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 Das Leben im kataklystischen Azeroth

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyDi 12 Feb 2013, 14:10

Karmot streckte sich nach dem Aufwachen erst einmal ausgiebig. Nach einigen Bissen Trockenobst und Dörrfleisch ging er rüber zu seinem Kodo, belud ihn und begann dann in aller Seelenruhe seine Rüstung anzulegen: Brustschutz, Bein- und Armschienen und gepanzerte Handschuhe. Zusätzlich kramte er noch ein kleines Wolltuch hervor und stopfte es in seinen Gürtel.
Anschließend drehte er sich um, grinste kurz und sagte: "Meinetwegen können wir los."
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Grim
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyDo 14 Feb 2013, 20:22

Es gab Leute, die nach dem Aufstehen direkt ein halbes Dutzend Eier und ein ordentliches Stück Schinken verdrücken mussten um überhaupt halbwegs in den Tag starten zu können. Für die das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages war. Die lieber auf alles andere verzichtet hätten. Tharka gehörte nicht zu diesen Leuten. Sie brachte so früh am Tag keinen Bissen herunter und es war ihr absolut unverständlich, wie es anderen Leuten da anders gehen konnte. Was tat man schließlich nachts schon, das hungrig machte. Schlafen? Hungrig wurde man vom Laufen und Kämpfen, davon, dass man Dinge tat, die Kraft kosteten. Schlafen gehörte nicht dazu. Tharka war der Meinung, dass man sich eine Mahlzeit verdienen musste. Erst dann wusste der Körper sie auch zu würdigen.
Insofern hatte sie auch wenig Verständnis dafür, dass Tin'Zasha sie derart aufhalten musste. Und wofür? Für einen Streifen Dörrfleisch! Also ob sie den nicht im Laufen herunter schlingen hätte können. Etwas anderes als warten blieb ihr dennoch nicht übrig. Ungeduldig baute sie sich also am Rand des kleinen Lagers auf, verzichtete ganz demonstrativ darauf, wieder an der Asche Platz zu nehmen und warf der Trollin drängende Blicke zu.
Schließlich war es dann doch soweit, dass sie alle aufbrechen konnten. Die Decken waren wieder zusammen gerollt, die Waffen geschultert und die letzten Funken Glut ausgetreten. Sie konnten sich wieder auf den Weg machen. Tharka fand sich an Karmots Seite wieder. "Was hast du eigentlich vor mit deinem Kodo zu machen?", wandte sie sich an den Tauren, "Du wirst ihn kaum mit auf unsere Klettertour nehmen wollen. Und wenn die Harpyien ihn unbeaufsichtigt finden zerreissen sie ihn dir. Es gibt ein paar kleinere Höfe hier draußen, vielleicht kannst du ihn für ein bisschen Kupfer dort unterstellen..."

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyFr 15 Feb 2013, 00:17

Karmot unterbrach Tharka lachend.
"Mach dir keine Sorgen, Maruk ist überaus intelligent. Wenn er merkt, dass ich wohl nicht wiederkommt, beisst er das Geschirr hier und hier durch." Dabei zeigte er auf zwei Riemen, die für den Kodo zwar schwer erreichbar, aber dennoch in Reichweite der Zähne waren.
"Er kennt das schon, dass ich mal eine Weile verschwinde und wenn er sich befreit, dann bleibt noch einige Tage in der Gegend. Ein paar mal musste ich ihn schon suchen, aber wir haben uns jedes mal wiedergefunden."
Er tätschelte das große Tier und lächelte kurz, dann klopfte er ihm einmal fest auf den Hals und sagte etwas auf Taurahe zu ihm, woraufhin Maruk sich gemächlich ins Gras verzog.
"Und Harpien würden ihn nicht angreifen, wenn er sie nicht provoziert: Er wäre einfach zu groß um eine ordentliche Beute für sie darzustellen. Und alles was auf dem Boden läuft, nun damit wird er fertig."
Karmot zog prüfend seine Äxte, ließ sie locker in der Hand wirbeln und steckte sie wieder zurück.
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Basol
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyFr 15 Feb 2013, 18:19

Tatsächlich, in seinem überschwänglichen Enthusiasmus hätte Goroth fast vergessen, zu frühstücken. Und hungring kämpfte es sich etwas schwerer. Also kramte er hastig einige Scheiben Fleisch aus seinem Reisebeutel und steckte sie sich in den Mund. Er kaute und schluckte schnell relativ große Mengen, weil er im Grunde genauso ungedulig war, wie Tharka wirkte.
Aber dann war war das auch erledigt und sie brachen nun endgültig auf. Goroth warf den anderen noch einen Blick zu, sie schienen auch bereit, und begann nun wirklich zielstrebig loszustapfen. Das Territorium der Harpyien war ihr Ziel. Langsam bahnte sich die Gruppe ihren Weg bergauf. Goroth, der guter Dinge war, bildete die Spitze. Es war strahlend blauer Himmel, ein in Goroths Augen perfektes Wetter.
Mit einem zufälligen Blick nach oben bemerkte der Orc eine Harpyie, die weit über ihnen flog und ebenfalls in die selbe Richtung unterwegs - zu ihrem Zuhause - war. Einen eindeutigeren Beweis dafür, wie sehr richtig sie waren, hätte es nicht geben können.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyFr 15 Feb 2013, 21:07

Wieder musste Tharka gegen den Drang ankämpfen, mit bissigem Spott zu widersprechen. Der Taure hatte großes Vertrauen in die Fähigkeiten seines Lasttiers. Geradezu lächerlich großes Vertrauen. Sicher, die Tauren kannten dieses Land und seine Bewohner länger als ihr Volk, aber was Karmot da äußerte ließ den Schluss zu, dass er noch nicht häufig mit Harpyien zu tun hatte. Sicher, Stacheleber und Hyänen mochte ein gut ausgebildeter Kodo abschrecken können, aber Harpyien? Sie würden das arme Biest zerfleischen. Sie brauchten noch nicht einmal einen Grund dazu. Hass und Blutgier reichten diesen Hexen völlig. Tharka war schon mehrfach im Brachland auf die Überreste ihrer Massaker gestoßen. Sie zerfetzten die Kodos und ließen die Kadaver in der Sonne verfaulen. Sie fraßen sie nicht einmal. Das war ihre Art. Ein Grund mehr, ihre Bestände in diesen wilden, unzugänglichen Canyons zu dezimieren.

Die Sonne stand bereits hoch am Himmel und hatte sich auf ihren Weg zum Zenit gemacht als sie die erste Harpyie erblickten. Sie flog hoch, gut außerhalb eines vernünftigen Bogenschusses. Wäre sie alleine unterwegs gewesen, Tharka hätte Deckung gesucht um den Blicken der Kreatur zu entgehen, aber zu viert, mit einem Tauren und seinem Kodo dazu, bestand wenig Hoffnung darauf, dass ein solches Unterfangen Erfolg haben würde.
"Sie hat uns gesehen", stellte Tharka grimmig, jedoch nicht sonderlich beunruhigt fest, "Sie wird wieder kommen. Mit ihren Schwestern..." In aller Seelenruhe nahm sie ihren Bogen vom Rücken und zog eine Sehne auf. "Die Überraschung ist uns gründlich misslungen. Macht euch bereit..."

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptySo 17 Feb 2013, 21:49

Langsam griff Tin'Zasha nach ihrem Speer. Sie schien sich von der Harpyie nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.
"Wir haben die Harpyie gesehen. Sie hat uns gesehen. Wir überraschen sie nicht. Sie überrascht uns nicht. Es könnte schlimmer sein."
Sie grinste Kampflustig, aber noch immer innerlich ausgeglichen. Zumindest sah es von Außen so aus, denn in der Trollin herrschte ein Sturm. Noch überwog die Ruhe, doch Wut und Vorfreude wollten hinaus. Am liebsten wäre sie der Harpyie hinterhergelaufen, aber sie sollte ihre Kräfte sparen. Sollten die Bestien ihnen doch entgegen kommen. Hier gab es noch keine steilen Abgründe, in die sie gestoßen werden könnten. Was auch bedeutete, das viel Platz zum Ausweichen blieb, sollten die Vogelfrauen auf die Idee kommen, von oben Dinge auf sie herabfallen zu lassen... Unehrenhafte Biester. Sie würden die Spitze ihres Speeres noch kennen lernen - ebenso wie ihr Geschick.
Aufmerksam behielt Tin'Zasha den Himmel im Auge. So wie sie es gerade gesagt hatte: Die Harpyien würden die Gruppe nicht überraschen.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyDi 19 Feb 2013, 13:57

Langsam schritt die Gruppe weiter voran. Und schließlich kam es, wie es kommen musste. Erst ganz leise, dann langsam lauter werdend, hörte Goroth aus der Ferne schrilles Gekreische. Und als er seinen Blick gen Himmel richtete, sah er sie. Mehrere Harpyien, die schnell und zielgenau in ihre Richtung flogen. Der Orc zählte fünf oder sechs. Seine Augen verengten sich und ein kampflustiges Lächeln trat in sein Gesicht. Goroth zog seine große Axt - es würde eine Premiere nach dem letzten Schleifen werden - und begab sich in Kampfeshaltung. Die Harpyien kamen immer näher, sollten sie doch kommen, er war bereit, die Anderen hoffentlich auch. Einige Harpyien würden wahrscheinlich durch die Fernkampfwaffen verletzt oder mit etwas Glück sogar schon getötet werden, bevor sie die Gruppe überhaupt erreichten.
"Es beginnt.", zischte Goroth.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyDi 19 Feb 2013, 20:17

Es war der Tod jedes Kriegers, seinen Feind zu unterschätzen, dieser Leitsatz der orcischen Kultur war Tharka wohl bewusst. Aber das waren Harpyien! Sicher, wäre sie allein hier unterwegs gewesen, sie hätte Deckung gesucht, oder besser noch: die Beine in die Hand genommen. Aber sie waren zu viert! Zu viert gegen sechs. Auch wenn die reinen Zahlen auf Seiten der Harpyien standen, das Kräfteverhältnis war geradezu lächerlich unausgeglichen. Doch Tharka war entschlossen, auch die Zahlen noch auszugleichen ehe es zum blutigen Nahkampf kam.
"Mach Platz, Großer!", forderte sie Karmot auf und trat hinter dem breiten Rücken des Tauren hervor, einen Pfeil mit fließender Bewegung auf die Sehne legend und diese bis zum Ohr zurück ziehend. Ein bösartiges, die Hauer entblößendes Grinsen schlich sich auf ihre Gesicht. Diese Harpyien waren bessere Zielscheiben! Sie mochten schnell sein, aber nicht eben wendig. Wie auch? Sie flogen! Im Fliegen konnte man keine Haken schlagen und es fehlte ihnen jegliche Deckung. Sie trugen nicht einmal Rüstung, geschweige denn Schilde. Eine fette Möwe vom Himmel zu holen hätte nicht einfacher sein können.
Tharka ließ die Harpyien auf fünfzig Schritt heran kommen. Als die Vogelwesen auffächerten und die letzte Deckung, die das Durcheinander des Schwarms hergegeben hatte, aufgaben, verpasste Tharka der vordesten Harpyie einen Pfeil zielsicher zwischen die Brüste. Die Getroffene kreischte auf und fiel wie ein Stein zu Boden. Noch ehe sie aufschlug hatte die Jägerin den nächsten Pfeil auf der Sehne. Eine der Harpyien schrie etwas in ihrer widerlich kreischenden Sprache und mit einem mal zuckten Blitze um ihre Schwingen. Eine Hexe! Tharka ließ sich die Dauer eines Herzschlags Zeit um Ziel zu nehmen, dass ließ sie die Sehne los. Der Pfeil schoss auf die Hexe zu, doch ehe er sie auch nur erreichte schlug ihm ein Kugelblitz entgegen und zerfetzte das Geschoss glatt in der Luft. Tharka fluchte und griff nach ihrem Köcher, doch ehe sie auch nur einen Schaft greifen konnte war die vordeste der Harpyien heran und stürzte mit ausgestreckten Krallen auf sie zu. Mit einem erneuten Fluch und einem hastigen Sprung brachte die Jägerin sich hinter Goroths Rücken in Sicherheit. Der Krieger hatte seine Axt gezückt und hielt sie fest in beiden Händen. Sollte das Federvieh sich an ihm versuchen!

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyDi 19 Feb 2013, 23:48

Karmot überlegte einen Sekundenbruchteil, ob er seine Schleuder benutzen sollte, entschied sich aber dagegen, als er sah in wie rasch sich die Harpyien näherten.
Stattdessen zog er seine Äxte und lächelte entschlossen: Egal was geschehen würde, er würde seinen Ahnen keine Schande bereiten.
Als sie nahe genug führte er einen raschen Schlag gegen eine Harpyie, die sich mit zwei anderen auf Goroth und Tharka stürzen wollte. Er traf sie am Becken und sie schlug in einiger Entfernung hart auf den Boden - sie war zwar nicht tot, aber fürs erste ausser Gefecht gesetzt.
In diesem Moment traf ihn eine andere Harpyie mit voller Geschwindigkeit gegen die Brust, sodass er einen Schritt zurückweichen musste um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Ohne lang zu überlegen schlug er ihr mit der Rechten mitten ins Gesicht. Ein Knacken und schon lief seiner Gegnerin das Blut aus der gebrochenen Nase - Ein guter Anfang.
Während sie etwas zurückwich um aus seiner Reichweite zu gelangen hob Karmot die Stimme und brüllte: "Erledigt die Zauberin!"
Dann sprang er der Verwundeten nach.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyMi 20 Feb 2013, 16:27

Während die Harpyie geradewegs auf ihn zuschoss, nachdem Tharka hinter ihm Schutz gesucht hatte, ließ der Orc einfach seine gewaltige Axt auf das Vogelwesen zusausen. Die Waffe krachte mit voller Wucht hinein, die Klinge bohrte sich tief in den Körper der Bestie und riss sie zu Boden. Sie zuckte noch, aber es war klar, dass sie nun im Sterben lag und zum Kampfe nicht mehr zu gebrauchen war.
Eine andere Harpyie versuchte nun, mit ihren Krallen Goroth zu verletzen. Zwar war das ein für sie schweres Unterfangen seiner Rüstung wegen, doch trotzdem verpasste er ihr einen harten Tritt in den Bauch, der zwar nicht ausreichte, die Harpyie zu Boden zu ringen, aber doch etwa einen Meter zurückzuschleudern und ihm Zeit gab, seine nun blutgetränkte Axt aus dem bereits erlegten Exemplar zu reißen.
Im nächsten Moment musste er zurückweichen, denn die Hexe hatte einen Blitz in seine Richtung geschossen. Dieser prallte wirkungslos auf den Boden. Die Hexe würde nicht nah genug herankommen, dass er sie töten konnte. Die musste Tharka abschießen. Nach Möglichkeit in einem Moment, in dem die Hexe gerade einen Blitz abgeschossen hatte und nicht sofort einen Neuen einsetzen konnte.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyDo 21 Feb 2013, 14:43

Der Kampf war kurz und blutig. Die ungerüsteten Körper der Harpyien hatten dem tödlich scharfen Stahl der Äxte nichts entgegenzusetzen. Innerhalb von Augenblicken hatten Karmot und Goroth zwei weitere Harpyien zu blutigem Fleisch verarbeitet. Soviel zu den Zahlen! Die beiden verbliebenen Harpyien hatten ihren Angriff beim Anblick des Schicksals ihrer Schwestern abgebrochen, kreisten nun außerhalb der Reichweite der Äxte über der Gruppe, aber Tharka wusste, dass sie heran stoßen würden sobald sich eine Gelegenheit ergab. Dort oben waren sie zu verwundbar für ihre Pfeile. Und dann war da noch die Windhexe. Noch immer hielt sie sich zurück und beschwor Blitz um Blitz um ihn auf die Gruppe zu jagen. Sicher, sie zielte schlecht, aber Tharka nahm an, dass sie es auch gar nicht darauf anlegte, zu treffen. Sie wollte sie auseinander treiben. Alleine wären sie verwundbare Opfer für ihre Schwestern.
Das heiße Blut ihres Volkes pulsierte heftig in Tharkas Venen und nichts wäre ihr lieber gewesen, als der Hexe einen Pfeil durch die Eingeweide zu verpassen, aber die Blitze, die noch immer um ihre Schwingen zuckten, bildeten einen schwer zu durchbrechenden Schild. Verdammte Magie! Andererseits wirkte keine Magie ewig. Wenn sie sie nur ausreichend beharkte würde der Zauber rasch in sich zusammen fallen. Ehe sie jedoch auch nur einen Pfeil auf die Sehne legen konnte stürzte sich eine der verbliebenen Harpyien mit Kreischen auf sie. Tharka reagierte geistesgegenwärtig und ließ sich zu Boden fallen um den scharfen Krallen zu entgehen. "Acht...", setzte sie noch an zu rufen, da prallte die Harpyie allerdings schon ungebremst in Goroths Rücken. Der bullige Krieger taumelte, stolperte einen Schritt nach vorne, sichtlich aus dem Gleichgewicht, schien allerdings unverletzt.
Keinen Schritt von ihrem Kopf entfernt bemerkte Tharka einen etwas mehr als faustgroßen, grob gesplitterten Stein. Kurzerhand griff sie danach, kam auf die Beine und schleuderte ihn in Richtung der Hexe. Wieder lösten sich die Blitze von ihren Flügeln, schossen auf den Brocken zu und schleuderten ihn aus seiner Bahn. Darauf hatte Tharka gehofft. Sie spannte und schoss in einer einzigen Bewegung, verzichtete darauf zu zielen. Die Hexe war nah genug. Der Pfeil verfehlte den Hals der Harpyie, grub sich aber in ihre Schulter. Sogleich erlahmte ihr Flügelschlag, sie taumelte, stürzte zu Boden. Tharka verzichtete darauf, einen weiteren Pfeil abzuschießen, stattdessen zog sie mit der Rechten ihre Axt.

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptySo 24 Feb 2013, 14:44

Womm! Etwas krachte von hinten in Goroths Rücken und brachte ihn fast aus dem Gleichgewicht. Nachdem er es dennoch geschafft hatte, festen Stand zu wahren, schaute er reflexartig nach hinten und als er die Harpyie erkannte, griff er auf der Stelle an. Goroths Axt zerschmetterte auch diesen Vogel und Blut spritzte dabei. Nachdem die Harpyie zu Boden gefallen war, riss der Orc wieder seine Waffe aus ihrem Fleisch.
Inzwischen war auch die Hexe niedergestreckt und flugunfähig gemacht worden. Aber Tharka, die eine Axt gezogen hatte, schien sich Ihrer annehmen zu wollen. Darum stürmte er nicht auf sie los.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyMo 25 Feb 2013, 12:43

Es ging alles so furchtbar schnell! Gerade erst hatte der Kampf begonnen, da zogen sich die verbleibenden zwei Nahkämpferinnen schon zurück in den Himmel, um hinter den Blitzschlägen der Hexe in Deckung zu gehen. Tin'Zasha hatte nicht einmal die Zeit, um hinter dem Tauren hervor zu kommen und selbst eine der Vogelfrauen zur Strecke zu bringen. Was nutzte schon das Harpyienblut, wenn man das Biest nicht selbst erledigt hatte? Mit einem enttäuschten Zischen trat sie nun vor Karmot, den Speer fest in den Händen, gerade in dem Moment, als die beiden Kämpferinnen wieder auf die Gruppe hinab stießen. Eine suchte sich Tharka als Ziel, die andere hingegen nahm Kurs auf Karmot. Und auf genau diese konzentrierte sich die Trollin nun.
Bevor die Harpyie auch nur in Reichweite ihres großen Freundes gelangen konnte, stieß sich Tin'Zasha vom Boden ab und stieß der überraschten Harpyie den Speer mitten durch die Brust. Geschickt landete sie trotz des zusätzlichen Gewichts sicher auf den Beinen, die aufgespießte Harpyie wie ein Wappen hoch haltend. Letzte Zuckungen ließen das Blut der Vogelfrau am Schaft des Speeres hinab laufen. Zufrieden stellte die Trollin fest, das auch die anderen beiden Harpyien nur mehr leblose Farbtupfer in der öden Gegend waren, bevor sie ihre eigene Beute zu Boden warf und sich daran machte, die größte Fußkralle von ihr zu lösen, nachdem sie bereits etwas Blut von dem Speerschaft ihrem Beutel zugeführt hatte.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyDi 26 Feb 2013, 16:32

Kurz erwog Tharka, die Harpyienhexe in Frieden und ihrem Schicksal zu überlassen. Getroffen, flugunfähig und durch den Sturz übel lädiert war sie so gut wie tot, das wussten sie beide. Die Wunde würde sich entzünden, der Arm absterben und die Hexe im Fieberwahn unter Qualen verscheiden ehe sie sich zurück in ein Nest schleppen konnte. Verdient hätte sie es allemal. Doch es widerstrebte Tharka, halbe Sachen zurück zu lassen. Und sie war kein sadistischer Troll, der Vergnügen an solchen Grausamkeiten hatte. Ein richtiger Krieger hatte Ehre.
Ohne jede Hast schritt sie, die Axt in der Rechten, auf die am Boden kauernde Harpyie zu. Die Vogelfrau kreischte, zischte, schleuderte mit dem unverletzten Flügel eine Blitzkugel nach Tharka. Sie war so schlecht gezielt, dass die Jägerin kaum den Kopf einziehen musste um ihr zu entgehen. Sie erledigte die Sache ruhig, sauber, beinahe beiläufig. Ein einziger präziser Hieb zwischen die Augen, der Schädel splitterte und das Fluchen udn Zetern endete augenblicklich.
Die Trollfrau hatte sich unterdessen bereits daran gemacht, einem ihrer Opfer Blut abzusaugen. "Nur ein Anfang", rief Tharka in ihre Richtung, "Es warten noch mehr dieser Bestien auf uns." Tin'Zasha mochte erreicht haben, weshalb sie aufgebrochen waren, aber Tharka würde nicht nach einem ersten Scharmützel schon umkehren...

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyDi 26 Feb 2013, 19:04

"Dann auf!", polterte Goroth. "Ich bin sicher, sie fragen sich bald, warum ihre Gefährtinnen nicht zurückkehren und werden Verstärkung schicken! Können wir ihnen auch gleich entgegenkommen."
Somit ging der Orc weiter und die Gruppe begab sich weiter bergauf. Mit jedem Schritt drangen sie weiter ins Territorium der bösartigen Kreaturen vor.
"Wir sollten nun wachsam sein. Ihre nächste Gruppe ist sicher nicht so klein wie die Erste."
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyDo 28 Feb 2013, 18:23

An Goroths Prognose über den nächsten Zusammenstoß hegte Tharka große Zweifel. Hätten sie es mit Orcs zu tun, dann wäre die Vermutung des Kriegers zweifelsohne korrekt. Orcs hätten Späher entsannt und Misstrauen geschöpft, wenn diese nicht zurück kamen. Aber das hier waren Harpyien! Nichts weiter als primitive Wilde! Sie dachten nicht, handelten nicht wie Orcs. Die Harpyie, die sie entdeckt hatte, hatte den erstbesten Haufen Schwestern alarmiert, auf den sie traf und mit diesem angegriffen. Tharka bezweifelte stark, dass deren Fehlen so bald bemerkt werden würde. Oder dass die anderen Harpyien daraus die richtigen Schlüsse ziehen würden. Nein, sie würden die nächste Gruppe Harpyien unvorbereitet in ihren Nestern hockend vorfinden. An Wachsamkeit, wie Goroth sie anmahnte, war allerdings generell nichts verkehrt, also verzichtete Tharla auf Widerrede. Stattdessen folgte sie dicht hinter dem breiten Rücken des Kriegers, einen Pfeil schussbereit auf der Sehne.

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyDo 07 März 2013, 17:24

Schließlich schritt die Gruppe weiter und drang immer weiter in das feindliche Gebiet vor. Goroth empfand eine gewisse Anspannung, aber auch Vorfreude auf weiteres Gemetzel, nachdem sie bereits so schön Feindesblut vergossen hatten.
Die Gruppe bewegte sich an einem ziemlich großen Felsblock vorbei. Und dahinter waren sie. Einige Harpyiennester mit den brütenden Vogelfrauen. Als sie die Gruppe erkannten, stießen sie schrille Schreie aus und stürzten vor.
"Kommt nur.", grinste Goroth kampfeslustig. Doch diesmal waren es ein bisschen mehr als in der letzten Gruppe. Und sie schienen noch aggressiver als Diese. Schließlich ging es darum, ihre Brut zu verteidigen.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyDo 07 März 2013, 19:07

Es war nicht so, dass Tharka nicht jederzeit mit dem Feindkontakt gerechnet hätte. Es war auch kaum eine Überraschung für die Jägerin, dass die Harpyien ihnen zahlenmäßig - abermals - überlegen waren. Als sie dann jedoch so unvermittelt vor den Nestern standen konnte sie sich einen deftigen Fluch dennoch nicht verdrücken. Sie waren viel näher, als ihr recht sein konnte. So war das nicht geplant gewesen!
Die Nester der Harpyien waren in die Steilwand hinein gebaut worden. Sie hangen zwischen den Felsen, in Spalten und über Schluchten, hier und dort notdürftig mit unbearbeitetem Holz gestützt, meist ohne jegliches Stützwerk errichtet. Von der Talsohle aus wären sie nicht erreichbar gewesen, von hier oben allerdings ebensowenig. Andererseits hatten auch die Harpyien wenig andere Wahl als zu ihnen hinauf zu fliegen um anzugreifen. Was sie auch prompt taten. Tharka nahm eine der Kreaturen, die sich am raschesten in die Lüfte erhoben hatte, ins Visier und schoss. Sie traf - allerdings lediglich in die Hüfte der Harpyie. Nicht genug um sie zu töten, aber genug um sie vor Schmerz kreischend zurück in ihr Nest trudeln zu lassen. Die Jägerin hielt sich nicht weiter mit dem Treffer auf und legte einen zweiten Pfeil an. Diesmal brachte sie eine Harpyie mitten über der Schlucht zum Absturz - ob tödlich getroffen oder nur verwundet konnte sie nicht erkennen, doch was der Pfeil nicht erreicht haben mochte würde der Aufprall erledigen. Als sie reflexartig erneut nach ihrem Köcher greifen wollte stellte Tharka jedoch fest, dass die Angreiferinnen für weitere Schüsse bereits zu dicht heran waren. Abermals fluchend ging sie in die Knie um den ersten Angriffen weniger Ziel zu bieten, warf den Bogen beiseite und zog ihre Axt.

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptySo 10 März 2013, 02:46

Dieses Mal lies Tin'Zasha nicht auf sich warten. Sie machte sich nicht die Mühe, die Zahl der Harpyien zu zählen. Ihre Augen blitzten Mordlustig auf und ein Grinsen trat in ihr Gesicht, als sie mitten zwischen die geflügelten Frauen sprang. Geschickt nutzte sie sowohl die Spitze, als auch das Schaftende ihres Speers, um die Harpyien weit genug auf Abstand zu halten, um nicht verletzte zu werden. Immer wieder versetzte sie den Harpyien um sich herum Stöße mit dem Schaft, die zwar nicht gefährlich waren, aber schmerzhafte Blutergüsse zurück ließen. Währendessen wartete Tin'Zasha darauf, das sich ihr die Gelegenheit bot, eines der Vogelwesen tödlich zu erwischen. Vergnügt beobachtete sie, wie sich eine Harpyie zu nah an sie heran wagte und eine Blute Schramme am Bein von der Speerspitze erhielt. Kreischend zog sie sich wieder zurück.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyFr 15 März 2013, 20:57

Auch Goroth stürzte sich nun in den Nahkampf. Mit einem Sprung nach vorne ließ er seine Axt niedersausen und erwischte mit voller Wucht eine Harpye, die ungefähr einen Meter über dem Boden auf die Trollin, die als Erste vorgeprescht war zuflog. Das Vogelwesen krache mit zerschmettertem Körper brutal zu Boden, wobei Blut durch die Luft spritzte. Nun war die Harpyie hinüber, sie zuckte zwar noch, aber der Tod wäre nicht mehr vermeidbar für sie. Da schossen auch schon weitere Biester auf ihn zu. Mit einem Ruck riss der Orc seine Waffe aus dem Kadaver vor ihm und hielt sie schützend vor sich, sodass der nächste Vogel direkt hineinprallte, was aber auch Goroth zurückstieß. Nun kam noch andere Harpyie angeflogen. Mit aller Kraft schwang der muskulöse Krieger seine Axt im Kreis, wodurch er beide Hühner mit einem Schlag erwischte und sie nun doch blutend über den Boden taumelten, eine hatte einen verletzten Flügel. Aber Goroth gab ihnen keine Zeit zur Erholung, sondern setzte sofort nach. In einem Federvieh versenkte er wieder seine Axt, das Andere kam verletzt, aber noch wehrfähig angeschossen und wollte ihn von der Seite angreifen. Die Antwort war ein gepfefferter Tritt, voll in den Bauch der Harpyie. Sie wurde zurückgeschleudert, allerdings schaffte ihre Kralle es noch, seine Schulterrüstung zu streifen. Zwar war ihm keine Verletzung zugefügt worden, das Metall hatte aber einen ordentlichen Kratzer.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyFr 15 März 2013, 21:49

Es dauerte nicht lange bis Tharka zu dem Schluss kam, dass sie in diesem Kampf keine sonderlich große Hilfe sein würde. Die Harpyien waren bereits zu nah und zu zahlreich, als dass sie einen Schuss hätte wagen können und im blutigen Gemenge des Nahkampfs konnte sie es mit der brutalen Effizienz, die Goroth und Karmot durch ihre wuchtigen Waffen und ihre schiere Masse erlangten, nicht aufnehmen. Solange sie entfernt genug waren gaben die Harpyien fliegend dankbare, ungedeckte Ziele ab, auf so kurze Distanz jedoch verwandelte sich die Fähigkeit zu Fliegen zu einem unschätzbaren Vorteil. Wie sollte man einen Treffer landen, wenn der Feind in eine Richtung auswich, in die man ihm nicht folgen konnte? Und wie verteidigte man sich gegen Angriffe von oben? Tharka hatte sich mit dem Rücken gegen eine Felsformation zurück gezogen und lediglich eine einzige Harpyie setzte ihr zu, doch sie hatte dennoch ihre liebe Not, sich der wieder und wieder herab stoßenden Klauen zu erwehren. Bei jedem Sturzflug der Kreatur versuchte sie einen Hieb anzusetzen und musste doch jedesmal aufs Neue abbrechen um stattdessen notdürftig zu parieren oder zur Seite zu springen. Erst beim vierten Anlauf biss die Klinge der Axt in Fleisch. Es reichte nicht um die Klaue abzutrennen, doch der Knochen war ohne Frage gebrochen. Die Harpyie vor Schmerz auf und versuchte wieder an Höhe zu gewinnen, doch das Blatt der Axt steckte im Knochen. Ein brutaler Ruck lief durch Tharkas Arm, doch sie ließ nicht los. Stattdessen begann sie ihrerseits im Stiel der Waffe zu zerren, die Harpyie zu sich zu ziehen. Tharka war stärker als ihre Gegnerin. Hilflos flatterte die Harpyie mit den Flügeln, Federn peitschten Tharka um die Ohren, doch sie zog sie näher und näher heran.
"Komm zu mir, Vögelchen!", knurrte sie und zog mit der Linken das neu erstandene Messer aus ihrem Gürtel...

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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyFr 22 März 2013, 22:09

(OOC: Sterni und vor Allem Knobi, würdet ihr bitte mal wieder schreiben? Ansonsten können wir das Ding auch gleich auf den Müll schießen, weil es unmöglich ist, zu zweit eine MSG zu unterhalten. /off)
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptySo 24 März 2013, 02:01

(ooc: Auf Knobi würd ich derzeit nicht warten. Sein Krea-Tief ist derzeit noch tiefer als mein eigenes, was auch an mangelnder Motivation liegt... Daher übernehme ich vorerst seinen Char)

Auch Karmot stürzte sich Axtschwingend in den Kampf, um die Gruppe zu unterstützen. Dabei schien es, das er insbesondere auf Tin'Zashas Sicherheit Wert legte, da sich fortwährend in ihre Richtung schnetzelte. Was vielleicht sogar der richtige Weg war, denn die Trollin hatte sich ganz offensichtlich übernommen, als sie mitten zwischen die Harpyien gesprungen war. Immer seltener gelang es ihr, statt Angriffen abzuwehren auch einmal selber einen Angriff zu wagen. Man merkte, das Harpyien intelligenter waren, als viele dachten, denn nach nur kurzer Zeit, hatten sie das Bewegungsmuster der wilden Trollin analysiert und ihre Verteidigung danach ausgerichtet.
Doch dann erreichte der riesiege Tauren Tin'Zasha, was ihr einige ihrer Gegnerinnen abnahm. Plötzlich keine Angriff von hinten mehr fürchten müssend, gelang es der Speerkämpferin, einer Harpyie den Hals auszuschlitzen und einer weiteren das Schaftende gegen die Schläfe zu donnern, was diese auf der Stelle zusammenbrechen ließ. Rücken an Rücken wehrten sich Karmot und Tin'Zasha nun gegen die aus allen Richtungen kommenden Vogelfrauen.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptySo 24 März 2013, 16:27

So langsam wurde der Kampf schon knackiger. Zwar waren sie noch nicht in ernsthaften Schwierigkeiten, aber die Harpyien lieferten ihnen keinen schlechten Kampf und ihre zahlenmäßige Überlegenheit und ihre natürlichen Kampfwerkzeuge kompensierte durchaus ihren Mangel an Waffen und Rüstungen. Doch Goroth ließ sich davon nicht beirren. Der Orc hatte oft genug gekämpft, als dass er mit solchen Situationen nicht umgehen konnte. Auch seine Mitkämpfer hatten ihre liebe Not mit den allgegenwärtigen Biestern.
Karmot und Tin'Zasha zum Beispiel hatten durchaus Mühe, zu zweit gegen deutlich mehr Harpyien zu bestehen. So nahm sich Goroth die Freiheit, auf die Beiden zuzustürmen und seine Axt einer der Harpyien, die in den Kampf mit der Trollin verwickelt war, seine Axt voll in den Rücken zu rammen, was die Wirbelsäule des Wesens mit einem hässlichen Krachen zerschmetterte. Eine andere Harpyie, die auf den Tauren losgegangen war, stürzte sich nun kreischend auf den Orc, welcher schützend seine Waffe zwischen sich und das Federvieh brachte. Die Harpyie, die durch das Prallen gegen die Klinge einige Verletzungen erhalten hatte, drückte nun brutal gegen die Waffe, auch wenn es noch schlimmere Wunden für sie bedeutete. Goroth musste Einiges an Kraft aufbringen, um die Axt in ihrer Position zu halten. Aber schließlich siegte er und riss den Vogel zu Boden, bevor er noch ein weiteres Mal auf ihn einhackte.
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BeitragThema: Re: Das Leben im kataklystischen Azeroth   Das Leben im kataklystischen Azeroth - Seite 5 EmptyMo 25 März 2013, 20:14

Irgendjemand hatte Tharka einmal gesagt, es wäre eine saubere Angelegenheit, mit einem Messer zu töten. Ein schneller Stich, wenig Blut, nicht einmal eine auffällige Wunde. Doch ganz offensichtlich hatte derjenige bei dieser Behauptung an ein Opfer gedacht, dass sich wesentlich weniger zur Wehr setzte als eine achtzigpfündige, wild mit den Flügeln schlagende Harpyie. Es bedurfte nicht weniger als sechs Stiche in die bloße Brust der sich windenden Vogelfrau ehe diese aufhörte zu zucken. Blut besudelte den Großteil von Tharkas Oberkörper, hatte den linken Ärmel völlig durchtränkt und war bis in ihr Gesicht gespritzt. Das, was ihr wildes Einhacken vom Brustkorb der Harpyie übrig gelassen hatte, sah übler aus als jede noch so brutale Wunde, die eine große Zweihandaxt hätte reissen können. Soviel also zur sauberen Angelegenheit.
Der Kampf hatte sich während Tharka mit ihrer Schlachterarbeit beschäftigt war noch weiter von ihr fort bewegt. Tatsächlich schien es der vorwitzigen Trollin und dem schlicht durch seine Massigkeit auffallenden Tauren gelungen zu sein, die Aufmerksamkeit sämtlicher verbliebenen Harpyien auf sich zu ziehen. Tharka, nun gänzlich unbedrängt, hätte ohne weiteres wieder zu ihrem Bogen wechseln können, hätte sie diesen nicht von sich geworfen. Nun, dann eben ins blutige Handgemenge! Das war schließlich die einzig wahre orcische Art zu kämpfen! Das brutale Hauen und Stechen mit der Harpyie hatte Tharkas orcisches Feuer angefacht. Ohne zu zögern sprang sie vorwärts, die Axt in weitem Bogen gegen die auf die Gruppe eindringenden Vogelfrauen schwingend. Sicher, sie flogen zu hoch, als dass man sie mit einem Schlag hätte nieder machen können. Aber das hieß nicht, dass die Klinge nicht dennoch in Fleisch biss. Tharka zerschmetterte eine Hüfte, schlitzte einen Schenkel auf, trennte eine Klaue ab. Alles um sie herum lief so wahnsinnig schnell ab, doch sie war schneller, duckte sich, parierte, schlug, stach.
Und langsam zeigte der vereinte Kampfrausch der vier Wirkung. Mit ihrer Zahl, das war unverkennbar, schwand auch der Kampfeswille der Harpyien. Immer mehr von ihnen stiegen höher in den Himmel, zögerten, verzichteten auf Sturzangriffe, die sie in Reichweite des tödlichen Stahls gebracht hätten. Schließlich wandten sich die ersten zur Flucht. Und wo erstmal einer floh, da gab es bekanntlich für keinen ein Halten mehr...

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