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 [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...

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Basol
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptyFr 20 Jul 2012, 18:17

Eine düstere Geschichte, das musste Rouwen zugeben. Doch vor den Recken, die in diesen Kriegen gekämpft hatte, empfand er großen Respekt, das waren noch wirklich Helden. Aber er war ganz froh, in etwas... sichereren Zeiten leben zu können. Sicher, er mochte kämpfen können, doch vermeiden war ihm auch nicht zuwider.
Nun allerdings würde es zu einem Kampf kommen, zum Glück gegen Gegner, die gar nicht richtig lebten und auch nicht allzuviel Gegenwehr leisten würden. Rouwen war voller Zuversicht.
Und die konnte ihm auch nicht dieser unsägliche Halbzwerg vermießen, der anscheinend an wirklich Allem etwas auszusetzen hatte. Was für ein unangenehmer Zeitgenosse!
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Grim
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptySa 21 Jul 2012, 17:31

Wenn Willem so darüber nachdachte, dann gehörte die Geschichte von der Verlorenen Legion eigentlich nicht zu seinen Lieblingsgeschichten. Irgendwie bereitete sie ihm stets ein wenig Unbehagen. Nicht wegen des unruhigen Schlafs der Toten: das Grabmal war allgegenwärtig, wenn man in Grimmenhag lebte und man konnte es schwer verdrängen, blickten die Kargen Höhen doch stets und überall auf das Dorf im Tal hinab. Man gewöhnte sich daran, dass ab und an die Knochenmänner aus der Gruft stiegen. Nein, es war vielmehr der Gedanke, wieviel Blut auf den Hängen dieser Berge vergossen worden war, der Unwohlsein in Willem aufkeimen ließ. Knochen waren kalt und tot, nicht anders als Holz oder Lehm, aus dem die Häuser in Grimmenhag errichtet wurden. Aber Blut... Blut war warm und voller Leben und wer wusste schon, was all dieser in Schmerz und Hass vergossene Lebenssaft mit dem Boden angestellt haben mochte? Willem kannte Geschichten, Märchen von Orten, an denen Blut das Land selbst hatte böse werden lassen. Und: war es wirklich der Zufall, der die Erdenblutlinien durch die Gruft unter dem alten Grabmal lenkte?

Die Sonne näherte sich bereits ihrem Zenit an, als sie schließlich die alte Hängebrücke, die letzte signifikante Landmarke vor dem Kamm der Höhen und dem Grabmal erreichten. Etwa dreißig Schritt lang überspannte sie einen Einschnitt in der Flanke des Berges, wie mit einer riesigen Axt in den Stein gehauen. Eine massive Konstruktion aus drei Finger dicken Tauen und von Zeit, Wind und Wetter ausgeblichenem Holz, verankert und gespannt um hölzerne Poller, die gut und gerne einmal die Stämme schlankerer Bäume gewesen sein mochten. Obwohl eine steife Brise hier oben ging machte sie keine Anstalten, im Wind zu schwingen, gab nur ab und an ein träges Knarzen von sich. Willem betrat sie dennoch mit Respekt: selbst die dickste Holzplanke konnte ihn nicht vergessen machen, wie viele Dutzend Meter freien Falls unter ihr lagen. Dennoch zögerte er nicht. Er war der Anführer dieser Gruppe und als solcher hatte er den anderen ein Vorbild zu sein.
Willem hatte etwa die Hälfte der Brücke hinter sich gebracht, da bemerkte er die Gestalt an deren anderen Ende. Unnatürlich langsam trat sie aus dem Schatten des mannshohen Pollers hervor, die leeren Augenhöhlen auf die Gruppe auf der Brücke gerichtet, in der Hand eine rostige Klinge mit abgebrochener Spitze. Der Knochenmann machte keine Anstalten, ihnen entgegen zu kommen, doch er baute sich breitbeinig am anderen Ende der Brücke auf, sodass unverkennbar war, dass er diese bewachte. Mit einem mal schlug Willems Herz bis zum Hals. Dies war der wohl ungünstigste Ort, an dem sie auf die Untoten treffen konnten. Wenn diese Kreatur sich dazu entschließen sollte, die Taue durchzuhacken wäre es um sie alle geschehen! Doch dazu schien sie keinen Antrieb zu verspüren. Es war ein Glück, dass die Knochenmänner nicht mit Verstand gesegnet waren. Dennoch: ein Risiko konnten sie nicht eingehen.
"Beim Schöpfer!", rief Willem erstickt aus und löste den schweren Hammer vom Gürtel, "Erledigt ihn schnell!"

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptySa 21 Jul 2012, 19:44

Nachdem der Priester seine Geschichte zum besten gegeben hatte, senkte sich wieder Stille über die wandernde Gruppe, die sich hartnäckig hielt bis sie das Ende des Aufstiegs erreichten. Zumindest nahm Tharales an das es sich um das Ende handelte, sah man inzwischen wieder erste Einflüsse die auf Zivilisation deuteten, oder besser gesagt Werke. Eine massive Brücke tat sich vor ihnen auf, und nach einem kurzen Blick über den Rand war ihm auch klar wieso die Erbauer die Brücke so widerstandsfähig gemacht hatten. Da wollte man nicht runterfallen. Aber lange hielt er sich daran nicht auf, sondern folgte Willem der zielstrebig über die Brücke ging. Sie hatten etwa die Hälfte der Brücke überwunden als sich ihnen der erste wandelnde Tote offenbarte. Am anderen Ende der Brücke hatte er sich wie in Zeitlupe positioniert. Tharales hatte es schon mit schiefgehenden Experimenten, gnadenlosen Straßenräubern und ähnlichem zu tun bekommen und vermochte da einen klaren Kopf zu bewahren, aber dieses Ding ließ ihm einen Schauer über den Rücken laufen. Willem selbst war ebenfalls von soetwas wie Panik ergriffen, was den jungen Magier wahrscheinlich noch mehr überraschte als der Untote. Der Priester hatte schon mehr als eine Begegnung mit den Rastlosen hinter sich. Da traf ihn die Erkenntnis wie ein Schlag. Selbst das rostige Schwert dürfte in der Lage sein die Taue zu durchtrennen und sie alle in den nahezu sicheren Tod stürzen lassen. Tharales konzentrierte sich, sein magisches Arsenal war zwar breit gefächert, aber die Arkanmagie war nicht gerade das offensive Aushängeschild der Magie. Er beschränkte sich also auf einen simplen Stoßzauber. Die wandelnden Toten waren wohl wortwörtlich nur noch Haut und Knochen, sodass sie nicht viel Gewicht auf die Wage bringen dürften. Trotzdem hielt er es für besser zu viel Kraft in den Zauber zu pumpen, als zu wenig. Das Ergebniss überraschte ihn dann allerdings trotzdem. Er hatte ja bereits erwartet das die Stärke der Erdenblutadern hier groß war, immerhin groß genug um die Toten wandeln zu lassen, aber die Kraft überstieg seine Erwartung bei weitem. Aus dem simplen Stoßzauber den er mit ausgestreckter Handfläche an Willem vorbei auf den Untoten wirken wollte entfesselte sich ein kraftvoller Druckzauber. Es vernichtete den Rastlosen zwar nicht, und wenn ihm alle Knochen gebrochen würden würde dieser nicht sterben, aber immerhin katapultierte es den Untoten von der Brücke weg. Hätte Tharales sich nicht geistesgegenwärtig mit der anderen Hand am Tau festgehalten, hätte der sonst eigentlich vernachlässigbare Rückstoß wahrscheinlich unangenehme Folgen gehabt. "Das lief nicht ganz wie geplant..."
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptySo 22 Jul 2012, 16:48

Die Sonne stand bereits etwas höher als Lorian es erwartet hatte, als er aufwachte. Wahrscheinlich hatten ihn der Aufstieg und die Kletterei am Vortag mehr Kraft gekostet als er dachte und die Tatsache, dass er mehrmals in der Nacht wach war hatte ihr übriges getan. Er rollte das Fell, das ihm Wärme spendete zusammen, verstaute es in seinem Beutel und trank noch einen Schluck Wasser, bevor er sich umsah. Zunächst wanderte sein Blick zu der Stelle, an der er vergangene Nacht das Lagerfeuer sah, doch er konnte nichts weiter erkennen. Wahrscheinlich waren die Leute schon früh weitergezogen, im Gegensatz zu ihm. Was Lorian jedoch nicht genau sagen konnte war, ob sie gen Tal gezogen sind oder weiter aufwärts, da der Blick in beide Richtungen durch Felsformationen und Hügel verdeckt gewesen war. Aber selbst wenn sie hier hinauf kamen, war die Entfernung von dem Punkt aus, an dem er das Feuer gesehen hatte, noch so groß, dass sie noch locker einen Tag für den Aufstieg brauchen würden… jedenfalls dann, wenn der Weg auf der Seite des Kamms genauso beschwerlich war, wie sein eigener. Wie auch immer es sein mochte, er würde es schon herausfinden, also machte sich Lorian wieder auf, um das Grabmal zu finden, von dem der Alte ihm erzählt hatte.

Bei dem Gedanken daran ein altes, verwittertes Grabmal zu erkunden, loderten erneut Gefühle der Abenteuerlust in Lorian auf. Was ihn dort drinnen wohl erwarten würde? Der Ärger des Vortags verflog jedenfalls vollständig durch diese Erwartungen.

Bereits nach wenigen weiteren Klettereien und nur kurzer Zeit erreichte Lorian eine Ebene, bedeckt mit dünnen, vertrocknet aussehenden Gräsern. Was aber in seinen Augen deutlich interessanter und fast schon lächerlich war, angesichts der Tatsache, dass er sein Lager so nahe hatte aufschlagen müssen, war eine große steinerne Kuppel, die vor den Felsen am Ende der Ebene herausragte. Der Alte hatte also doch nicht gelogen. Mit wieder entflammter Aufregung ging Lorian auf die Kuppel zu und wurde dabei immer ein wenig schneller, je näher er kam. Der Eingang war mit schlichten Reliefs verziert und offenbarte eine Steintreppe, die steil nach unten führte. Leider war diese so tief, dass man weiter unten schon nichts mehr erkennen konnte. Also musste er jetzt schon seine Fackel entzünden, bevor er überhaupt wusste, ob er in das Grabmal hineinkommen würde. Es wäre nicht das erste Mal, dass er vor einer massiven Steintüre stand, die keinen erkennbaren Mechanismus zum Öffnen enthielt. Also nahm er seinen Beutel vom Rücken, holte die Fackel heraus und entzünde diese nach mehreren Versuchen mit den Feuersteinen.
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptySo 22 Jul 2012, 19:48

Tharales reagierte rasch, wenn auch anders, als Willem das erwartet hätte. Sein Zauber kam mit Wucht und fegte nicht nur den Untoten von seinen knochigen Beinen, sondern brachte auch die Brücke arg ins Schaukeln, was dem Priester einen erschrockenen Schrei und einen raschen Griff nach den Tauen zu beiden Seiten entlockte. Immerhin gelang es Willem, sich auf den Beinen zu halten und da es wohl dauern würde, bis der Brückenwächter wieder auf seine knochigen Beine kam - so er das überhaupt noch tun würde - konnte er es sich erlauben solange auszuharren, bis das Schwingen der Brücke wieder verebbte. Zu zügig, dass er sich auf dem wankenden Untergrund eben noch sicher fühlte, brachte er schließlich die zweite Hälfte des Wegs über den Abgrund hinter sich und konnte nicht umhin ein Gefühl der Erleichterung zu verspüren, als er endlich wieder soliden Fels unter den Füßen spürte.
Der Brückenwächter lag zerschmettert ein halbes Dutzend Schritt entfernt, seine Knochen zwischen den Felsen verteilt. Die flüchtige Magie, die sie zusammen gehalten hatte, war erloschen. Alles Bedrohliche, was dem von der Zeit dunkel gewordenen Gerippe eben noch angehaftet hatte, war von ihm abgefallen. Fast verspürte Willem ein wenig Mitleid mit diesen Überresten eines längst gefallenen Kriegers. "Er war wohl einmal ein guter Mann. Wir sollten ihn nicht hier liegen lassen...", entschied er kurzerhand, aus einem Impuls heraus, und bückte sich um den Schädel aufzuheben. Leere Augenhöhlen blickten ihn an, schienen jedoch glatt durch ihn hindurch zu starren. Sein fleischloser Kiefer wirkte, als würde er lächeln. Willem löste die Schnürungen seines Rucksacks, nahm die lederne Tasche vom Rücken und verstaute den Schädel in dieser. Er würde ihn oben im Grabmal beisetzen. Wenn sie auch kaum sämtliche Knochen wieder einsammeln konnten, zumindest das waren sie dem verblichenen Helden schuldig.

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptyMi 25 Jul 2012, 11:08

Sie trafen auf den ersten Feind, doch der andere Magier machte kurzen Prozess. Nicht schlecht, musste Rouwen anerkennen, das war einer, der, wie er selbst, sein Handwerk verstand. Er hätte es zwar auch machen können, war aber dennoch dankbar, dass der Andere ihm die Arbeit abgenommen hatte. Er sparte lieber seine Reserven für die härteren Kämpfe. Das hier war mit Sicherheit nur ein Vorgeschmack gewesen. Das Gros der Gegner war noch in weiterer Entfernung verborgen.
Willem wollte den Schädel ins Grab zurückbringen - das war etwas, was Rouwen akzeptierte. Der Tote hatte es verdient, in der Grabstätte zu ruhen, die für ihn angefertigt worden war. Wer immer ihn da raus gerissen hatte, hatte eine Strafe verdient.
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptyMi 25 Jul 2012, 12:59

Die Druckwelle wirkte nicht nur auf den Rastlosen, auch die Brücke war in Bewegung versetzt worden und es dauerte einen Moment bis sie wieder ruhig genug war um weiterzugehen, aber schließlich erreichte man auch das andere Ende der Brücke, mit Erleichterung. Während Willem sich die Überreste des Rastlosen näher ansah und schließlich entschied zumindest den Schädel mitzunehmen um ihn wieder zu bestatten trat Tharales neben Rouwen. "Wir sollten hier, und erst recht im Grabmal selbst, vorsichtig mit unserer Magie sein... Die Erdenblutadern sind hier uneinschätzbar stark..." Das würde für diese Expedition ein zweischneidiges Schwert darstellen. Natürlich noch immer besser als kaum Magie. Er hatte es da außerdem besser als der Elementarmagier. Das Gefahrenpotential eines zu starken Arkanzaubers war deutlich geringer als bei einem Elementarzauber. Jetzt wo das geklärt war gesellte er sich wieder zu Willem und blickte nachdenklich auf die Überreste. Er hatte nicht erwartet das das ausreichte um den Unoten zu vernichten...
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptyMi 25 Jul 2012, 13:46

Aurelia mochte keine Brücken. Schon damals zuhause hatte sie Brücken nicht gemocht. Und dann musste vor ihnen noch ein Untoter erscheinen. Der eine der beiden Magier reagierte schnell und vernichtete den Toten, aber brachte dadurch die Brücke zum schwanken.
Aurelia klammerte sich an den Halteseilen fest und mann konnte es ihr ansehen, das sie am liebsten geschrieen hätte. Doch sie wollte sich keine blöße geben. Als die Brücke sich beruhigt hatte, beeilte die Zwergin sich, auf die andere Seite zu gelangen. Kurz funkelte sie den magier, der die brücke zum schwanken gebracht hatte, böse an. Dann streckte sie demonstrativ die schultern durch und ging weiter.
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptyFr 27 Jul 2012, 01:41

Die Wanderung verlief - zumindest in Evars Fall - schweigend und der Halbzwerg trottete immer mehr hinterher. Als sie schliesslich bei der Brücke ankamen, konnte er beim Anblick des Skeletts nur mühsam einen Aufschrei unterdrücken. Von lebenden Toten hatte ihm niemand was erzählt! Und das man diese durch die Gegend sprengte, wie es so ein Jüngling gerade mit einem Wink tat, auch nicht! Aber... Moment. Er hatte schon gegen Untote gekämpft. Es war eine Weile her, eine ziemlich lange Weile, aber er erinnerte sich. Immer auf den Kopf hauen. Konnte ja nicht so schwer sein, seinen Speer hatte er auch dabei. Das würde er auch ohne Zaubertricks hinbekommen.
Als letzter überquerte er die Brücke und hörte noch, wie der Schwätzer sagte, dass er den Toten wieder begraben wollte.
"Zeitverschwendung", knurrte er. "Wir verbennen am Ende einfach alles, was hier so rumwuselt, nachdem wir fertig sind, damit sie nicht nochmal aufstehen. Mit der Asche kannst du dann machen, was du willst, von mir aus kannst du sie auch im Namen deines Gottes sonstwo verstreuen oder rauchen."
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptyFr 27 Jul 2012, 22:32

"Niemand wird hier irgendwas in Brand setzen!", erwiderte Willem entschieden, scharf beinahe, "Das Grabmal auf den Kargen Höhen ist ein Heiligtum, ein Ehrenmal für die Helden der Vergangenheit. Es wäre schändlich, es zu zerstören! Eine Beleidigung des Opfers, dass die dort Begrabenen für den Großen Bund erbracht haben... Und jetzt weiter, wir sind fast da!"
Mit grimmiger Miene schwang er sich den Rucksack, in dem nun sauber gebettet der Schädel des zerschmetterten Skeletts lag, auf den Rücken und schritt erneut aus, doch seine gute Laune - ohnehin schon gedämpft durch das Aufeinandertreffen mit diesem ersten Feind - war nun nach dem Schlagabtausch mit dem Halbzwerg endgültig dahin. Eine entschlossene Ernsthaftigkeit, die dem Priester sonst so gar nicht ähnlich sah, nahm ihren Platz ein. Jetzt galt es zu tun, was getan werden musste!
Lediglich ein letzter Anstieg noch trennte sie vom Kamm der Höhen und ihrem Ziel, dem Grabmal. Die Stufen, die ihn hinauf führten, waren nicht bloß mit Brettern und hölzernen Keilen befestigt, sondern sauber und gleichmäßig in Stein geschlagen, die kunstfertige Arbeit des Zwergenvolks aus den Tagen nach dem Krieg der Schatten. Willem holte weit aus, nahm immer zwei von ihnen auf einmal, auch wenn sein Atem davon rasch schwerer ging. Unrast hatte ihn gepackt, ließ ihn die Rechte stets nahe am Hammer in seinem Gurt halten. Die Toten waren bereits aus der Gruft empor gestiegen, daran konnte es spätestens nach der Brücke keinen Zweifel mehr geben. Doch das letzte kurze Stück des Weges verlief ereignislos. Keine weiteren Knochenmänner stellten sich ihnen in den Weg. Umso verwunderter war Willem, als das Grabmal in Sicht kam: eine Gestalt trieb sich in deren Eingangsbereich herum, doch dieser Mann war ganz zweifellos ein Lebender - von den Toten hingegen fehlte jede Spur.
"He, ihr da!", rief Willem den Fremden im Näherkommen an, "Dem Schöpfer zum Gruße. Ihr solltet besser nicht dort hinab steigen, Freund. Es ist gefährlich in den Tiefen der Gruft: die Toten erheben sich aus ihrem Schlaf und gehen um..."

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptyFr 27 Jul 2012, 23:55

Nachdem Lorian endlich die Fackel entzündet hatte, sah er erneut die Treppe hinunter und konzentrierte sich darauf, etwas zu sehen oder zu hören, doch nichts außer dem Wind, der über die Ebene strich war zu vernehmen. Gerade als er den ersten Schritt auf die Stufen machen wollte gelangte ein Ruf "He, Ihr da!" an sein Ohr und ein kurzer Schreck ließ ihn zusammenzucken. Er hatte sich gar nicht weiter umgesehen in seiner Neugierde und das hatte er nun davon. Ein Mann kam auf ihn zu und redete weiter auf ihn ein.
"Dem Schöpfer zum Gruße. Ihr solltet besser nicht dort hinab steigen, Freund. Es ist gefährlich in den Tiefen der Gruft: die Toten erheben sich aus ihrem Schlaf und gehen um..."
Einen Moment lang dachte Lorian, dass der Mann gut selber einer hätte sein können und ein Grinsen huschte kurz über seine Lippen. Aber wahrscheinlich war dieser Mann genauso ein Geschichtenerzähler wie der Alte aus der Taverne, von dem er die Karte hatte. Hatten die Alten nichts besseres zu tun, als Schauermärchen zu erzählen? Aber das war dennoch kein Grund unhöflich zu sein, er wusste er wahrscheinlich einfach nicht besser und sehnte sich nach etwas Aufmerksamkeit. Wer wusste schon, wie lange der Mann hier schon auf dem Kamm lebte?
"Grüße... So, die Toten, wie? Danke für die Warnung. Aber ich denke das Risiko kann ich eingehen.", entgegnete Lorian.
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptySa 28 Jul 2012, 20:25

Als Nächstes sahen sie keine Untoten, sondern einen Lebenden. Und dieser schien nicht gewillt zu sein, angesichts des Schreckens hier abzuhauen. Nun ja, jedem das Seine. Rouwen war nicht gerne hier, doch für die Grimmenhager, mit denen er sich gut verstand...
"Wir sind hier, um sicher zu gehen, dass die Toten auch wirklich ruhen, anstatt hier herumzukreuchen. Das tun sie nämlich leider. Wollt Ihr uns dabei helfen? Je mehr wir sind, desto besser."
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptySa 28 Jul 2012, 23:00

"Ihr solltet euch uns anschließen, wenn ihr wirklich dort hinunter wollt", stimmte Willem Rouwen zu, "Ihr scheint nicht von hier zu sein. Die Gruft unter dem Grabmal ist weitläufig und verwinkelt. Ich kenne mich dort unten aus. Ich weiß, wo Gefahr auf uns lauern könnte. Wir werden die rastlosen Toten wieder zur Ruhe betten. Anschließend werdet ihr mehr Zeit und Muße finden, den Helden der Vergangenheit eure Achtung zu erweisen. Ich nehme an, das ist es, was euch hier her führt, nicht?" Er lächelte und hielt dem Fremden seine Rechte hin. "Ich bin übrigens Willem, Priester aus Grimmenhag, dem Dorf unten im Tal."

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptyMo 30 Jul 2012, 15:39

Jetzt bemerkte Lorian auch, dass immer mehr Leute die nähre kamen. Der Mann, der sich ihm als Willem vorstelle hatte eine ganze Gruppe im Schlepptau. Ein wenig schmälerte das seine Euphorie auf das bevorstehende Abenteuer. Zum einen weil er neue Gegenden lieber allein erkundetete, zum anderen, weil es hieß, dass wenn er etwas unerwartet "schönes" fände, könnte er es nicht einfach mitnehmen, was er das ein oder andere Mal durchaus tat.
Die andere Sache war diese Geschichte von Untoten. Konnte das stimmen? Lorian hatte mal davon gehört, aber es für ausgedachte Geschichten gehalten. Aber warum sonst sollte ein Priester eine Schar Leute hier hinaufschleifen, alle davon überzeugt Untote zu bekämpfen. Sollte das also stimmen, wäre das nicht das schlechteste, wenn er mit ihnen zusammen ginge und der Gefahr nicht alleine begegnete. Also nickte Lorian.
"Na schön, ich werde mich Euch und Euren Begleitern anschließen, Priester Willem. Mein Name ist Lorian Aldgrim."
Er nahm seine Fackel in die Linke und ergriff die Hand, die der Priester ihm hinhielt und schüttelte sie.
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptyDo 02 Aug 2012, 23:43

Lorians Händedruck war angenehm fest und Willem lächelte ihn freundlich an als er seine Hand schüttelte, dennoch wollte in seinem Inneren nicht die uneingeschränkte Sympathie aufkommen, die er, der er so gern Fremde traf und kennen lernte, für gewöhnlich in solchen Fällen empfand. Irgendetwas störte ihn an diesem jungen Mann. Doch er schob seine Bedenken rasch zur Seite. Es lag an der Anspannung, sagte er sich, dem drohenden Schatten des Grabmals über ihnen.
"Dann sollten wir nun keine Zeit verlieren...", entschied er, ging um Lorian herum und beugte sich über eine staubige, schlichte Truhe aus Holz, die in einer Nische der Wand des Grabmals unscheinbar vor sich hin verstaubte. Der Deckel knarrte vernehmbar als Willem ihn aufstemmte. Er langte in die Tiefe der Truhe hinab und zog kurz darauf eine Öllampe daraus hervor, ein einfaches kleines Ding mit gußeisernem Gehäuse. Sie erinnerte an die Grubenlampen, die die Zwerge des Silvagebirges in ihren Minen mit sich führten. Willem überprüfte den Ölvorrat, nickte zufrieden und stellte die Lampe dann neben sich ab um ein zweites, ähnliches Exemplat aus der Truhe hervor zu holen. Mit je einer Lampe in jeder Hand trat er zurück zur Gruppe.
"Tharales, möchtest du die zweite Lampe tragen? Ich nehme an, du wirst eine Hand frei haben wenn wir dort runter gehen", wandte er sich an den jungen Magier und bot ihm das schönere, sauberere Modell der beiden Grubenlampen an.

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptyFr 03 Aug 2012, 11:38

Ihre nächste Begegnung war überraschenderweise ein Lebender den es aus irgend einem Grund hier hoch verschlagen hatte. Willem klärte den Fremden gleich über die Gefahr auf, und Rouwen bat ihn auch gleich die Gruppe zu begleiten. Tharales hielt das ebenfalls für die bessere Idee, immerhin war dem Kerl scheinbar nicht bewusst das die Untote hier umwandelten, aber zumindest war der schnell bereit sich anzuschließen. Damit konnte der Hauptteil dieser Expedition endlich losgehen. Zuvor holte Willem noch zwei Lampen hervor, eine davon hielt er dem Magier hin. Lächelnd hob er die Hand und erschuf vorsichtig ein kleines Licht darüber. "Ich bin versorgt. Danke. Wäre wohl besser wenn das jemand anderes nimmt."
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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptySo 05 Aug 2012, 00:10

"Gib schon her", grummelte Gavin nicht grade unfreundlich. Der alte Mann hatte seine Pfeife angezündet im Mund stecken und sein Schwert gezogen. Eigentlich wollte er diesen Mist nur noch hinter sich bringen. Er konnte nicht umhin zu denken, dass weniger Leute in diesem Fall deutlich besser gewesen wären.
"Soll ich die Vorhut oder Nachhut übernehmen? Wird wohl am besten sein, wenn wir die Lampen so aufteilen." Gavin musterte die Gruppe. Da waren definitiv zu viele Magier dabei für seinen Geschmack, aber man musste mit dem arbeiten, was man hatte oder man konnte es direkt sein lassen.

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptySo 05 Aug 2012, 00:45

"Die Vorhut übernehme besser ich. Ich kenne mich dort unten aus...", erwiderte Willem ernst. Gavon war in Ordnung, doch letztendlich war er ein alter Heide. Niemand, der an den Gräbern aus der Vergangenheit betete. Niemand, der etwas mit Tempeln und Heiligtümern anfangen konnte. Willem bezweifelte, dass der Jäger schon mehr als ein oder zweimal hier oben gewesen war. Es hätte ihn jedenfalls schwer verwundert, wenn sein Freund die Gänge unter dem Grabmal gekannt hätte.
Mit Feuerstein und Stahl schlug er Funken, die den ölgetränkten Docht der Laterne sofort entfachten. Er spendete Gavin ebenfalls Feuer und verschloss die Lampe dann sorgsam. Die Lampe hoch über den Kopf erhoben baute er sich vor der Treppe auf, die hinab in die Tiefen führte. Der blakende Schein reichte kaum aus, um die Kanten der Stufen zu erleuchten, die Finsternis hielt sich zäh und widerstrebend dort unten, ganz so, als wolle sie sich weigern, dem Licht des Feuers zu weichen. Mit ernster Miene zog Willem den Hammer aus seinem Gürtel, umklammerte ihn mit der Rechten.
"Lorian, Aurelia, kommt mit mir nach vorne", ordnete er an, die Stimme ganz rau. Er versuchte zu Schlucken, doch sein Mund war furchtbar trocken. Irgendwie widerstrebte es ihm, dort hinunter zu gehen. Irgendetwas war anders als all die anderen male. "Evar, ihr, bleibt bei Gavin und deckt unseren Rücken. Tharales, Rouwen: haltet euch zwischen uns. Das ist am sichersten für euch..."
Für einen Herzschlag schloss Willem die Augen, sandte ein kurzes Stoßgebet an den Schöpfer. Sein Gott war ein Behüter der Rechtschaffenen. Er hoffte, dass er in diesem Moment wohlwollend auf sie hinab blickte und ihnen seinen Schutz spendete. Dann tat er einen scharfen Atemzug und schritt die Treppe hinab in die Finsternis.

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Vicati
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptySo 05 Aug 2012, 13:41

Evar sah Willem zwar grimmig an, unterliess es aber, ihn anzufahren, vor allem, weil er noch beleidigt war. Die Toten zu verbrennen wäre die klügste Lösung, aber scheinbar wollten Grimmenhager in unregelmässigen Abständen von Untoten überfallen werden, sonst hätten sie das schon lange getan. Närrische Menschen! Der Halbzwerg schüttelte den Kopf, während er sich zu Gavin nach hinten gesellte. Er warf dem Jäger einen finsteren Blick zu, unterliess es aber erneut, etwas zu sagen. Er wusste gar nicht mehr, wieso er den Kerl böse anschaute...
Nachdem sich alle eingereiht hatte, stiegen sie in die Dunkelheit des Grabmals hinab. Evars Blick wanderte über das uralte Gemäuer und er nickte unmerklich. Alte Zwergenarbeit, das erkannte er noch aus seiner Zeit bei seinem Klan. Die Szenen, die man in die Wände gemeisselt hatte, sollten wohl die Heldentat der hier Begrabenen darstellen. Sah nicht so beeindruckend aus, aber er wusste auch nicht, was die Kerle eigentlich erreicht hatten. Interessierte ihn auch nicht, schliesslich waren sie hier, um Untote zu jagen. Aber wieso das eigentlich nochmal?
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptyDi 07 Aug 2012, 17:22

Lorian nickte bloß kurz und folgte dem Priester langsam, mit seiner Fackel in der Linken. Bevor sie die Treppe hinuntergingen musterte er allerdings die umstehende Gruppe kurz. War die Gefahr dort unten tatsächlich so groß, dass man gleich einen ganzen Haufen bunt zusammengewürfelter Leute hinunterschicken musste? Nun blieb ihm vorerst keine andere Wahl als mit ihnen zu ziehen. Schaden konnte es sicher nicht. Sollte es etwas zu entdecken geben würde er es auch so tun können. Und wenn er später nochmals alleine zurückkehren würde.
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Grim
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptyMi 08 Aug 2012, 22:00

Unmittelbar nach der Treppe bereits spaltete sich der Weg in die Tiefen der Gruft, bot Abzweiger sowohl nach links als auch nach rechts, doch Willem schlug den Weg geradeaus ein und folgte diesem auch weiter, als sie die erste Kammer durchquert und den großen Quergang erreicht hatten. Er folgte dabei einem Bauchgefühl, einer vagen Ahnung, die ihn irgendwie geradewegs ins Herz der Grabanlage zog. Es lag keine Methode hinter dieser Wahl. Andere male, bei denen sie die Gruft nach erweckten Knochenmännern durchsucht hatten, hatte er seine Gruppe zuerst in den rechten oder den linken Flügel geführt. Er schwieg jedoch zu den Gründen, die ihn diesmal antrieben, so wie er auch ansonsten kein Wort von sich gab und wie auch der Rest seiner Gefährten schwieg. Die Schritte ihrer schweren Stiefel hallten unnatürlich laut durch die engen Kammern als sie zwischen den sorgsam angelegten Reihen von Grabplatten und Beerdigungsnischen vorüber schritten. Dichter Staub wurde unter ihren Tritten aufgewirbelt. Das Licht der Fackeln und Lampen hüllte ihre Gesichter in unnatürlich orangen Schein, um dem Rest ihrer Umgebung Farbe zu verleihen reichte es jedoch nicht: die unterirdische Welt blieb in tristes Grau getaucht und die Schatten klebten zäh in den Ecken und Nischen. Von den Erweckten hingegen fehlte jede Spur.
In der vierten Kammer nach der Treppe - sie alle lagen in gerader Linie angeordnet und längst mussten sie unter dem Fels die Mauern des oberirdischen Grabmals hinter sich gelassen haben - ließ Willem anhalten, nahm den Schädel des zerschmetterten Knochenkriegers aus seinem Rucksack und bettete ihn in einer leeren Grabnische in der Wand. Die Lampe auf den Boden gestellt kniete er nieder um ein kurzes Gebet zum Schöpfer zu sprechen, um Ruhe für den Gefallenen zu bitten. Schließlich erhob er sich wieder - schwerfällig und mit vernehmlichem Knacken der Gelenke - hob die Lampe auf... und da sah er sie. Sie kamen aus allen drei Eingängen, die in die Kammer führten, schweigend, lautlos. Und sie waren viele! Ein Dutzend, anderthalb, zwei. Bläulich funkelte die Magie aus ihren leeren Augenhöhlen in die Finsternis. Rostige Schwerter, faulige Überreste von Speeren und längst geborstene Schilde baumelten von ihren Armen. Sie schienen nicht überrascht, hier auf Lebende zu stoßen, hielten nicht für den geringsten Herzschlag inne, schlurften beständig näher. Willem fühlte, wie ihm kalter Schweiß auf die Stirn trat. Er hatte mit vielleicht einem Dutzend Erweckten gerechnet. Und damit, sie über die ganze Gruft hinweg verstreut vorzufinden. Zwei Dutzend, das waren mehr als er jemals in seinem Leben auf einem Haufen gesehen hatte. Er fühlte die Furcht aufkommen, die er seit seinem ersten Kampf gegen die Knochenmänner nicht mehr gefühlt hatte. Sein Griff verkrampfte sich um den Griff des Hammers bis die Knöchel bleich hervor traten und seine ganze Haltung versteigte sich.
"Stählt euch!", stieß er hervor, doch es war kaum mehr als ein Flüstern, "Schützt die Lampen. Vertraut auf den Schöpfer!" Er hob den Hammer, hielt den Kopf der Waffe bis auf Brusthöhe, weit von sich gestreckt. Spürte, wie die anderen zu seinen Seiten dichter zusammen rückten. Er hob die Grubenlampe hoch über seinen Kopf, sodass ihr Licht fast die ganze Kammer erhellte und harrte der Dinge, die da kamen. Und sie kamen...

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptySo 12 Aug 2012, 22:32

Rouwen klappte vor Schreck der Mund auf, als er die Untoten in großer Zahl auf die Gruppe zu kommen sah. Er hatte gewusst, dass sie kämpfen würden, aber so viele auf einamal, damit hatte er nicht im Traum gerechnet. Und die Tatsache, dass Willem völlig aus der Ruhe fiel, bekräftigte seine Vorahnung, dass hier was ganz und gar schief lief. Das würde ein harter Kampf werden, falls er denn überhaupt zu gewinnen war.
Rouwens Professionalität kehrte zurück. Er war immer noch ein ausgebildeter Magier und auf Kampf spezialisiert. Zwar hatte er sich noch nie in einer derart ernsten Situation befunden, aber er musste seiner Schule Ehre machen.
Sofort begann er, die magische Energie zu kanalisieren und schoss einen eisigen Strahl in die Menge der Untoten. Das Geschöpf vereiste sofort im Lauf, fiel zu Boden und zerbrach klirrend. Sofort begann er, mit dem zweiten Zauber zu hantieren. Jeder Zauber würde ein paar Sekunden dauern und Rouwen erschöpfen, er konnte nicht unbegrenzte Mengen an Gegner töten. Doch so viele wie möglich! Der zweite Gegner vereiste. Und der Magie begann mit dem dritten Zauber...
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptySo 12 Aug 2012, 23:02

Evar hob den Speer, den er schon die ganze Zeit fest in der Hand gehalten hatten, zum Angriff. Auch von hinten näherten sich Untote und kamen auf ihn und Gavin zu. Die Toten hatten sie umzingelt! An ein so taktisches Vorgehen konnte er sich gar nicht erinnern, bei seiner letzten Begegnung mit diesen Wesen waren sie dumm wie drei Meter Feldweg gewesen und man hatte sie mit den einfachsten Tricks vernichten können. Liess ihn sein Gedächtnis da im Stich oder war es ein Zufall? Oder waren diese Untoten gar etwas Besonderes?
Der Halbzwerg kniff die buschigen Aufsbrauen zusammen und schüttelte diese Gedanken ab. Darüber konnte er nachdenken, wenn er nach diesem Kampf noch am Leben war. Mit einem lauten Kampfschrei riss er sich selbst aus seiner Starre und sprang auf den Untoten zu, der ihnen am nächsten war. Egal, wie alt er bereits war und wie schlecht sein Gedächtnis, das Kämpfen hatte sein Körper nciht vergessen. Zielsicher rammte er dem Skelett den Speer durch die Rippen und traf die morsche Wirbelsäule. Der Untote fiel, aber er war immer noch nicht tot. Mit der Gemächlichkeit jener, die den Tod nicht fürchten und keinen Schmerz spüren - oder war es die Gemächlichkeit jener, die kein Hirn hatten? - hob er seinen Arm und das rostige Schwert darin. Doch Evar reagierte flink. Er riss den Speer zurück, rammte den Brustkorb mit seinem vollen Halbzwergengewicht und riss seinen Gegner um. Noch im Fallen drehte er sich weg und fing sich mit einer Rolle ab. Das Skellet fiel zu Boden und die Wirbelsäule zerbrach. Nun ohne Beine, versuchte es sich träge aufzurappeln, doch Evar war schneller. Er liess seinen Fuss auf den Schädel niedersausen. Unter seinen schweren Stiefeln zerbrach dieser und das Leuchten zerflog.
Zufrieden hob der Halbzwerg den Kopf, nur ums ich gleich zwei weiteren Untoten gegenüber zu sehen, einer mit einem Stück Sarg bewaffnet, der andere trug ein weiteres Schwert. Kampfbereit hob Evar seinen Speer. Wenn er das nur überlebte...
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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptySo 12 Aug 2012, 23:35

Mit einem Klirren wehrte Gavin einen Hieb gegen Rouwen ab. Die Magier wären gegen solche Horden wohl ihre beste Waffe, also mussten sie sicher gehalten werden. Gavin stürmte nicht vor, sondern hatte Schwert und Schild gezogen und blieb bei den Magiern stehen, um sie vor den herantorkelnden Untoten zu schützen. Viele kamen nicht durch, aber die Magier konnten sich keine Störung bei ihren Zaubern leisten. Evar stand etwas weiter vorne und drosch auf einen Untoten ein. Gavin bekam etwas Respekt vor dem Zwerg, der sich den Feinden ohne Furcht stellte.
Gavin schlug einen Untoten nieder, der beinahe Evar flankiert hatte.

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BeitragThema: Re: [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung...   [MSG-Thread] Kapitel I: Eine böse Vorahnung... - Seite 4 EmptyMo 13 Aug 2012, 22:11

Es war, als würde die Zeit selbst sich mit einem mal verlangsamen. Alles, wirklich alles, erschien Willem mit einem mal so deutlich. Er registrierte jede Scharte in den rostigen Helmen, den schwankenden Gang der Skelettkrieger, wie der vordeste von ihnen ganz langsam den Schwertarm zurück nahm, die Spitze der Klinge zum Stich hob. Und dann brach die ganze Zeit wieder über ihn hinein. Als wollte als die verzögerte Zeit nun mit Macht wieder ihren rechten Platz einnehmen. Willem tat einen weiten Ausfallschritt aus der Deckung der Gruppe hinaus, brüllte - es war kein artikulierter Kampfruf, kein Stoßgebet an seinen Gott, sondern ein wilder, animalischer Schrei! - und drosch mit dem Hammer zu, nicht präzise wie ein ausgebildeter Krieger es getan hätte, aber mit aller Wucht, die der massige Kopf der Waffe und seine eigene Bewegung ihm verlieh. Der Hammer prallte in dem Moment auf die Klinge, als diese nach vorn zuckte und schmetterte sie so unaufhaltsam zur Seite, dass auch die Magie im Arm des Untoten sie nicht halten mochte. Noch ehe der Knochenmann Zeit hatte sich wieder zu fangen riss Willem die Waffe abermals herum, legte diesmal seine eigene Masse in den Hieb um dem Hammer den vorherigen Schwung zu rauben und drosch ihn durch die nun offene Deckung des Untoten gegen dessen Kiefer. Kein Helm hätte diesen Hieb aufhalten können. Der Kiefer brach und einen Herzschlag später splitterte der Schädel von der Augenhöhle her. Knochen und Stahl polterten ohrenbetäubend zu Boden und Willem sprang geistesgegenwärtig einen Schritt zurück, zurück in die Deckung der Gruppe. Schon setzten zwei weitere Knochenmänner über die Überreste ihres gefallenen Kameraden hinweg, langsam, träge, als kümmerte sie all der Lärm, der Kampf nicht. Und doch zielstrebig, die leeren Augenhöhlen auf Willem gerichtet. Der Priester nahm sich die Zeit, abermals seinen Schöpfer anzurufen und hob den Hammer erneut. Er durfte jetzt nicht verzagen. Die Angst war hier unten ihr schlimmster Feind. Die rostigen Klingen würden nur erledigen, was diese übrig ließ. Aber solange sie standhaft blieben würde auch ihre Zahl den Knochenmännern nichts nutzen!

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