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 Tal der Sterne[MSG]

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Ena
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BeitragThema: Tal der Sterne[MSG]   Mo 10 Sep 2018, 18:12

Sicherheit.
Trübsinnig betrachtete Raik die verkohlten Überreste des Werbeschildes, das sich in den vom Regen des Tages aufgeweichten Boden gebohrt hatte. Wegen des Brandflecks, der den Großteil des Holzbalkens bis zur Unleserlichkeit hin entstellt hatte, konnte man nur noch das eine Wort lesen, das jetzt mehr wie ein ironischer Nachhall schien. Die Überbleibsel des ausgebrannten Ladens waren ein mahnender Finger, dass der Krieg selbst hier, im Zentrum des Erdkönigreiches, noch nicht vorbei war. Raik selbst hatte nichts von diesem Vorfall gehört, bis sein Blick bei einem kurzen Spaziergang durch die Stadt auf verkohlte Erde gefallen war. Einige Offizielle, gekleidet in das Silbergrün des Erdkönigreiches, waren damit beschäftigt die Trümmer von der Straße zu räumen, die zu dieser Tageszeit selbst bei Regen gut beschritten war. Die meisten Passanten interessierten sich für diese verkohlte Lebensgeschichte kaum, schenkten der Ruine des Gemischtwarenladens nur einen flüchtigen Blick und eilten zum überdachten Marktplatz auf der gegenüberliegenden Seite, weg von der Erinnerung an den Krieg. Nach einem kurzen Gespräch mit den Erdwärtern hatte er herausgefunden, dass dies hier tatsächlich kein Unfall war ... die Stadt vermutete Brandstiftung. Scheinbar trieben sich Feuerreichtreue in der Stadt herum, die ihre radikalen Meinungen nicht mehr länger für sich behalten wollten. Der Besitzer war ein Tränenträger gewesen, Feuerträne, wie viele, die den Radikalen hier zum Opfer fielen. Allein die Tatsache, dass die Stadtwache so offen darüber sprach, so als wären sie nur eine Gang wie die anderen, machte Raik klar, wie wenig sicher es hier eigentlich war.
Immernoch besser als in den Bauernhöfen und Städten, die das Feuerreich bereits niedergebrannt hatte, schoss es ihm durch den Kopf, als er, die Hände tief in den Manteltaschen vergraben, sich vom Tatort wegdrehte und seinen Weg zurück in den gut besuchten Marktplatz aufnahm. Sturmfels, wie sich eines der größten Siedlungen des Erdkönigreichs nannte, war nun einmal der Zulaufort für alle Flüchtlinge, eine Bastion der leeren Versprechungen. Wer hier nicht zu Sklavenlöhnen arbeitete, um Asyl zu erhalten, der wurde irgendwo in einer leeren Gasse abgestochen. Aber es war die einzige Wahl für viele, deren Existenzen so niedergebrannt waren wie die des Ladens, dem selbst Raik jetzt den Rücken gekehrt hatte. Es war einfach, diese Dinge auszublenden, wenn man sich gewahr wurde, das man noch lebte, heute gegessen hatte ... Was interessierten einen da die anderen, denen es schlechter ging?
Früher hatte es noch Gastfreundschaft gegeben, Offenherzigkeit, doch all das schien aus einer längst vergangenen Zeit zu stammen, wo man beim Anblick von Flammen nicht zusammenzuckte und als Tränenträger um sein Leben fürchten musste. Sturmfels war nur eine Siedlung von vielen, die fallen würde. Einen Deal aushandeln, vielleicht. Tränenträger gegen das Leben der normalen Bürger und die Illusion von Selbstregierung. Noch waren sie standhaft und schrieben sich große Ideale auf die Brust. Asyl. Stärke. Schutz.
Sicherheit.
Aber es würde nur eine Frage der Zeit sein, bis auch Sturmfels bröckelte ...

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Redeyes
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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Di 11 Sep 2018, 19:00

Denat war gerade dabei einen frei gewordenen Tisch für die nächsten Gäste mit einem feuchten Lappen abzuwischen, als sein Blick durch das Fenster viel. Selbst von hier aus konnte man die Stadtwache noch dabei beobachten, wie sie den abgebrannten Laden am Rand des Marktplatzes abschirmten, damit freiwillige die Trümmer beiseiteschaffen konnten. Er seufzte und schüttelte den Kopf, was für eine sinnlose Verschwendung. Er hoffte das wenigstens der Besitzer und seine Familie den flammen entkommen konnten, doch genaueres wusste er nicht. Klar in der Teestube, in der er zeitweise arbeitete, wurde viel getuschelt und Gerüchte machten die runde, doch so wirklich wusste niemand, was genau Sache war. Die einzige Gemeinsamkeit an den Gerüchten war bloss die Brandstiftung.
Es war nicht das erste Mal, das Denat von solchem vorgehen hörte, allerdings war es das erste Mal, das er es direkt miterlebte und auch das erste Mal in einer solch grossen Stadt. In den letzten Jahren war er viel herumgekommen und hatte in vielen Dörfern schon solche Brandruinen gesehen. Meistens waren die Bewohner des Dorfes danach bereits so eingeschüchtert, dass sie entweder flohen oder keinen Widerstand geleistet hatten, als die Armee des Feuerreiches einmarschierte. In einer Stadt wie Sturmfels war es natürlich nicht so einfach, doch die brodelnde Gerüchteküche zeigte, das solche Aktionen ihre spuren Hinterliesen.
Auch wenn viele Bewohner versuchten den Krieg auszublenden, er war bereits da. Die Stadt wurde bereits belagert doch wegen der günstigen Lage von Sturmfels und der geringen Stärke der belagernden Truppen war die Stadt nicht völlig umstellt. Im Prinzip hatte man die Stadt direkt vor einen Pass in einer Gebirgskette gestellt, wobei sie mit zunehmender Grösse in den Pass und das Gebirge hineingewachsen war. Durch diesen Pass wurde die Stadt weiterhin versorgt. Die Truppen des Feuerreiches stellten sich dabei ziemlich clever an, sie waren zu wenige um die Stadtmauern zu erstürmen, hatten die Stadt aber so weit umstellt, das der Pass hinter ihr die einzige Möglichkeit zur Versorgung war. Allerdings Liesen sie Flüchtlinge aus anderen Teilen des Königreiches absichtlich durch ihre Linien schlüpfen. Dadurch belastete man die einzige Versorgungsroute immer mehr, und da die Flüchtlinge ihre Schreckensgeschichten in die Stadt hineintrugen, wurde die Stadt auch psychologisch unter Druck gesetzt. Und selbst wenn diese Taktik nicht funktionierte, irgendwann würden die Generäle auch Sturmfels ihre Aufmerksamkeit widmen, die anwesenden Truppen verstärken und ihnen schweres Belagerungsgerät zur Verfügung stellen. Spätestens dann würde die Stadt fallen. Denat war sich nicht sicher, was die bessere Möglichkeit war, das die Stadt einen Deal machte und alle Tränenträger auslieferte, oder wenn sie Widerstand leistete und Katapulte und Ballisten die Stadt zu einer halben Ruine machten. Er war sich bewusst, das dies eine ziemlich pessimistische Sichtweise war, doch das die Stadt Verstärkung erhielt, um sich von der Belagerung selbst zu befreien, war unwahrscheinlich.
Denat seufzte und blickte kurz nach oben zu Ryuulong, welcher sich auf die Dachbalken zurückgezogen hatte und dort oben ein Nickerchen hielt. Wie lange sie wohl hier noch sicher waren? Es war schwer einzuschätzen, gerade weil die Gefahr bestand, dass die Stadtregierung jederzeit unter dem Druck einknicken könnte, doch es waren so viele Flüchtlinge hier welche verletzt oder krank waren und Hilfe benötigten.
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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Mi 12 Sep 2018, 17:34

"Münzen vom Wasserstamm? Die hab ich seit Jahren nicht gesehen. Tut mir leid, Mädchen, damit kommst du hier schon lange nicht mehr weit." Der ältere Herr vor ihr war nicht der erste Händler, der Nienna abgewiesen hatte.
Da legte das Dorf der Syphone seit Ewigkeiten mal wieder an einer Stadt an, um seltenere Rohstoffe zu besorgen und dann schien alles anders zu sein. Die junge Frau hatte sich freiwillig gemeldet, die Einkäufe zu übernehmen. Eine Chance, Neues zu erkunden, liess sie sich nie entgehen. Allerdings war es hier weniger spassig, als sie es sich vorgestellt hatte. Anders als in den Erzählungen, schrien die Händler nicht laut durch die Gegend, um die Aufmerksamkeit von Kunden auf sich zu ziehen. Nein, die allgemeine Stimmung konnte man nur als trüb bezeichnen.
Und auch der Mann vor ihr zeigte kaum echtes Bedauern. Nienna unterdrückte den langsam aber sicher aufsteigenden Ärger. "Und wie komm ich hier weiter?", fragte sie, ungeduldig werdend.
"Najaa..." Wenn der Mann noch langsamer sprach, würde er an Altersschwäche sterben, ehe er ihr geantwortet hatte, dessen war sich Nienna ziemlich sicher. "...Die Schmelze, hinten auf der andern Seite der Stadt, die geben gutes Geld für gutes Metall. Vielleicht nehm die ja deine Münzchen." Als er fertig war, rang sie sich ein Lächeln ab und murmelte etwas ähnliches wie "Danke" und zischte eilig davon.
Einige Strassen weiter blieb sie stehen. Moment. Wo befand sich noch gleich die Schmelze? Sie blickte sich um, wie beim tiefen Ozean sollte man bei den riesigen Gebäuden und Gassen, die alle gleich aussahen, die Orientierung behalten? Kurz seufzte sie. Sie hätte schon den Händler nach einer genaueren Wegbeschreibung fragen können, aber allein beim Gedanken daran, noch mal mit der Schlafmütze zu reden, gruselte ihr. Nein, sie würde nicht umkehren. Also ging sie auf den nächstbesten Passanten zu, der in diesem Fall vor einem verkohlten Holzstamm, vermutlich mal ein Schild gewesen, rumstand. "Ehm, tschuldigung? Ich suche die Schmelze", sprach sie ihn an.
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Mali
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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Mi 12 Sep 2018, 22:06

Die Tanai Rudara waren ein großer Stamm. Gerade waren sie mit ihren Kamelen an der Hafenstadt Al Shawir angekommen.
Ausserhalb der Stadt bauten sie ihr Lager auf und suchten die Tiere zusammen, die sie in der Stadt verkaufen wollten.
Naveen folgte seinem Vater, dabei unterhielten sie sich über dieses und jenes. Hanu, die rechte Hand von Malik Rashid würde wie immer zusammen mit den anderen Kriegern das lager bewachen und auf die Frauen und Kinder achten. Naveen gab seiner jungen Frau und seinem Sohn einen kuss, bevor er seinem Vater mit den Kamelen in die stadt folgte. Wie immer war es ziemlich laut und voll.
Viele Schiffe hatten angelegt, sogar Schiffe, die zum Wasserclan gehörten, waren da. Naveen spürte das wasser unter dem Felsigen untergrund und lächelte. Plötzlich wurde die Menge unruhig und Reiter drängten sich durch die Menschen. Ein junge, gerade an der Grenze zum Erwachsenwerden, lief vor ihnen davon. Verblüfft blickte Naveen der Szenerie zu und wusste nicht, was das sollte. Er hörte noch einen der Reiter, der "Haltet den Former" rief. Die meisten reagierten aber nicht, mehr aus angst, denn aus ungehorsam.
Vater und sohn blickten sie an und Malik seufzte leise. "Du bist hier nicht mehr sicher, mein sohn. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich dich im lager belassen, bei den anderen." Mit großen Schritten gingen sie weiter, bis zum Händler, der immer ihre Kamele kaufte.
"Jamil, gib mir einen guten preis für die Tiere. Sie sind gut trainiert, so wie immer," wandte er sich an den Händler.

Die Reise nach Sturmfels dauerte mehrere Tage. Naveen hatte nur das bei sich, was er mit zum markt genommen hatte.
Doch sein Vater hatte recht gehabt, er war nicht sicher gewesen in der stadt. Und wohl auch nicht im lager. Diese leute jagten Former.
Es tat ihm weh, seinen Stamm zu verlassen und noch weher, seine Frau und seinen Sohn alleine zu lassen. Sein Vater hatte ihm das Geld von dem Verkauf der Kamele gegeben, sowie eine der Ketten, die er unter seinem Gewand trug.

Endlich war das Schiff im Hafen von Sturmfels eingetroffen. Naveen verstand nicht viel von den Worten, die hier gesprochen wurden,
doch er würde es schon schaffen. Zur not mit Händen und Füssen.
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Ena
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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Mi 12 Sep 2018, 23:41

"Die Schmelze?" Raik hob den Kopf, die Stimme etwas höher als normal, weil er so überrascht davon war, auf offener Straße angesprochen zu werden. Normalerweise passierte das nur, wenn ein Bettler sich besonders mutig fühlte oder man jemandem von den Triaden in der Stadt ans Bein gepinkelt hatte. Wobei, bei Letzterem verloren die meisten nicht viele Worte ... Ein paar Regentropfen lösten sich von der tief in sein Gesicht gezogenen Kapuze, als der junge Mann das hübsche Mädchen anblickte, das ihn gerade ... nach dem Weg gefragt hatte? Wahrscheinlich sah er gerade so aus, als hätte sie nach der Farbe seiner Unterhosen gefragt. Er brauchte einen Moment, eine Hand leicht erhoben, als würde er gleich zu einer Art fabulösen Pirouette ansetzen, einen Fuß noch halb im Abwenden und Gehen. Mitten auf der Straße! Eine Konversation! Und ihre ganze Aufmachung ... Wasservolk? Hatte sie sich gerade für ihre Störung entschuldigt? "Ehm, ja, sicher. Die ist in diese Richtung, durchs Handwerksviertel." Raik wollte sich gerade umdrehen und sie ihres Weges ziehen lassen, als er doch noch einmal innehielt. Dabei drehte er sich einmal im Kreis, die Hände in die Hosentaschen gesteckt und den Kopf schiefgelegt, so als wäre die Frau mit den blauen Kleidern das Interessanteste, was er seit Langem gesehen hatte. War sie auch irgendwie. "Wäre es sehr unverfroren von meinesgleichen, dich zu fragen, woher du kommst? Es ist nur ... Ich kenne meine Leute hier in der Stadt, und dich habe ich noch nie gesehen." Einen Wimpernschlag lag öffnete er den obersten Knopf seines Mantels und entblößte das blaue Tränensymbol, was ihn zumindest als einen Angehörigen desselben Volkes auswies. Soviel das in diesen Zeiten auch noch bedeuten mochte. "Wie du siehst, ist es hier ziemlich dröge. Ich will mich nicht aufdrängen, aber ein paar Informationen über die Welt da draußen wären mir doch glatt ..." Er schaute sich flüchtig um und machte dann eine Geste voll Bravado in eine bestimmte Richtung, die perfekt auf die Rolle einer Zaubereiassistentin oder Lottofee gepasst hätte. "Eine Tasse Tee von diesem Laden da wert!"

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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Do 13 Sep 2018, 19:38

"Und was bist du?", murmelte Mareja mehr zu sich selbst als an irgendeine Person gerichtet. Die Frau hatte die Augen auf eines der Dächer über sich gerichtet. Grüne Augen richteten sich auf die winzigen Fünkchen Leben, die die Kreatur auf dem Dach in regelmäßigen Abständen ausstieß. Etwas daran war seltsam. Sie hatte nicht die richtige...Farbe, wenn man es denn so nennen konnte. Mareja war schon seit einigen Tagen in der Stadt. Eigentlich gab es auf den Dächern nur Tauben, deren Atem eher die selben Merkmale aufwies wie der von Ratten. Die Frau sah sich um. Irgendwie musste sie weiter nach oben kommen. Aber dass man hier keine Tränenfähigkeiten einsetzen sollte, wusste sie seitdem sie das das erste Mal getan hatte. So ganz sicher war sie sich immer noch nicht, ob man vor ihr Angst gehabt hatte oder sie bewundert hatte. Wobei das Opfer ihrer Aktion eine Ratte gewesen war, die als Abendessen gedient hatte. Das Biest war beinahe entkommen und sie war hungrig gewesen.
Die Frau rückte ihren Kopfschmuck zurecht und zog ihren Mantel enger um sich. Eigentlich wollte sie weiter. Die Stadt leistete bisher zwar Widerstand, aber die Tatsache, dass man hier Former jagte machte nicht grade einen guten Eindruck auf sie. Wobei ihre Schicht aus Schmutz und der leicht mufflige Geruch, den sie verbreitete, bisher ein guter Schutz gewesen waren. Und ihre Waffe natürlich. Schneiden konnte man damit nichts, aber der eine Räuber, der sich ihr bisher genähert hatte, hatte schnell die Beine in die Hand genommen als er das Ding gesehen hatte. Was gut gewesen war. Mareja war sich nicht sicher, ob sie ein vernunftbegabtes Wesen töten konnte.
Mit einer Hand am Kinn starrte sie weiter in die Richtung des Dachbalkes und verfolgte eine Spur nach unten. Vielleicht konnte sie hinauf klettern? Vielleicht war das Tier da oben lecker, was die ganze Aktion definitiv die Mühe wert machen würde.

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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Fr 14 Sep 2018, 00:42

Tandred hatte schon immer ein Gespür für Gefahr gehabt. Insgeheim nannte er es seinen sechsten Sinn, doch er würde den Teufel tun und dies irgendwem anderen gegenüber erwähnen! Nicht, dass sie ihn noch für abergläubig, oder gar verrückt hielten. Zumal er selbst nicht sicher war, ob er glücklich über diese Gabe war. Sie war sein Segen und sein Fluch. Er spürte Gefahr, noch ehe sie auf kam. Aber er wusste selten, was er mit diesem Gespür anfangen sollte. Zumeist blieb ihm wenig anderes, als sie hilflos auf sich zu kommen zu lassen. Und dann genauso überrascht und kopflos zu handeln, wie alle anderen auch, denen sein sechster Sinn fehlte. Oft genug ging das nicht gut aus. Und im Nachhinein machte er sich im Stillen Vorwürfe, nicht schneller, klüger, geschickter gehandelt zu haben, wo er die Gefahr doch hatte kommen sehen.
Auch an jenem unheilvollen Abend hatte ihn sein Gespür nicht im Stich gelassen. Als die Türe des geöffnet wurde – dieses kleine bisschen zu rasch, zu hart, zu entschlossen, als dass es gewöhnliche Kundschaft hätte sein können – da hatten seine inneren Alarmglocken zu schrillen begonnen. Es war ein ganz gewöhnlicher Abend gewesen. Leichter Nieselregen war den halben Tag lang schon auf Reschenfall nieder gegangen und für viele der Gäste war der Aufenthaltsraum des 'Blauen Hauses' schlicht ein willkommener Ort gewesen, ihre klammen Mäntel abzulegen und sich an einem molligen Herdfeuer zu wärmen. Nun, und natürlich an dem einen oder anderen reizenden Anblick. Das Haus war voll wie lange nicht mehr gewesen, also hatte Irina nichts anbrennen lassen und ihre Mädchen hinaus gescheucht. Wie Paradiesvögel – zu stark geschminkt, zu extravagant gekleidet, zu ungezwungen in ihrem Auftreten, als dass man sie mit Gästen hätte verwechseln können – wandelten sie nun durch die Menge, tanzten, plauderten, scherzten mit den Gästen, riefen nach Wein und immer wieder führte eine von ihnen einen Herrn die Treppe hinauf zu den Zimmern.
Tandred selbst war in seiner Nische gesessen, an einem kleinem Tischchen in der Ecke des Raumes, wo er nicht auffiel, aber alles im Blick behalten konnte. Nicht aufdringlich sein, dass war die erste Regel, die Irina ihren Rausschmeissern einbläute. Ein einzelner grimmiger Blick von einem großen, bulligen Kerl konnte zunichte machen, worauf ein Mädchen eine halbe Stunde hin gearbeitet hatte. Also besser im Hintergrund bleiben. Sitzen, damit man nicht sah, wie groß er war, oder dass er einen eisenbeschlagenen Knüppel, einen stählernen Faustschild und ein Messer am Gürtel trug. Tandred hatte Routine darin. Er wusste, worauf er achten musste. Welche Zeichen verrieten, dass jemand Ärger machen würde. Ein zu lautes, zu dreckiges Lachen. Die unsicheren Bewegungen, die mit zu viel Wein einher gingen. Wenn jemand Anstalten machte, sich daneben zu benehmen, dann stand Tandred meist schon an dessen Tisch, ehe dieser etwas zu tun vermochte. Und gemeinhin reichten dann ein paar entschlossen geäußerte Worte, ein höflich geäußerter Verweis, dass es doch nun schon spät genug sei, um den Trunkenbold, den Streithals oder Raufbold nach draußen zu befördern.
Tandred war gerade dabei, einen Tisch mit vier Männern daran, die allesamt nicht zur üblichen Kundschaft gehörten und für seinen Geschmack bereits eine Karaffe Wallfelder Roten zu viel geordert hatten, im Auge zu behalten, als er durch den Lärm des Raums hindurch das unverkennbare Geräusch der Türe hörte. Jenes Geräusch, das, wenngleich die Türe den ganzen Abend über schon rege auf und zu ging, mit einem mal seinen sechsten Sinn ansprach. Abrupt riss er den Blick von den Zechern fort und wandte ihn den Eintretenden zu. Vier Männer, allesamt in schwere Mäntel gehüllt. Auf den ersten Blick unverdächtig, aber ihre Haltung, ihre Bewegungen, alles schrie plötzlich Gefahr. Zu zielgerichtet, zu entschlossen, zu koordiniert. Jon, der an diesem Abend die Tür kontrollierte, trat ihnen entgegen. Tandred konnte über den Trubel im Raum hinweg keine Worte vernehmen, aber er wusste, dass der junge Kollege die Gäste darum beten würde, ihre Waffen abzulegen. Mit aufkeimender Panik in der Brust musste er beobachten, wie der erste der vier Jon eine brüske Abfuhr zu erteilen schien, wie er stattdessen eine Kette aus seinem Kragen hervor zog, sie dem jungen Türsteher unter die Nase hielt, zu nah, zu aufdringlich, zu selbstsicher.
Für einen Herzschlag verfluchte Tandred wieder einmal seinen elenden sechsten Sinn. Er hätte gleich zur Tür hinüber sollen. Nicht zögern, nicht abwarten, bis die Gefahr offenkundig war. Wieder einmal hatte seine Unentschlossenheit ihn zurück gehalten. Wieder einmal drohte die Situation zu eskalieren, auch, wenn dies noch niemand außer ihm bemerkt zu haben schien. Er ließ seinen Bierkrug auf dem Tisch zurück, kam auf die Beine und bahnte sich so zügig dies möglich war, ohne irgendwen anzurempeln, einen Weg durch die Menge.
Die Männer an der Tür hatten zwischenzeitlich keine Zeit verschwendet. Noch während der Erste Jon in Schach gehalten hatte, waren sie in den Raum ausgeschwärmt. Jetzt, da sie ihre Mäntel zurück geschlagen hatten, konnte Tandred im Licht der Kerzenleuchter den Stahl von Kettenhemden unter ihren Wappenröcken erkennen. Und die Schwerter, Beile und Dolche an ihren Waffengehängen. Irina musste nun ebenfalls bemerkt haben, dass etwas im Busch war, denn hastig trat sie vom Tresen weg, den Männern in den Weg tretend – nur um von einem von ihnen abgefangen zu werden, während drei weitere tiefer in den Raum vordrangen. Tandreds geschultes Auge konnte nun auch das Ziel ausmachen, auf das sie zusteuerten und sein rasendes Herz krampfte für einen Schlag schmerzhaft zusammen: Carima. Sie hatte noch nichts bemerkt, war in ein Gespräch mit einem festen Mann mit grauen Locken und roter Knollennase vertieft.
Die Fremden erreichten Carima, als er noch einen Tisch von ihr entfernt war. Mit zusammen gebissenen Zähnen unterdrückte Tandred einen lauten Fluch, drängte weiter. Es war ihm in diesem Moment gleich, dass er mehr als einen befremdeten Blick auf sich zog, wie er sich seinen Weg durch die Menge bahnte. Diskretion wahren galt nur so lange, wie alles ruhig war! Er griff nach dem Buckler an seinem Gürtel, schloss die Linke fest um den lederumwickelten Griff.
Tandred erreichte den Tisch, als der vordeste der Fremden Carima eben mit einem höflichen, aber entschiedenen Griff an Oberarm zum Aufstehen nötigte. „Was geht hier vor!“, verlangte er zu wissen. Seine Stimme kam ruhig aus seiner Brust, doch innerlich schlug ihm das Herz bis zum Halse.
„Nichts, das euch in irgendeiner Art betreffen würde, der Herr“, gab ein  bärtiger Eindringlinge mit dem schweren, fremdartigen Akzent der Feuerländer zur Antwort, geschickt zwischen Tandred und jenen Kameraden, der Carima ergriffen hielt, tretend. Er zog einen Anhänger an einer schweren Kette hervor, eine goldene Flamme mit einem Schwert darin. „Wir sprechen mit der Authorität des Feldmarschalls Redrach, Protektor von Reschenfall. Wir sind ermächtigt, die Widernatürlichen ausfindig zu machen und in Gewahrsam zu nehmen. Die junge Dame wird mit uns kommen und ihr werdet die Füße still halten, wenn ihr uns nicht ebenfalls begleiten wollt.“ Seine Worte waren höflich gewählt, doch der barsche Befehlston des Fremden ließ grimmen Zorn in Tandred aufkochen.
„Das Mädchen hat niemandem etwas getan und ich wüsste nicht, was widernatürlich an ihr sein sollte“, erwiderte er gefährlich ruhig, „Der Feldmarschall hat uns Unversehrtheit zugesichert, als wir ihm die Tore geöffnet haben. Ihr wollt sein Versprechen doch sicher nicht brechen. Ich muss euch bitten, dieses Haus zu verlassen. Ohne das Mädchen!“
Der Hexenjäger holte Luft, zweifellos für eine bissige Entgegnung, doch was er hatte sagen wollen, würde Tandred nie erfahren. Denn in diesem Moment gab Carima einen schrillen Schrei von sich, als der Mann, der sie gepackt hielt, ihr den Arm auf den Rücken drehte. Was darauf folgte war eine Reihe von Ereignissen, die zu schnell vonstatten ging, als dass Tandred sich im Nachhinein hätte sicher sein können, was wirklich geschah. Doch es musste damit begonnen haben, dass Jon, der den Männern gefolgt war, auf Carimas Schrei hin seinen Knüppel hervor riss. Einer der Hexenjäger schrie etwas in einer fremden Sprache, zweifellos eine Warnung. Und daraufhin griffen die vier wie ein Mann nach ihren Klingen. Es mit vier professionellen Kriegern aufzunehmen war so ziemlich das letzte, was Tandred gewollt hätte, doch hatte er eine Wahl. Es war zu spät, seinen eigenen Knüppel zu ziehen, aber die Linke hielt noch immer den am Gürtel hängenden Buckler. Blitzschnell, ehe der Mann sein Schwert ganz aus der Scheide hatte, rammte Tandred dem Bärtigen die Schildkante ins Gesicht und der Mann stürzte wie ein gefällter Baum. Ohne groß darüber nachzudenken, was er da tat, warf er sich auf den nächsten Hexenjäger, den Mann, der Carima eben los gelassen hatte um sich Jon zuzuwenden. Tandred traf ihn mit der Schulter ins Kreuz und sandte ihn quer über den Tisch, an dem noch immer der Knollennasige saß und das Schauspiel fassungslos beobachtete. Das verschaffte ihm wertvolle Augenblicke. Nicht genug, freilich, um diesen Kampf zu ihren Gunsten zu wenden. Sie standen auf verlorenen Posten, zu zweit gegen vier Mann, die besser ausgerüstet und sicherlich versierter im Waffenhandwerk waren als zwei gemeine Rausschmeisser. Aber genug, um Carima bei der Hand zu packen und mit ihr davon zu stürmen. Quer durch den Raum, zur Hintertüre. Und dann hinaus in die Nacht, in der noch immer ein sanfter Nieselregen auf Reschenfall hernieder ging.

Sanfter Nieselregen ging erneut auf Tandred hernieder, als er den Blick von den Mauern von Sturmfels zum Heerlager der Feuerländer hinüber gleiten ließ. Der graue Schleier machte es unmöglich, Einzelnheiten auszumachen, aber die schiere Anzahl der durch den Regen leuchtenden Wachfeuer machte es deutlich, mit was für einer Streitmacht sie es zu tun hatten. Es war ebenso wie in Reschenfall. Die Stadt würde den Feuerländern nichts entgegen zu setzen haben. Sie würde ebenso kapitulieren. Und nach den Soldaten würden erneut die Hexenjäger Einzug halten. Er wandte sich ab, schritt leichtfüßig die Treppe hinunter und trat jenseits der Äußeren Ringstraße in die schmale Gasse, in der er Carima, gegen den Regen in eine dünne Decke gewickelt, im Schutz eines vorspringenden Dachs zurück gelassen hatte.
„Wir können hier nicht bleiben“, eröffnete er ihr abgeklärt, „Wir sind hier nicht sicherer, als wir es in Reschenfall waren. In einer Woche streifen auch hier die Hexenjäger durch die Straßen.“

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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Di 18 Sep 2018, 00:05

Nach dem Denat den Tisch fertig gewischt hatte und seinen Blick auch wieder von der Brandruine gelöst hatte, lies er einen kurzen Blick durch die Teestube schweifen. Die wenigen Gäste schienen alle noch ihren Tee zu geniessen und keine von ihnen machte Anzeichen, das sie noch etwas benötigten. Nun gut, eine Teestube war kein richtiges Restaurant, ausser Tee gab es vielleicht noch leichtes Gebäck dazu, aber im Normalfall wollte man hier einfach nur in ruhe gelassen werden und die Zeit verbringen. So verwunderte es wohl auch nicht, das die Teestube eher beim älteren Teil der Bevölkerung angesagt war. Wie um das zu demonstrieren, sassen an einem Tisch zwei ältere Männer und spielten Pai-Sho und das jetzt schon seit gut einer Stunde.
Am ende der Runde viel der Blick von Denat auf den Eingang, wobei er erst jetzt die Frau mit dem, exotischen, Kopfschmuck entdeckte. Etwas merkwürdig fand Denat es ja schon, das Sie wie festgewurzelt einfach im Eingang stand, anstatt sich an einen Tisch zu setzen. Erst dann viel ihm auf das Sie Ihren Blick nicht direkt in die Teestube, sondern nach oben in das Gebälk gerichtet hatte. Das war nun wirklich merkwürdig, Denat wusste, das Ryuulong sich da oben versteckte, doch ansonsten war da nichts. Denat kontrollierte die Balken und das Dach jeden Morgen, war ein gutes Training für Gleichgewichtssinn und Beweglichkeit, das sich da oben Vögel einnisten könnten, welche dann noch den Kunden in den Tee kackten, hatte damit natürlich gar nichts zu tun.
Denat begab sich zum Eingang und verbeugte sich höfflich. "Guten Tag meine Dame, kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein?"
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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Di 18 Sep 2018, 11:35

"Was?!", schnappte Mareja und zuckte vor der plötzlichen Ansprache ihrerseits zurück. Die Frau ging ein wenig in die Knie und hob die Hände als würde sie erwarten geschlagen zu werden oder etwas ähnliches. Als nichts dergleichen passierte, lugte sie hinter ihren Händen hervor wie ein erschrockenes Reh. Anscheinend war sie in eine Art...Lokal geraten. Das war schlecht, das war schlecht. Sie hatte kein Geld und kam nicht mit so etwas zurecht. Wie verhielt man sich in so einer Situation? Ein Schwarm kleiner Tierchen verließ den Mund des Mannes und wirbelte um ihr Gesicht. Die Frau blinzelte. Und begann ihre Hände zu wringen.
"Ich..weiß nicht. Ich habe kein...Geld. Ich sollte gehen. Hab nur das Tier da oben bemerkt. Ist alles. Sieht...interessant aus?", stotterte sie hervor und hatte sich schon halb herum gedreht, um die Flucht zu ergreifen.

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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Di 18 Sep 2018, 15:15

Naveen wanderte durch die Stadt und ließ die fremde sprache auf sich wirken. Es war nicht so, das er keine stadt kannte, aber diese hier war doppelt so groß wie die, aus der er fliehen musste aufgrund der Tränenjäger. An seinem Gürtel trug er gut sichtbar einen Dolch
und das geld hatte er gut versteckt. Einige münzen trug er erreichbar in seinem beutel, aber er wusste gar nicht, ob die hier auch als
Zahlungsmittel galten. Er verspürte etwas hunger und durst, aber wichtiger war eine unterkunft. Er wusste nicht wie lange er
hierbleiben würde. Er entdeckte ein Gebäude, das ihn vom aussehen her an eine Teestube erinnerte. Im eingang stand eine Frau und weiter im Raum stand ein junger Mann. Naveen näherte sich dem gebäude und lächelte beide freundlich an. "Hato," grüsste er freundlich. "Wanee salu keena.Tanu malanee," wandte er sich dann an den Mann.
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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Fr 21 Sep 2018, 00:01

Denat war im ersten Moment ebenfalls ein wenig verwirrt, weil die Frau anscheinend keine Ahnung hatte, wo Sie sich befand. Er hatte ja schon davon gehört, dass man sich in grossen Städten manchmal verirren konnte wie in der Wildnis, das man aber nicht mitbekam, dass man ein Lokal oder so was Ähnliches betrat, das war ihm neu. Doch als er ein bisschen genauer darüber nachdachte und die erst etwas seltsam klingenden Worte der Dame nochmals überdachte, ergab es plötzlich sinn.
Ryuulong versteckte sich immer auf den Dachbalken der Teestube und war bisher nie entdeckt worden, doch diese Frau hatte ihn anscheinend irgendwie aufgespürt. Auch wenn Denat nicht wusste, mit welchen Sinnen sie das getan hatte, so konnte er sich durchaus vorstellen, dass die Frau dadurch so konzentriert gewesen war, das sie alles andere um sie herum ausgeblendet hatte. Es erinnerte ihn an eine Übung aus dem Kloster, wo sie mit verbundenen Augen trainiert hatten, um ihre anderen sinne und Instinkte zu schärfen.
"Oh, Euch ist Ryuulong aufgefallen? Das ist bisher niemandem gelungen, würdet Ihr mir vielleicht verraten, wie Ihr das angestellt habt?" Ihm viel ein das die Frau angemerkt hatte, das sie kein Geld hatte und auch Ihr Geruch war Denat nicht verborgen geblieben. War sie vielleicht eine Bettlerin von der Strasse oder vielleicht ein Flüchtling ohne Unterkunft? Beides würde erklären, warum die Frau anscheinend schon etwas länger kein Bad mehr gehabt hatte. "Ich würde Euch auch eine Tasse Tee spendieren, im Sitzen kann man sich sicherlich besser unterhalten als im Stehen." Wobei er sich leicht verbeugte und dabei mit seiner Hand auf einen der freien Tische zeigte.
Kurz nach der Frau betrat auch gleich ein junger Mann die Teestube. Denat verbeugte sich auch vor ihm kurz und wollte ihn gerade begrüssen, doch der junge Mann kam ihm zuvor. Allerdings verstand Denat keins der Worte und blickte ein wenig verwirrt. "ähm.. nun Verzeihung mein Herr, aber ich verstehe nicht ganz..." Denat hatte keinen blassen Schimmer, was für eine Sprache der junge Mann sprach. Das Erdkönigreich war riesig und hatte mehrere sprachen, doch im Grunde beherrschten die meisten Leute auch noch die simple Handelssprache. Vielleicht war es also nur ein missverständlich gewesen, das der junge Mann seine Muttersprache, anstatt der Handelssprache benutzt hatte, Denat hoffte es auf jeden Fall.
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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Mo 24 Sep 2018, 23:53

Es zwar zwei Tage her, dass sie Sturmfels erreicht hatten. Zwei Tage, in denen sie sich damit hatten abfinden müssen, vom Regen direkt in die Traufe geraten zu sein, in eine belagerte Stadt, hinter deren Tore sie es eben so noch geschafft hatten, ehe die Belagerer den Ring geschlossen hatten. Sie waren eingelassen worden – aber das war auch alles, was sich an Positivem über ihre Situation sagen ließ. Die Stadt war überlaufen mit Flüchtlingen, Bauern aus dem Umland, Vertriebenen aus anderen Teilen des Reichs der Erde, verwundeten Soldaten, die zurück gelassen wurden, als die Armee Sturmfels ebenso aufgab, wie sie es mit Reschenfall getan hatte. Die Straßen waren überfüllt mit ihnen. Es gab keine Unterkünfte, keine Verpflegung. Die Männer und Frauen in Silber und Grün hatten ihnen die Tore geöffnet – doch an diesem Punkt hatte ihre Hilfsbereitschaft geendet. Hier auf den Straßen von Sturmfels waren sie sich selbst überlassen. Und mit nicht mehr als einer Handvoll Münzen in den Taschen bedeutete dies einen Kampf ums Überleben. Der Regen, der im Lauf des Vormittags eingesetzt hatte und nicht danach aussah, als würde er bald zu enden gedenken, machte es nur schlimmer.
Aus ihrer Zeit in den Straßen von Reschenfall wusste Carima genau, dass es zu nichts führte, dem Wetter zu trotzen. Die Leute, die trotz allem unterwegs waren, waren hastig, zielstrebig unterwegs, die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. Für Bettler hatten sie noch weniger übrig, als sie das gemeinhin ohnehin schon hatten. Alles, was sie auf der Straße gewinnen würden, wäre eine schlimme Erkältung – und wenn sie erst einmal anfangen würden, Blut zu husten, konnten sie kaum hoffen, einen gnädigen Medikus zu finden, der sie aus Güte allein von der Schwelle des Todes holte. Nein, bei diesem Wetter war es das Beste, sich an einem halbwegs trockenen Platz zu verkriechen, das Knurren des Magens niederzukämpfen und auf bessere Zeiten zu warten.
Tandred, der seit ihrer Flucht die Führung übernommen hatte, schien genauso zu denken und führte sie tiefer in das Gewirr aus Gassen und Gässchen, welches das ärmliche Viertel endlang der Westmauer ausmachte, offenbar auf der Suche nach einem Unterschlupf. Carima, in ihre einzige Decke gehüllt und diese wie eine Kapuze über den Kopf geworfen, begnügte sich damit, ihm schweigend zu folgen.
An einer Kreuzung zweier Gassen blieb Tandred plötzlich stehen, so unvermittelt, dass Carima beinahe in ihn gestolpert wäre. Zwischen den Häusern traten zwei Gestalten ins Freie, vierschrötige Männer, jünger als Tandred, älter als sie. Ein Vierterl Mann erschien von irgendwo her in ihrem Rücken. Keiner von ihnen trug Waffen in den Händen, aber die Bedrohung, die von ihnen ausging, war nichtsdestotrotz greifbar.
"Gut, gut, bringen wir es hinter uns", erhob einer der Männer die Stimme, ein hagerer Kerl mit spitzem Kinn, spitzer Nase und hartem Mund, "Ihr gebt uns euer Geld und was ihr sonst noch so Hübsches bei euch habt und niemand hier wird verletzt." Carima spürte ihr Herz bis zum Halse schlagen und griff auf diese schneidenden Worte instinktiv nach dem ledernen Beutelchen, das sie an einer Schnur um den Hals trug. Tun, was diese Kerle verlangten, war ihr erster Gedanke, Nur zusehen, dass sie heil hier heraus kamen. Tandred jedoch schien nicht so rasch gewillt zu sein, den Forderungen nachzukommen.
"Ernsthaft?", hörte Carima, die nur seinen breiten Rücken vor sich sah, seine Stimme erklingen, "Seht ihr denn nicht, dass wir nichts bei uns haben? Ist euch Hundlingen denn gar nichts heilig? Wir sind verdammte Flüchtlinge! Bei uns ist nichts zu holen."
"Du trägst da ein nettes Messer an deinem Gürtel", schaltete sich der zweite der Räuber ein, ein kurzgewachsener, aber gedrungener Kerl, dessen Stimme für einen Mann seiner Masse erstaunlich hoch erklang, "Und einen Buckler noch dazu. Sowas lässt sich zu Geld machen, gerade jetzt, wo jeder noch so kleine Krämer und Handwerksgeselle meint, er müsste sich Waffen besorgen, bevor die Feuerländer durchbrechen."
"Mein Messer wird dir wenig Freude bereiten, wenn es in deinen Eingeweiden steckt", konterte Tandred und zog, flinker als irgendwer wohl erwartet hatte, blank. Carima gab einen kurzen, erstickten Schrei von sich und einer der Männer trat mit einem überraschten Ausruf hastig zurück. Das konnte doch nicht Tandreds Ernst sein! Die waren zu dritt! Er konnte sich nicht ernsthaft mit ihnen anlegen wollen! Doch Tandred blieb ganz ruhig.
"Sind euch das unsere Kupfergroschen und das Messer ernsthaft wert?", schleuderte er den Räubern mit gefährlich ruhiger Stimme entgegen, "Sagen wir doch einfach, ihr lasst uns gehen und wir haben euch nie gesehen. Klingt das nach einem Angebot?" Carima hielt den Atem an, rückte noch näher an ihren Begleiter heran.
Und dann geschah alles ganz schnell. Der Mann in ihrem Rücken stieß sie grob zuseite, schwang einen Knüppel nach Tandred. Der alte Türsteher strafte seine Jahre wieder einmal Lügen, fuhr herum, fing den Arm des Angreifers mit der Linken ab und stieß ihn mit einem Tritt in die Leiste von sich. Er war schnell – aber nicht schnell genug. Die anderen beiden Halunken nutzten seine Blöße und drangen auf ihn ein. Einen erwischte Tandred, erneut herum wirbelnd, mit dem Messer am Arm, harmlos, aber genug um seinen Angriff zu stoppen. Der zweite jedoch bekam ihn zu packen. Carima, die sich gerade erst von ihrem Stoß gefangen hatte, musste hilflos mit ansehen, wie eine Faust ihren Begleiter in die Magengrube traf, dann ein Knüppel auf den Schädel. Er taumelte, versuchte sich mit dem Messer Raum gegen seine Peiniger zu verschaffen, aber da war schon der nächste Räuber heran, griff ihn am Handgelenk und entwand ihm die Klinge. Ohne nachzudenken warf sich Carima auf den ihr nächststehenden der Angreifer, schlug in sehr undamenhafter Art nach seiner Nase, traf. Der Mann taumelte, doch ehe sie nachsetzen konnte, spürte Carima zwei kräftige Hände, die sie von hinten packten.
"Nicht so schnell, Herzchen!", hörte sie eine gepresste Stimme und spürte den nach billigem Schnaps und schlechten Essen riechenden Atem in ihrem Nacken. Sie schrie, wand sich, trat dem Mann auf den Fuß. Für einen Augenblick konnte sie sich los reissen, dann erwischte er sie erneut, am Oberarm, an der Schulter. Irgendwie bekam sie eine Hand vors Gesicht und biss, erneut ohne auch nur nachzudenken, zu. Sie sah Blut, schmeckte Eisen auf der Zunge, hörte einen Fluch. Dann traf sie eine Rückhand ins Gesicht und nun war es ihr eigenes Blut, das sie auf der Zunge schmeckte. Sie konnte sich nicht erinnern, gestürzt zu sein, aber mit einem mal lag sie am Boden. Ein Stiefel traf sie gegen die Schulter, ein zweiter in den Bauch. Sie krümmte sich zusammen, Tränen kullerten unkontrolliert ihre Wangen hinab. Ein weiterer Tritt kam auf sie zu, zielte ihr mitten ins Gesicht. Doch sie spürte ihn nur gedämpft, wie von fern. Da war kein Schmerz, nur ein dumpfer Aufprall. Und dann ein gellender Schrei.
"Ahhh, mein Fuß! Die Schlampe hat mir den Zeh gebrochen!" Verwunderte Aufschreie, wildes Durcheinander. Carima konnte die Worte nicht auseinander hören, doch da war eine nicht zu überhörende Stimmung in den Stimmen der Angreifer: aufkeimende Furcht. Fetzen drangen zu ihr durch: "... Hexe ... nicht normal ... weg hier, Scheiße!" Sie hörte hastige Schritte, die sich in eine der Seitengassen entfernten. Und dann nur noch das leise Nieseln des Regens.

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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Mi 26 Sep 2018, 21:51

Tandreds Kopf dröhnte. Aus einer Platzwunde lief im Blut ins Auge und er war sich ziemlich sicher, dass ein oder zwei seiner Rippen wenigstens angebrochen waren. Heißer Schmerz zog sich vom rechten Knöchel das ganze Bein empor. Davon abgesehen fühlte sich sein gesamter Körper an, als wäre er in ein Walkwerk geraten. Und für einen oder zwei Augenblicke hatte er definitv die Besinnung verloren.
Als die Schurken fort rannten blieb er auf dem Rücken liegen, so, wie sie ihn hatten fallen lassen. Bemühte sich nur, zu atmen, jeder Zug schmerzhaft in der Brust. Dann jedoch, als die Schritte in der Ferne verklangen, zwang er sich, die Zähne zusammen zu beissen, rollte sich auf den Bauch, kroch auf allen vieren zu Carima hinüber, die zusammen gekrümmt und reglos inmitten der Gasse lag. Mit einer Hand, deren Zittern er nicht unterdrücken konnte, berührte er sie an der Schulter, drehte sie zu sich, sodass er ihr in die Augen blicken konnte. Stumpfe, kalte Augen, die von einer Seele sprachen, die sich tief ins Innere zurück gezogen hatte, geflohen war vor den Ereignissen, den Schrecken. Äußerlich wirkte Carima, als wäre sie glimpflich davon gekommen. Ihre Lippe war gesprungen und würde sicherlich hässlich anschwellen und die Tritte, die sie abbekommen hatte, würden morgen ihren halben Körper blau verfärbt haben, aber ansonsten wirkte sie unversehrt. Der stumpfe Blick jedoch versetzte Tandred einen Schrecken, der schwer zu beschreiben war. Vielleicht hatte er es trotz seiner gebrochenen Rippen doch besser weg gesteckt. Und doch: dies war kein Augenblick für Feinfühligkeiten.
"Das war nicht gut...", presste Tandred aus blutigen Lippen hervor, "Gar nicht gut. Das hätte nicht passieren dürfen." Er hielt inne, unschlüssig, was er sagen sollte, ob das Offenkundige nicht zu hart war. Dann jedoch, weil ihm schlicht nichts besseres einfiel, sprach er es dennoch aus: "Jetzt wissen sie von deinen Fähigkeiten."
Irgendwie gelang es ihm, auf die Füße zu kommen, auch wenn seine Beine zitterten wie Espenlaub. Noch ungreiflicher war, wie es ihm gelang, Carima auf ihre Füße zu ziehen. "Wir müssen weg hier", erklärte Tandred, allein, um etwas zu sagen, um sie nicht allein zu lassen, "Und verdammt, wir brauchen Hilfe! Die Zeit des Versteckspielens ist vorbei." Aufeinander gestützt humpelten sie von dannen, fort aus diesen kleinen, finsteren Gassen, irgendwo hin, wo sie die Stadt belebter vermuteten. Wo zumindest die Chance bestand, auf jemanden zu treffen, der bereit war, ihnen zu helfen.

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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Mi 26 Sep 2018, 22:55

Leise fluchte Naveen. Dann blickte er den Mann an und lächelte. "Ich suche einen platz zum schlafen, sowie etwas zu essen und trinken," teilte er ihm dann in der Handelssprache mit. Mann konnte heraushören, das er sie nicht all zu oft sprach.
"Ich kann dafür bezahlen," fügte er dann noch hinzu. Erleichtert wirkte er, das er die worte immer noch über seine lippen bringen konnte. Sein Vater hatte ihm einiges gelehrt, aber bislang hatte er sich nicht selber mit anderen in der sprache unterhalten müssen.
Es reichte, um zurecht zu kommen.
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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Do 27 Sep 2018, 12:01

"Riu...Ryu...long? Es hat einen Namen?", erkundigte sich Mareja zögerlich, nachdem sie die Schultern gezuckt hatte, als der andere Mann erst irgendein Kauderwelsch von sich gegeben hatte und danach sagte, dass er für ein Bett und sowas bezahlen könnte. Was sie dazu brachte, sich wieder daran zu erinnern, dass sie das nicht konnte. Geld war seltsam. Diese glänzenden Scheiben hatten überhaupt keinen praktischen Nutzen. Warum sollten sie so viel wert sein, wie ein Brot, das man immerhin essen konnte?
"Eine...Tasse? Tee wäre sehr...freundlich", fuhr sie langsam fort: "Aber ich kann nicht...bezahlen. Ich habe keine...Scheiben...Münzen."

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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Fr 28 Sep 2018, 14:52

Der Typ, den sie angesprochen hatte, wirkte zunächst so verwirrt, als hätte er einen Geist gesehen. Sie blickte an sich herab. Nein, sie war weder bleich, noch durchscheinend. Definitv ein fester Körper. Höchstens langsam durchnässt, da sie keinerlei Mantel oder derartiges trug. Wieso sollte sie auch, wenn sie es gewohnt war, von oben bis unten nass zu sein?
Anschliessned tänzelte der Angesprochene umher und machte anstalten, einfach zu gehen, sodass Nienna begann, seinen Verstand anzuzweifeln. Doch dann wies er in eine Richtung mit den Worten Handwerkviertel. Immerhin. Sie war sich zwar nicht sicher, ob sie mit den vagen Aussagen und ihrem kargen Wissen über die Stadt viel weiter kam, aber so konnte sie wenigstens weiter gehen... Sie wollte sich gerade ebenfalls zum Gehen abwenden, als der junge Kerl sich im Kreis drehte - tanzte er schon wieder? - und sie auf ihre Herkunft ansprach. Moment, der Clown stammte ebenfalls vom Wasservolk? Abgelenkt von seiner Geste, brauchte sie einen Moment, um zu registrieren, dass er ihr etwas ausgeben wollte. Unterdessen war sie sich sicher, dass sie es mit jemandem zu tun hatte, der aus einem Zirkus abgehauen war. "Ehm... Klar. Ich kann nur nicht garantieren, dass ich viel zu erzählen hab, mein Stamm bleibt meist für sich", ging sie auf die Einladung etwas zögerlich ein.
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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Sa 29 Sep 2018, 16:38

Denat war erleichtert, als der Fremde sich zumindest in der Handelssprache gebrochen artikulieren konnte, denn danach wären ihm so langsam die Optionen ausgegangen, denn er glaubte nicht das überhaupt jemand im Erdreich den Dialekt aus seiner Heimat verstehen würde. "Verzeiht junger Herr, wir sind nur eine einfache Teestube und keine Herberge, mit einer Unterkunft für die Nacht können wir Euch leider nicht dienen, aber etwas Tee und zu essen sollte kein Problem sein." Mit einer Handbewegung deutete Denat Naveen an, sich an einen nahen Tisch zu setzen.
Das Gleiche wiederholte er auch bei Mareja. "Wie gesagt ich würde Euch einen Tee spendieren, das bedeutet soviel das Ihr eingeladen seid und nichts bezahlen müsst. Also macht es Euch schon mal gemütlich, ich bin gleich wieder da." Innerlich seufzte er kurz und blickte zum Besitzer des Ladens, welcher mit einem alten Freund an einem anderen Tisch sass und selenruhig Pai-Sho spielte. Na ja war halt gerade ein wenig unglücklich gelaufen das, nachdem er Mareja eingeladen hatte, gleich noch ein weiterer Gast gekommen war.
Er begab sich zurück zu Naveen und reichte ihm, da er ja den Wunsch geäussert hatte etwas zu essen, eine Speisekarte, welche allerdings recht überschaubar war, die Teestube hatte leider keine grosse Küche zur Verfügung und auch keinen Koch. Die meisten Sachen waren recht simpel, die Tagessuppe, wahlweise mit oder ohne Soba, welche man sich auch noch braten lassen konnte oder eine Schale mit Reis mit eingelegtem Gemüse, war wohl das beste gegen einen knurrenden Magen. Ansonsten gab es noch Onigiri, Reisbrötchen, geröstete Süsskartoffeln, Reisküchlein und Reiscracker. Die meisten Fleisch- und Fischgerichte waren von der Karte gestrichen worden, da die Rohstoffe durch die Belagerung recht teuer geworden waren, sodass es sich für eine Teestube nicht mehr lohnte. Denat erklärte das auch, so gut es ihm möglich war, als er die Karte für Naveen kurz übersetzte.
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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Mi 03 Okt 2018, 00:08

"Na, da liegst du falsch", meinte Raik, dessen Gesicht sich deutlich aufgehellt hatte, als die unbekannte Frau ihn nicht zum Teufel schickte, sondern sogar auf sein Angebot einging. In dieser Stadt war es eigentlich nicht üblich, dass weibliche Personen auf der Straße sich auf vertraute Kommunikation einließen. Jedenfalls nicht ohne dass man sie vorher bezahlte. Raik lächelte leicht und tippte sich mit einem Zeigefinger gegen die Nase. "Wenn dein Stamm für sich bleibt, dann wissen nur wenige davon. Und das bedeutet, dass jede Information umso interessanter ist." Der Tränenträger schaute sich kurz verstohlen auf der Straße um und wies dann auf die Teestube, wobei er seine Begleiterin natürlich zuerst durch die Türschwelle schreiten ließ. Der Laden war hoffentlich nicht nur dank des schlechten Wetters gut besucht. Ebenso wie er von misstrauisch und eigenbrötlerisch auf gesellig gewechselt hatte, benutzte er nun ein freundschaftliches Du für seine kurzweilige Gefährtin. "Guten Tag", grüßte Raik den kahlen Kellner, der gerade einen braungebrannten Mann eine Speisekarte erklärte und setzte sich an einen freien Tisch nahe des Fensters nach draußen, aus dem er immer einmal wieder einen Blick warf. "Zwei Tassen Tee und zwei Onigiri hier drüben!", winkte er der Bedienung zu und deutete auf den ihm gegenüberliegenden Stuhl. "Wie wäre es, wenn wir mit Namen anfangen? Ich bin Raik", wechselte er seine Aufmerksamkeit wieder auf die junge Dame.

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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Sa 06 Okt 2018, 12:16

Der Regen wurde stärker, während sie durch die Straßen irrten. Aus sanftem Nieseln wurde ein beständiger Strom dünner Bindfäden, die binnen kurzer Zeit jegliche Kleidung durchnässten und selbst Carimas Decke klammer und klammer werden ließen. Die grauen Wolken am Himmel tauchten die Stadt in unwirkliches Zwielicht, als wäre es bereits die Zeit der Dämmerung und wer immer noch auf der Straße unterwegs war, der hastete nun zielstrebig und so schnell seine Füße ihn trugen dahin. Niemand schenkte einem Paar von Bettlern Beachtung und wann immer Carima versuchte, einen der Passanten anzusprechen, wurde sie unwirsch beiseite geschoben und im Regen stehen gelassen. Sie hatte die Führung übernommen, nachdem Tandreds Schritt immer unsicherer, sein Blick glasiger und er selbst immer wortkarger geworden war. Selbst für sie, die wenig Erfahrung mit dergleichen hatte, war offenkundig, dass seine Verletzungen schwerwiegender waren, als es den offenen Anschein hatte.
Unter Schmerzen schleppte Carima sich weiter, Tandred stützend, so gut ihr das möglich war, verzweifelt nach irgendetwas Ausschau haltend, das ihnen Hilfe gewähren konnte. Sie passierten verlassene, hastig geschlossene Marktstände, geschlossene Werkstätten, Häuser, deren hölzerne Fensterläden fest gegen den Regen verschlossen worden waren. Eine Schenke, ein Gasthaus, dachte Carima verzweifelt, Irgendetwas, wo sie ein Zimmer bekommen konnten. Wo man vielleicht etwas Verbandszeug hatte, um Tandreds Wunden zu versorgen. Ganz gleich, zu welchem Preis.
Schließlich fand sie eine Teestube, aus welcher zumindest ein wenig warmes, einladendes Licht schien. Triefend schleppten sie sich ins Innere. Sie mussten einen schaurigen Anblick bieten, blutig und zerschlagen und durchnässt bis auf die Knochen, zwei Flüchtlinge mit nicht mehr als dem, was sie am Leib trugen. Verwunderung, dann Feindseligkeit, schlug ihnen unmittelbar entgegen und Carima musste den Drang niederkämpfen, auf dem Fuße umzudrehen und zu flüchten. Nur, dass sie kaum zu einer Flucht in der Lage waren. Also biss sie die Zähne zusammen, schluckte den Kloß in ihrem Hals herunter und trat auf den Mann hinter dem Tresen zu.
"Verzeiht, Herr, führt ihr hier Zimmer?", sprach sie den Wirt mit der Eloquenz einer in den feinen Umgangsformen geübten Dame an, "Oder hättet ihr zumindest einen Platz am Feuer für meinen Begleiter und mich?"

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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Sa 06 Okt 2018, 16:13

Naveen lauschte dem Schankwirt, der ihm die karte erklärte und wählte schließlich eine Schüssel Reis mit Gemüse sowie einem milden Jasmintee. Nebenbei bemerkte er , das die Teestube voller geworden war. Neugierig schaute er sich um, dabei bedacht, nicht zu auffällig zu starren und die anderen Gäste zu belästigen.
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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   So 07 Okt 2018, 13:56

"Oh, bei den Geistern", murmelte Mareja und stand auf. Der Mann, den die Kleine da herein führte, war blutig. Und so, wie er...aussah war das auch zu keinem kleinen Teil sein Blut. In jedem Fall musste man sich die Wunden mal ansehen, vor allem da es grade regnete und er wohl auch noch im Schlamm gelandet war. Einen Moment lang ließ sich die Frau von den Myriaden kleiner Tierchen in dem Matschmuster auf der Kleidung des Mannes ablenken, bevor sie sich zusammen riss. Der Tee war erst einmal vergessen. Stattdessen trat sie an die beiden vor dem Tresen heran und hob die Hände erst, nur um sie dann vor der Brust zu falten.
"Ich...ihr...Euer Begleiter ist ver-verletzt. Soll ich mir das mal...ansehen? Kräuter...Ich kann die Wunden reinigen. Das sieht wirklich...schlimm? Übel aus", brachte Mareja so etwas wie einen Satz heraus. Zumindest verständlich sollte es gewesen sein, oder? Außerdem sah der Mann wirklich aus als könne er Hilfe brauchen. Und man durfte niemandem Hilfe verwehren, der sie brauchen konnte. Blieb nur zu hoffen, dass man sie auch arbeiten ließ. Für die Städter schienen ihre Methoden primitiv zu wirken. Aber sie funktionierten halt. Mareja war der lebende Beweis! Aber das schien hier niemanden zu interessieren. Ihre Dienste hatte niemand in Anspruch nehmen wollen.
"Wenn...Falls ihr uns einen Raum zur Verfügung stellt. Dann...vielleicht...kann ich unterstützen?...helfen."

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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   So 07 Okt 2018, 21:41

Denat nickte kurz, nachdem er die Bestellung von Naveen aufgenommen hatte, und gab auch Raik mit einem Handzeichen kurz zu verstehen, dass er seine Bestellung auch mitbekommen hatte und sich darum kümmerte. Er klopfte dem Besitzer der Teestube kurz auf die Schulter und verschwand dann in der Küche. Die Küche war nicht sehr gross, neben einem Holzofen hatte es einen grossen Tisch an der hinteren Wand, welcher praktisch die ganze Länge des Raumes einnahm, während neben dem Holzofen mehrere Eimer und Waschtröge in verschiedenen grössen platziert waren. Am Ende des Raumes war eine Holztüre, welche in den Keller führte, welcher als Vorratskammer diente.
Denat warf kurz einen Blick in den Ofen, doch so spät am Tag waren nur noch ein paar Glutreste zu finden. Normalerweise eine blöde Sache, wenn man kochen musste, doch Denat war nicht umsonst ein Feuerbändiger. Er warf zwei dicke Holzstücke in den Ofen und half dem Feuer mit einem kräftigen und flammenversetzten, Atemstoss auf die Sprünge. Kurz darauf knisterte es wieder und eine wohlige Wärme machte sich sehr schnell in der kleinen Küche bereit.

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Der Besitzer der Teestube schien erst nicht so begeistert zu sein, als Carima und Tandred die Teestube betraten, doch unter der grummeligen Fassade steckte ein im Grunde netter alter Mann. Ganz am anfang schien er noch ein wenig skeptisch zu sein, doch als sich dann auch gleich noch Mareja dazugesellte und meinte das die Verletzungen wirklich schlimm waren, schienen seine Zweifel zu schwinden. "Wenn ihr ihm wirklich helfen könnt, tut das, bringt ihm am besten in die Küche, der Tisch dort sollte gross genug sein, selbst für einen massiven Kerl wie ihn."
Dann wandte er sich von Carima und Mareja ab und rief, mit einer überraschend kräftigen stimme: "Denat, mach den Küchentisch frei, wir brauchen den Platz, und zwar schnell." Danach wandte er sich nochmals an Carima, jedoch diesmal wesentlich sanfter. "Du solltest mitgehen, der Anblick deines verletzten Freundes mag vielleicht nicht sehr angenehm sein, aber die Küche sehr warm und so durchnässt wie ihr beide seit könnt ihr etwas wärme gut gebrauchen, denke ich."

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Denat hatte gerade den Tee aufgesetzt und wollte sich am Reis zuschaffen machen, als er von der Teestube her die Stimme seines Chefs hörte. Er arbeitete nun schon ein Weilchen hier und erkannte am Tonfall des alten Mannes, das es ernst zu sein schien. Sofort machte er den Tisch frei und verstaute alles darauf hastig in den paar Schränken an der Wand. Kurz darauf zwängten sich Mareja und Carima, welche Tandred stützten, durch den Eingang der Küche und legten den verletzten auf den Tisch. Auch wenn Denat kein Experte in Medizin war, erkannte auch er, das Tandred schwer verletzt war. "Was.. bei den vier Elementen, was ist mit ihm passiert?" Auch Ryuulong hatte den Trubel in der Teestube natürlich bemerkt und war über die Dachbalken ebenfalls in die Küche gekrabbelt und hatte sich dann auf dem Schrank niedergelassen, um von dort alles zu beobachten.
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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Mo 08 Okt 2018, 19:00

Wer bei den vier Elementen war diese Frau? Sie wirkte so vollkommen fremd, so schlichtweg falsch in dieser Teestube. Oder auch nur in einer Stadt. Nein, eigentlich wirkte sie ganz allgemein fehl am Platz. Gekleidet wie eine Wilde, in Holz und Leder und mit einer Schädelkappe, die einen barbarischen Fetisch darzustellen schien, dazu ihre offenkundige Unbeholfenheit. Alles in ihr weckte Widerwillen und Carima schob sich instinktiv beschützend vor Tandred, ganz ungeachtet der Tatsache, dass sie selbst kaum weniger angeschlagen war. Sie hätte die Fremde wohl nicht an ihn heran gelassen, hätte Tandred ihr nicht behutsam die Hand auf die Schulter gelegt, sie beiseite gedrückt.
"Ich bin dankbar für jede Hilfe, die ich kriegen kann", nuschelte er aus aufgeplatzten Lippen und nickte dann schwach in Richtung des Wirts, dann der Fremden. Ohne Widerstand ließ er sich in die Küche der Teestube führen und legte sich folgsam auf den ihm gewiesenen Tisch, nahe einem beruhigend warm knisternden Feuer. Ein Bett wäre ihm lieber gewesen, aber im Moment wäre er durchaus bereit gewesen, alles anzunehmen, das ihm angeboten wurde.
Ein kahlköpfiger Mann, scheinbar der Gehilfe des Wirts, trat in sein Blickfeld, sodass der Tisch nun vollends umringt war, fragte nach dem, was ihnen zugestoßen war. "Ein Überfall", antwortete Tandred ihm ächzend, "Straßenräuber. Wollten das bisschen Hab und Gut, das wir bei uns tragen. Hätte nicht gedacht, dass sie sich dafür auf einen Kampf einlassen. Aber müssen verzweifelt gewesen sein. Scheinen schlimme Zeiten hier in der Stadt zu sein."

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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Di 16 Okt 2018, 20:04

"Klar. Ich bin Nienna." Sie sass nun Raik gegenüber und war sich noch nicht ganz sicher, was er von ihr wissen wollte. "Kann ich dir im Gegenzug denn auch Fragen stellen?", fragte sie nach einer Weile des Schweigens. So könnte sie die Gelegenheit nutzen, selbst mehr in Erfahrung zu bringen. Denn langsam wurde ihr bewusst, dass hier in der Stadt, oder auf dem Festland - keine Ahnung wie weit - irgendetwas vor sich ging.
Spätestens, als die zwei blutüberströmten Gestalten das Gebäude betraten, war klar, dass es sich kaum um eine nette Gegend hier handelte. Der Mann sah schlimmer aus als der alte Theru nachdem er von einem Hai attackiert wurde.
Nienna war zu schockiert, um irgendwie zu agieren und war beruhigt, als andere begannen, sich um die Verletzten zu kümmern.
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BeitragThema: Re: Tal der Sterne[MSG]   Mo 19 Nov 2018, 16:27

"J-Ja. Situation...nicht gut", brachte Mareja geistesabwesend hervor. Auf dem Tisch sammelte sich ein buntes Gemisch an kleinen, tönernen Töpfchen und Tiegeln. Es begann leicht erdig zu riechen, als sie zwei davon aufmachte. Vorsichtig nahm sie einen Arm des Mannes und begann daran herumzudrücken.
"Sag Bescheid, wenn es weh tut." Scheinbar zufrieden fuhr sie mit der Prozedur am Bauch fort und machte sich mentale Notizen darüber wie sich das Fleisch unter ihren Fingern anfühlte.
"Ich brauche Wasser und Stoff. Sauberen Stoff", befahl Mareja mit fester Stimme und legte den anderen Arm des Mannes wieder auf den Tisch. Mit einer Hand griff sie nach einem der Tiegel und förderte mit zwei spitzen Fingern eine kleine Menge bräunlicher Substanz zutage.
"Vielleicht etwas zum hinein beißen? Das wird jetzt brennen. Aber dann entzündet sich die Wunde nicht. Junge Frau, wenn Ihr helfen wollt...nehmt den anderen Tiegel und schmiert eine dünne Schicht auf die Prellungen."

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