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 Das Licht in der Dunkelheit [MSG]

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Shoggoth

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 19 Feb 2013, 23:45

Der Fremde ließ seine Hände sinken als die Fensterläden endgültig nachgaben und brachen. Ich beobachtete weiterhin diesen Strauchdieb, sah nur aus den Augenwinkeln einen Menschen auf mich zukommen. Dann drehte ich mich zu ihm „Bleiben sie ruhig, hier ist....“ Mit verschlug es die Sprache. Es war einer dieser Irren, die, die ich auch in der Stadt bekämpft hatte. Es war eindeutig, dunkle Augenringe, schlurfender Gang und ein leerer Blick. Langsam holte er mit der Mistgabel aus. Ich fluchte und schlug seine Waffe mit meinem Schild zur Seite. Ich tat einen Schritt nach vorne und rammte ihm meine Faust ins Gesicht. Ich spürte wie seine Nase abknickte und brach. Einen normalen Menschen hätte dieser Schlag auf die Bretter befördert, der Wahnsinniger starrte nur einen Augenblick irritiert um dann wieder zum Angriff über zu gehen. Er setzte alles ein was ihm zur Verfügung stand, er versuchte mich sogar zu beißen. Etwas was mir nicht ganz ungelegen kam. Als er seinen Kopf vorschob hieb ich meine Stirn an seine. Es ertönte ein dumpfes Pochen und mein Angreifer stolperte zurück. Sofort schritt ich hinterher und versetzte ihm einen Schlag in die Magengrube. Endlich brach er zusammen. Er krümmte sich auf dem Boden, aber er ließ mich nicht aus den Augen. Er versuchte wieder aufzustehen, aber ich trat ihm erst in die Rippen und dann gegen den Nacken. Ein unappetitliches Knacken ging von seinem Hals aus. Sein Genick war gebrochen, die seltsame Verrenkung des Halses war mir Beweis genug. Kurz blieb ich stehen und schloss die Augen.
Dann drehte ich mich zu meinem Begleiter um. „Was auch immer das ist, es ist ab sofort meine Aufgabe es auszurotten.“ Für meinen Orden war dies eine Art bindendes Versprechen. Ich habe unter Zeugen meine Aufgabe verkündigt, die ich nun durchzuführen habe. Völlig ungeachtet der Probleme oder Konsequenzen. Es war eine Frage des Glaubens, und der Ehre. Zwei Dinge die man mir im Kloster eingeprügelt hatte, im wahrsten Sinne des Wortes.
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Grim
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mi 20 Feb 2013, 18:15

Sie ritten los als es eben zu dämmern begann. Die Sonne war noch nicht hinter dem Horizont zu erkennen, aber ihr Schimmer strahlte über diesen hinweg und vertrieb die Finsternis im Osten, zeichnete sie in kaltem, fahlem blau gegen die Schwärze der Nacht, die noch über der Stadt noch immer verweilte. Der Henker ritt an der Spitze ihrer kleinen Truppe, schweigend. Er hielt die Zügel in der Rechten, die Linke ruhte auf dem Sattelknauf, an dem er die Zügel des Packpferds fixiert hatte, das hinter ihm hinter ihm her trabte. Wäre es nach ihm gegangen hätten sie auch noch Ersatzpferde mitgenommen um schneller voran zu kommen, aber mit acht Pferden wären sie kaum noch unauffällig durch Rilead gekommen und die Börse, die der König ihnen für ihre Mission zur Verfügung gestellt hatte, hatte keine Reichtümer enthalten. Sie würden die Pferde wohl unterwegs gegen frische Tiere austauschen müssen.
Gerion trug nichts weiter als Hemd, Wams und Hose, darüber einen wollenen Umhang gegen die Kälte. Was er an Rüstzeug besaß hatte er auf das Packpferd geschnallt, auch sein Großschwert hing vom Sattel des Braunen. Solange sie unter dem Schirm reisten bestand kein Bedarf, sich mit voller Montur zu belasten. Hier würden sie nicht angegriffen werden. Und Gerion wollte schnell reiten, so rasch wie möglich voran kommen. Wenn sie darauf verzichteten zu lange zu rasten konnten sie die Barriere bis zum Abend erreichen. Es war sein erklärtes Ziel, nicht weniger als diese Etappe noch an diesem Tag hinter sich zu bringen.
Die Straßen der Stadt waren so früh am Tag wie verwaist. Abgesehen von einem alten Nachtwächter trafen sie keinen Menschen, nicht einmal einen streunenden Hund, ehe sie das Tor erreichten. Obwohl es bereits unzweifelhaft hell war, war die Sonne noch nicht aufgegangen und die Tore geschlossen. Wachsoldaten lungerten herum, sichtbar ermüdet gegen Ende ihrer Schicht, doch als Gerion ihrem Feldwebel den königlichen Erlass mit Pheanels persönlichem Siegel zeigte kamen sie rasch auf die Beine und schoben die Riegel beiseite, die die Torflügel hielten. Als sie aus dem Schatten des Torhauses hervor ritten schob sich eben der Rand der Sonnenscheibe über den Horizont. Gerion kniff die Augen zusammen, ließ sein Pferd in Trab verfallen und ritt dem Licht entgegen.

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Vicati
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mi 20 Feb 2013, 21:14

Während der drei Tage hatte Mathilda sich natürlich auch um das Pferd hinter dem Haus gekümmert. Sie hatte dafür gesorgt, dass es genug zu fressen und zu trinken hatte. Bewegung hatte sie ihm schlecht verschaffen können, aber sie hatte versucht, ihm zumindest ab und zu Gesellschaft zu leisten. Gerade war sie dabei, das Tier zu füttern. Am zweiten Tag, als sie im Dorf gewesen war, hatten zwei Geschwister, die sie gebeten hatte, sich um ihr Haus zu kümmern, sie zurückbegleitet. Bei dieser Gelegenheit hatten sie das Pferd auch von Sattel und Zaumzeug befreit und das Zeug lag zusammen mit den Satteltaschen an der Hauswand. Mathilda hatte es nicht geschafft, ihn wieder anzubringen, einerseits, weil sie nicht die Kraft dazu hatte und andererseits, weil sie gar nicht wusste wie. Aber die Taschen hatte sie mit Proviant, Decken, verschiedenen Kräutern und Tränken und was man für eine Reise sonst noch so brauchte gefüllt. Ashill würde ihr helfen müssen, sobald er aus dem Haus kam.
In diesem Moment hörte sie, wie der junge Saran aus dem Haus trat und sie humpelte mit ihrem Stock um die Ecke.
"Hier ist das Pferd. Ich kann es nicht alleine satteln, aber die Taschen habe ich schon vorbereitet", krächzte sie und gab ihm mit einem Winken zu verstehen, ihr zu folgen. Sie wollte schnell aufbrechen. Das einzige, was ihr Sorgen machte, war das seltsame Skelett. Ob es wohl wirklich im Wald auf sie wartete? "Falls du Schmerzen hast, kann ich dir etwas dagegen geben."
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Dreyri
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Do 21 Feb 2013, 14:41

Ashill war froh, Dorne mal wieder zu sehen. Es schien ihr gut zu gehen. Die Bänder waren immer noch in ihrer Mähne und ihrem Schweif eingeflochten. Leicht grinsend ging er auf die Stute zu, strich ihr über die Nase und dann über den Mähnenkamm.
"Na? Ausgeruht?", fragte er sie lächelnd, ehe er ihr über die Beine strich und jeden Huf kurz kontrollierte. Die Beschläge waren noch intakt. Trotzdem zog er die Hufeisen ein wenig an, damit sie die Reise auch sicher überstanden.
Dorne hatte sich wohl gewälzt. Jedenfalls klebte Dreck an ihr, weshalb er sie auch kurz putzte. Anschliessend begann er sie zu satteln und schob ihr die Trense ins Maul.
"Ich weiss nicht, ob sie es lange durchhält, uns beide zu tragen", gab er zu bedenken. "Vielleicht wäre es besser, wenn Ihr reitet und ich gehe."
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Do 21 Feb 2013, 20:25


Garl mocht Menschen mit Idealen. Ehre. Pflicht. Für ihn waren das immer schon nur leere Wörter gewesen, obwohl er, als er noch ein Kind war, oft versucht hatte, sich etwas darunter vorzustellen. Heute schätzte er sie, weil sie die Leute berechenbar machten, ihnen eine Motivation gaben, wo keine war, und vor allem: sie manipulierbar machten. Zwar nutzte er das nur in seltenen Fällen aus, aber es gab einem doch eine gewisse Sicherheit.
Er ließ den zweiten Dolch unauffällig wieder verschwinden und lächelte den Anderen müde und erleichtert an - Nicht, weil es unbedingt seinen Gefühlen entsprochen hätte (obwohl er tatsächlich ganz froh war, nicht mehr Ziel des Angriffs zu sein), sondern vielmehr weil das wohl der Ausdruck war, den man von einem Menschen in seiner Situation erwartet hätte. Er hatte sich schon längst abgewöhnt, seine Gefühle offen auf seinem Gesicht mit sich herumzutragen und sie durch falsche ersetzt, und er würde jetzt nicht damit aufhören, nur weil jene mit dem praktischsten Verhalten übereinstimmten.
"Es freut mich, dass wir darin übereinstimmen, dass man besser die da", er nickte zu einem der am Boden liegenden Menschen hin, "umbringt als mich." Er schlenderte zurück zum Küchentisch, wo die beiden Äpfel lagen. Er nahm den angebissenen in die Hand und blickte wieder seinen Begleiter an: "Dann darf ich mich vorstellen: mein Name ist Garl und ich bin Wagnerlehrling, gerade auf der Lehrreise."
Eine kleine Lüge, die er gerne benutzte. Er war tasächlich einmal bei einem Wagner in die Lehre gegangen, allerdings nach kaum einem halben Jahr gezwungenermaßen gegangen, nachdem man ihn mit verschwundenen Silberbestecken in Zusammenhang gebracht hatte. Er hatte viel gelernt dort, sodass er trotz der abgebrochenen Lernzeit doch als (wenn auch reichlich unbegabter) Wagnerlehrling durchgehen konnte. Er mustere den Anderen erneut und ihm fiel erneut der rote Adler auf dem Waffenrock auf. Kam ihm bekannt vor. Nicht besonders, er war sich also ziemlich sicher, dass er noch nicht vor einem Richter mit diesem Zeichen auf dem Wams gestanden hatte (Oder so ähnlich, schließlich machte sich kaum jemand die Mühe, ihn vor einen Richter zu stellen). Aber er meinte, es schon einmal gesehen zu haben, vielleicht bei einem seiner früheren Besuche in der Haupstadt. Er versuchte weiter, sich genauer zu erinnern, aber vielleicht würde ja auch der Andere ein bisschen Licht in die Sache bringen, wenn er sich seinerseits vorstellte.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Do 21 Feb 2013, 22:42

Flora war sehr nervös vor Aufbruch der Reise, doch nicht nur sie. Ihre Eltern quälten sie förmlich mit guten Ratschlägen, Dingen, die sie unbedingt beachten musste, obwohl die beiden nie verreist waren, schon gar nicht auf irgendeiner Mission für den König, die eher einem Selbstmordkommando glich als einer wirklichen Chance auf einen erfolgreichen Karrierestart. Die meisten Bekannten, die sie noch auf die Schnelle besucht hatten, sowohl um sie nach neun Jahren wieder willkommen zu heißen als auch um sie schon wieder verabschieden, waren der Meinung, dass es Wahnsinn war auf diese Reise zu gehen. Und je mehr Leute Flora erzählten, wie naiv und dumm es sei, desto mehr bereute sie ihren Trotz und ihre törichte Idee zu glauben, dass sie tatsächlich nur diese eine Reise machen musste um endlich frei zu sein. Ihre Idee, nur überleben zu müssen wurde in ihren Augen immer abstrakter. Nur überleben würde wahrscheinlich schwerer werden, als man es ihr jemals auf der Akademie beigebracht hatte.
Als sie also morgens in den weichen Sattel glitt und ihrem schwarzen Pferd den Hals tätschelte fühlte sie eine seltsame Art von Erleichterung. Jetzt gab es immerhin kein Zurück mehr und die Zweifel waren, wenn auch nicht vergangen, überflüssig. Diese entstellenden Zeichen zeichneten sie als Kriegerin aus, wenn also ihr ganzes Volk diesen Runen Glauben schenkte, dann konnte sie das auch, nicht wahr?
Unsicher sah sie zu Gerion herüber, der ein Stückchen voraus ritt. Er schien selbstsicher zu sein und keinerlei Angst zu haben, aber wahrscheinlich hatte er solche Reisen schon öfters übernommen. Er war zurückgekehrt, sagte Flora sich, er hatte es schon geschafft, er würde es wieder schaffen, sie musste nur dafür sorgen, dass sie es genau so schaffte.
Behände überprüfte sie die Zügel, mit denen ihr Packpferd an ihrem Sattel befestigt war und schloss dann zu Gerion auf, einige Fragen brannten ihr auf der Zunge, von denen sie jedoch nicht sicher war, inwiefern sie die stellen sollte, vorallendingen jetzt, am ersten Tage ihrer Reise. Obwohl die Fragen wahrscheinlich nicht weniger unhöflich wurden, nur weil sie noch ein paar Tage damit wartete. Nein.
Sie atmete tief ein, schmeckte die frische Morgenluft, atmete den Duft der Natur ein und mit einem Mal erschien ihr die Reise nicht mehr so schlimm, sie bekam praktisch alles, was sie sich in ihrem Leben gewünscht hatte. Freiheit, keine Akademie mehr, die sie dazu zwang Tagelang im Innenhof oder großen Sälen zu kämpfen. Unabhängigkeit von ihren Eltern, die sie immer in eine Richtung gedrängt hatten, die am meisten Ansehen bringen würde, auch wenn sie ja quasi noch immer den Wunsch ihrer Eltern ausführte, zumindest hier hatten ihre Eltern keinen Einfluss mehr auf ihre Entscheidungen. Natur, sie liebte die Natur, die Bäume, die Luft, Tiere, Pflanzen, all das konnte sie stundenlang bewundern und das würde sie auf dieser Reise zwangsläufig. Und am Wichtigsten: sie würde endlich einmal Reisen können, neues kennenlernen, das sie bis dato nur aus Büchern kannte. Rilead, das Land, die Bevölkerung. Zugegebenermaßen, es war wahrscheinlich ein denkbar schlechter Zeitpunkt um zu versuchen Kontakt zu der Bevölkerung zu knüpfen, dennoch, sie war sich sicher, dass sie auf der Reise noch dem einen oder anderen gesunden und freundlichen Exemplar über den Weg laufen würde. Um all Wünsche endlich leben zu können, da war es nur fair, einen hohen Preis zahlen zu müssen und ihr Leben war nun einmal das einzig wertvolle, das sie einsetzen konnte.
„Gerion?“, begann Flora schließlich, „Die wievielte Reise ist das hier eigentlich für dich?“
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Fr 22 Feb 2013, 15:00

Reise? Hätte er sich das in den Jahren nach seiner Verwundung wegen der Schmerzen nicht abgewöhnt, Gerion hätte aufgelacht. Hatte er je eine Reise unternommen? Ein Händler unternahm Reisen in ferne Städte um auf fremden Märkten seine Waren feil zu bieten. Ein Pilger unternahm Reisen zu den Schreinen und Heiligtümern seines Gottes um dort zu beten und der Wesenheit, die er verehrte, nahe zu sein. Aber ein Krieger? Krieger unternahmen keine Reisen in die Länder des Feindes. Der Begriff erschien geradezu amüsant unpassend. Kriegszüge, so hätte er es eher genannt. Zwei, drei, vier Dutzend entschlossene Männer auf schnellen Pferden, die wie Dämonen über das Land hetzten und Feuer und Stahl über die Schatten brachten. Zuschlagen, Blut und Zerstörung säen und wieder über die Grenze verschwinden ehe die Sonne am Himmel erschien. Nicht eben das, was man unter einer Reise verstand. Aber was wusste Flora schon davon, jung wie sie war, noch ohne Blut an den Händen? Für sie mochte es tatsächlich eine Reise sein. Ein Abenteuer.
"Mehr als die Zwanzigste. Eher die Dreißigste. Vielleicht die Vierzigste...", antwortete er. Die leise, kratzige Stimme reichte kaum um das Klappern der Hufe auf dem Straßenpflaster zu übertönen. Wieviele Überfälle er geritten war hätte er nicht sagen können. Mehr als zwanzig Jahre! Irgendwann hatte er aufgehört zu zählen. Was hätte es genutzt zu zählen? Dieser Kampf hatte kein Ende. Nicht, ehe nicht auch der letzte Schatten von dieser Welt getilgt war. Aber sie waren zu wenige! Zu wenige hatten den Mut, immer und immer wieder los zu reiten. Was konnten sie schon ausrichten? Ein paar Dörfer niederbrennen, ein paar Außenposten schleifen. Sie mochten hundert Schatten erschlagen, aber gegen die Tausende, die noch in den finsteren Ländern hausten, war das nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Und dennoch wusste Gerion, dass er weiterhin reiten würde. Um diese Pest einzudämmen. Die Grenzen zu sichern. Bis er eine Klinge durch die Brust bekommen würde...

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Sa 23 Feb 2013, 19:50

Fenris hielt sich am Ende der Gruppe auf, er hatte keine lust sich zu unterhalten. Lieber hielt er die Umgebung im Auge. Sein Pferd war eine Schimmelstute, die recht gut ausgebildet war. Vermutlich ein Tier für die Schlacht. Fenris hatte sie als dreijähriges Tier von einem Händler erworben. Sein Schwert war von einem Freund seiner Eltern geschmiedet worden. Schließlich sollte er nur das beste haben. Das Leben als Krieger hatte ihn mürrisch und wortkarg gemacht, er empfand nicht mehr soviel freude daran, neue Leute kennenzulernen.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 24 Feb 2013, 16:20

Mathilda beobachtete lächelnd Ashill dabei, wie er das Pferd putzte und sattelte. Es erinnerte sie an ihre Töchter. Sie hatten einmal eine streunende Katze mitgebracht und sich genau so liebevoll um sie gekümmert. Sie hatten sie gefüttert und sich immer gefreut, wenn sie wieder auftauchte, genau so wie der Saran sich jetzt freute, sein Pferd wieder zu sehen.
Schliesslich waren die Vorbereitungen aber abgeschlossen und Ashill sagte, dass das Pferd sie wohl nicht beide tragen konnte. In Anbetracht der vollen Satteltaschen war das wohl keine unwahrscheinliche Vermutung.
"Wir werden langsamer vorankommen, aber wenn du es vermutest, wirst du recht haben. Wir werden uns abwechseln. Mit deiner Verletzung solltest du dich noch nicht zu sehr anstrengen", entgegnete sie. "Ich sehe vielleicht nicht so aus, aber ich bin eine recht ausdauernde Wanderin, mach dir also keine Sorgen um mich, ich werde mithalten können."
Sie wandte sich zum Wald, schwer auf ihren Stock gestützt und ihre vorigen Worte Lügen strafend.
"Wir werden ein Stück durch den Wald gehen, ich kenne einige Pfade, die uns schnell zur nächsten Strasse bringen werden, die ungefähr in die Richtung des Reiches der Faejh führt, aber ich weiss nicht genau, wie weit es ist. Wir werden unterwegs nachfragen müssen."
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 24 Feb 2013, 20:31

Wenigstens hatte der Fremde, der sich mir mit dem Namen Garl vorgestellt hatte, eine vernünftige Anstellung. Auch wenn ich immer noch das Gefühl hatte dass an ihm etwas nicht ganz koscher sei. Ihm schien es kaum etwas auszumachen dass diese seltsamen Menschen ihn angegriffen haben, ein etwas nachlässiger Umgang mit einem möglicherweise wichtigen Umstand.
„Wenn sie das sagen Garl. Ich bin übrigens Eadgar Windfels, Kleriker des Ordens der Morgenröte. Ich diene hier ihm ganzen Land in Tempeln, und auch auf Schlachtfeldern, sofern es nötig ist.“ Ich wendete mich von Garl ab und stöberte ein wenig in der Küche. „Lasst uns einige Sachen zusammenraffen und dann hier verschwinden, es werden noch mehr von diesen Wahnsinnigen kommen und je schneller wie hier weg sind, umso besser.“ Ich griff mir einen Beutel der auf einem kleinen Tisch lag und stopfte alles hinein was möglicherweise notwendig sein würde. Ein wenig Proviant, Wasser und einige Tücher. Nichts ihm Vergleich zu meinem eigentlichen Marschgepäck, aber das hatte ich ihn der Stadt verloren, von daher war das hier mehr als ich erwarten konnte.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 25 Feb 2013, 12:51

Ashill blickte zum Wald und fragte sich, ob der Knochenmann wirklich noch da war. Er hatte ja nicht viel mitgekriegt während den paar Tagen. Von hier aus konnte er ihn zwar nicht sehen.
"Hm. In Ordnung. Eine Frage habe ich aber noch ... habt ihr in diesem Dorf einen Bogen und ein paar Pfeile, die ich leihen könnte? Ich möchte nicht unbewaffnet auf diese Reise gehen."
Und wehe wenn sie ihm nun wieder einen Vortrag halten würde. Er wusste ganz gut, dass er verletzt war und wohl nur mit Mühe einen Pfeil auf die Sehne spannen konnte. Doch lieber Vorsicht als Nachsicht.
"Notfalls reicht auch ein Schwert", fügte er dann noch hinzu. Er war zwar kein begnadeter Schwertkämpfer, doch im Notfall konnte er gegen einen Banditen oder einer dieser Irren auch ein Schwert verwenden.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 25 Feb 2013, 21:04

„Oh“, Flora schluckte, als sie hörte, wie oft Gerion schon in den Kampf gezogen war. Neben ihm fühlte sie sich wie ein kleines dummes Kind, dem man ein Holzschwert in die Hand gedrückt hatte und es dann in einen Kampf schickte. Die ganze Sache war aussichtslos, mochte die Ausbildung noch so gut gewesen sein. Vielleicht war es eine kleine Hilfe, nicht aber auch nur ansatzweise genug.
Flora schaute Gerion an, er schien ihr nicht auf eine Krieger Akademie gegangen zu sein, dafür hatte er zu wenig Ahnung von den Regeln, wie man dem König gegenüber trat und seine ganze Haltung wirkte einfach…anders als die ihrer Mitschüler. Außerdem hatte er eine sehr direkte Art die Dinge auszusprechen und anzugehen.
„Du warst nicht auf einer Krieger Akademie, oder?“, erkundigte sie sich dennoch nur zur Sicherheit, während die hoffte, dass diese Frage nicht arg albern klang.
Sie schaute zur Seite, sie waren mittlerweile von der Hauptstraße auf einen Waldweg abgebogen, da dieser kürzer war. Flora war dies nur Recht, sie liebte die Natur. Die kleinen Eichhörnchen, die spielerisch die alte Buche am Wegesrand hinauf kletterten und dann über die Äste von Baum zu Baum sprangen. Die wilden Blumen, die den Wegrand säumten und wie Farbtupfer auf dem saftgrünem Gras wirkten. Die Sonne schien durch die Bäume hindurch und wärmte Floras Gesicht, die kurz die Augen schloss und die Wärme genoss. Ein Vogel zwitscherte und von weiter weg hörte sie ein Knacken im Unterholz. Als sie die Augen öffnete sah sie ein kleines Kaninchen den Weg überqueren, nur wenige Meter vor dem Weg.
Das alles wirkte so malerisch, so traumhaft. Flora konnte nicht anders, als sich darüber zu freuen, dass das Wetter und die Umgebung ihr solch eine Schönheit boten, wenn dies auch etwas parathym zu der Situation wirkte, auf die sie gerade hinzu ritt. Ein Schlachtfeld, ein Land, das von willenlosen Schattenkranken regiert wurde, eine Selbstmordmission. Und dennoch würde sie zurückkehren, das nahm sie sich fest vor. Sie würde zurückkehren und ein kleines Haus bauen, in einem Wald wie diesem, in dem sie diese Schönheit jeden Tag aufs Neue bewundern konnte.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 25 Feb 2013, 21:41

Kleine Äste knackten unter Larciels Stiefeln, als er sich von Sleipnirs Rücken herabgleiten ließ und auf dem moosbedeckten Waldboden aufkam. Der kleine Bach, der ihn zu der kurzen Rast veranlasst hatte, glitzerte im Licht der Sonne, deren Strahlen die dichten Baumkronen an vereinzelten Stellen durchbrachen. Aufmerksam sah er sich um, doch nirgendwo konnte er auch nur das kleinste Anzeichen von Gefahr ausmachen. Die gesamte Szenerie vor ihm strahlte eine so friedliche Ruhe aus, dass der Schatten beinahe vergaß, dass nur wenige Meilen von hier entfernt gerade Chaos und Zerstörung über das Land kamen.
Langsam ging Larciel auf den ruhig dahinplätschernden Bach zu. Mehrere Kleintiere ergriffen vor seinen Schritten die Flucht und verschwanden blitzschnell im Unterholz. Als er das kleine Gewässer erreichte, kniete Larciel sich davor nieder und löste vorsichtig den notdürftigen Verband, den er um seine verbrannte Hand gewickelt hatte. Ein leiser Fluch kam ihm über die Lippen, als der grobe Stoff schmerzhaft den Schorf, der sich auf der Wunde gebildet und das Tuch an ihr hatte festtrocknen lassen, aufriss. Schnell hielt er die von neuem blutende Hand ins kalte Wasser. Verdammt, das brannte vielleicht! Mit zusammengebissenen Zähnen schöpfte Larciel mehrere Male Wasser und reinigte die Verbrennungen, so gut es ihm gerade möglich war. Dann zog er sein Messer und schnitt sich einen frischen Streifen Stoff aus seiner Tunika, den er wieder um seine rechte Hand wand. Auch das war nicht unbedingt ein angenehmes Gefühl. `Jetzt wird sich die Verletzung zumindest nicht mehr entzünden.´, dachte er, nachdem er damit fertig war, und atmete erleichtert aus. Der Schmerz klang bereits ab, doch gebrauchen konnte er die Hand immer noch nicht.
Seufzend stand Larciel auf und sah sich nach Sleipnir um. Dieser stand mit gesenktem Haupt ein paar Schritte von ihm entfernt und stillte an dem Bach seinen Durst. Ein leichtes Lächeln spielte um Larciels Lippen, als er dieses friedliche Bild sah. Irgendwie schien die ruhige Szene, in der sie sich gerade befanden, nicht so recht zu dem gewaltigen, schwarzen Tier zu passen. Doch andererseits war es beruhigend, zu sehen, dass auch eine so eindrucksvolle Kreatur wie Sleipnir den Gesetzen der Natur unterworfen war.
Einige Minuten vergingen, in denen das Ross weiter trank und Larciel es dabei still beobachtete. Und wartete. Dann, endlich, hob es den Kopf, schüttelte sich einmal und wandte den Blick zu dem Schatten. Dieser trat daraufhin an seine Seite, ergriff die Zügel und führte es vorsichtig durch das fließende Wasser. Auf der anderen Seite angekommen schwang Larciel sich wieder in den Sattel und drückte Sleipnir sanft die Fersen in die Seiten, der daraufhin seinen Kopf zurückwarf, ein lautes Wiehern hören ließ und sich langsam in Bewegung setzte. Mit geducktem Kopf tauchte Larciel unter den tief herabhängenden Ästen einer Eiche hinweg und ließ die friedliche Lichtung mit einigem Bedauern hinter sich.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 25 Feb 2013, 21:59

"Ich wurde ausgebildet, wenn du das meinst...", antwortete Gerion ruhig, aber seltsam widerstrebend. Es gab Dinge, an die erinnerte er sich nicht gerne. Aber wenn er ehrlich zu sich selbst war: es gab wenige Dinge, an die zu erinnern ihm Freude bereitete. Der Weg, den er für sich gewählt hatte - oder sollte er besser sagen: in den er hinein geschlittert war? - war keiner, der übermäßige Freude versprach. "Allerdings nicht auf einer Akademie", fuhr er fort, "Akademien sind für die, deren Eltern es sich leisten können oder die, die... vielversprechend sind." Vielversprechend, das waren jene, die die Runen der Krieger am Körper trugen. Am ganzen Körper. "Ich wurde auf einem Kasernenhof ausgebildet. Mit den Waffen geschult. Aber was einen Krieger wirklich ausmacht habe ich ihm Feld gelernt..." Er wusste, dass sie auf einer Akademie mehr lernten als nur zu kämpfen. Wie der Feind handelte, wie er dachte. Wie man sich an Hofe benahm. Wie man Soldaten führte. Aber hatte er das alles je gebraucht? Er lebte noch, oder? Noch immer. Er konnte kein allzu schlechter Krieger sein.
"Wir sollten bald eine Rast einlegen", schlug er nach einem Moment des Schweigens vor, "Es geht auf Mittag zu und die Pferde werden nicht lange durchhalten wenn wir sie weiter so reiten. Und uns würde ein Bissen in den Magen auch nicht schlecht tun..."

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 25 Feb 2013, 22:37

"Habt ihr es auch wirklich bequem?", erkundigte sich einer der Grenzwächter wahrscheinlich zum zum x-ten Mal bei dem Krieger, der vor dem Tor der Grenzlande saß. Wussten die Leute nicht, dass der Erdboden garnicht einmal so unbequem war. Vielleicht probierten sie es nie aus? Es war nicht so, dass es ihm gefiel auf dem Boden zu hocken, aber als Lichtkrieger musste man auch einmal Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Vielleicht waren sie auch einfach verunsichert. Dunkelhäutige Faejh gab es nicht viele. Zudem war sich der Krieger bewusst, dass die leuchtenden Runenzeichen auf seinem kahlen Schädel in einigen Individuen durchaus eine gewisse Ehrfurcht hervorrufen mochten. Der Krieger hob beschwichtigend eine Hand.
"Vielen Dank, aber es geht schon. Ich warte... auf jemanden? Auf etwas?"
"Ich meine ja nur. Ihr sitzt hier schon seit einer Weile, Herr."
"Ich bin niemandes Herr. Wie gesagt, es geht schon. Aber ich danke für Eure... Rah'Ki? Eure Sorge."
Der Wächter nickte, anscheinend leicht ratlos, und machte weiter seine Runde. Die Reisenden ließen sich Zeit. Natürlich hätte er auch einfach beim König vorsprechen können, aber in Städten fühlte sich der Krieger einfach nicht wohl. Würde man ihn mitnehmen? Eigentlich konnte niemand zwei zusätzliche Klingen ablehnen, vor allem angesicht des Ziels. Nun ja, man würde sehen. Eigentlich konnte es nicht mehr lange dauern, bis die Gruppe, das Grüppchen vielleicht, an der Grenze auftauchen musste. Und angesichts von Ziel und Startpunkt mussten sie hier durchkommen. Der Krieger hielt eine seiner Klingen ins Licht. Sein Blick glitt ab auf die weißlich leuchtenden Runenzeichen auf seinem Arm. Vielleicht würde nach dieser Aufgabe ein weiteres dazukommen? Wie es wohl aussehen würde?
Wo blieb die Gruppe?

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 25 Feb 2013, 23:10

"Wir können nachfragen. Es ist zwar ein kleiner Umweg, aber eine solche Reise ist nicht ungefährlich, wir sollten dich also besser bewaffnen", antwortete Mathilda und bedeutete Ashill mit einer Handbewegung, aufzusteigen. "Ich führe das Pferd den Pfad hinunter, gleich am Wald entlang, das geht am schnellsten."
Ihren Worten Taten folgen lassend griff die alte Frau mit der einen Hand nach den Zügeln und stützte sich mit der anderen auf ihren Stock ab. Ein leises Keuchen war zu hören, während sie sich in Bewegung setzten und von der Hütte entfernte. Ein wenig traurig warf Mathilda noch einen Blick zurück und fragte sich, ob sie wohl noch einmal in ihr Heim zurückkehren würde. Eigentlich würde sie gerne hier, gleich am Waldrand beerdigt werden. Andererseits würde sie unterwegs vielleicht auf ihre Töchter treffen. Die fünf hatten sich über das Land verstreut und sie hatte schon lange nicht mehr nachgefragt, wie es ihnen ging. Diese Gedanke zauberte wieder ein Lächeln in ihr Gesicht. Sie wandte sich wieder Ashill zu.
"Du wirst aber eher einen Bogen erhalten als ein Schwert. Unser Dorfschmied kümmert sich um Hufe und Werkzeuge, aber nicht um Waffen, aber es gibt ein paar Jäger, die ab und zu ins Dorf kommen, vielleicht wollte jemand ihnen einen Bogen verkaufen."
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 26 Feb 2013, 21:11

„Ja, eine Rast wäre keine schlechte Idee!“, stimmte Flora Gerion zu, auch wenn sie noch keinen großen Hunger hatte. Vielleicht war es die Nervosität, vielleicht aber auch, weil ihr beim Reiten ein wenig schlecht wurde. Sie liebte Pferde, aber sie brauchte immer eine gewisse Zeit, bis sie sich an den wackeligen Untergrund gewöhnt hatte.
Leise dachte sie über Gerions Worte nach, ein Kasernenhof, das war eine normale, vernünftige Ausbildung und wahrscheinlich war er da älter als zehn Jahre gewesen und hatte gewusst, auf was genau er sich da einließ.
Es klang zwar nicht so prunkvoll wie die Akademie der Krieger aber doch praktischer veranlagt, weniger aufgeblasen. Die Akademie der Krieger waren zwar vom König eröffnet worden, allerdings ließ sich der König eigentlich nie dort blicken, wenn er gnädig gestimmt war, dann vielleicht einmal im Jahr um die Schüler bei Laune zu halten, es waren ja schließlich die zukünftige Generation seiner Kämpfer auf dem Schlachtfeld, allerdings schaute er selbst dann nur zu einem formellen Besuch herein, ließ sich einige Schaukämpfe zeigen und dann gab es Essen, für ihn und die Lehrmeister.
Auch kam sie nicht umhin zu denken, dass die Worte Gerions über die Akademie beinahe ein wenig spöttisch oder abfällig klangen, doch sie sagte nichts dagegen. Warum auch? Er hatte Recht und sie war diejenige, die dies selber beobachtet hatte, sie selbst hegte einen tiefen Groll gegen die Akademie, da würde sie sich garantiert keine Mühe geben, die Akademie in einem besseren Licht dastehen zu lassen. Es hatte immer die reichen Kinder gegeben, die nicht den Hauch von Koordination hatten, keinen Gleichgewichtssinn, die, für die geradeauslaufen schon eine Herausforderung war. Natürlich waren nicht alle reichen Kinder so, aber einige schon, die Akademie war meist der verzweifelte Versuch der Eltern ihre Kinder zumindest halbwegs zu erziehen, ihnen Ansehen zu verschaffen, würden sie es doch am Hofe keineswegs weit bringen. Dann gab es die „Beschenkten“, diejenigen, die an die Akademie kamen, weil sie getestet wurden und als äußerst vielversprechend galten. Die meisten von ihnen waren so aus dem Häuschen darüber, dass sie die Chance bekamen adelig zu werden und dass man sie für talentiert hielt, dass sie stumpfsinnig alles getan haben, was man von ihnen verlangte. Sie fiel aus der Reihe. Von der Mentalität her hatte Flora eher zu den Reichen gehört, sie wollte nicht auf der Akademie sein, sie hasste es und wollte nach Hause. Doch um dort dazu zu gehören war sie zu arm und bei den Beschenkten fehlte ihr die Begeisterung für den Kampf. Natürlich hatte sie nach einiger Zeit Freunde gefunden, schließlich waren nicht alle in zwei Kisten zu stopfen, dennoch hatte es Zeit gebraucht um diese Menschen zu finden und den Kontakt würde sie jetzt, wo sie auf Reisen ging, in den Krieg zog, wohl erst einmal verlieren.
„Wie alt warst du, als du ausgebildet wurdest und wie lange hat die Ausbildung gedauert?“, erkundigte sich Flora, die neugierig darauf war, wie andere Formen der Ausbildung aussahen.
„Ahh, schau, dort ist ein Gasthaus, dort können wir eine Pause machen!“, fügte sie hinzu und deutete in Richtung eines kleinen Fachwerkhäuschens, das einige Meter entfernt am Wegrand lag.
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Grim
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mi 27 Feb 2013, 20:38

In Rilead hätte Gerion Floras Vorschlag ohne weiter darüber nachzudenken rundheraus abgelehnt. Er war kein Freund von Gaststätten am Wegesrand. Wer in Feindesland ritt, der ritt mit leichtem Gepäck, schnell - und vor allem: ungesehen. In einem Gasthof traf man zwingend auf Reisende und wenn es eines gab, das jeglichen Reisenden auf dieser Welt nicht auszutreiben war, dann war es das Tratschen. Und das war noch der günstigere Fall. Als Fremder unter Fremden konnte es einem noch deutlich unschöner ergehen. Besser, man trug sein Schwert offen zur Schau.
Aber dies war Alvae, dies war Heimat. Hier würden sie auf nichts anderes als Faejh treffen und - abgesehen von der Quarani natürlich - keine Aufmerksamkeit erregen. Vielleicht würde es für lange Zeit die letzte anständige Rast werden, der letzte warme Herd, die letzte anständige Mahlzeit. Er widerspracch nicht.
Sie ritten von der Straße ab, ließen die Pferde vor dem Gasthof anhalten. Ein wenig steif schwang der Henker sich aus seinem Sattel und band sein Pferd sowie das Packpferd an der Tränke fest ehe er als erster der Gruppe das Haus betrat. Wohlwollend erkannte er, dass der Schankraum bis auf zwei Reisende an einem kleinen, abseitigen Tisch leer war. Ein kleiner, untersetzter Mann, über die Hälfte dessen kahlen Schädels sich die Zeichnungen eines Kaufmanns zogen, wieselte umher und wienerte die Tische. "Herr Wirt!", rief Gerion ihn mit kratziger Stimme an und die Reaktion des Mannes zeigte, dass er mit seiner Einschätzung nicht falsch gelegen hatte: der Kahlköpfige blickte auf. "Warmes Essen und Dünnbier für vier", orderte er und ließ sich an einem Tisch nieder, von dem aus er die Tür im Blick behalten konnte. Der Wirt nickte und verschwand im Nebenraum. "Wir bleiben nur zum Essen hier", wandte Gerion sich nun an die anderen, die sich der Reihe nach ebenfalls am Tisch nieder ließen, "Nicht länger als unbedingt nötig. Rasten können wir heute Abend wenn wir die Barriere erreicht haben."

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Dreyri
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mi 27 Feb 2013, 21:10

Na, das klang doch schonmal nicht übel. Er fühlte sich wirklich wohler, wenn er eine Waffe im Gepäck hatte. Die Alte hatte ihm das Leben gerettet, es wäre dumm, es gleich zu verschwenden. Dafür verzieh er ihr schon beinahe, das Siegel gebrochen zu haben.
"Wenn wir genügend Zeit hätten, könnte ich mir auch selbst wieder einen besorgen. Doch da es eilt, bin ich froh um jedes Angebot. Doch eine Frage hab ich nun doch noch: Warum bist du so gütig zu mir? Ich kam als Verletzter und ohne bitten zu müssen, wurde mir geholfen. In solch unruhigen Zeiten ist dies eine doch sehr schöne Tat. Wie darf ich mich erkenntlich zeigen?"
Er war ein Söldner und war es sich gewöhnt, von anderen zu nehmen. Insbesondere glänzendes Geld. Doch bei der Ehre eines Söldners - wenn es eine solche gab - war Ashill bereit, für alles was er kriegte, auch immer was zu geben.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mi 27 Feb 2013, 22:02

Fenris setzte sich an den Tisch und wartete auf das Essen. Seine Hände legte er ruhig auf den Tisch. Trotz der Handschuhe, die er trug, konnte man die Zeichen an seinen Händen erkennen. Obwohl er ein Krieger war, bestanden seine Zeichen aus Linien und Kringeln, die sich von seinem Kinn,über den Hals bis runter zu seinen Beinen über seinen Körper zogen. Entspannt zog er seine Handschuhe aus. Die Linien auf seiner Hand leuchteten leicht. Sie hoben sich von seiner dunklen Haut ab. "Meine Eltern wollten mich ebenfalls auf die Akademie schicken. Ich nahm meine Klinge und mein Pferd und verließ mein Elternhaus in der Nacht, um mich der Armee anzuschließen," teilte er den anderen mit, nur um überhaupt etwas zu sagen.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Do 28 Feb 2013, 19:39

Larciel zog kräftig an Sleipnirs Zügeln, als er vor sich etwas vernahm, was so gar nicht zu den abendlichen Geräuschen des Waldes passen wollte. Stimmen! Konnten das die Kurora aus der Hauptstadt sein? Sowohl Sleipnir als auch sein Reiter verharrten reglos in der aufkommenden Dunkelheit, doch bis hierhin konnte der Schatten nicht mehr als ein leichtes Murmeln ausmachen. So gut es mit seiner verletzten Hand ging, ließ er sich aus dem Sattel gleiten und versuchte dabei, so wenig Geräusche wie möglich zu machen. Dann blickte er sich um und schlich vorsichtig in die Richtung, aus der die Stimmen zu kommen schienen. So bedächtig wie möglich schob er Unterholz und Büsche beiseite, die ihm den Weg versperrten und bewegte sich so immer weiter auf die Geräusche zu. Nach wenigen Metern blieb er jedoch abrupt stehen. Direkt vor ihm wand sich eine Straße durch den Wald, deren Ursprung er von hier nicht ausmachen konnte. Bevor ihn jemand bemerkte, verschwand er wieder im Dickicht und blieb stehen, lauschte auf die Stimmen. Sie waren jetzt besser zu verstehen, doch nun schienen sie von weiter links zu kommen.
Auf jeden einzelnen Schritt achtend, um ja keine unnötigen Geräusche zu verursachen, schlich Larciel hinter den Beerensträuchern, die den Wald von der Straße trennten, in Richtung der Stimmen. Es dauerte nicht lange, bis er auch hier den Waldesrand erreichte. Vorsichtig schob er einige Zweige der Büsche auseinander und spähte, an Him- und Brombeeren vorbei, durch sie hindurch.
Fast hätte er laut aufgekeucht, als er im Halbdunkel das Tor sah. Es befand sich genau dort, wo die Barriere verlief, der er den ganzen Tag gefolgt war, und war der erste Ort, den er sah, an dem man die schützende Magieschicht durchqueren zu können schien. Doch Larciel wusste, dass es nicht nur der erste Durchgang war. Es war auch der einzige. Das vor ihm war die Stelle, die sein Volk um jeden Preis erreichen wollte. Der Ort, durch den man nach Alvae gelangen konnte. Das, was die Vawek brauchten, wenn sie die Faejh bezwingen wollten.
Es dauerte ein wenig, bis Larciel sich von dem herrlichen Anblick losreißen konnte. Als sein Blick zur Seite wanderte, sah er den Ursprung der Stimmen, die ihn hierher geführt hatten. Es waren einige Faejh, Wächter, nach ihrer Kleidung und Bewaffnung zu urteilen. Ihre berühmten Runen und Zeichen schimmerten schwach in der aufkommenden Dunkelheit. Wenn die Nacht hereinbrach, würden sie wahrscheinlich noch beeindruckender aussehen, doch jetzt reichte ihre Leuchtkraft gerade dazu aus, um die Positionen ihrer Träger zu verraten. Diese standen um das Tor verteilt, einige liefen an der Barriere auf und ab, ein paar starrten aufmerksam auf die Straße und den Waldrand und wieder andere standen beieinander, etwas abseits der anderen, und unterhielten sich. Larciels Blick wurde auf eine dieser Gruppen gezogen, dort schien etwas höchst merkwüdiges vor sich zu gehen. Knapp über dem Boden flogen einige leuchtende Runen in der Luft, es sah so aus, als würden sie keinen Körper haben, den sie bedecken konnten. Verwirrt kniff Larciel die Augen zusammen und betrachtete die Zeichen genauer. Jetzt sah er es. Es gab sehr wohl jemanden, zu dem die Runen gehörten, doch dieser hatte eine so dunkle Haut, dass er in der Nacht fast nicht zu erkennen war. Abgesehen von seinen Markierungen. In Gedanken stieß Larciel einen beeindruckten Pfiff aus. Dieser Kerl schien wie geschaffen dafür zu sein, die Dinge zu erledigen, die des Schutzes der Dunkelheit bedurften. Wenn da nur nicht diese leuchtenden Symbole wären, die auch den besten Dieb oder Attentäter auf über hundert Fuß Entfernung verraten würden.
Der dunkelhäutige Faejh saß nicht weit vom Tor entfernt und schien sich gerade mit einem der anderen Wächter zu unterhalten. Bevor Larciel sich jedoch genauer auf ihr Gespräch konzentrieren konnte, nickte der andere Faejh dem sitzenden Krieger auch schon zu und ging davon. Der Dunkelhäutige richtete den Blick auf den Boden und schien in Gedanken zu verfallen. Stirnrunzelnd nahm der Schatten sich an ihm ein Beispiel und setzte sich einigermaßen bequem in die Büsche. Es sah so aus als würden die Wächter auf etwas warten und er wollte wissen, was dies war.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Do 28 Feb 2013, 23:16

"Ich bin eine Heilerin, schon immer gewesen. Die Leute aus dem Dorf bringen ihre Kranken und Verletzten zu mir, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Und ich kümmere mich um sie. Ich habe dieses Wissen, wieso sollte ich es nicht nutzen, um anderen zu helfen oder um mich zu bereichern. Ich habe alles was ich brauche und habe in meinem Leben... alles erreicht. Ich helfe gerne, wenn ich kann", antwortete die alte Frau. Scheinbar hielt sie das für genug, denn sie zog am Zügel des Pferdes und ging in Richtung Waldrand los. Kaum waren sie dort angelangt, wurden Mathildas Schritte gleichmässiger und kräftiger. Sie schien sich nicht mehr gross auf ihren Stock verlassen zu müssen. Sie kamen schnell voran und schon nach wenigen Minuten war das Dorf in Sicht. Geschäftiges Treiben herrschte auf der einzigen Strasse, doch Mathilda ging zielstrebig auf den Laden des Tischlers zu. Sie wusste, dass der Mann ab und zu auch Bögen herstellte. Vor dem Geschäft hielt sie an, wieder schwer auf ihren Stock gestützt.
"Frag hier, hoffentlich hat er etwas für dich oder sonst kann er dir weiterhelfen. Sag ihm, dass ich dich geschickt habe, dann wird er dir einen Rabatt gewähren, ich habe seine Tochter im letzten Winter vor dem Fiebertod bewahrt", sagte und liess sich dann auf einer Bank vor dem Laden nieder. "Ich warte solange."
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Sa 02 März 2013, 13:37

Naane hatte sich während der Reise und nun auch im Gasthaus ruhig verhalten und nichts gesagt. Zum einen war sie nichts gefragt worden und zum anderen suchte sie im Moment auch keine Konversation, wozu auch, Gerion und Fenris waren sowieso nicht gut auf sie zu sprechen und Flora war gerade damit beschäftigt, Gerion auszufragen. Doch so erfuhr Naane ein bisschen was über die Gruppe, auch wenn es nicht viel war.
Im Gasthaus gab sich Naane wieder alle mühe die Blicke des Wirtes und der anderen beiden Gäste zu ignorieren und setzte sich an den Tisch neben Flora. Das Gespräch erinnerte sie an ihre eigene Ausbildung und lies ihre Gedanken etwas in die Vergangenheit Schweifen, wobei das noch gar nicht so lange her war. "Mir scheint keiner von euch scheint ­grosse stücke auf diese Akademie zu halten, werden die Krieger dort den falsch ausgebildet oder nicht wirklich vorbereitet?" Die Frage ging an niemanden Bestimmtes, Gerion und Fenris waren erfahrene Krieger und wussten, worauf es im Kampf ankam, während Flora auf der Akademie gewesen war, und wusste, was man den Leuten dort beibrachte oder eben was man ihnen nicht beibrachte.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Sa 02 März 2013, 20:17

Das war ja geradezu eine Aufforderung zum Stehlen. Immer gern, dachte Garl mit einem leisen Lächeln und griff nach den Äpfeln. Das und ein Stück Brot - Mehr würde er nicht brauchen, denn der Nachteil an schwerem Gepäck, das er sich hier hätte aufhalsen können, war, dass es per Definition schwer war. Unhandlich. Unpraktisch, unnötig.
Was war sonst noch wichtig? Die Dolche natürlich. Sie steckten immernoch in fremden Köpfen. Er ging hin und zog sie heraus, was ein ekelhaftes, knirschendes Geräusch und eine Menge Blut verursachte. Den zweiten hatte er nicht ganz richtig getroffen, stellte er fest und ärgerte sich. Zu wenig Schwung: Die dolchklinge war am Nasenbein abgerutscht und neben dem linken Auge eingedrungen. Es war nicht weiter schlimm gewesen - Aber nicht perfekt. Er seufzte. Er war vielleicht ein bisschen aus der Übung.
Als nächstes sah er sich in dem anliegenden kleinen Stall um. Dort gab es nicht viel, das eine Pferd, das Platz gehabt hätte, hatte nur einen zerrissenen Strick zurückgelassen und ein totes Huhn lag am Boden. Entweder hatten diese Berserker es umgebracht, oder es war verhungert. Hühnern konnte man es durchaus zutrauen, dass sie die Tür nicht fanden. Blöde Viecher, dachte Garl, der diese Vögel nicht leiden konnte. Aber er fand, was er suchte: Einen Sattel, der zwar für ein viel größeres Pferd als seines gedacht war - Wahrscheinlich für so ein träges Kaltblut, dass eher einen Pflug zog als geritten zu werden - Aber er genügte. Er schleppte ihn zu seinem Pferd, stieg dann aber noch nicht sofort auf.
"Wohin werdet ihr jetzt gehen?" fragte er den Anderen. Für ihn selber war es ziemlich egal, wo er sich befand, und ein bisschen Begleitung auf der Reise wäre vielleicht auch nicht schlecht.


Zuletzt von Trecombe am Sa 02 März 2013, 23:12 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Sa 02 März 2013, 22:26

"Nichts und niemand kann einen Rekruten auf das vorbereiten, was er im Feld erlebt", antwortete Gerion düster, "Man kann ihm eine Waffe in die Hand drücken, ihm beibringen, wie er sie führt - und die Akademie der Krieger ist mit Sicherheit einer der besten Plätze dafür. Viele der größten Krieger unseres Volkes wurden dort ausgebildet, all jene, denen die Zeichen schon in der Jugend Großes voraus gesagt haben. Aber weshalb einen Krieger jahrelang hinter hohen Mauern behalten und ihm unnützes Zeug eintrichtern, das ihm im wirklichen Krieg nichts nutzt? Besser, er bekommt seine Feuertaufe so rasch wie möglich. Nur wer in den Krieg zieht kann lernen, was es heißt, ein Krieger zu sein. Kann besser werden..."
Er hielt inne als der Wirt an ihren Tisch trat, ein schweres Tablett mit wir dampfenden Holzschüsseln, vier Zinnkrügen und vier hölzernen Löffeln vor dem Bauch tragend. Das Essen schien ein Eintopf zu sein, Gerste und Linsen, ein wenig zerkochtes Gemüse und einige Stücke Fleisch darin. Gerion zog eine der Schüsseln zu sich, nahm einen kleinen Klecks des Eintopfs mit dem Löffel auf und schob ihn vorsichtig in die heile Hälfte seines Munds. Obwohl der Bissen lächerlich klein war ließ der Henker sich Zeit ehe er schluckte. Wie er es hasste, essen zu müssen! Essen bedeutete Schmerzen. Er ließ den Löffel wieder in die Schüssel sinken.
"Kein Rekrut verlässt den Kasernenhof als Krieger, ganz gleich, ob er auf der Akademie oder in einer Wachgarnison ausgebildet wurde", machte er sich daran zu vollenden, wobei er zuvor unterbrochen worden war, "Krieger werden allein in der Schlacht geschmiedet..."

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