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 Disorder - MSG

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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   So 25 Feb 2018, 17:35

Und wieder war er die Maus in den Tatzen einer Katze und völlig auf ihre Gnade angewiesen. Genau genommen war er dies wohl, seitdem er in ihr Haus gestolpert war. Seine wachsende Wut unterdrückend, beantwortete Firden dann seine Frage.
"Mit einem Monster kann man nicht reden", legte er schlicht seine Meinung dazu dar. Ob das Vaessa zu einer besseren Person machte? Nicht wirklich. Aber auch nicht zu einer schlechteren. Er war schon Personen begegnet, die wesentlich mehr wie ein Monster wirkten, als diese Frau. Sadistisch? Wahrscheinlich. Ihm überlegen? Nun, er hatte gesehen, was sie konnte. Aber nein, aber ein Monster war sie nicht. Sonst wäre er wohl schon längst tot, in Stücke gerissen, oder ausgesaugt und achtlos fallen gelassen.
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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   So 25 Feb 2018, 22:22

"... und auch gewisse andere Dinge nicht tun.", ergänzte Vaessa, bevor sie sich langsam näherte, ihre Augen schloss und sich nur auf den Duft des Menschen konzentrierte... Vorsichtig nahm sie seine Unterlippe zwischen die Ihren, zog ein wenig daran und zögerte Augenblick um Augenblick hinaus.
Irgendwann ließ sie erneut von ihm ab, setzte sich neben Firden und starrte ihn einfach nur an... als wolle sie versuchen in ihm zu lesen. "Du bist innerlich eingesperrt... fühlst dich gefangen zwischen Entscheidungen, welche dir alle nicht zu entsprechen vermögen. Glaubst du mir wenn ich dir sage, dass ich dies nachvollziehen kann...?", fragte sie kühl, wartete jedoch eine Antwort nicht erst ab, erhob stattdessen erneut die Stimme. "Ich würde gerne einen Vergleich ziehen können... Erzähl mir von deinem Vater... Teilen deiner Vergangenheit."
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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Mo 26 Feb 2018, 23:47

Diese Frau machte ihn fertig - in körperlicher und geistiger Hinsicht. Wie sie von einem Moment zum Anderen von Verachtung auf Neugierde zu wechseln schien. Firden nutzte die Gelegenheit, als sie sich wieder neben ihn setzte, um sich aufzurichten, während er ihrer Frage lauschte. Schließlich zuckte er die Schultern.
"Ich weiß nicht, was genau Euch daran interessiert. Was davon erzählenswert wäre", begann er, nachdenklich. Erfahrunggemäß würde genug kommen, wenn er begann zu reden. "Mir ist von klein auf klar gemacht worden, wohin mein Weg einmal führen wird. Obwohl mein Vater König ist, hat er mir immer wieder gesagt, dass ich einmal meinem Bruder dienen werde. Man hat mich zum Krieger erzogen, zum Ritter. Mein Vater... hat sich wenig um mich gekümmert. Dafür waren Lehrer zuständig. Immerhin musste er meinem ältesten Bruder beibringen, wie man regiert."
Bitterkeit schlich sich in die Stimme des Prinzen, während er erzählte. Objektiv betrachtet hatte er eine gute Kindheit. Ihm hatte es an nichts gemangelt und er hatte Bildung und Training in verschiedenen Disziplinen erhalten. Dennoch...
"Im Gegensatz zu meinen Brüdern war ich es meinem Vater nicht einmal wert, eine Frau zu suchen. Mein einziger Daseinszweck scheint ein durch Blut gebundener Krieger für den zukünftigen König zu haben." Firden schnaubte, bevor er abwunk, selbst die Erinnerungen fortscheuchend, bevor er die Vampirin betrachtete. "Und wie sah Eure Kindheit aus?", fragte er mit ehrlichem Interesse.
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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Mi 28 Feb 2018, 23:19

Es erfüllte sie beinahe schon mit Genugtuung... eine gewisse Zufriedenheit. Die Kinderchen des Adels hatten es Heutzutage also kaum einfacher... sie waren weiterhin Spielfiguren, einfache Bauern innerhalb eines Schachspieles und die Gewinne dessen bestanden aus Einfluss, Nachrede und Gold... Es war interessant zu sehen, wie Firden ebenfalls nur ein einfacher Bauer innerhalb dieses Spieles wahr... auch wenn er sich wohl dazu entschieden hatte vom Bauern zum Läufer zu werden. Trotzdem gehörte er weiterhin diesem Spiel an... Irgendwann fiel die Frage doch tatsächlich auf Vaessa, dabei legte sie den Kopf leicht schief. Wie lange war es wohl her...? Wie lange war es her, seitdem sie jemand nach Teilen ihrer Vergangenheit gefragt hatte? Ihrem alten Leben... es war unwichtig geworden. Die damalige Vaessa war eine völlig andere Person, es war ihr beinahe unangenehm überhaupt daran zu denken. Die Vampirin lachte schließlich nur ein wenig auf, bevor sie kurz an die Decke starrte... "Meine Kindheit... Hast du eine Ahnung wie lange das her ist? Um ehrlich zu sein, erinnert mich einiges daran an deine Familiengeschichte. Hach... ich war meinen Eltern solch ein unermesslich wichtiger Schatz.", begann sie mit deutlich amüsiert klingender Stimmlage. "Damals waren die stillen Regeln innerhalb adeliger Familien strikter... wer war ich schon? Als einfaches Mädchen... So wichtig ich meinen Eltern auch war, so war ich am Ende wohl auch nur eine Art Juwel auf zwei Beinen... etwas das an den Höchstbietenden verkauft werden konnte. Sie wogen mich mit Gold auf... Gold... Etwas das nur Menschen etwas bedeutet. Etwas das nur von Bedeutung ist, wenn die Zeit selbst einem die Sterblichkeit definiert.", sprach Vaessa kühl, begab sich schließlich auf alle Viere und krabbelte erneut ein wenig über den Menschen, bewegte ihr Gesicht nahe an das Seine heran... ihre Haare fielen dabei frei über ihre Schultern hinweg. "Mein Prinz... nur weil du mit mir anstellen kannst, was dich gelüstet so heißt das noch lange nicht, dass ich dich mit all diesen sterblichen Banalitäten meinerseits aus Anno Dazumal belade... Wir beide haben unsere Ähnlichkeiten was dies betrifft, das erkenne ich sehr wohl... wir beide haben darunter gelitten... doch einen eklatanten Unterschied gibt es...", meinte Vaessa und umfasste erneut, jedoch diesmal zärtlicher, das Kinn von Firden. "Als ich es erfuhr... dessen gewahr wurde diesem Spiel nicht entkommen zu können... so habe ich gewählt. Ich quetschte meinem Vater das Leben aus seinem Körper... umfasste seine Kehle mit meiner neuen Art der Freiheit... nahm sein Leben in meine Hand und zermahlte jenes zwischen meinen Fingern...", erklärte sie kalt, dabei stellten sich die feinen Haare in ihrem Nacken auf und ließen sie bei jenem Gedanken in Genugtuung erschaudern.
Der Sturm würde bald vorbei sein, sie konnte es hören... langsam aber stetig ließ die magisch Entladung über der Stadt nach. Ein Jammer... jene Erinnerung ließ sie beinahe erneut in Ekstase verfallen und ihre Fantasien spielen.
"Das Mädchen welches du zur Frau nehmen... möchtest... Magst du sie? Kennst du sie überhaupt...?", fragte Vaessa. Es war ihr ein Vergnügen darin herum zu bohren... der Mensch würde durch ihre Worte nicht erwachen, irgendwann jedoch vielleicht... wenn es ohnehin zu spät war.
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Inuokami

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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Do 01 März 2018, 18:48

Recht lange hatte Roland in seiner hockenden Position ausgeharrt bis die kleine Gruppe sich dahu bequemt hatte in den Keller zu verkriechen. Dass er dabei sich noch nach vorne beugte und einhändig den schweren gusseisernen Griff der Holzklappe hielt machte die Sache nicht angenehmer. Der Sturm nahm von Augenblick zu Augenblick zu und seine schweren Fronten kamen immer näher. Er hätte si h liebend gerne umgesehen um zu wissen wo diese Zwerge rumlungerten, doch der Helm bot nur begrenzte Sicht und wirklich herumschwenken konnte er gerade auch nicht. Nach und nach waren sie eingetrudelt und krochen durch den Spalt der sich ihnen bot nach unten. Zu guter letzt ein halbelf welcher eine alte Laterne mit Kerze mitbrachte. Dieses Gesicht kam Roland bekannt vor doch er konnte sich bei bestem Willen nicht erinnern woher. Als dann auch dieser in den Keller verschwunden war, ließ Roland den Ring los und die Holzklappe fiel krachend zu. Zufrieden klopfte Roland die Handflächen zusammen und bückte sich erneut. Dieses Mal jedoch um den Großteil des Schuttes weg zu drücken, zu werfen und zu ziehen. Nur einen Brocken ließ er noch drauf, damit der Sturm die Luke nicht wegriss. Anschließend verließ er das Haus und stapfte mit hochgerissenen Armen vor dem Kopf langsam über die Straße um sich zwischen zwei Hauswände zu stellen um zumindest etwas Schutz vor dem zu haben was ihn erwarten würde...
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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Do 01 März 2018, 22:42

Eine Aussage in Vaessas Ausführung ließ ihn kurz dem Atem anhalten. Hatte er sich verhört? Nein, vermutlich war es nur ein Scherz gewesen, ein Spiel, dass sie mit ihm trieb, wie von anfang an. Oder...? Dann jedoch erklang ihre Frage. Ein verächtliches Schnauben war von Firden zu hören, bevor er das Gesicht zu einer gequälten Grimasse verzog.
"Ihr habt meine Geschichte gehört. Glaubt Ihr wirklich, man hätte mir die Gelegenheit gegeben, irgendeine Frau abgesehen von meiner Mutter und meiner Amme kennen zu lernen?"
Wieder klang Bitterkeit in seiner Stimme mit, bevor er seufzte.
"Ich würde sie schon gerne kennen lernen. Immerhin will ich, dass sie meine Frau wird. Ich mag vielleicht nur Teil eines Spiels sein, aber das bedeutet nicht, dass ich das Spiel nicht in meine eigene Hand nehmen kann, um die anderen zu meinen Spielfiguren zu machen. Und irgendwo muss ich damit anfangen", stellte er klar. Ja, sie waren unterschiedlich. Sie hatten beide gewählt. Sie war dem Spiel entflohen, während er sich dazu entschieden hatte, selbst Spieler zu werden, statt nur eine bedeutungslose Spielfigur. Wieso sich lenken lassen - oder unbeteiligt zuschauen - wenn man selbst die Anderen würde lenken können. Es wirkte fast, als hätte er vergessen, wer dort über ihm kniete, als er sie entschlossen von sich herunter schob, um selbst aufzustehen.
"Ich sollte mich wieder anziehen, damit wir so bald wie möglich wieder aufbrechen können", meinte er dann, bevor er inne hielt und Vaessa ansah. "Oder braucht Ihr ein Nickerchen, M..." Das Wort ging in zusammengepressten Lippen unter.
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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Do 01 März 2018, 23:03

Es war nicht gerade die Antwort mit der Vaessa gerechnet hatte... Es glich beinahe schon einer inneren Ohrfeige. Sie hatte mit einer naiven Erklärung gerechnet, etwas was sie am Ende nur belustigt hätte... Doch so musste sie kurz inne halten. Sie hätte es niemals zugegeben, doch man konnte sagen es hatte sie regelrecht beeindruckt... ihr Vorurteil direkt als falsch dargestellt. Sie reagierte beinahe überrascht, als Firden sie von sich hob und sich daran machte aufzustehen... Sie selbst blieb dort sitzen und schaute den Menschen noch eine ganze Weile an. Er war der erste Mensch den sie derartig nahe an sie heran ließ seit... nun... es war jedenfalls sehr, sehr lange... und dies auch noch innerhalb kürzester Zeit... Sein letzter Kommentar zauberte ihr gar ein kurzes Lächeln auf die Lippen, welches sie jedoch so schnell wie möglich wieder im Keim erstickte...
"Wer sagt, dass ich dich nicht noch ein wenig länger als Kissen hätte nutzen wollen?", fragte sie dann, während sie ihn einfach ein wenig beobachtete... wie er sich Stück für Stück erneut ankleidete. "Also gut, wenn ich dich irgendwann jedoch aus den Fängen deiner künftigen Gattin befreien soll... dann zögere nicht. Mein Prinz...", sprach sie schließlich und verfluchte sich beinahe selbst für ihre letzten Worte... Hatte das eigenartig geklungen? Implizierte sie etwa gerade eine Art länger bestehende Freundschaft zu dem Menschen?! Sie schüttelte kurz den Kopf, bevor sie ebenfalls aufstand...
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Mali
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Do 01 März 2018, 23:52

Varosh saß mit in dem loch unter der Ruine und hatte es so gut wie möglich bequem gemacht. "Das diese magische entladung unbedingt jetzt auftreten muss," brummte er missgelaunt. "Ich hoffe wir müssen nicht all zu lang in diesem Loch ausharren."
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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Fr 02 März 2018, 18:49

Während er ihre erste Aussage ignorierte, musste er bei der zweiten Schmunzeln.
"Ich werde es Euch wissen lassen", meinte er, bevor er schließlich wieder auf dem Stuhl Platz nahm und sie abermals musterte. Vorsichtig, aber er sah sie nun auch mit anderen Augen. Nicht wegen der Nähe, die sie geteilt hatten. Das war lediglich eine nette Beschäftigung während des Sturms gewesen. Aber da war auch etwas, auf dass er nicht seinen Finger hätte legen können. Etwas war anders. Er schloss die Augen und griff nach seinem Schwert, dass noch immer auf dem Tisch lag, und prüfte, welche Pflege es noch brauchen würde - und wie viel er davon schaffen würde, bis der Sturm sich gelegt haben würde.
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Grim
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Fr 02 März 2018, 21:11

Einer nach dem anderen kamen sie die schmale Stiege hinab in das Kellerloch, Silas zuletzt mit einer Laterne in Händen, die zumindest einen schwachen Lichtschein spendete. Der Hüne jedoch folgte ihnen nicht. Damion war zuerst verwundert, dann jedoch nicht unglücklich darüber. Sollte das Monstrum sich doch dem Sturm aussetzen! Wenn es dabei drauf ging wäre ganz Lichterhall froh darum. Und wenn es sich weigerte, Zuflucht zu suchen, dann wäre er der letzte, der Einspruch erheben würde.
"So, da sitzen wir nun also", erhob er die Stimme um dem bedrückten Schweigen seiner Gefährten etwas entgegen zu setzen, während das gedämpfte Rauschen des Sturms durch die Kellerluke hindurch mehr und mehr an Kraft aufnahm, "Wenn wir schon einmal hier sind, dann können wir die Gelegenheit auch nutzen, uns ein wenig umzusehen, nicht wahr?"
Ohne eine Antwort abzuwarten griff er sich Silas' Laterne und leuchtete in den Keller hinein, in die sich befanden. "Oh ja! Volltreffer!", entfuhr es ihm. Was er im schwachen Schein der Kerze sah schien eine alte Schreibstube zu sein, wie sie wohlhabende oder vornehme Leute zu unterhalten pflegten. Und sie war ganz offenkundig unversehrt, ungeplündert. Lag da, wie sie am Tag der Katastrophe dagelegen haben musste. "Seht euch um, Leute!", teilte Damion mit glühenden Augen seine Begeisterung mit den Elfen, "Wäre ja gelacht, wenn sich hier nichts von Wert fände."

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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Sa 10 März 2018, 22:06

Varosh erhob sich von seinem platz und näherte sich dem Tisch der Schreibstube.
Einige Bücher lagen auf einem Regal, unbeschriebene Papiere, Federkiele und mehrere unversehrte Tintenfässer. " Also wenn einer von euch sich für schreibkram interessiert, hier ist genug," teilte er den anderen mit. Kurz betrachtete er die Bücher. Eines schien über die Kultur der Elfen zu sein, eines über Magie und eines über Kampftechniken.
Dann begann er, den Tisch genauer zu untersuchen und fand mehrere Schubladen.
Er öffnete eine der Schubladen und fand eine Schatulle und als er diese öffnete, fand er mehrere Münzen und auch edelsteine. "Ich habe etwas gefunden, was euch interessieren könnte," meinte er dann und hielt der Gruppe die schatulle entgegen.
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Mi 14 März 2018, 01:54

Es vergingen Minuten die Roland verklemmt zwischen den brüchigen Hauswänden stand. Vielleicht aber auch nur Sekunden. Dieser Sturm hatte es in sich und war stärker als die anderen beiden die er zuvor erlebt hatte. Verstreut tauchten auf den Straßen Anomalien auf und verschwanden wieder. Es wunderschönes und glitzerndes Schauspiel. Und ei mörderisches noch dazu. Wer jetzt noch draußen umher irrte oder keinen sicheren Platz fand wurde entweder von den plötzlich auftauchenden Anomalien erwischt oder von der geballten magischen Entladung des Sturmes  hinweggefegt.
Nach einer Weile begann Rolands bewusst sein zu schwinden. Die Erschöpfung der letzten Tage machte sich in ihm breit und sorgte für ein langsames hinweg gleiten während er wie ein Fels in der Brandung stand. Zum ersten Mal seid langem konnte er sich unbewusst gehen lassen. keine Plünderer die jetzt herum streiften. Keine Untoten die aus einer Ecke krochen, da sie gelähmt waren. Nur er und dieser laute, tosende Sturm.

Dann wurde es schwarz vor seinen Augen. Doch nicht für lange.
Langsam aber stetig baute sich vor seinen Augen eine bunte Szene auf. Eine Holzhütte auf einem Hügel in mitten vom Nirgendwo. Saftiges grünes Gras bewegte sich rascheln im Wind. Ein schmaler, sandiger Weg führte zur Hütte hinauf. Mit leichten Bögen die den Weg nicht eintönig erscheinen lassen. Tief durch atmend machte Roland einen Schritt nach vorne und bemerkte wie leicht seine Bewegungen zu sein schienen. An sich herab guckend bemerkte er erst dann, dass seine Sicht offener, freier war als sonst. Er trug einfache Schuhe, Hemd und Hose. Keine Rüstung. Kein Eisen welches ihn an sein Leid erinnerte.
Es fühlte sich alles an wie ein alberner, schlecht geplanter Traum. Nicht das, was er vor sich sah. Sondern all das, was er gerade erst noch erlebt hatte. Die Stadt in Trümmern. Die Untoten. Das alles scheint so unglaublich fern. Mit erhobenem Hauptes ging er auf das Haus zu und überbrückte die wenigen 30 Meter in über einer Minute. Immer wieder hatte er sich umgesehen, auf die Landschaft geblickt und sich diese seltsame Holzhütte mit seinen einzelnen Fassaden und Konturen. Neben dem Haus waren zwei Pfähle in den Boden gerammt mit einer gespannten Schnur auf knapp zwei Metern höhe. Auf ihr hingen einige Laken zum trocken. Als Roland ihnen Schritt für Schritt näher kam, stockte ihm der Atem. Eine Frau stand vor ihm, ebenso wie zwei junge Herren. Sie sahen ihn an, doch er konnte sie nicht ansehen. Ihre Köpfe waren verschwommen, die Gesichter komplett unkenntlich. Die Frau sah ihn an und legte den Kopf schief. Sie sprach mit ihm, doch es hörte sich unverständlich schnell an. Es war als würde sie eine Stunden lange Predigt in eine einzige Sekunde quetschen. Verwirrt schüttelte Roland den Kopf und legte sich die rechte Hand an den Schädel. Ein unaufhörlicher Druck schlug auf seinen Kopf ein und er bekam Mühe die Augen richtig offen zu halten. Sank sogar etwas ein. Mit unverständlichem und gequältem Blick sah er sie an und fragte sie matt "Was.. sagt ihr da? Ich... verstehe nicht..." Dann kam einer der beiden jungen Männer auf ihn zu, sagte ihm etwas. Doch wieder verstand er nichts von all dem. Dann wurde ihm wieder schwarz vor Augen und sank zusammen....

Als Roland wieder zu sich kam war der Sturm bereits vorbei und alles um ihn herum war unheilvoll leise. Zwar zuckten noch im Osten ein paar vereinzelte Blitze, doch waren diese nur am Himmel zu sehen. Die Untoten hatten weitläufig von der Bildoberfläche verschwunden und nur ein paar wenige Exemplare waren paralysiert in den Gassen auffindbar. Viele Gebäude hatten dem Sturm nachgegeben und lagen in Trümmern. Entweder teilweise eingestürzt oder gänzlich in alle Winkel zerstreut. Viele der toten Bäume wurden durch Blitze lichterloh in Flammen gesetzt, Straßen durch ihre Einschläge aufgerissen. Blaue und grüne Flammen zierten an vielen Stellen die Umgebung.

Die Mauerwerke um Roland herum hatten gehalten und ihn vor schlimmen bewahrt. Doch irgendetwas stimmte nicht. Irgend etwas war anders. Jetzt wo er versuchte sich zu bewegen ging es nicht. Wenn er es genau nahm, ging gerade nichts. Er spürte seinen Körper nicht. Weder Hitze, noch Kälte. Noch seine Knochen. Und seine Sicht war.. nebelig?
Tatsächlich. Dampf stieg aus den weniger Schlitzen seiner Rüstung auf und hüllte über die Hälfte seines gesamten Körperumfangs in einen unerkennbaren Schleier. So stark war der dampf. Doch es roch nicht.Schon gar nicht nach einer Verbrennung, nach Rauch.
Was war bloß in der Zeit die er weggetreten war passiert.....


Zuletzt von Inuokami am Di 20 März 2018, 18:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Grim
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Fr 16 März 2018, 18:04

Der Dunkelelf war der erste, der beim Durchstöbern der Schreibstube auf etwas Interessantes stieß. Ein kleines Schmuckkästchen, unscheinbar, aber dafür mit umso reizvollerem Inhalt. Keine Reichtümer, aber besser als nichts. Und auch wenn die meisten Sucher hier nach magischen Gegenständen ausschau hielten: wer wäre schon bereit, bare Münze auszuschlagen?
Damions Gespür jedoch verriet ihm, dass sich hier mehr holen ließ, als das. Während die anderen noch die Edelsteine begutachteten und schätzten hatte er sich wieder abgewandt und sein vorheriges Projekt fortgesetzt: die Schriftstücke zu filzen. Wenn das hier, wie er vermutete, die Schreibstube eines einflussreichen Bürgers gewesen war, dann ließen sich hier doch sicher Informationen finden, die von größerem Wert waren, als ein paar Steinchen!
Ein paar weitere Minuten, still bis auf das anhaltende Heulen des Windes, zogen ins Land, bis er fündig wurde. "He da!", rief er auf und winkte den anderen triumphierend mit einem Blatt Papier, "Seht euch das hier mal an. Zugangsdaten für ein arkan gesichertes Schließfach. Ich glaube, ich habe gerade ein neues Abenteuer für uns gefunden."

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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   So 18 März 2018, 21:05

"Ich liebe diesen Duft, welcher nach einem der Stürme in der Luft liegt...", meinte Vaessa während sie die Stadt erneut durch das Tor betraten. Sie hatten kurz nach dem Sturm die Zeit genutzt um ein paar Dinge einzukaufen... es war ihr dabei ein Vergnügen gewesen ihren Prinzen zu einem Packesel umfunktionieren zu lassen.
Dieser ganz besondere Geruch... als wäre Regen auf heißes Vulkangestein gefallen, sie mochte diesen Duft unsäglich gerne...
"Lasst uns dorthin zurück gehen wo wir diese aberwitzigen Abenteuer vorhin getroffen hatten... Nach einer magischen Entladung wandeln sich tote Körper manchmal zu Artefakten. Nun ja... es sind eigentlich nur gepresste Klumpen menschlicher Überreste, aber sie können bestimmte Effekte besitzen. Ach ja... bevor ich es vergesse. Nach einem solchen Sturm ändern sich die Position und auch die Art von Anomalien, achtet also darauf wohin ihr tretet.", sprach die Vampirin zu Firden, dem sie eine Reisetasche auf den Rücken geschnürt hatten welche bis zum Rand voll war mit Utensilien...
Sie begaben sich erneut in die Richtung woher sie gekommen waren, auf den Straßen war es derweil ruhig. Wen wunderte es auch? Die meisten Untoten suchten während einem magischen Sturm selbst für einige Zeit Schutz... die Anderen fielen einfach um und waren dann meist für einige Stunden inaktiv.
Vaessa blieb ab und an immer wieder stehen, brachte ihre Nase zum Einsatz und folgte in diesem Augenblick einfach ihren Instinkten. Dieser Geruch von lebenden Menschen übertönte alles andere für sie deutlich, es war bedeutend süßer und sehr einfach von den Untoten zu unterscheiden...
Einige Schritte später blieben sie erneut stehen, dabei drehte sich Vaessa zur Seite... "Ach da bist du!", gab die Vampirin von sich und ging zu dem Gegenstand welcher ihre Aufmerksamkeit erweckt hatte. Ihr Sonnenschirm... sie hatte ihn verloren gehabt, als Firden sie von hier fortgeschafft hatte.
Sie prüfte kurz die Funktion, bevor sie den Schirm erneut aufspannte und sich über die Schulter legte. "Wohin unsere kleinen Artefaktjäger Freunde wohl sind...? Hier vermischen sich die Gerüche sehr stark... etwas schwer zu deuten.",
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Mo 19 März 2018, 19:10

Der Prinz hatte sich nicht beschwert, als er von der Vampirin mit Gegenständen mehr oder weniger überhäuft wurde. Selbst, wenn es nicht von ihr ausgegangen wäre, hätte er darauf bestanden, die Sachen zu tragen - unabhängig davon, dass sie das mit Sicherheit auch alleine hätte tragen können. Aber manche Dinge, die einem anerzogen wurden, verlernte man nicht so schnell.
Er überließ daraufhin wieder Vaessa due Führung. Zum einen kannte sie sich hier aus, zum Anderen besaß sie offensichtlich die besseren Sinne. Firden machte es sich zur Aufgabe, sich nach potenziellen Feinden und, wie darauf hingewiesen, Anomalien Ausschau zu halten, um seine und Vaessas Sicherheit zu gewährleisten. Das war immerhin etwas, was auch er, magisch unerfahrener Möchtegernabenteurer, der er war, tun konnte. Als Vaessa ihn dann nach dem möglichen Verbleib der anderen Lebenden fragte, sah er sich um und zuckte mit den Schultern.
"Offensichtlich haben sie sich nicht von Zauberhand in etwas nützliches verwandelt", versuchte er zu scherzen. "Wenn sie sich hier ein wenig auskennen, haben sie mit Sicherheit Schutz gesucht." Wieder ließ er den Blick über die Umgebung schweifen. Ihm fielen direkt mehrere Orte auf, die er selbst zumindest anschauen würde, ob es ein geeignetes Versteck wäre. Interessierte es Vaessa wirklich, wo die hin waren? Und wenn ja, warum?
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BeitragThema: Re: Disorder - MSG   Mi 21 März 2018, 02:52

Nach einigen Minuten hörte es auf um ihn herum zu dampfen, so dass Roland wieder die Möglichkeit bekam überhaupt etwas zu sehen. Zu erst versuchte er sich im Anschluss zu bewegen, doch das klappte anfangs gar nicht. Bis auf den Kopf konnte er sich nicht bewegen, doch was ihm zu aller erst auf fiel, war das er beim versuch zu blinzeln kläglich scheiterte. Sein Blick war die ganze Zeit weit offen und das Gefühl von Müdigkeit welches ihn seit einer ganzen Weile plagte war verschwunden. Mehr Zeit verstrich nach Sturmende und so langsam konnte er sich wieder bewegen. Erst die Fingerspitzen, dann die Arme und schließlich die Beine. Langsam setzte er einen Fuß vor den Anderen und stolperte Richtung Straße. Er fühlte sich gänzlich seltsam. Der Atem war verschwunden, blinzeln konnte er nicht mehr, fühlte weder Temperaturen noch körperliche Beschwerden. Es war fast so als würde sein Körper nicht mehr existieren. Langsam hob er die Arme und griff zu seinem Helm. Er wollte ihn absetzen, nach so langer Zeit. Doch kaum angehoben verschwand sein Augenlicht nicht hinter der dunklen Fassade des Helmes. Es wanderte mit. Schreckhaft hob er den Helm ganz an. Und seine Sicht, war die des Helmes. Sein Körper war tatsächlicherweise nicht mehr in der Rüstung. Er war weg. Es geschah während des Sturmes, als eine Anomalie sich an der Stelle bildete wo er gestanden hatte. Das auftreten der magischen Kraft hatte seine Seele vom Körper getrennt und diesen verdampfen lassen. Die Seele hingegen wurde von der Rüstung aufgefangen. Der Moment in dem er diese Tatsache realisiert hatte ließ er schreckhaft den Helm fallen und rannte panisch auf die Straße. Und das ohne zu wissen wohin er überhaupt rannte. Denn sein Blick fiel auf eine kalte, graue Hauswand...
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