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 Charakterkonzepte

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Vicati
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 16:44

Name:
Finn
Alter:
16 Jahre
Rasse:
Mensch
Geschlecht:
männlich
Aussehen:
Finn ist ein Mensch, dem man ansieht, dass er aus einer kalten Gegend kommt. Seine Haut ist bleich, schon fast weiss, seine Augen von einem sehr hellen Blau. Sein schmales Gesicht mit hohen Wangenknochen wird von hellen, blonden Locken umrahmt, die im auch oft in die Stirn fallen. In diesem Gesicht befinden sich neben den Augen auch noch einen kleine Nase und schmale, ebenfalls bleiche Lippen. Im Gegensatz zu anderen Menschen aus der Region der Eisigen Einöden ist Finn aber nicht klein und stämmig. Er ist zwar klein – etwa 1,65 Meter gross -, aber ziemlich schmächtig. Seine Schultern sind schmal und da Nahrung auf dem nördlichen Kontinent sowieso schon ein knappes Gut ist und Finn sich nicht die Mühe macht, sich mit anderen darum zu balgen, ist er ein ziemliches Leichtgewicht. Dass er kaum Muskeln besitzt, hängt auch damit zusammen, dass er sich immer vor dem eigentlich obligatorischen Kampftraining gedrückt hatte.
Finns Kleidung besteht aus einem paar Hosen aus hellem Leder, einem dazu passenden hellen Wams und ein hellgrauer Umhang mit Kapuze. Ein weiteres Merkmal ist die grosse, lederne Umhängetasche. In deren Inneren befinden sich neben mehreren Büchern, sowie verschiedene magische Utensilien. Weiterhin hängt um seinen Hals eine feingliedrige Kette mit einem runden, dunkelblauen Medaillon am Ende. Auf der Vorderseite befindet sich die stilisierte Darstellung eines Wolfskopfes auf der Rückseite eine fremdartige Rune. Bewaffnung trägt er keine.
Charakter:
Finn ist ein stiller, schüchterner Mensch, immer unsicher und er hat es schwer, mit jemandem Kontakte zu knüpfen. Viel lieber versteckt er sich hinter seinen Büchern und liest Dinge über alles und jeden. Er ist sehr wissbegierig und hat ein phänomenales Gedächtnis. Dinge, die er einem gesehen, gehört oder gelesen hat, weiss er noch, selbst wenn es weit in seiner Vergangenheit liegt. Da er nur den Kontakt mit anderen nach Möglichkeit vermieden hat, versteht Finn Ironie und Witze nicht sehr gut und nimmt vieles persönlich. Er fühlt sich schnell schuldig, wenn etwas schief geht und falls er etwas falsch macht – was durchaus öfters passiert, Finn ist etwas tollpatschig – und dann hat er ewig ein schlechtes Gewissen. Dementsprechend ist seine Laune nie die beste, weil er immer befürchtet, etwas falsch zu machen. Einen gewissen nervösen Zug hat Finn auch, sobald er sich in Gesellschaft befindet, huschen seine Augen hin und her. Das einzige, womit man ihn aus der Reserve locken kann, ist die Beschädigung von Büchern: Finn kann es nicht ausstehen, wenn jemand sich an etwas Geschriebenem vergreift, er findet, man darf Wissen nicht vernichten, Wissen sollte festgehalten und weitergegeben werden.
Hintergrund:
Nachdem die Lyarden vor sechzehn Jahren wieder einmal erfolglos gegen die Mauern der Letzten Stadt angerannt waren, fand man im Schnee vor dem Tor ein Fellbündel. Darin eingewickelt war ein pausbäckiges Baby mit einem blauen Anhänger um den Hals. Niemand wusste, wie der Junge dahin gekommen war und wieso er trotz des Lyardenangriffs noch lebte, doch man nahm ihn mit und brachte ihn ins städtische Waisenhaus.
Dort wuchs Finn heran, immer etwas abseits der anderen Kinder. Sie waren alles Waisen, deren Eltern einst in der Letzten Stadt gelebt hatten, sie alle hatten Namen. Aber er war der einzige, der keinen Nachnamen hatte, da niemand wusste, wer seine Eltern waren. Vielleicht lebten sie ja sogar noch. So kam es, dass Finn in seiner Einsamkeit begann, Bücher zu lesen. Die geheimnisvollen Zeichen darin fesselten ihn und er wollte wissen, was sie bedeuteten. Also brachte er sich im Alter von fünf Jahren selbst das Lesen bei. Bald hatte er alles Beschriebene, das er im Waisenhaus finden konnte, gelesen, die er im Waisenhaus hatte finden können. Also schlich er sich immer wieder in die grosse Bibliothek der Letzten Stadt. Vor etwa 150 Jahren war diese Bibliothek ausgebaut worden und nun enthielt sie Unmengen an Büchern. Der kleine Junge las alles, was er in die Finger bekam und die Bibliothekare liessen ihn gewähren. Nur die Bücher über Magie, die Bücher, die ihn am meisten interessierten, liessen sie ihn nicht lesen. Sie waren in einem abgetrennten Teil der Bibliothek aufbewahrt. Doch im Alter von zwölf Jahren traf Finn in der Bibliothek einen alten Mann, jemanden, den er noch nie zuvor gesehen hatte. Dieser Mann war seiner Robe nach zu urteilen und Magier. Er sprach ein paar Worte mit Finn, immer wieder, jeden Tag in der Bibliothek. Irgendwann hatte er das Vertrauen des schüchternen Jungen gewonnen und Finn schloss den Alten ins Herz. Er kannte weder seinen Namen, noch wusste er, wo der Alte lebte, doch das war Finn egal, er hatte jemanden getroffen, der ihn nicht mit Misstrauen betrachtet. Eines Tages brachte der Alte Finn einige Bücher, Bücher über Magie. Er wusste vom Wunsch des Jungen, Magie zu lernen und so half er ihm, seinem Traum näher zu kommen. Finn war Feuer und Flamme, las die Bücher von vorne bis hinten, bis er sie auswendig kannte, doch es waren nur theoretische Bücher über Art und Geschichte der Magie, keine wirklichen Zauber. Also brach Finn mitten in der Nacht in den abgesperrten Bereich der Bibliothek ein. Dort fand er Zauber. Immer wieder stahl er ein Buch, las es und brachte es zurück. Im Geheimen übte er die Zauber auch, doch sie wirkten nicht. Er konnte Spähzauber und Verzauberungen wirken und Zauberingredienzien – die Zutaten dazu stahl er ebenfalls - vorzubereiten, doch wirkliche Magie, mächtige Magie konnte er nicht wirken. Obwohl er ein gewaltiges, magisches Wissen besass, war dieses Wissen nur theoretisch. Wieso er keine Magie wirken konnte, fand er nicht heraus, doch er wusste, dass er das Talent dazu hatte, schliesslich konnte er mit Leichtigkeit Verzauberungen zaubern.
Als Finn fünfzehn Jahre alt war, bemerkte man sein Eindringen in die abgesperrte Abteilung und seinen nächtlichen Diebeszügen wurde ein Ende gesetzt. Die Bibliothekare verboten ihm den Zugang zur Bibliothek und Finn musste jedes Buch, das er sonst noch ausgeliehen hatte, zurückgeben. Da ihn nichts in der Letzten Stadt hielt, beschloss er, wegzugehen. Er wollte in die Welt hinaus, er wollte Magier werden. Und Magier wurde man am ehesten in der Akademie von E’jin. Also begann Finn zu sparen, um sich die Überfahrt leisten zu können. Er bot überall seine Hilfe an, griff manchmal unauffällig in unbeaufsichtigte Geldbeutel und nach einem Jahr hatte er das Geld für die Luftschiffpassage zusammen. Er packte seine Dinge und ging auf das Luftschiff, um Magier zu werden.


Zuletzt von Vicati am Mo 28 Nov 2011, 21:34 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Grim
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 16:58

Lange haben wir drauf gewartet, aber ich muss sagen: das Warten hat sich gelohnt. Eines der schönsten Konzepte, die wir hier drin haben hast du da hin gezaubert, Vicati. Es gefällt mir wirklich ausnehmend gut und das obwohl ich dafür bekannt bin, was Konzepte angeht extrem kritisch zu sein. Beim Aussehen ist alles drin, was man braucht, der Charakter ist vielschichtig, differenziert und interessant und auch der Hintergrund wirkt in sich selbst sehr stimmig und liest sich wirklich gut. Aus meiner Sicht bleiben da keinerlei inhaltliche Kritikpunkte. Allerdings muss ich anmerken, dass da einige recht komische Satzkonstruktionen drin sind, Überbleibsel von umgeänderten Sätzen oder auch falsche Präpositionen, wie man sie ja ganz gern mal in solchen Texten finden. Vielleicht solltest du noch einmal drüber lesen und das korrigieren. Ansonsten ist das Konzept super. cheers
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Ena
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 18:10

Name: Nicole oder "Die Hure von Heaven's Glade"

Alter: 20 Jahre

Rasse: Mensch

Aussehen:
Nicht allein Nicoles Leben hat ihr den unrühmlichen Titel der Dorfhure eingebracht, nein, in vielen Haushalten und vor allem auch unter der weiblichen Dorfbevölkerung galt die junge Frau schon seit ihrer zweifelhaften Zuwanderung als unsittlich und wurde gut und gerne der Gegenstand von Verschwörungstheorien oder mittaglichen Brunnenplaudereien, zu denen man sie selbstverständlich nicht einlud. Ob es nun daran lag, dass man eifersüchtig auf sie war, oder eher, weil man sonst niemanden hatte, der in der eingesessenen Dorfgemeinschaft die Gier nach Intrigen und Gerüchten stillen konnte, ist unklar. Da Schönheit jedenfalls im Auge des Betrachters liegt, sollte sich der Leser selbst ein Bild davon machen, ob dieses Mädchen es verdient, am Rande der Gesellschaft zu leben.
Das Erste, was man erblickt, wenn man sein Augenmerk auf Nicole richtet? Nun, es kommt ganz darauf an, welchem Geschlecht man angehört, nicht wahr? Frauen würden möglicherweise auf ihre unmöglichen Haare starren, die in einem hellen blond Engelslöckchen gleich ihren ganzen Rücken bedecken und durch zwei geflochtene Stränge aus ihrem Gesicht gehalten werden, die sich in der Mitte ihres Hinterkopfes treffen und von einer silbernen Haarsprange zusammengehalten werden, die den wertvollsten Besitz des "Mädchens" bildet. Obwohl sie von der Arbeit oft verschwitzt und strähnig werden und sie sich am Ende des Tages unter Anstrengungen die Hinterlassenschaften der Herrenhausgartentiere herausbürsten muss, behaupten die bösen Zungen und besoffenen Männer des Dorfes, dass sie immer sauber sind, schließlich braucht sie ja ihren Kopf nicht, um zu arbeiten...Dazu kommt noch der verführerische Duft nach Rosenblüten, der sie stets umgibt und dafür sorgen soll, dass sich die Männer, ob verheiratet oder nicht, nach ihr umdrehen und sie ihnen anzügliche Angebote unterbreiten kann. Egal in wieviel Stoff die junge Frau ihren Hexenkörper hüllt, es lässt sich nicht verbergen, dass sie nicht gerade hässlich geraten ist. Große Brüste, hauptsächlicher Gegenstand der Beobachtung, wenn sie sich mit Männern unterhält, lange Beine und eine kurvige Taille verliehen ihr etwas sehr Weibliches, das durch ihre skandalöse Kleiderwahl noch unterstrichen wird. Nicole wagt es nicht nur, hübsch zu sein, nein, sie setzt dem Ganzen noch die Krone auf, indem sie HOSEN trägt! Hosen und Lederstiefel, diese Kleidungsstücke sieht man normalerweise nur bei Männern oder den exotischen und seltsamen Elfen. Für Nicole, die tagein, tagaus durch das Gehölz des Herrenhauses streift oder sich um die Pferde des alten "Dorfkönigs" kümmert, zieht aus dieser Modewahl vor allem praktischen Nutzen - aber das interessiert natürlich niemanden. Umso lauernder warten die Dörfler darauf, wenn sie - im Herrensitz! - auf den Marktplatz reitet und die Einkäufe des Alten erledigt, denn manchmal, wenn sie sich streckt, um das Pferd im Stall reisefertig zu machen, kann man auf der linken Seite ihrer Hüfte die schwarz gestochene Tätowierung sehen, die sich bis hinauf in ihr Kreuz zieht und zwei von Rosen umrankte Dolche darstellt. Niemand im Reich von Weline, der Wassergöttin, kann solche Körperkunst erstellen, doch tatsächlich stammt sie aus der Gegend, gemacht von einem Ausländer, wie sie einer ist. Doch nicht nur die Tätowierung brandmarkt sie aus eine Fremde, auch ihr beinahe ganz verborgener Akzent, der nur von den Insassen des Dorfes wirklich wahrgenommen wird, macht sie anders. Ansonsten sieht sie jedoch aus wie jede andere Frau, mit schlammig braunen Augen, einer kleinen Nase und von der Arbeit rauen Händen.

Charakter:
Obgleich der ihr in ihrem derzeitigen Heimatdorf Heaven's Glade entgegengebrachte Hass beinahe greifbar ist, hat er es nicht geschafft, aus der jungen Frau einen Trauerkloß zu machen, eine Willensleistung, die man von der Schuhputzerin und Hure des Dorfherren nicht unbedingt erwarten würde. Natürlich nicht. Von Nicole erwartet man Nymphomanie und teuflische Verführungskünste, denn angeblich ist sie ja eine männerfressende Hexe. Dass eigentlich genau das Gegenteil der Fall ist, wird gut und gerne einmal übersehen. Die aus dem Süden stammende Menschenfrau kam als Sklavin in das Haus des Dorfherren und arbeitet seither fleißig und demütig für den älteren Mann, der sie in ihrer ganzen Gefangenschaft nicht ein einziges Mal unsittlich berührt hat. Ja, er besteht nicht einmal auf Fesseln oder Ketten, sie darf sich frei im Dorf bewegen, Reisen unternehmen und sich Besitz kaufen. Sie dürfte sogar heiraten, wenn sie es denn wollte. Oder es jemanden gäbe, der sie haben wollte. Schließlich ist sie keine Jungfrau mehr - wie viele andere Dorfweiber, aber sie macht keinen Hehl daraus - und gilt somit als befleckt. Wer würde sojemanden heiraten wollen? Und außerdem: Sie hat nicht wirklich vor, ihr Leben in einem Dorf zu fristen, indem die alteingesessenen Traditionen des Menschenreiches ihre Höhepunkte erleben wie sonst nirgendwo. Nicole interessiert sich für die Ferne, für das Leben außerhalb gesellschaftlicher Grenzen. Sie ist ein unabhängiger Charakter mit eisernem Willen und einer Sturheit, die schon so manchen zur Weißglut getrieben hat. Wissensdurstig pflügte sie durch die Bibliothek ihres Herren, wann immer sie Zeit hatte, und fand in den alten Büchern aus vergessener Zeit immer mehr Informationen über eine Existenz, die sie sich erträumte. Freiheit, Zwanglosigkeit, Heldentum! Wieso gibt es keine weiblichen Helden? Wo sind die Frauen, die Schwerter schwingen, und sich abenteuerlich in Schlachten stürzen? Soll es etwa immer nur ein Mann sein, der die Welt rettet, während sein Weib die Schlachten zwischen ihren Schenkeln schlägt? Man könnte Nicole als eine Emanze bezeichnen, die sich nicht davor scheut, Fragen zu stellen, die sie nichts angehen, die sich in Gebiete vorwagt, die niemand zuvor betreten hat. Man nennt sie eine Hure, weil sie oft abends stundenlang mit dem Dorfschmied spricht, um etwas über Waffen zu erfahren, oder sich mit den Astrologen nachts in die Wiese legt, weil sie erfahren will, wie Reisende ihre Richtung anhand der Sterne finden. Sie ist vielleicht nicht übermäßig herzlich, aber dennoch versucht Nicole einigermaßen gut mit ihrer Umwelt auszukommen, scheut jedoch auch nicht davor, ihre Fäuste sprechen zu lassen, wenn sie das weiter zu ihren großen Traum bringt, dieses Dorf zu verlassen und heldenhaft durch das Land zu reisen. Leider kann sie das alleine niemals schaffen...

Hintergrund:
Geboren als die Tochter einer Sklavin, war es nicht verwunderlich, dass aus Nicole daselbe werden sollte. Sie wuchs in einem großen Haushalt im Süden Ruhtas auf, lernte laufen, sprechen, aber weder lesen noch schreiben. Ihr Herr war streng, aber nicht übermäßig grob, so dass sie die meiste Zeit ihres Lebens hauptsächlich damit zubrachte, ein typischer Sklave zu sein. Nicole arbeitete, kam mit dem Hof, den Feldern und den anderen Sklaven gut zurecht und lebte ein einfaches Leben. Es wäre immer so weiter gegangen, idyllisch und friedlich, doch eines Tages - sie war gerade fünfzehn Jahre alt geworden und somit nur noch zwi Jahre vom Heiratsalter entfernt, verstarb der Herr des Sklavenhaushalts, woraufhin sie das erste Mal kennenlernte, was es hieß, keine Menschenrechte zu besitzen. Soldaten kamen, sammelten sie ein und töteten jene, die zu alt waren, um zu arbeiten, ohne dafür irgendeine Strafe erwarten zu müssen. Letzendlich landeten sie bei einem Händler, der nach Norden, in das Reich der Wassergöttin aufbrechen wollte, um dort schnelles Geld zu machen. Sklaven kannte man zu dieser Zeit nur auf der unteren Hälfte Ruhtas, so dass es sich als schwerer als zuerst angenommen erwies, die Diener an den Mann zu bringen. Lang zogen sie durch das ganze Reich, wurden immer wieder an Sklavenmärkten angepriesen, ansonsten aber nicht schlecht behandelt. Es war vor allem diese Zeit, die Nicoles Charakter beeinflusste. Sie wurde selbstständiger, erwachsener und begann langsam das Leben, das sie bisher gekannt hatte, abstreifen zu wollen. Während ihrer Zeit als "reisender Sklave", wie sie sich selbst gerne bezeichnet, machte sie erste Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht und bemerkte schnell, dass man an sehr viel Geld kommen konnte, wenn man sich nur richtig benahm. Immer öfter durfte sie bei reicheren Herren bleiben, wo sie übernachtete, und am Morgen oder in der Nacht, wenn sie noch schliefen, die Reichtümer plünderte. Einen Teil davon gab sie ihrem Händler, bis sie letztendlich genug hatte, um sich aus eigener Hand loszukaufen. Doch es sollte nicht so kommen, wie sie es sich gewünscht hatte. In dem Moment, indem ihr die Fesseln abgenommen wurden, trat ein älterer Herr auf ihren Händler zu und bot ihm ein Vielfaches von dem, was sie für ihre Freiheit gezahlt hatte. Ganz nach damaligem Gesetz durfte er sich nun Nicoles Herr nennen. Das Mädchen, von Enttäuschung und Zorn geplagt, begann sich gegen ihren neuen Herrn aufzulehnen. Sie verkochte sein Essen, missachtete seine Regeln und brach zahllose Male aus, um zu fliehen. Doch was auch immer sie tat, er blieb freundlich und bestand darauf, dass er ihr Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen wollte. "Freiheit des Körpers ist unbedeutend, wenn der Geist in Ketten liegt, die man so leicht lösen kann", dies war sein Leitspruch. Während sich ihr Ruf im Dorf immer weiter verschlechterte, weil sie fremd war, ungezwungen und ohne Scham, gewann sie immer mehr von einem Gefühl, welches sie noch nie gekannt hatte. Aus der verbitterten, gezwungenen Demut, die ein Sklave seinem Herren entgegenbringen musste, wurde tiefer Respekt. Sie verstand, dass sie zwar frei war, dorthin zu gehen, wo sie wollte, aber sie konnte keine Karten lesen, sie wusste nicht, wie man bezahlte und alles, was sie konnte, war sich selbst anzubieten, nicht aber irgendetwas, womit sie ein glückliches Leben hätte führen können. Nicole begann, ihrem Herren gerne zu dienen, auf ganz andere Weise, wie sie ihren anderen Herren diente. Sie lehrte aufmerksam, arbeitete hart und entwickelte sich zu einer Frau, die langsam aber sicher ihr Leben selbst in die Hand nehmen konnte und wollte. Die Abneigung der Dorfbewohner gegen sich hielt sie aus, wenn sie sich nur mehr Wissen aneignen konnte und ihr Ziel im Auge behielt: Irgendwann würde sie nach E'jin reisen und den Ritterorden dort um Aufnahme bitten. Und wenn dieser sie nicht annahm, würde sie sich eben einen Lehrer suchen. Sie wollte kämpfen lernen, nicht nur mit Fäusten, sondern mit einer richtigen Waffe. Heldenhaft.
Eine wichtige Freundin fand Nicole schließlich, als sie in der Bibliothek ihres Herren das Ei einer Schlangenfee fand und es - weil sie es sich in die Brusttasche gesteckt hatte - aus Versehen ausbrütete. Arale, die kleine Schlangenfee, begleitet sie seither und hilft ihr bei den meisten Aufgaben.
Doch jetzt, wo der alte Mann immer kränklicher wird, hat sie Sorge, dass sie nicht mehr viel Zeit besitzt, bis sie aufbrechen muss, denn nur sein Schutz bewahrt sie davor, aus dem Dorf geworfen zu werden, dem der Alte vorsteht. Außerdem ist sein Erbe noch unklar - und was sollte sie tun, wenn plötzlich einer seiner Söhne auftauchte und sie wieder zur Sklavin machen würde? Wäre dann all ihr Bemühen umsonst? Nein, sie muss verschwinden - am besten so schnell wie möglich...



Zuletzt von Ena am Mo 28 Nov 2011, 15:52 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 19:22

Ein paar Dinge, die mir beim ersten Lesen aufgefallen sind:

Gegend, nicht Gegen.

Obligatorisches Kampftraining? Wo? Warum? Im Waisenhaus ist, so weit ich weiß, Kampftraining nicht an der Tagesordnung.

Seinen Wunsch erfüllt: Hat der Alte das? Er hat ihm doch keine Magie gezeigt.

Warum ein bisschen Magie, aber nicht mehr? Worin unterscheidet die sich systemisch?

Wie war sein Verhältnis zu den Kindern im Waisenhaus? Wie zum Rest der Welt außer den Bibliothekaren?

Bücher im Waisenhaus - Manuskripte waren wirklich WTFBBQteuer im Mittelalter, die einem Waisenhaus zu geben wäre undenkbar gewesen, selbst wenn er sich damit selbst lesen hätte beibringen können, was in einer vermutlich größtenteils analphabetischen Gesellschaft selbst mit Hilfe nicht einfach geworden wäre ... Nicht eher in der Bibliothek selbst?

Wie ist er an seine Angst gekommen Dinge falsch zu machen?

Alle Bücher zurückgeben: Hat er doch nach jedem Buch, kann also eigentlich nur eins gewesen sein, oder eine geklaute Charge, kein Vorrat.


Ich exzediere Grim in seiner Kritizität! Ha! Und im Neologismenartifizieren ebenfalls! : P
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 20:08

Na gut, schnelle Kritik, das war es ja, was du wolltest, Ena, nicht? Ich gebe mir also mal Mühe, alle relevanten Sachen aus dem doch recht langen Text zusammen zu suchen...

Name: Hat sie denn keinen Nachnamen? Sie ist zwar Sklavin, aber immerhin hatte sie Eltern, die sie auch kannte. Haben die ihr keinen Nachnamen hinterlassen?

Aussehen: Manche Sätze klingen ein wenig merkwürdig - so sehe ich zum Beispiel nicht den Zusammenhang zwischen Schönheit und einem Leben am Rande der Gesellschaft - aber inhaltlich habe ich wenig daran auszusetzen. Abgesehen von den Tätowierungen vielleicht. Irgendwie erscheint mir derart darstellende Körperkunst in einem solchen Setting falsch. Ich glaube, ich könnte mich mit Ornamenten eher anfreunden. Aber wahrscheinlich ist das einfach Geschmackssache.

Charakter:
Warum erwartet man von einer Hexe und Verführerin keine Willenskraft? Irgendwie erschiene mir das Gegenteil logischer, denn so jemandem ist wohl weder ein schwacher Geist noch ein besonderes Maß an Emotionalität zu eigen.

Hintergrund: Hier habe ich schon mehr Kritik. Sie war fünfzehn als sie aus ihrer alten Heimat aufgebrochen ist und ist jetzt gerade mal siebzehn? In den zwei Jahren ist sie 'lange durch das Land gezogen' und hatte danach immer noch Zeit, bei ihrem neuen Herrn Lesen und Schreiben zu lernen, viele Fluchtversuche zu unternehmen etc.? Dafür erscheinen mir zwei Jahre verdammt wenig.
Im Reich der Wassergöttin ist Sklaverei praktisch nicht bekannt aber trotzdem gibt es dort reihenweise Sklavenmärkte, auf denen sie angeboten werden kann? Wie geht das zusammen?
Sie konnte reihenweise reiche Männer ausplündern ohne, dass das irgendwelche Konsequenzen hatte? Und das in einer Art und Weise, dass es offensichtlich ist, wer die Diebin sein musste. Immerhin verschwand sie vor dem Morgengrauen und ohne sich zu verabschieden, was sie ja schon sehr verdächtig macht. Da bräuchte sie schon ein ganz schön schnelles Pferd um mit der Nummer durch zu kommen. Zumal so oft. Warum wurden ihr nie Reiter nach geschickt, die die Beute zurück holen und sie am nächsten Baum aufknüpfen sollten?
Wenn sie an diverse Männer verliehen wurde und unbeobachtet mit Beute aus deren Häuser entkommen konnte, warum ist sie dann stets zu ihrem Besitzer zurück gekehrt anstatt einfach abzuhauen? Sie wollte doch offenbar frei sein...
Was der alte Herr mit ihr vor hat geht auch nicht wirklich aus dem Text hervor. Wenn er sie als Haushaltsdienerin braucht, warum bringt er ihr Lesen, Schreiben und Rechnen bei? Warum ersetzt er die aufmüpfige Dienerin nicht durch eine folgsamere? Und wenn Sklaverei so unüblich in diesem Reich ist und der Herr überhaupt nicht vor hat, sie wie eine Sklavin zu halten, warum kauft er sich dann überhaupt eine Sklavin? Wäre ihm nicht viel eher zuzutrauen, sich eine freie Dienerin zu suchen?
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Grim
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 20:18

@Warmonger schrieb:
Obligatorisches Kampftraining? Wo? Warum? Im Waisenhaus ist, so weit ich weiß, Kampftraining nicht an der Tagesordnung.
Die Eisigen Einöden sind Vicatis Land, er wird schon wissen, was da in der Kultur verankert ist. Immerhin ist das ein raues, verdammt gefährliches Land und die menschlichen Kolonien sind beständigen Angriffen der Lyarden ausgesetzt. Schon möglich, dass eine solche Ausbildung in diesem Kulturkreis obligatorisch ist.

Zitat :
Seinen Wunsch erfüllt: Hat der Alte das? Er hat ihm doch keine Magie gezeigt.
Er hat ihm Magiebücher besorgt, an die er zuvor nicht ran gekommen ist und die er unbedingt lesen wollte. Er hat ihm seinen Wunsch vielleicht nicht VOLL erfüllt, aber zumindest teilweise und ich denke, das qualifiziert durchaus für die von Vicati getätigte Aussage.

Zitat :
Wie war sein Verhältnis zu den Kindern im Waisenhaus? Wie zum Rest der Welt außer den Bibliothekaren?
Er ist ein schüchterner, introvertierter Junge, der nicht auf andere zugeht. Ein klassischer Außenseiter? Wie wird sein Verhältnis da schon gewesen sein? Setz doch mal den eigenen Kopf ein. Manche Dinge muss man wirklich nicht explizit erwähnen...

Zitat :
Bücher im Waisenhaus - Manuskripte waren wirklich WTFBBQteuer im Mittelalter, die einem Waisenhaus zu geben wäre undenkbar gewesen, selbst wenn er sich damit selbst lesen hätte beibringen können, was in einer vermutlich größtenteils analphabetischen Gesellschaft selbst mit Hilfe nicht einfach geworden wäre ... Nicht eher in der Bibliothek selbst?
Manuskripte waren im REALEN Mittelalter unglaublich teuer weil jedes einzelne Buch von Hand abgeschrieben werden musste. Der Preis rauschte in den Keller als der Buchdruck aufkam. Und er sagt, dass der Buchdruck in Ruhta noch nicht erfunden ist? Ebenso: wer sagt, dass die Gesellschaft größtenteils analphabetisch ist? Das ist die Freiheit, die man in der Fantasy hat...

Zitat :
Wie ist er an seine Angst gekommen Dinge falsch zu machen?
Er ist ein Schussel und macht häufig Dinge falsch. Und das wird alle anderen Menschen wohl kaum gefreut haben. Ich würde mal sagen: durch Erfahrung ist es zu dieser Angst gekommen. Auch so ein Punkt, den man nicht explizit benennen muss...
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 20:26

@Grim schrieb:
@Warmonger schrieb:
Obligatorisches Kampftraining? Wo? Warum? Im Waisenhaus ist, so weit ich weiß, Kampftraining nicht an der Tagesordnung.
Die Eisigen Einöden sind Vicatis Land, er wird schon wissen, was da in der Kultur verankert ist. Immerhin ist das ein raues, verdammt gefährliches Land und die menschlichen Kolonien sind beständigen Angriffen der Lyarden ausgesetzt. Schon möglich, dass eine solche Ausbildung in diesem Kulturkreis obligatorisch ist.

Zitat :
Seinen Wunsch erfüllt: Hat der Alte das? Er hat ihm doch keine Magie gezeigt.
Er hat ihm Magiebücher besorgt, an die er zuvor nicht ran gekommen ist und die er unbedingt lesen wollte. Er hat ihm seinen Wunsch vielleicht nicht VOLL erfüllt, aber zumindest teilweise und ich denke, das qualifiziert durchaus für die von Vicati getätigte Aussage.

Zitat :
Wie war sein Verhältnis zu den Kindern im Waisenhaus? Wie zum Rest der Welt außer den Bibliothekaren?
Er ist ein schüchterner, introvertierter Junge, der nicht auf andere zugeht. Ein klassischer Außenseiter? Wie wird sein Verhältnis da schon gewesen sein? Setz doch mal den eigenen Kopf ein. Manche Dinge muss man wirklich nicht explizit erwähnen...

Zitat :
Bücher im Waisenhaus - Manuskripte waren wirklich WTFBBQteuer im Mittelalter, die einem Waisenhaus zu geben wäre undenkbar gewesen, selbst wenn er sich damit selbst lesen hätte beibringen können, was in einer vermutlich größtenteils analphabetischen Gesellschaft selbst mit Hilfe nicht einfach geworden wäre ... Nicht eher in der Bibliothek selbst?
Manuskripte waren im REALEN Mittelalter unglaublich teuer weil jedes einzelne Buch von Hand abgeschrieben werden musste. Der Preis rauschte in den Keller als der Buchdruck aufkam. Und er sagt, dass der Buchdruck in Ruhta noch nicht erfunden ist? Ebenso: wer sagt, dass die Gesellschaft größtenteils analphabetisch ist? Das ist die Freiheit, die man in der Fantasy hat...

Zitat :
Wie ist er an seine Angst gekommen Dinge falsch zu machen?
Er ist ein Schussel und macht häufig Dinge falsch. Und das wird alle anderen Menschen wohl kaum gefreut haben. Ich würde mal sagen: durch Erfahrung ist es zu dieser Angst gekommen. Auch so ein Punkt, den man nicht explizit benennen muss...

Du ahst was falsch verstanden, das war an Vicati gerichtet.

Weißt du.

1) Tolle Erklärung, kann man auch reinschreiben. Warum Waisen in diesen Genuss kommen sollten wüsste ich dann aber immer noch nicht.

2) Magie hat er ihm eben nicht gezeigt, und auch keine Bücher aus denen man es hätte lernen können. Wohl eher kein bisschen erfüllt.

3) Wie ist er schüchtern und introvertiert geworden? Wie haben die Anderen auf ihn reagiert? Im Kleinkindalter ist man nicht besonders exklusiv, und dann mit den Anderen aufzuwachsen müsste ihn eigentlich integtriert haben. Daher: Erklärung fehlt immer noch.

4) Auch der Buchdruck hat Bücher nicht zu Kinderspielzeug gemacht. Freiheit der Fantasy befreit nicht von Erklärungen ...

5) Wer hat ihn dafür kritisert? Hat er mit seiner Schusseligkeit dann nicht in der Bibliothek Sachen kaputtgemacht? Nur im waisenhaus? Konsequenzen, aus denen eine solche Angst resultieren könnte? Die meisten ungeschickte Leute haben keinen Schuldkomplex ...
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 20:30

Moment, eigentlich sollte sie 20 sein. Vertippt. <_<

den Rest erledige/beantworte ich, sobald ich Zeit habe.
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 20:41

@Warmonger schrieb:
Du ahst was falsch verstanden, das war an Vicati gerichtet.
Oh, entschuldige, ich hatte ganz vergessen, dass wir über Konzepte ja Gericht halten und der Angeklagte sich ganz allein zu rechtfertigen hat während alle anderen Schreiber selbstverständlich den Ankläger unterstützen. NOT!


Zitat :
1) Tolle Erklärung, kann man auch reinschreiben. Warum Waisen in diesen Genuss kommen sollten wüsste ich dann aber immer noch nicht.
Warum könnte eine Stadt - die ist ja wohl Betreiber des Waisenhauses - Interesse daran haben Kämpfer auszubilden, die sie im Ernstfall verteidigen können? Ever heard of Adeptus Sororitas?

Zitat :
2) Magie hat er ihm eben nicht gezeigt, und auch keine Bücher aus denen man es hätte lernen können. Wohl eher kein bisschen erfüllt.
Kannst du eigentlich gar nichts akzeptieren? Wir streiten uns hier um die Nuancen der Auslegung einer Formulierung, die für das Konzept ansonsten absolut belanglos ist...

Zitat :
3) Wie ist er schüchtern und introvertiert geworden? Wie haben die Anderen auf ihn reagiert? Im Kleinkindalter ist man nicht besonders exklusiv, und dann mit den Anderen aufzuwachsen müsste ihn eigentlich integtriert haben. Daher: Erklärung fehlt immer noch.
Veranlagung?

Zitat :
4) Auch der Buchdruck hat Bücher nicht zu Kinderspielzeug gemacht. Freiheit der Fantasy befreit nicht von Erklärungen ...
Auch hier gilt: kannst du nicht einfach mal etwas akzeptieren? Wenn Bücher erschwinglich sind, warum sollte es dann im Waisenhaus keine geben? Kann man sowas nicht einfach mal als gegeben hinnehmen?

Zitat :
5) Wer hat ihn dafür kritisert? Hat er mit seiner Schusseligkeit dann nicht in der Bibliothek Sachen kaputtgemacht? Nur im waisenhaus? Konsequenzen, aus denen eine solche Angst resultieren könnte? Die meisten ungeschickte Leute haben keinen Schuldkomplex ...
Wenn Vicati es nicht für nötig befunden hat, konkrete Vorfälle zu benennen, dann werden schon eine so großen und gravierenden Sachen dabei gewesen sein. Es werden halt Kleinigkeiten gewesen sein, die sich eben gehäufig haben. Und du siehst doch, dass Finn ein Sensibelchen ist. Der nimmt sich Schelte eben zu Herzen...


Ich habe Geralt sowas von zu gnädig kritisiert...
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Redeyes
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 20:51

Name: Arale
Geschlecht: Weiblich
Alter: unbekannt
Volk: Schlangenfee
Aussehen: http://img171.imageshack.us/img171/5506/snakefairybites022.jpg
Arales schuppige Haut ist von einem kräftigen Blau, während ihre Haare und Augen Dunkelgrün sind. Ihre Flügel bestehen aus einem fast durchsichtigen Material, das nur einen leichten grünlichen Schimmer aufweist. Ihr Schlangenförmiger Körper ist etwa 20 cm lang, so das sie sich problemlos auf einer Handfläche einrollen oder sich in einer Tasche verstecken kann. Kleidung oder Schmuck trägt sie im normalfall keinen.
Geschichte:
Wie das Ei von Arale in das alte Herrenhaus kam wird vermutlich immer ein Geheimniss für Sie und Nicole bleiben, den befruchtete Schlangenfeeeier können unbebrütet praktisch undbegrenzt lange herumliegen und dann trotzdem noch ausgebrütet werden. Da Nicole Arale ausgebrütet hat spricht Arale sie manchmal mit Mamma an, auch wenn ihr klar ist das Nicole unmöglich ihre Leibliche Mutter sein kann und die beiden sich eher so verhalten wie beste Freundinnen. Die beiden sind praktisch immer zusammen unterwegs, es sei den Arale hat wiedereinmal schabernack im Kopf oder Spioniert die Frauen des Dorfes aus wenn sie wiedereinmal Lästern. Nicole hat ihr auch dass Lesen und Schreiben beigebracht und beim durchwühlen der Bibliothek fand Arale ein Buch über Magie und entdeckte so ihre natürliche Begabung dafür.
Besonderes:
Arale und ihre Artgenossen haben, genau wie Schlangen, zwei Giftzähne. Allerdings ist ihr Gift nicht tödlich, sondern lähmt das gebissene Körperteil für ne Knappe halbe Stunde (bei Menschen). Erwischt Arale ihr Opfer aber am Hals, so das das Gift direkt ins Hirn gelangt, kann sie ihr Opfer aber auch völlig ins Reich der Träume schicken und, so ganz nebenbei, ihrem Opfer starke Kopfschmerzen bereiten. Schlangenfeen beherrschen die Illusionsmagie, doch nur in grösseren Gruppen können sie auch grosse und echt wirkende Illusionen erschaffen. Arale alleine kann allerhöchstens sich selbst tarnen, wenn es sein muss.
Charakter:
Arale ist verspielt, manchmal etwas naiv und immer für Unfug oder einen Scherz zu haben und es ist nicht das erste Mal, das sie damit Nicole in unangenehme Situationen bringt wenn sie wiedereinmal eine ihrer hyperaktiven phasen hat oder den lästernden Frauen einfach mal direkt ihre meinung sagt. Auf der anderenseite ist sie sehr kitzlig und hat manchmal ein ausgeprägtes kuschelbedürfniss, an den richtigen stellen gestreichelt kann man sie praktisch von einem moment auf den anderen von Hyperaktiv auf Kuschelmodus umschalten. Und trotz allem herumalbern und Unfug ist Arale durchaus fähig zu begreifen wenn die lage ernst ist und sie im moment besser keine witze macht.
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 20:58

Sag mal, trollst du mich eigentlich, Grim? Ich will (immer noch) Vicatis Antworten, darum frage ich Vicati! Oo

Und ich hab bei deinem Eisbärbutzi ebenfalls viel zu sehr nachgegeben, danke auch.
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Vicati
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 21:57

Huh, zu den Punkten, die Grim schon aufgegriffen hat, kann ich nur nicken. Was noch bleibt:

Zitat :
Seinen Wunsch erfüllt: Hat der Alte das? Er hat ihm doch keine Magie gezeigt.

Kann die Formulierung ändern.

Zitat :
Warum ein bisschen Magie, aber nicht mehr? Worin unterscheidet die sich systemisch?

Hat seinen Grund, das ist aber etwas, was in der MSG kommt. Die einen Zauber sind nur einfach Sachen, die nicht beeindruckend sind, sondern nur "Vorzauber" für die richtige Magie, die Finn eben nicht beherrscht.

Zitat :
Bücher im Waisenhaus - Manuskripte waren wirklich WTFBBQteuer im Mittelalter, die einem Waisenhaus zu geben wäre undenkbar gewesen, selbst wenn er sich damit selbst lesen hätte beibringen können, was in einer vermutlich größtenteils analphabetischen Gesellschaft selbst mit Hilfe nicht einfach geworden wäre ... Nicht eher in der Bibliothek selbst?

Eigentlich nicht relevant, aber wenns dir am Herzen liegt, änder ichs in von den Matronen geschriebene Blätter und ähnliches.

Zitat :
Alle Bücher zurückgeben: Hat er doch nach jedem Buch, kann also eigentlich nur eins gewesen sein, oder eine geklaute Charge, kein Vorrat.

Stimmt, kann ich auch ändern.
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 22:32

Immer noch: Warum kriegen Waisenkinder Kampftraining? Ist das zentral von der Stadt organisiert?

Zur Schüchternheit ... Also war er nur zurückgezogen, hatte aber keinen Ärger? Well, then. Unwahrscheinlich, aber möglich.

Zur Schelte ... Nehme ich mal an dass die Matronen rechte Drachen waren, soll recht sein ...


Sonst seh ich das mit den Korrekturen als gut an.
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 23:27

@Warmonger schrieb:
Immer noch: Warum kriegen Waisenkinder Kampftraining? Ist das zentral von der Stadt organisiert?

Grim hat dazu geschrieben:
Zitat :
Die Eisigen Einöden sind Vicatis Land, er wird schon wissen, was da in der Kultur verankert ist. Immerhin ist das ein raues, verdammt gefährliches Land und die menschlichen Kolonien sind beständigen Angriffen der Lyarden ausgesetzt. Schon möglich, dass eine solche Ausbildung in diesem Kulturkreis obligatorisch ist.

Und von Vicati kam das:
Zitat :
Huh, zu den Punkten, die Grim schon aufgegriffen hat, kann ich nur nicken.

Akzeptier es einfach mal, Warmonger.
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 23:28

Sobald ich Vicatis Antwort habe, sicher. Was haben eigentlich alle Leute für einen Komplex Fragen an andere Leute zu beantworten? ...
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 23:29

@Warmonger schrieb:
Sobald ich Vicatis Antwort habe, sicher. Was haben eigentlich alle Leute für einen Komplex Fragen an andere Leute zu beantworten? ...
Vielleicht weil wir die Antwort auf die Frage auch zu wissen glauben und weil wir die Frage so schnell wie möglich beantworten wollen, damit es los gehen kann.
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 23:32

Da nicht das, sondern (mangelnde) Kritik an Enas Konzept das zurückhalten ist das wohl ein Argument dem ich mich nicht beugen werde. Aber okay. Was solls. Ich beuge mich der kollektiven Hysterie.
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 23:35

@Warmonger schrieb:
Sobald ich Vicatis Antwort habe, sicher. Was haben eigentlich alle Leute für einen Komplex Fragen an andere Leute zu beantworten? ...

@Vicati schrieb:
Huh, zu den Punkten, die Grim schon aufgegriffen hat, kann ich nur nicken.

Aus der Tatsache, daß er Grim namentlich erwähnt - also nicht direkt angesprochen - hat, schließe ich, daß dieser Satz an dich gerichtet war. Also wo ist dein Problem?

@Warmonger schrieb:
Ich beuge mich der kollektiven Hysterie.

Vielleicht solltest du schlafen gehen. Du kommst mir schon wieder etwas arg streitlustig vor.
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 23:42

@Fellknäuel schrieb:
@Warmonger schrieb:
Sobald ich Vicatis Antwort habe, sicher. Was haben eigentlich alle Leute für einen Komplex Fragen an andere Leute zu beantworten? ...

@Vicati schrieb:
Huh, zu den Punkten, die Grim schon aufgegriffen hat, kann ich nur nicken.

Aus der Tatsache, daß er Grim namentlich erwähnt - also nicht direkt angesprochen - hat, schließe ich, daß dieser Satz an dich gerichtet war. Also wo ist dein Problem?

@Warmonger schrieb:
Ich beuge mich der kollektiven Hysterie.

Vielleicht solltest du schlafen gehen. Du kommst mir schon wieder etwas arg streitlustig vor.

Mein Problem ist dass auf die Frage wie das Kampftraining organisiert ist immer noch keine eindeutige Antwort existiert. Genau danach habe ich nämlich gefragt. Nicht danach ob Vicati das bestimmen kann oder nicht, das war mir nämlich schon vor etwa neunhundert Jahren klar, sondern wie genau er das meint.
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 23:44

Ist das so wichtig, ob das Kampftraining von der Stadtleitung oder vom Waisenhaus aus stattfindet?
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   So 27 Nov 2011, 23:45

Nein. Aber die Antwort will ich trotzdem. Er muss es ja nicht einmal ins Konzept reinschreiben. Ich wollte doch nur diese eine dreckige Antwort. Blut und Eingeweide für ein paar Worte.
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   Mo 28 Nov 2011, 16:09

@Grim schrieb:


Name: Hat sie denn keinen Nachnamen? Sie ist zwar Sklavin, aber immerhin hatte sie Eltern, die sie auch kannte. Haben die ihr keinen Nachnamen hinterlassen?

Da ich Nachnamen in Ruhta von vorneherein nicht als zwingend betrachte und Sklaven im Allgemeinen nur Besitz darstellen sollten, wäre ein solcher für mich nicht unbedingt nötig und wenn, eher der des Herren als der ihrer Eltern.

@Grim schrieb:
Aussehen: Manche Sätze klingen ein wenig merkwürdig - so sehe ich zum Beispiel nicht den Zusammenhang zwischen Schönheit und einem Leben am Rande der Gesellschaft - aber inhaltlich habe ich wenig daran auszusetzen. Abgesehen von den Tätowierungen vielleicht. Irgendwie erscheint mir derart darstellende Körperkunst in einem solchen Setting falsch. Ich glaube, ich könnte mich mit Ornamenten eher anfreunden. Aber wahrscheinlich ist das einfach Geschmackssache.

Tatsächlich sind Tätowierungen nicht sehr unüblich in Ruhta, im ersten Teil von GQ wurde Maik soetwas ja auch von der Göttin auf die Hand gemacht, und insbesondere bei südlicheren Völkern finde ich das schon sehr passend, wir sind ja nicht nur in der mitteleuropäischen Fantasy angesiedelt, sondern auch bei Wüstenvölkern usw usf und die hatten eigentlich schon immer solche Körperkunst, und wenn es nur Henna war. Würde ich ungern rausnehmen.

@Grim schrieb:

Charakter:
Warum erwartet man von einer Hexe und Verführerin keine Willenskraft? Irgendwie erschiene mir das Gegenteil logischer, denn so jemandem ist wohl weder ein schwacher Geist noch ein besonderes Maß an Emotionalität zu eigen.

Das war eher ein missglückter Bezug meinerseits, denn da habe ich eindeutig etwas anderes gemeint...nur was?...ausbessern.

Zitat :
Hintergrund: Hier habe ich schon mehr Kritik. Sie war fünfzehn als sie aus ihrer alten Heimat aufgebrochen ist und ist jetzt gerade mal siebzehn? In den zwei Jahren ist sie 'lange durch das Land gezogen' und hatte danach immer noch Zeit, bei ihrem neuen Herrn Lesen und Schreiben zu lernen, viele Fluchtversuche zu unternehmen etc.? Dafür erscheinen mir zwei Jahre verdammt wenig.

Mir auch, deshalb war sie ja auch eigentlich 20 und nicht 17, hab ich nur vergessen von meiner ersten Idee ihrerseits herauszunehmen.

Zitat :
Im Reich der Wassergöttin ist Sklaverei praktisch nicht bekannt aber trotzdem gibt es dort reihenweise Sklavenmärkte, auf denen sie angeboten werden kann? Wie geht das zusammen?

Ich stelle mir Sklavenmärkte nicht unbedingt als eine Art Gebäude vor, dass dazu errichtet wurde, genau das anzubieten. Die "Karawanen" ziehen von Dorf zu Stadt und errichten dort wie ein fahrender Zirkus ihre Sklavenmärkte selbst und brechen sie wieder ab, und da Sklaverei in Ruhta nicht illegal ist, hat man sie eben gewähren lassen.

Zitat :
Sie konnte reihenweise reiche Männer ausplündern ohne, dass das irgendwelche Konsequenzen hatte? Und das in einer Art und Weise, dass es offensichtlich ist, wer die Diebin sein musste. Immerhin verschwand sie vor dem Morgengrauen und ohne sich zu verabschieden, was sie ja schon sehr verdächtig macht. Da bräuchte sie schon ein ganz schön schnelles Pferd um mit der Nummer durch zu kommen. Zumal so oft. Warum wurden ihr nie Reiter nach geschickt, die die Beute zurück holen und sie am nächsten Baum aufknüpfen sollten?

Ganz einfach: Sie hat sich nie bis an die Zähne vollgestopft, sondern einfach immer nur soviel genommen, dass man es nicht bemerkt hat - zudem hat sie das Geld ja nicht nur dadurch verdient, dass sie geklaut hat, sondern vor allem, indem sie ihnen ihren Körper angeboten hat. Das andere war nur zur Unterstützung, und da jeder Bezirk in Ruhta seine eigene Rechtsprechung hat, ist es schwer, sie zu verfolgen, wenn sie immer auf Reisen ist. Und wieso sollte man dann für eine nicht unbedingt lebensbedrohliche Summe Söldner anheuernoder soetwas? Nur der Rache wegen? Aber dann gleichzeitig zugeben, dass man eine Frau bezahlt hat, um sich zu vergnügen...? Hm. Kann ich ändern, wenn es wirklich so unlogisch ist, aber mir kam es nicht allzu grotesk vor. o.o

Zitat :
Wenn sie an diverse Männer verliehen wurde und unbeobachtet mit Beute aus deren Häuser entkommen konnte, warum ist sie dann stets zu ihrem Besitzer zurück gekehrt anstatt einfach abzuhauen? Sie wollte doch offenbar frei sein...

Natürlich wollte sie frei sein. Aber zu fliehen hätte sie ja im Endeffekt nicht wirklich befreit und zu einer Bürgerin gemacht. Sie wünschte sich ja vor allem ein besseres Leben und keines als vogelfreier Streuner, der jedem Verbrechen zum Opfer fallen hätte dürfen, ohne Sühne zu erwarten. In diesem Fall - nicht wie im dem beim alten, wo sie ja eher aus Trotz und Enttäuschung weglief - bestand ja die Möglichkeit, sich einfach selbst frei zu kaufen und Papiere zu erhalten, die sie zu einem freien Bürger Ruhtas machten. Sklaven sind ja nur Gegenstände, und das war es ja, was sie störte, ihr Händler war ja nicht übermäßig brutal oder Ähnliches.

Zitat :
Was der alte Herr mit ihr vor hat geht auch nicht wirklich aus dem Text hervor. Wenn er sie als Haushaltsdienerin braucht, warum bringt er ihr Lesen, Schreiben und Rechnen bei? Warum ersetzt er die aufmüpfige Dienerin nicht durch eine folgsamere? Und wenn Sklaverei so unüblich in diesem Reich ist und der Herr überhaupt nicht vor hat, sie wie eine Sklavin zu halten, warum kauft er sich dann überhaupt eine Sklavin? Wäre ihm nicht viel eher zuzutrauen, sich eine freie Dienerin zu suchen?

Ich habe mir gedacht die genauen Hintergründe des alten Mannes während der Geschichte an sich noch genauer zu beleuchten, denn es ist mir klar, dass das jetzt noch paradox wirkt, doch wird dieser Charakter grade im weiteren Verlauf noch wichtiger für den Anfangsplot. Ich habe auch absichtlich keine Namen genannt, weil ich eben weiß, dass einige den schon kennen...das will ich jetzt auch nicht als sinnlose Entschuldigung gebrauchen, aber ich hab mir schon etwas dabei gedacht und müsste spoilern, wenn du die genauen Hintergründe und alles erfahren willst. Scheitert daran deine Annahme meines Konzeptes, schicke ich dir das natürlich per PM - ansonsten wäre ich froh, wenn du diese Fragen vorläufig noch zurückstellen könntest, bis es dann alles geklärt wird. ^^
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   Mo 28 Nov 2011, 20:11

@Monger: Blut und Eingeweide für ein bisschen Kreativität! Wenn Vic es nicht genauer erklärt und du selbst zugeben musst, dass es keinerlei Auswirkungen auf das Konzept hat, dann denk dir doch deinen Teil einfach selbst...

@Ena: Nun gut, das meiste hat sich damit wohl geklärt, denke ich. Das mit den Nachnamen passt, das mit dem Charakter auch. Bei den Tätowierungen habe ich ja erwähnt, dass es für meinen persönlichen Geschmack eher unpassend ist, aber das ist nun wirklich kein Grund für eine Ablehnung. Wie gesagt habe ich ja auch gar nichts gegen Tätowierungen an sich. Mich hätte wenn dann ohnehin gestört, dass sie ein konkretes Bild darstellen und nicht einfach irgendwelche Zeichen und Muster. Das wäre mir passender vorgekommen, aber ich will dir da wirklich nicht reinreden.

Die Sklavenmärkte waren wohl auch eher eine Missinterpretation meinerseits. Ich hatte mir da tatsächlich etwas größeres vorgestellt, wo eine Vielzahl von Händlern zusammen kommt und ihre Ware anbietet, nicht nur die Stände, die eine einzige Karawane aufbaut. Falls dir eine guet Formulierung einfällt kannst du es ja umschreiben um das ganze zu verdeutlichen, ansonsten ist das auch in Ordnung.
Dass sie bei ihren Freiern nur heimlich einzelne, unauffällige Stücke hat mitgehen lassen würde ich im Text hingegen noch verdeutlichen, dass würde das ganze sehr viel stimmiger machen, meiner Meinung nach.
Ob es einen großen Unterschied macht, als flüchtiger Sklave eine neue Existenz aufzubauen oder als rechtmäßig Freigekaufte wage ich allerdings zu bezweifeln. Papiere, Ausweise etc. halte ich ja in einem solchen, doch eher mittelalterlichen Setting für wenig wahrscheinlich. Wenn dann würde ich ja eher argumentieren, dass ein Sklave ein spezielles Zeichen seines Sklavenstandes trägt - etwa einen Sklavenring um den Hals -, den der Händler ihr dann hätte abnehmen können um sie in die Freiheit zu entlassen. Das erschiene mir stimmiger. Allerdings müsstest du dann noch klären, ob sie einen solchen Ring bei ihrem neuen Herrn auch noch tragen muss, das wäre eventuell relevant.

Was die Intentionen des Alten angeht werde ich nicht weiter nachbohren, wenn das Teil des Plots ist lasse ich mich selbstverständlich gern überraschen. Und die Annahme des Konzepts wäre daran mit Sicherheit nicht gescheitert. Ich will hier ja gar nichts ablehnen. Ich will nur konstruktive Kritik liefern und Hilfe zur Verbesserung bieten.
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   Mo 28 Nov 2011, 21:35

Editiert.

Die Kampftrainings werden von der Stadt organisiert.
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BeitragThema: Re: Charakterkonzepte   Mo 28 Nov 2011, 21:42

\o/

"Wie wird das Kampftrainung organisiert?"

"Die Kampftrainings werden von der Stadt organisiert."

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