Unbesiegbar

Ein MSG-Forum, das die unterschiedlichsten Genres abdeckt.
 
StartseiteKalenderFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin

Teilen
 

 [MSG] Watcher's Legacy

Nach unten 
Gehe zu Seite : 1, 2, 3, 4  Weiter
AutorNachricht
Vicati
ist magiesüchtig
Vicati

Anzahl der Beiträge : 2873
Anmeldedatum : 06.11.11
Alter : 23

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptyDo 10 Jan 2013, 23:24

Der Norden war kalt. Nicht dass es Tazzi etwas ausgemacht hätte. Nun, eigentlich tat es das. Auf ihre alten Tage hin wurde auch sie schwächer, da hielt man es nicht mehr so gut in der Kälte aus. Sie war schon froh, dass sie nicht auf die Idee gekommen war, in die Einöden zu gehen und den Mondanbetern ihre Medizin zu verkaufen. Aber Belerasa war vielleicht doch keine so gute Idee gewesen.
Die Pandora zog ihren Mantel enger um sich und trieb ihren Tahi noch etwas an. Sie wusste, dass es hinter dem Kaltfelstor einige Höhlen gab, da würde sie übernachten. Am nächsten Tag würde sie in den Tälern davor einige Zyklopen aufsuchen, ihnen ein paar Geschichten auftischen und ihre Medizin als Wundermittel andrehen. Und dann würde sie nach Aalister zurückgehen, ein Häuschen kaufen und sich mit einem kleinen Kräutergarten zur Ruhe setzen. Das hätte sie schon vor Jahren tun sollen, aber die Reiselust hatte sie bisher immer davon abgehalten und so war sie immer weiter umhergezogen, zuletzt noch mit ihrer Tochter, doch seit diese eine eigene Familie hatte, zog Tazzi alleine durch die Welt.
Das Kaltfelstor riss sie aus ihren Gedanken. Kalt und roh ragte dieser unbehauen aussehende Steinklotz vor ihr auf, einzig durch die grob gehauenen Augen auf beiden Torflügeln und der schwarze Spalt dazwischen liessen es als Tor erkennen. Erstaunt stellte sie fest, dass das Tor verschlossen war. Die Zyklopen waren nie gastfreundlich gewesen, das hatte Tazzi schon die letzten Male mitbekommen, als sie dieses Land besucht hatte. Aber solange man nicht bedrohlich wirkten und das taten Pandora nun wirklich nicht, liessen sie einen in Ruhe und wenn man sie ein wenig beeindruckte, kauften sie fast alles, was man anbot. Natürlich besassen sie kein Geld, aber sie boten Felle an, die sie selbst nicht brauchten oder Edelmetalle und Kristalle, die sie auf ihren Zügen durch die Berge aus offenen Adern gefördert hatten. Das Tor hatten sie noch nie geschlossen, es stand sonst immer gerade so weit offen, dass man es mit einem Tahi betreten konnte.
Nun liess Tazzi ihr Tier doch einen ein wenig langsameren Gang einschlagen. Neben ihr ragten hohe Felswände auf, doch sie wusste, dass es auch vor dem Tor einige Höhlen gab. Wieso hatten die Zyklopen das Tor verschlossen? Unsicher hielt sie an und stellte sich die Frage, ob sie in einer der Höhlen warten oder ob sie umkehren sollte. Diese Frage wurde ihr durch das Auftauchen eines Zyklopen aus einer der Höhlen abgenommen. Mit einer massiven Holzkeule in der Hand kam der graue, einäugige Riese näher. Sie auf ihrem Tahi oben gerade so mit ihm auf Augenhöhe und die Waffe beunruhigte das Tier, es schabte mit den Füssen über den Boden und schnaubte nervös. Das noch mehr Zyklopen dem ersten folgten und das sie auch alle bewaffnet waren. Das Gebrüll, das der vorderste Zyklop ausstiess, bewog Tazzi schliesslich zum Rückzug. Sie liess ihr Tier eine kleine Runde laufen, wobei sie bemerkte, dass die Zyklopen nun zu rennen begannen, und ritt wieder den Berghang hinab. Doch auch von dort kamen ihr Zyklopen entgegen. Scheinbar hatten sie sie umzingelt. Verzweifelt sah Tazzi sich nach einer Lücke um und hielt dann auf den Freiraum zwischen zwei Zyklopen zu, in der Hoffnung, dass ihr Tahi durch die Panik schnell genug sein würde. Doch Tahi waren langsame Tiere, stark, aber nicht schnell. Die Lücke schloss sich, bevor sie sie erreichte und dann wurde das Tier auch schon von der ersten Keule getroffen. Es brüllte und versuchte noch einmal, zu entkommen, doch es war zwecklos. Weitere Schläge folgten und schliesslich stürzte der Tai und Tazzi wurde von seinem Rücken geworfen. Zu Tode verängstigt atmete sie heftig und versuchte, sich aufzurappeln, um zu Fuss zu fliehen, Doch ein Zyklop hatte sie schon bemerkt und gepackt. Ihre Schreie verstummten unter dem kräftigen Griff des Riesen rasch und liess nur noch das Gegrunze der Zyklopen und das Gebrüll des Tahi zurück, das am Boden lag und von den Einäugigen zu Tode geprügelt wurde.

Der Tod der Pandora schlug Wellen. Nicht in der Welt der Sterblichen, aber in der Welt der Götter. Und dort wortwörtlich. In Aphaias Sphäre entstanden Wellen auf einem dunklen, stillen Meer. Der Gott schwebte darüber und betrachtete die Szenerie, die sich dort auf dem Wasser zeigte. Zyklopen, die eine seiner Dienerinnen abschlachteten. Das war schon äusserst seltsam. Ansonsten hielten sich die Einäugigen doch nur in ihren Bergen auf und eiferten um die Gunst ihres Gottes. Sie hatten noch nie viel Interesse an anderen Völkern gezeigt, sich aber auch nicht mit ihnen angelegt, genau wie es Belerus zu tun pflegte. Doch nun war es still um den Gott der Augen geworden, dafür verschlossen seine Diener ihre Tore und töteten jene, die ihrem Reich zu nahe kamen. Das war… seltsam. Aphaias beschloss kurzerhand, dem Alten einen Besuch abzustatten. Es wurde auch mal wieder Zeit, ihn ein wenig zu triezen, kaum ein anderer Gott konnte so mürrisch sein, ausser dieser verdammte Eisenschädel.
Die Reise zur Dimension eines anderen Gottes war eine Kleinigkeit. Ein Gedanke reichte und schon stand man vor den – noch düsteren – Pforten und konnte um Einlass bieten. Wenn dem anderen danach war, dann wurde dieser gewährt. Doch Belerus schien kein Interesse an Gesellschaft zu haben. Aphaias‘ Umgebung blieb düster. Gerade wollte er wieder zurück in seine eigene Sphäre, als es um ihn herum langsam heller wurde. Er runzelte die Stirn. Normalerweise tauchte die Dimension sofort auf. Jetzt bildeten sich die Details langsam und es sah verwahrlost. Er wusste von seinen vorherigen Besuchen, dass Belerus‘ Sphäre das Innere eines alten Tempels darstellte. Die Zyklopen konnten keine solchen Tempel bauen, doch Belerus war alt und weit umhergekommen. Wahrscheinlich war es eine Erinnerung an etwas Vergangenes. Doch dieser Tempel lag nun in Trümmern. Steinsäulen waren umgeworfen und zerbrochen und Risse zogen sich überall durch das Gestein. Und durch diese Risse hindurch konnte Aphaias Schwärze und ein paar Sterne erkennen. Vor Schreck katapultierte er sich wieder in seine eigene Sphäre zurück und als Widerhall auf diesen Schreck zogen kleine Wellen über den sonst ruhigen Ozean. Aphaias blieb erstarrt über dem Wasser schweben und beobachtete das bewegte Wasser, um sich zu beruhigen.
Er wusste, was diese Risse bedeuteten, er hatte sie nicht zum ersten Mal gesehen. Die Sphäre, die er gesehen hatte, war nur noch eine Erinnerung, die nun langsam in sich zusammenfiel und von der Schwärze aufgefressen wurde. Derjenige, der sie beherrscht hatte, war fort. Und das konnte nur eines bedeuten: Belerus, der Gott der Augen, war tot. Wie er gestorben war, das würden sie wohl nie erfahren. Es gab nur wenige Dinge, die einen Gott töten konnten. Wenn er in seiner Avatargestalt auf der Welt erschien, konnte man ihn erschlagen, doch durch die göttliche Macht und die Möglichkeit, den Körper jederzeit aufzugeben und wieder in seine Sphäre zu fliehen, war das unwahrscheinlich. Die zweite Möglichkeit war, dass seine Heimstatt, der Stern, in dem er geboren worden war, erloschen war. Das war eigentlich die häufigste Ursache bei einem Göttertod. Aber eigentlich war das ja egal. Belerus war tot und damit waren die Zyklopen ohne Gott. Und wenn sie sich nicht bald einem neuen zuwandten, würden sie wohl oder übel nach ein paar Generationen ausgestorben sein. Aphaias hätte wohl gegrinst, wenn er ein Gesicht gehabt hätte. Das war wertvolles Wissen, Wissen, mit dem er ein Fieber entfachen konnte. Wer würde denn nicht gerne ein weiteres Dienervolk haben? Er selbst natürlich auch, aber noch viel lieber wollte er ein Spiel spielen. Und die einzigen akzeptablen Gegenspieler waren die anderen Götter Sihlgrads. Wer würde wohl als erstes einen Krieg für die Vorherrschaft auf dem Kontinent entfachen?
Zum zweiten Mal verschwand er aus seiner Sphäre, um die eines anderen Gottes zu besuchen. Diesmal gehörte die Schwärze zur Dimension Lunatenas. Wer wäre wohl am besten dazu geeignet, einen Krieg anzufachen, als eine Todesgöttin? Auch wenn sie den Krieg wohl eher so lange abkühlen würde, bis er zerbarst und sich ausbreitete.


Zuletzt von Vicati am Do 17 Jan 2013, 22:44 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Grim
The Reaper
Grim

Anzahl der Beiträge : 5191
Anmeldedatum : 06.11.11
Alter : 29

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptyFr 11 Jan 2013, 00:26

Der Inhalt des Krugs war von unabsehnlich bräunlicher Farbe, trüb und beinahe sämig. Wie der unansehnliche Rest, der in einer Pfanne übrig blieb wenn man schlechtes Fleisch zu lange anbriet, als dass es einen guten Saft geben könnte. Und er schmeckte nicht besser als er aussah. Szorar Gartc hielt den zinnernen Krug trotzdem mit beiden Händen umklammert, als gäbe es nichts Wertvolleres für ihn. Fungus-Bier war stark. Es ließ ihn vergessen. Es machte den Schmerz erträglicher. Oder zumindest redete Szorar sich das ein. Bisher hatte der Schmerz nicht nachgelassen. Und der Krug, der vor ihm stand, war bereits der vierte. Szorar trank trotzdem. Wenn es ihn schon nicht von seiner Qual erlöste, vielleicht brachte das Zeug ihn dann wenigstens um! Was sollte er denn noch länger leben? Für den Schwarm, ja... aber wie sollte er für den Schwarm leben, wenn sein Leben in Trümmern lag? Was hatte der Schwarm jetzt noch von ihm? Außer dem Schankwirt in dieser schmuddeligen Grotte, natürlich. Schmieriger Kerl. Aber Gartc. Ein einarmiger Veteran, ein Krüppel, der seine Schwertklaue im Feld gelassen hatte. Szorar mochte ihn nicht. Aber er musste ihn ja auch nicht mögen. Es reichte ihm, wenn der Kerl ihm weiter Fungus-Bier hinstellte. Damit er vergessen konnte. Damit der Schmerz nach ließ. Aber der Schmerz ließ nicht nach. Er wurde nur immer schlimmer. Wie konnte er vergessen, wenn jeder Schluck ihm aufs Neue ins Gedächtnis rief, warum er hier saß: um zu vergessen. Es war ein Teufelskreis. Es konnte gar nicht funktionieren. Aber was hätte es gebracht aufzuhören? Aufhören hätte es nicht besser gemacht.
Seine Hände verkrampften sich um den Krug, seine Krallen gruben sich in das weiche Metall. Wie ein Ertrinkender klammerte er sich daran. Mit glasigen Augen ließ er den Blick über die anderen Anwesenden schweifen. Sie beobachteten ihn! Mit Mitleid im Blick, manche auch mit Verachtung. Die Verachtung war leichter zu ertragen als das Mitleid. Mitleid war fast so schlimm wie jene Stimmen, die ihm aufmunternd gesagt hatten, er solle stolz sein! Er wollte nicht stolz sein. Er wollte, dass alles so wie vorher war. Dass sie wieder zusammen waren. Er wollte hassen! Aber Hass hätte alles nur noch schlimmer gemacht. Also trank er. Schwer und klebrig rann das Fungus-Bier seine Kehle herab. Sie fühlte sich trocken an, so furchtbar trocken. Obwohl er bereits drei Krüge getrunken hatte. Obwohl er dringend pissen musste. Widerliches Zeug! Der faulige Geschmack des Gesöffs brachte ihn fast zum Kotzen. Und er blieb auf der Zunge. Er klebte noch schlimmer als das Bier selbst. Szorar nahm trotzdem noch einen Schluck. Vielleicht kippte er ja einfach irgendwann besinnungslos von der Bank. Vielleicht stand er nie wieder auf. Es wäre besser so! Der Schluck war tief und lang. Normalerweise war Szorar kein Trinker, aber wenn es sein musste, dann hatte er einen ordentlichen Zug drauf. Er unterdrückte den Würgereiz, versuchte den Geschmack einfach auszublenden. Er hätte den Krug wohl bis zur Neige geleert, wäre in diesem Moment nicht die Tür der Grotte aufgesprungen. Szorar saß mit dem Rücken zur Tür, aber allein die Geräusche genügten ihm. Der energisch Schwung, mit dem die Tür gegen die steinerne Wand schlug, der schwere, weite Schritt. So gingen nur die Gartc. Und nicht unbedingt zum Bier nach dem Ende der Schicht. Die Schritte stoppten direkt hinter ihm.
"Kapitän!", schnarrte eine raue Stimme, "Die Staffel wartet auf euch!"
Langsam, ganz langsam wandte Szorar sich zu Valtrac Gartc um. Wenn er soetwas wie einen Freund hatte, dann Valtrac. Selbe Brut. Gemeinsam aufgewachsen. Selbe Kaste. Und dann in der selben Staffel. Aber waren sie wirklich Freunde? Waren sie noch Freunde, nach allem was passiert war? Sagten Freunde, dass man stolz sein sollte? Mit glasigem Blick starrte Szorar zu ihm hinauf. Ein Bild von einem Drachenkind. Ein Bild von einem Gartc. Von ihm selbst konnte man das im Moment wohl nicht behaupten. "Sag der Staffel, dass sie ohne mich fliegen müssen wird", bat er mit fast weinerlicher Stimme, obwohl er es gar nicht darauf angelegt hatte, so zu klingen. Aber worauf hatte er es dann angelegt? Er hätte es nicht sagen können.
Der winzigste Hauch eines Lächelns huschte über Valtracs Züge, die Lippen, die Nüsternschlitze. "Nein", sagte er.

_________________
I know what i want,
I'll say what i want,
and noone can take it away!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Lias
Herr der Diebe
Lias

Anzahl der Beiträge : 3262
Anmeldedatum : 07.11.11
Alter : 28
Ort : Heimat der Floofs

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptyFr 11 Jan 2013, 00:37

Das wehleidige Brüllen des einäugigen Riesen verhallte über der eisigen Einöde. Blut quoll in immer neuen Strömen aus zahlreichen Wunden, die den Körper des Zyklopen übersähten. Das Wesen war fast einen Tag lang durch die eisigen Einöden gewandert. Der blaue Mond stand am Himmel, während Mutter und Vater des Zyklopen auf diesen hinuntersahen. Daneben saßen mehrere Luminay. Für einen Moment fragte sich der Zyklop in einem letzten Moment der Klarheit, wie die Toten hierherkommen konnten. Inzwischen brannte der Schnee, in dem er lag. Mit einem letzen Aufbäumen hauchte der Zyklop sein Leben aus.
"Und jetzt?"
"Pass auf." Einer der Luminay streckte die Hand aus und hielt sie über den Kopf des Zyklopen. Blaue Funken lösten sich aus dem Schädel und tanzten in der kalten Luft. Wie auf ein stilles Kommando hin tanzten sie durch die Augen in den Schädel des Luminay, der tief einatmete und beinahe auf den Hintern fiel. Als er die Augen wieder aufschlug, leuchteten sie bläulich. Das Leuchten war nur schwach, aber schon merklich vorhanden. Der Luminay erholte sich rasch und machte vor seiner Begleiterin eine Siegerpose, die von einem Schlag gegen den Bauch verzerrt wurde.
"Haha, Kerskr. Wir sollten weiter. Es ist noch weit bis Firnhaven." Die Luminay mit den silbernen Haaren starrte in die stechende Sonne und stampfte mit den pelzbestiefelten Füßen auf. Kerskr hatte darauf bestanden seine Beute einzusacken. Verständlich, immerhin war dies seine erste Seelengabe. Er hatte den Zyklopen besiegt also hatte er ein Anrecht darauf. Wenn sie nur nicht genau wüsste, dass er mindestens einen Monat damit angeben würde. Die Luminay seufzte. Kerskr war ein guter Mann, dessen Qualitäten leider völlig von seiner großen Klappe verdrängt wurden.
"Gut, gehen wir halt. Du bist aber auch eine Spaßbremse, Myari."
"Gehen wir. Wage es nicht!", verhinderte sie zischend, dass Kerskr sich am Lendenschurz des Zyklopen zu schaffen machte. Auch das Argument, dass er eine Trophäe brauchte, galt bei ihr nicht.

Und da kam auch schon der neueste Erwerb. Eiskristalle tanzten im eine Stelle des Bodens, der seltsam vibrierte. Langsam schob sich das gefrorene Abbild eines Zyklopens an die Oberfläche. Jämmerliche Kreaturen. Dieser war ziellos durch die Einöde gewandert, bis ein paar Luminay das geschwächte Wesen erledigt hatten. Kerskr war zwar ein vielversprechender Kämpfer, der sich leider manchmal vergaß. Zum Beispiel hatte er der Kreatur nicht wirklich den Gnadenstoß versetzt. Seine Frostmagie mochte das Wesen getötet haben, aber es hatte doch gelitten. Das war nicht effizient. Und tatsächlich hatte die Seele des Zyklopen einen fahlen Beigeschmack. Waren denn die Anweisungen wirklich so missverständlich. Zweikampf oder Kriegshandlung oder freiwillige Gabe kamen einzig und allein für die Seelengabe infrage. Und der Gnadenstoß musste schnell gesetzt werden. Ein einziger Schlag sollte genügen. Andererseits war dies Kerskrs erste Seelengabe gewesen. Da konnte man nochmal Gnade walten lassen. Und Myari war vielversprechend.
Der Zyklop hatte sich komplett aus dem gefrorenen Boden geschoben. Raureif bildete eine Schicht auf der Haut. Der Zyklop war in einer unterwürfigen Geste erstarrt, die ihn beinahe ansehbar machte. Mit einem Wink scheuchte Lunatena die Abbildung zu den anderen. Ihre Sphäre glich einem grotesken Trophäenzimmer, das aus dem dafür vorgesehenen Raum in die restlichen Zimmer und Hallen des Schlosses vorgedrungen war. Die Sphäre mochte dem Inneren eines Eispalastes entsprechen, aber der größte Teil des Bodens war mit Lunatenas grausig anzusehenden Trophäen verdeckt. Von jeder Rasse, die gelebt und durch sie umgekommen war, war ein Exemplar vorhanden. Sogar die Abbilder von ein oder zwei Göttern standen irgendwo herum. Der Zyklop reihte sich bei den neueren Errungenschaften ein, die einen Platz ganz vorne hatten.
Hell ertönte eine kleine Glocke, die neben dem gewaltigen Eingangsportal befestigt war. Jemand begehrte Einlass. Die Abbilder sanken in den Boden ein, abgesehen von einigen strategisch positionierten Exemplaren an den Wänden. Aphaias wartete geduldig am Rand der Sphäre. Das versprach vergnüglich zu werden. Er immerhin zollte ihr den gebührenden Respekt. Lunatena rückte die Kapuze ihres Umhangs zurecht und ließ den anderen Gott ein. Irgendwie haftete ihm eine Spur des Todes an.
"Sei mir gegrüßt, Aphaias. Ich hoffe, es bringen dich gute Neuigkeiten zu mir."

_________________
Art is what you can get away with.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast
Gast



[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptyFr 11 Jan 2013, 02:18

Der Klang der eiligen Schritte eilte ihnen voraus. Der gesamte Tunnel schien von ihnen widerzuhallen. Die schattenhafte Gestalt, zu der sie gehörten, eilte durch die Dunkelheit des Stollens. Sie schien vor etwas zu flüchten, doch in Wahrheit hatte sie dringendere Angelegenheiten.
Reskrik, ein Schürfer, hatte nur vorgehabt, wie bisher an jedem anderen Tag auch, in den entlegendsten Winkeln Vorensias nach Erz und Edelsteinen zu suchen. Er war Richtung Norden aufgebrochen und hatte nicht sonderlich darauf geachtet, wohin seine Füße ihn trugen. Der Alv hatte bisher immer seinen Weg zurück in die bewohnten Gegenden der Stollen und Minen Vorensias gefunden. Dass er dabei diesmal in einen alten, vergessenen Tunnel geraten und dort einen unbekannten Ausgang aus dem Alverreich finden würde, hätte er nie erwartet. Und doch war genau dies geschehen. Im ersten Moment war Reskrik verwirrt gewesen, als seine gedankenverlorene Wanderschaft abrupt von einer scheinbar massiven Mauer gestoppt wurde. Es passierte nicht selten, dass er in Sackgassen geriet, alte Minen, die nichts mehr hergaben und die man aufgegeben hatte oder eingestürzte Stollen zum Beispiel. Doch der Tunnel, dem er gefolgt war, enthielt weder die für Schürfarbeiten typischen Steinbrocken auf dem Boden, noch zweigten von ihm irgendwelche Nebengänge ab, die dem oft verwinkelten Lauf einer Erzader normalerweise folgten. Im Gegenteil, die Wände waren glatt abgeschliffen und auch sonst machte der Gang nicht den Eindruck, als wäre er zufällig entstanden. Reskrik, der als begabter Schürfer die Struktur der Steine um sich her lesen konnte wie jeder andere ein Buch, erkannte, dass die scheinbare Mauer vor ihm keineswegs natürlichen Ursprungs war. Es war eine der dutzenden geheimen Pforten, die das unterirdische Reich der Alver mit der Außenwelt verbanden. Mehr noch, es war eine Pforte, deren Existenz auf keiner Reskrik bekannten Karte vermerkt war. Nachdem er kurz suchen musste, hatte er den fast unsichtbaren Mechanismus gefunden, mit dem die „Wand“ sich öffnen ließ und hatte sie durchschritten.
Der Gang, der sich vor ihm auftat, endete nur wenige Meter hinter der Pforte in einem Ausgang, durch den helles, bläuchliches Tageslicht hereinfiel. Der Alv hatte einige Momente gebraucht, um sich nach der schummrigen Dunkelheit Vorensias an das blendend helle Licht zu gewöhnen, doch als er schließlich etwas sehen konnte und durch den Ausgang getreten war, traute er seinen Augen kaum. Der Tunnel hatte ihn direkt in die schneebedeckten Berge des Nordfallgebirges geführt, mehr noch, er erkannte die Schlucht wenige Meter vor sich als den Kaltfelspass, der einzige Weg, der ganzjährig nach Belerasa, das Land der Zyklopen, führte. Nachdem er dem Verlauf des Passes mit den Augen gefolgt war, konnte er auch das riesige Kaltfestor ausmachen, welches den Eingang in das Reich des Gottes Belerus markierte. Es gab jedoch zwei Dinge, die Reskrik bei diesem Anblick störten. Zuerst einmal war das Tor, entgegen aller Geschichten, die die Händler seines Volkes den restlichen Alver abends bei einem guten Bier erzählten, fest verschlossen. Laut diesen Männern und Frauen stand das Kaltfelstor das ganze Jahr über offen und jeder, der mutig genug war, konnte das Land der Zyklopen betreten. Dies war jedoch nun ganz offensichtlich nicht mehr der Fall. Das zweite, was Reskrik auffiel, war die einsame Gestalt, die vor genau diesem Tor wartete. Soweit er es erkennen konnte, handelte es sich bei ihr um eine Pandora und sie ritt auf einem gewaltigen Tier, einem Tahi, wie er vermutete, obwohl er selber noch nie eines zu Gesicht bekommen hatte. Während er sich noch fragte, was sie wohl von den eigenbrötlerischen Zyklopen wollte, tauchte aus einer der zahlreichen Höhlen neben der Pandora genau ein solches Exemplar auf. Es war ein typischer Vertreter seines Volkes, grau und groß und einäugig, doch Reskrik erkannte, dass etwas nicht stimmte. Das war nicht etwa eine routinemäßige Überprüfung der Frau, die da unten Einlass nach Belerasa begehrte, und die Holzkeule, die der Zyklop in Händen hielt, war ganz sicher nicht für den Austausch irgendwelcher Nettigkeiten gedacht. Der Alv wurde Zeuge davon, wie mehrere andere Zyklopen dem ersten Exemplar folgten, kaum voneinander zu unterscheiden und mit ähnlicher Bewaffnung, und wie sie begannen, die Pandora und ihr Reittier einzukreisen. Die beiden versuchten, durch den Ring der offensichtlich feindseligen Kreaturen zu entkommen, doch schon brachten die Riesen den Tahi und seine Reiterin mit ihren wilden Keulenhieben zu Fall. Reskrik konnte nur zusehen, wie die Pandora von einem der Zyklopen gepackt und kurz darauf leblos weggeschleudert wurde.
Das war der Moment, in dem Reskrik sich umgedreht und eilig den Rückweg angetreten hatte. Er war schockiert gewesen von dem, was er soeben hatte miterleben müssen. Eine einfache, unschuldige und ungefährliche Pandora, niedergemetzelt von einem ganzen Trupp wild gewordener Zyklopen, und das alles vor dem ungewöhnlicherweise verschlossenen Tor des Kaltfelspasses. Reskrik hob grimmig den Blick und beschleunigte seinen Schritt. Große Dinge geschahen gerade, das war auch einem einfachen Schürfer wie ihm klar, und er musste dies dringend seinem Volk mitteilen.
Nach oben Nach unten
Vicati
ist magiesüchtig
Vicati

Anzahl der Beiträge : 2873
Anmeldedatum : 06.11.11
Alter : 23

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptySa 12 Jan 2013, 15:29

Die Dunkelheit lichtete sich und enthüllte erneut die Sphäre einer anderen Gottheit. Diesmal war der Gastgeber aber anwesend. Lunatena stand dort vor ihm. Die Umgebung sah immer noch gleich aus wie beim letzten Mal, als er die Todesgöttin besucht hatte. Die einzigen Veränderungen waren die Seelenabbilder, die an einigen Stellen aus den Wänden herausschauten. Diese wechselten immer mal wieder. Apahaias ignorierte die zwei Pandora an der Wand rechts von ihm geflissentlich und wandte seine Aufmerksamkeit auf die Gastgeberin. Wobei man nicht wirklich feststellen konnte, wem die Aufmerksamkeit des schwebenden Umhangs galt.
"Nun", erklang Aphaias' Stimme aus dem Inneren des Kleidungsstücks. Sie hatte einen seltsamen Widerhall, "das kommt ganz darauf an, was du als gute Neuigkeit verstehst. Eigentlich ist es ein wenig traurig."
Der Gott machte eine theatralische Pause und wandte die Kapuze ein wenig hin und her, als würde er die Umgebung in Augenschein nehmen. Dabei fiel sein Blick auf die Seelen aller möglichen Rassen, tatsächlich waren die Pandora an der rechten Wand die einzige, von anderen Völkern gab es deutlich mehr. er blieb kurz bei einem besonders grossen Zyklopen hängen und wandte sich dann schliesslich wieder Lunatena zu.
"Deine Wohnstatt sieht immer noch so... friedlich aus, wie beim letzten Mal, als ich dich besucht habe. Ist der Zyklop da drüben schon älter? Passt sehr gut zum Ambiente", fragte er, fuhr dann aber fort, ohne auf eine Antwort zu warten. "Und ausserdem auch zu dem Grund, wieso ich hier bin. Du musst wissen, ich wollte heute Belerus besuchen, den Gott der Augen, der Herr der Zyklopen. Du hattest wahrscheinlich schon mal mit ihm zu tun. Nun, als ich seine Sphäre betrat, musste ich feststellen, das von dieser nur noch eine auseinanderfallende Erinnerung übrig war. Belerus ist vergangen und die Zyklopen werden wohl in ein paar Generationen ausgestorben sein. Tragisch, nicht?"
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Grim
The Reaper
Grim

Anzahl der Beiträge : 5191
Anmeldedatum : 06.11.11
Alter : 29

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptySa 12 Jan 2013, 17:20

"Bewahrerin, wir preisen deine Güte." Taravis Stimme war kräftig und voller Inbrunst. "Wir danken dir für deine Hand, die uns leitet, deinen Schild, der uns hütet, deine Liebe, die uns nährt." Zwei Dutzend halblaut vor sich hin murmelnde Stimmen folgten ihren Worten. "Wir bitten dich: gewähre uns deine Gnade und leite uns in unserem Tagwerk. Gib uns die Kraft, dass wir nicht müde werden bei unserer schweren Arbeit, die wir zum Wohl deines geliebten Schwarms verrichten." Die Statue, vor der Taravi kniete, war ein kleines, unscheinbares Ding, kaum kniehoch und nur grob aus dem Stein geschlagen. Einzig die Kristallaugen und ein dünnes Band aus Silber, das in eine Rille im Stein eingelassen war, verliehen ihr etwas würdevolles. "Leite unsere Hacken und Schaufeln zu den Schätzen der Erde und hüte uns vor den Schrecken und Gefahren der Tiefe, denn sie sind zahlreich." Die meisten, der zwei Dutzend Bergarbeiter, die hinter ihr knieten, waren größer und kräftiger als Tavari, die - zumindest für eine Zor - immer eher schmächtig gewesen war. Viele waren auch älter als sie. Sie waren alle gute Männer und Frauen, eifrig, gewissenhaft, ausdauern. Aber keiner von ihnen hatte Tavaris Ehrgeiz. Ihr Ehrgeiz war es, der die junge Dravarcil von den anderen absetzte. Ihr Ehrgeiz war es, der sie zur Vorarbeiterin gemacht hatte. Und natürlich der Segen der Göttin. Tavari war inbrünstig gläubig. "Unser Werk ist hart, aber wir tun es gerne zu deinem Ruhm, Drachenmutter. Ehre sei dir!" "Ehre sei dir!", widerholte nun auch der Chor laut. Tavari öffnete die Augen wieder. Federnd kam sie auf die Beine. "Dann an die Arbeit, Leute!"

_________________
I know what i want,
I'll say what i want,
and noone can take it away!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast
Gast



[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptySo 13 Jan 2013, 11:22

Die Menge tobte, als der Zyklop endlich auf die Knie sank. Mit einem Seufzen hauchte er sein Leben aus, auf seinem Gesicht lag eine Mischung aus Trauer und Wut. Der Löwe zog mit einem Ruck den hölzernen Speer samt wiederhakenbewehrter Metallspitze aus dem Brustkorb seines Gegenübers und reckte brüllend die Waffe gen Himmel. Von allen Seiten brandete der Jubel nun auf den tapferen Kämpfer ein, der seine Kräfte mit dem Gefangenen Zyklopen messen wollte und obsiegt hatte. Schweiß rann ihm übers Gesicht, er atmete schwer und hatte sicher die eine oder andere Prellung abbekommen, doch er hatte gesiegt. Nicht nur seine Freunde würden beeindruckt sein, sondern sicher auch die Löwinnen. Als sich der Hohepriester erhob, ebbte der Jubel ab. Der alte Löwe erhob seine tiefe Stimme und sowohl durch magische Verstärkung als auch durch die Bauform der Arena wurde er von allen gehört.

"Löwen, Luchse, Geparden - dieser junge Krieger hat uns heute gezeigt, dass wir es selbst mit einem der stärksten Geschöpfe dieser Welt aufnehmen können! Nicht einmal ein Zyklop kann einen Leoniden besiegen, wir sind die ultimativen Jäger! Keine Beute entkommt unseren Klauen!"

Erneuter Jubel zwang ihn, kurz innezuhalten. Als sich die anwesende Leonidenmenge wieder beruhigt hatte, fuhr er fort.
"Viele von euch werden heute wohl zum ersten Mal einen Zyklopen erblickt haben. Sie stammen aus dem Norden, sie leben an einem Ort hinter dem Labambagebirge. Dieser hier hat sich plündernd, mordend und brandschatzend den Weg bis nach Labata gebahnt. Er hat wandernde Händler und Karawanen überfallen. Alver und Leoniden gleichermaßen..."

Weiter kam er nicht, denn als er die Bewohner des Labambagebirges erwähnte, ging sein Satz in Buhrufen und Schmähungen unter. Viele hatten vermutlich noch nie einen Alv gesehen, doch Vorurteile und Fremdenhass grassierten unter der Stadtbevölkerung. Immer wieder hörte man von gegenseitigen Angriffen an den Hängen der Berge und in den Mienen. Bergarbeiter lieferten sich Kämpfe mit Alvern.

"...wurden Opfer dieses Unholds, der nun seine gerechte Strafe bekommen hat. Doch dies ist das erste Mal, dass ein Zyklop in unsere Lande kam und sie sind keine hirnlosen Bestien, wie man vermuten könnte. Sie sind intelligente Lebewesen. Mit uns können sie es auch hier natürlich nicht mit uns aufnehmen, aber trotzdem kann man mit ihnen reden. Und das haben wir, bevor er zum Kampf hierher gebracht wurde."

Die Tatsache, dass der Zyklop gefoltert wurde, war niemandem außer dem Hohepriester bewusst, welcher dies auch angeordnet hatte. Anders hatte er den Fremden nicht zum sprechen bekommen, was er in Arangamar zu suchen hatte. Aber selbst die wenigen Wortfetzen, die er erhalten hatte, waren nicht zu aufschlussreich gewesen.

"Damit soetwas in Zukunft nicht mehr vorkommt, hat die Versammlung beschlossen, eine Expedition loszuschicken. Diese tapferen Leoniden werden nach Norden ziehen, die Berge durchqueren und mit den Zyklopen verhandeln. Auch wenn wir ihnen überlegen sind, respektieren wir doch Stärke, wo wir sie sehen. Und dieser Zyklop hat gezeigt, aus welchem Holz sein Volk geschnitzt ist."

Der Hohepriester zog sich zurück und die Arena begann, sich zu leeren. Aranga blickte auf und starrte nicht weiter auf das Wasser der Oase, durch welches er sein Volk beobachtete. Vor der Zeremonie hatte er sich mit dem Hohepriester kurzgeschlossen und ihm seine Anweisungen gegeben, genau dies zu tun. Nun sollte er selbst sich auf den Weg machen, den Herr der Zyklopen zu besuchen. Er erhob sich und mit einem Gedanken befand er sich in der Dunkelheit, die ihn immer umfing, wenn er darauf wartete, in eine andere Sphäre eingelassen zu werden. Wollte der alte Belerus keinen Besuch? War er gekränkt vom Tod des Zyklopen? Das konnte er sich nicht wirklich vorstellen.Langsam nahm die Sphäre Gestalt an, was seltsam war. Normalerweise dauerte das nicht solange. Um ihn herum bildeten sich die zerstörten Umrisse eines alten Tempels, doch die Sphäre war durchzogen von schwarzen Rissen, wie er es noch nie gesehen hatte. Neugierig, aber vorsichtig sah er sich um. "Belerus?!" Doch er erhielt keine Antwort. Er kratzte sich nachdenklich am Kopf. Da sah er wie sich weitere Risse in der Sphäre bildeten. Was war das? Er konnte es nicht nachvollziehen. Er verließ die Residenz des Gottes der Augen wieder. Vielleicht konnte ihm ein anderer Gott weiterhelfen. Tjarves musste er so oder so noch besuchen, er wollte nicht, dass seine Expedition von Alvern überfallen wurde. Er war ungern das Beutetier. Erneut verließ er seine Sphäre und erneut befand er sich in der Finsternis.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptySo 13 Jan 2013, 14:03

Das Tor Njordheims öffnete sich schwungvoll und nahe völlig geräuschlos, ein wahres Paradebeispiel für das enorme handwerkliche Geschick der Alver. Die Wachen traten nach draußen und inspizierten den Ankömmling. Ein einfacher Schürfer, außer Atem und schweißgebadet, stand dort vor den Toren und rang nach Luft.
„Ich .. bin Reskrik … Schürfer aus .. Jongard.“, brachte der Alv mühsam hervor. „Muss .. mit dem … Sohn des Schmieds .. reden … dringend!“. Die Wachen betrachteten den verdreckten Schürfer abschätzig. Seine Kleidung und das Amulett um seinen Hals, eine eiserne Spitzhacke in einem Ring aus Gold, bewiesen, dass er aus Jongard, der Stadt der Schürfer kam. Doch was konnte ein einfacher Bergarbeiter von Tjarves' persönlich ausgewähltem Lehrling wollen? Von dem weisesten und mächtigsten Alv Vorensias, dem Sohn des Schmiedes? Zweifelnd durchsuchten sie den völlig erschöpften Alv. Eine Hacke, ein kleines Handbeil und eine Axt. Nichts, was nicht jeder Alv mit sich herumtragen würde. Die Wachen traten zur Seite und Reskrik betrat Njordheim, die prächtigste aller Städte unter den Bergen.
Als Reskrik schließlich vor den Toren der Lodernden Halle, dem größten Tempel der Alver, stehen blieb, schnappte er unwillkürlich nach Luft. Dieser Anblick raubte ihm jedes Mal den Atem! Selbst die gesamte Pracht des edelsteinverzierten Njordheims, der schönsten und beeindruckendsten aller Städte der Alver, konnte sich nicht mit diesem Gebäude messen. Die Wände und Säulen aus feinstem, weißem Marmor gefertigt, das Dach eine goldene Kuppel, über und über besetzt mit den herrlichsten und wertvollsten Steinen, die die Alver je in ihren Minen zutage gefördert haben. Und dann waren da diese gewaltigen, silbernen Torflügel. Jeder einzelne von ihnen wog mehr als vier Zentner und war versehen mit Runen und Zeichen, die Tjarves, den Schmiedegott und Vater der Alver, priesen. Auf Reskriks zaghaftes Klopfen hin schwangen sie genauso still wie Njordheims Westtor auf, welches er vorhin durchschritten hatte. Ein in ein weißes Gewand gekleideter Alv stand vor ihm. „Was ist dein Begehr, Sohn des steinernen Feuers?“, fragte dieser ihn und benutzte dabei die Bezeichnung, mit der die Geistlichen jeden Alv ansprachen, da sie nach ihrem Glauben von Tjarves persönlich durch sein Feuer aus dem Urgestein der Welt geformt wurden. „Ich habe eine dringende Botschaft für den Sohn des Schmiedes, oh Diener des weißen Feuers.“, antwortete Reskrik ihm und bemühte sich, ähnlich höflich und würdevoll wie sein Gegenüber aufzutreten. „So folgt mir denn.“ war das einzige, was der Geistliche darauf erwiderte. Er drehte sich auf dem Absatz um und ging gemessenen Schrittes zurück in die Halle. Reskrik, der eine ähnliche Befragung wie am Westtor erwartet hatte, brauchte einige Sekunden, um sich in Bewegung zu setzen und ihm zu folgen.
Die Lodernde Halle trug ihren Namen nicht ohne Grund. Überall brannten Fackeln und Kohlepfannen, sogar zwei gewaltige, offene Feuer spielten rechts und links des Ganges das knisternde Lied der Flammen. Dieser Gang führte zu einem Thron, schlicht im Vergleich zu der edlen Pracht Nordheims und der Lodernden Halle. Wenn auch völlig aus Gold, so war er jedoch nicht weiter verziert und seine Form war nüchtern und kantig, nicht anders als die steinernen Stühle, die in jedem Haus der Alverstädte standen. Und auf diesem Thron saß ein Mann, ein Alv, größer als die meisten seines Volkes, wie seine Diener gekleidet in weiße Gewänder, doch trug er zusätzlich noch eine dunkelrote Schärpe, auf der das Symbol Tjarves', eine Flamme und ein Schmiedehammer, gestickt war. Sein warmer, freundlicher Blick ruhte auf Reskrik. „Was führt dich zu mir, Sohn des steinernen Feuers, oh du Kind der Felsen?“, fragte der Sohn des Schmiedes ihn mit kraftvoller, durchdringender und gleichzeitig herzlicher Stimme. Reskrik, der noch immer völlig beeindruckt von der imposanten Erscheinung des Alvs vor ihm war, wurde aus seiner Bewunderung gerissen. Er schüttelte sich kurz, um einen klareren Kopf zu bekommen, holte tief Luft und begann zu erzählen.

Tjarves trat nachdenklich von der Flamme zurück. In ihr hatte er die Unterhaltung zwischen seinem Lehrling und dem Schürfer, der den Namen Reskrik trug, mitangehört. Die Schilderungen des Schürfers über die Vorfälle am Kaltfelspass bereiteten ihm nicht wenig Sorgen. Er kannte Belerus, den Gott der Zyklopen. Auch wenn sie nicht die besten Freunde waren, so wusste Tjarves dennoch, dass er solch willkürliche Gewalt unter seinem Volk niemals geduldet hätte. Das konnte eigentlich nur heißen, dass irgendetwas mit ihm geschehen sein musste. Kurz spielte Tjarves mit dem Gedanken, dem Gott der Augen einen Besuch abzustatten, doch bevor er sich auch nur ansatzweise entschieden hatte, was er tun wollte, spürte er einen Gast vor seiner eigenen Sphäre. Knurrend erkannte er, dass es sich bei besagtem Gast um Aranga handelte. Tjarves hatte diesem Raubtier nie über den Weg getraut, nicht zuletzt, weil er und sein Volk die Alver mehr als Beute denn als gleichberechtigte Lebewesen ansahen. Grimmig lächelnd dachte er an die vielen kleinen Kämpfe, die zwischen ihren Völkern immer mal wieder vorkamen, und daran, wie schwer es den Katzen häufig viel, gegen seine Alver zu bestehen. Nein, wahrlich, ein guter Freund würde Aranga für Tjarves niemals sein, doch respektierte er seine Kraft und seinen Kampfeswillen. Tjarves seufzte und öffnete dem Gott der Jagd die Tore zu seinem Heim. „Willkommen, Aranga. Ich kann nicht behaupten, dass dein Besuch mich sonderlich erfreut, doch du wirst mit Sicherheit einen Grund dafür haben, nicht wahr?“
Nach oben Nach unten
Lias
Herr der Diebe
Lias

Anzahl der Beiträge : 3262
Anmeldedatum : 07.11.11
Alter : 28
Ort : Heimat der Floofs

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptySo 13 Jan 2013, 15:16

"Ich würde sagen, der alte Sturkopf hat bekommen, was er verdient", merkte Lunatena spitz an. Sie hatte Belerus nicht gemocht. Der Zyklop wurde von der Göttin einer kritischen Prüfung unterzogen. Natürlich war er neu. Und der erste seiner Art, der Einzug in die eisigen Hallen fand. Natürlich hatten die Zyklopen vorher schon den Grenzbefestigungen ein paar Probleme bereitet, aber die Luminay hatten sie nie zur Rechenschaft ziehen können. Aber jetzt zierte einer der ihren, nur der erste von vielen, als Statue Lunatenas Halle.
"Der Zyklop ist nur wenige Stunden alt. Nun, das erklärt zumindest, warum er allein versucht hat in mein Land einzudringen." Belerus' Tod war allerdings sehr willkommen. Seit einiger Zeit befanden sich die Völker der Welt und ihre Götter in einer Art stillschweigendem Gleichgewicht der Macht. Niemand führte wirklich Krieg. Sicher, es gab ein paar kleine Scharmützel, aber die waren doch nicht mehr als kleine Appetithäppchen. Mit Belerus Tod hingegen kam das so prekäre Gleichgewicht der Macht ins Wanken. Die anderen Götter würden entweder die Zyklopen als Untertanen haben wollen, was ihre Macht stärken würde oder aber sie wollten die Zyklopen ausrotten, damit niemand einen solchen Schub an Macht bekam. Die nächste Zeit versprach interessant zu werden.
"Ich... danke für diese Information. Aber du bist wohl kaum aus reiner Freundlichkeit in meinen Palast gereist, Aphaias. Und es muss auch dir klar sein, dass Belerus' Tod das derzeitige Machtgefüge ins Wanken bringt."

_________________
Art is what you can get away with.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Shoggoth

Shoggoth

Anzahl der Beiträge : 326
Anmeldedatum : 29.12.12
Alter : 24
Ort : Norderstedt

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptySo 13 Jan 2013, 20:26

König Walgger drehte sich um, die Maus war nicht da. Sie war nie da. Das beunruhigte ihn. Sie musste sich gut verstecken können, immer wenn er sich umdrehte war sie nicht da. Dann richtete sich sein Blick wieder auf den Gijak vor sich.
Er war relativ klein, hatte Ähnlichkeiten mit einem Maulwurf, nicht zuletzt seine Sehschwäche. Außerdem schien er mehrere Persönlichkeiten zu haben, das drückte sich dadurch aus das er beim sprechen immer wieder die Stimmlage veränderte und er von sich immer als „wir“ sprach. Den König störte das nicht, so waren die Gijak nun einmal. „Ihr wollt mir also sagen dass die Zyklopen eine Frau der Pandora erschlagen haben.“ begann Walgger „Und einer von euch hat es gesehen?“ Nun kicherte er. Der Gijak guckte leicht verwirrt und sprach dann. „Nein, nicht gesehen mein Herr, gerochen und gefühlt haben wir.“ Walgger nickte „Gerochen also...könnt ihr denn eine Keule zuschlagen riechen?“ fragte er dann. Der Gijak hob seine Nase und schnüffelte. „Jetzt gerade riechen wir keine.“ „Sehr gut.“ lobte Walgger. „Dann vertraue ich euren Worten. Sagt mir noch, geschah dies vor oder hinter den Stadttoren?“ Der Gijak strich sich seine langen Barthaare glatt und schien einen Moment überlegen zu müssen. Dann sagte er „Wir sind der Meinung dass wir sie vor dem Tor gerochen haben. Aber auch Zyklopen hinter dem Tor haben wir gerochen und wir haben gefühlt wie die Füße gestampft haben.“
Nachdem der kleine Gijak den Thronsaal verlassen hatte ging Walgger zu einem kleinen Buch. Daneben stand ein Tintenglas auf dem eine Feder lag, er nahm sie und begann zu schreiben.

Mepha saß an seinem Brunnen. Das Wasser floss oben von einem kleinen Vorsprung in ein Becken. Daraus lief es dann solange nach unten bis es wieder oben war. Den meisten Leuten war es unangenehm den Brunnen länger zu beobachten. Auf einmal erschien ein Zettel vor ihm, darauf stand: .tdatS eid ni rhem nessal eis ,negalhcsre arodnaP red uarF enie nebah nepolkyZ eginiE
Wieso taten Belerus Diener so etwas? Er war kein grausamer Gott, nicht gerade ein gesellschaftlicher, freundlicher aber solche Dinge erwartet man von seinem Volk nicht.
Mepha öffnete eine Tür die ihn eigentlich direkt zur Sphäre Belerus bringen sollte. Aber das tat sie nicht. Die Sphäre erschien sehr langsam, vorher war es nur ein großes Nichts. Als sich der Tempel vollständig materialisiert hatte sah Mepha eine verwahrloste Stätte vor sich.
Er ging auf eine Säule zu die schon mit Rissen übersät war. Er streckte eine Hand aus, und stupste dagegen. Ein kleines Stück brach heraus. Dann schubste er mit einiger Kraft und die Säule fiel um und zerbrach. Mepha lachte schallend. Die nächsten Tage würden interessant für ihn werden.
Es würde wieder Streit geben, und er liebte es wenn die anderen sich streiten.
Schnell verließ Mepha Belerus Sphäre, dieses tote,kalte Gefühl drückte ihm auf sein Gemüt.
Jetzt hieß es sich zurücklehnen, der erste Spaß würde nicht mehr lange auf sich warten. Manchmal ist Vorfreude eben die schönste Freude.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Grim
The Reaper
Grim

Anzahl der Beiträge : 5191
Anmeldedatum : 06.11.11
Alter : 29

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptySo 13 Jan 2013, 21:38

Es gab Sterbliche, die waren der Meinung, es wäre ein angenehmes, ein leichtes, ein geruhsames Los das Dasein eines Gottes zu führen. Wie weit man nur an der Realität vorbei schießen konnte! Was konnte wohl weniger aufwendig, weniger hart sein als die Sorgen eines ganzen Volkes auf sich zu nehmen? Hunderte, tausende, abertausende Gebete anzuhören. Und stets den Überblick über jedes einzelne Kind des Volks zu bewahren. Es gab Götter, die sich aus den Geschicken ihrer Gläubigen heraus hielten, die nur mit ihren Hohepriestern und Königen kommunizierten, doch Davarei kannte keine solchen Unterschiede. Jeder einzelne der Dravarcila, vom höchsten Priester bis zum niedersten Stallknecht, vom jüngsten Schlüpfling bis zum ältesten Greis, war ihr Kind. Und eine gute Mutter lauschte all ihren Kindern gleichermaßen. Half ihnen wo sie konnte. Und behütete sie.
Davareis Sphäre war ein geradezu unscheinbarer, schlichter Ort. Ein Landhaus, geräumig aber doch einfach, mitten im Nirgendwo. Weiß getünchter Backstein, große Fensterdurchbrüche ohne Scheiben, ohne Läden, ohne Vorhängen. In ihrer eigenen Sphäre gab es niemanden, vor dem die Drachenmutter sich hätte verstecken müssen. Und sie schätzte den Blick hinaus aus denLandhaus. In die Weite. Ins Nichts. Sie hielt sich zumeist im höchsten Geschoss des Hauses auf, von wo der Blick am weitesten trug. Doch im Augenblick war ihr Blick nicht auf die eigene Sphäre gerichtet. Eine gute Göttin hatte auf die Welt der Sterblichen, die Welt ihrer Kinder zu achten. Davarei wusste, dass andere Götter einen Spiegel, eine Wasseroberfläche, einen Brunnen benutzten um hinab zu sehen. Sie hatte nichts dergleichen in ihrer Sphäre. Wozu auch? Dies war ihre Sphäre, ihr Stern! Hier war ihre Macht absolut. Hier konnte sie das Gefüge von Raum und Zeit einreissen. Wozu also einen Spiegel? Was sie sehen wollte konnte sie auch mitten im Raum entstehen lassen. Innerhalb von Herzschlägen konnte sie Meilen und aberhunderte von Meilen weit reisen. Da waren die Fischer vor der Küste von Tenakal, die sich durch raue See kämpften. Sie konnte nicht dem Meergebieten zu schweigen, doch zumindest den verzweifelt betenden Seemännern einen Funken Zuversicht einpflanzen. Da war die Srai-Brüterin im Herz von Zharakal, die feststellen musste, dass in einem ihrer Eier ein Herz aufgehört hatte zu schlagen. Davarei konnte dem ungeborenen Geschöpf sein Leben nicht zurück geben, doch zumindest den Kummer der Brutwächterin lindern. Es waren nur kleine Gesten, kleine Gaben, die die Drachenmutter ihren Kindern schenken konnte. Hier mochte ihre Macht keine Grenzen kennen, doch dort war die Welt der Sterblichen, wo auch sie nur ein Blatt im Sturm war. Aber was wäre sie für eine Göttin, was für eine Mutter, wenn sie nicht dennoch tun würde, was in ihrer Macht stand?

_________________
I know what i want,
I'll say what i want,
and noone can take it away!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast
Gast



[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptySo 13 Jan 2013, 22:50

"Nichts geschieht je ohne Grund, Tjarves. Und auch wenn ich es nicht gerne tue, komme ich doch mit einer Frage und einer Bitte zu dir." Aranga legte seine Luchsohren an und verzog das Gesicht. "Etwas muss mit Belerus geschehen sein, dem Gott der Augen. Seine Sphäre ist verlassen und löst sich auf, sein Volk verhält sich äußerst seltsam. Weisst du was es damit auf sich hat? Was ist mit Belerus geschehen?" Er hielt inne und sah sich kurz um. Er befand sich auf dem Gipfel eines Berges, vermutlich sollte die Umgebung das Labambagebirge darstellen. Er wandelte seine Fellfarbe - und beschaffenheit, sein Fell wurde grauer und färbte sich am Bauch weiß. So sahen die wenigen Luchse aus, die kleine Dorfgemeinden in den Bergen führten. "Um auf meine Bitte zurückzukommen... Ich plane eine kleine Expedition zu den Zyklopen. Ich will wissen, was mit ihnen los ist, einer von ihnen ist durch das Gebirge in mein Reich gelangt und hat einige Leoniden auf dem Gewissen gehabt. Vermutlich auch einige Alver." Er betonte den letzten Satz besonders, wollte er doch Tjarves auf seine Seite bringen, jedenfalls solange er ihn brauchte. "Und wenn die Zyklopen sogar eine Gefahr für mein Volk darstellen sollten, solltest du dir als direkter Nachbar auch Gedanken machen über sie. Solange diese Angelegenheit nicht geklärt ist, schlage ich deshalb etwas vor, das ich selbst nicht von mir erwartet hätte: Legen wir unsere Konflikte zur Seite, bis die Belerus-Frage gelöst ist. Wir mögen unsere Konflikte haben, aber marodierende Riesen sind ein Problem, das keiner von uns gutheißen kann. Falls du jedoch nicht an diesem Vorschlag interessiert sein solltest, bitte ich dich dennoch, meine Expedition unbehelligt passieren zu lassen. Mir ist diese Angelegenheit wichtiger als unsere Grenzstreitigkeiten." Mit einem entwaffnenden Lächeln, was durch die gebleckten Zähne nicht wirklich vertrauenserweckend schien, streckte Aranga dem Gott der Alver kameradschaftlich seine Pfote entgegen.
Nach oben Nach unten
Vicati
ist magiesüchtig
Vicati

Anzahl der Beiträge : 2873
Anmeldedatum : 06.11.11
Alter : 23

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptySo 13 Jan 2013, 23:53

Aphaias musterte Lunatena gründlich, bevor er antwortete. Wiedereinmal war er froh, dass er sich für eine Gestalt entschieden hatte, in der man sein Grinsen nicht sehen konnte, das wäre geradezu verräterisch, so oft wie er das Bedürfnis hatte, seine Mundwinkel verschmitzt zu verziehen. Aber es war auch berechtigt. Die Todesgöttin hatte wahrscheinlich genau das vor, was er sich erhofft hatte. Sie würde den Kontinent von Norden her mit Krieg überziehen, wahrscheinlich würde sie sich mit ihren Dienern in Verbindung setzen, sobald er weg war.
"Aber liebste Lunatena! Halten wir nicht alle unsere Freunde am nächsten, ob wir nun sterblich oder göttlich sind? Wieso sollte ich dir dieses Wissen vorenthalten? Ich bin mir sicher, du wirst nichts Unüberlegtes tun, schliesslich bist du für deinen scharfen Verstand bekannt", begann er schliesslich überschwänglich. "Und das Machtgefüge wird so oder so ins Wanken geraten. Es wird auseinander brechen, um genau zu sein. Wahrscheinlich wird es nicht mehr lange dauern, bis ein anderer Gott Belerus' Dahinscheiden bemerkt und sie werden versuchen, die Zyklopen auf ihre Seite zu ziehen. Ich besitze weder die Schlagkraft noch den Einfluss, um irgendjemandem die Stirn zu bieten, mein Volk ist dazu viel zu unschuldig und besitzt keine Kampfkraft. Nein, die Pandora sind Ärzte mit grossen Herzen, genau wie ich sie mir wünsche. Aber ich möchte nicht, dass jemand Unpassendes seine Hände um das Kaltfelsgebirge schliesst. Die Zyklopen werden einen neuen Gott brauchen und ich bin mir sicher, dass du, Lunatena, die passende dafür bist."

Syvvi betrachtete das Spektakel in der Arena mit Interesse, verbarg es aber hinter einer Maske aus Verschrecktheit. Es störte ihn nicht, dass die Leoniden solche Spiele mochten, er fand es nur schade, dass sie die Gefangenen nicht einem nützlichen Zweck zuführten.Zyklopen waren schwer in die Finger zu bekommen, Syvvi kannte sie nur aus Lehrbüchern und sie waren eines der unerforschtesten Völker Sihlgrads. Er plante, das zu ändern.
Nachdem der Löwenmensch seinen Gegner schliesslich erschlagen hatte und der Hohepriester eine kleine Rede gehalten hatte, war der Pandora einer der ersten, der nach aussen drängte. Es hatte seine Vorteile, klein zu sein. Er wollte den Hohepriester abfangen, denn er hoffte, die Erlaubnis zu bekommen, den Körper zu erhalten. Doch der Leonide hatte sich schon zurückgezogen und so wandte er sich an einen der wichtig aussehenden Luchsmenschen.
"Mein Herr, entschuldigen Sie die Frage, aber können Sie mir sagen, was nun mit Körper des Zyklopen geschieht?"
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast
Gast



[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptyMo 14 Jan 2013, 00:13

Tjarves starrte nachdenklich auf die ihm dargebotene Pfote. Sicher, er wusste, dass man Aranga nicht trauen konnte und auch, dass dieser ihm nicht freundschaftlich gesonnen war, beruhte dies doch auf Gegenseitigkeit. Doch gerade das war es, was ihn zögern ließ. Normalerweise hätte Tjarves niemals mit dem Gott der Jagd zusammengearbeitet und er wusste, dass Aranga ähnlich dachte, doch dies waren in der Tat merkwürdige Zeiten und die Wahrheit hinter Arangas Worten konnte man nicht leugnen.
„Ich wollte mich selber gerade auf den Weg zu Belerus machen, doch wie ich sehe, hast du das schon erledigt und meine Befürchtungen scheinen bestätigt zu werden. Du hast recht, ein Volk randalierender Riesen können wir hier im Labambagebirge wirklich nicht gebrauchen.“. Tjarves hob seinen Blick und richtete seine stahlgrauen Augen auf die Arangas. Sie loderten voller Entschlossenheit und Kampfeswille, als er die Pfote des grauen Luchses mit festem Druck ergriff. „Ich traue dir nicht weiter, als ich spucken kann, doch gebe ich dir mein Wort, weder deine Expedition noch die anderen, an den Grenzen meines Reiches stationierten Leoniden zu behelligen. Legen wir unsere Konflikte fürs erste beiseite.“ Bevor der Gott der Jagd jedoch seine Pfote wieder zurücknehmen konnte, verstärkte Tjarves seinen Griff und zog ihn ein wenig näher zu sich heran. „Doch sei gewarnt, Aranga. Solltest du es wagen, unseren Waffenstillstand vor der Zeit zu brechen, wirst du den Zorn kennenlernen, mit dem das Feuer in den Herzen der Alver brennen kann. Und glaub mir, das wollen deine Kätzchen mit Sicherheit nicht.“ Mit diesen Worten ließ er Arangas Pfote los und trat zurück, immer noch ein bedrohliches Funkeln in den Augen.
Nach oben Nach unten
Mali
Freundliche Forenelfe
Mali

Anzahl der Beiträge : 2329
Anmeldedatum : 07.11.11
Alter : 40
Ort : Wedel

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptyMo 14 Jan 2013, 00:26

Die Weiten des Wanderes ,das Land in dem das Volk von Emrys dem Feuerbringer lebte, war wunderschön anzusehen. Die Bäume bewegten sich träge im Wind hin und her und die Eliondharkinder spielten in den Wipfeln fangen. In der Mitte des Landes erhob sich Pilgrims Hort, ein Gebirge das recht groß ist und schön anzusehen ist. In der Nähe haben die Menschen ihre Städte errichtet und Minen in die Berge gegraben. Auch erhoben sich einige Steinbrüche am Rand des Gebirges. Hochwertiges Granit und edles Marmorgestein wird dort abgebaut und in die Städte geliefert. Der Abbau ist so gut, das sie auch an andere Völker verkauft werden. Ebenso wie ihre Metallarbeiten und die Felle und andere sachen die sie herstellten. Der Handel florierte recht gut. Besonders in der Hauptstadt Graustein, da der Fluss, der vom Meer ins Land reicht, genau dort einen See gebildet hat. Die Yathenier haben dort einen Handelshafen errichtet. Belian, ein junger Krieger und Jonas, sein zwillingsbruder, der aber ein Priester geworden war, unterhielten sich in einer Taverne nahe des Marktes am Hafen. Auf dem Tisch vor ihnen standen zwei Krüge mit Honigwein und etwas weiter entfernt saßen ihre Eliondhar. Killi und Filli, ebenfalls zwillinge. Fillis Flügel hatten die Farbe von Feuer und Killis farben waren von einer art Grau und schimmerten aber eher Silbern. So wie das Eisen der Schwerter und Rüstungen, wenn die Sonne drauf strahlte. "Ich habe gehört, das die Zyklopen ihr Reich abgeriegelt haben," kam es gerade von Belian. "Mann hört nicht viel aus der Richtung. Aber zum Glück ist noch keiner zu uns gekommen. Die müssen ja erstmal durch Silentia und ein paar andere Reiche hindurch,"erwiederte Jonas. Und so ging das Gespräch eine Weile weiter.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast
Gast



[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptyMo 14 Jan 2013, 18:34

Irritiert sah sich mit der Luchs gerunzelter Stirn um, konnte aber niemanden sehen, der ihn angesprochen hatte. Da bemerkte er die Pandora, die direkt vor ihm stand. "Verzeiht mir, ich hatte euch übersehen. Der Körper des Zyklopen... Nun, er wird vermutlich verbrannt werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand diesen Koloss begraben wollte. Geschweige denn essen." Einen Moment schien der Luchs zu überlegen, wie wohl ein gebratener Zyklop schmecken würde, besinnte sich jedoch wieder auf sein Gegenüber. Oder Gegenunter, was es eher beschreiben würde. "Sie werden den Kadaver erst auf einen Wagen laden und dann aus der Stadt karren. Wenn ihr euch beeilt, dann dürftet ihr sie am großen Ausgang erwischen, dort hinten die Treppe hinunter und dann aus der Arena hinaus, anschließend ist der Hauptausgang es nur noch einen Katzensprung entfernt." Er warf einen Blick in die Mitte der Arena, wo bereits Aufräumarbeiten erledigt wurden. Die Leiche wurde von mehreren Löwen wegeschleift, der verschmutzte Kies wurde zum Teil entfernt und durch neuen ersetzt. Die Leoniden waren vielleicht ein blutiges Volk, aber auch sehr reinlich. "Auch wenn es mich interessiert, was ihr mit einem toten Zyklopen anstellen wollt, so will ich euch doch nicht aufhalten. Doch vielleicht liegt es in eurem Interesse, dass die Versammlung eine Expedition ins Land der Zyklopen angeordnet hat. Vielleicht wollt ihr euch dieser Expedition anschließen, wenn es einen Ort gibt, wo man etwas über dieses Volk lernen kann, dann dort."

Die Lefzen zu einem raubtierhaften Grinsen nach oben gezogen freute sich Aranga darüber, wie schnell er Tjarves überzeugt hatte. Er war sich bewusst, dass dieser grimmige Schmied in ihm einen Dorn im Auge sah und vielleicht nicht als ernste Bedrohung wahrnahm. Doch er schien ihn gut genug zu kennen, um einen sofortigen Gegenschlag anzudrohen, falls er selbst den Waffenstillstand brechen sollte. Kennen deinen Gegner. Aber Aranga war nicht so dumm, in die unterirdischen Höhlen der Alver einzudringen, während Unklarheit über den Verbleib der Zyklopen bestand. Sollten sie sich den Alvern anschließen, würde das zum Nachteil der Leoniden viel Ärger darstellen. Sollten sie keine Gefahr darstellen, konnte er seine Aufmerksamkeit wieder Tjarves und seinen Höhlenzwergen widmen. "Weder ich noch meine "Kätzchen" werden auch nur eine Kralle gegen dich und dein Volk erheben, solange unsere Absprache gilt." Mit diesen Worten verschwand die Gestalt des grauen Luchses aus der Sphäre des grimmigen Schmieds.
Er materialisierte sich wieder in seiner eigenen Sphäre, die Sonne schien ihm auf den nunmehr wieder hellbraunen Pelz und er fühlte sich sogleich viel wohler. Umgehend ging er auf seinen Teich zu und setzte sich an dessen Ufer. Er nahm Kontakt auf zum Hohepriester, um die Bedingungen des Waffenstillstands an ihn weiterzugeben. Kein Leonid würde sich einem Alv gegenüber feindselig verhalten, bis andere Anordnungen von oben kämen.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptyMo 14 Jan 2013, 21:31

Nachdem der graue Luchs seine Sphäre verlassen hatte, drehte Tjarves sich um und ging zurück zu der Flamme, durch die er vor wenigen Minuten noch das Gespräch zwischen seinem Lehrling und dem Alv namens Reskrik beobachtet hatte. Er fuhr mit der Hand durch das Feuer und konzentrierte sich auf die Lodernde Halle. Nur Augenblicke später nahm ein Abbild dieses Ortes in den flackernden Flammen Gestalt an. Der Schürfer, der die Geschehnisse am Kaltfelspass beobachtet hatte, war verschwunden. Dafür saß Mým in Gedanken versunken auf seinem Thron. Kurz noch überließ Tjarves seinen auserwählten Alv seinen Gedankengängen, dann nahm er Kontakt zu ihm auf.

Mým schreckte hoch, als er die Stimme seines Vaters hörte. Gerade noch hatte er über den Zwischenfall mit den Zyklopen nachgedacht und sich gefragt, wie man mit der Situation am besten verfahren sollte, und jetzt schien es Neuigkeiten aus der Welt der Götter zu geben.
„Mým.“, hallte die Stimme des Schmiedes in seinem Kopf wider. „Der Gott der Zyklopen, Belerus, ist verschwunden. Was genau mit ihm passiert ist wissen wir nicht, aber es wird der Grund sein, warum die Zyklopen die Zugänge zu ihrem Land verschlossen und unschuldige Reisende angegriffen haben.“
Dem Obersten der Alver entfuhr ein Keuchen. „Ein Gott, einfach so verschwunden?!“, fragte er ungläubig. Niemals hätte er geglaubt, dass die Götter einfach so verschwinden konnten. Unwillkürlich kam in ihm Besorgnis auf. Würde Tjarves sie auch eines Tages verlassen? Nein, das würde er mit Sicherheit nicht. Er war ihr Vater, ihr Schöpfer, ihr Wächter. Niemals würde er seine Söhne und Töchter im Stich lassen, egal wie groß die Not auch sein mochte.
Eine wohlige Wärme breitete sich in Mým aus, kaum hatte er diese Worte gedacht. Tjarves schien sehr zufrieden mit seinem Vertrauen in ihn zu sein. „Keine Sorge, mein Kind. Ich werde euch nicht im Stich lassen, doch in der Tat kann es passieren, dass ein Gott die Welt der Lebenden verlässt. Dies kann die unterschiedlichsten Gründe haben, doch wir wissen nicht, aus welchem Belerus verschwunden ist. Vielleicht hat seine Sphäre einfach aufgehört zu existieren. Oder er hat von sich aus beschlossen, seine Existenz zu beenden. Doch das Wie und Warum ist nun nicht von Bedeutung. Die Bedrohung, die die führerlosen Zyklopen nun für alle Völker, nicht nur für die Alver, darstellen, ist weitaus wichtiger. Deswegen sind Aranga und ich zu einer vorübergehenden Übereinkunft gekommen. Solange die Angelegenheit mit Belerus' Zyklopen nicht geregelt ist, werden die Alver und Leoniden nicht mehr gegeneinander kämpfen. Kein Alv soll für die Dauer dieser Situation die Waffen gegen einen Leoniden erheben, egal aus welchen Gründen.“
Mým traute seinen Ohren nicht. Frieden zwischen Leoniden und Alver, so kurzzeitig er auch sein mochte? Waren die Götter wirklich in der Lage, so etwas zu veranlassen? Nun gut, er und die restlichen Alver würden den Befehl ihres Vaters ohne zu hinterfragen ausführen, und wenn man davon ausging, dass die Leoniden Aranga ebenso treu ergeben waren, war ein Waffenstillstand schon denkbar. Doch Mým war klar, dass ein solches Abkommen wohl nur von einigen wenigen seines Volkes gutgeheißen werden würde, die Abneigung gegen die Raubkatzen war einfach zu tief in den Herzen der Alver verwurzelt.
„Ich habe verstanden und werde deine Worte an deine Kinder weitergeben, mein Vater. Kein Alv wird in der nächsten Zeit seine Waffen gegen einen Leoniden richten.“
Nach oben Nach unten
Lias
Herr der Diebe
Lias

Anzahl der Beiträge : 3262
Anmeldedatum : 07.11.11
Alter : 28
Ort : Heimat der Floofs

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptyMo 14 Jan 2013, 23:30

"Diese Primitivlinge? Nein", lehnte Lunatena rundheraus ab. Sie hatte Belerus nicht nur wegen seiner Einstellung verachtet, sondern auch wegen seines Volkes. Die Zyklopen waren tumbe, stumpfe Geschöpfe, zu dumm um es zu jener Eleganz und Grazie zu bringen, die die Luminay auszeichnete. Bestenfalls würde sie die Zyklopen auslöschen und so an Macht gewinnen, ohne sich um die Wünsche eines weiteren Volkes kümmern zu müssen. Natürlich hatte Aphaias ganz recht damit, dass sie sich am besten dazu eignete, diese kleine Situation zu etwas Brauchbarem zu machen. Er selbst war, wie er richtig erkannt hatte, unwürdig. Lunatena stützte den Kopf eine Handfläche. Tjarves und Arange verstanden sich doch sowieso nicht so gut. Da würde einer kleiner Stups reichen, um die Front aufbrechen zu lassen. Und vielleicht bekam sie demnächst Gelegenheit für einen solchen. Und dabei würden Dravarcilas nördlichste Kolonien vielleicht zwischen die Fronten geraten. Die waren ihr ohnehin seit einiger Zeit ein Dorn im Auge.
"Ich werde darüber nachdenken, Aphaias. Und danke dir für diese Information und die freundlichen Worte."

Viele der Luminay zogen als Söldner durch die Lande. Meistens stellten sie Trupps von etwa dreißig ihres Volkes zusammen, die sich durch ein gewisses Maß an Effizienz und tödlicher Gnadenlosigkeit auszeichneten. Ein ebensolcher Trupp befand sich derzeit in der Arena, wo soeben der Zyklop hingerichtet worden war. Als Söldner mochte sie einen guten Kampf und mussten zugeben, dass der Zyklop ehrenhaft gestorben war. Der Anführer dieser Truppe hieß Volechek. Und wie alle Söldnertruppen führte auch diese eine Priesterin mit.
"Volechek. Wir sollen uns der Expedition anschließen und sie wohlbehalten bis zu ihrem Ziel begleiten."
Der Mann sah reichlich verwirrt aus, stellte aber keine unnötigen Fragen. Stattdessen verließ er den Kampfplatz, um den Anführer der Expedition zu suchen. Jui, die Priesterin strich ihr silbernes Haar zurück, um zuzugucken, wie der Zyklop aus der Arena geschleift wurde. Volechek war eine beeindruckende Gestalt, mit seinen fast zwei Metern und den Muskeln. Der Bart tat ein übriges. Er würde die Expedition schon überzeugen, dass sie jegliche Hilfe würden brauchen können, sollten die Zyklopen sich gegen sie wenden. Außerdem wollten sie sowieso zurück in ihre Heimatstadt, Buskow, im Westen der Einöden.

_________________
Art is what you can get away with.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Vicati
ist magiesüchtig
Vicati

Anzahl der Beiträge : 2873
Anmeldedatum : 06.11.11
Alter : 23

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptyMo 14 Jan 2013, 23:50

Aphaias zog sich langsam zurück, seine Gestalt verblasste, während er noch seine letzten Worte an Lunatena richtete.
"Ich bin mir sicher, dass du das Richtige tun wirst, Lunatena, Göttin des Todes, Eiskönigin, Herrin unter dem Meer. Das hast du bisher immer getan. Falls du meine Hilfe oder meinen Rat brauchst, du weisst, dass du in meinem Heim immer willkommen bist, genau wie du mich hier so gastlich empfangen hast. Ich freue mich auf ein Widersehen mit dir."
Danach hatte er sich vollkommen aufgelöst und war wieder in seiner eigenen Sphäre erschienen. Das lief alles so weit nach Plan. Es würde wahrscheinlich nicht lange dauern, bis die Luminay nach Süden ziehen würden, wahrscheinlich, um die Zyklopen auszulöschen. Dabei würden sie durch das Gebiet der Dravarcila ziehen müssen und die Drachenkinder würden darüber nicht besonders erfreut sein. Wenn die Zeit gekommen war, würde er wohl Davarei aufsuchen, um ihr eine kleine Warnung zukommen zulassen. Schliesslich sollten ihre Kinder nicht unvorbereitet sein...
Auf eine Bewegung seines Ärmels hin erschienen Dutzende Bilder auf der Wasseroberfläche. Aphaias betrachtete sie alle aufmerksam. Seine Diener waren überall, genau wie er es wollte, immer bereit, Informationen herauszugeben, jemanden zu retten oder zu vernichten, wie er es gerade wünschte. Sein Blick blieb vor allem auf dem Abbild Syvvis hängen, einem Pandora im Land der Leoniden. Gerade sprach er mit einem Luchsmenschen sprach. Aphaias hörte hin und liess die Worte, die sein Diener hörte und sprach in seiner Sphäre erklingen...

"...was ihr mit einem toten Zyklopen anstellen wollt, so will ich euch doch nicht aufhalten. Doch vielleicht liegt es in eurem Interesse, dass die Versammlung eine Expedition ins Land der Zyklopen angeordnet hat. Vielleicht wollt ihr euch dieser Expedition anschließen, wenn es einen Ort gibt, wo man etwas über dieses Volk lernen kann, dann dort."
Syvvi nickte und lächelte dem Leoniden dankbar zu.
"Vielen Dank für den Rat, ich werde sehen, ob es sich einrichten lässt", antwortete er und machte sich dann schnell auf den Weg, um den Wagen abzufangen. Er erwischte ihn, als er gerade die Arena verliess. Er näherte sich den Löwenmenschen und versuchte auf sich aufmerksam zu machen.
"Entschuldigung... Entschuldigung... Darf ich fragen, was mit dem Leichnam geschehen soll?"
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Mali
Freundliche Forenelfe
Mali

Anzahl der Beiträge : 2329
Anmeldedatum : 07.11.11
Alter : 40
Ort : Wedel

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptyDo 17 Jan 2013, 21:40

Eliondhar mochten die Unterirdischen Minengänge nicht, die Pilgrims Hort durchzogen, und blieben ausserhalb . In der Nähe des Mineneingangs hatten die Menschen einen kleinen Park eingerichtet, mit Blumen und Bäumen und Wasserbecken, lauter schönem Zeug, damit die Eliondhar einen Platz hatten, an dem sie bleiben konnten, solange die Menschen, mit denen sie ihre Leben teilten in den Minen waren. Auch der Priester des Bergtempels ließ seinen Eliondhar vor dem Eingang zum Park ziehen, und begab sich dann unter die Erde.

Andris, der Botschafter von Grünstein, war mit seinem Eliondhar in den Unterirdischen Kavernen der Alver unterwegs. Er wusste nicht, ob sein Volk und die Alver wirklich befreundet waren, aber er wusste, das der Wanderer mit dem Herrn der Alver befreundet war. Und so hatten die Hohepriester ihn losgeschickt um mit den Alver zu reden und Diplomatische Beziehungen anzuregen, vielleicht sogar ein Handel. Später mussten sie nur schauen das sie die Handelswaren bei den Dravarcila und den anderen Völkern vorbei bringen konnten. Lorani, die Andris begleitet hatte, schaute sich etwas ängstlich um. Schnell versteckte sie sich in der Tasche ihres Menschlichen Freundes. Ihre Flügel waren von einem sehr hellen Rotton, was bedeutete, das sie Diplomatin der Eliondhar war. So in Etwa.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Grim
The Reaper
Grim

Anzahl der Beiträge : 5191
Anmeldedatum : 06.11.11
Alter : 29

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptyDo 17 Jan 2013, 22:37

Die Luft an der Oberfläche war klar und kalt. Klar und kalt und salzig. Aber das war sie immer. Tenakal lag an der Küste und das Land war so rau wie die See selbst. Der Himmel war noch rauer, denn am Boden hielten die Kiefern wenigstens den Wind zurück. Aber hier oben pfiff er mit Macht, eisig und beissend, brachte Kälte aus der verdammten Einöde im Norden.
Falls Valtrac darauf gehofft hatte, dass Kälte und Frische die Sinne seines Kapitäns wieder klären würden, dann hatte er sich verdammt nochmal geschnitten! Szorar fühlte sich noch übler als in der Taverne. Alles was er tun konnte war, das flaue Gefühl in seinem Magen, das immer wieder nach oben drängte, mit Gewalt zurück zu kämpfen und sich verkrampft wie ein Rekrut auf seinem ersten Flug im Sattel seines Draks zu halten. Was hatte Valtrac sich nur dabei gedacht, als er ihn am Horn aus der Taverne geschleift, in ein Wasserfass getunkt und dann mit Gewalt in den Sattel bugsiert hatte? Szorar konnte sich kaum auf den eigenen Füßen halten, aber wenn er von den Füßen fiel schürfte er sich schlimmstenfalls die Knie auf. Wenn er aus dem Sattel fiel, dann fiel er fünfhundert, sechshundert, siebenhundert Fuß. Dann konnte Valtrac froh sein, wenn er danach noch irgendetwas fand, was er der Göttin überantworten konnte. Szorar blickte am langen, schuppigen Hals seines Draks vorbei in die Tiefe. Fichten, Kiefern, dazwischen die uralten Eichen - von hier oben waren sie kaum auseinander zu halten. Schroffer, nackter Fels dazwischen, alt und hart. Es wäre nicht schwer, sich aus dem Sattel gleiten zu lassen. Ein kurzer Ruck, ein paar Herzschläge freier Fall und dann hätte sein Schmerz ein Ende. Der Schmerz in seinem Kopf, den der Fusel verursacht hatte, aber vor allem der andere, der tiefer saß. Der Schmerz, Ivarei verloren zu haben. Welchen Sinn hatte sein Leben ohne sie schon noch? Ein schneller, harter Tod, war das diesem langsamen Dahinsiechen nicht vorzuziehen? Es wäre nicht einmal ein schlechter Tod. Auf Patroullie verunglückt, das galt als 'gefallen'. Ein Krieger-Tod. Nichts, weshalb seine Brutbrüder und -schwestern sich hätten schämen müssen. Die Tiefe rief nach ihm. Ihr Ruf war verlockend, zu verlockend beinahe. Und Szorar war Gartc, er fürchtete sich nicht vor dem Tod. Er hätte ihn in diesem Moment mit einem Lächeln willkommen geheißen. Aber dennoch: etwas hielt ihn zurück. War es sein Pflichtgefühl, gegenüber der Gartc, gegenüber dem Schwarm? Oder war es mehr die Furcht vor denen, die wissen würden, dass es kein Unglück war, das ihn aus dem Sattel geholt hatte? Was sollte Valtrac von ihm denken? Was sollte Ivarei von ihm denken?

_________________
I know what i want,
I'll say what i want,
and noone can take it away!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast
Gast



[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptyFr 18 Jan 2013, 23:47

„Keine Müdigkeit vorschützen, Kameraden!“, rief Lartes laut über die Schulter. Der Kommandant der Wache und die fünf Alver, die ihn begleiteten, befanden sich auf Patrouille. Ihr zu kontrollierendes Gebiet lag weitab von den Städten Vorensias, sehr nah an den Grenzen des Reiches. Es war ein gefährlicher Job, hier zu patrouillieren. Jederzeit konnte man auf einen Trupp Leoniden oder Dravarcila stoßen, die im Gebiet der Alver nach Reichtümern schürften und einem Kampf nicht abgeneigt waren.
Als Lartes den Kopf wieder nach vorne wandte, musste er unwillkürlich lächeln. Er liebte die Kämpfe mit Arangas Raubkatzen und den Drachenkindern und hatte schon viele Scharmützel mit ihnen überlebt. Aus diesem Grund bekleidete er das Amt des Kommandanten der Wache. Ein Alv, der durch und durch für den Kampf lebte, war wie geschaffen für diese Aufgabe. Doch nun gab es dieses Problem. Der Sohn des Schmiedes hatte veranlasst, dass es bis auf weiteres Frieden mit den Leoniden geben sollte. Frieden! Dass er nicht lachte! Die Katzen hatten unzählige seiner Freunde und Bekannte abgeschlachtet, nicht selten vor seinen Augen, und jetzt erwartete man von ihnen, dass sie sich mit ihnen vertragen würden? Gut, Lartes würde sich nie gegen einen direkten Befehl Tjarves' stellen, aber dennoch war er alles andere als glücklich mit der momentanen Situation. Das einzige, was ihn bei Laune hielt, war der Gedanke an die Zyklopen. Mit einem solchen hatte er sich noch nie zuvor gemessen und er fieberte einem Kampf mit einem dieser Riesen geradezu entgegen. Insgeheim hoffte er seit Tagen, auf irgendeiner seiner Patrouillen einen durch die Höhlen streunenden Zyklopen zu finden. Doch bisher war da nichts gewesen. Keine Leoniden, keine Dravarcila und erst recht keine einäugigen Riesen.
Plötzlich war da ein Geräusch vor ihnen, welches Lartes sogleich aus seinen Gedanken riss. Er hob die Hand, um seinen Trupp zum Anhalten zu bewegen und horchte auf die Laute. Es schienen Schritte zu sein, doch erkannte er sie nicht. Es war weder der schwere Trab der Echsen mit den charakteristischen klackenden Lauten, die durch ihre Krallen verursacht wurden, noch das leichte, eilige und kaum zu vernehmende Geräusch, dass die Pfoten eines Leoniden machten. Diese hier waren zwar auch leise, aber doch vernehmbar, als würde ihr Verursacher besohltes Schuhwerk tragen. Lartes war verwirrt. Es schien nur eine Person zu sein, doch für einen Alv, der normalerweise in harten Leder-, wenn nicht gar Ketten- oder Panzerstiefeln unterwegs war, war der Schritt zu leicht.
So ungewöhnlich die Schritte auch waren, Lartes ließ seine Männer sich trotzdem vorsichtshalber kampfbereit an der Wand postieren, kurz hinter der Kurve, die der Tunnel vor ihnen beschrieb und hinter der die Schritte erklangen. Er selber stellte sich mitten in den Gang, so dass die Person ihn auf den ersten Blick sehen würde. Jetzt waren die Schritte nur noch wenige Meter entfernt. Lartes verkeilte die Hacken seiner Kettenstiefel in dem felsigen Untergrund, so dass er einen sicheren Stand hatte, falls ihn die unbekannte Gestalt angreifen würde. Außerdem legte er eine Hand auf den Griff seiner Axt, die er stets am Gürtel trug, bereit, sie beim kleinsten Anzeichen für Gefahr zu ziehen. Da bog die Gestalt auch schon um die Ecke.
„Halt, im Namen Tjarves'!“, rief Lartes und streckte der Person vor sich die freie Hand mit der Fläche nach außen hin, ein untrügliches Zeichen, dass es hier nicht weiterging. Der Kommandant der Wache wollte gerade zu weiteren Aufforderungen ansetzen, als die Gestalt vor ihm ins Licht der Fackeln trat und es ihm die Sprache verschlag. Vor ihm stand ein Mensch, gut zwei Köpfe größer als er, mit einem kleinem, geflügeltem Etwas in der Tasche.
Nach oben Nach unten
Mali
Freundliche Forenelfe
Mali

Anzahl der Beiträge : 2329
Anmeldedatum : 07.11.11
Alter : 40
Ort : Wedel

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptySa 19 Jan 2013, 00:34

Andris blickte verblüfft drein, als er die sechs Gestalten vor sich erblickte. Anscheinend waren die sechs ebenso erstaunt ihn zu sehen.
"Ich grüsse euch. Mein name ist Andris. Und dies ist Lorani. Ich bin ein Yathenier und sie ist eine Eliondhar. " Er versuchte, freundlich zu lächeln.
Andris war in etwa 1,70 meter groß, Braunhaarig und seine Kleidung bestand aus einer Lederhose, knöchelhohen Stiefeln und einem Leinenhemd.
Interessiert betrachtete er die Wesen vor sich. "Ich bin Botschafter meines Volkes, im Auftrag von Emrys, dem Wanderer und suche die Alver."
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gast
Gast



[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptySa 19 Jan 2013, 01:03

Die Wachen starrten den Yathenier, den sie vor sich hatten, verdutzt an. Ein Botschafter, der im Auftrag des Wanderers unterwegs war, um die Alver zu suchen? Was konnte das Volk der Yathenier von den Schmieden Tjarves' wollen?
„Ähm ..“, sagte Lartes, dem es schwer viel seine Sprache wiederzufinden. „Nun, wie schon gesagt. Bleib dort stehen, wo wir dich sehen können. Andris ist dein Name gewesen? Ich bin Lartes, Kommandant der Wache von Vorensia und mir obliegt die Sicherheit unseres Reiches. Kannst du dich in irgendeiner Form als der, der du zu sein vor gibst, ausweisen? Es sind unsichere Zeiten und wir können nicht jeden dahergelaufenen Menschen in unsere Hallen lassen.“ Die Alver hatten während des Gespräches zwischen ihrem Kommandanten und dem Yathenier einen Halbkreis um den Neuankömmling und seine kleine Begleiterin gemacht, die sie ängstlich beobachtete. Die Waffen halb aus ihren Gürteln gezogen, machten sie kein besonders einladendes Bild auf die Besucher. „Außerdem“, fuhr Lartes fort, „würden wir gerne dein Anliegen erfahren. Warum sucht ein Yathenier die Alver auf?“
Nach oben Nach unten
Shoggoth

Shoggoth

Anzahl der Beiträge : 326
Anmeldedatum : 29.12.12
Alter : 24
Ort : Norderstedt

[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy EmptySa 19 Jan 2013, 01:17

Mepha saß in seiner Sphäre, den Kopf auf die Hände gestützt und dachte nach. Nun war ihm nach etwas zu trinken zu Mute. Er stand auf, nahm sich einen Stuhl, stellte ihn auf die Wand und setzte sich darauf. Nun griff er mit seinem Schwanz an die Decke und schnappte sich eine Karaffe Wein. Anscheinend hatte die vertikale Lage keinen Einfluss auf den Inhalt. Er griff in ein Bild und nahm sich das Glas einer hübschen jungen Dame die im Sommerkleid auf einer Wiese saß. Er schenkte sich aus der Karaffe ein. Als der Wein den Boden des Glases berührte wurde er klar und durchsichtig. Mepha schaute auf die Karaffe, Rotwein. Sein Blick schweifte zurück zum Glas, Wasser. Er nahm einen Schluck. Ja, es war definitiv Wasser. Er trank aus und schenkte sich ein weiteres Glas ein. Auch hier dasselbe Spiel, aber Mepha interessierte schon nicht mehr dafür.
Etwas anderes hielt ihn beschäftigt. Die Zyklopen, das Volk Belerus. Was würden aus ihnen werden? Mepha wollte diese Frage nicht für sich alleine beantworten, aber wohin sollte er gehen? Bevor er sich überhaupt entschlossen hatte erschien Chaos Sphäre vor ihm. Nun wo er schon einmal hier war konnte er ihm auch genauso gut mitteilen. Nur was war das noch gleich? Irgendetwas wichtiges. Dann fiel es ihm wieder ein. Mepha begann zu rufen „Chaos, die Blumen schmecken heute besonders gut.“ Genau deswegen war er auch hierhergekommen, zufrieden grinste Mepha, er wusste das er nicht vergisst. „Achja,“ begann er gelangweilt „Belerus ist tot. Und es soll sehr hübsche Halsketten aus Muscheln geben.“
Er rollte seinen Schwanz wie eine Sprungfeder zusammen, ließ sich darauf nieder und wartete auf die Antwort.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gesponserte Inhalte




[MSG] Watcher's Legacy Empty
BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy Empty

Nach oben Nach unten
 
[MSG] Watcher's Legacy
Nach oben 
Seite 1 von 4Gehe zu Seite : 1, 2, 3, 4  Weiter

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Unbesiegbar :: Archiv :: Geschichten und MSG's :: Archivierte MSGs :: Fantasy :: Watcher's Legacy-
Gehe zu: