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 [MSG] Rhea 84 A.C.

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Altus

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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyDi 17 Jan 2012, 22:14

Der Frame 'in den Armen' des Archangels sah wirklich schlimm aus, wohl ein Totalverlust, wie auch dessen Pilot, und dieser Punkt würde wohl schwerer wiegen als die Ansammlung von Metall, die einmal eine Kriegsmaschine war. Die Waffen und auch der Großteil ges Chassis waren unbeschädigt, aber ohne Cockpit und mit zerstörter innerer Hydraulik war er nicht mehr als ein Ersatzteillager.

Draussen gab es derweilen ein 'interessantes' Schauspiel. Die Geschütze der Armada folgten den Bewegungen der Charybdis, nach wie vor aber nicht feuernd. Die verbliebenen Black Knights landeten auf ihrem Träger und verschwanden in dessen Bauch, als wäre das Schiff ein gefräßiges Ungetüm. Das Flagschiff der Flotte wendete mittlerweile, den angeschlagenen Zerstörer umfliegend, um sich von hinten in Feuerposition auf den Widerstand zu bringen.
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Redeyes
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyMi 18 Jan 2012, 22:36

Seria hatte mit angesehen wie Zygmunt's Frame regelrecht aufgeschlitzt wurde. Natürlich war sie auch geschockt, aber im Gegensatz zu Rod, Issa und Savy war sie zumindest auf den Kampf vorbereitet worden, wozu auch gehörte, dass es Verluste gab und damit umzugehen. Aber es war natürlich etwas anderes, wenn es dann wirklich passierte. Im ersten Moment war sie so mit den Angreifern beschäftigt, dass sie es gar nicht mitkriegte. Doch dann war es nicht mehr zu übersehen.. oder besser gesagt überhören. Sie hätte gerne etwas gesagt oder getan, doch sie fand keine Worte... gab es dafür überhaupt irgendwelche passende Worte? Sie bezweifelte es. Sie war froh das Rod ­schliesslich hineinging und Issa sich um den Zerstörten Frame kümmerte. Sie öffnete einen Kanal zu Savy, schwieg aber im ersten Moment. Ihre Atmung war angespannt, ihr Herz raste immer noch und ihre Stimme wirkte zitterig, obwohl sie sich mühe gab, ruhig zu klingen. "Savy... du solltest auch hineingehen... und dich um Rod kümmern, ich bin mir sicher das er dich braucht... ich halte hier draussen schon die Stellung."
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyDo 19 Jan 2012, 18:34

Schnell schob sich die Charybdis zwischen der imperialen Flotte hindurch und raste auf die kalmirische Küste zu. Craym war klar, daß es jetzt erst richtig gefährlich werden würde, denn kein Hindernis schützte den Träger mehr vor feindlichem Feuer, und die Schiffe hinter ihnen liefen jetzt auch nicht mehr Gefahr, einander zu treffen. Auf der taktischen Karte konnte er sehen, wie sich das imperiale Kommandoschiff hinter ihnen in eine geeignete Feuerposition brachte. Zahlreiche der imperialen Frames und Flugzeuge, die bisher die Küstenlinie attackiert hatten, setzten nun zum Angriff auf die Charybdis an, und viele von ihnen gaben ihr Leben im Abwehrfeuer des Superträgers. Nun setzte auch das Feuer der Flotte ein, und das Schiff mußte etliche Treffer hin nehmen, darunter auch einige schwere. Die Abwehrflotte der Kalmirer war nun heran und eröffnete ihrerseits das Feuer auf den angreifenden Flottenverband. Doch ob das noch reichen würde?
Plötzlich kam die Rettung aus mehr als unerwarteter Richtung. Die Sylbarae, das Flaggschiff der imperialen Flotte, hatte das Schlachtfeld nun erreicht und sendete einen Funkspruch, der all ihre Verbündeten erreichte. Und in diesem Funkspruch befahl Prinz Tharbik Bentaran persönlich die Einstellung der Kampfhandlungen und den sofortigen Rückzug aus der Kampfzone. Die Sylbarae selbst machte jedoch keine Anstalten, sich wieder zurück zu ziehen, sondern flog mit lediglich gebremster Geschwindigkeit weiter auf den imperialen Flottenverband zu. Kurz bevor sie ihn erreicht hatte, setzte sie einen einzelnen Frame ab. Einen Frame, der in der gesamten imperialen Flotte seinesgleichen suchte: es war der Red Knight, die persönliche Kampfmaschine von Prinz Tharbik. Und dieser Frame raste nun mit hoher Geschwindigkeit direkt auf die Charybdis zu.

Craym blickte unschlüssig auf die taktische Karte, auf der ein einzelner Frame angezeigt wurde, der ihnen extrem schnell zu strebte. Und natürlich erkannte er auch die Identifizierung.
"Was hat der Kerl vor?" fragte Victus leise. "Glaubt er, allein ein ganzes Trägerschiff ab schießen zu können?"
"Keine Ahnung," murmelte Craym. "Achtung, an alle Frames: sofort zurück in den Hangar, so schnell wie möglich!"
Er hatte schon zahlreiche verrückte Dinge über Tharbiks Leistungen auf den Schlachtfeldern Rheas gehört, und auch sein Frame sollte eine Klasse für sich sein. Craym glaubte nicht, daß die Charybdis ernsthaft in Gefahr war - sicher war er sich jedoch nicht. Sicher war er sich aber, daß seine Frames draußen auf der Oberfläche des Trägers in hoher Gefahr schwebten. Er konnte nur hoffen, daß sie es alle rechtzeitig hinein schafften.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyDo 19 Jan 2012, 20:57

Savy wollte etwas Kluges sagen. Etwas, wofür man sich an ihn erinnern würde. Sagten Männer nicht solche Dinge, wenn eine Frau versuchte, sie zu beschützen? Einen Moment lang kaute er auf dem Satz "Nur, wenn du gehst." herum, blieb jedoch dann einfach, wo er war. Vielleicht würde es ihr signalisieren, dass er tapfer war. In Wirklichkeit jedoch wollte sein Frame nicht, denn das, was dafür verantwortlich war, dass er sich fehlerfrei bewegte, hatte sich zu einer depressiven Kugel zusammengerollt und hatte scheinbar vor, sich so schnell nicht wieder zu entspannen, was auch ihm nicht unbedingt das beste Gefühl bereitete. Doch er konnte es verstehen. Wenn Rods Gefühlsausbruch für ihn selbst schon so schrecklich gewesen war, dass er versuchte seinen Frame tollpatschig und manuell gen Hangar zu steuern, wie war es dann nur für die Kugel?
Es dauerte eine schiere Ewigkeit, in der Savy immer wieder über die Nutzlosigkeit dessen fluchte, was gerade - als könnte ER etwas dafür! - dumpfe Schmerzen durch seinen Körper sandte, bis er endlich den Hangar erreicht hatte, eine halbe Minute nachdem der Befehl zum Rückzug gegeben worden war. Geschickt wie ein Ballett tanzendes Baby aktivierte er den Flight-Mode des Frames, der dadurch rapide an Höhe verlor, und kletterte ohne Hilfe die Außenseite seiner Maschine herab. Nachdem er die letzten Dezimeter gefallen und auf dem Hintern gelandet war, rappelte er sich auf und suchte nach seinem besten Freund. Glücklicherweise war der Ferrugineum nicht unbedingt klein, weshalb es ihm leicht fiel, dorthin zu gelangen. Und da stand er auch schon, einsam und verlassen, so dass auch Savy nun auf ein Neues seine Tränen zurückhalten musste. Während er auf ihn zurannte und sich überlegte, was zur Hölle er sagen sollte, wünschte er sich, größer zu sein. Eigentlich hatte der Junge noch nie Probleme damit gehabt, dass er eher klein war, aber jetzt wollte er, dass sich Rod an jemanden anlehnen konnte, der ihn auch tragen konnte. Er würde einfach unter seinem Gewicht zusammenbrechen, weil er so verdammt zerbrechlich war...
Schnelle, zögerliche Schritte trugen ihn zu seinem besten Freund, bis er nur noch eine Armeslänge von ihm entfernt war. Den Kopf leicht in den Nacken gelegt, um zu ihm aufblicken zu können, suchten seine Augen Blickkontakt, bis sie ihn letztendlich fanden. Für wenige Sekunden, ehe er zu Boden sah. Sein Innerstes zog sich bei seinem Anblick zusammen, und er wollte in einem solchen Moment, der nur Zygmunt gehörte, auf keinen Fall irgendetwas Egoistisches wie sicherlich völlig unbedeutende Schmerzen einfließen lassen. So entschlossen wie jemand wie Savy eben wirken konnte, streckte er eine Hand aus und setzte die Kuppe seines Zeigefingers sanft auf die Tränenspur auf Rods Wange, als könnte er nicht glauben, dass soetwas aus den ruhigen Augen seines Freundes stammen konnte. Nur langsam senkte sich seine Hand auf die Schulter seines besten Freundes. "Komm her." Seine Stimme war nicht mehr als ein Flüstern, als er den Größeren und Älteren Jungen an sich zog - oder eher darauf baute, dass er ein bisschen mithalf - um ihn irgendwie in seine dürren Ärmchen zu nehmen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptySa 21 Jan 2012, 06:06

Seit Zymunds vermutlichem Ende nahm Luc die Welt um sich herum wie durch einen dichten Schleier wahr. Er merkte kaum, wie er den Aporia steuerte und weitere Black Knights ausschaltete, während er das Gesehene zu verarbeiten versuchte. In seiner Ausbildung hatte man ihn zwar darauf vorzubereiten versucht, dass jeder von ihnen zu jeder Zeit sterben konnte und beim Start der Charybdis hatte er es selbst miterlebt, aber dieses Mal war es dennoch etwas ganz anderes. Dieses Mal hätte er es verhindern können, wenn er nur den anderen Frame zuerst erwischt hätte. Dumpf drang Crayms Stimme an sein Ohr, die ihnen den Rückzug befahl. Verwirrt sah er sich um und bemerkte erst jetzt, dass sich die feindliche Flotte etwas zurückgezogen hatte, nur ein einzelnes Schiff näherte sich ihnen. Obwohl er bezweifelte, dass dieses ein großes Problem sein sollte, hörte er doch auf den Befehl und flog in den Hangar zurück. Dort angekommen schaltete er die Systeme seines Frames ab, bevor er langsam ausstieg. Seine Augen wurden feucht, als er den zerstörten Frame sah, den der Archangel neben sich abgelegt hatte.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyMo 23 Jan 2012, 13:57

Admiral Atramedes schäumte vor Wut! Sein Schiff hatte die optimale Feuerposition erreicht nud war bereit anzugreifen, als der Befehl kam, das Feuer einzustellen und die Gefechtszone zu verlassen. Wie konnte es der Prinz nur wagen so einen Befehl zu geben? Die imperiale Flotte war die modernste auf Rhea, zeitgleich auch die Stärkste. Und jetzt wurde die Möglichkeit verwehrt den Träger des Widerstandes aus dem Himmel zu fegen? Das würde noch ein Nachspiel haben mit Konsequenzen für alel Beteiligten, dessen war sich der Admiral sicher, als sich sein Schiff, mitsamt dem rest der Armada, zurückzog.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyDi 24 Jan 2012, 20:54

Die Charybdis war nur noch ein kleines Stück von der Küste entfernt, aber der Red Knight holte rasend schnell auf. Das Trägerschiff jagte ihm einen Schwarm von Anti-Frame-Raketen entgegen, worauf sich ein halbes Dutzend kleiner Objekte von dem Frame lösten. Es waren kleine Kampfdrohnen, die dem Red Knight selbst in Agilität kaum nach standen und sich schnell verteilten, ehe sie die anfliegenden Geschosse mit einem tödlichen Laser-Sperrfeuer in Empfang nahmen. Keine einzige Rakete kam ihrem Ziel auch nur nahe genug, um es zu gefährden.
Nun hatte der rote Frame auf geholt und wurde von den Lasertürmen der Charybdis unter Feuer genommen. Doch er war so unglaublich schnell und beweglich, daß er jeder der präzisen Salven mit Leichtigkeit aus weichen konnte. Tharbik blickte auf einen seiner Bildschirme, der das Trägerschiff beständig im Blickfeld behielt, während er einen parallelen Kurs zu ihm ein schlug. Auf dem Schirm war immer noch, wenn auch schwach, das blaue Leuchten zu erkennen, das die Charybdis um gab.
"Na gut, jetzt wird's spannend," murmelte der Prinz und richtete sein Lasergeschütz auf das Schiff, ohne dabei einen bestimmten Punkt an zu visieren. Zwischen zwei Ausweichmanövern gab er eine kurze Lasersalve auf den Träger ab, und gleich darauf eine weitere. Die Daten auf seinem HUD waren eindeutig: die Energieladungen waren beim Aufschlag zerstreut, ihre Wirkung um mehr als 30% gesenkt worden. Er gab noch eine dritte Salve ab, nur um ganz sicher zu gehen, und wieder waren die Meßwerte eindeutig.
"Das ist der eindeutige Beweis," flüsterte Tharbik. "Sie verwenden MCP-Konverter."
Schnell leitete er seinen Rückzug zur Sylbarae ein. Er hatte hier genug gesehen, und er mußte schnell von hier weg, bevor er der kalmirischen Küstenverteidigung zu nahe kam. Auch sein Können war nicht unbegrenzt. Der Red Knight flog eine enge Kurve und entfernte sich so schnell wie er her gekommen war.

"Was zum Teufel war denn das?" fragte Victus verwundert. "Kommt hierher, schießt paar mal auf uns und verschwindet dann wieder?"
"Er wollte sich wohl mit eigenen Augen von unserer Geheimwaffe überzeugen," erwiderte Craym. "Nun, da er sie kennt, wird er zweifellos schnellstmöglich die notwendigen Schritte veranlassen - welche immer das auch sein mögen."
"Eingehende Nachricht," meldete in diesem Moment die Schiffs-KI der Charybdis.
"Durch stellen," befahl Craym knapp.
Auf einem Ausschnitt des Hauptschirms erschien das Gesicht eines dunkelhaarigen Mannes, der die Abzeichen eines Generals trug.
"Hier spricht General Torres von der SK Astraroth. Wir heißen Sie willkommen auf kalmirischem Boden, General Tenaros! Sie wurden uns angekündigt, aber ich war nicht sicher, ob Sie es wirklich schaffen würden." Der Mann lachte leise. "Wie es scheint, habe ich Sie unterschätzt - ebenso wie das Imperium!"
Erst als er die Worte des Generals hörte, wurde Victus richtig bewußt, daß sie ihr Ziel erreicht hatten, und ein Stein fiel ihm vom Herzen. Sie waren in Kalmira angekommen. Sie waren in Sicherheit.
"Ich danke Ihnen für den Empfang, General Torres," erwiderte Craym. "Nun ja... wir hatten Glück, und zudem einige Trümpfe im Ärmel, mit denen das Imperium nicht gerechnet hatte."
General Torres lachte wieder. "Oh ja, das gehört alles dazu, wenn man mitten durch einen imperialen Angriffsverband durch fliegt! Ich hoffe, Sie hatten keine größeren Verluste, Charybdis?"
"Zwei. Einen bei der Flucht aus Tress, und einen gerade vorhin beim Durchbruch. Ansonsten keine Verluste."
Victus' Laune erhielt sofort einen Dämpfer, als er wieder an Zygmunt erinnert wurde. Ein weiterer guter Mann, den das Imperium auf dem Gewissen hatte, und für den es bezahlen würde!
"Das ist vertretbar," erwiderte General Torres. "Nun gut, General Tenaros, Ihr Schiff scheint eine ausgiebige Wartung nötig zu haben. Bitte folgen Sie unserem Schiff, wir überführen Sie zum Flottenstützpunkt Meznaryn, westlich von hier. Wir senden Ihnen die Koordinaten. SK Astaroth Ende."
Das Bild des Generals auf dem Schirm erlosch.

Nathan hatte seinen Frame mittlerweile wieder verlassen, als der Archangel Zygmunts übel zugerichteten Frame in den Hangar schaffte.
"Zygmunt... Scheiße!" murmelte er. Er trat rasch zur Seite, als zwei Sanitäter mit einer Bahre heran eilten. Einige Wartungsmechaniker waren ebenfalls da und versuchten einen Weg in die Cockpit-Kanzel des schwer beschädigten Frames zu finden. Nathan warf einen Blick auf die Trefferstelle und wußte bereits, daß sie zu spät waren.

Der Red Knight kehrte sicher zur Sylbarae zurück, die mittlerweile ebenfalls gewendet hatte und sich zusammen mit dem Angriffsverband auf dem Rückweg nach Aardinos befand. Prinz Tharbik wartete, bis sein Frame sicher im Hangar gelandet war, und baute dann eine Verbindung mit der Brücke des Trägerschiffs auf.
"Berechnen Sie einen Kurs zur estrayanischen Hauptstadt," befahl er sofort, ohne eine Antwort ab zu warten. "Ich muß so schnell wie möglich meinen Vater erreichen. Ich habe wichtige Informationen, den Kriegsverlauf betreffend."
Er ließ die Verbindung gerade lange genug bestehen, um eine Bestätigung seiner Befehle ab zu warten, dann unterbrach er sie. Einen Moment lang blieb er nur still sitzen, ein zufriedenes Lächeln auf dem Gesicht. Dann machte er sich daran, seinen Frame zu verlassen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyDo 26 Jan 2012, 12:07

Nachdem die Mechaniker das Cockpit geöffnet hatten, oder vielmehr, was von diesem übrig war, wichen sie erschrocken zurück, einem wurde sogar so schlecht, dass er sich das Essen noch einmal durch den Kopf gehen ließ. Von dem Piloten war kaum mehr übrig als eine breiige deformierte Masse, die nur in den gröbsten Zügen an einen Menschen erinnerte. Die Sanitäter taten das, was sie noch tun konnten. Hinter einem Sichtschutz hievten sie die Überreste aus dem Frame auf die Bahre und deckten sie ab, bevor sie sich damit auf dem Weg in die Kühlkammer der Krankenstation machten, ohne das jemand auch nur einen Blick auf das werfen konnte, was sie transportierten.

Indes, einiges an Kilometern entfernt, auf Fullers Forschungsbasis, schluckte ein Kommunikationstechniker, als er an die Bürotür des Professors klopfte. Diese schwang sogleich mechanisch auf und der alte Mann winkte den Mann herein, dabei aber nicht von den Blaupausen aufsehend, die vor ihm lagen. Dies änderte sich doch, als er die Nachricht vernahm, die er immer befürchtet hatte. Noch blasser werdend als er eh schon war, sank der Professor in seinem Stuhl zusammen, bevor er den Sendboten mit einem Winken entließ. Keine weitere Regung zeigte sich in dem alten, faltigen Gesicht des Mannes. Jedoch änderte sich dies scheinbar etwa 10 Minuten später, als er sämtliches Personal und Material von allen Projekten abzog und dem ATLAS-Programm zuteilte. Er verstand sich zwar nie besonders gut mit ihm, stritt oft wegen dem Weg, den er beschritten hatte, dennoch liebte er ihn...Ja...der Widerstand würde für den Tod seines Sohnes, seines einzigen Kindes, teuer bezahlen...
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyFr 27 Jan 2012, 10:42

Die Angst und Trauer, die einen soliden Brocken in Issas Bauch gebildet hatten, wandelten sich langsam aber sicher in Zorn, während sie auf dem Aufzug stand, der sie vom Cockpit des Archangel zu Boden brachte. Vor allem, weil die Kinder das mitansehen mussten. Das war der endgültige Beweis dafür, dass die beiden nichts an der Steuerung der Frames zu suchen hatten. Bis jetzt hatte sie das ganze ja stillschweigend als Notwendigkeit hingenommen, aber Craym hatte ja nicht einmal den Versuch unternommen für die beiden Ersatz zu finden! Wie konnte man so verbohrt sein, Kinder auf ein Schlachtfeld zu schicken?! Der Tod Zygmunts hatte ihr das wieder eindeutig vor Augen geführt. Der Anblick von Rod und Savy, die sich gegenseitig in den Armen lagen, fachte ihren gerechten Zorn nur noch an.
Wie ein Kreuzritter auf dem Weg zum Schlachtfeld marschierte Issa schnurstracks zur Kommandobrücke der Charybdis. Adati öffnete ihr pflichtbewusst die Türen, merkend, dass mit seiner Herrin jetzt grade nicht zu scherzen war. Mit einem Gesicht wie der Vesuv kurz vor der Explosion stampfte Issa auf Craym zu.
"Was haben wir uns dabei gedacht?!", schäumte sie los: "Kinder auf ein Schlachtfeld zu schicken. Was wäre, wenn es einer der beiden wäre, die jetzt als Brei zur Verbrennung geschickt werden müssten, hm? Könntest du das verantworten, General?"

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Zuletzt von Enki am So 29 Jan 2012, 00:45 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptySa 28 Jan 2012, 22:55

In Savys Armen war sich Rod auf einmal sicher, dass doch nicht alles vorbei war. Dass es weitergehen würde. Niemand würde ihre Freundschaft zerstören können, solange sie beide lebten, und solange sie Zygmunts Andenken bewahrte lebte auch er noch, mit einem kleinen Funken, einem Splitterchen seiner Seele, der Freundscahft, die sie auch zu ihm gefühlt hatten, die Ziele, die auch ihn angetrieben hatten.
Er sah dennoch nicht hin, als die Sanitäter das Cockpit des zerstörten Frames öffneten. Er musste nicht sehen, wie sie den Körper des Ermordeten bargen, denn das hätte bloß seine gerade erst wiede rein wenig gefestigte Ruhe zerschmettert.
Stattdessen legte er seinem Freund den Arm um die Schulter, befreite sich aus seinem Klammergirff und ging stumm mit ihm weg, nicht in ihr Quartier, sondern nur zur Hangarwand. Der Hangar war groß, und hinter den unbenutzten Frames konnten sie sich mühelos vor den anderen verbergen, ohne zu weit gehen zu müssen.
Hier verlor Rod wieder die Kontrolle, zumindest teilweise. Seine Schultern sackten zusammen, und er sah Savy direkt ins Gesicht. Auch der Jüngere litt, er sah es genau. Am Tod Zygmunts, und infolgedessen an dem Alien, das seine Emotionen nur noch verstärkte und wieder zurückgab. Rod lehnte sich an die Wand und glitt langsam daran herab, bis er mit dem Rücken an ihr saß, und Savy neben ihm. Nur sein Arm war noch um ihn geschluchen und streichelte leicht seinen Rücken, wo das Alien saß.
"Savy ... Ist in Ordnung ... Wir haben alles richtig gemacht. Und wir müssen weitermachen, für Zygmunt. Alles geht weiter ... Muss weitergehen."
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyDi 31 Jan 2012, 20:25

Craym drehte sich zu dem zornigen Racheengel herum, der vor ihn getreten war. Unbeeindruckt sah er ihr direkt in die Augen.
"Ich kann das nicht nur - ich MUSS es verantworten! Es ist mein Job, Entscheidungen zu treffen, egal wie hart sie sind. Der Auftrag lautete, die Charybdis sicher nach Kalmira zu bringen, egal unter welchen Umständen. Das haben wir getan, und das mit weitaus weniger Opfern, als zu erwarten gewesen wäre."
Er schwieg einen kurzen Moment, dann fuhr er fort. "Glaubst du, ich hab die Kinder gerne aufs Schlachtfeld geschickt? Oder auch Zygmunt? Oder den Champ? Allesamt Zivilisten, die nichts in unseren Frames verloren hatten! Aber sie waren die einzigen, die sie steuern konnten, und das machte sie für uns wichtig - nein, überlebensnotwendig."
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyDi 31 Jan 2012, 22:50

"Leben, das mit Blut und Tod erkauft ist!", gab Issa scharf zurück. In einer Geste der Verzweiflung warf sie die Hände in die Luft und sprach mit wachsender Trauer in der Stimme weiter: "Craym, das ist Scheiße. Wir sollten Ersatz finden. Wenn schon nicht für die Zivilisten, dann doch zumindest für die Jungen. Sie gehören nicht hierher. Gehören nicht in Frames. Gehören...nicht...in...Frames." Ihre Stimme verlor sich in einem unterdrückten Schluchzer. Der Kampf und der Tod Zygmunts forderten ihren Tribut. Issa wischte sich mit dem Ärmel ihres Tops über die Augen.
"Das ist doch Scheiße."

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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyDi 31 Jan 2012, 23:05

"Da stimme ich dir zu," sagte Craym, bedächtig nickend. "Und jetzt, wo wir unser Ziel erreicht haben, ist es nicht mehr länger nötig, sie in diese Frames zu stecken. Sobald es uns möglich ist, lassen wir sie von Bord gehen und in die nächste Stadt bringen. Ich werde mich persönlich dafür ein setzen, daß sie eine neue Familie bekommen, die sie bei sich auf nimmt." Er zögerte kurz, dann fügte er leise etwas hinzu: "Das sind wir ihnen verdammt noch mal schuldig!"
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyFr 03 Feb 2012, 22:12

Wie ein vollkommen überbelasteter, nasser Sack kippte Savy zur Seite, jetzt, wo sie niemand mehr beobachtete und alle Anspannung der Schlacht von ihm abgefallen war. Sein Kopf landete auf den Oberschenkeln seines besten Freundes, grub sich für einige Sekunden mit der Nase voran in die Hosen des Älteren, ehe er sich aus dem Griff Rod heraus auf den Rücken drehte (was er irgendwie nach wenigen Sekunden bereute) und ihn mehr oder weniger als Kissen missbrauchte. Mit seinen Haaren, die wie ein brauner Heiligenschein um seinen Kopf lagen und großen blauen Augen, in denen sich das Licht im Hangar verfing, starrte er an die Decke und sog die Luft ein. "Natürlich geht es weiter...aber wie lange?" Zweifelnd legte Savy eine Hand auf seine Körpermitte, blickte kurz zu eben dieser hinab, die, wie er gerade bemerkte, mit einer Vielzahl an kleineren Kratzern versehen war, und schaute dann wieder zu Rod, der es irgendwie geschafft hatte, dass er sich in einem lauten, dreckigen Hangar fühlte wie in einer der Nächte, die sie zusammen in ihrem Quartier verbracht hatten. "Wir müssen die Zeit nutzen, die uns noch bleibt, wie kurz sie auch sein mag. Wir müssen das Imperium auslöschen...Und wenn ich nicht mehr da bin, bevor es soweit ist..." Hilflos krallten sich seine dürren Finger in den Stoff seines Pullovers, bereute er es doch schon wieder, solch ernste Themen anzusprechen. "...dann mach es bitte für mich. Und für Zygmunt. Für alle, die gestorben sind." Für alle, die dem Regime zum Opfer fielen, obwohl sie ihm so treu gedient haben...wie mein Vater.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyMi 08 Feb 2012, 20:30

Vorsichtig barg Rod seinen Freund an seinen Oberschenkeln, versuchte ihm, die Lage so leicht wie gerade möglich zu machen, blickte auf sein weiches Gesicht herab und stellte sich vor, ihn statt Zygmunt in einem Frame zerschossen werden zu sehen. Die Vorstellung raubte ihm den Atem, und er verdrängte sie rasch in den hintersten Winkel seines Gedächtnisses.
Stattdessen konzentrierte er sich wieder auf die Gegenwart, darauf, Savy jetzt und hier zu helfen, anstatt in Selbsmitleid zu versinken. Stumm. Aber mit so verständnisvollem Blick, wie er ihn eben hinbekam, hörte er ihm zu und blendete alles außer ihm aus.
"Mach ich. Ich bleibe. Bei dir ... Und beim Widerstand. Bis alles vorbei ist."
Er sagte das, ohne viel nachzudenken. Emotional, bewegt von dem, was Savy gerade gesagt hatte. Eine Weile schwieg er, sah Savy einfach nur stumm an und dachte über ihre Zukunft nach. Darüber, weiter im Ferrugineum herumzulaufen und auf Sachen zu schießen, darüber, weiter Leute zu verlieren, die er gerade erst ein wenig näher kennen gelernt hatte.
Schließlich beugte er sich wieder zu seinem Freund herab.
"Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das schaffe.", seufzte er leise.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyFr 10 Feb 2012, 15:02

"Das sind wir", stimmte Issa zu und fühlte wie ihr ein Stein vom Herzen fiel. Hatte erst jemand sterben müssen, damit Craym erkannte, wie gefährlich das Steuern von Frames war? Issa merkte sogleich, dass Wut und Trauer ihr Urteilsvermögen trübten und sie Craym gegenüber unfair war. Der Commander versuchte auch nur sie mit möglichst wenig Verlusten hier durchzubringen. Er hatte schließlich auch ein Interesse daran, dass alle überlebten. Leise verabschiedete sich Issa: "Danke...Craym. Ich werde einen trinken gehen. Ich glaube, das brauch' ich jetzt."

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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyDo 23 Feb 2012, 21:24

Noch am selben Tag, nur wenige Stunden später, landete die Charybdis auf dem kalmirischen Flottenstützpunkt Meznaryn, weit ab von der umkämpften Frontlinie. Das Schiff war angeschlagen, was man ihm auch deutlich ansehen konnte, doch es war hart im Nehmen. Selbst die Schlacht, die hinter ihr lag, hatte die Charybdis nicht brechen können, und so setzte sie nun unter den neugierigen und beeindruckten Blicken der kalmirischen Soldaten auf dem weitläufigen Flugfeld auf.

Ein letztes Mal traf General Craym Tenaros im Hangar auf die Frame-Piloten, deren Kampfkraft es zu verdanken war, daß sie diese schwierige Mission erfolgreich hatten abschließen können. Das jüngste furchtbare Ereignis, Zygmunts Tod, hatte in all ihren Gesichtern Spuren hinterlassen, und Craym bedauerte es fast, daß er nicht dasselbe empfinden konnte wie sie alle.
"Nun, wir sind an unserem Ziel angekommen," sagte er schließlich, laut, so daß ihn jeder der anwesenden hören konnte. "Wir haben Kalmira erreicht und sind somit erst einmal in Sicherheit. Nach dem, was ich gehört habe, läuft der Krieg nicht allzugut für Kalmira... aber die Technologie, die wir mitgebracht haben, sollte den Leuten hier die Chance geben, das Ruder herumzureißen. In diesem Sinne: danke euch allen. Ohne eure tatkräftige Mithilfe und... die Opfer, die wir bringen mußten... hätten wir diese Reise wohl kaum überstanden."
"Und was passiert jetzt, Boß?" fragte Nathan, der mit verschränkten Armen an den linken Fuß des Stormwing gelehnt da stand. Er fühlte sich müde und ausgelaugt, noch mehr, als unter diesen Umständen verständlich war. Er hatte Zygmunt im Grunde kaum gekannt, aber dennoch hatte ihn dessen Tod getroffen. Wenn ich in der Verfassung gewesen wäre mit zu kämpfen... hätte ich es verhindern können? Diese Frage hatte er sich in den letzten Stunden ständig gestellt, und es war ihm nicht gelungen, eine Antwort darauf zu finden.
"Nun, dieses Schiff wird auf diesem Flottenstützpunkt wieder instandgesetzt, und die Baupläne für den MCP-Konverter werden an die kalmirische Waffenfertigung übergeben," erwiderte Craym. "Wenn die Charybdis wieder voll einsatzbereit ist, wird sie eine neue Besatzung erhalten und an die Front geschickt werden. Einige von euch werden ebenfalls wieder an die Front kommen, am Steuer eines Frames." Er sah dabei speziell Luc und Seria an. Dann wechselte sein Blick zu Nathan, Rod und Savy. "Ihr dagegen seid Zivilisten. Ich werde persönlich dafür sorgen, daß ihr in die nächste Stadt gebracht werdet. Außerdem könnt ihr mit einer gewissen... Aufwandsentschädigung rechnen." Selbst in Crayms Worten klang das Wort wie Hohn. Nathan würde es vielleicht einfacher haben, aber zumindest die beiden Jungs konnte wohl alles Geld dieser Welt nicht über den Tod eines Kameraden hinweg trösten. Sie würden es selbst verarbeiten müssen. Aber immerhin - keiner von diesen dreien würde mit leeren Händen in die Zivilisation zurückkehren müssen. "Aber selbst für die Soldaten unter uns ist nun erst einmal Fronturlaub angesagt. Ich denke, den habt ihr euch alle verdient!"
Nathan nickte schwach, stieß sich dann ab und bewegte sich zusammen mit den anderen auf das Shuttle zu, das bereits auf sie wartete, um sie vom Schiff zu bringen. Er wußte noch nicht so recht, was er tun würde... aber beim Militär konnte ihn nichts und niemand halten. Auch in seiner Zeit als Gladiator hatte er so manchen Feind töten müssen, aber das war etwas anderes gewesen. Das waren faire Kämpfe zu fairen Bedingungen gewesen. Krieg dagegen... war niemals fair. Er warf einen letzten bedauernden Blick zum Stormwing zurück. Die Maschine würde ihm sicher fehlen. Dann betrat er das Shuttle.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyFr 24 Feb 2012, 11:36

Noch während die Charybdis landete wurde der Leichnam von Zygmunt verbrannt, und seine Asche in ein schlichtes Gefäß gefüllt. Es war schließlich Krieg, da blieb keine Zeit für aufwendige Beerdigungen und anderen Zeremonien. Nachdem der Träger gelandet war kam einer der Ärzte mit der Urne in der Hand in den Hangar und wartete, bis Craym seine Rede beendet hatte. Der Mann stand da und wartete, ob jemand die letzte Ehrenpflicht übernehmen würde, und wenn nicht, so würde er das wohl selber machen.

(kleiner Zeitsprung, damit ich das schreiben kann, zumindest für mich, für eure Posts nicht von Belang)

Einige Wochen nach der Ereignissen an der Frontlinie, startete von Professor Fullers Forschungsbasis eine Orbitalrakete in den Himmel empor. Auf der Zielposition angelangt setze sie ein Satelliten frei, der problemlos online ging. ATLAS, die Kurzform für Autonom Taktisches Langstrecken Abwehr System, ein orbitales Lasergeschütz, mit enormer Feuerkraft, war nur ein Teil des gleichnamigen Programms.

Keine Stunde, nachdem der Satellit aktiviert wurde, zerriss eine Explosion das Hangargebäude auf Fullers Forschungsbasis, aber nicht, weil es angegriffen wurde. Es wurde gesprengt, um Platz zu schaffen. Nachdem sich der Rauch gelichtet hatte kam das bislang größte Luftschiff zum Vorschein, das je gebaut wurde. Es stellte das bisherige Flagschiff des Imperiums sogar in den Schatten.

Als die Triebwerke gestartet wurden, gab es eine kleine Druckwelle, bevor sich der Koloss in den Himmel erhob. Der Zentralbereich des Schiffes strotzte nur so vor Waffen. Mehrere Raketenbatterien, sowie hintereinandergeschaltete Laser-Vierlings-Geschütze. Steuerbord und Backbord befanden sich Startrampen für Frames, Transporter und Shuttles. Auf dem Rumpf prangte in blutroten Lettern der Name 'ATLAS'.

Auf der Brücke des Schiffs in seinem Kommandostuhl, saß der, mittlerweile noch sehr viel ältere Professor und grinste, ehe er in einen Lachanfall verfiel, dabei drehte sich das Schiff seiner Bestimmung zu. Der Jagd auf die Charybdis....
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyDi 28 Feb 2012, 02:00

Nur allzu bereitwillig ließ Professor Melissa Fortune das Steuern des Archangel hinter sich. Und noch viel bereitwilliger ließ sie sich von Charybdis auf einen bodenständigeren Posten versetzen. Vorzugsweise einen der nicht einmal innerhalb der nächsten Generation vom Krieg erreicht wurde. Wo war egal, als was war egal, Hauptsache, es befand sich möglichst weit von der Steuerungseinheit eines Kampfframes entfernt. Das bedeutete nicht, dass Professor Fortune der Unterstützung der Truppen entsagt hatte. Adati, die künstliche Intelligenz, die die Professorin schon vorher begleitet hatte, wurde von ihr weiterentwickelt. Die K.I. fand ihre Verwendung in fast allen Geschützen und zur Unterstützung der Piloten in Kampfkreuzern. Sie konnte schneller als jeder Mensch reagieren und koordinierte in rasender Geschwindigkeit sämtliche Abwehreinheiten der Kreuzer.
Abgesehen davon setzte sich Professor Fortune früh zur Ruhe und verbrachte den Rest ihrer Tage in Ruhe.

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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyDi 28 Feb 2012, 22:56

Nachdem sie nun in Sicherheit waren, war Nathan Talbyn einer jener, die sowohl die Charybdis als auch das Militär verließen, um in ein ziviles Leben zurückzukehren. Der Krieg, dessen Fängen er für kurze Zeit ausgesetzt war, hatte ihm, der den Kampf nur im Rahmen fairer und weitgehend sportlicher Wettkämpfe auslebte, schwer zugesetzt, und er brauchte eine Weile, um sich von den traumatischen Erlebnissen zu erholen.

Die Belohnung, die er von der kalmirischen Republik für seine Dienste erhalten hatte, war ihm dabei eine große Hilfe. Diese hatte nämlich nur nur aus einer ansehnlichen Geldsumme bestanden; General Tenaros hatte sich persönlich dafür eingesetzt, daß Nathan den imperialen Black Knight, den er während seines letzten Einsatzes auf der Charybdis geflogen hatte, als Belohnung erhielt. So ausgestattet hatte er die Möglichkeit, seine alte Tätigkeit als Gladiator wieder aufzunehmen und in der Arena um Ruhm und Ehre zu kämpfen - wenn auch zunächst nur in denen von Kalmira.

Es dauerte nicht lange, und Nathan Talbyn hatte sich seinen Ruf als amtierender Champion der WFBL zurück erarbeitet, und nur wenige zweifelten daran, daß er diesen Titel erfolgreich verteidigen würde, wenn der Krieg erst einmal beendet sein und die nun geschlossenen Arenen weltweit wieder eröffnet sein würden. Und mit jedem Sieg, den er sich in der Arena erkämpfte, ermutigte er die Soldaten der kalmirischen Republik, die davon hörten, dazu, es ihm gleich zu tun und für das zu kämpfen, woran sie glaubten.
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BeitragThema: Re: [MSG] Rhea 84 A.C.   [MSG] Rhea 84 A.C. - Seite 3 EmptyDi 28 Feb 2012, 22:59

Im Jahr 84 nach Cryon lief der Krieg nicht sehr gut für die kalmirische Republik, denn die Streitkräfte des estrayanischen Imperiums verfügten über besser ausgerüstete Frames und Kriegsschiffe und waren zudem zahlenmäßig leicht überlegen.
Dann jedoch erreichte ein Schiff, aus dem besetzten Aardinos kommend, den kalmirischen Kontinent. Die Charybdis brachte eine neuartige Technologie mit sich, die imstande war, dem Kriegsverlauf die entscheidende Wende zu geben. Obwohl unterbesetzt und nur mit wenigen Frames ausgestattet, war es dem Schiff unter dem Kommando von General Craym Tenaros gelungen, sich durch feindbesetztes Terrain zu schlagen und schließlich sogar den imperialen Verteidigungsring um die Insel Aardinos zu durchbrechen.

Nach der Ankunft der Charybdis auf kalmirischem Boden wurde die neue Technologie umgehend an die hiesige Waffenfabrikation übergeben, die einen Großteil der kalmirischen Flotte schnell mit den mächtigen MCP-Konvertern ausrüstete. Derart verbessert, gelang es den Truppen der Republik, die estrayanischen Invasoren zurückzuschlagen und ihrerseits in die Offensive zu gehen. Die Charybdis selbst wurde in der Werft vollständig repariert, neu ausgerüstet und mit einer vollständigen Besatzung aus Elite-Soldaten versehen, um daraufhin zusammen mit dem 7. taktischen Flottenverband an die Front geschickt zu werden; General Tenaros erhielt einen Posten im Oberkommando, von wo aus er seinen Beitrag zur Kriegsführung leistete. Die tapferen Piloten, die für kurze Zeit unter ihm gedient hatten, wurden entweder wieder in die Schlacht geschickt, mit anderen Tätigkeiten betraut oder kehrten in das zivile Leben zurück, aus dem sie gekommen waren.

Durch die Ankunft der Charybdis auf dem Kontinent Kalmira waren die Karten in diesem Spiel neu gemischt worden. Der Krieg war noch nicht beendet. Doch nun gab es eine reelle Chance, ihn zu gewinnen, das estrayanische Imperium in seine Schranken zu weisen und der Welt Rhea den Frieden wiederzugeben.





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