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 [MSG] Battle of Parathorne

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Vicati
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[MSG] Battle of Parathorne Empty
BeitragThema: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDi 19 Jun 2012, 21:39

Zwei Augenpaar tauchten in der Dunkelheit auf und starrten gemeinsam zum Vollmond herauf, der seit einiger Zeit von mehreren blauen Lichtern umgeben waren. Astronomen erforschten das Phänomen, konnten aber bisher keine Erklärung abgeben. Man vermutete, dass es sich um neue Sterne handelte, aber ihre seltsame Anordnung erstaunte und verunsicherte die Forscher, so dass sie keine endgültige Erklärung abgeben wollten. Natürlich gab es Verschwörungstheoretiker, die die Lichter für Vorboten für das Ende der Welt hielten und andere für die Ankunft von Gott, aber die beiden Gestalten im Dunkeln wussten es besser. Der Grund für das Auftauchen der Sterne war das Thema ihrer hitzig geführten Diskussion.
„Die Tore öffnen sich. Es hat begonnen. Sie sind schon fast alle, aber immer noch ist fast keiner erloschen.“
„Warte noch ein wenig. Es wird bald beginnen.“
„Ich glaube nicht. Sie wissen gar nicht, um was es hier geht. Sie sollen sich gefälligst gegenseitig umbringen und nicht Katz-und-Maus spielen.“
„Sie werden besser, geniess es doch einfach.“
„Aber der letzte Wächter ist am Ende ihrer Kräfte und es wird nicht lange dauern, bis die ersten durchkommen.“
„Das wird sie nur noch anspornen, glaub mir. Nichts spornt mehr an, als ein paar Monster, die Jagd auf dich machen.“
„Ich bin anderer Meinung. Wir sollten wenigstens eine kleine Gruppe etwas ‚besserstellen‘.“
„Na schön, tu, was du nicht lassen kannst. Aber sie zu, dass du dich nicht allzu sehr einmischt, du weisst, der Alte sieht das nicht gern.“
Damit verschwanden die beiden Augen wieder in der Dunkelheit und liessen den Mond mit seinen neuen, seltsamen Gefährten alleine.

Scott drehte am Objektiv seiner Kamera, während er konzentriert hindurchblickte. Dann löste er sein Auge noch einmal kurz von ihr, um die Verschlusszeit hinunter zu stellen und richtete das Gerät dann wieder auf seine Mutter, die, die Augen geschlossen und mit vollkommen ruhigem Gesicht auf dem Sofa lag. Sie trug zwar ihre Arbeitskleidung, aber sie sah einen Moment lang nicht gestresst aus. Das musste er doch festhalten.
Das Klicken der Kamera veränderte den Gesichtsausdruck wieder. Ein schneller Blick aufs Display sagte ihm, dass er den Ausdruck aber noch eingefangen hatte.
„Scott, lass das“, murrte seine Mutter und rieb sich die Augen. Dann blickte sie auf ihre Uhr und schoss hoch. „Verdammt, wieso hast du mich nicht geweckt? Ich muss wieder zur Arbeit!“
Wie von der Tarantel gestochen sprang seine Mutter zur Küchentheke und schnappte sich die Autoschlüssel, um dann mit schnellem Schritt zur Tür hinaus und nach unten zu gehen.
„Ich komme mit. Will sowieso noch in die Stadt, mich mit Freunden treffen und so“, sagte Scott, während er seiner Mutter hinterher hastete. Schon ganz ausser Atem kam er unten an, während seine Mutter energisch aufs Auto zuschritt, hineinstieg und den Motor laut aufheulen liess. Gerade noch sprang Scott hinten rein, dann brauste sie los. Er seufzte. Seine Mutter war immer unter Stress, er musste sich mal mit den anderen etwas ausdenken, um sie ein wenig zu entlasten. Vorerst konnte er ihr nur sorgenvoll über die Schulter blicken, wie sie mit eindeutig zu hohem Tempo durch die Strassen brauste.
Schliesslich kamen sie bei der Bank an und seine Mutter verabschiedete sich von ihm und er wollte gerade Richtung Park gehen, während sie in die Bank hinein hastete, als er ein Klingeln hörte. Er blickte über die Schulter und entdeckte, dass seine Mutter die Autoschlüssel verloren hatte. Schnell machte er kehrte und folgte seiner Mutter in die Bank. Zusammen mit einem hageren Mann in Ledermantel und Sonnenbrille betrat er sie und ging auf seine Mutter zu, die mit einem gleich gekleideten Mann an einer Ecke standen und leise miteinander redeten, als hinter ihm jemand in die Decke schoss.
„Alle auf den Boden, los! Das ist ein Überfall!“
Der Mann mit dem Mantel hatte eine Pistole hervorgezogen und richtete sie nun auf die wenigen Anwesenden Kunden und insbesondere auf Scotts Mutter und ihren Vorgesetzten. Alle Anwesenden inklusive Scott leisteten dem Befehl sofort Folge und warfen sich auf den Boden. Verängstigt und gleichzeitig fasziniert schielte er nach oben und, beobachtete, wie der Bankräuber auf seine Mutter zuging, die Pistole fest auf sie gerichtet.
„Du da! Geld in die Tüte hier, los! Und wag es nicht, Alarm auszulösen!“, schrie er und sie machte sich sofort daran, den Befehl zu befolgen. Während sie das Geld in die Tüte packte, die der Räuber ihr gegeben hatte, taste sie mit den Fingern nach dem Alarmknopf. Das entging dem Mann nicht, denn er richtete die Waffe, mit der er vorher noch im Raum herumgeschwenkt hatte, um alle Leute am Boden zu halten, wieder auf sie.
„Kein Alarm, verdammt!“
Sein Finger zuckte und im nächsten Moment passierten mehrere Sachen gleichzeitig. Scotts Mutter blickte ihn direkt mit verzeihendem Blick an, Scott streckte die Hand nach ihr aus, wie um sie zu greifen und auf die Seite zu ziehen und dann glitten ihre Augen einfach über ihn hinweg. Im nächsten Moment löste sich ein Schuss, doch was der Räuber beabsichtigt hatte, verlief ganz anders. Statt die Stirn der Frau sauber zu durchschlagen, flog die Kugel wieder zu ihm zurück und er schoss sich selbst in die Schulter. Die Waffe entglitt seinen Fingern und er schrie auf, der andere Bankangestellte griff sich die Waffe und schlug dem Räuber gleichzeitig ins Gesicht, so dass dieser nach hinten kippte. Scott sprang auf und stürmte auf seine Mutter zu.
„Mom, alles in Ordnung?“, fragte er panisch. Er hatte zwar keine Ahnung, was gerade passiert war, aber er kam zu dem Schluss, dass es eigentlich anders für seine Mutter hätte ausgehen sollen. Diese starrte ihn im Moment aber nur verständnislos an und dann öffnete sie den Mund.
„Wer bist du? Ich bin nicht deine Mutter, sie liegt bestimmt da am Boden. Als ob ich mit drei Kindern nicht schon genug zu tun hätte!“
Diese Worte trafen ihn wie ein Schlag ins Gesicht: Verdattert und Entsetzt stolperte er zurück und blickte die Frau, die ihn vor wenigen Sekunden noch um Verzeihung bittend angeschaut hatte und jetzt sagte, ihn nicht zu kennen, an. Kein Schock war so gross, dass man seinen eigenen Sohn nicht mehr erkannte. Was sollte er jetzt tun?
Scott wusste keinen anderen Ausweg: Er rannte weg. So schnell wie ihn seine Füsse trugen, verliess er die Bank, ignorierte die Rufe des Mannes, der ihn zurückhalten wollte, weil sie seine Aussage brauchten. Er rannte, bis seine Lunge schier zu platzen schien. Heftig atmend stützte er sich auf seine Knie ab und blickte sich um. Die Gegend kannte er nicht. Wo war er hier gelandet? Und noch viel wichtiger, wieso erkannt seine eigene Mutter ihn nicht mehr?!

Scott Elison war nicht der Einzige, der an diesem Tag von seinem ganzen Umfeld vergessen worden war. Es gab noch andere, denen es so ergangen war wie ihm. Noch wusste er nicht, was er ihm Austausch dazu erhalten hatte. Und wieso. Aber bald sollte er es erfahren, denn alle, die im Battle of Parathorne teilnahmen, erfuhren davon und von den anderen, die so waren wie sie. Das war etwas, das man nicht vergessen und dem man nicht entkommen konnte.
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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDi 19 Jun 2012, 23:06

Staubflocken schwebten durch die Luft. Im schummrigen des Licht des halb verdeckten Fensters wirkten sie wie Glühwürmchen, die umeinander tanzten. In den lichtgeschützten Regalen, schwer ob der Last des Wissens, reihte sich ein Buch an das andere. Einige davon sahen aus als wären sie seit Jahrzehnten von niemandem mehr gelesen worden. Was der Wahrheit entsprach. Diese Bücher waren viel zu kostbar, um sie der Allgemeinheit anzuvertrauen. Die Allgemeinheit hatte dreckige Finger und keinen Respekt vor diesen Schätzen der Schreibkunst. Sie draußen auszustellen würde Mord an Büchern bedeuten, für viele der hier Arbeitenden ein größeres Sakrileg als wirklicher Mord. Menschen waren ersetzbar. Die meisten der Bücher hier waren Unikate. Der Raum war abgeschlossen, aber in diesem Moment kratzte ein Schlüssel im Schloss. Jemand trat vorsichtig ein, setzte die Füße vorsichtig auf in Ehrfurcht vor den Büchern. Hier waren Dantes Kreise der Hölle, direkt neben dem verlockend flüsternden Mephisto. Dort kämpfte Odysseus mit der Verlockung der Circe, hin und hergerissen zwischen der Unsterblichen und dem Platz an den er gehörte. Ein Regal tiefer beriet Aeneas in der Unterwelt mit seinem Vater. Hier fiel Gandalf in die Schlucht Morias. Die Liste hätte endlos weitergeführt werden können.
Inmitten des Raums schnarchte jemand. Graue Haare, zu einem strengen Knoten gebunden, und eine Stimme wie ein Nebelhorn. Wie friedlich die Leute doch im Schlaf wirkten. Leise näherte sich Cassandra mit einer warmen Tasse Tee in der Hand ihrer Vorgesetzten. Madame - wie sie sich nennen ließ - Forsithe war streng, aber unbedingt eine Meisterin ihres Faches. Unter ihren faltigen Fingern verwandelten sich papierne Ruinen in Schlösser der Buchbinderkunst. Cassandra hatte eine gesunde Hochachtung vor der älteren Frau, die aus Bewunderung und ein wenig Furcht geboren war. Forsithe kam wie ein Taifun auf ein kleines Küstendorf auf jene herab, die die Regeln der Bibliothek verletzten. Behutsam stellte Cassandra den Tee auf dem großen Restaurationstisch ab und rüttelte Madame Forsithe an der Schulter. Die Frau saß sofort aufrecht in ihrem Stuhl.
"Wrstrfgl?"
"Guten Morgen, Madame. Ich habe Ihnen eine Tasse Tee gebracht."
"Danke, Cassandra. Du bist ein Schatz. Wie viel Uhr haben wir?"
"Kurz vor Öffnung der Bibliothek, Madame."
"Oh Gott. Solange habe ich geschlafen? Wo hab ich denn...?" Die grauhaarige Frau stand auf und suchte auf dem Tisch nach etwas. Ein Großteil der Utensilien wurde verschoben. Cassandra deutete auf eine Vitrine, in der ein gelbliches Buch lag: "Suchen Sie das?" Forsithe sah auf und ließ erleichtert den Atem entweichen: "Ja, das suche ich tatsächlich."
Cassandra lächelte ein bisschen. Madame Forsithe dachte immer daran ihre jeweiligen Arbeitsstücke wegzuschließen, bevor sie erschöpft mit dem Kopf auf den Tisch sank.
"Cassandra, sei ein Schatz und hol mir die Exemplare auf dem Wagen unten herauf, ja?" Cassandra nickte eifrig und verließ den Raum ebenso leise, wie sie gekommen war. Draußen wartete schon Matthews, der ungefähr genauso alt war wie Cassandra. Die beiden verstanden sich prächtig, vor allem, weil Cassandra bis jetzt noch nicht auf Matthews Zinken oder Pickel zu sprechen gekommen war.
"Sie ist wieder eingenickt?"
Cassandra nickte bestätigend, lächelte entschuldigend und deutete auf einen der Bibliothekswagen, mit denen Bücher transportiert wurden. Matthews zuckte mit den Schultern und kehrte an seinen Schalter zurück. Mit einer Art behutsamer Eile schob Cassandra den Wagen in den Aufzug und fuhr nach oben. Inzwischen hatte sie sich ganz gut eingelebt. Und sie kam mit dem Personal zurecht. Die Türen klappten surrend auf. Cassandra schob den Wagen und öffnete vorsichtig die Tür. Madame Forsithe hatte sich schon wieder über ein Buch gebeugt.
"Madame, hier sind die Bücher, die ich bringen sollte", merkte Cassandra fröhlich an. Die alte Frau schoss herum wie ein Tornado und richtete einen anklagenden Finger auf Cassandra. Der Speer eines Engels hätte nicht schrecklicher sein können.
"Wie kannst du es WAGEN hier einzudringen, du kleine Göre. Hast du das Schild nicht gesehen?! RAUS! RAUS!"
Die Anklage traf Cassandra wie der Pfeil Achilles getroffen hatte. Stotternd versuchte sie den Zorn dieser Walküre beizulegen: "Aber Madame, ich arbeite hier. Sie haben mich als Lehrling eingestellt."
"Ich habe seit zehn Jahren keine Lehrlinge mehr angenommen. Raus jetzt, raus!"
"Aber..."
"KEIN ABER, RAUS!"
Die Worte brandeten gegen Cassandra mit der Macht eines Rammbocks gegen die Tore Trojas. Die junge Frau ergriff die Flucht. Draußen lehnte sie sich an die Türe und atmete tief durch. Das musste ein Scherz sein. Sie war seit ein paar Monaten hier. Madame musste sich einen Scherz erlauben. Vielleicht machte sie das manchmal? Cassandra beschloss Matthews zu fragen. Der würde sie wenigstens nicht anschreien. Sie näherte sich dem Schalter des jungen Mannes. In dessen Gesicht sah sie profundes Erstaunen.
"He, junge Dame, was machen Sie hier drin? Wir haben noch nicht geöffnet. Ich muss Sie bitten das Gebäude zu verlassen."
Eis legte sich um Cassandras Herz wie um die Armeen von Napoleon: "Matthews, das ist nicht witzig. Forsithe hat das auch schon gemacht."
"Forsithe? Sie haben doch nicht die Kuratorin gestört. Bitte verlassen sie das Gebäude. Es tut mir leid."
"Matthews. Ich arbeite seit Monaten hier." Echte Verwirrung zeigte sich auf den Zügen des jungen Mannes und er antwortete: "Nein, wir haben seit Jahren niemand neuen mehr eingestellt."
Tränen bahnte sich ihren Weg zu Cassandras Augen. Mühsam kämpfte die junge Frau ihre Trauer herunter. Sie hatte sich hier wie zuhause gefühlt. Für einen Scherz ging das eindeutig zuweit. Cassandra schnappte sich ihre Umhängetasche und verließ stumm und mit erhobenem Kopf das Gebäude. Wohin sie ging war egal. Man hatte ihr das eine Dinge entrissen, was sie liebte. Wohin sollte sie schon gehen? Etwas von ihr entfernt stand vornübergebeugt ein Junge und keuchte sich den Geräuschen nach die Lunge aus dem Leib.
"Kann ich dir irgendwie helfen?", rutschten die Worte aus Cassandra raus, bevor sie sie zurückhalten konnte: "Ich habe...ähm...Wasser."

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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDi 19 Jun 2012, 23:07

Jake weinte. Er weinte und er schämte sich nicht einmal dafür. Jake war schon immer näher am Wasser gebaut gewesen, doch für gewöhnlich war es ihm unangenehm, wenn er weinen musste, Er war vierzehn. Ein vierzehnjähriger Junge weinte nicht. Doch im Moment war es ihm egal, was ein vierzehnjähriger Junge tun oder lassen sollte. Er konnte ohnehin keinen klaren Gedanken mehr fassen. Die Ereignisse des Morgens hatten ihn zu sehr aus der Bahn geworfen. Natürlich wusste Jake es nicht, aber er stand in diesem Moment unter Schock.
Dabei hatte der Morgen angefangen wie jeder andere auch. Er war aufgestanden, hatte geduscht, sich angezogen und die Zähne geputzt. Dann war er die Treppe hinunter gestiegen und in die Küche gegangen, wo seine Eltern bereits beim Frühstück saßen. Und dann war alles ganz falsch gelaufen! So, wie es nicht laufen konnte, wie es einfach nicht laufen durfte! Seine Eltern hatten aufgeblickt, ihn angesehen, erst überrascht, dann verärgert. „Wer bist du? Wie bist du hier rein gekommen?“, hatte Mum gefragt, entrüstet, ablehnend. Natürlich hatte Jake nicht geantwortet. Was sollte man in so einer Situation auch antworten? Er hatte es nicht gewusst. Das konnte doch einfach nicht sein! Er wusste es ja immer noch nicht! Er wusste nicht einmal, was da überhaupt passiert war.
An alles das, was danach passiert war, erinnerte Jake sich nur noch verschwommen. Was gesagt worden war, war völlig aus seinem Gedächtnis verschwunden, aber irgendwann hatte er versucht Mum zu umarmen. Und Mum hatte ihn von sich gestoßen! Er war dann in Tränen ausgebrochen, hatte immer wieder „Mum! Dad!“ gerufen, doch sie hatten nicht darauf reagiert. Sie hatten ihn nur angesehen, befremdet, nicht weniger verwirrt als er selbst. Er hatte sehen können, dass Mitleid in Mums Blick lag, aber da war keine Spur von Liebe gewesen, nichts von dem Funkeln, mit dem sie ihn sonst immer ansah. In diesem Moment war irgendetwas in ihm zerbrochen.
Irgendwann waren dann die beiden Frauen vom Jugendamt gekommen. Oder von der Psychatrie, Jake wusste es nicht so genau. Dad hatte sie gerufen. Jake hatte durch sein Schluchzen hindurch mitbekommen, wie er am Telefon etwas von einem 'offenbar geistig verwirrten Jungen' gesagt hatte. Die beiden Frauen hatten ihm auf die Beine geholfen – Jake war irgendwann heulend auf dem Küchenboden zusammen gebrochen, ungläubig zwischen Mum und Dad hin und her blickend – und ihn dann mit genommen. Er hasste sie dafür! Er hatte geschrien und gezettert, hatte sich gewehrt und um sich getreten, doch sie hatten ihn mit sanfter aber bestimmter Gewalt aus dem Haus gezerrt. Und Mum und Dad waren einfach nur in der Tür gestanden und hatten verwirrt aber auch irgendwie erleichtert zugesehen, wie sie ihn hinten in den Wagen gesetzt hatten. Als sie losgefahren waren war auch Jakes Widerstand in sich zusammen gebrochen. Doch sein Weinen hatte nicht aufgehört.
Er weinte die ganze Fahrt durch. Er weinte noch als die beiden Frauen in in das große Haus brachten, von dem er annahm, dass es ein Heim war. Ob es das aber wirklich war war ihm letztendlich egal. Das alles zählte nicht mehr. Mum und Dad hatten ihn verstoßen. Schlimmer noch: sie erkannten ihn nicht einmal mehr! Das konnte doch nicht sein! Das musste ein Albtraum sein! Das konnte nur ein Albtraum sein. Aber Jake war sich sehr bewusst, dass er wach war, obwohl sein Kopf so furchtbar leer war. Er konnte nicht denken. Er wollte nicht denken! Alles, was da war, war dieses Gefühl, dieses Gefühl, dass ihm das Herz zerfetzte. Allein, verstoßen, nackt! Er stand vor einem Scherbenhaufen, den Scherben seines Lebens. Alles, was ihn ausgemacht hatte, war mit einem mal tot. Alles, was ihm etwas bedeutet hatte, war fort. Nur ein einziger Gedanke drang immer und immer wieder aus dem wirren Wust von Emotionen, von Trauer und Verwirrung: Das konnte nicht wahr sein! Das konnte nicht wahr sein! Das konnte nicht wahr sein!
Die beiden Frauen brachetn Jake in ein Zimmer in dem großen Haus. Es war ein schönes Zimmer, die Wände in hellen, freundlichen Farben und mit weichem Teppichboden, doch Jake bekam es nicht einmal mit. Er brach auf dem Bett zusammen kaum, dass die beiden Frauen das Zimmer verlassen hatten, und weinte dort weiter. Bis ihn irgendwann die Erschöpfung übermannte...

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Vicati
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDi 19 Jun 2012, 23:46

Scott keuchte und keuchte. Er bekam keine Luft mehr, nicht nur, weil er so lange gerannt war, auch weil er aus irgendeinem Grund vom Schicksal mehrfach in den Magen getreten worden war. Seine Mutter hatte ihn vergessen, seine Mutter! An einen Scherz glaubte er nicht. Plötzlich fiel ihm etwas ein. Er griff nach der Kamera, die immer noch um seinen Hals hing und schaltete sie ein. Er schaltete die Bilder durch. Seine Mutter auf dem Sofa, ungestresst. Bilder vom Strand und von seine Freunden. Ein Gruppenfoto mit Selbstauslöser. Scott stutzte. Wieder sah er sich das Bild an, musterte jedes Gesicht ganz genau. Da war eine Lücke zwischen ihnen. In dieser Lücke fehlte er einfach. Er suchte weiter. Vielleicht war es nur ein Fehler mit der Speicherkarte, eine seltsame Überbelichtung. Doch auch auf anderen Fotos war er nicht zu sehen. Nicht auf der Geburtstagsparty seiner Schwester, wo seine Mutter einige Bilder gemacht hatte, nicht auf den Bilder, als er mit seinem Bruder im Vergnügungspark gewesen war und selbst auf den Bilder, wo er wusste, dass er aus Versehen einen Finger auf der Linse gehabt hatte, war nichts zu sehen. Weg, einfach weg. Es war, als hätte er nie existiert! Das war doch nicht möglich!
Er versuchte die Tränen niederzukämpfen und begann wieder fast asthmatisch zu keuchen, als jemand vorsichtig zu ihm trat und ihm Wasser anbot. Langsam hob er den Kopf und schaute sein Gegenüber mit verweinten Augen an. Irgendwie kam sie ihm bekannt vor. er kramte in seinem Gedächtnis und dann fiel ihm ein Name ein: Cassandra. Aus der Bibliothek.
"Wa.. Wasser?", stotterte er, rieb sich mit dem Arm übers Gesicht, schniefte laut und setzte dann wieder ein vorsichtiges Grinse auf, das ein wenig gezwungen wirkte. "Cassandra, oder? Ich glaube, ich hab dich mal in der Bibliothek gesehen: tut mir leid, dass ich das Fotografiebuch noch nciht zurückgebracht habe, ich hab das irgendwie immer verschwitzt."
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyMi 20 Jun 2012, 00:17

Ein leichter Nieselregen senkte sich kühl auf das Gesicht der jungen Frau, die mit gesenktem Kopf und in den Jackentaschen verstauten Händen, den Fußweg entlang trottete. Sie lief schon eine ganze Weile, wie lange und wohin wusste sie nicht genau, im Grunde war das egal, solange sie kein Ziel hatte. Gedankenverloren schaute sie nach oben, flog mit dem Blick an den Fassaden der Hochhäuser entlang bis zum Himmel. Der Himmel mit seiner unendlichen und unendlich eintönigen Graufärbung. Eigentlich hätte sie sich noch vor zwei Monaten als überzogen theatralisch bezeichnet, wenn sie an einem tristen Tag wie diesem in den grauen Häuserschluchten im Regen spazieren gegangen wäre. Doch das war vor... Sie schluckte schwer, senkte den Blick wieder auf den Fußweg, doch das, woran sie sich erinnerte, nebelte ihre Sinne ein. Stumpf stierte sie ins Leere, während sie wie ferngesteuert vorwärts trottete.
Knapp nur entging sie einem Zusammenstoß mit einer Ampel, blieb mit der Schulter jedoch hängen und stolperte. Ein herankommendes Fahrzeug setze mit quietschenden Reifen zur Vollbremsung an, doch anstatt sich in diesem Moment in Sicherheit zu bringen, schallte das Quietschen in den Ohren des Mädchens wieder und wieder, stieg an zu einem schrillen Kreischen, so dass sie sich die Hände an den Kopf presste. Der Kopfschmerz, der einsetzte, war von einem anderen Stern. Alles um sie herum verschwamm zu einem grauen Brei, alle Geräusche waren nur noch dumpf im Hintergrund, außer das Schrillen. Plötzlich spürte sie, wie jemand sie am Knöchel packte und sie ein Stück zurückzog. Was sie nicht mitbekam, war, das der Fahrer des Autos das Lenkrad herumriss und sie nur knapp verfehlte.
Benommen lag sie auf dem Boden und starrte nach oben in die verschwommenen Flecken grau. Nach und nach tauchten am Rand ihres Sichtfeldes schwarze Felder auf. Langsam wurden ihre Konturen scharf und sie konnte erste Gesichter ausmachen.
"Eime güd, ed es dir gu", hörte sie eine Männerstimme sagen, doch immer wieder wurde alles um sie undeutlich, doch wenigstens hatte das Pfeifen aufgehört.
"He, he, gan du mich verstehen?"
"Was... was ist passiert", hauchte sie, während ihr Schädel nach wie vor dumpf pochte.
"Du bist gestolpert und auf die Straße gefallen, ich hab dich grad noch von einem Auto wegziehen können", sagte die Männerstimme. Sie kam von einem Herren, vielleicht Ende vierzig.
"Ich habe... Wo bin ich?"
"Prinston-Street, an der Ecke zum Stadtpark. Fehlt dir irgendetwas?"
Die umher stehenden Leute starrten sie an, als sein sie aussätzig. Zögerlich und etwas schwankend stand sie auf.
"Nein danke, ich bin nur... Ich habe viel um die Ohren zur Zeit. Danke, dass Sie mir geholfen haben."
Mit diesen Worten schwankte sie davon in Richtung Park, zum Glück wohnte sie nicht weit von hier.

Mit hämmerndem Schädel erreichte sie die Eingangstür zum Appartement. Fluchend stand sie vor der Tür, als ihr auffiel, dass sie ihren Schlüssel nicht dabei hatte, die bessere Variante war, sie hatte ihn zu Hause vergessen. Die andere Möglichkeit lag irgendwo auf der Prinston-Street. Mit einer Mischung aus leichtem Schock und einer tranigen Melancholie, legte sie den Finger an die Klingel.
Keine zehn Sekunden später öffnete ihr Vater die Tür. Verwirrt blickte er auf seine Tochter.
"Ähm, Madame, kann ich Ihnen helfen? Sie sehen sehr blass a-", setzte er an, doch weiter kam er nicht als sich seine Tochter an seinen Hals warf.
"Papa!"
Schluchzend hing sie an ihm, drückte ihn fest an sich, wie sie es so oft getan hatte, seit sie nun noch zu zweit waren.
"Entschuldigen Sie bitte, ist bei Ihnen alles in Ordnung? Sie scheinen etwas verwirrt zu sein", entgegnete er und entwand sich ihrem Griff.
"W-Wie bitte? Papa, was redest du da?"
"Ich weiß nicht genau, mit wem sie mich verwechseln, aber ich bin nicht Ihr Vater."
Eine unglaubliche Anziehungskraft in der Mitte ihres Körpers riss alle Innereien an sich, ihre Gliedmaßen wurden augenblicklich taub.
"Papa...", hauchte sie, "Wie kannst du so was sagen?" Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie ihn an, die Hand vor den Mund gerissen. Langsam brach sich die erste Träne ihre Bahn über die Wange.
"Madame, hören Sie, es tut mir leid, aber ich... habe keine Kinder", sagte er, während die letzten Worte ihm förmlich die Wüste in die Kehle trieb. Schwer schluckte er.
"Was?", schrie sie unerwartet laut, "Du hast zwei Kinder, Jake und Lisa!"
"Verlassen Sie sofort meine Wohnung", knirschte er zwischen seinen Zähnen hervor, böse funkelte er sie aus seinen Augen an, "Ich weiß nicht, wer Sie sind, oder woher Sie von meinem Sohn wissen, doch wenn Sie nicht augenblicklich verschwinden, lasse ich Sie abholen."
Mit diesen Worten krachte er die Tür zu. Lisa stand davor und konnte keinen klaren Gedanken fassen. Was sollte das? Was war passiert?
Fassungslos klingelte sie erneut, die Tür wurde aufgerissen und ihr Vater stand mit Zorn verzerrtem Gesicht vor ihr, Tränen liefen ihm über das Gesicht.
"Ich sag es noch einmal im Guten: VERSCHINDE!"
Wieder krachte die Tür. Und die Welt von Lisa krachte ebenfalls. Sie sank auf dem Boden zusammen, wimmerte leise vor sich hin, atmen konnte sie kaum. Das konnte doch nicht wahr sein! Mehrmals klingelte sie noch, doch es gab keine Reaktion. Nach einer Ewigkeit, die sie schluchzend an der Wohnungstür verbrachte, raffte sie sich auf und schleppte sich in Richtung Fahrstuhl.

Hemmungslos weinend saß sie auf einer Bank am Parkrand, fassungslos, geschockt, verzweifelt. Wie konnte sie ihr eigener Vater vergessen? Zwischen ungläubigem Kopfschütteln und dem Verbergen des Gesichtes in ihren Händen, sah sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine junge Frau mit einem Jugendlichen stehen. So wie sie es vermutlich mit ihrem Bruder...
Sogar in Gedanken versiegten ihre Worte, die ersten Wellen eines Weinkrampfes brandeten in ihrer Brust, bis sie sich schließlich in einem langen Schrei Luft machten.
"NEIN!"
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyMi 20 Jun 2012, 00:26

Die Erinnerung an die Bibliothek trieb Cassandra nur einen weiteren Speer ins Herz. Dementsprechend brüsk fiel ihre Antwort aus: "Ich scheine dort nicht mehr willkommen zu sein. Also ist es auch nicht mein Problem." Erst danach besah sie sich das Gesicht des Jungen genauer. Der schien einen Tränenausbruch hinter sich zu haben. Wie ging man bei so etwas vor? Cassandra kam nicht gut mit Leuten zurecht und weinende Jungen bildeten da keine Ausnahme. Taschentuch? Ein Taschentuch klang ganz gut. Cassandra ließ ihre Umhängetasche aufschnappen und förderte ein sauberes Taschentuch zutage, das sie dem Jungen reichte. Leider konnte sie sich nicht an dessen Namen erinnern.
"Hier. Trockne die Tränen damit." Das Gesicht kam ihr irgendwie bekannt vor, aber während eines Tages kamen so viele Leute mit Fragen an sie heran - waren an sie herangekommen, verbesserte sich Cassandra - dass man sich unmöglich alle merken konnte. Einer hatte mal gefragt, ob Fontane unter "T" einsortiert war. Banausen!
"Ich fürchte, ich kann mich nicht an deinen Namen erinnern. In der Bibliothek gehen so viele Leute ein und aus. Wie heißt du?"
Der Junge sah aus als könnte er etwas mehr Hilfe brauchen als die Wasserflasche, die Cassandra ihm gegeben hatte, aber was sollte sie schon tun?

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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyMi 20 Jun 2012, 10:13

"Hey, was zieht ihr hier ab?", murmelte Andy fassungslos. Sein Bruder Tony und seine Schwester Mary sahen ihn fragend an. Der Labrador Ricardo hatte sich schützend vor den Beiden aufgebaut und knurrte Andy feindselig an.
"Wir kennen dich nicht.", sagte Mary nur. "Du musst uns verwechselt haben, tut mir Leid."
"Halts Maul!", fuhr Andy sie an. "Ich sag dir eins, dieser Scherz ist überhaupt nicht witz..."
"Bist du total bescheuert, meine Schwester anzuschreien?", schrie Tony und packte ihn rüde am Kragen. "Soll ich dir eine reinhauen?"
Das war zuviel. Brutal riss er sich von seinem älteren Bruder los. "Ich bin doch euer Bruder! Erinnert ihr euch noch, wie wir gestern zusammen Eis gegessen haben?"
"Woher weiß du davon?", rief Mary ängstlich und wich einen Schritt zurück.
"Du bist ja vielleicht arm dran.", sagte Tony wütend. "Wie lange spionierst du uns schon nach? Hast du so wenig Freunde, dass du dich in unser Leben drängen musst und unser Bruder sein willst?"
Daraufhin erwiederte Andy nichts mehr. Da kamen auch schon Mutter und Vater.
"Hey, Mum! Dad!", rief er. "Tony und Mary ziehen eine Show ab, die nicht zum Lachen ist!"
"Wer bist du?", sagte sein Vater verwirrt.
"Dieser Junge scheint uns nachzuspionieren.", erklärte Tony. "Aber wir kennen den gar nicht."
"Lasst uns heimgehen, ich habe Spaghetti Bolognese gemacht.", sagte Mutter.
"Cool!", rief Andy. "Das ist mein Leibgericht!"
Doch sie ignorierten ihn nun und gingen einfach weg. Er ging ihnen hinterher.
"Verfolgst du uns immer noch?", rief Tony und baute sich nun vor ihm auf, Ricardo knurrte und sah aus, als würde er gleich zubeißen.
"Hör zu!", sagte Vater nun zornig. "Wenn du mich und meine Familie nicht in Ruhe lässt, rufe ich die Polizei! Ich habe zwei Kinder und es war nie anders. Ein drittes Kind wäre uns auch zu viel Arbeit!" Damit gingen sie davon und ließen ihn stehen.
"Wisst ihr was?", brüllte Andy rasend. "VERSCHWINDET EINFACH! STERBT UND LASST MICH IN FRIEDEN!"
Dann drehte er sich um und rannte davon. Rannte einfach nur, rannte sich den Schmerz aus dem Leib. Das konnte er. Er wusste nicht, wie lange er gerannt war, als er plötzlich umknickte und der Länge nach auf den harten Boden krachte. "AAAAARGH!", schrie er vor Schmerz auf. Das hatte ihm gerade noch gefehlt, dass ihm nach all dem harten Lauftraining so ein Anfängerfehler passierte.
Er hielt sich den schmerzenden Knöchel und sah sich nach Hilfe um. Er erkannte eine Frau, die einem Jungen, der genauso aussah, wie Andy sich fühlte, Wasser anbot.


Zuletzt von Basol am Mi 20 Jun 2012, 16:56 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyMi 20 Jun 2012, 11:04

Irgendwie schien sie heute Unglück anzuziehen. Zusätzlich zu dem bereits weinenden Jungen wurde noch einer ein paar Meter weiter zu einem Experten in Gehwegbetrachtung. Cassandra überlegte nicht lange, sondern hastete zu dem anderen hinüber. Der hielt sich den Knöchel. Ihre medizinischen Kenntnisse gingen nicht über das Aufkleben von Pflastern hinaus.
"Tut's sehr weh? Soll ich einen Arzt rufen?", fragte Cassandra, die sich neben dem Jungen niedergekniet hatte. Den Jungen anzufassen, um sich die Verwundung, so es denn eine gab, anzusehen, traute sie sich nicht. Nachher machte sie nochwas falsch und verschlimmerte das ganze nur und würde sie wirklich einen Arzt rufen müssen. Dieser Junge sah auch aus als könne er jederzeit in Tränen ausbrechen. Was war denn heute nur los? Internationaler "Bring-ein-Kind-zum-Weinen-Tag"?
"Halt das dahin, wos schmerzt", mit diesen Worten setzte sie eine metallene Wärmflasche, die nichts enthielt und damit noch recht kühl war, neben dem Jungen ab.

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Zuletzt von Lias am Mi 20 Jun 2012, 22:38 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyMi 20 Jun 2012, 13:53

Marc ging mit gemütlichen Schritten durch den Stadtpark. Er hatte bereits einen Großteil davon hinter sich, einschließlich der merkwürdigen Blicke die ihn überall hin begleiten. Mütter zogen ihre Kinder schützend an sich wenn sie den Kerl vorbeigehen sahen, Leute schauten ihm hinterher wenn sie glaubten er sehe es nicht und tuschelten hinter vorgehaltener HAnd, aber das war er inzwischen gewöhnt. Er bemerkte es kaum noch. Da der Nieselregen langsam aufhörte zog er die Kapuze des schwarzen Mantels herab. Eigentlich hatte er kein Problem mit Regen, aber er wollte nicht das seine Kopfhörer nass werden. Aus diesen dröhnte wie immer laute Metallmusik. Er hatte sie nicht auf sondern um den Hals gelegt, das dadurch auch alle anderen seine Musik hörten war ihm egal. Nein, im Gegenteil, er tat ihnen damit einen gefallen, für die meisten Menschen war das die einzige Möglichkeit gute Musik zu hören, nicht diesen Mist der immer in den Radios lief. Da es jetzt nicht mehr regnete konnte er eigentlich auch schon jetzt seine Mahlzeit verputzen. So zog er die Mcdonalds Tüte unter dem Mantel hervor und holte den ersten Burger raus. Er war gerade am Rand des Stadtparks angekommen, die junge Frau auf der Bank bemerkte er zwar, und musste sich eingestehen das sie durchaus attraktiv war, aber die Tatsache das sie heulte wie ein Wasserfall hinderte ihn daran, sie anzusprechen. Darauf hatte er gerade echt keinen Bock. Also biss er wieder in den Burger und wollte gerade weiterschlendern, als sie aufeinmal losschrie wie eine Furie. Marc zuckte zusammen und wirbelte dann herum und schaute ihr zornerfüllt entgegen, fast hätte er seinen Burger fallen gelassen. "Aber sonst gehts dir noch gut, oder?"
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyMi 20 Jun 2012, 14:22

Im Grunde begann Philipps Tag ganz angenehm. Er hatte lange geschlafen und anschließend sogar gut gefrühstückt. Zwar taten ihm die Knochen etwas von der gestrigen Schlägerei weh, doch einer so erholsamen Nacht war ihm das fast komplett egal. Im Endeffekt war er es auch schon mehr als gewohnt, gerade einmal Tony versuchte das Philipp nicht ständig in Schlägereien endete. Philipp oder Psycho, wie er von vielen genannt wurde, schüttelte leicht den Kopf bei den Gedanken an seinen Freund. Man konnte sagen dieser war der einzige zu dem er Regelmäßig Kontakt hatte und dennoch immer wieder gerne sich mit ihm traf obwohl er ihm schon ein paar mal in Schwierigkeiten hinein gezogen hatte.
Psycho genoss gerade die Sicht aus dem Fenster, welches ihm einen Blick über dieses eher herunter gekommene Viertel gewährte, als er hörte wie seine Tür auf geschlossen wurde. Er wusste das höchsten zwei seiner Freunde einen Schlüssel zu dieser „Wohnung“ besaßen und drehte sich um um in Richtung der Tür zu sehen. Sein Blick verfinsterte sich leicht als er in die verwunderten und misstrauischen Gesichter seiner Freunde sah. Sofort wurde ihm klar das hier etwas nicht stimmte und ging langsam auf die Gruppe zu, wobei er bereit war zu zu schlagen. „Was macht dieser Freak in unserer...“, begann einer seiner, anscheinend ehemaligen, Freunden, bevor er die Bekanntschaft mit Philipps Faust machte und anschließend mit blutenden Gesicht nach hinten stolperte. „Was soll das heißen eure Wohnung? Sie gehört mir! Vielleicht muss man euer Gedächtnis auffrischen!“, fuhr er die Gruppe an, während diese ihm verständnislos ansahen, gemischt mit Wut und Furcht. „Wir kennen dich gar nicht, du bist in unser Versteck ein gebrochen und hast...“, begann ein anderer der Offensichtlich versuchte die Situation aus seinen Blickwinkel zu berichtigen, brach jedoch hab um den Schlag von Psycho aus zu weichen; „Hey! Was soll das?“ „Verschwindet ihr Idioten! Wenn ihr schon nicht mehr wisst wer ich bin, dann haut ab und zwar sofort!“, schrie Philipp sie an, bevor er seinen Dolch zog und ihnen deutlich machte das er nicht zu Spielchen auf gelegt war, „Und gebt mir meinen Zweitschlüssel wieder!“ Die Gruppe wich langsam vor diesen aggressiven jungen Mann zurück und einer von ihnen ließ den Schlüssel fallen, bevor sich ihren Weg aus der Wohnung bahnten. Kaum waren diese aus der Wohnung verschwunden, schlug Philipp die Tür hinter diesen zu. Er kochte vor Wut, während er die letzten Momente noch einmal durch den Kopf gehen ließ. Klar sie waren nie die engsten Freunde gewesen, aber so zu tun als würden sie ihm nicht kennen und einfach behaupten das wäre ihre Wohnung? Was viel diesen Bastarden ein? Er sah auf den Blutfleck am Boden, bevor sein Blick auf seinen Dolch fiel, den er noch in der Hand hielt. Oh, er hätte diese Bastarde abstechen sollen oder beim Lebendigen Leibe häuten sollen. Kurz schloss Philipp seine Augen und atmete einmal durch um sich wieder zu beruhigen. Soviel zu einen schönen Start in den Tag.
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyMi 20 Jun 2012, 15:52

Als Jake erwachte fühlte er sich hundsmiserabe: Kopfschmerzen, brennende Augen, saurer Hals. Wie eine aufziehende Grippe. Für einen Moment glaubte er wirklich, dass er kränkelte und war schon drauf und dran seine Mutter zu rufen, damit sie ihm Tee kochte und in der Schule anrief, dass er heute nicht kommen könnte. Dann jedoch öffnete er die Augen, erblickte das fremde Zimmer und die Erinnerungen überkamen ihn mit Wucht. Da war keine Mutter mehr, die er rufen konnte. Und er war auch nicht krank: er war verlassen. Er wünschte sich, tot zu sein. Zum Weinen jedoch, wie er es zuvor getan hatte, hatte er keine Kraft mehr. Also setzte er sich auf dem Bett auf, schlang die Arme um seine Beine und starrte die gegenüber liegende Wand an, apathisch. Er verlor jegliches Zeitgefühl, saß einfach nur da, ohne Antrieb, ohne Verlangen. Hunger und Durst blendete er aus, das war nichts mehr, was ihn noch kümmerte. Er hatte keinen Lebenswillen mehr. Er wartete auf den Tod.
Doch es war nicht der Tod, der ihn besuchte. Irgendwann - Jake konnte nicht sagen wann es war, obwohl er eigentlich eine Armbanduhr trug - schwang die Tür des Zimmers auf und ein Mann in weißem Kittel kam herein. Ein Arzt. Ein schwacher Hoffnungsschimmer erwachte in Jake. Er hatte ein tiefes Grundvertrauen zu Ärzten. Seine Eltern hatten ihm das beigebracht. Ärzte waren da um den Menschen zu helfen. Dieser Arzt war ein junger Mann, noch deutlich unter vierzig, wallendes blondes Haar, bartloses, offenes Gesicht. Er zog sich einen Stuhl heran, setzte sich rittlings auf diesen, dem Bett gegenüber.
"Wie geht es dir, junger Mann?", fragte er mit freundlicher Stimme und zog einen Kuli aus seiner Kitteltasche.
"Geht so...", erwiderte Jake einsilbig. Es war nur die halbe Wahrheit. Eigentlich fühlte er sich hundsmiserabel. Doch er war zu höflich, das zu sagen. Auch so etwas, was seine Eltern ihm beigebracht hatten. Man belästigte fremde Leute nicht mit seinen Sorgen. Wobei... bei Ärzten war das eigentlich ja etwas anderes...
"Weißt du, wie du heißt, junger Mann?", fragte der Arzt weiter und legte sein Klemmbrett auf die Lehne des Stuhls. Der Kuli klickte vernehmlich als er die Mine hervor springen ließ.
"Jake Hunter", antwortete Jake, ein wenig verdutzt ob der Art, wie der Arzt die Frage formuliert hatte. Warum sollte er nicht wissen, wie er hieß? Er war vierzehn Jahre alt. Und er war hier ja wohl nicht der, der geistig verwirrt war! Er hatte seine Eltern erkannt. Nur sie ihn nicht. Jake fragte sich, ob es denn möglich war, dass zwei Leute absolut gleichzeitig verrückt wurden? Wahnsinn war keine ansteckende Krankheit. Aber vielleicht gab es ansteckende Krankheiten, die geistige Verwirrung hervor rufen konnten. Wenn ja, dann könnten seine Eltern vielleicht noch geheilt werden. Dann würde alles wieder gut werden.
Der Arzt hatte sich inzwischen eine Notiz auf seinem Klemmbrett gemacht. "Hunter, so wie die Familie, bei der wir sie aufgegriffen haben?", hakte er nach.
"Natürlich so!", erwiderte Jake. Die Ereignisse des Morgens und nun die Art, wie der Arzt ihn behandelte, ließen ihn gereizt reagieren. "Schließlich ist das meine Familie. Da ist's doch nur logisch, dass ich ihren Namen trage."
Der Arzt machte sich eine weitere Notiz und Jake lehnte sich ein wenig vor, hoffend, erkennen zu können, was dieser dort schrieb. Der Arzt jedoch musste es bemerkt haben, denn er neigte das Klemmbrett ein wenig weiter in seine Richtung. Jake ärgerte sich. Als der Arzt stumm blieb ergriff er erneut das Wort. "Wo bin ich hier?", verlangte er zu wissen.
"Im St. Bartholomy Kinder- und Jugendheim, Parathorne West", antwortete der Arzt und blickte Jake über den Rand seines Klemmbretts hinweg an. Dem Jungen entging jedoch nicht, dass er sich eine weitere Notiz machte.
"Und ich nehme nicht an, dass sie mich hier so einfach gehen lassen...?", hakte Jake nach.
"Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen um heraus zu finden, wohin du gehörst, Jake", erklärte der Arzt und nun lächelte er, "Wenn du in Parathorne gemeldet bist wird das nicht lange dauern. Anderenfalls gleichen wir dein Profil mit den Vermisstenmeldungen der Polizei ab. Mach dir keine Sorgen, wir bringen dich schon wieder nach Hause, Jake..."
"Tun sie sich keinen Zwang an...", erwiderte Jake resignierend und ließ sich zurück an die Wand sinken. Es war offensichtlich, dass der Arzt ihm nicht glauben wollte. Aber was zählte das schon? Wenn er Jakes Daten mit denen des Einwohnermeldeamts abglich würde er schon merken, dass er die Wahrheit sprach. Und dann würde sich sicher bald jemand um Mum und Dad kümmern...

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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyMi 20 Jun 2012, 17:09

"Danke!", knurrte Andy und hielt sich den kühlenden Gegenstand an den Knöchel. Das linderte seine Schmerzen, doch freuen konnte er sich nicht wirklich darüber, weil so wieder eine andere Art von Schmerz aufkam. Er war ausgestoßen worden, seine Familie wollte ihn nicht mehr haben. Sein ganzes Leben war aus den Fugen geraten. Heute Morgen war er noch bei ihnen gewesen und nun hatten sie ihn vergessen.
Aber nen Arzt würde er nicht brauchen. Wahrscheinlich hatte der ihn auch bereits vergessen. Er war ein Niemand, ein Nichts, hatte seine Identität verloren. Und er hatte einfach keine Lust mehr, irgendwas zu tun. Aber er war auch nicht der Typ, der sich von so was völlig zerstören ließ. Er war es nicht, der ein Problem hatte, sondern seine bescheuerte Familie. Hatten ihn die ganze Zeit verarscht und ihm eine heile Welt vorgespielt. Aber nun war er dort nicht mehr willkommen. Na seis drum! Er würde trotzdem ein berühmter Marathonläufer werden und die ganze Welt würde ihm zujubeln. Und dann würden die Anderen bereuen, dass sie ihn ausgestoßen hatten.


Zuletzt von Basol am So 24 Jun 2012, 20:22 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyMi 20 Jun 2012, 23:24

Dankbar ergriff Scott die Wasserflasche und trank sie dankbar fast leer, um sie dann wieder der Frau zurückreichen zu wollen. Leider war sie schon wieder weg, während er getrunken hatte. Sie hatte sich schon dem nächste Jungen zugewandt, der in ihrer Nähe gestürzt war und ähnlich verzweifelt aussah wie Scott selbst es wohl tat. War sie etwa von der Heilsarmee? Irgendwo her zog sie eine weiter Flasche und gab sie dem Jungen, wohl um etwas zu kühlen. Schulterzuckend ging er ebenfalls zu den beiden hin und reichte Cassandra die Wasserflasche zurück.
"Danke. Ich bin Scott. Sorry, dass ich sie fast leer getrunken habe", sagte er begleitend. Dann musterte er den Jungen am Boden. Sah nicht besonders schlimm aus, das Bein, einen Arzt würde sie nicht brauchen. Höchstens einen Psychodoktor für seine Mutter. Er versuchte sich erneut an einem Grinsen, das würde sich schon wieder einrenken. Vielleicht war es wirklich nur der Schock gewesen. Andererseits hatte sie gesagt, sie habe nur drei Kinder... Schnell schüttelte Scott den Kopf, um diese Gedanken loszuwerden. Es würde sich alles wieder einrenken!
"Alles klar, Mann? Du scheinst nicht so der Läufer zu sein, was?", wandte er sich an Andy, um sich selbst etwas abzulenken.
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDo 21 Jun 2012, 00:11

Unwillkürlich zuckte Lisa zusammen, als sie von der Seite angeschnautzt wurde.
"Äh, entschuldige...", wimmerte sie mehr, als das sie es sagte, "Ich bin nicht ganz bei mir, mich hat... vorhin fast ein Auto überfahren."
Während sie so dahin stotterte, krallte sie ihre Hände an die Knie, in der Hoffnung das heftige Zittern unter Kontrolle zu bekommen, nur brachte es nichts. Sie hob ihren Kopf und schaute ihren Gegenüber an, dem Mantel nach zu urteilen ein Metaller, oder wie die hießen. Aus den Kopfhörern, die er um den Hals trug, dröhnte irgend ein Geschrammel. Mit ihrem Handrücken wischte sie mehr schlecht als recht die Tränen aus dem Gesicht und versuchte ein Lächeln zustande zu bringen.
"Es geht schon wieder, alles in Ordnung", sagte sie mit zittriger Stimme und wirkte dabei vermutlich ähnlich überzeugend wie ein Politiker, der für Diätenerhöhungen argumentiert.
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDo 21 Jun 2012, 09:29

"Beleidige mich nicht, mann!", giftete Andy zurück. "Ich tue mein Leben nichts Anderes als Lauftraining zu machen, ich will eines Tages einen Marathon gewinnen! Aber warum erzähle ich dir das alles, ich kenne dich doch gar nicht! Keiner kennt irgendwen! Aber Sozialkontakte sind eh überbewertet, wer braucht die schon?"
Er gab ein Lachen von sich, das cool und draufgängerisch wirken sollte, aber wahrscheinlich wirkte es in diesem Moment hystherisch oder gar geistesgestört. Aber was sollte er machen? Er war in einer Situation, in die vermutlich niemand sonst je geraten war. Und der Andere würde sie ihm eh nicht glauben. Dennoch würde Andy ihn damit belästigen, vielleicht würde der Andere dann einen Psychologen rufen, den konnte Andy nämlich gebrauchen im Moment.
"Weißt du was, Buddy?", rief Andy in diesem Moment mit einer falschen Strahlemiene. "Ich könnt 'n paar neue Freunde gebrauchen! Meine Familie hat mich rausgeworfen, obwohl ich erst dreizehn bin! Ich bin halt 'n Abschaumkind, das nicht mal weiß, was es falsch gemacht hat! Aber meine Familie hat echt ein Rad ab, wenn die so tun müssen, als hätte sie mich vergessen! Ich meine... mir meine Fehler vor Augen zu führen hätte auch gereicht, Mann!"
Im Moment wollte Andy nur eines. Er wollte bei Fremden einen denkwürdigen Eindruck hinterlassen, auf dass niemand von denen ihn je wieder vergessen würde. Er wollte sich unauslöschlich in menschliche Gedächtnisse einbrennen und sei es nur als ein Psychopath, der dringend eingewiesen werden musste. Andy Taylor konnte es nämlich gar nicht ab, wenn man seine Existenz vergaß.
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDo 21 Jun 2012, 13:15

Tony wachte an diesem Morgen wie sooft durch das Plätschern der Dusche auf, unter der sein Vater gerade stand und sich für seine Arbeit frisch machte. Verschlafen blieb er noch liegen und glitt erneut in einen Halbschlaf über, während er darauf wartete, dass sein Dad das Haus verlassen würde. Ein Glück, dass er zur Zeit Ferien hatte und somit den Tagesablauf selbst gestalten konnte. Vielleicht würde er heute mal wieder bei Philipp vorbei schauen, da er in den letzten Tagen keine Zeit für einen Besuch hatte. Etwa eine halbe Stunde später hörte er endlich das Anspringen eines Motors, was ihn dazu bewegte, aufzustehen. Innerhalb von 10 Minuten -wie konnte sein Vater nur so lange im Bad brauchen?- war er fertig angezogen und gewaschen und verließ das Haus. Ein eigenes Auto besaß er noch nicht, weshalb er immer noch mit seinem Fahrrad unterwegs war, aber bei dem dichten Verkehr morgens war er mit seinem Drahtesel vermutlich schneller bei seinem Freund als irgendwie sonst. Gerade als er sein Gefährt im verlassenen Treppenhaus ankettete, kamen einige Freunde von Philipp die Treppe runter. "Was ist los?" fragte er überrascht, als er ein blutiges Gesicht erkennen konnte. "Hey Tony...Geh da besser nicht rauf, irgendso ein Psycho hat unsere Bude besetzt." Überrascht sah er die anderen eine Sekunde lang an. Wie konnte einfach jemand ihr Lager übernehmen? Was war mit seinem Freund? Im nächsten Moment begann er drei Stufen auf einmal nehmend die Treppe empor zu sprinten. Schnell kramte er seinen eigenen Schlüssel hervor und öffnete die Wohnungstür. Als erstes fiel sein Blick auf den Blutfleck am Boden, um im nächsten Moment Philipp zu fixieren. "Was ist den hier los?" fragte er verwirrt. Wo war dieser 'Psycho', der die Wohnung übernommen haben sollte?
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDo 21 Jun 2012, 13:34

Mit geschlossenen Augen stand Philipp da und versuchte sich zu beruhigen. Diese Entspannung währte nur kurz als er hörte das seine Wohnung wieder auf geschlossen wurde und als er jemanden fragen hörte was hier los war. So wirbelte herum und ging mit seinen gezogenen Dolch in einen Kampfhaltung. Man konnte ihm deutlich ansehen das er sich etwas entspannte als er Tony erkannte. Zwar stellte er sich nun bequem hin, doch seinen Dolch ließ er nicht wieder in die Tasche verschwinden und musterte seinen Freund etwas misstrauisch. „Diese Idioten vorhin haben anscheinend mich vergessen! Mich!“, kam es wütend von Psycho, während man sehen konnte das er seinen Dolch krampfhaft fest hielt, „Diese Bastarde! Ich musste ihnen zeigen das ich so nicht mit mir reden lasse.“ Langsam entspannte er sich etwas und steckte seinen Dolch wieder in die Tasche, bevor er in Richtung des Fensters ging. „Die Frage ist wie kann das passieren? Sie schienen wirklich nicht zu wissen wer ich bin“, begann er und seufzte leise, bevor er zu Tony sah, „Hm, aber du erinnerst dich noch an mich? Sehr seltsam.“
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDo 21 Jun 2012, 14:40

Marc tat der Anblick schon fast Leid, allerdings war er eher der pragmatische Typ und weniger der emotionale. "Ach ja. Dann solltest du dich eher freuen und nicht den Anschein erwecken als würde deine Welt untergehen." Die Leute wussten echt nicht was sie im Leben hatten. Wahrscheinlich war irgendwas triviales schief gegangen und schon war sie am Boden zerstört. Ihre Lieblingsnagellack war ausverkauft oder so ein Mist und schon wurden sie zu mentalen Wracks. Solche Personen würden keine Woche in seiner Welt überleben.
Während sie ihn musterte versuchte sie mehr schlecht als recht zu lächeln. "Klar doch. Und ich bin auf dem Weg zur nächsten Modeschau..." Den Sarkasmus zu überhören wäre eine echte Kunst. Marc erweckte nicht den Anschein einfach verschwinden zu wollen. Einerseits hatte er keine Lust sich mit den banalen Problemen der glücklicheren im Leben herumzuschlagen... andererseits hatte er nichts zu tun. Die eine Hand in der Manteltasche, mit der anderen den Burger essend blickte er weiterhin zu dem Nervenbündel.
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDo 21 Jun 2012, 18:55

Es dauerte eine ganze Weile bis der Arzt wieder kam. Stunden! Jake rührte sich in dieser Zeit nicht vom Fleck. Er hockte einfach nur dumpf brütend auf seinem Bett und grollte der Welt. Er hatte kurz aufgeblickt als eine Frau in Ordenstracht, das Zimmer betreten und ihm etwas zu Essen hingestellt hatte, hatte sie erwartungsvoll angesehen, doch sie hatte ihm nicht sagen können, dass sie seine Identität bestätigt hatten. In der Tat hatte sie überhaupt nichts gesagt und so hatte Jake sich seinerseits wiederum geweigert, ihr Essen anzutasten, obwohl er an diesem Morgen kein Frühstück bekommen hatte und sein Magen allmählich zu Knurren begann.
Der Arzt kam in Begleitung einer der beiden Frauen, die Jake am Morgen abgeholt hatten. Der Junge warf dem Mediziner einen skeptischen Blick zu, für seine Begleiterin hingegen hatte er nur Verachtung übrig. "War's so schwer rauszufinden, wer ich bin?", fragte Jake zur Begrüßung. Es war regelrecht unverschämt, wie lange sie ihn hatten warten lassen, bedachte man, dass der Arzt versprochen hatte alles in seiner Macht stehende zu tun. So schwer konnte es doch nicht sein, in einer Datenbank nachzusehen. Und dort hätten sie ihn ja sofort finden müssen. Doch zu Jakes Verwunderung setzte der Arzt einen sehr viel ernsteren Gesichtsausdruck auf, als er ihn noch bei seinem ersten Besuch gezeigt hatte.
"Jake, möchtest du uns nicht sagen, wie du wirklich heißt?", fragte er, sichtlich darum bemüht, behutsam zu klingen.
Jake stutzte. Was war das jetzt wieder für ein Spielchen? "Jake Hunter, habe ich doch schon gesagt?", erwiderte er und schon dann mit scharfem Hohn in der Stimme nach: "Wollten sie das nicht überprüfen?"
"Jake", begann der Arzt erneut und diesmal klang auch seine Stimme eine ganze Spur härter, "Wir haben die Karteien des Einwohnermeldeamts durchprüft: es gibt keinen Jake Hunter deines Alters in diesem Staat. Und die Familie, bei der wir dich gefunden haben, ist kinderlos. Du bist nicht der Sohn der Hunters..."
"Lügner!" Jake hatte sich vorgenommen, nicht aus der Haut zu fahren. Er hatte vorgehabt ruhig zu bleiben, was auch immer der Arzt für eine lächerliche Ausrede bringen mochte. Doch jetzt war seine Beherrschung mit einem mal dahin. Sowas musste er sich nicht gefallen lassen! Wollte ihn denn die ganze Welt verarschen? Das war kein Spaß mehr! Zornig sprang er von seinem Bett, baute sich wütend vor dem Arzt auf. "Ich habe es satt, wie sie mich hier behandeln", spie er ihm entgegen, "Ich lasse mir das nicht länger bieten!"
"Jake, beruhige dich", versuchte der Arzt zu beschwichtigen, "Wir werden heraus finden, wo du wirklich hingehörst. Wir finden deine Familie schon. Deine richtige Familie. Aber ich fürchte, zuallererst brauchst du ärztliche Behandlung. Wir müssen dich genauer untersuchen und dann einen Weg finden, wie du wieder gesund wirst..."
"Ich bin nicht krank! Ihr... ihr seid es, die hier krank seid! Ihr seid doch alle verrückt!" Unwillkürlich wich er einige Schritte zurück. Die Begleiterin des Arztes folgte ihm. "Jake, wir wollen dir nur helfen", sagte sie und streckte die Hand nach ihm aus.
"Lügnerin! Ihr wollt mich wegsperren! Ihr glaubt, ich sei verrückt!", schrie Jake sie an. Die Miene der Frau wurde schlagartig ernst. Sie tat einen raschen Schritt auf Jake zu, versuchte ihn zu packen, doch in diesem Augenblick flog das Fenster des Zimmers knallend auf und eine scharfe Windböe bließ ihns Haus. Jake reagierte schnell. Ohne darüber nachzudenken, dass sie eigentlich im zweiten Stock waren, wandte er sich um, kletterte auf die Fensterbank und sprang ins Freie. Er hatte nicht einmal Angst dabei. Sein Sprung trug ihn weit, weiter als er je gesprungen war. Zwanzig, nein, dreißig Meter vom Haus entfernt landete er leicht wie eine Feder auf der Straße. Er blickte sich um, sah das fassungslose Gesicht der Frau am Fenster. Dann fing er an zu rennen.

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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDo 21 Jun 2012, 20:33

Sein Blick war auf das Messer fixiert, dass Philipp in der Hand hielt, während Adrenalin durch seine Adern raste. Er wusste nicht, was der andere vorhatte, aber solange sich das Messer in seiner Hand befand, musste er Vorsicht walten lassen. "Philipp...denk erstmal in Ruhe über alles nach, bevor du handelst." murmelte Tony leise und schloss die Tür hinter sich ab. Wenn die anderen so taten, als würden sie den jungen Mann nicht kennen, konnte das nichts gutes bedeuten. "Kann es sein, dass du in den letzten Tagen irgendetwas gemacht hast, was ihnen gegen den Strich gegangen ist?" Auch ohne direkte Verletzungen sehen zu können wusste er genau, dass Psycho kaum einen Tag ohne Schlägerei verbrachte. Nachdenklich fuhr er sich mit einer Hand durch die Haare. Wohin das alles wohl eines Tages führen würde?
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDo 21 Jun 2012, 21:23

Verwirrt und entgeistert starrte sie den schwarz Gekleideten an, was war das für ein stumpfer Klotz, ihr jetzt so einen Spruch an den Kopf zu werfen?
"Wenn du nichts anderes dazu zu sagen hast, lass mich bitte einfach in Ruhe", sagte sie und senkte ihren Blick wieder auf die Knie.
Scheise, was war heute los, hatte das Schicksal sie für schlecht befunden und legte nun alles daran, ihr die Hölle auf Erden zu bereiten? Sie kramte ihr Handy aus der Tasche hervor und starrte gedankenverloren auf das Display. Das Hintergrundbild zeigte sie und Jacob gemeinsam am Strand, aufgenommen ein paar Wochen vor dem Unfall. Plötzlich stockte sie, geschockt stierte sie auf das Bild. Mit der einen Seite war alles in Ordnung, ihr Bruder lächelte in die Kamera, links und rechts von ihm die Szenerie on Strand und unendlichem Meer, doch auf der anderen Seite, dort wo sie hätte lächeln müssen, war nur die Küstenpromenade zu sehen. Das konnte nicht sein. Hektisch drückte sie Tasten auf ihrem Telefon um in ihre Bildergalerie zu öffnen. Schon die ersten Bilder in der Vorschau ließen ihr einen Schauer über den Rücken laufen, da war keine Spur von ihr! Das Gruppenbild mit ein paar Freundinnen, sie mit ihrem Bruder an einer Eisdiele, sogar das Familienfoto zu Weihnachten. Überall fehlte sie!
"Nein...", hauchte sie. Das Handy sackte durch ihre Hände und knallte auf den Boden, doch das realisierte sie nicht mehr. Heftig fingen ihre Hände zu zittern und das erste Schluchzen drang aus ihrer Kehle. Sie raufte sich die Haare während sie schniefte und Tränen ihr Wangen herunterliefen.
"Mach das ich wieder da bin", flüsterte sie fast flehend und blickte dem Burger kauenden Jungen in die Augen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDo 21 Jun 2012, 21:43

Für einen Moment runzelte Scott die Stirn, dann zierte wieder sei gewohntes Lächeln sein Gesicht. Dieser Junge war irgendwie... nicht ganz dicht. Wegen eines kleinen Scherzes würde man doch nciht so überreagieren. Aber er schien wohl eines durchgemacht hatte.
"Na, muss ja ein langweiliges Leben sein, immer so laufen und dem Kopf nicht gerade zuträglich", meinte er und fingerte aus Gewohnheit an seiner Kamera herum. Dann runzelte er wieder die Stirn. Hatte dieser Junge gerade gesagt, seine Familie hatte ihn einfach vergessen? Wie seine eigene Mutter auch. Die Fotos... Scott hob die Kameras vors Gesicht und drehte aus Gewohnheit an der Brennweite herum, obwohl er nur ein kurzes Testfoto machen wollte und fotografierte Andy. Dann blickte er auf das Display. Tadellose Aufnahme. Der Junge war gut zu sehen, von einem Belichtungsfehler, die ihn von allen anderen Fotos gelöscht haben konnte, war nichts zu sehen. Scott richtete das Gerät auf sich selbst und fotografiere sich ebenfalls. Auch er selbst war zu sehen. Aber wieso war auf keinem einzigen Bild zu sehen, das er vor seinem Gang in die Bank aufgenommen hatte. Da war doch nichts passiert! Zumindest nichts, das das erklären würde. Aber seltsam war es schon, dass der Bankräuber sich selbst angeschossen hatte, obwohl er die Waffe auf Scotts Mutter gerichtet hatte.
Scott straffte die Schulter, liess die Kamera wieder um seinen Hals baumeln und schob das Stirnrunzeln von der Stirn. Er würde jetzt mehr über diesen Jungen herausfinden. Der wollte ja schliesslich Freunde, also konnte er seinem jetzt wohl neuen 'besten Freund' erzählen, was denn so geschehen war.
"Da bist du nicht der einzige. Vielleicht ist irgendwas im Wasser, das so was wie eine Amnesie verursacht, meine Mutter hat mich nämlich heute auch nicht erkannt", meinte er. "Aber ich bin sicher, meine Geschwister können die Sache aufklären, bei dir bestimmt auch. Deine Freunde oder Lehrer oder Grosseltern werden sich ja wohl an dich erinnern."
Das mit den Fotos verschwieg Scott einfach, es konnte ja schliesslich trotzdem ein Fehler mit der Linse oder so vorliegen. Ein Staubkorn vielleicht, das hatte er schon mal in seiner Kamera gehabt. War natürlich seltsam, dass es immer über ihm war und immer an einer anderen Stelle, aber es musste dafür ja eine logische Erklärung geben. Oder?
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDo 21 Jun 2012, 21:48

Fürs erste sah Philipp stumm aus dem Fenster und dachte nach, bevor er wieder zu seinen Freund sah. „Die letzten Tage? Hm, außer Nahrung und was zum Trinken besorgt? Eigentlich nichts, ich hab mich ruhig und unauffällig verhalten. Ich hab sozusagen Ferien...die meiste Zeit liege ich auf der faulen Haut oder Trainiere“, begann er ruhig, bevor er wieder aus dem Fenster sah, „Verflucht ich hab seit längeren nicht mal mehr einen Ordentlichen Kampf gehabt.“ Man sah ihm beinahe an wie sich seine Muskeln dabei wieder anspannten und hätte Tony Psycho nun ins Gesicht sehen können, hätte er einen leicht verträumten Glanz sehen können. „Wie wäre es, wir ziehen heute um die Häuser und mischen ein paar Idioten auf.“ Während er das sagte konnte man sehen wie sich ein paar kleine Totenschädel sich aus grünlicher Energie formten und ihm um schwirrten, doch als er sie bemerkte verschwanden sie sofort wieder. Er begann leicht finster zu lächeln und betrachtete dann anschließend wieder die Straßen. Psycho würde sich selbst nicht unbedingt Religiös oder ähnliches bezeichnen, doch er hielt es für ein Zeichen und somit war sein Vorhaben für heute schon fast fix.
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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDo 21 Jun 2012, 21:54

"Meine Kollegen schienen sich auch nicht mehr an mich erinnern zu können", stellte Cassandra bedrückt fest: "Ich halte das ganze für einen schlechten Scherz." Die Umhängetasche wie ein Schild vor die Brust gedrückt - oder dorthin, wo bei anderen Frauen eine Brust war - reckte sie sich zu ihrer nicht grade beeindruckenden Größe auf. Die Frage nach Freunden oder Verwandten kam bei ihr garnicht auf. Außerhalb der Bibliothek hatte sie keine Bekannten und ihre Verwandten lebten weit außerhalb der Stadt. Oder im Falle ihrer Mutter in einer anderen Stadt.
"Falls das ein Scherz war, war er nicht sonderlich lustig."

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BeitragThema: Re: [MSG] Battle of Parathorne   [MSG] Battle of Parathorne EmptyDo 21 Jun 2012, 21:58

Nachdenklich blickte er sie an als sie ihm unmissverständlich klar machte das er gefälligst verschwinden sollte wenn er nichts anderes zu sagen hatte. Aber sie schien nichtmal an seiner Antwort interessiert sondern kramte schon ihr Handy hervor und starrte einige Momente auf den Bildschirm bis wieder die Panik in ihr hochkam. Marc störte das nicht wirklich, er konnte ja in Ruhe seinen Burger essen. Schließlich nahm bei ihr die Panik überhand als das Handy ihr aus den Händen fiel, wahrscheinlich war es eher anders herum. Das Handy fiel ihr aus den Händen weil sie erneut die Panik überkam. Was sie wohl gesehen hatte? Ihre flehentliche Bitte ließ ihn kurz stocken, aber dann zog er die Hand aus der Hosentasche und hob das Handy auf. Die andere schob den letzten Bissen Burger in den Mund und warf die Tüte in Richtung des nahen Mülleimers nachdem er sie auch als Taschentuch zum abwischen der Finger verwendet hatte. Er traf nur knapp. Wahrscheinlich hätte er aus reiner Neugierde das Handy auch so aufgehoben, aber ihre Formulierung hatte sein Interesse geweckt. "Mal schauen..." Mit den Worten setzte er sich auf die Lehne der Bank, sodass die Füße auf der Sitzfläche standen. Auf dem Bildschirm war ein Foto zu sehen. Eltern, ein Sohn neben einem Weihnachtsbaum. Man musste kein Detektiv sein um zu wissen das das ein Weihnachtsfoto war. Wahrscheinlich hatte sie es mit dem Handy aufgenommen weil bei der Digitalkamera gerade der Akku leer war oder so. Dann schaute er die restlichen Bilder durch. Anfangs war er etwas verwundert, als er knapp die Hälfte der Bilder durch hatte hatte sich sein Verdacht verhärtet und als er fertig war, war er sich ziemlich sicher. In keinem der Bilder war sie zu sehen, obwohl das anscheinend ihr Handy war. Und ihren Worten nach zu urteilen sollte sie zumindest auf einigen Bildern dabei sein. Die Erkenntnis überraschte ihm im ersten Moment, als er jedoch darüber nachdachte war das gar nicht so dumm. Warum sollte er der einzige sein? Er musste wohl sein Bild von ihr revidieren, das war definitiv nichts was man so einfach aufnehmen konnte. Er reichte ihr das Handy zurück. "Schätze ich habe etwas überreagiert gerade." Es fiel ihm zwar schwer das zuzugeben, aber er wusste wenn er mal vor die Wand gefahren war. "Sie haben dich alle vergessen nicht wahr? Es ist als hätte es dich nie gegeben." Marc schaute aufmerksam zu ihr rüber. Hoffentlich würde sie jetzt nicht einen Aufstand machen.
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