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 Das Licht in der Dunkelheit [MSG]

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Syari

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Sa 15 Feb 2014, 10:45

Flora schluckte heftig. Was sollte sie Narina erzählen? Dass Eadgar tot war, dass sie ihn zerfleischt gefunden hatten? Narina würde das womöglich nicht verkraften. Was war weniger schmerzhaft?
"Naja...Wo Eadgar ist, weiß ich nicht genau", begann Flora, sorgsam auf ihre Wortwahl bedacht, "Als Gerion und ich angekommen sind war euer Lager verlassen. Leichen von Vawek und zwei Menschen waren da...es schien, als habe ein Kampf geherrscht...wir dachten schon ihr alle wärt tot, auch du, als du dich gerade im rechten Moment gerührt hast. Die Vawek waren uns auf den Fersen, also haben wir dich auf mein Pferd verfrachtet und sind abgehauen."
Von Eadgars Leiche sagte sie einfach gar nichts. Sie würde irgendwann den Zorn Narinas auf sich ziehen, wenn sie ihr von Eadgar erzählte.
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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Sa 15 Feb 2014, 14:07

Die junge Faejh senkte den Blick ein wenig und erwischte sich dabei, wie sie nervös auf ihren eigenen Fingern herum knetete. Die Antwort von Flora auf ihre Frage, löste diese Anspannung nicht vollends, doch es war besser als Nichts. Eadgar hätte sie niemals ohne guten Grund zurück gelassen, aber vielleicht hatte er Angst gehabt ihr würde etwas passieren? Hatte er sie für tot gehalten? Oder hatten die Vawek ihn gefangen genommen? Der Gedanke machte sie nur noch nervöser...
Vielleicht sollte sie positiv denken, es ging ihm sicherlich gut. Währenddessen würden ihre Gedanken ihn durch seinen Kampf begleiten.
"Danke... danke, dass ihr euch um mich gekümmert habt. Es ist schön zu sehen, dass eure Freundlichkeit seit unserer letzten Begegnung nicht nachgelassen hat.", sprach sie zu der jungen Kriegerin, zog die Beine an, schlang ihre Arme darum und versuchte sich an einem zuversichtlichen Lächeln.
"Was habt ihr jetzt eigentlich vor?", fragte sie, während ihre grünen Augen auf Flora ruhten.
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Grim
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 16 Feb 2014, 10:24

"Wir reiten nach Alvae, wo auch du und der Priester hätten hin reiten sollen", antwortete Gerion an Floras statt und wandte den beiden Frauen nun endlich sein hartes, zerstörtes Gesicht zu. Es lag ihm auf der Zunge, nachzusetzen, dass dies Eadgar das Leben gerettet hatte, aber wenn Flora dem Mädchen dessen Tod bewusst verschwiegen hatte – dafür gelogen hatte – dann würde sie schon ihre Gründe haben. Und zumindest für ein paar Tage würde er die junge Kriegerin noch ertragen müssen. Und wer wusste, was auf dem Rückweg noch alles vor ihnen lag?
"Unsere Mission ist abgeschlossen", erklärte er also knapp, "Jetzt muss der König informiert werden. Ich hoffe, du bist in der Lage zu reiten. Bei Sonnenuntergang brechen wir auf. Und wir können uns keine Verzögerungen leisten."

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Syari

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 18 Feb 2014, 20:57

Es dämmerte, als Flora begann ihre Sachen zusammenzupacken. Sie hatte sich ein wenig ausgeruht, sich mit Narina unterhalten sowie dessen Wunde noch einmal begutachtet und sich dann daran gemacht, mithilfe der Karte einen möglichen Orientierungspunkt ausfindig zu machen, wo sie sich befanden, doch dies war gar nicht so leicht. Sie waren in einem Wald, nahe einer Wiese, doch dies war praktisch das Abbild von ganz Rilead. Wald und Wiese und zwischendrin ein paar Dörfer oder Städte. Sie mussten einen Fluss finden um sich genauer orientieren zu können, doch eines war gewiss. Sie ritten in die richtige Richtung, das war schon an dem Sonnenstand abzuleiten. Immer gen Süden, dann waren sie richtig und würden irgendwann unweigerlich zur Barriere gelangen.
"Narina, schaffst du es, dich an mir festhzuhalten, während wir reiten? Also, dass du sitzt?", erkundigte sich Flora mit einem hoffenden Unterton bei der jungen Faejh. Es würde das Reisen um einiges beschleunigen und angenehmer zugleich machen, wenn die Faejh sich aus eigener Kraft auf dem Pferd halten konnte und man nicht permanent darauf achten musste, dass sie nicht hinunterrutschte.
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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 18 Feb 2014, 21:14

Narina wusste nicht was Gerion eigentlich mit "Mission" gemeint hatte... aber die junge Faejh konnte ihnen die Strapazen und Blessuren ansehen. Sie hatten wohl keine all zu leichte Zeit hinter sich... Der Krieger hatte aber vermutlich Rechte gehabt, es wäre sinnvoll und klug gewesen nach Alvae zu gehen... Narina hatte in ihrem Drang Gerion und Flora suchen und helfen zu wollen viel zu selbstlos gehandelt. Vor allem war Eadgar in der überrannten Stadt nur wegen ihr verletzt worden. Hätte sie sich doch nur dafür entschieden in Alvae zu warten...
Nachdem sich Flora noch einmal ihre Verletzung angesehen hatte, ging es an das Zusammenpacken. Auf die Frage von Flora nickte die Faejh lediglich. "Schaffe ich...", sagte sie lediglich und wurde dabei ein wenig rot im Gesicht. Flora sah in ihr eher ein Kind anstatt einer jungen Frau, so wie an dem Tag an dem sie sich das erste mal begegneten... Sich in einem Sattel halten zu können, traute sich Narina selbst aber zu.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mi 19 Feb 2014, 10:42

"Dann ab in den Sattel", kommandierte Gerion, der nun seinerseits aufsaß. Natürlich würde Narina wieder mit Flora reiten. Es war schließlich nicht seine Idee gewesen, sie mit zu nehmen. Er würde sich nicht mehr als nötig gelasten. Und er hoffte inständig, dass Flora, sollten sie in eine Situation kommen, dass sie fliehen mussten, Narina einfach aus dem Sattel stieß anstatt etwas heldenhaftes – oder mit anderen Worten: Dummes – zu versuchen um sie vor den Schatten zu retten.
Inzwischen war die Sonne verschwunden und bis auf einen schmalen, glühenden Streifen am Horizont nichts mehr vom Licht des Tages geblieben. Es mochte noch eine halbe Stunde sein bis völlige Dunkelheit herrschte und auch nun schon war das Land in tiefes Zwielicht getaucht. Mit sanftem Schenkeldruck ließ der Henker sein Pferd antraben und ritt den Hügel hinab in die offene Tiefebene. Sie hielten sich fern jeder Straße, doch das Land war flach und fest, sodass dies die Pferde kaum behinderte. Sie ritten schweigend und zügig, gerade so langsam, dass die Pferde nicht völlig erschöpften. Bis zum Morgen würden sie etliche Meilen zurück legen müssen wenn sie nicht von der Sonne im Offenen erwischt werden wollten.

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Fr 21 Feb 2014, 18:28

Wie Narina nun hinter ihr auf dem Sattel saß und sich an ihr festhielt, war es zwar um einiges angenehmer zu reiten, als zu der Zeit, als Narina bewusstlos war, doch als komfortabel konnte man es nicht bezeichnen, lieber saß sie allein im Sattel, doch derzeit hatten sie keine Zeit um in ein Kuroraverseuchtes Dorf zu reiten nur in der Hoffnung, dass noch irgendwo ein lebendes Pferd war, dass in der Lage war mehr als zwei Schritte zu tun und nicht eigentlich einen Gnadenstoß verdiente.
Der Mond stand schon hoch am Himmel und bisher hatten sie es geschafft ungesehen durchs flache Land zu reisen, doch Flora hatte ein mulmiges Gefühl. Sie hatte das Gefühl beobachtet zu werden, als würden ihr Augenpaare ihr überall hin folgen, doch auch beim angestrengtesten Lauschen hörte sie kein Geräusch, dennoch blieb sie wachsam.
"Irgendwas ist hier doch faul", murmelte sie irgendwann Gerion zu, gerade so leise, dass er es hören konnte.
"Das Ganze geht viel zu einfach, meinst du nicht?"
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 23 Feb 2014, 11:23

"Rilead ist ein großes Land", entgegnete Gerion ungerührt, "Und die Schatten sind wenige. Nach allem, was wir wissen, sind sie schließlich nicht mit einem vollen Heer hier einmarschiert, sondern lediglich mit den Saboteuren, die die Menschen hier vergiftet haben. Wie sollten sie uns mit nur einer Handvoll Männer hier draußen ausfindig machen? Es ist finster und solange wir tagsüber in Deckung bleiben wäre schon viel Pech dabei, wenn wir ihnen in die Arme reiten würden."
Und je weiter sie sich von Samaru entfernten, desto geringer würde das Risiko werden. Wovor sie sich hier draußen einzig in Acht nehmen mussten waren die Schattenkranken. Von diesen musste es zweifelsohne noch mehr als genug geben. Ein Zusammentreffen mit ihnen war wahrscheinlich. Aber auch ihnen würden sie entgegen können, wenn sie sich in den Wäldern und fern der Straßen und Dörfer hielten.

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 24 Feb 2014, 20:57

Ein wenig angespannt ließ Narina ihren Blick über die nahe Umgebung schweifen, sie fühlte sich nach all diesen Ereignissen deutlich unwohler desto länger sie sich in dieser Gegend aufhielten. Unbewusst verfestigte sie dabei den Griff mit welchem sie sich hinter Flora im Sattel hielt.
Noch immer wusste sie nicht ganz worum es in diesem Krieg hier eigentlich ging... was wollten die Vawek überhaupt? Wozu dies alles...? Doch was in diesem Moment noch viel wichtiger war, die Bemerkung von Flora selbst. Hatte sie damit vielleicht Recht? Der Gedanke machte der jungen Faejh irgendwie Angst, trotz der entwarnend gemeinten Antwort von Gerion.
Als Narina durch die Reihen der Bäume blickte, entdeckte sie etwas was sich von der dunklen Nacht ein wenig abhob. Als sie genauer hinsah, konnte sie einen leichten Schein sehen, doch es schien recht weit entfernt zu sein. War
"Seht mal dort drüben...", machte Narina leise auf den Fund aufmerksam und deutete mit ausgestrecktem Zeigefinger in die Richtung des Lichtes.
Um was es sich dabei wohl handelte? Vermutlich war es ein Lagerfeuer, aber wer würde sich hier sonst noch aufhalten und ein Lager aufschlagen außer den Vawek?
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mi 26 Feb 2014, 19:57

Gerions Blick folgte Narinas Finger. Was die junge Frau entdeckt hatte war nicht schwer auszumachen: Flammenschein am Horizont. Und das ziemlich nahe an jenem Weg, den sie einzuschlagen gedacht hatten. Nein, Flammen konnten vieles heißen. Im wahrscheinlichsten Fall ein Nachtlager, bei dem jemand ein Feuer entzündet hatte. Nur wer? Die Vawek? Möglich, aber es wäre ein ganz schöner Zufall, so weit der Hauptstadt auf eine Gruppe von ihnen zu treffen. Flüchtlinge? Die würden wohl kaum derart auf sich aufmerksam machen, zumal mit all den Schattenkranken, die das Land heimsuchten. Blieben noch die Schattenkranken selbst... aber die hatten auf Gerion nicht den Eindruck gemacht, als würden sie sich noch viel aus ein wenig Wärme in einer kühlen Nacht machen. Geschweige denn die notwendigen Fähigkeiten besitzen, ein Feuer zu entzünden. Aber wer auch immer es sein mochte: für sie konnte es kaum etwas Gutes bedeuten.
"Sehen wir zu, dass wir es großräumig umgehen", gab Gerion die Devise aus. Kurz überlegte er. Südlich am Ort der Flammen vorbei zu reiten würde sie rascher in Richtung Alvae bringen, aber der Weg würde weiter in die offene Ebene führen und sie hatten nicht mehr lange bis es morgen werden würde. Der nördliche Weg war länger, aber führte sie erst in bewaldete Gegend und dann ins Hügelland. Dort würden sie tagsüber eher Deckung finden. "Nach Norden!", kommandierte er.

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 11 März 2014, 17:53

Flora nickte und lenkte das Pferd gen Norden um Gerion zu folgen. Zu gern hätte sie gewusst, was den Rauch ausgelöst hatte, doch sie sah ein, dass es zu gefährlich war. Sie mussten die Ampullen über die Grenze bringen, zu den Alchemisten, damit sie dieses Gift analysieren konnten und - hoffentlich - ein Gegengift finden.
Die restliche Nacht verlief ereignislos, genau wie die weiteren Tage. Sie trafen keine Vawek und abgesehen von dem ein oder anderen Knacken im Gebüsch hörten sie nichts weiter. Es war ein Wunder, aber im Gegensatz zu ihrer Hinreise, hin zur Hauptstadt Rileads, verlief die Ausreise so reibungs und ereignislos, wie sie es sich nicht hätten erträumen lassen können. Dennoch war es ein mühsamer Weg gewesen, die Pferde waren am Ende ihrer Kräfte, als sie schließlich eines Morgens bei Tagesanbruch das Tor erreichten.
So sehr Flora es sich gewünscht hatte, endlich Rilead zu entdecken, so erleichtert war sie auch, als sie wieder das Tor zur Heimat vor sich liegen sah.
"Schaut nur!", sagte sie mit unverhohlener Freude in der Stimme, "Gleich sind wir in Sicherheit und bis zur Hauptstadt ist es dann auch nur ein Katzensprung!" Sie wollte ein warmes Bett und etwas vernünftiges zu essen, denn wer konnte schon sagen, wie lange sie eben jenen Luxus genießen würde können.
"He, ihr da, kommt ins Licht, wo ich euch sehen kann und nennt mir eure Namen und den Grund, aus dem ihr hergekommen seid!", ertönte eine rauhe Stimme vom Wachturm aus, eine der Wachen musste sie gehört haben.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 11 März 2014, 18:50

Auf dem Wachturm brannte Licht – eine Kohlepfanne vermutlich, oder ein ganzes Bündel Fackeln – doch die Gestalt, die sie anrief, war, von hinten beleuchtet, nur als finsterer Schemen zu erkennen. Gerion entschied trotzdem spontan, dass er den Mann nicht mochte. Er hasste es, in diesem Ton angeredet zu werden. Es war der selbe Ton, den er selbst Fremden an den Tag zu legen pflegte. Wer aber sollte der Mann dort oben sein, dass er nur einen minderwertigen Fremden in ihm sah?
Und doch: in diesem Moment würde Starrsinn nur dafür sorgen, dass sie eine weitere Nacht im Freien anstatt in einem gemütlichen Zimmer der Festung verbringen mussten. Es galt, die Antipathien herunter zu schlucken und sich den gebellten Befehlen widerwillig zu fügen. Mit kurzem Schenkeldruck trieb er sein Pferd ins Licht. Mit der Linken langte er in den Kragen seines Hemds und zog es weit genug zurück, dass die im Dunkeln deutlich zu erkennenden, bläulich leuchtenden Runen zum Vorschein kamen. "Gerion Halbrek!", rief er dem Mann mit krächzender Stimme seinen Namen zu, "Wir reiten im Auftrag des Königs. Komm runter und sieh' dir das Siegel an, wenn du uns nicht glaubst."

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Fr 14 März 2014, 17:53

Der Wachmann lachte nur belustigt auf. Wahrscheinlich glaubte er ihnen nicht, dass sie wirklich im Auftrag des Königs unterwegs waren. Obwohl ihnen doch eigentlich bekannt sein dürfte, dass sie noch vor ein paar Tagen, wie viele waren es eigentlich gewesen?, schon losgezogen waren. Aber gut, seitdem waren sicherlich auch einige Rileadier aufgetaucht, die versucht hatten über die Grenze zu gelangen, ob es vielen gelungen war? Hatte der König der Faejh den Rileadiern Zuflucht gewährt? Oder hatte er sie wieder fortschicken lassen.
"Kommt vor ins Licht, zeigt uns das Siegel, wenn ihr wirklich eines habt!"
Flora ließ Gerion den Vortritt, er hatte das Siegel und das sollte der Wachmann ruhig sehen. Sie war zu sehr beschäftigt damit sich umzusehen, zu schauen, ob hilfsbedürftige Rileadier ihr Quartier hier vor der Grenze aufgeschlagen hatten, doch sie konnte niemanden entdecken. Ein gutes Zeichen? Hatte der König beschlossen den Rileadiern zu helfen, oder hatte es einfach niemand hergeschafft?
Ein Mann trat aus dem Tor ein paar Schritte auf sie zu und gebot ihnen per Handzeichen, stehen zu bleiben. Er trug schwere Rüstung, einen Helm, eine stählernen Brustpanzer, ein Schwert lag schwer in seiner rechten Hand.
"Zeigt das Siegel langsam vor!", wied er sie an.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Fr 14 März 2014, 18:18

"Nimm die Zügel", gebot Gerion Flora, schwang sich aus dem Sattel und warf ihr eben jene zu. Zu Fuß schritt er auf den Gerüsteten zu. Verglichen mit diesem musste er einen erbärmlichen Anblick bieten: abgerissen, nur in mitgenommenem Wams und Hosen, Wangen und Kopf von ungepflegten Stoppeln bedeckt. Lediglich der Griff des Zweihänders, der über seine Schulter ragte, verriet, dass auch Gerion ein Krieger war.
Mit der Linken fischte er die königliche Order aus seinem Wams hervor. Wie auch sein eigenes Aussehen hatte sie unter den Ereignissen der letzten Tage – insbesondere der überstürzten Flucht durch den Fluss – gelitten. Von der Schrift darauf war nicht mehr viel zu erkennen. Das Wachssiegel am unteren Rand hingegen war noch erhalten und kenntlich. Das zerfledderte Pergament wie einen Schild vor sich ausstreckend trat Gerion in den Fackelschein.
"Hier, reicht das?", verlangte er unwirsch zu wissen. Die Pedanterie des Wachposten begann ihm zunehmend auf den Geist zu gehen. Sie waren ohne Zweifel Faejh! Mit welchem Recht verwehrte er ihnen also die Einreise in ihre Heimat? Und zudem war ihr Mission dringend und brisant. Wer glaubte dieser Narr zu sein, sie hier aufhalten zu können?

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 17 März 2014, 20:55

Flora tat, wie Gerion es geheißen hatte, da sie keine Lust hatte jetzt noch zu diskutieren, erst recht nicht, da sie an der Grenze standen und bei weitem dinglichere Probleme hatten, als sich darüber auseinanderzusetzen, ob sie nun dazu da war, Gerions Zügel zu halten, oder nicht.
"Davon kann man ja nicht mehr all zu viel erkennen", gab der Wachmann zu bedenken, während er das Papier genauer betrachtete, "Doch das Siegel des Königs ist immerhin darauf zu erkennen. Wartet bitte einen Augenblick!"
Der Wachmann trat zurück und verschwand schließlich hinter der Grenze im Wachhaus nur um kurze Zeit später mit einem anderen Wachmann im Schlepptau zurückzukehren.
"Ja, diese Faejh kenne ich. Sie waren diejenigen, die der König beauftragt hatte, mehr über Rilead herauszufinden!", erklärte der zweite Wachmann und Flora meinte seine Stimme wiederzuerkennen als einen der Wachmänner, die sie auf der Hinreise begrüßt hatten.
"Nun gut", die Stimme des ersten Wachmanns klang nur wenig zufrieden, eher widerwillig, doch er nickte in die Richtung von Gerion, Flora und Narina, "Nun gut ihr drei, ihr dürft passieren. Zimmer für euch sind bereits fertig, ihr könnt euch die Nacht über ausruhen und morgen stellen wir euch neue Pferde zur Verfügung, eure sehen bereits reichlich müde aus!"
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 17 März 2014, 22:22

Wenn der Wachmann sich ein Wort des Dankes dafür erhoffte, sie nun derart willkommen zu heißen, dann hatte er sich gründlich geschnitten. Das hatte er sich bereits zuvor verscherzt, mit seiner Sturheit, seiner penetranten Weigerung, sie hinein zu lassen. Ihnen nun Unterkunft und frische Pferde zu bieten war nicht mehr als das, was er ohnehin tun musste. Es stand ihnen zu, immerhin reisten sie im Auftrag des Königs und mit eiliger Kunde! Insofern ließ Gerion lediglich ein Schnauben, in dem die Genugtuung mitschwang, hören und folgte den Wachen dann, sein Pferd, das er Flora wieder abgenommen hatte, am Zügel hinter sich her führend, durch das Tor. Es tat gut, wieder auf heimischem Boden zu sein, ganz gleich ob dieser sich im Grunde nicht von dem jenseits der Barriere unterschied. Das Symbol allein, der Schritt durch das Tor, zählte.
"Wir könnten etwas Verpflegung brauchen", wandte er sich unterdessen an den zweiten, ihm vage bekannt erscheinenden Wachmann, "Etwas Kaltes wird vollkommen ausreichen." Vermutlich waren die Küchenfeuer zu dieser Stunde ohnehin schon herunter gebrannt. "Hauptsache, kein Dörrfleisch oder Trockenbrot..."

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 17 März 2014, 22:49

Die ganze Zeit über war Narina ruhig geblieben und gab keinen Mucks von sich... Sie war froh gewesen, dass sie auf halbwegs freundlicher gesinnte Gestalten in Form der Wachmänner getroffen waren. Die Zeit dort draußen war schrecklich gewesen... vor allem innerhalb der belagerten Stadt mitsamt diesen... Dingern...
Es war für die junge Faejh erschreckend gewesen, dass sie sich ab und zu bei dem aufflackernden Gedanken erwischt hatte wieder Nachhause zu wollen. Nein, dorthin wollte sie nicht mehr zurück... nie wieder!
Narina blieb ruhig als Flora und Gerion mit den Wachen haderten, sie wagte es nicht sich auf irgend eine Art und Weise bemerkbar zu machen. Die Anspannung der Situation fiel aber von ihr ab, als es ihnen erlaubt wurde durch das Tor zu gehen. Endlich konnte sie wieder ein gewisses Gefühl der Sicherheit bekommen... die Beklommenheit der letzten Tage ablegen...
Als Gerion von Essen sprach, stieg die Erleichterung in Narina nur noch mehr an. Dennoch verzog sie die Mundwinkel ein wenig... etwas Kaltes? In Gedanken schwärmte sie für eine warme Suppe mit Einlage... doch vermutlich würde daraus wohl nichts werden.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Fr 21 März 2014, 20:00

"Wir haben noch etwas übrig vom Abendbrot", erklärte eine Wache mit freundlichem Lächeln auf den Lippen, "Nicht all zu viel, fürchte ich, aber ein stück kalte Haxe und frisches, weiches Brot aus saurem Teig können wir euch sicherlich anbieten. Mit mehr sieht es schlecht aus, unser Koch liegt bereits in den Federn, er muss ja morgen früh raus. Ihr sicherlich auch, nicht wahr? Dennoch können wir euch morgen früh eine ordentliche Stärkung anbieten!"
Flora bedankte sich höflich bei der Wache, die so viel netter zu sein schien, als der Wachmann vor dem Tor. Mürrischer Kerl. Sie schüttelte den Kopf und gähnte herzhaft. Es dauerte nicht mehr all zu lang, bis die Sonne wieder aufgehen würde und so war sie dankbar, dass das Essen schnell gebracht wurde und obwohl es kalt und nicht mehr all zu viel war, es war das beste Essen seit langem und Flora stieg zum ersten Mal seit Tagen satt in ein Bett.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 23 März 2014, 18:54

Trotz der nach wie vor gebotenen Eile ihrer Mission war es schon spät am Tag als Gerion endlich sein Bett verließ. Es war beinahe schon Morgen gewesen, bis er es in dieses hinein geschafft hatte und die Strapazen der letzten Tage hatten auch an seiner so unverwüstlich erscheinenden Konstitution gezehrt. Er hatte die Erholund des Schlafes bitter nötig gehabt. Und so mochten es vielleicht noch zwei Stunden bis zur Mittagsstunde sein, als er schließlich den großen Saal der Garnison betrat, in dem auch das Essen gereicht wurde. Man hatte ihm neue Kleidung zur Verfügung gestellt – die alten würden sie wohl verbrennen; Gerion bezweifelte, dass irgendein Wäscher oder Schneider sie noch zu retten vermochte – und er hatte sich auch endlich einmal wieder waschen und Haar und Bart schneiden können, sodass er wie ein neuer Faejh wirkte, als er zu seinen beiden Begleiterinnen trat, die bereits an einer der langen Tafeln Platz genommen hatten. Auch seinen rechten Arm hielt er wieder lockerer: die Wunde in seiner Schulter war inzwischen hinreichend verheilt, dass er es wieder wagte, ihn zu bewegen, wenngleich nicht zu belasten. Aber es war ein Segen, dass nicht mehr jedes kleinste Zucken des Arms ihm eine Woge des Schmerzes durch den Körper jagte.
Gerion grüßte Flora und Narina und nahm dann ihnen gegenüber Platz. Während er sich an diesem Morgen zurecht gerichtet hatte, hatte er sich Gedanken über ihr weiteres Vorgehen gemacht und war nun bereit, ihnen diese mit zu teilen. "Wir sehen zu, dass wir hier noch etwas zu Essen bekommen und lassen uns frische Pferde geben", erläuterte er seine Planung, "Dann reiten wir in Richtung der Hauptstadt. Wenn wir unterwegs die Pferde auswechseln können wir bis zum Abend da sein. Dann können wir morgen in aller Früh bei Seiner Majestät vorsprechen." Er hatte sich während dieser Worte unentwegt Flora zugewandt. Nun jedoch ließ er den Blick zu Narina wandern. "Was dich betrifft... unsere Wege werden sich hier wohl trennen. Wir sind wieder in Alvae, wieder auf sicherem Boden. Es besteht kein Bedarf mehr, zusammen zu bleiben. Du kannst gehen, wohin es dir beliebt. Hast du schon einen Plan, wohin deine Reise dich führt? Nach Hause, zu deinen Eltern?"

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 24 März 2014, 00:50

Narina hatte die Nacht über recht gut geschlafen, durch das beruhigende Gefühl in Sicherheit zu sein und vor allem in einem richtigen Bett. Es war ziemlich ungewohnt im Vergleich zu Früher... es gab nur wenige Nächte in welchen sie nicht völlig wirr oder sogar schlecht geträumt hatte, etwas was viel zu ihrem Zustand beigetragen hatte.
Nun saßen Flora und sie da, dabei wurde nicht wirklich etwas gesprochen... bis irgendwann Gerion zu ihnen kam. Ob ihm die Verletzungen die er sich zugezogen hatte immer noch so zu schaffen machten?
Die junge Faejh wollte den hühnenhaften Krieger erst ebenfalls grüßen, hob dann aber nur ihre Rechte zu einem eher schüchtern wirkenden Winken.
Nachdem er einige Worte mit Flora gewechselt hatte, blickte er schließlich Narina an und sprach Worte aus durch welchen sie ein flaues Gefühl im Magen bekam. Durch ihre ohnehin schon sehr helle Haut fiel es zwar nicht all zu sehr auf, doch sie wurde kreidebleich in ihrem Gesicht. Sie wollten sie hier lassen...? Aber... wo sollte sie denn...? Wie...
Narinas Herz begann bei der Vorstellung spürbar gegen ihre Brust zu hämmern. "Aber wo soll ich denn hin? Ich kann nicht zurück... ihr wisst nicht was die mit mir anstellen... ich...", presste sie hervor während sich der Horror jener Vorstellung in ihrem Kopf breit machte. Sie hatte bereits gelernt wie Gerion war... er würde davon sicher nicht mehr abweichen. Um Hilfe ersuchend blickte sie zu Flora...
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 24 März 2014, 17:30

Selbst Gerion, dem weniges wirklich am Herzen lag und der in Narina nach wie vor eine Abnormität sah, die ihnen mehr Last denn sonst etwas gewesen war, konnte nicht umhin, beim Klang der hilfosen Panik in der Stimme des Mädchens soetwas wie Mitleid zu empfinden. Nicht genug allerdings, dass es sein Herz irgendwie erweicht hätte. Das Schicksal der jungen Frau ging ihn nichts an. Sie würde selbst zurecht kommen müssen.
"Wir können dich bis in die Hauptstadt mitnehmen, wenn du willst", bot er dennoch an während ein Lakai Brot und Butter zu ihnen brachte und der Duft von frischem, warmem Backwerk sich breit machte, "Das heißt: wenn du mit uns mithalten kannst. Wird ein harter Ritt. Aber dann, dann wirst du selbst zusehen müssen, wie es weiter geht. Es wird Krieg geben, wenn der König erfährt, was wir ihm zu berichten haben. Und wenn es Krieg gibt, dann werden Flora und ich wieder ausrücken, wieder hinaus nach Rilead müssen. Für dich können wir wenig tun..."

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 24 März 2014, 20:59

Flora war von Gerion mehr als überrascht. Hatte er tatsächlich etwas wie einen Kompromiss angeboten? Das konnte doch nicht der mürrische Gerion sein, den sie gestern hatte ins Bett gehen sehen! Flora kniff ungläubig die Augen zusammen, doch als sie die wieder öffnete war die Szenerie dieselbe. Sie saßen beim Frühstücken und Gerion besprach die Lage. Das konnte kein Traum sein, das musste die Wirklichkeit sein. Ein leichtes Lächeln schlich sich auf Floras Gesicht. Vielleicht war der alte Henker auch noch lernfähig, zumindest ein bisschen. Doch was er ihr gesagt hatte. Im Krieg würden sie zusammen losziehen. Die Aussichten mochte sie nicht. Sicherlich, sie beiden waren die einzigen, die die Lage schon gesehen hatten, die einzigen, die bereits das verseuchte Land durchquert hatten und sogar mit mehr in den Händen zurückgekommen waren, als sie je hoffen konnten und doch. Mit Gerion würde es anstrengend werden, doch wahrscheinlich sah er das genau so.
"Du kommst mit in die Hauptstadt, dort sehen wir weiter. Hast du irgendwelche Informationen, die uns helfen könnten, Narina? Etwas gesehen, Schatten, als das Land noch den Rileadiern gehörte? Seltsame Gerüchte? Irgendetwas, was uns in einem Krieg einen Vorteil einbringen könnte?" Es war zwar nicht wahrscheinlich, aber man sollte sie zumindest einmal fragen, ob sie etwas wusste, immerhin war sie in Rilead gewesen, als die Epidemie ausbrach.
"Und wir finden schon etwas für dich, im Zweifelsfall bringe ich dich bei meinen Eltern unter....wenn das geht..", was sie nicht glaubte. Ihre Eltern würden Narina niemals aufnehmen, wenn sie herausfanden, dass Narina anders war als andere Faejh, doch das musste noch nicht gesagt werden, noch waren sie nicht in der Hauptstadt.
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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 25 März 2014, 01:54

Narinas Mund stand vor Erstaunen leicht offen, als Gerion ihr anbot noch etwas länger bei ihnen bleiben zu können... das mit der Hauptstadt nahm sie nicht wirklich wahr... sie hatte einen Aufschub erhalten... eine Chance... mehr brauchte sie nicht. Ein Stein fiel ihr vom Herzen als sich die Erleichterung in ihr breit machte. Als auch noch Flora ihr ihre Unterstützung anbot, da hätte die junge Faejh am liebsten Freudentränen vergossen... doch sie versuchte gefasst zu bleiben.
Sie konnte wirklich nicht mehr Nachhause... dieser Ort war für sie schlimmer als die Hölle... lieber wäre sie auf der Straße verhungert als dorthin zurück zu kehren. Ihre Eltern waren die wahren Monster.
"Ich danke euch... vielen dank.", entgegnete sie schließlich Gerion. Andere Worte fielen ihr dazu nicht ein, doch sie kamen so zumindest von Herzen.
Auf Floras Frage hin schüttelte Narina lediglich den Kopf... "Nein... es tut mir leid... ich wünschte ich könnte eine größere Hilfe sein.", meinte sie schließlich und senkte den Blick ein wenig.
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Grim
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Sa 29 März 2014, 14:23

"Danke uns nicht zu früh...", brummte Gerion unheilsschwanger und seine Miene gewann wieder die gewohnte Düsternis zurück. Weitere Worte verlor er jedoch nicht über das, was ihm den Sinn verdunkelte. Narina war, auch wenn dies in den letzten Tagen mehr und mehr in den Hintergrund getreten war, noch immer eine Abnormität, unnormal und potentiell gefährlich. Ein angenehmes Leben in der Hauptstadt wäre für sie wohl kaum möglich. Es war nicht unwahrscheinlich, dass sie das Interesse der magischen Akademie erregen und dort untersucht werden würde. Vielleicht mochte dies Hilfe, Linderung für sie bedeuten. Vielleicht aber auch Tortur und schlussendlich ein Schicksal in einer Zelle, fortgesperrt von der Welt, zu unberechenbar um sie frei herum laufen zu lassen. Gerion hätte es nicht voraus zu sagen vermocht. Doch sein Interesse an Narinas Schicksal war ohnehin gering. Und so behielt er auch seine Bedenken für sich.
Der Henker drängte auf einen zügigen Aufbruch und so verging nicht viel Zeit nach diesem morgendlichen Zusammentreffen, ehe sie alle im Sattel saßen und sich auf der Straße gen Westen befanden. Die Pferde, die der Kommandant der Festung ihnen zur Verfügung gestellt hatte, nachdem Gerion ihm klar gemacht hatte, dass sie dringende Botschaft trugen, waren ausgezeichnete Tiere, nicht im Geringsten zu vergleichen mit den abgekämpften Mähren, die sie die letzten Tage durch Feindesland getragen hatten. Sie kamen zügig voran. Auf Rast verzichteten sie, tauschten nur einmal am frühen Nachmittag an einer Poststation die Pferde aus. Dennoch war die Dunkelheit bereits hinein gebrochen als sie schließlich im Licht des sternenklaren Himmels fern die Stadtmauern erkennen konnten. "Hoffen wir, dass wir ein Tor finden, das sie uns noch einmal öffnen", murrte Gerion ehe sie sich daran machten, die letzten Meilen hinter sich zu bringen.

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mi 02 Apr 2014, 20:51

"Die Hoffnung stirbt zuletzt!", sagte Flora, während sie mit einem düsteren Blick in Richtung der Stadtmauern warf, "Normalerweise werden die letzten Tore vor Einbruch der Dunkelheit geschlossen und nur bei absolutem Notfall geöffnet, wenn wir also nicht als Notfall gelten, auch wenn unsere Nachricht zweifelsohne einen Notstand auslösen wird."
Sie dachte an die Glasampullen mit dem Gift der Vawek, das die Schattenkrankheit auslöste, dass sie bei sich trugen, an die Informationen darüber, wie weit die Vawek bereits vorgerückt waren. Daran, dass ein Krieg, ein letzter alles entscheidender Krieg unvermeidlich war.

Die letzten Meilen schienen sich in die Länge zu ziehen, zumindest kam Flora es stark so vor. In ihrem Kopf schwirrten die Gedanken daran, was wohl passieren würde, wenn das Tor nicht mehr geöffnet wurde. Sie würden die gesamte Nacht vor dem Tor ausharren müssen und erst am Morgen in die Stadt gelangen. Das würde ihnen wichtige Zeit rauben, die sie nicht hatten.
Doch irgendwann tauchte endlich auch vor ihnen ein Tor auf. Verschlossen zwar, doch immerhin hielt auch hier brav ein armer Kerl Nachtwache.
"Heda, ihr", rief er von der Stadtmauer zu ihnen herab, "Das Tor ist geschlossen und wird erst nach Sonnenaufgang wieder geöffnet, schert euch fort und kommt morgen wieder!" Damit wollte er sich abwenden, doch Flora wollte es zumindest versuchen. Sie waren schließlich nicht ein paar einfache Händler, die ihre Waren loswerden wollten, sondern reisten im Auftrag des Königs.
"Wartet! Wir reiten unter dem Siegel des Königs, unser Auftrag hat eine hohe Priorität und da wirst du es wohl nicht riskieren wollen, uns jetzt stundenlang hier stehen zu lassen, oder?"
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