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 [MSG] Black Tides - Seas of the Parava

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Porphyrion
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Di 27 Dez 2011, 16:37

"Wenn ich den Weg nicht fände, wär' ich's nicht. Oder? Und bei Hel, ich kann mit Sternen und Sextant navigieren. Mach dir da mal keine Sorgen."
Wenn Hendrik ein Mensch war, der sich von den betrunkenen Anmassungen eines Manuel hätte beeindrucken lassen, so zeigte er es nicht. Aber er war es, genaugenommen, auch nicht. Der Kerl war ihm unsympathisch, da unkontrolliert, aber nicht verhasst.
"Cassy, sag mal. Den Weg zwischen deine Schenkel hab ich doch bisher immer gefunden, nicht?"
"Klar, Captain.", schnurrte die junge Frau.
"Na dann. Vielleicht sollte sich der Jungspund da drüben", er nickte Manuel zu, "Auch ein Mädel an den Hals hängen."
"Sollte er, definitiv. Schlecht sieht er ja nicht aus!", kicherte die Dirne.
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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mi 28 Dez 2011, 14:15

"Wir haben ein paar Neue bekommen, wie du sehen kannst", antwortete Mao Marhjen, wobei er sein Gegenüber von oben bis unten musterte. Sie würde taugen. Die Frau konnte kräftig zulangen, das hatte sie bewiesen. Mao nickte in Richtung Jeanny. "Du kommst mit uns. Der Käpt'n hat noch was in der Stadt zu erledigen." Und jemand musste dafür sorgen, dass ihr niemand ein rotes Grinsen verpasste. Jeanny war gefürchtet. Das allein war aber noch lange keine wirksame Verteidigung gegen Messer in der Nacht oder einen heimlichen Pistolenschuss. Und wenn Jeanny Forvell stürzte, wer würde den schwarzen Dämon dann aufnehmen? Niemand würde ihm eine Träne nachweinen und zum Kapitän taugte er nicht. Mao hasste das Rechnen und Entscheidungen, wie sie der Käpt'n am laufenden Band traf, würde er nicht machen wollen. Also musste er dafür sorgen, dass niemand dem Käpt'n ein rotes Grinsen verpasste. Und Marhjen, so wenig weiblich sie war, so sehr doch Kämpfer, würde ihm dabei helfen.
"Hol deine Waffen und melde dich beim Käpt'n." Mao ging unter Deck, sagte Locaha, dass er das Schiff mit dem Käpt'n verließ und holte seinen Speer und Schild, sowie einen Entersäbel, den er durch seinen Gürtel schob. Kurz darauf stand er wieder an Deck neben dem Käpt'n.

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Grim
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mi 28 Dez 2011, 16:58

Jeanny hatte den wieselhaften Boten nicht einen Herzschlag lang aus den Augen gelassen. Sie hatte, seit sie Mao und Squiggy fort geschickt hatte kein Wort mehr gesprochen und sich einfach nur an einen Poller gelehnt, entspannt scheinbar. Doch ihr Augen waren ununterbrochen auf den nervös wirkenden Mann geheftet gewesen. Wie eine Galionsfigur war sie dagestanden. Erst als Mao wieder erschien regte sie sich wieder. Wandte den Kopf zu ihrem ersten Maat und musterte ihn skeptisch. Er trug eine Harpune und diesen lächerlichen Stammesschild. Jeanny hielt nicht viel von dieser traditionellen Art der Bewaffnung. Es hatte schließlich einen Grund, dass man in den zivilisierten Teilen der Welt nicht mehr so herum lief. Vor allem aber störte sie, wie auffällig diese Waffen waren. Einen Säbel am Gürtel und eine Pistole unter dem Hemd trug hier jeder. Aber das hier war... anders.
"Wir gehen in eine Taverne, nicht auf ein Schlachtfeld", merkte sie mit zynischem Unterton in der Stimme an, wiegelte dann jedoch rasch ab. Sie wusste, dass sie Mao brauchte. Mit ihm durfte sie es sich nicht verscherzen. "Aber sei's drum. Hast du noch wen auftreiben können?"
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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Do 29 Dez 2011, 07:55

"Marhjen war noch hier. Die meisten scheinen mit dem Navigator gegangen zu sein", antwortete Mao. Sein Ton allein machte klar, dass ihm das nicht gefiel. Hendrik in der Mannschaft aufzunehmen das war als würde man einen verfaulten Apfel in eine Kiste guter Äpfel legen. Sie würden alle mit der Zeit verrotten.
"Manche Schlachtfelder sind Tavernen und manche Tavernen Schlachtfelder." Dabei beließ es Mao.

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Do 29 Dez 2011, 20:46

"Vielleicht sollte er das."
Manuel grinste Cassy unverfroren an. Er wusste, dass die meisten Mädchen auf sein täuschend hübschens Gesicht hereinfielen und erwarteten, er sei irgendein unschuldiger Jungspund aus einer fernen Stadt, der nur durch ein Unglück unter die Piraten geraten war. Was wussten sie schon - aber es half dabei, jemanden ins Bett zu bekommen, was mehr wert war als die Wahrheit. Zumindest für Manuel.
Mit Hendrik war er fertig; er war nicht allzu frech geworden, einen halbwegs geistreichen Kommentar hervorgeklopft und sich keine Abneigung anmerken lassen, auch wenn Manuel sich immer noch recht sicher war dass er eine hatte. Vermutlich wegen der ersten Aktion, die der Mann mitbekommen hatte. Aber das war nicht weiter wichtig - in jedem Fall würde er wohl nicht gegen ihn intrigieren. Was gut genug war.
"Schlecht sieht das Mädchen jedenfalls auch nicht aus."
Er sah zuerst Cassy an, um ihr ein wenig zu schmeicheln - vielleicht würde er sie selbst bekommen, vielleicht aber auch von ihr ein nettes Mädchen empfohlen bekommen. Man musste sich bemühen, die Guten zu bekommen. Er stand langsam auf, um zu signalisieren, dass er eigentlic hschon bereit war, mit jemandem nach oben zu gehen, und beobachtete dabei, wie Cassy einer jugnen Frau im Hintergrund ein Zeichen gab - die sich daraufhin rasch näherte. Und sie sah gut aus. Um ein markantes Gesicht wallten stark lockige, schmutzig-blonde Locken, ein breites Lächeln, das "lass es uns treiben wie die Tiere" schrie, im Gesicht.
Genau Manuels Typ. Fast schon eilig trafen sie auf halbem Weg zusammen, und Manuel legte ihr die Hand um die Hüfte. Oder auf den Hintern. Dabei zwinkerte er nur allzu offensichtlich Philipp zu: der sollte sich auch einmal heraufbequemen, und zwar nicht alleine.
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Vicati
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Fr 30 Dez 2011, 23:20

Marhjen zuckte die Schulter und wandte sich von dem ersten Maat ab. Sollte ihr recht sein, besser als nichts zu tun. Der Rest der Mannschaft war ja sowieso schon weg und vielleicht kam es bei diesem Ausflug ja zu einem Kampf. Das wäre interessant, es juckte sie sowieso schon die ganze Zeit in den Fingern, mal wieder auf etwas einzuschlagen. Zurück in der Kabine, griff sie sich ihren Säbel, gürtete diesen und steckte noch eine Pistole ein. Eigentlich hätte sie lieber die Bordaxt mitgenommen, aber da sie in eine Taverne gingen, war das nicht die beste Waffe und ausserdem war das Ding etwas unhandlich. Der Säbel würde es auch tun.
Nachdem sie sich ausgerüstet hatte, stieg sie wieder aufs Deck und entdeckte Forvell und Mao. Sie trat zu den beiden und salutierte spöttisch.
"Von mir aus kanns losgehen."
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   So 01 Jan 2012, 17:54

Mao und Marhjen`? Nun gut, das würde genügend. Sie mochten nur zu zweit sein, aber beide hatten sie eine Statur, die mehr als ausreichen sollte um ein paar Saufköpfe einzuschüchtern. Und mehr wollte Jeanny ja gar nicht. Sie legte es nicht auf einen Kampf an. Wenn es zu einer Kneipenschlägerei kommen würde, dann würden ihre Begleiter sich sicher prächtig halten, aber es bestand die Gefahr, dass ihr Ziel im Durcheinander entkam. Also nur einschüchtern. Und dafür waren die beiden mehr als gut geeignet.
"Geh vor!", wies die den wieseligen kleinen Informanten an und drückte sich von dem Poller ab, an dem sie gelehnt hatte. Der Mann - um ihn einzuschüchtern hatte sie nicht einmal Maos Hilfe gebraucht, ihr eigener, legendärer Charme hatte voll und ganz ausgereicht - beeilte sich ihrer Order nachzukommen, jedoch nicht ohne zuvor eine kriecherische Verbeugung anzudeuten, die Jeanny genervt die Augen verdrehen ließ. Nicht, dass sie ihn wirklich als Führer gebraucht hätten, sie wusste sehr wohl, wo der Austernfischer lag. Erst dort musste der Mann ihnen Blutauges ehemaligen Matrosen zeigen. Aber sie wollte ihn im Auge behalten, also ließ sie ihn vor gehen. Wenn er irgendwelche Anstalten erkennen lassen würde, zu fliehen oder gar, sie in eine Falle zu locken, er hätte sich augenblicklich eine Kugel zwischen die Schulterblätter eingefangen.
Sie erreichten den Austernfischer rasch. Er lag zwar weiter oben in der Stadt, doch vom Hafen aus kam man in der Zacke überall schnell hin. Der Bote stieß die Tür auf und Jeanny folgte ihm in die Taverne, die Hand dabei am Heft ihres Säbels und den Blick misstrauisch schweifen lassend. Wenn es eine Falle war, dann war das hier die beste Gelegenheit, sie zu schnappen zu lassen. Doch alles im Austernfischer wirkte ganz und gar unverdächtig. Die Schenke war gut besucht, nicht weniger als vier oder fünf Dutzend Männer drängten sich an den heillos überfüllten Tischen und Tafeln, Lärm von unzähligen Gesprächen schlug ihr entgegen und der markante Geruch von Tabak, Schnaps und Schweiß stieg ihr in die Nase. Alles war in schummriges, gelblich-warmes Licht getaucht, das vom Fackelschein und dem Kaminfeuer herrührte. Niemand schien auch nur Notiz von ihnen zu nehmen. Vier weitere Gestalten, die zum Trinken hierher kamen, nichts auffälliges. Jeanny hielt den Blick gesenkt als ihr Führer ihnen einen Weg zwischen den Tischen hindurch bahnte. Sie wollte lieber nicht erkannt werden. Zumindest noch nicht.
Der wieselige Mann führte sie einmal quer durch den Schankraum bis zu einer Nische in der gegenüber liegenden Wand. An einem Tisch dort saßen drei Männer zusammen, jeder mit einem Krug in der Hand. Kurz nahm Jeanny sich Zeit sie zu mustern. Keiner von ihnen wirkte sonderlich kräftig oder kampferprobt. Gut! Mit ihnen sollten sie ohne viel Aufsehens fertig werden.
"Welcher ist es?", wandte sie sich leise an den Boten und gab sich dabei Mühe, nicht allzu auffällig zu den drei Männern zu blicken.
"Der ganz rechts mit dem Bart. Krieg ich jetzt meinen Lohn?" Der Mann konnte nur schwer verbergen, wie nervös er war.
"Nein!", antwortete Jeanny kategorisch, "Erst wenn ich heraus gefunden habe, ob er auch wirklich wertvoll für uns ist. Halte dich einfach im Hintergrund und folge uns unauffällig. Wenn du mich nicht angelogen hast wirst du es nicht bereuen." Sie winkte Mao und Marhjen, dicht hinter ihr zu bleiben und ging auf den Tisch zu. Drei Gesichter mit glasigem Blick wandten sich halb neugierig, halb misstrauisch ihr zu. Sie wandte sich an den ganz rechts, einen alten Seebär mit verkniffenem Gesicht und buschigem, grauem Vollbart. Rein vom Aussehen konnte es wirklich stimmen, was der Informant behauptet hatte.
"Ich habe gehört, dass du mit Blutauge gesegelt bist", sprach sie ihn ohne einen Gruß an.
"Wer will'n das wissen?", gab er abweisend zurück.
"Geht dich nichts an! Ob du für Blutauge gesegelt bist will ich wissen. Also antworte, du Hundsfott!"
"Also Moment mal, Herzchen...!" Er wollte sich empört erheben, doch noch ehe er ganz aufgestanden war hatte Jeannys Rückhand ihn so hart im Gesicht getroffen, dass es ihn zurück in den Stuhl warf. Einen sonderlich festen Stand schien er nicht mehr zu haben. Zu viel Rum. Der Schlag ließ die Situation augenblicklich kippen. Die Begleiter des Graubärtigen griffen nach ihren Messern, wagten es aber nicht, sie zu ziehen. Jeanny entschied sich, sie zu ignorieren. Wenn es gefährlich werden würde wären Marhjen und Mao im Zweifelsfall schneller als die Saufkumpanen des Matrosen.
"Nenn' mich nicht Herzchen! Und antworte endlich auf meine verdammte Frage!"
"Ja, verdammt, ich bin mit Blutauge gesegelt", presste der Mann hervor und hielt sich die Wange, "Was willst du eigentlich von mir, du dumme Hure?"
Jeanny richtete sich zu ihrer vollen Größe auf, warf ihm einen triumphierenden Blick zu, unter dem er förmlich zu schrumpfen schien. "Mich mit dir unterhalten. Aber nicht hier drin. Hinter dem Haus. Mao, Marjhen, der Herr hatte einen Drink zu viel. Helft ihm doch bitte auf die Beine."
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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Di 03 Jan 2012, 12:53

Der arme Kerl sah nicht so aus als wäre er besonders schwer. Mao griff dem Mann mit beiden Armen unter die Schultern und zerrte ihn halb, hob ihn halb zur Tür hinaus. Draußen stellte er den unglücksseligen Piraten ab und bewegte sich sogleich breitbeinig zwischen ihn und den Fluchtweg durch die Gasse.
"An deiner Stelle würde ich die Fragen des Käptn's beantworten."

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Di 03 Jan 2012, 20:59

Ein heissdampfender Teller wurde vor Hendrik abgestellt. Eine Silbermünze und einige Kupfermünzen wechselten den Besitzer, und Hendrik begann, mit dem Löffel in die Schale herabzustochern. Er entschied sich um und gabelte ein grosses Stück Jakobsmuschel heraus. Als er bemerkte, dass Cassy mit gierigen Augen auf die Meeresfrüchte stierte, grinste er undhielt ihr die Gabel hin. Die junge Frau schnappte danach, verbrannte sich aber die Lippen und zuckte zurück, kicherte dann. Der Thurmer stimmte in das Lachen ein, zog sie an der Hüfte näher zu sich heran, was sie damit fortführte, dass sie ihre Hände auf seiner Schulter verschränkte und ihn bittend-bettelnd ansah.
"Da, iss. Ist wohl auch schon etwas kälter, und du wirst die Energie nachher brauchen.", kicherte der Hüne mit einem blöden Grinsen und küsste sie, nachdem sie die Muschel geschluckt hatte.
Der Rest der Suppe jedoch war kaum abzuwarten und dementsprechend schnell aufgeteilt und gegessen, in der Ration von einem Drittel, das an die Dirne ging, und zwei, die Hendrik in seinem bestialischen Hunger vertilgte. Zufrieden schob er die Schüssel von sich weg und zündete seine Pfeife an der Trankerze, die den Tisch spärlich erleuchtete, an. Einige Züge später war das Ding schon wieder bei Cassy. Diebische Dirne!
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Di 03 Jan 2012, 21:11

Yango grinste als Hendrik Phillip die Entscheidung abnahm und ihm eine Dirne Organisierte. Geschickt, aber auch vorsichtig, schnappte er sich die Münze von Orisha und drückte sie hinterrücks der Dirne namens Yelme in die Hand. "Wenn du dich gut um unseren jungen Freund hier kümmerst und ihm einen Nacht schenkst, die er nicht so schnell vergessen wird, dann kriegst du noch ein paar davon...", flüsterte er ihr leise ins Ohr. Im Prinzip hing ihr Bonus also davon ab wie viel positives Phillip über sie berichten würde. Danach setzte er sich wieder neben Orisha. "Eine schöne.. und nette Idee von dir Orisha."
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mi 04 Jan 2012, 02:09

Phillip sah von seinem Rum auf, als Hendrik eine weitere Hure herbeiwinkte und anschließend auf ihn zeigte. Beinahe verschluckte er sich, als Yelme sich neben ihn setzte und ihn anlächelte. "Ich heiß Phillip." meinte er unsicher, währen er ihr ebenfalls ein Lächeln schenkte und musterte ihren Körper. Das Manuel mit ihm redete bemerkte er nicht, da er zu sehr von ihren...überzeugenden Argumenten, mit ihr den Abend zu verbringen, abgelenkt war. Verärgert runzelte er die Stirn, als Yango irgendetwas zu seiner Bekanntschaft flüsterte. Was bildete der sich bloß ein? Er war ziemlich erleichtert, als sich die Hure wieder ihm zuwandte und bot ihr sogleich seinen Becher mit Rum an, den sie lächelnd annahm und einen großen Schluck daraus trank. Nachdem sie den Becher fast leer getrunken hatte, lehnte er sich zu ihr hinüber. "Sollen wir irgendwohin gehen, wo es ruhiger ist?" fragte er sie leicht nuschelnd, woraufhin Yelme kurz nickte und ihn beim Aufstehen behilflich war. So schnell sie mit dem heftig torkelnden Phillip vorankam, ging sie in Richtung der Zimmer davon.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Do 05 Jan 2012, 23:03

Mao kam ihren Befehlen auf seine ganz eigene, schnelle und effiziente Art nach in dem er den Kerl kurzerhand vom Stuhl riss. Das war zwar auch in einer Schenke wie dem Austernfischer nicht gerade das, was man unter gutem Ton verstand, aber die Statur von Marhjen und Mao wirkten einschüchternd genug, dass man es ihm durchgehen ließ. Niemand war so dumm, sich ihnen in den Weg zu stellen während sie den Kerl hinaus schleiften. Jeanny, die den Schluss bildete, ließ die Spießgesellen des Bärtigen nicht aus dem Auge bis sie die Tür erreichten. Mit einem hämischen letzten Nicken in die Runde schloss sie die Tür und folgte dann den beiden Hünen um die Ecke in eine schmale Seitengasse. Zufrieden erkannte sie, dass Mao bereits bestens vorgesorgt hatte. Einen Fluchtweg gab es für den Kerl nicht mehr. Nicht ohne Genuss nahm sie seine Miene in Augenschein, versuchte aus seinen Zügen zu lesen. Sicher, er war ein harter Kerl, aber es gab eben immer jemanden, der größer, gemeiner und härter war. Angst konnte sie jedoch noch nicht erkennen. So leicht schüchterte man einen Piraten eben doch nicht ein.
"Wie geht's dem alten Blutauge denn so? Segelt er immer noch von der Schlangenzahninsel aus? Er hatte da doch ein Anwesen, nicht?", fragte sie in gespieltem Plauderton. Nicht, dass sie wirklich annahm, dass der Pirat nach ihrem Auftritt in der Schenke ihr noch abnehmen würde, dass sie nur plaudern wollte, aber vielleicht ergriff er ja die günstige Gelegenheit zu kooperieren und mit heiler Haut davon zu kommen. Wenn er nicht mehr zu Blutauges Crew gehörte, dann hatte er wohl kaum einen Grund, noch loyal zu sein.
Doch der Graubart erwies sich als erstaunlich unvernünftig. Er empörte sich. "Deshalb habst du mich hier raus zerren lassen?", fauchte er sie halb ungläubig, halb empört an, "Um mich nach einem Stützpunkt zu fragen, den du ohnehin schon kennst? Ja verdammt, da hat er immer noch seine Festung. Kann ich jetzt gehen?" Er funkelte sie wütend an, doch er wagte es nicht, sich ohne ihre Erlaubnis zu bewegen. Also doch eingeschüchtert, auch wenn er nach außen hin den Harten gab.
"Aber warum denn schon? Wir haben doch gerade erst angefangen, uns zu unterhalten", plauderte Jeanny ungestört weiter, "Es gibt noch so vieles, was ich von dir wissen möchte. Du könntest mir zum Beispiel sagen, wer von meinen Leuten Blutauge verraten hat, wo mein Gold vergraben ist..."
"Hättest du wohl gern, du billiges Flittchen..." Er lachte verächtlich auf. Vielleicht doch nicht so eingeschüchtert? Nun, ihr konnte es gleich sein. Sie hatte wenn es sein musste die ganze Nacht Zeit.
"Ich muss dich da korrigieren", warf sie noch immer zuckersü´ß ein und hob einen Finger, "Ich bin vielleicht abgebrannt, aber ich bin noch lange nicht billig. Ich habe nach wie vor mehr Klasse als du je haben wirst. Willst du mir jetzt also einen Namen nennen?"
"Nein!" Das klang entschlossen.
"Du könntest dir eine Menge Schmerzen ersparen..."
"Du kannst mich mal, Hure!"
"Ach, wozu ich hier wieder gezwungen werde...", seufzte Jeanny theatralisch und wandte sich mit gekünsteltem Weltschmerz ab, "Mao, Marhjen, macht dem Herrn doch bitte meinen Standpunkt klar. Aber seht zu, dass er danach noch reden kann. Oh... und lasst die Messer vielleicht besser stecken. Vorerst..."
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Sa 07 Jan 2012, 01:13

Ihren Standpunkt klar machen? Dafür war Marhjen hervorragend geeignet. Als Kopfgeldjägerin hatte sie es des öfteren mit Leuten zu tun gehabt, die ihr nicht die Informationen gegeben hatten, die sie wollte. Da musste man immer wieder zu härteren Mitteln als gutes Zureden greifen. Nach ein paar gebrochenen Knochen redeten die meisten dann auch.
Die Hünin machte einen schnellen Schritt auf den Mann zu und bevor er zurückweichen konnte, hatte sie schon ausgeholt und ihm die Faust etwas seitlich auf ins Gesicht gedonnert. Ein zufriedenstellendes Knacken verriet ihr, dass die Nase des Mannes gebrochen war. Schnell hielt sie ihm den Mund zu, damit er nicht etwas schreien konnte und beugte sich zu ihm runter. Das Mundzuhalten hatte auch noch den praktischen Nebeneffekt, dass er kaum noch Luft bekam. Nun konnte sie Panik in seinen Augen sehen, als er mühsam einzuatmen versuchte.
"Als nächstes ist deine Hand dran. Wenn du deine Finger ganz behalten möchtest, solltest du jetzt einfach unsere Fragen beantworten, so schwer ist das nicht. Sie uns einfach als deine Saufkumpanen an, nur ohne Taverne, Alkohol und Bärte", flüsterte sie ihm zu, während ein hämisches Grinsen ihr Gesicht zierte. "Alles klar soweit?"
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mo 09 Jan 2012, 18:54

Ja, warum hatte sie dem Jungen die Frau bezahlt, wenn auch nur einen Teil von ihrem Lohn. Ein wenig versonnen lächelnd sah sie ihre Finger an. "Ich weiß nicht." meinte sie und blickte zu Yango. "Glaub, is besser wenn er sich hier die Hörner abstößt." ein Grinsen entblößte ihre Zähne, ein starker Kontrast zu ihrer dunklen Haut, "Und etwas Spaß kann dem Jungen nicht schaden." mit einem tiefen Zug nahm sie den letzten Schluck Met. Mit der Zunge leckte sie sich die Lippen und genoss den Geschmack von Honig und dem leichten Dusel der sich langsam bei ihr einstellte. Nachdenklich wog sie den leeren Becher in der Hand. Sollte sie noch einen trinken? Jetzt mochte Orisha noch geraden Ganges aus der Taverene heraus kommen.
Na was sollte es schon, mit einem dezentem Wink bedeutete sie einer der Bardamen nochmals den Becher zu füllen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mi 11 Jan 2012, 21:16

"Lass ihn wieder los, er soll ja reden...", forderte Jeanny die Thurmerin beschwichtigend auf, doch es klang nicht wirklich so, als würde sie es bedauern, wenn diese dem Kerl noch ein wenig länger die Luft abdrückte. Der Mann fiel, kaum dass Marhjens Griff sich löste, auf allen vieren aufs Pflaster und rang japsend um Luft. Blut rang ihm in breiten Strömen aus der gebrochenen Nase und färbte Bart und Lippen tiefrot, fast schwarz in der Finsternis der Gasse. Jeanny trat auf ihn zu, bis ihre Stiefel kaum mehr als ein paar Fingerbreit von seinem Gesicht entfernt waren.
"Also?", sprach sie ihn herrisch von oben herab an, "Willst du mir Namen nennen oder brauchst du noch ein wenig Gedächtnisstütze?"
Langsam, wie betäubt schüttelte der Mann den Kopf. "Salzzunge...", murmelte er dann schließlich zwischen zwei Luftzügen, "Salzzunge wars..."
"Salzzunge ist tot", fiel Jeanny ihm ins Wort, "Er ist über Bord gegangen als die Thurmer uns aufgebracht haben."
"Dann... hat er wohl Pech gehabt... hat sich wohl nicht gelohnt für ihn... aber er wars. Er hat dich an Blutauge verkauft..."
"Ich hoffe, der Preis war es wenigstens wert...", grollte Jeanny mit bitterer Stimme. Zorn wallte in ihr auf. Salzzunge! Sie hatte ihn für einen guten Mann gehalten. Hatte oft nächtelang mit ihm geredet, in manchen Nächten auch anderes mit ihm getan. Sie hatte ihn gemocht. Es schmerzte, er erfahren, dass er sie hintergangen hatte.
"Ich kenne den Preis nicht, den er mit dem Käpt'n vereinbart hat..."
"Weißt du sonst noch irgendetwas, was mich interessieren könnte?"
"Fragt nur... ich versuche... zu antworten..."
"Nicht jetzt. Mao, wir nehmen ihn mit. Er kann uns nützlich werden wenn wir auf Blutauges Männer treffen. Er kennt sie. Sieh zu, dass du ihn irgendwo unter Deck unterbringst, wo er nicht so einfach raus kommt."
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Sa 14 Jan 2012, 21:48

Mit geübter Bewegung überprüfte Mao den Gefangenen auf Waffen. Eine Pistole wechselte den Besitzer. Er verstaute sie in seinem Gürtel. Auch das Messer nahm er dem anderen Piraten ab.
"Geh", befahl der Hüne und der Pirat folgte dem Befehl. Vor einer Woche noch im Gefängnis und jetzt schubste er schon wieder Piraten durch dieses Drecksloch, das sich eine Stadt nannte. Das Leben spielte komische Streiche. Naja, man würde sehen, was dieser Kerl ihnen brachte. Zumindest hatte Marjhen ihn "überzeugt" ihnen die benötigten Informationen zu geben.
Die kleine Gruppe wanderte durch die Straßen, wobei Mao den Gefangenen mit dem Speer vor sich hertrieb. Der Blick des kleineren Mannes flitzte ganz kurz zu einer der Seitengassen. Mao brummte dem Gefangenen zu: "Ich kann mit diesem Speer eine Möwe auf fünfzig Meter Entfernung treffen. Du bist deutlich größer als eine Möwe..."
Danach konzentrierte sich der Gefangenen auf den Weg.

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mo 16 Jan 2012, 20:57

Der Thurmer griff die Suppenschale und schüttete den Rest der mittlerweile lauwarmen Suppe seine Kehle herunter und zerkaute das restliche Muschelfleisch. Mit einem wilden, begierigen Blick wandte er sich zu Cassy. Die wusste genau, was jetzt passieren würde. Er drückte sich mit ihr an den anderen Sitzenden vorbei und stapfte gemächlichen Schrittes in die Obergemächer. Cassy griff ihn am Arm und zog ihn in das erstbeste Zimmer, was er bereitwillig mit sich geschehen liess. Er würde noch genug dafür bezahlen.

"Also, grosser Junge. Was willst du haben?", grinste die Dirne mit einem gut trainiert aufreizenden Blick in den Augen. Hendrik nahm seinen Hut ab und liess ihn auf dem Bettpfosten ruhen, wandte sich dann ihr zu.
"Ich hätte gerne eine Selektion deiner Künste, dargeboten in einer aufreizenden Art und Weise, konsequent eine ganze Nacht, bis ich in deinen Armen einschlafe... Ach, vergiss es. Lass uns dreckig vögeln."
Cassy zögerte nicht lange setzte sich auf die Bettkante und hob ihren Rock. Der Thurmer grinste dreckig und verschwand mit dem Kopf zwischen ihren Beinen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mi 18 Jan 2012, 00:17

Yango blickte Hendrik nach, zum einen mit einem wissenden grinsen, zum anderen aber auch mit einem leicht neidischen Blick. Nicht das er es ihm nicht gegönnt hätte, dass er sich ein wenig Spass mit einer Dirne gönnte, sondern eher weil Yango selber nicht mehr genug Geld hatte um sich diesen Spass zu erkaufen. Stattdessen blieb er noch ein wenig auf der gemütlichen Bank sitzen und bestellte sich noch einen Met. Wenigstens reichte sein Geld noch um sich halbwegs zu betrinken. Dennoch, mit der erheblich gesunkenen Gesellschaft war es auch irgendwie nicht mehr dasselbe. Yango blickte zu Orisha. "Ich denke ich werde so langsam zum Schiff zurückgehen... und dann morgen nach den drei Glückspilzen oben sehen... oder möchtest du noch weiter durch die Gassen ziehen?" Er glaubte zwar nicht das Orisha noch weiter wollte, da sie hier genau so neu war wie er selbst, doch er wollte sich ihr auch nicht aufzwingen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mi 18 Jan 2012, 18:09

"Weiter durch die Gassen gehen?" die Priesterin betrachtete ihren Gegenüber mit leicht schräg gelegten Kopf. Ihre Augen hatten etwas glasiges angenommen und die Zunge schwer geworden. "Ich glaube nicht." ein tiefer Schluck Met rann ihre Kehle hinab. Ein einzelner Tropfen wollte sich über ihre Lippen davon machen und schlug eilig den Fluchtweg in Richtung Kinn ein. Vergeblich, kaum hatte der Tropfen ihre Lippe verlassen, da wurde er von ihrer Lippe aufgefangen und verschwand in ihrem Mund.
Lächelnd wog Orisha den halb leeren, oder war er halb voll, Becher in der Hand und versank ein wenig in den kleinen Wellen die auf der Oberfläche des Gesöffes entstanden und langsam verliefen. "Nein, ich trinke vielleicht noch einen Becher, dann werde ich mich in meine Hängematte verkriechen und die Decke bis über die Augen ziehen."
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mi 18 Jan 2012, 23:12

Yango musterte Orisha. Er wusste nicht genau, was es war, doch diese Frau faszinierte ihn irgendwie. Vielleicht weil sie eben keine Piratin war.. oder vielleicht, weil er schon so vieles über Voodoo gehört hatte und das nun mit ihr verknüpfte. Er wusste es nicht wirklich.. aber das war ja eigentlich auch egal.
Er lies die Bedienung nochmals antanzen und bestellte nochmals nen Krug Met. Als er ihn erhielt, schenkte er erst Orisha und danach sich selbst nochmals nach. "bis über die Augen? Hat das einen bestimmten Grund? Den ich glaube nicht das du vor der Dunkelheit Angst hast... oder davon alleine zu sein." Er lächelte.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Do 19 Jan 2012, 18:38

Mao machte sich auf seine ihm eigene gewissenhafte - oft schon zu gewissenhafte - Art daran, ihrem Befehl nachzukommen und trieb den spontan zum Gefangenen erklärten Piraten un Richtung der Piers, Jeanny jedoch blieb in der Gasse hinter der Schenke zurück. Allein. Sie brauchte jetzt ihre Ruhe. Sie musste nachdenken. Bis ihr Groll verraucht war. Die Offenbarung des Graubärtigen hatte sie härter getroffen als sie nach außen gezeigt hatte. Salzzunge also war der Verräter... hatte der Mann behauptet. Aber er hatte keinen Grund gehabt, zu lügen. Jeanny musste davon ausgehen, dass es die Wahrheit war. Das Salzzunge sie hintergangen hatte. Es ärgerte sie weniger insofern, dass sie den Navigator gemocht hatte, also vielmehr deshalb, weil sie selbst nie darauf gekommen wäre, dass er sie hintergehen könnte. Er hatte stets den Anschein erweckt, als wäre er loyal. Nicht weniger loyal als selbst der Schwarze Dämon, den sie zu ihrem Ersten Maat gemacht hatte. Wie hatte Salzzunge sie nur so hintergehen können? Vor allem: unbemerkt! Ihr war bis zu seinem Ende nichts an ihm aufgefallen, das gegen ihn gesprochen hätte. Sicher... er hatte eine gewisse Portion an Ehrgeiz besessen, aber wer besaß die nicht? Es nagte an Jeanny, dass sie auf ihn herein gefallen war. Es machte sie angreifbar...
Langsam, die Arme der Kälte wegen um die Brust belegt und die Hände unter die Achseln geschoben, trottete sie davon. Sie hielt sich von den gut beleuchteten Hauptstraßen fern, auf denen man sie hätte sehen können. Sie wollte jetzt allein sein. Sie brauchte die Abgeschiedenheit manchmal einfach. Es gab Dinge, die sie aus diesem Schock lernen musste. Vorsätze, die es zu fassen galt. Zuerst einmal musste sie auch Mao gegenüber in Zukunft vorsichtiger und misstrauischer sein. Jeder konnte sie verraten - und wäre wohl mit Freuden dazu bereit wenn sie Schwäche zeigte und eine Gelegenheit darbot. Von Hendrik wollte sie da noch gar nicht reden. Ihm war um nichts in der Welt zu trauen. Von allen Männern an Bord hatte er am ehesten einen Grund, ihr ein Messer in den Rücken zu stoßen.
Eine plötzliche Bewegung in den Schatten vor ihr ließ Jeanny aus ihren Gedanken aufschrecken. Ganz von selbst glitten ihre Hände zu den Pistolen in den Waffengurten. Doch dann erkannte sie, dass es lediglich ein Betrunkener war, der durch die Gasse wankte. Kein Zweifel, dass der Kerl völlig breit war. Erst, als Jeanny nahe an ihm vorbei ging erkannte sie jedoch, dass es einer ihrer Männer war. Einer der Kerle, die neu angeheuert hatten.
"He, du, bist du nicht einer von Hendriks Männern?", fuhr sie ihn herrisch an.
"Cap'n...?", nuschelte der Mann undeutlich und versuchte, ihr in die Augen zu sehen. Offenbar hatte er sie zumindest erkannt.
"Wo treibt sich dein Freund, der verehrte Herr Navigator herum?"
"Ir'wo un'n am Haf'n... Wo's Musch'lsu'e gib'..."
"Schlaf deinen Rausch aus und sieh zu, dass du morgen früh an Bord bist!", gab Jeanny als knappen Gruß zurück. Die Information des Mannes war wenig präzise, doch Jeanny konnte sich ganz gut zusammen reimen, was er damit gemeint hatte. Es gab nicht allzu viele Tavernen am Hafen, wo man Muschelsuppe bekam. Zwei oder drei vielleicht. Sie würde die richtige schon finden. Und dann würde sie sich mit ihrem neuen Navigator unterhalten. Wenn sie schon beschlossen hatte, ihm mehr zu misstrauen, dann fing sie damit am besten so schnell wie möglich an.

Zum dritten mal an diesem Abend betrat Jeanny eine Schenke und erneut lief sie förmlich gegen eine Wand aus Dunst, Tabakqualm und Alkoholgeruch. Das Verlangen nach einem Becher Rum keimte spontan in ihr auf, doch sie unterdrückte es augenblicklich wieder. Für heute hatte sie bereits genug. Keine Blößen bieten. Hendrik Gerhart war nirgends in dem schummrig beleuchteten Schankraum zu sehen, aber an einem der hinteren Tische entdeckte Jeanny ein paar andere bekannte Gesichter. Yango, den Nirini Jita und Orisha, die Voodoo-Priesterin. Beides Leute, die sie aus dem Gefängnis der Thurmischen Kriegsmarine befreit hatte. Das waren noch die Leute, denen sie am ehesten vertrauen konnte. Sie suchte sich einen Weg zwischen den Tischen hindurch und hielt auf die beiden zu.
"Habt ihr Hendrik gesehen?", wandte sie sich grußlos an sie.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Sa 21 Jan 2012, 16:51

Na nun war der Becher wieder voll und das Vorhaben, die Taverne zu verlassen, wurde in die Zukunft der Nacht verschoben. Ehe Orisha einen weiteren Schluck des süßen Mets über ihre Kehle rinnen ließ hob sie ihren Becher kurz gen Yango zu Gruß. Über seine Worte musste sie lächeln. Langsam bäugte sie sich zu ihm herüber. "Angst vor der Dunkelheit? Nein, auch nicht alleine zu sein." noch immer lächelte sie, "Es gefällt mir einfach."
Das auf einmal der Captain am Tisch stand überraschte die Priesterin ein wenig, ebenso die grußlose Frage aus heiterem Himmel. "Der is oben und amüsiert sich." ihre leicht anzügliche Stimmlage ließ keinen Zweifel stehen über das, was Hendrik dort oben trieb.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   So 22 Jan 2012, 20:51

"Ämusiert sich, so?" Ungefragt zog Jeanny sich einen Stuhl heran, wandte ihn mit der Lehne zum Tisch und nahm rittlings darauf Platz. "Dann wollen wir ihn... dabei... mal nicht stören." Anzüglich zog sie die Augenbrauen nach oben. Nun gut, dann würde sie sich ein ander mal mit ihrem neuen Navigator unterhalten. Ihn zu stören während er gerade mit einem Mädchen herum machte würde ihn nur noch weiter gegen sie aufbringen und das wäre die sicherste Vorgehensweise um irgendwann selbst vor einer einsamen Insel über die Planke gejagt zu werden. Wenn sie Glück hatte...
"Und ihr beide?", wandte sie sich also stattdessen an Yango und Orisha, "Was macht ihr hier noch? Solltet nicht zu spät zurück an Bord kommen. Wir stechen morgen in See..."
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   So 22 Jan 2012, 23:00

Yango zuckte mit den Schultern, als Jeany meinte das ­es besser ­währe Hendrik nicht zu stören. Sie war die Chefin und nicht er, aber es konnte ihm eigentlich auch egal sein. Er überlegte sich kurz ob er ihr sagen sollte das Manuel und Phillip auch oben bei einem Mädchen waren, entschied sich aber dagegen, zumindest vorerst.
"Das hatten wir auch nicht unbedingt vor... wir geniessen nur den Abend, und da die anderen bereits oben sind, lassen wir den Abend einfach noch ein bisschen ausklingen, bevor wir aufs Schiff zurückkehren..." Er betrachtete den Krug Met, der noch gut gefüllt war. "Auch einen Becher?"
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mo 23 Jan 2012, 18:38

Der Nirini Jita - Yango - bot ihr zu trinken an und für einen Moment blitzte Gier in Jeannys Augen auf. Es war schon eine ganze Weile her, dass sie sich zusammen mit Mao einen Becher voll Rum gegönnt hatte. Zu lange. Die breiige Leichtigkeit in ihrem Schädel schwand bereits wieder und in ihrem Hinterkopf spürte sie ein schmerzhaftes Stechen. Das Verlangen, den schleichenden Verfall des angenehmen Zustands mit frischem Alkohol zu betäuben war mächtig. "Ich...", begann Jeanny und hatte schon halb die Hand ausgestreckt, da hielt sie inne. Sie würde es bereuen. Nicht jetzt, aber am nächsten Morgen. Sie konnte es sich nicht erlauben, verkatert zu erwachen. Schwäche zu zeigen. Nicht jetzt. Nicht mit dieser Crew. Abrupt zog sie die Hand zurück. "Ich muss weg!", verkündete sie hastig und verließ die Schenke geradezu fluchtartig - erneut ohne Gruß. Warum, das war ihr nicht ganz klar und auf dem Weg zurück zum Schiff, als jegliche Eile wieder von ihr abgefallen war und sie langsam vor sich hin schlenderte, bereute sie es bereits. Hatte das nicht genau nach der Schwäche ausgesehen, die sie vermeiden wollte`? Was war mit ihr los, dass sie sich solche Sorgen machte? Es war... ungewohnt. Das war... nicht sie selbst. Und was immer dieser Wandel zu bedeuten hatte, Jeanny war sich sicher, dass er nichts gutes brachte. Als sie die Albatross erreichte verschwand sie schnurstracks in ihrer Kabine, drehte den Schlüssel im Schloss und ließ sich auf ihr Bett fallen. Doch Schlaf fand sie lange nicht...
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