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 Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]

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Lias
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BeitragThema: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Do 09 Aug 2012, 20:22

Die Engel fielen über die Welt her wie eine Plage übergroßer Tauben mit übersteigertem Gerechtigkeitssinn. Und sie hinterließen ähnlich viel Dreck. Festungen, Türme, Städte und die vereinzelte verdreckte Höhle wurde zerstört, mit himmlischen Feuer abgebrannt oder anderweitig unbrauchbar gemacht. Eine Reinigung nannten sie, diesen Akt, der mehr Ruinen hinterließ als die letzten drei Kriege zusammengenommen. Diese Ironie entging einigen der dunklen Herrscher nicht, die noch ein höhnisches Kichern über die Lippen brachten, bevor man sie mit himmlischen Feuer verbrannte. Innerhalb kürzester Zeit zerfielen Reiche, deren Errichtung Jahrhunderte gedauert hatte. Einige der Engel waren sehr überrascht als die Bürger besagter Reiche Beschwerde einreichten. Eigentlich war es ihnen unter der Herrschaft der "Bösen" ganz gut ergangen, wenn man von der gelegentlichen Folterung oder Verfütterung an wilde Tiere absah. Die Engel taten die Bitten dieser "Verrückten" ab.

Magische Ströme erfassten das Wesen, entrissen ihm seine Energie. Der einst so stolze Körper schrumpfte zusammen auf einen kläglichen Schatten seines einstigen Selbst. Das tiefe Knurren des Wesens kletterte auf der Tonleiter höher, bis es nur mehr ein jämmerliches Fiepen war, das seinen bedrohlichen Grundton nicht wirklich an den Hörer brachte. Zähne, die sich bis eben noch durch engelsgeschmiedeten Stahl gebissen hatte verursachten kaum mehr Kratzer in der Haut der Tauben. Der Höllenhund verstand nicht. Er war nie schlau gewesen, aber in diesem Zustand gab es vermutlich einige Moosarten, die ihn überlisten konnten. Ein stahlbekappter Stiefel bohrte sich in seine Seite und schleuderte ihn von seiner zappelnden Beute weg. Der Höllenhund prallte gegen eine Wand und jaulte auf.
Lauf. Komm zu deiner Herrin.
Der Höllenhund sah auf. Wo kamen die Stimmen her? In jedem Fall schien es ihm eine gute Idee zu sein vor den Engeln wegzulaufen. Der Höllenpudel sprang davon, mit einigen Engeln dicht auf den Fersen.

"Haltet den Köter!" Es war kein guter Angriff für die Engel gewesen. Den Turm hinter unten hatten sie schnell gefunden, die Wachgoblins standen faul herum und ein Großteil von ihnen hielt die wackligen Speere falsch herum. Alles schien so einfach zu sein. Bis sie zu dem Irrgarten vorgestoßen waren. Die Kommandantur, die blöden... Gänseblümchen (Engel haben Schwierigkeiten mit dem Fluchen) hatten es für eine gute Idee gehalten, über den Boden anzugreifen. Bis Ezechiel in die Säuregrube gefallen war. Oder Sirain von dem Balken erschlagen wurde. Als sie schließlich die Herrin des Turms und deren Höllenhund stellten, waren die Engel mit ihren Nerven ziemlich fertig. Nur so lässt es sich erklären, dass sich einer von ihnen in das Turmherz geworfen hatte. Der Kristall war zersprungen und mit ihm die Macht dieser dunklen Herrscherin geschwunden. Und jetzt wollten die Engel es dieser Sukkubus heimzahlen. Zum Glück war Engelsstahl rostfrei, sonst hätte es einige Probleme beim Erklären der Flecken gegeben als einhundert Tonnen Fels vor den Engeln und knapp hinter dem Höllenhund herabkamen.

Staub wirbelte auf als seltsam geformte Füße durch den Gang schritten. Spinnweben versperrten die Sicht und der Staub in der Luft hatte eine beinahe greifbare Qualität. Alles deutete darauf hin, dass der Gang Ewigkeiten nicht mehr benutzt worden war. Dafür gab es eine Erklärung. Der Gang führte zum Sanktum eines vergessenen Gottes, oder eines Gottes des Vergessens. In jedem Fall brachte die Ironie des Ganzen die Sukkubus Ivylaine normalerweise zum Kichern. Im Moment grade war sie allerdings damit beschäftigt zu Wüten. Auf die Wachgoblins zum Beispiel, die sich als komplett nutzlos herausgestellt hatten. Und auf die Engel, die einfach nicht hatten hören wollen. Und darauf, dass ihr Turmherz zerstört war. Ein kleiner Splitter glänzte in einem matten rötlichen Licht oberhalb ihrer Brust.
Das dunkle Sanktum befand sich in der Kaverne weiter vorne. Ivylaine holte tief Luft und übertrat die Grenze. Da waren Fußspuren im Staub. Engel kamen hier nicht her. Irgendetwas an diesem Ort hielt sie fern. War noch jemand hergekommen? Und wenn ja, wer?
"Fiffi, such." Der Höllenpudel machte Männchen und fiel auf den Hintern, mit einem stolzen Ausdruck im felligen Gesicht.
"Nutzloses Vieh."

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Grim
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Do 09 Aug 2012, 22:13

Es war ein merkwürdiger Ort. Nicht auf eine mysteriöse oder faszinierende Art merkwürdig und auch nicht auf die Art, die mal als liebenswerte Schrulligkeit abtat. Mehr merkwürdig im selben Sinne, in dem ein mental zurück gebliebener Hofnarr merkwürdig war, der auch in seiner Freizeit noch mit Vorliebe auf einem Bein hüpfend Kinderreime rezitierte und sich dabei mit einer möglichst schweren gußeisernen Pfanne auf den Schädel schlug, was die Aussprache der Verse zunehmend undeutlich gestaltete und ihn schließlich ohnmächtig zusammen brechen ließ - vorzugsweise in der Nähe der nächsten Jauchegrube. Kurzum: der Ort war in dem Sinne merkwürdig, dass eigentlich auch ein gestandener Abenteurer, der in seinem Leben schon wirklich alles gesehen hatte, nur betroffen den Kopf schütteln und dann mit respektabler Rücksicht auf seine geiste Gesundheit auf dem Fuß kehrt machen konnte. Der Ort war eine Kaverne, aber davon abgesehen konnte man nicht allzu viel gutes über ihn sagen. Zum einen war da das ganze Blut an den Wänden. Gut, das war nicht weiter merkwürdig. In einem Land, dass sich seit Äonen variabel verrückte aber durchwegs grausame dunkle Herrscher aufteilten gehörten blutbeschmierte Wände ja praktisch zum guten Stil. Aber hier war das Blut feucht. Oder besser gesagt: klitschnass! Und es floss die Wände hinauf. Ja, richtig: hinauf, nicht hinunter! An diesen einzigartigen Anblick, der sonst nur Fledermäusen vergönnt ist, musste man sich erst einmal gewöhnen. Und dann war da dieser Altar. Eigentlich ein schlichter Steinquader, aber selbstverständlich nicht ohne Besonderheit. Euch, als den geneigten Lesern, verrate ich einfach einmal, dass er von einem unirdischen Schwarz ist, aber diese Information sollte vorsichtig und als Metawissen behandelt werden, denn für den Beobachter galt etwas ganz anderes: solange er den Altar betrachtete nahm auch er ihn als in unirdisches Schwarz gehüllten Steinblock wahr, doch kaum wandte er den Blick ab, so hatte er die Farbe bereits wieder vergessen. Von den diversen Runen, Pentagrammen und sonstigen Schmierereien in diversen vorzugsweise grellen Farben, die Boden, Decke und Wände der Kaverne bedeckten, wollen wir an dieser Stelle gar nicht reden. Es sei nur am Rande erwähnt, dass sich hinter einigen der Zeichen keine magischen Muster, sondern lediglich die 'tags' der jeweiligen Künstler verbargen, was auch immer ein 'tag' sein mag...

Warum nun also diese ausführliche Beschreibung? Nun, die Erklärung ist recht einfach. Sie soll schlicht und einfach dazu dienen, dem geneigten Leser einen gewissen ersten Eindruck vom Geisteszustand Bror Brorsons zu liefern, wenn wir uns nun dem Bärserker zuwenden, der vor etwa fünf Minuten die Kaverne betreten hatte. Bror Brorson fand es hier im Grunde ganz gemütlich. Seht ihr, worauf ich hinaus will? Nun, letztendlich tut es auch nichts zur Sache. Denn alle Gemütlichkeit dieser Lande - und im Vergleich zu seiner frostigen Heimat war das eine ganze Menge! - konnte Bror in diesem Moment nicht davon abbringen, dass er unglaublich wütend war. Kurz nach seiner Ankunft hatte er eine Weile lang den Altar angestarrt - immer wieder, denn er vergaß beständig, welche Farbe dieser hatte - aber irgendwann hatte er dann spontan das Interesse an der Frage nach der Farbe verloren und sich wieder ganz seinem emotionalen Aufruhr gewidmet. Nachdem Bror Brorson kein sonderlich emotionaler Mensch war - sein Repertoire an Gefühlen konnte er an seinen Zehen abzählen und das, obwohl er in seiner Jugend zwei von diesen an den Frost verloren hatte - beschränkte sich sein Gemütsleben allerdings auf eine Mischung aus Wut und Hass. In erster Linie selbstverständlich auf die Flattermänner, die ihn ums Verrecken nicht bei seiner geliebten Zerstreuung (Morden, Brandschatzen und Vergewaltigen) in Frieden lassen konnten, wie man es von einem anständigen Menschen wohl hätte erwarten können. In zweiter Linie auf seine sogenannten Vasallen, diese erbärmlichen, kriecherischen Speichellecker, die sich ihm und den seinen so bereitwillig unterworfen hatten, dass man meinen sollte, sie legten es auf einen dicken kaltländischen Penis in ihrem Allerwertesten an. Als die Engel über sein Vasallenheer hergefallen waren, waren diese wie ein Haufen aufgeschreckter Säbelzahnkaninchen davon gerannt. Und manche hatten es auch ganz eilig gehabt, den Flattermännern ihre Loyalität (und wie Bror fest überzeugt annahm auch ihre Ärsche) anzubieten. In dritter Linie galten Hass und Wut aber seinem kleinen Bruder Bror. Ja, ihr habt richtig gelesen, der hieß auch Bror. Bror Brorsons Vater Bror (der den Namen nach seinem Vater erhalten hatte) war kein besonders kreativer Mann gewesen. Als die Schlacht sich zu ihren Ungunsten gewendet hatte und die Engel angefangen hatten, dank ihrer Übermacht Kaltländer um Kaltländer nieder zu machen hatte diese Lusche doch tatsächlich vorgeschlagen, zu fliehen. Ein Kaltländer floh nicht! Als der kleine Bror es dennoch versucht hatte, hatte Bror sich genötigt gesehen, ihm aus Gründen der Familienehre den Schädel einzuschlagen. Dann hatte er sich - als letzter Mann, der noch auf den Beinen war - geordnet zurück gezogen. Kaltländer hatten es ganz allgemein nicht so mit geordneten Formationen, die Standardtaktik war es nunmal, brüllend und um sich schlagend als wilder Mob nach vorne zu stürmen. Und nur nach vorne! Aber ein einzelner Mann war selbstverständlich immer geordnet, deshalb hatte Bror auch keine Flucht angetreten sondern eben - wie gesagt! - einen geordneten Rückzug. Das war mit der Ehre ganz gut verkraftbar. Nun hatte er aber ein ganz anderes Problem: Mutti würde überhaupt nicht erfreut sein, wenn sei erfuhr, dass er Bror erschlagen hatte. Sie würde ihm einen gewaltigen Einlauf verpassen und ihm höchstwahrscheinlich vor versammelter Mannschaft dermaßen den Hintern versohlen, dass er tagelang nicht mehr sitzen konnte. Kurzum: nun wollte Bror nicht nur nicht mehr nach Hause, nun konnte er auch nicht mehr. Das war ein wenig suboptimal, denn ohne Kaltländerhorde war es in diesem südlichen Land einfach erheblich weniger witzig. Mit diesen Gedanken im ansonsten eher gedankenbefreiten Schädel trabte Bror nun also unruhig durch die Kaverne, immer wieder einen Blick auf den Altar werfend, dessen Farbe er danach freilich sofort wieder vergaß. Doch das kümmerte ihn in diesem Moment eher wenig...

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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Fr 10 Aug 2012, 21:24

Irgendwie begannen alle schlechten Tage gut. So wie an ihrem letzten schlechten Tag, dem ihrer Erweckung. Jemandem den Schädel einschlagen war immer ein guter Anfang, die Jagd mit Mistgabeln und Fackeln kurz darauf aber weniger. Das war aber auch schon eine ganze Weile her. Auch dieser Tage hatte hervorragend begonnen: Zum Frühstück hatte Ariadne einen mageren Jungen aus einer Gosse gehabt - sie war auf Diät - und ihre Zoffen hatten sich mit Hammer und Meissel um ihre Frisur gekümmert. Doch schon am späteren Morgen, sie war gerade damit beschäftigt, das Gehege ihres Haustieres zu besichtigen und es mit ein Dosenfutter aus dem Nachbarreich zu füttern, als es begann.
Eine Armee Geflügelter drang in ihr Schloss ein, mit strahlenden Lanzen und Schwertern im Anschlag, erschlug ihre die Torwächter, machte die Wächterinnen im Inneren nieder und machten auch nicht vor den bettelnden Liebesdienerinnen und Pagen Halt, die ihnen entgegen stürmten. Den Grund für deren Flucht bemerkten die Engel leider erst später, als sich ihnen ein gewaltiger, mehrköpfiger Löwe in den Weg stellte, der versuchte, sie zu zertreten und aus ihren Rüstungen herauszuschlürfen. Ariadne entschied sich währenddessen für einen taktischen Rückzug. Als die Engel das Untier schliesslich erschlagen hatten, war die Dunkle Herrscherin verschwunden. In ihren Gemächern fanden sie nur Schränke voller Geschirr und weit und breit keinen Geheimgang. Aber die Befreiung war geglückt und es war an der Zeit, diesem Land die Freiheit wiederzugeben. Seltsamerweise würde diese Nachricht nur vom stärkeren Geschlecht gefeiert, während die Frauen zu Hunderten auf die Strassen gingen und gegen die Engel protestierten. Aber diese Spinner kannte man ja schon...

Und nun war Ariadne hier, im Sanktum des Vergessenen Gottes, einer finsteren Gottheit, die vor Äonen Mord und Zerstörung gesät hatte. Oder ein brutaler König gewesen war, so genau wusste man das nicht mehr, den wie so vieles im Zusammenhang mit diesem Wesen war es in Vergessenheit geraten. Nur dieser finstere Ort, das dunkelste Dunkle Sanktum der Dunkelheit erinnerte noch an ihn (oder sie?). Was hier geschehen war, ist leider auch in Vergessenheit geraten, aber die Dinge, die hier geschehen waren und vergessen worden waren, schienen so finster zu sein, dass fast niemand sich je traute hierher zu kommen und Wesen des Lichtes konnten diesen Ort erst gar nicht betreten.
Anhand des Blutes, das an allen Wänden klebte und den sonderbaren Dingen, die man immer wieder entdeckte, konnte man zumindest erahnen, dass das keine besonders schöne Sache gewesen war. Gerade stand Ariadne vor einem dieser absonderlichen Dinge, einem Krater voller kochendes Blut, in dem immer noch die Leiche von etwas zappelte, das zwar ein Kleid trug und noch vollkommen intakte Haare hatte, aber seltsam männliche Züge hat, die in Ariadne einen gewissen Hunger weckte. Sie hatte schon länger keinen Imbiss mehr, unterwegs hatte sie es vermieden, Männer in einem Dorf zu entführen, um keine Aufmerksamkeit zu erregen, schliesslich suchte man sie überall mit Fahndungsplakaten. Sie entschied schliesslich dafür die Leiche aus dem Krater zu fischen.

Einige Minuten später betrat sie eine weitere weite Kaverne. In der Mitte stand ein grosser Altar, dem sie aber keine Beachtung schenkte. Sie knabberte noch die letzten Fleischreste von einem Beinknochen und wandte sich dann dem Fuss zu. Eher achtlos wanderte ihr Blick durch die Höhle, blieb kurz bei dem aufwärts fliessenden Blut hängen - das war neu! - und wanderte dann weiter bis sie bei dem Hünen ankamen, der etwas deppert im Raum stand und auf den Stein starrte. Der sah ziemlich... gut genährt aus. Der Snack von vorhin war zwar gut gekocht gewesen, aber leider nicht sehr fleichreich. Kurz zögerte sie, dann entschied sie sich, dass das ihr Hauptgang sein sollte. Sie näherte sich ihm von hinten und stupste ihn dann unsanft von hinten mit ihrem tönernen Schirm an, wobei sie zufrieden die seinen breiten Rücken betrachtete.
"Dahinten gibt es ein sanktuminternes Bad, möchtest du mich vielleicht hinbegleiten?"
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Mali
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Fr 10 Aug 2012, 22:41

Genüßlich streckte sich Razeem in seinem großen Bett, dessen Bettzeug mit blutroter Seide bezogen war. Seine Königin war schon aufgestanden, aber eine seiner Gespielinnen lag neben ihm. Kurz zog er sie an sich, atmete ihren Duft ein und erhob sich dann aus dem Bett. Nackt wie er war, stolzierte er in das Bad, wo alles aus Hellem Marmor gefertigt war. Am rand des Wasserbeckens standen Phiolen mit kostbaren ölen und eine seiner lieblingsseifen lag in dem kleinen Körbchen am beckenrand. Gemächlich ließ er sich in dem Wasserbecken nieder und reinigte seinen Körper. Eine Dienerin setzte sich neben ihn und begann seine Fingernägel auf hochglanz zu polieren. Als er fertig war mit seinem Bad ließ er sich auf einer Liege nieder und genoß die Massage.

Wenn der Palast des Blutfürsten schon edel eingerichtet war, sah er von außen ebenso schick aus. Das Komplette Gebäude war aus edlem Marmor gefertigt. Doch die Farbe war nicht weiß, sondern Blutrot. Wunderschöne Gärten verliefen rund herum und eine Straße führte zu der Nahe gelegenen Stadt, in der Razeems untertanen lebten.

Gerade eben hatte sich der Blutfürst in seine Gewänder gehüllt und wollte zu seinem Frühstück übergehen, das er eigentlich gar nicht brauchte, da er weder Hunger noch Durst verspürte. Jedenfalls nicht nach Menschlicher Nahrung. Aber was war das für ein Lärm im Palast? Razeem ging zu einem der Fenster und sah wie in Rüstungen gehüllte Engel seinen Palast stürmten.
Schnell eilte er richtung Thronsaal, als er schon seine Königin schreien hörte. Vorsichtig linste er um die Ecke und sah gerade noch, wie einer der Engel seiner liebsten den Kopf abschlug. Geschwind eilte er zurück zu seinen Gemächern und schnappte sich seinen Dunklen umhang und warf sich diesen um. So konnte er sein Antlitz vor den Engeln verbergen, so das sie ihn nicht töten konnten. So schnell er konnte huschte er hinab in die Keller, wo ein Alter Gang hinaus führte. Hinab zum Sanktum des Vergessenen Gottes. Seine Lieblingsgespielin folgte ihm hinterher. Kurz war er verärgert. Doch sein ärger schmolz schnell. Er würde sie brauchen, als Gestürzter Fürst. Ihre lebens- und liebeskraft würde ihn vor einem vorzeitigen ende bewahren.

Bald erreichte er die Kaverne des vergessenen Gottes. Überall war blut und knochen. Was für eine Unordnung. Er hörte geräusche aus einem der Nebenräume, denen er folgte. Dann sah er Zwei Personen vor einem Altar stehen. Ein Mann und eine Frau. "Ich grüße euch," machte er sich bemerkbar und blickte dann abwartend zu den beiden.
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Basol
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Sa 11 Aug 2012, 11:30

"Es ist dem Feind gelungen, in breiter Formation zu durchbrechen. Im Süden hat der Feind Rotdorf eingenommen und und stößt auf Schwarzberg vor. Der Feind operiert jetzt am nördlichen Stadrand zwischen Kutzel und Joril und im Osten ist er bis zur Linie Harburg gelangt."
Ridler, der diesen ausführlichen wie katastrophalen Lagebeschreibungen seiner Untergebenen lauscht, ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Er war überzeugt, dass diese Engel seine großartig befestigte Hauptstadt Lerbin nicht einfach so einnehmen konnte. Das fehlte gerade noch, wo er in den letzten Wochen über hundert Quadratkilometer neues Land erobert hatte.
"Mit dem Angriff Berger wird das alles in Ordnung kommen.", sagte Ridler völlig ruhig.
"Meister...", erwiederte sein Untergebener Arlos beunruhigt. "Berger konnte nicht genug Truppen für einen Angriff forcieren. Der Angriff Berger ist nicht erfolgt."
Ridler sah ihn fassungslos an. "Meint Ihr das ernst?", fragte er immer noch entsetzt. Dann brach der Zorn aus Arnold Ridler hervor. Einer der berühmten Wutausbrüche, die ihn auch bei seinen Untergebenen so gefürchtet machten. "DAS WAR EIN BEFEHL! DER ANGRIFF BERGER WAR EIN BEFEHL! WER SEID IHR, DASS IHR ES WAGT, EUCH MEINEN BEFEHLEN ZU WIDERSETZEN?" Ridler atmete tief durch, um neue Energie für die nächste Tirade zu sammeln. "Soweit ist es also gekommen!", knurrte er dann. "DIE GESAMTE GENERALITÄT IST NICHTS WEITER ALS EIN HAUFEN, NIEDERTRÄCHTIGER, TREULOSER FEIGLINGE!"
"Meister Ridler!", rief Arlos aus. "Ich kann nicht zulassen, dass Ihr Soldaten, die für Euch verbluten..."
"DAS SIND FEIGLINGE, VERRÄTER, VERSAGER!", brüllte der Herrscher von Scheudland und plötzlich schien er durch seine unsägliche Wut anzuschwellen. Entsetzt wichen seine Untergebenen vor ihm zurück, da kam auch schon ein pechschwarzer Strahl aus seinem Mund umhüllte Arlos vollkommen. Der Schwarzhaarige zerfiel auf der Stelle zu einer widerlichen Pampe.
Ridler, der sich langsam beruhigte, richtete sich wieder auf. "Es ist aus.", murmelte er. "Wir können nicht mehr gewinnen. Die Engel haben Lerbin umzingelt. Aber ich werde NIEMALS kapitulieren! Lieber würde ich mir ein Schwert in meine Brust rammen!"
"Was sollen wir tun, Meister Ridler?", fragte Leris, ein weiterer seiner Männer, aufgelöst.
"Was wohl?", knurrte Ridler bedrohlich. "Jeder Lerbiner, der Schwert oder auch nur einen Dolch halten kann, wird an die Front geschickt. Die Engel werden bis zum letzten Blutstropfen bekämpft. Und wenn das Scheudländische Volk dabei draufgeht, alles ist besser, als in die Knechtschaft des Feindes zu gehen!"
"Und was ist mit Euch?", hakte Leris nach. "Ihr müsst um jeden Preis erhalten werden! Wenn Ihr fallt, dann verlieren die Scheudländer jede Hoffnung!"
"Das ist mir bewusst.", knurrte Ridler. "Ich werde mich in den Palastkerker zurückziehen. Es ist nicht nur fast unmöglich, diesen ohne meinen Willen zu verlassen, sondern auch fast unmöglich, ihn ohne meinen Willen zu betreten. Von dort aus werde ich weitere Befehle durchgeben. Diese Engel werden die Hölle auf Erden erleben. Jeder Soldat soll ein Glas voll Teufelsessenz trinken!" Er wusste, dass die Teufelsessenz ihrem Trinker gewaltige Kräfte und gesteigerten Taktikverstand gab, ihn aber binnen zehn Stunden einen qualvollen Tod sterben ließ. Es war Ridlers letztes Mittel, getroffen aus Verzweiflung, denn die Engel waren übermächtig.
"Verstanden.", sagte Leris. "Ich werde alles so veranlassen, wie Ihr es haben wollt."
Daraufhin verstreute sich die Gruppe.
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Grim
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   So 12 Aug 2012, 00:03

Wäre Ariadne eine normale Frau gewesen, Bror hatte sich wohl - ungeachtet ihres herrischen Auftretens - gefrustet wie er war an ihr vergangen. Nun gut, das hätte relativ wenig mit seinem Frust zu tun gehabt. Er verging sich auch an an Frauen wenn er guter Laune war. Er brauchte keinen Grund, um es einer Südländerfrau zu besorgen! Immerhin... die wollten es doch ganz offensichtlich! Bror hatte in seiner Heimat durchaus die Erfahrung gesammelt, was eine Frau tat, die es nicht wollte. Und hier im Süden hatte er das noch bei keiner gesehen. Das Schreien und Kratzen und Sich-Winden, das waren eben die überwältigenden Emotionen, die eine Frau nunmal unweigerlich verspürte, wenn Er sich an die Arbeit machte.
Ariadne war glücklicherweise keine normale Frau. Selbst Bror, der was solche Dinge anging nicht immer der Schnellste war, erkannte, dass sie aus Porzellan bestand (nicht, dass er gewusst hätte, was Porzellan war, geschweige denn das Wort hätte aussprechen können. In seinem Kopf lautete der Begriff 'Tassen'). Was ihn jedoch noch mehr verwunderte waren ihre Worte, vor allem das wort 'Bad'. Natürlich wusste er, was ein Bad war, aber wozu hätte er das gebraucht. Verwirrt hob er den Arm und schnüffelte unter seiner Achsel. Nein, er roch wie immer. Und er hatte sich doch nicht etwa vollgekleckert? Bror blickte an sich herab. Joa, ein bisschen Blut halt. Und das da, was ihm gerade von den Lederriemen auf die nackte Brust herunter tropfte, konnte etwas Hirnmasse von seinem Bruder sein. Nicht, dass der jemals viel davon besessen hätte. Aber gut! Das war doch normal. Ein Mann wurde nunmal eben ein bisschen dreckig, wenn er Dinge anstellte, die Spaß machten. Kein Grund für ein Bad. Bror verspürte nicht das geringste Bedürfnis danach. Er hatte sein letztes Bad doch vor gerademal vier Monaten genommen! Und mehr als einmal im Jahr war nun wirklich unnötig!
Schließlich fiel ihm dann immerhin wenigstens ein, wen er da vor sich hatte. Genau! Die Porzellanfrau war auch eine Herrscherin. Eine seiner Nachbarinnen, wenn man es so wollte. Ehemalige Nachbarin. "Du bist die Tassenfrau mit dem Löwn, hm?", erwiderte er ihre Aufforderung also.

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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   So 12 Aug 2012, 12:53

Der Kerl war nicht besonders hell. Ariadne klappte den Schirm wieder auf und hob ihn über ihren Kopf, obwohl das im Inneren einer Höhle wohl mehr als unnötig war. Den Fuss, den sie immer noch in ihrer anderen Hand hielt, führte sie zum Mund, knabberte auch noch die letzten Fleischreste von den Knochen und schmiss ihn dann vor den Altar. Dann musterte sie ihr Gegenüber erneut und leckte sich über die Lippen. In ihrem Kopf male sie bereits Linien über den Körper und legte fest, welche Stücke sie als erstes essen würde. Der Nacken sah sehr saftig aus. Sie konnte sie in diesem Blutkrater braten. Und die Beine... Ariadne liebte Keulen und da war wirklich jede Menge dran.
Das wandelnde Teeservice schüttelte den Kopf, blinzelte klickend, um ihren Kopf zu klären. Diese lange Abstinenz tat ihr überhaupt nicht gut. Was hatte ihr Essen gesagt? Tassenfrau, Löwe... Ein Fan! Er kannte sie also. Dann würde er sich bestimmt ihren Wünschen beugen, auch wenn der Löwe nicht mehr lebte und sie aus mehr als nur Tassen bestand.
"Ja, ja, genau die bin ich. Und so ein... Bad biete ich all meinen Sn... Begleitern an", meinte sie, warf Bror einen lasziven Blick zu und leckte sich über die Lippen, wobei das weniger aus Lust als mehr aus Hunger geschah. Richtigem Heisshunger, Heisshunger auf dieses Fleisch, diese Hände, köstliche menschliche Hände. Dass jemand weiteres zu ihnen gestossen war, bemerkte sie kaum, nur aus den Augenwinkeln nahm sie die Gestalt im Umhang war, viel zu sehr war sie auf ihr Essen konzentriert.
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   So 12 Aug 2012, 16:11

Razeem brummte leicht. Er hasste es ignoriert zu werden. Aber er hasste auch unordnung. Und hier war es unordentlich. Seine Sklavin blickte ihn demütig an und zog ihm dann den Umhang aus, da es ihm doch etwas Warm wurde. Dann begann sie, die Knochen vom boden aufzusammeln und in eine Ecke zu Stapeln. So war es schon viel besser, fand Razeem. An der wand entdeckte er eine Sitzmöglichkeit. Nachdem er seinen Mantel darüber ausgebreitet hatte setzte er sich hin und betrachtete seine Fingernägel.
Na toll, die waren jetzt hinüber. Ärgerlich griff er nach seiner Nagelfeile, die irgendwie in seine Hosen geraten war und begann seine Nägel zu bearbeiten, während die Sklavin die Putzfrau spielte. Vielleicht würden die anderen ja auf ihn aufmerksam werden.
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   So 12 Aug 2012, 23:07

"Und was wird das hier? Ein Kaffeekränzchen der Verlorenen?", spöttelte Ivylaine, die aus ihrem Fluchtgang herangestöckelt kam. Sukkubi konnten kaum anders gehen, dem Schöpfer sei's gedankt. Für eine Weile hatte sie sich in den Schatten gehalten und die Fremden beobachtet. Die Frau kannte sie. Die war ebenfalls eine dunkle Herrscherin und verfügte über ein recht großes Reich oder eher: Sie hatte über ein großes Reich verfügt. Sie waren sich nie in die Quere gekommen. Keine Sau intressierte sich für blödes Mistkaff. Die Stadt lag schlecht und hatte keine wichtigen Ressourcen oder eine strategisch wichtige Lage. Die hatte sich Ivylaine schon mit voller Absicht so rausgesucht.
"Und ihr habt alle eure Macht verloren. Sonst wärt ihr nicht hier. Ist doch so?" Fiffi ergriff die Gelegenheit und pinkelte in den Blutstrom, der die Wand hochfloss, was Ivylaines nächste Geste nicht grade verfeinerte. Ivylaine verbeugte sich.
"Ich bin Ivylaine, Meisterin der Spiele."

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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Di 14 Aug 2012, 20:47

Caranos sah nachdenklich auf. Dann schüttelte er den Kopf und wandte sich wieder den Gerätschaften seines Labors zu. Er musste sich verhört haben. Niemand wagte es, ihn zu stören während er im Labor arbeitete. Aber er irrte sich, etwas das ihm nicht gerade gut bekam. Tatsächlich klopfte es erneut. Diesmal war er sich sicher. Schwer auf den Stab gestützt marschierte er auf die schwere metallene Tür zu, welche sich wie von Zauberhand öffnete. Da drang auch der Kampflärm an seine alten Ohren. Kampflärm? Caranos konnte sich nicht daran erinnern ein Turnier befohlen zu haben. Aber der Diener der angeklopft hatte brachte Licht ins Dunkle. Ironischerweise konnte man das bei den Lichtverhältnissen in seinem Labor durchaus wörtlich nehmen. "Meister, Engel, viele Engel greifen an!" Der Magier seufzte. Hatte er solche Drogen während des Dienstes nicht verboten? Er wollte gerade den vermeindlichen Missetäter eine Lektion erteilen die er nie mehr vergessen würde. Nun gut, er würde sich auch nie mehr an sie erinnern, aber vergessen würde er sie definitiv nicht. Jedenfalls stürmten Just in diesem Moment Engel in den Gang vor seinem Labor. Viele Engel. Viele gut bewaffnete Engel. Das Leuchten tat in Caranos alten Augen weh. Trotzdem wusste er das es an der Zeit war den Rückzug anzutreten. Der Magier drehte sich um und schlurfte zurück in das Labor. Hinter ihm schloss sich die schwere Türe, vor den Engeln und dem Bediensteten. An letzterem verschwendete er schon keine Gedanken mehr während er sich für eine Fluchtroute entschied. Bevor er jedoch die Transportmagie aktivierte, hinterließ er noch eine kleine Flamme in seinem Labor die sich schnell ausbreiten würde. Eine Weile nachdem er verschwunden war kehrten einige Engel mit guten und schlechten Neuigkeiten, aber vor allem ohne Augenbrauen zu ihrer Schlachtführung zurück.
Derweil schleppte sich der alte Magier durch einen uralten Gang.
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   So 19 Aug 2012, 23:21

Razeem blickte auf, als die Sukkubi sich bemerkbar machte. Oha, was für ein Leckerbissen. Da konnte seine Sklavin kaum mithalten. Sukkubi waren, wie er wusste, besonders gut im bett. Schnell erhob er sich und lächelte Ivylaine an. "Ihr erlaubt das ich mich vorstelle? Mein name ist Razeem al Muhana, der Fürst des Blutes. Es ist mir ein Vergnügen ihre Bekanntschaft zu machen, verehrteste.
Leider haben diese verlausten Engel meine Königin getötet, aber ich konnte ihnen zum Glück entgehen." In Gedanken war er schon dabei Ivylaine zu entkleiden und zu verwöhnen. Hoffentlich konnte sie diese Gedanken nicht an seinem Blick erkennen. Er musste sich schwer beherrschen, nicht zu sabbern vor bewunderung.
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Mo 20 Aug 2012, 00:50

Gerade war Bror zu dem Schluss gekommen, dass er die aufdringliche Porzellanfrau nicht mochte und dass es wohl das beste war, ihr links und rechts ein paar zu scheuern bis sie nicht mehr alle Tassen im Schrank hatte, da bemerkte er, dass sie nicht mehr allein waren. Und was das für Gestalten waren, die sich da plötzlich in seinem schönen Rückzugsort herum trieben! Ganz koscher waren die auf keinen Fall. So wie die aussahen wohl ein paar der verruchtesten Exemplare, die dieses Land zu bieten hatte. Bror entschied sich, dass er sie mochte. Vor allem die Sukkubus! Die war ja mal wirklich... Was sie war erfuhr nicht einmal Bror selbst mehr. Das Blut, das für weitere Gedankenleistungen notwendig gewesen wäre, entschied spontan, sich aus seinem doch eher öden Hirn zurück zu ziehen und irgendwo hin zu wandern, wo es mehr Spaß haben konnte.
"Geh mir mal aus'm Weg, Geschirrtante!", brummte er, schob sich grob an Ariadne vorbei und ließ diese einfach stehen wo sie war. Etwas breitbeiniger als er sich normalerweise bewegt hätte ging er auf die anderen beiden Gestalten zu, baute sich in seiner ganzen einschüchternden barbarischen Pracht vor diesen auf. "Wer seid ihr'n?", knurrte er ohne sich mit solchen läppischen südländischen Formalitäten wie einer Begrüßung aufzuhalten, "Un' was macht'er hier in mei'm Tempel?" Der Tempel - das war ja wohl selbstverständlich! - war seiner. Er war zuerst hier gewesen. Wobei das natürlich doch eine gewisse Tragik beinhaltete. Er hatte den Tempel niemandem wegnehmen können. Andererseits: bisher hatte keiner der anderen auch nur Anstalten unternommen, ihn zu verdreschen und selbst Herr des Tempels zu werden. Das hieß doch unzweifelhaft, dass sie ihn als Herr des Tempels akzeptierten. Sich ihm unterwarfen. Und für die Herrin der Spiele würde ihm auch ganz spontan ein Tribut einfallen, den sie ihm, dem Herrn des Tempels zahlen könnte...

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Basol
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Mo 20 Aug 2012, 14:23

Die Schlacht lief zunehmend schlechter. Auch, wenn Ridler sich in den Kerker zurückgezogen hat und von dort aus weitere Befehle durchgab, nicht einmal mit dem Elixier konnten die elenden Engel besiegt werden. Es war aus. Die Engel hatten sich als die Stärkeren erwiesen und so war es nur recht und billig, dass das scheudländische Volk ausgelöscht wurde. Aber irgendwie wollte Ridler nicht, dass es endet. Seine großartige Vision von der Herrschaft der Menschen, keine Sklaverei durch Dreck wie die Hobbits mehr! Die vollständige Vernichtung der Elfen! Wenn er jetzt sterben würde, würden diese wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit auf der Welt Unheil anrichten.
So wandte Ridler den Blick wieder ab von dem Schwert, das er im Begriff war, sich in die Brust zu rammen. Nein, er war am Boden, aber noch nicht zerstört. Er würde in dieses Sanktum einkehren, von dem einige Herrscher, mit denen er verbündet war, schon einmal gesprochen hatten. Dort würde er vielleicht neue Verbündete finden und die unsäglichen Engel vernichten und das restlos.
Schließlich reiste Ridler auf unauffälligen Wegen davon, nachdem er seine Untergebenen angewiesen hatte, standhaft zu sein und die Bedingungen der Sieger zu akzeptieren - er würde zu einem späteren Zeitpunkt zurückkehren und sein Reich zurückerobern.
Schließlich erreichte er den Treffpunkt und erblickte eine Vielzahl merkwürdiger Gestalten.
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Mo 20 Aug 2012, 18:22

Das alte Gerippe welches sich Caranos nannte, war verständlicherweise nicht bester Laune. Sein Reich war gefallen, seine Diener tot und seine Experimente unterbrochen... und das alles vor dem Frühstück. Oder dem Mittagessen... unwichtiges Detail, es gab ja drei wichtige Mahlzeiten am Tag, also vor irgend einer wirds schon gewesen sein. Mit dem gleichmässigen Pochen seines Stabs, den er momentan vor allem als Gehstock nutzte, schlepte er sich durch den Gang. Ob es Minuten oder Stunden waren die er so unterwegs war wusste er nicht, aber Zeit war für den Magier schon lange nicht mehr von Bedeutung. Der Gedanke hatte eine gewisse Ironie in sich. Dann erreichte er auch den Tempel, das Ziel dieses Ganges. Wie ihm schien hatten sich hier auch schon andere Herrscher eingefunden. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen wenn ihn seine Augen nicht betrogen. Er hatte eh vor sich demnächst mal wieder neue zu besorgen.
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Mo 20 Aug 2012, 19:03

Es wäre unnötig zu erzählen wie er dort hin gekommen war, wo er war. Sicher hatte es irgendetwas mit Engeln zu tun, mit einem Angriff und einer Flucht. Wenn man sich schon nur allein auf diese drei Aspekte konzertiert hat man schon die Auswahl an einer äußerst großen Vielfalt an Möglichkeiten, und wo jede dieser Möglichkeiten an Idiotie und Dummheit nur von der nächsten übertroffen wurde. Man könnte den versuch wagen einen 4ten Aspekt einzubauen, z.b. das Fluchtgerät. So könnte man nun nicht nur aus seinem Schloss geflohen sein, nach einem Angriff der Engel, durch einen Fluchttunnel, sondern man könnte.. Engel blabla, Schloss blabla, Fluchttunnel blabla auf einem roten Schlitten. Auch das lässt sich ausbauen bis irgendwann jemand:
"Engel, Schloss, Fluchttunnel, roter Schlitten, aus Liebe, mit einer Banane, ohne Ohren, dank einer Karotte".

Doch:
Kein Labor, kein Thronsaal oder Befehlsstand. Kein Fluchttunnel, fälschlicherweise genommene Abzweigung oder Ergebnis eines Teleport/Experiments. Keine Engel, Strahlenden Vögel oder Geflügelpaste in Pelle. (und kein Schlitten (rot) )
Er war einfach da.

Es war ein Reflex, ein Impuls der TE X13.a dazu ZWANG, diesen Ort von dem Schmutz der ihn bedeckte zu säubern. Zu seinem Glück, und das empfand er wirklich so, war er vor seiner Flucht Rosa gewesen. Denn um diesen Schmutz zu beseitigen, den Staub und den Dreck der diesen Boden verunreinigte, war der Besen eine der mächtigsten Waffen. Die Geschichte lehrt uns das es für jedes Geschöpf, Wesen und Situation eine Waffe gibt, die den Nemesis des entsprechenden Geschöpfes, Wesens, oder Situation darstellt.
Während ein Engel die Finsternis fürchtet, und der Schatten sich vor dem Licht verkriecht, und so gut wie jedes scharfe, spitze, stumpfe, schwere Objekt der Nemesis des Menschen darstellt, so ist der Besen der Erzfeind von Staub und Schmutz. Wir reden hier natürlich beim Dreck vom Verwandten der Erde, das oftmals braune, mal mehr, mal weniger feine Zeug am Boden. Nicht zu vergleichen mit eingebrannten Resten in einer Pfanne, oder Blut das seit fast Jahrtausenden auf einer rauen Oberfläche eingetrocknet war.
Dreck. Staub. Besen.
Effizienz war sein Stichwort. Auch wenn es nichts mit der Ruckartigen, trotzdem weichen Bewegung seines Arms zu tun hatte, beherrschte er Effizienz, so effektiv wie kein Anderer. Der Staub und Schmutz stapelte sich schnell vor seinem Besen, den er dort mit routinierten Bewegungen konzentrierte, zu einem kleinen Hügel den er, um seine Effizienz nicht all zu stark sinken zu lassen, im nächsten Raum an der Tür verlagerte. Noch hatte er keine Möglichkeit gefunden diesen Abschaum zu beseitigen, was ihn gelinde gesagt, etwas frustrierte.
Doch er durfte nicht aufgeben. Dreck, als zahlreichster Gegner auf diesem Planeten, stellte eine Bedrohung für die Existenz jedes unorganischen Lebewesens da, dessen glatte Oberfläche durch diese miesen Schweine Matt und Glanzlos werden konnte. Wie könnte er zulassen das seine geschlechtslosen Brüder und Schwestern dieses Schicksal erleiden könnten. Wenn nicht er.. wer dann?!

Leider gab es neben diesem Feind, noch die Sympathisanten, die Schmutz als ´´Ungefährlich´´ betrachteten. Eben das Bein eines solchen Sympathisanten musste er um-streifen. Mit ihren, riesigen, unschönen, widerlichen, unorganischen, porzelanischen Füßen schützte sie den Schmutz darunter vor seiner Exfiltration. Er musste sich damit begnügen um dieses Bein herum den Staub mit zu nehmen. Doch er würde wieder kommen. ER WIRD WIEDER KOMMEN!
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Mo 20 Aug 2012, 23:36

Ihr Essen schien kein gesteigertes Interesse an seinem Schicksal zu haben. Der Hüne wandte sich sich nach ein paar Worten grob von ihr ab. Ariadne stampfte empört mit dem Fuss auf und gab ein ganz und gar undamenhaftes, leises Brüllen von sich, das mehr an einen zahnlosen Bären als an eine kleine Frau mit Kleid, Regenschirm und absurder Frisur erinnerte.Wahrscheinlich wäre sie ihm jetzt einfach nachgestürzt und hätte ihm etwas Massives von hinten gegen den Schädel gedonnert und tatsächlich hatte sie schon eine grosse Teekanne aus Porzellan in der Hand, um eben diesen Plan auszuführen, aber da tauchte ein seltsames Wesen auf. Es war rostrot, etwas kleiner als sie und sah nicht annähernd menschlich aus. Was für ein Stümper! Die Verschlingerin liess dabei die Tatsache ausser Acht, dass selbst mehrere Jahre gebraucht hatte, um eine menschliche Gestalt anzunehmen. Aber dieser Dämon sah nun wirklich nicht menschlich aus. Aber vielleicht männlich? Ob man ihn essen konnte? Sie betrachtete das Ding, das einen struppigen Stock in den Händen trug und über den Boden wischte. Ariadne kannte die Funktion eines Besens nicht. Sie konnte zwar sagen, aus welcher Epoche, welchem Land und von welcher Familie eine Keramikuntertasse stammte, aber einen Besen hatte sie noch nie in Händen gehalten. Wozu auch? Staub setzte sich nciht an,wenn man regelmässig mit Blut in Kontakt kam und so hatte sei nie das Bedürfnis verspürt, zu putzen.
"Was... bist du?", fragte sie und schob sich dabei die Teekanne, mit der sie ebne noch den Hünen hatte erschlagen wollen, in die Stirn, wo dieser versank und zuerst eine Beule an ihrem Hinterkopf verursachte, die dann aber ihr Kleid hinabwanderte und schliesslich auf ihrer linken Brust anhielt, so dass diese nun etwas grösser als die andere war. Diese kleine Asymmetrie liess Ariadne auf sich beruhen und trat stattdessen näher an den Stahldämonen heran, wobei sie in sein Staubhäufchen trat. Sie schnüffelte. Nein, Fleisch - köstliches, süsses Männerfleisch! - war das nicht.
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Di 21 Aug 2012, 13:04

Als Herrin der Spiele hatte Ivylaine schon sie manch merkwürdige Dinge gesehen. Zum Beispiel jemand mit Eisenpanzer an den Füßen, der gehofft hatten, damit durch die Fußangeln zu kommen. (Was er zwar geschafft hatte, wobei allerdings seine Erfindungswütigkeit ihn beim Säurebecken in den Hintern biss.) Ein vollfunktionsfähiger Golem stand allerdings noch nicht auf der Liste "Dinge, die mich nicht mehr intressieren brauchen". Das Modell der Bewohner von Blödes-Mistkaff war zwei Schritte weit gelaufen, hatte etwas von "Riesen" und "Exterminieren" geredet und hatte die Windmühle des Dorfes gesprengt. Ivylaine hatte sich köstlich amüsiert.
Der Sukkubus wurde plötzlich klar, dass sie die letzten paar Sekunden mit Starren verbracht hatte, wo doch eigentlich eine Antwort von ihr erwartet wurde. Mit einem entschuldigenden Lächeln wandte sie sich wieder an die beiden... Personen vor ihr.
"Mein Turm wurde von den Engeln zerstört", stellte Ivylaine klar: "So wie Euer Palast, mein Herr. Und ich vermute, dass auch Ihr, mein Herr, dadurch hierhergekommen seid." Etwas Unterwürfigkeit zahlte sich immer aus. Außerdem war der Barbar geil genug, um es mit einem feuchten Astloch zu treiben, solange der Baum zwei Brüste aufwies. Das Problem dabei war nur, dass er lebend derzeit mehr wert war. Schade eigentlich. So viel geballte Lebenskraft fand man nicht oft.

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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Di 21 Aug 2012, 16:54

"Engel, hmm?", brummte Bror und legte dabei all seine Verachtung die die knappen Worte, "Weiche, schwächliche Hühnermenschen. Selbst kaum mehr als Hühner. Erbärmlich. Aber die Menschen hier... noch erbärmlicher!" Er zog seine Nase hoch und spuckte einen Klumpen Spucke und Schleim auf den Boden. "Fallen sogar gegen die Hühnermenschen! Schwächlinge. Die Kaltländer sind stark. Mit mehr von meinem Stamm hätte ich ihnen die Flügel gestutzt..." Er rieb sich mit der schwieligen Hand seinen breiten Nacken. Unterhaltungen! Bah! Sowas lag ihm nicht. Er sollte hier nicht reden. Er spielte mit dem Gedanken, eine seiner Äxte zu ziehen und dem Begleiter der Sukkubus den hübschen Schädel vom dürren Hals zu schlagen. Einfach so, zum Spaß. Das würde der Sukkubus sicher auch gefallen. Und dann würde sie ihn seinen Spaß mit ihr haben lassen. Ja, genau! So würde es kommen. Er musterte den Vampirfürsten mit einem Blick, mit dem ein Metzger auch ein besonders saftiges Schwein gemustert hätte und überlegte, ob er es schaffen könnte, ihm den Kopf abzuschlagen ehe der Kerl auch nur merkte, dass er sein Beil gezogen hatte...

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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Di 21 Aug 2012, 22:05

Razeem war völlig auf die Sukkubus fixiert, als er plötzlich ins Wanken geriet. Seine Sklavin hatte ihn am Arm gezogen und blickte panisch hinter ihn. "Mein Herr, kommt weg. Dieser Barbar will euch ermorden.." stammelte sie. Verwirrt blickte er zuerst zu seiner Sklavin, dann wandte er sich um und sah Bror mit seiner Axt da stehen, wie er ihn Mordlüstern anblickte. Razeem blickte finster drein. Wollte der Barbar ihm die Sukkubi abspenstig machen? Seine Flügel spannten sich willkürlich auf. Was würde der Barbar nun tun?
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Mi 22 Aug 2012, 00:31

Bror Brorson mochte nicht sonderlich helle sein, aber dennoch konnte man ihm normalerweise nicht vorwerfen, dass er sich leicht überraschen ließ. Als der dürre Kerl jedoch mit einem mal Flügel ausspannte erstaunte ihn das doch ein wenig. Er hatte sie bisher nicht bemerkt. Und auch nicht mit ihnen gerechnet. Aber gut... er rechnete generell mit eher wenig und ließ die Dinge auf sich zukommen. Aber das war eine andere Geschichte. Für einige Augenblicke - eher mehrere als wenigere - musste ihm die Verwirrung deutlich anzusehen sein. Dann rastete etwas in seinem Gehirn ein und er kam zu seinem Entschluss. "Flügel? Bist du etwa auch ein Hühnchen?", brummte er und es war deutlich heraus zu hören, dass dies im Grunde keine Fragen waren. Das war der Schluss, zu dem er gekommen war und den er sich nicht so leicht wieder nehmen lassen würde. Ohne noch weiter auf das Überraschungsmoment zu warten zog Bror seine Äxte und drängte sich zwischen die Sukkubus und den Geflügelten. Nicht, weil er die Frau hätte beschützen wollen. Er wollte sich vielmehr nicht von ihr den Spaß nehmen lassen, diesem Hühnchen die Flügel auszurupfen!

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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Mi 22 Aug 2012, 13:17

Razeem trat ein Stück zurück als dieser Barbar auf ihn zutrat. Dann behauptete dieser Kerl auch noch das er, der Blutfürst, ein Hühnchen war. Er soll einer dieser verlausten Engel sein ? Niemals. "Ich bin doch kein Hühnchen!," empörte sich Razeem.
"Ich bin ein Vampyr. Das ist was ganz anderes." Trotzdem ging er wieder ein stück weiter zurück, zur Sicherheit. Durch seine nervosität verteilten sich auch allmählich seine Pheromone in dem Tempel. Als ihm der bekannte duft in die Nase stieg, beruhigte er sich etwas. Vielleicht konnte er diesen Barbaren so überlisten? Der ausschuss seiner Pheromone erhöhte sich, vielleicht würde der Barbar sich dann auf die Sukkubus konzentrieren, statt auf ihn..
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Mi 22 Aug 2012, 23:04

Ein Schnappen und Knistern brachte die Luft im Tempel in Unordnung. Plötzliche Hitze wallte durch den Raum als eine flammende Peitsche geschwungen wurde und erneut knallte. Ivylaine hielt die brennende Waffe in einer von Feuer umhüllten Hand. Ihr selbst passierte natürlich nichts. Wer einen Feuerzauber anwendete, ohne ihn zu beherrschen, bekam danach meistens keine Gelegenheit mehr seine Fehler einzusehen. In ihrem Kopf begann ein Plan Gestalt anzunehmen, der auf einer Skala von "eins" bis "sinnvoll" bei "total bescheuert" einen Platz fand und es sich dort bequem machte. Diese beiden hier zumindest sollten sich spielen lassen wie eine Party Goblinschach (Bei dem echte Goblins, Lavabecken und eine mittelprächtige Menge Chaos zum Spielende hin eine gewisse Rolle spielten). Was den Golem und die Porzellanfrau anging, war sich Ivylaine noch nicht sicher.
"Spart euch eure Wut für die Engel auf." So wie sie das sah konnte keiner von ihnen alleine gegen die Engel bestehen. Zusammen hingegen mochten sie eine Möglichkeit finden die Engel zu besiegen. Und danach würde Ivylaine sie alle fressen. So war das halt. Der Plan rutschte eine Ebene tiefer und erreichte die Gefilde von "hirnverbrannt".
Fiffi richtete sein Fell auf und knurrte, was ungefähr so bedrohlich klang wie ein Luftballon, der grade angestochen worden war und durch den Raum zischte.

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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Do 23 Aug 2012, 23:00

"Kein Hühnchen, so?" Ein diabolisches Grinsen legte sich auf die Züge des Barbarenhäuptlings als er die Äxte hob. Die Flammenpeitsche der Sukkubus ignorierte er dabei gekonnt. Solcherlei Hokuspokus kannte er zur Genüge. Mehr als ein Magier hatte versucht, ihn und seine Horde von ihren Plünderungen, Brandschatzungen und Vergewaltigungen abzuhalten. Bror hatte festgestellt, dass Magier noch leichter starben als gewöhnliche Menschen. Ein paar Brandings waren nichts, was einen Kaltländer davon abhielt, Dinge zu töten. "Wenn du meinst, dass du was besseres bist als die Hühnchen, dann zeig es mir! Ich will dich gackern hören!", spottete er weiter, doch dann ging er aus dem Stand urplötzlich zum Angriff über. Die Axt in seiner Rechten zuckte wie aus dem nichts hervor, zielte auf die Hüfte des Hühnchens, das nicht zu seiner Rasse stehen wollte. Die Wucht, die in dem Hieb lag, hätte nicht einmal ein Troll parieren können...

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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Fr 24 Aug 2012, 20:37

Razeem konnte nur erschreckt zurück weichen als der Barbar ihn Angriff. "Nun hör doch zu. Ich bin keiner dieser Engel. Wieso sollten die hierher kommen? Meinst du die kommen auf die idee so zu tun als wären sie ein Böser und warten hier auf andere um diese dann entgültig zu töten? Du solltest deine Energie nicht auf mich verschwenden. Wenn du diese "Hühnchen", er betonte das Wort extra, "töten willst, dann geh raus und töte sie. Oder nimm dir diesen Tempel und meinetwegen die Frauen hier. "
Während er sprach, versuchte Razeem ausser reichweite von Brors waffen zu kommen. Er wollte noch leben. "Ich würde dir sogar meine eigene Sklavin anbieten, aber die brauch ich selber."
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BeitragThema: Re: Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]   Sa 25 Aug 2012, 23:12

Was genau sollte das denn nun werden? Was wollte der Schwafler von ihm. Bror verstand nicht recht, worauf die Worte des Vampyrs hinaus laufen sollten. Warum bot er ihm den Tempel und die Frauen an, Dinge, die ohnehin bereits die seinen waren. Und das waren sie ja wohl ganz offensichtlich. Er war zuerst hier gewesen. "Du wirst gleich gar nichts mehr brauchen, Hühnchen!", grollte Bror in Erwiderung auf Razeems letzten Kommentar und ließ mit beiden Äxten kurz versetzte, mörderische Hiebe auf ihn nieder gehen. Wieder entkam der Vampyr indem er sich zurück fallen ließ. Was Bror dann doch irgendwie ermüdend fand. Seine Hühnchen-Kollegen hatten wenigstens den Anstand gehabt, sich tapfer mit der Waffe in der Hand zerhacken zu lassen. "Wehr dich endlich!", knurrte er und es klang deutlich aus seinen Worten heraus, wie unverschämt er es fand, dass dieses Hühnchen ihn dem Vergnügen eines guten Kampfes beraubte, "Was bist du, eine hilflose Südländerfrau? Kannst du nicht kämpfen, Hänfling?"

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Weltherrschaft für Fortgeschrittene [MSG]
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