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 Charakterdiskussionen und Steckbriefe

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Grim
The Reaper
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BeitragThema: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   So 14 Apr 2013, 14:58

Willkommen im ersten Thread dieser neuen MSG. Es ist (wenig verwunderlich) der Steckbrief-Thread und deshalb gilt hierfür (ebenfalls wenig verwunderlich) was eben üblicherweise für Steckbrief-Threads gilt: postet eure Steckbriefe, aber kritisiert auch andere Steckbriefe, schreibt, was euch nicht gefällt, was ihr an Logiklücken entdeckt und was eurer Meinung nach verbessert werden müsste. Ich selbst werde das ebenfalls tun und als Mod gegebenenfalls die Nachbesserungen auch verlangen. Lasst euch davon aber nicht einschüchtern. Wir sind schließlich alle hier um Spaß zu haben.



Name: Harold Whinton

Alter: 32 Jahre

Rang: Kapitän

Aussehen: Harold ist ein Mann aus gutem Haus und jeder Zoll seines Körpers verrät dies, vom selbst auf See penibel gestutzten Vollbart über die stets fast krampfhaft aufrechte Haltung bis zu den sauberen, kurz geschnittenen Fingernägeln, die man normalerweise bei einem Piraten wohl nicht vermuten würde. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem bizarr fetten Jeremiah Harfort, ist Harolds Statur recht unscheinbar. Er ist von durchschnittlicher Größe, schlank, aber nicht übermäßig muskulös, eher sehnig als massig gebaut.
Sein Gesicht zeichnet sich durch eine sehr gerade Nase, ein spitzes Kinn (das allerdings unter seinem Bart verschwindet) und die hohen Wangenknochen aus, die ihm ein aristokratisches Aussehen verpassen. Sein Haar, das er in einem kurzen, geflochtenen Zöpfchen zurück gebunden hat, ist von kastanienbrauner Farbe, sein Hautton wie bei so vielen Imperialen eher hell. Passend dazu sind seine Augen von hellem, klaren Blau – oder waren es bis vor kurzem, denn im Zuge der Ereignisse, die ihn zum Kapitän gemacht haben, hat er das Rechte verloren.

Charakter: Harold ist der ungewöhnliche Fall dessen, was man einen Gentleman-Piraten nennen könnte. Etliche Jahre auf See in der rauen Gesellschaft von Freibeutern und Seeräubern haben nicht ausgereicht um ihm die Etikette der Höflichkeit und geschliffenen Manieren, die ihm während seiner Kindheit antrainiert wurden, verblassen zu lassen und so sind seine Umgangsformen noch immer formvollendet. Er ist eloquent, aber nicht scharfzüngig, zieht es vor Leute mit seinem Schwall höflicher Worte zu erdrücken anstatt sie mit messerscharfen Argumenten auseinander zu nehmen. Zweifelsohne ist er intelligent, aber nicht unbedingt arglistig.
Dies alles soll jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass Harold auch ein eiskalter Machtmensch sein kann. Er hat klare Ziele und verfolgt diese unerbittlich, wenngleich auf bisweilen verschlungenen Wegen. Er geht ungern mit dem Kopf durch die Wand, sondern bevorzugt den Weg des geringsten Widerstandes. Wo es nötig ist kann er sich generös geben, auch Untergebenen gegenüber, doch sobald ihm etwas gegen den Strich geht stellt er sich mit höflicher Bestimmtheit stur.
Wie auch seine Stärken sind Harolds größte Schwächen das Resultat seiner rigorosen Erziehung: ein übertriebenes Maß an Ordnungsliebe, eine gewisse Heikelkeit und eine zumindest latent nach wie vor vorhandene Scheu davor, sich die Hände schmutzig zu machen.

Hintergrund: Im Gegensatz zu so vielen Piraten, die mit dem geregelten Leben in den Regeln der Reiche nicht klar kamen, stammt Harold aus einer angesehenen und wohlhabenden imperialen Kaufmannsdynastie. Als zweites von sechs Kindern stand ihm vielleicht keine Erbschaft, aber doch zumindest eine hochrangige Position im Familienunternehmen bevor und auf genau diese Aufgabe wurde er sein Leben lang gedrillt. Es wäre wohl übertrieben von einer glücklichen Kindheit zu sprechen, doch zumindest war es eine Kindheit, in der ihm an nichts fehlte und er erwies sich als anpassungsfähig genug um nicht unter dem täglichen Drill zu zerbrechen.
Im Alter von 18 Jahren übertrug ihm der Vater die Verantwortung über die Niederlassung und Kontore in der imperialen Kolonie Goldlande, eine herausfordernde, aber nicht zu große Aufgabe, an der der junge Mann wachsen sollte. Die nächsten vier Jahre lang leitete Harold also im angenehmen Süden die väterlichen Geschäfte, verhandelte Lieferverträge und Verschiffungskonditionen, koordinierte Handelsrouten und verkehrte mit der Oberschicht der Kolonie. Was ihm schließlich einen Strich durch sein geordnetes und erfolgreiches Leben machte war – wie konnte es anders sein? – eine Frau. Sie war die Tochter des Gouverneurs und selbstverständlich verheiratet. Harold hielt beides jedoch nicht davon ab, eine Affäre mit ihr zu beginnen. Unweigerlich lief die Sache schief, sie wurden entdeckt und als der erboste Ehemann mit dem Säbel auf Harold los ging kam es zum Handgemenge, an dessen Ende der Gehörnte tot da lag. Freilich hätte kein imperialer Richter dem Ehebrecher Harold Whinton seine Tat als Notwehr durchgehen lassen und auch von seiner Familie, der zu viel an ihrer Reputation lag (weshalb er mittlerweile auch verstoßen und enterbt ist), konnte er keine Hilfe erwarten. Harold blieb nur die Flucht in die Gesetzlosigkeit. Eine gewisse nautische Erfahrung, die sein Beruf unweigerlich mit sich gebracht hatte, machte es ihm nicht allzu schwer, auf einem Piratenschiff aufzusteigen. Als Mann, der es gewohnt war und verstand zu organisieren und anzuordnen stieg er bis zum Ersten Maat unter Kapitän Harfort auf. Nach dem Dahinscheiden des Kapitäns wählte ihn die Crew – fürs erste zumindest – zum neuen Kapitän.

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and noone can take it away!
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Syari

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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   So 14 Apr 2013, 15:03

Black Tides – Piraten MSG

Name: Jade Xianhua
Geschlecht: weiblich
Alter 16
Aussehen: Jade hat schwarze, lange Haare, die ihr bis zum Steißbein reichen. Damit diese sie nicht stören trägt sie sie allerdings meist zu einem Pferdeschwanz zurückgebunden. Ihre Haut zeigt den typischen Gelbstich der Yan Wan Go auf, auch ihre Augen sind auffällig schmal und jadegrün – woher sich auch ihr Name ableitet. Jade hat eine kleine, schmale Himmelfahrtsnase, welche, wie ihre oberen stark ausgeprägten Wangenknochen von einigen Sommersprossen geziert wird, welche noch mehr Aufmerksamkeit auf die hohen Wangenknochen lenken. Ihr Gesicht ist herzförmig und sie hat einen relativ kleinen Mund mit schmalen Lippen, die darunter verborgenen Zähne, die beim Lächeln zutage treten sind mittelmäßig gut gepflegt, ihre Eckzähne sind relativ lang.
Vom Körperbau her ist sie klein aber drahtig durchtrainiert, da sie schon ihr ganzes Leben auf dem Schiff verbracht hat.
Kleidung: Jade trägt am liebsten einfache Kleidung, ein weißes Hemd, darüber eine dunkle – meist grüne oder schwarze – Weste und dazu weite Pluderhosen, die ebenfalls dunkel sind. Um die Hüften trägt sie einen Ledergürtel, an dem ein Säbel und zwei Kurzdolche befestigt sind, weitere Messer verstecken sich in den Stiefeln von Jade, sowie eine Klinge, die in ihrer Schuhspitze versteckt ist.

Hintergrund: Als Jade geboren wurde, war ihr Vater bereits Kapitän auf einem Piratenschiff, während ihre Mutter als Bardame in einer Spelunke in einer Hafenstadt arbeitete. Dort hatten die beiden sich kennengelernt und eins hatte zum anderen geführt. Jades Mutter starb bei ihrer Geburt, ihr Vater wollte das Kind nichtdauerhaft weggeben, aber auch seinen Posten nicht aufgeben. So kam es dazu, dass er Jade schon als Kind von fünf Jahren mit aufs Piratenschiff nahm und sie umgeben von seiner Crew aufwuchs, von klein auf lernte sie, wie es sich auf einem Piratenschiff lebte und wurde zur Kartenleserin auf dem Schiff ihres Vaters als sie 14 war.
Vor wenigen Wochen jedoch wurde ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Sie waren auf der Suche nach einem Handelsschiff der Wan Yan Go, das es versäumt hatte, Schutzgeld zu zahlen, als das Schiff ihres Vaters in einen schweren Kampf mit einem anderen Schiff geriet. Dabei wurde ihr Schiff schwer beschädigt, ein Großteil der Crew ist bei dem Angriff gestorben. Sturm. Das Schiff sank schließlich, die Überlebenden Piraten, die von den Angreifern gefunden wurden, wurden ermordet. Jade hatte das Glück, nahe einem der Beiboote, die sich während des Kampfes gelöst hatten, von Bord zu gehen. Sie versteckte sich unter dem umgedrehten Boot, bis die Nacht einbrach und das Angreiferschiff weiter gezogen war. Sie trieb auf dem Ozean herum, als ein Handelsschiff sie auflas. Der misstrauischen Crew konnte sie aufgrund ihres kindlichen Aussehens weißmachen, sie sei entführt worden, weshalb der Kapitän des Schiffs sich bereit erklärte, sie bis zu einem nahegelegenen Hafen auf dem Schiff bleiben zu lassen.
Doch nicht die ganze Crew glaubte dem kleinen, harmlosen Mädchen ihre Geschichte, es gab genau eine Person, die ihr nicht glaubte und sich von ihrem ängstlichen Blick nicht täuschen ließ. Einer der Passagiere des Schiffs passte sie in einem günstigen Augenblick ab und stellte sie zur Rede. Als Jade schon dachte, damit sei ihr Schicksal besiegelt und ihr letztes Stündlein hätte geschlagen, gestand der Mann mit dem Namen Maurice ihr, dass er ebenfalls keine weiße Weste besaß und die Umstände, wie er an seine Arbeit auf dem Schiff gelangt war, doch eher zweifelhaft waren.. Erfreut und erleichtert darüber, dass ihr anscheinend doch niemand an den Kragen wollte und sie in Maurice eine nette Bekanntschaft gefunden hatte, beschlossen Jade und Maurice am nächsten Hafen gemeinsam das Schiff zu verlassen und zusammen auf einem Piratenschiff anzuheuern.


Charakter: Jade ein sehr diszipliniertes und ehrgeiziges Mädchen, dass alle Sachen, die sie angeht zu perfektionieren versucht, dabei ist es beinahe egal, was sie tut, ob Gemüse schneiden oder Seerouten berechnen, sie hat schon fast alle Arbeiten auf einem Schiff verrichtet. Diese Perfektion ist aber auch gleichzeitig eine ihrer Schwächen, wenn etwas einmal nicht genau so läuft, wie sie es für richtig hält, oder es geplant hat, so kann sie sich noch Tage lang darüber ärgern und sich damit beschäftigen, was sie hätte anders machen können.
Sie ist generell sehr freundlich zu allen und hat mit nur wenigen ein Problem, allerdings versteckt sie ihre Gefühle meist hinter einem freundlichen Lächeln, sodass sie sehr schwer einzuschätzen ist.
Jade besitzt einen kleinen Talisman, eine jadegrüne Blume, den sie stets um den Hals trägt und niemals ablegt. Wenn sie nervös wird, beginnt sie zwanghaft diesen Talisman hin und her zu drehen.
Da Jade in ihrem Leben nichts anderes kennengelernt hat als das Meer mit seinen Stürmen und Eigenarten, hasst sie das Leben auf dem Land. Muss sie dort länger als ein paar Tage ausharren, so wird sie launisch und aggressiv – eine Stimmung die sie ausnahmsweise auch auf andere überträgt. Sie liebt absolut alles, was mit dem Meer zu tun hat, so auch Seemannsgarn, Geschichten und Legenden über Seemonster und Meerjungfrauen – von denen sie steif und fest behauptet, diese auch schon gesehen zu haben.
Jades Redebedürfnis ist sehr stark davon abhängig, wie gut sie andere Leute kennt und wie sehr sie diese Personen mag. Wenn sie andere nicht kennt ist sie erst einmal ruhiger und gibt freundliche aber auch wenig aussagende Antworten, kann sie den Gegenüber gut leiden, so entwickelt sie sich zu einer lustigen Gefährtin, die es durchaus schafft anderen ein Ohr abzureden.



Zuletzt von Syari am Do 18 Apr 2013, 18:45 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Porphyrion
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   So 14 Apr 2013, 15:06

Name: Kenji Masao Thorleifson

Rang: Erster Maat der Black Tide

Alter: 26

Aussehen:

Auch wenn er nicht ganz zu hoch ist wie ein echter Thurmer, so ist Masao doch eine eindrucksvolle Erscheinung. Gekleidet ist er in ein weißes Bukaniershemd, das stets weit offen ist und seine schwarze Brustbehaarung auf der leicht gelbstichigen Haut gut einsehbar lässt, an seiner einen Seite trägt er einen Säbel, an der anderen einen Parierdolch und eine Pistole. Seine Beine sind gekleidet in weite, luftige, schwarze Hosen, wie sie die Dschunkensegler des Kaiserreichs von Yan Wan Go tragen. Breite Schultern wie ein Thurmer und die raubtierhaft verwachsene Muskeldichte, wie sie die Schlitzaugen so an sich haben - das ist Masao.
Sein Gesicht scheint, im Gegensatz zu seiner wenn auch nicht so hoch wie ein Nordmann aufragenden, so doch zumindest imposanten Statur, das schlechteste aus beiden Welten abbekommen zu haben: Zwischen seinen leichten Schlitzaugen, um die herum sich schon die ersten Runzeln gebildet haben, eine breite, lange Nase, die nicht unbeschadet aus mindestens einer Kneipenschlägerei herausgekommen ist, darunter ein langes, spitzes Kinn unterhalb des markanten Thurmer Kiefers, und ebenso markante Schneidezähne, wie sie den Menschen aus dem Kaiserreich eigen sind. Er ist nicht per se unattraktiv, aber es bedürfte wohl einiger Gewöhnung, bevor man Masao hübsch nennen würde. Vielleicht ist es sein schwarzes, struppiges Haar, vielleicht auch der Fakt, dass ihm kein Bart zu wachsen scheint außer seinem akkurat gestutzen Kinnbart, den er wie eine Reliquie pflegt und manchmal auch parfümiert.

Charakter:

Wenn man seinen Charakter in Worte fassen sollte, dann würde man wohl von den meisten seiner Freunde und Bekannten ein Wort hören: Gassenschläue. Masao ist bis auf sein Handwerk, das Seefahren, und die damit verbundenen Aberglauben, Legenden, und Geheimnisse, weitgehend interessenlos, sieht man einmal davon ab, dass er - ein Relikt aus seiner Jugend in der Zacke – relativ gut das Schifferklavier spielen kann. Er ist ein guter Seefahrer, kann das Meer lesen wie ein Buch, und Entscheidungen auch in höchster Not kalt und präzise treffen. Abgesehen davon ist er ungebildet, aber lernfähig, denn sein Geist war immer darauf angewiesen, sich an widrige äußere Umstände anzupassen. Das bedeutet allerdings nicht, dass er aktuell viel Wissen hätte – die Seefahrt genügt ihm, um ein Auskommen zu finden, und wie viele der bewanderteren Piraten arbeitet er auf eine Sicherung für das Alter hin – Vielleicht Anteile an einem Walfängerkahn, oder ein kleines Gasthaus, wenn alles gut läuft. Etwas ganz anderes ist sein großer Traum, aber dazu später.
In ihm ist der Widerstreit der kalten Präzision der Schlitzaugen und des kochenden Bluts der Nordmänner. Wenn er betrunken ist, brodelt er langsam, gab es Grund zur Unzufriedenheit, wird er allzu leicht zum Berserker. Und er trinkt viel. Mehr noch als der Standardpirat. Wenn auch nie auf Dienst. Nüchtern ist er ein wenig umgänglicher, wenn auch stets bedacht, seine Position zu wahren, und im Hinterkopf ein wenig misstrauisch – Naive Menschen leben nicht lange in seinem Gewerbe...

Hintergrund:

Was wünscht sich ein kleiner Junge mehr, als dass sein Vater ein Held ist. Diese Regel gilt auch für die Hurenkinder aus der Zacke, und Masaos Mutter, eine lebenskluge, wenn auch etwas dümmliche Hure namens Sigrid Thorleifson, mittlerweile unter einem großzügigen Haufen Erde verscharrt, nachdem die Syphilis sie dahingerafft hat, gab dem kleinen Bastard, den sie aus sich herausgepresst hatte, in der schwülen Sommernacht, die sein Geburtstag werden sollte, den Namen Kenji Masao. Kenji Masao nach dem großen Piraten aus dem Osten, mit dem der kleine Masao nie ein Wort reden sollte, da er starb, noch bevor der Junge sieben Jahre alt war -ganz abgesehen davon, dass die Existenz des kleinen Masao wohl nicht einmal wenn er sein Vater wäre sein Interesse erregt hätte- und nach dessen legendären Schatz er noch heute jagt, auf eine Art oder die andere – sein großer Traum. Er hat keine Karte, keinen Hinweis, keine Ahnung – Aber er betrachtet diesen Schatz als sein rechtmäßiges Eigentum. Auf eine komische Art und Weise ist der Schatz das einzige, was für ihn an Familie geblieben ist. Ob er tatsächlich der Sohn des großen Kenji Masao ist, weiss weder er noch sonst irgendwer, aber die Vorliebe des alten Piraten für Huren war unumstritten – Andererseits, welcher Pirat liebt sie nicht, diese hart arbeitenden Mädels?
Es war ihm also recht schnell klar, dass er in die Fußstapfen seines Vaters treten würde. Und so heuerte er mit seinem vierzehnten Lebensjahr auf einem Seelenfänger an – eine schlechte Erfahrung, aus der er allerdings gestärkt herauskam, nachdem er seine Zeit abgedient hatte. Er diente sich hoch, arbeitete auf besseren Schiffen, mal mit, mal ohne Kaperbrief, und als er schließlich bei Kapitän Harfort landete, wusste er, dass er hier eine Weile bleiben würde. Bis Thurm sie verfolgte. Harfort wurde ausser Gefecht gesetzt, der erste Maat übernahm vorerst das Kommando und so blieb ihm aufgrund des gurgelnden Haufens, der Harfort gewesen war, nichts, als selbst das Ruder in die Hand zu nehmen und mit barscher Stimme durch den Sturm Befehle weiterzuleiten, ergo über das Deck zu brüllen – was tatsächlich funktionierte. Irgendwie entkamen sie den Thurmern, und der neue Kapitän, der nur ein kleines Stück gerissener gewesen war als er, beförderte ihn zum ersten Maat. Besser als nichts, auch wenn er lieber Kapitän geworden wäre – aber er war jung, und man würde sehen, wohin das führte. Die Luft auf dem Meer war immerhin verseucht von Kanonenkugeln.


Zuletzt von Eclectic_Wizard am So 14 Apr 2013, 23:04 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   So 14 Apr 2013, 15:07

Name: Liv „Blaze“ Molander
Alter: 27
Herkunft: Thurm
Profession: Pirat/Scharfschütze/Büchsenbauer

Aussehen:
Selbst für eine Thurmerin ist Liv nicht gerade kurz geraten. Ganze sechs Fuß misst ihr Körper von den Sohlen bis zum Scheitel und so kann sie den meisten Männern geradeaus in die Augen blicken und so mancher muss sogar zu ihr hoch schauen. Gepaart mit den bis über die Hüfte reichenden, zu zahlreichen Zöpfen geflochtenen und mit Bändern, Perlen, Muscheln und dem ein oder anderem Kleinod zusammen gehalten und geschmückten, roten Haaren ist es meist ein Leichtes Liv in einer größeren Gruppe auszumachen. Ein paar Fransen ihres Ponys hängen ihr stets vor den zweifarbigen Augen. Zweifarbig? Ja, ist das rechte Auge von einem satten Haselnussbrauch, erstrahlt das Linke in hellem Blau. Nicht selten hat ihr eine abergläubische Seele sonst welche seltsamen Omen zugeschrieben, doch Liv macht sich nichts aus solchem Unfug und reagiert meist lediglich mit einem amüsierten Lächeln der sanft geschwungenen Lippen und wendet sich wieder ihren Dingen zu. Zusammen mit einer leicht nach oben gerichteten Nase und dem spitz zulaufendem Kiefer bildet sich so ein recht hübsches Gesicht. Lediglich ein paar dünne Narben auf dem rechten Wangenknochen wollen das Gesamtbild ein wenig stören.
Das Leben auf See mag so manche Entbehrung verlangen und an den Körpern der Seefahrer zehren und auch an Liv sind die Jahre auf den Ozeanen nicht spurlos vorbei gegangen. Die Sonne hatte ihre Haut tief gebräunt, zahlreiche Kämpfe haben kleinere und größere Narben kreuz und quer über dem schlanken Körper verteilt hinterlassen und die Muskeln sind die Arbeit auf einem Schiff gewöhnt.
Die Garderobe eines Piraten fällt in der Regel doch recht bescheiden aus, Liv geht es da nicht anders, und so hat sie ihre wenigen Kleidungsstücke über die Jahre ganz ihren Bedürfnissen angepasst. Ein im Brustbereich geschnürtes, etwa Oberschenkel langes Kleid aus grünen und braunen Leinen bildet den Kern ihrer Gewandung. Zahlreiche Ösen bieten Halt für kleinere Lederbeutel und mehrere zusätzliche Taschen hat Liv eingenäht. Darunter trägt sie eine weite, ockerfarbene Hose die grundsätzlich hochgekrempelt wird und wie das Oberteil in mehr als nur den Ursprünglichen Taschen Platz für Kleinkram bietet. Die Füße stecken in weitschaftigen Stiefeln aus mittlerweile grauem Leder.

Hintergrund:
Die Familie Molander hatte schon in der alten Heimat einen hervorragenden Ruf als Buchsenbauer und Waffenschmieden und viele der Soldaten und Kriegschiffe Thurmes waren mit Waffen aus ihren Werkstätten ausgerüstet. Doch das Leben in einer Stadt, der tagtäglich wieder kehrende Rhythmus aus Arbeiten und Schlafen war nichts gewesen was Liv begeistern konnte. Und das obwohl die Arbeit als Büchsenmacher ihr viel Freude brachte. Dabei war ihre Kindheit ganz und gar keine schlechte gewesen. Ihr Vater entstammte dem Geschlecht des Molander, führte seine eigene, gut laufende Waffenschmiede, die Mutter war eine liebende Mutter und sowohl die beiden älteren Söhne als auch Liv als die Jüngste zeigten schon im Kindheitsalter eine gewisse Begeisterung für die präzise Arbeit die notwendig ist um eine kleine Bleikugel in ein tödliches Geschoss zu verwandeln. So war es keine Frage mehr das die Kinder, als sie dann alt genug waren, bei dem Vater in die Lehre gingen. Doch wo es die Söhne zur Meisterschaft bringen sollten langweilte die Tochter sich. Auch wenn sie das Handwerk durchaus beherrscht, eingepfercht in einer kleinen Werkstatt über Stunden die gleiche Arbeit zu verrichten ödet Liv an. Doch die gebaute Waffe am Ende zu testen, das erste mal den Zündstein auf das Plättchen schlagen lassen und die erste Kugel mit einem ohrenbetäubenden Donnern aus dem Rohr fliegen lassen und auf mehrere dutzend Meter ein Ziel zu treffen, das begeisterte Liv. Und die Geschichten begeisterten sie. Die Geschichten von der See, von den Abenteuern die dort jenseits des Horizonts warteten und nicht zuletzt die Märchen von Reichtümern aus Gold und Silber zogen Liv unmenschlich an. Sie war noch keine zwanzig Jahre alt als sie auf einem Handelsschiff anheuerte und in ein neues Leben aufbrach. Kaum zwei Wochen auf See tauchte ein Dreimaster am Horizont auf. Schon aus der Ferne hatte Liv die Totenkopfflagge erkannt die am höchsten Mast im Wind flatterte. Das Handelsschiff mit seiner Hand voll Kanonen und wenig kampferfahrenen Matrosen wurde schnell gekapert und wer sein Leben nicht davon werfen wollte nutzte die Gelegenheit um die Flagge zu wechseln. Sofern die Piraten einen gewissen Wert in den Talenten des jeweiligen Matrosen sahen. Der unglückliche Rest landete entweder auf dem Grund des Meeres oder, wie auch Liv, eingesperrt im Bauch des Piratenschiffes mit kaum mehr als den Lumpen am Leib den man ihnen gelassen hatte und der Hoffnung irgendwann vielleicht Lebend aus diesem schwimmenden Gefängnis zu entfliehen. Die Wochen auf See, eingesperrt im untersten Loch des Schiffes oder eingeklemmt zwischen dem Leib des Käptens und seinem Lattenrost erscheinen ihr auch heute noch wie Jahre. Doch sie hatte nicht aufgegeben, sich nicht aufgegeben und nicht mit der Situation abgefunden. Schnell hatte die damals noch heranwachsende Frau gelernt das ein befriedigter Mann ein meist auch ein netter Mann war. Also lernte sie das Spiel, umgarnte ihn und schaffte es so der Zelle im Rumpf und einer Zukunft als Hure zu entfliehen. Er behielt sie als sein Eigentum bei sich während die verbliebenen Gefangenen in die Sklaverei verkauft wurden. Nicht zuletzt weil Liv ihn von ihren Kenntnissen als Büchsenmacherin überzeugt hatte. Fünf Jahre blieb sie an Bord des Schiffes. Anfangs war sie nur die persönliche Matratze des Käptens, wurde seine Geliebte und reparierte die Waffen der Crew, was ihr einen gewissen Respekt bei der Crew einbrachte. Erst später, es mochte weit über ein Jahr gewesen sein wenn nicht sogar zwei, das Liv nach und nach immer mehr Arbeiten übernommen hatte, anfangs weil ihnen einfach Leute fehlten und man nicht weiter auf ihre Hände verzichten konnte und dann weil sie ein Talent für die Seefahrt zu haben schien. So wurde Liv immer mehr zu einem Teil der Crew und spätestens als sie mit einem Schuss vom Heck aus einen Apfel von der Galionsfigur geschossen hatte war sie mehr oder weniger Teil der Crew. Ihr wurden alle Rechte der Crew zugestanden, doch ihr Bett war nach wie vor auch das Bett des Käptens. Ein halbes Jahrzehnt lang segelte Liv so über die Meere ehe ein heftiger Sturm mit überhaus hohen Wellen das Schiff schwer beschädigte und einen großen Teil der Crew, darunter auch den Käpten, auf den Grund des Meeres riss. Irgendwie hatte Liv es geschafft eine der Glücklichen zu sein die das Unwetter überlebten und ihr Schiff mit letzter Kraft in einen rettenden Hafen manövriert hatten. Eher auf eine Sandbank davor, der Rumpf war nicht mehr zu retten gewesen. Ohne Käpten, schwer dezimiert und ohne Schiff hatte keiner der Verbliebenen noch lange zurück geschaut und die Crew hatte sich schnell zerstreut. In dem Piratennest angelangt und schon lange mit Herz und Seele selber Pirat heuerte Liv schon wenige Tage später auf dem nächsten Schiff an.

Der Tot hatte seinen Schrecken schon lange verloren und so scheut sie auch nicht davor zurück jemanden mit einer Ladung Blei das Gesicht neu zu modellieren. Auch ist Liv nicht zögerlich jemand ihre Meinung unverblümt an den Kopf zu werfen, egal ob daher gelaufener Streuner, Crewmitglieder oder gar Käpten. Von Niemandem lässt Liv sich den Mund verbieten. Und sollten verbale Argumente nicht reichen einen vorwitzigen Kerl vom Ausschnitt ihrer Bluse zu vertreiben scheut sie nicht davor zurück diese mit ein paar schnellen und kräftigen Fausthieben zu untermauern. Wer so blöde ist auch dann nicht von der Rothaarigen zu lassen, der muss eben Bekanntschaft mit ihren Doppelläufigen machen.
Die Arbeit als Büchsenmacher hat sie nie gänzlich aufgegeben und nebenbei immer wieder das ein oder andere Gewehr oder Pistole gebaut. Einige Zeit hat sie sogar eine kleine Werkstatt in einem der Piratennester unterhalten und hatte von ihren Einnahmen sogar ganz gut Leben können. Doch der Freiheit, die einem die See bietet, konnte sie nicht lange widerstehen und nach nur einem Jahr verkaufte sie alles und heuerte wieder in einer Crew an.
Das Leben auf See liegt ihr einfach mehr, auch weil sich Liv dort viel mehr Gelegenheiten ihr Talent als Schütze unter Beweis zu stellen.

Charakter:
Solange man Liv nicht auf die Füße tritt, sie bedrängt oder ihr den Mund verbieten will ist sie der ruhigeren Sorte Mensch zu zuordnen. Es braucht schon mehr als einen einfachen Sturm um sie nach all den Jahren auf See noch aus der Ruhe zu bringen und ihre Schritte auf den Planken unsicher zu werden. Unsicher werden ihre Füße nur noch vom Rum. Ein Getränk das Liv nur selten anrührt, doch wenn dann bis knapp zur Besinnungslosigkeit oder noch weit darüber hinweg. Nicht selten hatte sie im Suff kaum den Weg zum Schiff zurück gefunden oder war in irgendeiner Ecke eingeschlafen. Doch so sehr sie sich auch gehen lassen kann, auf dem Schiff steht sie ihrer Crew und Käptn loyal gegenüber und ist sich nicht zu fein kräftig mit an zu packen oder hoch oben in der Takelage zu arbeiten.


Zuletzt von Vici am So 14 Apr 2013, 22:06 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Shoggoth

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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   So 14 Apr 2013, 17:31

Name: Sicowul Musi
Alter: 24
Herkunft: Butumba
Profession: Erster Kanonier der Black Tides
Begleiter: Patkany, eine zahme Ratte

Aussehen:
Sicowul, oder einfach Sico, hat eine, für sein Volk charakteristische, dunkle Hautfärbung. Er ist zwar etwas hellhäutiger als andere seines Stammes, da sein Stamm aber ein inniges Verhältnis zu den anderen Nationen pflegt kann man sich vorstellen wieso er nicht ganz so dunkelhäutig ist. Seine schwarzen Haare sind ungefähr schulterlang. Bei seiner Kleidung achtet er auf möglichst große und viele Taschen. Nicht dass er dort viel hinein tat, aber so war es Patakany ein leichtes auf ihm herumzutollen und sich gegebenenfalls zurückzuziehen. Die Kleidung die er trägt ist weiterhin recht einfach und von brauner bis schwarzer Farbe. Sein Gesicht ist schmal und relativ hübsch. Er hat etwas von einem Jüngling, da er auch meiste keinen Bart trägt. Seine Augen sind von einer ähnlichen braunen Färbung wie seine Haut, und das einzige was sich abhebt sind seine tadellos weißen Zähne. Dadurch wirkt seinen Lächeln meist sehr intensiv.
Patkany ist ein graue, knapp 25 cm großes Rattenweibchen. Auf dem Bauch ist ihr Fell etwas heller, teilweise sogar weiß. Obwohl sie auch schon in mehr als einen Gefecht dabei war achtet Sico sehr darauf dass sie nicht getroffen wird. Deswegen, und wegen der vielen Zuwendung, glänzt ihr Fell auch noch wie das einer Hausratte. Oft sieht man sie aus einer von Sicos Taschen heraus gucken und mit klugen Augen und einer empfindlichen Nase ihre Umgebung erforschen. Es ist nahezu unvorstellbar Sico ohne Patkany anzutreffen.

Hintergrund:
Es stellt sich die Frage: Wie konnte ein so junger Mann es zum ersten Kanonier bringen? Nun, indem er nichts anderes tut als zur See zu fahren. Er war schon immer fasziniert gewesen von den Schiffen die vor der Küste seiner Heimat entlang segelten. Und schon im zarten Alter von 7 verschwand er von zu Hause und heuerte auf einem Schiff an. Na gut, eher schlich er sich als blinder Passagier an Bord eines Schiffes, aber er sah das anders. Nicht dass es ihm zu Hause schlecht ging, nur spürte er immer einen Drang aufs Meer. Er konnte es nicht leiden nur die Wellen zu sehen und auf einer kleinen Insel zu sitzen. Sicher, sein Vater war manchmal mit ihm fischen, aber das reichte dem Jungen Sico nicht. Auch spürte er nie wirklich Heimweh, er fühlte sich verbunden mit dem Schiff und dem Meer. Und besonders angezogen hatte ihn von jeher das Batteriedeck. Vor allem weil er sich dort zwischen Kanonen und Kisten gut verstecken konnte. Als man ihn dann, zwangsläufig, dabei entdeckte wie er sich durch die Decks stahl, wollte sie ihn zunächst aussetzen. Doch der Kapitän hatte ein Narren an ihm gefressen, denn dreist war der junge Sico das eine Freude war. Er bekam als erstes allerlei Hilfstätigkeiten zugewiesen. Er hatte damals das Deck so oft geschrubbt dass man praktisch davon essen konnte. Als die Jahre ins Land zogen wurde der Junge drahtiger und anspruchsvollere Aufgaben wurden ihm übertragen. Als er dass erste Mal bei den Kanonen als Auswischer helfen durfte, wurde schnell klar wo seine Begabung lag. Lange Zeit hatte ihn keiner Ernst genommen, aber irgendwann begann er sich Dinge abzuschauen, Kniffe zu lernen. Und so mauserte sich ein blinder Passagier zu einem großartigen Kanonier.
Patkany traf Sico eher zufällig. Und ohne sie würde er heute nicht mehr leben. Bevor er auf der Black Tides anheuerte hatte sein Leben eine unglückliche Wendung erfahren. Aufgrund gewisser Differenzen beim aufteilen der Beute eines Frachtschiffes war seine ehemalige Crew nicht mehr sonderlich gut auf ihn zu sprechen. Er hatte etwas mehr Gold mitgehen lassen als ihm zustand. Etwas viel mehr Gold. Als sie ihn dann dabei ertappten wie er sich mit einem Beiboot aus dem Staub machen wollte ,schnappten sie ihn und wollten ihm an nächsten Hafen den örtlichen Behörden übergeben. Genug auf dem Kerbholz hatte er dafür allemal. Als sie ihn dann gefesselt wegsperrten befreite ihn Patkany indem sie seine Fesseln durch nagte. Aus Dank, und aus einem merkwürdigen Gefühl der Verbundenheit heraus nahm er sie mit als er vom Schiff floh. Hätte sein Wächter nicht geschlafen, dann wäre dass vermutlich ein Problem gewesen, aber so war er längst im Wasser bevor die Crew auch nur ahnen konnte dass er geflohen war. Dummerweise konnte er sich das Gold dabei natürlich in die Haare schmieren. Und da seine alte Crew danach wahrscheinlich nicht sonderlich gut auf ihn zu sprechen war hat er so schnell wie möglich auf einem neuen Schiff angeheuert. Auf der Black Tides.

Charakter:
Sico mag vielen etwas wunderlich erscheinen. Seine Zuneigung zu einer Ratte war schon bei vielen auf Verwunderung gestoßen. Aber solange niemand etwas schlechtes über seine kleine Piratte, wie er Patkany auch liebevoll nannte, sagte, war er ein recht umgänglicher Mensch. Wenn er die Wahl hat ist er meist unter Deck anzutreffen, denn dort ist es für Patkany einfacher herumzulaufen ohne von unvorsichtigen Füßen getroffen zu werden. Sico ist nur wichtig dass man im Kampf seinen Befehlen folgt, ansonsten ist er recht tolerant. Allerdings erwartet er auch von anderen Toleranz, zum Beispiel auch für seinen Lebensweg. Man mag ihn als Halsabschneider und Mörder bezeichnen, aber er selbst sieht sich nicht als solchen. Wenn überhaupt spricht er von sich scherzhaft als „schlimmen Finger“. Seine Moralvorstellungen kann man als „zweifelhaft“ oder auch „nicht vorhanden“ einstufen, wodurch er sich schon eine Menge Ärger eingehandelt hat. Alles worauf er Lust hat ist ihm Recht. Ob dabei andere Leute zu Schaden kommen ist ihm egal. Es ist sein Leben, er macht damit was er will. Gleichzeitig ist Sico recht abergläubisch, allerdings hat er teilweise seine eigenen kleinen Rituale um Unheil abzuwehren. Er wird gerade zu neurotisch wenn er es nicht schafft das Unglück abzuwenden, seid es durch das Klopfen auf Holz oder ein wenig Salz über die Schulter. Ansonsten lacht er gerne und ist immer für einen Spaß zu haben. Nur im Kampf bleibt er ernst und bei der Sache.


Zuletzt von Shoggoth am So 14 Apr 2013, 22:36 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   So 14 Apr 2013, 20:07

Sho, ich sehe bei deinem Charakter keine Schwächen, nur einen Kerl, der so fröhlich vor sich hinlebt. Das Piratenleben hat aber auch unschöne Seiten und Entbehrungen. Die Idee mit dem Spirit animal find ich gut, und dass du deine Piratten jetzt doch reingebracht hast ist voll in Ordnung, aber ich würde mir ein bisschen mehr Kanten an deinem Char wünschen. Das gilr übrigens auch für Vicis Char...
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   So 14 Apr 2013, 20:30

@Syari: der Charakterteil ist etwas kürzer als ich das mag, aber das passt schon. Da hat schließlich jeder seine eigenen Vorlieben.
Jetzt zu dem, was mich wirklich stört: der Hintergrund. Ich will und kann mir einfach nicht vorstellen, wie ein Säugling auf einem Piratenschiff groß gezogen wird. Wenn der Kapitän sich in irgendeinem Hafen ein Liebchen hält: fein. Dass er Verantwortung für das Kind empfindet: kann schon sein. Nicht jeder Pirat muss vollkommen skrupellos sein. Aber das Kind mit auf Kaperfahrt nehmen? Das ist doch ein Todesurteil. Wenn sie fünf, sechs gewesen wäre wäre das etwas anderes gewesen. Eventuell lässt sich die Geschichte dahingehend abändern.
Außerdem: Erster Maat mit vierzehn? Ich will ja nicht sagen, dass das über Vitamin B nicht möglich wäre, aber was sagt die Crew dazu, sich von einem Teenie-Mädel herum kommandieren lassen zu müssen? Wenn ihr Vater sie zur Navigatorin ernennt weil sie ein Talent dafür besitzt würde ich das für glaubwürdiger halten. Aber für den Ersten Maat halte ich sie in dem Alter für hochgradig ungeeignet.
Zum Schluss noch zum Ende ihrer Geschichte: wenn der Sturm ausreicht um einen großen Segler zu versenken, wieso ist es dem Rettungsboot dann nicht ebenso ergangen? Hierfür würde ich dich bitten, dir etwas anderes auszudenken.

@Eclectic_Wizard: an und für sich ganz schön, allerdings sehe ich da eine Kollision mit meinem Konzept: Harold war Erster Maat ehe er Kapitän wurde. Der Erste Maat hat also definitiv überlebt. Die Stelle solltest du umschreiben.

@Vici: auch hier ist es eigentlich nur ein einziger Punkt, der mich stört: der Übergang in die Piratencrew geht mir zu flüssig. Warum sollten die Seeräuber sie so einfach in ihre Crew aufnehmen? Sie kann ja nicht mal segeln. Anstatt, dass sie einfach "die Flagge wechselt" halte ich es für sehr viel wahrscheinlicher, dass sie erst einmal Gefangene an Bord war. Und dass man sie im nächstbesten Hafen an irgendein Bordell verkauft hätte.

@Shoggoth: der Übergang vom blinden Passagier zum Kanonier ist mir zu abrupt. Nachdem man ihn entdeckt hat, hat man ihn vermutlich (wenn man ihn nicht einfach über Bord geworfen hat) zum Schiffsjungen gemacht. Also erstmal Deck schrubben, etc. Irgendwann hat man ihn dann als Pulverjungen eingesetzt und so hat er sich langsam an den Kanonen hoch gearbeitet. Würde so oder ähnlich glaubwürdiger klingen.
Noch mehr stört mich die Geschichte, wie er seine Ratte kennen gelernt hat. Die müsste ja schon ziemich heftig am Hanf genagt haben, damit das Seil reisst. Ist das niemandem aufgefallen, dass das nur noch ein paar dürre Fasern sind? Und wie ist er entkommen nachdem das Seil gerissen ist? Mit gefesselten Händen und einer größeren Anzahl bewaffneter Verfolger? Und vor allem: wenn er Hals über Kopf davon gerannt ist, wie ist dann die Ratte zu ihm gekommen? Eventuell solltest du dir für das Zusammentreffen eine Geschichte ausdenken, die etwas weniger dick aufträgt.
Und noch eine Bitte: achte doch etwas mehr auf deine Zeitformen.

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Lias
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   So 14 Apr 2013, 21:24

Name: Joline "Bones" Chesterton
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Rang: Schiffsarzt

Aussehen: Wer Joline für ihr Alter ungewöhnliche Alterserscheinung unterstellt, liegt nur teilweise falsch. Die Falten um die grauen Augen sind sicherlich nicht nur Freude zuzuschreiben und auch die paar grauen Haarsträhnen, die ihr ansonsten sonnengebleichtes, fast weißes Haar durchziehen zeigen nicht unbedingt von einem stressfreien Leben. Ihrer thurmischen Herkunft hat sie nur wenig zu verdanken, sieht man einmal von ihrer Haarfarbe und einem Hang zum Sonnenbrand ab. Trotz allem ist ihre Haut sonnenverschuldet gebräunt. Wären nicht die Muskeln, so würde man ihre Gestalt vielleicht als zierlich bezeichnen, so aber sieht sie eher aus wie eine aufgezogene Sprungfeder, jederzeit bereit sich zu entladen.
Eine hässliche Narbe verunstaltet ihr Gesicht, die sich diagonal über die Lippen zieht und am Kinn ihr Ende findet. Die hakenartige Nase tut ein übriges, um ihr Gesicht eher gnadenlos kalt als irgendwie weiblich aussehen zu lassen. Nie wird man Joline ohne ihren Brustgürtel sehen, in dem sich neben einigen Mittelchen zur Schmerzlinderung auch ein paar amateurhafte Bomben finden.

Hintergrund: Joline ist eine geborene Seefahrerin. Ihre Eltern waren schon bei der thurmischen Marine und es stand von vorneherein fest, dass sie ebenfalls dort einen Platz finden würde. Ihre Kindheit verbrachte sie relativ sorgenfrei zusammen mit ihrer Mutter in einem der Marinestützpunkte. Einen wirklichen Aufstieg durch die Ränge gab es für Joline allerdings nicht, weil sie recht schnell die Medizin für sich entdeckte. Damit einher ging eine Grundausbildung der Alchemie, die es ihr ermöglicht einige schwache Bomben zu bauen, deren Durchschlagskraft allerdings stark begrenzt ist.
Allzu schnell allerdings begann Joline das Rauchen und das Trinken. Beides ist vermutlich dem Stress über die strenge Ausbildung zuzuschreiben, aber auch ihrem schwachen Willen gegenüber allen Verlockungen, die eine Taverne so anzubieten hat.
Irgendwann brachte sie einen ihrer Patienten mitten in einer Operation um, was ein Versehen war, das durch einen zugedröhnten Schädel entstand. Die Obrigkeit, der sie ohnehin schon seit langem ein Dorn im Augen gewesen war, nutzte die gute Gelegenheit und warf sie im hohen Bogen raus. Seitdem verdingte sich Joline auf diversen Piratenschiffen, die sich schlichtweg von ihrem Hintergrund nicht verschrecken lassen und lieber einen Arzt mitnehmen, der säuft und raucht als garkeinen zu haben.

Charakter: Als extrem willensstarke Frau, die sie ist, lässt sich Joline von nichts und niemandem vorschreiben, wie sie ihre Arbeit zu erledigen hat. Stürme sind ihr ebenso egal wie ein brüllender Kapitän, der ihre befiehlt etwas anderes zu tun als den Mann oder die Frau auf ihrem Tisch zu versorgen. Mit Stolz wird sie jedem unter die Nase reiben, dass sie ein Fünftel aller Personen rettet, die von anderen Ärzten als tot abgestempelt wurden, und das ihr weniger Matrosen wegsterben als so manchem anderen Arzt. Ihr thurmisches Blut gibt ihr außerdem eine gewisse Jähzornigkeit, die sich vor allem darin äußert, dass sie schnell mal zu ihren Waffen greift und andere Leute durch z.b. einen "Warnschuss in den Kopf" auf ihren Unmut hinweist.
Ihre größten Laster sind wohl das Rauchen, was sie ständig tut, weswegen ihre Stimme klingt als hätte sie ein paar Jahre lang Kieselsteine gegurgelt, und das Saufen, was sie mit feuchtfröhlicher Regelmäßigkeit bei jedem Landgang verbricht.
Trotzdem oder vielleicht grade deshalb fügt sie sich hervorragend bei den meisten Piratencrews ein als jemand, der ebenso sehr austeilen wie er einstecken kann.

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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   So 14 Apr 2013, 22:20

Hab den Übergang geändert.
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Vicati
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   So 14 Apr 2013, 22:34

Name:
Rhuka
Alter:
52
Rang:
Smutje
Aussehen:
Als Butumbaner zeichnet Rhuka sich vor allem durch seine fast schwarze Haut aus, mit der er in der Nacht kaum zu sehen ist. Er ist von gedrängter Statur, reicht den meisten Männern kaum bis zur Schulter und sieht auch nicht besonders kräftig, eher drahtig aus. Seine Haare sind die typischen krausen Locken, die aber bereits ergraut sind und mehr verfilzt als lockig bis zu den Schultern herabfallen. Rhuka hat eine grosse Nase, die sein ganzes Gesicht dominiert, eine breite Stirn und einen nicht ganz so breiten Mund mit dicken Lippen. Auffällig ist sein linkes Auge, dass statt, wie das schwarze rechte Auge, von einem hellen grau ist. Seit seiner Geburt ist Rhuka auf diesem Auge blind. Sein Bart ist genau wie seine Haare schon ergraut und sehr verfilzt und niemand möchte genauer wissen, was sich darin alles versteckt.
Hintergrund:
Rhuka stammt aus dem Herzen des Stammeskönigreichs Butumba, dort, wo immer noch die alten Götter herrschen und man sich wenig für jene interessiert, die versuchen, die verschiedenen Stämme und Ethnien des Landes zu vereinen. Rhuka wuchs als Sohn eines Priesters auf und lernte von diesem die Magie der alten Götter kennen, lernte, wie man Flüche und Krankheiten über jemanden beschwört, wie man einen Blick in die Zukunft wirft und wie man die Knochen liest. Er wäre wohl sein Nachfolger geworden, wenn sein Stamm sich nicht in einen Krieg mit einem anderen Stamm verstrickt hätte. Dieser Krieg ging schlecht für sie aus und die Überlebenden, darunter Rhuka, wurden an Sklavenhändler verkauft, wodurch Rhuka über Umwege auf einer butumbanische Zuckerrohrfarm in den Inseln landete.
Dort verbrachte er einige Jahre unter der eisernen Faust der Aufseher, am Tag arbeiteten sie und in der Nacht besoff er sich mit einigen anderen Sklaven mit selbstgepanschtem Rum, bis schliesslich in einer Nacht Piraten auf der Insel an Land gingen, um sich vor Verfolgern zu verstecken. Rhuka nutzte die Gelegenheit und schlich sich auf das Schiff der Piraten. Natürlich blieb er nicht lange versteckt. Bald bemerkte man, dass immer wieder Rum fehlte und man entdeckte den blinden Passagier. Nachdem einige Crewmitglieder ihren Unmut an ihm ausgelassen hatten, entschied man sich, den Jungen zum Smutje in die Kombüse zu stecken. Dort verbrachte Rhuka die nächsten Monate auf See und nachdem er sich daran gewöhnt hatte, gefiel es ihm ganz gut. Er entschied sich, auf dem Schiff zu bleiben.
Mit der Zeit wurde er des alten Smutjes überdrüssig und entschied, dass es langsam Zeit war, dass er Smutje wurde und nicht nur Gehilfe. Er besann sich auf die Dinge, die er von seinem Vater gelernt hatte und einig Tage später schied der alte Smutje wegen einer seltsamen Krankheit dahin. Seit dann ist Rhuka der Smutje der Black Tide und hat schon mehr Kapitäne überlebt als jedes andere Crewmitglied.
Charakter:
Rhuka ist kein einfacher Kerl. Hinter vorgehaltener Hand erzählt man, dass Rhuka für den Tod des einen oder anderen Crewmitglied verantwortlich ist, weil er sich zuvor über das Essen an Bord beschwert hatte. Der Alte macht sich überhaupt nichts aus Nettigkeiten und scheint es darauf anzulegen, sich mit jedem zu streiten, der ihm über den Weg läuft – selbst wenn er sturzbesoffen ist und kaum mehr reden kann. Er hat kaum ein gutes Wort für jemanden übrig, ausser man bringt ihm Schnaps, dann kann man sich seiner Freundschaft zumindest für den Moment gewiss sein. Der Alkohol ist seine einzige Leidenschaft und selbst an Bord ist Rhuka nur selten nicht zumindest stark angetrunken. Dennoch hat er es irgendwie geschafft, nicht von Bord geschmissen zu werden, einerseits, weil seine Kochkünste trotz der gelegentlichen ‚Beilagen‘ ganz in Ordnung sind, andererseits, weil sich Voodoo immer mal wieder bezahlt macht. Rhuka preist diese Vorzüge auch immer an, wenn ein Kapitän auch nur irgendetwas andeutet. Ein weiterer Grund könnte natürlich die Geschichte mit Kapitän Fallister sein.


Zuletzt von Vicati am So 14 Apr 2013, 22:44 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Dreyri
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   So 14 Apr 2013, 22:42

Name: Miguel Al’ Harash’hi’im

Aussehen: Mit seinen 19 Jahren ist Miguel eine noch junge Seele auf See. Er ist gut einen Meter achtzig groß und drahtig gebaut. Seine Hautfarbe ist, typisch für das Volk aus den Kalifaten, haselnussbraun. Seine Haare sind rabenschwarz. Er trägt sie knapp schulterlang und relativ struppig, sie fallen ihm auch oft ins Gesicht.
Im Gegensatz zu den meisten Männern seiner Herkunft, rasiert er sich regelmässig, sodass seine Wangen nach Möglichkeit immer glatt und frei von Haar sind. Sein Gesicht ist jugendlich, hat immer noch kindliche Züge, auch wenn sich zunehmend härtere Kanten abzeichnen. Die Nase ist zeigt einen leichten Bogen nach unten.
Miguel hat blaue Augen. Das einzige Vermächtnis seines thurmischen Vaters.
Miguels Kleidung ist stets schlicht und in eher dunklen Tönen gehalten. Er mag allerdings weite, kühle Stoffe wie Seide am liebsten.
So trägt er in der Regel ein graues Hemd, das er oft offen hat und weite Hosen, die um seine Beine schlackern. Wenn er Schuhe trägt, dann möglichst Weiche, doch er bevorzugt es sowieso, barfuss zu gehen.
Um seine Hüfte trägt er einen Gurt, an dem zwei Säbel hangen. Ausserdem hat er eine Pistole immer bei sich.


Hintergrund:
Miguel war das Ergebnis einer kurzen Liebschaft zwischen einer Lustsklavin und einem Händler. Drei Jahre lang durfte er bei seiner Mutter bleiben, ehe man ihn ihr wegnahm und ihn zukünftig als Lustknaben gebrauchen wollte, sobald er alt genug würde. Die Zeit bis dahin verbrachte er damit, zu lernen. Doch selbstverständlich bestand sein Lehrplan nicht daraus, Buchstaben und Zahlen zu verstehen. Nein, er lernte, zu gefallen. Sei es nun servieren, Lust bereiten oder einen eleganten Säbeltanz aufzuführen.
Im gefiel sein Leben eigentlich immer ziemlich gut. Er war zwar ein Gefangener, hatte zu gehorchen und zu gefallen, doch dafür war er gut genährt, immer gepflegt und hatte eine Unterkunft.
Eines Tages wurde er aber unverhofft aus seinem Alltag gerissen. Es hatte gerade eine Vorstellung bei einem wohlhabenden Herren begonnen, bei der er sich als Frau hatte verkleiden müssen. Er hatte für den Herrn getanzt und ihn vermutlich auch recht heiß gemacht. Leider blieb sie Überraschung, sich als Mann zu offenbaren, dann unerwartet aus. Das direkt an der Küste gebaute Gebäude des Herrn, wurde von einer Piratenbande geplündert und viele Frauen wurden verschleppt. Miguel war damals gerade Mal 15 Jahre alt gewesen und irrtümlicherweise ebenfalls verschleppt worden.
Auf hoher See wurde dieser Umstand dann entdeckt und erst wollten die Piraten ihn über Bord werfen, entschieden sich dann aber doch anders. Sie amüsierten sich prächtig und so langsam rutschte Miguel in die Rolle des Schiffsjungen. Er putzte, gehorchte, bediente, gehorchte und schaffte es irgendwie, sich diesen Platz zu festigen.
Als er fast siebzehn war, erhielt er nach einer Plünderung seine beiden Säbel, doch statt sie zum tanzen zu benutzen, begann er damit zu kämpfen. Er übte bei Flaute mit den Piraten an Deck, er wurde immer besser und es gefiel ihm. Doch so richtig gut wurde er nie, weshalb er an Land ging, um seine Kampftechnik dort auszubessern. Dazu kam es allerdings nicht, denn schon ein halbes Jahr später, inzwischen fast neunzehn Jahre alt, konnte er auf der Black Tide anheuern. Ihm hatte das Meer gefehlt, weshalb er nicht gezögert hatte, die erstbeste Möglichkeit zu ergreifen.
Nun ist er seit einem halben Jahr auf der Black Tide und hilft vor allem bei all den Arbeiten, die sonst niemand machen will. Er ist quasi zum Mädchen für alles geworden und ab und zu, in ein paar freien Minuten, zieht er seine Säbel und übt.


Charakter:
Miguel ist ein stiller Mensch. Er spricht nicht sonderlich viel und vor allem auch nicht gerne, weil er stottert. Er bringt kaum einen ungestotterten Satz heraus. Dies lässt ihn auch oft unsicher und kleinlaut wirken. Er träumt auch sehr gerne vor sich hin und an und für sich ist er meistens gut gelaunt.
Allerdings hat er kaum Verständnis für Humor oder Redewendungen, da er alles immer sehr wörtlich nimmt und was er sagt, meint er auch immer so wie er es sagt.
Miguel ist unauffällig. Er ist immer da und trotzdem irgendwie nicht und auf den ersten Blick fragt man sich, was ein solcher Mensch auf einem Piratenschiff zu suchen hat.
Tatsächlich ist Miguel aber durchaus auch in der Lage, es zu geniessen, ein richtiger Pirat zu sein. Er liebt die Freiheit, das Meer, der raue Umgang.
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Grim
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   So 14 Apr 2013, 23:09

@Lias: einerseits extrem willensstark sein und andererseits derart leicht Alkohol und Tabak zu verfallen passt mMn irgendwie nicht zusammen. Ansonsten in Ordnung.

@Vicati und Dreyri: bei euren Konzepten fällt mir auf den ersten Blick nichts auf, was geändert werden müsste.

@alle: ich würde mich freuen, wenn sich noch der ein oder andere weitere außer Phyr und mir mit dem Kritisieren befassen würde.

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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   So 14 Apr 2013, 23:19

Dreyri verdient einen Preis für ihren Charakter, der ist genial!
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   Mo 15 Apr 2013, 00:18

@vicati: weiss nicht ob wir auf einem 35 jahre alten kahn rumfahren wollen... was meint grim?
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Dreyri
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   Mo 15 Apr 2013, 12:42

Danke Vici für das Lob Smile


Und ansonsten ...

Grim, bei deinem Char ... Ich vertraue darauf, dass du es schaffen wirst, ihn gut umzusetzen, weswegen ich statt Kritik eher Bedenken bezüglich seines Charakters äussere.
Du schreibst, er hat seine höfliche Manier nicht abgelegt, ist ein Gentleman und gleichzeitig ist er aber auch eiskalt. Kann man jemanden höflich umbringen?
Ich denke, mir ist klar, was du mit seinem Charakter ausdrücken willst, eventuell wäre es jedoch angemessen, zu beschreiben, wann er denn höflich ist und wann er eiskalt ist, weil mMn müsste er das klar trennen können und seinen Prinzipien treu bleiben. Ich hoffe, du verstehst was ich meine ^^


Vici ... Bei dir wurde eigentlich alles bereits gesagt, die jetzige Version gefällt mir definitiv besser. Und noch eine Sache. Es ist der Tod. Mit D Wink

Shoggoth, bei dir hatte ich ähnliche Bedenken wie Grim, was die Ratte betrifft. So wie es jetzt ist, ist es auch besser, aber irgendwie geht es mir dennoch nicht ganz auf. Ich werde dir jetzt ein paar ... Tatsachen bezüglich frei lebenden Ratten aufzählen. Du kannst sie ignorieren oder umsetzen, ist mir an und für sich egal, man kanns ja auf aufs Fantasy schieben.
Nun also ... Es ist gut möglich, dass die Ratte die Fesseln durchgekaut hat. Dass sie sich anschliessend aber mitnehmen lässt ... denk ich weniger. Wenn man eine wilde Ratte denn von Hand überhaupt erwischt, wird sie ziemlich kräftig zubeissen, womit diverse Krankheiten übertragen werden können.
Ratten werden kaum älter als 2 Jahre, bei guten Umständen schaffen sie vielleicht knapp 3 Jahre. Warum? Krankheiten, Parasiten, Fressfeinde, Revierkämpfe ... usw.
Ratten sind nicht gerne alleine. Sie fühlen sich erst wohl, wenn sie mindestens zu viert sind. Ausserdem wohnen sie in einem Revier, das streng verteidigt wird.
Zu guter Letzt: Deine Ratte ist ein Rattenweibchen. Auf dem Schiff hat es bestimmt die eine oder andere männliche Ratte und wie das so ist, machen die Männer alles, um an ein Weibchen ranzukommen. Eine Ratte kann durchschnittlich einmal in Monat einen Wurf junger Ratten werfen und gleich nach der Geburt wieder gedeckt werden ......


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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   Mo 15 Apr 2013, 14:42

Da hast dus Sho, mach ne Geisterratte.
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   Mo 15 Apr 2013, 16:18

Im Zuge dieser Geschichte habe ich mich auch mit Ratten befasst Dreyri, das Ganze ist mir schon bewusst. Und würde auch stimmen wenn wir von einer Feld-,Wald- und Wiesenratte sprechen. Wie man sich denken kann tun wir das nicht. Warum ich da nicht so stark im Konzept drauf eingehe? Warum sollte ich? Für Sico ist sie ein praktisch normales Haustier von dem er ungefähr nichts versteht. Ich habe jetzt diesbezüglich eigentlich schon mehr gesagt als ich gerne hätte, und ich habe mir bei dem meisten schon etwas gedacht.
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   Di 16 Apr 2013, 11:35

@Dreyri: ehrlich gesagt sehe ich den von dir angemerkten Widerspruch nicht wirklich. Manieren haben mMn nichts damit zu tun, dass jemand nicht in der Lage wäre, im Kampf jemanden zu töten. Vermutlich wird er nicht mutwillig eine Schlägerei vom Zaun brechen, vermutlich wird er keinem Gegner eine Klinge in den Rücken rammen, aber in einem ehrlichen Kampf Mann gegen Mann? Warum sollten Manieren ihn da davon abhalten zu töten? Auch finde ich, dass Manieren nichts über eine Geisteshaltung aussagen. Man kann auch auf höfliche Art knallhart bleiben und bisweilen skrupellose Entscheidungen treffen. Die Manieren sind ja nur die Form, mit der etwas nach außen getragen wird.

@Phyr/Vicati: ehrlich gesagt sehe ich das mit der Dauer in der Crew halb so wild. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die Crew an sich irgendwann einmal da alte Schiff gegen ein Neues (Gekapertes?) eingetauscht hat und dem wieder den selben Namen gegeben hat. Solange die Mannschaft nicht komplett aufgerieben wurde bleibt es ja quasi das selbe...

@alle, die bereits korrigiert haben: bin soweit mit den Korrekturen zufrieden, Nachbesserungsbedarf besteht eigentlich keiner mehr.

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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   Di 16 Apr 2013, 17:07

Name: Ismihan Ta'rishir

Alter: 23

Herkunft: Kalifat von Ba'al Sha'ar

Aufgabe: Ausguck, zuständig für viele Arbeiten in der Takelage

Aussehen: Schwarze Haare, nussbraune Haut und dunkelbraune, beinahe Schwarze Augen verraten auf den ersten Blick, das Ismihans Familie aus den Kalifaten stammt. Auch gerne als Exotische Schönheit bezeichnet, wäre sie eine recht auffällige Erscheinung, wenn es ihr nicht deutlich an Größe mangeln würde. Von ihrer Familie mit wenig Nahrung absichtlich klein und schmächtig gehalten, ist sie eher drahtig als kräftig und ein ziemliches Leichtgewicht, bei dem man eher Angst hat, das sie von Bord geweht wird, als das sie im Wasser untergeht.
Bekleidet ist Ismihan mit einer leichten Stoffhose und einer Bluse, beides mittlerweile verschmutzt und mehrmals gerissen und geflickt. Um ihre schmale Hüfte schlingt sich ein Stofftuch als Gürtel, in dem mehrere Wurfmesser und ihr Dolch stecken. Ihre langen Haare hat sie mit einem Kopftuch gebändigt. Schuhe trägt sie keine, einerseits aus Gewohnheit, andererseits weils praktischer ist.

Charakter: Als ehemalige Gauklerin hat Ismihan kein Problem damit, im Mittelpunkt zu stehen. Generell ist sie aber eher konzentriert und aufmerksam, da sie gelernt hat, das auch kleine Fehler wie ein falscher Schritt tötlich sein können. Sie hat ein starkes Gemeinschaftsgefühl, geprägt durch die Gauklergemeinschaft. Errungenes teilen ist für sie selbstverständlich, selbst wenn jemand nicht direkt an der Erarbeitung davon mitgearbeitet hat, denn jeder trägt irgendwie etwas dazubei, das die Gemeinschaft bestehen kann. Dem Kapitän und dem ersten Maat gegenüber ist sie unterwürfig, sonst jedoch nicht gerade auf den Mund gefallen und durchaus bereit, auch Widerworte zu geben.
Letzteres gibt sie insbesondere bei Ungerechtigkeiten innerhalb ihrer Gemeinschaft, denn Zusammenhalt erscheint ihr zu wichtig, als das man diesen durch unterschiedliche Behandlung zerbrechen dürfte. Daraus entsteht auch ihre Angst, das sich die Crew zerstreiten könnte und Ismihan alleine dastehen würde. Diese Situation kennt sie - abgesehen von ein, zwei Wochen nach dem Verlassen der Gaukler - nicht, weshalb sie sie fürchtet.
Doch obwohl Ismihan innerhalb der Crew auf Harmonie hofft, so hat sie doch kein Problem damit, Außenstehenden diese Harmonie zu verweigern. Auch, wenn sie nicht gerade skrupellos ist, sondern nur tötet, "wenn es sein muss". Allerdings schließt dies Überfälle auf andere Schiffe oder das Hinrichten von Verrätern oder ähnlichem nicht aus.

Hintergrund: Ismihan wurde als jüngere Tochter einer Gauklerfamilie geboren und bereits früh in das Familiengeschäft eingewiesen: Mit ihren Eltern, mit Onkeln und Tanten, Cousinen und Cousins und ihrer älteren Schwester fuhr sie auf bunten Wagen durch die Lande und bereits im zarten Alter von zwei Jahren begann man, ihr Tricks beizubringen: Jonglieren, Akrobatik, Taschenspielerzauberein und Feuerspucken, um nur einige Beispiele zu nennen. Doch ihr wahres Talent zeigte sich im Hochseiltanz. Ob mit oder ohne Zusatzgegenständen wie Schirmchen, Teller zum Balancieren, Junglierkeulen oder -fackeln, ihr Gleichgewichtssinn war ausgezeichnet und eventuelle Stürze konnte sie dank Geschick und Reaktion stets abfangen. Besonders spektakulär wurde es, als sich Ismihan das Messerwerfen aneignete und später vom Hochseil mit Messern auf an Holzscheiben gefesselte Menschen warf.
Entscheidend für ihre spätere Entscheidung, dem Gauklerleben dennoch den Rücken zu kehren, war ihr Onkel, Fahri Sha'akisch, ein ehemaliger Piraten, der sich für seine große Liebe den Gauklern angeschlossen hatte. Oft erzählte er den Kindern der Gruppe am nächtlichen Lagerfeuer von seinen Abenteuern (wenn auch diese wahrscheinlich maßlos übertrieben gewesen sind). Das junge Mädchen wurde von diesen Erzählungen derart in Bann geschlagen, das sie stets von einem Leben auf dem Meer träumte und nur nach einer Gelegenheit suchte, sich den Seefahrern anzuschließen.
Als Ismihan älter wurde, verliebte sie sich in einen Jungen der Gruppe, doch auch ihre Cousine hatte ein Auge auf diesen geworfen. Und entweder, weil sie schöner war, oder weil sie sich mehr an ihn herangeworfen hatte, oder aus einem sonstigen, unerfindlichen Grund, bekam ihre Cousine den Jungen. Ismihan beschloss, dies als Anstoß zu nehmen, der Gruppe den Rücken zu kehren. In einer Nacht- und Nebelaktion schlich sie sich davon, nur eine Handvoll Wurfmesser und ein Dolch für den Notfall in ihrer Kleidung versteck, und suchte einen Hafen auf, um dort auf dem nächstbesten Schiff anzuheuern. Dank ihrer Seiltänzerfähigkeiten war ihr Einsatzgebiet auf der Black Tides schnell klar: Als Gehilfin des Ausgucks und für viele Arbeiten in der Takelage zuständig. Wobei sie die Aufgabe des Ausgucks alleine durchführen musste, nachdem dieser über Bord ging.

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Zuletzt von Sternenvogel am Do 18 Apr 2013, 19:06 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   Mi 17 Apr 2013, 22:19

Name: Cyrian "Cyr"

Alter: 36 Jahre

Herkunft: Thurm

Rang: Matrose / AfA

Aussehen: Cyr ist nicht unbedingt ein Typ, der aus der Menge heraussticht, schon gar nicht bei einer bunt gemischten Piratencrew. Von der ­Körpergrösse her ist er eher ein wenig unter dem durchschnitt, was vor allem im direkten Vergleich auffällt. Seine ursprünglich helle Haut ist vom Leben auf See Mittlerweilen gut gebräunt, mit Ausnahme der Narben und Wundmäler. Auffallend sind neben den vielen kleinen Narben und Wunden aus kämpfen vor allem zwei Bisswunden, deren Abdrücke man heute noch sehen kann. Die eine sitzt an seiner linken Schulter und ist ein relikt aus seiner Kindheit, die andere befindet sich auf seinem Bauch und stammt von einem Hai, der sich aus irgendeinem Grund dazu entschlossen hat sein Werk nicht zu vollenden und von Cyr wieder abzulassen.
Ebenfalls ist es dem Leben auf den Weltmeeren zu verdanken das Cyr eine gute körperliche Konstitution muskelbepackt währe zwar eine eher übertriebene Beschreibung, aber man kann ihm doch ansehen, dass er mit körperlich anstrengender Arbeit zurechtkommt. Seine Haare haben ein eher helleres Braun und sind etwa schulterlang, wobei er sie meist mit einem Kopftuch bändigt, damit sie ihn bei der Arbeit nicht stören. Am Rest des Körpers besitzt Cyr dafür keinen Haarwuchs, was ihn auch jünger wirken lässt, als er eigentlich ist. Als Kleidung dienen ihm einfache Leinen Hose und Hemd, darüber eine braune Lederweste, in der neben Wurfdolchen und Kugeln noch einige andere Überraschungen stecken, sowie ein alter, aber stabiler Ledergürtel. Neben seinem Säbel und Pistole hat er immer eine simple Pfeife und einen Kräuterbeutel mit dabei.

Charakter: Cyr ist ein bisschen merkwürdig. Er kann durchaus freundlich und umgänglich sein, was auf einem Piratenschiff irgendwie fehl am Platz wirkt, doch seine Stimmung kann innerhalb weniger Sekunden ins Gegenteil umschlagen und das manchmal ohne offensichtlichen Grund. Wenn es auf einen Kampf zugeht, kann man aber sehr gut beobachten, wie er sich bewusst mental in Stimmung bringt, sodass er beim Entern und dem darauf folgenden Kampf sehr aggressiv vorgeht. Ist es auf dem Schiff hingegen eher ruhig, dann kann er manchmal sogar teilnahmslos, fast schon verträumt beschrieben werden, das er dabei immer aufs Meer blickt unterstützt diesen Eindruck sogar noch, doch meistens wird das auf die Kräuter geschoben, die er raucht. Es geht auch das Gerücht, um das er die Monster der Tiefsee spüren könne, doch meistens wird das als Seemannsgarn abgetan, genau so wie seine Behauptung er hätte den Leviathan gesehen.
Ansonsten sollte noch gesagt sein das Cyr sich prinzipiell nur auf einem Schiff wohlfühlt. Während andere Menschen seekrank werden können, wird Cyr eher landkrank. Zwar ­geniesst auch Cyr die Vorteile eines Landgangs (Nutten, Alkohol, Rauchen, Glücksspiel usw.) doch längere Zeit auf Land, am schlimmsten noch im Landesinneren, abseits der salzigen Meeresluft, fühlt er sich einfach unwohl.

Hintergrund: Schon als kleiner Junge war Cyr vom Meer fasziniert, was das ausgelöst hat weis er heute selber nicht mehr so genau. Doch selbst der Biss einer an Land gespülten Seeschlange tat seiner Faszination keinen Abbruch. So war es wenig verwunderlich das Cyr auf einem Schiff anwarb, sobald er dafür alt genug war. Natürlich träumte er, wie wohl viele junge Burschen, davon eines Tages der Kapitän eines Schiffes zu sein, doch diesen Traum musste Cyr schliesslich begraben, da er wären seiner Zeit auf See lernen musste, dass er keine Führungspersönlichkeit war. Doch, obwohl er es eigentlich nie wirklich schaffte, über den rang eines Matrosen hinauszukommen (das Er das Schiff mehrmals wechselte war da sicherlich auch nicht unbedingt vorteilhaft), war er dennoch irgendwie zufrieden mit seinem Leben auf See. Das Er so natürlich über kurz oder lang mit Piraten in kontakt kam ist wohl wenig verwunderlich.
Als Cyr auf einem Yan Wan Go Frachtschiff anheuerte, das seine Schutzgeldgebühren nicht bezahlt hatte und deshalb geentert wurde, wurden er, wie einige andere Crewmitglieder, vor die Wahl gestellt der Piratencrew beizutreten oder über die Planke zu gehen. Cyr verspürte nur wenig lust den Fischen und Seeungeheuern Gesellschaft zu leisten und wurde so zu einem Piraten. Einmal in diesem Sumpf drinnen war Cyr klar das Er so schnell nicht wieder da raus kommen würde und das er sich anpassen musste, um zu überleben. Mittlerweilen verspürt Cyr allerdings nicht mehr das Bedürfnis den Sumpf zu verlassen. Das Leben als Pirat war zwar härter, bot dafür aber weniger Regeln, mehr Freiheiten, er war praktisch immer auf See und wenn nicht dann nie weit davon entfernt. Nachdem auf seiner letzter Kaperfahrt jedoch sein Schiff übelst zerschossen, mehr als die Hälfte der Crew, darunter der Kapitän und der erste Maat, getötet wurden und die Crew es nur mehr schlecht als recht in den nächsten Hafen schaffte und sich daraufhin auflöste, ist er nun auf der Suche nach einem neuen Schiff, auf dem er anheuern kann.


Zuletzt von Redeyes am Do 18 Apr 2013, 20:16 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   Do 18 Apr 2013, 10:00

@Sterni: wenn du schreibst, dass die Gauklertruppe aus einem einzigen Familienklan besteht und Ismihan sich in einen Jungen verliebt: war das dann auch ein Verwandter? Ist Inzest in dieser Truppe üblich?
Ansonsten: der Hintergrundrteil ist zumindest ohne Widersrpüche, Aussehen und Charakter sind etwas dürftig, wenn du möchtest kannst du die noch weiter ausbauen.

@Redeyes: die Narben von dem Haiangriff würde ich weglassen. Selbst wenn der Hai abgelassen hat: wenn der erstmal so fest gebissen hat, dass da eine Wunde war, glaube ich nicht, dass Cyr noch zu retten gewesen ist. Einfach der Größe der Wunde wegen.
Und es wäre gut, wenn du erwähnen könntest, woher er stammt. Aufgewachsen scheint er ja irgendwo auf unseren Inseln zu sein, aber wo stammt seine Familie ursprünglich her?
Den Charakterteil könntest auch du noch ein wenig ausbauen, da sind noch nicht wirklich viele herausragende Wesenszüge drin...

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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   Do 18 Apr 2013, 10:09

Familienclane müssen ja nicht nur aus nahen Verwandten stammen. Diese Clane bestanden früher ja meist aus mehreren Familien und es wurden auch oft "Familienfremde" adoptiert. Der Angehimmelte kann ja auf diese Weise dazu gekommen sein ...
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   Do 18 Apr 2013, 13:34

So, wie Vici es sagte, stell ich mir das etwa vor: Eine Familie, die irgenwo vor einigen Generationen einen gemeinsamen Ahn hatte, daher sind das hauptsächlich zwar Verwandte, allerdings Vierten Grades und höher. Außerdem gibt es auch noch die, die sich eben angeschlossen oder eingeheiratet haben. Ehen zwischen näheren Verwandten (Cousin und Cousine) sind aber auch nicht gerade unüblich.
Was Aussehen und Charakter betrifft: Mir fällt beim Besten Willen nicht ein, was ich da noch schreiben könnte.

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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   Do 18 Apr 2013, 13:56

Du könntest doch noch dazu schreiben was Ishmihan aufregt, nicht leiden kann, irgendwelche Ängste hat, etc.

Zu Reds Heibiss, Link

es ist sicher nicht unmöglich einen Haiangriff zu überleben, selbst dieser nur einmal in den Brustkorb beißt. Der Hai muss dann aber schon schlecht treffen. Selbst dann wirst du eine heftige Fleischwunde erleiden und gemessen am Stand der Medizin im 17.Jhr. eine tödliche Wunde. Allein wegen dem Blutverlust. Wenn du die Narbe aber behalten möchtest, dann solltest du den Kompromiss eingehen das es noch ein Jungtier war, was Cyr aber erzählt wie groß das Tier war, das ist ja schon wieder ein ganz anderes Thema.


Zuletzt von Vici am Do 18 Apr 2013, 19:56 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Charakterdiskussionen und Steckbriefe   Do 18 Apr 2013, 18:46

Nur so als Randinfo: meinen Hintergrund hab ich noch ein bissle geändert Wink
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