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 [MSG] Episode 1: Eröffnung

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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Mo 04 Nov 2013, 20:58

Jarvan guckte sich verwirrt um. Wo waren den die Stimmen jetzt hergekommen? Seine erste Reaktion war gewesen sein Schwert ziehen zu wollen. Doch die anderen schienen sich nicht bedroht zur fühlen. Nur Kis Feuer kam ihm immer näher, so dass er einen Schritt zurück weichen musste.
„Vorsicht bitte!“
In St. Remin war er also. Er hatte davon gehört. Einer der Mönche hatte immer davon gesprochen wie gern er doch gern dorthin gehen würde um etwas zu erleben. Doch gegangen war er nie, besonders da niemand den Weg gekannt hatte.
Jarvans Gemütszustand verschlechterte schlagartig. Er würde wohl niemals wieder den Weg zurück in sein Kloster finden. Doch das war auch nie seine Bestimmung gewesen, er musste seinen Meister finden. Und trotzdem würde er das Kloster, was seit dem er sich zurück erinnern konnte sein zu Hause war, vermissen.
„Wie weit müssen wir noch? Und was hat die Stimme gemeint wer wurde den unterdrückt? Und warum ist er der Meinung das das Töten unschuldiger seine Situation verbessert?“
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Fellknäuel
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Di 05 Nov 2013, 14:53

Max warf Jarvan einen schrägen Seitenblick zu. "Du mußt wirklich von verdammt weit her kommen, so wenig wie du über die hiesigen Verhältnisse weißt." Ohne eine Antwort abzuwarten, redete er sofort weiter. "In dieser Stadt gibt es ne Menge Leute, die wie wir sind. Besondere Begabungen haben und so. Sie nennen sie einfach nur 'Mutanten'. Die Leute haben Angst vor diesen Mutanten... nein, nicht die Leute, sondern die Regierung. Vermutlich fühlen sie sich ihnen unterlegen oder so. Jedenfalls werden Mutanten unterdrückt und gejagt, und, wenn man sie findet, getötet. Dafür haben sie sogar die Gunmen ins Leben gerufen; die gepanzerten Spinner, gegen die wir vorhin gekämpft haben.
Und dann gibt es da noch so eine Untergrundbewegung, die gegen diese Unterdrückung aufbegehren. Ihr Anführer nennt sich 'das Phantom'. Schätze, du hast ihn da oben gerade gehört. Das ist ne brutale Terrorbande, die mit Bombenanschlägen und so nem Scheiß gegen das System kämpft. Wie die auf die Weise bessere Lebensumstände erzeugen wollen, wüßte ich aber auch gern!"


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Vicati
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Di 05 Nov 2013, 23:53

"Eine gute Sache nicht", meinte Hermes mit einem Grinsen an Svetlana gewandt. "Und wenn wir schon dabei sind: Wir nehmen jeden Andersartigen auf, wenn du uns etwas erzählen willst, wäre jetzt die perfekte Gelegenheit. Ich glaube nämlich nicht, dass ein normaler Mensch bei diesem Chaos im Einkaufszentrum irgend einen Grund gehabt hätte, mit den Gunmen aneinander zugeraten. Wie du gehört hast, sind wir immer auf der Suche nach Neuzugängen."
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Mi 06 Nov 2013, 10:51

"Und wenn die Neuzugänge auch noch klein und heiss sind, dann haben wir erst recht nix dagegen", fügte Alois ungefragt, dafür mit einem dicken Grinsen zu.
War ja schliesslich wahr, die Kleine war wirklich heiss. Fast ein wenig mager an einigen Stellen, aber ach, man durfte nicht immer so wählerisch sein. Und gerade bei so Gruppen wie ihren war der Frauenanteil nun wirklich nicht gerade die Höhe. Und wenn mal was anstieg, war die Chance gross, dass es bei der nächsten kleinen Mission gleich wieder korrigiert wurde. Dabei stellte er es sich so traurig vor, wenn man in seinen letzten Momenten nur irgendwelche schleimigen Kerle um sich herum hatte. Na ja, insofern man im Getümmel und nunter den Mänteln überhaupt etwas davon erkennen konnte.
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Mi 06 Nov 2013, 16:49

„Mhh es hört sich für mich aber an als ob Ihre Ziele ehrenwert währen. Der Kampf gegen die Unterdrückung ist nichts schlechtes, außer die bedeutet neue Unterdrückung. Nur die Mittel kommen mir doch sehr merkwürdig vor. Wäre ein Zweikampf zwischen dem Phantom und dem Anführer der anderen Seite nicht viel Sinnvoller. So könnten sie Ihr Differenzen endgültig lösen.“
Wieder kamen sie an einem Lichtpunkt vorbei, aber Ki wollte wohl immer noch nicht diesen Stinkenden Ort verlassen. Mittlerweile hatte sich zumindest die Ratten verzogen.
„Können wir bald wieder hoch? Ich mag solche abgeschlossenen Orte nicht so wirklich und der Gestank ist einfach unerträglich!“
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Syari

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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Mi 06 Nov 2013, 17:57

"Ehrenwerte Ziele?", Ki spuckte verächtlich auf den Boden, "Es ist nichts ehrenwertes in ihren Zielen, sie wollen den Spieß umdrehen, von den Unterdrückten zu den Unterdrückern werden. Und ihre Mittel sind mehr als merkwürdig, sie sind grausam und sie werfen ein schlechtes Bild auf uns alle. So viele von uns wollen einfach nur ihre Ruhe haben, aber eben genau durch solche Mutanten wie das Phantom und seine Herde von Geistesgestörten Emporkömmlingen sind doch der Grund dafür, WARUM es die Gunmen gibt, WARUM die Mutanten unterdrückt werden, aber das verstehen solche Leute eben nicht. Sie sehen nicht die Hintergründe sondern die Tatsache."
Sie machte eine Pause um sich zu beruhigen, ihre Haare leuchteten beinahe schon feuerrot und ihre Arme standen komplett in Flammen, welche hungrig nach mehr Wut an ihr emporzüngelten.
"Du kommst wirklicht nicht von hier, oder? Zweikämpfe sind hier verboten. Körperverletzung nennt man das, wenn einer jemand anderen verletzt und eigentlich sind wir so zivilisiert, dass wir Probleme mit Hilfe von Worten lösen."
Erneut unterbrach Ki sich und schaute nach oben, sie standen unter einem Gullideckel. Sie wollte hier raus, wenn sie die Richtung richtig gedeutet hatte, sollten sie jetzt nicht mitten unter einer Straße stehen, sondern einen kleinen Park erreicht haben. Der fehlende Lärm von Autos bestätigte ihre Vermutung, dennoch wollte sie lieber einmal sicher gehen, nicht, dass sie direkt auf einer abgesperrten Straße ankamen, die einzig udn allein deshalb nicht befahren war, weil die Umgebung von der Mall gesperrt war. Derweil hatte sie das Feuer auf ihren Armen zurückgedrängt und schaute sich entschuldigend zu Max und Jarvan um, während sie mit den Schultern zuckte. Wahrscheinlich war ihr Anblick etwas schaurig und bedrohlich, aber sie konnte manchmal nur wenig dagegen tun.
"Max, kannst du einen deiner Begleiter gucken lassen, ob es sicher ist hier rauszugehen?"
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Fellknäuel
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Mi 06 Nov 2013, 19:08

Max streckte wortlos einen Arm aus, und der Armschützer daran wurde sichtbar. Momente später stand Serpentis vor ihm und sah fragend zu ihm auf.
"Du hast die Dame gehört. Geh nach oben und sieh nach, ob die Luft rein ist," erklärte Max. "Und bitte versuch, da oben keine Panik auszulösen, okay?"
"Aber sicher doch, Meister," bestätigte Serpentis. Dann kroch er auf die nächste Wand zu - und verschmolz mit ihr. Max lehnte sich an eben diese Wand und verschränkte die Arme abwartend vor der Brust. Es sah fast so aus, als würde er auf etwas warten.
Als sie kurz darauf von oben eine junge Frau spitz aufschreien hörten, rollte er genervt mit den Augen. "Einmal nur... ein einziges verdammtes Mal!"
Er stieß sich von der Wand ab und kletterte die Leiter nach oben. Der Deckel war schwer, aber er schaffte es auch ohne seinen Kraftmodus, ihn hoch zu wuchten, und kletterte nach draußen. Er stand auf einem schmalen Parkplatz inmitten eines kleinen Parks, der mit Gras und Bäumen reichlich bewachsen war.
Eine junge Frau rannte an ihm vorbei, doch die beachtete ihn wohl gerade nicht. "Adam! Adam! Eine Schlange!" kreischte sie. Ein junger Mann lief ihr entgegen und sah sie besorgt an.
"Eve, was ist los? Wo ist eine Schlange?" redete er auf sie ein. Sie drehte sich halb herum und deutete mit einem angstvollen Aufschrei auf Serpentis, der weiter hinten zwischen ein paar Bäumen hervor kam. Nun schrie auch er entsetzt auf, und sie ergriffen Hals über Kopf die Flucht.
"Bravo, ein echtes Meisterstück, Mr. Unauffällig!" schimpfte Max, als Serpentis zu ihm herangeschlängelt war. Die Schlange sagte etwas unverständliches und spie dann den großen roten Apfel aus, den sie im Maul hatte.
"Ich wollte ihr doch nur helfen!" verteidigte sich Serpentis. "Es ist nicht meine Schuld, daß ihr Menschen so schreckhaft seid."


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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Mi 06 Nov 2013, 20:56

Ki zögerte nicht lange sondern kletterte hinter Max her, selbst wenn sie jetzt auf einer gesperrten Straße auskommen würden, oder gar von einem herannahenden Laster überrollt werden würden, sie hatte die Nase gestrichen voll von der Kanalisation - im wahrsten Sinne des Wortes. Ihre Nase verübelte ihr den Ausflug in die "Unterwelt" von St Remin gewaltig, ihr Magen auch. Noch immer war ihr speiübel, weshalb sie die frische Luft, die ihr nun entgegen schlug dankbar tief in ihre Lungen einsog und sich erst einmal vor Ekel schüttelte. Nie wieder, nie, nie, nie wieder würde sie freiwillig in eine solche Jauchegrube steigen.
Sie sah sich zufrieden um, ihr Orientierungssinn hatte sie nicht getäuscht, sie waren im Park, oder zumindest in der Nähe davon, genauer gesagt auf dem Parkplatz, der zu ihrem Lieblingspark gehörte. Hier kannte sie sich aus, hier ging sie eigentlich täglich joggen oder lesen. Die Bäume und Büsche fingen eine ungeheure Menge des Straßenlärms ab und sorgten dafür, dass es hier idyllisch ruhig zu sein schien. Sofort entspannte sich Ki und einige grüne Strähnen tauchten in ihren Haaren auf, auch ihre Fingernägel nahmen nach schier endloser Zeit des rot-blau Wechsels auch die Farbe der Ruhe an. Dass diese Ruhe im Park jetzt von der Schlange gestört wurde, die mit einem Apfel im Mund auf Max zugeschlängelt kam. Eine Schlange mit einem Apfel...Adam und Eve, Ki konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Die Schlange war ihr sympathisch, bei Weitem sympathischer als die Spinne auf jeden Fall. Dennoch, so ungern sie das zugab, jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt für ein Picknick im Park.
"Kommt mit, meine Wohnung ist nicht weit entfernt. Viel kann ich euch nicht bieten, aber ihr müsst duschen und ich wahrscheinlich auch. Hoffentlich stinken wir nicht selbst wie die Kanalisation!" Wieder lachte sie auf, warum konnte sie kaum beschreiben. Unbeschreibliche Erleichterung durchströmte sie in diesem Moment und sorgte für Heiterkeitsausbrüche. Über sich selbst lachend ging sie voran. Die anderen mussten sie wirklich für ziemlich gestört halten.
"Ach ja, Max, sei deiner Schlange nicht sauer, sie hat doch dafür gesorgt, dass niemand auf uns achtet!"
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Mi 06 Nov 2013, 21:44

"Wollen wir hoffen, daß das auch so bleibt," sagte Max und holte Serpentis wieder an sein Handgelenk. Der Wächter fiel sonst einfach zu sehr auf. Inzwischen hatte sich auch Jarvan wieder zu ihnen gesellt, dem die Natur um sie herum zu gefallen schien. "Okay, dann laß uns mal zu deiner Wohnung gehen. Wir können alle dringend eine Dusche gebrauchen. Und unsere Klamotten eine Vollwäsche."
Hoffentlich hatte dieses Mädchen auch genug Waschpulver und Körperpflege-Artikel zuhause... Max konnte es kaum noch erwarten, eine Dusche von innen zu sehen und seine Kleider in eine Waschmaschine zu stopfen.


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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Mi 06 Nov 2013, 23:48

Endlich wieder draußen. Jarvan holte tief Luft. Aus zwei Gründen, zum einen um die Weite richtig genießen zu können zum anderen um den unglaublich ekelhaften Geruch aus seiner Nase zu bekommen. Das erste Mal nahm er sich die Zeit sich umzublicken. Er war ganz sicher nicht mehr in der Nähe seines Zuhauses. Er konnte keinerlei Berge sehen, dafür war alles voller Gebäude deren Größe einfach unvorstellbar war. Es mussten einfach unvorstellbare Mengen an Menschen hier leben umso übertriebene Gebäude überhaupt rechtfertigen zu können.
Währenddessen schien auch Ki wieder etwas gelöster sie lachte aus einem Grund den Jarvan nicht verstand, doch das war ja nicht das erste Mal an diesem Tag das er auf dem Schlauch stand.
Doch eine schon kamen neue Fragen in Jarvans Kopf. Wie sammelte man genug Regenwasser um all diese Menschen zu Duschen. Und wo waren die Verschläge dafür.
„Ähh ich hoffe wir müssen nicht sehr weit, denn ansonsten wird das mit dem Unauffällig sehr schwer werden. Wenn ich sehe wie ihr euch so kleidet und mich dazu vergleiche, dazu das Blut auf meinem Rücken. Schwer nicht auszufallen oder?“
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Do 07 Nov 2013, 19:51

Ki schlug einen zügigen Schritt an, Jarvan hatt ja recht. Sie würden früher oder später hier auffallen. Schade eigentlich, Ki zuckte enttäuscht mit den Schultern. Gerne wäre sie die etwas längere Route gegangen um noch mehr Zeit im Grünen zu verbringen, aber das war dann doch zu unsicher. Sie wollte immerhin nicht verhaftet werden.
"Nein, nein meine Wohnung ist gar nicht so weit entfernt!", beruhigte sie Jarvan und beschleunigte ihren Schritt noch weiter, sodass sie beinahe joggte. Wahrscheinlich würden die Menschen nach diesem Aufruf von dem Phantom noch aufmerksamer sein, was ungewöhnliches betraf als sonst sowieso schon. Nein, das Risiko wollte sie gar nicht erst eingehen, lebenslang weggeschlossen zu sein, das behagte ihr nicht.

Wenige Minuten später hatten sie bereits den Park hinter sich gelassen und ließen sich von einer Menge von Menschen in Anzügen durch die Straßen schieben. Niemand beachtete sie, aber es war mittlerweile auch Rush-Hour geworden, die Menschen wollten nach Hause um Zeit mit ihren Liebsten zu verbringen, oder was auch immer zu tun, jedenfalls schien niemand Jarvan auch nur zu bemerken. Komisch, dachte Ki, wenn ich in meinemPunk-Klamotten durch die Gegend laufe gucken alle, aber sobald man gedecktere Farben trägt könnte man quasi tun, was man will, ohne, dass jemand auf einen achtet. Oberflächliche Gesellschaft.
Schließlich standen sie vor ihrem Haus, es war ein älteres Haus, nur sieben Stockwerke hoch, aber gut erhalten. Der Eigentümer kümmerte sich liebevoll darum, dass immer alles gut im Stand war, dementsprechend hoch war leider auch die Miete, doch Ki mochte diese Wohnung, mochte dieses Gebäude. Es war nicht so modern und platzsparend, wie es sonst in St Remin nur zu oft der Fall war. Hochhäuser mochte sie nicht, irgendwo war Schluss.
Sie gab ihren Wohnungscode an der Haustür ein und ließ ihre Begleiter vor ihr Eintreten. Endlich war sie zu Hause. Sie freute sich auf einen ruhigen Abend, ein heißes Bad, ihre Katze. Sie lächelte bei dem Gedanken an ihr kleines Pelzknäuel, was im dritten Stock auf sie warten würde.
"Einen Aufzug hat das Gebäude leider nicht, ihr müsst also Treppensteigen, aber ich denke, das dürfte auch noch möglich sein!", lachte sie, während sie selbst wieder die Führung übernahm, auf ungewöhnlichem Wege. Ihre Füße hatten die Bodenhaftung verloren und sie schwebte kichernd voran die Treppen hinauf. Ein bisschen angeben durfte sie auch mal.
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Do 07 Nov 2013, 20:39

Mit Sehnsucht dachte Max an seine gemütliche Wohnung im Erdgeschoß eines Mietshauses, als er hinter Ki die Treppe hinaufstieg. Er fühlte sich einfach unwohl, sobald seine Füße die Bindung zum Erdboden verloren, aber was sollte man machen? Da oben gab es eine Dusche und eine Waschmaschine, und im Augenblick brauchte er beides wirklich dringend.
Ki ging bzw. schwebte voraus, Max und Jarvan folgten. Immerhin lag ihre Wohnung im dritten Stock - das Haus war mindestens doppelt so hoch. Als sie sich an ihrer Wohnungstür zu schaffen machte, glaubte er dahinter ein Geräusch zu hören. Es klang nach einem Kratzen, und tatsächlich: als sie die Tür öffnete, sprang ihr ein miauendes kleines Fellknäuel entgegen, das sich an ihre Beine kuschelte. Unwillkürlich lächelte Max; er liebte diese kleinen Pelzviecher. In seinem Mietshaus waren keine Haustiere erlaubt, doch das war nicht weiter schlimm. Vermutlich hätte sich ohnehin keine Katze mit seinen Wächtern vertragen...
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Do 07 Nov 2013, 21:17

Lächelnd hob Ki den kleinen Pelzball hoch, der sich um ihre Beine gekuschelt hatte. Sie liebte das kleine Ding abgöttisch, obwohl sie es noch nicht lange bei sich hatte. Sie hatte es im Park gefunden, direkt an dem kleinen Teich in einem Stoffbeutel, der mit einem Seil zugeknotet gewesen war. Jemand hatte versucht das kleine Ding zu ertränken. Sie schüttelte bei dem Gedanken undwillkürlich den Kopf. Nur, weil die Kleine etwas anders war, als andere Katzenjungen, für sie besonders schön, aber irgendwo hatte das Phantom recht, wenn auch nicht in dem Maße, in dem er es glaubte. In dieser Stadt wurde alles, was anders war gleich als schlecht angesehen. Und diese kleine Katze hatte eben zwei verschiedene Augen, ein grünes und ein hellblaues.
"Kommt ruhig rein!", lud sie die anderen beiden ein, während sie bereits in den kleinen Flur getreten war. Sie hätte aufräumen sollen. Natürlich hatte sie nicht wissen können, dass Besuch kommen würde, dennoch, wenn sie sich jetzt die zehn Paar Schuhe ansah, die in ihrem Schuhregal eher herumflogen, als dass sie geordnet standen, bekam sie ein schlechtes Gewissen. Gewohnheit. Früher hatte ihre Mutter absolute Perfektion erwartet, in allen Lebensgebieten und Ordnung war eines der wichtigsten.
Sie ging geradewegs geradeaus durch in das Wohnzimmer. Wenigstens das war ordentlich, abgesehen von einem leeren Pizzakarton auf dem Wohnzimmertischchen und den Wollknäueln die auf dem hellen Holzlaminat verteilt war. Besonders war das Zimmer nicht, ein Fernseher, ein großes graues Ecksofa, ein lilaner Flokatiteppich, ein großes Bücherregal und dazu eine Holzvitrine, das waren schon alle Möbel. Die Wände waren nicht weiß, sie mochte weiß nicht, weiß war ihr zu nichtssagend, bei ihr musste alles irgendwie farbig sein. Die Wand, an der das graue Ecksofa stand war knalllila gestrichen, die restlichen Wände waren in einem hellen Grau gehalten, wurden allerdings von lilafarbenen Bildern verziert. Fotos standen keine herum. Von wem auch? Sie hatte ja eigentlich niemanden. Sie war eben anders und das mochten die meisten einfach nicht.
"Ihr könnt euch ruhig setzen, auch wenn ich es wirklich nett finden würde, wenn ihr vorher die dreckigen Klamotten auszieht, ich hab ne Waschmaschine in der Küche stehen, da könnt ihr die Sachen reinschmeißen und durchwaschen. Wenn ihr wollt kann ich schauen, ob ich ein paar Sachen da habe, die euch passen...", plapperte Ki drauf los, strich dem kleinen Pelzball, den sie spontan Fury genannt hatte, über das schwarzgraue Fell und schaute sich mit schiefgelegtem Kopf zu den beiden um. Waren sie überhaupt schon im Wohnzimmer angekommen?
Sie wollte nur noch in die Dusche und in ein paar gemütliche Klamotten schlüpfen, sich auf dem Sofa einkuscheln und einfach nichts tun. Langsam brach Erschöpfung über ihr zusammen. Sie hatte heute zwar keinen Sport gemacht aber so viele Stimmungsumschwünge hinter sich her, dass sie kaum noch die Augen offen halten konnte.
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Fr 08 Nov 2013, 11:04

Jarvan noch immer überwältigt von den Menschenmassen die er auf den Straßen gesehen hatte. So viele Menschen an einem Ort hatte er noch nie gesehen. Wozu versammelten sich so viele Leute an einem Ort und wie stellte man Ressourcen für sie viele zu Verfügung?
Aber hier schein einiges anders zu sein. Jeder Mensch war so mit sich selbst beschäftigt, dass Jarvan nicht einmal aufgefallen war.
Aber jetzt hatten sie endlich die Wohnung von Ki erreicht. Bevor er eintrat zog er seine Schuhe aus und ging erst dann in die Wohnung und trat dann ein. Sie war sehr groß und hatte viele verschiedenen Räume, deutlich mehr als sein altes Zimmer. Die anderen beiden waren schon in einem anderen Zimmer verschwunden. Jarvan jedoch bewunderte zuerst die unglaubliche Ansammlung an Schuhen. Waren das alles Ki‘s oder lebten hier noch andere.
Jetzt trat auch Jarvan in das Wohnzimmer.
Als Ki dann anbot die Sachen zu Waschen, zögerte Jarvan nicht er entledigte sich seines Kimonos und seines weißen, mittlerweile auch roten Leinenhemdes. Seinen Gürtel, mit seinen Schwertern und den verschiedenen kleinen Beuteln verstaute er sorgfältig in eine freie Ecke. Und so stand er jetzt oberkörperfrei und mit den verdreckten Sachen in der Hand im Wohnzimmer. Seine Schulter hatte mittlerweile wieder aufgehört zu Bluten nur ein kleiner Rinnsal Floss noch. Auch wenn er im Kloster und den umliegenden Dörfern kaum Frauen begegnet war wusste er mittlerweile, des es nicht angebracht war seine Hose auszuziehen, also behielt er sie an.
Nun blickte er sich erneut um wo war denn überhaupt die Küche und wie genau sah eine Waschmaschine aus?
„Ich muss doch fragen, wo genau soll ich das rein tuen? Und noch etwas hast du vielleicht etwas zu essen da? Ein Stück Brot würde mir vollkommen reichen. Ich würde mir ja selber etwas jagen, aber wenn ich dran denke was da draußen abgeht wäre das vermutlich unangebracht. Und wie machen wir es danach mit dem Waschen? Ich denke das erste Wasser des Tages gebührt immer der Frau. Ich würde mich anbieten als letzter zu gehen, die Reste des Wassers werden mir ausreichen.“
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Fr 08 Nov 2013, 18:11

Ki schaute Jarvan an, als hätte er ihr gesagt, er habe einen Geist hier in der Wohnung gesehen. Nunja, vielleicht wäre ein Geist in diesem Gebäude logischer gewesen, als die seltsamen Sachen, die Jarvan da sagte. Immerhin hatte er seine Hosen noch an. Wer konnte denn schon bei seinem komischen Verhalten prophezeihen, ob er solche Anstandsregeln kannte. Obwohl die Hosen auch ziemlich nunja...dreckig waren.
"Warte kurz hier, ich bin gleich wieder da!", sagte Ki also und verschwand in ihrem Schlafzimmer und öffnete ohne Umschweife ihren riesigen Kleiderschrank. Jeans, Röcke, Lederjacken, Strumpfhosen und da, im Fach ganz unten, fast vergessen, ruhten die Jogginghosen, die sie schon seit Monaten, wenn nicht gar Jahren nicht mehr angefasst hatte. Eigentlich hätte sie die auch wegschmeißen können, doch wenn sie doch mal krank wurde, dann waren die Dinger schon nützlich und vorallendingen bequem. Mit zwei dieser Hosen sowie zwei schwarzen Schlabberpullis kam sie zurück ins Wohnzimmer.
"Tut mir Leid, dass eine der Hosen lila ist, aber was anderes kann ich euch nicht anbieten, das sind die weitesten Klamotten, die ich habe, vielleicht probiert ihr einfach, ob die passen, dann kann ich eure Hosen gleich mitwaschen!"
Sie hielt kurz inne, erinnerte sich dann jedoch wieder an die Aussage Jarvans.
"Ach ja, mir ist es vollkommen egal, wer von euch zuerst duschen will, ich benutze doch nicht dasselbe Wasser und solange unter der Mall keine Hauptwasserleitungen liegen, dann sollten wir auch genug warmes Wasser. Hauptsache niemand benutzt mein Handtuch, das ist das türkise, große und kuschelige. Finger weg davon! Das Bad ist übrigens direkt rechts von der Wohnungstür!"
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   So 10 Nov 2013, 20:53

Obwohl er auch seine Pants noch anhatte, zog auch Max es vor, seine Jeans dort zu lassen, wo sie gerade waren. Es kam ihm schon seltsam genug vor, daß er hier in der Wohnung eines fremden Mädchens mit entblößtem Oberkörper stand. Er nahm das Kleiderbündel entgegen, das Ki ihm reichte, und wandte sich dann an Jarvan.
"Geh du ruhig zuerst duschen." Er setzte ein albernes Grinsen auf. "Du weißt ja sicher, wie das alles funktioniert, ja?"
Er hoffte, es kam scherzhaft rüber, aber ganz sicher war er sich bei diesem Typ tatsächlich nicht. So wie der bisher auf ganz alltägliche Dinge reagiert hatte, machte er auf Max den Eindruck, als käme er direkt vom Arsch der Welt...
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   So 10 Nov 2013, 21:45

Jarvan nahm dankbar die Sachen entgegen. So kleidete man sich also hier in der Stadt. Es gefiel ihm zwar nicht sonderlich aber es war besser als nackt durch die Gegend zu laufen.
Erst nachdem er die Sachen entgegen genommen hatte antwortete er auf Maxs Bemerkung.
„Bis vor ein paar Stunden war ich mir ziemlich sicher wieder so etwas funktioniert. Man sammelt Regenwasser in einer Tonne. Diese leitet man dann über ein Rohrsystem nach unten, wo es in mehrere Strahle aufgeteilt wird und man selbst stellt sich dann unter das Wasser. Aber mittlerweile denke ich dass es hier etwas anders funktioniert oder irre ich mich da? Wenn es anders funktioniert wäre eine kurze Einweisung wohl angebracht.“
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   So 10 Nov 2013, 22:14

Ki konnte sich ein Lachen jetzt nun wirklich nicht mehr verkneifen. Jarvan redete geradezu so, als wäre er einem Mittelalterfilm entsprungen. Leise kichernd presste sie sich die Hand vor den Mund, sie wollte ja eigentlich nicht unhöflich erscheinen, aber gerade war die Situation zu komisch. Sie versuchte einfach sich vorzustellen, wie St Remin aussehen würde, wenn all das Wasser in Regentonnen gesammelt werden würde. Nicht auszudenken.
Ihre Haare färbten sich himmelblau und sie verlor wieder die Bodenhaftung und schwebte unterdrückt kichernd einige Zentimeter über dem Boden, ehe sie krampfhaft versuchte sich zusammenzureißen und einen ernsten Gesichtsausdruck aufzusetzen.
"Max könntest du Jarvan wohl zeigen...wie die Dusche funktioniert?", brachte sie schließlich mühsam hervor, während sie die beiden unweigerlich eingehender betrachtete. Zwei halbnackte Kerle in ihrer Wohnung. Zwei halbnackte Kerle, die sie kaum kannte standen in ihrem Wohnzimmer herum. Wieder schüttelte sie grinsend den Kopf. Das klang pervers, ziemlich pervers sogar. Gut, immerhin waren sie nur halbnackt und nicht ganz nackt, aber trotzdem. Sie kannte die beiden kaum, kannte nicht einmal mehr als die Vornamen. Man könnte sie jetzt als leichtsinnig bezeichnen die beiden einfach so in ihre Wohnung zu lassen, aber was hätte sie sonst tun sollen.
Nun aber erschien ihr die Situation..komisch bis unangenehm. Sie spürte förmlich, wie sich langsam das Blut in ihrem Kopf sammelte.
"Gebt ihr mir eure Klamotten, dann stelle ich schnell die Waschmaschine an und koche auch was zu Essen..vorrausgesetzt..ihr habt Hunger?", der letzte Satz war eher eine Frage als eine Aussage. Sie wollte möglichst schnell weg aus diesem Raum und erst zurückkommen, wenn die beiden wieder komplett angezogen waren. Nicht, dass der Anblick nicht nett war, aber gerade das war ja ihr Problem. Sie konnte nicht umhin die beiden Männer da anzustarren und gerade das war ihr so besonders peinlich, dass sie schnell die Flucht ergreifen wollte.
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Mo 11 Nov 2013, 21:57

"Nein danke", lehnte Svetlana das Angebot jedoch ab.
"Erstens bin ich glücklich verheiratet und zweitens habe ich eine eigene Organisation."
Und ihr Ziel war immer noch, diese zu finden. Ihren Mann zu finden. Wo war er bloss? Nach diesem aufregenden Tag, hätte sie sich gerne in seine starken Arme gekuschelt und wäre behütet eingeschlafen.

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Vicati
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Di 12 Nov 2013, 23:32

Hermes verzog das Gesicht, machte aber keine Anstalt, Svetlana weiter zu bedrängen.
"Nicht? Nun, dann will ich die Dame nicht aufhalten", sagte er, wobei ein enttäuschter Unterton in seiner Stimme mitschwang. "Falls du dich mit uns in Verbindung setzen will, such dir einen Schwarzmantel im grössten Chaos, das du finden kannst und sag ihm, du seist eine Bekannte von Hermes."
Er wandte sich seinem Untergebenen zu.
"Verschwinden wir. Willst du selbst laufen?"
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Mi 27 Nov 2013, 19:08

"Was zu essen wäre vielleicht gar nicht übel," meinte Max mit einem etwas gezwungen wirkenden Lächeln. Eigentlich hatte er nicht wirklich Hunger, aber die Situation war eben auch für ihn extrem ungewohnt, und er wollte schnell da raus. Er hatte sich zwar schon öfter vorgestellt, etwas mit einem Mädchen zu haben, aber aus Angst, die Existenz seiner Steinwächter nicht geheimhalten zu können, stets Distanz gehalten.
Zuerst einmal bugsierte er nun Jarvan aus dem Raum und ins Badezimmer, wo er ihm genau die Funktion der Dusche erklärte. Ein wenig wie man es einem kleinen Kind erklären würde, fand er, was die Situation nur noch merkwürdiger machte. Danach ging er auf den Flur zurück und wartete, bis Jarvan mit duschen fertig sein würde.
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Mi 27 Nov 2013, 19:22

Ki seufzte erleichtert, nachdem Max sich bereit erklärt hatte, Jarvan die Dusche zu zeigen und wartete nicht lange, ehe sie mit dem Haufen Dreckswäsche in der Küche verschwand. Sie hatte ohnehin noch einige Sachen zu waschen, da lohnte es sich wenigstens die Maschine anzustellen. Während sie beobachtete, wie sich die Waschtrommel langsam mit Wasser füllte, dachte sie darüber nach, was sie gleich sagen sollte? Sollte sie den beiden anbieten hier zu übernachten? Sollte sie sie nach Hause schicken? Wäre das bei Jarvan überhaupt möglich? So wie er redete wahrscheinlich nicht. Vielleicht sollten sie sich einen Überblick über die Lage verschaffen. Ob die Gunmen sie bemerkt hatten? Würden sie so etwas wie eine Fahndung rausgeben nach ihnen?
Nach einer Weile erhob Ki sich und stellte zu aller erst einmal den Wasserkocher an, Tee würde helfen. Tee beruhigte die Nerven, war warm und damit konnte man am wenigsten falsch machen. Tee hatte man schon im Mittelalter gekannt, das heißt das sollte Jarvan auch ein Begriff sein.
Dann weiter. Im Kühlschrank herrschte zwar keine Knappheit, aber ein drei Gänge Menü würde sie auch daraus nicht zaubern können. Schließlich hatte sie eine Reispfanne zusammengekocht und stellte die Sachen auf den Küchentisch. EIgentlich sollten Max und Jarvan langsam mal fertig sein, mit duschen. Und dann wollte sie so einiges über die beiden wissen. Wie alt sie waren beispielsweise. Oder was sie da in der Mall gemacht haben...oder...was auch immer. Irgendwas.
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BeitragThema: Re: [MSG] Episode 1: Eröffnung   Mi 27 Nov 2013, 22:54

Als sich langsam die Nacht über St. Remin legte, wurde es ruhig in der Stadt, ruhiger als sonst, trotz der aufrüttelnden Ereignisse des Tages. Die Autos waren von den Strassen weggefegt, aber deshalb war nicht weniger auf ihnen los. Soldaten patrouillierten durch die öffentlichen und die reicheren Strassen, Gunmen durch die ärmeren. Ihre Anwesenheit sorgte für eine effektive Durchsetzung der neu in Kraft getretenen Ausgangssperre. Dennoch kam es immer wieder zu Strassenkämpfen. Explosionen durchbrachen die Stille, bunte Lichter erleuchteten ganze Strassenstriche und drängten die Menschen noch näher in ihre Häuser und Wohnungen zusammen. Bleiche, besorgte Gesichter tauchten immer wieder an den Fenstern rund um die Schauplätze auf, bis die hämmernden Schritte der Gunmen zu hören waren. Nicht alle Anderen in St. Remin hatten die Kriegserklärung des Phantoms negativ aufgenommen. Sie hatten genug gelitten und die Durchsage war der Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Sie wollten etwas tun, sich ausdrücken und nur in Gewalt sahen sie ein Ventil. Der Präsident und sein Militär vergalten Gleiches mit Gleichem und verwandelten die Strassen und Gassen in ein nächtliches Schlachtfeld. Dutzende wurden festgenommen und wer weiss wohin abgeführt, Hunderte auf beiden Seiten verletzt. Doch scheinbar hatte das Phantom in dieser Nacht genug getan, denn die Anderen blieben unorganisiert und bevor die Sonne aufging, wurde es still auf den Strassen und die Soldaten patrouillierten ohne Zwischenfälle. Doch noch hatte die Lage sich nicht beruhigt.

Die Sonne blinzelte über den Horizont und es kam wieder eine andere Art von Leben in die Stadt. Die Bürger von St. Remin versuchten, ihrem normalen Alltag nachzugehen, langsam füllten sich die Strassen wieder. Nur rund um die Ruine der St. Remin East Mall regte sich nichts. Die Einsatzkräfte hatten die offen herumliegenden Leichen und die Verletzten wegtransportiert und sämtliche Zugänge abgeriegelt. Aber scheinbar war es auch ihnen nicht erlaubt gewesen, die Ausgangssperre zu missachten. Das Trümmerfeld war menschenleer, sah man von den Toten und eventuellen Überlebenden unter den Trümmern ab. Ein Geruch nach Verrottetem und Tod hatte sich bereits ausgebreitet.
Etwas regte sich in den Trümmern. Betonstücke und Stahlträger, die eigentlich zu schwer waren, um ohne Maschinen bewegt zu werden ruckten hin und her, bis sich eine Lücke öffnete und eine dunkle Gestalt sich ans Freie presste. Gab krümmte sich vor Schmerzen und drängte die Marke auf seinem Rücken, die seinen Körper in eisernen Klauen hielt zurück. Diese Explosion hatte sogar dieses Zeichen geschwächt, so stark, dass es ihm gelang sich ihm zu reissen. Die Schwärze schien aus seiner Haut hinauszufliessen und zog sich auf seinen Rücken zurück, wo sie sich in wutverzerrten Gesicht verwandelte. Gabriel machte einige Schritte über den Trümmerhaufen hinweg, dann gaben seine Knie nach. Seine Kleidung war zerfetzt und obwohl er dank der Marke keine Wunden trug, schmerzte sein ganzer Körper. Er konnte nur flach atmen, aber er wusste, dass er nicht lange hier bleiben konnte. Die Sonne war aufgegangen und bald würden hier wieder Menschen herumschwirren. Wenn sie ihn entdeckten, würden Fragen aufkommen, Fragen, die er nicht beantworten konnte. Er musste weg, sich irgendwo verstecken, wieder zu Kräften kommen, essen… Er musste essen…
Seine Schmerzen ignorierend kämpfte er sich auf die Beine und stolperte weiter, auf eine gelb-schwarze Absperrung zu. Einfach nur weg. Er liess die Trümmer hinter sich und füllte wieder festen Boden unter sich, was ihm erlaubte, etwas schneller vorwärts zu stolpern. Doch plötzlich war da kein Boden mehr. Sein Fuss trat ins Leere und Gab stürzte. Ein plötzlicher Adrenalinrausch weckte seine Instinkte und er fing sich hastig mit beiden Händen auf, bevor er mit dem Gesicht auf den Asphalt knallte. Dabei schürfte er sich die Haut auf, doch er ignorierte die Wunden. Er blickte auf seinen Fuss und entdeckte, dass er in einem Loch im Boden verschwunden war. Irgendjemand hatte die Kanalisation geöffnet und den Deckel nicht wieder zurückgelegt. Hastig ging Gab seine Optionen durch und entschied dann, dass die Kanalisation ein genauso gutes Versteck war wie jeder andere Ort. Er stieg in das Loch und griff nach dem Deckel, bevor er in die Tiefe verschwand, um das Loch über sich zu verschliessen. Unten ignorierte er den Gestank und stolperte weiter, doch er kam kaum einige Dutzend Schritte weit, da verliess ihn die Stärke. Wie Ein Sack Mehl knallte er zu Boden und rutschte auf dem nassen Rand halb in den Strom. Gab bemerkte die Nässe gar nicht. Seine Augen waren bereits zu.

Nicht nur Chaos hatte über Nacht in den Strassen gewütet. Irgendjemand hatte Flugblätter über die ganze Stadt verstreut. Sie waren nicht besonders schön gestaltet, lediglich einige Sätze auf einem weissen Zettel, doch auf jeder Strasse lagen sie verstreut.
Am oberen Rand hatte jemand von Hand den Titel des Blattes geschrieben: St. Remin Hero Times.
BÜRGER VON ST. REMIN, stand darunter drauf. CHAOS REGIERT EURE STADT! GESTERN MUSSTEN WIR EINE KATASTROPHE ERLEIDEN, DOCH NICHT NUR SCHURKEN WURDEN GEBOREN. WIR HABEN AUCH DIE GEBURT VON HELDEN ERLEBT. THE ROCK, LADY WATER, SAMURAI UND BOW HABEN TAPFER GEGEN DIE ANGREIFER IN DER MALL GEKÄMPFT. DIESMAL HABEN SIE NICHT GESIEGT, ABER SIE WERDEN EUCH BESCHÜTZEN. GLAUBT AN SIE UND DAS GUTE IN DEN HELDEN DIESER STADT!

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