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 [MSG] Black Tides - Seas of the Parava

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Warmonger

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Fr 16 Dez 2011, 00:28

Warum das Tiefenleuchten? Was auch immer der Neue behauptete, billig war es da nicht. Und sein Geldbeutel würde vielleicht gar kein ordentliches Besäufnis mehr hergeben, dachte Manuel schmerzlich. Für einen reichen Bastard wie ihn vielleicht billig, für einen Matrosen, der nach einiger Zeit an Land schon wieder fast auf finanziellen Grund lief, allerdings nicht. Und dann immer dieses herrische Gehabe. Unfroh verzog er das Gesicht und folgte dem Arroganten zum Tiefenleuchten.
Eins musste der junge Pirat zugeben, das Tiefenleuchten war sein Geld wert. Das Interieur war im Vergleich zu den schmierigen Holztrümmern der meisten Kaschemmen geradezu luxoriös, der Alkohol ungestreckt und die Betten hatten viel weniger Wanzen. Wenn er schon einmal drin war konnte er es auch genießen, beschloss Manuel grimmig und setzte sich in die ihnen angewiesene Ecke. Muschelsuppentag ... Vielleicht doch nicht so übel, dachte er. Nur dne Teller Eintopf hatte er heute gegessen, den Rest hatte er mit Bier und Gegröle und Blut und einem langen Morgen in der Hängematte zugebracht.
Dass Hendrik die erste Runde ausgab freute ihn dann doch; er zog Bier oder Schnaps vor, untypischerweise, aber alles was Alkohol hatte ging schon in Ordnung. Halbwegs dankbar brummte er Hendrik etwas zu, bevor er sich wieder an Phillip wandte.
"Wie bist du eigentlich im Gefängnis gelandet? Siehst nicht nach einem aus der etwas anstellt. Eher wie der mit dem man etwas anstellt."
Er meinte das nicht böse - nicht allzu sehr jedenfalls. Er mochte es, den Jungen ein wenig ängstlich zu sehen, aber er war auch ernstlich daran interessiert, was den jungen, unbescholtenen Shumalaner ins Gefängnis verschlagen hatte.
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Basol
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Fr 16 Dez 2011, 17:49

Auch Emily war den anderen Piraten unaufällig gefolgt und fand sich nun in einer recht guten Kneipe wieder, wo es allerdings nicht ganz so billig sein würde. Hmm, schwierige Entscheidung... Aber da der alte Mann die erste Runde ausgab, wäre sie dumm, wenn sie dem fernblieb. Wenn der Rum auch nur halb so gut war die Hygiene, dann wäre er sein Geld definitiv wert.
Schließlich setzte sie sich auf einen freien Platz, stützte das Kinn auf die Hand und wartete, was als Nächstes kommen würde...
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Porphyrion
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Fr 16 Dez 2011, 20:00

Die erste Runde kam, und Hendrik griff gierig nach dem nach unten spitz zulaufenden Becher. Halsabschneidergläser, wie man sie auch nannte. Egal, dafür waren sie gut gefüllt, oder zumindest schien es so.
Der Thurmer nahm einen Schluck, und befand den Schnaps für gut. Grinste. Und winkte einer der Huren an der Bar zu. Die kam prompt an den Tisch.
Ihr kurviger Körper war in ein hellblaues, knöchellanges Rüschenkleid gehüllt, und aus ihrem von braunen Haaren umrahmten, hellen Gesicht strahlten zwei ebenfalls blaue Augen hervor, die nun auf Hendrik ruhten.
"Na hallo, wenn das nicht der Käpt'n ist. Lange nicht gesehen."
"War auch lange nicht mehr hier, Cassy. Warum setzt du dich nicht zu mir?"
Wortlos sank die Hure zu Hendriks Seite und begann ein Gespräch mit ihm. Was die Kunst halt so machte. Ach, war das schön.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Fr 16 Dez 2011, 21:50

Phillip betrachtete die merkwürdigen Glässer, bevor er einen Schluck Schnaps probierte und fast sofort den Mund verzog. Das Gebräu brannte in seiner Kehle, verbreitete jedoch eine angenehme Wärme in seinem Bauch. Einen Moment später nahm er noch einen Schluck, woraufhin sich das Gefühl verstärkte und ein leichtes Pochen an seinen Schläfen begann sich zu meldete. Während Manuel ihn ansprach, wanderte seine Gedanken zu der Zeit vor seiner Verhaftung und er schüttelte leicht den Kopf, um diese Gedanken zu vertreiben. "Ich...hab nen Soldaten umgebracht." meinte er mit soviel Härte in der Stimme, wie er aufbringen konnte, obwohl man, wenn man genau hinhörte, ein leichtes Zittern in seiner Stimme vernehmen konnte.
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Grim
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Sa 17 Dez 2011, 11:13

Jeanny hatte schon einiges in ihrem Leben gesehen. Nicht, dass sie sich selbst als alt angesehen hätte, aber die Jahre, die sie verbracht hatte, hatte sie als Piratin in der Parava verlebt. Und man konnte nicht behaupten, dass das kein ereignisreiches Leben gewesen wäre. Soetwas allerdings hatte sie noch nie gesehen. Irgendetwas an Locahas Männern war ihr nicht geheuer. Und sie verabscheute sich selbst dafür, dass sie so dachte. Sie wartete, bis die Shumalanerin und ihr Gefolge außer Hörweite waren ehe sie Mao antwortete.
"Ich schätze es, wenn jemand pflichtbewusst ist und Befehlen folgt...", begann sie und fügte in Gedanken ein 'Vor allem, wenn es meine Befehle sind' hinterher, führte denn Satz dann jedoch anders weiter, "Aber das ist eine Art von Drill, die mir nicht mehr so recht schmecken will. Selbst imperiale Marinesoldaten zeigen mehr Leben als diese Kerle." Sie warf einen Blick über die Schulter, doch die fünf waren verschwunden. "Aber ich will gar nicht wissen, wie deine Freundin sie derart abgerichtet hat. Was mich eigentlich interessiert: wo hast du den verdammten Rum hinbringen lassen?"
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Redeyes
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Sa 17 Dez 2011, 15:21

Yango nahm ebenfalls sein Glas und nahm einen Schluck... und hatte so bereits die Hälfte des Inhalts verbraucht. Nun gut, dafür nicht verwässert, man musste das positive sehen. Im Gegensatz zu Phillip verzog er nicht das Gesicht, war schliesslich nicht sein erster Alkohol. Aber er musste zugeben, dass der Schnaps um einiges besser schmeckte als der billige Fussel, den er sonst kaufte, auch wenn vermutlich beide gleichviele Hirnzellen abtöteten, egal. Der ganze Laden hier machte einiges mehr her als irgendeine einfache Spelunke, egal ob nun das Mobiliar oder die Frauen die hier waren, er musste drauf achtgeben sonst währe er wohl bald sein ganzes Geld heute Abend wieder los. Er beobachtete kurz Hendrik, der eines der Frauen zu sich bestellte, tja, der Mann konnte es sich vermutlich Leisten, aber nun gut. Seine Aufmerksamkeit glitt wieder hinüber zu Manuel und Phillip.
"Nen Soldaten getötet..." entweder hatte der Junge dabei verdammt viel Glück gehabt oder er hatte mehr drauf als Yango ihm zutraute, aber das würde er in den nächsten Tagen beim Training sicherlich schnell merken. "war das erste Mal dasde getötet hast hm?"
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Sa 17 Dez 2011, 15:49

Schweigend nippte Orisha an ihrem Becher und hörte zu. Hendrik wie er eine der Huren herbei zitierte und Manuel wie er nach Phillips Geschichte fragte. Beides für die Priesterin nicht unbedingt die interessantesten Themen. Lieber begutachtete sie die Einrichtung des Ladens ein wenig genauer. Es mutete schon ein wenig seltsam an an einem Ort wie die Zacke ein recht gepflegtes Lokal zu finden das den Rum nicht durch Wasser ersetzte und man nicht an den Stühlen kleben blieb. Durchaus eine Spelunke die ihr nicht unsympathisch war, ja hier ließ es sich durchaus aushalten. Ein weiterer Schluck des brennenden Gesöffs rann über ihre Lippen die Kehle hinunter und hinterließ ein Gefühl wohliger Wärme in der Magengegend.
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Warmonger

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   So 18 Dez 2011, 17:12

"Einen Soldaten getötet?"
Manuel war einen Augenblick lang ehrlich verblüfft, verdeckte das aber, indem er ebenfalls einen tiefen Zug aus seinem Becher nahm. Der warme Rum brannte angenehm in Kehle und Hals, füllte den Magen mit einer Wärme, die er auf See immer wieder vermisste. Denn da gab es nur Grog, verdünntes Zeug, von dem man nicht ordentlich betrunken wurde.
"Wie hast du denn einen Soldaten getötet? Siehst nicht aus wie einer, der das schaffen würde. Und dein erstes Mal als Pirat ist es auch, hm?"
Er würde Phillip ganz bestimmt nicht umbringen. Einen Soldaten getötet! Der Kleine war amüsant. Und er würde ein richtiger Pirat werden. Irgendjemand würde ihm zeigen müssen, wie man mit einem Entermesser oder einer Pistole jemanden umbrachte, und Manuel kam sich wie genau der vor, der so etwas wissen musste. Grinsend musterte ihn und überlegte, was aus dem Jungen würde werden können. Hauptsache, er gewöhnte sich bald daran, Leute umzubringen.
Suchend sah auch der junge Pirat sich um, während er noch mit Phillip redete. Nach Mädchen und nach jemandem, der mit einem Tablett voller Krüge herumlaufne würde, egal ob männlich oder weiblich. Aber das Lokal war sich anscheinend zu fein dafür - jedenfalls konnte Manuel auf den ersten Blick niemanden sehen. Missgestimmt wandte er sich zu seinem Gesprächspartner zurück und warf seinen leeren Rumbecher zwischen den Händen hin und her.
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Basol
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   So 18 Dez 2011, 17:45

"Das kann doch nur im Affekt passiert sein...", murmelte Emily mit einem geringschätzigen Blick auf das kümmerliche Kerlchen, das aber doch vielleicht eine gewisse Intelligenz besaß und ihr damit sympathischer wäre als ein stinkender, dümmlicher Zwei-Meter-Schrank. "Du siehst mir nicht wie ein Mörder aus. Wie ist es denn dazu gekommen?"
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   So 18 Dez 2011, 19:32

"Ja, war das erste Mal." meinte Phillip leicht nickend auf Yangos Frage hin. Er war leicht überrascht, dass diese Tatsache die anderen so verblüffte, schob es dann aber darauf, dass sie ihm soetwas vermutlich nicht zugetraut hätten. Mit einem weiteren Schluck war das Schnapsglas leer, aber dafür fühlte er sich viel lockerer und fröhlicher als vorher und ein Lächeln stahl sich auf sein etwas gerötetes Gesicht. "Wollte abhaun und ab ihn mit nem Stein erschlagen, als er unachtsam war." Sein Blick fixierte Manuel, der leicht verschwommen war und er hatte den Mund einige Sekunden lang offen, bevor er weitersprach. "Weist du zufällig wer mir an Bord den Umgang mit Pistolen und so zeigen kann?"
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Wyrd

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Di 20 Dez 2011, 00:08

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Zuletzt von Wyrd am Di 31 Jan 2012, 22:00 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Di 20 Dez 2011, 00:51

"Wir brauchen nicht noch mehr Leute an Bord, die zu Verrätern werden können", stellte Mao fest. Ganz offensichtlich bezog er sich damit auf Hendrik und seine Leute. Die Augen des Mannes funkelten im Schein der Lampe, die er immer noch hielt. Er deutete erst auf Locaha, dann auf auf die Stiege, die unter Deck führte.
"Und Locaha wird ihre Lebensschuld bei mir begleichen. Fünf Leben sind geschuldet. Fünf wurden gegeben. So ist es Brauch bei den Shumalanern. Der Rum ist unter Deck. Die Fässer ganz hinten. Vorsicht, in den ersten zwei Reihen ist Wasser. Ich habe die Reihenfolge verändert. Wollte mal sehen, wer genug Hartnäckigkeit beweist, um immer noch bis zum Rum zu gelangen."
Mao drehte sich halb um, blieb dann aber doch stehen und sah Jeanny an. "Gibt es sonst noch etwas, Käpt'n?"

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Grim
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Di 20 Dez 2011, 16:12

Die Shumalaner hatten merkwürdige Bräuche. Lebensschuld! Erneut wurde Jeanny deutlich, wie unterschiedlich die Mentalitäten der Eingeborenen und der eingewanderten Bewohner der Parava doch waren. Sogar in einem Piraten, einem Subjekt, das an sich vollkommen flexibel in seiner Moral sein sollte, fand man diese tief verwurzelten Brauchtümer noch. Aber ihr konnte es nur recht sein. Mao war ihr Mann und solange er das war konnte es ihr nur recht sein, wenn es ein paar Typen an Bord gab, die seine Männer waren. Sagen würde sie ihm das selbstverständlich nicht. Weder das eine noch das andere.
"Yeboah hat mir eine Karte gezeigt, in die er ein paar Schmugglerrouten eingezeichnet hat, die Blutauges Männer nutzen. Oder mal genutzt haben...", teilte sie ihm mit emotionsloser Stimme mit. Verdammt, ihr Kopf begann zu schmerzen. Sie brauchte noch einen Schluck. Oder ein weiches Bett. "Wie auch immer. Vielleicht können wir das nutzen. Sie abfangen. Das übliche eben. Weißt du was? Wenn du noch einen mit mir trinkst und uns zwei Becher Rum holst zeige ich dir die Karte jetzt gleich..."
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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Do 22 Dez 2011, 16:36

Mao wälzte den Gedanken einen Moment in seinem Kopf umher. Vielleicht gab es etwas, dass der Käpt'n nicht mit Jeboah hatte besprechen wollen. Schließlich nickte der Shumalaner.
"Ich hole Rum und Becher. Einen Moment, bitte." Mao gesellte sich zu Locaha und sprach leise mit ihr: "Deine Männer und du, ihr könnt euch schonmal einrichten. Willkommen auf der Albatross." Die Frau nickte langsam und verschwand unter Deck. Nach einem Moment folgte auch Mao. Es dauerte etwas, bis er ein einigermaßen sauberes Paar Becher gefunden hatte. Der Rum hingegen war schnell gefunden, hatte er ihn doch selbst verstaut. Mit Flasche und Bechern bewaffnet erschien Mao wieder bei Jeanny.
"Eure Kajüte, Käpt'n?"

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Do 22 Dez 2011, 17:39

"Wie du willst. Ist so gut wie jeder andere Ort", erwiderte Jeanny kurz angebunden. Von ihr aus hätten sie sich auch in die Kombüse hocken können. Oder sogar auf Deck, unter die Hecklaterne. Es war ja nicht so, dass das Schiff gerade vor Mannschaft überquoll. Die allermeisten waren in der Stadt, trinken. Mit Hendrik. Was der Bastard wohl vor hatte? Jeanny bezweifelte stark, dass er einfach nur vor hatte, sich gut in die Mannschaft einzufügen. So jemand wie Hendrik Gerhart gab sich nicht allein des guten Klimas wegen mit den Schiffsjungen ab. Er heckte etwas aus. Früher oder später würde er versuchen, seinerseits zu meutern, daran hatte sie keinen Zweifel. Zumindest wenn es zu lange dauerte, bis sie ihm sein eigenes Schiff verschaffte. Umso wichtiger war es, dass sie rasch Erfolge vorweisen konnten. Nichts band die Mannschaft so sehr an den Kapitän wie Erfolge, sah man vielleicht einmal von Gold ab. Aber das war ja das gute am Piratenhandwerk: meistens gingen diese beiden Dinge Hand in Hand.
Sie führte Mao hinab in den Bauch der Albatross. Ihre Kajüte lag im Heck der Albatross. Mit beiläufiger Geste fingerte sie den Schlüssel hervor, den sie in ihrem breiten Gürtel verborgen hatte und schloss auf. Nicht, dass es sonderlich viel in der Kajüte gegeben hätte, das es wert war, von einem Schloss geschützt zu werden. Oder dass sie damit gerechnet hätte, dass jemand so dumm wäre in ihre Räumlichkeiten einzudringen. Aber sie war von Natur aus misstrauisch. Man konnte nie vorsichtig genug sein.
Die Tür stieß sie mit Schwung auf, schritt - weit ausholend wie immer - vor Mao in die Kammer und warf die Karten auf den Tisch, der abgesehen von einem versilberten Kerzenständer, der ihrem 'Vorgänger' auf der Albatross gehört hatte, leer war. "Schau dir das an!", forderte sie Mao auf während sie die Karte entrollte, in die Yeboah die Schmugglerrouten eingezeichnet hatte. Ihr Finger glitt die roten Linien entlang bis sie die Insel fand, die ihr zuvor bereits ins Auge gestochen war. "Ich bin dafür, dass wir es hier probieren. Wir gehen in der Bucht vor Anker, schicken ein paar Äffchen die Landzunge hinauf um Ausschau zu halten und wenn wir Segel am Horizont sehen schlafen wir zu, am besten von achtern. Das übliche: ein paar Schüsse auf Segel und Mast, Kartätschen über Deck und dann entern ehe sie ihre Geschütze in Position bringen..."
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Do 22 Dez 2011, 23:41

Interessiert hörte Manuel Phillip zu, während dieser von seinem Mord erzählte. Er ließ sich natürlich nicht anmerken, dass er zuhörte, sondern ließ den Blick durch den Ruam schweifen, als ob er sich schon ein Mädchen aussuchen würde. Tatsächlich jedoch interessierte ihn der Neue wesentlich mehr als irgendwelche Kaschemmenhuren. Mit einem Stein erschlagen also - keine besonder ssichere Methode, man musste entweder verzweifelt oder mutig sein, um so etwas zu versuchen. Manuel war sich ziemlich sicher dass der dürre Junge nur verzweifelt gewesen war, als Sklave durchaus verständlich. Aber er wollte sich anscheinend verbessern. Sichtlich angeheitert fragte er, wer an Bord ihm Kämpfen würde beibringen können.
Mit einem ebenfalls vom Alkohol befeuerten, aber immer noch fiesen Lächeln sah Manuel ihn von der Seite an.
"Ich kann dir beibringen wie man mit Dolchen und Entermessern umgeht, und die Grundlagen bei Pistolen. Damit kann man besser Leute umbringen als mit einem Ziegelstein."
Mit einem harschen Winken besorgte er ihnen doch mehr Stoff; als die Kellnerin sah, dass Manuel langsam ungeduldig wurde, beeilte sie sich, seinen Wünschen nachzukommen - lieber ein unbequemer, aber zahlender Kunde als ein Randalierender, der vor die Tür gesetzt werden musste. Er holte sich Rum für sie beie, bestellte aber Schnaps hinterher. Das Mädchen sah nicht begeistert aus, aber ging dennoch nach dem Gewünschten davon, Manuels Münzen für den Rum in der Tasche. Der junge Pirat schob dem Shumalaner grinsend den neuen Becher hin.
"Nur eine Warnung, schonen würde ich dich nicht. Wenn du lernen willst, dann lernst du, aber herumheulen ist nicht."
Da kam auch schon der Schnaps. Phillip hatte seinen Becher noch nicht alle, aber Manuel schob ihm schon das kleine, dickwandige, aus unsauberem Glas gegossene Gläschen hin.
"Da, trink, trink auf diesen Abend ... Ach was, trink einfach. Du wirst sehen, gleich sieht alles viel besser aus ... Schau dir mal die Mädels da drüben an. Interessiert?"
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   So 25 Dez 2011, 02:56

Phillip dachte einige Sekunden lang über Manuels Angebot nach, während er sein fast leeres Schnapsglas betrachtete. "Weist du..." meinte er schließlich, wobei ihm selbst auffiel, dass er ziemlich lang brauchte, um die passenden Worte zu finden. "...das ist ein nettes Angebot. Wobei mir Yango schon beim Umgang mit den Entermessern hilft. Aber für die anderen Sachen nehm ich deine Hilfe gerne an." Er lächelte den Piraten an, als dieser ihm die beiden neuen Gläser hinstellte und schüttete sich den Rest seines ersten Getränks mit einem Schluck die Kehle hinunter. Mit leichten Schwierigkeiten folgte er Manuels Blick zu den Huren hinüber und musterte diese. Für ihn sah jede von ihnen bildhübsch aus - was in seinem Zustand nicht viel bedeutet - aber er wusste nicht, was er machen sollte, weshalb er den Blick wieder zu Manuel wandte. "Nicht schlecht...aber..." Er schwieg einige Zeit lang, unsicher, wie er fortfahren sollte und wo er anfangen sollte. "...aber...soll ich sie so einfach ansprechen? Und was soll ich danach machen?"
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   So 25 Dez 2011, 13:45

Die Unsicherheit des jungen Schiffsjungen amüsierte Orisha. Hatte er etwa nach nie die Nähe einer Frau gespürt? Langsam lehnte sie sich zu ihm herüber und stützte das Kinn auf ihren schlanken Fingern ab. "Bei den Frauen reicht es auch ihnen ein paar Geldstücke in den Ausschnitt zu stecken um zwischen ihren Schenkeln zu tauchen." Ihre Zähne blitzen hinter den zu einem Lächeln geöffneten Lippen hervor. "Willst du?" zwischen ihren Fingern tauchte eine Münze auf. Sollte der Junge sich lieber hier die Hörner abstoßen als irgendwann auf dem Schiff anfangen sich in dunklen Ecken zu verstecken. Sie selbst angelte einer vorbeilaufenden Bardame einen Krug Met von ihrem Tablett. Der süßliche Geruch des Honigweines drang ihr in die Nase während sie einen tiefen Schluck nahm.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mo 26 Dez 2011, 00:06

"Sollte man uns vorher entdecken, sitzen wir in dieser Bucht in der Falle", gab Mao zu bedenken und schüttete Rum in die beiden Becher auf dem Tisch. Einen reichte er an Jeanny weiter. Seinen eigenen rührte er hingegen nicht an, sondern beugte sich stattdessen über die Karte. Die roten Linien waren präzise gezeichnet. Yeboah schien genaue Informationen zu haben, wo genau die Schiffe entlang fuhren.
"Wir müssen uns bedeckt halten, bis wir die Bucht erreichen oder alle Schiffe, die uns begegnen vernichten. Wenigstens ist die Chance, dass Yeboah uns falsche Informationen gegeben hat, gering. Geht dieses Schiff unter, sterben sie auch. Hah!"
Mao besah sich die Karte genauer.
"Wir müssen sehen, wie der Wind in der Bucht ist. Schlimmstenfalls hält die Insel einen Großteil ab und die Schiffe fahren uns davon. Aber erstmal müssen wir dort ankommen." Zufrieden nahm Mao einen Schluck Rum.

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mo 26 Dez 2011, 12:53

Jeanny nahm den Becher an ohne überhaupt darauf zu achten, ohne auch nur von der Karte aufzusehen. Abwesend setzte sie ihn an die Lippen. Der Rum brannte scharf in ihrem Rachen, dennoch leerte sie ihn in einem Zug zur Hälfte. Sie konnte spüren, wie sich die Wärme in ihrem Bauch ausbreitete und fühlte sich gleich wieder besser. Ein gutes Stück besser!
"Die Winde sind kein Problem", erwiderte sie mit vom Alkohol schwerer Stimme, "Wenn wir Späher postieren um zu sehen, wann sie kommen haben wir genügend Zeit um Anker zu lichten und an Fahrt zu gewinnen, auch bei schwachem Wind. Deshalb machen wir das ja. Und wenn Flaute herrscht werden Blutauges Männer ihre Schiffe auch nicht an der Insel vorbei bringen. Wir müssen nur aufpassen, dass wir unsere Deckung nicht zu früh..."
Sie hielt inne, denn in diesem Moment war ein vernehmliches Klopfen an der Türe zu hören. "Ja?", fragte Jeanny verwundert. Wer würde sie so spät noch stören? In ihrer eigenen Kajüte. Ihr Blick verfinsterte sich. Der konnte was erleben. Die Tür schwang auf und im Schein der Öllampen erschien Squiggys massige Gestalt
"Kapitän, ich hoffe, ich störe sie nicht allzu sehr...", begann er zaghaft.
"Doch, tust du", unterbrach Jeanny ihn sofort ungehalten, "Aber ich nehme an, dass es einen verdammten Grund dafür gibt, also raus damit."
"Da steht ein Mann am Pier. Er sagt, er hat wichtige Informationen für euch..."
Wenn das überhaupt möglich war verfinsterte Jeannys Blick sich noch weiter. Das war der zweite Bote in zwei Nächten. Der Mann, der sie gestern hatte sprechen wollen hatte schlechte Informationen gebracht. Sehr schlechte. Und es gab keinen Grund zu der Hoffnung, dass sie heute eine bessere Nachricht erhalten sollte. Überhaupt: es ging ihr gründlich gegen den Strich, dass jeder, der sie sprechen wollte, das zu diesen nachtschlafenen Zeiten begehrte. Konnte man den nicht tagsüber miteinander reden, wie unter ehrlichen Leuten? Diese Geheimniskrämerei hatte etwas Schmuddeliges, Kriecherisches an sich. Jeanny bevorzugte es, ihrem Gegenüber offen unter die Augen zu treten. Ohne den Schleier der Nacht. Und dennoch... sie konnte es sich nicht leisten jemanden abzuweisen, der ihr möglicherweise nützlich sein konnte. Nicht in ihrer momentanen Situation.
"Na gut...", gab sie murrend zur Antwort, verließ die Kajüte und gab Mao und Squiggy mit einem knappen Wink zu verstehen, dass sie ihr folgen sollten. Die Fersen ihrer Stiefel knallten scharf auf den Planken der Albatross, trommelten mit scharfem Ticken die Stiege hinauf an Deck. Ohne darauf zu achten, ob die Männer ihr folgten stürmte sie zur Reling und die Gangway hinunter. Der Mann, der dort wartete, entsprach genau ihren Erwartungen von jemandem, der nachts geheime Botschaften überbrachte. Nervös zusammen gekauerte Gestalt, eine Kapuze über dem Kopf, sodass einzig eine lange Nase und ein schmales, spitzes Kinn im Mondschein erkennbar waren. Die unruhig zuckenden Fingerspitzen hatte er vor dem Bauch zusammen gelegt.
"Was willst du?", fragte Jeanny ungehalten und machte sich dabei keinerlei Mühe, die Stimme zu senken.
"Ihr seid Kapitän Forvell?" Die Stimme des Mannes war kaum mehr als ein Flüstern. Er machte sich offenbar große Sorgen, gehört zu werden. Ein lächerliches Subjekt.
"Natürlich, Schwachkopf. Wer sonst sollte hier stehen?" Der Rum pulsierte durch Jeannys Venen. Er ließ sie noch aufbrausender, ungeduldiger und barscher werden als das ohnehin schon ihre Art war.
"Ich habe Informationen für euch, die euch interessieren könnten, Kapitän..."
"Weiß ich. Raus damit."
"Ihr werdet verstehen...", setzte der Mann vorsichtig und mit einem Anflug von Tücke in der Stimme an, "... dass ich ein gutes Stück weit gelaufen bin um sie euch zukommen zu lassen. Ein Botenlohn ist in diesem Fall üblich..."
"Ich zahle dir deinen Lohn in Blei aus wenn du nicht gleich zur Sache kommst", hielt Jeanny dagegen und legte die Hand auf den Knauf einer ihrer Pistolen, "Lass hören was du zu bieten hast und ich werde dann entscheiden, was mir das wert ist. Du hast meine Geduld schon genug strapaziert..."
Die Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Trotz der Finsternis konnte Jeanny erkennen, dass sie ihn ordentlich eingeschüchtert hatte. "Mir ist zu Ohren gekommen, dass ihr eine persönliche Fehde mit Kapitän Blutauge zu haben scheint..."
"Ja..." Unfreiwillig schwang nun Interesse in Jeannys Stimme mit. Sie kamen zum interessanten Teil. Und vielleicht wäre es doch noch eine nützliche Botschaft, die ihr heute Nacht überbracht wurde.
"Ein Mann, der bis vor wenigen Wochen in seiner Crew segelte sitzt im Austernfischer. Vielleicht habt ihr Interesse daran, euch mit ihm zu... unterhalten. Ich könnte euch zu ihm führen."
Jeanny ließ sich lange Zeit nachzudenken. Es klang fast zu gut um wahr zu sein. Jemanden, der mit Blutauge gesegelt war könnte ihr einiges verraten, was sie nun dringend gebrauchen konnte. Andererseits: es konnte genauso gut eine Falle sein. Jeanny zweifelte nicht daran, dass es genügend Leute in der Zacke und anderswo gab, die für ihr Ableben ordentlich Münzen springen ließen. Und die Frage, ob sie dem Mann trauen konnte erübrigte sich wohl. Natürlich nicht. In der Zacke konnte man niemandem trauen. Und doch: sie mussten es drauf ankommen lassen!
Aus einem Beutel fingerte sie eine von Yeboahs Münzen hervor, eine große imperiale, die im Schein des Mondes silbrig schimmerte. Sie hielt sie mit zwei Fingern hoch, sodass der Mann sie sehen konnte. "Die kriegst du, wenn wir diesen Kerl in den Fingern haben", erklärte sie und glaubte, ein gieriges Blitzen in den von der Kapuze beschatteten Augen zu erkennen.
"Mao, sag Locaha und ihren Männern, dass sie auf das Schiff aufpassen sollen. Du kommst mit mir. Squiggy, du auch. Und Mao: schau, ob sonst noch jemand an Bord ist, den wir mitnehmen könnten..."
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mo 26 Dez 2011, 13:11

Phillip lies seinen Blick zwischen den Mädchen und Orishas Münzen hin und her wandern, während er das Gesagte zu verarbeiten versuchte. Schließlich schüttelte er leicht den Kopf. "Nein, lieber nicht." meinte er nur. Trotz des Alkohols, den er bisher getrunken hatte, war er noch zu schüchtern, um so etwas zu tun. Er tastete nach seinem Schnapsglas und trank etwa die Hälfte des Inhalts auf einmal, bevor er sich wieder zu Orisha wandte. "Obwohl...vielleicht später" nuschelte er kaum verstehbar.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mo 26 Dez 2011, 14:36

Emily hatte das Gespräch eher schweigend belauscht und ab und zu an ihrem Alkohol genippt. Tja, der arme Kleine wurde von den rauen Gesellen langsam aber sicher verdorben, auf die selbe Art, wie sie einst verdorben worden war. Bald war er sicher ein gnadenloser Halunke wie der Rest von ihnen allen. So breitete sich das Gift des Bösen wie eine Krankheit unter der Menschheit aus, sie verkam immer mehr. Und sie... sie fand ganze wirklich herzerfrischend amüsierend. Die Wandlung von lieben, unschuldigen Kindern in grausame, gefuhlskalte Bestien. Diese Entwicklung würde sie gebannt verfolgen...
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Porphyrion
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Mo 26 Dez 2011, 16:23

"Ha ha! Du wirst heute abend schon deinen Spass haben, Kurzer, dafür sorge ich!" Er war nicht die Art von Mensch, die zurückhaltend oder gar taktvoll war. Seine Methoden waren effektiv, sein Charme erprobt, und seine Bestimmungsfähigkeit stets auf einem hohen Niveau. Hendrik freute sich. Der Rum war warm im Magen, Cassys Körper fest und jugendlich, und in seinem Glas noch genug, genau wie in seiner Pfeife noch eine Glut brannte, die ihn durch die nächste Viertelstunde tragen konnte. Er blickte die Dirne an und hob die Pfeife zu ihr, sie kicherte und nahm einen Zug, hielt das Ding in der Hand.
"Mädel, nicht so viel! Wenn du den Reefer rauchst, wirst du nachher ja über mich herfallen, nicht so viel, das kann ja nicht gesund werden!"
Mit einem lasziv geübten Blick nahm ihm Cassy den Dreispitz vom Kopf und küsste ihn auf die Nasenspitze, um sich dann auf seinen Hals herabzuarbeiten. Er brummte, und nahm die Pfeife aus ihrer Hand. Sie mochte wohl fünfzehn Jahre fünger sein als er - Wie war das damals gewesen! Thurmerinnen von ihrem Alter ... Ah, verwirrende Gedanken. Besser nicht weiterdenken, kriegst nur einen Knoten ins Hirn. War bestimmt ein Bastardkind. Er mochte Bastarde. Die waren zäh. Zäh genug für das Piratenleben, und, harhar, zäh genug für sein Gemächt.
Mit einem Wink signalisierte er einer der Dirnen, einer jungen Shumalanerin, an den Tisch zu kommen. Während sie mit schwingenden Hüften durch das Lokal zum Tisch herübertanzte, ergriff ihn der Gedanke an einen Minotauren. Warum auch immer. Hel, er war Hendrik Gerhart! Er war besoffen und brauchte nicht mal sich selbst was zu erklären! Sie war am Tisch.
"Mein Freund hier, der junge Neger", er deutete auf Philipp, "Ist neu in der Stadt. Sucht Gesellschaft, vielleicht ein Zimmer. Willst du ihm dabei helfen?"
Wortlos grinsend lief die Shumalanerin zu Philipps Seite des Tisches und setzte sich neben Philipp, der bisher am Ende der Sitzreihe gewesen war.
"He du. Der Thurmer meint, du kennst hier niemanden." Sie lächelte, und der Halbmond ihrer Lippen entblösste eine schöne blanke Zahnreihe. "Lass mich dir Gesellschaft leisten. Ich bin Yelme."
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Di 27 Dez 2011, 02:15

"Jaaah ... Da hat er Recht. Wirst du. Los, geh zu ihr. Gib ihr ein bisschen Geld. Geh mit ihr nach oben, fertig."
Aber da kam die Hure auch schon an. Sie war nicht die schönste Frau auf Erden, von der vielen .... Arbeit verbraucht und mit abgewetzter Kleidung. Immerhin, ihre Zähne waren ungewähnlich gut. Würde sich vielleicht besser anfühlen. Irgendwie hatte die Frau etwas gewisses, unbesitmmbares, Kuh-haftes an sich - vielleicht war es ihr breites Lächeln auf dicken Lippen, vielleicht ihr Blick aus halbgeschlossenen Augen. Aber sie war schon völlig in Ordnung für den Anfang, und auch von der gleichen Rasse.
"Los, geh mit ihr."
Das raunte Manuel Phillip gerade noch zu, bevor er aufstand und den Jungen alleine ließ. So viel, wie der auf nüchternen Magen und völlig ungeübt getrunken hatte, würde er mitgehen. Und seinen Spaß haben - aber das wollte Manuel auch noch. Langsam, wie ein Raubtier auf der Pirsch, schlich er sich hier und da an eine Hure an, verschwand aber immer wieder nach einiger Inspektion. Noch war er zu nüchtern, um nicht wählerisch zu sein - etwas, das er dringend noch ändern musste. Rumpelnd setzte er sich gegenüber von Hendrik hin und rief nach einem neuen Humpen Rum. Sein Beutel war schon bemerkenswert viel leichter, aber er musste das bisschen Geld, das er noch hatte, auf den Kopf hauen, bevor sie wieder auf Plünderfahrt fahren würden. Auf dem Schiff war das Geld nichts wert.
"Du bist der neue ... Navigator, was? Wenn du den Weg findest, gut, gut. Findest du ihn?"
Er saß vorgebeugt da, lauernd - wartete, ob der Navigator sich eine Schwäche geben würde, ob er kameradschaftlich, herablassend oder aggressiv reagieren würde. Einmal musste er sich schließlich eine definitive Meinung von jedem der Neuen bilden, um sie einzuschätzen, um nicht irgendwann mit einem Messer im Rücken zu enden.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides - Seas of the Parava   Di 27 Dez 2011, 16:02

Marhjen war die ganze Zeit in der Kajüte gewesen und hatte geschlafen. Sie hatte nichts zu tun gehabt und nachdem Mao mit seinen Fässern aufgetaucht war, hatte sie schon geahnt, dass da etwas Schlepparbeit anstand. Darauf hatte sie keine Lust gehabt, sie war Kopfgeldjägerin, kein Packesel. Also hatte sie sich in die Mannschaftsräume zurückgezogen und sich aufs Ohr gehauen. Jetzt war sie wieder hellwach und es war ziemlich ruhig auf dem Schiff. Sie ging nach oben, sah aber entdeckte nur Neulinge, Typen die dieser Hendrik angeworben hatte. Bisher war niemand dabei, dem sie schon mal begegnet war, obwohl sie durchaus einige Kontakte zu Piraten gehabt hatte.
Nach einem weiteren Rundblick über Deck entdeckte sie dann Mao und ging auf ihn zu.
"Hey, Maat, sind schon alle saufen gegangen? Irgendwas Wichtiges passiert?", fragte sie den Hünen mit lauter Stimme.
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[MSG] Black Tides - Seas of the Parava
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