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 [MSG] Mission 1

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Warmonger

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BeitragThema: [MSG] Mission 1   So 15 Jan 2012, 23:09

Es war langweilig auf der Autobahn. Todlangweilig für Gabriel, der links auf der Rückbank saß und größtenteils aus dem Fenster schaute. Für ihn gab es auf der Fahrt wirklich gar nichts zu tun – kein Wasseryeye zum herumspielen, kein Saxophon, Lesen konnte er im Auto nicht, ohne dass sich sein empfindlicher Magen nach außen kehrte, und einen Gameboy oder etwas in der Art besaß er nicht. Also ließ er ruhig die Hände im Schoß liegen und sah aus dem Fenster, wo die Autobahn, Lärmschutzmauer und hin und wieder Felder oder Wald vorrüberrasten. Vor ihm saß Christina, neben ihr machte sich Gareth breit, und neben Gabriel saß Alva. Den größten Teil der Fahrt hatte Schweigen geherrscht; Gareth war nicht gerade umgänglich, Christina fand anscheinend kein Thema, um mit Gabriel zu reden, und Gabriel hatte vor beiden einen fast furchtsamen Respekt. Und Alva hörte ohnehin Musik. Immerhin war er auch der Jüngste der Truppe, und der einzige Wasseryeye.
Niemand war gerne alleine Wasseryeye. Niemand verstand einen richtig. Zumindest nicht, wenn man ein Junge war. Das einzige Gute an der Fahrt war, dass sie irgendwann zu Ende ging. Christiane nahm eine Autobahnausfart, in so rapidem Tempo zog sie um die enge Kurve, dass sich Gabriel an seinem Sitz festhielt. Kaum waren sie von der Ausfahrt herunter sahen alle Insassen auch schon ihr Ziel. Eine kleine Stadt. Sie waren von einem Ort gar nicht so weit von der Küste Deutschlands bis nach Bayern gefahren, nonstop – denn sie waren auf dem Weg, einen Neuen abzuholen, einen, der gerade seinen ersten Yeye-Ausbruch gehabt haben musste. Christina war dabei weil sie die geborene Anführering war, Graham, weil er sich um jede Mission riss, und Gabriel, weil man von ihm erwartete, gut mit einem Neuen umgehen zu können.
Eine Weile zockelten sie noch über die Landstraße, bevor sie, harsch gebremst, in einer Seitenstraße der schmucken und außergewöhnlich sauberen Vorstadt stehen blieben. Es sah dem Dorf nahe der Schule gar nicht so unähnlich, auch wenn hier die Straßen breiter und die Gebäude höher waren, und mehr Verkehr die Straßen bevölkerte. Wie bei einer Flucht aus einem Gefängnis stieß Gabriel die Tür des altersschwachen grauen Opels auf, schnallte sich ab und stieg, etwas schwankend, aus. Er wollte fragen, welches Haus von denen in der Straße denn wohl das sei, zu dem sie sollten, denn die Hausnummer hatte Christina ihnen noch nicht gesagt. Dann schluckte er die Frage jedoch wieder herunter, als er sah, dass aus einem großen, allein stehenden Haus, fast einer Villa, auf einem riesigen Grundstück, dünn Rauch quoll, aus einer beinahe verkohlten Vorderfront. Immer noch standen Feuerwehrwagen dort herum, und dazwischen ein ziemlich schludrig geparkter, riesiger Mercedes.
"Äh ... Das sieht aus wie unsere Hausnummer. Befürchte ich."


Zuletzt von Warmonger am Di 17 Jan 2012, 00:56 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Ape

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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Mo 16 Jan 2012, 16:52

Unablässig trommelten zwei Finger auf einem nackten Knie das zu den angezogenen Beinen Alvas gehörte im Takt der Musik in ihren Ohren. Den Kopf gegen die Stütze gelehnt, das Gesicht leicht dem Fenster zu gewandt stierte das rothaarige Mädchen aus halb geöffneten Augen in den Himmel. Auto fahren war langweilig. So war es sicher schon seit Benz seine Kutsche ohne Pferde gebaut hatte. War man nicht selber der Glückliche der hinterm Lenkrad sahs, so war man zu einer gefühlten Ewigkeit der Untätigkeit verdammt.
Warum war sie nur so versessen darauf gewesen mit zu kommen? Sicher, eine Mission, das war besser als in der Klasse zu hocken und sich über dämlichen Büchern das Hirn zu verknoten. Doch hätte sie ahnen können so lange im Auto sitzen zu müssen? Unbewusst knirschte sie mit dem Kiefer bei dem Gedanken noch über ein Jahr warten zu müssen bis sie selber den Führerschein machen durfte. Ein Grinsen schlich sich auf ihre Züge. Selber fahren, lieber Motorrad als Auto. Gerade tauchten vor ihrem inneren Auge die irischen Hügel auf, da warf es sie in ihrem Sitz zur Seite.
Die Autobahnabfahrt, na welch ein Glück. Mit einem leisen Ploppen zog sie sich die Kopfhörer aus den Ohren und stopfte sie in die Hosentasche. Als sie hielten brauchte es erst einen Moment ehe Alva ihre Beine wieder entknotet hatte und neben dem Wagen stand. "Uh ja."das Haus erinnerte sie sofort an ihren Ausbruch, doch da war nicht gleich eine ganze Fassade verkokelt gewesen, nur ihr Zimmer. Es war der Geruch des Verbrannten der Alva in die Nase stieg und ihre Finger ganz furchtbar zu kribbeln anfingen. Ob es eine Gelegenheit geben würde selbst ein wenig mit dem Feuer zu spielen?
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Mo 16 Jan 2012, 21:11

Aron lag, wie so oft nach einem anstrengenden Vormittag in der Schule, auf der Fernsehcouch im Wohnzimmer und hatte die Lautstärke des Fernsehers voll aufgedreht, sonst machte es ja überhaupt keinen Spaß, das Programm anzusehen. Aus der Küche konnte er den wunderbaren Geruch frischer Lasagne wahrnehmen und sein Magen begann zu knurren. In Gedanken dankte er seinen Eltern dafür, die alte Köchin gegen eine andere auszutauschen, da diese ihr Handwerk um einiges besser verstand. Gerade endete die Werbepause und eine seiner Lieblingssendungen begann, als er aus dem Augenwinkel einen Schatten am Fenster vorbeihuschen sehen konnte. Jedoch war er schon verschwunden, als er den Kopf in seine Richtung drehte. Leise grummelnd stand er auf und trat an die Terrassentür, um nachzusehen, ob es wieder die nervige Nachbarskatze war. Sobald er aber die Tür geöffnet hatte, tauchte hinter der Hauswand ein maskierter Mann auf und griff nach Aron. Dieser stolperte ängstlich zurück, war jedoch nicht schnell genug und fand sich einige Sekunden später in einer äußerst unangenehmen Umklammerung, während die andere Hand über seinem Mund lag und ihn am Reden hinderte. Panisch versuchte er sich mit seinen Füßen zu wehren, konnte gegen den Maskierten aber nichts ausrichten.

Dr. Adrian Reed stand einfach nur in der Auffahrt zu seinem Haus und hielt tröstend seine Frau im Arm. Er konnte den Feuerwehrmännern nicht helfen, die Flammen zu stoppen, weshalb er sich etwas hilflos fühlte. Gerade fuhr ein Krankenwagen vom Gelände, in dem sich ihre Köchin befand. Kurz sah er ihr nach, dann richtete sich sein Blick wieder auf das Haus, aus dem einer der Feuerwehrmänner kam, kurz mit seinen Kollegen redete und dann zu ihnen kam. "Herr Reed...Die Feuerherde haben inzwischen unter Kontrolle, aber wir konnten keine weiteren Personen finden. Sind sie sicher, dass auch ihr Sohn im Haus war?" Der Angesprochene nickte leicht. "Ja, ich weiß es ganz sicher. An sein Handy geht er auch nicht und bei einem seiner Freunde war er auch nicht...wir können nur noch hoffen, dass er wiederkommt." Er drückte seine Frau fester an sich und streichelte sie sanft.
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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Di 17 Jan 2012, 06:09

Sich auf dem Vordersitz fläzend stieß Gareth einen anerkennenden Pfiff aus. Ihre Adresse sah nach einer mittelschweren Katastrophe aus.
"Nicht schlecht. Gleich mehrere Feuerwehrwagen. Da hat sich unser Neuzugang aber wirklich nicht lumpen lassen. Ist doch die Adresse, hm?" Das waren beinahe die ersten Worte, die Gareth auf dieser Fahrt gesprochen hatte. Mit wem sollte man sich hier auch unterhalten? Gabriel machte sich fast ins Hemd und Christina wechselte das Thema rasanter als ein D-Zug auf voller Kraft. Und Alva hörte Musik. Hoffentlich war der Neue wenigstens erträglich. Gareth hatte genug Kleinkinder transportiert, die heulend auf dem Rücksitz saßen und ihrem alten Zuhause nachweinten. Aber zumindest schien der Neue ein Feueryeye zu sein. Das war immerhin etwas.
"Also los. Reißen wir den Kleinen aus seiner gewohnten Umgebung. Alva und ich übernehmen die übrig gebliebenen Brändchen."

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Ena
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Sa 21 Jan 2012, 18:57

"Wir werden den Jungen nicht einfach aus diesem Haus bergen können."
Christina stieg aus dem Wagen, nicht ohne vorher im Handschuhfach zwei Brieftaschen hervorgeholt zu haben, von denen sie nun eine Gareth in die Hand drückte, zusammen mit einer großen Sonnenbrille. "Setz die auf und wirke so amtlich wie möglich." Sie selbst tat daselbe und wandte sich dann Gabriel und Alva zu. "Gabriel, Alva, wir beiden werden die Feuerwehrmänner ablenken, versucht ins Haus zu gelangen und nach Spuren zu suchen. Wir behalten Kontakt." Mit einem Zeigefinger tippte sich Christina gegen das Ohr, in dem ein Stöpsel steckte. Eilig machte sie sich einen Pferdeschwanz und zog ein Mikrofon aus der Laptoptasche, die an ihrer Hüfte baumelte. "In der Brieftasche sind Presseausweise. Schnapp dir die Fake-Kamera aus dem Kofferraum. Wir werden sie ablenken. Zum Zündeln kommst du noch früh genug." Mit einem ungeduldigen Blick Richtung Gabriel und Alva wedelte sie mit der Hand. "Auf geht's."
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   So 22 Jan 2012, 16:46

Einen spöttischen Blick zu Gareth konnte sich Alva nicht verkneifen ehe sie Gabriel vor sich her schiebend zum Aufbruch drängte. Sie hatten schon viel zu lange untätig im Auto gesessen, nun wollte sie etwas tun und wenn auch nur ein wenig Adrenalin durch ihre Adern schießen spüren. Vielleicht mussten sie den Neuen ja noch ein wenig überzeugen, eine kleine Darbietung ihrer Kräfte würde sicher allen Beteiligten Spaß machen!
"Na mach schon Gabriel!" trieb sie den Schulkameraden an. Er war schon des öfteren auf Missionen gewesen, Alva konnte ihre noch an einer Hand abzählen und war dementsprechend hibbelig und ungeduldig.
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Mo 23 Jan 2012, 01:10

Ja, Gabriel war schon auf vielen Missionen gewesen, aber, was Alva nicht wusste, er hatte dabei selten den abenteuerlichen part übernommen – und auch dann nur äußers ungerne. Er war der Diplomat, der Psychologe, der Kleine, Vertrauenerweckende, nicht derjenige, der durch Fenster turnte und Leute entführte. Trotzdem nickte er, denn weder dem Teamleiter noch Christina als Person zu widersprechen wäre für ihn infrage gekommen. Unbehaglich machte er ein paar Schritte auf das Haus zu, während er so etwas wie ein "Okay" murmelte, und sah sich nach einer Möglichkeit um, ins Haus zu kommen und dabei nicht allzu auffällig auszusehen.
Ins Haus zu kommen schien überraschend eifnach; Alle Fenster standen weit offen, um den Rauch abziehen zu lassen. Aber wie würden sie hineinkommen, ohne wie Einbrecher zu wirken?Sie mussten sich darauf verlassen, dass die Älteren die Anwesenden komplett ablenken würden. Und zu ihnen hinsehen konnte er auch nicht, ohne sich verdächtig zu machen.
Mit vor Nervoisität feuchten Handflächen, die er rasch in die Hosentaschen steckte, machte sich Gabriel mit dme unbefangensten Ausdruck, den er aufsetzen konnte, auf den Weg über den weitläufigen Rasen, zur Rückseite des Hauses. Und tatsächlich war auch hier ein Fenster weit offen. Rasch sah er sich noch einmal um, ob auch niemand hersah, und ob Gareth und Christina schon mit den Feuerwehrleuten beschäftigt waren.
"Wir brauchen eine Räuberleiter", sagte er sehr leise und schüchtern, denn auch Alva schüchterte ihn ein. Er wusste nicht recht, ob das rauhe Mädchen ihn auslachen würde, ob er etwas Dummes gesagt hatte. Er wusste nicht einmal, wer von ihnen die Räuberleiter machen sollte, um in das Fenster einzusteigen, das wie das eines Wohnzimmers aussah. Und das angebrannte Zimmer schien gleich dabeben zu sein, oder sogar das gleiche auf der anderen Seite. Tatsächlich sah er, als er hochsprang und durchs Fenster sah, dass die gegenüberliegende Wand völlig geschwärzt war und einige Möbelreste immer noch rauchten. Anscheinend mussten sie gar nicht erst noch ein Treppenhaus und dann den Raum des Jugendlichen suchen ...
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Mo 23 Jan 2012, 21:54

So unauffällig wie sie nur konnte, Hände in die Taschen gesteckt und unschuldig wie ein kleines Lamm drein blickend war Alva ihrem Schulkameraden gefolgt. Die beiden anderen würden schon wissen wie die Aufmerksamkeit der Feuerwehrmänner zu erregen war. Erst als sie auf der Rückseite des Hauses angekommen waren zog sie die Hände wieder heraus und versuchte aus dem Stand heraus den Fenstersims zu erreichen doch Gabriel hatte schon recht, ohne gegenseitige Hilfe würde hier wohl nur ein Luftyeye einfach herein kommen. "Du zuerst, ich bin leichter, mich kannste dann hochziehen." Schon stellte sie sich mit dem Rücken zur Wand unter das Fenster und faltete die Hände zu einer Kuhle. "Aber wehe du klüngelst beim Klettern, so stark bin ich nicht." fügte sie mit einem breiten Grinsen hinzu ehe sie Gabriel herauf half und ihm anschließend beide Hände entgegenstreckte das er ziehen konnte während sie sich mit den Füßen half so gut es ging.
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Di 24 Jan 2012, 00:43

"Nie darf ich machen, was lustig ist", beschwerte sich Gareth, ohne es wirklich zu meinen. Wann hatte man schonmal Gelegenheit Kameramann zu spielen? Außerdem stand ihm die Sonnebrille, wie er mit einem Blick in den Außenspiegel des Wagens feststellte. Die Kamera, die er aus dem Kofferraum holte war deutlich leichter als eine Kamera dieser Größe es eigentlich sein sollte. Klar. Das Ding war innen hohl, so wie ein paar seiner Mitschüler. Gareth setzte sein bestes Gewinner-Lächeln auf und wandte sich zu Christina.
"Haben wir einen Plan?"

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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Sa 28 Jan 2012, 22:36

"Der Plan ist, so zu tun als hätten wir einen..." Mit einem leichten Lächeln und dem Mikrofon, welches sie noch fester umschloss als zuvor, weil sich langsam ihre Nervosität meldete, stolzierte sie mit selbstsicherem Schritt auf die Truppe an Personen zu, die sich um die 'Katastrophenstelle' versammelt hatten. Mit gezücktem Presseausweis und dem Versuch, so seriös wie möglich auszusehen, wandte sie sich an den Polizeibeamten. "Entschuldigung! Mein Name ist Vanessa Tormann und ich bin von der Presse." Sie nickte ihm zu, ließ ihre Stimme routiniert klingen. Sie hatte das schon tausendmal gemacht. Es ging darum, möglichst unwichtige Dinge zu fragen, die Leute möglichst lange abzulenken. Man musste Gabriel und Alva Zeit geben, sich im Haus umzusehen, das war alles, was zählte...
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   So 29 Jan 2012, 00:43

"Oh, ich mag solche Pläne", murmelte Gareth, bevor er mit der Kamera hinter Christina hereilte, die bereits zum Angriff übergegangen war. Einfache Pläne brauchten nicht viel Kopfarbeit und bei diesem speziellen war die Chance, dass etwas schiefging und er sein Yeye einsetzen könnte, recht hoch. Trotzdem legte er sich schonmal ein paar Worte zurecht, sollten die Feuerwehrmänner sich nicht mehr mit Christinas Schauspielkünsten zufrieden geben. Irgendetwas mit kaputter Kamera und die ganze Chose nochmal neu drehen. Das würde wiederrum ihr Gelegenheit geben sich über ihn aufzuregen. Die Aufmerksamkeit der Feuerwehrleute wäre ihnen sicher. Grinsend hob Gareth die Kamera und blickte durch das immerhin funktionierende Objektiv. Alles in allem musste es den Anschein erwecken als wäre er bereits am filmen oder kurz davor.

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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   So 29 Jan 2012, 01:12

Benommen wachte Aron auf und stöhnte leicht. Sein Kopf dröhnte und seine Sicht war verschwommen. Anscheinend befand er sich in irgendeiner dunklen Halle, die durch einige wenige Fenster in ein dunkles Zwielicht getaucht wurde. Die bedrohliche Stimmung verängstigte ihn, doch was ihn wirklich aus der Fassung brachte waren die Metallstäbe, die sich etwa einem Meter vor ihm befanden und ihn effektiv in einer kleinen Zelle einschlossen. Panisch rüttelte er an den Stäben und schrie sich die Lunge aus dem Leib. "HILFE! HELFT MIR!" Die einzige Antwort, die er erhielt war sein eigenes, höhnisch klingende, Echo. Verzweifelt sank er zu Boden und begann leise zu weinen. Ihm fiel kein Weg ein, wie er aus dieser Lage herauskommen sollte. Er wusste nicht einmal genau, wie er in sie hineingekommen war. Das letzte, an das er sich erinnerte, war der kurze Kampf mit dem maskierten Mann. Aus irgendeinem Grund hatte der Teppichboden zu brennen begonnen und sein Gegenüber hatte ihm einen süßlich riechenden Lappen über Mund und Nase gelegt. Anschließend war alles schwarz geworden.

Adrian beobachtete die beiden Reporter, die sein Anwesen betraten und mit einem der Polizisten reden wollten. Wut über diese Aasfresser machte sich in ihm breit und erfüllte ihn mit einem lange verdrängten Feuer. Da er nicht wollte, dass es ausversehen ausbrach, schloss er die Augen und versuchte einige Sekunden lang, sich zu entspannen. Als er sich einigermaßen beruhigt hatte, ging er schnell zu diesen hinüber. "Was fällt ihnen ein einfach so mein Grundstück zu betreten und mit dem Leid anderer Profit zu machen?" fuhr er die beiden an, noch bevor der Polizist neben ihm einen Ton hervorgebracht hatte.
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   So 29 Jan 2012, 21:01

Halbwegs geschickt schaffte Gabriel es durchs Fenster herein und bemühte sich, so rasch wie möglich Alva hochzuhelfen. Beinahe wäre er wieder heruntergefallen, als sie mit ihren ganzen Gewicht an seinen Händen hing, aber sie schafften es beide hinauf. Nervös sah Gabriel durch das Fenster in den Hof; der Vater des Zielobjekts schien wütend zu sein. Das war nicht gut, denn wütende Leute neigten dazu, den falschen Reportern nicht halb so lange Aufmerksamkeit zu schenken wie ruhige. Sie mussten sich also wirklich beeilen.
Hastig sah er sich im Raum um; Keine Spur eines Jugendlichen war zu entdecken, sonst hätten die Feuerwehrleute ihn auch wohl schon längst gerettet gehabt. Arlso war er fort. War er von sich aus geflohen, erschrocken über seine neuen Kräfte?
Der Schalter des Fernsehers war immer noch tief eingedrückt, war also vermutlich eingeschaltet gewesen, als der Ausbruch die Wohnung in Brand gesetzt hatte. Die Tür war nicht aufgebrochen, also war sie unverschlossen gewesen – oder jemand hatte nach dem Brand das Haus verlassen. Das alles deutete drauf hin, dass der, nach dem sie suchten, beim Fernsehen, als niemand anderes da gewesen war, seinen Yeye-Ausbruch gehabt hatte und dann geflohen war.
Aber wohin? Und wie?
Mit einem Seufzen sah sich Gabriel noch einmal um – bis er eine Art schwarzen Klumpen auf dem Boden entdeckte, der halb mit dem Fußboden verschmozen war. Er ließ sich nur schwer vom Boden trennen, als der Junge daran zog. Als er erkannte, was der Klumpen war, lief ihm ein Schauer den Rücken herab; Es waren die Überreste einer Skimaske. Und da sie gerade Spätsommer hatten trug niemand eine, es sei denn, er wollte seine Identität verbergen. Wie ein Entführer.
In Sekundenschnelle setzte sich in Gabriels Kopf ein Puzzle zusammen; Der Yeye hatte ferngesehen, war an die Tür gegangen, entführt worden; der Ausbruch hatte einen Einbrecher in Brand gesetzt, sodass der sich seiner brennenden Kleidung hatte entledigen müssen.
Das gab aber noch keine Antwort auf die Frage, wo sie den Neuen jetzt suchen sollten.
Ratlos teilte Gabriel – trotz seiner Aufregung so leise wie möglich - Alva seine Gedanken mit.
"Wie finden wir ihn denn jetzt? Ob er weggelaufen ist oder entführt wurde?"
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Di 31 Jan 2012, 21:26

Alva antwortete nicht. Sie kannte auch keine Antwort. Ratlos zuckte sie nur mit den Schultern und blickte sich weiter im Zimmer um. Dagegen war ihr Ausbruch ein Witz gewesen! Aber das hier sah schlimm aus. Das musste weit ausgebrochen sein wenn die Maske von einem Einbrecher stammen sollte, dann konnten hier bestimmt auch noch mehr Sachen zu finden sein! Alva löste sich vom Fenster und trottete mit gesenktem Blick durch den Raum. Das Sofa war böse verbrannt, das ganze Polster war kaum mehr als ein Haufen Asche und die Möbel sahen auch schwer mitgenommen aus. Mit dem Fuß stocherte sie ein wenig in der Asche herum, doch was sollte da noch zu finden sein?
Ihr Blick wanderte durch den Raum zur Tür, da sprang sie auf einmal über das Sofa hinweg und hechtete zu einer Kommode neben der Tür. Ungestüm grapschte sie nach einem zerknüllten Haufen Stoff. Eine Jacke. Ein Ärmel und bald der halbe Oberkörper fehlten, doch nichts was Alva daran hindern würde jede Tasche zu durchwühlen. Wenn sie von ihrem Yeye stammte ... Alva stockte und zog einen zusammengefalteten Brief heraus. Das sah eher nach einem offiziellem Schreiben als der Notiz eines Jungen aus. Schnell entfaltete sie das Papier und überflog die ersten Zeilen. "Das ist über ne Adresse im Industriegebiet, nen Mietvertrag." las Alva sichtlich verwundert vor. Die Jacke war sicher nicht von dem Jungen dem hier das Yeye durchgegangen war und die Eltern legten ihre Jacken sicher nicht auf der Kommode ab. "Was hälst du davon?"
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Di 07 Feb 2012, 20:36

"Wir haben das Recht, auf diesem Grundstück zu sein. Und nicht nur das. Es ist unsere Pflicht, Umstehende über eventuelle Gefahren in Kenntnis zu setzen." Christina setzte ihren Businessman-Blick auf, der ihr in solchen Situationen (selbst mit Sonnenbrille) eine erstaunlich seriöse Ausstrahlung verlieh. Vielleicht lag es auch daran, dass sie ihre Brüste ein Stück aus dem Ausschnitt quellen ließ. Im Großen und Ganzen hoffte sie dennoch, die Aufmerksamkeit des Mannes zu bannen, der ihr gerade Recht kam. Solange sie stritten, würden die anderen Zeit gewinnen. "Es wäre beispielsweise möglich, dass ihr Sohn dieses Feuer gelegt hat, nicht wahr? Die Nachbarn sollten wissen, ob ein Verbrecher frei herumläuft!"
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Mi 08 Feb 2012, 17:39

Gabriel streckte die Hand nach dem Zettel aus, den Alva in der Jacke gefunden hatte, und als sie ihn ihm gegeben hatte, betrachtete er ihn selbst sehr gründlich. Tatsächlich war es ein Mietvertrag, erst vor zwei Monaten abgeschlossen. Er überlegte lange, bevor er es wagte, Alva seine Gedanken mitzuteilen.
"Vielleicht wirklich eine Entführung. Vielleicht ist der Junge, den wir suchen, da. Gefangen. Dann ... müssten wir eigentlich die Polizei einschalten."
Der Gedanke behagte dem Wasseryeye nicht. Zwar hatte die Polizei viel mehr Erfahrung mit solchen Fällen, und eigentlich war es auch ihr Aufgabengebiet, aber dann würden sie womäglich entweder den Jungen als besonders erkennen oder ihn gar nicht mehr herausgeben. Und dann wäre es nur noch eine Frage der Zeit, bis er zum zweiten Mal unkontrolliert sein Yeye einsetzen würde, während alle Aufmerksamkeit auf ihm lag.
Zumindest einmal vorbeischauen würden sie wohl sollen. Sehr sorgfältig faltete Gabriel den Zettel zusammen und steckte ihn in seine Hosentasche, bevor er sich noch einmal die Jacke und dann die ganze Wohnung ansah. Das Zimmer des Jungen war wahrscheinlich oben, also sah sich Gabriel kurz nach einem Treppenhaus um, fand es auch, ohne an einem Fenster vorbeizukommen, das in den Vorgarten gezeigt hätte, und eilte die Stufen hinauf – mit einem schlechten Gewissen, denn die Stufen waren mit weichem, weißem Teppich bezogen, und er hatte seine Straßenschuhe nicht dafür ausziehen wollen. Was, wenn er schnell fliehen musste?
Oben war es, da nicht so angebrannt, eigentlich sehr schön. Die Wände waren geschmackvoll und in angemessenen Abständen mit Bildern geschmückt, die Decken waren hoch und die Fenster riesig. Rasch huschte der Junge an ihnen vorbei und widmete sich den Türen, die in beide Richtungen vom Gang abgingen. Die erste führte in ein großzügig ausgestattetes Badezimmer mit Whirlpool. Die zweite führte ins Elternschlafzimmer mit Kingsize-Doppelbett und Gemälden an der Wand. Die dritte Tür dagegen führte endlich ins Zimmer, in dem ganz augenscheinlich ein Elfjähriger leben konnte. Die Wände waren ausnahmsweise nicht weiß mit grauen Akzenten gestrichen, sondern in einem angenehmen Gelb mit einigen irgendwie liebevoll wirkenden roten Streifen. Überall hingen Poster an den Wänden, denen man noch deutlich ansah, wo sie gefaltet gewesen waren; auf den meisten waren Biker zu sehen. Ein bequemes Bett mit gründlich zerknüllter Decke, Holzschränke, an denen eine Tür offen stand, und den Blick auf ordentlich zusammengelegte T-Shirts und Hosen freigab. Unter einem Fenster stand ein ziemlich zugebauter Schreibtisch mit offenen Heften in der Mitte und einem nicht ganz billig aussehenden Computer. Alles in allem ein sehr nett und auch ein bisschen teuer eingerichtetes Zimmer für einen Jungen, aber nichts, was Gabriel als auffällig ins Auge gesprungen wäre. Und für eine gründliche Suche war natürlich keine Zeit.
Rasch lief er wieder die Treppe herab und meldete sich bei Alva, die Schmiere gestanden hatte.
"Wir legen alles wieder hin, wie es war, und dann raus ... Ich glaube, hier finden wir nicht mehr."
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Do 09 Feb 2012, 19:55

Wenn man untätig wartete werden Sekunden schnell zu Minuten. So kam es Alva vor während sie ungeduldig im Türrahmen wartete das Gabriel wieder herunter kam. Sie hatten doch keine Ahnung wie lange Christina und Gareth die Leute da draußen noch beschäftigen würden? Die Jacke hielt sie noch in der Hand und suchte wiederholt die Taschen durch. Doch neben Krümeln und einem benutztem Taschentuch war da nichts zu finden.
Alles zurück wo es war, warum hatte sie da nicht selber schon dran gedacht? Schnell lag die Jacke wieder neben der Kommode. Sie tat es dem Einbrecher gleich und warf sie einfach - mit Erfolg. So ähnlich hatte die Jacke da gelegen, würde sicher reichen. Alsbald wand die Rothaarige sich ab und folgte Gabriel. Der Weg zurück aus dem Fenster gestaltete sich deutlich leichter als auf dem Hinweg. Alva kletterte auf die Fensterbank und hüpfte einfach herunter. Es war ja nicht und so landete relativ leichtfüßig in der `Freiheit`. Das beklemmende Gefühl jede Sekunde erwischt zu werden und gewaltigen Ärger zu bekommen ließ nun rasch nach. Hier war einfach mehr Platz und Raum um davon laufen zu können. Doch ehe sie davon lief wartete sie auf Gabriel, würde seltsam aussehen wenn die beiden auf getrennt auftauchen wenn sie gemeinsam gegangen waren dachte sie sich.
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Mi 15 Feb 2012, 12:24

"Wie können sie es wagen..." Begann Adrian, als Christina ohne mit der Wimper zu zucken offen darüber nachdachte, dass Aron etwas mit dem Feuer zu tun haben könnte. Gerade als er weiterwettern wollte, legte sich sanft eine Hand auf seine Schulter und seine Frau, die die bisherige Unterhaltung ruhig mitverfolgt hatte, trat neben ihn. "Woher wollen sie wissen, dass unser Sohn etwas mit dem Feuer zu tun hat oder überhaupt zu der Zeit zu Hause war?" mischte sie sich in das Gespräch ein. Bevor die Luftyeye jedoch antworten konnte, begann Adrians Handy zu läuten und nach einem kurzen Blick auf das Display hellte sich seine Miene auf. Schnell nahm er den Anruf entgegen und hielt sich das Telefon an sein Ohr.
"Aron, wo bist du? Wir haben uns Sorgen gemacht."
"Aron ist gerade nicht in der Lage mit ihnen zu sprechen, Dr. Reid. Wenn sie etwas daran ändern möchten, sollten sie tun, was ich ihnen sage." Erklang eine verzerrte Stimme aus dem Telefon, laut genug, damit Christina und Gareth sie noch verstehen konnten. "Was wollen sie von uns?" Wollte Arons Vater wissen und ging einige Schritte von den beiden Yeyes weg, damit diese das Gespräch nicht weiter verfolgen konnten. Einige Minuten später kam er wieder, bleich im Gesicht und sah zu der Reporterin. "Ich denke...es wäre besser, wenn sie jetzt gehen." Murmelte er leise und erschöpft.
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Mi 15 Feb 2012, 20:37

"Natürlich. Verzeiht die Störung." Christina wandte sich um, Gareth eine Hand auf die Schulter legend. Mit malmendem Kiefer schritt sie wieder auf den Wagen zu, und erst als sie sich sicher war, dass niemand außer er sie hören würde, ergriff sie das Wort. "Eine Entführung. Das ist übel. Ich verstehe jetzt, was die Rektorin mit 'riskant' meinte...In Ordnung." Sie atmete tief ein, versuchte das aufkeimende Mitgefühl zu unterdrücken, den Drang, sofort etwas zu tun. "Gabriel, Alva? Es gibt neue Informationen. Kommt umgehend zum Auto zurück." Ihre Hände zitterten unmerklich. Wie sollte man diesen armen Jungen finden? Er konnte geortet werden, wenn er sein Yeyes einsetzte, aber bis dahin war er ihnen durch die Lappen gegangen. Sie hätte schneller fahren müssen. Was, wenn er schon in einem Graben lag, weil sie zu langsam war? Sie war doch Luftyeye, verdammt...
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Mi 15 Feb 2012, 22:22

Rasch suchten sich Alva und Gabriel ihren Weg zurück zu den beiden älteren Mitlgiedern ihrer Gruppe, als zwei ganz normale Kinder ziemlich unauffällig, obwohl sie sich gerade einen Weg aus einem fremden Garten gesucht hatten. Fast hätte Gabriel angefangen zu laufen, als er hörte, was Christina da durchgab. Sie hatten Beweise, wo Gabriel nur eine Vermutung gehabt hatte, und auf einmal begannen seine Handflächen heftig zu schwitzen. Eine Entführung! Gabriel hatte bestimmt schon ein Dutzend Neuer abgeholt, aber bisher war noch niemand davon entführt gewesen worden. Einen hatten sie vier Tage lang suchen müssen, aber auch der war nur davongelaufen, nicht absichtlich von jemandem versteckt worden!
Etwas außer Atem kam er wieder beim Auto an und zog sofort den Zettel aus der Tasche. Kurz strich er ihn glatt, dann reichte er ihn dem Mädchen.
"Das haben wir in einer Lederjacke drinnen gefunden, die da wohl nicht hingehörte. Und so eine Sturmhaube haben wir auch gefunden. Alles angebrannt. Wollen wir zur Addresse fahren? Vielleicht ist er da ... Aber ..."
Gabriel zögerte kurz. Er war nicht nur nicht besonders mutig, er ahtte auch Angst, dass dem Jungen etwas würde passieren können.
"Vielleicht ist das gefährlich?"
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Ape

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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Do 16 Feb 2012, 18:08

"Was soll'n wir denn sonst tun als da hin zu fahren?!" warf Alva dazwischen. "Der Kerl hat doch noch gar nicht gesehen was ein Feueryeye mit etwas Übung kann." breit grinsend sah sie zu Gareth hinüber. Ihm juckten die Finger doch genau so wie ihr! Da war eine Spur, eine verdammt heiße Spur, und der zu folgen konnte doch nur die richtige Entscheidung sein. Nervös rieb sie die Fingerkuppen aneinander, ein kleiner Tick von ihr, und löcherte Christina mit auffordernden Blicken. "Na komm schon!"
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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   So 19 Feb 2012, 21:18

"Scheiße, Mann, 'ne echte Entführung. Das können wir uns doch nicht entgehen lassen", merkte Gareth Alva zustimmend an. Inzwischen hatte er die gefakte Kamera wieder im Kofferraum verstaut. Letztendlich trug Christina die Befehlsgewalt, auch wenn Gareth sich gerne einbildete, dass seine Stimme Gewicht hatte.
"Wir müssen nur aufpassen, dass dem Jungen nichts passiert. Wir wollen ihn ja nicht auf dem Gewissen haben, eh?"
Gareth lümmelte sich in den Vordersitz und sprach weiter: "Ich schlage vor, wir fahren zu der Adresse und schauen uns mal um. Kann nichts schaden."

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Ena
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Mi 29 Feb 2012, 17:08

"Selbstverständlich ist das gefährlich. Denkst du wir werden nur zum Spaß im Kämpfen ausgebildet?" Obwohl der Inhalt ihrer Worte unschön sein mochte, sie sagte es relativ sanft. Gabriel war im Gegensatz zu den meisten hier noch zu neu, um abgestumpft zu sein, das musste sie berücksichtigen. Ein tadelnder Blick auf Gareth und Alvar erinnerte die beiden daran, wer hier der Boss war, ehe sie sich wieder auf den Fahrersitz schwang. "Wir werden ihn uns holen, aber trotzdem bitte ich um allerhöchste Vorsicht, das wird kein Zuckerschlecken, klar?" Regelbehaftet schnallte sie sich an und legte den Gang ein, bevor sie letztendlich das Grundstück ihres neuen Schützlinges verließ. Hoffentlich lief alles glatt. Ihr Team war gut, das wusste sie, aber wie würde es in Extremsituationen reagieren? Sie machte sich vor allem Sorgen um Gabriel. Es war möglich, dass sie eine Leiche fanden - konnte er damit umgehen? Würde er davon verrückt werden? Man konnte es nie wissen. Deshalb war sie dagegen, so junge Leute mit auf Missionen zu nehmen. Am Ende musste man immer den Babysitter spielen..."Ich habe ein offenes Ohr für Pläne, wisst ihr." Das war eine Taktik ihrerseits, sich von schlechten Gedanken abzulenken. Pläne schmieden. Vielleicht würde es bei den anderen auch funktionieren. Yeyes, die ihre innere Ruhe nicht unter Kontrolle hatten, waren nutzlos. Mit einem wüstem Chi ließ sich nicht kämpfen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   Sa 03 März 2012, 14:10

Gabriel erwiderte nichts auf Christinas Worte, sondern stieg bloß still ins Auto ein, auf seinen Platz in der Ecke. Er wusste, dass Missionen gefährlich sein konnten, er war ja nicht zum ersten Mal auf einer. Aber er mochte es trotzdem nicht, und das Wagnis, das für andere erst den Reiz einer Mission ausmachte, war für ihn nur störende Nebensache. Er wollte den Neuen helfen, mit ihrem Yeye zurechtzukommen, das wars. Er war beim Kampfunterricht sowieso immer eine Niete gewesen, unfähig, seinem Gegner wehzutun, oder auch nur sich dazu durchzuringen, das Yeye einzusetzen um sein Gegenüber zu bekämpfen.
Er wollte gar nicht erst darüber nachdenken, was bei einer Entführung alles passieren konnte. Normalerweise suchten sie Flüchtlinge, Verletzte manchmal, aber keine Entführten. Und in Gabriels lebhafter Fantasie spielten sich schon die schlimmsten Szenen ab: Was, wenn sie mit den Entführern zusammenstoßen würden? Was, wenn die drohen würden, den Jungen umzubringen? Was, wenn sie nur noch seine Leiche finden würden? Der Gedanke ließ den emotionalen Wasseryeye erschaudern, und er drückte sich noch ein wenig mehr in die Ecke, sah aus dem Fenster. Er versuchte sich zu beruhigen, sein Chi zu sammeln. Es hätte ihm gut getan, ein wenig mit Wasser herumspielen zu können, oder Musik zu machen, aber das ging ja nun einmal nicht.
"Lass uns losfahren ... Uns beeilen."
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BeitragThema: Re: [MSG] Mission 1   So 04 März 2012, 15:57

Wozu lange Pläne schmieden wenn sie noch nicht einmal wussten was auf sie zukommen würde? Alva packte die Sachen lieber dann beim Schopf wenn sie sich ihr zeigten. "Pläne klappen eh nie so wie man möchte." brummte sie von ihrem Sitz. Das Mädchen war nervös. Sie wollte endlich etwas tun, vorran kommen und das Ziel wieder vor die Augen bekommen. Unruhig spielte sie mit dem Shamrock an ihrem Hals und rieb die Fingerkuppen gegeneinander das es kleine Funken wie bei einem Feuerzeug gab.
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[MSG] Mission 1
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