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 [MSG] Black Tides

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Dreyri
Speedy Postales
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mo 24 Jun 2013, 12:42

Der Übersetzende erklärte dem Grossen schliesslich, was der Piratenkapitän gesagt hatte. Der Hüne liess die Worte erst einmal auf sich wirken, ehe er etwas in seiner Sprache brummte.
"Er sagt, unser Auftrag lautet, euch zu unserem Anführer zu bringen. Notfalls nur den Kopf, wenn es sein muss", erklärte dieser schliesslich. "Euch wäre gut geraten, euch einfach zu ergeben und mitzukommen. Das Mädchen und der Junge in der Falle sind unsere Geiseln."

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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mo 24 Jun 2013, 19:44

Mit der Hand bereits an der Pistole in ihrem Gürtel hielt Bones grade noch so inne. Die Ärztin war eigentlich keine Kämpferin, aber auf einem Schiff musste jeder mal zum Messer greifen. Die rechte Hand mit der Machete hielt sie trotz ihrer Starre in einer Haltung, die es ihr erlauben würde, den nächsten Stoß abzuwehren. Nicht, dass das groß helfen würde. Sie waren immerhin umzingelt und eine Machete, dazu gemacht Blattwerk und Äste zu durchteilen, war kaum eine Waffe mit der man gegen Speere und Bögen ankam. Aber anscheinend wollten die Eingeborenen nur Reden, wenigstens zunächst.
"Klar doch. Wahrscheinlich gibts in deren Dorf noch mehr von den Burschen. Dann haben wir endgültig verschissen", warf Bones ein, die den Mann ihr gegenüber beäugte. Der war abgelenkt. Sollte Whinton den Befehl geben, würde der Scheißer seine Gedärme auf dem Waldboden zusammensuchen müssen. Wer hatte denn schonmal davon gehört, dass Eingeborene friedlich waren? Klar, die Marinesoldaten erzählten sich Geschichten von den "Gastfreundlichkeit" eingeborener Frauen, aber das war Seemannsgarn. Die meisten Stämme waren ziemlich wütend auf alle Fremden und das mit vollem Recht. Die versklavten keinen kleinen Teil aller Neger.
Blieb nur zu hoffen, dass Whinton das einsah. Wären sie erstmal im Dorf, waren sie der Gewalt des Stammes ergeben. Hier bestand noch eine Chance, dass sie mit dem Leben davonkamen. Schade um den Jungen und das Mädchen, aber nicht zu ändern wäre das dann. Sie würde Whinton nicht dafür verteufeln.

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Syari

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Di 25 Jun 2013, 10:23

Geiseln? Jade erschauderte einmal kurz. Sie hasste es eine Geisel zu sein. Nicht, dass es unbedingt das allererste Mal war, dass ihr dies passierte, aber bisher war sie immer als die Tochter des Captains gefangen genommen worden, was ihr zumindest eine kleine Sicherheit garantiert hatte. Die Piraten hatten sie gekannt und etwas bestimmtes aus ihrem Vater herauspressen wollen. Dieses Mal war es anders. Sie war die Geisel von irgendwelchen Wilden und der Kerl, der sie noch immer fest umklammert hielt, sprach noch nicht einmal ihre Sprache. Nein, diese Situation wirkte doch sehr verzwickt.
Schließlich machte der Kerl, der sie festhielt, einen Schritt nach vorne, wollte wohl nicht länger einfach herumstehen. Vor Schreck und der Tatsache, dass der Mann ihr beim Laufen sein Knie in die Oberschenkel gestoßen hatte, wäre sie wohl hingefallen, hätte der Mann nicht gleichzeitig ihren Hals umklammert. Sie wusste nicht, wie sie so laufen sollte, mit dem Dolch an der Kehle, weshalb Jade eher unbeholfen vorwärts stolperte, in der Angst aus Versehen mit dem Hals in die Klinge zu laufen.
Der Rest der Crew wurde von den Eingeborenen zusammengetrieben, die Eingeborenen machten Anstalten aufzubrechen. Jade ließ ihren Blick über die Mannschaft streifen. Sico war nicht dabei, stellte Jade fest. Sie hatte automatisch nach ihm gesucht, vielleicht, weil sie sich ein aufmunterndes Lächeln erhofft hatte. Sie fühlte sich doch arg hilflos in dieser Situation. Die Ratte, die eben noch munter herumgerannt war, war nun wieder verschwunden. Vielleicht war es gar nicht Patkany gewesen. Vielleicht war das nur eine äußerst neugierige Ratte.
Wieder Spürte sie einen Ruck und wurde nach vorne geschubst. Für ihr störrisches Wesen war dies die schlimmste Art der Folter. Stolz herunterschlucken und das tun, was man ihr sagte, oder durch forwärtsschubsen bedeutete.
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Grim
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Di 25 Jun 2013, 12:14

Der Protest, der sich von Bones und einigen anderen Mitgliedern der Crew erhob, war nur zu verständlich, wenngleich ohne Frage kurzsichtig. Sie hatten keine Wahl. Sich zu weigern würde bedeuten, an Ort und Stelle nieder gemacht zu werden. Vielleicht würden zwei, drei von ihnen im Chaos entkommen, aber für den Rest wäre es unweigerlich ein Todesurteil.
"Wir sind euch nicht feindlich gesonnen, es besteht also kein Bedarf, sich zu ergeben. Aber wenn es euer Wunsch ist, dann werden wir euch zu eurem Anführer folgen", erklärte Harold also dem Übersetzer der Eingeborenen. Trotz deren kriegerischem Auftreten war er sich keinenfalls sicher, dass sie ihnen wirklich Übles wollten. Immerhin hatten sie noch keine Anstalten gemacht, sie zu entwaffnen. Würden sie dies versuchen, freilich, würde ihnen nichts anderes übrig bleiben als zu kämpfen. Aber bis zu diesem Zeitpunkt wollte Harold es nicht darauf ankommen lassen. Und auf dem Marsch in deren Lager konnte viel passieren. Falls die Aufmerksamkeit der Eingeborenen nachließ oder abgezogen wurde mochte sich eine günstige Gelegenheit, sie zu überwältigen ergeben. Im Grunde, sinnierte der Kapitän, wäre es am günstigsten, wenn ein Mitglied der Crew die Nerven verlieren und zu flüchten versuchen würde. Es wäre genau jene Ablenkung, die sie bräuchten um die Chancen auszugleichen. Für einen Moment schoss ihm der aberwitzige Gedanke durch den Kopf, dass er selbst sich für die Crew opfern könnte, doch er verwarf ihn sogleich wieder. Harold mochte ein Mann von Ehre sein, aber er hing an seinem Leben. Ein Ehrenmann, ja, aber kein Held.

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Dreyri
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Di 25 Jun 2013, 13:24

Langsam aber sicher schmerzte sein Fuss tierisch. Es fühlte sich an, als wäre sein gesamtes Blut in seinem Kopf und sein Fuss gar kein Teil mehr von ihm. Immerhin liessen diese primitiven Eingeborenen ihn relativ behutsam runter, auch wenn gleich zwei bereitstanden und ihn auf die Füsse rissen. Letztendlich war das gar nicht mal so schlecht. Miguel war schwindlig und er hätte sich wohl kaum selbst auf den Beinen halten können.
Dass ihm die Hände auf den Rücken gebunden wurden, fand er allerdings gar nicht toll. Der grobe Strick fühlte sich rau an, war aber doch von guter Qualität.
Jade erging es nicht anders. Die beiden Geiseln wurden dann sogar noch zusammengebunden, nachdem man Miguel zu dem Riesen rübergeschleift hatte. Er zitterte leicht. Die ganze Situation verstörte ihn zutiefst.
Während die beiden gefesselt wurden, trieben die anderen Eingeborenen die restliche Crew näher zusammen. Dann ging der Marsch los. Der Weg war nach wie vor matschig, stieg aber nach einer Weile deutlich an.
Nach einem relativ langen Marsch, bei dem Miguel doch auch ganz schön ins schwitzen kam - die Sonne war inzwischen aufgegangen, es wurde schwül und die Eingeborenen trieben sie unbarmherzig weiter. Er war dankbar, trug er keine Schuhe und konnte sich einigermassen auf dem Boden halten, auch wenn es natürlich mühsam war, mit auf den Rücken gefesselten Händen und gleichzeitig auch noch an das Mädchen gebunden zu sein.
Das Dorf der Eingeborenen war auf einem grossen Felsplateau gebaut worden. Ungefähr fünfzig Hütten standen herum, Frauen und Kinder blickten den Gefangenen entgegen. Diese wurden ungefähr in die Mitte des Dorfes geführt, wo ein grosser Platz mit einem prasselnden Feuer stand. Miguel und Jade wurden an einen Pfosten gebunden, die anderen wurden lediglich bewacht. Der Riese schritt dann zu einer Hütte und ging hinein. Nach wenigen Augenblicken kam er in der Begleitung eines Mannes wieder heraus, der so gar nicht in das Gesamtbild des Dorfes passte. Er war hellhäutig, vermutlich thurmischer Abstammung. Er war gross, breit gebaut, trug einen breitkrempigen Hut mit Federschmuck und sein breites Lächeln offenbarte einige schief stehende und fehlende Zähne. Seine Kleidung wirkte wie eine Mischung aus der gängigen Seefahrerbekleidung und der Kleidung der Eingeborenen.
"Oh, wen haben wir denn da?" Die gemeine Sprache schien er zu beherrschen. Er breitete die Arme aus, als wollte er die ganze Crew gleich umarmen. Sein Blick schweifte über die Leute und blieb an Whinton haften.
"Aaah, Whinton, wir kennen uns doch! Wo ist euer Kapitän, Harfort? Oder hattest du nun auch genug von ihm?" Der Mann war wohl allen bekannt, die schon länger in der Crew der Black Tide waren. Er nannte sich Robert Walther und war ein ehemaliges Crewmitglied, der nach einem misslungenen Versuch, die Mannschaft zu einer Meuterei gegen Harfort zu bewegen, vom Schiff geflohen war.

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Di 25 Jun 2013, 13:40

"Walther." knirschte Masao. Der hatte ihm gerade noch gefehlt. Hatte ihn immer als Bastard aufgezogen. Nicht, dass er keiner war, aber es war auf Dauer einfach nur nervig. Und dass der Kerl nicht auch ein Bastard war, da war soviel Imperiales Blut drin, dass er kleiner war als Masao. Es kostete ihn einige Überwindung, nicht die Pistole blankzuziehen und den Niggern klarzumachen, dass Walther sie ausspielte wie ein besoffener Pirat beim Skat. Dummerweise hatte Liv ihm den Lauf immer noch nicht gefräst, da war also nichts zu holen. Aber der Kerl wusste nicht, dass Harfort tot war. Und es war besser, wenn das so blieb. Immerhin konnten sie mit dem Geist von Harfort im Rücken etwas entspannter dastehen. Und wenn er erfuhr, dass der alte Kapitän bei den Fischen schlief, wäre ihm schnell klar, dass sie an das Gold ranwollten. Und danach würde er sie alle rösten lassen. Scheisse. Also lügen. 
"Harfort hat uns auf nen Spaziergang geschickt, Bobby. Weisst schon, Zeug aus den Ruinen stehlen. Weiss der Deibel was er damit anstellen will."
Masao ließ kurz den Blick über seine Kameraden schweifen, und verweilte eine etwas längere Weile bei Whinton. Hoffentlich kapierte der, worum es hier gerade ging.
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Grim
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Di 25 Jun 2013, 14:40

Es wäre Harold lieber gewesen, hätte Masao einfach den Mund gehalten. Selbstverständlich stand es nicht zur Debatte, Robert Walther, diesem Hundling, den Harold schon fast vergessen hatte, die Wahrheit zu sagen. Aber es war unklug, ausgerechnet den toten Jeremiah Harfort als ihren Schutzschild aus dem Grab zu beschwören. Walther hatte keinen Grund, den alten Kapitän zu lieben. Eine Lüge, dass sie ihrerseits gemeutert und Harfort zu den Fischen befördert hatten, wie sie Harold eher vorgeschwebt hätte, hätte ihnen zweifelsohne mehr Sympathien von seiten des Thurmers eingebracht. Und möglicherweise wäre es nicht einmal nötig gewesen, die Unwahrheit zu sagen. Geschickt in Worte verpackt hätte auch die Wahrheit für Walther so klingen müssen. Nachdem Masao nun aber mit seiner eigenen Geschichte aufgekommen war stand es selbstverständlich außer Frage, ein eigenes Lügengespinst aufzuziehen. Harold würde zu der Geschichte seines Ersten Maats stehen müssen.
"Es ist nicht die Art des Käpt'ns, durch den Dschungel zu kriechen", setzte Harold also Masaos Erklärung fort und konnte dabei sein Gewissen damit beruhigen, dass selbiges im Grunde auch auf ihn selbst zutraf, "Aber ebenso wenig hätte ich es für ihre Art gehalten, sich mit den Bewohnern des Urwalds zusammen zu tun, Mr. Walther. Man vermisst hier draußen doch allzu rasch die Errungenschaften der Zivilisation. Gibt es hier draußen auch nur Rum? Wir haben welchen dabei und natürlich teilen wir. Mr. Masao..." Harold wechselte abrupt vom galanten Ton der Männer der Gesellschaft in den scharfen Befehlston eines Offiziers, als er sich zu seinem Ersten Maat umwandte. "Eine Buddel Rum für Mr. Walther!" Er war sich nicht sicher, ob es die richtige Art und Weise war, so mit dem Meuterer umzugehen. Aber sollte der Mann sich bereit erklären, mit ihm gemeinsam zu trinken, dann – da war Harold zuversichtlich – würde er es auch schaffen, sie hier heraus zu reden.

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Di 25 Jun 2013, 15:34

"Kommt sofort.", knurrte Masao, ließ seinen Rucksack zu Boden plumpsen, und beförderte eine große Flasche zutage. Dass er diesem Bastard seinen Rum geben musste, war ihm gar nicht recht. Aber besser, er wurde besoffen, als dass er selbst geröstet wurde. Er schnaubte und hielt dem Kerl die Flasche hin.
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Dreyri
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mi 26 Jun 2013, 21:36

Walther beobachtete die Situation mit einem Lächeln im Gesicht, das ganz offensichtlich dazu diente, seine Mimik nicht entgleisen zu lassen. Die Flasche, die Masao ihm entgegenstreckte, liess er sich von einem der Einheimischen bringen.
"Hmmm, Rum. Ich danke ..." Er lachte und nahm auch gleich einen grossen Schluck. "Harfort schickt euch also in die schreckliche Wildnis, damit ihr alte Steinbauten nach Schätzen durchsuchen könnt ... Meine Freunde hier wären enttäuscht, wenn ich euch einfach gehen liesse. Aber Whinton, alter Freund. Komm her. Lass uns gemeinsam trinken", forderte er den Kapitän auf.

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mi 26 Jun 2013, 22:13

Harold hätte sich selbst nicht unbedingt als einen alten Freund dieses Mannes bezeichnet. Als Walther versucht hatte zu meutern war er selbst auf der Seite des Kapitäns gestanden. Insofern musste es als ein gutes Zeichen gewertet werden, dass der Meuterer sich überhaupt darauf einließ, mit ihm zu trinken. Andererseits schien er mit dieser Periode seines Lebens abgeschlossen zu haben und wenig Groll diesbezüglich zu hegen. Selbst von Harfort, den er immer noch unter den Lebenden wähnte, sprach er ohne übermäßigen Hass oder Verbitterung in der Stimme. Das war gut. Gut für sie! Harold Zuversicht wuchs als er aus der Gruppe hervor trat und sich zu Walther gesellte. Er nahm die Flasche aus dessen massiger Pranke entgegen, setzte sie ohne zu zögern an die Lippen und legte den Kopf in den Nacken. Im Grunde verabscheute er den Rum, aber hier hieß es, gute Miene zum bösen Spiel zu machen.
"Erzähl mir doch etwas über deine neuen Freunde, Robert", griff er den dargebotenen Faden auf, "Wie bist du an sie geraten. Recht ungewöhnlicher Umgang für einen Mann wie dich, möchte ich meinen..." Die Geschichte, wie Robert Walther zum Anführer dieser Bande von Primitiven geworden war, das hatte Harold im Gefühl, musste der Schlüssel sein, wie sie hier wieder heraus kamen. Galant reichte er die Flasche zurück um die Redseligkeit des Mannes anzuregen.

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mi 26 Jun 2013, 22:25

Walther nahm erneut einen Schluck und legte dann seinen kräftigen Arm ungefragt um Harolds Schulter, um ihn in die Hütte hinter ihm zu ziehen.
"Weisst du ... in all den Jahren auf der Tide ist mir das Schiff ans Herz gewachsen. Mich irgendeiner anderen Crew anzuschliessen kam für mich nicht in Frage."
Er lachte. "Und, habt ihr schon Schätze gefunden?"

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mi 26 Jun 2013, 22:36

Das war nicht unbedingt die Antwort, die Harold hatte hören wollen. Aber Walthers Verhalten legte nahe, dass er vor den Wilden nicht frei sprechen wollte oder auch nur konnte. Also folgte der Kapitän dem Mann in dessen Hütte. Es war ein einfaches Bauwerk aus grob behauenem Holz mit nicht mehr als einem Vorhang an Stelle einer Tür. Vor Lauschern sicher würden sie dort nicht sein, aber zumindest ein wenig ungestörter. Möglicherweise ungestört genug, dass der Meuterer seine Befangenheit verlor.
"Du sagst, die Tide ist dir ans Herz gewachsen?", antwortete Harold unmittelbar, nachdem der Vorhang hinter ihm herab gefallen war, "Dann sag diesen Männern, sie sollen uns gehen lassen. Wir sind die Crew, Robert. Wir sind die Tide! Ich gebe dir mein Wort: es soll dein Schaden nicht sein. Und du kennst mich. Ich bin ein Mann, der zu seinem Wort steht."

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Dreyri
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mi 26 Jun 2013, 22:51

Drin liess er ihn los, nahm noch einmal einen Schluck und reichte ihm die Flasche dann wieder.
"Du siehst das zu einfach. Diese Leute haben aus mir ihren Anführer gemacht. Aber nur so lange, bis ich etwas entscheide, was ihnen nicht passt. Sie können sehr stur sein. Durch mich haben sie gelernt, ein wenig skrupelloser zu sein."
Er lachte wieder und fuhr sich durch den struppigen Bart. "Und sie verhandeln gerne ... wollen wir verhandeln?"

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mi 26 Jun 2013, 23:31

Verhandeln. Das war eine Sprache, mit der Harold sich anfreunden konnte. Zivilisiert darüber reden.
"Verhandeln wir!", stimmte er zu, "Hier ist mein erstes Angebot: wenn ihr uns unbehelligt ziehen lasst, dann werde ich dir garantieren, dass niemand auf der Zacke aus unserem Mund von dir oder deinem Stamm hier draußen erfahren wird. Ich kann mir vorstellen, dass ihr ein lebhaftes Interesse daran habt. Wenn Wort hiervon die Stadt erreicht, dann ist es gut möglich, dass eine Strafexpedition ausgesandt wird. Die Oberen der Stadt haben kein Interesse, an Wegelagerern in ihrem Hinterland. Und der eine oder andere in der Stadt wird ein Interesse daran haben, vom Aufenthalt Robert Walthers zu erfahren..." Das war eine Drohung. Eine unverhohlene Drohung. Aber Harold dachte gar nicht daran, vor diesem Mann zu kriechen. Er hatte seine Worte mit Bedacht gewählt. Er wollte direkt zu Beginn klar machen, dass dies eine Verhandlung auf Augenhöhe war. Sie trugen schließlich beide auch noch immer ihre Waffen. "Vermutlich wird deinen Freunden mein Wort aber nicht ausreichen. Was sonst fordert ihr also als Wegzoll?"

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Do 27 Jun 2013, 07:06

Er setzte sich auf einen knarzenden, geflochtenen Stuhl, der ein wenig instabil wirkte. Dann legte er die Beine auf einen weiteren Stuhl hoch.
"Natürlich. Ich könnte euch den Befehl geben, die Crew zu erledigen ... bis auf das junge Mädchen, das am Pfahl steht. Die würde ich mir gerne nehmen", grinste er dreckig.
"Ich könnte jedem einzelnen von ihnen die Kehle aufschlitzen lassen ... würde wohl bei Masao dem Drecksschwein beginnen. Es sei denn, du kannst Harfort davon überzeugen, mir die Tide zu überlassen. Natürlich ist diese Forderung zu viel. Der stolze Mann würde das ganz bestimmt nicht tun."
Whinton konnte ihm zwar drohen, doch es war immer noch er, dessen Leute die Crew bedrohten, nicht umgekehrt.
"Also kommt hier mein Angebot: Ich gebe euch einige meiner Leute mit und sie zeigen euch, in welchen Ruinen es tatsächlich noch Schätze hat. Damit ihr sie nicht gleich umlegt, bleibt dieselbe Anzahl deiner Leute hier im Dorf zurück. Wenn ihr Schätze findet, will ich die Hälfte haben. Und das Mädchen."

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Do 27 Jun 2013, 11:08

Sie war an einen Marterpfahl gefesselt. Dämlicher ging es ja wohl nicht. Sie ruckte probeweise an den Fesseln, doch sie waren so stramm, dass sie sie nicht durch Bewegung abstreifen können würde. Großartig. In Jade kroch für einen kurzen Moment Panik hoch. Wenn es zu einem Tumult kommen würde, dann wären sie und Miguel diejenigen, die zurückbleiben würden. Und diese Aussicht gefiel ihr nicht. Aber mal so gar nicht.
Dass der Anführer der Barbaren ein Bekannter der Mannschaft zu sein schien machte es auch nicht besser. Die meisten hatten angespannt reagiert und diese unhöfliche erste Maat hatte dem Kerl gleich mal eine Lüge über einen anderen Captain aufgetischt. Warum, das wusste Jade nicht, aber es bedeutete zumindest, dass der Mann nicht erfahren durfte, dass der Captain unter ihnen war. Gut, sie hatte jetzt sowieso nicht vor, das herauszuposaunen, mal abgesehen davon, dass doch kaum jemand auf das an den Pfahl gefesselte Mädchen hören wurde. Es achtete ja nicht einmal jemand auf sie. Sie und Miguel standen abseits und keiner der Eingeborenen machte sich auch nur ansatzweise die Mühe zu kontrollieren, ob die Fesseln noch saßen.
Ein kleines Lächeln huschte über Jades Lippen. Vielleicht mochte sie sich nicht durch Bewegung befreien können, aber niemand hatte sie entwaffnet, das hieß, dass nur wenige Zentimeter von ihrer Hand entfernt ein Messer war, mit dem sie die Fesseln losschneiden konnte. Wenn sie nur rankam.
„Du musst mir mal helfen!“, zischte sie Miguel leise zu, immer darauf bedacht, dass niemand gerade auf sie achtete und niemand sie hören konnte, „Ich komm vielleicht an mein Messer dran und kann uns für den Notfall losschneiden, aber dafür musst du aufpassen, dass niemand herguckt, während ich versuche daran zu gucken, okay? Stups einfach meinen Fuß an, huste, zisch, irgendwas aber unauffällig. Einverstanden?“
Das wollte sie doch mal hoffen, es ging hier um ihrer beide Leben.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Do 27 Jun 2013, 12:19

Das alles passte Masao ganz und gar nicht. Walther, Neger, und seine Klamotten waren immer noch nass. Er hätte nicht übel Lust, dem Piefke die Fresse neu zu gestalten. So musste es genügen, ein wenig Tobak zu rauchen. Wenn der nur nicht völlig durchnässt war. Ein Feuer würde er so auch nicht ankriegen. Scheisse! Verdammte Kacknigger, Verkackter Walther, Arschloch, Kabauter, Krätze und Hodenfäule!
Unwillkürlich spannte er sich an, ließ die Spannung dann aber fallen, und ging einige Schritte zu Bones rüber, sprach sie leise an.
"Sag mal, du hast nicht zufällig irgendwas dabei, was zur Ablenkung dienen könnte? Irgendwelche Gräser, oder ein Kraut, dessen Geruch Bestien anlockt? Jede Ablenkung wäre mir jetzt recht..." Er nickte zu dem prasselnden Feuer rüber.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Do 27 Jun 2013, 12:44

Miguel hatte die ganze Zeit über die verschiedenen Leute gemustert und sich dann der Hoffnungslosigkeit übergeben. Langsam aber sicher schmerzten seine Handgelenke und die Füsse.
Er hoffte, dass Whinton einen Weg fand, sie hier raus zu holen.
Als Jade ihn ansprach, zuckte er leicht zusammen und blickte zu ihr. Sie standen Schulter an Schulter, ihre Ellenbogen kreuzten sich, so nah standen sie beieinander.
Zur Antwort nickte er nur leicht. Er hoffte einfach, dass er wirklich bemerkte, wenn wer hersah.

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Do 27 Jun 2013, 13:05

Erleichterung durchströmte Jade, als Miguel nickte und das, obwohl eigentlich der schwierigste Part noch vor ihr lag. Sie musste wirklich vorsichtig sein, sonst würde sie das Messer entweder nicht bekommen, es fallen lassen oder aber sich oder Miguel dabei verletzen. Obwohl es schlimmer wäre Miguel zu verletzen, als sich selbst. Sie war durchaus gewillt ein paar Schnitte und Kratzer für ihre Freiheit einzugehen. Lieber als hier zu bleiben.
Sie schloss die Augen, um nicht von den Bewegungen der anderen abgelenkt zu werden, und tastete vorsichtig nach ihrem Hosenbund. Sie konnte das Messer fühlen, ein schmaler Dolch, den sie immer dabei hatte, nur für Notfälle. Dort hinten im Hosenbund suchte fast nie jemand nach Waffen, so auch heute nicht. Gut, heute war sie gar nicht durchsucht worden, aber wahrscheinlich wäre das kleine Messer nicht entdeckt worden. Jetzt musste sie nur noch dadran kommen. Das war ein Problem, die Seile waren so eng um sie verschnürt, dass Jade um jeden einzelnen Millimeter kämpfen musste. Die rauen Stricke scheuerten und schnitten ihr sehr schnell ins Fleisch, doch Jade gab nicht auf. Die Wunden konnte sie behandeln, ein paar Schürfwunden waren immer noch besser, als kein Leben mehr zu haben. Sie kannte die Crew nicht, wie konnte sie sich sicher sein, dass sie sie nicht zurücklassen würden. Sico, der einzige dem sie halbwegs über den Weg traute, war nicht da um ihr zu helfen. Sie musste sich selbst aus der Patsche holen.
Schließlich spürte Jade den Griff des Dolchs. Er war aus Holz und dicht mit Bast umwickelt, damit man einen guten Griff hatte.
„Hab ihn!“, zischte sie leise und ihre Hand krampfte sich um den Dolch, während sie sie langsam zurück zog. Als das Blut wieder in ihre Hände schoss spürte sie auch den brennenden Schmerz, ignorierte ihn jedoch tapfer.
Sie drehte den Dolch in den Fingern, sodass die Klinge geradewegs auf ihr Handgelenk zeigte. Wenn sie jetzt abrutschte, dann würde es weh tun. Aber die Klinge war scharf und sie spürte schnell, dass das Schneiden durchaus erfolgversprechend war. Immer wieder stach ihr die Spitze des Dolchs in das Handgelenk und Jade war sich sicher, Blut ihr Handgelenk herunterlaufen spüren zu können, doch das kümmerte sie nicht. Nur noch ein wenig, dann waren ihre Hände frei.
„Soll ich dich auch losmachen?“, flüsterte sie Miguel leise zu, „Es könnte aber sein, dass ich dich ein bisschen dabei schneide!“Sie wollte lieber sicher gehen und ihn vorwarnen, sie hatte keine Lust darauf hinterher Ärger mit ihm zu bekommen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Do 27 Jun 2013, 14:41

Harold seufzte tief, als er die Forderungen des Mannes hörte. War das wirklich nötig, diese Spielchen? Er hatte weder die Zeit noch die Muße dafür. "Robert, bitte...", eröffnete er, ein enttäuschter Tonfall in der Stimme, "Du solltest wissen, dass ich nicht so kurzsichtig bin, dir das zu glauben. Wenn deine Leute wissen, wo Schätze in den Ruinen liegen, dann hättest du sie dir bereits längst geholt. Entweder also, du möchtest sie gar nicht und hast andere Ziele, oder die Sache hat einen ganz gewaltigen Haken, den du mir verschweigst." Kurz hielt er inne, ließ seine Worte wirken.
"Du willst auch die Tide nicht, das kann ich dir versichern", fuhr er schließlich fort, "Zu viele Leute in der Crew, die noch eine Rechnung mit dir offen haben. Du würdest keine Woche überleben. Und um eine neue Crew aufzustellen fehlt dir das Geld. Diese Wilden sehen nicht aus, als wäre einer von ihnen jemals zur See gefahren. Bleibt von deinen Forderungen also nur noch die nach der jungen Jade übrig und die muss ich dir abschlagen. Ich bin kein Sklavenhändler. Sie dir zu überlassen würde zutiefst meinen Prinzipien widersprechen."
Er trat hinter einen zweiten Stuhl, der in dem kleinen Raum bereit stand, doch anstatt sich zu setzen stützte er sich lediglich auf die Lehne. "Hier ist also mein Gegenangebot: Gold. Wir bezahlen unseren Zoll in Gold, wie man das unter zivilisierten Menschen eben tut. Die Höhe ist verhandelbar."

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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Do 27 Jun 2013, 19:34

War Bones also nicht die einzige, der die derzeitige Situation sauer aufstieß. Walther war nun wirklich niemand, den sie mochte. An sich war es ihr als Ärztin ja egal, unter wem sie Dienst leistete, aber es war trotzdem besser, wenn der Käpt'n kein unerträglicher Scheißkerl war. Außerdem standen Meuterer im Bones' ganz persönlicher Sicht der Dinge noch unter Huren mit Syphilis. Das würde sie trotzdem nicht dazu bewegen ihr Leben für einen Käpt'n aufs Spiel zu setzen, an dem ihr nichts lag. Aber Walther war kein solcher Mensch. Wie er diese Wilden um den Finger gewickelt hatte, würde wohl auf ewig ein Rätsel bleiben.
Aber zurück zur eigentlichen Frage: Hatte sie etwas, was Masao helfen konnte ein wenig Unruhe zu stiften?
"Ich habe ein Kraut, das Schweine dazu bringt durchzudrehen. Aber ich weiß nicht, ob es hier Wildschweine gibt. Oder ob diese Wilden sich Hausschweine halten. Ansonsten habe ich noch etwas, das Fledermäuse anziehen wird. Die gibt es hier, aber ein Schwarm Fledermäuse richtet nicht viel Schaden an, hm?"

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Porphyrion
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Do 27 Jun 2013, 23:39

"Das sind Wilde!", zischte Masao, "Wenn Walther sie beeindrucken konnte, können wir das auch. Warten wir erstmal, ob Whinton uns rauskriegt, aber ich werde diesem Bastard ganz sicher nicht meine Heuer hinterherschmeißen, eher hau ich mir eins deiner Elixiere hinter die Binde und schlachte diese Nigger alle ab. Wie aktiviert man die Kräuter? Ein bisschen Tamtam könnte man ja machen..."
Er lachte grimmig. Sein Blick fiel auf Jade, aber er erlaubte sich keinen längeren Blick. Die fummelte hinter ihrem Rücken rum. Nicht schlecht, die kleine Dirne. Mit ein bisschen gutem Willen würden sie diese Neger also erstmal demoralisieren und dann Mann für Mann abschlachten. Und dann wäre Bobby dran.
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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Fr 28 Jun 2013, 11:20

"Man wirft sie ins Feuer. Der Wind wird den Rest erledigen. Hm, warte, Masao", hielt Bones ihr Gegenüber auf und reichte dem ersten Maat noch ein weiteres Säckchen. Gut, dass sie beim Sammeln gestern nicht wählerisch gewesen war. Blöd, dass Masao hier ein paar echt seltene Sachen verschleudern würde. Schwinsbann sorgte für eine bessere Heilung ohne Vereiterung der Wunden, auch wenn man noch ein paar Tage roch wie Schweinescheiße.
"Das hier lässt Feuer für einen Moment blau auflodern. Manchmal auch grün. Sollte die Mistkerle beeindrucken. Oder sie halten dich dann für einen Dämon und bringen dich um."
Außerdem machte es Menschen schläfrig, wenn sie es zulange einatmeten, aber das musste Masao ja nicht wissen. Bones hielt für alle Fälle ihr Taschentuch bereit.

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   So 30 Jun 2013, 21:44

"Gold." Er spie das Wort regelrecht aus. Der Pirat wirkte nicht so wirklich begeistert von diesem neuen Angebot.
"Wenn du mir drei grosse Truhen davon bringen kannst, gerne. Alles andere kann ich nicht gebrauchen."
Er erhob sich wieder, griff nach einer Frucht, die in einem grob geflochtenen Korb lag. Als er hineinbiss, tropfte ihm der Saft in den Bart und von dort auf den Boden.
"Und ich will dieses Mädchen. Ich lag schon lange nicht mehr zwischen den Beinen einer Frau, die sich auf ein Piratenschiff traut."


"T-tut es w-weh wenn d-du mich schneidest?", flüsterte Miguel schon ein wenig beunruhigt.
Andererseits, frei zu sein und notfalls wegrennen zu können, wäre sicherlich auch nicht übel.

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   So 30 Jun 2013, 22:12

Jade war erleichtert darüber, dass Miguel schonmal nicht gleich nein dazu sagte. Auch wenn er nicht sonderlich überzeugt von ihrem Plan klang, so hatte er nichts dagegen gesagt, das war ja quasi schon eine Einwilligung und auf mehr wollte Jade auch gar nicht warten. Sie wusste nicht, ob die Gespräche drinnen in dem Zelt gut liefen und sie würde erst Recht bei einem Tumult nicht stehen bleiben um Miguel loszuschneiden, wenn es drauf ankam waren sie auf sich selbst gestellt, da hieß es schnell in den Wald und die anderen suchen, hier im Dorf waren sie für Pfeile ja auf dem Präsentierteller.
„Ich hoffe nicht!“, flüsterte Jade nur leise. Sie wollte ihn nicht verschrecken, auch wenn die Antwort klar war. Es würde weh tun, wenn nicht sofort, dann doch später, Wunden taten immer weh, irgendwann. Vorsichtig rieb Jade mit der Klinge noch einmal gegen ihr Handgelenk, sie spürte ihre Haut aufplatzen, doch auch das letzte Stück Seil war endlich entzwei geschnitten.
Das Blut schoss ihr in die tauben Finger und es war ein größerer Schmerz, als sie es sich vorgestellt hatte. Tapfer behielt sie ihre neutrale Miene bei, obwohl sie innerlich am Fluchen und Heulen war und dies auch am liebsten nach außen gezeigt hatte, aber das wäre doch sehr auffällig. Tapfer biss sie sich auf die Zunge, das konnte niemand sehen und machte sich daran vorsichtig das Messer in ihrer Hand zu wenden um besser an Miguels Fesseln dranzukommen. Das war ziemlich schwer, das Blut, das ihr die Hände hinunterlief machte die Klinge glitschig und ihre Finger waren verkrampft ohne Ende, doch der Kampfeswille siegte schließlich und Jade spürte, dass die Klinge nun auf den Fesseln von Miguel auflag. Vorsichtig, viel vorsichtiger, als sie bei ihr selbst vorgegangen war, begann sie die Fesseln aufzuschneiden. Sie wollte ihn nicht verletzen, war sich aber auch der Tatsache bewusst, dass sie unter Umständen nicht viel Zeit hatten.
Schließlich glitt ihr doch einmal die Klinge ab und stach mit der Spitze in Miguels Arm. Kurz spürte sie ihn zusammenzucken, hatte Jade zumindest das Gefühl, doch Miguel sagte nichts dazu und blieb ruhig.
„Tschuldigung!“, machte Jade leise, „Bin aber gleich fertig. Bleib stehen, wie du bist, wir wollen die anderen ja nicht in Schwierigkeiten bringen, wenn es zu einem Tumult kommt, dann rennen wir, verstanden?“
Sie hoffte nicht, dass es so weit kommen würde, aber sie war vorbereitet. Jetzt hieß es ausharren, dachte sie sich, als auch Miguels Fesseln durchtrennt waren. Das Messer behielt sie umklammert, hoffentlich dauerte das nicht mehr all zu lange, sie wusste nicht, welchen Schaden sie an ihren eigenen Händen angerichtet hatte, aber es brannte höllisch.
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