine Sache wert legen", betonte Hope, während sie sich Handschuhe überstreifte und dann mit einigen raschen Schnitten des Skalpells begann, den Verband zu lösen, "Ich übernehme keine Verantwortung für etwaige Folgen meiner Behandlung. Weder für Narbengewebe, noch dafür, dass es eventuell unmöglich wird, ohne größeren Aufwand eine Prothese anzubringen, noch für sonstige Spätfolgen. Ich kann nicht garantieren, dass was ich tue den Arm oder auch nur sie rettet. Aber ich gebe mein Bestes. Uhh!" Bei den letzten Worten hatte sie die letzten Teile der Mullbinden gelöst und darunter den Stumpf freigelegt. Eine eitrige, verfärbte, halb offene Wunde, von der der süßliche Geruch von Verwesung ausging. Es sah wirklich übel aus. Zwei Tage, schätzte Hope, zwei Tage blieben der Frau vielleicht noch, wenn das hier nicht behandelt wurde. Selbst durch ihre Handschuhe durch konnte sie spüren, dass das entzündete Fleisch in ihrem Griff glühte.
"Ok, ich werde die nekrotischen Anteile entfernen müssen. Und einen Teil des gesunden Gewebes ebenfalls", erklärte sie nüchtern, ließ den Arm los und griff sich eine frische Spritze und ein Fläschchen von ihrem Gürtel. "Ich kann sie lokal sedieren, aber das wird trotzdem nicht schön. Sind sie damit einverstanden, dass ich fortfahre?"

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Di 13 Dez 2016, 12:29

Beim Anblick des Stumpfes wurde die Frau noch etwas bleicher. Eine Mischung aus Faszination und Ekel schien sie zu erfassen, denn trotz allem konnte sie den Blick nicht abwenden.
"Ich bin mir nicht sicher ...", gab sie dann zu. "Was wenn die Mühe vergebens war? Wenn ich ... oder Trevor Sie nicht wirklich angemessen bezahlen können und ich dann trotzdem sterben muss?"
Sie seufzte tief. Allerdings schien die Ärztin ja wirklich gewillt zu sein, es zumindest zu versuchen.
"Wenn Sie denken, dass es irgendeinen Sinn ergibt, dann fahren Sie bitte fort. Ansonsten ..." Sie liess den Satz wohl absichtlich offen.

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Mi 14 Dez 2016, 08:18

Wenn es etwas gab, was Hope an dieser Patientin wirklich Sorgen machte, dann war es ihr mangelnder Lebenswille. Aber ansonsten: die Frau mochte geschwächt und der Zustand des Armes bedenklich sein, aber das war nichts, was die moderne Medizin nicht lösen konnte. Hope hatte schon Leute gerettet, denen es entschieden schlimmer ging.
Sie zog die Spritze auf, suchte eine Vene und verabreichte das Betäubungsmittel. Es würde einige Augenblicke dauern, bis es seine Wirkung tun würde, aber nicht lange. Eben lange genug, um alles, was danach folgen musste, vorzubereiten.
"Das hier wird kein schöner Anblick", erklärte Hope während sie ihr Skalpell in einer kleinen Flamme sterilisierte – Feuer war da noch immer die beste Lösung, solange es eine saubere Flamme war – und einen Gurt zum Abklemmen der Blutzufurh vorbereitete, "Sie sollten nicht hinsehen, wenn ich arbeite. Trevor, meinen sie, sie könnten einen Sichtschutz aufbauen? Eine Decke oder ein Kissen vielleicht, das sei dazwischen halten?"

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Mi 14 Dez 2016, 09:22

"Aber natürlich ..."
Trevor strich der Frau mit einer Hand kurz durchs Haar, dann schaute er sich im Raum um. Schliesslich entschied er sich für ein Kissen, das dick genug war, dass es möglichst viel von der Prozedur verstecken konnte. Dann zog er sich zusätzlich einen Stuhl heran, setzte sich neben sie und legte ihr das Kissen ohne Gewicht zu verwenden auf den Arm.
"Schau einfach mich an. Alles wird gut. Wir hatten Glück im Unglück", sagte er. Seine Stimme klang hoffnungsschwanger. "Wenn die Wunde verheilt ist, besorgen wir dir eine anständige Prothese und schon bald wirst du nicht einmal mehr merken, dass etwas fehlt."
Ihr Gesichtsausdruck wechselte von Verstimmt zu wütend und schliesslich sogar zu einem leichten schmunzeln. Sie schien zu begreifen, dass er ihr um jeden Preis Mut machen wollte, egal wie aussichtslos die Lage zumindest für sie schien.

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Mi 14 Dez 2016, 19:38

Was nun folgte war reines, methodisches Handwerk. Metzgerarbeit. Hope verzichtete darauf, unterdessen zu sprechen, arbeitete ruhig, rasch, sauber. Mit der Linken drückte sie den Arm auf die Tischplatte, mit der Rechten führte sie das Skalpell, brachte wenige knappe, routinierte Schnitte an, entfernte Schicht für Schicht das nekrotische Gewebe, Knochensplitter des zerstörten Oberarms und wo nötig entzündetes Fleisch. Sie wusste genau, dass die Betäubung allein nicht alle Unannehmlichkeiten der Operation beseitigen würde. Die Frau musste das Zerren, das Reissen, den Druck spüren, doch sie blieb tapfer, hielt so still, wie man dies von einem Patienten in einer solchen Situation erwarten konnte, schrie nicht, weinte nicht mehr als ein paar stumme Tränen. Schließlich war Hope mit ihrer Arbeit zufrieden. Sie legte das Skalpell beiseite und zog ein Gerät aus einer Gürteltasche, das wie eine überdimensionierte Spritze mit einer Düse statt einer Kanüle wirkte. Mit einer fahl-bläulichen Masse schäumte sie die ganze Wunde aus, überzog das rohe, blutige Gewebe mit einer rasch erstarrenden, luftigen Polymerkruste.
"Der Schaum verschließt die Wunde, schützt sie vor Verunreinigungen und wirkt leicht antibakteriell", erklärte sie, während sie den Injektor wieder verstaute, "Bis in etwa einer Woche wird die Kruste rissig und beginnt dann abzubröckeln. Das sollte dem Fleisch darunter genug Zeit geben, um von selbst zu heilen. Ich empfehle ihnen aber ungeachtet dessen, sich ein entzündungshemmendes Präparat zu besorgen, damit sich der Stumpf unter der Kruste nicht erneut entzündet."
Sie erhob sich, zog schnalzend die Einweghandschuhe von den Händen und warf sie zu den Überresten des Verbandes und den Operationsüberresten auf den Tisch.
"Ich empfehle außerdem, das hier alles zu verbrennen", erklärte sie mit einem Blick auf den unansehnlichen Haufen, "Haben sie hier einen thermischen Mülldecomposer?"

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Do 15 Dez 2016, 00:22

"Ich mach das schon", sagte Trevor. Die Frau schaute etwas unsicher den Stumpf an. Sie hatte sich wirklich wacker geschlagen und auch wenn sie zu Beginn dagegen gewesen war, so schien sie nun ziemlich erleichtert zu sein.
"Haben Sie vielen Dank", murmelte sie. Schwankend erhob sie sich, liess sich von Trevor etwas stützen, zumindest so lange, bis er sah, dass sie offensichtlich Geld herausnehmen wollte. Da drückte er sie zurück auf den Stuhl, nahm seinen eigenen Geldbeutel hervor und reichte Hope Credits in einer Menge, die wohl nicht annähernd reichen würden, um ihre Kosten zu decken.
"Ich habe mir etwas überlegt", sagte er. "Sie haben da heute einige sehr eigenartige Substanzen gekauft. Wie wäre es, wenn Sie sich etwas aus meinem Vorrat aussuchen könnten? Ich habe einige Dinge in meinem Haus ..."
"Die deinen Lebensunterhalt bezahlen sollten", murmelte die Frau.
"Sie hat dein Leben gerettet. Werd ich halt ein paar Tage nicht so viel essen. dAs wird schon."

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Fr 16 Dez 2016, 16:40

Als Hope Trevor ihre Hilfe zugesichert hatte, da hatte sie nicht damit gerechnet, dass dies eine sonderlich lukrative Arbeit werden würde. Sie hatte geholfen, weil es das richtige war zu helfen und weil es innerhalb ihrer Möglichkeiten gewesen war. Sie hätte Trevor und dessen Freundin auch unentgeltlich geholfen. Aber wo er ihr nun einen Lohn anbot, da lag es ihr fern, diesen abzulehnen. Schließlich hatte sie auch Ausgaben gehabt. Sedativa und Wundschaum bezahlten sich nicht von selbst. Sie würde nehmen, was sie kriegen konnte. Da musste man pragmatisch sein.
"Was sind das für Dinge, die sie mir da anbieten können?", fragte sie also mit höflichem Interesse nach.

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   So 18 Dez 2016, 19:12

"Sehr viel Verschiedenes", sagte Trevor ausweichend. "Ich möchte nicht unbedingt allzu laut hier über diese Dinge sprechen. Sie können mich zu meinem Haus begleiten, dann zeig ich Sie Ihnen", meinte er.
Er hob die Schultern.
"Sie haben die Wahl." Er wirkte nicht, als hätte er da irgendeine Art von Diskussion geduldet. Er schulterte auch wieder seinen Rucksack und wandte sich dann an die Frau. "Ich komme später noch einmal vorbei und schaue nach euch. Du solltest dich ins Bett legen, ich werd was zu Essen auftreiben."

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   So 18 Dez 2016, 23:00

Verdammt! Klare Aussagen, wie wäre es mal damit? Hope Forlorn verachtete derlei Herumdruckserei. Wenn er ihr den Kram schon anbot, dann sollte er doch bitte auch mit der Sprache heraus rücken, was er denn so da hatte. Dann könnte sie sagen, ob der Weg zu seiner Hütte sich überhaupt lohnte. Sie wollte es für diesen Trevor hoffen! Aber vorerst beließ sie es bei einer missbilligend in Falten gelegten Stirn und einem skeptischen Blick.
"Gut, gehen sie voran", forderte sie ihn also auf, das Haus ohne einen weiteren Blick auf ihre Patientin verlassend und hinaus in die staubige Mittagshitze der Straßen von Kashir tretend.

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Do 22 Dez 2016, 20:50

Er tat wie sie befahl. Ohne gross Worte an sie zu richten, schritt er die Strasse hinunter. Es war nicht sehr weit bis zu seinem Haus. Einmal die Strasse runter, dann um zwei Häuserblocks und schliesslich zu einem kleinen Häuschen, das eingequetscht zwischen etwas grösseren Gebäuden stand.
Trevor blieb kurz seufzend davor stehen, dann ging er auf eine kleine Kellertür zu, schob sie auf und verschwand hinunter. Unter dem Haus war es angenehm kühl. Hier lagerten offenbar einige Dinge, denn die Regale an den Wänden waren komplett gefüllt mit Kräutern, Flaschen, Dosen und ähnlichen Gefässen. Davon sahen einige nicht gerade legal aus, einiges davon war mit Namen beschriftet, die auf den ersten Blick harmlos klangen, doch Kenner wussten, was für Substanzen sich dahinter verbargen.
"Falls Sie Interesse an Sedativa haben ... Die stehen da hinten", meinte Trevor. "Da sind die Gifte und die Halluzigene ..."

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BeitragThema: Re: Into the wild (RPG)   Sa 24 Dez 2016, 13:58

Die Sammlung war in der Tat beeindruckend. Beeindruckend und bis zu einem gewissen Grad beängstigend. Hope war augenblicklich klar, dass sie Trevor besser nicht fragte, warum er dererlei Dinge hortete. Dies hier war ein Ort, den man am besten mit Diskretion betrat.
"Danke schön...", nahm sie sein Angebot an und begann sich umzusehen. Allein. Trevor ließ sie an der Treppe stehen, ignorierte ihn komplett während sie zwischen den Regalen umher streifte. Vieles, was sich dort fand, war gewöhnlich, aber einige der Substanzen erregten doch ihre Aufmerksamkeit. Wie war er hier, auf diesem Planeten, an solche Mittel gelangt?
"Ich würde diese beiden hier nehmen, wenn es recht ist", erklärte sie schließlich, mit zwei Fläschchen auf Trevor zu tretend und diese in die Höhe haltend. Blutkarpfengalle, besagte die Beschriftung des einen, Alviola Verta die andere, erstere eine halluzinogene Substanz, welche bei primitiven, indigenen Völkern Anwendung fand, anderes die stark toxischen getrockneten Blüten einer Pflanze von den Welten des Zwielichtgürtels. Für beides würde sie Anwendung finden können.
"Das ist ihnen das Leben ihrer Freundin doch sicherlich wert", fügte sie hinzu, den winzigsten Funken eines süffisanzen Grinsens auf den Zügen. Sie musste hier schließlich auch auf ihre Kosten kommen.

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