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 Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont

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Basol
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Fr 20 Apr 2012, 10:28

Steven Watson war schon immer auffällig gewesen, wenn es um Gewalt gegen Schwächere in der Schule ging. Er liebte es einfach, solche Leute zu verprügeln und fertig zu machen.
Und nun war er im Museum und die nackte Panik tobte. Hmmm, da konnte er doch irgendeinen armen Trottel finden und ihm die Scheiße aus dem Leib prügeln. Yeah, keine Gelegenheit verstreichen lassen, das war seine Devise. Denn hier war die Wahrscheinlichkeit, dass er erwischt werden würde, am geringsten. Schließlich kümmerte sich jeder nur um sich selbst und niemand um jemand Anderes. So war es eben bei Panik.
Ein böses Grinsen trat auf das Gesicht des Sechzehnjährigen, als er einen eher kleinen, schmächtigen jungen Mann an einer Wand liegen sah, welcher noch ziemlich benommen war. Da konnte er ein wenig Spaß haben, schließlich wurde die Panik größer und größer.

Pascal sah benommen auf, als auf einmal ein recht breit gebauter Teenager sich vor ihm aufbaute.
"Hey, danke, dass du mir hilfst...", sagte der Braunhaarige lächelnd.
Da verpasste ihm der Andere einen Fußtritt in die Seite. Und noch einen. Und noch einen!
Pascal blieb die Luft weg und er wollte schreien, doch er brachte keinen Ton heraus.
Es war wieder genau wie damals, als sie ihm nach dem Unterricht aufgelauert haben, um ihm die Scheiße aus dem Leib zu prügeln und seine Stifte schlussendlich über seinem lädierten Körper zu verteilen.
Und Pascal spürte etwas, das er nie wieder hatte spüren wollen. Hass. Animalischen Hass.
Plötzlich befand sich der Junge in einer Art Käfig, während unter ihm sich ein Lavasee erstreckte und über ihm, ganz nah, ein Sonnenfeuerball schwebte.
"Nein!", rief er entsetzt und schlug gegen den Käfig. "NEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIN!"

Unterdessen brach über das Museum die Hölle herein.
Langsam, wie ein Untoter, stand der Junge auf.
"Na, so ist es lustiger!", lachte der Schläger und hob erneut die Faust.
Doch plötzlich, mit einer rasend schnellen Bewegung ging Lacsap an ihm vorbei und spie einen gewaltigen Feuerstrahl mitten in die Menge. Mehrere Leute wurden getroffen und stürzten brüllend, brennend und sich windend zu Boden.
"HAAAAAAAAAAAAAAAAAAHAHAHAAHHAHAHAHAAHHAHAHAAHHAHAHAHAAH!", brüllte Lacsap selig vor Glück. "Endlich bin ich frei! ENDLICH!"
"W-was ist das?", brachte Steven zitternd hervor.
"Hey, Kumpel!", grinste der Braunhaarige bösartig nahm den Anderen mit seinen wahnsinnigen, hervortretenden Augen ins Visier. Dann zog Lacsap seinen Schlüsselbund und brachte diesen zum Schmelzen. Er nahm eine spitze Form an. "Siehst du das? Das ist... Harharhar... ein Schraubenzieher. Und ich werde diesen Schraubenziiieeeheheheheerrr... verschwinden lassen!"
Mit einem krankhaft verzückt verzerrten Gesicht bohrte Lacsap den Gegenstand in das Auge des Anderen. Dann zog er ihn heraus und stach wieder zu, etwas hefiger. Blut spritzte, als Lacsap den Schraubenzieher schließlich komplett in den Kopf des Anderen bohrte.
"SO!", stellte Lacsap klar und umfasste je eine Schläfe des Kopfes mit seinen Händen. "Jetzt bist du ein echter Metalhead!" Seine Stimme hatte ein bestialisches Knurren angenommen und klang kaum mehr menschlich.
"AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH!", brüllten die Anderen schreiend und rannten davon.
"Warum so ernsthaft?", lachte Lacsap und spie einen Schwall reinster Lava, der ein Ehepaar unter sich begrub.
"Machen wir doch mal 'n richtiges Feuer!", röhrte Lacsap und begann damit, in alle Richtungen Feuer zu speien. "ICH FACKEL DAS GANZE MUSEUM AB, YIIIIIIIIIIIIIIHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAR!"

"NEIN!", schrie Pascal und schlug gegen das Gitter seines Gefängnisses. "HÖR AUF! HÖF AUF! HÖRAUFHÖRAUFHÖRAUF!"
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Maekswell

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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Fr 20 Apr 2012, 23:05

"Deine Eltern sind weiter hinten, sie wurden gerade von der Masse weggetrieben. Ich werde dich erstmal in den Backstagebereich bringen und anschließend deine Eltern suchen und sie zu dir bringen, in Ordnung?", fragte Leon den blass gewordenen Jungen und blickte dabei in seine trüben Augen.
Gerade als er sich umdrehen und sich eine Schneise in Richtung Hinterausgang schlagen wollte, ertönte ein Mark erschütternder Schrei, ein Stück weiter, aus der Menge. Langsam schob sich Leon vorwärts, führte dabei den Blinden hinter sich an der Wand entlang. Ein paar Menschen rannten ihnen panisch entgegen, einige von ihnen brannten.
"Oh mein Gott...", entfuhr es Leon, als er sah, was der Grund für das erneute Aufscheuchen der Leute war.
Ein schmächtiger Junge mit braunen Haaren und einem verklärten Gesichtsausdruck hatte gerade eine Ladung Feuer in die umstehende Masse gefeuert und danach ein älteres Ehepaar unter glühend heißer Lava begraben. Neben dem offensichtlich psychopathischen Jungen sackte gerade ein anderer Jugendlicher zusammen und Leon konnte einen mit Blut beschmierten Metallschaft aus einer seiner Augenhöhlen ragen sehen.
Scheise! Scheise! Scheise! In seinem Inneren überschlug sich gerade alles. Andere Menschen mit übernatürlichen Kräften, die anscheinend nicht aus friedlichen Gründen oder Kunstinteresse hier waren. Eine Massenpanik, die verdammt nochmal nicht positiv auf die Situation einwirkte. Und mitten drin stand Leon, paralysiert und unschlüssig, was zu tun sei. Er konnte unmöglich eingreifen, zu viele Zeugen und potentielle Zielscheiben waren in der Nähe, doch wenn er nichts unternahm, würde dieser Irre vielleicht noch mehr Schaden anrichten und Leben nehmen. Nervös biss sich der Galerist auf die Unterlippe während seine Gedanken rasten.
Verdammt! Nicht hier! Nicht jetzt!, fluchte er innerlich.
Hektisch zog er den blinden Jungen, dessen Hand er mittlerweile unbewusst zusammenquetschte, in einem weiten Bogen um den pyromanischen Kranken herum und steuerte auf den Backstagebereich zu.
"Wir müssen sofort hier raus", sagte er knapp zu dem Jungen, "Irgendein Psychopat legt hier gerade überall Feuer. Ich bitte dich, in dem Gang zu warten, in den wir gleich kommen, bis ich oder jemand dir bekanntes dich abholt. Leider kann ich dir nicht sagen, wann das sein wird. Aber bitte, bitte bleib dort in Deckung."
Der letzte Satz hatte einen Hauch von Flehen. Irgendwie lag ihm das gerade bei lebendigem Leib verbrannte Ehepaar noch schwer im Magen und er würde alles versuchen, dass es nicht noch mehr Opfer zu beklagen geben würde.
Einen Gedanken widmete er noch seinen Eltern, die auf Grund beruflicher Pflichten heute nicht dabei hatten sein können. Anfangs hatte es ihn ein wenig geärgert, doch jetzt erleichterte es ihn ungemein.
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Mali
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Sa 21 Apr 2012, 00:43

Ianto blickte entsetzt drein, als Pascal anfing Feuer zu spucken und ihm sogar Lava aus dem Mund lief. Besorgt blickte er zu seinem Vater."Wir müssen hier raus,"rief er seinem Vater zu und bewegte sich zum ausgang. Zum glück folgte ihm sein Vater bis zum Eingang wo Ianto dann stehen blieb. "Bleib draussen in Sicherheit. Dies muss ich alleine machen." Besorgt blickte sein Vater ihn an, nickte dann aber."Pass auf dich auf, mein Sohn." Ianto band sich einen Stoffstreifen um den Kopf, der sich wie eine Maske über seine Augen legte. Vorsichtig bewegte er sich wieder nach drinnen, wo der Junge weiter Feuer legte. Aufmerksam blickte Ianto sich um. Vielleicht konnte er ja die Klima anlage nutzen um seine Fähigkeiten einzusetzen. Aufmerksam blickte er sich um, blieb aber in Deckung. Konzentriert stand er hinter der Säule und versuchte, die Luftströmung im Gebäude anzuzapfen.


Zuletzt von Mali am Sa 21 Apr 2012, 02:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Vicati
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Sa 21 Apr 2012, 01:57

Ein hell leuchtender Speer flog knapp an Pascals Kopf vorbei und das Feuer, das er in Richtung der Menschenmenge spuckte, wurde von einer hell leuchtenden Kuppel aufgehalten. Inmitten der aufgeregten Menschenmenge war eine Lücke entstanden und in dieser Lücke stand eine strahlende Gestalt. Eine Frau in goldener und silberner Rüstung und mit einem Schwert in der einen und einem hellen Licht in der anderen Hand. Doch das seltsamste waren die weissen Schwingen auf ihrem Rücken. Sie schien förmlich von ihnen zu strahlen und für einen Moment schien es, als käme die Panik zu erliegen und jeder im Raum schien die Frau anzustarren. Dann ging das Rennen auf den Ausgang jedoch weiter, nur dass jetzt niemand mehr zwischen Lady Lumen und dem feuerspeienden Jungen stand. Die Engelsfrau hob den Arm und deutete mit der Spitze ihres Schwertes auf Pascal.
"Ich weiss nicht, was du bist und ich weiss auch nicht, wer du bist, doch das brauche ich nicht zu wissen. Ich weiss, dass du nicht der unschuldige Junge bist, dessen aussehen du angenommen hast. Du bist hier um zu zerstören, um Leben zu nehmen und um deiner Gier nach Blut und verbranntem Fleisch genüge zu tun, aber ich, Lady Lumen, Trägerin des Heiligen Schwertes und Beschützerin der himmlischen Gerechtigkeit werde das nicht zu lassen. Im Namen der Gerechtigkeit und der Güte, die in jedem menschlichen Lebewesen steckt, ich werde dich aufhalten!", schallte ihre Stimme laut durch den Raum und sie trat einen Schritt nach vorne. "Stelle dich deinem gerechten Schicksal, Dämon!"
Das Leuchten in ihrer Hand verwandelte sich in einen weiteren Lichtspeer, den sie Pascal entgegenschleuderte. Dann formte sich ein zu ihrer restlichen Ausrüstung passender Schild in der Hand und mit einem hellen Kampfschrei stürmte sie auf ihren Gegner zu.

Die Unruhe war unerwartet, aber sehr willkommen. Noch während der Rede hatte sie ihr Ziel ausgemacht, einen Mann im mittleren Alter, dessen Gesicht von einer Überdosis Botox in einen mit Haut überzogenen Totenschädel verwandelt worden war. Ihr Ziel war einer der ersten gewesen, die sich Richtung Ausgang davon gemacht hatte und dabei schubste er rücksichtslos alles, was in seinen Weg trat zur Seite. Doch kurz bevor er den Ausgang erreichte, erschien ein Schatten über ihm. Bevor er reagieren konnte, hatte sich etwas lila-schwarzes auf seine Schultern fallen lassen, es blitzte silbern und der Mann wurde von zwei von beiden Seiten durch seinen Körper gejagten Speeren mitten im Eingang an den Boden gepinnt. Das Mädchen in Clownkostüm, das auf seinen Schultern sass, kicherte irr.
"Flucht durchkreuzt und ausgereist, der Eingang hier ist abgehakt, bitte einfach weitergehen, bis sie einen finden, der nicht abgesperrt ist!"
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Basol
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Sa 21 Apr 2012, 08:48

Lacsap gackerte aufgedreht, als die merkwürdige Licht-Tussi ihn angriff. Er zerlief zu Feuer, wodurch der Lichtspeer einfach durch ihn hindurchging.
"So leicht kannst du mich nicht aufhalten, Fräulein.", kreischte er. "Im Übrigen: Du hast recht, ich bin der Dämon, der in dem Jungen schläft. Nein, mehr noch! Ich bin der TEUFEL!"
Dann wurde er wieder materiell und spie seiner Gegnerin, die nun von selbst angriff, einen gewaltigen Lavaschwall entgegen, der mit recht hoher Geschwindigkeit auf sie zuschoss. Oh, er würde ihre Knochen überall verteilen, eine Kette im ganzen Museum legen!

In seiner üblichen Ritterrüstung stand Joey Scoreman alias Sky Knight, auf dem Dach des Museums. Seine Schulter war in einen Gips eingewickelt unter der neuen Rüstung verborgen, der Bruch heilte nicht so schnell. Er hatte zwar Schmerzmittel eingenommen, doch seine Verletzung tat trotzdem noch etwas weh.
Er war zum Museum aufgebrochen, um Informationen zu sammeln, nachdem sein Onkel ihn ermahnt hatte, vorsichtig zu sein. Hatte Pete also sein 'kleines Experiment' doch lieb gewonnen...
Doch Lärm wehte zu Joey hoch. Offensichtlich war dort unten ein Aufruhr. Was war da los?
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Nalim
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Sa 21 Apr 2012, 18:51

Ein Gebäude, gesichert durch elektronische Türen, mit Metaldetektoren und Wachpersonal, einer Sicherheitszentrale, und mit einer schier endlosen Zahl Überwachungskammers. Was musste in dem Kopf des Menschens vorgegangen sein, der das geplant hat? Sicherheitstüren, Sicherheitsglas. Sicherheitswände? Und trotzdem war niemand, wirklich niemand auf die Idee gekommen, den, für einen Menschen zwar unangenehm kleinen, aber trotzdem vom Platz her ausreichenden Lüftungsschacht zu sichern?
Auf allen vieren, sich auf den Knien und den Händen mit der Brust durch den Lüftungsschacht kriechend, ruinierte er nicht nur seine Frisur, sondern auch noch seine Uniform und vorallem seine gute Laune. Hätte er gewusst das das zu dem Schleichweg gehörte, hätte er einfach etwas C4 mitgebracht um sich den verdammten weg bis zu der Sicherheitszentrale DURCH zu sprengen, aber das half jetzt auch nichts mehr. Rückwärts könnte er sowieso nicht kommen, und seine einzigste Hoffnung beruhte darauf, das der Schacht ihn weiter tragen konnte, und das er endlich ankommen würde.
"Links.. links.. rechts.. links.. grade aus.. grade aus.. grade aus.. links.." murmelte er als er wieder an einer Abzweigung angekommen war und vorsichtig um die ecke lugte. Er hatte schon genug Filme gesehen wo es dem Typen der durch den Lüftungsschacht kroch an den Kragen ging. Im besten Fall würde ihn irgendetwas von hinten ´´bespringen´´.
Mit den Händen an dem kalten Metal, zwängte er sich in den neuen Schacht um von dort weiter zu klettern. Soweit er sich das gemerkt hatte, müsste am Endes das Schachtes genau die Sicherheits Zentrale liegen. Es war also leicht verdientes Geld, seine liebste Währung.
Wie vorher gesagt war dort ein Gitter unter ihm, doch es war etwas zu dunkel, und seine Position nicht grade Vorteilhaft, als das er etwas erkennen könnte. Auf gut Glück also, schlug er mit dem Ellenbogen das Gitter unter sich weg, rutschte mit dem Oberkörper vorraus. Während er schon mit dem Oberkörper voraus nach unten segelte, wurde ihm klar was für eine scheiß Idee diese Form des abstiegs gegewesen war und endete mit einer schmerzhaften Landung auf einem harten Boden und dem scheiß Gitter.
"Verdammte.. Scheisse.. jüdischer.. Schwanzlutscher.." er rollte sich auf den Rücken und hielt sich den Brustkorb. "Ich hasse diesen Job.." eigentlich wollte er aufstehen, und hatte das auch fast geschafft als seine Füße den halt verloren und er mit dem Gesicht zuerst auf den Boden knallte. Der Boden war rutschig, und seinem Gesicht nach zu urteilen, wenn das nicht sein Blut war, auch nass.

"Wartet nicht auf mich.. ich hab nur was vergessen.." ein grelles Licht blendete ihn als jemand mit einem quietschen eine Tür öffnete, mit einem klicken einen Schalter betätigte und flackernd ein par Deckenlichter angingen.
Trotzdem reichte ihm sein Augenlicht um zu sehen wer da in den Raum gekommen war, was dafür sorgte das er so schnell wieder auf den Beinen war, das es fraglich war, ob nicht irgendwo ein Seil befestigt war, das ihn grade auf die Füße gezogen hatte.
Vor ihm, mit einem Handtuch um den Kopf und einem Handtuch um die Hüfte stand eine junge Frau die in dem Moment wo sie ihn sah, höchstwahrscheinlich deshalb nicht schrie, weil die überraschung sie förmlich lähmte.
"Keine sorge Ma'am, ich bin der Klempner.." Sie müsste wohl wirklich äußerst zurückgeblieben sein um zu glauben das ein Mann in Uniform, mit mittelmäßiger Bewaffnung und der offensichtlich grade von der Decke gefallen war, wirklich ein Klempner war.
Vielleicht hätte er seriöser wirken sollen, doch es war ja nicht seine Schuld, das die Frau ihr Handtuch bis zur Hüfte hatte, und er versuchte ja schon, jedesmal wenn sein Blick wieder nach unten gewandert war, sofort wieder ihr Gesicht zu fixieren.
Sein offensichtliches Intresse schien sie wohl bemerkt zu haben, weil sie sich schnell das Handtuch bis fast zum Hals nach oben zog.
"Ach wirklich.. der Klempner?" Fragte sie mit einer Stimme, wie er es nur von einer Frau kannte die ihn gleich schlagen würde, und zwar nicht auf die angenehme Weise.
"Wo.. ist dann bitte ihr Werkzeug?!"
´´In meiner Hose..´´, ´´Ich bin mir nicht sicher, lassen sie mich doch unter ihrem Bademantel kurz suchen..´´, ´´Ma'am, ich bin ein Mann, und ich mache alles mit meinen Händen..´´, ´´Wenn sie kurz warten, kann ich ihn mein Werkzeug gerne Zeigen..´´
"Wenn sie kurz warten, dann kann ich ihn mein Werkzeug gleich, gerne zeigen.." Es zeigte seine weißen Zähne in einem Charmanten Lächeln, auch nur deshalb weil er sich ihre Brüste immer noch bildlich vorstellen konnte...

Ein par Hygäne Artikelspäter die ihm an den Kopf und in den Rücken geflogen waren, war er auf den Weg richtung Sicherheitszentrale. Der innenbereich war deutlich schwächer Überwacht, und der abzug der ganzen Leute führte dazu das ihm garkein Sicherheitspersonal entgegen lief. Es dauerte etwas bis er sich orientiert hatte, und ihm lief die Zeit davon. Die Pläne waren nicht sehr hilfreich doch irgendwann fand er endlich die Tür. Sie wurde von zwei Leuten bewacht die er ganz galant mit einem Sturmangriff ausschaltete und sie beide so fest gegen die Wand rammte, das der Putz abblätterte. Als wären sie jedoch darauf vorbereitet gewesen war natürlich die Tür darauf hin verschlossen. Schweres Metal hinter dem sich die Leute wohl sicher fühlten.
"Wer eine übergröße in eine Französin bekommt.. der kommt auch durch Sicherheitstüren.." Sagte er, natürlich nur zu sich selbst, zwinkerte dabei aber in die Kamera. Ohne zweifel war der Alarm schon ausgelöst worden, und er musste sich beeilen, wenn er wollte das die Leute nicht mehr raus kommen konnten.
Faustschlag um Faustschlag schlug er die Tür ein, die eine immer größere Delle bekam bis er beim dritten Anlauf mit seinem Oberkörper nicht nur durch die Tür brach, sondern sie gleich mit sich riss, und den Wachmann dahinter mit der Tür umrannte. Natürlich war er nicht alleine, aber die par Kugel wurden von seiner Weste abgefangen und nur zwei gingen in seinen Arm, bevor er einen der Männer zu fassen bekam und ihn als schutzschild missbrauchte um seine eigene Waffe zu ziehen und die Männer in den Kopf zu schießen.

Nun da die Leute tot, oder K.O. und schon bald tot waren, konnte er sich den Raum näher angucken. Er war gepflastert mit Bildschirmen, Hightech und soviel Zeug das er garnicht genau wusste was er hier tun sollte. Er war nun wirklich niemand der sich mit Technik auskannte, geschweige denn einem Computer. Scheiß Computer.
Nachdem er einfach ein par Stühle durch den Raum geworfen hatte, die Bildschirme kaputt gemacht hatte, die Amaturen beschädigt und es immer noch Strom gab, fiel ihm ein orangener Kasten an der Seite auf. Mit einer geübten Handbewegung riss er die Tür von dem Kasten und entblößte das elektronische, kabelige Innenleben des Kastens.
30 Sekunden später, mit einem angesängten Ärmel und einer sehr geladenen Frisur war der Storm des gesammten Gebäudes weg. Die Türen waren versperrt und er.. er musste nurnoch einen Weg raus finden.
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   So 22 Apr 2012, 20:48

Cekay schnaubte leicht, als Leon von seinen 'Eltern' anfing. Sein Gegenüber konnte zwar nicht wissen, dass es nur seine Adoptiveltern waren, aber er mochte es nie, wenn jemand von ihnen als seine Eltern redete. Bevor er jedoch irgendetwas entgegnen konnte, vernahm er einen markerschütternden Schrei, der ihm eine Gänsehaut verpasste. Im nächsten Moment drang der Geruch von verbranntem Fleisch in seine Nase und ließ ihn erstarren. In Gedanken war er wieder im Haus seiner Eltern, spürte die Hitze des Feuers, roch verbrenntes Fleisch und sah die letzten Bilder seines Lebens. Er war so in seiner Erinnerung gefangen, dass er nicht mitbekam, wie der Mann ihn erst in Richtung von Pascal und anschließend zum Backstageeingang führte. Erst dort konnte er, da der Feuergeruch noch nicht soweit vorgedrungen war, sich etwas beruhigen und hörte auf zu zittern. Schweiß rann seinen Nacken hinab und er ließ sich ängstlich neben der Tür zu Boden sinken. "Ok...ich werde warten." murmelte er schwach, während er hören konnte, wie sich Leon entfernte.
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Lias
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   So 22 Apr 2012, 21:50

Kugeln pfiffen hinter Lucia her als sie wieder einmal durch eine Wand sprang. Ihre Gegner wurden zunehmend organisierter. Naja, sie musste sie ja nicht mehr lange beschäftigen. Andererseits floss ihr langsam der Schweiß aus allen Poren. Die Maske juckte, außerdem bahnte sich ein Tropfen langsam seinen Weg in Richtung Auge. Verärgert riss sich Lucia die Maske vom Gesicht und wischte sich das Gesicht mit dem Ärmel ab. Erst jetzt nahm sie wahr, wo sie war. Außerhalb des Museums, in einer ruhigen Ecke. Nur das Atemgeräusch machte sie auf den Jungen aufmerksam, der in der Ecke hockte. Ihr Pistolenarm ruckte hoch. Im letzten Augenblick fiel ihr auf, dass der Junge blind war. Er hatte sie nicht gesehen, wie denn auch? Beinahe hätte Lucia gelacht. Stattdessen rutschte sie langsam mit dem Rücken an der Wand hinunter, bis sie dem Jungen gegenüber saß.
"Ganz schöner Tumult da draußen, was?"
Die Maske befestigte sie sich vorsichtshalber wieder auf dem Gesicht. Einen Moment Ruhe könnte sie sich gönnen. Die Polizisten waren inzwischen im Gebäude, was eine Art Dreifrontenkrieg ausgelöst hatte. Und Lucia war an ihrer Front ganz alleine.

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Vicati
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   So 22 Apr 2012, 22:42

Gerade noch rechtzeitig wich Adela mit einem Satz zur Seite aus, so dass der Lavaschwall nur ihre Panzerung streifte, aber keinen Schaden hinterliess, obwohl nun eine unangenehme Hitze von ihrer Hüfte ausging. Die Flügel eng an den Rücken gepresst und die Schreie der Menschen um sie herum ignorierend stürmte sie nun etwas von der Seite her auf den Jungen zu.
"Dann werde ich diesen Teufel aus dir heraustreiben!", schrie sie, bei Pascal angekommen und schwang das Schwert mit Wucht von oben auf sein linke Schulter herab. Sie wusste zwar nicht, ob dieser Junge nicht vielleicht wirklich von etwas Dämonenartigem besessen war, aber selbst wenn sie ihn töten musste, solange er sich so benahm konnte sie ihn nicht einfach ziehen lassen. Zu viele Menschenleben waren hier in Gefahr und ausserdem hatte er schon mehrere Anwesende getötet. Sie musste ihn aufhalten, auch wenn es ein unschuldiges Leben kostete.
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mo 23 Apr 2012, 00:27

Überrascht hob Cekay den Kopf, als er die Atemgeräusche einer Person hören konnte. Wie war sie hier reingekommen, ohne dass er sie bereits vorher gehört hatte? Ohne jemanden in der Nähe, dessen Augen er anzapfen konnte, blieb ihm nichts anderes übrig, als sich auf seine anderen Sinne zu verlassen. Er konnte hören, wie Lucia die Hand hob und wieder sinken ließ, bevor sie sich auch an der Wand anlehnte und sich hinsetzte. Durch ihre Stimme konnte er genau bestimmen, wo sie sich befand und einen Moment später sah er durch ihre Augen. Aus irgendeinem Grund schien sie eine Maske oder etwas ähnliches zu tragen, da er nur einen Teil ihres Sichtfelds erkennen konnte. "Ja...ich hoffe nur, dass niemand..." er schwieg kurz und kämpfte gegen die Übelkeit, als er sich an den Geruch des verbrannten Fleisches erinnerte. "...dass alles schnell wieder vorbei ist."

Jo folgte den Schreien, die er hören konnte, bis er in der Eingangshalle auf das Clownsmädchen traf, dass er bereits einmal zuvor bekämpft hatte. Schon wieder hatte es einen Menschen umgebracht und schien sich darüber zu freuen. Durch ihr offensichtliches Verbrechen machten die übrigen Menschen einen weiten Bogen um sie, was ihm eine einigeermaßen freie Kampffläche lieferte. "So trifft man sich wieder." murmelte er, bevor er eine seiner Explsionskarten nach ihr warf.
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Lias
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mo 23 Apr 2012, 00:41

Lucia musste lächeln. So naiv, so optimistisch. Sie zuckte mit den Schultern. Irgendwie tat der blinde Junge ihr leid. Ob sie ihn warnen durfte? Wahrscheinlich nicht, aber Lucia del Fuego hatte noch nie nach den Regeln gespielt. Wo bliebe da der Spaß?
"Junge, ich kenne dich nicht, aber ich empfehle dir, das Gebäude schnellstmöglich zu verlassen." Inzwischen hatte sich Lucias Atem wieder einigermaßen beruhigt, also erhob sich die junge Frau und hob ihre Pistole auf. Die Waffe lud sie noch einmal schnell durch, bevor sie sich bereit machte, wieder durch die Wand zu verschwinden. Inzwischen musste im Museum das reinste Chaos herrschen und Lucia hatte vor ihren Teil dazu beizutragen.
"Ich bin Whisper, Attentäterin des Syndikats, und ich hätte dich töten können", sprach Lucia weiter und drehte dabei die Waffe in ihrer Hand: "Aber es ist viel angenehmer zu gewinnen, wenn der Gegner weiß, dass er verloren hat. Geh und erzähl das der Polizei, sei so gut. Und nicht vergessen. Weit weg vom Museum." Mit einem Satz war Lucia durch die Wand und warf sich wieder in das Getümmel.

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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mo 23 Apr 2012, 15:44

In der Haupthalle, genauer, im ersten Stockwerk, jagten in diesem Moment zwei bewaffnete Männer in wilder Flucht auf die Brüstung zu. Es war nicht so, daß sie hofften, sich mit einem Sprung über selbige in Sicherheit bringen zu können - aber die Brüstung war etwas, das unwillkürlich in ihr Blickfeld fiel, eine Wegmarke, die zu erreichen sie hofften, bevor das Monstrum in ihrem Rücken sie einholte und in den Boden stampfte. Sie erreichten das Geländer, mußten aber natürlich einsehen, daß sie damit nichts gewonnen hatten. Sie fuhren herum zu der ziemlich bizarren und komplett aus schwarzgrauem Fels bestehenden Kreuzung aus Sumo-Ringer und Nashorn, das in vollem Lauf und mit einem urtümlichen Brüllen auf sie zustürmte.
Die Männer hoben ihre Schnellfeuergewehre und eröffneten verzweifelt das Feuer, doch die Kugeln schienen an der steinernen Haut des Monsters einfach abzuprallen, ohne etwas zu bewirken. Schließlich hatte es sie erreicht und schickte sie mit einem gewaltigen Schwinger ins Erdgeschoß hinab - zusammen mit etwa 2 Metern Geländer - wo sie mitten in die Menschenmenge stürzten. Jene, die in diesem Moment nach oben schauten und das Steinmonster fixierten, bekamen nur noch mehr Panik.
Noch einmal zwei Stockwerke höher stand Linus und beobachtete diese Szene.
"Allmählich scheint der Wahnsinn hier die Oberhand zu gewinnen..." murmelte er vor sich hin. "Was ist hier nur los?"
Sein Blick fiel auf den gegenüberliegenden Balkon im 2. Stockwerk, wo gerade ein verletzter Cop vor einem bewaffneten Trenchcoat-Träger flüchtete. Schnell hob er sein Gewehr und jagte dem Verfolger eine Kugel in den Rücken. Es war wohl besser, mal nach dem Polizisten zu sehen. Eilig hastete er zur nächsten Rolltreppe. Beiläufig fiel sein Blick auf eine Uhr, die gerade 15.16 anzeigte.

Gerade zu diesem Zeitpunkt näherte sich ein ziviler Helikopter dem Landeplatz auf den Dach des Museums, um dort aufzusetzen. Anschließend sah er auf seine Uhr. Der vereinbarte Zeitpunkt war da, sicher würden seine Passagiere in den nächsten Minuten das Dach erreichen. Ein wenig nur mußte er noch warten...
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Basol
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mo 23 Apr 2012, 18:16

Als Joey aufsah, erblickte er einen Hubschrauber sich dem Dach des Museums, um offenbar wirklich dort zu landen.
Mit einem Sprung warf sich der Ritter in die Lüfte, um nicht von dem Wind der Maschine weggeweht zu werden. Aus der Ferne sah er auf den Helicopter. Wer landete da und wieso? Was ging hier vor?

"WAS, DEN TEUFEL AUS MIR HERAUSTREIBEN?", lachte Lacsap und löste sich in Feuer auf, dadurch ging der Schwertschlag ins Leer. Nun flog die Flamme zur Seite, in Richtung einer Wand. Dort materialisierte sich der Junge wieder.
"Der Junge und ich sind eins, da gibt es nix auszutreiben!", grollte Lacsap und riss ein schönes, altes, Gemälde von der Wand ab. Dieses, zu schwer zum Tragen, stellte er vor sich auf und verbarg sich dahinter wie ein Legionär hinter seinem Schild. Mit der Hand verhinderte er, dass es der Seite nach umfiel. Er spuckte Feuer und setzte es damit in Flammen.
"Dann komm her, du dämlicher Fantasy-Paladin-Verschnitt!", lachte Lacsap. "Die Herrin stelle sich dem Dämon und seinem brennenden Bollwerk! WUUUUUUHAAHAHAHAHAHAHAHAHAHHAHAHAHAHAHAHA!"
Lacsap spie, den Kopf hinter seinem Bild hervorstreckend, mehrere Salven glühend heißer Lava in Richtung seiner Feindin. Er wollte sie vernichten, bis aufs Blut. Er wollte jede Faser ihres Körpers vom Antlitz der Welt wegbrennen.
"Bitte hör doch auf!", rief seine innere Stimme. "Bitte lass diese armen Wesen leben!"
"SCHNAUZE, PASCAL!", brüllte Lacsap ihn in Gedanken an.
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mo 23 Apr 2012, 23:48

Lady Lumen entfaltete schnell ihre Flügel und erzeugte einen neuen, schimmernden Schild, um die Lanzen allesamt abzuwehren. Da sich der Junge hinter einem Bild verschanzt hatte, konnte sie kurz verschnaufen.
Langsam wurde es lächerlich! Wie viel Lava wollte dieses Ding eigentlich noch ausspucken? Sie musste sich dringend etwas überlegen, wie sie seine Kräfte ausschalten konnte. Wenn es hier doch irgendwo Wasser geben würde, das würde zumindest die Hitze mildern und die Auswirkungen der sich langsam überall ausbreitenden Lava verringern. Sie musste aufpassen, dass sie sich nicht in eine missliche Lage manövrierte, wie gerade eben. sie musste ihn irgendwie erschöpfen.
Die Engelsdame schlug nun mit den Flügeln und schoss zur Decke hoch, so dass sie von oben auf Pascal herabblicken konnte. Dort breitete se die Flügel weit aus und verbreitete ein strahlendes Licht. Man konnte kaum in ihre Richtung sehen, weil ihre Flügel so hell leuchteten. Aus den Schwingen lösten sich unzählige Federn aus Licht, die nun wie Schrapnellgeschosse auf Pascal niederregneten. Gleichzeitig klappte Lady Lumen die Flügel zusammen und stürzte mit ausgestrecktem Schwert herab. Mit einem gezielten Hieb der Schwertspitze schlug sie das Bild in zwei fast gleich grosse Teile, nur um dann wieder nach Pascal auszuholen.

Bevor Jos Karte sie erreichte, war Rima schon wieder weg gesprungen, so dass die Explosion nur noch zum endgültigen Tod des noch schwach röchelnden Mannes führte. Rima hüpfte leichtfüssig über die Köpfe der immer noch fliehenden und kreischenden Menge hinweg, was immer wieder einen Schreckensschrei desjenigen auslöste, auf dessen Kopf sie gerade herumhüpfte. Nachdem sie eine Runde gehüpft war, schlug sie einen Salto und zauberte einen weiteren Speer aus dem nichts hervor, vor ihrem toten Opfer in den Boden rammt. Auf dem oberen Ende balancierte sie nun mit einer Hand, wobei sie immer wieder gefährlich auf die eine und die andere Seite kippelte.
"Willst du ein Spiel spielen? Ein Kartenspiel?", kicherte sie und schüttelte dabei ein halbes Dutzend Asse aus dem Ärmel, dass sie Jo entgegenstreckte. "Ich kann super Kartenhäuser bauen!"
Ihr Grinsen hatte sich, weil sie auf dem Kopf stand, verändert. Statt dass es sich von einem Ohr zum anderen zog, war es auf den Kopf gedreht, so dass das Clownsmädchen eigentlich traurig aussah, was ihren Anblick aber nur skurriler machte.
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Lias
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mo 23 Apr 2012, 23:54

Klack. Klack. Klack. Mit schwingenden Hüften stöckelte Lucia auf den Helikopter zu. 15:20, sie war also zu früh dran. Egal, das Chaos da unten war inzwischen reif und ansteckend. Es verbreitete sich ganz von selbst, ohne dass jemand nachhelfen musste. Der Pilot saß bereits am Steuer und die Maschine lief. Auf der Landebahn stand ein Koffer, nach dem Lucia griff. Darin befanden sich zwei Kristallgläser und eine Flascher erstklassigen Scotchs. Geschickt schüttete Lucia den Scotch in die Gläser ein und wartete dann auf Wolf.

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Zuletzt von Enki am Di 24 Apr 2012, 20:20 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Nalim
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 24 Apr 2012, 00:01

Vielleicht hätte er sich bei der Frau weniger Zeit lassen sollen, aber Frauen, vorallem nackte Frauen, erinnerten ihn immer an die guten alten Zeiten in Frankreich. Da konnte er ja kaum anders als in erinnerungen zu schwelgen, bis man mit Bürsten, Seifen oder Waschlappen im Gesicht getroffen wird. Er war immer noch oben, zu weit oben wie er aus dem Fenster eines Büroraumes erkennen konnte und zum überfluss dazu war der Helikopter auch schon gelandet.
Also was hatte er schon für eine großartige Wahl? Das Seil das er mitgebracht hatte sollte eigentlich ausreichen ihn weit genug nach unten zu bringen das er den rest springen konnte. Im schlimmsten Fall würde er dort unten Aufschlag, sich eine unzahl an Knochen brechen und ein par Orange platzen lassen. Nichts das ihm noch nicht passiert war, es gefiel ihm jedoch deutlich besser wenn er es schaffte das zu vermeiden.
Das Seil band er an einen Tisch der schwer genug aussah ihn zu tragen, knotete das andere Ende an seinen Gürtel und trat die Scheibe ein. Als er den Kopf nach unten streckte, ihm der Wind um die Nase blies hellte das seine Laune nicht unbedingt auf. Er drehte sich mit dem Rücken zu dem Fenster, stellte sich mit den Fersen an den Rand des Fensters und lies sich dann nach ein, zwei mal durchatmen nach hinten fallen.
Noch während des freien Falls wurde ihm klar das es eine ganz, ganz, ganz schlechte Idee gewesen war das Seil an seinen Gürtel zu binden..

Das erste was passiert war, das sein Becken brach, als das Seil sich straffte und er nur ein par Meter über den Boden hing. Da der Gürtel aber nicht dafür ausgelegt war so ein Gewicht zu halten, bei aller liebe nicht, riss sein Gürtel und den rest fiel er, mit dem Rücken auf den Boden.
"Scheiße.." mit zusammen gebissenen Zähnen rollte er sich auf den Bauch während er sich grade zu in den Boden fest krallte und die Luft anhielt um sie stoßweiße, in lauten, schmerzerfüllten Stöhnern von sich zu geben.
"Scheiße.. verdammt.. Hundesohn.. dreckiger.." Hätte er nur das Treppenhaus genommen. Wieso hatte er nicht das Treppenhaus genommen?! Langsm robbte er nach vorne, packte mit seiner Hand ein Abzugsrohr und zog sich daran auf die Füße. Seine Uniform konnte er wieder weg werfen, sie hatte Risse, große Löcher und ein par Einschusslöcher. Eine Schande das seine Kleidung nicht so regenerativ war wie er selbst. Wobei in den ersten par Sekunden nach genau soetwas, er sich immer wünschte lieber krepiert zu sein. Trotzdem, auf wackeligen Beinen die immer wieder einknickten weil seine Hüfte ihn nicht richtig tragen konnte, stolperte er richtung Helikopter.
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Lias
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 24 Apr 2012, 00:18

Jemand kam ins Blickfeld gehumpelt. Lucia nippte an dem Glas Scotch, bis dieser jemand vollständig zu sehen war. Wolf, der aussah als wäre er im KKK-Outfit durch Kings gewandert und zwar mitten in der Nacht. Andererseits lebte er, noch, was als Erfolg zu verbuchen war. Solange er nicht im Heli starb war alles in Ordnung. Lucia ging ihrem Partner entgegen, um ihn zu stützen, wobei sich ihre Schuhe als Hindernis herausstellten, wodurch sie nur langsam vorankamen.
"Scheiße, Wolf. Sie sehen aus als kämen sie grade direkt aus einem Schützengraben des zweiten Weltkriegs. Fangen sie öfter Kugeln mit dem Körper, hm? Ich kümmer mich drum, sowie wir hier weg sind. Hab' keine Lust als Aschehaufen zu enden. Sowas schadet der Figur."

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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 24 Apr 2012, 01:55

Als Ianto genug Luftströmungen aufgenommen hatte zog er diese zu einem kleinen Wirbelsturm zusammen und schickte diesen auf die reise. Mit ein wenig glück würde der Wirbel den Jungen treffen. Kurz blickte er nach oben an die decke. Bei dieser Hitze und dem rauch müssten eigentlich schon die Feuerlöscher angegangen sein. Mit etwas wasser könnte er schon etwas mehr anfangen. Aber so war er auf ein minimum seiner Fähigkeiten begrenzt. Aus seinem Versteck heraus sah er der Engelsfrau zu wie sie über Pascal schwebte und ihn angriff.
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Basol
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 24 Apr 2012, 08:47

Am Huschrauber war etwas im Gange, wie Joey feststellte. Vorsichtig flog er etwas näher heran, hoffentlich bemerkte man ihn nicht. Da waren Personen am Hubschrauber. Eine Frau, die gerade, wie er aus der Entfernung gerade so erkennen konnte, etwas trank, und ein ziemlich verstümmelter und allem Anschein nach von Kugeln durchstoßener Mann, der aber trotzdem noch laufen konnte. Gute Güte, was war das nur für ein Kerl, schoss es Joey durch den Kopf. War das ein Zombie? Oder ein Vampir wie Alucard aus Hellsing? Dieser Typ kam ihm sehr seltsam vor. Abgesehen davon: An dem Kerl merkte er, dass da unten eine Schießerei stattfand, was Ausnahmezustand bedeutete.
Joey presste sich nun an die Wand, direkt unter dem Dach. Er wusste, dass er eigentlich sehen sollte, was da unten los war, doch die Neugier war stärker. Wenn der Hubschrauber starten würde, würde Joey ihm unauffällig folgen. Dann würde er schon herausfinden, was das für Typen waren. Doch mit seinem Arm würde er kaum kämpfen können. Denn wenn dieser Typ Verletzungen von dem Grad überlebte, was konnte der dann doch draufhaben? Joey wagte es sich gar nicht vorzustellen.

"Was bist du nur?", grollte Lacsap und löste sich wieder in Feuer auf. Damit entging er sowohl einem erneuten Schwertschlag als auch einem seltsamen kleinen Wirbel, der von woanders kam. Dadurch wurden die Flammen allerdings ein wenig durchgewirbelt. "Grrrrrr...", knurrte der Feuerkämpfer, der ein paar Meter wegflog und sich dort erneut materialisierte.
Er hatte diese Frau unterschätzt, deren Macht war größer als gedacht. Und jetzt war irgendwo noch jemand Anderes mit Kräften. Er wollte doch nur ein paar Menschen abschlachten, das war doch nicht zu viel verlangt, oder?
Doch so, wie die Dinge nun liefen, musste er andere Saiten aufziehen.
Lacsap nahm ein Schwert, an der Wand neben ihm hing und fuchtelte damit in der Luft herum. "Engarde, Mylady!", grollte er. "Ich werde Euren Leib in salamidünne Scheibchen schneiden! Hoahahahahahhahahaha!"
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 24 Apr 2012, 20:37

Die beiden waren nur noch ein kleines Stück von dem Helikopter entfernt, als der Blick des Piloten auf die andere Seite der Maschine gezogen wurde. Es sah aus, als würde sich hier Dunkelheit sammeln und... Dunkelheit? An einem strahlenden Frühlingsnachmittag? Und doch passierte es. Schwarze Finsternis strömte von überallher, ballte sich zusammen und verschwand schließlich, um etwas freizugeben.
Mit schreckgeweiteten Augen starrte der Mann am Steuerknüppel auf das grauenerregende Monstrum, das da keine zehn Meter von ihm entfernt aus dem Nichts erschienen war. Es mußte mindestens 3 Meter groß sein und trug eine schwarzglänzende Körperrüstung, die nur Arme und Beine freiließ, die von ledriger purpurfarbener Haut bedeckt waren. Von seinem Rücken aus spannte sich ein paar breiter fledermausartiger Flügel, und der Kopf mit der gräßlichen Dämonenfratze wurde von vier Hörnern geziert. In einer seiner mächtigen krallenbewehrten Pranken trug das Monster den Griff einer Waffe, die wie eine Peitsche wirkte - nur daß die Schnur wohl etliche Meter lang war und komplett aus loderndem Feuer bestand.
Diese Peitsche schwang die Kreatur nun und schlug mit Wucht nach dem Helikopter. Das Feuer fraß sich durch den Rumpf und glitt hindurch wie ein Messer durch ein Stück Butter. Der Pilot schrie vor Entsetzen auf und riß die Arme vor sein Gesicht, ehe die Maschine in einem Feuerball zerbarst.
Durch das Feuer hindurch fixierte der Dämon die beiden Menschen auf der anderen Seite, und seine Fratze verzerrte sich zu etwas, das wohl das bizarre Pendant zu einem menschlichen Grinsen sein mochte.
"Hey, Whisper!" rief der Nightmare mit einer grollenden Stimme, die Lucia zweifellos bekannt vorkam. "Lang nicht gesehen, was? Hast du mich vermißt, Schätzchen?"
Infernal holte seine Peitsche wieder ein, machte aber keine Anstalten, anzugreifen.
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Lias
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 24 Apr 2012, 20:53

Lucia schrie nicht. Aber sie befreite sich vorsichtig von Wolf und zog ihre Pistole. Die Pistole war gegen Infernal natürlich völlig witzlos. Sie war wie ein Tropfen Wasser in einem Vulkan. Sie ließ die Waffe auf das Helipad fallen und trat sie von der Plattform. War ohnehin nutzlos, waren keine Fingerabdrücke drauf, also war es egal. Und einen Stolperer konnte sie sich nicht erlauben, sollte es zu einem Kampf kommen. Lucia schenkte dem Nightmare ein zuckersüßes Lächeln.
"Oh, aber sicher. Wusste garnicht, dass du wieder in der Stadt bist, Schatz. Könntest wenigstens kurz anrufen, mh?" Ihr Fluchtfahrzeug war also im Eimer. Klasse. Zehn Minuten und die Uhr tickte. Neun, korrigierte sich Lucia mit einem Blick auf die Uhr. Vielleicht genug Zeit diesen Mistkerl ein für allemal zu erledigen.
"Hast du dir lange genug die Wunden geleckt? Hat der böse Junge wieder Ausgang?"

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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 24 Apr 2012, 21:30

Joey stand der Mund offen, als er einen Blick in Richtung Hubschrauber warf und erblickte, WAS sich dort materialisiert hatte. Was war das? Wo kam das her? Und wieso wurden die Dinge, die hier passierten immer verrückter?
Diese Kreatur sah wahrhaftig aus, als wäre sie der tiefsten Hölle entsprungen. Ein Monster, wie er es sich in seinen schrecklichsten Albträumen nicht vorstellen konnte. Daraus, dass das Ungetüm den Helicopter zerstört hatte, leitete Joey ab, dass er den Menschen dort hinten feindlich gesinnt war. Die Worte, die die Beiden zueinander sagten und zu Sky Knight herrüberwehten, hätten auch eine spöttische Begrüßung unter Freunden bedeuten können, aber nun war klar, dass diese Typen sich hassten.
Joey hatte keine Ahnung, auf wessen Seite er sich stellen sollte. Waren die beiden Krieger des Guten, die einen abscheulichen Dämon bekämpften oder waren sie scheußliche Verbrecher, genauso wiederwärtig wie die Bestie? Oder war der Dämon am Ende gar gut?
Joey und seine absurden Gedankengänge! Er musste abwarten, wenn er mehr herausfinden wollte!
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 24 Apr 2012, 22:43

Er hielt sich den Arm vors Gesicht als der Helicopter das zeitliche Segnete und lies ihn dann wieder sinken um das brennende Wrak mit fassungslosen Augen zu mustern. Viel weniger beunruhigt davon, das dort etwas war, das flog, hässlich war und eine Peitsche hatte, war er davon das der Helicopter, das Fluchtfahrzeug im Eimer war, und die Bombe weiter tickte.
"Du mieser jüdischer Hundesohn.." Auch ohne die Hilfe seiner Partnerin konnte er nun stehen und machte ein par Schritte, wobei er dem ´´Dämon´´ oder was genau das auch darstellen sollte, keines Blickes würdigte.
Er biss sich auf die Unterlippe während er mit einer Hand die Uniformsmütze vom Kopf zog, und sich mit der anderen durch das blonde Haar fuhr bevor er sich entlich die Zeit nahm diesen Babbsack dort oben zu begutachten. Seine Bewaffnung war eine Schallgedämpfte Pistole, nicht weniger, nicht mehr. Aber eigentlich machte er sich grade viel weniger Gedanken darüber wie er diesem Teufel für Armee den Hintern soweit aufreißen könnte, das er ihm mit einem Hydranten eine Prostata-Untersuchung verpassen könnte, als darüber wie er, oder sie vor ablauf der Zeit hier weg sein könnten.
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mi 25 Apr 2012, 00:13

Leon führte den Jungen an eine Wand, an der er sich bleich geworden und zitternd niederließ. Er drehte sich noch einmal um.
Shit, eigentlich kann man ihn nicht alleine lassen. focht er innerlich mit sich selbst, doch er ging weiter und schloss die Tür hinter sich.
Es war als hätte er ein Schlachtfeld betreten. Die Massenpanik war noch wilder, noch hektischer geworden, ein Grundton von immer neuen Schreien dröhnte in seinen Ohren. Doch der Menschenstrom hatte eine andere Richtung angenommen, nun drängte man gemeinsam in Richtung Ausgang. Auf dem größer werdenden freien Platz stand der Feuerspucker, der schmächtige Junge. Und dann platzte alles in zurück in Leons Kopf, das Feuer, der tote Junge, die Opfer der Lava... Doch bevor er sich weiter hineinsteigern konnte, stach ihm von der Seite her ein grelles Licht ins Auge, welches von einer ritterähnlichen Gestalt mit Flügeln ausging. Der Ritterengel attackierte den Feuerteufel und brachte ihn kurzzeitig sogar in Bedrängnis.
Dann knallte etwas auf der anderen Seite der Halle. Als er den Kopf herumriss, um zu sehen, wo es herkam, sah er das Geländer einer Empore gerade noch in der Flugphase, begleitet von zwei Männern. Die Flugobjekte landeten krachend in der Masse und löste erneutes Gedränge und Geschrei aus. Entsetzt sah er wieder nach oben und erblickte eine riesige, dunkle Gestalt im Gang an dem Balkon stehen.
Was war hier los? Leon raufte sich die Haare und wollte eigentlich schreien. Das konnte doch alles nicht wahr sein, ein riesiges Etwas wirft Leute und Geländer in die Mengen, ein irrer Pyromane kämpft mit Kollateralschaden gegen einen fliegenden Ritter? Leon presste sich die Handballen auf die Augen atmete tief ein und aus, wobei er sich mit einer Hand an einer Wand anlehnen musste.
Mit einem Auge beobachtete er die Kampfszenerie, während sein Hirn raste, voll mit Hypothesen, Überlegungen, was zu tun sei und was auf keinen Fall sein durfte. Plötzlich riss der kleine Feuerteufel eines der ausgestellten Bilder von der Wand und stellte es vor sich als Schild auf, worauf es umgehend Feuer fing. Leons Mund klappte nach unten. Gerade hatte sich ein original Rembrandt entzündet, eine Leihgabe aus dem Louvre. Entgeistert lies er die Arme sinken und setzte sich langsam in Bewegung.
Er war keinen Meter weit gekommen, da schoss Ritter aus der Luft mit Schwert und Schild auf den Jungen und somit das Bild zu. Ohne jegliche Achtung seitens des Ritters und ohne mögliche Bewegung für Leon, wurde das Gemälde achtlos in der Mitte zerteilt, sodass beide Hälften plump zu Boden fielen.
Irgendetwas in Leon schrie. Irgendetwas in Leon sagte ihm, das sei genug. Schnellen Schrittes ging er am Rand der Halle entlang, bis er auf Höhe der beiden Wahnsinnigen war. Vor ihm befand sich eine der grünen Sitzecken. Achtlos schob er mit dem Fuß die Bank weg und trat die dahinter versteckte Scheibe zu einem der Feuerlöschschläuche ein. Schnell packte er die komplette Rolle und warf sie in Richtung der Kämpfenden. Dann schaltete er die Wasserzufuhr ein, rannte zum Kopfende des Schlauchs und lief mit der Öffnung in einer Hand zur Hallenmitte.
Als er in in Hörweite der beiden Superkraft-Nutzer war, platzte es aus ihm heraus: "Wisst ihr eigentlich, was ihr gerade getan habt, ihr beschissenen Punks? Habt ihr einen Plan, was ihr hier gerade anstellt?", schrie er, die Außenwelt ausgeblendet, die beiden an. Das Blut rauschte ihm in den Ohren, Adrenalin pumpte in seinen Venen. Er spürte wie der Wasserdruck den Schlau befüllt hatte. Wütend riss er an der Ventilöffnung und das Wasser schoss heraus. Leon lies den Schlauch fallen und fixierte ihn mit seinem Fuß. Großflächig würde es ihm mehr nützen, als wenn er jetzt Feuerwehrmann spielen würde.
"Ich mach euch sowas von fertig", presste er durch seine Zähne, wohl wissend, dass keiner der beiden ihn hätte hören können.
Mit grimmiger Zufriedenheit registrierte er, das das komplette Wasser bereits ziemlich kalt war. Die Hände ins Wasser steckend hockte er sich hin, während sich bereits Eiskristalle um seine Knöchel bildeten.
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mi 25 Apr 2012, 00:27

"Ich würde ja zu gerne bleiben und Höflichkeiten austauschen..." sagte Infernal listig, "aber in nicht einmal zehn Minuten wird da unten eine Bombe explodieren und zumindest die halbe Insel in die Stratosphäre sprengen! Schätze, du hast davon gehört, oder...? Ich denke, ich werde lieber mal sehen, ob ich nicht irgendwas dagegen tun kann. So long, Ladies!"
Und damit löste sich der Nightmare in Schatten auf und verschwand so schnell wie er gekommen war.
Als wäre das ein Signal gewesen, meldete sich in diesem Moment Whispers Funkgerät. Es war Cromwells Stimme, durch ein Signal verzerrt. "Whisper! Was ist passiert, erstatten Sie Bericht!" konnte sie seine kalte Stimme hören.


Zuletzt von Fellknäuel am Mi 25 Apr 2012, 00:42 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   

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Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont
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