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 Das Licht in der Dunkelheit [MSG]

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Grim
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 06 Jan 2014, 20:51

Nur mit Mühe konnte Gerion die noch immer tief in ihm steckende Müdigkeit abschütteln. "Ist es... schon dunkel?", brummte er missmutig und richtete sich mit dem linken Arm auf. Seine Schulter schmerzte. Schlimmer als noch am Vorabend. Wie hatte er damit nur schlafen können? Die Erschöpfung, vermutlich. Irgendwann fand man immer Schlaf. Oder vielleicht eher: Besinnungslosigkeit. Wirklich erholt fühlte er sich jedenfalls nicht. Ungelenk kam er auf die Beine, versuchte sich zu strecken, bereute es jedoch sogleich wieder als ihm ein scharfer Stich durch die verletzte Schulter fuhr. Seufzend sammelte er zusammen, was von seiner Ausrüstung noch übrig war. Im Grunde wenig mehr als seine Waffen.
Mit vereinten Kräften entfernten sie die Schränke, die sie vor die Kellertüre geschoben hatten und bahnten sich einen Weg durch all das Gerümpel hinaus ins Freie. Die Nacht war noch nicht wirklich herein gebrochen, doch die Dämmerung bereits weit fortgeschritten. Die sinkende Sonne tauchte die zerfransten Wolken, die am Himmel hingen, in goldenes Licht. Die Schatten, die in den Gassen hingen, jedoch waren lang und dunkel. Sie würden ihnen ausreichend Deckung bieten, sofern sie nicht in eine Patroullie hinein rannten. Aber das wäre ihnen auch im völlig Dunklen kaum gut bekommen. Geduckt, sich stets nahe an den Hauswänden haltend, suchten sie sich im stetig schwächer werdenden Licht des ausklingenden Tages ihren Weg zum Fluss hinunter. Von den Vawek oder deren Schatten-Marionetten war keine Spur zu sehen. Vielleicht hatten sie die Suche nach einem vollen Tag aufgegeben, vielleicht sich wieder ihren eigentlichen Geschäften hier gewidmet. Oder sie suchten in anderen Stadtbezirken. Gerion konnte sich nicht darüber beschweren. Je weniger Zwischenfälle ihnen widerfuhren, desto rascher wären sie in Sicherheit.
Sie erreichten den Fluss etwa dreihundert Schritt unterhalb der Mauern. Inzwischen war die Sonne endgültig verschwunden und Finsternis lag über der Stadt, die ihnen kaum mehr als vielleicht zwanzig Schritt Sicht erlaubte. Das Bett des Flusses war mit Kaimauern befestigt worden. Träge glitt das Wasser durch dieses, allerdings verlief die Strömung ins Stadtinnere. Sie würden dagegen anschwimmen müssen. Unter normalen Umständen keine Herausforderung. Aber in ihrem Zustand und zusätzlich in völliger Dunkelheit? Schwieriger. Für Gerion war nun zudem der schmerzliche Moment gekommen, in dem er sich von der lieb gewonnenen Sicherheit seines Kettenhemds trennen musste. Im Fluss würden ihn die fünfzig Pfund Eisenringe schonungslos zum Grund ziehen. Schweren Herzens wand er sich hinaus, warf dem Ringhemd einen letzten traurigen Blick zu und ließ es dann in die Fluten gleiten. Die Vawek sollten dieses gute Stück alvaescher Schmiedearbeit nicht in die Hände bekommen.
"Bereit?", vergewisserte er sich bei Flora.

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Alison Wonderland

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 07 Jan 2014, 16:00

"Mich anschließen..?", fragte sie leise. Nie zuvor hatte sie zu einer Gruppe gehört und wollte eigentlich auch nicht damit anfangen. Schließlich war sie es gewohnt, immer alleine unterwegs zu sein, mit Stille als treuen Begleiter und ohne jegliche Personen, die dumme Fragen stellten oder Belanglosigkeiten kundtaten. Außerdem kannte sie nicht einmal den Rest der Gruppe.

Allerdings wollten sie offenbar gegen die Vawek in den Kampf ziehen. Mit denen hatte sie ebenfalls eine Rechnung offen. Alle von ihnen würde sie alleine nie erwischen können, viel wahrscheinlicher wäre es, wenn sie dabei fallen würde. Schließlich waren sie zähe Biester, die einem Kämpfer sein gesamtes Können und mehr abverlangten.

"Ich will erst den Rest der Gruppe kennen lernen, bevor ich mich entscheide.", sagte sie schließlich. Langsam ließ sie ihr importiertes Katana sinken, ohne es jedoch wegzustecken. Man konnte nie wissen.
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Syari

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 07 Jan 2014, 19:12

Flora schaute erst Gerion, dann den Fluss an, der vor ihr lag. Sie würden gegen den Strom schwimmen müssen, um aus der Stadt hinauszukommen. Normalerweise hätte das für sie kein Problem dargestellt, sie hatten in der Akademie oft geschwommen, sowohl in Seen als auch in Flüssen, mit dem Strom und gegen den Strom. Heute jedoch war es anders. In ihrem Zustand? Ihr Bein pochte noch immer, in ihrem Arm zog es, doch immerhin konnte sie ihn wieder bewegen, wie lange war nur die Frage.
Als Gerion sein Kettenhemd mit einem bedauernden Gesichtsausdruck ablegte schaute Flora an sich herunter. Hatte sie etwas, auf das sie verzichten konnte? Auf ihr Schwert und die Dolche unter keinen Umständen und ihre Rüstung war relativ leicht. Es war es nicht wert, sie hier zu lassen, die Nachteile würden doch den Vorteilen überwiegen. Das einzige, was sie tun konnte um zumindest ein bisschen Gewicht zu verlieren war ihre Kleidung unter der Panzerung. Mit einem leisen Seufzen griff Flora nach einem Dolch und begann ihre Hose ein gutes Stück über dem Knie abzuschneiden. Sie konnten nur hoffen, dass sie es schafften ihre Pferde wiederzufinden.
"Einen Moment noch", zischte Flora Gerion zu, ehe sie sich dem zweiten Hosenbein zuwandte. Der Stoff der Hose war relativ fest, was es ihr erschwerte ihn ordentlich zu durchtrennen. Leichtet war es da die Ärmel der weißen Bluse durchzuschneiden, die sie unter dem Lederpanzer trug.
"Nicht viel, aber ein bisschen Gewicht werde ich so doch los", meinte Flora achselzuckend, auch wenn sie sich ein wenig schämte für ihre Verhältnisse so spärlich bekleidet dazustehen.
"Na dann, lass uns keine Zeit verlieren!", Flora schaute eindringlich zu Gerion hinüber, "Denk dran, wir müssen beieinander bleiben, uns jetzt zu verlieren wäre alles andere als gut!" Sie schaute auf das beinahe schwarz wirkende Wasser vor ihr. Immerhin, die Strömung schien nicht all zu stark zu wirken. Sie atmete dreimal tief ein, ehe sie noch einmal Luft holte und dann den Atem anhielt. Diese Methode half dabei, länger als normal ohne Luft zu bleiben, ehe die Lungen schmerzhaft zu brennen begannen. Im nächsten Moment sprang Flora, so gut sie eben springen konnte, mit dem Kopf voran in den Fluss. Das Wasser war kalt und begann sogleich an ihrem Körper zu zerren, doch sie schwamm tapfer dagegen an, tauchte ein paar Meter weiter flussaufwärts wieder auf und schaute sich zu Gerion um, vergewisserte sich, dass dieser an ihrer Seite war, ehe sie mit kräftigen Zügen zu schwimmen begann. Es ging jetzt darum ein möglichst gleichmäßiges Tempo zu erreichen, dass das Level der Anstrengung gleich blieb. Gleichzeitig wusste Flora, dass sie nicht ewig so schwimmen konnte. Ihr Bein schmerzte bei jedem Schlag mit den Füßen und ihr Arm büßte nach und nach an Bewegungsfährigkeit ein, dennoch gab sie nicht auf und hielt sich immer nahe bei Gerion, flussaufwärts in Richtung der Stadtmauer. Schließlich, als sie schon das Gefühl hatte eine Ewigkeit im Wasser gewesen zu sein und eine Ewigkeit gegen das Reißen der Strömung an ihremKörper angekämpft hatte, kam vor ihr eine hohe Mauer in Sicht. Wenige Minuten später hatten sie das Gitter erreicht, das dafür sorgte, dass kein Boot einfach hindurch fahren konnte.
Flora klammerte sich mit zitternden Fingern an dem Gitter fest um so ein paar Sekunden verschnaufen zu können, ehe sie über sich, auf der Mauer eine Stimme hörte.
"Hey, leuchte mal da unten, ich glaube im Wasser hat sich was bewegt!"
Floras Blick wandte sich zu Gerion, ehe sie tief Luft holte und sich dann am Gitter hinunter ins Wasser zog und ertastete, wie weit es nach unten ins Wasser reichte. Sie hatten Glück, mehr als sieben Fuß schien es nicht tief zu sein. Flora hatte bei weitem mehr als genügend Platz um darunter hindurch zu tauchen und auch Gerion sollte dabei keine Schwierigkeiten haben. Unter Wasser war sie komplett blind und konnte ihren Gefährten nicht sehen, und konnte so nur hoffen, dass er noch immer neben ihr war. Angesichts der Vawek, der nachschauen wollte, was sich im Wasser bewegt hatte, zog Flora sich unter dem Gitter hindurch und tauchte weiter gegen die Stömung an, bis ihre Lungen so stark nach Luft schrien und das Brennen so schlimm wurde, dass Flora wieder auftauchen musste. In der Dunkelheit schaute sie sich nach Gerion um, hoffentlich war er noch bei ihr.
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Grim
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 07 Jan 2014, 21:11

Wäre Gerion ein jüngerer Mann gewesen, er hätte sich von Floras knapper Aufmachung wohl gehörig ablenken lassen. Nach all den Jahren, all dem, was er gesehen hatte jedoch – und zusätzlich von seiner schmerzenden Schulter und der Furcht ihrer riskanten Flucht wegen vollständig in Beschlag genommen – erweckte der Anblick ihrer nackten Haut lediglich die latente Sorge in ihm, das Leuchten ihrer Runen mochte sie verraten. Und das wenige an Erregung, das dennoch aufgekommen sein mochte, wurde schlagartig abgetötet als er sich ins eiskalte Wasser herab ließ. Augenblicklich sog es sich in seine Kleidung, seinen Bart, seine Stiefel, durchnässte ihn bis auf die Haut und entzog seinem Körper die Wärme. Gerion konnte spüren, wie er eine Gänsehaut bekam und nur mit Mühe gelang es ihm, unkontrolliertes Zittern zu unterdrücken.
Das Schwimmen selbst war eine Strapaze. Obwohl er den rechten Arm eng an die Brust presste und sich überwiegend mit den Beinen voran trieb schmerzte die Schulter bei jeder Bewegung. Der sperrige Zweihänder auf seinem Rücken behinderte ihn ungemein, das Breitschwert an seiner Hüfte, das beständig zwischen seine Beine geriet, fast noch mehr. Wasser schwappte ihm wieder und wieder in die Augen, ließ ihn permanent blinzeln. Praktisch blind kämpfte er sich vorwärts, weiter, immer weiter, bis sie schließlich das Fallgitter erreichten. Mit dem Mauerbogen über ihren Köpfen waren sie hier wenigstens vor Blicken geschützt. Als die Stimmen der Vawek erklangen tat er es dennoch Flora gleich und sah zu, dass er den Kopf unter Wasser brachte. Wie gern wäre er jetzt dort oben, auf dem Wehrgang! Wie gern würde er diesen penetranten Wachmännern die Köpfe abschlagen. Aber nein, nicht allein. Nicht in seinem Zustand. Es war schlicht nicht möglich. Wenigstens brachte der aufflammende Hass wieder ein wenig Wärme in seinen Körper.
Mit der linken Hand am rauhen, rostverkrusteten Eisen des Gitters tastete er sich zum Grund des Flusses hinab. Geistesgegenwärtig drehte er sich im letzten Moment mit dem Bauch nach oben ehe er sich unter diesem hindurch schob. Hätte er sich mit dem Heft seines Großschwerts zwischen den Stäben verfangen, er wäre wohl jämmerlich hier unten ersoffen. Noch so ein Wagnis auf dieser wahnwitzigen Flucht, das keiner von ihnen in Bedacht gezogen hatte. Als sein Kopf wieder die Wasseroberfläche durchstieß schrien seine Lungen bereits nach Luft. Scharf sog er sie durch den Mund ein, blinzelte dann das Wasser aus seinen Augen. Er konnte Flora als fahl schimmernden Fleck vor sich im Wasser ausmachen. Seinen Kriegerinstinkten gehorchend reckte er die Linke nach ihr, packte sie an der Schulter – jedenfalls glaubte er, die Schulter erwischt zu haben – und zog sie eng an sich, zurück zum Gitter, gegen das die Strömung seinen Rücken nun drückte.
"Hier bleiben!", zischte er leise, gerade so, dass es das Rauschen des Flusses übertönte, "Abwarten, bis die Wachen weiter sind."

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 07 Jan 2014, 22:11

Im ersten Moment hatte Flora sich gegen die Hand wehren wollen, die sich in ihre schmerzende Schulter krallte. Tränen stiegen ihr in die Augen und nur mit Müh und Not konnte sie einen Aufschrei, sowohl vor Schreck als auch vor Schmerz unterdrücken, zu den Kosten, dass sie nicht gerade wenig von dem dreckigen Flusswasser schluckte. Sobald sie jedoch die Hand als Gerion erkannte ließ sie locker und ließ sich von Gerion zurück zum Gitter ziehen und unterdrückte sogar ihr Verlangen danach, ihn anzumeckern, weil er genau ihre verletzte Schulter genommen hatte. Manchmal war es einfach besser nichts zu sagen.
Sie wartete mit Gerion zusammen darauf, dass die Wachen endlich weiterzogen. Jetzt, wo sie nicht mehr permanent in Bewegung war begann sie zu frieren. Ihre Zähne klapperten und sie zitterte am ganzen Leib. Ihre Lippen waren beinahe schon so blau wie ihr Haar, doch Flora ermahnte sich immer wieder weiterhin still auszuharren und möglichst wenig Geräusche zu machen, bis schließlich endlich das Klappern der Rüstungen ertönte. Erleichtert atmete Flora auf und schaute Gerion erwartungsvoll an. Sie wollte nur noch raus aus dem Wasser, auch wenn dann das Frieren erst recht anfangen würde. Es war kühl und sie hatte kaum noch etwas an Kleidung am Leib. Innerlich zählte sie noch bis dreißig, nachdem das Klirren der Rüstungen verklungen war.
"Wollen wir?", sie hatte es wirklich eilig langsam, wie lange es dauern würde, ehe sie so durchgefroren war, dass auch der letzte Rest der Kraft, die sie in den Muskeln hatte, sich verabschiedete, "Noch ein Stück, ehe wir aus der gröbsten Sichtweite sind und dann raus aus dem Wasser?!"
Sie wartete die Antwort nicht mehr ab, stattdessen drückte sie sich mit ihrem gesunden Bein vom Gitter ab und begann mit letzten, verzweifelten Schlägen sich gegen die Strömung zu bewegen. Sie musste ein Stück außer Sichtweite der Vawek, damit ihre Zeichnungen sie nicht doch noch verrieten, sonst würde sie eine wandelnde Zielscheibe darstellen.
Schließlich entdeckte sie die schemenhaften Umrisse einer Böschung am Ufer und schwamm erleichtert darauf zu. Sie musste ein klägliches Bild abliefern, ihr durchschossenes Bein zog sie nur noch hinter sich her, zu richtigen Schwimmbewegungen war auch nur noch ihr gesunder Arm fähig. So war sie froh, als sie Boden unter ihren Füßen spürte. Zitternd humpelte sie aus dem Wasser, schlang die Arme um sich und wartete auf Gerion, dass er sich zu ihr gesellte.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mi 08 Jan 2014, 20:15

Letztendlich waren sie nicht wirklich weit geschwommen. Vielleicht zweihundertfünfzig Schritt jenseits der Mauern, noch einmal einhundertfünfzig auf dieser Seite. Im Grunde keine Strecke. An Land hätte Gerion sie in voller Montur im Spurt zurück gelegt und wäre danach kaum außer Atem gewesen. Im Wasser jedoch hatte sie Kraft gekostet. Viel Kraft. Es war nicht die Anstrengung selbst, die zehrte. Es war die Kälte. Und der waren sie noch immer nicht entkommen. Die Kleider an ihren Leibern – das zumindest, was sie noch trugen – war vollgesogen mit kaltem Wasser und die Nacht selbst war nur unwesentlich wärmer. Triefend und schwer schmiegten sich Hemd und Hose um Gerions Körper, zeichneten jeden Muskel, jede Narbe an seinem massigen Leib nach. Wenn er nicht bald aus diesen heraus kam – und am besten in eine hübsche Decke hinein und an ein warmes Feuer – dann mochte die Kälte nachholen, was den Vawek all die Jahre über nicht gelungen war. Nur woher nehmen? Selbst wenn sie Decken bei sich gehabt hätten wären diese nun ebenso durchnässt wie sie selbst. Und ein Feuer so nah an der Stadt und ihren Verfolgern zu entzünden war ausgeschlossen. Nein, ihre einzige Hoffnung war, so rasch wie möglich von hier fort zu kommen. Und dazu würden sie Pferde benötigen. Mit ein wenig Glück waren die ihren noch dort, wo sie sie zurück gelassen hatten. Dort würden sie auch ein wenig wärmende Ausrüstung finden. Zielstrebig steuerte er also in die Richtung, in der seiner Meinung nach das kleine Lager liegen musste, dass sie vorgestern aufgeschlagen hatten, sich dabei nun ebenfalls das Hemd vom Leib pellend und in seinen Gürtel stopfend. Die Runen an seiner Schulter, seinem Arm und der Flanke glommen fahl in der nächtlichen Schwärze des Waldes. Erst nach einigen Schritten ging ihm auf, dass er ein ziemlich forsches Tempo eingeschlagen hatte und Flora mit ihrem verletzten Bein Mühe haben würde, Schritt zu halten. Sich nach ihr umwendend hielt er an.

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mi 08 Jan 2014, 21:00

Flora war bereits um einige Schritt weit hinter Gerion zurückgeblieben, während sie mit zusammengebissenen Zähnen hinter ihm herhumpelte und versuchte nicht so weit zurückzufallen, dass sie ihn nicht mehr sehen konnte. Sie zitterte bereits am ganzen Leib vor Kälte, denn die kalte Nachtluft entzog ihrem Körper auch noch das letzte bisschen Wärme. Sie brauchten dringend warme und vorallendingen trockene Kleidung, sowie Decken und Pferde. Sie hatten nicht all zu viel Zeit, um es zurück nach Alvae zu schaffen und wenn sie ehrlich mit sich waren, wenn sie keine Möglichkeit fanden, das Gift vor Ort zu untersuchen.
Ohnehin, die Lage hier in Alvae war bereits dramatisch. Die Vawek hatten sich zusammengerottet und das gesamte Land ins Chaos gestürzt und übernommen. Es war nur eine Frage von Wochen, wenn nicht sogar Tagen, ehe die Vawek sich aufmachen würden, um das Tor nach Alvae zu zerstören. Sie konnten es sich nicht leisten, jetzt noch vor Kälte umzukommen. Zumal es ehrenhaftere Tode gab.
"Warte!", rief sie leise Gerion zu, doch dieser hatte sich bereits zu ihr umgedreht und wartete geduldig darauf, dass sie zu ihm aufholen konnte. Sie kam sich schlecht dabei vor, dass Gerion die ganze Zeit auf sie warten und Rücksicht nehmen musste, weshalb sie sich doppelt anstrengte um möglichst schnell hinter ihm herzukommen. Dennoch gestaltete sich dies als relativ schwer, sobald sie die leichte Böschung des Ufers hinter sich gelassen hatten und mitten in den Wald hineinstapften. Flora hatte noch die grobe Richtung im Kopf, wo sie ihr Lager zurückgelassen hatten und die stimmte mit der Rochtung überein, die Gerion eingeschlagen hatte. Dennoch konnte es eine Ewigkeit dauern, ehe sie es wirklich zurück zum Lager geschafft hatten. Sie brauchten eine gehörige Portion Glück.
Doch es schien, als wäre das Schicksal ihnen gnädig. Sie fanden das Lager viel schneller, als Flora es gedacht hätte, natürlich nicht, ehe sie sich an Dornenbüschen nicht die Beine blutig gekratzt hätte, doch ehe sie vor Erschöpfung zusammengebrochen war. Es schien sogar noch alles genau so da zu sein, wie sie es verlassen hatten, ihre Taschen gepackt und ordentlich zusammengelegt, die Ausrüstung war verstaut, nur von den Pferden war weit und breit keine Spur, doch ohne einen triftigen Grund die Gegend fluchtartig zu verlassen, sollten diese eigentlich noch in der Nähe sein, dachte Flora, ehe sie erleichtert auf ihre Tasche zuhumpelte. Es dauerte kaum eine Minute, ehe Flora sich trockene Kleidung und eine Decke gesucht hatte und so gut wie möglich an den Lederriemen ihrer Panzerung zu fingern begann, um die Schnallen zu lösen. Mit zittrigen Fingern war dies jedoch weniger einfach, als gedacht und so dauerte es eine ganze Weile, ehe sie mit einem Seufzen aus der Rüstung schlüpfen konnte. Mit einem Seitenblick auf Gerion betrachtete sie das Tuch vor sich, mit dem sie sich trocknen wollte und ihre Kleidung, die an ihremKörper klebte. Nach einigen Sekunden und mit geröteten Wangen befand sie, dass die Kleidung ohnehin schon mehr entblößte, als dass sie verhüllte und sie keine Lust hatte sich im Dunkeln noch wieder in den Wald hineinzuschlagen und sich weitere Kratzwunden zuzuziehen. So drehte sie sich um und zog sich schließlich die Hose herunter und begann sich sorgfältig abzutrocknen, während sie versuchte sich zu sagen, dass Gerion sie bereits ohne Hose zu Gesicht bekommen hatte, dennoch war es ihr unangenehm. Doch was ein muss musste sein und so streifte sie sich, mit einem hochroten Kopf auch ihr Oberteil über den Kopf ab, ehe sie sich mit dem Tuch schnell trocken rieb, ehe sie sich eine schlichtes Kleid überwarf, ihre Haare zu einem Knoten nach oben band und sich in die Decke hüllte, ehe sie sich doch wieder zu Gerion umdrehte in der vagen Hoffnung, dass er nicht bemerkte, wie rot sie angelaufen war.
"Willst du jetzt noch nach den Pferden suchen oder damit bis morgen warten? Und könntest du mir noch einmal helfen einen neuen Verband anzulegen, der jetzige ist so durchweicht, das sich doch noch was entzündet"
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mi 08 Jan 2014, 22:16

Sie wollte erst die Anderen kennenlernen? Gut, warum nicht? Ich entspannte mich sichtlich, sie würde nicht versuchen zu fliehen. Das war gut, sehr gut. Bei dem Gedanken, sie nicht gefangen zu nehmen und zu verhören war ich erleichtert, erleichterter als mir lieb war.... Ich zuckte mit den Schultern und verdrängte den Gedanken, ich hatte Wichtigeres zu tun. „Das klingt durchaus vernünftig. Folgt mir, ich stelle euch dem Rest der Gruppe vor.“ Ohne auf eine Antwort zu warten, drehte ich ihr den Rücken zu und ging voraus Richtung Lager, obwohl alles in mir gegen dieses wahnsinnige Verhalten sträubte. Aranya hielt, den Phönixen sei Dank ein Auge auf Sie. Ich konnte zwar nicht sehen, was sie sah aber ich würde wissen falls von der Frau Gefahr ausgehen sollte...
Während ich aufs Lager zu steuerte, rief ich meinen Stab zu mir, er war leicht verzaubert und konnte unter anderem von selbst in meine Hand „springen“. Ich streckte die Hand aus und er schoss vom Waldboden, auf dem ich ihn hatte fallen lassen als die Frau mich attackiert hatte, in meine Hand.

Es dauerte nur kurze Zeit, bis ich das Lager erreicht hatte. Ich verursachte bei meinem Weg durch den Wald erheblich mehr Lärm als nötig, ich wollte den Priester und die Faejh nicht unnötig überraschen..... hoffentlich hatte die Zwei ihre Kleider noch an, es würde unangenehm werden falls ich sie jetzt bei einem Schäferstündchen erwischen sollte. Zumindest für die Beiden. Ich musste unwillkürlich grinsen. „Eadgar? Narina? Ich habe Neuigkeiten.“ rief ich sobald ich auf die Lichtung trat. Meine beiden Begleiter lagen im Gras, die Fajeh auf dem Priester und sahen mich überrascht an. Ich konnte mich beherrschen und behielt einen neutralen Gesichtsausdruck bei. „Ich bin jemandem begegnet, der eventuell unserer Gruppe beitreten möchte: Eadgar, Narina dies ist …...“ Ich machte eine Pause und wartete auf die Vorstellung der fremden Frau.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Do 09 Jan 2014, 00:05

Ohne das geringste Schamgefühl streifte Gerion – so gut das mit einem Arm eben möglich war – seine Hose ab und stand alsbald nackt wie am Tag seiner Geburt auf der Lichtung. Schamgefühl, das war etwas, was man im Krieg rasch verlernte. Wer die Eingeweide eines Kameraden gesehen hatte, den berührte auch der Anblick von dessen Penis nicht mehr. Und wenn Männer so lange so eng auf einem Haufen lebten, wie das in einem Feldlager nun einmal unvermeidlich war, dann wurde der Anblick eines Unbekleideten rasch zu etwas alltäglichem. Dass Flora eine Frau war bedachte der Henker gar nicht erst. Was machte es auch für einen Unterschied?
Aus seinem Bündel – das Öltuch hatte alles hübsch trocken gehalten, wenngleich die Kälte tief in den Stoff gedrungen war – fischte er eine Hose hervor. Während er sie mehr schlecht als recht mit der Linken schnürte sprach Flora ihn auf die Pferde und die Verbände an. "Die Pferde können bis zum morgen warten", entschied er, "Im Dunkeln werden wir sie eh kaum finden." Noch immer war der Himmel wolkenverhangen und kaum ein Strahl von Mond oder Sternen schaffte es zur Erde hinab. Ohne die Runen auf ihrer Haut wäre es Gerion kaum möglich gewesen, auch nur Flora im Dunkel des Waldes auszumachen. "Aber die Verbände müssen jetzt runter", stimmte er ihr zu, "Meiner auch. Ich habe noch Bandagen und etwas zum Waschen hier." Er kramte eine Handvoll Stoffstreifen und eine kleine, verkorkte Lederflasche aus seinem Bündel, warf sich eine Decke über die bloßen Schultern und stapfte dann barfuß auf Flora zu. Die Stiefel würden – notgedrungen – einfach trocknen müssen. Ein zweites Paar besaß er nicht.
Gerion brauchte nicht einmal ein Messer um Floras Verband zu lösen. Vollgesogen wie er war lösten sich die Stoffbahnen bereitwillig und gaben die darunter liegende Wunde frei. "Das ist ein Kräutersud", erklärte er, als er das Fläschchen entkorkte und ein Stück Stoff mit dem Inhalt tränkte, "Es wird brennen, aber besser als Branntwein ist es allemal." Ohne sonderliche Feinfühligkeit an den Tag zu legen säuberte er Floras Wunde und legte ihr dann, als er mit seiner Arbeit zufrieden war, einen neuen Verband an. "Jetzt meine Schulter", bat er, die Decke, die er über selbige gehangen hatte, abwerfend.

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Do 09 Jan 2014, 22:48

Flora hatte die Zähne zusammengebissen, als Gerion ihr den Kräutersud in die Wunde am Bein gekippt hatte, doch er hatte Recht behalten, im Vergleich zum Branntwein schmerzte dieser Sud kaum, aber eben auch nur, wenn man beides verglich. Ansonsten brannte es doch ganz schön, doch Flora wusste, dass es am besten war, einfach stillzuhalten und dafür zu sorgen, dass die Wunde sauber war und gut heilen konnte.
Schließlich, nachdem ihr Bein wieder verbunden war und Gerion sie darum gebeten hatte, machte sie sich daran, seine Wunde zu verarzten. Zuerst wies sie ihn an, sich auf den Rücken zu legen, so war es leichter für sie, die Flüssigkeit gleichmäßig zu verteilen, ohne, dass ihm der Sud den ganzen Oberkörper hinab lief.
Den Verband abzunehmen war ein leichtes, denn obwohl sie ihn ordentlich gebunden hatte, so hatte das Wasser dafür gesorgt, dass er sich gelockert hatte. Vorsichtig nahm Flora die Stoffetzen ab und betrachtete die Wunde, ehe sie diese behutsam mit dem Kräutersud reinigte, ehe sie von den restlichen Stoffetzen einen neuen, festen Verband anlegte.
"So, das müsste halten!", meinte sie schließlich zufrieden, während sie sich erhob und sich schlotternd ihre Decke enger um den Körper schlang. Sie war hundemüde und langsam fiel es ihr schwer auch nur die Augen offen zu halten, dennoch konnten sie nicht beide gleichzeitig schlafen, nur für den Fall, dass einige Vawek doch die Sicherheit der Stadtmauern verlassen würden.
"Gerion, willst du erst schlafen, oder Wache halten?", erkundigte sie sich bei dem Krieger, wobei sie innerlich dennoch hoffte, dass sie zuerst schlafen durfte. Ein Feuer wäre jetzt nett gewesen um sich ein wenig zu wärmen, doch es wäre auch viel zu törricht und leichtsinnig gewesen, jetzt noch durch den Rauch auf sich aufmerksam zu machen. Flora schüttelte sich bedauernd und versuchte sich komplett in die Decke einzupacken, von Kopf bis Fuß. Ihre Haare konnten unpraktisch sein, jetzt in der Nacht verlor sie viel Wärme darüber.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Do 09 Jan 2014, 23:13

Livia schlängelte sich hinter der schmalen, großen Gestalt, die ihr ohne weitere Bedenken den Rücken zukehrte durch das Geäst. Ihr Katana schleifte dabei über den weichen Waldboden, wobei die Blätter, die es streifte, leise raschelten. Weit mussten sie nicht gehen. Schon bald erreichten sie eine Lichtung, auf der die Beiden, die sie zuvor bereits beobachtet hatte, liebevolle Blicke tauschten. "...eine Schattenläuferin von den fernen Inseln Gebions.", vervollständigte sie den Satz. Offensichtlich erwartete Yorick, dass sie ihren Namen nannte, allerdings hatte sie daran keinerlei Interesse. Stattdessen drückte sie den Griff ihres Katanas noch ein Mal fest, bevor sie es langsam wegsteckte, es jedoch nicht los ließ.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Fr 10 Jan 2014, 18:22

Müdigkeit verspürte Gerion nicht wirklich. So wirklich lange waren sie schließlich noch nicht auf den Beinen. Und auch wenn die Rast in dem Keller nahe des Tempels kurz und nur bedingt erholsam gewesen war: sie hatte ausgereicht, um Gerion wieder halbwegs zu Kräften zu bringen. Sicher, erschöpft hatte ihn ihre Flucht. Ausgekühlt. Aber das war kein Grund, jetzt die Augen zu schließen.
"Schlaf du nur", gestand er Flora also zu, "Solange du willst, wenn's nötig ist. Bevor es hell wird können wir hier nicht weiter, aber ich halte es auch so aus. Kann alleine Wache schieben." Es war ihm nicht unrecht, ein wenig Zeit für sich zu haben. Zeit, das, was von seiner Ausrüstung übrig geblieben war, ein wenig zu pflegen. Eine Handvoll Gefechte und dann der Weg durch den Fluss, der ausnahmslos alles durchnässt hatte: das tat dem Stahl nicht gut. Aus seinem Bündel suchte er sich tastend Öltuch und Wetzstein heraus, dann löste er seine Waffengurte und legte sie zu seiner Linken ab. Zwei Schwerter und ein knappes halbes Dutzend Messer. Er würde eine Weile beschäftigt sein.

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Sa 11 Jan 2014, 14:14

Etwas ertappt zuckte ich zusammen, widerstand allerdings dem Drang sofort aufzuspringen. Das hätte wahrscheinlich ein völlig falsches Bild abgeliefert. Mit einigem Aufwand an Willenskraft richtete ich mich und Narina wieder auf. Ich sah den Blick von Yorick, der sich bemühte eine ernste Miene aufzusetzen, allerdings immer noch ein schelmisches Blitzen in den Augen hatte. Ich würde ihm den Spaß wohl können müssen, daran hatte ich schließlich selbst schuld.
Die, mehr oder minder, nichtssagende Vorstellung der fremden Frau nahm ich mit einem Stirnrunzeln zur Kenntnis, störte mich aber nicht weiter dran. Es war kein Grund nun gereizt zu reagieren, auch wenn es in gewisser Weise eine Unverschämtheit war. Außerdem gefiel mir die Art und Weise wie sie ihre Waffe festhielt nicht, man sollte seiner Umgebung nicht mit so viel Misstrauen begegnen, schließlich waren wir Menschen gemeinsam in diesem Kampf.
Ich stand auf und wünschte mir nun ich hätte noch Wappenrock und Rüstung getragen, aber nun ja, daran konnte ich auch nichts ändern.
„Es ist mir eine Freude auch kennenzulernen, gute Frau“ begann ich meinen Satz. Natürlich hätte ich sie lieber mit ihren Namen angesprochen, doch anscheinend bestand hier noch kein größeres Vertrauen in unsere Gruppe. „Mein Name ist, wie schon erwähnt, Eadgar von Windfels, Kleriker vom Orden der Morgenröte, Diener der Phönixe, setzt euch ans Feuer, wir teilen alles was wir haben, auch wenn es kaum mehr als unsere Gesellschaft ist.“
Dabei drückte ich meine Faust auf die Brust und nickte erst ihr, dann Yorick einmal zu. „Und wir“ mein Blick blieb auf Yorick „sollten noch einen Plan ausarbeiten. Wir können nicht nur tatenlos rumsitzen.“
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 12 Jan 2014, 15:07

Ich hatte mit der Fremden wohl mehr gemeinsam als ich dachte. Sie nannte ihren Namen nicht und behielt die Hand an dem Griff ihrer Waffe. Wenigstens war sie nicht so närrisch vertrauensvoll wie Andere die ich kennengelernt hatte. Ich hatte gehofft mein offensichtliches Zurschaustellen von Vertrauen würde sie unvorsichtiger machen, ich hatte mich allerdings geirrt. Nun ja, wenn sie uns tatsächlich begleiten wird, habe ich genug Möglichkeiten um herauszufinden ob sie eine Gefahr war. Der Priester und die Faejh waren da ganz anders: die Beiden hatten wir quasi direkt nach meiner Vorstellung vertraut, oder zumindest so getan... Ich hielt sie beide zwar für naiv, aber glaubte schon dass man ihnen trauen konnte.

„Ihr habt Recht. Heute werden wir wohl keinen Plan ausführen können,“ - ich nickte Richtung untergehende Sonne „aber morgen eventuell schon. Ich werde euch alles sagen, was ich über die Wagenzüge der Vawek weiß.“
Ich zeichnete mit dem unterem Ende meines Stabes eine große Skizze von Samaru und Umgebung in den Waldboden.
„Hier“ - ich markierte die Straße, die in Richtung des Landes der Schatten führte - „kommen Versorgungskarawanen der Vawek durch. Es sind meistens ein bis zwei Wagen mit bis zu drei Mann pro Wagen als Bewachung. Wir müssen uns also vermutlich mit maximal acht Vawek herumschlagen. Die Wagen kommen in unregelmäßigen Zeitabständen, ich weiß also leider nicht wann der nächste Wagenzug auftaucht. Habt Ihr Ideen für einen sinnvollen Hinterhalt?“
In der Zwischenzeit hatte sich auch Aranya wieder zu mir gesellt und studierte interessiert meine Skizze. Sie war ein klein wenig verwirrt und musste nicht wirklich was sie von diesem Gebilde halten sollte, ich erkannte dies an ihrem aufgeregtem hin und her huschen an dem Rand der Skizze.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 12 Jan 2014, 15:38

Ein Kleriker... So so. Livia schenkte dem Mann, der sich als Eadgar vorstellte, nicht sonderlich lange Beachtung. Stattdessen nahm sie die Skizze, die Yorick in den Dreck zeichnete in Augenschein und lauschte seinen Worten. Ihr war allerdings nicht entgangen, dass die merkwürdige Spinne zu ihrem Meister zurück gekommen war. Die Tatsache, dass die Faejh weder sprach noch sich rührte stimmte sie leicht missmutig, aber möglicherweise mochte das auch an ihrer Herkunft liegen. Dennoch zeigte selbst ein ruhiger Charakter, wie Livia selbst, eher ein Lebenszeichen als diese Narina. Es erstaunte und beunruhigte sie zugleich. Vielleicht sollte sie sie genauer im Auge behalten, stille Wasser sind schließlich tief.

Noch ein letztes Mal warf sie einen Blick auf die Zeichnung im Waldboden. Einen der Wege meinte sie wieder zu erkennen. Hinterhalte waren ein teil ihrer Tätigkeit und gehörten zum Tagesgeschäft, allerdings wollte sie vorerst nichts sagen. Schließlich kannte sie die Umgebung, die der Wagen passierte, nicht. Außerdem war sie sich nach wie vor nicht sicher, ob sie die Fremden wirklich begleiten sollte. Für die Nacht würde sie aber erstmal bleiben. Nur widerwillig setzte sie ihre Kapuze ab, um nicht all zu distanziert zu wirken. Die Waffe ließ sie aber weiterhin nicht los, auch wenn nicht mit einem Angriff zu rechnen war.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 12 Jan 2014, 21:06

Die Faejh war die ganze Zeit über ruhig gewesen und gab keinen Mucks von sich... das plötzliche Wiedererscheinen von Yorick mitsamt dieser fremden Frau hatte sie ziemlich überrascht. Die ganze Zeit über als Eadgar sich vorgestellt hatte, bis hin zu jenem Moment als Yorick mit seinem Stab eine Zeichnung in den Erdboden zog, war Narina still geblieben und hielt sich sehr dicht an den Kleriker, beinahe so als würde sie sich jeden Moment hinter seinem Rücken verstecken wollen.
Narina kam sich in jenem Moment ein wenig nutzlos vor, sie wurde kaum beachtet, so hatte sie es auch nicht für nötig gehalten sich irgendwie vor zu stellen. Außer ihrem Namen hätte sie nichts weiter sagen können, zumindest nichts was sie nicht doch lieber für sich behielt.
Es ging anscheinend um einen Überfall auf einen Versorgungstransport der Vawek... Narina wurde bei dem Gedanken daran sichtlich nervös. Eadgar war immer noch verletzt, sie hatten es aus dieser Stadt wieder heraus geschafft und nun wollte er wieder in einen Kampf?
Sie sorgte sich, aber an ihrer Stelle würden das wohl die Meisten tun.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 14 Jan 2014, 22:59

Ich sah auf die recht einfach gehaltene Skizze Yoricks hinab und lauschte seinen Worten. Es erschien logisch das wir bis morgen würden warten müssen, schließlich ist die Wahrscheinlichkeit das die Wagentransporte auch nachts weitergingen recht unwahrscheinlich. Wobei man natürlich immer noch eine Falle vorbereiten könnte, für den Erstbesten.
Ich kratze mich am Kinn und merkte das ich mich schon eine Weile nicht mehr rasiert hatte, eigentlich sollte ich mich nicht so gehen lassen, hatte aber wohl unter den gegeben Umständen keine Wahl.
Die Spinne die Yorick begleitete gesellte sich wieder zu uns, wobei ich immer noch nicht ganz verstand was diese eigentlich nun für ihn war. Nun, das war wohl auch nicht meine Sache. Seine Hilfe würde bitter nötig sein, da machte diese kleine Marotte den Kohl auch nicht fett.
Als er mich nach Ideen fragte zögerte ich kurz. Natürlich gab es einige einfache Methoden die man aus dem Wald heraus hatte, allerdings sagte mir ein offener Kampf immer mehr zu, deswegen sträubte ich mich ein wenig. Aber schlussendlich war es einfach die sinnvollste und ungefährlichste Art und Weise. Ein Hinterhalt mag nicht ehrenvoll sein, aber zumindest sinnvoll.
„Es gibt sicher einige Dinge zu denen wir in der Lage wären.“ begann ich langsam zu sprechen während ich noch über der Skizze grübelte. „Aber zu aller Erst müsste ich wissen wozu jeder von uns in der Lage ist. Meine Fähigkeiten sind mir durchaus bewusst, und Narina wird uns bei einem Kampf auf keinen Fall zur Seite stehen, deswegen wäre es wohl am besten ihr könntet mir erklären wie ihr am besten kämpfen könnt. Nur so ist es möglich das wir rasch und kräftig zuschlagen.“
Insgesamt kannte ich weder Yorick noch die Fremde wirklich, aber zumindest sollte ich mich auf sie so weit verlassen können das sie mir nicht in den Rücken fallen. Oder aber schon beim ersten Anzeichen von Gefahr die Flucht ergreifen. Dazu war es auch unverzichtbar zu wissen was ich ihnen zumuten konnte.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mi 15 Jan 2014, 18:59

"Nein nein, weck mich rechtzeitig, dass du auch noch genug Schlaf bekommst, ich will mich nur ein bisschen ausruhen!", meinte Flora noch, ehe sie sich unter ihrer Decke zusammenrollte und versuchte es sich auf dem stöckigen Waldboden gemütlich zu machen. Ihre Gedanken schweiften nur kurz zu den Vawek in Samaru, ehe sie in einen tiefen und ruhigen Schlaf glitt, trotz der eisigen Kälte.


Es war mitten in der Nacht, als im Wald das metallische Klappern von einem halben Dutzend Rüstungen ertönte.
"Leise!", kam das im scharfen Ton geflüsterte Kommando des Anführers, "Wir wollen sie überraschen und uns nicht groß ankündigen!" Doch es half nichts. Die Männer schlichen bereits so gut sie konnten durch den Wald, bahnten sich ihren Weg durch das dichte, strauchige Unterholz, stolperten den unebenen Boden entlang, dessen tückische Eigenschaften sie bei dem äußerst spärlichen Licht des Mondes, das überhaupt durch die Baumkronen drang, sie nicht erkennen konnten. Doch das Gefluche zu unterdrücken war das Einzige, zu dem sie noch in der Lage waren, die Kettenhemden klapperten nun einmal beim Laufen ebenso wie sie Breitschwerter, die sie dabei hatten. Öllampen gab es nicht. Sie sollten blind suchen, leise. Ihr Befehl war klar: die Faejh finden und diese ausrotten. Die dreckigen Faejh finden, die es geschafft hatten mitten im Palast Feuer zu legen, die Küche und ihre gesamten Vorräte niederzubrennen und ebenso das Gift zu zerstören oder an sich zu bringen. Das war noch ein Punkt: das Gift. Sie brauchten es wieder, um jeden Preis.
Schließlich entdeckte der Anführer etwas auffälliges vor sich, bedeutete seinen Männern stehen zu bleiben und wies mit seiner Hand auf einen Punkt zwischen den Bäumen.
"Schaut, da ist ein kleines Lager, aber es sind mehr als zwei Personen!", flüsterte er, wenn auch nicht ohne Zufriedenheit in der Stimme. Je mehr Faejh, desto besser, je mehr konnte man umbringen!
"Umkreist es, schnell, auf meinen Ruf hin greift ihr an!"
Leises Klappern ertönte, die Schritte an sich waren auf dem Waldboden fast gänzlich stumm, doch plötzlich ertönte ein lauter Pfeifton und mit viel Enthusiasmus stürmten die Krieger der Vawek nach vorn.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mi 15 Jan 2014, 23:01

„Nun, wie ich schon erwähnte, bin ich ein Magier. Ich wurde im Zirkel als Kriegsmagier ausgebildet, das heißt ich habe vor allem Fähigkeiten erlernt, die einem kleinem Kampftrupp oder einer Kompanie von Soldaten dienlich sind. Ich habe Zauber zur medizinischen Erstversorgung um meine Mitstreiter am Leben zu halten bis ein Heiler kommt und – viel wichtiger – Kampfzauber. Das meiste ist Elementarmagie und ist im Fernkampf sinnvoll. Im Nahkampf bin ich weniger zu gebrauchen, schon alleine wegen der fehlenden Rüstung... Allerdings habe ich auch ein paar Schutzzauber auf Lager.“ Mir war es sichtlich unangenehm so viel von mir Preis zu geben, aber es diente dem Wohl unseres Vorhabens und ich war nicht so dumm diese Hunde nur wegen meiner Paranoia entkommen zu lassen. Der Priester war freundlich und rechtschaffen, viel rechtschaffener als ich es jemals sein könnte. Er und Narina würde dieses Wissen schon nicht missbrauchen... hoffte ich. Bei der Fremden war das eine andere Sache, aber ich hatte wenig Wahlmöglichkeiten... Ob ich Ihnen von meiner Gabe erzählen sollte? Nein, diese Information war kaum bekannt und das sollte auch so bleiben.

Wir planten noch eine Weile und verwarfen die Pläne wieder und so weiter. Als dann schließlich Zeit war sich über Nachtwachen Gedanken zu machen, hatten wir einen gar nicht mal so schlechten Plan aufgestellt. Eadgar meldete sich freiwillig für die Nachtwache, gut dann musste ich es nicht machen... Obwohl ich vermutlich trotzdem wach liegen würde, schon weil ich unserer Reisegemeinschaft nicht vollständig vertraute. Ja, natürlich waren Eadgar und Narina bis jetzt nett und offen gewesen und es gab keinen wirklichen Grund ihnen zu misstrauen, aber ich war lieber vorsichtig.
Und selbstverständlich half mir auch hier wieder meine Vorsicht. Ich drückte den Großteil der Nacht kein Auge zu. Erst lag ich still da, dann unterhielt ich mich ein bisschen mit Eadgar über die Phönixe bevor ich wieder versuchte zu schlafen, was mir allerdings nicht gelang. Es war interessant was der Priester zu erzählen hatte, vor allem die Geschichten über die Schwingen, diese besonderen Diener der Phönixe.  
Ich war also noch hellwach als sich die Männer unserem Lager näherten. Sobald ich sie hörte, warnte ich Eadgar mit einem Handzeichen und verbesserte danach mein Gehör per Magie. Sie trugen Rüstungen, Kettenhemden und wollten uns umkreisen... Ich schätzte das es fünf Feinde waren. Es waren ganz bestimmt keine von diesen Verrückten, die hätten nicht versucht sich heranzuschleichen. Ich beendete den Zauber, er schwächte mich nur und war nun nicht mehr hilfreich. Eadgar schien, Fornax zum Dank, verstanden zu haben, das die Unbekannten dachten sie könnten uns überraschen. Er begann laut zu pfeifen, wohl um die Anderen zu wecken. Ich sprach einen Schutzzauber, der einen Schild um mich herum projizierte, welcher mich vor Angriffen abschirmen sollte.

Kurz darauf stürmten unsere Angreifer mit lautem Gebrüll auf die Lichtung, ich schüttelte in Gedanken den Kopf, was für Idioten! Bevor der erste Schatten, denn genau um solche handelte es sich, bei mir war, stand ich auf den Beinen. Mein Gegenüber schlug mit dem Schwert nach mir, traf mich und guckte verdutzt als mein Schild den Angriff abwehrte, dann jedoch zusammen brach. Ich rief meinen Stab und rammte ihm die Spitze in die Magengrube. Währenddessen schrie ich das Schlüsselwort um den magischen Angriff im Stab zu aktivieren: „Kirthoc!“ Die Kristallkugel leuchtete kurz blau, es gab einen Lichtblitz und der Schatten wurde gute sechs Meter nach hinten geschleudert, wo er rauchend liegen blieb. Plötzlich roch es um mich herum nach Ozon. Ich lächelte grimmig, dieser Angriff brauchte zwar jeweils eine Woche um sich aufzuladen, war dann allerdings verheerend. Ich bezweifelte dass dieser „Soldat“ sobald wieder aufstehen würde. Ich sah mich um und versuchte einen Überblick über das Schlachtfeld zu erhalten. Hoffentlich hatten die Anderen keine all zu großen Schwierigkeiten....
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Do 16 Jan 2014, 10:32

Livia erwachte durch ein Pfeifen aus ihrem unruhigen Schlaf. Ein kurzer Blick nach unten verschaffte ihr einen schnellen Überblick über die Situation. Binnen Sekunden hatte sie sich vom Baum, in dem sie die Nacht verbracht hatte, geschwungen und einen festen Stand eingenommen. Mit dem Katana in der Hand suchte sie nach einem Ziel. Am vorherigen Tag konnte sie lediglich von ihren Fähigkeiten berichten, doch nun hatte sie die Möglichkeit, sie auch zur Schau zu stellen. Als der erste Schatten auf sie zustürmte, wehrte sie ihn aus einer geschmeidigen Drehung heraus ab, schwang sich um ihn herum und trat ihm in seiner Verwirrung gegen die Beine, sodass er zu Boden ging, sich jedoch gleich wieder aufrappeln wollte. Dies wusste die erfahrene Schattenläuferin zu verhindern. Aus einem Geschickten Griff heraus ließ sie ihre Wurfmesser fliegen und fixierte beide Hände des Angreifers. Ohne einen Laut von sich zu geben, strampelte er mit den Füßen, konnte sich jedoch nicht aufrichten. Erst nach mehreren Minuten, in denen er grausame Schmerzen erleiden musste, schaffte er es, aufzustehen. Der Spieltrieb in Livia ließ zu, dass er sich aufrichtete und vor ihr aufbaute. Ein schmutziges Grinsen flitze über ihr Gesicht, als sie erneut das Katana hob und ihrem Gegenüber in die Brust stach. Eben so schnell zog sie es auch wieder heraus und ging einige Schritte rückwärts. Der wankende Schatten taumelte einige unsicher auf sie zu, ehe er mit dem Gesicht voran vor ihre Füße fiel.

Die junge Frau drehte sich um und bewegte sich in Narinas und Eadgars Richtung. Die beiden hatten mit gleich dreien von ihnen zu kämpfen. Livia wusste, dass die Faejh nicht kämpfen konnte, ihre Schritte wurden zunehmend schneller, bis sie schließlich lief. Als der Abstand zwischen einem Schatten und ihr gering genug war, sprang sie auf seinen Rücken, wie sie es zuvor bei Yorick getan hatte. Dieses Mal legte sie allerdings keinen großen Wert auf Konversation. Stattdessen zog sie einen Dolch aus ihrem Stiefel und rammte ihn mit voller Wucht in die Kopfmitte des verwirrten Opfers, dass sich verzweifelt im Kreis drehte. Als er zu Boden fiel sprang sie ab und stellte sich mit dem Rücken zu Eadgar. Auf den nächsten Angriff wartend verharrte sie in einer fast schon hockenden Position, die beiden Angreifer und Narina stehts im Auge Behaltend. Yorick brauchte offenbar keine Hilfe. Auch nach ihm hatte Livia geschaut, doch er kam ganz gut zurecht. Für einen Magier, versteht sich.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Do 16 Jan 2014, 22:35

Ich hatte aus recht offensichtlichen Gründen die Nachtwache übernommen. Es war zwar schade das ich nicht jedem vertrauen konnte, aber das würde sich sicher noch ändern. Allerdings bis dahin war es mir unangenehm mein Leben in die Hände von nahezu Fremden zu legen.
Und obwohl sich Yorcik kurz schlafen legte schien ihn etwas umzutreiben, jedenfalls setzte er sich des Nachts zu mir ans Feuer. Unser dann beginnendes Gespräch führten wir, zu meiner Freude, über den Orden und die Phönixe, welche Yorick scheinbar als die richtigen Götter anerkannt hatte. Ich redete viel und Yorick schien sich besonders für die Schwingen zu interessieren, und der Struktur des Ordens allgemein. Man konnte wahrscheinlich spüren wie sehr ich mich danach gesehnt hatte wieder mit jemandem zu sprechen der die wahren Ansichten teilt. Es half mir auch meinen Körper und vor allem meinen Geist wach zu halten.
Plötzlich wurde unser Gespräch durch ein klirrendes Geräusch im Wald unterbrochen. Yorick gab mir mit einem Handzeichen zu verstehen mich zu wappnen und so zog ich meinen Streitkolben und hob meinen Schild.
Es war ein beunruhigendes Gefühl nicht zu wissen was als Nächstes geschehen würde, und so wartete ich nur kampfbereit ab. Jede Faser meines Körpers war bis zum Zerreißen gespannt. Yorick schien Zauber zu wirken, allerdings wusste ich nicht worum es sich dabei handelte.
Sicherheitshalber weckte ich Narina und die Fremde mit einem lauten Pfiff, und bewegte mich auch in eine Position in der ich mich schützend vor Narina stellen konnte.
Ich musste nicht mehr lange warten und aus den Gebüschen sprangen bewaffnete Krieger, definitiv keine der Wahnsinnigen, die es auf uns abgesehen hatten. Ich verstand in diesem Augenblick nicht so ganz warum so große Truppen den Wald durchstreiften, diese Frage war aber wohl mein geringstes Problem.
Einige von ihnen hatten mich und Narina ausgemacht und stürmten an uns heran. Drei waren es an der Zahl, glücklicherweise konnte ich dem Ersten einen Schlag mit dem Schild verpassen, so dass er kurzzeitig taumelte und sich sammeln musste.
Die Anderen allerdings begannen mich zu attackieren, wobei ich mich auf mein Schild verließ, da ich keinen Angriff wagen wollte so lange ich Narina decken musste. Ein Angriff meinerseits hätte sie schutzlos zurückgelassen, wenn auch nur für einige Momente.
Der Schild erzitterte immer wieder und es fühlte sich an als ob mein Arm gleich mit abgerissen würde, aber wenigstens trafen mich die Krieger kaum, und wenn dann nur so oberflächlich das mein Kettenhemd seinen Dienst tat.
Ich hatte gerade keine Zeit auf die Anderen zu achten, dazu musste ich mich zu stark konzentrieren, doch ich machte mir wenig Sorgen. Yorick schien fähig und die Fremde... nun, sie würde wissen was sie tat.
Völlig unerwartet traf dann auch die Fremde bei uns ein, während ich schon langsam es wirklich schwer hatte mich zu schützen. Zwar durchdrangen ihre Schwerter nicht meine Rüstung, doch einige schwere Prellungen hatte ich wohl hinzunehmen, und möglicherweise hatte es eine Rippe erwischt. Aber mein Kampfrausch ließ mich stetig weitermachen, den Schutz Narinas immer im Hinterkopf.
Die Fremde schaltete zügig einen meiner Gegner aus, und noch während seine Verbündeten etwas verblüfft erstarrten konnte ich einen ersten, richtigen Schlag setzen. Dieser riss einen von ihnen von den Füßen und ließ seine Brust unschön knirschen.
Nun stand noch ein Feind vor mir, und wer wusste noch wie viele Yorick bekämpften.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Fr 17 Jan 2014, 03:07

Allein schon als sie durch den lauten Pfiff geweckt wurde, erschrak die junge Faejh fürchterlich. Den Augenblick als bewaffnete Männer das Lager stürmen konnte sie kaum realisieren. Im ersten Moment fühlte sich das alles an wie ein Traum... ein chaotischer und Angst einflößender Traum.
Narina gab sich alle Mühe dabei dies alles Schritt für Schritt zu realisieren, in jenem Moment trafen auch bereits die ersten Feinde auf Eadgar.
Die Faejh kauerte sich hinter dem Kleriker zusammen und blickte dabei immer wieder auf. Er wurde von drei Feinden zugleich bedrängt, dabei flaute Panik in Narina auf.
Wie es Yorick und der anderen Frau erging konnte sie nicht sagen.
Narina fühlte sich so nutzlos, sie war zu nichts zu gebrauchen... so wie es Eadgar vorhin erklärt hatte... sie würde sich keinesfalls an kommenden Kämpfen beteiligen.
Der Kleriker wollte sie lediglich schützen und sie von jeglicher Gefahr so weit wie möglich entfernt halten, doch dafür war dies hier der falsche Ort.
Als sie aufblickte, konnte Narina sehen wie nur noch einer der Männer Eadgar gegenüber stand. Was als nächstes passierte geschah jedoch sehr schnell, hätte sie ihren Kopf doch nur unten behalten.
Der Angreifer hämmerte die Schneide seines Schwertes dermaßen gegen die rechte Kante von Eadgars Schild, dass die Klinge brach. Schützend hielt sich Narina noch die Arme vor das Gesicht, doch dann wurde sie schon zu Boden gerissen.
Tief hatte sich das davon geschleuderte Bruchstück in die rechte Seite unterhalb ihres Halses gebohrt. Vor ihren Augen begann alles so träge abzulaufen, die Stimmen und Laute des Kampfes vernahm sie nur noch verzerrt. Narina lag auf dem Rücken, fühlte sich unfähig sich zu bewegen... durch den Schock spürte sie die schwere Verletzung kaum. Sie spürte lediglich das warme Blut auf ihrer Haut.

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 19 Jan 2014, 21:49

Als Erstes stellte ich fest, dass ich mich geirrt hatte. Es waren nicht fünf Feinde sondern mindestens sechs. Die Fremde hatte zwei Schatten ausgeschaltet, Eadgar ebenfalls einen. Blieben auf jeden Fall noch zwei dieser verdammten Hunde. Narina lag blutend am Boden, Eadgar und die Fremde verteidigten sie gegen einen Schatten. Ich wollte ihr helfen, aber ein Vawek stellte sich mir in den Weg.
Ich begann einen Zauber zu wirken, der ihn ausschalten sollte, während er sich bemühte mich bei eben dieser Tätigkeit zu unterbrechen. Ich beendete den Zauber rechtzeitig, ein etwa faustgroßer Feuerball entstand in meiner Hand. Der Vawek war zu diesem Zeitpunkt noch gute sechs Meter entfernt, er würde nicht rechtzeitig ankommen. Ich holte zum Wurf aus, als mich etwas mit Wucht in der linken Seite traf.
Ich stürzte zu Boden während der zweite Schatten, der mich gerammt hatte, nur kurz stolperte. Er trug mit Abstand die beste Ausrüstung dieser Gruppe, vermutlich der Hauptmann oder wie so etwas hieß und war ein ungefähr so groß wie ich. Mein Feuerball zischte ein paar Meter an den Köpfen meiner Verbündeten vorbei und schlug in einer Eiche ein. Es gab ein lautes Knallen beim Einschlag, dies rettete mir das Leben. Beide Schatten sahen kurz Richtung Feuerball und ich konnte mich wieder aufrappeln. Da Zaubern sehr schwierig ist, wenn man ein Breitschwert im Magen hat, musste ich wohl oder übel auf meine Gabe zurückgreifen. Die erforderte nur kurz Konzentration und wirkte schneller. Was die Anderen davon hielten, würden wir sehen wenn es soweit war, falls wir überhaupt überleben....

Während ich aufsprang, konzentrierte ich mich kurz. Meine Sicht verschwamm für eine Sekunde, meine Haut begann wie verrückt zu kribbeln und ich hörte für wenige Augenblicke nichts. Als mein Körpergefühl zurückkehrte, hatte sich meine Sicht verändert. Ich war nun näher am Erdboden, konnte alles wenige Meter um mich herum gut erkennen und hatte auch einen weiteren Blickwinkel. Nur meine Fernsicht litt signifikant unter der Veränderung. Früher hatte mich das verwirrt, aber nun war ich daran gewöhnt. Die beiden Vawek sahen mich sehr schockiert an, kein Wunder denn ich hatte die Gestalt einer Zebraspringspinne von der Größe eines Schweines angenommen. Zumindest sah meine aktuelle Form so aus.

Für jeden der mich bei der Verwandlung beobachtet hatte, sah es so aus als ob mein Körper (und meine Kleidung) zusammenschmolzen und sich innerhalb von weniger als drei Sekunden zu meiner neuen Form umgestalteten. Das Ganze soll angeblich vom Geräusch brechender Knochen begleitet sein, aber ich hörte und fühlte während dieser einen Verwandlung nichts. Leider war das bei den anderen Gestalten die ich annehmen konnte nicht der Fall, dort verformte sich mein Körper tatsächlich und erheblich langsamer. Diese Art des Gestaltwandels tat auch unglaublich weh, da meine Knochen mehrfach gebrochen wurden und wieder zusammen gesetzt wurden.... Keine wirklich angenehme Erfahrung.
Die Schatten wirkten so aus als ob sie nicht wüssten was sie tun sollen: Fliehen oder Kämpfen? Ich hatte vor ihnen diese Entscheidung zu erleichtern. Ehe sich die Aggressoren von ihrem Schock erholen konnten, sprang ich den Größeren an. Ich warf ihn zu Boden und hielt ihn mit meinen Vorderbeinen fest. Meine Mandibeln bohrten sich durch sein Kettenhemd und schlugen sich in sein Fleisch, er begann laut zu schreien als ich mein Gift in seinen Körper injizierte. Der andere Soldat floh, als er die Schreie seines Kameraden hörte. Gut, dann musste ich mich nicht noch um ihn kümmern. Nach ein paar Bissen ließ ich von ihm ab, die Verwundungen waren, meiner Einschätzung nach, nicht tödlich und das Gift sollte ihn bald gelähmt haben, so konnten wir ihn später befragen, falls ich bis dahin nicht schon fliehen musste....
Während ich über die Reaktion meiner Gefährten nachsann näherte ich mich vorsichtig den Anderen. Ich achtete genau auf die Reaktion des Vawek und auch auf die meiner momentanen Mitstreiter, wenn ich eingreifen musste würde ich es tun.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 21 Jan 2014, 13:55

Das Geräusch knackender Knochen weckte Livias Aufmerksamkeit. Sie blickte zu Yorick, der auf dem Boden kauerte. Sein Körper schien sich zu verformen. Es sah alles andere als schön aus. Die junge Frau kniff ihre Augen zusammen, um besser sehen zu können. Aus dem schlanken, langen Körper des Magiers schienen Beine herauszubrechen. Gleich acht Stück! Seine Arme und Beine schienen sich zusammenzuziehen und im Rücken zu verschmelzen. Nach wenigen Augenblicken stand nun eine riesige Spinne vor ihnen. Livia kam aus dem Staunen nicht heraus, empfand jedoch keine Angst. Es musste Yorick sein. Und Yorick würde für und nicht gegen sie kämpfen. Wenn er sie hätte erledigen wollen, hätte er eine andere Gelegenheit dafür gefunden. In der Nacht zum Beispiel.

Da ein weiterer Angreifer dazugestoßen war, richtete Livia ihre Aufmerksamkeit wieder an die gottlosen Bastarde, die sie zu umringen versuchten. Während sie die Bewegungen des einen beobachtete, schlich sich ein anderer an die verletzte Narina heran. Die Schattenläuferin versuchte ihn abzuwehren, doch der zweite Schatten nutzte die Chance und schlug ihr in den Rücken, sodass sie nach vorne fiel und ihren Kopf an einem faustgroßen Stein aufstieß. Sie spürte, wie die brodelnde Wut in ihr hochkroch und schnaufte verächtlich. Dieser miese kleine.... Schnell rappelte sie sich wieder auf und boxte dem Angreifer ins Gesicht, was ihn aber nicht sonderlich beeindruckte. Livia griff an ihren Gürtel und zog erneut ihre Lieblingswaffe. Er sollte bluten. Bluten und schreien. Mit der scharfen Klinge auf den Schatten gerichtet lachte sie. "So so. So spielt ihr also.", sagte sie in Richtung der hässlichen Visage ihres Gegenübers. "Das mache ich beruflich.", fügte sie grinsend hinzu, rammte ihn mit der Schulter und nutzte die Verwirrung des Gegners, um mit dem Griff ihrer Waffe auf seine Stirn zu hämmern. Der Dickschädel ließ nicht so schnell nach wie der seines Kameraden und schon bald spürte sie einen weiteren Hieb im Rücken. Diese.. Wütend beendete sie ihr Spielchen und schnitt dem am Boden liegenden Schatten die Kehle auf. Einige Tropfen Blut spritzen auf ihre Kleidung. Sie stöhnte. Na toll. Sie richtete sich schnell wieder auf, ehe der Angreifer in ihrem Rücken zu einem weiteren Schlag ausholen konnte und gewann etwas Abstand, ehe sie sich ihm zudrehte.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 21 Jan 2014, 21:14

Obwohl mich alles danach drängte mich umzudrehen und Narina zur Hilfe zu eilen blieb ich standhaft gegen unsere Angreifer stehen. Es brauchte meine volle Konzentration nicht selbst Opfer eines Schwerthiebs zu werden, da musste ich, so weh es meiner Seele auch tat, Narina hinten anstellen.
Glücklicherweise schien sich der Kampf zu unseren Gunsten zu wenden, Yorick schien seine Feinde in die Flucht geschlagen zu haben und nach den Geräuschen zu urteilen ist er nicht gerade sanft mit ihnen umgesprungen. Es klang als hätte er jemandes Skelett zertrümmert, wahrscheinlich ein mächtiger Zauber. Auch die folgenden Schreie schienen extrem, kein Wunder das man dabei sein Heil in der Flucht suchte.
Auch die Fremde sorgte einigermaßen geschickte für das baldige Ableben eines weiteren Feindes, wodurch nur noch einer von ihnen zurückblieb. Er sah sich mit einer Übermacht an Gegnern konfrontiert, und nur ein kurzer Blick von ihm zu Yorick und seinen, wahrscheinlich grausam zugerichteten, Kameraden reichte um ihn dazu zu bringen seine Beine in die Hand zu nehmen.
Ich setzte ihm nicht nach, schließlich hatten wir Verletzte zu versorgen, fand aber seinen völlig verstörten Gesichtsausdruck bedenklich. Was hatte ihn so aufgescheucht?
Egal, das war nun zweitrangig. Ich drehte mich zu Yorick, und wollte ihn bitten mir mit Narina zu helfen, aber ich kam nicht weiter als bis zu einem kurzen „Schnell, wir müss...“ Dann erschrak ich mich und riss mein Schild hoch.
Yorick war verschwunden, seiner statt stand dort eine riesige, schwarz-weiß gemusterte, Spinne. Ich wusste nicht was mit Yorick passiert war, aber sicher war das dieses Wesen gefährlich war, auch wenn es uns in gewisser Weise geholfen hatte. Aber was war es? Hatte diese seltsame Krankheit nun auch Tiere befallen und sie verändert? Das war durchaus denkbar, aber dann mussten wir uns umso mehr in Acht nehmen.
„Bleib weg, Biest!“ schrie ich, wobei ich mir etwas naiv dabei vorkam, zu glauben die Spinne könne mich verstehen. Ich wagte keinen Ausfall, schließlich lag Narina schwer verwundet hinter mir, aber ich würde diese Bestie abhalten bevor sie Narina auch nur zu nahe kam.
Ich hoffte die Fremde würde geistesgegenwärtig genug sein und sich nicht vom widerwärtigen Aussehen unseres neuen Feindes abschrecken lassen.
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