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 Das Leben im kataklystischen Azeroth

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Basol
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BeitragThema: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyMi 31 Okt 2012, 12:30

Ooc: So, ich habe beschlossen, mal den Bereich der Spontanen für eine Warcraft-MSG im alten Stil zu nutzen, wie die von früher im WoW-Forum gehalten waren. Der Gedanke dieser MSG es ist, wirklich spontan zu sein und ohne viel Diskussion auszukommen, daher wird auf Charaktersteckbriefe, OOC-Thread und eine Vorausarbeitung des Plots verzichtet. Hier soll jeder sich einbringen und seinen Teil zur Story beitragen können, ohne sich eingeschränkt zu fühlen.
Da SH4 damals in Sturmwind gestartet ist, habe ich mich entschieden diesmal in Orgrimmar zu starten, daher werden die meisten Schreiber wohl am Anfang einen Hordler schreiben (das sollte aber die einzige Vorgabe sein und wahrscheinlich werden werden wir Orgrimmar bald verlassen).
Dies soll nur ein Versuch sein, ob er von Erfolg gekrönt sein wird, hängt von den Anderen ab. Wenn diese MSG auf wenig bis gar kein Interesse stößt, kann sie immer noch archiviert werden, allerdings hoffe ich natürlich ich auf rege Teilnahme. /Off

Mit schweren Schritten näherte der große, bullige, gut gerüstete Orc-Krieger dem riesigen Eingang von Orgrimmar, im Vergleich zu dem er selbst nicht größer als eine Küchenschabe wirkte. Das grüne Muskelpaket hatte draußen in der Wildnis zusammen mit einigen anderen Orcs ein Lager der Stacheleber überfallen und die schweineschnäuzigen Kraturen ordentlich dezimiert. Obgleich dabei zwei von sieben Grünhäuten getötet worden waren, die Stacheleber hatten mit einem Dutzend die wesentlich längere Todesliste. Für diese Aufgabe waren sie gut bezahlt worden mit einigen Silberstücken und einer guten Portion Dino-Fleisch. Goroth jedenfalls hatte sie sich schmecken lassen.
Der Orc war nun im Tal der Stärke, wo wie jeden Tag ein ziemlich geschäftiges Treiben herrschte. Vertreter etlicher Völker der Horde waren hier unterwegs, insbesondere Orcs, Tauren, Trolle und Goblins. Untote und Blutelfen waren eine etwas seltenere Erscheinung, doch auch ihnen begegnete man hier durchaus. Sie alle bildeten unter dem Banner des mächtigen Kriegshäuptling Garrosh die mächtigste Organisation der Welt, die Horde. Der schlimmste Albtraum der minderwertigen Allianz.
Wohin sollte Goroth gehen? Es gab verschiedene Möglichkeiten. Sollte er für sein Geld seine Axt schleifen lassen? Oder beim Schmied neue, hochwertigere Rüstungsteile kaufen?
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Grim
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyFr 02 Nov 2012, 23:36

Schlanke grüne Finger strichen über die eiserne Spitze, die Innenseite des Daumes drückte prüfend gegen die Kanten. Ein cobaltblaues Auge schloss sich, zusammen gekniffen, als die schlanken Finger den Schaft prüfend vor seinen Zwilling hielten. Die schmalen Lippen der Orcin zuckten unschlüssig hin und her während sie die Gänsefedern kritisch musterte. "Sie werden ihren Zweck tun", verkündete Tharka dem Pfeilmacher schließlich, "Ich gebe euch zwölf Kupfer für zwei Dutzend davon." "Zwölf, maan? Diesa Mann is' vielleicht alt, aba nich' dumm, Mädchen!", erwiderte der Troll, "Meinä Pfeilä sin' 'n Kupfa das Stück wert, aba 'ch will ja nich so sein. Kriegst deine zwei Dutzend füa zwanzig."
"Vierzehn!"
"Ach'zähn!"
"Fünfzehn, mehr nicht. Es gibt auch andere Pfeilmacher in Orgrimmar, alter Gauner." Die Worte hatten etwas endgültiges und der Blick, der sie begleitete, ließ den schlacksigen Troll glatt auf die Größe seiner Kundin zusammen schrumpfen.
"Na schön, maan! Du bringst'n alt'n Mann noch an den Bettelstab, aba weil du's bist..." Er zählte die geforderte Anzahl aus einem bauchigen Fass ab und schob das Bündel über den Tisch.
"Danke", erwiderte Tharka lächelnd, wobei sie ihre Hauer entblößte und reichte ihm ihrerseits einen Beutel voller Münzen.
"Beehr'n sie uns nich' so bald wieda, Halsabschneiderin!", quäkte der Troll, doch da war sie bereits, die Hand zum Gruß erhoben, aus der Tür seiner Bude hinaus.

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kuubi

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyMo 05 Nov 2012, 22:04

Auch Kazragor war bei der Stacheleber-Jagd dabei gewesen. Einer der gefallen Orcs war ein Freund gewesen. Kein all zu guter Freund, doch Freund blieb Freund. Und so schmerzte der Verlust den alten Orc. Er blickte auf die paar Münzen, welche er als Belohnung bekommen hatte. Waren ein paar Silbermünzen wirklich das Risiko wert zu sterben? Kazragor schüttelte den Kopf und seine ergrauten Haare flogen etwas umher. Was für ein lächerlicher Gedanke. Er war ein Orc und somit zum Kämpfen geboren. Lieber ehrenvoll auf dem Schlachtfeld sterben, als irgendwann im Bett als alter Orc.
Ein paar Momente später trat er hinter Goroth. "Was wirst du jetzt tun?" fragte Kazragor ihn. Was er selber tun sollte, wusste er nicht. Ein Heim hatte er nicht - er lebte sein Leben unterwegs auf der Straße und verdiente sich sein Lebensunterhalt als Söldner. Vielleicht neue Ausrüstung kaufen? Nein, seine momentane Ausrüstung war gut genug und sein Geld würde nicht für etwas wirklich besseres reichen. Also würde Kazragor einfach Goroth folgen, vorausgesetzt dieser würde etwas nach seinem Geschmack tun.
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Basol
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyMi 07 Nov 2012, 09:46

Ein anderer der Orcs von der Stacheleberjagd sprach ihn an und fragte ihn, was er jetzt tun wollte. Goroth überlegte. Dann antwortete er: "Ich glaube, ich lasse meine Axt schleifen." Wenn man dies zu lange nicht machte, dann würde sie abstumpfen und es würde schwieriger werden, seine Gegner zu töten. Das konnte im Kampf über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Goroth wandte den Blick nach Rechts, wo ein kleiner Laden war, den er kannte. Tagoth, der Waffenschmied. Dort konnte man hochwertige Waffen für teures Geld kaufen - oder auch seine Eigenen für ein geringes Entgelt schleifen lassen. "Ich gehe rein, wenn du willst, kannst du mitkommen.", sagte er zu Kazragor, dann stapfte er in Richtung des Ladens und trat ein.
"Ah, Goroth.", sagte Tagoth, ein recht kleiner, aber umso breiterer Orc,welcher dunkelgrüne Haut und einen wilden, schwarzen Vollbart trug. "Wie kann ich dir helfen?"
"Ich würde gerne meine Axt schleifen lassen.", erwiederte der andere Orc, zog seine große, schwere Waffe und reichte sie dem Anderen.
"Das macht vierzig Kupfer.", sagte Tagoth mit einem verschmitzten Lächeln. Goroth griff in seinen Beutel voller Kupermünzen, zog Einige heraus und ließ sie auf die Theke fallen.
Tagoth hatte unterdessen schon die Axt genommen, sich hinter seinen großen Schleifstein gesetzt und rieb die Waffe über Diesen. Während der Schmied arbeitete, sagte niemand ein Wort.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyMi 07 Nov 2012, 20:58

Tharka hatte beim Ausweiden eines Ebers ihr Messer zerbrochen. Es hatte sich irgendwo zwischen den Rippen in zähem Muskelgewebe und Knochen verkantet und als sie es loszureissen versucht hatte war die Klinge kurz unter dem Heft abgebrochen. Schlechter Stahl. Das kam vor. Es war ein minderwertiges Messer gewesen. Günstig, bestens geeignet für die ihm zugedachte Aufgabe, aber eben nicht für die Ewigkeit geschaffen. In jedem Fall hatte sie nun kaum eine andere Wahl, als es zu ersetzen. Sie brauchte ein Messer. Nur mit dem Heft und zwei Zoll geborstenem Stahl konnte sie nicht einmal essen, geschweige denn jagen.
Der Waffenschmied Tagoth war eine gute Adresse, wenn man Klingen brauchte. Ein Mann, der sein Handwerk verstand. Er verlangte horrende Preise, aber die Qualität seiner Arbeit machte das allemal wett. Tharka hatte einmal einen Grunzer gekannt, der eine Doppelaxt von Tagoth besessen hatte. Er hatte auf den Schmied geschworen. Es hatte ihm freilich nichts genutzt als die Zentauren ihn mit Pfeilen gespickt hatten. Die Axt war danach an einen anderen Grunzer gegangen. Ein Jammer! Tharka hätte sie gern für sich selbst gehabt. Nun sollte es also zumindest ein Messer sein.
Sie betrat den Laden, nur um festzustellen, dass der Schmied beschäftigt war. Er hantierte mit einer Axt am Schleifstein, der sich unter seinem beständigen Tritt schnarrend drehte. Zwei andere Orcs warteten ebenfalls im Laden. Dem Staub auf ihrer Kleidung nach kamen sie geradewegs von irgendwo außerhalb der Stadt. "Lok'tar, Krieger", grüßte Tharka die beiden und warf sich dabei den langen Zopf über den Rücken, "Was gibt es Neues von draußen?"

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Basol
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyDo 08 Nov 2012, 10:27

"Lok'thar.", erwiederte Goroth den Gruß der Orcin, die ebenfalls in den Laden kam. "Die Stacheleber haben Ärger gemacht. Das heißt, wir haben ihnen Ärger gemacht. Haben schön viele von ihnen getötet. Naja, auch wenn zwei Orcs im Kampf mit ihnen gestorben sind."
Goroth seufzte. Selbst, wenn man schon erfahren im Kampf war, angenehm war es nie, einen Kameraden sterben zu sehen.
"Deine Axt ist jetzt fertig.", sagte Tagoth, hob die Axt und gab sie ihrem Besitzer zurück. Goroth besah sich die Klinge und fuhr mit dem Finger darüber. Ein wenig Blut lief aus einer kleinen Schnittwunde, sie war also wirklich wieder schön scharf.
"Und was kann ich für Euch tun?", fragte der Schmied die anderen beiden Orcs.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyDo 08 Nov 2012, 16:28

"Wenn deine Kameraden gut gekämpft haben war es ein guter Tod. Du solltest stolz auf sie sein", erwiderte Tharka und legte dem Krieger aufmunternd eine Hand auf die Schulter. Mehr Mitgefühl bekam er von ihr jedoch nicht. Ihr Stimme klang gänzlich ungerührt. Sie war nicht der sentimentale Typ, der den Gefallenen nachtrauerte. Ein guter Tod war kein Grund traurig zu sein. Es gab hunderte von schlechteren Arten zu sterben.
Als der Schmied sich schließlich ihr zuwandte ließ sie den anderen Orc also auch stehen wie er war. "Ich brauche ein Messer. Ein Jagdmesser", erklärte sie Tagoth ihr Anliegen, "Sechs oder sieben Zoll Klinge. Ob einseitig oder beidseitig geschliffen ist mir gleich, Hauptsache ordentlich scharf. Ich habe auch noch ein abgebrochenes Heft hier, vielleicht könnt ihr was damit anfangen..." Sie griff hinter ihren Rücken, löste die leere Scheide des Messers von ihrem Gürtel und legte sie mitsamt dem Heft und den Resten ihres Messers vor dem Schmied ab. Dieser griff danach, warf einen kurzen Blick darauf und gab dann ein unwirsches Schnauben von sich. "Kann ich schon weiter verwenden, sieht noch ganz ordentlich aus", meinte er schließlich, "Und was Ersatz dafür angeht: ich hab gerade ein paar Messer hier, vielleicht ist ja was passendes dabei. Ansonsten schmiede ich auch auf Bestellung..." Er wandte sich ab und verließ den Raum, zweifellos um nach seinen Werkstücken zu suchen. Tharka lehnte sich mit dem Rücken an die Wand und wartete.

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptySo 11 Nov 2012, 20:36

Viele Jäger waren an diesem Tag von ihrer Jagd zurück gekommen. Teilweise Jäger, die Nahrung mitgebracht haben, teilweise Jäger, die Köpfe mitbrachten. Oder das, was heuzutage als "Kopf" bezeichnet wurde. Dinge, die bestätigten, das man getötet hatte, für was man ausgeschickt wurde.
Eine Trollin beobachtete die Gruppe, die ankamen und versuchte zu erraten, was sie gejagt hatten. Oft konnte sie mit einem Blick aus ihren verschlagenen Augen erspähen, was erbeutet wurde, dann wieder musste sie sich auf den Geruch verlassen, der in ihre, durch einen Bruch gekrümmte, Nase drang, oder sie musste es durch Gespräche aufschnappen. Eine Gruppe konnte sie beobachten, die schon kurz nach dem Stadttor von ihrem Auftraggeber empfangen wurde. Reden und Lachen drang zu ihr, dann wechselten Raptorenklauen und Geld den Besitzer.
Die Trollin grinste und entblößte dabei ein nicht gerade ebenmäßiges Gebiss mit gelb verfärbten Zähnen, zwischen denen ihre eher klein geratenen Hauer herrausragten, bevor sie an ihre Halskette griff, die aus auf eine Schnur gezogenen Raptorenzähnen bestand. Auch ihre beiden Speere wurden von Trophäen geziert, die sie im Kampf gegen zahllose Raptoren gesammelt hatte: Federn. Bei ihrem Hauptspeer waren sie größtenteils zerzaust und Blutgetränkt. Ein Zeichen der Kämpfe, die sie bereits ausgetragen hatte, seit sie diesen Speer geschenkt bekommen hatte. Es war ein guter Speer aus kräftigem, geradem Holz und einer Spitze aus Stahl, versetzt mit Wiederhaken. Sie hatte den Speer neben sich gelehnt, wo ihn jeder gut sehen konnte und somit auch sah, das sie keine schlechte Jägerin war.
Ihren Zweitspeer hatte sie auf den Rücken geschnallt. Seine Federn waren zwar Windzerzaust, doch ansonsten ordentlich und sauber. Zudem war er nicht ganz so hochwertig, wie ihr Lieblingsspeer, aber dennoch eine recht gute Waffe, wenn auch die Spitze lediglich aus Obsidian bestand und man daher achtgeben musste, dass sie nicht an einem Felsen zerbrach. Neben einem einfachen Stück Stoff, das ihre Oberweite verdeckte, war das Lederband, das den Speer hielt, das Einzige an "Kleidung", das über ihre Brust führte. Zusammen mit einem Lendenschurz, der größte Beweglichkeit garantierte, einem leichten Stoffgürtel, sowie einem Paar Lederhandschuhe, machte dies die gesammte Kleidung der Trollin aus.
Tin'Zasha, so der Name des Trollweibchens, war eine stolze, aber auch sehr abergläubische Angehörige des Dunkelspeerstammes. Und so verwunderte es nicht, das in wild abstehendes, blau-schwarzes Haar Bänder eingeflochten waren, die böse Geister abwehren sollten. An ihrem Gürtel hing ein Beutel, in dem sich verschiedenste Dinge befanden: Von harmlosen Kräutern, die sie schützen sollten, bis zu Haaren, Ohren und Fingern getöteter Feinde, die ihr deren Kraft geben sollten. Und diese Kräfte wollten wiederhergestellt und erweitert werden. Aber dazu brauchte Tin'Zasha ersteinmal eine Jagdgruppe, denn sie was sie jagen wollte, das sollte sie lieber nicht alleine tun: Harpyien. Harpyienkrallen sollten in ihren Beutel. Und er sollte mit dem Blut dieser Kreaturen getränkt werden. Aber bei all ihrem Geschick: Ein Harpyiennest alleine anzugreifen war Selbstmord und eine einzelne Harpyie zu erwischen reine Glückssache. Und allein auf ihr Glück wollte sie sich nicht verlassen. Also hielt sie Ausschau nach einer Jagdgruppe, die vielleicht zufällig das gleiche Ziel hatte. Oder sich zu einem solchen Ziel überreden ließ, ohne zu viel zu kosten. Denn Geld, davon hatte Tin'Zasha nicht viel.


Zuletzt von Sternenvogel am Do 22 Nov 2012, 18:16 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptySo 11 Nov 2012, 21:20

Es dauerte nicht lang bis der Schmied zurück kam, zwei Werkstücke in der breiten Rechten. Er reichte Tharka beide. Das eine war ein schweres, kräftiges Messer mit breiter Klinge, die eine Seite scharf und glatt, die andere mit Sägezähnen besetzt. Guter Stahl mit einem Griff in schwarzem Leder. Das andere war im Grunde eher ein Kampfmesser: gekrümmt, einseitig geschliffen, das Heft und die kurze Parierstange schlicht aber solide. Es steckte in einer mit rotem leder umwickelten Scheide mit eisernen Beschlägen. Tharka war sich bewusst, dass die erste Klinge im Grunde viel eher ihren Bedürfnissen entsprach. Dennoch zögerte sie. Irgendwie widerstrebte es ihr, die offenkundige Entscheidung zu treffen. Dann entschloss sie sich aus einem Impuls heraus, schob dem Schmied das Sägemesser zurück und behielt das Kampfmesser bei sich, schweigend. Ihre Absicht war auch ohne Worte offenkundig.
"Hundertfünfzig Silberstücke für das Messer", verlangte Tagoth während er die andere Klinge in seinen Gürtel schob.
"Ein Goldstück", erwiderte Tharka und legte die entsprechende Münze auf den Tisch. Der Schmied gab ein grollendes Murren von sich. Seine Augen verengten sich. "Noch dreißig Silberlinge...", fordete er.
Schließlich zahlte Tharka ihm noch zwanzig Silbermünzen und versprach ihm eine Eberflanke sobald sie wieder in die Stadt kam. Während der Schmied ihr Gold mit den Zähnen prüfte schlang sie die schmalen Bänder des Waffengehänges um ihre Hüfte.
Als sie sich umwandte stellte sie fest, dass die beiden Krieger nach wie vor schweigend im Halbdunkeln der Schmiede standen. Zufrieden wirkte keiner der beiden. Gerade der Ältere erweckte einen bekümmerten Eindruck. Ihre Verluste schienen ihm nahe gegangen zu sein. Wer es wohl gewesen sein mochte, den die Stacheleber geholt hatten? Eine Frau vielleicht? Tharka beschloss, es heraus zu finden. "Und guckt nicht so grimmig drein!", wandte sie sich den beiden zu, "Kommt mit auf einen Kaktusapfelbrand drüben im Schwarzen Speer. Die Runde geht auf mich!"

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptySo 11 Nov 2012, 21:47

Goroth verfiel in ein grimmiges Lächeln. Es geschah nicht oft, dass er von jemand Fremdem eingeladen wurde, und dann noch von einer Frau. Aber vielleicht war das ein Wink des Schicksals. Immerhin konnte der Orc jetzt etwas Ablenkung gebrauchen. Es passierte nunmal, dass Kämpfer in der Schlacht starben und wahrscheinlich würde dieses Ende ihn auch eines Tages ereilen. Zumindest war es allemal besser, als alt und zahnlos zu werden. Aber noch war er jung und konnte dem Leben Einiges abgewinnen.
"Ich nehme die Einladung an.", sagte Goroth und trat einen Schritt auf die Orcin zu. "Aber ich kenne deinen Namen noch nicht. Mich kannst du einfach Goroth nennen." Ja, es konnte vielleicht doch noch ein unterhaltsamer Abend werden.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptySo 11 Nov 2012, 23:00

"Für dich Tharka, schöner Mann", antwortete sie und entblößte lächelnd ihre Zähne, "Für jeden anderen allerdings auch, also mach dir nichts draus." Sie ging den beiden voraus. Der Schwarze Speer lag direkt auf der anderen Straßenseite, also mussten sie die Schmiede kaum verlassen, da waren sie auch schon da. Der Schankraum war hell und offen, den zur Straße hin hatte man die Wand kurzerhand offen gelassen, doch hatte sich bereits reichlich Volk an den kleinen Tischen versammelt, so dass der intensive Geruch von Alkohol, Schweiß und Tabakrauch in der Luft hing. Es war laut in dem kleinen Raum. Mit drei erhobenen Fingern gab Tharka dem trollischen Wirt zu verstehen, was sie wollte, und führte die beiden Krieger dann an einen etwas abgelegeneren Tisch in einer Nische. Kurz darauf trat der Wirt mit drei kleinen Zinnbechern voll klarer Flüssigkeit an sie heran und stellte einen vor jedem von ihnen ab. Tharka griff nach dem ihren, machte jedoch keine Anstalten, ihn an den Mund zu führen. "Dann lasst mal hören...", forderte sie ihre beiden Begleiter auf, "Was habt ihr dort draußen mit den Schweinemenschen erlebt?"

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyMo 12 Nov 2012, 15:18

"Die einzelnen Individuen waren schwach und keine Gegner für einen Orc, nur leider waren sie recht zahlreich. Sie waren uns drei, vielleicht sogar vier zu eins überlegen.", begann Goroth zu erzählen. "Und es war eine ausgewogene Zusammenstellung. Die hatten Nahkämpfer, Bogenschützen und sogar Welche mit schamanistischen Kenntnissen in ihren Reihen." Er seufzte. Der Orc hatte davor gar nicht gewusst, dass diese Kreaturen so gut organisiert waren. Er hatte sie für hirnlose Kreaturen gehalten, die vielleicht ein paar steinerne Äxte oder ähnlich primitive Waffen hatten. Das hatte ihn doch geschockt. "Trotzdem waren wir ihnen überlegen.", fuhr er fort. "Wir hatten auch Bogenschützen und sogar einen Magiewirker in unseren Reihen." Er präzisierte das nicht weiter, schließlich hatte er als gewöhnlicher Orc-Krieger nicht viel Ahnung von Magie. Er konnte Magier und Hexenmeister nicht unterscheiden. Nur den Schamanismus erkannte er wegen den Totems, die diese Kunst mit sich brachte. "Im Grunde war es ein Erfolg, wir haben viele von ihnen zerschmettert."
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyMo 12 Nov 2012, 20:43

Kazragor war überrascht. Es geschah nicht oft, dass man von einer wildfremden Person zum Trinken eingeladen wurde. Doch trotzdem war es eine nette Gegebenheit die Welt für eine kurze Zeit zu vergessen, etwas Alkohol zu trinken und Spaß zu haben. Also folgte er den beiden anderen Orcs. "Mich kannst du Kazragor nennen" sagte er zu Tharka, als diese im Schwarzen Speer ankamen und sich hingesetzt hatten. Auf ihre Frage erwiderte er erstmal nichts. Goroth übernahm im Moment das Reden für ihn. "Ein Erfolg war es tatsächlich" meldete sich Kazragor kurz nachdem der andere Orc geendet hatte. " Zwar schmerzt der Verlust, doch es waren tatsächlich ein gute Tode. Zwar nicht gegen einen mächtigen Gegner, doch immerhin auf dem Schlachtfeld." Auf wen er sich bezog war klar. Nach dieser Aussage verlor Kazragor sich in Gedanken. Die Zeit für seinen Tod auf dem Schlachtfeld würde wohl auch bald kommen, wenn er nicht im Bett sterben wollte. Und das wollte er sicherlich nicht. Also würde er sich bald wieder einen neuen Auftrag suchen - ob hier in Orgrimmar oder wo anders war noch nicht klar. "Und was machst du hier?" fragte Kazragor an Tharka gewandt.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyMo 12 Nov 2012, 21:54

"Kaufen, verkaufen, Vorräte auffüllen...", erklärte Tharka und gab mit einer wegwerfenden Handbewegung zu verstehen, dass dabei keine Geschichte heraus springen würde. "Für die Jagd", fügte sie noch knapp hinzu, doch mehr würden die beiden kaum aus ihr heraus bekommen. Ihr Leben war das letzte halbe Jahr reichlich unspektakulär verlaufen. Wilde Eber, Krokilisken, ab und an mal einen Raptor... mehr hatte sie nicht zur Strecke gebracht. Aber nun, da sie die Erzählung von den Stachelebern hörte, begann es sie wieder zu kitzeln. Im Grunde beneidete sie die beiden Krieger. Verluste hin oder her: das war doch das einzig wahre Leben! Wie sollte man das Gute und Angenehme auch schätzen, wenn da nicht beständig die Gefahr war, dass es schon morgen vorbei sein konnte? Jeder Orc kannte dieses Gefühl. Todesangst machte alles so viel intensiver!
"Erzählt mir von euren gefallenen Kameraden!", forderte sie die beiden Krieger weiter auf, "Wie sind sie gestorben?" Sie wollte die Einzelheiten wissen. Jedes blutige Detail. Wie sonst sollte sie entscheiden, ob ihre Beteuerungen des guten Todes berechtigt gewesen waren? Und wie sonst sollte sie sich das Gemetzel vorstellen um das Feuer in ihrem Blut wieder zum Lodern zu bringen?

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyMo 12 Nov 2012, 22:16

"Ein Krieger wurde von einem Blitz eines Gegners getroffen und fiel zu Boden.", sagte Goroth, dem beim Erörtern dieser Worte ein leichter Schauer überlief, schließlich hätte es auch ihn treffen können. Aber er war kein Weichei, darum fuhr er mit zur Ruhe gezwungener Stimme fort. "Vier ihrer Krieger haben sich sofort auf ihn gestürzt und angefangen, unentwegt mit ihren Äxten auf ihn einzuschlagen. Sie hatten mehr Kraft als ich gedacht habe und sind sogar durch seine Kettenrüstung gekommen. Das hat ihm natürlich schlimme Wunden eingebracht und überall war Blut. Ich war nur drei Meter daneben. In einem Anfall von Zorn stürzte ich auf sie zu und schwang meine Axt einmal um mich herum, womit ich die beiden mir am nächsten stehenden Stacheleber voll getroffen habe. So, wie ihre Körper danach aussahen, glaube ich nicht, dass sie noch leben und wenn, dann als Krüppel." Er nahm einen Schluck. "Die anderen beiden wollten dann auf mich los, aber der eine wurde von einem Pfeil, der Andere von einem schwarzen Strahl durch den Zauberwirker getroffen." Goroth atmete tief durch. Nun hatte er genug erzählt, sollte Kazragor auch mal was sagen.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyDi 13 Nov 2012, 17:24

Unmut machte sich in Tin'Zasha breit, als die Zeit verstrich, ohne das sich irgendjemand bereiterklärte, mit ihr auf Harpyienjagd zu gehen. Mehrere Gruppen hatten sie angesprochen, teilweise auch einzelne Jäger, doch niemand hatte ihr auch nur zuhören wollen. Alle schienen sie nur ihre Belohnung im Auge zu haben - und wie sie sie am besten verprassen konnten. Schließlich nahm die Trollin ihren Speer, steckte ihn in die dafür vorgesehene Halterung an ihrem Rücken, direkt neben dem zweiten Speer, und machte sich auf den Weg in die nächste Taverne: Den Schwarzen Speer. Er war gut besucht, weshalb es recht schwer war, einen geeigneten Platz zu finden, an dem man möglichst vielen Abenteurern lauschen konnte. Vielleicht waren die Chancen, hier etwas hilfreiches aufzuschnappen, höher...


Zuletzt von Sternenvogel am Do 22 Nov 2012, 18:16 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyDi 13 Nov 2012, 22:13

Karmot lächelte ein wenig während er den Toren Orgrimmars entgegenstrebte. Endlich hatte er alles zusammen, was dieser Halsabschneider von ihm wollte. Endlich würde er zurückbekommen was ihm gehörte. Seine Rüstung hatte er abgelegt und auf dem großen Kodo festgezurrt, dass hinter ihm hertrottete. Abgesehen von Hose und Gürtel trug er keinerlei Kleidung - Wozu auch, es war schließlich warm genug. An seinem Gürtel hingen zwei große Äxte, die die meisten Leute wohl allenfalls mit zwei Händen schwingen könnten - für ihn waren es ganz normale Einhandwaffen.

In Gedanken versunken trottete der große Taure durch das Tor. Vor ihm teilte sich die Menge und schloss sich hinter seinem Kodo wieder - niemand wollte in die Bahn des Tauren geraten, der selbst Artgenossen noch deutlich überragte. Er betrachtete die Befestigungen und dachte daran, wie dieses Tal vor der Ankunft der Orcs ausgesehen hatte. Die Grünhäute hatten es wirklich verändert, aber so war nunmal der Lauf der Dinge.
Als er den Torgang verlies, blieb er kurz am Rande stehen und lies seinen Blick über die Menge streifen. Viele schienen von der Jagd zurückgekehrt zu sein. Karmot schnaubte ärgerlich, was einige in der Nähe stehende Orcs dazu veranlasste sich erschrocken umzublicken. Den meisten Jägern schien es nur um Profit zu gehen, sie nahmen nur das wofür sie Geld bekamen und ließen den Rest einfach verroten. Er seufzte und machte sich wieder auf den Weg zum Schwarzen Speer.

Dort angekommen ging er direkt zum Tresen und legte einen Beutel vor dem Wirt auf dem Tisch. "Da hast du, was du wolltest, nun gib zurück, was mir gehört."
Der Wirt blickte in den Beutel und grinste dann den Tauren verschlagen an. "Ich würde ja, aber es waren ein paar Gefälligkeiten ausgemacht und nicht nur zwei."
Karmot blickte den Wirt verständnislos an. "Du sagtest zwei..." "Papperlapapp!" unterbrach ihn der Wirt "Was ich gesagt hab oder nicht, ist nicht wichtig, sondern nur was ich jetzt sage. Und ich sage: Du wirst noch ein paar kleine Aufträge für mich erledigen..."
Weiter kam er nicht, denn nun packte Karmot ihn mit einer Pranke am Hals, riss ihn auf Augenhöhe hoch und knurrte ihn wütend an: "Entweder du gibst es mir sofort zurück oder ich werde dir wenn es sein muss jeden Knochen im Leib brechen."
Er funkelte den Wirt wütend an, während er auf eine Reaktion wartete.
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Grim
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyMi 14 Nov 2012, 17:53

Langsam nickte Tharka, zustimmend. "Ein guter Tod", sagte sie nachdem Goroth ausgesprochen hatte, "Ein guter Kampf. Scheint euch mit einer Menge Ruhm bekleckert zu haben. Kein Grund für Trauer, kein Grund für Scham. Im Kampf gegen Schwächlinge liegt keine Ehre. Aber wer mit den Starken kämpft, der... HO!" Überrascht schrie sie auf als plötzlich Tumult in die Kneipe kam. Ein hünenhafter Taure hatte sich mit dem Wirt angelegt und diesen an der Gurgel gepackt und augenblicklich brach Hektik im 'Speer' aus. Stühle, sogar ganze Tische wurden umgerempelt als die Umsitzenden hastig zurück wichen um den Kämpfenden Platz zu machen, Becher und Krüge fielen zu Boden und verschütteten ihren Inhalt, eine Tonkaraffe ging zu Bruch. Auch Tharka fand sich mit einem mal auf den Beinen wieder, das neu erworbene Messer in der Hand. Und sie war nicht die einzige mit blankem Stahl. Dies war Orgrimmar! In einer Stadt dieser erbärmlichen Menschen oder Elfen hätte kaum jemand mehr als einen Dolch zur Hand gehabt, aber hier war jeder ein Krieger und ein Krieger hatte keinen Grund, sich von seiner Axt zu trennen. Wütende Stimmen brandeten auf als ein halbes Dutzend Gäste sich bereit machte, den aufkommenden Ärger so rasch wieder zu unterbinden, wie er begonnen hatte. "Lass ihn los, du langes Elend!", fuhr Tharka den Tauren von hinten an und trat näher auf diesen zu. Der Schein des Herdfeuers brach sich auf der Klinge des Messers...

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyMi 14 Nov 2012, 20:20

Kazragor wollte gerade etwas auf Tharkas Aussage erwidern als der Tumult losbrach. Überrascht blickte er auf den Tauren, der wohl der Ursache für den Tumult war. Entspannt schaute Kazragor zu - eine Kneipenschlägerei war nichts ungewöhnliches in Orgrimmar. Immerhin lag ihnen das Kämpfen im Blut! Es gab nur zwei ungewöhnliche Sachen: Erstens, dass die Schlägerei schon so früh am Tag anfing. Meistens begannen sie erst abends, wenn die meisten schon einige Becher getrunken hatten. Und zweitens, dass ein Taure die Ursache dafür war. Kazragor hatte bis jetzt Tauren immer als ruhige Leute kennen gelernt, die normalerweise so etwas nicht auslösen würden. Es gab nur eine Ausnahme: Wenn es ein schwerwiegender Grund war, dann würde wohl auch ein Taure so etwas tun. Also stand er auf und ging zu dem - selbst für einen Tauren - gewaltigen Karmot. Ruhig fragte er ihn :" Was ist der Grund für diesen Tumult?"
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyMi 14 Nov 2012, 21:33

Schallend lachte Goroth auf, als in der Kneipe ein Tumult losbrach. Wäre ja auch ein Wunder gewesen, wenn der Tag ohne einen derartigen Zwischenfall zuende gehen würde. Er hatte an solchen Eklats seine helle Freude, da sie die langweilige Stimmung in Orgrimma auflockerten. Er fürchtete auch nicht um sein Leben, jeder, der sich mit ihm anlegte, würde seine Axt zu spüren bekommen.
Auch wenn der Verursacher der Unruhen anscheinend ein ziemlich großer Tauren war, einer der Wenigen, die einen ausgewachsenen Orc in Sachen Kraft noch übertrafen. Aber naja, dieser Geselle würde sich sicher bald beruhigen, oder er hatte eine Menge Ärger am Hals...
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyDo 15 Nov 2012, 01:54

Keine Sekunde zu früh hatte die Trollin den Schwarzen Speer erreicht. Gerade, als sie eintrat, brach Tumult in der Kneipe aus. Immerhin vertrieb das ihre Langeweile. Grinsend sah sie sich nach dem Grund für die Unruhen aus - und erstarrte. Den Tauren kannte sie doch... Die Orkin, die sich ihm hinterrücks näherte, allerdings nicht und auch, was sie sprach, klang nicht so, als wäre sie Karmot freundlich gesinnt. Würde Tin'Zasha ihrem großen Freund wohl beistehen müssen. Noch immer grinsend griff sie nach ihrem Speer und drängte sich durch die Menge. Wer ihr keinen Platz machte, bekam einfach den Schaft ihrer Waffe gegen irgendwelche Gließmaßen - bevorzugt den Kopf - und wich meist recht schnell aus. Endlich erreichte sie die vorderste Reihe, questschte sich auch hier hindurch und sprang zwischen den Ork und den Tauren. Mit abschätzendem Blick betrachtete das Trollweibchen Tharka.
"Frag lieber nach dem Grund, man. So wie der."
Mit der Speerspitze deutete sie auf Kazragor, bevor sie sich neben den Tauren stellte und den Wirt musterte.
"Du da. Rück seinen Kram raus", blaffte sie ihn an, bevor sie sich wieder hinter Karmot stellte. Angriffslustig sah sie in die Runde, den Speer herrausfordernd auf die Menge richtend.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyDo 15 Nov 2012, 03:15

Karmot hielt inne, als er die Unruhe hinter sich bemerkte. Unverkennbar war das Geräusch von Waffen die gezogen wurden.
Er warf einen raschen Blick hinter sich um die Situation einzuschätzen. Die meisten hielten sich zurück, aber er hatte keinerlei Zweifel daran, dass sie in einen Kampf eingreifen würden, wenn es soweit käme. Einige näherten sich ihm bereits, unter anderem eine Orcin, die ihn unwirsch aufforderte den Mistkerl wieder runterzulassen.
Karmot war kurz versucht es einfach darauf ankommen zu lassen: Herumzuwirbeln, den Drecksack in die Menge zu werfen und sich anschließend mit den Äxten den Weg zu bahnen.

"Was ist der Grund für diesen Tumult?" Die Frage brachte ihn wieder zurück auf den Boden der Tatsachen: Selbst wenn er hier ein Blutbad anrichten würde - Würde er damit irgendetwas erreichen? Nein.
Also atmete er tief durch und antwortete scheinbar ruhig: "Ich hatte mit diesem Kerl eine Vereinbarung, aber anscheinend hat er zu ausgiebig seinen eigenen Schnaps gekostet und dabei vergessen, das ich meinen Teil erfüllt habe. Und nun versucht er sich herauszuwinden und noch mehr meiner Zeit zu verschwenden."
Bei diesen Worten spürte er die Wut über diese Ehrlosigkeit wieder in sich aufsteigen. Mühsam rang er sie nieder.

Erst jetzt bemerkte er das Tin'Zasha neben ihn getreten war. Nachdem sie den Wirt angeblafft hatte, zog sie sich hinter seinen Rücken zurück.

Karmot zog den Wirt noch etwas näher zu sich und schnaubte ihm ins Gesicht.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyDo 15 Nov 2012, 15:43

Auch Goroth war nun aufgestanden und zu den Anderen gegangen, nicht, weil er in einen Konflikt gezogen werden wollte, sondern einfach, weil er besser sehen wollte, das hier war doch reichlich amüsant. Aber scheinbar hatte sich der Wirt die Scheiße selbst eingebrockt. Goroth würde sich da nicht einmischen, er hatte keine Ahnung, worum es ging und wer im Recht war. Er wusste nur: Würde sein Blut wegen diesem Vorfall fließen, würde es sich am Boden garantiert mit Anderem mischen. Aber er hatte keine Absicht, es soweit kommen zulassen. Goroth war eher in einer defensiven Haltung und jederzeit bereit, zurückzuweichen, wenn es erforderlich sein würde.
"Vielleicht sollte das besser draußen geklärt werden, hier drin ist nicht wirklich der beste Ort dafür..."
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyDo 15 Nov 2012, 16:12

"Es ist mir egal, ob er dich beschissen hat und es ist mir auch egal ob er diese Behandlung verdient", erwiderte Tharka bissig und schob sich an der Trollfrau, die dem Tauren beigesprungen war, vorbei, deren Speer dabei dicht unter der Spitze packend und vorsorglich beiseite drückend. "Du wirst es jedenfalls nicht besser machen, wenn du ihn hier erwürgst. Bring ihn um und die Grunzer hängen noch heute Abend deinen dicken Kopf vom Torhaus." Demonstrativ steckte sie ihr Messer zurück in die Scheide an ihrem Gürtel und griff mit ihrer Rechten nach der Pranke des Tauren, die dieser um den Hals des bedrohlich purpurn anlaufenden Wirts gelegt hatte. Ihre Hand wirkte winzig gegen die seine und Tharka wäre wohl kaum in der Lage gewesen, diesen Schraubstockgriff zu öffnen, aber auch ein Taure würde es spüren, wenn sie ihm die Nägel ins Fleisch grub. "Lass ihn los! Dann reden wir darüber, wer hier wen beschissen hat!" Inzwischen schlug die Stimmung in der Schenke deutlich zugunsten des Tauren um. Er mochte diesen Streit begonnen haben und hatte nicht den Heimvorteil des Wirts, doch die sachliche Ruhe in seiner Stimme verlieh seinen Anschuldigungen nicht abstreitbare Glaubwürdigkeit.

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth EmptyFr 16 Nov 2012, 16:45

Verblüfft sah Tin'Zasha der Orkin nach, die einfach an ihr vorbei schritt. Sie hatte nicht damit gerechnet, das man sie einfach ignorieren würde. Zornig blitzten ihre Augen auf, bevor sie sich zwischen Karmot und Tharka drängte, während sie versuchte, letzterer nebenbei einen Hieb mit dem Speerschaft zu versetzen. Überraschend freundlich wandte sie sich dann an den großen Tauren.
"He, man. Orkfrau hat Recht. Gibt nur Streß. Lass ihn runter, man. Wir klären das schon anders. Denke ich."
Sie lächelte ihn schief an, was wohl ein freundlicher Ausdruck sein sollte. Kurz darauf warf sie auch schon wieder der Orkin finstere Blick zu, während sie ihren Speer drohend mit beiden Händen fasste.
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