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 Südwärts [MSG-Thread]

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Grim
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BeitragThema: Re: Südwärts [MSG-Thread]   So 06 Jan 2013, 16:54

Der Tag nach dem Abend, an dem Martyn Butuu ur-Haire kennen gelernt hatte, war reichlich ereignislos verlaufen und wie hätte es auch anders sein können? Mit Saadia, die noch noch immer das Bett hütete und Anton und Theodor in wenig präsentablem Zustand - geschweige denn auch nur halbwegs ansprechbar! - war es auch wenig ins Gewicht gefallen, dass Martyn selbst aufgrund des letzten Krugs Wein erst weit nach Sonnenaufgang aus dem Bett gekommen war und ein ziehender Schmerz im vorderen Teil des Schädels ihn bis in die Mittagsstunden hinein geplagt hatte. Also hatten er und Tori nur ein paar kleinere Märkte in der Nähe des Gasthofs besucht und sich ein wenig in den Vierteln der Reichen umgesehen. Am folgenden Tag hatten sie schließlich wieder einen Ausflug unternommen - wenngleich ohne die sich langsam erholende Saadia.
Das war nun zwei Tage her. Nun gut, fast zwei Tage. Denn der dritte Tag hatte nun ja eindeutig noch nicht angebrochen. Es war finster in den Gassen von al-Adra, trotz der Glühkäferlampen, die in diesem Viertel vor jeder dritten Tür hingen, trotz des schwachen, kaum merklichen Glühens am Horizont, das den kommenden Tag ankündigte. Aber immerhin bedeutend heller als noch zu der nachtschlafenen Stunde, als der Wirt sie mit einer Kerze in der Hand geweckt und ihnen ein mageres Frühstück serviert hatte. Dennoch steckte die Müdigkeit noch immer bleischwer in Martyns Knochen und gemessen an der Schweigsamkeit des Rests der Gruppe ging es den anderen nicht besser. Aber schließlich hatten sie es sich selbst so ausgesucht. Oder besser: Martyn hatte es ausgesucht und die anderen dazu überredet, ihm zuzustimmen, dass es das sinnvollste war. "Kommst bei Sonnenaufgang zur Karawanserei, kannst mitkommen", hatte der Karawanenführer in brüchiger Nordsprache erklärt, "Kommst zu spät, sind schon weg und musst auf nächste Karawane warten." Martyn hatte sich damit begnügt zu nicken und zu versprechen, dass sie rechtzeitig sein würden. Eine bessere Gelegenheit würde sich ihnen in absehbarer Zeit kaum bieten. Er wäre nur ungern auf eigene Faust nach Süden geritten. Mit der Karawane zu reisen war sicherer - schließlich waren sie eine viel größere Gruppe und einige der Begleiter des Karawanenführers waren äußerst entschlossen wirkende Männer mit dichten schwarzen Bärten und wuchtig aussehenden Säbeln gewesen, Karawanenwächter, die sich auf ihr Handwerk verstanden - und vor allem kannten die Händler den Weg. Und die Sprache der Einheimischen. In den großen Städten würden sie mit nordisch und ihrem mäßigen Pagon ohne Zweifel durch kommen, aber ob jeder Tavernenwirt an der Straße sie verstehen würde? Nein, es war besser so. Und der Karawanenführer schien ein integrer Mann zu sein. Jedenfalls war er gut beleumundet. Und bei dem, was er dafür verlangte sie mitzunehmen konnte dieser Halsabschneider ruhig dafür garantieren, dass sie rasch und unversehrt in Galazzah ankamen!
Die Sonne war noch immer nicht zu sehen als sie die Karawanserei erreichten, aber der Himmel im Osten glühte golden und es war hell genug, dass man wieder Farben erkennen konnte. Auf dem Hof des ausladenden Gebäudekomplexes herrschte reges Treiben. Dutzende Lasttiere - überwiegend Kamele, aber auch ein paar Pferde und Mulis - standen bereit, barfüßige Burschen die noch nicht mal das Mannesalter erreicht hatten rannten zwischen ihnen umher und zurrten Gepäck auf ihren Rücken. Die meisten der Tiere sahen bereits voll beladen aus. Karren erkannte Martyn keine, abere das war ihm nur recht. Wenn die Händler alles auf ihren Kamelen und Mulis transportierten würden sie rascher voran kommen. "Ah, Herr Martyn! Bist da. Mann, der zu seinem Wort steht, he?", grüßte der Karawanenführer als er sie entdeckte.
"Ich hoffe, ihr habt nicht an mir gezweifelt, Samir Khalai", erwiderte Martyn, entschärfte seine Worte jedoch mit einem Schmunzeln.
"Habt auch Maultiere dabei. Bringt am besten zu unsren, Burschen kümmern sich um Tiere", schlug der Karawanenmeister vor. In der Tat hatten sie zwei Mulis für ihr Gepäck erstanden. Auch die Pferde, auf denen sie ritten, hatten sie nicht mehr geliehen sondern gekauft. Für eine so weite und ungewisse Reise hatte der Stallmeister seine Tiere nicht verleihen wollen.
"Das ist freundlich von euch und wird uns die Reise um einiges angenehmer machen." Martyn neigte in Anerkennung dessen leicht den Kopf vor dem untersetzten Mann in den bunten, pageanischen Kleidern. "Wann können wir aufbrechen."
"Bald, Herr Martyn. Müssen nur noch Reste von Waren aufladen. Sind pünktlich wenn Sonne aufgeht bereit. Dann gehts durch das Goldene Tor."

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Basol
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BeitragThema: Re: Südwärts [MSG-Thread]   Mo 07 Jan 2013, 17:23

Nach dieser ereignisreichen Nacht hatte Theodor lange, tief und fest geschlafen und war erst zum Mittagessen aufgestanden. Im Nachheinein kam ihm das Erlebte fast wie ein verrückter Traum vor, so sehr unterschied es sich von seinem gewöhnlichem Leben. Aber solche Erfahrungen machte er seit dem Antritt der Reise fast ständig und alle waren wertvoll.
In den nächsten Tagen ließ er es ruhig angehen, ging wenig raus und ließ auch seine schöpferische Ader ruhen. Sie war nach solch einem Übermaß an geistiger Nahrung auch zu überlastet und sein Gehirn musste die Massen an qualitativ hochwertiger Erinnerung erstmal verarbeiten. Sicher würde es nicht alles im Kopf behalten, das war schlicht unmöglich, aber Theodor hoffte, einen möglichst großen Teil zu bewahren. Wenn er auch nur ein Viertel von dem, was er auf dieser Reise gesehen hatte und noch sehen würde, im Gedächtnis behielt, hätte sie sich gelohnt und zusammen mit seinen Skizzen hätte er genug Stoff, um hochwertige Bilder bis ins Greisenalter zu malen. Vielleicht käme er doch noch groß raus.
Der Plan sah vor, bald weiter zu reisen, und auch wenn Theo sich noch erholte, freute er sich schon darauf. So schön al-Adra auch war, die Stadt war bei Weitem nicht alles, was man hier in diesen Landen entdecken konnte und so wäre es schade, sich allein darauf zu beschränken. Er schlief recht viel in diesen Tagen, um sich körperlich und mental auf das Kommende vorzubereiten.
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Vicati
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BeitragThema: Re: Südwärts [MSG-Thread]   Mi 09 Jan 2013, 21:05

Die nächsten Tage waren ruhiger gewesen, als der erste. Da sich ein Teil ihrer Gruppe am Abend reichlich verausgabt hatte und Saadias Krankheit scheinbar schlimmer war, als erwartet, waren Tori und Martyn den nächsten Tag eher ruhig angegangen und auch die Tage danach waren lange nciht so ereignisreich gewesen, wie der erste, wenn auch interessant. Sie hätte nicht gedacht, dass es auf der anderen Seite des Meeres so anders sein würde.
Eine weitere dieser Besonderheiten musste sie noch vor dem Sonnenuntergang erfahren. Sie war wirklich froh, dass den Rat ihres Vormunds befolgt hatte und sehr früh schlafen gegangen war. Dennoch waren ihre Augenlider bleischwer und die Müdigkeit lauerte in ihrem Nacken, bereit, bei jedem Moment der Unachtsamkeit und des Für-Einen-Moment-Augenschliessens zuzuschlagen. Tori hielt sich dennoch tapfer und sie war sogar zum Teil froh, als ihr der Geruch dieser seltsamen Buckeltiere die Tränen in die Augen trieb und die Müdigkeit ein wenig daraus vertrieb. Aber nur zum Teil.
Martyn hatte scheinbar bereits alles organisiert. Ein Mann, der, wie Tori vermutete, der Karawanenführer war, begrüsste sie in gebrochener Nordsprache. Sie hielt sich im Hintergrund und blieb auf ihrem Pferd sitzen. Langsam hatte sie sich auch besser an das Tier gewöhnt, sie war in den letzten Tagen immer auf dem selben geritten und es vertraute ihr scheinbar ohne Probleme. Auch das Aufsteigen, Sitzenbleiben und das Reiten selbst gingen inzwischen deutlich besser. Was so ein paar Tage zu
Pferd anstellen konnten.
Das Gespräch zwischen Martyn und dem Karawanenführer endete und sie hatte soweit zugehört, um zu wissen, dass sie bei Sonnenaufgang aufbrechen würde. Langsam packte die Entdeckerlust sie. Wenn die Hafenstadt schon so viel zu bieten hatte, wie würde es wohl erst im Rest des Landes aussehen? Und so blickte sie mit Neugier und Ungeduld zu dem Schimmer am Horizont und wartete darauf, dass die Sonne sich zeigte.
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Porphyrion
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BeitragThema: Re: Südwärts [MSG-Thread]   Do 10 Jan 2013, 16:37

Früh, allzu früh hatte er sich aus dem Bett quälen müssen, und die Aussicht, allsbald Sand in seinen Schuhen zu haben, beflügelte ihn nicht unbedingt mehr. So stapfte er voran, voran, voran, Wanderschuhwerk an seinen Füßen, und weite Pluderhosen an den Beinen, von denen er sich versprach, dass sie eine relative Kühle halten würden, wenn die Hitze des Mittags einsetzte. Voran, voran, voran... Nun, da war die Karawanserei. Er konnte von Martyn nur einen dunklen Schatten ausmachen, als der Adlige mit dem Karawahnenführer sprach, und so hielt er sich zurück, und versuchte das beste aus den Wortfetzen zu machen, die zu ihm herübertrieben. Sie brachen wohl bald auf. Es blieb zu hoffen, dass sein Pferd die Hitze des Tages aushalten würde, aber Hoffen ist nunmal nur dies: Hoffen. Und so blieb er in den Schatten, trank einen Schluck aus seiner neu gekauften Wasserflasche, und warf ab und an einen Blick auf die fremdartigen Tiere - Gamale wurden sie wohl genannt, zweihöckrig, und sehr widerlich anzusehen. Als die Konversation der beiden beendet war, ritt er einige Meter weiter zu Martyn. Dieser sass fest im Sattel, wie das Reiterstandbild, das den Ritter-von-Breintheym-Platz in Bernhaven zierte. Nur, dass dieses aus Bronze gegossen war, und Martyn nicht. Er wandte sich an den bleichen Mann.
"Martyn? Haben wir einen ungefähren Zeitplan, wann und wo wir Rast halten?"
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Grim
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BeitragThema: Re: Südwärts [MSG-Thread]   Do 10 Jan 2013, 18:14

"Das hängt ganz davon ab, wie rasch die Karawane voran kommt", antwortete Martyn - in der Sprache des Nordens. Sein Vertrauen ihren Mitreisenden gegenüber ging nicht soweit, dass er sie jedes Wort, das sie sprachen, verstehen lassen wollte. Der Meister der Karawane mochte hinter all seiner Liebe für gelbes Gold ein honoriger Mann sein, aber der Rest? Käufliche Klingen, Tagelöhner, Viehtreiber. Nicht der Schlag Menschen, mit dem er normalerweise Umgang zu haben pflegte. "Aber Samir Khalai hat mir versichert, dass wir uns an die Alte Handelsstraße halten werden. Dort sollte es alle paar Meilen Rastplätze und Dörfer geben, wo man etwas zu Essen bekommen oder über Nacht ein Dach über dem Kopf haben kann."
Kaum hatte er geendet, da erklang plötzlich ein seltsam quietschender Trompetenstoß. Das Signal zum Aufbruch für die Karawane. Martyn konnte das nur recht sein. Je eher sie los kamen, desto weiter würden sie es heute schaffen. Die Reise mit der Karawane würde sie ohnehin um ein bis zwei Tage verlangsamen. "Reihen wir uns ein", schlug er Anton vor und ließ sein Pferd antraben.

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Basol
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BeitragThema: Re: Südwärts [MSG-Thread]   Do 10 Jan 2013, 19:30

Auch Theodor kam schließlich mit seinem Pferd angetrabt. Nun ging es also los, auf ins zweifelhafte Vergnügen. Er hatte sich wieder etwas von dem 'Ausflug' erholt und war bereit, neue Inspirationen zu sammeln. Nun, allzuviel Bildmaterial würde die Landschaft diesmal vermutlich nicht hergeben, da die Wüste halt überall so ziemlich gleich aussah. Naja... ein Bild von der Wüste in der prallen Sonne unter dem wolkenlosen Himmel würde es sicher hergeben. Und diese Kamele sahen recht interessant aus. Ein bisschen wie Pferde, aber doch recht eigentümlich. Dazu was zu malen war sicher eine interessante Herausforderung.
"Meine Freunde.", sagte er in seiner freundlichen Stimme. "Auf gehts ins Ungewisse!"
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BeitragThema: Re: Südwärts [MSG-Thread]   Mo 14 Jan 2013, 23:05

Das Pferd schien sich zu bewegen als stände es auf einer Eisfläche. Irgendetwas musste Saadia sich eingefangen haben, hatte sie doch die letzten Tage seit dem Abendessen in ihrem Zimmer verbracht. Von den allzu häufigen Besuchen der Toilettenanlage einmal abgesehen, wollte sie sich doch die Luft im Zimmer nicht die ganze Zeit zumuten. Noch immer sah Saadia kränklich aus und hatte ausnahmsweise einmal auf ihren Schleier verzichtet, was verhältnismäßig fahle Haut erkennen ließ. Der Umhang schützte vor übermäßiger Sonneneinstrahlung, die in der Wüste tödlich sein konnte. Trotz allem wollte Saadia die anderen nicht aufhalten. Also hatte sie sich auf dieses schwankende Mistvieh eines Pferdes gesetzt, das ihren Zorn wahrscheinlich nicht verdient hatte.
"Es tut mir leid, euch in den letzten Tagen zur Last gefallen zu sein."

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BeitragThema: Re: Südwärts [MSG-Thread]   Di 22 Jan 2013, 00:46

"Mach dir nichts draus, Saadia. Du siehst prächtig aus.", grinste Anton, zwinkernderweise. Er hatte sein Pferd ein wenig auf ihre Position zurückfallen lassen und trabte neben ihr her. Die Karawane war langsam durch die Stadt getrottet und ritt nun durch das reich verzierte Tor. Irgendwie fühlte er sich als ob er gerade den letzten Posten der Zivilisation verließ, und irgendwo in der Wüste oder im Dschungel untergehen würde, aber er verscheuchte den Gedanken rasch. Er war ja nicht alleine unterwegs, und seine Freunde würden ihm aufhelfen, wenn er fiel. Wie vom Pferd. Oder geplagt von Fieber oder schlimmerem.
"Bin gespannt, wann wir, und wo wir ankommen. Und ihr?"
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BeitragThema: Re: Südwärts [MSG-Thread]   Di 22 Jan 2013, 22:03

"Ich möchte doch mal schwer annehmen, dass das 'Wo' nicht zur Disposition steht", erwiderte Martyn mit einem süffisanten Unterton in der Stimme während sie unter dem goldenen Tor hindurch ritten, "Wir werden in Galazzah ankommen, sofern uns keine Wegelagerer unterwegs erschlagen. Lediglich das 'Wann' ist die Frage..." Das Goldene Tor trug seinen Namen nicht zu Unrecht. Es war ein massiger, quadratischer Block aus ausgebleichtem Sandstein, zu beiden Seiten von trutzigen Türmen flankiert, doch das imposante waren die Torflügel. Martyn zweifelte nicht daran, dass sie lediglich von einer hauchdünnen Schicht Blattgold überzogen waren, doch für das unbedarfte Auge mussten sie wirken, als bestünden sie aus massivem Gold. Und selbst das Wissen, dass kaum mehr als eine Handvoll Gold verarbeitet worden sein konnten änderte nichts daran, dass man die Kunstfertigkeit der eingearbeiteten Halbreliefs bewundern musste. Viel Zeit blieb ihnen allerdings nicht zum Staunen, denn die Karawane drängte weiter. Als sie aus dem Schatten des Torhauses hinaus ritten befanden sie sich auf der Alten Handelsstraße. Hier, so nahe bei der Stadt, war sie eine ordentliche, saubere Straße, gepflastert mit glatten, ebenmäßigen Steinplatten, doch würde sie diese Qualität kaum bis nach Galazzah beibehalten. Als die beschlagenen Hufe seines Pferds auf den hellen Sandstein traten überkam Martyn ein sonderbares Gefühl. Bisher waren sie lediglich im Süden angekommen. Aber ihre eigentliche Reise begann erst jetzt...

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BeitragThema: Re: Südwärts [MSG-Thread]   Mi 23 Jan 2013, 22:27

Die Straße war schön, aber ihr ein eigenes Bild widmen? Nun, das ging ein wenig zu weit. Dennoch waren die hohen Sanddünen der Wüste schon eine Augenweide.
"Ach, mal doch nicht immer den Teufel an die Wand.", sagte Theodor zu seinem Schwager. Wenn Räuber kämen, was dann passierte... Das mochte er sich eigentlich gar nicht vorstellen. Er hatte doch eigentlich vor, seine Erfahrungen mit nach Hause zu nehmen und einen Nutzen aus ihnen zu ziehen. Er wollte das nicht wegen ein paar räudiger, barbarischer Räuber verlieren.
Was solls, andere Gedanken! Das Traben der Pferde... Es war ziemlich monoton, aber dadurch auch beständig und nicht aus dem Takt zu bringen. So lange er auf seinem Ross saß, fühlte er sich eigentlich sicher.
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