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Porphyrion
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BeitragThema: [+250] New Horizons   [+250] New Horizons EmptyDi 13 März 2012, 10:05

So, das wird ein kleineres Projekt von Lias und mir. Mal schauen obs was wird. Hintergrund ist die Erkundungsmission, die wir damals mit 250 nicht durchgezogen haben.

Hintergründe!

[+250] New Horizons 20091203013952!Mass_Effect_Normandy_SR2

Telaar - Klasse

Geschaffen, um die Kolonisationsbestrebungen des Paktes auf das nächste Level zu heben, sind die Schiffe der Telaar-Klasse wahre Alleskönner, teuer in der Herstellung, schnittig im Aussehen. Der längliche Schiffskörper ist begleitet von leicht nach unten gebogenen Stummelflügeln, auf denen zu jeder Seite zwei blau leuchtende Manaleitstrangtriebwerke sitzen. Antennen sitzen am Heck und der Front.
Die Schiffe sind drei Decks stark, besitzen modernste Sensortechnik, Schilde, einen Phasensprungkern im hinteren Drittel, und eine Batterie mit Mittelstreckenkanonen an der Unterseite. Sie beherbergen eine Crew von ungefähr 100 Leuten. (Kommandooffiziere, Wissenschaftler (Biologen, Physiker,Ethnologen, Mediziner, etc.), ein kleiner Trupp von Soldaten (Kampfmagier, Zauberbrecher, Marines), sowie die Techniker.)

Auf den Decks finden sich verschiedene Präferenzbereiche.

Deck 1: Quartiere
Hier wohnt die Mannschaft, zweifelsohne. Um den Aufenthaltsraum herum sind die einzelnen Räume, groß und klein, mit oder ohne Sternblick, angeordnet. Im Aufenthaltsraum selbst findet sich alles, was einen Azerothianer fern der Heimat von der Langeweile des tiefen Raumes ablenken kann. Auch ist eine bestens ausgestattete Küche auf diesem Stockwerk, aus der heraus die Besatzung durch Smutje und Replikatoren mit Essen aus allen Ecken des Paktgebietes versorgt wird.
Dusche und Kraftraum befinden sich ebenfalls auf diesem Deck.

Deck 2: Wissenschafts- und Ordinanzdeck
Das einzige Deck, das das gesamte Schiff von vorne bis hinten durchläuft. Hier findet sich in der Spitze das Cockpit und gleich angeschlossen die Astrometrie, dahinter wiederum der Besprechungsraum, gefolgt von Labor und Krankenstation.
Dann kommt schon die Maschinerie des Sprungkernes und der Manaleitstrangtriebwerke, die ein gutes Viertel des Schiffes aufnimmt und für die Hochleistung des Schiffsantriebs und der Schilde sorgt.

Deck 3: Lagerraum/Batterie/Hangar/CPU-Kern
Hier finden sich Sonden, Rettungsshuttles, Lagerstätten für Biologie der Planeten, und das Erkundungsfahrzeug der Telaar-Klasse, der Roc. Ausgestattet mit Schwebeturbinen und einer Plasmakanone ist das Gefährt wehrhaft genug, um eventuell agressiver einheimischer Fauna entgegenzutreten und die Sicherheit der Wissenschaftler darin zu erhalten.
Im hinteren Drittel dieses Decks ist der Zugang zum CPU-Kern. Um die Daten, die die Telaar-Schiffe auf ihren Missionen sammeln, zu verwerten, effektiv Scans durchzuführen, und den Flug des Schiffes zu unterstützen besitzt jedes Schiff einen solchen Kern, in dem massive Rechnerblocks eine KI schaffen, die die Besatzung unterstützt, wo nur möglich.

(Geklaut von Lias)
Die einzige Aufgabe der Telaar-Reihe besteht darin, kleine Teams aus Experten zu Welten zu bringen, die bisher unerforscht oder unbetreten waren. Dort ist herauszufinden, ob es intelligentes Leben gibt und ob man diese Lebensform in den Pakt integrieren kann. Jegliche Legionsaktivität ist sofort zu melden, der Pakt schickt dann einen Kreuzer vorbei, der sich des Problems annimmt. Für primitive Kulturen gilt hingegen, dass sie in Ruhe gelassen werden, bis sie selbst in den Nether vordringen können. Dabei wird eine Sonde im Orbit des Planeten hinterlassen, die regelmäßig Berichte sendet.
Spezies, die kurz vor dem Eindringen in den Nether stehen, wird ein Angebot der Verbündung gemacht. Unbewohnte Planeten hingegen werden zur Besiedelung für die wachsenden Bevölkerung des Paktes freigegeben. Und auch hier ist es Aufgabe der Telaar-Crew festzustellen, ob der Planet wirklich sicher ist.

Besatzung: 105 Mann.
- Commodore (Commander) [Phyr]
- Kommandooffiziere
- Pilot
- Ärzte
- Köche (NPCs)
- Marines (Gunnery Chief: [Lias])
- Navigatoren
- Wissenschaftler
- Techniker
- Botschafter des Paktes
- (Xeno)-Psychologe
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Porphyrion
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BeitragThema: Re: [+250] New Horizons   [+250] New Horizons EmptyDi 13 März 2012, 10:08

Vorname: Liliana Giancarla

Name: Pastore

Rasse: Mensch

Geschlecht: Weiblich

Alter: 34

Rang: Commander/Commodore

Aussehen:
De großgewachsene schlanke Frau mit dem dunklen Teint und den wachen nussbraunen Augen, vollen Lippen und sanft geschwungenen Augenbrauen scheint graziös und mühelos in ihre Dreißiger hineingerutscht zu sein (Tatsächlich ist ihr Zustand rigoroser Diät und Training zu verdanken, dazu später). Ihre etwas mehr als schulterlangen, lockigen Haare trägt sie meistens in einer Hochsteckfrisur, die an ihrem Hinterkopf in alle Richtungen davonstrebt. Im Dienst trägt sie eine Uniform aus schwarzem, gegerbtem, weichen Wolfsleder und weißem, eng gewebtem Leinen die auf den Schultern die Abzeichen eines Commodore und auf der Brust das Wappen des Paktes präsentiert, eng anliegt und deswegen trotz allem eine minimale Wölbung am Bauch anzeigt, die der Schwangerschaft mit ihrer ersten und einzigen Tochter zu verdanken ist. Dennoch zeichnen sich unter ihrer Uniform durchaus trainierte Arme und Beine ab, und ihre gepflegten Hände enden in spitzen, halblangen, unlackierten Fingernägeln. An ihrer Seite sitzt im Hüfthalfter eine Sturmhammer.
Die Stimme warm, aber befehlsgewohnt, ist sie auch durch Körpersprache und Blicke in der Lage ihre Position zu behaupten, berühmt auch ihre Anstierduelle mit widerwilligen Kommandooffizieren.
Ihre Ausdrucksweise rangiert von Einwortbefehlen bis hin zu schelmischen Zweizeilern, Normalbetrieb und langatmigen Motivationsreden.

Charakter:
Lilianas Charakter lässt sich in zwei große Sphären einteilen: Das altgewordene Mädchen aus der frommen Erziehung mit der Alles-oder-nichts-Mentalität und auf der anderen Seite die charmante Pragmatikerin, der die ihr gegebenen Befehle heilig sind und deren Befehle sie für nicht minder gesegnet erachtet. Meist überwiegt dieser Teil, doch unter Alkoholeinfluss und großem Stress bricht das stürmische Temperament und die sanguinische Lebensweise aus den Restriktionen der ihr sonst überlegenen Konditionierung aus.
Zudem ist sie beseelt von dem Willen, ihren Körper solange wie möglich attraktiv zu erhalten und schränkt sich dafür ernährungstechnisch stark ein, verbringt täglich mindestens eine Stunde im Trainingsraum des Schiffes. Alkohol und viel Essen sind Überschreitungen, die sie nur sehr selten begeht.
Gegenüber Hordenrassen ist sie eher kritisch. Orcs betrachtet sie als emotional instabil, Trolle als nichtsnutzige Dauerdröhner, und Tauren sind für sie ebenfalls nichtsnutzige Weltverbesserer. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, einzig die Blutelfen und Goblins scheinen ihr genug Geist zu besitzen, auch Führungsrollen in Militär und Politik einzunehmen.

Hintergrund:
Liliana wuchs in einem streng lichtgläubigen Haushalt auf. Ihr Vater war ein gelangweilter Beamter im Arbeitsministerium, ihre Mutter eine Hausfrau mit einer Vorliebe für Musicals. Aus diesem Cocktail der Spießbürgerlichkeit entstand ein Mädchen, das ihre Universitätszeit dank Pille, Pillen und Party richtig ausnutzte, seinen Studiengang mehrfach wechselte, und dann, nachdem eine Wechselfrist ihr die Wahl zwischen Karriere beim Militär oder einem weiteren Semester Geschichte ließ, eine Ausbildung zur Pilotin machte. Ihr Vater nickte und zahlte, ihre Mutter schlug ob der ihrer Meinung blatanten Erziehungsfehler die Hände über dem Kopf zusammen.
Alles in allem tat ihr die Zeit beim Militär gut. Immerhin lernte sie den Mann kennen, mit dem sie die nächsten 5 Jahre ihres Lebens zusammenleben sollte, erst als Zimmergenosse, dann als Geliebter, schließlich als Ehemann. Scott war ein einfacher Mann, der jedoch seine Qualitäten hatte. Er wusste intuitiv, wie man eine Frau wie Liliana ruhigstellen konnte, was man ihr sagen musste, wenn die Träumereien anfingen, und schlussendlich sah er auch noch recht gut aus mit seinen grünen Augen und den kastanienbraunen Haaren. Aus ihrer Ehe ensprang ihre Tochter Emily Luciana, die die beiden abgöttisch verehren.
Schlussendlich wurde es Liliana aber in der Ehe zu langweilig, irgendwo fehlte der Kick, und es gab genug Männer, die einer Träumerin das geben konnten, was der Ehealltag ihr verwehrte. Sie betrog Scott über einen längeren Zeitraum, erst ohne, dann mit seinem Wissen, und eines Tages, als sie nach Hause kam, fand sie eine Umzugstruhe mit ihren Sachen vor der Tür. Er hatte die Konsequenz gezogen. Nicht etwa bitter, sondern nur zum Besten von Emily, der die angespannte Atmosphäre zwischen den Eltern selbst mit ihren 3 Jahren aufgefallen war.
Liliana agierte in den folgenden Jahren viel im Randbereich des Paktes, erst als Führungsoffizier, dann als Commodore von Aufklärungs- und Patrouillenschiffen, immer wieder unterbrochen von Urlaub auf Azeroth mit ihrer Tochter, die Scott ohne Beanstandung herausgab. Er war wie gesagt nicht bitter, nur enttäuscht.
Als sie vom Telaar-Projekt hörte, trug sie sich auf die Anwärterliste ein und durchlief eine längere Testreihe, die ihr die Fähigkeiten zur Führung attestierte. Seitdem hat sie sich auf die Mission vorbereitet und steht nun in den Startlöchern für die Arbeit am neusten Steckenpferd der Paktregierung - Erkundung, Kartographierung, Sicherung von Dominanz.
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BeitragThema: Re: [+250] New Horizons   [+250] New Horizons EmptyDo 15 März 2012, 23:03

Vorname: Arcturus

Nachname: Kaal'Zen

Alter: 42

Geschlecht: Männlich

Rasse: Draenei

Aussehen:
Als Berufsoldat ist Arcturus schon längst nicht mehr mit einem jungen Adonis zu vergleichen. Früher mochte er vielleicht einmal attraktiv gewesen sein, aber
Jahrzehnte der Kämpfe hinterlassen nunmal ihre Spuren. Seine Haut ist von einem sanften Blau Seine linke Kopfhälfte wurde ihm einmal in einem Feuergefecht von einem Felbolter ziemlich gut zerschossen.
Die Zeit im Krankenhaus hat ihn außerdem abgemagert, sodass sein Gesicht noch knochiger wirkt als bei den Draenei ohnehin schon üblich. Dazu kommt, dass die
typisch draeneiische Stirnknochenplatte bei ihm ausgeprägter ist als bei anderen. Trotz der Zeit im Krankenhaus ist Arcturus immer noch ein zweimetergroßer Haufen
Muskeln und technisches Know-How. Seine Haare trägt er militärisch kurz. Sämtliche Kleidung sieht an ihm wegen seiner Haltung aus wie eine Uniform, wobei er
auch fast nichts anderes trägt. Seine Rüstung ist eine MK-III Immovable, in grau und blau gehalten, mit zwei goldenen Streifen auf den Schulterpanzern, um seinen
Rang anzuzeigen.

Charakter:
Aufgewachsen in einer Familie traditioneller Soldaten ist Arcturus rigoros in der Umsetzung seiner Befehle. Selbst, wenn das Durchsetzen dieser Befehle tote
Kameraden bedeutet, Arcturus Kaal'Zen kriegt den Job erledigt. Dieser Fokus auf das Durchsetzen der Befehle hat ihm schon so manchen Ärger mit der Obrigkeit
eingebracht, weil Arcturus gerne mal seine Einsatzorder freizügig auslegt, wie es ihm grade passt.
Abgesehen davon kümmert er sich hingebungsvoll um alles ihm anvertraute. Das gilt sowohl für Ausrüstung als auch für andere Teammitglieder, wobei er sich zwar
manchmal etwas ungeschickt anstellt, man aber merkt, dass er es gut meint. Vourteilsfrei ist er aber auch nicht. Arcturus mag keine Politiker und "Stiftfresser".
Papierkram gehört für ihn zu jenen Dingen, mit denen sich ein richtiger Soldat nicht herumschlagen müssen sollte.

Hintergrund:
Arcturus Eltern waren beide im Militär. Genau wie deren Eltern und deren Eltern. Dementsprechend streng wurde der Draenei erzogen. Arcturus brachte Bestnoten nach Hause
, musste Bestnoten nach Hause bringen. Schon in der Schule war er ein Muskelpaket, bester in Sport, Mathematik und anderen Naturwissenschaften. Direkt nach der Schule
schrieb sich Arcturus bei der Polizeiakademie ein. Mit der Zeit wandelte sich Arcturus Ansicht der Polizeiarbeit von Helden, die die Unschuldigen beschützen, zu von
den Schreibtischhengsten gegängelter armer Säue. Als er mehrfach trotz einiger Beweise einen Verbrecher nicht einlochen konnte, weil die Beweise nicht "ausreichend"
waren, schmiss Arcturus die Polizeiarbeit. Er ging zum Militär, was sowohl Vater als auch Mutter freute, in der Hoffnung dort nicht von den Regeln erdrückt zu werden.
Beim Militär war er erfolgreicher. Seine oftmals riskante, aber erfolgreiche, Art brachte ihm mehrere Beförderungen ein. Gunnery Chief wurde er als er bei einem Einsatz,
der auf die denkbar schlechteste Art schief ging, den toten Gunnery Chief ersetzte und so die Geschütze einer Fregatte am Laufen hielt, was die Legion an Enterversuchen hinderte.
Seitdem hat er immer mehr dazu gelernt und gilt beim Militär mittlerweile als ziemlich guter Gunnery Chief. Zudem verfügt Arcturus über ein beinahe künstlerisches Talent mit Kanonen.

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Zuletzt von Enki am Fr 23 März 2012, 01:17 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [+250] New Horizons   [+250] New Horizons EmptyMo 19 März 2012, 21:57

- Anhören! https://www.youtube.com/watch?v=sp9EQz657I4 -

Giancas Wecker klingelte. Ventoprocella nun fa la stupida stasera. Gianca hasste es, wenn ihr Wecker klingelte. Dienst. Sowas blödes. Gianca quälte sich schlaftrunken aus dem Bett und aktivierte die Rollläden per Gedankenbefehl, auf dass ein grandioser Tag, der bestimmt schon viel zu spät war, um sich einigermaßen bereit zu machen, herinleuchtete. Spiegel? Check: Athletischer Körper, in die Decke gehüllt, verwuschelte Lockenmähne, die zu bändigen wieder Stunden brauchen würde. Oder sie würde einfach einen Dreck drauf geben. Uhrzeit? Check, Acht Uhr. Früh genug, um sich noch bereit zu machen. Termine? Check. Heute war der Abflug. Wieso berührte sie das nicht so sehr? Vergessen hatte sie es nicht, herbeigesehnt auch nicht, und sie freute sich auch nicht auf die Mission. Es war halt etwas zu tun, was getan werden musste, was man auch im Schlaf vergessen konnte, und was einem vor dem Einschlafen kein Kopfzerbrechen bereitete. Ihr zumindest nicht.
Eine Bewegung in ihrem Augenwinkel erhielt ihre ganze Aufmerksamkeit. Etwas wuschelte unter den anderen Laken herum. Miro, natürlich. Die Erinnerung kam wieder, er hatte sie mit einer Flasche Champagner vor der Haustür abgepasst. Irgendwoher hatte er von ihrem Missionsstart erfahrun und wollte (und hatte es dann auch) es in einen anderen Missionsstart verwandeln, zumindest für den Abend. Nun, man musste dem Zweiundzwanzigjährigen immerhin lassen, dass er was vom Liebeshandwerk verstand, und auch, dass ihm Romantik nicht abging, auch wenn ihre FWB-Beziehung immer mal wieder an und aus war. Gianca war seit Scott keine Freundin von festen Beziehungen mehr. Warum auch? Feste Beziehungen führten früher oder später zu Ehe und Kindern, und da hatte sie ihre Schuldigkeit schon getan. Dafür war sie nicht gemacht. Zum Leidwesen ihrer Eltern. Aber immerhin hatten die eine Enkeltochter, das war doch alles ganz wunderbar, und zu Winterhauch kam die ganze Bagage, Verzeihung, Familie zusammen, und das war auch nicht mal halb übel.
"Miro, bello, sparisci." - "Huh?" - "Verschwinde aus meiner Wohnung, du reicher Nichtsnutz!" - "Mit Freuden, du verhärmte Jungfer."
Der Gilneaser, dessen Name eigentlich Miroslav war, tauchte, ebenfalls in sein Laken gehüllt, aus den Tiefen des Spielwiesenbettes auf, ließ die Decke auf halbem Weg fallen, und entblößte seinen durchtrainierten Körper. Gianca biss sich auf die Unterlippe und wandte sich zu ihm. Reich, Sexy, und smart. So ließen sich junge Liebhaber hinhalten.
Aber dafür war jetzt keine Zeit! Sie musste um halb elf zum Appell, und die Crew begutachten. Und subsequent starten. Eingerichtet war ihr Zimmer auf der Dawnbreaker, dem ihrer Information nach dritten Schiff der Telaar-Klasse, schon seit einem Monat, mit all den netten Gimmicks, die der Rang als Major des Flottenarms des NMC so mit sich brachte. Reizende Kleinodien, die an ihre Heimat Stormwind erinnerte. Ein Weinschrank, voll mit Rotweinen aus Redridge und Elwynn. Überaus reizend. Ein riesiges Bett, darin man sich wunderbar ausbreiten konnte. Alleine, das war klar. Sie würde niemanden von ihrer Truppe mit ins Bett nehmen. Auch ein Grund,warum sie Miro das ihrige Bett gestern abend nicht verweigert hatte, neben den bereits bestehenden, sehr guten Gründen.
Emilia war bei Scott abgeliefert, gut. Ihr Kram war schon drüben auf der Dawnbreaker, gut. Ihre Frisur nahm Form an, während Miro lautstark eine Schüssel Cornflakes verzehrte, gut. Sie hatte keine Zeit zum Essen. Schnell in die Wolfsleder-Elaston-Komposit-Uniform mit den Schulterstücken gezwängt, gut. Botschafter U'Deen sollte nichts zu meckern haben. Sie hasste es, wenn der alte Draenei so tat, als ob er das Kommando hatte, als ob es sein Schifff wäre. Abgesehen von diesem kleinen Ausfall politischerseits kannte sie allerdings noch niemanden ihrer Crew, und freute sich darauf, positiv überrascht zu werden. Auch wenn sie bezweifelte, dass sie da draußen besonders viel finden würden. Klar, sie hatten die Cromatospektrischen Analysen von hoffnungsvollen Planeten, aber mehr auch nicht. Man würde sehen. Sache der Navigation, Sache der Überzeugungskraft, die U'deen keinesfalls abging, Sache der Waffen, falls sie feindselige Zivilisationen treffen sollten. Alles eine Frage der Attitüde- "Gianca! Jetzt sehe ich deinen süssen Hintern ja gar nicht mehr!", Ja, sie war wieder im Wohnzimmer angelangt, alle Hände voll zu tun, während der Jungspund in seiner Decke dasass und seine Cornflakes mampfte. War ja reizend, immerhin das. Immerhin das. Sie faltete in aller Eile das Bettlaken, schüttelte die Kissen auf, und entkleidete den jungen, an der Hausbar neben dem Bett sitzenden blonden Mann beinahe in derselben weitläufigen Bewegung seines Bettlakens, faltete es wiederum, und gab ihm einen Klaps auf den Hintern.
"Raus mit dir. Ich hab in einer Stunde Appell."
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BeitragThema: Re: [+250] New Horizons   [+250] New Horizons EmptyDo 22 März 2012, 14:53

In diesem Appartment gab es keinen Wecker. Zudem hätte ein Spartaner die Einrichtung wahrscheinlich als karg bezeichnet. Ein Tisch, makellos, wie frisch zusammengebaut. Eine Kochecke, ebenfalls blitzblank, als wäre sie noch nie benutzt worden. Ein Bett, derzeit belegt von zwei Meter draeneischer Muskelmasse und Zynismus. Nur ein Bild, das eine Gruppe Draenei zeigte. Krakelige Signaturen waren auf dem Bild zu sehen. Erinnerungen an eine vergangene Zeit. Arcuturus stand auf. Der Draenei brauchte keinen Wecker. Sein dritter Vorname war Pünktlichkeit. Oder Stock im Hintern, jenachdem, wen man fragte. Heute würde die Dawnbreaker die heimischen Gefilde verlassen. Heute hieß es Abschied nehmen von Azeroth. Schade eigentlich. Das Leben auf dem Planeten war eigentlich gar nicht so übel, wenn man sich erstmal an die weichen Betten und das gute Essen gewöhnt hatte. Arcturus stellte sich in Unterhose vor den Spiegel und betrachtete seinen Bauch. Hatte nicht angesetzt. Gut. Nicht, dass ihn das Leben am Boden noch verweichlichen ließ. Die Welt da draußen war hart. Wer weich wurde, wurde durchgekaut und ausgespuckt. Wobei die Mission der Dawnbreaker im Vergleich zu seinen vorherigen Einsätzen wie ein Spaziergang werden würde. Unwillkürlich berührte Arcturus mit der Hand die Narben an seinem Kopf.
Seine Koje auf der Dawnstar hatte er sich schon angesehen. War eigentlich garnicht so schlecht. Außerdem kannte Arcturus den Smutje. Ein Zwerg namens Thorvald. So miese Laune er hatte, so gut kochte er. Und wenn man nicht an seine Regale oder die Vorräte ging, kam man sogar ganz gut mit ihm aus. Und die Xenobiologin kannte er ebenfalls schon. Von der Mission, die ihm die Narbe eingebracht hatte. Was zu einem guten Teil ihre Schuld gewesen war. Wäre die dumme Ziege einfach mal in Deckung gegangen, anstatt "diese unglaublich interessanten Exemplare paläodingsbumser Dingsbums" zu betrachten, hätte Arcturus sie nicht wegziehen müssen. Außerdem war die Dame das Ebenbild des verwirrten durchgeistigten Professors, sowohl vom Aussehen als auch von der Persönlichkeit her.
Die Kommandantin war eine andere Sache. Berufssoldatin, guter Ruf. Mit ihr zu arbeiten sollte angenehm werden. Worüber man unter der Dusche so nachdachte. Fehlte nur noch, dass er hier das Geheimnis des Lebens löste.
Arcturus lachte leise. Das Frühstück auslassend stiefelte der uniformierte Draenei zum Appell. Wer brauchte schon Essen?

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BeitragThema: Re: [+250] New Horizons   [+250] New Horizons EmptyDo 22 März 2012, 20:49

Gianca, jetzt perfekt von Pflicht verhüllt und hinter die Majorin Giancarla Pastore getreten, trat aus der U-Bahn in die unangenehm künstlich riechende Luft der Tunnel, die unter Stormwind verliefen. Gebaut im Jahre 150 des Paktes, stets ausgebaut, mit schnelleren, moderneren, schnittigeren Zügen versehen als irgendeine andere Stadt des Paktes (Das Sturmwinder Kapital verstand sich auf Prestigearbeiten) war sie eine beeindruckende Anlage für den Neuling in der Stadt und eine nützliche Art für den Ansässige, an sein Ziel zu kommen, so wie Giancarla jetzt von ihrer Wohnung im Zentrum in die Außenbereiche der Stadt. Sie schlenderte durch die Gänge Richtung Rolltreppe, die bewundernden Blicke von kleinen Kindern ob ihrer Uniform mit einem strahlenden Lächeln erwidernd, und die lüsternen Blicke alter und junger Männer ob ihrer ... engen Uniform geflissentlich ignorierend - oder wiederum mit einem strahlenden Lächeln quittierend, wenn der junge Mann süß war. Die Schulterstücke sagten wohl den meisten hier nichts, aber das konnte man auch nicht erwarten. Vielleicht in der Provinz oder in Kalimdor, wo das Militär die Kultur dominierte und nicht umgekehrt.
Ah, da kam ein Trupp junger Navigatoren durch. Ein Scan mit dem Irisaugment versicherte sie: Ihre Truppe. Großartig. Aber man würde später noch genug reden. Die jungen Leute gingen schwatzend und schäkernd vor ihr, und sie war kurz davor, sich wieder zu entspannen, als eine Hand sich sanft auf ihre Wade legte.
"Dinkelberg. Willst mir doch nicht in deinen alten Tagen doch noch an den Hintern fassen."
"Unverzeihlich, Commander. Sie wissen, ich schwinge in die andere Richtung aus."
Eine Wendung des Kopfes und eine Neigung dessen um etwa fünfundsiebzig Grad versicherte sie: Eugene Dinkelberg, seines Zeichens gnomischer Kommandooffizier der Dawnbreaker. Homosexuell, gut gepflegt, und stets gut gelaunt, wenn nicht gerade in philosophische Gedanken versunken. Kein Ingenieur, aber ein großartiger Delegierer und Organisator. Weich. Weiblich. Lustig unter Alkoholeinfluss. Dann keine schlechte tanzende Tischdekoration oder Jukebox.
"Ich weiß. Verziehen. Wo sind die anderen Kommies?"
"Kommen. Meines Wissens nach 3 Minuten voraus."
Noch ein Vorteil von Dinkelberg. Eine obsessive Persönlichkeit, die immer vorplante. Und der eine Menge Sachen im Gedächtnis hängenblieben, die ihr fehlen würden. In dieser Art und Weise waren sie ein gutes Team. Dinkelberg mit den weichen Händen kümmerte sich um ihre Planung, und sie sorgte dafür, dass seine Weisungen durchgesetzt wurden. Fehlten noch Fayt von Lannister und Grashalm. Chipwa Grashalm, genaugenommen. Es ging ihr zwar gegen den Strich, dass ein Taure auf ihrem Schiff in einer solchen Position war, aber sie war professionell genug, um ihn nach seinen Fähigkeiten zu richten. Und die waren zufriedenstellend.
"Packen wirs.", kicherte Dinkelberg, als das Tageslicht sie wieder streichelte. Da war auch schon die Garnison. Sie traten nach einem kurzen Check durch das Tor auf den Exerzierplatz. Da war auch schon Lannister und rauchte einen von diesen furchtbaren Zigarillos. Man sollte meinen, dass der rothaarige Blutelf mit seinem Gehalt was besseres kaufen konnte. Aber nein. Innerlich schüttelte sich Giancarla, äußerlich schüttelte sie ihm die Hand. Immerhin hegte sie keine Aversion gegen ihn, nur gegen seinen schlechten Geschmack.
"Sieht so aus, als ob wir noch ein bisschen Zeit bis zum Appell haben, Commander."
"Ja, Lannister. Sollte klappen."
Eine Nachtelfe im weißen Kittel war an sie herangetreten, die Augen hinter einer dickrahmigen, etwas nerdig wirkenden Brille blau leuchtend, die blauen Haare zu einer adretten Hochsteckfrisur geflochten und von einer Spange zusammengehalten. Die Brüste, und das stellte Giancarla mit Missbilligung, die sich glücklicherweise nicht in ihrem Gesicht niederschlug, fest, relativ gewaltig.
"Fialuna Failunean. Ich bin die Borddoktorin ... dokteuse.", sie kicherte, Pastores Meinung nach ziemlich blöd, "10 Jahre Erfahrung im Sacred Heart Hospital Neu-Menethil, Druidische Unterstützungsmedizin. Ich soll mich mit meinem Kollegen um die Gesundheit der Crew kümmern."
Klar sollst du das, du Nerd-Traum. - "Wunderbar!", erwiderte die Menschenfrau mit einem Lächeln, "Wir werden hoffentlich nicht allzu viel für sie zu tun haben. Alles andere wäre doch zynisch. Wo ist ihr Kollege?"
"Unterhält sich mit Botschafter U'Deen." Wieder dieses dämliche Kichern! Wenn es eines gab, was Gianca hasste, war es Verführung mit dem Holzpfahl. Unsubtil. Taktlos. Und dass diese Frau sich im Dauerdummerchenmodus befand, war ziemlich offensichtlich. Hoffentlich wusste sie wenigstens, was sie tat, und dass sie es ganz schamlos tat. Und hoffentlich verstand sie ihr Handwerk.
Als Giancarla wieder den Kopf in Richtung der Handweisung der Druidin wandte, sah sie einen älteren Zwergen bei dem lilanen Draenei stehen, U'Deen, den sie so sehr zu verachten gelernt hatte. Aber nein, sie war ja professionell. Und schon war sie drüben bei den Beiden.
"Ah, Commander. Schön, dass sie es auch noch einrichten konnten. Professor Stahlformer und ich unterhalten uns schon eine ganze Weile über die Implikationen einer expansiven Xenopolitik."
"Deren Vertreter sie sind..."
"Zweifellos! Aber wir sind uns ja weder uneinig noch haben wir uns von unserem Auftrag entfernt."
"Thornik Stahlformer. 'ch bin hoch erfreut, Frau Pastore. 'ch hab gehört, sie waren bei der Sache in Ultora beteiligt. Meisterliche Leistung. 'ch werd ihnen die Dickbusige vom Hals halten. Sagense einfach, wenn sie von mir untersucht werden wollen. Raucherlunge, Hexenschuss - Lichtmagie hat gegen alles ein Mittelchen."
Der Zwerg war schon eher nach ihrem Geschmack. Zwar auch unsubtil, aber er wusste genau, womit er arbeitete, und ob sich der Respektvorschuss, den Giancarla ihm nun entgegenbrachte, auszahlen würde - wer wusste schon. Sie hatte ein gutes Gefühl dabei.
"Danke, Professor Stahlformer. Mir geht es zwar aktuell ganz wunderbar, aber das kann sich ja von Zeit zu Zeit ändern, nicht. Dann werde ich gerne in der Medbay vorbeischauen."
"Fühlense sich frei."
"U'deen.", Giancarla wandte sich zum Gehen.
"Pastore.", Der Draenei schickte ihr einen kalten Blick.
Manche Leute mochten sich halt einfach nicht!
Manche Leute mochte man aber halt einfach auch. So wie zum Beispiel Xian Lang, den Piloten. Ein Pandare wie er im Buch stand. Und vor ihr. Gerade, als sie sich ganz umgewandt hatte.
"Hallo Pastore!", flötete der Berg aus Fleisch mit der Bierdose in der Hand, "Kanns kaum erwarten in den Nether zu starten!"
"Kretin.", hörte sie U'Deen von hinten grummeln. Aber der Draenei kümmerte sie gar nicht mehr. Xian war großartig. Und so ziemlich der einzige Pilot, den man vor dem Start Bier trinken ließ. Aber das hatte er sich bei seiner Diensthistorie auch verdient. Bestabsolvent der Flottenakademie auf Yan Ban Prime, einem pandarisch besiedelten Planeten im Outer Rim, und Pilotenschmiede des Paktes, zahlreiche Einsätze und eine beeindruckend niedrige Anzahl an Verlusten auf seinen Schiffen.
"Ich freue mich, wieder mit dir zu fliegen, du alter Flohfang."
"Stets da, zu enttäuschen, Commander.", grinste der Pandare.
"Weißt du, manchmal möchte man dich einfach an den Koteletten packen und knuddeln, du Riesenbaby."


Zuletzt von Palenque am Mi 11 Apr 2012, 17:54 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [+250] New Horizons   [+250] New Horizons EmptyDo 22 März 2012, 23:01

Im Endeffekt hatte sich Arcturus für seine Rüstung entschieden. Den Helm trug er locker unterm Arm. Die Blicke, die er in der Bahn empfing, waren gemischt. Einige Kinder sahen mit leuchtenden Augen zu ihm hoch. Eine junge Frau allerdings starrte ihn an als wäre er Sargeras persönlich und hätte grade in ihren Vorgarten gepinkelt. Ob sie jemanden im Krieg gegen die Legion verloren hatte? Selbst wenn war es kindisch die Schuld daran auf die Soldaten des Paktes zu projizieren.
"Nächster Halt: Garnison", gab eine synthetische Stimme aus dem Lautsprecher zu hören. Arcturus stieg aus. Kaum jemand war mit ihm ausgestiegen. Irgendwo hinter ihm stritten zwei Frauen.
"Und ich sage dir. Die Thorina-Knollen können dort wachsen!"
"Unsinn. Der Boden enthält nicht einmal annähernd genug Nährstoffe."
"Meine Tests sagen was anderes, heh, Entschuldigung."
Jemand klopfte Arcturus auf den Schulterpanzer. Der Draenei drehte sich um und hob eine Braue. Vor ihm standen eine Hochelfe und eine Zwergin. Die Hochelfe war ein ziemlich untypisches Exemplar ihrer Spezies. Ziemlich dick. Zerstrubbelte Haare und Brillengläser, mit denen man Leute töten konnte. Die Zwergin hingegen war muskulös, trug eine fesche Anzugkombination und grinste leicht überlegen.
"Wo ist die Garnison?"
Arcturus konnte beinahe sehen, wie die Zwergin innerlich die Hand vor die Stirn schlug. Stumm hob er den Arm und deutete auf das deutlich sichtbare Gebäude mit dem Paktzeichen. Die Hochelfe starrte das Gebäude für einen Moment ungläubig an, zuckte dann mit den Schultern und zog von dannen. Die Zwergin lächelte Arcturus noch entschuldigend zu. Der Draenei schüttelte den Kopf. Er kannte die Hochelfe. Xenobiologin Janina Dawnfire. Als wäre der Name nicht schon schlimm genug war die Dame auch noch so weltfremd, wie es einem lebenden Wesen nur möglich war. Die Zwergin hingegen kannte Arcturus nicht, aber vermutlich war sie Teil der Dawnbreaker-Expedition.

Der Commander war schnell gefunden. Alle hochrangigen Offiziere hatten so eine Körperhaltung, die einfach Autorität ausstrahlte. Entweder eigneten sie sie sich an oder besaßen sie bereits. Arcturus salutierte zackig.
"Gunnery Chief Arcturus Kaal'Zen." Der Gnom neben dem Commander besah sich Arcturus einmal von oben nach unten.
"Sie waren auf der Asharas Name, nicht? War hässlich. Dinkelberg."
Bevor Arcturus eine Antwort geben konnte, tauchten im Durchgang die beiden Frauen von eben auf. Dinkelberg lehnte sich zur Kommandeurin: "Janina Dawnfire, Xenobiologin und Samantha Crowen, Geologin."
Die beiden Frauen traten ebenfalls vor den Commander. Arcturus wich beiseite. Janina erhob zuerst die Stimme: "Also. Ich hoffe ja, dass sie, ähm. Dass sie genug Tanks für Proben eingeplant haben."
Crowen lächelte entschuldigend. Arcturus gewann den Eindruck, dass sie diesen Ausdruck recht oft in Begleitung ihrer Kollegin trug.
"Entschuldigen sie vielmals, Kommandeurin. Ich bin sicher, dass an alles gedacht worden ist." Die Zwergin salutierte sogar. Arcturus war ein wenig beeindruckt. Aber da wurde er schon von jemand anderem begrüßt. Botschafter U'Deen. Arcturus mochte ihn nicht wirklich. Das größte Problem am Botschafter war, dass er der Meinung zu sein schien, dass Arcturus mit ihm einer Meinung sein solle. Warum auch immer. Vielleicht, weil sie beide Draenei waren.
"Hey, Narbengesicht", brüllte jemand in voller Lautstärke über den Exerzierplatz. Thorvald stampfte mit eisenbeschlagenen Stiefeln auf Arcturus zu, die Kommandeurin übergehend und schüttelte dem Draenei die Hand.
"Meine Fresse. Warst ja nie gutaussehend, aber die Narben schlagen dem Fass den Boden aus. Und zwar mit einem Vorschlaghammer. Wie ist's dir ergangen, alter Haudegen?"
"Gut. Und du wurdest immer noch nicht des Mordes angeklagt? Sogar dieser Gan'Arg, den wir gefangen hatten, musste von deinem Fraß brechen. Ich hab gehört, sie benutze dein Essen als Folterwerkzeug."
Der Zwerg hielt Arcturus einen Finger unter die Nase: "Ich hoffe, du magst dein Essen schwarz und knusprig. Denn so wirst du's kriegen."
"Is' ja 'n muntera Haufn", schob jemand von der Seite in üblem Gossenslang ein. Eine Trollin. Die Haare fettig und zu Zöpfen geflochten. Zwar in einer Paktuniform, die allerdings schmuddelig war. Im Gürtel steckten mehrere Werkzeuge. Die Ingeneurin.
"Jiala Darkspear. Hab von ihnen gehöärt, Kaal'Zen. War'n auf dä Asharas Name. Da hat dä Scheißä gekoächt." Die Trollin begrüßte ihrerseits einen Pandaren. Anscheinend kannten sich die beiden bereits.

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BeitragThema: Re: [+250] New Horizons   [+250] New Horizons EmptyFr 23 März 2012, 17:06

https://www.youtube.com/watch?v=EhOlMrrUcKE

Ein Horn ertönte, und Bevor sich Giancarla dem Draenei in der Rüstung zuwenden konnte, begann der Appell. Die Besatzung, mittlerweile in Trauben über dem Platz verteilt, nahm vor einer Delegation der Paktregierung Haltung an, schön in Karees aufgestellt. U'deen schritt mit der ihm inhärenten Würde voran und begrüßte den Minister, einen Tauren mit gewaltiger Körpermasse, der, wie es schien, nicht übermässig glücklich darüber war, hier eine der Telaar-Fregatten zu verabschieden. Wie Politiker halt waren. Irgendwas war immer unehrlich. Sie trat durch das Spalier an die Seite U'deens, zusammen mit ihren Kommandooffizieren.
"Ahh, Major ... Pastore, richtig? Wir freuen uns, ein weiteres Schiff der Telaar-Klasse loszuschicken. Auf dass sie viel neues Potential entdecken und neue Kontakte erschließen."
"Wird geschehen.", nickte Giancarla. Sie war zuversichtlich, dass sie Leben finden würden - in welcher Form auch immer. Die anderen Schiffe hatten, soweit sie es verfolgt hatte, zwar kolonisierbare Planeten, aber keine Zivlisationen gefunden. Würde schon werden!
"Ich bin Minister Grünblatt. Wir sind hoch gespannt, was dieses Projekt bringen wird. Wir vertrauen auf ihr führerisches Potential. U'deen?"
"Ja, Herr Minister!", entsprang es dem Botschafter beinahe anheischend. Was für ein Buckler, schoss es Giancarla durch den Kopf.
"Sie werden unsere Zivilisation bei eventuellem Kontakt zu anderem Leben vertreten. Die Würde dieses Amtes ist ihnen bewusst."
"Ich will alle meine Kraft darin legen, einen würdigen Eindruck zu machen." Klar, Hauptsache du machst einen würdigen Eindruck. Schleimbolzen.
Dann wünsche ich gutes Gelingen und eine erfolgreiche Fahrt! Glück auf!"
Und schon war er in seine Limousine gestiegen und abgedüst. Vielleicht machte ihm die militärische Macht seiner Untergebenen mehr zu schaffen als ihnen selbst.
Giancarla trat vor die versammelte Mannschaft und salutierte.
"Nur weil das eine Erkundungsmission ist, dürfen wir uns nicht lax verhalten. Handeln sie nach bestem Wissen und Gewissen und bringen sie dem Pakt Ehre."
Eine kurze Pause folgte, und sie schob nach:
"Freizeitaktivitäten werden von Leutnant Xian organisiert. Ich würde an sich um eine rege Nutzung des Bordnetzes bitten. Abtreten. Wir fliegen in einer Viertelstunde."
Sie schritt die sich auflösenden Trauben von Navigatoren, Technikern und weißbekittelten Wissenschaftlern ab, als eine Hand auf ihre Schulter tippte.
"Verzeihung, Major.", ertönte eine weiche, entspannte Stimme, "Ich glaube, wir hatten noch nicht die Ehre."
Langsam wandte sich Giancarla um und erblickte einen Nachtelfen mit weißen Haaren und einem markanten Gesicht.
"Yebu Dornblatt. Ich bin der Xenopsychologe. Ich weiß, die Wissenschaftler unterstehen nicht ihrem direkten Kommando, aber ich dachte mir, ich melde mich trotzdem mal."
"Also studieren sie Muster im Verhalten verschiedener Rassen und versuchen sich in die Psyche potentieller Außerweltler hineinzudenken?"
"Etwas mehr als das, aber im Grunde ja."
"Fein! Ich werde am ersten Abend im Nether in den Gemeinschaftsräumen ein Kapitänsessen veranstalten. Wenn sie wollen-"
"Ich werde da sein."
Die Menschenfrau salutierte dem Nachtelfen und wandte sich um. Irgendwo war doch dieser hagere Draenei. Der war bestimmt auch relativ wichtig, und sie waren vorhin unterbrochen worden. Sie erblickte ihn auf der Rampe ins Schiff, die das Schiff betretenden Marines abzählend.
"Hallo, Hauptmann ... Kaal'zen, ist das richtig? Sie sind für meine Bordmarines und die Feuerbatterie zuständig, wenn man meinem HUD vertrauen darf.", eine ihrer Hände fuhr zum Hals und legte sich sanft mit dem Zeigefinger daran, Mehr eine Geste für sie selbst: Der Gedanke an ihre Piloten-KI, die im Hirnstamm ansaß, seit sie begonnen hatte, zu fliegen.
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BeitragThema: Re: [+250] New Horizons   [+250] New Horizons EmptyDi 27 März 2012, 21:43

Ohne zu zögern salutierte Arcturus erneut. Man konnte nie wissen, wie die kommandierenden Offiziere es mit solcherlei Ehrenbezeugungen hielten. Besser war es zunächst immer einmal mehr zu salutieren als nötig. Mit der Zeit würde man sich schon einigen. Das war immer so. Bis auf Käpt'n Halleluja Roberts, natürlich. Vertraue niemals einem Mann, der Psalmen aus dem Stehgreif erfinden kann. Der Mann war so sehr vom Licht durchdrungen gewesen, dass es alle an Bord angesteckt hatte. Bis auf Arcturus, zynischer Mistkerl, der er war. Arcturus nahm den Arm wieder runter und bestätigte die Aussage des Commanders: "Stimmt, Commander. Auch wenn ich hoffe, dass wir sie nicht brauchen werden. Mit ein bisschen Glück treffen wir nicht auf die Legion." Arcturus glaubte das selbst nicht. Früher oder später wurde die Legion immer auf ein Telaar-Schiff aufmerksam. Oder man kam neben einem Legionsplaneten raus. Ein Enterkommando der Legion zu stoppen wäre dann Arcturus Aufgabe. Und die seiner Marines.
"Alle Marines anwesend, mit voller Ausrüstung angetreten", stellte Arcturus fest: "Wir werden die Legion schon davon abhalten, unser Schiff zu entern, sollte es dazu kommen."
Arcturus besah sich den Commander kurz. Sah aus wie eine Soldatin. Das war gut. Einen Sesselpfurzer als Commander hätte Arcturus nicht ertragen. Jedenfalls nicht über die volle Länge solcher Missionen.
"Meine Marines stehen aber auch für Bodeneinsätze zur Verfügung, mich eingeschlossen. Wenn sie uns also brauchen, geben Sie mir Bescheid. Für die Weißkittel kann ich allerdings nicht sprechen."

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BeitragThema: Re: [+250] New Horizons   [+250] New Horizons EmptyDi 03 Apr 2012, 23:15

Zwar hatte Giancarla noch etwas sagen wollen, aber da hatte schon einer der besprochenen Weißkittel, ein etwa fünfundvierzigjähriger Mann, etwa eins achtzig groß, mit lockigem, von grauen strähnen durchsetztem kastanienbraunen Haar und stechend blauen Augen, ihre Aufmerksamkeit in Beschlag genommen.
"Lamarr Gordon. Hallo, Kommandant ... Pastore, richtig? Ich bin Professor für Titanologie. Können sie mir sagen, wo mein Quartier und Arbeitsbereich ist? Ich fürchte, für Hirnstammimplantate werde ich mich nie erwärmen können...", sprach der Mann mit einem entschuldigenden Lächeln.
"Das liegt zwar nicht direkt in meinem Aufgabenbereich, aber ... Moment...", antwortete Liliana, während sie ihren Geist von den unanständigen Dingen, die sie mit diesem ergrauten Löwen anstellen könnte, weg und in die KI fokussierte, "Ah, da haben wir es. Direkt neben der Krankenstation und Xenopsychologie."
"Danke, Commodore., lächelte der Mann, der anscheinend bemerkt hatte, dass er eine gewisse Wirkung auf die Kommandantin hatte.
"Freue mich auf die Zusammenarbeit, Mister Gordon. Kaal'zen? Ich bin im Ordinanzdeck. Werde eine Memo rausschicken, erwarte dann alle höheren Offiziere und Wissenschaftler auf Deck."
Salut, die Rampe hinaufstolziert, den Aufzug mit einigen Wissenschaftlern bestiegen, das Ordinanzdeck erreicht, und vor die Sternenkarte gestellt. Die Prioritätsziele waren mit roten Punkten bereits darauf vermerkt. Sie lud ihre eigenen Daten hoch, und glich sie mit denen des Flottenkommandos ab. Da waren noch ein paar Planeten, denen sie wenigstens einen Vorbeiflug gönnen würde, einen schnellen Scan. Gasriesen. Nicht direkt lebendig, aber voller wertvoller Resourcen. Das würde sich bestimmt in Lorbeeren niederschlagen.
Im Augenwinkel bemerkte sie eine Bewegung. Eine junge Dame mit schulterlangen, glatten roten Haaren, heller Haut, Sommersprossen und blauen Augen hatte sich an den Platz neben sie gesellt.
"Commodore. Ich-"
"Kommunikationsoffizier oder Navigationsoffizier?"
"Kommunikationsoffi, Madam."
"Name, Rang?"
"Fähnrich Shelley Berger."
"Freut mich. Major Pastore. Dann kümmern sie sich mal um meine E-Mails. Muss ja nicht alles direkt über die KI laufen."
"Madam."
Die Rothaarige nickte und wandte sich dem Terminal zu. An der anderen Seite der Sternenkarte war ein junger Mann aufgetaucht. Schwarze Haare, militärisch kurz, eher schlaksig, Bartstoppeln gepflegt dreitägig im Gesicht, ebenfalls blauen Augen. Er salutierte mit einem Lächeln, als er Pastores Blick bemerkte.
"Commander. Nils Bergsten. Ich bin ihre Augen und Ohren in der Galaxie. Navigationsoffizier."
"Freut mich. Berger? Memo an die gesamte höhere Crew raus: Ich will sie in T plus 10 hier versammelt haben. Kleiner Peptalk, dann geht es los. Bergsten? Besorgen sie mir Info für alle Prioritätsziele. Ach, besser für alle Ziele. Danke."
Sie verschränkte die Hänge hinter dem Rücken und wandte sich der eintrudelnden Traube aus Wissenschaftlern, niederrangigen und höherrangigen Offizieren zu.
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BeitragThema: Re: [+250] New Horizons   [+250] New Horizons EmptyDi 10 Apr 2012, 14:46

Um den Commander zu verabschieden salutierte Arcturus noch einmal. Nur um sicher zu gehen. Niemand wusste, wie die Goldbrassen so tickten. Zeit ein paar Leute zu suchen, mit denen man reden konnte, namentlich seine Marines. Die fand man vermutlich nicht auf dem Ordinanzdeck. Allerdings sagte seine HUD, dass alle Marines bereits an Bord waren. Zusammen mit einigen Forschern, von denen er allerdings keinen wiedererkannte, wartete Arcturus auf den Aufzug, der mit einem sanften Zischen auf ihrer Ebene hielt. Die Türen glitten auf und die Menge schob und strömte in die kleine bewegliche Kammer.
Als einziger stieg Arcturus auf Deck 3 aus, auf dem die Marines stationiert waren. Die Männer und Frauen standen allesamt herum, wie es Marines eben taten, wenn sie zwar im Dienst waren, aber nichts zu tun hatten. Irgendjemand bemerkte seine Streifen und salutierte. Das Salutieren drehte eine Runde. Arcturus grüßte zurück. Das hier waren jetzt seine Marines.
"Rühren, Marines", orderte Arcturus, woraufhin sich die Männer und Frauen merklich entspannten. Die Gesichter kannte er bereits. Kira Karsen, Marine. Urgnot Gern, Arkankrieger. 900 Pfund Taure in Rüstung, beschleunigt auf 100 km/h. Um nur einige zu nennen. Den Rest würde er schon noch kennenlernen. Und er würde auf dieser Mission hoffentlich nur wenige Marines verlieren. Die Telaar-Klasse Schiffe kamen ziemlich oft mit ziemlich viel Besatzung zurück. War doch ein Hoffnungsschimmer, nicht? Noch bevor er allerdings den Mund aufmachen konnte, rief jemand auf seinem privaten Kanal an. Das HUD gab den Verschicker der Nachricht als Kommunikationsoffizier Berger an. Der Commander wollte ihn sprechen.
"Besprechungen gibts vor den Bodeneinsätzen. Wegtreten." Die Marines zerstreuten sich, während Arcturus zum Aufzug stiefelte.

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BeitragThema: Re: [+250] New Horizons   [+250] New Horizons EmptyMi 11 Apr 2012, 18:25

Als es den Eindruck machte, dass sich die meisten ihrer Kommies, Marines, und Wissenschaftler eingefunden hatten, war es an der zeit für Giancarla, selbst anzutreten. So stieg sie von ihrem Podest über der Sternenkarte herab und nickte den Neuankämmlingen zu. Einige von ihnen hatte sie vorher schon gesprochen, andere waren noch unbekannte Gesichter. Nun, sie hatten genug Zeit, um sich kennenzulernen. Dieser Kaal'zen, immer in Rüstung. Das war doch unpraktisch. Sie würde ihn noch darauf ansprechen. Oh, da war Gordon und schickte ihr ein echt rattiges Lächeln, oder zumindest kam ihr es so vor. Na, der Mann hatte Vorstellungen.
"Also!", setzte sie kurzerhand an, "Um es kurz zu machen, denn im Endeffekt wissen wir alle, warum wir hier sind: Versuchen sie, einen würdigen Eindruck abzugeben. Mehr kann ich und der Pakt nicht von ihnen erwarten. Handeln sie verantwortungsvoll und mit Bedacht. Wenn irgendwer einen Steinspeer schleudert, dann nicht sofort zurückschießen. Ansonsten: Versuchen sie, der Befehlskette nicht zu sehr im Weg zu stehen. Ich verstehe, dass wir hier verschiedenste Leute aus verschiedensten Bereichen mit verschiedensten Kompetenzen haben, aber das Oberkommando habe immer noch ich. Verstanden?"
Gemurmel, Nicken, Salut von den Marines. Verstanden. War ihr auch lieber so. Keine Lust, ihre Autorität erst später aufzubauen. Besser, man hatte von Anfang an eine Position, in der man dementsprechend Zugeständnisse machen konnte, und nicht ein Zugeständnis, aus dem man eine Position entwickeln musste.
"Commander?", das war Xians Stimme. Der Pandare war leicht zu lokalisieren, mitten in der Menge der Navigatoren, "Wann geht es denn dann los?"
"Genau jetzt, Leutnant Lang. Alle Mann auf Position! Wir heben ab!"
Ein Gemurmel ging durch die auseinanderströmende Menge, und Giancarla trat an die Sternenkarte, während Xian sich bemühte, sich durch die Navis zu seinem Platz im Cockpit vorzukämpfen.
"Major Pastore", erklang eine metallische Stimme, "Startprotokoll in T minus 2 Minuten."
Ein kurzer Versatz im Hirnanhang, und die notwendige Info zur KI tauchte in Giancarlas Kopf auf. Modernstes Serie, modelliert nach dem Idealcharakter eines Paladins zur Zeit des Argentumkreuzzugs, deswegen auch die Typbezeichnung Paladin 1.4.
"Wie soll ich sie ansprechen, KI?"
"Sir Charleston von Beaufield-Ioan. CBI genügt."
"CBI? Bergsten? Kurs auf Lomia. Berger? Info über Lomia an alle höheren Wissenschaftler und Offis."
"Sofort, Commander."
Langsam hob das Schiff vom Boden ab und begann, über das Meer dahinzujagen. Pastore verfolgte den Startvorgang interessiert durch die langgezogenen Scheiben der Astrometrie. Natürlich würde Panzerung davorkommen, wenn sie Legionskontakt hatten. Xian hatte währenddessen alle Hände voll zu tun, so vorne im Cockpit, herumtippend und sich konzentriert die Lippen leckend, ab und zu einen Schluck vom Bier erhaschend.
Und dann waren sie auch schon im Nether.
"Der Sprung in das Lomia-System dürfte etwa zwei Stunden dauern, Commander.", meldete sich Bergsten zu Wort.
Lomia. Das war eines der am zuversichtlichsten aussehenden Systeme. Giancarla hatte sich eingelesen, es war ein kleinerer Stern, um den herum mehrere Gasriesen mit Monden und ein Planet mit Sauerstoffatmosphäre kreisten. So klein der Stern war, so groß waren im Vergleich zu anderen Planeten seine Satelliten. Zwar immer noch hundertmal kleiner als ihr Gestirn, aber dennoch mit hoher Gravitation ausgestattet. Giancarla war gespannt. Aber bis sie ankamen: Zeit für ein wenig Zeitvertreib. Sie verabschiedete sich von Berger und Bergsten und begab sich Richtung Schiffsmitte.
Kurzerhand entschied sie sich, zu den Marines in den Laderaum herabzufahren.
Mit entschlossenem Schritt entstieg sie dem Aufzug und stapfte auf die Marines vor ihren zwei Wüstpods und dem Roc zu.
"Rühren. Na, nunmal kein Übereifer. Die Hälfte von ihnen werde ich ohnehin nicht auf Lomia brauchen. Machen sie ruhig unter sich aus, wer oben bleibt.", sie hielt inne, "Auf sie, Kaal'zen, kann ich aber nicht verzichten. Nun sagen sie mal, was ist denn ihre Standardbewaffnung?"
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BeitragThema: Re: [+250] New Horizons   [+250] New Horizons EmptySo 15 Apr 2012, 14:46

Der Commander stellte gleich zu Beginn der Mission die Befehlskette selbst für die Weißkittel dar. Das gefiel Arcturus. Nun blieb nur noch zu hoffen, dass der Commander im Zweifelsfall während eines Raumkampfes ihn an den Geschützen seine Arbeit machen ließ. Der Draenei salutierte mit einigen der anderen des militärischen Teils der Crew. Wieder etwas, das Arcturus gefiel. Nur, weil sie hier nicht auf einem Schlachtschiff waren, hieß das nicht, dass sich plötzlich alle gehen lassen konnten. Die Gefahr bestand allerdings anscheinend kaum. Man würde sehen. Der Commander entließ die Runde nach ihrer kurzen Ansprache und Arcturus machte sich auf den Weg zurück zu seinen Marines, die er ein Deck tiefer zurückgelassen hatte. Sie waren alle noch da, keiner war für eine kurze Zigarette oder so verschwunden. Arcturus Stimmung erreichte schwindelnde Höhen.
Das Schiff begann zu summen. Anzeichen ihres Starts zu dem ersten der neuen Planeten, die sie erschließen sollten, wenn möglich.
"Unsere Aufgabe hier ist es dafür zu sorgen, dass die Weißkittel ihre Arbeit tun können." Einige der Marines grinsten kurz.
Arcturus ließ ebenfalls ein kurzes Lächeln aufblitzen.
"Und das bedeutet, dass wir das Schiff, unser Schiff, heil wieder nach Azeroth bringen. Versuchen sie nicht, einen Weißkittel zu retten, der sich selbst in eine ausweglose Situation gebracht hat, wenn das ihr Leben kostet. Ich brauche hier keine Helden. Ich brauche alle Männer und Frauen, die ich kriegen kann, sollte es zu einem Kampf kommen. Das wäre alles."
Zischend hielt der Aufzug hinter Arcturus. Der Commander stieg aus und bat Arcturus darum, ihr die Ausrüstung aufzuzeigen.
"Alle Marines sind mit dem M8 - Assault Rifle ausgestattet. Eine ziemlich solide Waffe, was sie aber wahrscheinlich wissen. Mit Erlaubnis des Paktes habe ich außerdem eine Lieferung M13 - Hybrids abzwacken können. Eine Mischung aus Sniper- und Assault Rifle. Außerdem habe ich mir die Freiheit genommen einige Spezialisten herzubeordern."
Arcturus deutete auf den Tauren, Gern: "Arkankrieger Gern. Neben ihm die Scouts Brenner und Fade." Der Goblin und die Nachtelfe salutierten, Gern hingegen schnaufte hörbar und grinste. Hatte es anscheinend nicht so mit Etikette.
"Der Rest der Marines ist gemäß den Protokollen für die Telaar-Klasse ausgerüstet und alle haben einen einwandfreien Dienstrekord. Alle haben eine Ausbildung für die Pods und den Roc erhalten, um sie im Notfall bedienen zu können", beendete Arcturus seine Vorstellungsrunde.
"Wenn Sie mir sagen, Commander, wie viele Marines sie am Boden haben wollen, können wir uns schonmal vorbereiten. Und falls sie Infos über den angeflogenen Planeten haben, wäre ich dafür dankbar."

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