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 Heldenmut [MSG]

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Redeyes
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Mo 18 Jun 2018, 23:07

Rajis wollte sich gerade von der Kutsche hinunterschlängeln, als sich plötzlich der Dschinn, in miniaturform, auf ihrer Schulter niederlies. Rajis war anfangs etwas erschrocken und zugegebenermassen auch etwas verwirrt, doch immerhin bekam sie eine erklärung für ihren plötzlichen begleiter. Und sie musste zugeben das Sahar nun wirklich nicht den eindruck erweckte, ein meister des Schleichens zu sein... und ausserdem wirkte er in dieser Mini-form irgendwie niedlich. "Nun ich habe nichts gegen Eure Gesellschaft einzuwenden, solange ihr mich nicht in meiner konzentration beim Zauberwirken stört... und haltet euch fest, nicht das Ihr mir herunterpurzelt."
Kurz darauf schlängelte sich Rajis von der Kutsche hinunter, blieb aber noch kurz neben der Kutsche stehen. Sie öffnete eine ihrer etwas grösseren Taschen an ihrem Gürtel und zog kurz darauf ihren Bogen aus der eigentlich viel zu kleinen Tasche heraus. Kurz lies sie einen prüfenden Blick über den Bogen aus roten Korallen gleiten und nickte dann zufrieden, obwohl die Sehne zu fehlen schien. Kurz darauf wiederholte sie das Kunststück gleich nomals, als sie ihre Klinge auf die selbe art und weise zutage förderte. Kurz hielt Rajis noch inne und überlegte sich, jetzt bereits mittels eines Schutzzaubers zu belegen, doch andererseits konnten solche von erfahrenen Magieanwendern bereits von weitem entdeckt werden und dieser Hexenzirkel erfüllte diese voraussetzungen sicherlich, ansonsten hätte er nicht solange überlebt. Sie wollte den überraschungseffekt nicht zunichte machen und verzichtete vorerst auf ihre Magie. "Bin Bereit", meinte sie noch kurz und schlängelte danach Kalien hinterher.
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Lias
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Fr 22 Jun 2018, 22:05

"Wir machen dieses ganze Heimlichkeits-Ding nicht wirklich", gab Alice zu hören, während sie nach ihren besten Möglichkeiten der Elfe hinterher schlich. Dimitry und sie selbst versuchten es meist gar nicht mit so etwas. Meistens beschränkten sie sich darauf die Lage auszuspähen, sie von weitem, er aus der Nähe, und schlugen dann zu. Mal abgesehen davon eigneten sich ihre Waffen nun einmal nicht für solche Aktionen.
Ein Ast blieb am Griff der Waffe hängen, die über Alices Schulter geschlungen war. Genau das hatte sie gemeint. Der Ast schnellte zurück und gab ein feuchtes Klatschen von sich als seine Blätter gegen einen dahinter liegenden Ast patschten. Und darum waren Wälder bäh. Einfach nur bäh. Überall irgendwas an dem man hängen blieb. Oder in das man reinstieg. Oder reinlief. In der Wunde gab es so etwas nicht.
"Ich halte mich zurück, bis unsere Gegner uns bemerkt haben. Wenn ich meine Waffen abfeuere hört uns der ganze Wald."
Das Wunderland war unterdessen am Straßenrand zurückgeblieben. Alice machte sich da keine Sorgen. Das konnte auf sich selbst aufpassen.

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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Sa 30 Jun 2018, 21:19

Es war eine Wohltat endlich wieder genutzt zu werden... fest umschlossen zu werden, darauf wartend in sirrenden Schwüngen durch die Luft getrieben zu werden. Hätte sie in dieser Form über ein Herz verfügt, Alissia wäre es wohl beinahe wild klopfend vor Aufregung entsprungen. Sie kamen immer näher, nun hörte man auch bereits die Hexen des Zirkels sehr deutlich... undeutliche Gespräche, rasseln und Klopfen nicht zu zuordnender Instrumente. Gebrochen wurde es durch die üblichen Geräusche des Waldes, mittlerweile musste sie sehr nahe sein. Plötzlich schien jedoch Aufregung den Zirkel zu ergreifen... es wäre ein Zeichen, dass sie alle hier schneller werden mussten.


Isabella legte ihre Finger auf die Sehne der Armbrust, bevor sie jene leise anzog. Kein Mensch hätte es ohne eine Kurbel geschafft jene Armbrust zu spannen... Die stählernen Arme waren massiv und gaben kaum nach, es war eine Maßfertigung. Kurz huschte erneut ihr Blick über den versammelten Abschaum, nicht der erste Zirkel dieser Art den sie zu Gesicht bekam. Unsinnig... welche Frau gab sich freiwillig solch einem Leben hin? Sofort dachte sie an ihre Mutter, wie edel und schön sie im Vergleich zu diesen Monstern hier war. Vaessa hätte sie alle umgehend ausgelöscht, ihr wäre dies vermutlich noch leichter gefallen. Eine Bewegung ihrer Hand... und der ganze Hain wäre in einem finsteren Loch verschlungen worden. Über solch mächtige magische Fähigkeiten verfügte Isabella jedoch nicht...
Die meisten Hexen sahen so scheußlich aus wie sie vermutlich auch in ihrem Innersten waren. Manche von ihnen seltsame Mischwesen zwischen Krähe und Mensch, andere hingen halb in Fetzen oder waren anderweitig entstellt... Unrat den es gar nicht erst geben sollte.
Mit einem leisen Pfeifen auf den Lippen trat die Halbvampirin schließlich aus dem Schatten, schulterte dabei locker ihre schwere Armbrust. Kurz darauf wurde der versammelte Zirkel auf sie aufmerksam, hielt in ihren Bewegungen inne und wirkten erst verwirrt aufgrund des Auftretens. "Schönen Abend... Nette Feier habt ihr hier...", sprach Isabella schließlich kühl und sah sich weiterhin ein wenig um. Irgendwann schüttelte eine der Hexen es ab, grinste kurz bis über beide Ohren und entblößte dabei eine Reihe pechschwarzer Zähne. "Schau, schau! Jetzt kommen die Opfergaben schon freiwillig in unsere Mitte. Ich rieche für gewöhnlich jeden Menschen in meiner nahen Umgebung... Sag mir Kindchen, warum riechst du für mich nach nichts...?", fragte die Hexe und warf sich ihre verfilzten schwarzen Haare über die Schulter. Nun zeigte auch Isabella zum Gegenzug ein Lächeln, entblößte dabei ihre sehr deutlichen Eckzähne, worauf die alte Hexe erneut verwundert wirkte. "Ich weiß nicht... aber riech doch mal daran.", meinte Isabella, bevor sie ihre Armbrust von ihrer Schulter nahm und den Abzug betätigte.
Der Bolzen bohrte sich mit derartiger Durchschlagskraft etwas unterhalb zur Seite versetzt in ihr Gesicht, dass er das Genick durchtrennte und auf der anderen Seite wieder heraus kam... Der Körper kippte nach Hinten und stürzte direkt in die Feuerstelle, Funken flogen in alle Richtungen dabei davon.
Erneutes Zögern, bevor Regung in den restlichen versammelten Zirkel kam. "Tanzen wir..."
Die Hexenjägerin zog einen Bolzen an der Seite ihrer Armbrust nach Hinten, sofort darauf klappte eine scharfe Spitze einem Speer gleich aus der Vorderseite ihrer Armbrust.
Mit ihrer Rechten geworfen, segelte die Armbrust durch die Luft und riss eine der Krähenhexen direkt nieder, als die Klinge sich in ihre Brust grub. Eher entspannt wirkend zog sie ihr Falchion und legte es sich kurz locker über den Nacken, die Spitze mit den Fingern der linken Hand fixierend. "Wisst ihr... es wäre bedeutend weniger mühsam wenn ihr nicht alle so abgrundtief hässlich wärt..."
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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   So 01 Jul 2018, 03:43

Kalien war es gewohnt, dass etwas anders lief, als erwartet, doch dass sich jemand einmischte, mit dem sie nicht rechnete - nicht rechnen konnte - überraschte selbst die unelfische Elfe. Kaum dass die Unruhen im Hexenlager einsetzten, begann sie Heimlichkeit zu ignorieren und hechtete - noch immer kaum hörbar - den Ereignissen im Hexenlager entgegen.
Nur einen kurzen Moment lang hielt sie inne, verblüfft davon, dass eine Einzelne Frau die Wesen Angriff, die sich als tatsächlich größerer und mächtigererer Hexenzirkel entpuppten, als Kalien es hatte in Erfahrung bringen können. "Tanzen wir...", drang es an ihre Ohren und ein Lächeln fand den Weg in das elfische Gesicht, bevor sie den Zirkel wirklich erreichte. Mit gekonnter Bewegung nahm sie die Aufforderung auf und elegant fiel die erste Frau unter ihrem Hieb. Drei Tote, noch bevor die Hexen wussten, wie ihnen geschah, war keine schlechte Quote, doch gleich darauf begannen zwei der Frau-Krähen-Wesen sich an den Händen zu fassen und Worte der Magie sprechen. Zu weit entfernt, als dass Kalien hätte eingreifen können, zumal die übrigen fünf Hexen nun begannen, verschiedene Leute - darunter die einsame Frau und die Elfe - mit Feuerbällen und -strahlen unter Beschuss zu setzen.
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Mo 02 Jul 2018, 00:29

Die Schneide setzte an der Schulter an, fuhr durch das Gelenk, weiter in den Brustkorb... teilte Rippe um Rippe und trat oberhalb der Hüfte erneut aus dem Körper aus. Der Körper der Hexe fiel in sich zusammen, wobei Isabella daraufhin sofort zur Seite schaute. Der Aufschrei einer weiteren Zirkelanhängerin machte auf sie aufmerksam...
Nur flüchtig bekam sie mit was gerade geschah, sie war hier nicht alleine. Ein Umstand der Isabella überhaupt nicht gefiel, dabei ging es ihr weniger um Konkurrenz als nicht zu wissen welche Motive ihren Gegenspieler leiteten. Im schlimmsten Falle musste sie jene auch noch beseitigen und dies passte ihr überhaupt nicht in den Zeitplan.
Sie tauchte unter einem ihr geltenden Feuerball hinweg, bevor sie direkt los rannte und dabei die Hexe fixierte. Feuer... sie mochte dies überhaupt, ihr vampirisches Blut ließ sie davor ganz besonders zurück schrecken. Isabella packte den Griff ihrer Klinge mit beiden Händen, bevor sie sich aus vollem Lauf auf die Knie warf und ihren Oberkörper dermaßen weit nach Hinten streckte, dass sie zwischen den Beinen der Hexe hindurch rutschte. Ihre Schneide fand dabei ein gutes Ziel und ließ sie halb gespalten hinter Isabella zu Boden gehen.
Sie kam direkt wieder auf die Füße, gerade richtig um den langen Klauen einer der Krähenhexen zu entgehen, dabei nutzte Isabella den Schwung aus der Bewegung und schlug ihr mit ihrem rechten Bein direkt den Boden unter den Füßen weg. Sie bekam die Hexe im Fall zu fassen und brach knackend ihr Rückgrad auf ihrem angespannten Oberschenkel.
Vier übrig... von welchen eine auch bereits zu Boden gerissen wurde, als die Halbvampirin die zuvor Erledigte ihr direkt entgegen warf als wäre sie ein einfaches Spielzeug.
"Erledigt zuerst die untote Schlampe!", brüllte die Hexe welche derweil versuchte unter dem Körper hervor zu kriechen. In einem Satz gleich zwei Bezeichnungen welche Isabella überhaupt nicht leiden konnte...
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Mi 04 Jul 2018, 01:53

Nun gut der ganze Plan mit dem Anschleichen und überraschen eskalierte ziemlich schnell, allerdings nicht, weil jemand aus der eigenen Gruppe sich beim Schleichen ungeschickt angestellt hatte. Anstelle eines überraschungsangriffs fingen die Hexen des Zirkels nun bereits damit an wie wild Feuerbälle und ähnliches herumzuschleudern. Einer der Feuerbälle verfehlte sein ursprüngliches Ziel und segelte nun direkt auf Rajis zu. Keine zeit für einen richtigen Gegenzauber, Rajis lies ihre Waffen fallen und machte sich bereit den Zauber aufzufangen.
Ein sanfte bläuliches glühen legte sich um ihre Arme und Hände, welches sich intensivierte, als Rajis den Feuerball in seinem Flug stoppte. Einen kurzen moment schien die Flammenkugel ihren Weg weiter fortsetzen zu wollen, kam dann jedoch völlig zum stehen und entlud seine Energie auch nicht in einer Explosion, wie man das von den magischen Feuerbällen ansonsten gewohnt war. Anstatt wie bei einem Gegenzauber die magische Energie zu neutrallisieren, nutzte Rajis ihre eigene magische kraft um die Energie des Feuerballs zu kontrollieren und in die Form zu lenken, welche sie benötigte. Das bläuliche glühen um ihre Hände breitete sich aus und legte sich wie ein feines Netz um den Feuerball, sodass es beinahe so aussah als würde Rajis eine Schale mit einer Flamme darin halten.
Kurz darauf begann der Feuerball etwas intensiever zu leuchten. Im gleichen moment wechselten die Feuerbälle und Strahlen in der umgebung ihre richtung und flogen nun ebenfalls auf Rajis zu. Die Hexen waren sichtlich überrascht als ihnen ihre Zauber einfach entrissen und umgelenkt wurden, doch sie waren nicht in der lage die ihnen entrissene Magie wieder zurückzubekommen. Rajis war klar das sie so nun nicht direkt am Kampf teilnehmen konnte, doch wenn diese Hexen so gerne Feuermagie einsetzten, beraubte Sie sie damit einer wichtigen Waffe und schützte gleichzeitig ihre Gruppe damit. Die gesammte Feuerenergie bündelte sich nun bei ihr in einer einzigen kleinen Feuerkugel, was den eindruck erweckte Rajis würde hier eine kleine Sonne in den Händen halten. Ewigs würde sie diese konzentrierte Energie nicht halten können und die Hexen würden wohl auch bald merken das Rajis kleiner trick nur bei Feuerenergie wirkte, doch der Hexenzirkel war aber auch schon ziemlich dezimiert worden.
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Do 05 Jul 2018, 14:46

Es krachte als sich ein Schuss entlud und eine Kugel sauste durch die Luft, bevor sie sich durch den Schädel einer der Hexen fräste, die grade damit beschäftigt war wieder auf zu stehen. So am Boden liegend hatte sie einfach ein gutes Ziel abgegeben. Außerdem hatte das den netten Nebeneffekt, dass der zerplatzte Kopf seinen Inhalt auf die Hexe darunter ergoss. Und ein wenig auf die Umgebung, aber dafür konnte sie ja nichts. Alice drückte ein Auge gegen Visier ihrer Waffe und fluchte leise. Die ganze Kletteraktion auf den Baum hätte sie sich sparen können. Von den Hexen waren nur noch drei übrig und dafür musste sie keinen ihrer Kristalle verschwenden. Ein prüfender Blick ging in Richtung ihrer Handschuhe, wo sich einer der sechs Salzkristalle langsam aber sicher wieder zu formen begann. Vorsichtig hing sie das Gewehr in die Halterung an ihrem Rücken, hakte den Wurfhaken an einem stabilen Ast ein und machte sich an den Abstieg. Der Baum war eigentlich nicht schlecht gewesen. Er bot einen brauchbaren Ausguck auf die nahe Umgebung und war trotzdem niedrig genug, dass man nicht tausende von Ästen im Gesicht hatte.
Der Neuankömmling hingegen war ihr nicht willkommen. Sie kannte dieses Gefühl, das sie gehabt hatte, als sie die Frau angesehen hatte. Wie Würmer, die einem im Magen herum krochen. Definitiv schlechte Neuigkeiten. Das würde Dmitry nicht gefallen und ihr selbst gefiel es auch nicht. Aber für den Notfall gab es ja die Möglichkeit eines Warnschusses in den Kopf.

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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Do 05 Jul 2018, 19:18

Erneut durch Fleisch getrieben zu werden, es versetzte sie regelrecht in Ekstase. Wie lange war dies nun schon her...? Sie wusste es einfach nicht, Zeit war oft bedeutungslos geworden. Auch Alissia hatte mitbekommen, dass sie offenbar nicht die Ersten waren... Jemand außerhalb ihrer Gruppe war ihnen offenbar zuvor gekommen.
Es weckte den Kampfesgeist in ihr nur noch mehr, ein Drang die Fremde unbedingt zu übertrumpfen entfachte dabei... koste es was es wolle. Mit beinahe schon abschätziger Absicht warf Alissia einen kurzen Blick auf die Fremde, um sie sich kurz ansehen und einschätzen zu können... gleich darauf lag ihr Blick jedoch erneut auf ihr.
War dies nur ein Traum...? Hing sie in Wirklichkeit immer noch in dem Arbeitszimmer und schlummerte? Ihr Blick galt nur noch ihr... sie hätte jenes Gesicht unter tausenden erkannt. Alleine jene Stimme... wie hatte sie jene nicht sofort bemerken können? Sie kannte diese Frau, ausgesprochen gut sogar...
Alissia Konzentration schwand dahin, so sehr fesselte sie dieser Moment des Wiedersehens. Auf der einen Seite dachte sie daran Kalien darauf hinzuweisen, dass sie jene Frau kannte und von ihr keinerlei Gefahr ausgehen würde... auf der anderen Seite war sie sich nicht sicher wie lange es her war und was womöglich aus Isabella geworden war. Am Ende schwieg sie, ließ sich nichts anmerken... auch wenn ihr Gefühle sie am liebsten dazu verleitet hätten sich der Halbvampirin sofort zu erkennen zu geben.
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Sa 07 Jul 2018, 01:44

Ruhe. Kein Geräusch außer mein Herzschlag. Wir waren Schatten. Schatten in der Nacht. Schatten in der Nacht bei Neumond. Wir waren praktisch nicht da. Ungesehen, ungehört, ungefühlt. Angespannt wie die Sehne eines Bogens machten wir uns zum Schlag bereit. Wir würden sie völlig unvorbereitet treffen, sie überrumpeln und den Sieg innerhalb von Sekunden davontragen.
Ha! Wenigstens haben wir es versucht…
Aus dem Nichts erschien eine Art blutrünstige Berserker Braut und verwandelte die Hexen in mundgerechte Häppchen. Etwas unappetitlich, nicht ganz meine Vorstellung von Eleganz, aber im Großen und Ganzen doch recht effektiv. Auch die Weibsbilder schienen von diesem Neuankömmling wenig angetan zu sein. Ohne viel Federlesens begannen sie Zauber zu schmeißen um damit ein wenig einzuheizen.
Insgesamt tangierte mich diese Szene eher peripher. Ich hatte wenig Interesse daran meine Hände wirklich so schmutzig zu machen. Natürlich würde ich früher oder später magisch eingreifen aber dieses ganze Blutbad entsprach nicht ganz meinen ästhetischen Ansprüchen.
Als auf einmal ein Ball aus Feuer auf mein Gesicht zuflog überdachte ich diese Einstellung recht zügig. Doch schon bevor ich einen Schutzschild aufgebaut hatte machte der Zauber eine recht abrupte Kurve und landete in den Händen meiner Mitfahrgelegenheit. Auch die restlichen Flammenstrahlen, welche in der Luft unterwegs waren, wurden angesaugt und sammelten sich in einer Art magischen Schale vor der Naga.
Interessiert beugte ich mich vor. Flammen zuckten gegen das magische Gefängnis welches aus bläulichen Fäden bestand. Man stelle sich vor der brennende Docht einer Kerze würde völlig losgelöst in der Luft schweben. Die Form dieser Magie hatte eine gewisse Schönheit an sich. Wie die Flamme der Kerze welches auf dem Tisch zwischen zwei Liebenden brennt. Vielleicht könnte ich…
Während ich gebannt auf den Zauber in Rajis Händen starrte veränderte sich die Form meines Körpers. Als feiner Rauch glitt ich ihre Arme und ihren Rücken herunter. Dort wo ich dem Feuer nahe kam bildeten sich Hände aus dem Nebel und strichen über die feinen magischen Linien. Ein durchschimmernder Kopf erschien neben dem von Raji. „Dann wollen wir doch einmal den Gruß erwidern.“ Ich lächelte verschmitzt als ich das Feuer aus seinem magischen Gefängnis entzog. Es tänzelte ein wenig meinen Arm entlang bevor ich ihn ausstreckte und die magische Energie entfesselte. Ein Strahl aus Feuer schoss über die Lichtung. Im nächsten Augenblick gab es einen hässlichen Aufschrei und eine der Hexen brannte lichterloh. Einem einzelnen Flammenangriff wäre sie sicherlich gewachsen gewesen, aber da ihre Freundinnen so nett gewesen waren ihre Magie mit uns zu teilen sah das Ganze schon etwas anders aus. Dafür war das Feuer welches Raji in den Händen hielt nun zu einem kleinen Flämmchen verkommen. Wir mussten also warten bis jemand so freundlich war uns noch einen Feuerball zuzuwerfen. Aber irgendwie hatte ich Zweifel daran, dass dies passieren würde…
„Es ist mir eine wahre Freude euch begegnet zu sein!“ lachte ich, widmete mich aber schon für den Konter des Hexenzirkels. Man konnte ja nie sicher sein...
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Sa 07 Jul 2018, 17:12

Jamie zog sein Schwert aus der Scheide und folgte der gruppe ins Kampfgetümmel.
Eine der Hexen warf ihm einen feuerball entgegen, dem er mit einer rolle seinerseits entging. Josie war schon vorher aus seiner westentasche geflogen und war nun zu einem lichtball geworden. Sie flog zwischen den noch lebenden Hexen hin und her und verwirrte diese. Ihr licht verstärkte sich zu einem pulsieren,,das sie nahe der hexen einsetzte und diese blenden sollte.
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   So 08 Jul 2018, 20:45

Rascher, als erwartet, fielen die Hexen unter dem Ansturm der Kämpfer, was Kalien dazu veranlasste, innezuhalten, nachdem sie nur einen Gegner getötet hatte, und sich wachsam umzusehen. Etwas stimmte doch nicht. Ja, diese Wesen waren Hexen, dem halbanimalischen Aussehen zufolge auch mächtige Hexen. Warum also fiel es ihnen so leicht, sie zu bekämpfen?
Dann jedoch schüttelte Kalien den Kopf. Nein, wahrscheinlich waren sie einfach zu überrascht gewesen. Das gewohnte Grinsen legte sich auf das Elfengesicht, bevor sie, keinen weiteren Gedanken an die Hexen verschwendend, auf die Fremde zutrat, die ihnen so viel ihrer Beute weggeschnappt hatte. Die Sorge, dass etwas nicht stimmen könnte, war wie von Zauberhand weggewischt.
Dann erstarrte Kalien wieder, als ihr plötzlich auffiel, WAS an der ganzen Szenerie nicht stimmte. Der gleichmäßige, wie für ein Ritual erzeugte Trommelschlag war noch immer zu hören. Selbst, wenn dieser durch Magie erschaffen worden wäre, mit dem Tod der Zauberin hätte der Ton versiegen müssen. Und dann erschallte eine krächzige Stimme über die Lichtung, in deren Mitte noch immer die Flammen des Lagerfeuers zuckend tanzten.
"Tötet sie. Lasst sie das Ritual nicht stören!"
Im nächsten Moment kamen sie aus Richtung eines nahen Hügels heran: Feuerbälle, Frostblitze, Arkane Schläge. Nur knapp wich Kalien einem aus, bevor auch die Hexen, beim kurzen Überfliegen wohl um die zwanzig, auf die Lichtung strömten. Kaliens Grinsen wurde zu einer Mischung aus Grimmigkeit und Vorfreude, als sie sich unter einem Zauber hinweg duckte. Ein weiterer wurde mit der Linken Hand einfach Richtung Himmel abgelenkt, bevor deren Wirkerin auch schon vor der Elfe stand. Einen Moment starrten sich die Beiden grimmig an, bevor Kalien ihren Rapier tief in die Brust der Hexe stieß. Sofort zog sie Alissia wieder heraus, wich erneut einem Zauber aus und setzte direkt der Zauberin nach.
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   So 08 Jul 2018, 23:28

Hexen, Venefica Obscura, eine Unterart der Naturzauberer, wie beispielsweise auch Druiden, Dryaden und Waldschrate. Die meisten Hexen starteten als Frauen, die gerne Kräutersude und Tinkturen brauten, bevor sie eine Vorliebe für Okkultismus, Kinderfleisch und - seltsam - Lebkuchen bekamen. Wie bei allen übernatürlichen Lebewesen, welche irgendein dunkler Fleck der Welt ausgekotzt hatte, gab es auch gute Hexen, ebenso wie Dmitry es schon einmal mit einer abartig narzisstischen und unangenehmen Dryade zu tun hatte. Aber diese Hexen waren eindeutig von der Sorte, die gerne gackerte. Gute Wesen gackerten nicht. Das war ein Verb, das man warzennasigen Wurzelkauern gab, die dunkle Rituale vorbereiteten.
Apropos dunkle Rituale. Während sich der Rest der Gruppe gegen die Hexen wappnete, war eine neue Dame hinzugetreten. Aufgrund der Tatsache, dass sie "Tanzen wir" sagte, bevor sie ihren Kampf begann, schloss Dmitry darauf, dass sie ziemlich dicke Eier hatte. Die Welt hatte so ihre Regeln. Hexen gackerten, ominöse deus ex machinae kamen mit Onelinern. Er selbst hatte keine solch herausragende Eigenschaft, was den jungen Mann, während er von einem Ast zum nächsten sprang wie ein gothisches Eichhörnchen, in leichte Nachdenklichkeit versetzte. Nachdem er sich weit genug von der Gruppe entfernt hatte, dass der Kampfeslärm ihn nicht weiter störte, hockte er sich auf einen etwas dickeren Ast und schloss die Augen. Neben den dumpfen Todeslauten der Hexen - sie waren der Aufforderung zum Tanzen wohl nachgekommen - hörte Dmitry einen rhythmischen Schlag. Badumm. Badumm Badumm.
Sein Kopf zuckte in die Richtung, aus der er die Hiebe vermutete, und er öffnete die Augen im selben Moment, in dem er vom Baum sprang und sich durch das Unterholz schlug. Während er den Mantel wegpackte (nur Vollidioten zogen sich zum Schießen die Kapuze ins Gesicht), damit dieser sich nicht an den Brombeersträuchen und den Bildnissen aus Kinderknochen verhedderte, packte er an den Gürtel und löste eine Vorrichtung, die aussah wie ein sehr kurzes Schriftrollenbehältnis, das man mit einem Wachssiegel verschlossen hatte. Mittlerweile waren die Trommeln so laut, dass sie in seinen Ohren dröhnten und seinen übernatürlich langsamen Herzschlag dazu brachten, sich zu beschleunigen. Unweit des Kampfes brach ein Felsvorsprung aus dem Waldboden hervor, von dem grauenvoll verkrümmte, schwarze Pflanzen hingen. Auf der Spitze des Felsens thronte eine Eiche, die Äste grau geschmückt mit den Skalpen von Dutzenden Menschen, noch blutend aufgehangen, so dass die Rinde des Stammes das Braun getrockneten Blutes angenommen hatte. Zu Fußen des sumpfigen, verdorbenen Bodens saßen sich drei Hexen gegenüger, die Oberkörper nackt und in Ekstase dem Himmel zugewandt, während sie fanatisch auf eine Kriegstrommel in ihrer Mitte hieben, die ziemlich sicher nicht mit Tierhaut bespannt war. Die Augen der drei waren in den Hinterkopf gerollt und bestanden aus nichts als rotadrigem Weiß. Der Geruch von Exkrementen, verdorbenem Fleisch und nassem Haar lag in der Luft.
Dmitry fragte sich, warum Hexen ihre Rituale mit der Energie rachsüchtiger Geister und schwarzer Ungeheuer speisten und nicht mit Blumen, Süßigkeiten und Schmetterlingen. Gleichzeitig entkorkte er sein Schriftrollenbehältnis und hielt es in die Luft. Ein rotes Signalfeuer brach aus der Öffnung hervor und stieß, einige Vögel aufstobend, durch die Baumkronen. Die in Trance befindlichen Hexen reagierten darauf nicht, doch diverse Raschelgeräusche aus dem Unterholz um den Nobelmann herum ließen ihn vermuten, dass die Hexen drüben am Feuer nicht der einzige Schutzmechanismus für dieses Ritual waren. Dmitry strich so viele ranzige Blätter weg, wie er konnte, riss ein Stück Rinde von einem der durch die dunkle Aura sowieso schon halb verfaulten Bäume, schnitt sich den Oberarm auf und begann mit seinem Blut ein Pentagramm darauf zu zeichnen.

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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   So 08 Jul 2018, 23:44

Dunkle Augen richteten sich auf den roten Schein, der zwischen den Bäumen hindurch leuchtete und den Blättern der Bäume für einen Moment einen makabren Anstrich verlieh. Eigentlich war sie grade auf dem Weg gewesen diese ganzen Bäume aus ihrer Schussbahn zu kriegen, aber das war dringender. Das Leuchten bedeutete, dass Dmitry etwas gefunden hatte und Feuerunterstützung haben wollte. Angesichts der dröhnenden Trommelschläge hatte er sich vermutlich auf die Suche nach dem Ursprung von denen gemacht. Das klang jedenfalls nach ihm. Hier gab es ohnehin nicht mehr so wirklich viel zu tun. Die beiden Schwertschwestern schienen die Lage unter Kontrolle zu haben.
Grade lieferte Team Dschinaga einen ziemlich massiven Zauber ab, der mit einer der Hexen etwas anstellte, das sonst nur bei schief gelaufenen Experimenten mit Salzkristallen entstand. Für einen Moment amüsierte sich Alizsha darüber, dass hier grade eine Hexe verbrannte, die dieses Schicksal vermutlich hatte vermeiden wollen indem sie sich hier draußen versteckte. Ein spitzer Finger tippte Rajis in die schuppige Schulter.
"Ihr seid beide in der Magie bewandert. Dmitry und ich könnten eure Hilfe brauchen. Ich vermute, dass er nach dem Ort des Rituals gesucht hat...und es auch gefunden hat. Ich schlage vor, dass wir den Nahkämpfern hier ihren Spaß lassen und stattdessen ein Ritual sabotieren gehen. Wobei ich sowieso gehen werde."
Mit dem Gewehr auf dem Rücken und stattdessen den Pistolen in beiden Händen stiefelte Alizsha in Richtung des Leuchtfeuers los. Nach nur sehr kurzer Zeit ertönte ein spitzer Schrei und einmal sehr laut das Mündungsfeuer einer ihrer Waffen. Die Bastardin stolperte rückwärts aus dem Unterholz und gab einen letzten Schuss ab, bevor sie zur Seite auswich. Etwas fiel hinter ihr zu Boden, dass sich bei näherer Betrachtung als eine übergroße Spinne entpuppte. Während der Leichnam der Kreatur noch schmorte, ob es Lochs in seinem ekelerregendem Leib, wurde er unter einem Absatz Alizshas zerquetscht.
"Warum können es nicht einmal Kaninchen sein. Blutrünstige Kaninchen! Aber nein, es sind immer Spinnen, Ratten oder Schlangen! Immer! Neuer Plan. Mögt ihr voraus gehen?", ertönte es vonseiten der Bastardin in Richtung von Rajis und Sahar, während die Waffe mit einer Kartusche von Alizshas Gürtel neu geladen wurde. Dmitry konnte sicher noch einen Moment alleine aushalten.

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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Mo 09 Jul 2018, 23:25

Ach, wie lange hatte ich nun schon keine richtige Magie mehr genutzt? Dieses prickelnde Gefühl des Manas welches durch meine, leider nicht mehr vorhandenen, Adern floss ließ mich ein wenig hibbelig werden. Nun war es aber nun leider so, dass meine Zaubermacht kaum notwendig war. Entspannt konnte ich zusehen wie die Elfe sich mit eleganten Schwüngen ihrer Gegner erledigte. Von solch einer Person hätte ich zwar etwas mehr grobschlächtigeres erwartet, aber es war ganz angenehm einmal positiv überrascht zu werden.
Ein roter Schein auf den Wipfeln der Bäume in unserer Nähe erregte meine Aufmerksamkeit. Irgendetwas ging dort wohl vor. Wenn ich so darüber nachdachte ist unser Bardenpärchen auch im Wald verschwunden. Was ja nicht weiter verwunderlich wäre, aber sie haben wirklich gar keine Spuren hinterlassen. Da verstand jemand sein Handwerk.
Als ein Finger Rajis Schulter berührte zuckte ich auf. Der Finger berührte nämlich nicht nur die Naga, sondern bohrte sich auch durch meine nebelhafte Präsenz. Ohne meinen restlichen Körper zu bewegen, drehte ich meinen Kopf nach hinten.
Die rote junge Frau stand vor mir. Aus der Nähe betrachtet wirkte sie noch etwas … fremdartiger. Ich fragte mich ob ihr Aussehen natürlichen Ursprungs war, oder ob Magie eine Rolle gespielt haben könnte. Ich konnte mich daran erinnern wie eitle Herrscher und Herrscherinnen alles dafür getan hatten ihre „besondere“ Geburt auch nach außen zu tragen. Tragisch war es wenn solche Experimente misslangen. Wie etwa Königin Valshira „Dreinäschen“ von Astur, ein sehr ärgerliches Missgeschick an dem ich absolut keine Verantwortung trug.
Anders als die Prinzessinnen vergangener tage schien diese junge Frau allerdings mehr auf Taten aus zu sein. Jedenfalls gab es schon kurz nachdem sie in den Wald wieder verschwunden war einen lauten Schrei und einen Knall. Kurz darauf fielen uns Frau und eine durchlöcherte Spinne praktische vor die Füße. Wobei „Spinne“, pah! Spinnchen, Spinnlein, Spinni…..EKLIGES MISTVIEH! Ich empfand ein wenig Genugtuung als das Ding unter dem Stiefel von Alice zerquetscht wurde wie eine hässliche Schabe.
Trotz dieser recht unangenehmen Begegnung straffte ich die Brust und löste mich von der Naga. Für die nächste Zeit waren wohl Beine das Transportmittel der Wahl und so veränderte ich meinen Körper zu dem menschlichsten was ich im Repertoir hatte. Diese Gestalt war ein Abbild meines leiblichen Körpers, im Prinzip. Mit ein wenig … künstlerischer Freiheit.
„Bleibt ruhig hinter mir. Was wäre ich nur für ein Dschinn, wenn ich nicht stolzen Hauptes vormarschieren würde um zwei solch edle Damen zu schützen?“ Ich grinste breit als ich den rechten Arm ausstreckte und ein kleine Bewegung mit meinem Finger vollführte. Wie das Eis, welches langsam einen See einschließt, erhob sich ein Schild aus magischer Energie. Es war vollkommen transparent, nur für denjenigen der den Fluß der Magie erkennen konnte bot sich der Anblick einen feinen Netzes, nicht ungleich dem einer Spinne.
„Dann wollen wir Dimitry mal nicht warten lassen.“ Die beiden wurden auch immer seltsamer. Denn diese Dinge welche Alice offensichtlich als Waffen nutzten hatten etwas merkwürdiges an sich. Sie waren wohl magische Artefakte, aber machten auf mich einen sehr mechanischen Eindruck. Vielleicht war ich wirklich zu lange eingesperrt gewesen...
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Redeyes
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Di 10 Jul 2018, 01:34

Wie zu erwarten war, variierten die Hexen nun die art ihrer Magie und benutzten nicht nur Feuerzauber, auch wenn einige anscheinend nicht darauf verzichten wollten. Doch dank dem Gegenangriff von Sahar, war die menge an Feuerenergie nun wieder problemlos zu kontrollieren, selbst mit den paar Feuerzaubern, welche Rajis aufs neue einfing.
Doch als Alice sie antippte unterbrach sie ihren Zaubersog. Was sie sagte machte durchaus sinn und es schien so, das die Nahkämpfer in der Truppe mit den Hexen gut zurecht kamen, selbst wenn diese mit Magie umsich warfen. Rajis schloss das magische Feld um die, bereits wieder gewachsene, Feuerkugel vor ihr und begann sie noch weiter zu komprimieren. Kurz darauf formte sich aus der Feuerkugel ein Kristalines gebilde, den Salzkristallen von Alice nicht unähnlich, doch in einem leuchtenden und pulsirendem Orange. Der Kristall war instabiel, doch für kurze Zeit konnte Rajis so die magische Energie speichern, ohne sie dauernd von einem Feld eingrenzen zu müssen.
Danach sammelte sie ihre Waffen wieder ein und wollte sich grad an Alice wenden um ihr mitzuteilen das sie bereit wäre, doch die junge Frau war bereits im gehölz verschwunden. Doch kurz darauf kam sie aus eben jenem wieder heraus und Rajis konnte sehen was sie zurückgescheucht hatte. Rajis war jetzt auch nicht unbedingt ein Spinnenfan. Sie blickte sich kurz um, Spinnen waren normalerweise einzelgänger, so nahe an einem Hexenzirkel zu sein erschien ihr merkwürdig, es sei den eine der Hexen hatte die Spinne zu ihrem vertrautem Erkoren. Während Sahar sich einen magischen Schild erschuf und vorraus ging, bildete Rajis das schlusslicht. Sie konnte ein lächeln nicht unterdrücken als Sahar sich ein wenig übertirben Ritterlich aufführte, "Vielen dank weisser Ritter, aber so Edel bin ich nun auch wieder nicht." Danach aber machte sich Rajis wieder daran Sahar und Alice zu folgen, hielt ihren blick aber immer etwas mistrauisch nach oben gerichtet. Sollten noch mehr Spinnen oder andere Vertraute der Hexen sich von Oben auf die kleine Gruppe stürzen, könnte Rajis ihre Körpergrösse nutzen um die anderen beiden zu decken.
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Lias
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Di 10 Jul 2018, 16:47

"Ich bin höllisch edel", behauptete Alizsha fest und hielt sich ziemlich exakt in der Mitte der beiden anderen. Es gab ein langgezogenes Zischgeräusch als sich eine Schlange auf die Gruppe stürzte und sich an dem Schild eine blutige Nase holte. Das Biest von der magischen Macht weggeschleudert zischend ins Unterholz segeln zu sehen, war fast den Schreck von eben wert gewesen. Vorsichtig über eine Wurzel hinweg steigend begann Alizsha den beiden anderen ihre Vermutungen darzulegen: "Wenn die Hexen ein Ritual abhalten, eine Beschwörung oder sowas, wird Dmitry versuchen das Ritual zu unterbrechen. Dabei kann er bestimmt ein wenig Unterstützung bei dem magischen Mumbo Jumbo gebrauchen. Also, nicht, dass er es brauchen würde, aber es würde nicht schaden. Denke ich."
Leider hatte sie von klassischer Magie selbst fast überhaupt keine Ahnung, auch wenn sie natürlich über ein wenig Magie verfügte. Aber das war angeboren und irgendwie nicht das gleiche. Ein erneutes Zischen lenkte ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Hier und Jetzt. Erneut war eine Schlange, vielleicht die selbe, an dem magischen Schild abgeprallt. Zum Glück waren die Biester ziemlich dumm. Wobei aus der Ferne Quieken und weiteres Geraschel zu hören war...was in den Hintergrund rückte, denn da vorne war Dmitry, der...grade damit beschäftigt war ein Pentagramm mit seinem eigenen Blut zu zeichnen. Klassiker.
"Da vorne ist er. Hört ihr das auch? Klingt nach mehr Viechern."
Mit beiden Pistolen im Anschlag stiefelte Alizsha weiter hinter Sahar her, als von der rechten Seite ein lautes Quieken zu hören war. Ein Eber, den Stoßzähnen nach zu urteilen, brach durch das Unterholz und hielt direkt auf sie zu.
"Runenkreatur!", brüllte Alizsha noch, bevor sie einen Schuss auf das Wesen abgab, der das Schwein zwar traf aber von einem grünlichen Blitzen, das von den eingeschnittenen Runen im Fleisch der Kreatur ausging, abgelenkt wurde.

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Zaiyel

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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Do 12 Jul 2018, 00:49

Zaiyel war lautlos ihrer Anführerin hinterhergeschlichen. Obwohl sie Heimlichkeit gewohnt war, war sie angespannt, was sich darin zeigte, dass sie jedes Mal kaum merklich zuckte, wenn einer der anderen ein Geräusch verursachte.
Es stellte sich jedoch heraus, dass ihre Sorgen sinnlos gewesen waren, als die Hexen durch eine einzelne Kriegerin aufgemischt wurden. Super! Ablenkung. Sie sprintete Kalien hinterher und wurde sogleich von einem Feuerball begrüsst. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht fing sie ihn mit blossen Händen auf, liess ihn mit ihrem eigenen Feuer weiter auflodern und warf ihn zurück zur Absenderin. Das Aufkreischen könnte einem das Blut in den Adern gefrieren lassen, doch die Halbelfe lächelte hämisch. Echt blöd, mit Feuer um sich zu werfen, wenn man es selbst nicht verträgt.
Viel zu schnell fielen die Hexen, doch Zaiyel blieb nicht die Zeit, ihre Enttäuschung kund zu tun, denn die Verstärkung war bereits eingetroffen.
Diesmal flogen Eissplitter auf sie zu. Hätte sie die kalten, scharfen Geschosse einen Moment eher bemerkt, hätte sie ihre Flammen nutzen können, um sie zu harmlosem Wasser zu schmelzen, doch so blieb ihr nichts anderes als ihre Ausweichkünste. Mit einer Rolle war sie näher bei der anderen Elfe. "Haben wir einen Plan?", fragte sie die Anführerin, bevor sie einen weiteren Angriff mit einem Feuerstrahl konterte. Sie bezweifelte, eine brauchbare Antwort zu erhalten.
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Ena
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Do 12 Jul 2018, 20:48

Was einem niemand über blutige Rituale erzählte war, dass es gar nicht einmal so einfach war, sie auszuführen. Natürlich musste man all die Formeln und Symbole auswendig lernen, den wahren Namen des beschworenen Dämonen und so weiter, aber man musste auch dazu bereit sein, sich überall und jederzeit etwas Blut abzuzwacken. Dmitry, dessen Kampfstil hauptsächlich darauf beruhte, sich zu verletzen, da sein außerweltliches Blut manchmal gewissen Einfluss auf Kreaturen der düsteren Seite hatte, war davon unberührt. Unberührt, hier ganz und gar emotional gemeint, denn die immernoch leicht tropfende Wunde in seinem Arm und das blutige Pentagramm auf dem Boden sprachen davor, dass er körperlich durchaus nicht unberührt war. Der Jäger erhob sich gerade von seinem Ritual, das Blut langsam wie von Zauberhand verbrennend und einen glühenden Abdruck in der Rinde hinterlassend, als er im Augenwinkel die Runenbestie sah. Natürlich würden die Hexen ihr Sanktum beschützen und dazu einige Dinge auffahren. Hastig löste er die Armbrust aus ihrer Halterung und bohrte die Spitze eines kleinen, geweihten Holzes in die Rinde, so dass diese sie knapp durchbohrte. Danach warf er sich auf den Bauch - der Eber sprang just in diesem Moment über ihn hinweg und hätte ihn anderweitig wohl mit seinen Stoßzähnen perforiert - und schoss seinen Bolzen/Pflock auf die Trommel ab, wo das eingeritzte Pentagramm mit einem zufriedenstellendem Geräusch stecken blieb. Als das geheiligte Holz die Trommel berührte, begann es ebenfalls in Flammen aufzugehen. Feuer war die Schwachstelle vieler Hexen (oft genügte ein kräftiger Schubs in einen Ofen) aber das hier war etwas Anderes. "Das Ritual, was ihr hier seht ist keine Beschwörung, sondern eine Stabilisierung der Beschwörung. Die Beschwörungsformel ist immer dieselbe, aber die Schutzfloskeln variieren." Den wahren Namen der Gottheit hatte er aus ihren Inkantationen herausgehört, wobei er sich dessen Rolle nicht ganz sicher war. "Gleich kommt etwas von der anderen Seite herüber. Vorteil: Sie kontrollieren es ebensowenig wie wir. Nachteil: Das Ding wird NICHT glücklich sein. Man kann Rituale leider nicht abbrechen, wenn sie einmal begonnen wurden. Der Riss ist bereits gerissen, sozusagen." Gerade wollte er noch etwas sagen, doch ein gutturaler Laut von der Mitte der Hexen übertönte ihn, der durch die Bäume hallte, das Laub zum Rascheln brachte und Dmitry fast von den Füßen holte. Ein Flimmern lag ihn der Luft, wie von der prallsten Sommerhitze, und die Hexen begannen mit großen Augen aufzustehen und zu rennen - nur um eine nach der anderen in glühende Asche aufzugehen. "Feuerdämon."

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Mali
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Do 12 Jul 2018, 22:15

Jamie kämpfte recht gut gegen die Hexen, traf hier und da eine von ihnen und auch Lady Josephine kam gegen die hexen an. Geblendet verfehlten einige mit ihren zaubern. Doch plötzlich wurde der kleine irrwisch von einem zauber getroffen und trudelte zu boden. "Josie!!" schrie Jamie auf und lief in richtung seiner Begleiterin. Mit wildem blick starrte er die Hexe an, die Josie getroffen hatte und mit einem einzigen satz stürzte er sich auf sie. Er merkte dabei gar nicht, das er sich verwandelte und ihre kehle mit seinen spitzen zähnen zerriss. Mit wütendem knurren schüttelte er die hexe hin und her. Als er merkte, das diese tot war, wandte er sich josie zu und nahm sie sanft auf seine Hand und da merkte er, das seine Hand sich verwandelt hatte.
So sanft wie möglich brachte er erst den irrwisch an eine stelle, wo ihr nichts passieren konnte, dann stürzte er sich auf die nächste Hexe..
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Do 12 Jul 2018, 23:08

Der verwöhnte Prinz war wohl doch nicht so verwöhnt, wie sie gedacht hatte. Mehr durch Zufall beobachtete Kalien, wie der Mensch sich in eine Bestie verwandelte, die mit einem typischen Adeligen nicht mehr viel gemein hatte. Zufriedenheit wanderte in das Grinsen der Elfe, bevor sie einem Klauenhieb der nächsten Hexe mit Leichtigkeit auswich, nur um ihr Alissia bis zum Heft in den Leib zu treiben.
"Tanzen wir...", hatte die Unbekannte gesagt, bevor sie Angriff. Und ein Tanz war es wahrhaftig, denn Kalien mit Alissia aufführte. Elegante Drehungen, fließende Schritte und schnelle Hiebe und Stöße zeichneten ihren Kampf aus. Manchmal hatte sie das Gefühl, dass Alissia von selbst ihre Bewegungen um Milimeter korrigierte, womit die Elfe eine absolut tödliche Präzision erreichte. Dann wieder war es, als wären sie schon immer eine Einheit gewesen, als wäre diese Waffe nur für sie geschmiedet worden, damit sie hier, auf dieser Licht, im Schein des Feuers eine Hexe nach der Anderen in das dunkle Reich schickte, in das diese bereits von selbst zu tief abgetaucht waren.
Bis das Schreien der Hexen von anderer Stelle hinüber dran und alle mit einem Mal inne hielten, wie auf ein unsichtbares Zeichen hin. Die Hexen starrten in die Richtung, aus der die Schreie ertönt waren und in der nun ebenfalls Feuerschein zu sehen war. Etwas, dass die Hexen offenbar völlig überraschte. Kalien löste sich zuerst aus der Starre. Einen Schritt vor, mit der Klinge den Hals der Hexe direkt vor ihr aufschlitzen, ein fließender Schritt zur Seite, um dem fallenden Körper auszuweichen und der nächsten Hexe näher zu kommen, der die Waffe mitten ins Herz glitt. Erst dann kam wieder Regung in die Hexen.
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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Do 12 Jul 2018, 23:49

Beinahe noch überraschter als die Hexen zu Beginn... genau so war Isabella gewesen. Sie wusste nicht wer diese Leute waren und was sie hier machten, jedoch war völlig klar, dass sie hier nicht als einzige mit den schaurigen Damen ein Hühnchen zu rupfen hatte.
Sie hatte nicht die Zeit sich um die anderen Störenfriede zu kümmern, dafür gab es hier zu viel Bewegung auf dem Feld. Es entstand Chaos... und als würde dies nicht bereits ausreichen, war ihre Quote erheblich in Gefahr. Als der Zirkel mehr und mehr begann zu Magie zu greifen, musste auch Isabella sich den Gegebenheiten anpassen.
Sie hatte es von ihrer Mutter gelernt, sie war eine Meisterin darin... gut, ihre Mutter hätte die Hexen ohnehin alle in kürzester Zeit spielend vernichtet... so gut war Isabella leider nicht. Sie wich einen kurzen Schritt zurück, bevor sie sich in einen dunklen Schleier auflöste, es glich schwarzen Rauchschwaden... der feine Rauch schoss schließlich nach Vorne und brachte sich in die Nähe einer der Hexen, bevor sich daraus erneut eine humanoide Gestalt manifestierte und von Oben herab die Spitze ihres Falchion tief in der Brust der Hexe vergrub. Die Halbvampirin stieß sich von ihr ab und wurde erneut zu dem feinen Dunst, welcher davon segelte und in der ohnehin erschwerten Sicht nur bedingt auszumachen war.
So trat sie immer wieder aus den Schatten und schlug aus jenen zu... versenkte ihre Klinge im Rücken des Feindes oder brach ihr Genick mit einer kräftigen Bewegung zur Seite.
Gerade als sie erneut versuchte erneut in die Schatten zu entfleuchen, hatte eine der Hexen es ausgenutzt, das Riskante Manöver von Isabella zu ihrem Vorteil gewandelt und rammte ihr so ein krudes Messer in den Rücken, etwas seitlich versetzt ihrer linken Schulter.
Davon aus dem Gleichgewicht gebracht, schrie Isabella kurz auf und stürzte aus der Nebelform heraus, bevor sie hart auf dem Waldboden landete.
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Sa 14 Jul 2018, 01:07

Runenwesen, Blutmagie und dämonisches Hexenwerk. Perversionen der Zauberei deren bloße Existenz damals nur hinter vorgehaltener Hand besprochen werden konnte. Die Konzentration dieser verderbten Macht fühlte ich in meinem Wesen. Es war als ob sich etwas in meiner Brust dagegen wehrt und sich aus dem Griff herauswinden möchte. Wir Dschinn hatte schon immer eine schwierige Beziehung zu Dämonen. Denn wir waren nicht so weit von ihnen entfernt wie wir es vielleicht glauben wollten. Also, von unserer Schönheit einmal abgesehen.
Außerdem diese Manieren. Ich würde niemals so schreien wenn mich jemand beschwört. Auch habe ich selten meine Gebieter angezündet, damit schien dieser Kollege aber keine Probleme zu haben.
Der Geburtsschrei der Bestie auf dieser Ebene erschütterte aber auch meine Mitstreiter etwas. Denn neben der beeindruckenden magischen Präsenz hatten Dämonen auch oft die unangenehme Fähigkeit die meisten Wesen problemlos zu Hackfleisch verarbeiten zu können. Ärgerlich, aber ich hatte einiges an Vertrauen in diese Gruppe. Schließlich waren alle noch auf den Beinen und unverletzt… sehen wir von Selbstverstümmelung einmal ab.
Um uns ein wenig Zeit für Planung zu verschaffen webte ich einige neue Fäden in mein Geflecht aus defensiver Magie. Dann ließ ich den Schild eine Kuppel bilden in der wir eingeschlossen wurden. Dies würde unsere magische Präsenz unterdrücken, aber unsichtbar werden wir für einen Dämon diesen Kalibers sicher nicht. Das Netz würde uns auch vor direkten magischen Angriffen schützen. Das Feuer welches so großzügig verteilt wurde, könnte aber problematisch werden. Denn obwohl die Flammen magisch gestartet wurden, war der Brand doch durchaus vollständig profan. Und dummerweise verdammt heiß.
Ich wandte mich dem jungen Mann zu, welcher so rasch die Lage erkannt hatte. „Ihr macht den Eindruck ihr bekämpft nicht das erste Mal einen Dämon. Ich hoffe ihr habt eine gute Idee. Ein direkter Zweikampf ist wohl aussichtslos. Aber ich und die Herrin Naga...“ ich nickte in Richtung Raji „… können einmal ein wenig arkane Macht spielen lassen. Damit wäre er zumindest eine Weile beschäftigt, wenn euch das hilft.“
Fragend blickte ich den blassen Mann an. Es war nicht gerade viel Zeit zum erstellen einer Taktik vorhanden, deswegen sollten wir recht schnell eine gute Idee aus dem Ärmel ziehen. Wozu genau er und seine behörnte Freundin fähig waren, war mir leider noch ein Rätsel. Aber die beiden schienen den ein oder anderen Trick aus dem Hut zaubern zu können, darauf musste ich mich wohl verlassen.
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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   Sa 14 Jul 2018, 20:00

Dmitry betrachtete mit keuchendem Atem, wie sich eine ätherisch schimmernde Kuppel um sie legte. Die magische Kraft flimmerte durch die Luft und riss dabei die Blätter der maroden Bäume rings um sie herum von den Bäumen. Der Laubregen entzündete sich auf halbem Wege zum Boden und verwandelte die Szenerie in ein höllisches Schaubild, das von dem kehligem Gebrüll der dämonischen Bestie und dem panischem Todeskreischen der Hexen noch untermalt wurde. Mit großen Augen beobachtete der junge Mann, wie die winzigen Brandherde auf die Kuppel regneten und nacheinander in einem kleinem Funkensprühen verpufften wie aus der Luft gefischte, erstickte Feuerwerkskörper. "Eine Beschwörung kann nicht abgebrochen werden, aber man kann sie durch den Riss zurückschicken. Alice kann versuchen, eine Impromptu-Bannung zusammenzubasteln, aber sie wird Zeit brauchen." Dmitry griff an seinen Gürtel und holte einen schlicht aussehenden Lederbeutel hervor, den er inmitten der Kuppel öffnete. Dünn geriebene, weiße Kristalle haben darin zum Vorschein. "Wir brauchen einen Salzring um die Bestie, damit sie das Areal der Beschwörung nicht verlassen kann - dort sind die Chancen besser, sie zurückzuschicken, weil der Schleier zwischen den Welten schon dünn ist. Wir haben nicht die nötigen Materialien dabei, um das Vieh woanders zurückzusenden." Er verpackte den Beutel erneut, nicht ohne seinen Kumpanen dabei zu zeigen, dass bei der Menge an Salz, die ihm zur Verfügung stand, kein sonderlich großer Kreis würde entstehen können.
Während er in dem kurzem Moment des Schutzes die Schnüre an seinem Stiefel nachzog und seinen schweren Rucksack ablegte (jetzt war Schnelligkeit gefragt), konnte man erneut das Trommeln von vorhin vernehmen - diesmal jedoch dumpfer. Mit wenigen Schlägen begann sich das Fell der Beschwörungstrommel von innen auszubeulen, kurz darauf spannte es sich um eine einzelne, spitzfingrige Hand, die einen schlanken Arm umschloss. Wider allen Naturgesetzen brannte die Trommel, doch die Haut hielt - bis zum letzten Moment. In einer weiteren Welle purer magischer Macht, welche die Reihe nächster Bäume schwarz verbrannte, sprang eine ätherische, rote Frau aus der Trommel hervor, ihr Körper flirrend vor Hitze und ihre Haare nicht mehr als Flammenzungen, die in stetiger Bewegung um ihr markantes Gesicht waberten. Nur die Kuppel des Dschinns hielt sie davon ab, zu Asche zerfallen, wo sie standen. Die Dämon hatte eine nicht gerade geringe Ähnlichkeit mit Alice, wenn man einmal außer Acht ließ, dass seine dämonische Freundin nicht ein Wesen aus purem Hass, Feuer und Vernichtung war. Na ja, meistens nicht. "Sie besteht zu einem Großteil aus Feuer - lasst euch etwas einfallen, wie ihr sie davon abhaltet, sich zu bewegen. Aber passt auf, frisch beschworen ist sie ziemlich mächtig." Mit einem letzten Blick versicherte sich Dmitry, dass die Umstehenden ihn gehört hatten. "Alles klar soweit?" Es konnte nicht lange dauern, bis der Dämon sie bemerken würde - und dann musste alles sehr schnell gehen.

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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   So 15 Jul 2018, 13:46

"Geh nicht dabei drauf, Dmitry", merkte Alizsha an, die Stirn in sorgenvolle Falten gelegt. Natürlich konnte er auf sich aufpassen und natürlich war das nicht der erste Dämon, den sie austreiben würden, aber trotzdem...Normalerweise waren sie besser vorbereitet und hatten ihre Ausrüstung gegen Dämonen dabei, komplett mit Salzmunition und allem. Aber sie hatte schlicht nicht damit gerechnet, hier auf einen Dämon zu treffen. Und wenn deswegen Dmitry etwas passierte, dann würde sie sich das nicht verzeihen. Die roten Augen der Bastardin richteten sich auf ihre beiden Mitstreiter. Fast wünschte sie sich, dass die anderen auch hier wären, aber gegen einen Dämon nutzten Schwerter einem nur herzlich wenig. Ihre eigenen Waffen leider auch.
"Ich habe den Namen des Dämonen nicht gehört, daher kann ich nur eine generelle Abschwörung verwenden. Außer einer von euch hat den Namen gehört oder weiß ihn zufällig?"
Nicht, dass das wahrscheinlich war. Es gab so viele Dämonen, dass die Wahrscheinlichkeit zweimal auf den selben zu treffen sehr gering war. Und die wahren Namen gingen im Verlaufe der Zeit gerne mal verloren oder es kam zu Verwechslungen. Und wenn man Hashtur als Bephim bezeichnete, dann war es mit einer strengen Zurechtweisung und einer Bitte um Vergebung meistens nicht getan.
"Die Formel wird nicht stark genug sein, um den Dämon zu bannen. Ihr werdet ihn schwächen und in den Riss zurück drängen müssen. Und begeistert wird er nicht sein, das kann ich euch schonmal versprechen."

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BeitragThema: Re: Heldenmut [MSG]   So 15 Jul 2018, 15:43

Feuer. In einem Wald. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis das ganze Gebiet in Flammen stünde, sollten sie das Beschworene Wesen nicht schnell wieder von dieser Existenzebene vertreiben. Aber Kalien war durch die verbleibenden Hexen gebunden, die offenbar die Fähigsten waren - und nun, da das Ritual offenbar beendet war, schien auch die Kraft, die sie wohl den Ritualisten geliehen hatten, zu ihnen zurück zu kommen. Als wäre die Lage nicht so ernst, wie sie tatsächlich war, brach Kalien plötzlich in Lachen aus. Es war eine Freude, endlich mal wieder einen Gegner zu haben, den man auch Gegner nennen konnte.
Die Elfe tauchte unter einer Hexenklaue weg, stach dann dem Körper der zugehörigen Hexe. Die Klinge wurde abgelenkt, doch damit hatte Kalien bereits gerechnet. Ein Lichtblitz in ihrer freien Linken blendete die Überraschte Hexe, bevor sie die Wucht der Elfenfaust zu spüren bekam und einen Moment nach hinten taumelte. Ein Moment, den Kalien nutzte, um Alissia durch eines der geblendeten Augen direkt in den Kopf der Feindin zu stoßen. Ein Rascher Blick versprach, dass die anderen Drei wohl mit dem restlichen Hexenzirkel klar kommen würden. Wenn nicht... Tja. Verlust kam halt vor. Und der Dämon war nunmal die größere Bedrohung.
Im Vorbeirennen schlitze Kalien einer weiteren Hexe noch die Kehle auf, die wohl zu überrascht davon war, dass die Elfe plötzlich losrannte - dorthin, wo der Dämon wohl gleich wirklich zu wüten beginnen würde. Konnte die ja nicht ahnen, dass Andere bereits hin gelaufen waren. Hoffentlich würde sie rechtzeitig ankommen, um ihre Hilfe noch anzubieten. Das, was Kalien vorhatte, würde nur funktionieren, wenn sie wusste, wo die Anderen waren - und die Hilfe der Naga, Rajis, erhielte.
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