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 Feedback: Das Ende einer Diktatur

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Grim
The Reaper
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BeitragThema: Feedback: Das Ende einer Diktatur   Mi 02 Jan 2013, 17:02

An und für sich sollte das ja selbstverständlich sein, aber konsequent durchgezogen hat das in diesem so stiefmütterlich behandelten Forumsteil ja eh nie jemand; deshalb werde ich nun mit gutem Beispiel voran gehen - auch weil wir uns ja gerade den Neuzugängen von unserer besten Seite präsentieren sollten! - und eine Kritik zu Syaris Geschichte schreiben.
Syari, für dich gleich mal zu Beginn eine Warnung: ich schreibe scharfe Kritiken. Ich bin kein Freund davon zu loben und mich in Bewunderung zu ergehen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Lob ist eine schöne Sache, gut für das Ego und selbstverständlich schmeichelhaft. Aber es bringt einen nicht weiter. Wer besser werden will, dem muss man seine Fehler aufzeigen. Dem muss man erklären, wie er sich verbessern kann. Das ist der Gedanke hinter meinen Kritiken. Nimm es mir also nicht übel, wenn ich hier weniges positiv erwähne, das heißt nicht, dass ich die Geschichte schlecht fände. Im Gegenteil. Sie ist ziemlich solide geschrieben und rein stilistisch bewegst du dich hier im Forum in jedem Fall in der oberen Hälfte der Schreiber - wobei das Feld dort ohnehin recht dicht gedrängt ist.

Nun aber zu den Dingen, die mir aufgefallen sind: zuallererst sind an ein paar Stellen die verwendeten Zeitformen nicht korrekt, vor allem dort, wo du zwischen Retrospektive und Erzählzeitpunkt hin und her springst. Und wenn wir schon beim Thema Retrospektive sind: aus spannungstechnischen Gründen halte ich es für nur bedingt gelungen, direkt am Anfang die Situation "aufzulösen", also von den Ursachen für die Krawalle zu sprechen. Ich persönlich fände es geschickter, den Leser dort eine Weile im Unklaren zu lassen und erst im Lauf der Geschichte zu berichten, was sich zugetragen hat. Teilweise hast du das getan, Teile der Vorgeschichte hast du tatsächlich erst im Verlauf eingeflochten, aber meines Erachtens erfährt man am Anfang einfach schon zu viel. Das Ganze weiter herauszuzögern hätte dem Spannungsbogen gut getan.
Und um noch auf mein Lieblingsthema zu sprechen zu kommen: Beschreibung von Gefühlen. Das, was du beschreibst, beschreibst du überzeugend und detailreich, aber das sind eben nur einige Gefühle. An diversen Stellen war ich der Meinung, dass die Protagonistin noch einiges mehr empfinden müsste, dass statt einem einzigen vorherrschenden Gefühl eine Melange aus diversen Emotionen vorherrschen und beschrieben werden müsste. Insbesondere Trauer (über den Verlust der Mutter) und Verwirrung fehlen mir. Auch wirken deine Protagonisten des öfteren trotz der gut dargestellten Angst insgesamt unnatürlich gefasst. Angst ist da, aber keine Panik.
Was ich außerdem eher wenig überzeugend fand war das Ende, die überraschende Rettung. Das kam mir alles zu plötzlich, wie aus dem Nichts. Vielleicht hätte man das noch etwas ausbauen können...

Ich hoffe, dass ich dir damit ein wenig helfen konnte, dass du vielleicht einige meiner Punkte als nützlich empfindest. Insgesamt ist die Geschicht wie bereits erwähnt schon sehr solide geschrieben, aber kleinere Dinge kann man an seinem Stil immer verbessern, insofern hoffe ich, dass du für zukünftige Projekte gebrauchen kannst, was ich zu sagen hatte.

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Porphyrion
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BeitragThema: Re: Feedback: Das Ende einer Diktatur   Mi 02 Jan 2013, 17:22

Palenque schrieb:
Na, da wird man ja regelrecht reingeworfen. Du schreibst sehr intuitiv, und damit genuin, aber mir fehlt ein bisschen der Vergleich zu der Zeit, als es noch "in Ordnung" war. Das würde den Kontrast verstärken. Ansonsten kein schlechter Text. Die Bedrohlichkeit der möglichen Vergewaltigung hast du auch nicht so rausgearbeitet.
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Syari

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BeitragThema: Re: Feedback: Das Ende einer Diktatur   Mi 02 Jan 2013, 18:33

Hey

Danke für die umfassende Kritik...die hilft mir tatsächlich umgemein weiter, da das übliche Feedback, wie du schon gesagt hast, üblicherweise aus "gut so...mach schnell weiter" besteht und nicht aus etwas vernünftigem und da ich schon lange versuche besser zu werden, aber auch tlw einfach nicht mehr weiß wie, kommt mir die Kritik gerade recht.

Wahrscheinlich sollte ich zuerst mal damit anfangen, dass ich keinerlei Wert auf die korrekten Zeitformen lege, weshalb sich wahrscheinlich diese Fehler einschleichen, das ist auf jeden Fall mal ein Anfang, auf den ich achten sollte, beziehungsweise werde, auch in dieser Kurzgeschichte, kann ich ja mal überarbeiten, sie liegt schon lange unberührt bei mir im Geschichtenordner, das mit dem intuitiven Schreiben hat Palenque schon sehr gut erkannt, ich setz mich hin und fange an, meist ohne überhaupt zu wissen, was genau ich schreiben will. Offensichtlich wäre es ganz gut, sich vorher ein paar Gedanken zu machen ^^

Ich denke ich werde die Geschichte noch einmal überarbeiten, vorallendingen, da ich bereits gefragt wurde, ob ich daraus nicht eine "vollwertige" Geschichte, heißt eine längere Story machen möchte und ich ernsthaft mit dem Gedanken spiele.

Auf jeden Fall eine super Kritik und ich hoffe ich schaff es die Kritikpunkte halbwegs vernünftig umzusetzen Wink
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