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 [MSG] Watcher's Legacy

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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyMo 28 Jan 2013, 20:22

Lartes gab seinen Begleitern ein Zeichen, die Hände von den Waffen zu nehmen und trat in die Höhle. Mit einem schnellen Blick verschaffte er sich einen Überblick über die Situation. Vier Yathenier, einer kaum mehr als ein Junge, standen dort vor einem Lagerfeuer, an dem sie scheinbar bis vor wenigen Augenblicken noch Karten gespielt hatten. Einer von ihnen hielt eine Fackel in der Hand und stand nur wenige Schritte vom Eingang zu den Gängen Vorensias entfernt. Dies schien der Anführer der kleinen Gruppe zu sein, also wandte Lartes sich an ihn. „Zu eurem Glück sind wir euch nicht feindlich gesinnt.“, knurrte er ihn verdrießlich an. Er konnte es nicht leiden, wenn jemand mit einer Waffe auf ihn zeigte, selbst wenn es nur eine Fackel war. „Ich bin Lartes, Kommandant der Wache und bin hier, um euch nach Njordheim zu bringen. Euer Freund ist vor wenigen Stunden bei uns eingetroffen und scheint eine Art Handelsabkommen mit dem Sohn des Schmiedes getroffen zu haben. Er sagte was von einem Fest und dass es kein gutes Zeichen von Gastfreundschaft wäre, euch hier einfach rumsitzen zu lassen.“ Der Kommandant machte keinen Hehl daraus, wie sehr ihm die Entscheidung von Tjarves' Sohn missfiel und dass die Yathenier, wenn es nach ihm gegangen wäre, ruhig hier oben hätten erfrieren können. „Schnappt euch eure kleinen Freunde und folgt uns.“, war das letzte, was er sagte, bevor er ohne einen Blick zurück in die Tunnel verschwand.
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyMo 28 Jan 2013, 21:56

"Neuigkeiten aus eurem Reich, König Walgger", erinnerte Tirec den König höflich, dessen Abschweifung geflissentlich ignorierend. Er war solche von Walgger gewohnt. Ebenso wie er es gewohnt war, vom diesem die neuesten Erfindungen seines Volkes demonstriert zu bekommen. Was die erwähnte Traubenzüchtung anging zweifelte der junge Botschafter nicht daran, dass sie geschmacklich irgendwo zwischen sehr gewöhnungsbedürftig und schlicht ungenießbar liegen würde, doch er würde seinen Kelch leeren und den Tropfen mit wohlüberlegten Worten loben. Das gebot schlichtweg der Anstand. "Gibt es irgendetwas, was mir ihr in den Norden melden möchtet? Eine Botschaft an mein Volk? Neuigkeiten, die den Schwärmen noch nicht bekannt, aber für sie von Interesse sein mögen?"

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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyMo 28 Jan 2013, 22:10

"Es ist mir eine Ehre", meinte Syvvi, dann verabschiedete er sich und ging ebenfalls in sein Haus. Unterwegs kamen ihm die anderen Leoniden entgegen, die den Zyklopen nach innen getragen hatten und nun wieder den Ausgang suchte. Mit kurzen Worten beschrieb der Pandora ihnen diesen und verschwand dann tiefer im Inneren. Der Zyklop lag in einem geräumigen Autopsieraum, Syvvis Assistenten waren gerade dabei, Lichter zu entzünden, damit er hell erleuchtet war. In der Mitte lag auf einem massiven Steintisch der Körper des Zyklopen. Der Pandora gab anderen Anweisungen, wie sie den Toten vorbereiten sollten und machte sich dann selbst daran, sich umzuziehen. Er wollte so schnell wie möglich mit der Obduktion beginnen, damit so viele Informationen erhalten blieben wie möglich. Jede Stunde, die der Zyklop herumlag, ginge welche verloren, er musste sich also beeilen.

Wieder einmal war Aphaias froh, kein Gesicht zu haben, sein Grinsen hätte seine Absichten schon so oft verraten. Aranga war nicht ganz so dumm wie er aussah. Er wusste, dass mit ihm nicht zu spassen war, er wusste aber auch, dass der Jagdgott sich für seine Worte interessieren würde. Genau wie Lunatena war er ein kriegerischer Gott, der jeden Hinweis aufnahm und schnell in den Kampf getrieben werden konnte. Deshalb war es ja auch so seltsam, dass er einen Friedenspakt mit dem Schmiedegott geschlossen hatte.
"Oh nein, es geht nicht um die Zyklopen. Ich habe aber gehört, dass du dazu schon Schritte eingeleitet hast. Eine Expedition, wirklich , eine kluge Idee. Aber ich wollte dich warnen. Die Zyklopen sind ungewöhnlich aggressiv, wie ich auf unangenehme Weise erfahren musste. Deine Leute sollten also vorsichtig sein. Ich spiele sogar mit dem Gedanken, einen meiner Diener mitzusenden, immerhin ist das eine Angelegenheit, die uns alle interessiert", begann der Gott und räusperte sich dann, was ohne Mund etwas befremdlich wirkte. "Ich habe auch von deinem Friedenspakt mit Tjarves gehört. Wie ist es denn dazu gekommen? Ihr beiden konntet euch doch noch nie ausstehen, wenn ich mich recht erinnere."
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyMo 28 Jan 2013, 23:16

Walgger setze kurz eine nachdenkliche Miene auf. „Neuigkeiten...“ murmelte er. „Ach ja, genau, da war doch was...Es schien wichtig gewesen zu sein. Es ging um diese....“ er malte mit seinem Finger einen Kreis vor seine Stirn. „Dings....ein Auge, groß....Zyklopen, genau das.“ Walgger lehnte sich zurück als wäre nun alles gesagt. Dann stutze er kurz, ihm schien etwas aufgefallen zu sein. „Einen Moment kurz, das half jetzt nicht viel.... Diese Zyklopen, was war noch gleich mit denen?“ Er legte seinen Fingerspitzen aneinander „Genau, die sind durchgedreht, völlig plemplem, haben den Verstand verloren, sind von allen guten Geistern verlassen, haben nicht mehr alle Tassen im Schrank und sind hinzu noch wahnsinnig. Und für so etwas bin ich Experte.“ Walgger lächelte verschmitzt. „Diese Zyklopen sind regelrecht aggressiv, man hört sie hätten sogar getötet.“ Sofort verlor Walgger das Interesse an dieser Geschichte. „Aber solche unerfreulichen Dinge sollen ja nicht die Oberhand gewinnen, nicht wahr? Was kümmert es uns? Wir leben meilenweit von denen entfernt, aber unser Wein der ist hier. So einfach kann es sein.“ Walgger grinste breit uns ließ sich in seinen Thron sinken.
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyDi 29 Jan 2013, 19:29

Die Soldaten folgten den Alver durch die Tunnel, bis sie Njordheim erreichten. Die Eliondhar hatten es sich in den Taschen der Soldaten bequem gemacht und streckten nun neugierig ihre Köpfe heraus und sahen sich um. Colin, der Hauptmann, blieb an der Spitze der Gruppe und Cerran kümmere sich um Aedan, der sich unsicher umsah. Den Männern war es trotz allem etwas Mulmig zumute.
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyDi 29 Jan 2013, 23:00

Als die Wachen am Westtor Njordheims die ungewöhnliche Gruppe aus den Gängen kommen sahen, machten sie Anstalten sie aufzuhalten, doch ein wütender Blick Lartes' reichte aus, um sie ziemlich schnell aus dem Weg treten und die Torflügel öffnen zu lassen. Der Kommandant war alles andere als zufrieden mit der Situation. Jetzt spielte er schon den Dienstboten für diese Menschen und ihre geflügelten Taschenwärmer. Wenn er nicht sein Leben lang so pflichtbewusst gewesen wäre, hätte er seinen Gefühlen nachgegeben und den Befehl vom Sohn des Schmiedes einfach verweigert. Doch das Wort dieses Alvs war das Wort Tjarves' und niemand stellte sich gegen den Schmiedegott. Mit Sicherheit hatte ihr Vater einen guten Grund, so zu handeln, dachte Lartes bei sich. Ha! Diese Menschen würden sein felsenfestes Vertrauen in Tjarves niemals erschüttern!
Nardred hingegen dachte völlig anders. Tausend Fragen schossen ihm durch den Kopf, die er den ungewohnten Besuchern stellen wollte, am besten alle gleichzeitig. Doch ihm war klar, dass er sich durch ein zu offensichtliches herzliches Verhalten den Menschen gegenüber eine Menge Probleme mit seinem Kommandanten einhandeln würde. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, das Schlusslicht der Gruppe der Alver zu bilden und immer, wenn er sich unbeobachtet fühlte, einen Blick zurück zu werfen. Was für seltsame Kreaturen diese Yathenier waren. Und ihre kleinen Begleiter erst! Gerade groß genug um aus den Taschen ihrer Herren zu sehen und trotzdem schienen sie ein höchst intelligentes Volk zu sein, zumindest ausgehend davon, dass sie in der Lage waren zu sprechen. Er musste später unbedingt mit einigen von ihnen reden!
Sobald sie Njordheims Westtor durchschritten hatten, führten die Alver die Begleiter des Diplomaten zu den Gastquartieren. Der Weg dauerte etwas länger als gewohnt, da die Yathenier und ihre Eliondhar sich ständig staunend umsahen und dabei merklich langsamer wurden. Lartes knurrte immer wütend, wenn das passierte, jedoch hielt er sich zurück, da ihm die Bewunderung der Besucher ein gewisses Gefühl von Zufriedenheit gab. Er war stolz auf seine Heimat und auf alles, was sein Volk erschaffen hatte. Als sie schließlich die Quartiere erreichten, wandte Lartes sich um. „Hier wären wir. Dies werden eure Räumlichkeiten für die Dauer eures Aufenthalts sein. Wenn ich mich nicht irre, dürftet ihr hier irgendwo auch euren Freund finden. Solange ihr euch aus den Angelegenheiten der Alver heraus haltet, könnt ihr euch in ganz Njordheim frei bewegen, mit Ausnahme der Lodernden Halle.“ Bei diesen Worten zeigte er mit der Hand auf das große, weiße Gebäude, dessen goldenes Dach man von jedem Punkt in der ganzen Stadt sehen konnte. „Dies ist der Sitz des Sohns des Schmiedes, unseres angesehensten Alvs und direkter Lehrling unseres Vaters, Tjarves, dem Gott des steinernen Feuers. Nichtmal wir Alver dürfen ihn ohne triftigen Grund betreten und ihr werdet nur herein kommen, wenn der Hohepriester persönlich mit euch sprechen will. In dem Fall wird man euch einen Boten senden.“ Nachdem er seine Pflicht erfüllt hatte, setzte Lartes sich in Bewegung und bedeutete seinen Männern, ihm zu folgen. Nach wenigen Schritten blieb er jedoch nochmal stehen, drehte sich um und funkelte die Yathenier an. „Verursacht keinen Ärger, oder ihr werdet es bereuen. Wir Alver verstehen bei sowas keinen Spaß.“ Dann machte er auf dem Absatz kehrt und verschwand mit seinem Trupp im Schlepptau um die nächste Häuserecke.
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyMi 30 Jan 2013, 23:16

Im Gästequartier trafen die vier Soldaten auf Andris, der ihnen von dem Fest berichtete. Er wusste selber nicht genau, wann dieses Fest stattfinden sollte aber danach würde der Vertrag ausgearbeitet werden. Um sich zu beschäftigen unterhielten sie sich und spielten Karten. Die Eliondhar spielten ihre eigenen spiele, da die Karten zu groß für sie waren.
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyDo 31 Jan 2013, 19:41

Quinn eilte schnellen Schrittes durch die Gassen Njordheims. Das Fest sollte bereits morgen abgehalten werden und es gab noch viel zu erledigen. Um die Räumlichkeiten hatte er sich bereits heute morgen gekümmert, wie immer bei solchen Ereignissen würde die große Höhle im Norden der Stadt dafür genutzt werden, doch dafür musste man sie erst noch herrichten. Viele unermüdliche Alver waren bereits mit der Arbeit beauftragt, reinigten die Halle und stellten sicher, dass genug Platz für die Menge bereit stand. Jetzt musste Quinn sich um die Versorgung kümmern.

Tjarves beobachtete währenddessen alle Geschehnisse in seinem Reich. So war er Zeuge von der Schließung des Handelsabkommens zwischen den Yatheniern und seinem Volk gewesen, hatte gesehen wie Lartes die Gruppe des Diplomaten traf und auch die Unterhaltung zwischen Quinn und den Arbeitern mitangehört. Jetzt suchte er die Grenzen Vorensias nach etwaigen Bedrohungen ab. Dabei ging es ihm zwar zum einen um die Zyklopen oder irgendwelche grabenden Drachenkinder, doch sein Hauptaugenmerk war auf die Leoniden gerichtet. Auch wenn er und Aranga jetzt einen Waffenstillstand hatten, vertrauen tat er dem Jagdgott noch lange nicht. Doch in der Tat, die wenigen Leoniden, die er sehen konnte, hielten sich ganz am Rande seines Reiches auf und beschäftigten sich zudem nur mit ihren eigenen Angelegenheiten. Vorerst beruhigt lehnte er sich zurück und ließ mit einer Handbewegung das Bild in der Flamme verschwinden. Dass Aranga sich an das Abkommen hielt überraschte ihn zwar, doch wenigstens konnte er sich jetzt anderen Dingen widmen. Während er so überlegte, kam ihm die Idee, mal wieder Emrys aufzusuchen und ihn über die jüngsten Ereignisse zu unterrichten. Er musste lachen, als er sich vorstellte, was für ein Gesicht dieser machen würde, wenn er von dem Pakt zwischen ihm und Aranga erfuhr. Mit einem breiten Grinsen verschwand Tjarves vom Gipfel seines Berges und stand im nächsten Augenblick schon vor der Sphäre des Wanderers. Wie immer scherte er sich nicht sonderlich um irgendwelche Regeln der Höflichkeit und hämmerte einfach gegen das imaginäre Tor von Emrys' Welt. „Oi, Wanderer! Ich bin's, Tjarves. Öffne die Tür oder muss ich sie erst eintreten?!“, rief er fröhlich. Dennoch trat er zurück und wartete, anstatt seine Worte direkt in die Tat umzusetzen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyDo 31 Jan 2013, 19:48

Arangas Luchsgesicht fletschte die Zähne in einem raubtierhaften Grinsen. "Dir entgeht aber auch gar nichts. Aber du hast Recht. Diesen Ochsen Tjarves würde ich am liebsten erlegen, meine Zähne in sein Fleisch graben und genüsslich verschlingen. Aber ich kenne meine Grenzen und seinen Einfluss. Außerdem ist seine Verteidigung nicht schlecht. Und momentan habe ich alle Jagdpläne zurückgestellt, weil erwähnte Zyklopen gerade den tollwütigen Wolf spielen. Ich kann keine marodierenden Riesen gebrauchen, die eine Gefahr für mein Volk darstellen. Vielleicht schließen sie sich gar Tjarves an? Das wäre ja noch schöner. Ausrotten werde ich diese Einäugigen. Und die Expedition soll ausspähen, wie wir das anstellen." In Gedanken fügte er hinzu: Und einen Brückenkopf errichten, um die Alver in die Zange nehmen zu können. Er würde, sobald die Angelegenheit erledigt war, einen Gebirgspass erobern oder einen Tunnel graben, um die Nachschubswege zu sichern. Im Reich Belerus' würde er eine autarke Kolonie aufbauen, die vielleicht auch in Zukunft als Sprungbrett nach Ost und Nord dienen könnte...
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyDo 31 Jan 2013, 19:57

Das Tor zu Emrys Sphäre öffnete sich mit einem leisen Knarren und Emrys Feuerhöhle tauchte vor Tjarves auf. Fröhlich betrachtete der Wanderer seinen Besucher. "Tritt ein mein Freund. Ich habe sehr guten Wein da, der wird dir munden," begrüßte er den Schmied. Auf dem Tisch erschien eine Karaffe voll mit Wein sowie eine Schale mit Obst. Dann nahm Emrys seine andere gestalt an und setzte sich an den Tisch und nahm sich einen der Äpfel.
"Lass es dir schmecken."
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptySa 02 Feb 2013, 22:33

"Natürlich. Euer Wein ist uns hier allemal näher", stieg Tirec sofort auf den Themenwechsel des Königs ein, aber hinter der Miene aus jovialer Beiläufigkeit notierte er sich dennoch, was der König über die Zyklopen gesagt hatte. Das wäre das eigentlich interessante Thema gewesen. Aber es war völlig ausgeschlossen, weiter nachzuforschen, wo der König es doch bereits vom Tisch gewischt hatte. In Walggers Palast wurde über das gesprochen, was Walgger wünschte, das geboten die eisernen Regeln der dravarcilischen Höflichkeit. Dennoch würde Tirec nach dieser Audienz Nachforschungen anstellen lassen, was mit den Zyklopen nicht stimmte und wieviel die Gijak wussten. Es war befremdlich, dass er ausgerechnet von Walgger davon erfuhr. Die Zyklopen lebten weit im Norden und Westen, im Grunde viel näher an seiner Heimat als an Mulmheim. Er hätte in einem Brief von seinem Schwarm davon erfahren sollen. Nichtsdestotrotz würde er es zurück melden müssen. Auch wenn wahrscheinlich war, dass die Schwärme bereits über das Verhalten der Zyklopen bescheid wussten, es war wichtig zu wissen, dass der König der Gijak ebenfalls ein Interesse daran hegte.
Aber das musste Walgger nicht wissen. Und wenn es etwas gab, was Tirec wirklich konnte, dann war sich seine Gedanken nicht anmerken zu lassen. "Nun denn, wenn ihr möchtet, dass ich davon probiere, dann lasst euren neuen Tropfen auftischen, Majestät", bat er also im Plauderton.

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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptySo 03 Feb 2013, 22:13

„Wie ich sehe hängst du immer noch an diesem Tierfutter.“, quittierte Tjarves grinsend das Angebot, sich an der Obstschale zu bedienen. Dennoch griff er sich eine der Birnen und hatte sie mit zwei Bissen zur Gänze verzehrt. Nachdem er sich auf dem zweiten Stuhl niedergelassen hatte nahm er das Glas vor sich in die Hand. Verächtlich schnaubend drehte er es vor seinem Gesicht hin und her. „Das, was da rein passt, reicht doch gerade mal dafür, sich den Mund etwas zu befeuchten.“ Mit diesen Worten stellte er das Glas wieder vor sich ab und griff gleich nach der ganzen Karaffe. „So, mein Freund.“, begann Tjarves, doch genehmigte sich vorher noch einen tiefen Schluck aus dem Krug. Dann taxierte er Emrys mit seinen stahlgrauen Augen. „Unsere Völker arbeiten jetzt zusammen, was? Das könnten spaßige Tage werden!“
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptySo 03 Feb 2013, 22:23

Emrys schmunzelte. "Nun, ich habe immer eine Schale Obst da für meine Gäste. Aber ich kann dir auch ein ganzes Schwein oder Rind anbieten und ein Faß meines guten Weines, wenn dir das lieber ist." In seiner Menschlichen Gestalt sah er recht jung aus, mit einem Athletisch geformten Körper. Nur sein Katzenschwanz schaute unter seiner Kleidung hervor. "Ich weiß, das es ein langer Weg ist für mein Volk um deines zu erreichen. Die Kinder von Daravei haben ihr Land dazwischen. Es tut ihnen gut, Kontakte zu anderen zu knüpfen. Ich habe aber gesehen, das nicht alle deines Volkes damit glücklich sind, alter Freund."
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyDi 05 Feb 2013, 23:30

Tjarves warf den Kopf zurück und lachte schallend. Die gesamte Höhle schien vom Klang seines Gelächters widerzuhallen. „In der Tat, nicht wenige der Alver begegnen Außenseitern mit großem Misstrauen. Du musst wissen, mein feuriger Freund, sie lieben ihre Heimat und ihre Schätze und ganz besonders ihre Unabhängigkeit, der Kontakt mit anderen Völkern ist für sie etwas völlig neues. Gib ihnen etwas Zeit, dann werden auch Alver wie Lartes mit deinem Volk auskommen. Vielleicht nicht gut, aber sie werden sie als ihre Verbündeten akzeptieren.“ Nachdenklich richtete er den Blick auf die restlichen Früchte in der Schale. Dann griff er sich eine seltsam geformte, rote Frucht und betrachtete sie neugierig. „Ein solches Stück Obst sehe ich heute zum ersten Mal. Kann man sie essen?“ Noch bevor Emrys antworten konnte, hatte Tjarves die Frucht schon mit einem Bissen verschlungen. „Hm. Ich ziehe richtiges Essen wie ein gut durchgebratenes Schwein immer noch vor, aber das hier ist auch nicht gerade schlecht. Obwohl,“, fügte er noch hinzu und schlug sich dabei auf den Bauch, „dies keinen guten Krieger lange auf den Beinen halten wird.“ Wieder schlich sich ein Grinsen auf sein Gesicht. „Ich freu mich ja schon auf die Gesichter von Alvern wie Lartes, wenn sie sehen, dass das Handelsabkommen ihnen solches Essen einbringen wird.“
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyDo 07 Feb 2013, 22:04

"Du solltest etwas weiter denken, Aranga", meinte Aphaias. "Die Zyklopen sind ganz offensichtlich auf kriegerischem Kurs so schnell werden sie sich niemandem anschliessen. Und sie sind allen gleich feindlich gesinnt. Aber dieses Problem wird sich früher oder später auflösen, genau so wie dein Friedensabkommen mit Tjarves und dann wird er die Brrge wieder für dich verschliessen. Ausser du hast dann einen Brückenkopf im Süden. Jetzt wäre doch die beste Möglichkeit einen solchen zu schaffen. Die Alver werden sich dir nicht in den Weg stellen, wenn du deine Leute über die Berge sendest. Wenn du schnell genug bist kannst du einen Armee in Position bringen und ein Stück Land für dich beanspruchen. Wer soll sich dir schon in den Weg stellen? Die anderen Götter sind faul und bequem geworden in dieser langen Friedensperiode. Sie sind unvorsichtig."
Der schwebende Mantel zuckte ein wenig hin und her und der Gott der Krankheiten legte eine kleine Pause ein, um eine Runde um den Leoniden zu drehen.
"Und vielleicht erhälst du ja... unerwartete Unterstützung?"
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyDo 07 Feb 2013, 23:07

Leise begann Aranga zu schnurren. Auch wenn Aphaias Worte süß wie Honig waren und darüber hinaus genau das, was er hören wollte, blieb das Misstrauen bestehen. Konnte er diesem schweben Stofffetzen vertrauen? Andererseits, was hätte der für einen Vorteil, wenn die Vormachtstellung der Leoniden gestärkt würde? Die Pandora waren auf Kooperation aus, nicht auf Expansion. Oder? "Unerwartete Unterstützung? Konspirieren wir hier etwa gegen den alten Eisenschädel? Nicht, dass ich Unterstützung abweisen würde. Die Berge sind Tjarves' Reich. Die wenigen Gebirgskatzen, die an den Grenzen leben, reichen nicht für einen vernünftigen Trupp Gebirgsjäger. Die reichen höchstens für ein paar Spähtrupps. Die Landbevölkerung ist das Kämpfen im Gebirge kaum gewöhnt. Aber das würde sich einrichten lassen. Ein gesicherter Nachschubsweg ist allerdings immer von Vorteil und Tjarves wird so wie ich den Waffenstillstand so bald wie möglich wieder beenden. Und wenn wir es nicht tun, dann bricht irgendwo ein lokaler Konflikt aus und wir stehen uns wieder gegenüber. Ein Minenarbeiter entdeckt einen Alvergang und wird von Wächtern getötet oder irgend eine Lappalie... Und die Expedition sitzt auf der anderen Seite der Berge, von Nachschub und Truppenverstärkung abgeschnitten. Nein, das kann ich überhaupt nicht gebrauchen. Eine sichere Passage ist, was ich brauche. Und um die zu sichern, brauche ich Brückenköpfe auf beiden Seiten der Berge. Die Expedition wird aufbrechen, kurz darauf werden Truppen mobilisiert und ein Lager aufgebaut. Außerdem... Tjarves weiß, dass ich die Zyklopen loswerden will. Dazu brauche ich mehr Soldaten als eine kleine Expedition. Dass noch mehr nachrücken werden, wird er wissen. Das wird ihn also nicht verwundern. Nur werden sie nicht so schnell wieder den Pass räumen, wie er das gerne hätte. Der kleine Außenposten auf der anderen Seite wird ausgebaut werden..." In Gedanken war er schon viel weiter, dachte an Befestigungsanlagen und Truppenaufgebote, als ihm wie ein Blitz wieder einfiel, dass die Sache einen Haken hatte. "Unerwartete Unterstützung, Aphaias. Was schwebt dir vor? Ich hasse Überraschungen."
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Shoggoth

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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyFr 08 Feb 2013, 21:51

„Aber natürlich, sofort“ Walgger klatschte in die Hände. Ein junger Gijak kam angerannt, zwei Gläser und eine Flasche Wein auf einem Arm balancierend. Es wackelte bedrohlich, schien aber zu halten. Nachdem der Gijak alles abgestellt hatte sprach Walgger ihn an. „Wir haben hier auch Tabletts, nächstes Mal versuche es doch damit.“ Der Gijak schaute ihn kurz verwundert an. „Aber nein, Herr, nein. Ich kann kein Tablett tragen, viel zu wackelig.“ Diese Erklärung war zwar mehr als dürftig, aber Walgger genügte sie. Schließlich war er der König, er wusste wann seine Untertanen einfach nur Gijak waren und wann er sich Sorgen machen musste. Er bedeutete dem Gijak mit einer Handbewegung zu gehen und schenkte ein. Er nahm sich ein Glas, lächelte freundlich und stieß mit dem Botschafter an. Er trank einen Schluck. Er betrachtete das Glas. Er roch daran. „Ein einmaliges Ereignis, so viel ist gewiss. Und es wird einzigartig bleiben, niemand wird jemals ein zweites Glas davon trinken.“ Ungeachtet dieser Aussage stürzte er sein Glas hinunter und schenkte sich erneut ein. Manchmal fragte sich Walgger was sich seine Untertanen dachten wenn sie so etwas herstellten. Die Antwort darauf war einfach. Gar nichts.
Walgger schreckte wieder auf, er war anscheinend in Gedanken versunken. Oder auch nicht. Dieser Wein war merkwürdig. Walgger begann wieder zu sprechen „Nun, da ihr diese einmalige Gelegenheit zur Kostprobe hatte hat sich eure Zunge sicher etwas gelockert. Erzählt mir etwas, ich höre gerne zu. Was tut sich bei euch? Wie geht es der Familie? Ich will einfach alles wissen. Lieber ein zu viel als zu wenig.“ Walgger lehnte sich zurück, er erwartete nun einen kleinen Monolog seines Gegenübers. Immer eine gute Gelegenheit um nach der Maus Ausschau zu halten. Er drehte sich blitzschnell um und guckte über seine Schulter. Nichts. Sie war clever.
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyMo 11 Feb 2013, 23:57

Der Drak brüllte erschrocken auf, sackte zwanzig Schritt ab und legte sich instinktiv schief, den Reiter auf seinem Rücken und seine Ausbildung für einen Moment einfach vergessend. Szorar gab einen wüsten Fluch von sich, doch seine Beine hatten sich bei dieser Kälte ohnehin so sehr um den schlanken Hals des Tiers verkrampft, dass er sich kaum noch festhalten brauchte. Schließlich fingen die wild schlagenden, ledrigen Flügel des Draks wieder Luft und das Tier zog sich und seinen Reiter erneut nach oben. Szorar griff mit der freien Linken nach dem Schlauch, der um seine Brust hing, nahm einen tiefen Zug des scharfen, bitteren Gebräus, schluckte und spuckte aus. Sein Speichel verschwand irgendwo in den endlosen Schneemassen unter ihm. Die Winde an der Nordflanke der Berge waren tückisch, selbst für einen erfahrenen Drakreiter. Sie sollten nicht hier sein, schoss es Szorar durch den Kopf während der Schnaps heiß seine Kehle hinab rann. Das hier war kein Schwarmland mehr. Aber sie hatten zugesagt, die verschollenen Späher zu finden. Oder zumindest zu suchen. Wer, wenn nicht die Staffel hätte es tun sollen? Aus der Luft sah man vieles, was einer Patroullie am Boden entging und sie waren unvergleichlich schnell. Aber diese eisigen Berge waren kein Ort für die Drachenkinder und noch weniger für die Draks, die in den eisigen Höhen rasch auskühlten und an Kraft verloren. Szorar hätte nie angenommen, dass sie soweit nach Süden fliegen würden müssen. Und noch immer keine Spur von den verschwundenen Spähern.
"Kapitän, dort unten!", brüllte Valtracs Stimme gegen den Wind an. Szorar senkte den Blick und musste für einen Moment gegen den Schwindel ankämpfen. Es dauerte eine Weile bis er erkannte, was sein Leutnant entdeckt hatte. Bullige Gestalten im Schnee. Von hier oben waren keine Einzelheiten zu erkennen, doch in dieser Gegend konnte dies nur eines sein: Zyklopen. Was taten sie hier oben auf dem Gletscher?
"Wir gehen runter!", entschied Szorar kurzentschlossen. Im Grunde war es keine weise Entscheidung. Zumindest keine wohlüberlegte. Normalerweise hätte der Kapitän abgewogen ehe er einen solchen Entschloss getroffen hätte. Aber der Schnaps brannte heiß in seinen Adern und machte seinen Kopf leicht und seine Gedanken zäh. Wieder brüllte der Drak als es - diesmal auf Drang seines Reiters - abwärts ging.

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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyMi 13 Feb 2013, 21:39

"Eine Grippe da, ein Husten dort...", meinte Aphaias nur geheimnisvoll, während er sich langsam aufzulösen begann. "Keine Medizin ist perfekt, manchmal ist sogar das Gegenteil der Fall. Du wirst diese Unterstützung nicht mehr missen wollen, mein lieber Aranga, das kann ich dir versprechen. Mach dich nur auf den Weg nach Norden und folge dort deinem Instinkt..."
Dann war der schwebende Mantel verschwunden und schwebte wieder über dem ewig dunklen Meer seiner eigenen Sphäre. Der Krankheitengott war zufrieden. Er hatte von zwei Seiten die alles verschlingenden Mühlen des Krieges in Gang gesetzt und es würde nicht lange dauern, bis ein Krieg entfesselt war. Ein Krieg um die Zyklopen, ein Krieg um Land, ein Verteidigungskrieg. Und diesen Krieg würde er für sich selbst nutzen, so gut er konnte. Aber jetzt hiess es erstmal abwarten. Die wichtigsten Akteure waren informiert, nun mussten sie noch handeln.

Diese verdammten Höhlen! Nicht dass Partel sich an dem Geruch gestört hätte, das war weniger ein Problem für ihn, in den Sümpfen roch es nicht unbedingt besser. Aber in diesen Löchern war es einfach zu dunkel. Er hatte es zwar geschafft, das meiste der Medizin, die er von den letzten Boten erhalten hatte, an die Dravarcila zu verkaufen, aber obwohl er schon ein gutes Jahr hier lebte, hauptsächlich in der Position eines Botschafters - um seiner Vergangenheit willen gab er noch ab und zu den Händler - , doch sein eigentliches Ziel, einen Leichnam zu erhalten, hatte er nie erreicht. Seine Frau wurde als Ärztin zwar in seltenen Fällen zu Hilfe gerufen, aber sobald jemand dem Tode nahe war, schickte man sie fort, um die letzten Minuten im Kreise der Familie verbringen zu können. Diese Echsen war eigen und liessen sich kaum reinreden. Tatsächlich hatte er noch nie einen toten Dravarcila gesehen! Er wollte endlich hier weg, aber wenn er jetzt einfach zurückkehrte, würde er sich vor Scham kaum aus seinem Haus trauen.
Der Pandora grummelte vor sich hin und schwelgte in dunklen Gedanken, während er sich um die Kräuter und die Medizin kümmerte. Kavvi, seine Frau, war unterwegs, um mit einem Priester zu sprechen. Natürlich wegen eines Leichnams. Er sah aber dunkel aus. Und als Botschafter gab es hier auch nicht viel zu tun...
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptySa 16 Feb 2013, 00:14

Den Wein der Gijak als gewöhnungsbedürftig zu beschreiben wäre eine glatte Untertreibung gewesen, doch Tirec trank seinen Kelch tapfer aus ohne eine Miene zu verziehen und lehnte nicht einmal ab als der König ihm anbot nachzuschenken. Er würde, sobald er wieder in seinen Quartieren war, etwas Kräftiges essen müssen um den Geschmack los zu werden, doch bis Walgger ihn entlassen würde ignorierte er ihn schlichtweg. Langsam spürte er, wie ihm das starke Gebräu zu Kopf stieg, doch Tirec war zu lange und zu gut ausgebildet worden, als dass er seine Beherrschung verloren hätte. Lediglich seine Stimme mochte ein klein wenig schleppend klingen als er dem Wunsch des Königs nachkam und berichtete, was er in jüngster Zeit aus der Heimat erfahren hatte - viel war es nicht - und nachdem Walgger dies nicht zu genügen schien was sich bei der Delegation der Drachenkinder hier in Mulmheim ereignet hatte. Beschwerden hatte er keine vorzubringen, denn trotz des allgegenwärtigen Chaos in der Stadt wurden die Botschafter gut versorgt und führten ein angenehmes Leben als Ehrengäste.
"Aber ich habe Eurer Majestät Zeit nun bereits viel zu lange in Anspruch genommen", endete er schließlich, "Mit Sicherheit habt ihr wichtigere Geschäfte, die auf euch warten und ich möchte eure Aufmerksamkeit nicht länger beanspruchen. Mit eurer Erlaubnis bitte ich darum, mich zurück ziehen zu dürfen."

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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptySa 16 Feb 2013, 17:12

Emrys leerte seinen Kelch und blickte zu Tjarves. "Ich hoffe, es war eine gute Idee, mein Volk zu deinem zu senden." Kurz wanderte er zu seinem Lavateich und sah nach, was seine Leute gerade machten. Einige schienen zu beten, andere taten ihre Arbeit und diejenigen bei den Alver warteten auf das Fest.
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyDi 19 Feb 2013, 17:11

Der alte Quacksalber wollte also unter Zyklopen und Alvern Krankheiten verbreiten, sie schwächen. Vielleicht den einen oder anderen Brunnen oder Vorräte vergiften, Gift statt Medizin in den Feldlazaretten verteilen. Aber konnte er sich Aphaias anvertrauen, sich auf ihn verlassen? Der war kein Rudeltier, mehr eine Hyäne. Er würde die Generäle anweisen, den Pandora grundsätzlich zu misstrauen - was diese sowieso taten - und jegliche Krankheitsfälle und Auffälligkeiten sofort zu melden. Und wenn auch nur ein Leonid zu husten begann, würde er bei Aphaias auf der Türschwelle stehen, bevor dieser sich auch nur umschauen konnte. Aber so weit wollte er es nicht kommen lassen. Sein Volk musste auch ohne pandorische Medizin kriegsfähig sein, das war klar. Sie mussten auf das Beste hoffen und sich auf das Schlimmste vorbereiten. Es wurde Zeit, die Kriegsmaschinerie in Gang zu werfen...

Kein Laut war zu hören, außer dem leise fallenden Schnee. Die vier weißgrauen Luchse pirschten durch die verschneiten Hänge des Passes, der als Passage nach Norden dienen sollte. Man sollte meinen, es gäbe einen Weg, den Schneemassen auszuweichen und die wärmeverwöhnten Leoniden des Südens unbeeinträchtigt durch das Labambagebirge zu bringen, doch die hier ansässigen Leoniden wussten es besser. Schneefall war unberechenbar und immer wieder brach eine Lawine los. Wenn sie hier nur eine Expedition durchbringen wollten, würde das kein Problem darstellen. Aber das hier zu einer befestigten Passage auszubauen und das Land den Alvern abzuringen? Schwer, aber machbar. Die Passage lag weit im Westen, um einen Zangenangriff vermeiden zu können. Aber vermutlich war das gesamte Gebirge ausgehölt und voll mit alten Tunneln und Gängen, die nur den Alvern bekannt waren. Verdammte Höhlenratten! Sie wussten gar nicht, worauf sie sich eingelassen hatten. Wer so töricht war und den Löwen in seine Höhle ließ, musste mit den Konsequenzen rechnen. Wobei sich die Frage stellte, ob sich die Alver an den Waffenstillstand halten würden. Sie könnten auch einfach die expedition auslöschen und niemand würde je wieder von ihr hören. Man könnte es einer Lawine in die Schuhe schieben und unter dem Schnee etwas zu finden war - gelinde gesagt - äußerst schwer, wenn nicht unmöglich. Der Schnee in diesem Pass jedenfalls würde abgetragen werden, man würde immer Schneeräumer abstellen müssen. Vielleicht auch ein paar Barrieren gegen Lawinen aufstellen. Aber Befestigungen würden ja so oder so kommen. Vielleicht konnte Aranga auch etwas gegen die Kälte tun...
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptyDo 21 Feb 2013, 21:14

Kiwais Klaue zitterte - ein wenig zumindest - als sie gegen die Tür pochte. Nicht, weil die Drachentochter Angst vor den Pandora gehabt hätte, wenngleich diese Wesen ihr auch nach all den Jahren, die sie nun schon in der Stadt lebten, fremd waren. Es war eher die Sorge, die sie zittern ließ. Die Dringlichkeit des Anliegens, das sie hierher gebracht hatte. Als sie die Klaue eben hob um ein zweites mal zu klopfen wurde die Türe geöffnet. Es war der Botschafter, der ihm Rahmen stand und zu ihr aufblickte. Kiwai war nicht groß für ihre Rasse, wenngleich auch nicht zierlich. Sie war nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt. Ob der Pandora älter als sie selbst war hätte sie bei dieser Rasse unmöglich einschätzen können, doch sie hatte den schweren Verdacht. In jedem Fall war er kleiner als sie, aber das war wohl die offenkundigste Eigenart seines gesamten Volks.
"Meister Partel", sprach sie ihn mit dem Respekt der kleinen Leute an, wenngleich es keinen wirklichen Grund gab, weshalb er diesen Titel verdient hätte, "Verzeiht, dass ich stör', aber ich such' eure Frau. Es gibt ein Problem mit den Herden un' sie hat uns schön öfter helfen können. Ein paar kranke Trogloten, aber wir wissen nicht recht, was sie haben. Ihr Pandora tut euch mit Krankheiten auskennen. Eure Frau, vor allem. Is' sie da? Kann sie uns helfen?"

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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptySa 23 Feb 2013, 19:01

Nachdenklich starrte Tjarves auf seine leere Hand. Viele Gedanken schossen ihm durch den Kopf, einige von mehr, andere von weniger Bedeutung. Zum Beispiel bedachte er auf der einen Seite die Situation, in der sich sein Volk gerade befand, bedroht von Zyklopen und Leoniden, die sich zwar auf Anweisung Arangas für den Moment ruhig verhielten, doch Tjarves kannte den Jagdgott gut und er wusste, dass dieser den Waffenstillstand genau in dem Moment ohne mit der Wimper zu zucken brechen würde, in dem für ihn am meisten Profit aus der Sache spränge. Auf der anderen Seite fragte er sich geistesabwesend, warum an seinen Fingern eine rote Flüssigkeit klebte, bis ihm einfiel, dass diese wohl von der seltsamen Frucht kommen musste.
Seufend stemmte Tjarves die Hände auf die Knie und wuchtete seinen muskulösen Körper empor. Er würde entsprechende Schutzvorkehrungen gegen einen Angriff der Leoniden treffen müssen. Nicht, dass er Sorgen hätte, sein Volk würde sich leicht überrumpeln lassen, im Gegenteil, er wusste, dass die Alver den Leoniden aufgrund ihrer jahrelangen Fehde keinen halben Meter über den Weg trauten. Doch er wusste auch, dass Aranga teilweise eine geradezu beängstigende animalische Intelligenz an den Tag legen konnte, wenn es um die Jagd ging. Sein Blick fiel auf Emrys, der mit dem Rücken zu ihm an einem seiner Lavaseen stand und gedankenverloren den Vorgängen auf der Erde zu folgen schien. Konnte er ihn und seine Völker um Hilfe bitten? Nein, das wäre sinnlos. Kein Yathenier kannte sich in Vorensia und dem labyrinthgleichen Netz aus Höhlen und Tunneln aus, welches die Alver in jahrhundertelanger Arbeit in die Wurzeln der Gebirge getrieben haben. Sie wären keine Hilfe in den dunklen Tiefen, ganz zu schweigen von ihren geflügelten Begleitern. Nein, diesen Kampf hatte er alleine zu fechten. Einzig und allein die Alver waren imstande, sich unbeirrt in ihrer Heimat zu bewegen und nur sie konnten die Unmengen von Fallen, die ihre besten Steinmetze und Bergleute seit jeher in den Gängen Vorensias angelegt hatten, erkennen. Auch wenn es nicht selten vorkam, dass die eine oder andere Speergrube so gut versteckt worden war, dass irgendein unvorsichtiger Alv sie versehentlich auslöste.
Ein finsteres Lächeln umspielte Tjarves' Mundwinkel, als er neben Emrys trat und auf die Lavaschicht vor sich hinabsah. Für ihn war sie freilich nicht mehr als eine solche, auch wenn der Wanderer in ihr gerade die Handlungen seines gesamten Volkes mitverfolgen konnte. Doch auch Tjarves sah mehr als das Offensichtliche, viel mehr. Sein geistiges Auge projizierte Bilder von zukünftigen Schlachten in der Dunkelheit Vorensias, sah seine Kinder entschlossen den verschwommenen Feinden, Zyklopen, Leoniden und vielem mehr entgegentreten und ihre Heimat bis aufs Blut verteidigen. Er sah sie kämpfen und singen und gewaltige Ruhmestaten vollbringen und am Ende triumphierend aus den Schlachten hervorgehen. Und er sah sich selbst, wie er Armeen zusammenstellte und seine Feinde zerstampfte, ihre Gebiete und Völker unterwarf und wie er diesen aufgeblasenen Aranga dazu zwingen würde, vor ihm im Staub zu knien und seine Stiefel so zu lecken, wie seine Kätzchen es mit ihrem Fell zu tun pflegten.
„Das frage ich mich auch, alter Freund.“, antwortete er auf Emrys' Befürchtungen, doch in Wahrheit kreisten seine Gedanken nur noch um die zukünftigen Geschehnisse an den Grenzen seines Reiches. Er würde sich an die Abmachung halten, doch er würde bereit sein. Entweder bis Aranga den Pakt brach oder bis die Sache mit den Zyklopen geklärt war und der Frieden sich von selber auflösen würde. Wenn die Schleier fielen, dann würde er bereit sein.
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BeitragThema: Re: [MSG] Watcher's Legacy   [MSG] Watcher's Legacy - Seite 3 EmptySo 24 Feb 2013, 12:42

"Entschuldigung. Ich suche den Leiter der Expedition zum Land der Zyklopen", die freundliche und sanfte Stimme strafte das Aussehen des Luminay, der derzeit die Eingangstüre des offiziell aussehenden Hauses in der Hauptstadt der Leoniden verdunkelte, Lügen. Volechek galt selbst unter seinem eher hochgewachsenen Volk als Riese. Breite Schultern und Muskelpakete an den Armen sprachen von seiner Kriegstüchtigkeit. Aber seine Stimme wollte nicht recht passen. Die Stimme war die eines geduldigen Lehrers, der einem unwilligen Schüler mit sanftem Nachdruck zum wiederholten Mal etwas erklärte. Und natürlich glühten seine Augen blau und auf der Wange war das Hundert-Jahr-Zeichen zu sehen. Ein zusätzlicher Kringel deutete darauf hin, dass sich den hundert Jahren weitere hundert angeschlossen hatten.
"Mein Trupp und ich, wir würden der Expedition gerne unseren Schutz gewähren. Wir haben genug Beute gemacht und möchten zurück nach Belesaya." Die Stadt lag noch hinter dem Land der Zyklopen, an der Westküste des Kontinents. Volechek grinste kurz.
"Außerdem möchte ich mich so einem Zyklopen zum Kampf stellen."

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