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 Disorder - MSG

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Nanoteh
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BeitragThema: Disorder - MSG   Sa 04 Nov 2017, 19:39

Das Kristallglas in ihrer Hand wurde leise knisternd immer weiter von einer feinen Schicht aus beständigem Frost überzogen, es versicherte den dunkelroten Inhalt auf beständig niedriger Temperatur zu halten. Vaessa schlenderte währenddessen durch ihr geräumiges Schlafgemach, vorbei an ihrem großen Himmelbett in Richtung des offenen Balkones. Nun... im Grunde war es nicht immer ihr Schlafgemach gewesen und auch nicht immer ihr Bett... Es war eigentlich ja nicht einmal ihr Anwesen. Der überaus freundliche Vorbesitzer hatte es ihr überlassen, nun... zumindest nachdem er es ihr nach seinem Tod überlassen hatte. Er war doch tatsächlich hier noch umher gewandert bei Vaessas Ankunft, wenn auch leblos und an verschiedenen Stellen angebissen. Die verstorbene Dienerschaft des Adeligen hatte die Schwarzmagierin jedoch so belassen, sie gehörten schließlich nach der Übernahme jenes Anwesens ihr... oder etwa nicht? Auch wenn sie ihr keine Wünsche von den Lippen ablasen und stöhnend durch die Gänge schlurften... Gutes Personal zu finden wäre in jenen Zeiten innerhalb Lichterhalls wohl schwierig.
Vaessa kicherte kurz in sich hinein... Immerhin war das Anwesen ansonsten generell in sehr gutem Zustand, zumindest das Beste was sie in jenem Teil der Stadt hatte finden können. Nur ein klein wenig wegen dem Weinkeller... und nur ein ganz kleines bisschen wegen dem traumhaft schönen Himmelbett. Särge... pah... lächerliche Klischees.
Auf dem Balkon angekommen schaute Vaessa erst einmal empor gen Himmelszelt, die konstante und dunkle Wolkendecke hatte sich erneut nicht verändert.
Es störte die Vampirin nicht weiter, kaum Einschränkungen wann man vor die Tür gehen konnte... kaum Menschen welche sie belästigten und unzählige Dinge welche es zu erforschen galt. Es war ein Paradies...
Sie stellte nach einem Schluck das gefrorene Glas auf dem Geländer aus festem Stein ab, bevor sie kurz ihre Stimme hob. "Ein wunderschönen guten Morgen wünsche ich, Volk von Lichterhall...", sprach sie von einem Schmunzeln begleitet. Unter ihren Füßen herrschte dabei reges Treiben... ziellos streiften die toten Körper umher, nur wartend auf einen Impuls der ihre niedersten Instinkte wecken könnte.
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Grim
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Sa 04 Nov 2017, 21:21

Das war es nun also. Ollim war tot, daran gab es nichts zu rütteln. Es gab keinen Grund für Damion, den Bericht anzuzweifeln. Den Jägern in die Arme gelaufen und während seine Gefährten die Beine in die Hand genommen hatten, hatte er den Helden spielen müssen. Natürlich! Schließlich war er Ollim gewesen. Ein Held, wie er nun eben im Buche stand. Und was für einer! Er war ein großartiger Partner gewesen. Genau das, was Damion damals gesucht hatte, als er vor vier Monaten erstmalig nach Lichterhall gekommen war. Groß und kräftig, vollkommen furchtlos und vor allem beseelt von dem, was man landläufig Heldenmut nannte – Damion hätte es wohl je nach Laune eher als Tollkühnheit bis Dummheit bezeichnet. Aber Ollim war genau das gewesen, was er für seine Geschichten brauchte. Ein Narr, der auf Heldentaten auszog. Sie waren ein gutes Gespann gewesen. Ollim, der sich mit der Klinge in der Hand und voll Todesverachtung gegen alles geworfen hatte, das er als 'Böse' identifiziert hatte und Damion, der sich im Hintergrund hielt, klammheimlich die Wertsachen einstrich, über die sie in den Ruinen stolperten und dann zurück in der Taverne Ollims Heldentaten in den glühendsten Worten schilderte – während dieser sich den letzten Rest Verstand versoff. Und wenn ihm ein Mädchen im Publikum gefiel, dann hatte Damion die Tatsachen ein wenig verdreht, sodass letztendlich er zum wahren Held ihrer Abenteuer wurde. Ollim hatte sich nicht daran gestört, der war bis dahin meist eh bewusstlos zusammen gesunken.
Aber das war jetzt vorbei. Ollim war tot. Und Damion vermutlich nur deshalb noch am Leben, weil er lieber diese blonde Bogenschützin getröstet hatte, die ihre Schwester an die Reisser verloren hatte, als mit Ollim los zu ziehen, als die beiden Halbstarken in die Taverne gestürmt waren und von dem unerforschten Keller erzählt hatten. Jetzt hätte er selbst ein wenig Trost gebrauchen können. Nicht, dass er Ollim sonderlich nahe gestanden hätte, aber dass er jetzt weg sein sollte, ging ihm näher, als er es sich vorgestellt hatte. Für eine ganze Weile saß er auf dem Rand des ausgetrockneten Brunnens, starrte ins Nichts und bließ Trübsal. Und dann riss er sich zusammen. Verdammt, er würde hier nicht zum Trauerkloß werden, nur weil dieser Hornochse sich hatte niederstechen lassen! Wenn nicht mit Ollim, dann eben mit jemand anderem! Wenn es eines gab, woran es in Lichterhall nicht mangelte, dann waren es Möchtegernhelden. Konnte nicht so schwer werden, Ersatz zu finden. Ach was, jemand besseren! Jemanden, den er zu einem richtigen, weitbekannten Helden aufbauen konnte. Einfach eimal in den 'Roten Mond' und sich anschauen, was das Glück wieder so in die Stadt gespült hatte! Und wenn sich niemand finden sollte, dann würde er eben stattdessen Shali gegenüber den Todunglücklichen spielen und sich nach ihrer Schicht von ihr trösten lassen.

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Zaiyel

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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   So 05 Nov 2017, 14:53

Endlich! Nach der monatelangen Reise stand Silas nun vor den ersten Häusern Lichterhalls. Sechs Monate, die es nun her war, dass er mit seinem Bruder Andras gegen Sharak kar'Morog gekämpft hatte. Sechs Monate, seit er seinen Bruder verloren hatte. Wut stieg in dem Kopfgeldjäger hoch und die Narbe, die sich durch sein Gesicht zog erinnerte sich an den Schmerz. Das alles kam ihm vor, als wäre es erst gestern geschehen. Als hätte er nicht einen Monat seine Wunde auskuriert, das Falidrim-Gebirge überquert und seinen Weg durch Wald und Sumpf gekämpft. Als wäre alles, was seither passiert ist, bedeutungslos.
Er atmete tief durch. Es ging vorwärts. Sharak würde für das bezahlen, was er ihm angetan hatte. Es war nicht mehr ein erträglicher Auftrag, von nun an war es persönlich. Doch Silas wusste, dass er selbst keine Chance hatte, den Ork zu besiegen. Nicht in seinem momentanen Zustand. Er brauchte etwas ... mächtiges. Und er war sich sicher, dass hier, in seiner zerstörten Heimat etwas derartiges zu finden sei.
Dennoch schmerzte es ihn, die Stadt so heruntergekommen zu sehen. Er und sein Bruder waren kurz nach dem Zusammenbruch hergekommen, da sie vom Ereignis gehört hatten. Silas war sich nicht sicher, was er erwartet hatte, doch alles, was er gesehen hatte, war Leid und Elend. Ein dunkler Schatten hatte die Stadt verschlungen und nur einen traurigen Rest ihres Daseins zurückgelassen. Er hatte die Stadt aufgeben, ihr den Rücken gewand und gedacht, er würde nie mehr herkommen.
Und nun stand er hier. Rang noch mit sich, ob er es wirklich durchziehen wollte. Der Halbelf strich sich über die Narbe. Natürlich war es das Risiko wert! Der Gedanke entfachte wieder das Feuer in seinem Inneren und er bewegte sich durch die Strasse zum 'Roten Mond'. Energisch stiess er die Tür zu der Taverne auf. Die Schankmaid und ein paar wenige Gäste schauten zu dem Reisenden auf, der sich direkt an den nächsten freien Tisch setzte und mit einer Handgeste der Bedienung zu verstehen gab, dass er gerne etwas zu Trinken hätte.
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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   So 05 Nov 2017, 18:06

Lichterhall.
Eine Stadt voller Abenteuer, Magie und Schätzen.
So hatte es ihm ein betrunkener Abenteurer erzählt.
Eine Stadt des Todes, des Leids und der Gefahr.
Das hatte ein verstümmelter Bettler gesagt.
Firden hielt es für sinnvoller, sich sein eigenes Bild zu machen, auch wenn er glaubte, dass in beiden Erzählungen Wahrheit steckte. Es klang vielversprechend, aber er würde aufmerksam sein müssen. Blindlings in die Stadt zu reiten würde vermutlich seinen Tod bedeuten. Selbst wenn die Geschichten um die Wesen, die sich in der Stadt herumtreiben mochten, nur Legenden waren, würde es sicher auch Schatzsucher geben, die einen Fremden lieber töteten, als ihre mögliche Beute zu teilen.
Dies ging dem Prinzen durch den Kopf, als er in der Ferne die ersten Zeichen der Ruinenstadt Lichterhall erblickte. Seine Stute trug in gehorsam voran, auch wenn das gelegentliche Zucken der Ohren verriet, dass das Pferd der Stadt mit Unbehagen entgegensah. Firden hatte früh gelernt, das Tiere über mehr Sinne zu verfügen schienen, als Menschen. Vermutlich die Entschädigung der Natur für die kürzere Lebensdauer, die sie hatten. Beruhigend klopfte er dem Pferd den Hals, der ungewohnt frei lag. Er hatte die Schabracke, sowie jeden anderen überflüssigen Zierrat verkauft, nachdem er festgestellt hatte, dass die Leute ihn mieden. Lediglich seinen Schild mit seinem Wappen hatte er behalten, da dieser in erster Linie einen praktischen Nutzen erfüllte. Tatsächlich bedachte man ihn danach zwar noch immer mit nicht immer wohlwollenden Blicken und er zog Aufmerksamkeit auf sich, bedachte man seine Waffen, die er mit sich führte, doch im Allgemeinen schienen die Bürger ihn mehr als einen der Ihren zu sehen.
Er hatte trotzdem keine Reisegruppe gefunden. Zu oft traf er auf Gruppen, die lieber niemanden mehr mitnehmen wollten, da jeder weitere Abenteurer weniger Gewinn bedeutete, aber nicht genug zur Gruppe beitragen würde, um den Gewinnverlust wett zu machen. Also hatte Firden beschlossen, alleine die Stadt aufzusuchen. Sicher würde er vor Ort eine Gruppe finden, die seine Fähigkeiten gebrauchen konnte. In seichtem Trab näherte er sich der Stadt also, die Augen offen haltend nach Anderen Leuten, ganz gleich ob sie freundlicher oder feindlicher Natur sein mochten.

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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   So 05 Nov 2017, 21:55

Es war wahrlich ein weiterer schöner Tag in dieser wundervollen Stadt... Vaessa führte mittlerweile sogar ernsthafte Überlegungen ihren Hauptwohnsitz hier umfassend auszubauen. Aus einem Gerücht welches sie aufgeschnappt hatte, dabei hatte sie zu Beginn nicht sonderlich viel davon gehalten, war mittlerweile wohl eine ihrer besten Entscheidungen geworden. Lichterhall war wie geschaffen für sie... abgesehen von den magischen Interferenzen. Geringfügige Problematiken im Vergleich zu den zahlreichen Vorteilen.
Sie war hier relativ nahe am Zentrum der Stadt, zumindest war es eine gute Ausgangsposition für ihre Forschungen... Die Ethrean... vermutlich hatten sie ihr eigenes Verderben verdient, so leichtsinnig wie sie hier herumgepfuscht hatten. Was den Rest der Stadt betraf... beachtlicher Kollateralschaden.
Sei es darum, bis jetzt genoss Vaessa jedoch die Abgeschiedenheit und die Vorteile ihres neuen Zuhauses. Sie war etwas hin und her gerissen, ob sie die nächsten Tage ihre Aufzeichnungen fortsetzen oder aber das Anwesen hier weiter in Augenschein nehmen sollte. Die nahezu vollständig verwesten Leichen unten am großen Esstisch... es war zwar ein schaurig schönes Bild, beinahe schon würdig eines prachtvollen Gemäldes, jedoch kein wirklicher Dauerzustand. Anstrengend... Personal dafür wäre schwierig zu bekommen.
Sie setzte sich auf das Geländer und stellte ihr Kristallglas erneut darauf ab, ihr Blick lag dabei etwas entfernt auf dem dunkel verhangenen Horizont. Was sie wohl eher inspirieren würde...?
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Mali
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Mo 06 Nov 2017, 18:40

Lichterhall. Die Stadt, die Abenteurer anzog. Varosh hatte schon mehrere kommen und gehen sehen, die Taverne als Ziel. Unbeweglich wie eine Statue stand er im Schatten und beobachtete die Abenteurer. Am Brunnen saß ein Bunt gekleideter Mann, der anscheinend trübsal blies. Varosh lächelte leucht. Diese Menschen waren so emotional. Auch die meisten anderen Völker waren so . Es faszinierte ihn immer wieder. Ruhig trat er aus dem Schatten heraus. Näher an den Mann heran , ihn nicht aus den Augen lassend. Seine Bewegungen waren geschmeidig, nur sein schwert klapperte leicht in der Rückenscheide. "Seid gegrüsst," sprach er den Mann an. Er setzte sein freundlichstes Lächeln auf, um den mann nicht zu verschrecken.
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Mo 06 Nov 2017, 19:39

Seit mehreren Tagen schon schlich Tryn um die Stadt Lichterhall herum, machte sich ein Bild von dem Aufbau der Stadt, von den Zu- und Eingängen. Natürlich, es hab Karten der Stadt, aber er machte sich lieber selber ein Bild davon, wo er sich am besten in der Stadt aufhalten könnte. Inzwischen war er im Südwesten angekommen und streifte durch die Straßen.
Die Kapuze auf dem Kopf steckte er die selbstgezeichnete Karte wieder an seinen Gürtel. Er wollte nicht auffallen, wollte er nie. Tryn huschte in die nächste Ecke rein, sprang dort auf ein paar gestapelte Kisten und von dort aus auf das nächste Dach. So hatte er es bis jetzt immer gemacht. Sich den höchstmöglichen Punkt in der Stadt suchen und sich einen Überblick verschaffen. Er setzte sich an einen schon großteils zerstörten Schornstein und ließ den Blick schweifen. Für ihn war es hier wie in einer kleinen Box, in die viel zu viele Dinge gestopft worden waren. Die Menschen und anderen Wesen drängelten sich durch die Straßen, stießen gegeneinander und huschten so schnell sie konnten von der einen in die andere Ecke, ohne dabei zu bemerken, wie sie von einem Dieb beklaut worden. Das schlimmste für ihn allerdings war der Geruch. Keine frische Waldluft, sondern eher verpestet durch das ganze Herumliegen von Abfällen und allem anderen, was er nicht genauer beziffern wollte. Für ihn schrie die ganze Stadt nach Tod, Verderben und nach keinem Ort, an dem man freiwillig lange bleiben wollen würde. Aber, er hatte sich entschieden, nicht ohne Artefakt wieder zu seiner Familie zurückzukehren, also würde er das Ganze auch durchziehen. Nur nach vorne, nicht zurück.
Er holte seinen Stift hervor, den er immer bei sich trug und fing an, seine Karte zu erweitern, um so viele Häuser und Ecken, wie er sehen konnte.
Nachdem er fertig war, glitt sein Blick zu dem Haus gegenüber. 'Roten Mond' stand dort auf dem Schild. Wahrscheinlich eine Taverne, in der es Speiß und Trank gab, für diejenigen, die es sich leisten konnten. Tryn gehörte nicht dazu.
Er blieb also auf seinem Platz und schaute dem geschäftigen Treiber unter ihm zu, immer noch in dem Versuch, denn Sinn dahinter zu verstehen.
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Grim
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Di 07 Nov 2017, 21:46

Unwillkürlich lief Damion ein kalter Schauer den Rücken hinab. Ein Elf. Und was für einer! Damion mochte keine Elfen. Elfen waren unheimlich. Sie waren unnatürlich. Unnatürlich schön, unnatürlich geschickt, unnatürlich lautlos. Und dabei vollkommen weltfremd, allgemein unfähig, sich in ein normales, zivilisiertes Gefüge zu... nun... fügen. All das machte normale Elfen bereits unheimlich. Dieser hier jedoch war noch einmal ein ganz anderer Schlag: graue Haut, weißes Haar, harte, grausame Gesichtszüge und durch und durch martialische Aufmachung. Wenn solche Leute den Ort betraten, dann scheuchte man gemeinhin die Kinder ins Haus und verrammelte die Türen. Anständiges Volk hielt sich von Leuten wie diesem Elfen fern.
Aber das hier waren die Außenbezirke von Lichterhall. Hier gab es kein anständiges Volk und Damion wäre ein schlechter Abenteurer gewesen, wenn er sich vom Auftritt des Fremden allein hätte einschüchtern lassen. Für einen Moment dominierte das Unwohlsein, dann jedoch übernahm kecke Tollkühnheit und er sah allein noch die Chancen, die dieser Mann bot: ein mysteriöser, bis an die Zähne bewaffneter Elf hatte sicherlich die eine oder andere verwertbare Geschichte auf Lager. Es wäre ja wohl gelacht, wenn sich aus dem Kerl nicht irgendwie Profit – welcher Art auch immer! – schlagen ließe.
"Und ihr ebenso, Reisender", antwortete Damion, vom Brunnenrand aufspringend und dabei den Schwermut aus seinem Gesicht wischend. Ein charmantes, zähneblitzendes Grinsen trat an dessen Stelle. "Mein Name ist Damion. Was führt euch in diese götterverlassene Stadt? Und was kann meine Wenigkeit für einen Herrn wie euch tun?"

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Mali
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Mi 08 Nov 2017, 16:57

Varosh betrachtete den jungen Mann aufmerksam. Eben sah er noch recht betrübt aus und jetzt wirkte er heiter , fast aufgekratzt.
"Mein name lautet Varosh Iskanderion von Ysenloh. Ich bin seid kurzem in diesem Land , auf der suche nach seltenen Sachen für meine Illharess. Vielleicht habt ihr ja von meiner Heimatstadt Hitam Kohatu gehört," sprach der Elf mit einer samtig weichen stimme.
Riechen tat der Elf nach Fliederbeere , Leder und noch anderen Gerüchen. Sein Aussehen war recht gepflegt , aber auch wild und Rauh.
Ein Ohrring prankte am rechten Ohr, und auch die Nase hatte einen kleinen glitzerstein.
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Mi 08 Nov 2017, 20:05

Kaum ein Wort von dem, was der Elf von sich gab, ergab Sinn für Damion. Der Name klang bizarr, von der Heimatstadt hatte er noch nie gehört und was zum Teufel eine Illharess war wollte er gar nicht erst wissen. Seinem freundlichen Lächeln tat dies jedoch keinen Abbruch. Er würde sich nichts anmerken lassen.
"Dann seid ihr also eine weitere verlorene Seele hier in den Gassen von Lichterhall", schlussfolgerte er, auf die Frage nach der Heimatstadt des Elfen gar nicht erst eingehend, "Ein weiterer Abenteurer, der sein Glück in diesen verfluchten Ruinen sucht. Ich habe unzählige Euresgleichen kommen gesehen. Die meisten von ihnen sind nicht mehr. Ihr mögt euch wie ein großer Held vorkommen, mit all dem Stahl am Leib, aber lasst euch gesagt sein: wenn ihr allein hinter die Mauern aufbrecht, ohne einen ortskundigen Führer, dann seid ihr so gut wie tot. Jeder braucht Gefährten in einer Hölle wie dieser. Und ich kenne genau den richtigen Ort, an dem ihr solche finden könnt. Folgt mir!"
Leichtfüßig schlug er den Weg zum 'Roten Mond' ein, den er ohnehin hatte nehmen wollen. Er war sich noch nicht ganz sicher, wie er aus diesem finster aussehenden Elfen Gewinn würde schlagen können, aber er war zuversichtlich, dass ihm im Lauf des Abends noch etwas einfallen würde, um den Kerl auszunehmen.

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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Mi 08 Nov 2017, 22:45

Den Weg, bis er die Stadt tatsächlich erreichte, nutzte Firden, um sich zu überlegen, wie er seine Suche gestalten wollte. Zunächst, hatte er sich überlegt, würde er von Süden aus ein Stück in die Stadt vordringen, um erste Erkundungen durchzuführen, bevor er sich nach Südwesten wandte. Erzählungen zufolge gab es dort tatsächlich ein Gasthaus für Abenteurer. Vielleicht fand er dort sogar eine Möglichkeit, seine Stute unterzustellen.
Von Süden aus in die Stadt vorzudringen bedeutete zwar, dass er die Stadt halb umreiten musste, aber es war angeblich auch der beste Eingang, wenn man nicht zuerst an dem Gasthaus vorbei reiten und damit Aufmerksamkeit erregen wollte. Zumindest hatte man das gesagt, als er trotz Warnungen darauf bestand, zuerst alleine in die Stadt zu reiten. Er hatte sein Pferd, ein Vorteil, den sich viele Andere Abenteurer wohl kaum leisten konnten. Und bis er den südlichen Eingang erreichte, hätte er noch Gelegenheit, sich ein erstes Bild von dieser wundersamen Stadt zu machen.

Die Stadt war größer, als er angenommen hatte, aber voller Zuversicht hatte Firden den Süden endlich erreicht und nun lenkte er sein Pferd hinein. Sein erster Eindruck war das, was er vermutet hatte: Leere, verlassene Straßen, aber, wohl bedingt durch den dunklen, sonnenlosen Himmel, dennoch ein bedrückendes Gefühl. Aufmerksam behielt er die Umgebung im Auge, während er versuchte ruhig zu bleiben. Das Ross, auf dem er saß, würde es spüren, wenn er unruhig würde. Diese Tiere waren empfindsam und zumindest die Pferde aus dieser Zucht waren darauf trainiert, auf ihren Reiter zu vertrauen.
Schließlich bemerkte er, wovor ihn so viele Reisende, die er gefragt hatte, gewarnt hatten. Eine der Kreaturenarten, die das Unglück von Lichterhall hervor gebracht hatte. Und vermutlich eine der gruseligsten, die er hatte finden können: Verfaulende Gliedmaße und ein Geruch, gegen den die meisten Bettler wie in Rosenwasser gebadet dufteten. Zwei wandelnde Tote. Oder kurz Wandler, wie er erfahren hatte. Ein Schauer lief dem Prinzen über den Rücken und sein Pferde machte einen Satz, als die Kreaturen sich bewegten. Empfindsames Tier.
"Ganz ruhig", redete er dem unruhig gewordenen Pferd zu. "Das sind nur zwei, vor denen können wir leicht abhauen."
Vielleicht sagte er das auch, um sich selbst zu beruhigen. Auf jeden Fall behielt er Recht, denn die Wandler kamen dem Pferd trotz eines gemächlichen Tempos nicht hinterher. Dennoch behielt Firden die Umgebung weiter im Auge. Und so entging ihm auch nicht das Blitzen, das aus einem der Häuser zu kommen schien. Dort, aus dem Fenster im zweiten Stock? Vielleicht ein Artefakt? Hoffnungsvoll trieb er sein Pferd an, dass sie fast widerwillig in Bewegung setzte und die Straße entlang trabte. Auf eine Seitenstraße zu, in der sich der Eingang des Hauses befinden musste.
Und stand vor einer weiteren, größeren Gruppe Wandler. Verdammt. Die Stute stieg, reagierte aber noch auf die Zügel, mit denen er sie herum riss. Nur, um festzustellen, dass der Rückweg mit weiteren Wandlern versperrt war. Verflucht. Blieb nur noch ein weg, den Firden lieber vermieden hätte. Weiter in das Innere der Stadt und hoffen, dass er einen Weg zurück fand. Ansonsten wäre sein Ausflug nach Lichterhall enttäuschend kurz...
Alternativ... könnte er auch... grimmig betrachtete er die Wandler. Wenn er aufpasste... Vielleicht würde er sie besiegen können. Entschlossen zog er seinen Speer, und lenkte sein Pferd ein Stück von den Wandlern weg. Reichweite war mit dieser Waffe seine größte Stärke, neben der Schnelligkeit seines Pferdes.

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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Mi 08 Nov 2017, 23:06

Relativ ereignislos... so waren die meisten Tage hier. Ab und an ein entfernter Schrei... Schwer zu sagen ob eine Kreatur oder aber ein Artefaktjäger der gerade in Stücke gerissen wurde. Vaessa malte sich ab und an in ihrer Fantasie aus was passierte, auf plastischste Art und Weise. Sie liebte diese Details...
Eine Bewegung erregte schließlich ihre Aufmerksamkeit, nicht jene der Wandler, diese war sie bereits mehr als nur gewohnt. Eher die Straße hinab... Vaessa musste an das andere Ende des Balkones wandern um einen halbwegs akzeptablen Blick auf die Geschehnisse zu erhaschen, es wich zumindest etwas ab von den gewohnten Ereignissen.
Jemand auf einem Pferd... wer reitete dermaßen weit in die Stadt hinein? Amateur... Es bedeutete ein sicheres Ende für das Tier, vermutlich auch für den Reiter. Lichterhall erforderte es leicht zu reisen, mit wenig Gepäck um agil zu bleiben. Er war bereits von einigen Wandlern umringt, es schien also gerade erst amüsant zu werden.
Ein derartiges Schauspiel so früh am Morgen, wer hätte das gedacht...? Vaessa setzte sich mit ihrem Glas in der Rechten auf das steinerne Geländer und behielt das Spektakel im Auge. Sie wollte es sicherlich nicht verpassen wenn der Reiter in Fetzen gerissen wurde.

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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Do 09 Nov 2017, 16:26

Varosh folgte brummelnd dem bunt gekleideten Mann. Wofür hielt dieser Mann ihn? Für einen Anfänger? "Ihr kennt euch also hier aus, ja?", fragte er interessiert. In der Taverne saßen einige Abenteurer beieinander und unterhielten sich, doch als der Dunkelelf eintrat blickten sie für einen kurzen moment auf und starrten ihn an. Doch das interessierte Varosh nicht. "Seid ihr ein Wandernder Sänger und Geschichtenerzähler?", wollte er dann noch wissen.
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Do 09 Nov 2017, 21:43

Kurz nachdem Silas sich gesetzt hatte, brachte ihm die Schankmaid sein Bier. Eine längere Strähne ihres goldblonden Haares fiel ihr verspielt ins Dekolleté, welches seinen Blick fesselte. Er widerstand dem Drang, die Strähne beiseite zu streichen, wo sie sich doch so nah in Reichweite befand. Stattdessen bedankte er sich für das Getränk und gab ihr ein paar Münzen, welche etwas mehr wert waren, als er für das Bier hätte zahlen müssen. Ein bezauberndes Lächeln stahl sich auf ihr hübsches Gesicht, als sie ging und sie drehte sich kurz mit einem Zwinkern zu ihm um: "Ich bin Shali", verriet sie ihm ihren Namen.
Während er dann den Alkohol genoss, überlegte er, dass sie vermutlich genau das Trinkgeld abzielte mit ihrem Auftritt. Beeindruckt von ihrer Selbstbewusstheit beobachtete er die junge Frau von seinem Tisch aus, während sie andere Gäste bediente. Diese schienen hauptsächlich auch Abenteurer zu sein, manche als feste Gruppen auftretend, andere sich gerade zusammen schliessend, doch keiner erschien ihm wirklich interessant zu sein. Junge Sprösslinge voller Hoffnung und ohne einen Schimmer, wie schrecklich das Leben sein konnte. Das war nicht die Art Abenteurer, nach dem er Ausschau hielt. Er wusste, dass er kein so eingearbeitetes Team wie mit seinem Bruder bilden konnte, schon gar nicht in so kurzer Zeit, aber wenigstens ein oder zwei Männer, die einem den Rücken freihalten konnten müssten wohl aufzufinden sein.
In dem Moment betraten zwei weitere Männer die Taverne und Silas blickte auf. Erstaunt darüber, dass es ein Dunkelelf war, der hierher gefunden hatte, starrte er vermutlich genauso wie alle anderen in diesem Raum. Noch verwirrender fand er jedoch die Tatsache, dass er an der Seite eines bunt gekleideten Menschen eintrat. Einen Barden hatte er noch weniger erwartet. Entweder war er besonders mutig, oder besonders dämlich.
Wie auch immer, da ansonsten nur wenig Platz im Schankraum war, bot der Halbelf den Neuankömmlingen an, sich zu ihm setzen. Vor allem der Dunkelelf könnte ineressant werden.
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Fr 10 Nov 2017, 16:00

"Was hat mich verraten?", gab Damion sich unschuldig und nahm dabei seine Laute vom Rücken, welche dort mit einem schmalen Ledergurt quer über die Brust geschnallt war. Die Geste eines weiteren Gasts, an dessen Tisch sich noch freie Plätze befanden, sich zu setzen, geflissentlich ignorierend ging er zielstrebig auf Shali zu, grüßte sie mit einem flüchtigen Kuss auf die Wange und sprang dann ungefragt auf den Tresen, wo er sich mit überschlagenen Beinen niederließ. Scheinbar gedankenverloren begann er, sein Instrument zu stimmen, wobei er jedoch immer wieder zu seinem unheimlichen Begleiter hinüber blickte, gespannt abwartend, was dieser tun würde.

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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Fr 10 Nov 2017, 22:33

4 Stunden zuvor:

In den frühesten der Morgenstunden sammelte sich neben der Taverne "Roter Mond" eine Gruppe von Artefaktjägern.
Der Elf Felynir, ein Magier und wenn es nach ihm ginge einer der besten, war hoch gewachsen und dünn. Mit seinen 1,90m war er auch zugleich der größte in seiner Gruppe. Sein Haar war lang und weiß, seine Haut  blass. In der Hand hielt er einen aus Ebenholz gefertigten Stab. Sein Körper war von einer langen, grauen Robe bedeckt, dessen Kapuze sein halbes Gesicht verbarg. Mit ihm war noch ein Magier in weißer Kleidung. Er trug einen Rucksack mit sich herum voller Bandagen und Heilkräutern. Die anderen 5 Personen waren eine Mixtur aus Bogenschütze, Soldat und ... irgendetwas was sich nicht klar definieren ließ. Nein, doch. Wenn man sich den vergleichsweise jungen Burschen genau ansah so war er mehr eine Art Packesel, bespickt mit einem alten, halb stumpfen Schwert. Der Junge war gerade mal 19 Jahre alt und kam hier her um sich etwas Geld von den Abenteurern zu verdienen. Meist waren sie ungehobelte Personen, doch solange sie ihn bezahlten konnte er es noch ertragen.
"Na los ihr Spatzen! Holen wir uns die Schätze!", rief Felynir. Auf sein geheiß zogen sie los.


1 1/2 Stunde zuvor:

Die Gruppe schlenderte durch die Gassen der Stadt. Immer wachsam, dass ja kein Wandler sie überfiel und immer auf der Suche nach irgendetwas wertvollem.
Dich zusammen gedrängt marschierte die Gruppe, den Heiler in der Mitte, da sein Überleben die Sicherheit aller gewährleistete. Der Junge hingegen musste ihnen den Rücken decken während Felynir voraus ging. Doch dann bremste er die Gruppe aus mit einem Handzeichen zum Stillstand. Die Hand zum Mund führend mit einem leisen "Sssssch". Er versuchte sich zu konzentrieren, in die morgendliche Dunkelheit zu horchen. Um sie herum pfiff der Wind, welcher Dächer und Dielen knarren ließ. Von irgendwo hörte er etwas schleifen. Als wenn jemand Metall über den Boden zog. Wahrscheinlich nur ein Wandler, der vorher ein Artefaktjäger oder so war und jetzt nicht mehr richtig gehen konnte. Wahrscheinlich schliff deswegen das Schwert über das Pflaster der Stadt. Er entspannte sich wieder und machte sich wieder daran weiter zu gehen als ein riesiger Hammer auf ihn zu geflogen kam, ihn traf und samt der beiden Personen hinter ihm aus der Bahn warf. Die Wucht und das Gewicht dieser Waffe zerschmetterten seinen  Körper in einem zug, während die Mitgeschädigten lediglich durch die Wucht des Aufpralls zu Boden geworfen wurden. Schnell rappelten sich die beiden wieder unter Schmerzen auf, während sie den vom Hammer zerschmetterten Felynir nachsahen. Der Schock saß tief und noch wusste keiner was genau hier vor sich ging.
Doch sie sollten ihre Antwort schnell bekommen, als schwere Schritte auf sie zu kamen. Eine große, wandelnde Rüstung trat aus der Dunkelheit hervor. Allein die Größe und die dunkle Farbe des Metalls ließen die Gruppen erstarren. Dennoch zogen sie zitternd ihre Waffen  und richteten sie auf dieRüstung. Der Schütze griff zu seinem Bogen und legte einen Pfeil auf. Kaum den Bogen gespannt und die Sehne gelöst, flog der Pfeil auch schon am Ziel vorbei. Zu nervös war der Schütze. Kaum war es passiert, bewegte sich die bollwerkartige Gestalt schneller auf sie zu. Einer der Soldaten lief auf ihn zu und holte mit dem Schwert aus. Doch bei der geringen Reichweite die er jetzt zu seinem Gegenüber hatte, wurde er stattdessen am Kopf gepackt und ausgebremst.
"Zu kurz die Arme?", fragte eine tiefe Stimme, welche durch den Helm mehr hallend ertönte. Direkt danach riss Roland  den Arm beiseite und warf den Mann beiseite. Langsam stapfte er auf den Rest der Gruppe zu, welche Stück für Stück weiter zurück wichen.
Auf halber Strecke zwischen Roland und seinen Gegenübern machte jener einen kleinen Schlenker um seinen Hammer aus der Leiche zu ziehen.
Der erste von den Verblieben wollte die Chance nutzen, dass ihr Gegenüber nicht direkt auf sie zu ging, drehte sich um und lief los. Doch stieß zwei Meter weiter gegen eine Wand. Eine Sackgasse in die sich gedrängt hatten. Schlimmer konnte es kaum noch kommen.  Die Chance nutzend holte Roland schließlich mit dem Hammer aus als er gerade nah genug dran war und traf den Schützen, welcher ungünstig nahe stand. Der Kopf des Hammers traf ihn an der Schulter, was einen Knochenbruch samt Sturz zu Boden auslöste. Anschließend krachte der Hammer in eine Hauswand. Mit Angst hockten die Bleibenden an der Hauswand, als Roland seinen Arm nach dem Jungen ausstreckte und ihn am Kopf packte. Er zog ihn zu sich heran und hob ihn beinahe auf Augenhöhe.
Der Junge zitterte. Er wollte nicht sterben. Er hatte doch noch nie jemandem etwas zuleide getan.
"Lauf..." grollte Roland langsam mit einem wieder hallendem Unterton den sein Helm auslöste. Danach lies er den Burschen fallen und widmete sich den übrigen Gästen.


Gegenwart:

Klitsch nass geschwitzt und am ganzen Leibe zitternd platzte der Junge in die Taverne Roter Mond.
"Hilfe! Wir-... wir wurden angegriffen! Bi-bitte. Wir brauchen Hilfe!"

Zur selben Zeit stapfte Roland wieder durch die Stadt. In der Gosse in der er vorhin war, hatte er eine Sauerei vom feinsten hinterlassen.
Die Wandler die überall herum krochen waren ja nicht schon schlimm genug, nein. Diese widerwärtigen Plünderer die sich selbst Jäger von verlorenen Schätzen schimpften besudelten diese Stadt in jedem Winkel.  Sie waren schlimmer als Pilz unter den Zehennägeln und egal wie viele er von ihnen unter die Erde brachte es kamen andauernd neue. Schlimmer als Ratten! Während er sich noch gedanklich weiter über die Eindringlinge aufregte, ließ er wieder seinen Hammer zu Boden gleiten und schleifte ihn hinter sich her. Er tat es nicht aus jux oder unbedacht. Viel mehr lockte er mit diesem dabei entstehendem Geräusch die Wandler an. Sollten sie doch an seiner Rüstung nagen, diese widerlichen Untoten. Doch irgendetwas war anders als sonst. Um ehrlich zu sein war es ihm schon vor ein paar Minuten aufgefallen. Er sah keine Wandler. Nicht einen. Schweren Fußes stapfte er weiter auf der Suche nach ihnen. Wo mögen sie hin sein? Er ging gerade an ein paar Seitenstraßen vorbei, als er eine ziemlich große Gruppierung in einer der Straßen sah. Doch sie schienen ihren Fokus auf etwas anderem zu haben als dem schleifen seines Hammers. Am Anfang der Straße bleib er schließlich stehen, versuchte genauer hinzugucken, doch die noch anliegende Dunkelheit, kommend von dem ach so finsteren Himmel ließen ihn nicht klar genug erkennen, was dort vor sich ging. Kurzer Hand hob er den Hammer vom Boden, holte aus und schwang ihn gegen die nächste Hauswand links neben sich.
Ob der Krach jetzt ausreichen würde um von den Wandlern bemerkt zu werden?


Zuletzt von Inuokami am Sa 11 Nov 2017, 03:19 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Fr 10 Nov 2017, 23:39

Wie tötete man etwas, das eigentlich schon tot sein sollte? Die Frage ließ Firden nicht los. Irgendwie hatte er es geschafft, sich nicht von den Wandlern einkesseln zu lassen, während er sie auf Abstand hielt, ohne wirklich welche von ihnen zu... töten? Ein oder zwei waren unter seinen Speerhieben niedergesunken, doch die meisten steckten seine Angriffe problemlos weg. Einmal war sein Speer sogar soweit in die Brust eines Wandlers eingedrungen, dass er ihn beinahe nicht wieder hatte herrausziehen können. Der Einzige Grund, warum diese Überzahl ihn nicht einfach überrannte, war wohl schlicht der Tatsache geschuldet, dass sie gar nicht rannten. Ihre Bewegungen waren langsam, fast schwerfällig. Vermutlich wären sie höchstens eine kleine Unannehmlichweit, wären sie einfacher zu vernichten.
Ein paar Minuten hielt er sich die Wesen schon auf Abstand, während er nach einem möglichen Fluchtweg suchte, als ein Lauter Schlag hinter der Gruppe an Wandlern erklang. Auch von seinem Pferd aus konnte er die Quelle des Geräuschs nicht ausmachen, nicht zuletzt deshalb, weil er damit beschäftigt war, aus seiner erhöhten Position nicht hinab gezogen zu werden. Was er jedoch bemerkte war, dass der hintere Teil der Traube, die ihm folgte, sich löste und umwandte. Wohin konnte er jedoch nicht beobachte, denn sein Speer musste bereits den nächsten Angreifer abwehren. Mit durchstoßenem Schädel sank das getroffene Ungeheuer zu Boden und gab den Speer mit einem schmatzenden Geräusch wieder frei.
Wenn nicht ein Wunder geschah und vielleicht genug Wandler sich von ihm abwandten, würde seine Reise wohl tatsächlich am ersten Tag noch enden..

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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Sa 11 Nov 2017, 00:06

Sein Blick folgte dem Barden, der die Einladung ignorierte. Dann halt nicht, Silas konnte gerne auf unnützes Geklimper verzichten, wenn er in der Stadt nach Artefakten suchen wollte. Da der Spielmann entschieden hatte, sich nicht mit ihm abzugeben, blieb der Halbelf noch eine Weile allein mit seinem Bier. Der Tag war zwar noch jung, doch ein gewisses Mass an Alkohol schadete nie. Es machte es leichter, den Schmerz zu mindern der tiefen Wunden, die nur langsam heilten.
Während er gedankenversunken an seinem Tisch sass, flog die Tür mit einem lauten Knall auf und ein verschwitzter Junge stammelte wild drauf los. Silas war sofort auf den Beinen. Er gab dem jungen Mann ein Schluck Bier, um etwas ruhiger sprechen zu können. Dieser atmete dannach einmal tief durch und erklärte - immer noch mit gehetzter Stimme - was seiner Gruppe geschehen war.
Was er beschrieb, klang irre. Eine riesige, lebende Rüstung. Ein alles zerschmetternder Hammer. Selbst die Stimme des Monsters sollte kaum menschlich gewesen sein. Sollte es wahr sein, so war es sehr unwahrscheinlich, dass jemand der anderen überlebt hatte, dachte sich Silas. Er legte dem Jungen beruhigend eine Hand auf die Schulter und überliess ihm auch den Rest des Biers - er hatte es nötiger. "Ich werde sie finden", versprach er ihm dabei.
Dann sprang er auf einen der Tische und verkündete mit lauter Stimme: "Ich werde gehen und die Gruppe dieses armen Mannes finden! Wer auch immer den Mut aufbringt, sich diesem düsteren Monster zu stellen, der soll mit mir kommen."
Heldenmut war eigentlich eher untypisch für den Kopfgeldjäger. Meist interessierte ihn mehr die Belohnung, die es zu kassieren gab. Ausserdem zweifelte er noch immer an der Beschreibung des Angreifers. Sein Ziel war es, die Feiglinge auszusortieren und vielleicht ein paar mutige Gesellen zu finden, die seine Überlebenswahrscheinlickeit in der Stadt erhöhen konnten.
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Grim
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Sa 11 Nov 2017, 12:12

Was sagte es über diese Stadt, dieses Leben – und was über Damion selbst? – aus, dass seine erste Reaktion auf den panisch in die Taverne stürmenden jungen Mann beissender Spott war? "Ihr wurdet angegriffen, nein wirklich? In Lichterhall? Wie kann das nur sein?", rief er in den Raum, doch seine Worte gingen im allgemeinen Durcheinander der mehr oder weniger überrascht reagierenden Menge unter. Wer es als erstes schaffte, sich Gehör zu verschaffen, war jener Halbelf, der ihm beim Eintreten einen Platz angeboten und sich auch sogleich um den Jungen gekümmert hatte, als dieser kurz vor dem Zusammenbruch den den Raum gestolpert kam.
Zuerst mochte Damion seinen Ohren kaum trauen. Ernsthaft? Dieser Kerl wollte in die Stadt aufbrechen und eine Gruppe verschollener Sucher finden? Einfach so? Das war ja so... heldenhaft! Und Heldenmut, zu diesem Schluss war Damion schon lange gekommen, war nichts anderes als eine ganz besondere Form von Dummheit. Und doch: ein Held war doch genau das, was er nach Ollims idiotischem Dahinscheiden suchte. Der Kerl mit seinem vernarbten Gesicht mochte vielleicht nicht dem klassischen Bild des Ritters in schimmernder Rüstung entsprechen, aber wen scherte das, wenn Damion erst einmal ein Lied über ihn geschrieben hatte. Die große Macht der Geschichtenerzähler hatte schon immer darin gelegen, dass sie es waren, die bestimmten, was Wahrheit war. Und wenn dieser heldenhafte Halbelf erfolgreich sein sollte, dann würde das in jedem Fall ein Lied ergeben. Zumal, da er sein Vorhaben vor so großer Zuhörerschaft proklamiert hatte. Damion hatte keine Lust, sich einem eisenumhüllten Monster zu stellen, aber er erkannte eine Gelegenheit, wenn er sie sah.
"Ich bin bei euch!", rief er dem Mann durch das Gemurmel, das auf dessen Worte hin ausgebrochen war, zu, "Ich mag vielleicht nicht wie ein Kämpfer aussehen, aber ich bin schon eine Weile hier und ihr werdet einen Führer dort in der Stadt brauchen."

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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Sa 11 Nov 2017, 13:59

Varosh schnaubte leicht. Eben wollte er sich setzen, gemütlich einen Krug Wein trinken, doch wie immer kam es anders. Ein junger Mann stürmte ins Gasthaus, berichtete von einem Angriff und der Elf am Tisch als auch der Barde sprachen sich dafür aus, die leute des jungen zu suchen. "Glaubt ihr denn, das eure Freunde noch leben?", fragte er ruhig den jungen. "Ich werde euch begleiten, doch ich vermute, das wir wohl nur Leichen finden werden."
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Sa 11 Nov 2017, 15:29

Tryn sah von seiner Position aus gerade noch einen verwirrten jungen Mann in die Taverne stolpern und spitze sofort seine Ohren, in der Hoffnung, etwas durch das entstandene Getümmel zu hören. Ohne Chance. Also sprang er vom Dach und ging ebenfalls in die Taverne, egal ob er darin nun etwas verloren hatte oder nicht. Kaum war er zur Tür eingetreten, verschaffte sich ein Halbelf, wie er erkennen musste, Gehör. Eine Rettungsaktion? Es wäre der pure Wahnsinn, das alleine durch zu ziehen.
Tryn überlegte nicht lange und da er kein Mann großer Worte war, legte er dem Halbelf einfach die Hand auf die Schulter und nickte ihm zu. Auch er wollte die Gefährten des jungen Mannes nicht alleine lassen.
Allerdings schienen nicht allzu viele bereit zu sein, das Vorhaben des Halbelfen zu unterstützen. Er sah, wie sich der Ein oder Andere schon wegdrehte und sich lieber wieder dem Bier zuwand, anstatt die Initiative zu ergreifen, dem armen Mann zu helfen. Wie er so etwas verabscheute.
Nachdem Tryn seine Hand dann endlich von der Schulter des Halbelfen gelöst hatte, stellte er sich stumm hinter ihn und wartete einfach ab, ob sich noch jemand, er hatte zwar mitbekommen, dass der mann in der bunten Kleidung und ein Dunkelelf sich gemeldet hatten, noch jemand weiteres zu ihnen gesellen wollte, um zumindest zu versuchen, die Gefährten des Mannes zu finden.
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Sa 11 Nov 2017, 17:53

Armseeliger Plünderer... Nichts anderes im Kopf als vager Reichtum durch diese bedeutungslosen Artefakte welche hier überall herum lagen. Jeder begabte Verzauberer konnte solche Dinge erschaffen, doch diese waren dann meistens sehr teuer und hier lagen sie einfach herum... Vaessa hatte bereits einige zu Forschungszwecken mitgenommen, doch diese sogenannten Artefakte waren geschaffen durch magische Willkür und ebenso verhielten sie sich auch. Viele waren offenbar sogar sehr gefährlich, aber sollten die Menschen sie doch an Ihresgleichen verkaufen und sich gegenseitig verdammen... Es kümmerte die Vampirin wenig.
Ihre Aufmerksamkeit galt noch eine Weile dem Plünderer, ihre Gedanken abschweifend zu dem Moment wo die Wandler ihn in Stücke reißen würden und es tief rot aus seinem Innersten quoll. Eher unterbewusst biss sich Vaessa dabei auf die Unterlippe bevor sie sich kurz schüttelte, zu dem Kristallglas griff und sich von ihrer sitzenden Position auf dem Geländer zurück auf den Boden des Balkons begab...
Sie wandte sich von der Szene ab, sie konnte sich dessen Ausgang in etwa vorstellen und dies musste eine Weile vorhalten. Zurück in ihrem Schlafgemach stürzte sie den letzten Rest hinunter, bevor sie das Glas auf dem schweren Schreibtisch abstellte und sich einmal kurz streckte. Ihre Entscheidung blieb weiterhin ungelöst... zumindest stand es ihr bis jetzt mehr danach den Tag damit zu verbringen ihr Zuhause mehr nach ihrem Geschmack zu gestalten. Wo sollte sie nur so viele Kerzen herbekommen...?
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Sa 11 Nov 2017, 20:49

Es hat geklappt. Die widerwärtigen Viecher haben ihn gehört und drehten sich um. Finster drein blickend zog er den Hammer aus der Hauswand und nahm ihn in beide Hände. Langsam taumelten die Wandler auf ihn zu und das alte Kribbeln in seinem Körper kehrte wieder. Es war das Gefühl wieder einmal Blut unter dem Hammer zu haben. Das Blut jener, die seine Heimat gefährdeten. Früher, vor mehreren Jahren, kannte er dieses Gefühl noch nicht. Er hatte oft gekämpft, viele Schlachten geschlagen und seiner Heimat gedient. Das Leben seiner Kameraden stand für ihn dabei an höchster Stelle. Ebenso wie das der Bürger.
Doch heute.. heute konnte er in jedem dieser Gestalten jene wieder erkennen, für die er sein Leben riskiert hatte. Wilder Zorn überkam ihm bei diesem Gedanken. Noch während sie auf ihn zukamen, setzte sich Roland selber in Bewegung, da er das warten auf diese Viecher leid hatte. Grollend stürmte er auf die Gruppe zu, wobei von außen betrachtet er nicht wirklich schnell war. Zwar bewegte er sich schneller als beim gehen, doch es sah mehr danach aus, als würde die große schwere Rüstung Bein wechselnd auf sie zu hüpfen. Weit ausholend schlug Roland den Hammer waagerecht von rechts nach links und schmetterte die erste Reihe der Untoten bei Seite, dabei hörte er das knacken der Knochen schon gar nicht mehr. Der Hammer in seinen Händen wurde mit jedem Treffer schwerer, ebenso seine Rüstung mit jedem schnellen Schritt. Doch es war etwas woran er sich schon vor Jahren gewöhnt hatte. Das er diese Rüstung seid beinahe 2 Jahren kaum ausgezogen hat trägt ebenso einen Teil dazu bei.
Nachdem er nun die erste Reihe beiseite geschlagen hatte, kickte er einen einzelnen mit dem Elbogen bei Seite und riss den Hammer wieder von links nach rechts.
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   So 12 Nov 2017, 00:27

Während weitere Narren dem Helden ihre Unterstützung zusagten nahm Damion sich den Jungen zur Seite und ließ sich noch einmal schilden, wie der Angriff vonstatten gegangen war. Der Bursche hatte sich inzwischen halbwegs beruhigt, aber dennoch fiel es ihm merklich schwer, von den Ereignissen zu erzählen und Damion konnte nur zu deutlich das Grauen in seinen Augen sehen. Doch er gab sich verständnisvoll, nickte viel, legte dem Halbstarken fürsorglich eine Hand auf die Schulter, ließ ihn mit sanftem Druck seine Unterstützung spüren.
Als der arme Kerl schließlich mit seinem Bericht zu Ende war orderte Damion ihm ein weiteres Bier, erhob sich und gesellte sich jenen Männern bei, die nun wohl oder übel seine Gefährten werden würden.
"Die Beschreibung, die der Bursche mir gegeben hat, trifft auf eine Kreatur zu, die hier unter Suchern als Hammerschreck bekannt ist", berichtete er, was ihm während der Erzählung in den Sinn gekommen war, "Ein wahrer Fluch für unsereins, dieser Bastard. Hat in den letzten Jahren mindestens ein dutzend guter Männer um die Ecke gebracht, womöglich noch mehr. Niemand weiß so recht, wer oder was er ist. Kein Jäger, jedenfalls. Manche sagen, er sei ein Golem, ein Geschöpf aus Eisen, von der wilden Magie zum Leben erweckt. Andere sagen, dass noch immer ein Mann in dieser Rüstung steckt, aber dass die Strahlung ihn längst verrückt gemacht hat. Auf jeden Fall ist er riesig und unmenschlich stark, ein halber Oger vermutlich. Wenn wir ihn zur Strecke bringen wollen, dann werden wir einen Plan brauchen. Und die richtigen Waffen, um durch all den Stahl zu kommen. Eine schön schwere Hellebarde vielleicht, oder einen Hammer wie den seinen..."

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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   So 12 Nov 2017, 11:02

Egal, wie gut man Tiere abrichtete, wie gehorsam sie dadurch wurden und wie gut ihr Herr sie unter Kontrolle hatten, behielten sie doch immer irgendwo noch ihren eigenen Kopf. Und obwohl Firden sich gut schlug, spürte er doch, wie die Stute uner ihm unruhiger wurde, mit jedem Feind, der sich ihnen nährte, mit jedem Schritt, den sie zurück wichen. Und schließlich reichte all sein Wissen über Pferde im allgemeinen und das seinige im Besonderen nicht mehr aus, um es zu beruhigen. Ein Geräusch das von dort kam, wohin die sich abwendenden Wandler schlurften, ließ die Stute einen Satz machen, bevor sie stieg. Überrascht und die Hände mit Speer und Schild beschäftigt, gelang es ihm nicht, sich oben zu halten.
Es presste ihm die Luft aus den Lungen, als er auf den Boden direkt neben einem Haus aufschlug, ein Klingeln in den Ohren bemerkte er eher am Rande, wie das Pferd panisch davon gallopierte und die Wandler von der Beute, die sie wohl eh nicht bekommen würden, abließen und sich dem Prinzen zuwandten, der nun wie auf dem Präsentierteller vor ihnen lag. Er blinzelte, einmal, zweimal, bevor er begriff, wie sehr er in Gefahr war. Keuchend raffte er sich auf, sich an der Wand abstützend. Die Wandler rückten näher, selbstverständlich keine Rücksicht auf ihn nehmen. Sich daran abstützend folgte er der Wand rückwärts. Durch den Sturz noch benommen kam er nur langsam vorran. Zu langsam. Er begann bereits mit seinem Leben abzuschließen, als die Wand neben ihm plötzlich nachgab und er durch eine Tür in das Haus hinein stürzte. Überrascht, aber geistesgegenwärtig, zog er seine Beine hinterher, bevor er die Tür rasch zu schob und sich dagegen lehnte.
Für den Moment hatte er überlebt, auch wenn Schritte, die er in dem Gebäude zu hören glaubte, ihn daran zweifeln ließen, dass es von Dauer wäre. Aber vielleicht war es ja nur eine Nachwirkung des Sturzes, die ihn sich Geräusche einbilden ließen...

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Disorder - MSG
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