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 [MSG] Dawn of the Dead

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BeitragThema: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyMi 12 Jun 2013, 19:03

Die Stadt New Trump war eine der größeren Städte an der Ostküste der USA gelegen. Doch mit ihren knapp achthunderttausend Einwohnern war sie im Gegensatz zu Washington D.C. oder gar New York noch bescheiden klein zu nennen. Aufgeteilt in mehrere Bezirke, die in Ermangelung an Kreativität und einfacherer Verwaltung sich schlicht in Main-District, Second-District und so weiter aufteilten, durchzogen von graden genau geplanten Straßen und mit einer Innenstadt welche durch hohe Wolkenkratzern aus Glas, viele Werbetafeln, vielen bunten schimmernden Lichtern und noch mehr typisch gelben Taxis ein Miniatur New York darstellte war Trump-City wohl durch und durch "typisch amerikanisch" zu nennen. 
In einer der nicht weniger zahlreichen Busse saß eine junge Frau. Sichtlich müde sah sie aus, während sie aus dem Fenster in einen leicht bewölkten aber dennoch sonnigen, angenehm warmen Tag blickte. Kopfhörer aus denen heftige Metal-Klänge irgendeiner schwarzen Szenen Band dröhnten bedeckte ihre Ohren. Ihr schwarzes Outfit bestand in typischer Manier aus Hose und Top, durchschimmernde Ärmel und Nietenbänder gehörten quasi dazu. Auf ihrem Schoß lag eine kleine Tasche in welcher allerlei Energygedöns über Traubenzucker bishin zum "Monster"-Drink drin war. An einem davon nippte sie im Moment. Was'n scheiß Tag, dachte sie und trank noch einen Schluck. Erst der dämliche Wecker, dann eine Verspätung und jetzt auch noch diese dämlichen Schul-Punk-Kiddys. Sie sah auf die genannte Gruppe an High-School-Schülern, alle in typischer Punk Manier angezogen. Nicht das sie etwas gegen diese Gruppen hätte, nur gingen sie ihr mit diesem nervigen Swag gelaber, tierisch auf den Keks. 

"West End Avenue, T-Corp Hauptgebäude", zeigte die Anzeigetafel als nächste Haltestelle an. Ausstiegspunkt für Elena Sandler, ihres Zeichens Büroangestellte in gleichnamiger Firma und Mitglied der Gothic-Subkultur. Das Gebäude der T-Corp nahm ein riesiges Grundstück nur für sich ein, lag allerdings abseits des Main-Districts in einem Vorstadtähnlichen Viertel. Ein paar dutzend Stockwerke hoch, bestehend aus Glas und Stahl. Rechts davon einige hundert Meter entfernt, die angeschlossene Universität und links davon die Forschungslabore. Letzere besaßen zur zusätzlichen Absicherung neben einem Maschendrahtzaun auch eine hohe Mauer. Insgesamt eine merkwürdige Konstruktion. Elena marschierte ohne lange zu zögern zum Hauptgebäude, die automatischen Türen öffneten sich für sie. Mit einer mehr als lässigen, hunderte Male gemachten, Bewegung meldete sie sich an und ging durch das Gebäude. Ihr Arbeitsplatz präsentierte ein typisches Großbüro: Dutzende Computer, Drucker, Aktenschränke. Einzelne Plätze ordentlich durch Trennwände getrennt. Der Rest vom Gebäude war beinahe eins zu eins genauso aufgebaut. Hier und dort unterbrochen von langen Korridoren oder der gigantischen Kantine im untersten Stockwerk. 
"Morgen", grüßte sie im Vorbeigehen die bereits Anwesenden Kollegen, setzte sich schließlich auf ihren Platz und schaltete den Rechner ein. Rechts von ihr lagen ein paar Akten herum mit Rechnungen, Mahnschreiben, wichtigen Dokumenten, links von ihr stand ihr Energydrink. 
Sie seufzte und checkte kurz ihre Mails durch. Nur der übliche Mist, den einige ihrer Kollegen verzapften. Ihre Arbeit war von Zeit zu Zeit sterbenslangweilig und bestand aus stumpfen Wiederholungen immer gleicher Prozesse und Bewegungen. Kombinierte sich das mit einer scheiß Laune, war der Tag im Eimer. 

Ihre Uhr zeigte 8:15 an. Es würde ein äußerst langer Tag werden.
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Mali
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyMi 12 Jun 2013, 22:17

Desmond war etwas spät dran, als er sich hinter das Steuer seines Chevys setzte und zur Arbeit brauste. Seine Eltern hatten ihm das Auto zum Geburtstag geschenkt. Es war kein neuwagen, sondern ein gebrauchtes, aber er hatte es repariert und sogar etwas aufgemotzt. Nun blitzte und blinkte die Karosserie wie neu und auch die Felgen sahen geflegt aus. Die sitze hatte er mit speziellen Tüchern überzogen,dadurch sah es etwas schicker und edler aus als es war. Der Meister der Kfz werkstatt wartete bereits auf ihn und sah etwas genervt auf die Uhr. "Da bist du ja, die Autos reparieren sich nicht von selbst." Desmond stellte sein Auto auf dem Angestellten Parkplatz ab und ging dann in den Aufenthaltsraum, wo er dann seine Arbeitsmontur anzog.
Die Uhr zeigte 8 : 15.. ein normaler Tag in Amerika.
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyDo 13 Jun 2013, 00:19

Eine Hand schoss aus dem Berg, der aus alten Akten, einem umgeworfenen Stuhl, mehreren zerbrochenen Gläsern und einem verbogenen Mikroskop bestand. Für einige Sekunden verharrte sie orientierungslos in der Luft, dann schien ihr Besitzer sich für eine Richtung entschieden zu haben und ließ sie irgendwo mit der Handfläche auf den Boden knallen. Gähnend erhob sich ein weißer Laborkittel aus dem Haufen aus Müll und benutzte dabei die Hand, die zum rechten Ärmel des Kittels gehörte, als Stütze. Aus dem Halbdunkel des Raumes löste sich ein Gesicht, welches sich am oberen Ende des weißen Gewandes befand. Verschlafene, braune Augen blickten sich hektisch um. Nichts ungewöhnliches zu entdecken. Doch der Träger des Laborkittels wusste, dass menschliche Augen sich nur allzu leicht täuschen ließen. In solchen Momenten gab es eine weitaus sichere Methode, sich Gefahren in seiner Umgebung bewusst zu werden. Die braunen Augen verschwanden hinter den zugehörigen Lidern, dafür weiteten sich die Nasenflügel des Gesichtes. Ein abgehaktes Zischen ertönte, als die Gestalt mehrere Male hintereinander den Geruch des Raumes einsog. Für einen Moment herrschte danach absolute Stille, als sie sich auf die, nicht existente, Geräuschkulisse konzentrierte. Schließlich hoben sich die Mundwinkel im unteren Teil des Gesichts leicht nach oben, so dass sie ein Lächeln andeuteten. Die Augen schlugen auf. Wahrlich, heute gab es nichts ungewöhnliches.
Plötzlich wurde das Lächeln immer breiter, bis es schließlich zu einem regelrechten Grinsen wurde. Die Augen hatten die Hand erspäht, die immer noch auf dem Boden lag, nur Milimeter von einer Glasscherbe mit beeindruckenden Ausmaßen entfernt. Das war knapp gewesen. Immer noch grinsend verlagerte das Laborkittel-Wesen sein Gewicht auf seine Füße und richtete sich vollends auf. Zumindest für einen kurzen Moment. Nur Augenblicke, nachdem es seine volle Größe erreicht hatte, sackte seine Schultern schon etwas zusammen und der Kopf neigte sich einige Zentimeter nach vorne. Es war einfach viel bequemer, wenn man entspannt durch die Welt spazierte. Die Hand, die nur um Haaresbreite einem Unglück entkommen war, hob sich zur Stirn des Gesichtes und strich die schwarzen, ungefähr schulterlangen Haare zurück, die sich beim Aufstehen im gesamten Antlitz verteilt hatten. Dann blickten die Augen sich langsam um.
Der Raum sah genau so aus wie vor wenigen Stunden. Nun, fast. Mit einem kurzen Blick hinter sich merkte die Gestalt, welche niemand anderes als Jegor Sokolow, seines Zeichens Biochemiker im Dienste der berühmten Firma T-Corp, war, dass in der Nacht wohl doch etwas ungewöhnliches passiert sein musste. Wobei, wenn man es recht bedachte, war es gar nicht mal so seltsam wie er zuerst befürchet hatte. Jegor war schon oft bei seiner Arbeit eingeschlafen und dabei von dem Möbiliar gefallen, auf dem er sich gerade befunden hatte. Dass er dabei jedoch betreffendes Möbelstück mitsamt dem halben Inhalt des Tisches mit sich zog, das kam schon seltener vor. Nun, was solls. Der Forscher zuckte mit den Schultern, wie, um jemand unsichtbarem im Raum zu verdeutlichen, wie egal ihm das kleine Missgeschick war. Es gab weitaus dringendes zu tun. Mit geübten Schritten durchquerte Jegor das Labor und trat zu den Fenstern, deren Jalousien stets heruntergelassen waren. Vorsichtig schob er zwei der unzähligen, horizontal ausgerichteten Blechstangen auseinander und warf einen Blick nach draußen. Für einen kurzen Moment musste er seine Augen zusammenkneifen. Draußen war es bereits hell. Vermaledeite Sonne! Natürlich war sie es, die sich um das Fortbestehen aller Lebewesen kümmerte, doch Jegor würde vieles dafür geben, wenn sie das etwas weniger grell und aufdringlich machen würde. Trotzdem öffnete er langsam sein rechtes Auge und spähte in das Tageslicht. Er sah den altbekannten Hof, der sich vor dem Forschungsgebäude befand, welches wiederrum auf dem Gelände der Firma T-Corp lag. Als nächstes sah er die Mauern. Genau so hoch wie sonst auch immer. Jegor war zufrieden. Nichts ungewolltes würde hier hinein kommen. Oder, was eigentlich wichtiger war, heraus gelangen.
Wieder flog der Schatten eines Lächelns über das Gesicht des Neurowissenschaftlers, als er die dünnen Blechstangen zurückschnappen ließ, sich umdrehte und aus den Tiefen des weißen Kittels einen Flachmann hervorzog. Kurz verharrte sein Blick auf der Gravur. 'Crim'. Mit einem höchst willkommenen Glücksgefühl schraubte Jegor den Deckel der kleinen, metallenen Flasche ab und nahm einen tiefen Zug. Dabei warf er einen Blick auf das Zeitmessgerät an der Wand. 8:15 Uhr.
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyDo 13 Jun 2013, 09:25

Wie jeden anderen Morgen, seit nun fast 10 Jahren (Ausgenommen natürlich sein Urlaub) war Roy um Punkt
05.45 Uhr aufgestanden, um sein allmorgendliches Ritual abzuhalten.
Zuerst ging er in seine Badezimmer: Duschen, Zähne reinigen, den Bart kontrollieren und was man halt sonst so morgens im Bad treibt.
Dann anziehen heute hatte er gute Laune also wählte er ein dunkelrotes Hemd und dazu eine dunkle Krawatte. Das war vielleicht etwas gewagt, aber man lebt doch nur einmal.
Jetzt ab in seine Küche Kaffee aufsetzen, den Toaster befüllen und einschalten.
Die Zeit bis alles fertig war wurde damit genutzt schnell vor die Tür zu treten und sich die Zeitung von der Veranda zu holen. Diese wurde dann strategisch schlau auf dem Tisch, an dem er gleich sein Frühstück essen würde, platziert.
Mittlerweile waren die Toasts fertig. Diese wurde jetzt mit Butter beschmiert, dann einer mit Käse belegt der andere mit Marmelade bestrichen.
Die Toasts auf einen Teller, dieser auf den Tisch. Der Kaffee in eine Tasse, ein kleiner Schuss Milch rein und auch auf den Tisch.
Jetzt wurde die Zeitung aufgeschlagen und wie immer stand nur Mist drin. Eine Hochzeit von irgendeinem Promi hier, eine kleine Kriese dort und natürlich das Wetter.
Als Roy seine Geschirr abgeräumt und auch sofort gespült hatte war es auch schon an der Zeit los zugehen.
Er stieg auf sein Fahrrad und ab ging es zur Uni.
Der weg war nicht besonders weit er benötigte etwa 20 Minuten auf dem Rad.
Er schloss sein Rad an dem vorgesehen Platz ab und betrat die Universität. Hier kannte er sich blind aus.
Zuerst ging er in den Aufenthaltsraum für die Professoren. Er begrüßte die wenigen die schon da waren, unterhielt sich kurz über die tolle Partie Golf die er letztes Wochenende gespielt hatte und ging dann in sein Arbeitszimmer.
Das Zimmer war perfekt aufgeräumt und alles lag an seinem Platz. Roy war sehr stolz auf seine Ordnung und tat alles dafür, dass diese auch eingehalten wurde.
Die nächste halbe Stunde beschäftigte er sich mit Arbeiten von Studenten, die mehr oder minder befriedigend waren.
Es war jetzt Zeit zu seiner ersten Vorlesung zu gehen, heute kamen zu Beginn des Tages die Erstsemester. Diese mochte Roy am meisten, denn immerhin zeigten diese noch so etwas Engagement.
Er betrat den Hörsaal. Einige Studenten saßen schon auf Ihren Plätzen, doch die Meisten würden wie immer kurz vor Begin der Vorlesung um 08:30 Uhr eintreffen.

Roy schaute auf seine Uhr 08:15 Uhr und er glaubte das könnte ein schöner Tag werden.
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Syari

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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyDo 13 Jun 2013, 11:14

Es war noch früher Morgen, die Sonne hatte es noch nicht einmal ganz geschafft die Nacht zu verdrängen, die sich wie jeden Morgen einen aussichtslosen Kampf mit den ersten Sonnenstrahlen des Tages lieferte, als im Hause Johnson bereits Streit gab.
„Wo in drei Teufels Namen willst du nun schon wieder hin, Honey?“, rief jemand, gerade in dem Moment, als sich die frisch gestrichene, weiße Haustür öffnete und ein Mädchen mit genervten Gesichtsausdruck hinausstürmte. Ihre durchtrainierten Beine steckten in kurzen schwarzen Sportshorts, obwohl es noch ziemlich kühl war.
„Joggen!“, rief sie noch über ihre Schulter, bevor sie die Tür schloss, betont leise. Sie wollte nicht die ganze Nachbarschaft aufwecken, nur weil es bei ihr mal wieder Streit gab. Auf der Hofeinfahrt ging sie in die Knie und begann ihre Schnürsenkel zuzubinden, das hatte sie bisher noch nicht getan, zu eilig hatte sie es gehabt, das gehasste Haus zu verlassen. Die Turnschuhe, die gerade einmal ein paar Monate alt waren, waren bereits ausgelaufen, das Profil der Sohle abgelaufen und von der weißen Farbe, die die Schuhe einmal hatten, war auch nicht mehr viel übrig. Es gab zu oft Streit bei ihr im Haus, befand Joy. Viel zu oft. Immer wenn es Streit gab ging sie joggen, teilweise auch mal zwei, drei Mal am Tag, wenn es schlimm wurde.
Heute, so wusste sie, würde es ein schlimmer Tag werden. Sie setzte sich in Bewegung, die anderen Häuser lagen noch verschlafen da, es brannte kein Licht, es drang kein Geräusch zu ihr. Die ruhigen Suburbs, dachte sie sich. Perfekt für die fanatischen Amerikaner, diejenigen, die gerne eine Garage voll mit Waffen oder Granaten lagerten. Hier schaute die Polizei nicht nach, was für ein Arsenal man zu Hause hatte. Wahrscheinlich, so dachte Jo bitter, könnte mein Vater die ganzen Suburbs hier mit Waffen versorgen, falls Krieg ausbricht.
Die lieben Waffen, genau das Thema, warum es, mal wieder, Streit gegeben hatte.
Als Joy morgens nach unten in die Küche gekommen war – geweckt von lauten Stimmgewirr – hatte sie ihren Vater angetroffen, mit einem neuen Gewehr, das auf dem Küchentisch lag.
„Guck mal!“, hatte er begeistert gesagt und ihr das Gewehr mit dem Lauf entgegengestreckt.
„Nimm das Ding weg!“, hatte sie nur gefaucht, Waffen konnte sie gar nicht ab und sie hatte einen guten Grund dafür. Für Joy kam es vielmehr einer Beleidigung gleich, dass ihr Vater immer noch regelmäßig neue ins Haus schleppte.
„Komm doch heute Nachmittag mit und lern mit ihr umzugehen, nur für den Notfall!“
Joy hatte verneint und daraufhin hatte es begonnen. Die Diskussion, die Vorwürfe, sie würde sich nicht an Familienaktivitäten beteiligen – schießen eine tolle Familienaktivität – und natürlich, sie würde ihrer Schwester das Gefühl geben, sie habe ihr nicht verziehen. Wie sollte sie ihrer Schwester böse sein? Das war der absolute Schwachsinn und das wussten ihre Eltern auch. Sie wollten sie nur dazu bekommen, mit zum Schießstand zu gehen, warum auch immer. Für eine Zombieapokalypse? Joy schnaubte laut auf, es konnte sie ja eh niemand hören, in diesem verschlafenen Nest. Nein, ihrer Schwester hatte sie nie einen Vorwurf gemacht, ihren Eltern schon eher.
Sie lief ihre übliche Runde und gelangte schließlich wieder zu ihrem Haus, öffnete leise die Hintertür und schlich sich in ihr Zimmer, wo sie sich ein paar schultauglichere Klamotten raussuchte – ein schwarzes, eng anliegendes Top und weite Khakishorts. Ein Blick auf den Wecker sagte ihr, dass es Zeit war zum Schulbus zu laufen. Sie konnte ja nicht einfach die High-School hier in den Suburbs besuchen, nein, aus irgendeinem Grund hatte man sie zur T-Corp High geschickt. Nicht, dass es sie stören würde, beide Schulen waren quasi gleich weit voneinander entfernt, sie war im Überschneidungsgebiet, wo man sich aussuchen konnte, wohin man wollte. Ihre Eltern hatten entschieden.
„Ich bin dann weg!“, rief sie durchs Haus, ehe sie schnell aus der Küche ein Toastbrot nahm, Erdnussbutter drauf schmierte und das Haus fluchtartig verließ. Sie meinte noch etwas, wie „wir sehen uns heute Nachmittag am Schießstand, keine Widerrede“ gehört zu haben, aber sie würde nicht zum Schießstand gehen.
Der gelbe Schulbus hielt neben ihr.
„Morgen!“, begrüßte sie den Busfahrer mit einem breiten Lächeln. Er kannte sie mittlerweile gut und hielt auch mal an, wenn sie zu spät war und die Bushaltestelle nicht mehr erreichen würde.
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyDo 13 Jun 2013, 13:32

"Das schlimmste ist das Warten auf das Unvermeindliche" hatte der alte Baker stets gesagt – und bei Gott: Er hatte recht behalten. Sie lagen nun schon seit zwei Stunden auf der Lauer und warteten darauf, dass Abdul el Ahmar hier wie jeden Nachmittag langkäme – Falls der Informant die Wahrheit gesagt hatte. Genauso gut konnte es sein, dass sie in wenigen Sekunden von hinten unter Feuer genommen wurden. Brütend heiss war es in der Gasse, nicht einmal die sonst allgegenwärtigen Fliegen bewegten sich. Es war totenstill, die Anspannung der sechs Männer beinahe körperlich spürbar. Unruhig blickte Sam sich um – und entdeckte aus den Augenwinkeln eine Bewegung. Eine kleine Gestalt hinten am Ende der Gasse, in der Hand ein längliches Objekt – eine Waffe! Ohne lange zu überlegen feuerte er eine Salve in die Richtung des Unbekannten ab, der getroffen zusammenbrach. Rasch näherte er sich mit zwei Kameraden dem Niedergestreckten, drehte ihn auf den Rücken – und blickte in die leblosen Augen eines jungen Mädchens.

Schweißgebadet schreckte Sam aus dem Schlaf auf. Schon wieder dieser Traum. Sein Herz raste. Mit der Rechten tastete er auf dem Nachtschrank herum, bis er das gefunden hatte was er suchte. Kaum spührte er das vertraute Gewicht seiner M9 in der Hand beruhigte er sich wieder.
Ein rascher Blick auf dem Wecker sagte ihm, dass es sich eh nicht mehr lohnen würde weiter zu schlafen, schließlich wars schon kurz vor Sechs. Also stellte er ihn aus und ging erst einmal den Schweiß der Nacht abwaschen. Das Bild der Getöteten verdrängte er so gut es ging.
Anschließend ging er wieder zu seiner üblichen Morgenroutine über: Erst einmal Zähneputzen, dann anziehen. Joginghose, T-Shirt, Holster, M9 und die Laufschuhe. Als er aus der Tür trat und zur leeren Garagenauffahrt sah, wurde ihm wieder schmerzhaft bewusst, wie still das Haus ohne Stacey und Miles doch war. Aber sie hätten nicht bleiben können, nicht nachdem was geschehen war.
Mit einem Seufzen setzte er sich in Bewegung. Während seines üblichen zwölf Meilen Laufs dachte er über vieles nach: Sollte er vielleicht in die Innenstadt ziehen? Oder doch in den Suburbs bleiben? Er könnte die Stelle bei T-Corp als Wachmann annehmen, andererseits hatte er schon 6 Jobs versucht und jedes mal hatte ihn die Schludrigkeit der Zivilisten an den Rand der Weißglut gebracht. Nein – Das war nichts für ihn, er würde seine Schwäche überwinden müssen und wieder in den aktiven Dienst zurückkehren.

Wieder daheim duschte er erst einmal ausgiebig um anschließend in aller Ruhe zu frühstücken und dabei die Nachrichten zu sehen.
Nach einem Dauerlauf und einem Kaffee sah die Welt um 08:15 doch einigermaßen positiv aus.
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Basol
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyDo 13 Jun 2013, 17:41

Entspannt schlenderte Jake durch die Straßen und biss abwechselnd von seinem Burger ab und nahm einen Schluck von seinem Bier. Es war ein unwichtiger und belangloser Tag wie jeder Andere. Warum sollte auch was Ungewöhnliches passieren? Er war an diesem Morgen im Bett der Wohnung seiner Kumpels erwacht, hatte die üblichen rüden, aber scherzhaften Wortwechsel mit ihnen gemacht und war mit ein paar Dollars, die noch vom letzten Bruch übrig geblieben waren, losgezogen. Den ganzen Tag in der Bude hocken hielt er einfach nicht aus. Es war langweilig. Aber arbeiten wollte Jake deswegen nicht - er hasste Arbeit. Das konnte ja nicht anders sein als Schule und an die hatte der 19jährige furchtbare Erinnerungen. Unfreundliche Lehrer, langweiliger Stoff und ständige Aggression unter den Schülern. Neh, da blieb er doch lieber arbeitslos. Irgendwelchen Idioten konnte man ja das Geld aus der Tasche ziehen! 
In diesem Moment lenkten seine Augen den Blick des jungen Mannes auf einen großen Busen, der einer schönen Frau gehörte, die an ihm vorbeiging. Oh, wenn er doch auch so etwas hätte. Sollte er sie ansprechen? Oder einfach hinfassen? Nee, das gäbe nur Stress und darauf hatte er gerade keine Lust. ER würde so eine eh niemals abkriegen - außer er wäre reich...
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Grim
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyDo 13 Jun 2013, 22:53

Neil Thomson hielt sich selbst für einen guten Studenten. Aufmerksam. Gewissenhaft. Zuverlässig. Einer, der in der Vorlesung hockte, ganz gleich ob zu unchristlich frühen Zeiten oder spät abends. Der sauber und ausführlich mitschrieb anstatt lediglich auf dem Rand seines Blocks herum zu kritzeln. Oder irgendwann im Lauf der Stunde mit dem Kopf auf der Bank einzuschlafen. Aber auch ein guter Student hatte ein Recht auf einen schlechten Tag. Heute war so ein schlechter Tag. Das lag einerseits an der Vorlesung – Mathematik! Nervtötend, aber für jeden Naturwissenschaftler Pflicht – und andererseits an der Uhrzeit. Halb acht. Sieben. Uhr. Dreißig. Wer tat sowas? Sicher, die Ausrede war die Selbe wie immer: zu anderen Zeiten war kein Hörsaal zu haben. Aber das machte es nicht annähernd angenehmer. Nicht annähernd!
Die Vorlesung war schlecht besucht, wie von einer solchen Vorlesung zu einer solchen Zeit nicht anders zu erwarten. Von Neils Freunden war niemand anwesend. Nicht, dass er viele Freunde gehabt hätte, aber zumindest ein paar Leute, mit denen er sich gut verstand. Dass sie nicht da waren machte es nur noch schlimmer. Und zwang ihn gleichzeitig dazu, alles en detail mitzuschreiben. Von irgendwem brauchten die anderen später schließlich eine Mitschrift. Dabei war Neil ausnahmsweise wirklich eher dazu aufgelegt, den Kopf auf den Tisch zu legen und noch ein wenig zu dösen. Der Effekt wäre der selbe gewesen: er verstand kein Wort von dem, was der Professor dort vorne an die Leinwand projezierte. Mathe. Mathe! Er war Biologe, kein Mathematiker. Oder Physiker
Das Schlimmste an diesem Morgen aber war, dass in dem verdammten Hörsaal die Klimaanlage ausgefallen war. Es war brütend heiß. Neil, der wie üblich in der dritten Reihe saß, konnte auf der Stirn des Professors kleine Schweißperlen erkennen und unter den Achseln zeichneten sich dunkle Flecken auf seinem Hemd ab. Andererseits: wann fand man schonmal einen Hörsaal mit auch nur halbwegs akzeptablen Temperaturen? War es nicht grundsätzlich zu heiß (im Winter) oder zu kalt (im Sommer)? Und hatte man als Student je eine andere Wahl, als es stoisch zu ertragen? Neil jedenfalls entschied sich, dass er es stoisch ertragen würde. Er strich sich eine vom Schweiß klebrige Strähne aus dem Gesicht und hinter den Bügel seiner Brille, drehte seinen Kugelschreiber ein-, zweimal zwischen Zeige- und Mittelfinger und schob dann die Mine hervor um sich eine weitere Notiz zu machen. Unauffällig glitt sein Blick zur Armbanduhr an seinem Handgelenk. Viertel nach acht. Gott, konnte diese Stunde nicht einfach vorbei sein?

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and noone can take it away!
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyFr 14 Jun 2013, 01:14

Yuki machte ihre Augen auf und wandte sich ihrem Radiowecker zu. Die grüne Leuchtanzeige zeigte 5.58 Uhr an. In zwei Minuten würde ihr Wecker gehen. In einer fließenden Bewegung stand sie auf und ging in die kleine Küche, die sie sich mit ihrer Mitbewohnerin Kate teilte. Sie hatte Glück gehabt und gleich in ihrem ersten Semester eine Wohnung im Studentenwohnheim bekommen. Das war nun ein halbes Jahr her, sie war schon im zweiten Semester. Kaum zu glauben wie schnell die Zeit vergangen ist. In dem Raum mit der Einbauküche, welcher auch gleichzeitig als Flur und gemeinsamer Aufenthaltsraum diente, ging sie zum Kühlschrank und nahm sich eine ein Liter Mineralwasserflasche heraus. Mit dieser lief sie zurück in ihr Zimmer schnappte sich ihre Sporttasche und packte neben der Wasserflasche ihre restlichen Sportsachen ein. Sie war gerade damit fertig als ihr Radiowecker ansprang, welcher immer auf den gleichen Sender eingestellt ist. Auf dem Weg zur Tür drückte sie noch schnell auf den Knopf, der dafür sorgte, dass das Gerät verstummte.
Voller Vorfreude auf ihr morgendliches Training schloss sie ihr Fahrrad auf, ein 26er, welches laut ihrer Eltern besser zu ihr passt als ein 28er. Yuki war es schon lange gewöhnt, dass man sie wegen ihrer Größe des Öfteren mal aufzog.
Nach ca. 10 Minuten mit dem Fahrrad kam sie beim Kampfsportcenter an und nur 5 Minuten später stand sie umgezogen im Trainingssaal. Heute stand Taekido auf ihrem Trainingsplan, obwohl sie auch Lust auf Kenjutsu hatte, doch sie hielt sich an ihrem Plan. Zu aller erst machte sie einige Dehnübungen, die ihr Vater ihr schon sehr früh beigebracht hatte und ihr somit ins Fleisch und Blut übergegangen waren. Darauf folgten noch mehrere Übungen mit einem Trainingspartner und am Ende noch ein kurzer Kampf gegen einen jungen Mann, der doch tatsächlich glaubte, nur weil sie ein Mädchen war und noch dazu so klein, dass sie keine Chance gegen ihn haben würde. Tja, da hatte er sich wohl getäuscht, denn es dauerte nicht lange und er lag auf der Matte, nicht in der Lage weiter zukämpfen.
Nachdem Yuki schnell geduscht hatte, fuhr sie zurück in die Wohnung, warf ihre Tasche in eine Ecke und machte sich eine Portion Müsli. Während sie aß, packte sie schon mal ihre Tasche für die Uni, die glücklicherweise nur 10 Minuten von ihrer Wohnung entfernt war. Auf dem Weg dorthin schaute sie sich noch ihrer Stundenplan für den heutigen Tag an. Na toll, gleich in der ersten Stunde hatte sie eine Vorlesung in Thermodynamik. Gelangweilt setzte sie sich in den Hörsaal, welcher sich immer mehr mit Studenten füllte. Ein Blick auf die Uhr an der Wand zeigte ihr, dass es 8.15 Uhr war. Das könnte ja ein langweiliger Tag werden.
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Dreyri
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyFr 14 Jun 2013, 11:01

Es war einer dieser Tage, an denen Justin völlig orientierungslos aufwachte. Er lag in einem Bett. Es war kein Luxusbett. Schmal mit abgetragenem Bezug, auf dem er diverse Flecken ausmachen konnte, als er sich aufsetzte. Seine Haare hingen ihm wirr ins Gesicht.
Mühselig stand er auf. Er trug noch seine komplette kleidung, was er ungemein praktisch fand. Sogar seine Brieftasche war noch da, allerdings war sie leer, wie immer. Zumindest, was das Geld anging. Marihuana fand sich noch darin. Schön bereit als joint hatte er es fein säuberlich reingelegt. Wunderbar.
Er pflückte sich einen joint raus, verstaute die Brieftasche und trat aus dem Raum.
Wie auch immer er hierher gelangt war, wusste er nicht. Doch inzwischen erinnerte er sich, was das hier für ein Gebäude war. Eine Art Auffangstation für Drogenabhängige und Prostituierte. Oder drogenabhängige Prostituierte.
Vermutlich hatte er irgendwie ein Bett bezahlen können. So trat er dann hinaus an die frische Luft, voller Tatendrang. Er brauchte Geld, um sich neue Vorräte anzuschaffen. Vielleicht sollte er bei seinem Kumpel vorbei. Dort könnte er duschen, ihn vielleicht sogar anpumpen. 
Die Strassen waren voller Leute. Waren wohl auf dem Weg zur Arbeit oder so. Zu viele Leute, die ihn anstarrten.
Er hasste es.
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptySa 15 Jun 2013, 15:47

Gleichmäßig war das Klackern von Tastaturen zu hören. Das Klingeln der Telefone und Mitarbeiter die antworteten. Drucker spuckten unablässig Papiere auf, das öffnen und schließen von Aktenordnern. Alles Geräusche die Elena wahrnahm. Eines jedoch war stechender als alles andere und hatte sich tief in ihren Kopf gebrannt. Das nervtötende Klicken einer Wanduhr. Tick. Tack. Tick. Tack. An einem so mistigen Tag fiel ihr sowas immer besonders auf. An solch mistigen Tagen wollte ihr das Leben immer wieder richtig in den Arsch treten. Und das langsame davonfließen der Zeit, ausgedrückt durch eine tickende Uhr, gehörte dazu. 8:30, 9:00, 10:00 Uhr. Die Zeit dehnte sich aus wie ein Kaugummi, während die Arbeit nicht weniger wurde sondern ihr Tisch langsam in neuen Dokumenten zu versinken drohte. Erneut der Blick auf die Uhr: 11:00 Uhr. Noch eineinhalb Stunden bis zur Mittagspause. Sie seufzte leise. "Ms. Sandler?" "Ja?", antwortet sie und lehnte sich zurück, um die Ecke der Trennwand schauend. "Können Sie sich bis Mittag die Akten bezüglich einiger Kunden ansehen? Da stecken einige im Verzug." "Puh..kann das nicht Mr. Adams ansehen?" "Er ist in einer Besprechung." "Na gut..." Neue Akten wurden ihr gereicht. Sie öffnete die erste und murmelte derweil: "Nänänä Mr. Adams ist in einer Besprechung...nänä...Mr. "Ich weiß alles besser und bin viel toller als du"." Schon am ersten Tag war der Typ ihr vor allem durch seine besserwisserische Art aufgefallen. Das muss so und so gemacht werden, warum machst du das so wenn es so sein soll und so weiter. Ein nervtötender Schleimbolzen. 

11:30. Die vor ihr liegende Akte des Pharmakonzerns war besonders unsauber zusammengeschoben wurden. Während sie die Blätter sortierte, dabei nebenbei noch quasi mit ihrem Rechner jonglierte um benötige Informationen zu erhalten, ertönte ein lautes Heulen von Sirenen außerhalb des Fensters. Kurz stand sie auf um grade noch zu sehen wie einige Streifenwagen in Höchsttempo um die Ecke rasten. "Was da wohl los ist", dachte sie und setzte sich. Hier in den äußeren, gesitteten Gebieten kam es nur äußerst selten zu solchen Einsätzen. Wie dem auch sei...sie blätterte in der Akte um. "Lieferung von Pharmamitteln...von dann und dann...immernoch keine Bezahlung", murmelte sie und holte aus ihrer Tasche einen weiteren Energydrink. Sie machte sich daran ein Mahnbescheid aufzurufen und auszufüllen, sie wurde allerdings je unterbrochen durch den ständigen, sehr lauten Ton einer Klingel. Laut, durchdringend. "Feueralarm?", fragte jemand lautstark, "Ja! Abflug." Elena beeilte sich und schnappte sich ihre Tasche, dabei sah sie schon wie Rechner anfingen herunterzufahren, Daten abzuspeichern auf einer Festplatte irgendwo unten in den Kellern. Sämtliche Daten wurden immer gesichert, T-Corp Standard. Schnell liefen sie und sämtliche anderen zu Notausgängen, sie sah auch einige Security-Leute welche die Lage scheinbar überprüften. "Eine Übung?" "Für heute wurde nichts angesagt. Es ist wohl ein Ernstfall." "Einheiten sind schon unterwegs." Elena blickte als sie sich das Treppenhaus herunterwand, aus einem der Fenster und meinte kurz eine Gestalt am Tor zu sehen, in einer leicht gebückten Haltung. Sie blinzelte und sie war weg.
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptySa 15 Jun 2013, 20:21

Schon die erste Vorlesung war erstaunlich leer gewesen. Okay es war nicht ungewöhnlich das Leute einfach nicht kamen, aber die Anzahl der Schüler die jetzt in der zweiten Vorlesung waren, war schon fast grotesk.
Roy konnte einfach nicht verstehen warum so viele Studenten kein Sinn für die Geschichte hatten. Man konnte so viel daraus lernen und gewisse Dinge für die Zukunft ableiten, denn eigentlich passierten dieselben Dinge immer wieder und wieder, denn der Mensch war kein wesen das sich änderte, das einzige was sich änderte war die Technik die benutzt wurde.
Aber das geringe Interesse an Geschichte lag wohl auch am Schwerpunkt den T-Corp an der Uni setzte und das war doch eher die Naturwissenschaft. Aber Roy würde sich sicher nicht beschweren dazu bezahlten sie ihm einfach ein zu lächerlich hohes Gehalt und unterstützen ihn gleichzeitig noch bei seinen eigenen Projekten.
 
Gegen 12:00 Uhr, Roy erklärte gerade warum es zum Bürgerkrieg hatte kommen müssen, öffnete sich plötzlich die Tür des Hörsaales ein Sicherheitsbeamter trat ein und verkündete lautstark das alle aufgefordert sein die Uni zu verlassen und nach Hause gehen sollten.
"Oh man ihr Leute kommt auch immer auf schrägere Ideen die Professoren zu ärgern. Aber ich muss es euch lassen guter Einfall. Ericksen war das ihre Idee?"
Roy lachte kurz als er das sagt und guckte einen jungen Mann in der letzten Reihe an der gern mal etwas über die strenge schlug. Doch dieser schien nicht verantwortlich zu sein. Und auch der Beamte schien es nicht lustig zu finden.
Jetzt wurde Roy klar, dass war kein Scherz.
"Okay meine lieben bitte nehmt eure Sachen und verlasst geordnet den Saal."
Die Studenten waren schnelle draußen als Roy gedacht hatte aber okay. Auch er verließ den Saal. Draußen wurde er fast von einem jungen Mann mit rot braunen Haar und eine doch sehr auffälligen Brille umgerannt
"Passen sie doch bitte etwas auf junger Mann!"
Scheinbar wurden alle Klassen aus dem Gebäude geholt. Die nächste Person die er traf war Frau Baker, die kleine Professorin für Mikrobiologie, welche sehr verängstigt umher schaute.
Roy lächelte sie an und sagte " Es wird schon alles gut werden Rosa ist bestimmt eine Notfallübung!"
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptySa 15 Jun 2013, 21:42

Der Weg zu seinem Kumpel war beschwerlicher, als er es sich vorgestellt hatte. Kurzerhand hatte Justin beschlossen, einfach schwarz in der Strassenbahn zu fahren. DAs war um diese Uhrzeit kein Problem, denn bei so vielen Leuten, die die Bahn verstopften, getraute sich eh kein Schaffner, eine Kontrolle zu machen.
Normalerweise war er mit der Strassenbahn in fünfzehn Minuten bei seinem Kollegen. Doch aus irgendeinem vermaledeiten Grund waren heute sogar die Strassen verstopft. Justin zählte sieben Polizeiautos, zwei Feuerwehrautos und einen Krankenwagen, die im Minutentakt an der Bahn vorbeidrängte. Entsprechend war das Chaos in den Strassen perfekt und die blöde Bahn kam mit satten fünfzehn Minuten Verspätung bei der Haltestelle an, wo Justin aussteigen wollte.
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptySo 16 Jun 2013, 11:40

Ungläubig blickte Joy ins Innere des Schulbusses, es fehlten Leute. Leute, die sonst noch vor ihr einstiegen waren heute nicht da und dass all die Leute krank waren viel ihr schwer zu glauben, aber vielleicht waren sie auch nur von einer Grippewelle betroffen. Wie gut, dass es ihr gut ging und sie nichts bemerkte. Außerdem hatte sie so freie Platzwahl und musste sich neben niemand anderen quetschen.
Schon bei Weitem besser gelaunt als noch vor einer knappen Stunde, schaute sie aus dem Fenster in die Gegenfahrbahn. Ein Krankenwagen rollte mit erhöhter Geschwindigkeit vorbei, Sirenen ertönten. Heute war ein seltsamer Morgen, befand sie, beschloss aber, dem keine weitere Aufmerksamkeit zu schenken. In Englisch würde sie heute einen Test schreiben und sie hatte nicht gelernt, wieso sollte sie auch, eigentlich klappte es auch alles so immer gut, aber es konnte ja nicht schaden die Nase zumindest einmal in das Buch reinzustecken um halbwegs zu wissen, worum es ging – natürlich die Zusammenfassung im Internet war gut gewesen, aber ihr Lehrer stellte zum Ende hin immer ein paar kniffelige Fragen zum Schreibstil und dafür musste sie kurz die Seiten überfliegen.

Schließlich rollte der Bus an der Schule vor. Joy klappte ihr Buch zu und warf sich die Tasche über die Schulter. Verwundert bemerkte sie, dass der Bus sich nicht so viel voller geworden war, die Grippewelle musste wirklich um sich gegriffen haben. Nun gut, dann würde sie heute Mittag in der Cafeteria nicht anstehen müssen.
Im Gebäude wurde viel gemurmelt, als plötzlich eine Sirene ertönte, ein Krankenwagen fuhr vor und ein paar Sanitäter rannten mit einer Trage in das Gebäude, vorbei an den erstaunt dreinblickenden Schülern.
Joy schüttelte den Kopf, was war nur los?

Im Klassenraum herrschte das Gleiche Bild wie in der restlichen Schule. Fehlende Schüler, von zwanzig Leuten, die eigentlich in ihrem Kurs waren, saßen gerade mal noch zwölf in der Klasse. Super. Ihr Lehrer würde ausflippen. Und der Arzt würde mit Sicherheit ziemlich viel zu tun haben, immerhin verlangte die Schule immer nach einer Krankschreibung, wenn jemand bei einem Test fehlte, die Unterschrift seiner Eltern fälschen konnte ja praktisch jeder.
„Guten Morgen!“, eine schneidende Stimme riss Joy aus ihren Gedanken. Ihr Lehrer hatte den Klassenraum betreten und schaute sich nun mit zusammengepressten Lippen im Klassenzimmer um.
„Wo sind die anderen? Ist dies ein schlechter Scherz? Sind sie alle darauf scharf eine sechs zu kassieren?“
Schweigen. Joy sah sich um, doch die anderen Schüler schienen genau so verwundert, niemand konnte diese Überraschung und Ratlosigkeit so gut spielen.
Ihr Lehrer raufte sich die grau melierten Locken.
„Na schön. Einen Test zu schreiben macht so keinen Sinn, richten sie ihren Klassenkameraden aus, dass dies ein Nachspiel haben wird. Und jetzt, schlagen Sie ihre Bücher auf!“
Die Stunde wurde Joy recht interessant, das Buch, was sie lasen war eigentlich viel interessanter, als sie es angenommen hatte und besser als einen Test zu schreiben war es allemal. Die einzige Störung waren die Sirenen, die immer wieder ertönten, wenn Krankenwagen oder Feuerwehr vorbei fuhr. Auch meinte Joy einen Schuss zu hören, dabei war sie zusammengezuckt. Schüsse. Ihre Hand wanderte zu ihrer Wange. Nein, hier in der Schule war sie sicher, da war wahrscheinlich nichts passiert, ein Warnschuss der Polizei.
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptySo 16 Jun 2013, 14:39

Die Mathematikstunde war vorbei gegangen und nach einer Doppelstunde Zellbiologie hatte Neil sich in die Bibliothek verzogen um dort bis zur Mittagspause noch ein wenig nachzulernen. Zu Beginn der Woche war er einen Tag lang krank gewesen – eine kleine Magenverstimmung, nichts ernstes – und somit einige Vorlesungen verpasst. Natürlich hatte er sich Mitschriften besorgt, aber lieber wollte er auch Nummer sicher gehen und noch einmal in den Lehrbüchern nachlesen, worum es gegangen war. Man schrieb ja doch nie alles mit, was der Professor erzählte und wenn man einmal eine Lücke hatte, dann würde das in Zukunft nur noch weitere Lücken öffnen. Außerdem saß Neil gern in der Bibliothek. Es war ruhig dort – gezwungermaßen – und nirgends fand sich Ablenkung, die einem wenig disziplinierten Studenten das Lernen unmöglich machte – und welcher Student war schon wirklich so diszipliniert, dass er sich nicht ablenken ließ. Auch Neil, der sich für sehr gewissenhaft hielt, war dagegen nicht immer gefeit. Aber in der Bib, da lief das prima.
Umso verärgerter war er, als plötzlich laute Schritte durch seine Konzentration rissen. Verwundert hob er den Kopf, blickte sich um, suchte nach der Ursache des Geräuschs. Warum hätte er selbst nicht wirklich sagen können. Irgendetwas in diesen Schritten alarmierte ihn. Und er war nicht der einzige, dem es so ging. Etliche Köpfe hatten sich ebenfalls umgedreht. Durch die Gläser der Brille, die er sich wieder aufsetzte – zum Lesen hatte er sie abgenommen – erkannte Neil Herrn Dr. Kownyn, den Chefbibliothekar. "Dürfte ich bitte um ihrer aller Aufmerksamkeit bitten!", rief der Mann mit dem graumelierten Schnauzbart. In der Bibliothek, in der sonst nur im Flüsterton gesprochen wurde, klang es abnormal falsch. Darüber hinaus konnte Neil sich nicht erinnern, Dr. Kownyn je anders als flüsternd gehört zu haben. Seine Stimme klang merkwürdig in Neils Ohren. "Es tut mir leid, ihnen das mitteilen zu müssen, aber die Bibliothek schließt heute außerplanmäßig bereits früher. Lassen sie bitte nichts zurück und verlassen sie die Bibliothek unverzüglich." Sein offizieller Tonfall wurde mit einem mal versöhnlicher. "Fragen sie mich bitte nicht warum. Ich kann es ihnen auch nicht beantworten. Anweisung von oben."
Wenn Neil zuvor bereits verwirrt war, dann änderte sich dies nun in vollkommene Konfusion. Wie betäubt schloss er das vor ihm liegende Buch, räumte sein Schreibzug zusammen und brachte das Lehrbuch zurück an seinen Platz im Regal. Er verließ wie ihm geheißen worden war die Bibliothek und fand sich auf keinem Campus wieder, der nicht weniger chaotisch war als die plötzliche Räumung der Bibliothek. Leute liefen ziellos umher, niemand schien zu wissen, wo er hin sollte und immer wieder vernahm Neil aus Gesprächsfetzen das Wort 'Evakuierung'. Nur: er hatte keine Ahnung, wie eine Evakuierung an der T-Corps University ablief, wo man sich einzufinden hatte und überhaupt: was nun zu tun war. Verwirrt sah er sich nach einer Person um, die ihm möglicherweise mehr sagen konnte. Sein Blick fiel auf Frau Professor Baker, die die Vorlesung für Mikrobiologie hielt. Sie befand sich im Gespräch mit einem anderen Professor, den Neil nicht kannte und normalerweise hätte Neil sie in einer solchen Situation nie angesprochen. Aber das hier war nicht normal, also überwand er seine Bedenken und trat an die Frau heran.
"Entschuldigen sie, Frau Professor", wandte er sich an sie und nickte auch dem anderen Professor anständig grüßend zu, "Haben sie eine Ahnung, was hier los ist und was wir Studenten nun tun sollen?"

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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptySo 16 Jun 2013, 17:19

Desmond hatte den tag viel zu tun gehabt. Einige hatten ihre Autos zur reparatur vorbei gebracht oder abgeholt, neuwagen mussten vorbereitet werden für den Verkaufsraum. Irgendwann hatte er gemerkt, das verdammt viele Kranken und polizeifahrzeuge durch die strassen gefahren waren und Sirenen hatten angefangen zu heulen. In den Nachrichten im Radio berichteten sie von irgendwelchen unruhen, schiessereien und eine Evakuierung des T- Corp gebäudes und anderer einrichtungen. Neugierig ging er nach vorne an die Strasse. Es war seltsamerweise verdammt ruhig. Er war irgendwie auch gerade der einzige in der Werkstatt. An der Hauptstrasse konnte er eine Gestalt stehen sehen, doch als er nachsehen wollte, was los ist, war diese bereits wieder verschwunden. Verwundert über das ganze ging er zurück in die Werkstatt. Die Autos reparieren sich ja nicht von selber.
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptySo 16 Jun 2013, 21:29

Samuel hatte sich geirrt: Dieser Tag war lausig! Erst hatte die Kaffeemaschine den Geist aufgegeben, dann hatte die Spühlmaschine die Küche unter Wasser gesetzt und jetzt musste er auch noch zu Fuß zum Fitnessstudio gehen, weil irgendjemand ihm die Autoreifen aufgeschlitzt hatte.
Vielleicht würde ihn ein Gespräch mit Huck, dem verrückten Obdachlosen, der jedem der es hören oder nicht hören wollte die Geschichte seiner Entführung durch die Regierung erzählte um ein paar Dollar zusammenzukratzen. Tatsächlich hatte er sich wider erwarten als leicht verrückter, aber intelligenter und angenehmer Gesprächspartner herausgestellt.
Als er an der Ecke 5th Street und Jefferson-Avenue ankam, war von Huck nichts zu sehen, obwohl er hier sonst immer gewesen war. Als er sich in einer nahegelegenen Gasse umsah, entdeckte er eine zusammengekauerte Gestalt hinter einem der Müllcontainer. Vorsichtig näherte er sich, bis er Huck erkannte. Der Stadtstreicher blickte verängstigt aus seiner Deckung und winkte ihn hastig heran.
"Pass auf, dass sie dich nicht sehen!" zischte er den irritierten Samuel an. "Wer?" "Na die Polizisten, sie fangen an. Sie werden alle zusammentreiben um ihre Organe zu ernten und sie den geheimen Supersoldaten einzusetzen!" Er machte eine kurze Pause. "Und jetzt verschwinde, du bist so unauffällig wie eine Highway-Reklametafel! Es hat ja keinen Sinn, wenn sie uns beide erwischen. Wenn ichs nicht schaffe, musst du fliehen und den Leuten erzählen, was hier passiert ist." Langsam wich Samuel zurück, bei Verrückten musste man auf alles gefasst sein.

Auf dem Weg zum Fitnessstudio gingen ihm die Worte Hucks nicht mehr aus dem Kopf. Natürlich glaubte er kein Wort davon, aber als eine Kolonne Polizeiwagen mit Blaulicht an ihm vorbeiraste, bekam er doch allmählich das Gefühl, dass irgendetwas im Busch war. Vielleicht ein Terroranschlag in der Innenstadt? Verdammte Handtuchköpfe, hatten die denn niemals genug?
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptySo 16 Jun 2013, 22:43

Jake zuckte zusammen, als ein Polizeiauto an ihm vorbeifuhr. Elende Bullen, wie er sie hasste! Wenn man was abzog, musste man höllisch aufpassen, weil die einen einbuchteten. Gesetzenhüter, so ein Käse! Das ging ihm vielleicht auf die Nerven. Aber so lange die Typen in der Nähe waren, machte er sich instinktiv immer klein, um nicht aufzufliegen. Auch, wenn er gar nichts ausgefressen hatte. Naja, es konnte schon stressen, wenn man sich nicht auf legelem Weg durchs Leben schlug.
Dann fuhr ein weiteres Polizeiauto an ihm vorbei. Das war doch nicht normal. Was war da los? Hatte einer ne Bank ausgeraubt? Das war bestimmt Lenny, dieser Vollidiot! Typisch, immer darauf aus, die größten Dinger zu drehen. Der würde sicher noch ordentlich auf die Nase kriegen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptySo 16 Jun 2013, 22:48

Thermodynamik war wirklich nicht ihre Stärke. Gähnend stand Yuki von ihrem Platz in einer der mittleren Reihen auf und versuchte sich unauffällig zu strecken. Während sie ihre Sachen zusammen packte, überlegte sie, ob sie sich noch einen Espresso aus dem Automaten in der Eingangshalle holen sollte. Sie entschied sich für den Espresso. Schnell schnappte sie sich ihre Tasche und folge den restlichen Studenten hinaus aus dem Hörsaal. Normalerweise fühlte sie sich in diesen Menschenmassen immer unwohl, es waren ihr zu viele Menschen zu nah. Deshalb war sie auch immer sehr froh, wenn sie die Eingangshalle erreichte, da die Masse sich hier langsam auflöste und sie wieder genügend Freiraum besaß. Doch heute waren nicht viele Leute unterwegs. Die Flure waren nicht überfüllt und man hatte keine Probleme sich zu bewegen. Seltsam, hatte sie irgendetwas nicht mitbekommen? Irgendeine Veranstaltung, wo all die Studenten hin verschwunden waren? Wäre ja nicht das erste Mal, das sie etwas nicht mitbekommen hatte. Mit der linken Hand suchte sie in ihrer schwarzen Umhängtasche, welche mit Buttons von verschiedenen Bands versehen war, nach ihrem Portmonee, während sie sich durch die restlichen Studenten zum Kaffeeautomaten hindurchschlängelte.
Mit ihrem Espresso in der Hand stapfte sie nun in Richtung des nächsten Hörsaals, der im Gebäude für den Bereich der Chemie war, als ihr auf einmal mehrere Studenten entgegenkamen, die sich angeregt miteinander unterhielten. Warum gingen denn so viele Studenten auf einmal aus den ganzen Hörsälen hinaus? War irgendwo im Gebäude etwas explodiert oder war Gas ausgetreten? Aber wäre dann nicht doch etwas mehr Panik in den Gesichtern der Studenten zu finden? Yuki überlegte sich, was sie nun tun soll. Sollte sie einfach mit den anderen Studenten das Gebäude verlassen? Aber was ist, wenn sie das alles einfach nur falsch deutete und ihre Vorlesung stattfand? Oh man, sie musste wohl ziemlich planlos im Gang herum stehen, denn mehrere der Studenten starrten sie beim vorbeigehen an. Da sie sich nicht traute nachzufragen, was denn los war, entschied sie sich dafür wie geplant zum Hörsaal zu gehen. Doch weit kam sie nicht, denn ein Sicherheitsbeamter versperrte ihr den Weg mit den Worten: „Bitte verlassen Sie umgehend das Gebäude!“ Da sie nun vollkommen verwirrt war über die gesamte Situation, hörte sie nicht sofort auf das, was er ihr sagte, sondern blieb wie versteinert vor ihm stehen. „Haben Sie mich nicht gehört? Sie sollen umgehend das Gebäude verlassen und nach Hause gehen!“ Die Stimme des Sicherheitsbeamten war nun viel lauter und um einiges schärfer. Langsam erwachte Yukis Verstand wieder zum Leben. Sie entschuldigte sich kurz und machte sich schnell auf den Weg zurück zur Eingangshalle.
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyMo 17 Jun 2013, 20:16

"Was genau ist eigentlich los?" "Eine sehr gute Frage. Den ganzen Tag höre ich von Berichten das sämtliche Polizeieinheiten im Einsatz sind, angeblich ist sogar die Army bereits in einem Viertel einmarschiert, doch darüber schweigt man natürlich. Auch aus Washington meldet man..." Professorin Baker unterbrach ihr Gespräch und wandte sich herum. Baker entsprach wohl am ehesten dem Bild was man von einer typischen Professorin hatte: Sie trug eine Brille, saubere ordnungsgemäße Kleidung und der Haarschnitt fiel recht kurz aus. Schon etwas älter, wie man wohl erwarten würde. "Ah...Sie sind doch Mr Thomson habe ich Recht?" Ohne eine Antwort abzuwarten, fuhr sie fort: "Nein ich habe keine Ahnung was hier los ist. Genauso wenig wie alle anderen. Die restlichen Vorlesungen fallen für heute wohl aus...am besten wäre es Sie gehen nach Hause und war..."
In der Ferne ertönten mehrere Schüsse aus kleinkalibrigen Handfeuerwaffen. Es klang als würde jemand wie ein bescheuerter ganze Magazine leeren. Die Gespräche auf dem Campusplatz verstummten, Leute blieben stehen und lauschten. In einigen Gesichtern konnte man auch etwas wie Panik und Angst erkennen. Mit einem Mal verstummten die Schüsse und eine gespenstische Stille legte sich über das Campusgelände. 
Die Stille wurde je unterbrochen als ein Polizeiauto an der Uni vorbeifuhr. Aus den Lautsprechern erklangen laut und gut hörbar: "Die Polizei von Trump City bittet alle Bürger in ihre Häuser zu gehen. Verbarrikadieren Sie ihre Türen und bleiben Sie im Haus. Schalten Sie Radio und Fernseher ein und warten Sie auf weitere Anweisungen. Achtung, Achtung! Dies ist eine Durchsage an alle Bürger Trump Citys!" Das Auto bog um eine Ecke, den Spruch immer wieder wiederholend. "Was ist nur los?" "Terroristen? Gab es einen Anschlag?" Professorin Baker war etwas bleicher im Gesicht geworden und wandte sich an Neil. "Sie haben es gehört...gehen Sie nach Hause." Sie ging mit eiligem Schritt davon...

Ein paar Straßen weiter in einem Streifenwagen, wenigen Minuten zuvor. "Einheit 2-7 bitte kommen." "Hier 2-7 auf Streife." "Die Bürger aus der Straße wo sie sich aufhalten, melden verdächtige Bewegungen in einem Hinterhof, West End Avenue 318. Checken Sie das mal." "Verstanden." Das Funkgerät wurde zurückgelegt, die beiden Polizisten ein Mann und eine Frau sahen sie kurz an. "Gut fahren wir hin." Die Polizistin sah ihn zweifelnd an. "Seit heute morgen verlieren wir den Kontakt zu einer Einheit nach der anderen und wir sollen einen Hinterhof kontrollieren?" "Fahr einfach O'Reilly." Sie drückte aufs Gas und schon kurz darauf verließen beide ihren Wagen, die Waffen entsichert und gezogen. Langsam gingen sie durch den kleinen Gang, vollgesprayt mit Graffiti. "Na toll...wieder ein paar Anarchisten..."Fuck the police". Am Arsch", murmelte O'Reilly leise. Ein lautes Stöhnen war zu hören, ein Kratzen und Schritte. O'Reilly merkte wie ihr langsam Schweiß über ihre Stirn lief und blickte zu ihrem Kollegen. Jener pirschte langsam weiter nach vorne, die Knarre im Anschlag. Langsam warf er einen Blick um die Ecke. "HEILIGE SCH...", sein Ausruf ließ O'Reilly zusammenzucken. Gestalten kamen auf sie zugelaufen, wankend einige rennend. Schüsse knallten, aber nicht aus der Waffe von O'Reilly. Sie wollte nicht begreifen, was da grade auf sie zukam. Ihr Kopf wollte es nicht wahrhaben. Die wankende Gestalt vor ihr war...war mal ein Mensch gewesen. Der Körper war grässlich entstellt, die Arme standen in komischen Winkeln ab, der Kopf war leicht zur Seite geneigt. Die Augen blickten sie leer und tot an, Blut tropfte von seinen geschundenen Lippen. Die Haut, die sie sehen konnte zeigte nekrotische Veränderungen. Die Pistole fiel aus ihrer Hand und sie ging rückwärts. Reine Panik ergriff sie, Fluchtinstinkte übernahmen ihren Körper. Ihr Kollege schrie irgendetwas. Sie konnte nicht hören sondern wandte sich ab und rannte. Sie rannte, wie noch nie in ihrem Leben. O'Reilly sprang ins Polizeiauto, drehte den Zündschlüssel um und drückte das Gaspedal durch. Reifen drehten durch bevor sie mit Vollgas losheizte. "Das..." In Ihrem Kopf dröhnten diverse Horrorfilme. "Wiederweckte Leichen....ein Virus...Tote Zellen...Hunger auf Fleisch...Verbreitung durch Biss..." Zombies. Sie kommen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyDi 18 Jun 2013, 11:24

Endlich war der Morgen rum. In allen Unterrichtsfächern war es genau so gelaufen wie in Englisch auch. Es waren kaum genug Schüler da um Unterricht zu machen, wenn die Hälfte der Klasse fehlte, dann war es sinnlos mit neuem Stoff weiter zu machen, da man eh in der nächsten Stunde alles wiederholen musste. Und so hatten die Lehrer ihnen Filme angeschaltet oder irgendwelche Übungsaufgaben gegeben, die sie schon unzählige Male gemacht hatten und abgewartet.
Joy konnte nicht umhin festzustellen, dass die Lehrer nervös waren und ihre Handys immer vor sich liegen hatten, als rechneten sie damit, dass einer der Schüler einen Anfall bekommen würde und sie den Rettungswagen rufen mussten, nicht, dass noch eine Sirene jetzt großartig auffallen würde, im Minutentakt fuhren jetzt Einsatzwagen durch die Gegend. Aber ihnen, den Schülern, brauchte man ja nicht zu sagen, was vor sich ging. Joy wurde den Eindruck nicht los, dass sie nur deshalb Filme guckten, die anderen freuten sich zu sehr darüber nicht arbeiten zu müssen, dass sie keine Fragen stellten.
Nun aber, in der Mittagspause kam wohl endgültig kein Schüler mehr darum herum, sich zu fragen, wo all die anderen waren. Die Cafeteria, die sonst immer so heillos überfüllt war, glänzte heute mit gähnender Leere. Mehr als die Hälfte der Plätze war noch frei und die Schlange vor der Essensausgabe geradezu lächerlich klein. Das letzte Mal, als Joy die Cafeteria so leer gesehen hatte war, als die Hälfte der Schule einen Schulausflug gemacht hatte, aber für heute war keiner angesetzt gewesen. Sowas wusste sie, es würde am schwarzen Brett aushängen und irgendein Lehrer hätte war davon erzählt. Zumal ja auch ihre Klassenkameraden weg waren, nicht nur andere Stufen. Nein, diese Grippewelle schien einmal komplett durch die Altersstufen durchzugreifen, an allen Ecken und Enden fehlten Leute.
Schließlich, nach gerade einmal vier Minuten Wartezeit, hatte Joy ihr Mittagessen auf dem Tablett, ein sehr sparsames Mittagessen, eine Portion Reis und etwas Salat dazu. Die Soße mochte sie nicht und Ketchup oder ähnliches gab es zu Reis nicht. Sie hasste das Essen in der Cafeteria, aber sie versuchte lieber sich die wenigen Dinge aus dem Fraß hier herauszupicken, die sie mochte, als das Essen von zu Hause anzurühren. Denn das, so kam es ihr vor, hatte immer dieselbe Grundzutat: Fett. Die Friteuse war das absolute Lieblingsküchengerät ihrer Mutter, und wenn sie etwas nicht darin frittieren konnte, dann wurde es gebraten, in so viel Fett, dass das Fleisch hinterher noch davon triefte. Ekelhaft, fand zumindest Joy. Ihrem Vater und ihrer Schwester schien es zu schmecken.
Während sich Joy an einen Tisch fallen ließ – alleine, sie hatte endlich einmal etwas Platz für sich – bemerkte sie, wie sich die Tür vom Schulhof öffnete. An sich war das nichts ungewöhnliches, ständig gingen Schüler ein und aus, nein, die Gestalten die nun die Schule betraten waren das seltsame an diesem Ereignis. Zuerst dachte Joy, dass es nur ein blöder Scherz war, eine verlorene Wette, bei der zwei Schüler als Zombies verkleidet in die Schule kommen mussten. Mit diesem Gedanken war sie nicht allein, mehrere andere zeigten ebenfalls auf die Gestalten, die sich den Schülern langsam näherten.
Joy musste zugeben, sie waren mehr als authentisch gekleidet, die Corben-Zwillinge. Weißliche Haut, blutunterlaufene Augen, ausgefranste Bisswunde am Hals, ihnen tropfte noch frisches Blut vom Kinn, die Klamotten blutverschmiert und der Gang, bei dem einen – war es nun Colin oder Mike Corben? -  stand das Bein in einem sehr merkwürdigen Winkel ab. Einer der beiden brüllte laut und erregte so nun auch die Aufmerksamkeit der letzten Schüler in der Cafeteria, die sich den Spaß noch nicht angeguckt hatten.
„Hey Mann, tolles Kostüm, warum habt ihr mich nicht eingeweiht, ich hätte mit gemacht! Echt der Hammer, wie teuer war es denn bitte sich so schminken zu lassen, die Bisse, das sieht ja wirklich echt aus! Darf ich mal?“, Eric Mickson, der beste Freund der Corben Zwillinge war begeistert auf die beiden zugestürmt und drückte nun vorsichtig seinen Finger in die Bisswunde eines der Zwillinge. Alle beobachteten ihn gespannt, es war totenstill in der Cafeteria – nun einmal abgesehen von den komischen Grunzlauten der Corben Zwillinge.
In dem Moment jedoch, als Eric den Finger in die Wunde des einen Zwillings drückte, verzog er das Gesicht.
„Ihh!“, machte er noch, an seinem Finger klebte eine dunkle Flüssigkeit. Im nächsten Moment schrie Eric jedoch nur noch auf. Beide Corbens hatten sich ihm zugewandt, einer hatte seinen hochgestreckten Finger abgebissen und schluckte ihn schon hinunter, der andere hatte seine Zähne in Erics Schulter versenkt. Panik brach aus. Das sah nicht mehr nach einem Scherz aus. Die Schüler sprangen auf. Weg. In Richtung Tür. Joy folgte ihnen, doch obwohl es nur so wenig Schüler waren, für die Doppeltür waren es zu viele.
Plötzlich fiel ein Schuss. Joy hielt erschrocken inne, ihre Augen schreckgeweitet, Tränen standen ihr in den Augen. Langsam, ganz langsam fuhr sie herum. Noch ein Schuss, wieder zuckte sie zusammen. Zwei uniformierte Männer standen vor den Corbens, die nun reglos am Boden lagen. Mitfühlend schauten sie Eric, an, der unter den beiden begraben war und wimmerte.
Der eine hob seine Waffe und richtete sie auf Eric.
„Nein!“, schrie Joy noch, doch der Schuss hallte schon durch den Raum.
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyDi 18 Jun 2013, 22:09

Desmond betrat den Pausenraum und wunderte sich wo alle waren. Die gesamte Werkstatt war leer und keiner hatte ihm bescheid gegeben. Suchend sah er sich um. Als er die Tür zum Toilettenraum öffnete, vernahm er von drinnen ein stöhnendes Geräusch."Dan? bist du das?," fragte er laut und betrat den Raum. Doch das was dort im Toilettenraum stand, hätte auch aus einem Horrormovie stammen können. Der Zombie sah ihn an und kam auf ihn zu. Und aus einer der Toilettenkabinen kam noch ein zweiter. Desmond verlies den Raum schnell und floh nach draussen. Dort war noch einer. Desmond lief zu seinem Auto und fuhr davon. Erstmal nach hause. Das konnte doch nicht sein. Die sahen so echt aus. Und wenn die wirklich echt waren, wusste er schon, was diese mit ihm tun würden, sollten sie ihn zu fassen kriegen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyDi 18 Jun 2013, 22:49

Frau Professor Baker zögerte nach dieser Anweisung nicht lange, selbst ebenfalls das Weite zu suchen, doch Neil zögerte, Folge zu leisten. Sicher, die Studenten waren nach Hause geschickt worden und offenbar wollte man den Campus räumen – aber die Polizei hatte gesagt, sie sollten sich in ihren Häusern verbarrikadieren. Und dort draußen wurde geschossen. Zweifelsohne war es keine gute Idee, sich jetzt auf den Heimweg zu machen, auf dem Fahrrad mitten durch die Stadt. Das würde wohl sämtlichen Sicherheitsratschlägen zuwider laufen. Ohne Frage wäre es klüger, sich irgendwo auf dem Campus zu verschanzen, bis die Polizei Entwarnung gab. Sicherer.
Merklich verunsichert, aber nach außen hin betont ruhig und ohne Anzeichen von Panik – er hatte schließlich Vertrauen in die Sicherheitskräfte der Stadt, was sollte also schon passieren? – wandte er sich an den Mann, mit dem Professor Baker sich bis eben noch unterhalten hatte. "Entschuldigen sie, Herr Professor", sprach er ihn an. Er war sich nicht sicher, ob der Mann wirklich Professor war, aber er nahm es einfach einmal an. Und lieber ließ er sich korrigieren, als dass er einen Professor unzureichend betitelt hätte. Es wäre die kleinere Blamage. "Meinen sie auch, dass wir den Campus verlassen sollten? Wäre es nicht klüger, uns direkt hier zu verbarrikadieren, wie du Polizei uns angewiesen hat? Ich habe einen ziemlich langen Weg nach Hause..."

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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyMi 19 Jun 2013, 11:27

Die Soldaten hatten sie alle zur Ordnung gerufen, doch was machten die Rufe von zwei Soldaten aus, die versuchten mehr als vierhundert Schüler zu beruhigen, wenn diese doch gerade gesehen hatten, dass zwei Zombies in die Schule gekommen waren und die Soldaten einen der beliebtesten Schüler kaltblütig erschossen hatten. Niemand. Das Chaos herrschte weiter, Gedränge, alle wollten möglichst schnell hinaus aus der Cafeteria, sie wussten nicht einmal genau wohin, nur weg von den Waffen und weg von der Tür, durch die die Corbens gekommen waren.
Joy hingegen versuchte Ruhe zu bewahren. Ihr machten die Waffen der Soldaten viel mehr Angst, als die Aussicht, dass da noch ein, zwei von diesen verrückten Gestalten auftauchen konnten. Vor denen konnte sie wegrennen. Vor Waffen ging das nicht. Immer wieder fuhr ihre Hand zu ihrer Narbe im Gesicht. Nein. Waffen waren gefährlicher als diese…Zombies. Sie wollte das Wort „Zombie“ eigentlich nicht benutzen, aber sie hatte auch keine Ahnung, wie sie die sonst betiteln sollte.
Plötzlich dröhnte die blecherne Klingel, wie sonst, wenn der Unterricht begann, endete oder die Schulleitung mal wieder meinte mitten in der Unterrichtsstunde eine sehr wichtige Mitteilung für alle Schülerinnen und Schüler zu haben, sodass eine Durchsage gemacht wurde. Da es für die Klingel zum Ende der Mittagspause noch mehr als eine halbe Stunde zu früh war, konnte es sich nur um eine Durchsage handeln. Das begriffen auch Joys Mitschüler und das Gedränge stoppte für einen Moment.
„Liebe Schülerinnen und Schüler. Aufgrund einer Grippewelle wird der Unterricht heute früher beendet. Wir bitten sie alle schnellstmöglich nach Hause zu gehen und sich dort mit ihren Familien zu verbarrikadieren. Über das Radio oder von ihren Eltern werden sie alle nötigen Informationen über die Epidemie erhalten. Bitte bewahren sie Ruhe!“
Den letzten Satz hatte kaum noch jemand mitbekommen, die Panik war schon bei dem Wort „Epidemie“ ausgebrochen. Niemand glaubte auch nur eine Sekunde an den Stuss von einer Grippewelle. Das hätten sie ja vielleicht geglaubt, wenn da nicht vor ihren Augen bereits Zombies in die Cafeteria gestürmt werden, nein, so löste die Schulleitung nur noch mehr Panik aus.
Joy stellte recht schnell fest, dass sie eher niedergetrampelt werden würde, als irgendwie jetzt noch sicher durch die Schule gehen zu kommen. Seufzend drehte sie sich herum. Die beiden Soldaten standen noch immer in der Nähe der Tür, die Corbens und Eric lagen auf den Boden, eine Blutlache hatte sich gebildet. Joy schluckte heftig. Eine Erinnerung kam ihr kurz in den Sinn, doch sie schüttelte nur hastig den Kopf.
Langsam, die Augen fest auf die Waffen der Soldaten gerichtet, ging sie langsam auf diese zu. Niemand traute sich an den Toten vorbei, aber wenn sie durch diese Tür ging, dann würde sie sich ein Fahrrad klauen können und schnell nach Hause fahren. Es war nie die Rede davon gewesen, dass die Schüler von den Bussen nach Hause gebracht werden würden und sie glaubte auch nicht daran. Wer ging denn jetzt bitte noch freiwillig seiner Arbeit nach – außer der Polizei und dem Militär.
„He du, was willst du hier?“, einer der Soldaten hob die Waffe.
Joy riss hastig ihre Hände in die Höhe.
„Ich..ich will nur…da raus!“, sie nickte mit dem Kopf in Richtung der Tür. Ihr Magen drehte sich um, als sie in den Lauf der Waffe blickte. Das waren doch zu vertraute Erinnerungen. Ihre Narbe begann zu brennen, als wäre die Wunde wieder aufgerissen. Ihre Stimme hatte sie beinahe verloren, kaum laut genug gesprochen, um den Tumult an der anderen Tür zu überdecken, doch die Männer hatten anscheinend verstanden, was sie ihnen hatte sagen wollen.
„Können wir sie vorbei lassen?“, der eine sah hinüber zu seinem Kollegen, der die Waffe langsam sinken ließ.
„Klar können wir, die sollen ja nach Hause!“, beide machten Platz und Jo schritt hastig und nervös zwischen den beiden durch.
Frische Luft. Der Himmel strahlte so blau, als wolle er allen einen Streich spielen. So ein schöner Tag, an dem so etwas schreckliches passierte. Es musste ja etwas Schreckliches passiert sein, so wie sich alle aufführten. Joy wollte nicht an eine Zombieapokalypse glauben, wollte nicht daran glauben, dass es genau so passierte wie in diesen ganzen Filmen. Das war zu klischeehaft. Sie hatte die Filme geliebt, die Computerspiele dazu und auch die Serien. Aber in der Realität, nein, da hatte sie keinen Gedanken daran verschwendet, zu albern und unrealistisch war es ihr vorgekommen. Und nun? Lagen zwei Zombies tot in der Schulmensa herum, die Schüler zertrampelten sich in ihrer Panik gegenseitig und sie stand auf dem Parkplatz und suchte nach einem Fahrrad, das nicht abgeschlossen war. Viele Schüler schlossen ihre Fahrräder nicht ab, weil sie normalerweise nicht geklaut wurden. Normalerweise hätte Joy auch niemanden sein Fahrrad geklaut, aber sie fuhr schon sehr lange mit dem Bus zur Schule und sie hatten nun wirklich keine Zeit jetzt noch bis nach Hause zu laufen. Von der Kondition her würde sie es schaffen, aber zu dem Preis, dass sie hinterher einmal zu Hause angekommen total am Ende sein würde. Nein, da war es besser sich mal eben ein Fahrrad abzugreifen.
Sie hatte auch noch Glück. Ein Rennrad stand unabgeschlossen gegen einen Pfeiler gelehnt. Joy schwang sich hinauf, der Sattel war zu hoch für sie, sodass sie gerade mal mit den Zehenspitzen an die Pedalen kam, aber es würde gehen, sie hatte nicht vor zu stürzen, und um stehen zu bleiben musste sie eben aus dem Sattel hinaus. Hastig verließ sie das Schulgelände, die ersten Schüler strömten, prügelten sich nun aus dem Haupteingang hinaus, einige schrien panisch, dabei war weit und breit nichts in Sicht, nichts außer ein paar schnell vorbei rauschenden Polizeiwagen.
Joy raste die Straßen entlang, kaum normale Autos fuhren noch auf den Straßen, nur Militär, Krankenwagen, Polizei und Feuerwehr nutzten noch die Straßen. Hinter den Fenstern einiger Häuser sah Joy verängstigte Menschen, sie warteten, warteten auf die letzten Familienmitglieder. Vielleicht hatten sie schon mehr Neuigkeiten aus dem Radio bekommen, wussten wie schlimm alles war. Joy wusste es nicht und sie versuchte auch krampfhaft sich keine Gedanken darum zu machen. Aus einer Straße hörte sie wieder diese Grunzlaute, die auch schon die Corbens von sich gegeben hatten. Sie trat noch kräftiger in die Pedale, kein Zombie würde sie verfolgen können.
Schließlich kam sie an ihrem Haus an, sprang noch in der Einfahrt vom Fahrrad, welches mit einem lauten Scheppern zu Boden fiel. Kein Auto in Sicht. Ihre Eltern waren nicht da. Joy kramte den Schlüssel heraus, als sie hinter sich Schritte vernahm. Sie drehte sich um und sah in einiger Entfernung eins von diesen Dingern, diesen Zombies näherkommen. Der Lärm des Fahrrads schien ihn angelockt zu haben. Hastig drehte Joy sich herum, sie hatte keine Waffe, also musste sie die Tür aufschließen. Gerade noch rechtzeitig riss sie die Haustür auf, schlüpfte ins Haus und knallte die Tür dem ungebetenen Gast vor der Nase zu.
Die Tür schloss sie von innen wieder ab und ging ins Wohnzimmer. Sie würde fernsehen gucken und warten. Es wäre doch gelacht, wenn es keine Katastrophenmeldungen geben würde.
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BeitragThema: Re: [MSG] Dawn of the Dead   [MSG] Dawn of the Dead EmptyMi 19 Jun 2013, 14:12

Roy nickte dem jungen Mann, der vor wenigen Augenblicken zu ihnen gestoßen war zu.
Er dachte auch, dass es vermutlich besser währe sich einen sicheren Raum in der Uni zu suchen und zu warten, als
draußen offen auf der Straße rumzulaufen und Zielscheibe für Terroristen oder sonstiges zu spielen.
"Gute Idee. Am besten wir gehen in den kleinen Hörsaal am Ende des Gebäudes. Sie wissen schon der ohne Fenster, der gefühlte 100 Grad heiß ist.
Der hat nur einen Eingang und den können wir verriegeln."
Roy sah sich um. Draußen konnte er gerade einen schwer bewaffneten Hamwi vorbei fahren sehen. Irgendetwas Ernstes schien los zu sein.
Die meisten Studenten und zu Roys Schande auch Professoren rannten leicht panisch nach draußen.
Doch einige andere Studenten schienen auch zu überlegen, darunter auch der Kapitän der T-Corp Footballmanschaft der Uni, der es trotz limitierten Wissens
irgendwie jedes Jahr weiter kam (lang lebe das Amerikanisches Bildungssystem)
"Stevens schnappen sie sich ihre Kumpels und ab in den hinteren Hörsaal!"
Er reagierte sofort und ging los.
Roy drehte sich zu dem jungen Mann um uns guckte ihn an
"Suchen sie so viele Leute wie sie finden können und dann gehen sie ohne Umwege in den Saal. Ich versuche noch andere von draußen zu holen.
Sollte ich in 5 Minuten nicht da sein schließen sie den Saal ab und verbarrikadiere die Tür! Los!"
Roy übergab dem jungen Mann seinen Schlüssel und setzte sich dann in Bewegung gleichzeitig griff er in seine Sackotasche und kramte nach seinem Handy
er musste einen Anruf tätigen.


Zuletzt von Pado am Mi 19 Jun 2013, 21:01 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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