Unbesiegbar

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 [MSG] Rhea 84 A.C.

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Lias
Herr der Diebe
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyDo 15 Dez 2011, 21:46

"Langsam. Gut. Löst die Verbindungen." Über die Kameras der Drohnen beobachtete Issa wie der Vergeltungswerfer in die Hände des Archangels fiel. Noch war die Waffe gesichert, aber in der Schlacht würde sie sie brauchen. Die Drohnen würden in der nächsten Schlacht bestenfalls ihr selbst zur Verteidigung dienen. Der Archangel war zu langsam, um sich von der Charybdis entfernen zu können und über eingebaute Distanzwaffen verfügte er auch nicht. Also hatte sich Issa den Vergeltungswerfer geben lassen. Im Grunde war das Ding nichts weiter als eine Thanix-Energiekanone, die aber ihre Energie nicht aus dem Schild, sondern aus dem Frame selbst bezog. Der Archangel würde in der nächsten Schlacht nicht fliegen müssen. Die Energie konnte also nahezu komplett in die Waffe geleitet werden.
Der blaue Frame vollführte ein paar Probebewegungen mit der klobigen Waffe und erstarrte dann. Issa kletterte aus dem Cockpit und ließ sich mit dem Aufzug nach unten fahren. Zumindest würde sie nicht komplett nutzlos sein. Das ganze Szenario schmeckte ihr nicht, aber vermutlich war das ihre größte Hoffnung.

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Altus

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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyFr 16 Dez 2011, 17:14

Immernoch seine Zigarre schmauchend kletterte Zygmunt in seinen Frame und checkte die Systeme. Seine Maschine war kampfbereit und da sie zu den flugunfähigen Einheiten zählte, würde er von Bord der Charybdis feuern müssen, was die Raketen und das 'Gewehr' aus der Feuergleichung eleminierte. Blieb also nur der Massenbeschleuniger übrig..na vielleicht gab es irgendwo ein großes Ziel, dass er so ausschalten konnte, je nachdem ob, und was das Imperium zum Abfangen auffuhr.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptySa 17 Dez 2011, 23:46

Luc nickte leicht, als Venthys den Plan genauer erklärte und wartete kurz, während Zack das Update herunterlud. Als es vollendet war, atmete er einige Male tief durch, bevor er in seinen Black Knight stieg. Langsam und sorgfältig fuhr er die Systeme des Frames hoch und machte seine Maschine startklar. "Luciano Hogan startklar." meldete er sich über Funk bei Craym, nachdem er sich soweit beruhigt hatte, dass er sich einigermaßen sicher war es schaffen zu können.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyMo 19 Dez 2011, 21:01

Die Startfreigabe wurde erteilt, und die beiden Black Knights rollten hinaus auf die Startbahn, wo sie rasch an Geschwindigkeit gewannen und schließlich ab hoben. Das Fluggefühl war für Nathan, der nie ein Kampfflugzeug geflogen hatte, ungewohnt, doch mit Hilfe seiner KI gewöhnte er sich gut genug daran, um die Maschine sicher in der Luft zu halten. Er manövrierte leicht nach Backbord, um auf das Ziel zu zu halten: den imperialen Wachposten, der nun in Sicht kam.

Im Kontrollturm des Wachpostens war alles andere als viel los. Der Kommandant, Hauptmann Biggs, und sein Untergebener, Leutnant Wedge, saßen ziemlich gelangweilt vor ihren Geräten, die sie mehr aus Routine kontrollierten, und nicht, weil sie irgend ein besonderes Vorkommnis erwarteten. Die beiden heran rasenden Black Knights, die zwischen den Hügeln aufgetaucht waren, schienen auch keine Abwechslung zu versprechen.
"Zwei Black Knights im Anflug," verkündete Wedge müde. Plötzlich setzte er sich stirnrunzelnd auf. "Keine ID-Signale, Sir. Meldung machen?"
Biggs winkte ab. "Ach was. Werden ein paar Anfänger sein, die das vergessen haben. Das Oberkommando nutzt ja gerne mal Frischlinge für seine Aufklärungsflüge hier. Erinnern Sie die Jungs einfach dran und gut ist."
"Kontrollturm an unidentifizierte Black Knights: Senden Sie ihr ID-Signal, und zwar schnell!" kam Wedge der Aufforderung umgehend nach. Wieder passierte nichts. "Was zum...?" Er drehte sich hilfesuchend zu seinem Vorgesetzten herum. "Ich glaube, da stimmt was nicht, Sir."
Biggs schien sich noch immer keine Sorgen zu machen. "Vielleicht ein kaputtes Sendeteil... was weiß ich!" entgegnete er müde.
Beide Männer sahen nach oben, als die Black Knights sich an schickten, den Wachposten zu überfliegen.
"Was zur Hölle...?!" rief Biggs und riß erschrocken die Augen auf.
"Die bombardieren uns!" keuchte Wedge.
Plötzlich putzmunter, warfen sich die beiden Männer von ihren Sitzen und in eine Kauerstellung auf dem Boden, als die vermeintlichen Bomben um den Kontrollturm herum auf dem Stützpunktgelände runter gingen.
"Scheiße, verdammt!" schrie Biggs, als die MCP-Ladungen explodierten und ihre Energie frei setzten. Ohne jedoch irgend jemandem auf dem Gelände Schaden zu zu fügen. Stattdessen wurde der gesamte Stützpunkt von einer blau leuchtenden Wolke eingehüllt, die sich in Sekundenschnelle ausgebreitet hatte.
Verwundert registrierten sie, daß offenbar nichts beschädigt wurde, und auch, daß die beiden Black Knights in westlicher Richtung davon rasten, auf den nahen Fluß und den Kanal zu.
"Meldung machen?" fragte Wedge, dem der Schock noch immer in den Gliedern saß.
"So schnell wie möglich!" erwiderte Biggs mit einem heftigen Nicken.
Der Leutnant setzte sich schnell an seine Kontrollkonsole und stellte eine Verbindung mit der nahen Küstenverteididungszentrale her. Oder besser, er versuchte es. Hilfesuchend drehte er sich zu seinem Vorgesetzten um.
"Keine Verbindung, Sir - die Geräte sind alle tot!"
"Was zum Teufel ist hier eigentlich los?!" stieß der Hauptmann völlig perplex hervor.

"MC-Partikelwolke ausgelöst," gab Sheryl an Craym und Victus weiter, die sich soeben im Kontrollraum der Charybdis befanden. "Auflösung in T - 300 Sekunden."
"Verstanden," bestätigte der Kommandant. "Wir starten in T - 240 Sekunden."
"Verstanden. Bereite Start vor."

Nathan hatte seine Bomben erfolgreich abgeworfen und flog nun schnell in Richtung des Tunneleingangs weiter, der sich weit vor ihnen aus breitete wie der schwarze Schlund eines riesigen Ungeheuers.
"Na das lief doch gar nicht so schlecht, oder?" rief er seinem Kameraden über Funk zu. "Wie ist es bei dir gelaufen, Luc?"
Sein Black Knight flog nun mit aktivierten Suchscheinwerfern in den nur schwach beleuchteten Tunnel hinein. Obwohl dieser enorm groß war, wechselte er sicherheitshalber in die Frame-Form zurück. Sogleich wurde er langsamer, doch das glich er mit besserer Manövrierbarkeit problemlos aus. Und er war noch immer schnell genug, um den Zeitplan ein zu halten.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyDi 20 Dez 2011, 03:17

Erleichtert darüber, dass der erste Teil ihres Auftrags so glatt über die Bühne gegangen war, entspannte sich Luc in seinem Sitz etwas, während er in den Tunnel flog und ebenfalls die Form wechselte. "Joa...wenns so weitergeht bin ich sehr zufrieden. Aber jetzt wieder Konzentration auf die Mission." meinte er über Funk, während er darauf hoffte, dass alles gut verlaufen würde, auch wenn ihm klar war, dass noch einige Dinge in die Hose gehen konnten.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyMi 21 Dez 2011, 15:47

Der Tunnel war einige Kilometer lang, und obwohl Craym zugesichert hatte, er wäre sauber, rechnete Nathan insgeheim jeden Moment mit Feindbeschuß. Doch seine Bedenken waren unbegründet, und nach kurzer Zeit brach sich das Licht der Suchscheinwerfer an dem gigantischen Schleusentor, das den gesamten Tunnelausgang blockierte.
"Ziel in Sichtweite! Ziel in Sichtweite!" verkündete Halo, und fügte gleich noch hinzu: "Zielpunkte markiert! Zielpunkte markiert!"
Tatsächlich konnte Nathan auf seinem HUD einige leuchtende Punkte erkennen, die an zeigen sollten, wo er seine Bomben an bringen sollte. Luc hatte entsprechende Punkte an anderen Stellen auf seinem eigenen HUD. Nathan verlangsamte seinen Black Knight, während er auf den ersten Punkt zu flog und dabei mit den Händen seines Black Knight die erste Bombe ergriff. Aufgrund seiner Nervosität schlug der erste Versuch fehl, doch im zweiten Anlauf konnte er den Sprengkörper auf der gepanzerten Oberfläche des Tores erfolgreich plazieren. Ein kurzer Blick auf seinen Timer - er lag noch im Zeitplan - und er machte sich daran, die nächste Bombe an zu bringen.

"Auflösung des MCP-Feldes in T - 240 Sekunden," verkündete Sheryl in diesem Moment auf der Charybdis, während bereits die Triebwerke des Schiffes an liefen. "Start wird wie befohlen ausgeführt!"
Immer mehr Schub gaben die Hilfstriebwerke der Charybdis, und langsam hob sich das riesige Schiff vom Boden der Schlucht, in der sie sich versteckt gehalten hatte, ab. Nicht sehr weit, denn die Flughöhe mußte so niedrig wie möglich sein, um einer Entdeckung durch das Imperium zu entgehen.
"Auflösung des MCP-Feldes in T - 180 Sekunden," meldete die Schiffs-KI, als das Schiff Fahrt auf nahm und die Hügelkuppe überquerte, die noch zwischen ihm und dem See lag.

"Sir, sehen Sie, was ich sehe?" fragte Leutnant Wedge fassungslos. Sein Vorgesetzter sagte nichts, sondern starrte nur dem Schatten entgegen, der auf sie zu kam. Mehr noch als bei dem Bombardement vor zwei Minuten schrieen die Männer auf dem Stützpunktgelände in Panik auf und suchten verzweifelt nach einer Deckung, als das riesige Trägerschiff unter donnerndem Lärm im Tiefflug über sie hinweg raste und dabei selbst die Sonne verdunkelte. Erst als die Charybdis, dem Fluß folgend, in den Tunnel hinein flog, gestatteten sie sich ein ungläubiges auf atmen. Niemand war verletzt worden, doch an diesen Tag würde sich jeder von ihnen noch lange zurück erinnern.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptySo 25 Dez 2011, 00:15

Mit jedem Meter, den sie in beinahe gänzlich dunklen Tunnel zurücklegten, stieg Lucs Anspannung, da er erwartete, dass jeden Augenblick feindliche Frames sichtbar wurden. Als sie aber das Schleusentor ungehindert erreichen konnten, entspannte er sich etwas, während er zu seinem ersten markierten Punkt flog, um die Bombe anzubringen. Diese Arbeit ging ihm ohne größere Probleme von der Hand, nur einmal brauchte er einen zweiten Versuch und er drehte sich in Nathans Richtung, nachdem er die letzte Ladung angebracht hatte. "Wie sieht's bei dir aus? Können wir zurück?"
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptySo 25 Dez 2011, 00:55

"Das war's, Bomben sind plaziert und scharf!" sagte Nathan, als er seine Arbeit beendet hatte. Die Anzeigen auf seinem HUD verrieten ihm, daß Luc ebenfalls fertig war. "Schnell in Position gehen, oder wir verpassen unseren Flug!"
Die beiden Frames drehten sich herum und flogen in den Tunnel zurück, um die Positionen ein zu nehmen, die ihnen von Sheryl, die die ganze Aktion von vorne bis hinten durch geplant hatte, zu gewiesen worden waren. Das war für die beiden der kritischste Punkt der Operation; da es kaum möglich war, der mit voller Geschwindigkeit fliegenden Charybdis entgegen zu fliegen, während sie landeten, mußten sie eine passende Position ein nehmen, um von dem Trägerschiff "im vorbeigehen" ein gesammelt zu werden. Wich die tatsächliche Position eines der Frames auch nur ein kleines bißchen von der zu gewiesenen ab, war es nicht unwahrscheinlich, daß er in einem großen Feuerball an der Außenhülle des Trägers endete.
Schnell hatten Nathan und Luc die optimalen Stellen erreicht, und kurz darauf sahen sie auch schon die mächtigen Suchscheinwerfer der Charybdis die Dunkelheit des Tunnels durch stechen. Einen Moment später wurde der Rumpf sichtbar, wie er sich in eine haarscharf berechnete Kurve legte und dann direkt auf sie zu schoß. Nathan mußte sich regelrecht zwingen, die Augen nicht zu schließen, denn den Anblick eines direkt auf sich zu rasenden Superträgers wollte er seinen Nerven eigentlich nicht an tun. Doch es war nötig.
Binnen Sekunden war die Charybdis so nahe gekommen, daß sie seinen gesamten Rückbildschirm aus füllte, und er konnte die Hangaröffnung erkennen, die gleichmäßig größer wurde. Er konnte sich des Eindrucks eines mystischen Seeungeheuers, das ihn zu verschlingen drohte, nicht ganz erwehren. Seine Hände waren schweißnaß vor schierer Nervosität. Und plötzlich hörte er das akustische Signal in seinem Kopf, das seine Mitwirkung ein forderte. Reflexartig aktivierte er den Schub, um die Geschwindigkeit seines Frames der der Charybdis an zu gleichen; andernfalls würde er von der Hangarwand des Trägerschiffes einfach gerammt und in tausend Stücke zerrissen werden. Das berechnete Zeitfenster war klein; nur wenige Sekunden verblieben für dieses Manöver, denn dann würde das Schiff seinen MCP-Boost aktivieren und auf volle Geschwindigkeit gehen.
Endlich hörte er ein weiteres - diesmal erlösendes - Signal, das ihm mit teilte, daß das Kraftfeld, mit dem die Charybdis seinen Frame "an Bord geholt" hatte, seine Wirkung tat. Er ließ die Triebwerke seines Black Knights aus klingen und setzte dann auf dem Hangarboden auf. Aus den Augenwinkeln stellte er erleichtert fest, daß auch Luc dieses schwierige Manöver erfolgreich bewältigt hatte. Nathan ließ sich in seinem Pilotensitz zurück sinken und schloß die Augen, wohl wissend, daß der wirklich schwierige Teil der Mission jetzt erst beginnen würde. Doch sein Job war fürs erste erledigt - nun hieß es, auf die anderen zu vertrauen.

Noch während die Charybdis die beiden Frames ein sammelte, wurden die schweren Laser- und Plasmakanonen auf ihr Ziel ausgerichtet und gaben konzentrierte Feuerstöße auf die am Schleusentor installierten Fusionsbomben ab.
"Jetzt oder nie," murmelte Craym, als er auf dem Bildschirm sah, wie das Tor grellweiß auf zu leuchten begann. "MCP-Boost aktivieren."
"MCP-Boost wird aktiviert," bestätigte Sheryl. Die beiden Männer im Raum saßen in ihren Kontrollsesseln und starrten nervös auf den Bildschirm. In wenigen Sekundenbruchteilen würde sich entscheiden, ob ihnen der Durchbruch gelingen - oder die Charybdis in einem großen Feuerball verglühen würde.

Etwas neidisch blickte Hauptmann Sevin nach Westen, auf das Meer hinaus. Irgendwo dort in der Ferne würde in wenigen Minuten ein großer Kampf gegen die kalmirischen Truppen beginnen. Tage, Wochen, Monate war die Offensive bereits im Gange, und regelmäßig durfte der junge imperiale Offizier den Kampfverbänden der Flotte zu sehen, wie sie ihren Angriff auf feindliches Territorium starteten.
Und was tat er? Er saß hier herum, als Kommandant einer Wachstation, die vor feindlichen Angriffen auf das große Schleusentor warnen sollte. Als ob sich diese Kalmirer jemals trauen würden, diese Küstenlinie an zu greifen! dachte er frustriert, während er vor dem Panorama-Fenster, das nur wenige Dutzend Meter oberhalb des Schleusentors lag, auf und ab schritt. Mit einem leisen Seufzen mußte er sich eingestehen, daß ihm hier nie etwas interessantes passieren würde. Wie sollte das auch möglich sein? Selbst wenn die Kalmirer einen Angriff auf diese Verteidigungslinie gestartet hätten - was glatter Selbstmord gewesen wäre - hätten sie wohl kaum ausgerechnet das gut gepanzerte Schleusentor angegriffen.
Ein heftiger Schlag, der die ganze Kontrollstation buchstäblich zum Erbeben brachte, riß den Offizier aus seinen düsteren Gedanken. Er drehte sich schnell zu seinen Untergebenen zu und warf ihnen einen fragenden Blick zu. Einer der Männer wollte gerade etwas sagen, als etwas Sevins Aufmerksamkeit nach draußen richtete.
Mit weit aufgerissenen Augen beobachtete er, wie mehrere gewaltige Explosionen das Schleusentor erschütterten, die sich wenige Momente später zu einer einzigen vereinigten. Sekunden später wurde die Explosionswolke zerrissen, als ein riesiges Objekt aus ihr hervor brach. Es war ein Flugschiff, das gerade im Begriff war, sich in eine hellblau schimmernde Wolke zu hüllen, und es raste mit unfaßbarer Geschwindigkeit aufs offene Meer hinaus.
"Ha... haben Sie DAS gesehen?!" fragte Sevin seine Leute um Fassung ringend.
Die Männer waren nicht in der Lage, ihre Blicke von dem sich schnell entfernenden Schiff zu lösen, geschweige denn zu antworten. Geschützfeuer setzte ein; Laser- und Plasmaladungen wurden dem Schiff ebenso hinterher gefeuert wie Granatensalven und Schwärme von Raketen. Einige trafen ihr Ziel sogar, doch konnten sie nicht genug Schaden an richten, um es wirklich zu gefährden.

Tharbik Bentaran betrat die Brücke der Sylbarae, die auf einem riesigen Flugfeld auf der Klippe ruhte, und er erfaßte die Situation augenblicklich.
"Alarmstart!" befahl er, noch bevor der Kapitän einen Versuch machen konnte, zu erklären, was gerade passiert war. "Wir nehmen die Verfolgung augenblicklich auf!"
"Das wird schwierig werden," gab der Kapitän zu bedenken, während die Maschinen des Schiffes an liefen und sich vor bereiteten, das Schiff in die Luft zu erheben. "Das flüchtende Schiff ist unglaublich schnell."
"Ach was?" Tharbik ließ sich in seinen Kommandosessel fallen. Mit Zeige- und Mittelfinger seiner rechten Hand rückte er seine Maske zurecht, die leicht verrutscht war, und sah dem leuchtenden Punkt hinterher, zu dem die Charybdis inzwischen geworden war. "Ein ziemlich gewagter Plan, den die Rebellen da hatten. Und raffiniert noch dazu. Ich wette, Tenaros steckt dahinter!"
Der Kapitän der Sylbarae sah den Prinzen verblüfft an. "Seid Ihr sicher? Der ist doch gefallen?"
Tharbik lachte kurz auf. "Es gibt nur einen Befehlshaber auf Rhea, der waghalsig genug ist, einen solch verrückten Plan aus zu probieren. Glauben Sie mir - es ist ganz sicher Tenaros!"
Inzwischen hatte sich das Schiff weit genug in die Luft erhoben und gab nun Vollschub auf die Triebwerke. Zweifellos würden sie eine Weile brauchen, um die Charybdis ein zu holen; doch der flüchtige Träger würde die imperiale Angriffsflotte nicht so ohne weiteres durch brechen können. Sie würden das Schiff lange genug auf halten, bis die Sylbarae vor Ort war. Dessen war sich Tharbik ganz sicher.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyMo 26 Dez 2011, 09:51

Zwei Tage sind vergangen seit dem mäßig erfreulichen Gespräch mit dem Colonel, die sie ihn nun schon in der Brigg der Charybdis verbringen durfte.
Cassie war gleich nach dem abrupten Ende der Unterhaltung aufgestanden und hatte das Verhörzimmer verlassen, wobei sie kein weiteres Wort verloren hatte. Ihre Gedanken hatten sich schon um die kommende medizinische Untersuchung gedreht. So hatte sie sich ohne Widerstand von ihren Bewachern zu der Krankenstation führen lassen.
Sie hat überlegt welche Möglichkeiten sie hatte und was sie tun könnte. Der medizinische Scan hätte nicht übersehen, was man mit ihr getan hatte. Könnte sie sich nur irgendwie Zugang zu dem Scanner verschaffen, dann hätte sie vielleicht die Möglichkeit gehabt die Ergebnisse zu verändern. Das wäre einfacher gewesen, als sich eine glaubhafte Erklärung einfallen zu lassen. Wie hätte sie sonst ihre Besonderheiten erklärten können ohne dass ihre neuen Freunde alles von ihnen erführen.
Sie hatte überlegt, ob es wirklich Freunde waren was sie hier an Bord der Charybdis gefunden hatte oder ob es nicht neue Freunden waren, was sie vielleicht brauchte.
Aber hätte sie es sich leisten können jemanden zu vertrauen? Es war keine Frage, ob sie bereit wäre das Risiko ein zugehen. Dann um negative Konsequenzen hatte sie sich nie geschert. Sie hatte sich mehr um eventuellen Einfluss auf ihre Pläne gesorgt.

Etwas hatte dann ihre Aufmerksamkeit erregt und sie hatte den fragenden Blick eines Mannes der vor ihr an einen Schreibtisch säßen bemerkt. Der Mann hatte einen weißen Kittel getragen. Ein Blick auf die Umgebung hatte ihr verraten, dass sie sich auf der Krankenstation befunden haben musste.
„Wie bitte?“ hatte sie gefragt. Dabei hatte sie nicht verhindern können, dass ihre Verwirrung durch geklungen ist.
Der Arzt hatte kurz gelächelt und gesagt: „Ich habe gefragt, ob ich etwas wissen muss bevor ich sie in den Scanner stecke.“
Cassie hatte schon den Mund geöffnet um etwas zu sagen, hatte ihn dann aber schnell wieder geschlossen. Sie hatte einen schnellen Blick auf ihre beiden mit den Lasergewehren bewaffneten Bewacher geworfen und hatte dann einen leeren Punkt an der Wand angestarrt.
Die Augenbrauen des Arztes hatten sich kurz gewölbt, bevor er sich geräusperte hatte und zu den Soldaten gesagte hatte: „Ich denkt sie beide können draußen warten, bis die junge Dame fertig ist.“
Die beiden Männer hatten sich einen Blick zugeworfen, dann hatte der Eine kurz mit den Schultern gezuckt. So hatte sie dann die Anweisung des Arztes befolgt und hatten den Raum verlassen um draußen auf ihre Gefangene zu warten.
Der Blick des Arztes war auf die Handschellen gefallen, die Cassie immer noch trugen hat.
„Ich vergas zusagen, dass sie die Fesseln abnehmen müssen.“
Cassie hatte zu ihre Handgelenke gesehen und gemurmelte: „Ach die. Bemühen sie sich nicht.“
„Tja, leider stören sie bei der Magnet-Resonanz.“
Der Arzt hatte seine Finger schon an den Intercom gelegt, als er klickende Geräusche gehörte hatte. Verblüfft hatte er die Kadettin beobachtet, die die nun geöffneten Handschellen auf den Tisch ablege hatte und sich die Handgelenke massiert hatte.
„Nun ja“, hatte der Arzt gesagt, „Ich denke sie wollte mir etwas sagen.“
„Das kommt darauf an“, hatte Cassie erwidert, „kann ich ihnen denen vertrauen?“
Der Arzt hatte einmal tief durch geatmet. Beiden war vollkommen klar gewesen, dass der Grund für ihren Hinweis gewesen war, dass man ihr nicht vertraute.
„Ich und alle andere Angehörigen meiner Zunft leisten einen Verschwiegheitseid. Die Vertrauensbasis zwischen Arzt und Patient zu zerstören würde meine Arbeit unnötig erschweren und kompliziert machen.“
Cassie hatte auf geseufzt und hatten dann gesagte: „Man hat mir experimentelle Technologie implantiert.“
„Und das soll nicht bekannt werden, weil…?“ hatte der Arzt gefragt.
„Weil ich nicht möchte, dass man mich als interessantes Stück Beutetechnologie sieht, das in einem Labor getestet, untersuchen und analysiert wird“, hatte Cassie ernst erwidert, „Das habe ich endgültig hinter mir.“
„Um was handelt es sich den eigentlich?“
„Um ein neuartige K.I. mit integrierter Kommunikationssystem.“
„Na gut. Der Scan wird es mir schon zeigen. Aber ich werden wohl elektro-magnetische Frequenzen bei der Untersuchung verzichten müssen um der K.I. nicht zu schaden.“
„Nein, die ist gegen EMPs abgesichert.“
„Wirklich“, hatten der Arzt darauf hin mit einem interessieren Tonfall gesagt, den Cassie bis nicht verstanden hatte.

Bis jetzt keine Reaktion wegen ihren besonderen inneren Werte gegeben, aber das könnte noch kommen.
Anderseits hatte man in der Zwischenzeit erschrecken wenig Interesse an ihr gezeigt. Was sie ziemlich undankbar fand. Schließlich hatte sie ihn vier Frames und Informationen über ein geheimes Forschungsprojekt überlassen. Sie hatte natürlich nicht ihren Anteil an dem Projekt offen gelegt. Es wäre wohl auch kontraproduktiv gewesen zu erwähnen, dass sie auf paar ihrer neuen Freund geschossen hat und versucht hat sie umzubringen.
Die unerwartet schräge Lage der Charybdis riss Cassie aus ihren Gedanken. Während sie sich noch über den unerwartet ruppigen Flug wunderte, schleuderte die plötzliche Zündung der MCP-Booster sie durch ihre Zelle.
Während sie nun so unfreiwillig Kopf über an der Zellenwand lag, konnte sie spüren wie die Charybdis von Treffern des imperialen Beschusses erschüttert wurde.



Zuletzt von Dart Gryphon am Mi 28 Dez 2011, 18:57 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyMo 26 Dez 2011, 13:08

Einige Minuten lang blieb Luc einfach in seinem Black Knight sitzen und atmete tief ein und aus, während langsam die Anspannung und Nervosität der letzten Minuten aus seinem Körper wich. Er konnte Craym nur für dessen Planung bewundern, da soviel schiefgehen hätte können, aber sie hatten es bis jetzt ohne Probleme geschafft. War nur zu hoffen, dass es auch so weitergehen  würde. Er lies sich Zeit damit, aus dem Frame zu kommen, da er nichts mehr ausrichten konnte und did Fernkämpfer nicht begleiten würde.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyMo 26 Dez 2011, 14:31

Zygmunt hatte seinen Frame schon innerhalb der Charybdis auf Position gebracht und wartete nun darauf, dass es losging, falls es überhaupt dazu käme. Er ging noch einmal die Systeme durch und alles schien für einen etwaigen Einsatz bereit. Also lehnte er sich im Frame zurück und schloss die Augen, um sich etwas Erholung zu gönnen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyDi 27 Dez 2011, 23:22

Zaghaft öffnete Victus ein Auge und sah den strahlend blauen Himmel auf dem Hauptbildschirm, Dann öffnete er auch das andere Auge und schüttelte leicht den Kopf. "Hätte nicht gedacht, daß wir's wirklich da raus schaffen," kommentierte er verwundert, aber auch triumphierend.
"Freuen wir uns besser nicht zu früh," meinte Craym. Irgendwas traf den Schiffsrumpf und erschütterte ihn heftig. Alarmsirenen klangen auf, verstummten aber schnell wieder - das war kein ernsthafter Treffer gewesen. "Die zeitkritische Phase haben wir hinter uns," fuhr der Kommandant fort. "Jetzt beginnt der wirklich harte Teil!"

Der Geschwindigkeitszuwachs, den die Charybdis erfuhr, war enorm, und so kamen schon nach wenigen Minuten die imperialen Kriegsschiffe in Sicht, die die kalmirische Küste an griffen. Es war eine breit gefächerte Linie von über einem Dutzend mittelgroßer und großer Kriegsschiffe, die, zweifach gestaffelt, in der Luft hingen und die Verteidiger mit schweren weitreichenden Waffen unter Beschuß nahmen, während weiter vorne zahllose Frames und Flugzeuge beider Parteien kämpften. Die Kalmirer wehrten sich im Moment noch vor allem mit stationären Geschützstellungen, aber in der Ferne waren auch schon die Umrisse ihrer schweren Kreuzer erkennbar, die sich täuschend langsam heran schoben.
"Boost ab schalten!" befahl Craym, und nach kurzer Zeit klang die hohe Geschwindigkeit der Charybdis spürbar ab, die Vibrationen, die den ganzen Schiffsrumpf durchfahren hatten, wurden schwächer, das intensive Summen der Maschinen leiser. Der Kommandant überflog den Hauptbildschirm und deutete dann auf den Umriß eines schweren Kreuzers.
"Dieses Ziel anvisieren und mit der Hellstorm-Batterie beschießen!"
"Bestätigt. Ziel erfaßt." Vier rote Linien flogen von den Seiten des Bildschirms heran und bildeten eine große Raute um das Schiff. "Hellstorm-Batterie feuerbereit."
"Feuer frei. Anschließend Kanone neu auf dieses Ziel aus richten." Er deutete auf einen anderen Kreuzer ein Stück rechts von dem ersten Ziel.
Die Hellstorm-Batterie schwenkte leicht herum und feuerte dann ihr Geschoß ab, das unvorstellbar schnell auf sein Ziel zu raste und in den Heckbereich ein schlug. Mehrere heftige Explosionen am Schiffsrumpf wiesen daraufhin, daß der Kreuzer schwere Schäden erlitten hatte. Unvermittelt fielen sämtliche Triebwerke aus - selbst die, die das Schiff in der Luft hielten. Seines Haltes beraubt begann es, erst langsam, dann immer schneller werdend, nach unten zu sinken, bis es auf die Wasseroberfläche traf und in dieser zu versinken begann. Noch bevor das passierte, hatte die Hellstorm-Batterie auch das andere Schiff beschossen. Diesmal schien es aber nicht die Hauptenergieversorgung erwischt zu haben, denn der Kreuzer hielt sich in der Luft; allerdings hatten sämtliche Waffen aufgehört zu schießen.
"Zwei Feinde weniger, nicht schlecht!" meinte Victus.
"Kurs 10-10-9," befahl Craym. "Wir fliegen mitten durch sie hindurch, volle Geschwindigkeit."
Der andere starrte ihn mit offenem Mund an, und beinahe wäre ihm die Zigarette heraus gefallen, die er sich kurz zuvor angezündet hatte. Mitten durch den feindlichen Flottenverband, das war verdammt gefährlich. Aber er begriff den Sinn hinter dieser Taktik, und verkniff sich die Bemerkung, die ihm auf der Zunge gelegen hatte.
"An alle Piloten: macht euch bereit für den Kampf!" wies Craym an, während das Schiff nach Steuerbord schwenkte und die angegebene Kursänderung ein leitete.

Die Hangartore, die während des Boosts geschlossen waren, öffneten sich nun wieder und gaben den Blick auf die weiter vorne tobende Schlacht frei. Die beiden ihnen am nächsten gelegenen Schiffe begannen sich in ihre Richtung zu drehen, und mindestens ein halbes Dutzend Black Knights schien auf sie zu zu halten. Schon wurden die ersten Feuerstöße in Richtung Feind abgegeben, der das Feuer seinerseits zu erwidern begann.
Der Kampf begann.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyMi 28 Dez 2011, 11:49

"Jetzt...wird es lustig..." kommentierte Zygmunt für sich selbst, als sich das Tor vor ihm öffnete, und Crayms Befehl aus dem Funk schalmaite. Das Erste, was der Pilot machte, war die Füße seines Frames zu magnetisieren, damit er besseren Halt während des Kampfes besaß. Dann stapfte die schwere Maschine hinaus, auf eines der Oberdecks der Charybdis, die Höllenfeuer-Raketen zum Abschuss bereit machend, und den Massebeschleuniger 'vorheizend', auf den Beginn des Kampfes wartend.

Auf dem Flagschiff der Überfallflotte, einem schweren Schlachtkreuzer, grinste der Kommandant des Imperiums in sich hinein, als er auf seine Bildschirme blickte. Die Jagd auf den Widerstand würde bald enden, wenn sie schon freiwillig hierherkamen...dafür würde die Flotte schon sorgen...doch seine Siegesgewissheit bekam einen kurzen Dämpfer, als eines seiner Schiffe mit aller Besatzung abstürzte und im Meer versank und ein weiteres, schwer getroffen, um Hilfe ersuchte. Die Lage auf den Schirmen noch einmal überschauend, erteilte er kurz darauf den Befehl, den Schiffen zu folgen, welche auf den Feind zuhielten.

Behäbig, wie es für einen derartigen Leviathan üblich war, nahm das Schiff Fahrt auf, wobei es seinen Kurs auf das Ziel änderte, aber nicht ohne vorher noch einmal eine volle Breitseite seiner Waffen auf die kalmirische Verteidigung abzugeben. Gemählich schob sich der Kreuzer zwischen der eigenen Schlachtlinie hindurch, seine Laser- und Projektil-Geschütze auf die Charybdis ausrichtend, doch noch nicht in Feuerreichweite seiend, da sich das Schiff vorher inmitten der imperialen Flotte befand.

Die Frames, die sich der Charybdis näherten waren alle mehr als kampfbereit. Angeführt wurden sie von einem sehr erfahrenen Piloten. Colonel Maximillian Fuller, welcher einen ähnlich Ruf wie sein Vater hatte, brilliant in seiner Art des Dienstes für das Imperium zu sein, aber nicht makellos. Da die imperialen Maschinen alle mit einem Piloten besetzt waren und nicht auf Fernsteuerung agierten, war es für sie möglich, sofern sie das Flakfeuer der Charybdis und ihrer Frames überlebten, den Partikel-Schild zu durchfliegen und auf den Decks des Widerstandschiffs zu landen.

Währenddessen bellten die Geschütze der sich nähernden Schiffe, die Salve auf Salve auf den Träger abfeuerten, der dies wiederrum mit eigenem Feuer erwiderte. Als die Feindframes mehr oder weniger sicher auf den Außendecks der Charybdis gelandet waren, zog Zygmunts Frame seinen Plasmawerfer und legte an, die anderen Waffen wären für das eigene Schiffe viel zu gefährlich, drückte ab und traf eine der Feindmaschinen...doch der Kampf hatte gerade erst begonnen......
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyMi 28 Dez 2011, 12:47

Fluchend betrachtete Issa die Werte der Verbindungen zu den Klingendrohnen. Die waren - gelinde gesagt - beschissen. Genauso gut könnten die Drohnen auf der anderen Seite einer massiven Bleiwand sein. Der Archangel griff nach dem am Boden liegenden Vergeltungswerfer. Ungeachtet ihrer Flüche ließ Issa die Drohnen trotzdem aufsteigen. Zumindest würden sie ihr helfen, wenn schon niemandem sonst, der weiter als zehn Meter wegstand. Die heranrasenden Black Knights sahen aus wie ein wütender Hornissenschwarm. Für einen Moment überlegte Issa, ob sie die Frames wohl mit einer Sprühtube Insektenvernichtungsmittel loswerden konnte. Aber die Waffe in den eleganten Händen ihres Frames versprach da mehr Erfolg. Der Archangel machte ein paar Schritte nach vorne, sodass er gut sichtbar auf dem Deck stand. Im Licht der Sonne musste er ein beeindruckendes Bild abgeben. Der massive Strahl, der durch die Luft schnitt und einem der Black Knights einen Flügel wegbrannte, allerdings auch. Blieb nur zu hoffen, dass man sie als größte Bedrohungen einstufen würde. Mit dem Vergeltungswerfer konnte sie durchfeuern, sollten die Gegner das Feuer auf ihre Thanix-Schild nicht einstellen. Aber dazu mussten sie erstmal auf sie schießen.

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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyFr 30 Dez 2011, 04:40

Endlich war es auch für Rod Zeit, sich wieder zum Kampf zu melden. Es gab keine Uniform oder etwas in dieser Art, sodass er einfach nur in seine normalen Turnschuhe schlüpfen musste und sofort kampfbereit war. Eigentlich wäre es ihm recht gewesen noch ein bisschen mehr zu tun gehabt zu haben. Weniger Zeit nachzudenken. Auf dem Weg sah er noch einmal auf die einfach Uhr an seinem Handgelenk; er hatte mehr Zeit im Bett verbracht als gedacht, und musste sich ranhalten, um noch rechtzeitig in den Hangar zu kommen. Er fiel in Laufschritt und kam gerade zur vereinbarten Zeit bei den Frames an. Ein wenig außer Atem eilte er zum Ferrugineum, den die Mechaniker längst wieder in Topform gebracht hatten, und machte sich daran, an ihm empor- und in das Cockpit hineinzuklettern. Er atmete tief ein und versuchte sich geistig darauf vorzubereiten, was sie gleich tun würden.
Und dann steuerte er wieder den Frame. Tonnenweise Stahl bewegten sich auf jedes noch so kleine, nur gedankliche Kommando des Jungen, und der wusste nicht, ob das eine gute oder eine schlechte Sache war. Schwerfällig stampfte der schwere Frame zum Tor, das zum Deck führte, und folgte Issas Maschine nach draußen. Und da draußen flog auch schon der Feind durch die Luft. Hätte er das neue Gelenk nur bereits eingebaut, verwüschte sich Rod, während er mit seiner schweren Kanone das erste Ziel ins Visier nahm. Es brauchte mehrere Schüsse des schweren Kalibers, bis er einen Treffer landete, obwohl ihn die KI beim Zielen so gut unterstützte wie sie konnte. Als jeodch das große Geschoss den gegnerischen Frame traf und detonierte riss sofort ein gutes Stück der Maschine ab, und einen dünnen Rauchschweif hinter sich herziehend stürzten die Reste zu Boden. Die Geschosse, die verfehlt hatten, bohrten sich immer weiter in den Himmel - viele, viele Kilometer, weiter, irgendwo im Nichts, würden sie wieder aufschlagen und sinnlose Krater in den Boden reißen. Vielleicht lag darin irgendeine tiefere Bedeutung. Rod allerdings hatte nicht besonders viel Zeit darüber nachzudenken, denn er war mit Kämpfen beschäftigt. Tatsächlich dachte er lieber gar nicht mehr nach. Schreien, zielen, feuern ...
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyMo 02 Jan 2012, 14:53

Seria hatte die ganze Aktion auf den Bildschirmen von Beast mitverfolgt, und vor allem als ein Ruck durch ihr Trägerschiff ging und somit die riskante Einfangphase der beiden Blackknights einläutete, war sie schon sehr nervös. Zum Glück ging alles gut, doch an aufatmen war noch nicht zu denken. Jetzt würde sich zeigen, ob die Sprengkraft der beiden Fusionsbomben ausreichen würde und wenn, dann würde es nachher ab ins Gefecht gehen. Seria griff nach den beiden Steuerknüppeln als wollte sie sich an ihnen festhalten. Hier herumzusitzen ohne etwas tun zu können nagte an ihr. Klar der Kampf war gefährlich, aber da wusste sie wenigstens, was zu tun war, konnte reagieren, anstatt nur hier herumzusitzen.
Dann endlich hatten sie es geschafft, sie verloren an Geschwindigkeit, was bedeutete sie näherten sich der Gefechtszone. Jetzt wurde es ernst. Nach Issa und Rod stapfte auf Seria mit Beast zusammen aus dem Hangar heraus und bezog Stellung auf dem Oberdeck. Einem Moment lang hielt Seria inne um sicherzustellen das Issa das Feuer auf sich ziehen konnte, was allerdings aufgrund ihrer immensen Feuerkraft nicht unbedingt das Problem sein sollte. Ihr Zielsystem war mit den anderen koordiniert, so dass Sie in etwa wusste, welche Ziele bereits unter Beschuss genommen wurden und welche nicht. Ihre ersten Schüsse mit dem Gewehr verfehlten ihr Ziel jedoch grossartig, Seria hatte den Rückstoss nicht ausgeglichen, von ihrem Lasergewehr war sie sich das einfach nicht gewohnt. Schliesslich musste sie zu ihren Raketen greifen und zwang den BlachKnight damit zum Abdrehen, um der Rakete zu entkommen, Täuschkörper gegen vorne auswerfen war, zumindest in der Jet-Form, auch heute noch nicht drinn.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyDo 05 Jan 2012, 05:34

Luc ließ sich etwas Zeit damit, in seinen Frame zu steigen. Er hatte gerade einen kräftezerrenden Teil ihrer Mission hinter sich, da konnte er dann schon mal einige Minuten später auf der Charybdis erscheinen, vorallem, da die meisten Gegner ohnehin eher Fernkämpfer waren und er gegen solche keine Chance hatte. Als er sich dann jedoch doch noch mit Aporia auf dem Oberdeck einfand, war der gegnerische Angriff gerade in vollem Gange. Nach einem kurzen Rundumblick konnte er Seria, Rod und Issa entdecken, die bereits ihren Feind abwehrten. Während er sich in ihre Richtung aufmachte, landeten eine handvoll Black Knights hinter den dreien, um sie von dort aus auszuschalten. Schnell sandte er eine Meldung an sie, um sie zu Warnen, während er selbst den Boost zündete und in wenigen Augenblicken die Distanz überbrückte, die zwischen ihm und den Frames lag. Einen von ihnen schlitzte er von hinten mit einem seiner Schwerter auf, die anderen entgingen aber seinem Schlag und teilten sich in zwei Gruppen auf, um ihn in die Zange zu nehmen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptySa 07 Jan 2012, 13:52

Die Black Knights erlitten Verluste, gut...es war Krieg, und wer so dumm war, sich erwischen zu lassen, hatte es nicht besser verdient. Zumindest dachte Colonel Fuller auf diese Art und Weise, während er sich sein erstes Ziel suchte, dieses in einem einzel stehenden Frame findend. Zygmunt hingegen weigerte sich nach wie vor, seine Hauptwaffen einzusetzen, um die Charybdis nicht zu gefährden.

Der Plasmawerfer feuerte so oft er konnte, ohne zu überhitzen oder gar zu explodieren, auch wenn dieses Risiko bei derartigen Waffen immer gegeben war. Tatsächlich fegte der Pilot damit zwei der Feinde von den Außendecks des Trägers, aber die Gefahr für sich selbst nicht erkennend. Bevor er reagieren konnte, befand er sich mit Fullers Black Knight im Nahkampf.

Dem ersten Schlag der Laserklinge nichts entgegensetzen könnend, durchtrennte diese den Plasmawerfer fein säuberlich in der Mitte. Durch die Wucht des Schlages leicht aus der Balance gebracht tat der Frame, auf Zygmunts Befehl hin, einen Schritt nach hinten, um selbige wieder zu finden. Was sich als Fehler herausstellte...

Fuller setzte der Maschine nach, die Klinge zum Stoß führend. Zwar bot die Panzerung seines Gegners Schutz, aber nicht gut genug, um gegen eine 'Slicer' zu bestehen. So bohrte sich das Laserschwert in die Brust des 'Kanonenhundes', was dessen innere Maschinerie im wahrsten Sinne durchtrennte. Die Peripherie des Frames fiel nach einem Moment komplett aus.

Mit einem kräftigen Ruck, die Waffe etwas drehend, zog Fuller sie aus dem Frame seines Gegners. Mit einem bösartigem Grinsen im Gesicht holte er erneut aus und schlug zu....das Letzte, was Zygmunt Molotch in seinem Leben sah war, wie die 'Slicer' auf sein Cockpit zuraste, dann wurde alles dunkel...friedlich....ruhig...

Auf der Brücke des Trägers sollte das Symbol, welches für Zygmunt stand, fast im selben Augenblick schwarz, als kompletter Verlust, gekennzeichnet werden. Seinen Seig genießend zog Fuller die Laserklinge langsam aus dem Wrack des Frames, welches in sich zusammensackte, bevor es umkippte und geschlagen liegen blieb.

Das Feuergefecht der Charybdis mit den feindlichen Schiffen hielt in des weiter an, auch wenn sie sich unaufhörlich näherten, oder gerade deswegen, auf jedenfall war der schwere Kreuzer immer noch nicht in Feuerrreichweite. Doch das würde sich in den nächsten paar Minuten, vielleicht sogar nur noch Sekunden ändern.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptySa 07 Jan 2012, 20:00

"Frame verloren," meldete Sheryl scheinbar emotionslos, und das Symbol von Zygmunts Frame auf der taktischen Karte erlosch. Victus zuckte zusammen, und sein Gesicht verfinsterte sich merklich, Craym jedoch zeigte keine Regung. Er war bereits zu lange General, um sich während einer Schlacht von solchen Meldungen ab lenken zu lassen. In seiner langen Dienstzeit hatte er bereits unzählige gute Männer und Frauen in den Kampf geschickt, und viele von ihnen waren nicht zurück gekehrt. Mit der Zeit stumpfte man einfach dagegen ab, und auch wenn das erschreckend scheinen mochte, war es gut so, denn es half ihm, einen kühlen Kopf zu bewahren und den Überblick über die Schlacht nicht zu verlieren.
"Nahverteidigung auf angreifende Black Knights konzentrieren, so weit möglich," befahl er schlicht und einfach.
Die schweren Zwillings-Lasertürme auf der Hülle der Charybdis - zumindest jene, die nicht gerade anfliegende Raketen oder Granaten ab wehrten - wurden nun auf die Frames im Nahbereich ausgerichtet, und ihre ebenso präzisen wie vernichtenden Salven holten binnen weniger Sekunden drei der Black Knights vom Himmel.
Währenddessen raste das Schiff weiter auf dem angegebenen Kurs in den imperialen Flottenverband hinein. Auf Steuerbordseite wurde das feindliche Kommandoschiff erkennbar, doch noch ehe dieses von seiner Feuerkraft richtig Gebrauch machen konnte, schob sich der andere Kreuzer, den die Hellstorm-Batterie kampfunfähig geschossen hatte, zwischen die beiden Schiffe und schnitt sie so ziemlich effektiv voneinander ab. Erst jetzt erkannte Victus richtig, was Craym mit dem Beschuß der beiden Kreuzer bezweckt hatte, und rang sich ein anerkennendes Nicken ab. Er zweifelte nicht daran, daß der Abschuß des anderen Kreuzers nur ein Unfall und von Craym so nicht beabsichtigt gewesen war. Zumindest nach einer Seite war die Charybdis nun während der kritischen Sekunden des durch stoßens ziemlich geschützt; von der anderen Seite her wurden sie jedoch schwer beschossen, und der Träger mußte einige schwere Treffer ein stecken, wobei die schwersten Waffen jedoch außen vor blieben - der Abstand zwischen den Schiffen war einfach zu niedrig.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptySa 07 Jan 2012, 21:16

Mit einer gnadenlosen Salve quer über den Himmel über der Charybdis holte Rod einen dritten Abschuss. Als er jedoch auf seine Munitionsanzeige sah, erkannte er, dass seine Abschüsse ziemlich teuer erkauft waren – das Dauerfeuer hatte ihn bereits mehr als die Hälfte seiner Munitionsvorräte gekostet. Gerade wollte er das vierte Ziel ins Visier nehmen, als ein paar Frames von der Hauptgruppe abzweigten und direkt auf die Frames auf der Startfläche zuhielten. Luc stellte sich ihnen entgegen, aber einer von ihnen wich so geschickt aus, wie Rod das noch bei keinem imperialen Piloten gesehen hatte. Statt sich mit Luc zu befassen stieg er rasch ab und landete hitner ihnen, bei Zygmunt in seinem Frame. Rod entschied sich dass das eine viel zu große Bedrohung war um sie zu ignorieren, und obwohl sich die Black Knights noch am Himmel tummelten, machte er sich daran, mit dem Ferrugineum zu wenden und auf den neuen Feind zu zielen. Der schwere Frame war aber nicht für rasche Manöver gebaut, und so erwies sich bereits das Wenden als Geduldsprobe.
Als Rod schließlich sah, wie der Feind gerade Zygmunts Frame durchbohrte – und wahrscheinlich Zygmunt darin – blieb ihm die Luft weg. Ohne einen Atemzug sah er, wie der schwere Frame langsam zusammensackte, jeglicher Führung beraubt.
Dann jedoch flammte der Zorn in ihm auf. Adrenalin schoss ihm in die Adern und sein Blutdruck jagte zu neuen Höhen hinauf. Er konnte die Adern in seinem Ohr pochen hören, und hätte er nicht in einem Frame gesessen hätte jeder gesehen wie seine Wangen auf einmal flammend rot wurden. Der Kerl hatte Zygmunt umgebracht. Rod erinnerte sich, wie sie sich im Trainingsraum zufällig getroffen hatten. Wie sie sich ein wenig unterhalten hatten. Und jetzt war er höchstwahrscheinlich durchbohrt und tot.
Ohne darauf zu achten, was für Schäden die Granate an der Umgebung anrichten würde, drückte Rod mit einem Aufschrei ab, als er den ihn nun angreifenden Frame auch nur halbwegs im Visier hatte. Die Explosion riss ein Loch in die Startfläche und hätte beinahe den Ferrugineum umgeworfen. Vor allem aber hatte sie Fullers Frame den Arm mit dem Energieschwert abgerissen, den anderen beschädigt und das Hüftgelenk ebenso zerstört. Langsam, weil der Frame nicht anders konnte, aber unheimlich drohend kam er auf die liegende Maschine zu. Abwehrend hob Fuller den beschädigten Arm, aber gegen die hydraulische Klaue des Ferrugineum hatte er keine Change. Zupackend wie ein Hai griff Rod um dien Torso von Fullers Frame und drückte zu. Anfangs brach die Struktur rasch zusammen, mit einem hässlichen Knirschen, dann langsamer, während sich die Abdrücke der drei Finger tief in das Metall gruben. Öl spritzte aus dem zerquetschten Torso. Und als Rod die Flüssigkeit über den Arm des Ferrugineum laufen sah bemerkte er, dass ein Teil davon rot war.
Das gab ihm den Rest. Kühl rannen die ersten Tränen über seine heißen Wangen, unwiderstehlich entrangen sich die ersten Schluchzer seiner Brust. Mit tränenverschleiertem Blick sah er nicht mehr, wie der Frame mit seinem toten Piloten am ausgestrecktem Arm der Ferrugineum hing wie am Galgen, und auch nicht, dass immer noch imperiale Frames um den Platz schwirrten wie wütende Hornissen. Und erst recht achtete er nicht darauf, dass seine Komanlage immer noch angeschaltet war.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptySo 08 Jan 2012, 13:40

Von ihrer unbequemen Position auf ihren Zellenboden bemerkte Cassie etwas Ungewöhnliches. Die Kontrollleuchte am elektronischen Schloss ihrer Zelle brannte nicht mehr. Vermutlich die Folge des Beschuss. Sie überlegte, ob sie jemanden Bescheid sagen sollte. Anderseits konnte sie auch jemanden suchen gehen um das zu tun.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyMi 11 Jan 2012, 12:52

Durch die Ausschaltung Fullers ihres Kommandanten beraubt, und zunehmend in den Sperrfeuerbereich der eigenen Flotte geratend, zogen es die verblieben Black Knights vor, zu verschwinden, auf ihren Träger, der mitten in der Armada schwebte.

Admiral Halfus Atramedes schäumte vor Wut auf seinem Kreuzer, als die Charybdis das beschädigte imperiale Schiff zwischen sich brachte. Somit war der Träger des Widerstands zumindest vor den Geschützen und Laserbatterien des Flaggschiffs geschützt.Trotzdem richtete sich, nach der letzten Salve auf die kalmirischen Verteidiger, die Aufmerksamkeit der Flotte auf das feindliche Schiff in ihrer Mitte, dennoch zog es kein Kommandant vor, es unter Feuer zu nehmen, zu groß war die Gefahr doch noch eigene Schiffe zu treffen.

Zygmunts Frame indes, oder das was von ihm übrig war, lag funkensprühend, in einer Lache aus Hydraulikflüssigkeit und Öl, auf dem Außendeck der Charybdis. Nichts ließ darauf schließen, dass die Maschine, oder der Pilot der sie steuerte, noch zu retten waren...
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyDo 12 Jan 2012, 22:27

Wie fühlte es sich an, wenn einem Menschen das Herz zerbrach?
Als kleines Kind hatte er einmal eine Geschichte über eine Prinzessin gelesen, die gestorben war, weil ein kaltblütiger Prinz ihr Herz gebrochen hatte. Er hatte sich gefragt, wie das sein konnte, war zu seinem Vater gelaufen, auf seinen Schoß geklettert und hatte gefragt, wie es sich denn anfühlte, wenn eines der lebenswichtigen Organe des Körpers einfach auseinanderfiel und natürlich, ob man es wieder kleben könnte wie beispielsweise seine Plastikautos. Als das Schreiben kam, sein Vater wäre im Kampf gefallen, hatte er gelernt, dass es keinen Kleber gab, der stark genug war, ein zerbrochenes Herz zu heilen. Und nun saß er in einem Frame, genau wie Savior Trepe Sen. und war kurz davor, etwas sehr Unüberlegtes zu tun, welches seinen Tod bedeuten könnte. All das nur wegen zwei dummen Herzen, die in seinem Körper hämmerten wie Maschinengewehre.

Anfangs war es noch gut gegangen. Grazil wie ein Wasserläufer war er durch die Luft geglitten, hatte es geschafft durch einige kluge Manöver den ein oder anderen Black Knight auszuschalten. Mittlerweile wusste er, wie er mit der Magnetisierung seines Frames umgehen musste, freute sich über seinen Erfolg. Das Alien überdeckte durch konstante Reizüberflutung die Gedanken an die Piloten, die er und die anderen ins Nirvana schickten, immerhin war das eine Schlacht, da gab es Opfer. Bis zu dem Moment, an dem er einen Blick hinab auf die Charybdis warf. Zygmunts Frame, den er stets für eine unüberwindbare Festung gehalten hatte, wurde durchgeschnitten wie Butter. Die Augen des Jungen weiteten sich, dann füllten sie sich mit Tränen, doch er weinte nicht, denn das Alien sorgte immernoch dafür, dass er sich des Schreckens nicht wirklich gewahr wurde. Instinktiv hatte er sich der Szenerie genähert um zu helfen, irgendetwas zu tun, doch Rod kam ihm zuvor.

Brutal, wie vom Teufel selbst besessen, zerquetschte die Klaue des Frames seines besten Freundes Zygmunts Mörder, machte ihn zu einem Brei aus Gedärmen und Knochen, den man glücklicherweise nicht sehen konnte. Für einen kurzen, wirren Augenblick war ihm, als würde er den sanften Druck von Rods Hand um seinen Fingern spüren, eine krampfhafte Erinnerung durchflutete seinen Kopf. Als der erste Schluchzer sich über Funk zu ihm hin ausbreitete, schien sein Herz auszusetzen. Das Alien in seinem Körper sträubte sich dagegen, den Frame zu steuern, und so segelte er nur noch mithilfe seiner eigenen Hände langsam, doch reichlich ungeschickt, auf die Landerampe zu, von der aus er gestartet war. Ungläubig haftete sein Blick auf dem Ferrugineum. Dort drin saß Rod, der weinte. Rod, der einen Menschen brutal zerquetscht hatte. Rod, der nachts die Arme um ihn legte, damit er nicht fror. Rod, dessen Gesicht sich zu einer Maske des Hasses verzerrt hatte...Sein bester Freund, dessen ruhige braune Augen ihm Halt gaben, wenn er hysterisch wurde...

"Rod." Savy hatte schon immer ein Talent dafür gehabt, seine Stimme sanft klingen zu lassen. Wie die Berührung einer Feder klang sie durch den Funk, die Stimme eines kleinen Jungen, leise, beinahe erstickt von den Schluchzern seines besten Freundes. Es war nur ein Wort gewesen, denn er wusste nicht, was man in einer solchen Situation sagte. Sein ganzer Körper verkrampfte sich, er musste sich auf die Unterlippe beißen, um nicht ebenso loszuheulen. Das hätte niemanden etwas gebracht. Rod weinte auch nicht, wenn er ihm davon erzählte, was das Alien mal wieder für eigenartige Dinge anstellte. Sein Freund war der Starke. Es war sein Job als dessen bester Freund diese Aufgabe auch für ihn zu übernehmen. Und obwohl er nichts lieber wollte als aus seinem Frame zu springen, einfach hinabzufallen auf ihn, um ihn so fest in die Arme zu schließen, dass er ersticken würde, musste sich das auf später verschieben. Die Gefahr war noch nicht vorbei. "Rod..." Wenn er sich nicht zusammenriss, würde er sterben. Er war ein zu leichtes Ziel. Wieso war er kein starker Frame, der ihn beschützen konnte? Wieso wusste er nicht die richtigen Worte, wenn es darauf ankam? "Ist schon gut, Rod..." Seine Stimme war nicht mehr als ein Hauch, und obwohl er wusste, dass es alle Frames des Widerstandes hören konnten, drückte er das Mikrofon noch enger an seine Lippen, damit keines seiner Worte auf dem Weg verloren ging. "Wir befinden uns in einer Schlacht. Es ist keine Entschuldigung für Zygmunts Tod, aber du darfst nicht die Nerven verlieren. Wenn du beginnst, dich von ihnen kaputt machen zu lassen, haben sie genau das erreicht, was sie wollten. Ich sage nicht, dass du nicht trauern darfst. Ich sage auch nicht, dass du dich zusammen reißen sollst. Nur bitte, bitte, tue nichts, was dich in solche Gefahr bringt. Nie wieder. Wenn DU nämlich stirbst, bin ich mir nicht sicher, ob ich das schaffen würde, was ich gerade von dir verlange." Ein Zittern ging durch seine Stimme, so als wäre er sich nicht sicher, ob seine Worte die richtigen waren, dann war er still. Vielleicht war es ja nutzlos, jetzt auf Rod einzureden. Vielleicht würde er zornig werden. Doch das war gut. Wenn sein Freund auf ihn wütend war, würde er wieder darauf achten, sich um sich selbst zu kümmern. Es war ihm egal. Was auch immer Rod tat, er durfte nicht sterben. Seine Existenz war doch das Einzige, was ihn davon abhielt, sich ohne darüber nachzudenken die Kehle durchzuschneiden...

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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptySa 14 Jan 2012, 21:53

Ein kurzer massiver Strahl blauer Energie zerriss einen der fliehenden Black Knights. Der Vergeltungswerfer pulverisierte den anderen Frame nahezu. Aber das hier war kein Sieg. Nicht einmal im Ansatz. Zygmunt war verloren. Issa machte sich keine Hoffnungen. Die Lebenszeichen waren in dem Moment erloschen als der Black Knight das Cockpit getroffen hatte. Niemand überlebte so etwas. Und ausgerechnet die beiden Jungen mussten das mit ansehen. Hätte sie nicht bis Oberkante Unterlippe in gegnerischen Black Knights gesteckt, Issa hätte sich um die beiden gekümmert. So stapfte der Archangel hinüber zu dem Wrack von Zygmunts Frame und hob die kleinere Maschine mühelos hoch.
"Die Gegner ziehen ab. Lasst uns reingehen." Beinahe andächtig schritt der Archangel auf die Hangaröffnung zu.

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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 2 EmptyDi 17 Jan 2012, 20:22

Ein paar leichte Geschosse prallten vom Ferrugineum ab. Man brauchte schon ein wenig Kaliber, um durch die dicke Panzerung des schweren Frames zu kommen. Rod darin rührte sich langsam wieder, wie aus einer Starre erwacht. Er fühlte, wie ihm Tränen über die Wangen liefen, ohne sich richtig zu erinnern, geweint zu haben. Und er fühlte sich schwach. Nicht nur wegen dem, was geschehen war, nicht nur wegen Zygmunt, der tot in seinem Frame lag, sondern auch, weil er deswegen geweint hatte. Er hatte vor allen anderen seine Schwäche gezeigt, ihren Respekt vor ihm untergraben. Jetzt würden sie ihn wieder wie ein Kind behandeln.
Aber, was noch schlimmer war, Savy war dabei gewesen. Er war vor Savy immer der Starke gewesen, der, bei dem sein Freund Trost suchen konnte, wenn ihm sein Alien zu schaffen machte, oder andere Aspekte ihres Lebens auf einem Militärkreuzers. Er konnte diese Rolle nicht einfach aufgeben, nicht nur, weil sei nStolz das nicht zuließ, sondern auch, weil Savy ihn brauchte.
Von der sanften Stimme seines Freundes beruhigt kommandierte Rod seinen Frame, die hydraulische Klaue zu entspannen, und polternd fiel eine Art Schrottwürfel heraus, der oben und unten noch nach Frame aussah, in der Mitte jeodch völlig zerquetscht war. Er schwieg, während sich der Ferrugineum drehte und rückwärts auf die Hangartür zustapfte, immer noch sporadisch auf die Black Knights in der Ferne schießend. Mindestens einer fiel einer Salve zum Opfer. Zurück im Hangar atmete Rod erst einmal tief durch, öffnete das Cockpit des Ferrugineum und stieg langsam aus, ließ sich vorsichtig an der Metallhülle herabgleiten. Jede rkonnte an den Tränenspuren sehen, dass er geweint hatte, aber das war ja auch nicht weiter schlimm – hatte es doch ohnehin schon jeder über Funk gehört.
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