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 Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt

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BeitragThema: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptyDi 14 Aug 2012, 17:47

-Warcraftuniversum
OOC Kram und SBs hier : Klick

Eine salzige Meeresbrise ließ einzelne, lange Strähnen in das Gesicht der jungen Frau wehen. Gereizt blies sie sie aus ihrem Sichtfeld und warf ihre dunklen Haarwellen mit einer ruckartigen Kopfbewegung in den Nacken. Dem eiligen Gang und dem gestressten Gesichtsausdruck nach zu urteilen war sie in Eile.
Ärgerlich schnaufte Gil Connelly auf, als sich ein langsames Pärchen älterer, schnatternder
Zwergendamen in ihren Weg schob. „Los, macht hinne ihr alten Vetteln!“ dachte sie wütend. „Wenn ich die Lieferung nicht rechtzeitig an den alten Staubwedel von Goblin übergeben kann, wird nicht nur mein Gehalt gekürzt, sondern auch ich um einen Kopf.“ Den Stapel edler, farbenfroher Stoffe nun fester an sich gepresst nahm sie Anlauf und sprang einfach kurzerhand über die Zwerginnen hinweg. Dem Lichte sei Dank war sie so gut in Form. „Wäre diese verdammte Stadt nicht so verwinkelt, hätte ich mich schon längst vorwärts geblinzelt, für irgendetwas sollte muss das Studium ja nützlich gewesen sein...“ Erbostes Gezeter, aus Schimpfwörtern von denen „rücksichtsloses, elendes Menschenpack“ noch einer der freundlichsten war, verfolgte sie um die nächste Ecke, sogar eine Stegetage tiefer und vermischte sich dann mit dem allgemeinem Gesumme das in einer so belebten Stadt wie Beutebucht nun mal herrschte. Die Schneiderei Gutstich in der sie nun schon seit fast einem Jahr arbeitete, lag auf der obersten Etage an der nördlichen Felswand, ihr Ziel hingegen, die Residenz von Handelskaufmann Kraznak Krummgold lag zwei Etagen tiefer an der westlichen Felswand, zwischen den Docks Richtung Ratchet in Kalimdor und dem Ausgangstunnel der Hafenstadt. Zwar war es ein beachtlicher Weg, doch dank ihres guten Freundes Grizzlok fand sich Gil mittlerweile ziemlich gut in dem verwinkeltem Beutebucht zurecht und die Chancen standen gut, dass Krummgold sich noch rechtzeitig vor der Hochzeit mit seiner siebten, blutjungen Frau Zalexya für ein passendes Gewand entscheiden konnte. An der der Auswahl von Modellen war die junge Schneiderin maßgeblich beteiligt gewesen, einige hatte sie sogar völlig allein entwerfen und anfertigen dürfen.
Gerade als sie um die nächste Ecke hastete, wo sich eine Abkürzung auf die untere Eben durch eine kleine Spelunke namens „Zum staubigen Rumfass“ bot, wurde sie jäh von einer Menschensammlung ausgebremst. Die winzige Gässchen war völlig überfüllt von Vertretern aller Völker die sich laut rufend,grunzend und zischelnd in verschiedenen Sprachen unterhielten. Gil fing auch einige Brocken der Gemeinsprache auf: „Das ist DIE Gelegenheit, das müssen wir ausnutzen...“, „Wie lang' hat ma' scho' nix mehr von dem Teufelskerl jehört un' jetzt taucht der mit so nem Ding wieda auf..“ „Das isn ganz großer Fisch glaub mir und das wird ne Riesensache...sollen wir ma nen Abstecher machen, was meinstn?“ „In die neue Welt?! Ihr seid doch alle wahnsinnig! Ihr wisst doch gar nicht, was Euch dort alles erwarten kann! Von der Reise bis dorthin mal ganz zu schweigen!“
Noch nie hatte Gil einen solchen Auflauf im Rumfässchen erlebt, zwar war sie schon öfter mal mit Grizzlok hier gewesen um Blicke auf den ein oder anderen Piraten erhaschen und Geschichten von der Seefahrt hören zu können, aber an all den Abenden hatten sie nie mehr als 6-7 Leute gleichzeitig in der Schänke gesehen. Aus der Masse hoben sich sich ständig Köpfe hervor, die kleineren wie Gnome oder Goblins probieten es mit Sprüngen oder der Hindurchkriechen durch die Beine ihrer Vordermänner, einfach jeder versuchte einen Blick auf die morsche Hauswand werfen zu können. Nun war auch die Neugier in der jungen Frau geweckt und sie begann sich vorsichtig nach vorne zu schieben, ohne Erfolg. Gefährlich aussehende Trollweibchen mit riesigen Hauern fauchten sie an und muskelbepackte Orcs mit gigantischen Keulen warfen ihr aggressive Blicke zu. Sie musste einen anderen Weg finden, wenn sie nicht zerquetscht werden wollte. Die Haudraufs von Beutebucht würden sich wegen einer jungen Schneiderin sicher nicht mit skrupellosen Freibeutern anlegen...Plötzlich kam ihre eine Idee und ein schelmisches Grinsen zog sich über ihr gebräuntes Gesicht, die schwarzen Augen funkelten. Beinahe lautlos murmelte sie einige Worte und einige Fuß weiter links fing eine kleine Flamme an über einen Stapel Holzkisten zu tanzen und wurde dabei stetig größer. Die Menge kreischte auf und stob auseinander, oder versuchte das Feuer zu löschen. Niemand schien zu bemerken, dass die Flamme lediglich über das Holz leckte und es nicht verbrannte. Die Magierin nutze die Gunst der Stunde oder besser gesagt Minute und schaffte sich dahin vor wo eben noch der Mittelpunkt aller Aufmerksamkeit thronte.
Ein vergilbtes, zotteliges Stück Pergament, notdürftig mit einem rostigen Nagel angeschlagen bewegt sich leise im Wind. Die krakelige Schrift war kaum zu lesen:

Abenteurer, Freibeuter, Seefahrer und Helden Azeroths!


Nun da die Zeit gekommen ist, da sich der Nebel verzogen und uns eine völlig neue Welt offenbart hat, ersuche ich Euren Mut, Euren Freigeist, Eure Neugier. Lasst und gemeinsam Fuß fassen auf dem neuen Kontinent, seine Schätze würdigen und neue Bünde schaffen.
Ruhm, Reichtum und Abenteuer werden uns zahlreich erwarten.
Macht Eure Frauen, Kinder, Familien oder einfach nur Euch selbst stolz in dem ihr Euch der Silbersäbel- Flotte und ihrer Expedition in die neue Welt anschließt!
In 4 Tagen werden unsere drei Schiffe zum Morgengrauen die Route zum neuen Kontinent einschlagen, bis dahin werden wir tapfere Männer und Frauen aller Völker rekrutieren, die mich mit ihrem Geschick, Mut und anderen Qualifikationen beeindrucken. Ihr werdet uns an den üblichen Stellen antreffen können. Wo die Schiffe auslaufen, wird den Rekruten persönlich mitgeteilt.

Gezeichnet,

Käpt'n Silbersäbel


Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, als sie einige Schritte zurückstolperte. Das Feuer war mittlerweile wieder verschwunden und die Menge zog sich vor dem Anschlag wieder zusammen. War es nicht genau das, wovon sie immer geträumt hatte? War es Schicksal, Bestimmung? Mit trockenem Mund wand sie sich an eine ältere Goblindame neben sich: „Verzeihung Miss, sagt ihnen dieser Name Silbersäbel etwas?“ „Pah, aber natürlich Grünschnabel!“, krächzte diese daraufhin gackernd. „ Die Silbersäbelbande war und ist einer der berühmtesten Mannschaften der vergangenen Jahrzehnte, lange bevor die Blutsegelbukaniere überhaupt aktuell wurden. Sturmwind, Beutebucht und Orgrimmar haben sich dumm und dämlich nach ihnen gesucht, obwohl sich die Silbersäbel nie selbst als Piraten bezeichneten und auch wichtig für die Wirtschaft und die Handelskontoren waren. Auf den Kapitän war eines der höchsten Kopfgelder damals ausgesetzt.
Aber dann verschwanden sie plötzlich von der Bildfläche, alle hielten sie für tot.
Nun ist die berüchtigte Flotte nach Jahren wieder zurück, da ist dieser Aufruhr kein Wunder.“ die Goblin schwieg einige Sekunden mit geschlossen Augen. „ Wie kannst du nur noch nie von ihnen gehört haben, du dummes Ding?! Käpt'n Silbersäbel ist der größte Kapitän aller Zeiten und er ist zurück gekehrt!!“ zeterte sie plötzlich los und klopfte Gil mit ihrem knorrigen Gehstock auf den Schädel.

Verwirrt flüchtete sich die junge Frau in die Taverne und machte sie wieder auf den Weg, völlig mechanisch ging sie weiter, in Gedanken versunken. Ihre Beine bewegten sich wie von alleine...


OOC: So das wäre dann die MSG über den Aufbruch einer Seefahrer- Flotte nach Pandaria. Ob es sich um Piraten, Freibeuter oder einfache Händler handelt will ich dabei nicht so genau definieren, jedoch sollte klar sein, dass es eine sehr berüchtigte Crew ist. Die Stelle des Käptns möchte ich nicht übernehmen, die wäre noch frei, ich hoffe einer von euch großartigen Schreiberlingen wird er das gewisse Etwas verleihen.
Ich freue mich auf eine spannende, tolle, actionreiche und einzigarte MSG!
Los gehts!
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptySa 18 Aug 2012, 00:28

Sie hatten Booty Bay nicht angelaufen, sondern in einer Bucht unweit vor der Stadt geankert. Booty Bay war letztendlich eben doch Blackwater-Territorium und auch wenn die Silbersäbel-Flotte keinen unmittelbaren Streit mit diesen hatte wäre es doch eine unnötige Herausforderung gewesen, mit gleich drei Schiffen im Hafen festzumachen. Wer mochte ahnen, ob Seahorn, der Flottenmeister der Blackwater-Räuber, sich nicht doch ein wenig auf die Hufe gestiegen fühlte, wenn die Konkurrenz es sich erdreistete, in seinen Heimathafen einzulaufen und neben seinem eigenen Schiff festzumachen. Da war es umsichtiger, sich ein wenig zurück zu halten. Also hatte der Captain die Order erlassen, vor der Stadt festzumachen und mit den Beibooten außerhalb Booty Bays an Land zu gehen. In den kleinen Nussschalen zu den Piers zu paddeln wäre dann doch eher demütigend gewesen und keiner in der Silbersäbel-Flotte verspürte den Drang, sich derart zu blamieren.
Tel'zora hatte alleine die Ruderbank eines der Beiboote besetzt. Was auch immer man über den Troll sagen mochte: er war ein guter Ruderer, mit seinen langen Armen und natürlich auch nicht zuletzt mti all der verborgenen Kraft, die in seinen sehnigen Gliedmaßen steckte. Und einer allein ruderte nunmal grundsätzlich gleichmäßiger als zwei Mann zusammen. Tel'zora genoß es, wieder in Booty Bay zu sein. Stranglethorn, das war nicht mehr seine Heimat - die roch nach hölzernen Bohlen und Salz! - aber dennoch die Welt seiner Kindheit. Die Geräusche, Gerüche, die Farben, die Pflanzen und Tiere - all das war so vertraut, dass es dem Troll ein ziemlich dümmliches Grinsen auf das Gesicht zeichnete. Aber das war ihm inzwischen auch gleich.
In diesem Moment hockte er in einer ziemlich schummrigen Taverne irgendwo unten im Hafen und wenn man der Wahrheit die Ehre geben mochte - etwas, womit Tel'zora selbst es nicht immer allzu genau nahm - dann musste man wohl erwähnen, dass er sich dort bereits einen vollen Tag aufhielt. Seit sie die Stadt betreten hatten eben. Er hatte einfach das dringende Bedürfnis gespürt, das zu tun, was Seemänner auf Landgang eben tun und hatte sich deshalb den erstbesten Ort gesucht um seine Heuer zu versaufen und verhuren. Inzwischen hatte er einen Gutteil der Münzen, die seinen Beutel bei der Landung noch beschwert hatten, mit Rum und Mädchen durchgebracht, hatte zudem einen ziemlich glasigen Blick und seine Aussprache litt schon seit einer ganzen Weile unter dem Fusel, der ihm zusehens zu Kopf stieg. Also - und das war wohl die weisere Entscheidung! - begnügte der ehemalige Kopfjäger sich damit, grinsend in seiner Ecke zu sitzen und sich über all die Landratten zu amüsieren, die sich aufgeregt um die Anschläge des Captains scharten.

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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptySo 19 Aug 2012, 12:15

Der Geruch von gebratenem Thun waberte durch die ganze Küche und zog sogar hinaus bis zum Tresen, wo sich der Barkeeper hungrig die Lippen leckte. Doch leider würde er erst in ein paar Stunden Schichtwechsel haben und so musste er wohl oder übel hinter dem Tresen bleiben und die Kunden bedienen, die heute im Übermaß vorhanden waren. Kein Wunder, schließlich hatte er selbst den Aushang auch schon gesehen. Ein ganzer Haufen von Seefahrern und Möchtegern-Seefahrern hatte sich wie ein Mob vor dem Aushang gesammelt und gaffte, danach kamen die meisten glücklicherweise auf einen Rum hier in seine Taverne. Es konnte ihm nur Recht sein. Plötzlich öffnete sich hinter ihm die Küchentüre und eine köstlich riechende Wolke schlug ihm entgegen. Der Zwerg, der ironischer weise trotz seiner Größe den Barkeeper und Tavernenbesitzer, seines Zeichens Goblin, um zwei Köpfe überragte, kam ihm mit vier Tellern entgegen, auf denen filetierte Regenbogenflossenthuns lagen.

„Was ist das denn heute für ein Andrang hier?“
„Hast du es denn gar nicht mitbekommen? Die ganze Stadt redet darüber! Die Silbersäbel sind zurück und sie planen eine Expedition! Zum neuen Kontinent! Sie rekrutieren hier in Beutebucht!“
„Woher soll ich das denn wissen? Ich stehe seit heute Morgen in der Küche und filetiere Fische. Silbersäbel sagst du? Hmm…“
„Ich kenne diesen Blick. Du willst wieder in See stechen.“
„Ich habe doch gar nichts gesagt…“
„Du arbeitest jetzt seit einem Jahr für mich, Gor, ich kenne dich. Vielleicht willst du es dir nicht eingestehen, aber du vermisst die See.“
„Verdammt, ja, du hast Recht. Ich vermisse den Wind in meinem Gesicht, das Geräusch von Kanonen und splitterndem Holz…“
„Auch wenn es meiner Taverne das Genick brechen wird, ich werde dich nicht aufhalten.“
„Ach was, du wirst einen Ersatz für mich finden. Es gibt genug arbeitslose Köche in diesem Pfuhl von einem Hafen, die auf eine Stelle wie diese warten.“
„Vermissen werde ich dich trotzdem, mein Freund.“
„Ich dich auch, alter Halunke. Ich werde mir diesen Aushang mal kurz ansehen, bin gleich zurück.“

Er klopfte dem Goblin auf die Schulter, was diesen fast von dem Hocker riss, auf dem er stand. Dieser rief in den Raum und sogleich kam eine junge Frau herbei, die die Teller mit Fisch entgegennahm und zu den Gästen brachte. Gor verlies währenddessen die volle Taverne und sah sich mit einem Mob konfrontiert, der sich um den Aushang gesammelt hatte. Plötzlich stoben die Leute auseinander, eine der Kisten hatte plötzlich Feuer gefangen, doch den Zwerg lies das kalt. Er schob sich zwischen fliehenden Menschen und Trollen zum Zettel durch, wo einige wenige es ihm gleichtaten. Es stimmte, die Silbersäbel rekrutierten. Die üblichen Stellen, aber wo waren die? Das würde er bald herausgefunden haben, schließlich würde dies für einige Tage das Gesprächsthema Nummer eins sein. Er wandte sich von dem Aushang ab und ging wieder zurück in die Taverne. Der Goblin erwartete ihn bereits mit weiteren Bestellungen. Doch der Zwerg war zu sehr in Gedanken, um sich wirklich voll auf das Kochen konzentrieren, etwas, das nur sehr selten geschah. Er würde wieder zur See fahren!
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptyDi 21 Aug 2012, 19:24

Silbersäbel... Dieser Name sagte dem Mann, dem Aussehen nach ein typischer Seefahrer, durchaus etwas. Aber wer schon von Kindesbeinen an mit der Seefahrt vertraut war, der sollte eine solche "Berühmtheit" wohl kennen. Gindo jedenfalls hatte den Namen schon oft gehört - früher häufiger als heute - und so dauerte es nicht lange, bis er die Entscheidung gefällt hatte, mit diesem berühmten Kapitän zur See zu fahren.
Der Seefahrer war einer der ersten, der den Schrieb des Kapitäns entdeckte und dank seines kräftigen Körpers hatte er auch kaum Schwierigkeiten, ihn zu lesen. Und, wie sollte es anders sein, der Aushang erzielte vollen Erfolg bei Gindo, der sich ersteinmal einen kleinen Krug voll Rum bestellte, um sein genaues Vorgehen zu planen.
Übliche Stellen... Die üblichsten Stellen, um Seefahrer anzuheuern waren die Wirtshäuser, in denen man für möglichst wenig Geld möglichst viel Alkohol bekam. Und der Hafen direkt, selbstverständlich. Andererseits konnten damit aber auch Stellen gemeint sein, an denen die Silbersäbelflotte früher bereits ihre Mannschaft rekrutiert hatte... Gindo beschloss, ersteinmal in Ruhe seinen Rumkrug zu leeren, sich dabei umzuhören und anschließend die anderen Wirtstuben abzuklappern. Auf diese Weise, so hoffte er, würde er die Informationen finden, die er suchte - oder direkt einen Anwerber.
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptyDo 23 Aug 2012, 23:32

Josephine:

Als Jose so die Straßen von Booty Bay entlang schlenderte, bemerkte sie mal wieder anerkennend, dass alles in dieser Stadt aus Holz zu sein schien. Alle Häuser, Geschäfte und Brücken.. Einfach alles. Josephine sah sich konzentriert um, in der Hoffnung irgendetwas oder irgendwen zu entdecken, der ihr bei der Stellensuche helfen könnte. Bisher haben Gindo und sie es schließlich immer geschafft wieder und wieder schnell etwas neues zu finden. Allerdings begleitete Jose jedesmal erneut die Angst, mal Pech zu haben - was im schlimmsten Fall bedeuten würde, dass die Geschwister auf der Straße sitzen würden. Sie sah auf ihre Taschenuhr. Eine Stunde war bereits vergangen und Josephine musste sich auf den Weg zu dem verabredeten Treffpunkt machen, wo ihr Bruder wahrscheinlich bereits auf sie wartete. Als sie die Wirtstube betrat, sah sie Gindo an der Theke, vor einem Glas Rum, sitzen. Jose verdrehte die Augen und schluckte. Sie mochte es nicht, wenn ihr Bruder trank. Dies erinnerte sie viel zu sehr an die Vergangenheit, welche sie so sehr zu verdrängen versuchte. Still und ohne ihn anzusehen, nahm sie neben Gindo Platz.
"Na..", brummte sie.
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptyFr 24 Aug 2012, 22:32

"Hey Kleine", begrüßte Gindo seine Schwester, als sie sich zu ihm setzte. "Ich glaub, ich weiß, wo wir als nächstes anheuern."
Er deutete auf den Aushang, um dich sich nach einer kurzen Pause wieder eine große Gruppe Leute drängte. Gindo schmunzelte. Was für ein Aufheben die Leute doch machten, nur weil dieser Schrieb von Kapitän Silbersäbel stammte. Er wandte sich wieder Josephine zu und grinste sie an.
"Wir werden mit einer echten Berühmtheit in See stechen, wenn alles klappt. Kapitän Silbersäbel, falls dir der Name etwas sagt. Im Vertrauen, mir sagt er auch nicht viel." Nekisch zwinkerte er ihr zu, bevor er fortfuhr. "Jedenfalls, dieser Kapitän will in die neuen Lande. Nach Pandaria. Und wir müssen nur noch einen von seinen Anwerbern finden, um uns ihm anschließen zu können. Na, wie klingt das für dich?"
Er nahm einen weiteren Schluch von dem Rum und sah Jose erwartungsvoll an.
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptySa 25 Aug 2012, 01:35

Arela lehnte sich zurück und nahm einen weiteren Schluck aus ihrem Becher. Fasziniert blickte sie zu dem Aushang, um den sich immer noch viele Leute drängelten. Mit so viel Interesse hatte sie nicht gerechnet. Sie hatte extra auf besondere Kleidung verzichtet um nicht aufzufallen: Sie wollte lieber beobachten, wer sich für die Idee begeistern konnte und nicht ob jemand ihretwegen mitkommen würde: Das letzte was sie bräuchte wäre ein liebestrunkener Verehrer auf einer Fahrt ins Ungewisse.
Aber dazu würde es nicht kommen – Sie würde auf keinen Fall alle mitnehmen, sondern einfach die Unpassenden zurücklassen. Außerdem musste sie dafür sorgen, dass keiner auf die Idee kam Unfug zu treiben.
Sie betrachtete kurz die Liste vor sich auf dem Tisch und fügte ihr noch einige Punkte hinzu. Dabei drifteten ihre Gedanken immer wieder ab: Was würde geschehen, wenn sie die Küste erreichten? Welche Gefahren würden auf sie lauern? Wie würden sich die Mitfahrer benehmen, sobald sie die Schiffe verließen? Für Arela stand fest: Sollten sie sich mit Einheimischen anlegen, denen sie nicht gewachsen waren, würden diese für eine Auslieferung bestimmt einiges springen lassen.
Mit einem Lächeln nahm sie einen weiteren Schluck. Egal was passieren würde: Am Ende würde sie gewinnen, da war sie sich sicher.

Sie blickte wieder auf die Liste, sie würde aufpassen müssen um nicht zu viele mitzunehmen, sonst würde am Ende kein Platz mehr für Waren oder Beute sein. Andererseits: Hatte sie irgendwo erwähnt, dass die Helden wieder mit zurücksegelten?
Sie grinste still in sich hinein und ließ ihren Blick wieder durch die Taverne schweifen während sie nachdenklich am hinteren Ende des Stifts kaute – eine schlechte Angewohnheit, die sie sich dringend abgewöhnen sollte.
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptySo 26 Aug 2012, 16:27

"Jetz' komm schon, hab dich nich' so...", brummte Tel'zora während er sich langsam, unwillig in Richtung der Tür begab, "'s doch nur'n Krug Rum und du kriegs' schon was dafür..."
"Nein, nein, nein!", erwiderte der verstimmte Goblin, dessen Schießeisen in den grünen Händen mehr noch als die Wut seines kurz gewachsenen Besitzers der eigentliche Grund dafür was, das der Troll sich überhaupt bewegte, "Kein Geld, keinen Rum. So einfach ist das. Ich bin Wirt, kein Pfandleiher. Treib Geld auf und du sollst Rum kriegen. Aber so nicht. Es ist nicht meine Schuld, dass du deine Heuer schon versoffen hast!"
"Das is' nich' fair!", beklagte Tel'zora sich und machte mit den großen Händen eine Geste, von der er hoffte, dass sie mitleidheischend war, "Ich will dir doch nix klau'n. Un' auch nix vorenthalt'n, Mann. Du kriegst ja was für dein' Rum. Nur halt nich' gleich..."
"Du kriegst deinen Rum auch, das verspreche ich dir ja!", konterte der Goblin und stocherte mit dem Schießeisen nach Tel'zoras Beinen, "Nur eben nicht gleich. Sondern dann, wenn du mir Geld bringst." Er stieß das gehässige Gackern aus, dass in seinem Volk gemeinhin ein Lachen darstellte.
"Un' wie wäre es, wenn ich dir ein Geschäft vorschlage?", ließ Tel'zora es auf einen erneuten Versuch ankommen und tippte sich mit einem langen Finger an die Nase. Mit einem mal kam er sich unglaublich listig vor. Ihm war soeben eine Idee gekommen. "Wir stechen in ein paar Tagen in See. In die neue Welt. Panda... Pandi... Panda-Irgendwas. Ich bring dir was hübsches mit von dort. Zum Beispiel... zum Beispiel..." Er stockte, grübelte als er bemerkte, dass seine Idee doch noch nicht ganz ausgereift war. Und dann kam ihm die Erleuchtung. "Einen Panda! Ich bringe dir einen Panda mit! Was sagst du dazu? Du schenkst mir nochmal einen Krug Rum aus und bringst mir was von deinem Regenbogenflossenthun und sagst der Darkspear-Biene da hinten, dass sie nochmal lieb zu mir sein soll. Und dafür kriegst du einen Panda wenn ich wieder zurück komme. Ist das'n Geschäft, Mann?"
Nur für einen Moment tat der Goblin so, als würde er ernsthaft darüber nachdenken. "Nein verdammt, das ist kein Geschäft!", platzte es dann aus ihm heraus, "Das ist ein verdammtes Glücksspiel! Ich würde drauf wetten, dass du das überhaupt überlebst. Und dass du dein Wort hältst. Du bist immerhin ein Troll! Und außerdem: was zum Geier soll ich mit einem Panda anfangen? Raus hier! Raus! Komm wieder, wenn du Geld hast!"
Die Tür knallte ins Schloss und Tel'zora, der ganz unbemerkt auf seinem Rückzug die Schwelle überschritten hatte, fast sich mit einem mal mit massiven Treibholzbohlen vor der Nase wieder. Seine Mundwinkel sanken enttäuscht hernieder. Das hatte nicht geklappt. Sowas von gehässig aber auch, dieser raffzahnige Goblin...

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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptySo 26 Aug 2012, 20:43

Jose lauschte ihrem Bruder aufmerksam, als dieser erzählte was beide erwartete. "Kapitän Silbersäbel - eine Berühmtheit. Wow! Die neuen Lande - Pandaria. Doppeltes Wow! Einen Anwerber finden? Einen Moment mal..." überlegte sie und hielt kurz inne, als Gindo erwartungsvoll auf eine Reaktion wartete. "Wir suchen uns einen seiner Anwerber und schließen uns an? Geht das denn so einfach?" fragte Josephine etwas skeptisch und führte ihr Gesicht dann näher an das ihres Bruders. "Ich meine..." begann sie im Flüsterton. "Sieh dir mal diese ganzen Menschen an. Wieso sollten wir ihnen gegenüber einen Vorteil haben? Die wissen im Gegensatz zu uns wohl ziemlich genau wer dieser Silbersäbel ist..." fuhr sie fort und deutete mit ihrem Kopf in die Richtung der Leute, die sich um sie herum und vor dem Aushang tummelten.
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptyDi 28 Aug 2012, 18:39

Gindo grinste.
"Aber das heißt nicht, das sie so viel Erfahrung in der Schifffahrt haben, wie wir. Ich meine, wen würdest du lieber nehmen? Jemanden, der weiß, wer du bist, dafür aber noch nie auf einem Schiff gearbeitet hat, oder jemanden, der sein Lebenlang auf die Schifffahrt vorbereitet wurde und sich schon seit Jahren auf Schiffen verdingt, allerdings gerade einmal deinen Namen kennt und weiß, das du berühmt bist? Mir ginge Erfahrung über Bekanntheit. Und wenn dieser Kapitän Silbersäbel mindestens so clever ist, wie es sein Ruf vermuten lässt, dann entscheidet er ebenfalls so."
Liebevoll legte er den Arm um seine Schwester.
"Mach dir nicht so viele Sorgen, meine Kleine. Wir haben noch genug Geld von den letzten Seefahrten, wir halten hier also auch eine Weile aus, wenn Silbersäbel uns nicht mitnimmt. Und in einer Hafenstadt sollte es für zwei Seeerfahrene, kampferprobte Recken wie uns kein Problem darstellen, ein Schiff zu finden, auf dem wir anheuern können."
Ein aufmunterndes Lächeln legte sich auf seine Züge, während er seine Schwester musterte.
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptySo 02 Sep 2012, 11:48

Nachdem die letzte Bestellung auf einem Teller vor dem Goblin auf dem Tresen lag und dieser gerade das Schankmädchen herbeiwinkte, trat Gor zum Barkeeper heran.
„Sag mal… Auf diesem Aushang da draußen, da wird nur von ‚den üblichen Stellen’ berichtet. Weißt du, wo die sind? Ich muss jemanden finden, der mir helfen kann.“
„Die üblichen Stellen? Das letzte Mal haben sie… lass mich nachdenken…“
Der Zwerg zog ein paar silberne Münzen aus den Hosentasche und drückte sie dem Goblin in die Hand.
„Ach ja, ich weiß es wieder! Im Norden auf dem kleinen Inselchen. Zwischen Beutebucht und dem Lager dieses süßen kleinen Goblinmädchens Sassy Hartzang. Auf der nördlichen Seite der Insel, nahe einer Brücke zum Festland hin, da ist ein Wasserfall. Dort wirst du fündig werden. Nur gut, dass sie die Straßen ausgebaut haben, ansonsten hättest du dich durch den Dschungel kämpfen dürfen.“
„Dann mach ich mich mal auf den Weg, die Küche hat jetzt geschlossen.“
Mit einem bösen Grinsen im Gesicht drehte er sich um und verließ den Goblin, der ihm meckernd hinterher rief. Dass er das doch nicht machen könne. Dass das ein riesiger Verlust wäre, wenn er die Küche so früh zumachen würde. Aber dem Zwerg war es jetzt egal. Er ließ die Taverne hinter sich, alles was er brauchte, hatte er dabei. All sein Besitz, der für ein Leben auf See nötig war, war seit Monaten in der Küche gewesen. Ein Gewehr, ein Säbel, eine Tasche mit Kochutensilien und ein Satz Wurfmesser. Zielstrebig ging er auf den Nördlichen Ausgang Beutebuchts zu, ein Ziel vor Augen. Er würde wieder zur See fahren…
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptyMo 03 Sep 2012, 23:52

Seefahrt. Das Rauschen der Wellen, die sanfte Meeresbrise in den Haaren, den salzigen Duft in der Nase...dreckige Arbeit, Saufgelage und Abenteuer. Freiheit.
Gillians Gedanken rotieren als sie völlig automatisch den Weg zu Krummgolds Residenz beschritt. Sollte ihr großer Traum etwa in Erfüllung gehen? Würde sie endlich, nach Jahren der Demütigung und Abhängigkeit in der Lage sein, die Welt auf eigenen Beinen zu erkunden? Die schmerzliche Vergangenheit hinter sich zu lassen und neue Welten zu entdecken...?
Erst ein lautes Gezetere greller, kreischender Stimmen riss die junge Frau aus ihren aufwühlenden Gedanken und schon fand sie sich von einer Traube von aufgebrachten Goblins umzingelt wieder. "Eilt Euch, die Zeremonie beginnt in weniger als 10 Minuten, der Meister tobt!" Unter aufgeregtem Geschnatter drängten die kleinen Grünlinge Gil ins Innere des riesigen Anwesen, dessen Mahagoniholz im Gegensatz zu den meisten anderen Unterkunften in der Stadt noch blitzblank war und weiter in das protzige mit Brokatwandteppichen geschmückte Arbeitszimmer der Edelkaufmannes. Niemehr Stiefelgeputze, keine erbärmliche Botengänge mehr, nie wieder niedere ungedankte Handlangerei... Die Schneiderin erfasste die helle Aufregung um sich herum nur noch schleierhaft, ein klares Bild ihrerselbst auf einem majestätischen Dreimaster umringt von Seebären aus aller Welt drängte sich in ihren Kopf, sie sah sich selbst...frei, lächelnd...
Wenn die Goblins welche sie empfangen hatten bereits erzürnt waren, dann war Krummgold schier tollwütig. Die roten, engen Augen in nackten Wahnsinn aufgerissen, schnaufend kam er mit einer gold-blitzenden Taschenuhr in der Hand, wild auf diese mit seinem dicken Zeigefinger einhämmernd auf sie zugerast und kam nur knapp vor ihr zum Stehen. In seiner vollen Größe aufgebaut, das heißt bis zu Gils Hüfte hinaufragend, baute er sich zornig zischend vor ihr auf und zu dem perfekten Anblick des absoluten Durchdrehens fehlten eigentlich nur noch eine Schaumkrone vor dem faltigen Maul und Rauchfahnen aus den langen, spitzen Ohren. "8 Minuten und 56 Sekunden, 8 MINUTEN und ich muss vollends bereit vor dem Altar stehen. WO WARST DU, DU UNNÜTZE HEXE VON EINER SCHNAPSDROSSEL!? Wohl wieder in irgendeiner schmierigen Spelunke rumgelungert und dich zur Abwechslung mal in Alkohol statt in Selbstmitleid ertränkt? Nur weil du nichts zu verlieren hast und keinem geregeltem Leben nachgehen kannst, gilt das nicht für uns alle du unzuverlässiges STÜCK! Sich zulaufen zu lassen, wird nichts an deinem erbärmlichen Leben ändern!" brüllte er sie in für sein Alter und seiner Größe beachtlicher Lautstärke an und besprenkelte sie dabei mit seinem widerlichen Speichel. " Glotz' nicht so dumm drein und kredenze mir deine hoffentlich nicht so schlampige Arbeit, wie es dein Auftreten vermuten lässt!" Die Lippen aufeinander gepresst, sich fest vornehmend nicht zu reagieren breitete Gil die einzelnen Gewänder aus und die Diener reichten sie ihrem Herrn, der sich glücklicher Weise hinter einem Sichtschutz verbarg, um sich umzukleiden. "Dreck. Fummel. Müll. Was ist denn DAS, ich gehe nicht auf eine Beerdigung. Wenn das so weiter geht, mag es allerdings dazu kommen... Dummes Weib. Hübsch und talentiert, aber lässt sich so gehen...ah sie an, das kann man doch eventuell tragen...schneller, das NÄCHSTE!" murmelte der alte Goblin vor sich hin, während die junge Schneiderin angestrengt versuchte völlig unbeteiligt zu wirken und so zu tun, als wäre sie eigentlich garnicht da. "Ach, Darix" fuhr er an seinen obersten Assistent gewandt fort. "Haben sich die Haudraufs bereits wegen der gesichteten Streuner um den nördlichen Wasserfall herum gemeldet? Scheint sich wohl doch um Piratenpack zu handeln? Ich hoffe das hat sich erledigt, schließlich möchte unsere Hochzeitsgesellschaft nicht von solchem Abschaum belästigt werden, wer weiß was die da treiben...Ah, ich glaube das werde ich tragen. Da fällt mir ein, Darix, sieh zu dass du..." Der nördliche Wasserfall? Herumstreunendes Piratenpack? Plötzlich horchte Gil interessiert auf...die Blutsegelbukaniere hielten sich woanders auf, das war bekannt...und wenn es sich um Schwarzmeerräuber handelte würde man das auch wissen...das waren doch wohl nicht die...konnte das tatsächlich sein? Oder steigerte sie sich nun komplett hinein? Andererseits hatte sie sich bereits mehrmals gefragt worum sich bei den sogenannten "üblichen Stellen" handeln konnte? In der Stadt in einer Taverne eine Mannschaft zu rekrutieren war viel zu riskant, selbiges galt für das Blutsegelterritorium und die Buchten... "...und um auf DICH zurück zu kommen, du törichtes Weibsbild, ich werde Gutstich über diese Nachlässigkeiten informieren und Gnade dir, er wird nicht begeistert sein, glaube mir. Wenn er davon erfährt-" "Halt's Maul." Ihr Entschluss stand fest. "Halt endlich dein altes Sabbelmaul du widerlicher, haariger Zausel. Verreck doch an deinem Reichtum und deinem Einflusss, verreck dran." Sie wirbelte herum, ließ die erschrocken aufschnappenden Goblins, den sprachlosen Krummgold und ihre lieblos in die Ecke gepfefferte Gewänder hinter sich.
Ihr Ziel stand fest...
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptyDo 06 Sep 2012, 20:52

Diese Lage war... nun, misslich. Da saß er also, unsanft hinaus komplimentiert, völlig abgebrannt und noch immer durstig. Nicht gut. Was sollte er jetzt machen? Mit einer Mischung aus Groll und Selbstmitleid (wobei letzteres überwog) ließ er sich an einem Poller auf dem Steg vor der Taverne zu Boden sinken, die langen Arme um die Knie geschlungen, den Blick starr auf die Tür vor sich gerichtet. Sein Schädel gab ein melodisches 'Tock' von sich als er den Hinterkopf wieder und wieder träge gegen den Pfosten schlagen ließ. Bis der Schmerz zu groß wurde. Es war einfach nicht gerecht! Er ließ den Kopf hängen, seine Stirn sank auf seine dürren Knie und vermutlich wäre er, betrunken wie er war, bald in dieser Haltung eingeschlafen, wären in diesem Moment nicht schnelle Schritte den Steg entlang gekommen, die ihn augenblicklich wieder hochschrecken ließen. Es war eine junge Menschenfrau, die da entlang kam, lange dunkle Haare, dunkler Teint. Tel'zora hatte sie nie zuvor gesehen, doch aus einer Laune heraus sprach er sie an. "He, du!", rief er ihr zu als sie auf ihn zu kam, "Willst du einem alten Seebären ein Schälchen Rum ausgeben? Siehst aus, als wüsstest du ein paar Geschichten über die See zu schätzen..."

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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptyDo 06 Sep 2012, 21:47

Eine krächzende, etwas lallende Stimme riss sie aus ihren stürmenden Gedanken und Gil hielt abrupt an. Hatte die unbekannte Gestalt die sie beim Vorbeirauschen nur aus den Augenwinkel erspäht hatte, gerade sie gemeint? Die Aushänge der mysteriösen Silbersäbel hatten außer dem allgemeinen Aufruhr allerhand Pack und Rumtreiber mit in die Stadt gebracht, mehr noch als es sich sowieso schon dort herumtrieb. Würde sie überfallen werden, wäre das nicht die erste Eskalationen in den letzten Tagen. Langsam und vorsichtig drehte sie sich um, jeder Muskel in ihrem Körper zum Zerreißen angespannt, bereit im Zweifelsfalle blitzschnell reagieren zu können. Vor ihr- oder eher unter ihr- auf dem Boden saß ein Troll, kein besonders schöner, wie sollte es auch anders sein? Da das Schlingendorntal seit jeher Trollterritorium gewesen war, hatte Gil bereits öfter einen Blick auf diese sonderbaren Wesen erhaschen dürfen und dieser war bei weitem nicht der muskolöseste Troll der ihr unter die Nase gekommen war. Sie entspannte sich wieder ein wenig und dachte nach...Geschichten über die See...? Vielleicht konnte er ihr mehr über die jüngsten Geschehnisse verraten? Und selbst wenn nicht, ein, zwei oder sechs Schälchen Rum und Anekdoten wusste sie sehr wohl zu schätzen, nichts anderes hatte sie in den letzten Jahren gewissermaßen am Leben erhalten. Einige Silbermünzen hatte sie auch noch.
" Nun gut Troll, aber sei gewarnt, wenn du versuchts mich übers Ohr zu hauen oder mir etwas anzutun, dann wirst du dir wünschen nie geboren worden zu sein. Ich bin schon länger im "Geschäft" als zu denkst...!"
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptySa 08 Sep 2012, 21:27

"Nua keine Angst, Herzchen, ich bin schon 'ne ganze Weile raus aus dem Kopfjäger-Geschäft", antwortete Tel'zora breit grinsend während er sich an seinem Poller in die Höhe zog und dann auf die Tavernentür zuhielt. Er trat als erster ein, erinnerte sich aber zumindest des Bisschen Anstands, dass er der jungen Frau die Tür aufhielt.
"Du schon wieder?!", erklang es wenig erfreut von der Theke her als der Goblin, der eben dabei war einige Gläser zu polieren, halb zornig, halb erschrocken aufsprang. Mit vernehmlichem Klicken entsicherte er sein Flinte, doch Tel'zora riss augenblicklich beschwichtigend die Hände in die Höhe, wobei er freilich die Tür wieder los lassen musste. "Ich will nicht schnorren. Die Lady zahlt für mich, Mann." Er überließ es der jungen Frau zu bestellen und kurz darauf stand vor jedem von ihnen eine Messingschale voll klarem, dunklem Rum. Der Troll ergriff die seine mit beiden Händen und gönnte sich einen tiefen Schluck, ehe er sich seine Gesprächspartnerin zuwandte. "Du meinst also, du wärst schon lange im Geschäft, Mann, was? Wie eine Seefahrerin siehst du mir aber nicht aus. Aber wärst es wohl gerne, was? Davon träumen sie alle hier, in diesem Nest. Der Wind in den Haaren, das Salz in der Nase, die Gischt im Gesicht, Mann!" Er lachte auf, ein tiefes, rollendes Lachen. "Aber hast du auch das Zeug für die unschönen Seiten im Seefahrerleben? Glaubst du, du kannst dich bei einem Sturm in den Wanten halten, wenn der Regen dir ins gesicht peitscht und der Sturm an deinen Kleidern zerrt?" Seine Stimme hatte nun etwas geheimnisvolles, bedrohliches angenommen, wie die eines alten Märchenonkels, der seinen Neffen und Nichten eine Geistergeschichte erzählte. "Kennst du die Gefahren, die in der Tiefsee lauern, die hinauf an die Oberfläche steigen wenn der Vollmond scheint um ahnungsloses Seefahrervolk in die Tiefe zu ziehen? Und hättest du den Mut, dich den Bestien tapfer im Kampf zu stellen? Möchtest du, dass ich dir von ihnen erzähle?" Er griff erneut nach seinem Schälchen, gönnte seiner Kehle eine Ölung und blickte die junge Frau herausfordernd an.

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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptySo 09 Sep 2012, 12:49

Seufzend verrollte Gil die Augen und folgte dem wankenden Troll ins innere der Taverne. Erfreulicher Weise versuchte er ihr sogar die Türe aufzuhalten, was an einer von dem goblinischen Tavernenbesitzer auf ihn gerichteten Flinte scheiterte. Er riss die Arme hoch und die schwere, massive Holztüre traf die junge Frau hart an der Schulter und Gil begann wüst zu fluchen. Gerade als sie ihren Unmut an ihrer Begleitung auslassen wollte, hatte diese den Goblin schon beruhigt und Gil wurde klar, dass nur SIE den Besitzer von einem Massaker abgehalten hatte.
Verwirrt ließ sie sich am Tresen nieder und orderte zwei Schälchen Rum. Genüsslich setzte sie das köstliche Gebräu an ihre Lippen und entspannte sich augenblicklich. Mit einem leisen Lächeln auf den Lippen lauschte sie dem Troll.
"Mit lange im Geschäft meinte ich eigentlich eher, dass ich im Fall eines tätlichen Angriffs auf meine Person, durchaus in der Lage demjenigen die Kehle aufzuschlitzen oder ihm qualvoll bei lebendigem Leibe vebrennen zu lassen." grinste sie, "Aber du hast Recht, mein großer Traum ist es tatsächlich mal richtig zur See zu fahren und Abenteuer zu erleben...ich bin nur einmal auf einem Handelsschiff nach Tanaris gesegelt. Lachhaft. Dabei wäre ich imstande ALLES zu tun, was es benötigt um auf den Meeren am Leben zu bleiben. Versteh mich nur nicht falsch, ich bin kein Traumtänzer, ich hab schon genug Mist erlebt um zu wissen wozu ich in der Lage bin und wie viel ich aushalte."
Sie nahm einen weiteren Schluck Rum und überlegte bereits, wie sie ihrer Begleitung beibringen sollte dass es bei nur einem Schälchen bleiben musste...Sie musste ihn einfach am Reden halten. Also fuhr sie fort: " Du hast Recht hier treibt sich einiges an Möchtegern- Seefahrern herum, gerade jetzt da sich diese seltsamen Aufhänge an jeder Spelunke finden lassen. Die Silbersäbel...ich hatte gehofft du könntest mir mehr DARÜBER erzählen, Seefahrtsgeschichten kann ich mir hier schließlich von jeder Saufnase für ein paar Schnäpse oder auch nur mit ein wenig Augenschlag anhören.", schloss sie grimmig ab und grinste den Troll herausfordern an.
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptySo 09 Sep 2012, 15:36

"Ah, die Silbersäbel, dass isses, worauf du aus bist?" Tel'zora setzte ein triumphierendes Grinsen auf. Wäre er nüchterner gewesen hätte es wohl überlegen gewirkt, gefährlich vielleicht sogar. Die meisten Trolle wirkten gefährlich, wenn sie ihre Zähne entblößten. In seinem momentannen Zustand hingegen wirkte Tel'zora wohl vor allem dümmlich. Aber dennoch: auch triumphierend. "Kann schon sein, dass ich dir was über die Silbersäbel erzählen kann. Kann sein, dass dieser alte Seebär Teil der Flotte ist. Dass er weiß, wo sie ankert. Un' wo der Käpt'n rekrutiert. Aber ich schätze, damit ich mich daran erinnere müsstest du mit schon noch ein Schälchen ausgeben..." Er hielt ihr beidhändig sein Rumschälchen hin, dass er bereits bis auf den Grund geleert hatte. Er wusste, dass sie annehmen würde. Ja, Mann, er war schon ein verdammt Schlauer!

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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptyMo 10 Sep 2012, 13:50

Verdammt! Nachdenklich betrachtete Gil ihren trolligen Gesellen für einen Augenblick, ehe sie den Inhalt ihrer noch halbvollen Schale kurzerhand in die seinige entleerte.
"Na dann schieß mal los.", forderte sie ihn grinsend auf.
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptyMo 10 Sep 2012, 17:09

Arela beobachtete wie Tel'zora in Begleitung einer Menschenfrau hereinkam und legte eine Hand an ihren Säbel, als der Goblin seine Flinte zückte.
Zum Glück schaffte der Troll es ihn zu beschwichtigen. Nachdenklich blickte sie immer wieder zu den beiden herüber. "Ich sollte langsam aufbrechen," dachte sie als der Troll sein Schälchen leerte. "nicht, dass Tel'zora noch ausplaudert, dass ich hier sitze. Das letzte was ich jetzt brauche ist ein Haufen von Interessenten, die sich auf mich stürzen wie Fliegen auf einen Dunghaufen." Unauffällig packte sie Liste und Stift ein und stand auf. Im Hinausgehen warf sie dem Goblin, der zur Tür ging um sie aufzuhalten ein Silberstück zu. "Behaltet den Rest." rief sie ihm im Hinausgehen zu.
Draussen ging sie raschen Schrittes zum Tor, ein leichtes Grinsen huschte über ihr Gesicht: Es würde mit Sicherheit interessant werden, wenn alle die sich um den Aushang gedrängt hatten tatsächlich auftauchen würden.
Nun galt es den Treffpunkt zu erreichen und sich noch ein wenig auszuruhen bevor die ersten kamen.
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptyDi 11 Sep 2012, 23:55

So, da hielt sich jemand also für ganz besonders schlau! Tel'zora hätte enttäuscht sein können, oder auch wütend, doch in seinem angeheiterten Zustand nahm er ihre Reaktion lediglich als Herausforderung wahr. Wäre doch gelacht, wenn er sie nicht dazu brachte, ihm noch ein volles Schälchen auszugeben. Er würde nicht aufgeben. Nicht jetzt, wo er sie bereits am Haken hatte!
"Da ist diese Insel im Norden, Mann...", begann er vage, "... oder Halbinsel. Weiß nich' so genau. Kennst du aber sicher. Un' da gibt's 'ne Bucht im Norden, Mann, da ankern wia." Das war die Wahrheit. Das war das, was er versprochen hatte, zu erzählen. Aber wenn sie es anhand dieser vagen Beschreibung auf eigene Faust probieren wollte, dann würde sie viel Glück brauchen. Tel'zora setzte ein triumphierendes Grinsen auf. "Ich führ' dich hin, wenn du mir noch ein volles Schälchen Rum ausgibst."

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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptyMi 12 Sep 2012, 21:43


Als Gindo seinen Arm um Jose legte und sie anschließen liebevoll anlächelte, seufzte diese glücklich. Ihr Bruder hatte wohl Recht. Sie sollte sich nicht allzu viele Gedanken machen, und stattdessen selbstbewusst und optimistisch an die Dinge heran gehen. Die Geschwister hatten ohne jeden Zweifel ihre Qualitäten und eine Fülle an Erfahrung, die kaum ein Anderer vorweisen konnte. Josephine nickte und lächelte, als sie Gindo das Glas weg nahm und es selbst austrank. Ihre Augen formten sich zu Schlitzen. "Brrr..", während sie ihren Kopf schüttelte, hörte sie plötzlich etwas, das sie aufmerksam werden lies. "Ich will mir garnicht vorstellen, was im Morgengrauen am nördlichen Wasserfall los sein wird! Nur blöd, dass die Wenigsten wissen, dass Silbersäbel schon heute dort ist.", hört sie einen älteren, bärtigen Mann seinem Gegenüber lachend erzählen. Jose macht große Augen und sieht ihren Bruder dann vielsagend an. "Hast du das gerade gehört?" fragt sie aufgeregt und springt von ihrem Hocker auf, packt Gindo am Arm und zieht ihn mit sich, Richtung Ausgang.
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptyMi 12 Sep 2012, 22:10

Jose überrumpelte ihren Bruder geradezu, als sie aufsprang und ihn mit sich zog. Geistesgegenwärtig kramte er noch ein paar Kupfermünzen hervor, um sie dem Wirt zu reichen, als sie an ihm vorbei die Taverne verließen. Kaum wieder an der "frischen" Luft, in der sich bereits um diese Uhrzeit der Geruch der See mit dem unangenehmen Aroma von Erbrochenem vermischte, hielt Gindo seine Schwester ersteinmal.
"Warte, Jose. Ja, ich hab gehört, was der Kerl gesagt hat, aber wir sollten den Aufbruch dennoch nicht überstürzen. Ersteinmal sollten wir sicher stellen, alles zu haben, was wir für eine Seereise benötigen, nur für den eher unwahrscheinlichen Fall, das uns der Kapitän sofort anheuert. Je besser wir vorbereitet sind, desto höher sind auch unsere Chancen, das er uns nimmt. Und sei es nur, weil wir uns von den ganzen Abenteurern abheben, die auf gut Glück dort hin gehen."
Er lächelte, bevor er sich vergewisserte, das er seinen Seesack auch wirklich auf den Rücken geschwungen hatte und in diesem nichts fehlte. Auch, dass der Säbel an seinem Platz war, kontrollierte er noch einmal.
"Also, ich bin bereit, hast du auch alles?"
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptyFr 14 Sep 2012, 22:22

Die Sonne verabschiedete sich vom Schlingendorntal in einem feurigen Spektakel und überflutete die hölzernen Planken noch ein letztes Mal an diesem Tag mit ihrem roten Strahlen. Unter das Gekreische einzelner Möwen am farbenprächtigen Horizont mischten sich nun die heiteren Stimme vieler Kneipengänger und Feiernder. Die Geschöpfe der Nacht hatten ihre Kojen verlassen und gingen nun ihre nächtlichen Beschäftigungen nach; sich in den lokalen Spelunken betrinken, neueste Gerüchte austauschen, aufreizende Weibsbilder umbuhlen und natürlich auch vielen dreckigen Geschäften nachgehen.
Baldwinn Knallfrost wackelte seufzend durch sein kleines Zimmer im "Salzigem Seemann", in dass er am Vormittag eingezogen war. 8m² waren völlig ausreichend um gnomische Bedürnisse zu befriedigen, in dem Bett, in das wohl ein ganzer Orc gepasst hätte, fand er mehr als genug Platz und auch mit all seinen im Raum verstreuten Reiseutensilien und den zum Trocknen ausgebreiteten Kräutern konnte er sich hier noch sehr wohlfühlen. Nach einem anstrengenden Morgen und darauffolgendem Mittagsschläfchen hatte er sich ein schönes, langes Bad gegönnt und schlüpfte nun in seine pupurne Lieblingsrobe mit den goldenen Applikationen an Kragen und Saum. Sie zwackte am Bauch und den Hüften. Seit sechs Uhr war der nicht gerade rüstige Magier bereits auf den kurzen Beinen und hatte per Greif und Roboschreiter den Weg von Sturmwind bis nach Beutebucht zurückgelegt. Anschließend hatte er sich eine Residenz zum temporären Niederlassen gesucht und war ein wenig durch seine neue Wahlheimat auf begrenzte Zeit geschlendert (was er hier eigentlich suchte, außer seltenen und ihm unbekannten Kräutern, wusste er selbst nicht genau) und dabei zweimal fast gestorben. Mit einem unwohlen Grunzer versetzte er sich noch einmal an die Situation am Aushang einer niederen Absteige zurück. Er war aber auch mal wieder zu neugierig gewesen. Statt zu warten oder sich höflich vorzubitten, war er kurzerhand durch behaarte Beine geschlüpft und wollte sich so nach vorne robben. Natürlich musste sich just in diesem Augenblick ein Feuer entfachen und er kleiner Gnom wäre beinahe von schweren Taurenhufen und mit knochenbeschmückten (Knochen, die den gnomischen verdammt ähnlich sahen) Trollen und Orcs zertrampelt worden. Durch seinen Eisblock hatte er es dann aber tatsächlich irgendwie geschafft zu überleben...mit Feuer konnte er sowieso noch nie besonders viel anfangen. Schnell schüttelte er den Kopf um sich von diesem Gedanken abzulenken. Die Silbersäbel. Den Aushang zu begutachten, hatte sich gelohnt. Eigentlich war es spektakulär, die Rückkehr der großen Seefahrerbande, von denen er in Kindheitstagen schon immer Geschichten gehört hatte... wer weiß, vielleicht würde er ihnen beim Rekrutieren einfach einen Besuch abstatten und später SEINEN Enkelkindern davon berichten. Vorrausgesetzt er würde jemals in der Lage sein welche zu bekommen.
Dann war da noch dieser Vorfall mit dem Goblins gewesen. Widerliche, garstige Goblins. Inkompetente Giftzwerge, die nur an Profit interessiert waren und deshalb halbherzige, schlampige Arbeit ablieferten. NIemals würden sie an die technologischen Kompetenten der großen Gnome herranrühren! Und niemals wieder würde Baldwinn eine Debatte über die Sicherheit von Schleudersitzen mit diesen unqualifizierten Grünligen führen. Seine Nase schmerzte immernoch von der stinkenden Faust, die ihm von diesem PACK ins Gesicht gerammt wurde.
Der Magier fasste sich wieder, sammelte seine Kräuter vor dem Fenster auf und verließ dann sein Zimmer. Schließlich wollte er sich erneut in die Stadt wagen und sich ein wenig umsehen, vielleicht einigen Seemannsgarn anhören. Eine kleine Taverne auf den unteren Etagen sprach ihn an und gerade als er die Tür öffnete um einzutreten passierte es: Der dritte Beinahetodesfall! Eine Nachtelfe stürmte nahezu aus dem Inneren der Bar und rannte ihn glatt über den Haufen. Eigentlich konnte er noch gerade so ausweichen, doch Baldwinn war sich sicher. Fast hätte ihn ein Herzinfarkt dahingerafft. Schimpfen drehte er sich zu der potentiellen Mörderin um und konnte nur noch ihre Schemen in der rasch eingetretenen Dunkelheit ausmachen...
Im Inneren der Taverne war es laut, heiß und recht voll. Vorne an der Bar waren noch einige Plätze frei, zwischen einem zwielichtem Pärchen zweier männlicher Menschen und einem Troll der mit einer Menschenfrau zu diskutieren schien.
Erschöpft seufzend bestellte sich Baldwinn erstmal einen warmen Met.
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptySa 15 Sep 2012, 10:17

Gil grinste den Troll einfach weiterhin keck an. "Hör zu, mein Freund. Ich habe keine Knete. Nichtmal ein paar Silber um mir noch einen Rum zu leisten, nichts. Und wo die Silbersäbel rekrutieren, wusste ich schon voher, du hast mir bis jetzt nichts Neues erzählt. Welches Wissen also qualifiziert dich dir noch irgendwie anders auszuhelfen, um mehr zu erfahren?
Durch den Dschungle schaff' ich es auch alleine, das wäre nicht das erste Mal. " Nun sprach sie mehr wie zu sich selbst weiter und senkte nachdenklich den Blick. "Außerdem kann ich auch einen guten Freund mitnehmen, daran wird es nicht hängen. Drei Jahre Magiestudium werden auch ihre Spuren hinterlassen haben..." Sich wieder an den Troll wendend hob sie die Stimme ein wenig. "Ich hatte auf bessere Informationen gehofft. Tipps, mit was ich die Crew für mich begeistern kann. Ich muss hier weg, verstehst du? Ich brauche Erfolg, muss Abenteuer erleben. Hier gammele ich nur vor mich hin und lass mich in den Schneiderei von den verdammten Gutstichs ausbeuten. Nichtmal mehr Geld um mich zu betrinken hab ich...." Resigniert seufzend wandte sie den Blick ab und nahm wage einen grünbärtigen Gnom, der sich ein paar Plätze neben ihnen niederließ, wahr.
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BeitragThema: Re: Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt   Aufbruch der Silbersäbel Flotte- Expedition zur neuen Welt EmptySa 15 Sep 2012, 21:37

Tel'zora betrachtete die junge Frau aus zusammen gekniffenen Augen, lange, gründlich. Er war sich nicht sicher, ob ihre Geschichte stimmte, oder um sie nur versuchte auf die Tränendrüse zu drücken, damit sie ihm keinen Rum mehr spendieren musste. Konnte schon sein, dass sie wirklich kein Geld hatte. Konnte aber genauso gut sein, dass sie das nur spielte. Tel'zora war ziemlich schlecht darin, Lügen in den Worten anderer zu entdecken. Jedenfalls wenn er so betrunken war wie jetzt eben. Nach einer ganzen Weile entschied er sich dazu, ihr zu glauben. Und nach etwas weiterem Überlegen und Nuckeln an dem kühlen Messing der sich rasch leerenden Schale kam er zu dem Schluss, dass es ihm nicht schaden konnte, einfach weiter zu reden.
"Naja... wenn du 'n Käpt'n oder sons' wen vonner Crew beeindrucken willst, dann sollteste schon was können, Mann", begann er und unterstützte sich selbst mit eifrigem Gestikulieren. Zumindest mit der freien Hand. "Du weißt schon... Seefahr'n sollteste könn'. Flink die Wanten hoch un' runter, auch bei Sturm durch die Rahen turn' ohne runter zu fall'n. Solltest Befehle ausführ'n können ohne dich wie der letzte Tölpel anzustell'n. Un' du solltest natürlich kämpf'n könn'! Wird gefährlich, wo wir hin fahr'n! Un' am besten kannst du noch mehr! Was, was nich' jeder Seemann kann. Koch'n, zum Beispiel. Oder Kart'n lesen. Kannst du sowas?"

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