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 Der letzte Elf

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Grim
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BeitragThema: Der letzte Elf   Sa 15 Dez 2012, 16:51

Dies hier könnte eine Heldengeschichte werden, ein Epos über große Tapferkeit und heroische Opfer; über edle Krieger, die sich im Namen des Guten und Gerechten furchtlos dem übermächtigen Bösen in den Weg stellen; über die Finsternis, die die Welt zu verschlingen droht und nur durch Heldenmut, Freundschaft und den Glauben an das Wahre und Gute aufgehalten werden kann. Diese Geschichte hat all die Zutaten, die es dazu bräuchte. Eine Heldengeschichte ist sie trotzdem nicht. Natürlich liegt es – wie könnte es anders sein? – an den Helden dieser Geschichte. Einer ganz besonderen Sorte von Helden. Und vielleicht nicht unbedingt die Sorte, die man normalerweise mit dem Prädikat 'heldenhaft' versehen würde. Aber lasst mich etwas weiter zurück greifen...

Am Anbeginn der Zeit herrschte im Land Kwoll ein finsterer Dämonenfürst, so mächtig und grausam, wie man es sich nur vorstellen kann. Seinen Namen spricht heutzutage niemand mehr aus, allerdings sollte man fairerhalber erwähnen, dass das nicht unbedingt damit zusammen hängt, dass die Leute ihn noch immer fürchten würden, sondern damit, dass seine Eltern bei der Namensgebung selbst für Dämonen ein außerordentliches Maß an Geschmacksverirrung an den Tag legten und der Namen nicht auszusprechen ist ohne dabei schmerzhafte bis ernsthaft gefährliche Verrenkungen der Zunge in Kauf zu nehmen. Damit ihr wisst, wovon ich spreche, werde ich seinen Namen nun einmal hier ausführen: er lautet Ulchrachlrkrochkrlonch. Im weiteren jedoch werde ich es so wie alle geistig halbwegs gesunden Bewohner Kwolls halten und ihn schlichtweg 'Der, den man nicht beim Namen nennt' nennen.
Zu jener Zeit als der, den man nicht beim Namen nennt, über Kwoll herrschte, wandelten die Götter noch auf der Welt und griffen in das Weltgeschehen ein. Der Liebesgott war es, der es sich eines Tages in den Kopf setzte, das Land vom Dämonen zu befreien. Er ging zum Kriegsgott, welcher ein magisches Schwert besaß, welches in der Lage war alles und jeden zu vernichten, und bat ihn darum, ihm dieses zu leihen. Der Kriegsgott jedoch lachte ihn nur aus und verweigerte ihm mit Hinweis auf das durchaus berechtigte Argument, eine solche Macht sollte man besser unter Verschluss halten, die Herausgabe. Also stellte sich der Liebesgott dem, den man nicht beim Namen nennt mit nichts weiter bewaffnet als seiner Liebe und einer neunschwänzigen Katze (als Liebesgott war er auch für die extravaganteren Formen der körperlichen Liebe zuständig, weshalb er eine solche besaß). Diese Ausgangsbedingungen mögen ungleich erscheinen, doch der Liebesgott war letztendlich immer noch ein Gott und so gelang es ihm, den Dämonenfürsten zu unterwerfen. Ohne das magische Schwert des Kriegsgotts hatte er jedoch keine Möglichkeit, ihn, den man nicht beim Namen nennt, auch zu töten und endgültig zu vernichten. Stattdessen sperrte er ihn in ein Gefängnis tief unter der Erde und versiegelte es mit einem mächtigen Zauber.
Er erschuf ein neues Volk und nannte es Elfen. An ihr Lebensblut band er die Siegel des Kerkers, in den er den, den man nicht beim Namen nennt, verbannte: solange noch ein Elf auf Erden wandeln sollte würden auch die Ketten des Dämonenfürsten halten. Nun jedoch geschah etwas Verhängnisvolles. Die Götter waren in diesem Zeitalter noch alles andere als über alles Weltliche erhaben. Ein weiser Gott hätte ein Volk unbezwingbarer Helden als Wächter des Kerkers geformt. Der Liebesgott jedoch grollte dem Kriegsgott und so schuf er die Elfen in einem Anflug niederträchtiger Gehässigkeit und voller Rachegelüste so, dass sie allem widersprachen, wofür der Kriegsgott stand und was diesem gefiel.* So also entstanden die Elfen: ein Volk von schlankem Wuchs aber ohne nennenswerte körperliche Kraft, schöner anzusehen als jedes andere Volk, mit langem glatten Haar, aber wenig sonstiger Behaarung und insgesamt eher feminin im Anblick; ein Volk mit überwältigendem Drang und unvergleichlicher Meisterschaft in allen schönen Künsten: der Malerei, der Musik, der Literatur, der Philosophie; ein Volk der Dichter und Denker, aber nicht im geringsten in der Kriegskunst bewandert; ein friedfertiges Volk, das keine Waffen trägt und mit seiner Umwelt und all ihren Tieren und Pflanzen in Einklang lebt und niemandem ein Leid antun könnte. Ein Volk mit mehr als nur latenter Neigung zur gleichgeschlechtlichen Liebe. Oder kurz gesagt: ein Volk so honigsüß, dass man einfach nur noch kotzen möchte.

Man sollte jetzt annehmen, dass die fatale Kurzsichtigkeit des Liebesgottes rasch dazu geführt hätte, dass sich dieses Problem – ich spreche von diesen nervtötenden Elfen, nicht der Tatsache, dass sie die Wächter über einen Dämonenherrscher sind – recht rasch von allein lösen sollte. Unerfindliche Gründe führten jedoch dazu, dass die Elfen sich gut in Kwoll einlebten, trotz ihrer Wehrlosigkeit überlebten und sich sogar ausbreiten konnten und bald jeden bewaldeten Flecken des Landes besiedelten. Dann kamen die Menschen. Groß und kräftig, mit markanten Zügen und bärtigen Gesichtern, ein Volk von vor Testosteron nur so überquellenden Kriegerhelden. Die Frauen der Elfen verfielen ihnen reihenweise.** Aus dieser Vereinigung entstand jene Rasse, die man zuerst Halbelfen, später aber nur noch Dunkelelfen nennen sollte. Von ihren elfischen Müttern erbten sie die überweltliche Schönheit und graziöse Agilität, von ihren menschlichen Vätern dagegen Entschlossenheit und deren kriegerisches Wesen und Geschick. Doch wo die menschlichen Krieger ein Schlag von Ehre sind weisen die Dunkelelfen vielmehr Machhtgier und Heimtücke auf. Mit der Zeit entwickelten sie sich von den Bastarden zweier Rassen mehr und mehr zu einem eigenen Volk, das es bevorzugte unter sich zu bleiben und bald errichteten sie ihre eigene Kultur in Kwoll. Nun ist ein heimtückisches und kriegerisches Volk verständlicherweise nicht unbedingt jedermanns liebster Nachbar. Allerdings besitzen die Dunkelelfen noch eine weitere Eigenschaft, die dazu führte, dass die Menschen, Zwerge und Trolle Kwolls sie lange Zeit dennoch tolerierten: sie sind furchtbar feige und vergreifen sich nur selten und bei überwältigenden Siegeschancen an anderen Kriegern.
Man muss nun kein Genie sein um zu ahnen, worauf diese Geschichte hinaus läuft. Ein Volk von feigen aber kriegslüsternen Bastarden mit zweifelhafter Moral auf der einen Seite... und auf der anderen die friedliebenden, harmlosen Elfen. Es kam, wie es kommen musste. Die Dunkelelfen machten Jagd auf das Volk ihrer Mütter und schlachteten die Elfen zu tausenden. Dunkelelfische Banditen und Plündererbanden durchzogen die Wälder, brandschatzten Elfensiedlungen und metzelten jeden Elfen, der ihnen unter die Klingen kam, aufs Grausamste nieder (denn es bereitete ihnen ein diebisches und nicht zuletzt sadistisches Vergnügen, ihre Machtfantasien an diesen auszuleben). Kaum eine Generation später war die Population der Elfen auf einige wenige hundert in den abgelegensten Winkeln Kwolls gesunken. Doch die Dunkelelfen auf ihrem Kreuzzug des Machtrauschs spornte das nur weiter an. Sie jagten die letzten Elfen wie Vieh, besessen von dem Gedanken, sie bis auf den allerletzten auszurotten.
Zu dieser Zeit stieß der große Zauberer Wynzesloff, der der Hüter der Prophezeihungen, Legenden und Geheimnisse Kwolls war, auf die alten Schriftrollen, die von der Verbannung dessen, den man nicht beim Namen nennt, und den Siegeln, die sein Gefängnis hielten, handelten. Vermutlich hätte er die Rollen schon eher gefunden, denn er hatte vor bereits zwanzig Jahren angefangen zu suchen, doch er war schlichtweg nicht der ordentlichste Typ und sein Turm war ein heilloses Durcheinander, das jeden anständigen Bibliothekar spontan zum Suizid veranlasst hätte. Zudem war Wynzesloff furchtbar leicht ablenkbar, am leichtesten – das aber nur nebenbei erwähnt – im übrigen von seinem stets gut gefüllten Weinkeller. Als Wynzesloff nun aber las, was Kwoll bevorstand, sollten die Dunkelelfen Erfolg damit haben, ihre weniger dunklen Vettern auszurotten, machte er sich unverzüglich auf den Weg, die letzten Elfen zu retten. Doch es war bereits beinahe zu spät. Beinahe...

*Den Aufmerksameren unter euch wird aufgefallen sein, dass ich nicht nur den Dämonenfürsten nicht beim Namen nenne, sondern mir auch bei den Göttern konsequent eine Namensnennung verkneife. Dies hat einen noch simpleren Grund als im Fall dessen, den man nicht beim Namen nennt: die Götter tragen schlichtweg keine Namen. Sie halten sich für über solche Dinge erhaben. Man sollte jetzt meinen, dass dies aufgrund der unwahrscheinlichen Vielfalt an Göttern für deren Gläubige höchst unpraktisch ist, doch die pragmatischen Völker von Kwoll haben einen sehr simplen Ansatz gefunden, mit diesem Dilemma umzugehen und daraus sogar Profit zu schlagen: sie richten ihre Gebete einfach an niemanden bestimmten. Sie beten um das, was sie wollen und vertrauen darauf, dass der jeweils zuständige Gott es schon hören wird. Dies hat insbesondere den Vorteil, dass man sich keine Gedanken darüber machen muss, wer den nun zuständig ist und zu wem man folglich beten müsste. Es ermöglicht sogar, Ansinnen an Götter zu richten, die man gar nicht kennt. Alles in allem also eine gute Sache!

**Der Umkehrschluss, dass die Frauen der Menschen den hübschen Elfenmännern verfallen wären, trifft im übrigen nicht zu. Stattdessen blieben sie bei ihren menschlichen Männern, was – bedenkt man, dass es ohnehin einiges an Überwindung kostet, einen Elfenmann auch nur als 'männlich' zu bezeichnen – für alle außer den Elfenmännern nur allzu verständlich war.



Und an dieser Stelle wird unsere Geschichte einsetzen. Unsere Aufgabe wird es sein – der Titel verrät es ja schon! – den letzten Elfen Kwolls davor zu bewahren, ebenfalls von seinen blutrünstigen Vettern niedergemetzelt zu werden. Wie euch vielleicht bereits am Stil der obigen Erzählung aufgefallen ist, ist diese Geschichte nicht so furchtbar ernst angelegt, sondern wird einen guten Schuss Humor beinhalten. Ich möchte sie nicht ganz so skurril gestalten wie Weltherrschaft für Fortgeschrittene, keine ganz so ausgefallenen, abwegigen Ideen, sondern vielmehr den Humor vor allem durch eine Gruppe von äußerst schrulligen Protagonisten und einige unerwartete Plotwendungen zu erreichen.
Es wird drei spielbare Rassen geben, deren Hintergründe im nächsten Post folgen. Elfen sind nicht darunter, denn von diesen gibt es nur noch einen. Wenn jemand das Bedürfnis verspürt, diesen Elf zu schreiben, dann wäre ich bereit ihn als Spielercharakter frei zu geben, allerdings wird es relativ starre Vorgaben meinerseits bezüglich dieser Rolle geben. Ihr müsstet also das Konzept wie es ist annehmen und ausspielen. Wenn niemand das möchte wird der Elf als NPC in der Geschichte auftreten.
Ich möchte die Interessierten unter euch bitten, mit euren Konzepten nicht zu weit ins Absurde abzudriften. Humor ist explizit gewünscht und gefordert, aber zu brachial muss er auch nicht werden. Wie üblich steht es euch frei, Fragen, Kritik und Anregungen hier im Thread anzubringen.

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Grim
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BeitragThema: Re: Der letzte Elf   Sa 15 Dez 2012, 16:51

Die Zwerge
Die Zwerge sind das älteste Volk Kwolls. Sie waren schon vor den Elfen da und haben noch immer eine lebhafte Erinnerung an die Zeit, als der, den man nicht beim Namen nennt, über das Land herrschte. Allerdings sind es gar nicht so schlechte Erinnerungen, wie man meinen möchte, den Zwerge leben in Stollen und Berglöchern und so hatten sie sich unter der Dämonenherrschaft einfach in diesen verkrochen und waren dem, den man nicht beim Namen nennt, so weitgehend aus dem Weg gegangen.
Zwerge sind ein Volk von sehr charakteristischem Aussehen – aber gut, dieses Statement trifft auch auf jedes andere Volk Kwolls zu. Sie sind nur ungefähr vier Fuß groß, aber etwa doppelt so breit gebaut wie ein Elf. Ein normaler Zwerg ist von oben bis unten mit Muskeln bepackt. Ein Zwerg, der einem körperlich anstrengenden Beruf nachgeht – also etwa ein Bergmann oder ein Krieger (und das sind die häufigsten Berufe in der zwergischen Gesellschaft) – ist noch einmal ein gutes Stück kräftiger. Sie haben derbe Gesichter mit auffällig großen Nasen und dicken Brauen. Außerdem tragen alle Zwerge ab dem Alter von etwa vier Jahren einen Bart. Es sei hier ausdrücklich vermerkt, dass sämtliche oben erwähnten Merkmale nicht nur auf männliche, sondern auch auf weibliche Zwerge zutreffen. Auch das mit dem Bart! Nicht zuletzt soll hier das typische und wichtigste Accesoire der zwergischen Mode erwähnt werden: die Zipfelmütze.
Man könnte meinen, dass die Zwerge als derart altes Volk ein Volk von großer Weisheit sind, doch bedauerlicherweise könnte diese Annahme kaum weiter von der Realität entfernt liegen. Hauptgrund dafür ist die Liebe der Zwerge zum Alkohol. Zwerge beginnen den Tag mit zwei, drei Krügen Starkbier und sorgen durch kontinuierlichen Nachschub dafür, dass sie nie wirklich unter einen kritischen Pegel sinken. Sie lieben es, zotige Lieder zu singen (auch und besonders wenn diese zum entsprechenden Anlass unangemessen sind), sind einer gepflegten Keilerei nur selten abgeneigt und es wird ihnen nachgesagt, dass sie alles bespringen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Was allerdings verständlich ist wenn man bedenkt, wie wenig attraktiv ihre eigenen Frauen sind. Allerdings gibt es auch viel gutes über sie zu berichten: die zwergische Gastfreundschaft ist wird in ganz Kwoll gerühmt, sie sind offenherzig und neugierig und ihre Loyalität ihren Freunden gegenüber unverbrüchlich. Zwerge gelten als kreativ und kunstfertig und nicht zuletzt als entschlussfreudig und tapfer.

Die Menschen
Mit dem tragischen wenn auch nicht unbedingt unvermeidlichen Dahinscheiden der Elfen sind die Menschen zum zahlreichsten und wichtigsten Volk Kwolls geworden, doch das war nicht immer so. Ursprünglich stammen die Menschen aus einem Land im Osten, das den Namen Udissir trägt. Ihr stetiger Expansionsdrang war es, der dieses kriegerische Volk nach Kwoll trieb. Doch trotz ihres kriegerischen Wesens lebten sie sich dort gut ein und knüpften bald enge Bande zu den dort ansässigen Völkern, denn auf lange Zeit gesehen sind gute Nachbarschaft und intensiver Handel einfach lukrativer (wenn auch nicht ganz so spaßig) wie rauben, plündern und vergewaltigen.
Menschen sind im allgemeinen etwa einen halben Kopf größer als Elfen, aber signifikant kräftiger gebaut als diese, wenn auch nicht so breit wie Zwerge. Ihnen geht die makellose Schönheit der Elfen ab, doch dies gleichen sie durch edle, strenge, bisweilen heroische Züge aus. Menschenfrauen tragen ihre Haare in der Regel sehr lang, Menschenmänner kurzer, aber dafür häufig ergänzt durch einen Bart.
Die tonangebende Macht in Kwoll sind zweifelsohne die Menschen. Sie sind am weitesten verbreitet, am besten vernetzt und wirtschaftlich und militärisch am potentesten (außerdem wird euch jeder Mensch bestätigen, dass es auch noch eine andere Hinsicht gibt, in der sie am potentesten sind). Vor der damit verbundenen Verantwortung – etwa das Massaker der Dunkelelfen an den Elfen zu verhindern – verschließen sie jedoch gekonnt die Augen. Auch ansonsten legen sie häufig eine gewaltige Ignoranz und Unwissenheit bezüglich der anderen Rassen an den Tag. Menschen neigen dazu, mit Scheuklappen durch die Welt zu laufen und nur das wahr zu nehmen, was ihnen auch gefällt. Ansonsten jedoch gelten sie als ausgesprochen edelmütig und höflich und immer dazu bereit, den Helden aus ihren zahlreichen Heldensagen, in die die allermeisten Menschen geradezu vernarrt sind, nachzueifern.

Die Trolle
Das vielleicht skurrilste Volk Kwolls sind die Trolle. Sie sind nicht sehr zahlreich und in ihrer Entwicklung noch recht primitiv, aber jeder hat schließlich mal klein angefangen und allein die Hoffnung (oder Furcht), dass die Trolle sich einmal zu einer Hochkultur entwickeln könnten, lässt die anderen Rassen ihnen mehr Bedeutung beimessen, als sie tatsächlich verdient hätten.
Das Aussehen der Trolle ist – gelinge gesagt – bizarr. Im Grunde sind sie etwa zwei Fuß größer als Elfen, aber dies fällt selten auf, da Trolle sich in der Regel weit vornüber gebeugt oder sogar auf allen vieren Bewegen. Sie sind ähnlich kräftig gebaut wie Menschen, vermitteln aber aufgrund der langen Arme einen eher sehnigen Eindruck. Die Beine der Trolle sind kurz, Hände und Füße hingegen groß und breit. Ihre Hälse sind kurz, die Köpfe darauf rund, die Gesichter gezeichnet durch breite Münder und breite, flache Nasen, kräftige Brauen und eine flache Stirn. Struppiges Haar in Braun-, Rot- und Violetttönen umrahmt ihre Gesichter und wächst ihnen häufig als wilde Mähne bis auf den Rücken. Den Männern wächst außerdem häufig ein ansehnlicher Backenbart. Trollhaut ist zäh und knotig und von bräunlicher oder gräulicher Farbe. Trolle tragen traditionell keine Schuhe (dafür aber Fell auf den Füßen). Ihre traditionelle Kleidung besteht aus Lendenschurz und gewagt geschnittener Weste, die kein Mitglied eines anderen Volkes, das noch ganz bei Trost ist, tragen würde.
Die Trolle sind ein Volk von Jägern und einfachen Handwerkern, nicht hoch entwickelt, aber stets bemüht. Sie gelten als ausdauernd und folgsam, allerdings auch als ein wenig begriffsstutzig. Sie neigen dazu Redewendungen wörtlich zu nehmen, bei allzu philosophischen Diskussionen rasch auszusteigen und einen nur recht eingeschränkten Interessenbereich zu haben. Trolle bezeichnen sich selbst als streng gläubig, alle anderen Völker halten sie nur für streng abergläubig: sie sind normalerweise völlig furchtlos, aber fürchten sich vor einer Reihe an und für sich völlig normaler Dinge, etwa Blitzen, perfekten Kreisen und aus nicht ganz geklärten Gründen vor Eichhörnchen. Unbestritten führend sind die Trolle was die Kochkunst anbelangt. Ihre Küche ist deftig, sehr fleischlastig und kennt ein Standardrepertoire von 54 verschiedenen Gewürzen, deren Herkunft man lieber nicht wissen will. Aufs Brauen hingegen verstehen sie sich nicht, doch zumindest sind sie so ehrlich, sich dies auch einzugestehen und es nicht dennoch zu versuchen, weshalb man sie häufig in den Gaststätten und Brauhäusern anderer Völker findet.

Magier
Kwoll ist ein Land voller Magie, doch es gibt nur sehr wenige Magier. Um Magier zu werden gehört mehr dazu als nur ein wenig Intelligenz, Gelehrigkeit und Fleiß: man braucht auch die naturgegebene Begabung dazu. Das ist bitter für jeden kleinen Jungen, der davon träumt ein großer Zauberer zu werden, aber leider nicht zu ändern. Noch bitterer ist, dass man einem Initianden seine Begabung nicht ansehen kann. Der einzige Weg es heraus zu finden ist also, es auszuprobieren. Aus diesen Grund gibt es Unmengen gescheiterte Zauberlehrlinge in Kwoll. Diese sind nicht vollkommen ohne Fähigkeiten: in der Regel beherrschen sie ein Repertoire einer Handvoll Zaubersprüche und können sich mit diesen zumeist als so nützlich erweisen, dass sie irgendwo schon ein Auskommen finden, aber sie sind weit entfernt von dem an Allmacht grenzenden Können der wirklichen Magier, die das Gefüge der Welt mit ihren Gedanken manipulieren können.

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BeitragThema: Re: Der letzte Elf   Sa 15 Dez 2012, 17:21

also erstma nen kompliment für deine einleitung und die rassen, war sehr unterhaltsam das ganze zu lesen (und lässt einem vergessen das man gerade von ner Wall of Text erschlagen wird)^^

aber jetzt ma ne gaaaanz doofe frage: wenn es nur noch einen Elfen gibt, ist dann unsere mission nicht schon von vornerein sinnlos? meine wir können ihn (oder sie?) vieleicht vor den entfernten verwandten schützen, aber irgendwann wird seine pumpe doch schlapp machen (es sei den Elfen können nur sterben wenn man sie mit nem schert zerteilt, aber net an solchen lapalien wie alter oder krankheiten) und da halbelfen offensichtlich net zum erhalten des Siegels taugen is spätestens dann essig für die welt... (von daher würde nen Elfenpäärchen durchaus sinn machen)
und sorry falls ich das bereits etwas zu ernst nehme und zuviel überlegung in die story stecke...

das zweite was mich kurz beschäftigt betrifft die magier, deiner beschreibung nach würde ich jetzt mal schlussfolgern das echte Magier net spielbar sind (einfach zu mächtig) aber dafür gibts genug "luschen"-magier die man als char nehmen kann^^
gibts da irgendwelche einschränkungen/unterschiede der rasse bezüglich (also gibts z.b. keine trollmagier weil die noch zu doof dafür sind oder heissen die bei dem Volk nur anders usw)
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BeitragThema: Re: Der letzte Elf   Sa 15 Dez 2012, 17:47

Gut aufgepasst, Redeyes. Selbstverständlich ist ein einzelner Elf nicht in der Lage, auf lange Sicht seine Rasse und damit die Kerkersiegel zu erhalten. Diese Misere ist durchaus bedacht und wird im Verlauf der MSG auch noch thematisiert werden. Für den Anfang möchte ich aber davon ausgehen, dass in der allgemeinen Hektik (noch) niemand dran denkt und sollte jemand daran denken man trotzdem zu dem Entschluss kommen wird, dass der Elf schützenswert ist, da es das Ausbrechen des Dämonenfürsten zumindest hinaus zögert und man die Zeit bitter nötig haben wird um sich darauf vorzubereiten.

Und zu deiner zweiten Frage: auch das ist korrekt. Es wird nicht möglich sein, einen richtigen Magier zu schreiben, aber jene, die nicht ganz auf Magie verzichten wollen, können einen Zauberlehrling schreiben, der zumindest ein paar Sprüche beherrscht. Die Rasse ist dabei vollkommen egal. Da das primäre Kriterium eine angeborene Begabung ist kann auch ein Troll Magier werden. Ohnehin sind Trolle weniger wirklich dumm, als eben vielmehr ein wenig einfältig und naiv. Nicht brilliant, aber das muss man als Magier nicht zwingend sein. Ein trollischer Lehrling kann auch bei einem Menschen oder Zwerg in die Lehre gegangen sein und umgekehrt. Ohnehin werden die Kulturen soweit durchmischt sein, dass es da keine wirklich drastischen Barrieren gibt: unterschiedliche Bezeichnungen gibt es also nicht.

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BeitragThema: Re: Der letzte Elf   Sa 15 Dez 2012, 18:04

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BeitragThema: Re: Der letzte Elf   So 16 Dez 2012, 22:36

Der Thread wurde inzwischen über vierzig mal angeklickt. Ihr könnt mir nicht erzählen, dass das nur Vicati, Redeyes und ich waren. Dass dann derart wenige Leute sich äußern ist schon ein wenig enttäuschend...

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BeitragThema: Re: Der letzte Elf   So 16 Dez 2012, 23:26

Eher nicht... Sorry.
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BeitragThema: Re: Der letzte Elf   Mo 17 Dez 2012, 13:29

Mir gefällt die Idee, jedoch habe ich schon genug MSG's und daher gibt es erst einmal eine Absage.
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Mali
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BeitragThema: Re: Der letzte Elf   Mo 17 Dez 2012, 16:32

klingt interessant, weiss aber noch nicht ob ich mitschreiben werde. du kriegst erstmal ein vielleicht.
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BeitragThema: Re: Der letzte Elf   Do 20 Dez 2012, 01:03

klingt nett, muss gucken wies mit der zeit steht
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BeitragThema: Re: Der letzte Elf   Do 20 Dez 2012, 23:35

Nun gut, ich denke, der Vorschlag steht lange genug drin um davon auszugehen, dass er allgemeine Beachtung gefunden hat. Die Zustimmungsquote ist ganz offensichtlich zu dürftig, als dass es reichen würde, und ich rechne nicht damit, dass sich das noch ändert. Das ist schade, denn ich halte das Setting für eines meiner Besseren, aber mit der Gefahr muss man als Autor immer leben. Es ist in Ordnung, dass die Idee nicht angenommen wurde. Nicht in Ordnung finde ich hingegen die beschämend geringe Resonanz, die der Vorschlag insgesamt bekommen hat. Gerade mal sechs Leute haben sich überhaupt zu Wort gemeldet und manche davon erst, nachdem ich im Chat explizit um eine Äußerung gebeten habe. Das finde ich schwach von euch anderen. Das ist einfach keine Art. Wenn man einen Vorschlag gelesen hat, dann sollte man sich auch dazu äußern. Für den Autor ist es immer hilfreich, wenn eine Absage zudem noch mit einer Begründung versehen ist, aber das muss nicht mal sein. Doch wenigstens ein einfaches Ja oder Nein zu schreiben ist schlichtweg eine Frage des Anstands. Insofern: enttäuschendes Verhalten hier. Ganz schwach.

Nachdem der Vorschlag zwar auf keine große Zustimmung gestoßen ist, aber das Konzept an sich auch mit wenigen Leuten tragfähig ist und nicht wirklich fünf Mitschreiber erfordert frage ich jetzt trotzdem nochmal die, die sich beteiligen wollten: wärt ihr dabei, wenn ich die MSG mit denen, die wollen, als spontane MSG starte? Oder zieht ihr eure Zusage unter diesen veränderten Bedingungen zurück?

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BeitragThema: Re: Der letzte Elf   Fr 21 Dez 2012, 03:48

hab ersmal bis ende januar zeit, count me in
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BeitragThema: Re: Der letzte Elf   Fr 21 Dez 2012, 11:35

Sorry, aber ich habe im Moment schon genug MSGs. Von daher muss ich absagen.
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BeitragThema: Re: Der letzte Elf   Fr 21 Dez 2012, 17:32

ich weiss es noch nicht, ich wüsste eh momentan nicht, was für einen char ich bei der msg schreiben könnte.
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BeitragThema: Re: Der letzte Elf   Fr 21 Dez 2012, 18:19

So, ich hab jetzt endlich auch mal die Zeit gefunden, mir den Vorschlag durchzulesen. Klingt durchaus amüsant, aber ich werd trotzdem nicht so ganz warm mit dem Setting. Es ist mir eine Spur zu abgedreht - allein die Darstellung der Elfen ist schon ziemlich verrückt und obendrein nicht so ganz mein Ding. Ich bin sicher keiner von denen, die Elfen unbedingt als die tollsten, edelsten und besten sehen wollen, und es dürfte allgemein bekannt sein, daß ich (außer in Ausnahmefällen) bevorzugt Menschen spiele.
Aber die Darstellung der hiesigen Elfen als schwache und wehrlose Luschen gefällt mir halt ebensowenig. Und wie Mali fiele mir auch (zumindest spontan) kein Char ein, den ich spielen könnte; und selbst wenn, wäre es vermutlich schwierig für mich, ihn so auszuspielen, daß er in das schräge Setting paßt.

Dazu kommt noch, daß ich es nicht wage, in eine zusätzliche MSG einzusteigen, weil ich sie ausbremsen könnte. Ich bin eh schon am überlegen, ob ich vielleicht bei GQ noch einsteigen soll (ein fertiges Char-Konzept hätte ich ja schon). Drei MSGs wären dann wirklich mehr als genug.

Rechne also mal lieber nicht mit mir.
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