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 Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont

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Maekswell

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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mi 02 Mai 2012, 20:20

Die einzige Reaktion, die Loen zustande brachte, war das Herunterfallen des Unterkiefers, sodass er mit offenem Mund einfach nur glotzend da stand.
"Äh.. bitte was...", fragte er ungläubig, als sie sich langsam vom Museum entfernten und auf den Rand der Insel zusteuerten, "Ich weiß nicht, ob mir das langsam zu krass wird. Ich hab das Gefühl, dass ich beim nächsten Mal Aufwachen alles wiederhole, nur ohne Katastrophen der Superlative."
Ungläubig schüttelte er den Kopf. Dann richtete er seinen Blick auf Ianto, der sein Gesicht nach wie vor unter einer Maske verborgen hatte: "Aber ich freue mich trotzdem, dich so unverhofft wieder zu treffen", sagte er und brachte ein Grinsen zum Vorschein, dann drehte er seinen Kopf und legte ihn leicht in den Nacken und richtete das Wort an den Jungen auf seinem Rücken, "Und ist bei dir alles in Ordnung?"
Jetzt fiel ihm auf, das vor lauter Hektik die Zeremonie des Vorstellens völlig ausgefallen war.
"Entschuldige bitte, es war alles ein bisschen viel gerade. Ich bin Leon und unser Begleiter hier ist Ianto. Sollen wir dich nach Hause bringen oder willst du versuchen, deine Eltern telefonisch zu erreichen? Zurück ins Museum können wir leider nicht, die Lage ist etwas... kompliziert", schloss er mit einem leichten Seufzer.
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Fellknäuel
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Do 03 Mai 2012, 13:19

In einem geräumigen Konferenzzimmer, im höchsten Stockwerk des an das Museum angrenzenden Bürokomplexes, hatte eine Anzahl von Männern in feinen Anzügen das Geschehen verfolgt, so gut es ihnen möglich gewesen war. Die ausladende Fensterfront hatte ihnen einen guten Blick auf die Geschehnisse ermöglicht.
Sie waren außer sich vor Wut gewesen, als sie den Helikopter und Lucia del Fuego samt ihrem Partner General Wolf erkannt hatten.
Sie waren erstaunt gewesen, als Infernal seinen Auftritt gehabt und den beiden Attentätern ihre Fluchtmöglichkeit genommen hatte.
Sie waren auch erstaunt, als sich Wolf ein fliegender Mann in einer High Tech-Rüstung in den Weg gestellt hatte.
Sie waren unsicher gewesen, als dieser fliegende schließlich abgezogen war, ohne daß sie gesehen hätten, was er mit Wolf gemacht hatte.
Und nun, nachdem Wolf seinen Weg zu ihnen gefunden und sie einen nach dem anderen mit einer gefundenen Schrotflinte erschossen hatte, waren sie alle tot.

Nach nur einem Blick auf die Bombe hatte Infernal Klarheit - es war eine Höllenfeuerbombe. Das Material, das dafür verwendet worden war, kannte er gut. Der Vorteil daran war, daß das Feuer, das sie verursachte, auf einen relativ überschaubaren Bereich begrenzt war. Der Nachteil allerdings war, daß dieses Feuer so lange brennen würde, bis es in diesem Bereich nichts mehr gab, das irgendwie brennen konnte.
Er sah nicht einmal auf, als er Whispers Stimme hörte. Er ahnte, daß sie keinen blassen Schimmer von dem tatsächlichen Potential der Bombe hatte, und daß sie versuchen würde, ihn aufzuhalten. Die Kugel, die sie geworfen hatte, glitt durch auseinandergleitende Finsternis hindurch und verschwand irgendwo in der Tiefe des Raumes.
"Vergiß es, Mäuschen," rief er Sekundenbruchteile später von oben, vom Rand des zersplitterten Kuppeldaches, zu ihr herab. "Selbst du könntest dich nicht retten, wenn das Ding hochgeht." Er zwinkerte ihr zu - nun, vermutlich war es ein Zwinkern, das konnte man bei einem Nightmare nicht so genau sagen - und streckte die Flügel aus. "UP, UP AND AWAY!" schrie er begeistert, spannte seine Beine an und schwang sich mit einem mächtigen Sprung hoch in die Luft, wo seine Schwingen für den weiteren Auftrieb sorgten.
Die Menschen auf dem Platz vor dem Museum sahen erstaunt hoch, als sie das geflügelte Monstrum sahen, das sich über dem Museum hoch in die Luft erhob, und nicht wenige schrieen entsetzt auf oder brachen, bedingt durch die Ereignisse in dem Gebäude, sogar in Panik aus. Plötzlich verlangsamte sich die Kreatur rapide, und schien einen Gegenstand von sich weg zu werfen. Dann verschwand sie einfach.
Einen Moment später blähte sich am Himmel über New Jericho ein gigantischer Feuerball auf, und das Geräusch der Explosion rollte wie tausend Donnerschläge durch die Straßen der Stadt. Die Menschen unten auf der Insel schlossen geblendet die Augen, und für einige Sekunden schien es so, als wäre dort oben eine zweite Sonne aufgegangen. Recht schnell löste sich die Explosion, die keinerlei Nahrung fand, in Nichts auf.

Linus hatte sich ebenfalls erhoben und die Entwicklung verfolgt. Als die Bombe explodiert war, fiel sein Blick auf Lucia, die weiterhin zu bekämpfen er jedoch im Augenblick nicht imstande war.
"Glaub bloß nicht, daß wir fertig miteinander sind, Schlampe!" zischte er ihr zu. "Beim nächsten Mal wird die Sache anders ausgehen!"
Dann aktivierte er sein Tarnfeld und verschwand buchstäblich von der Bildfläche.

Der Verbrecher schrie panisch auf, als er von dem 3 Meter hohen Steinriesen am Kragen gepackt und hochgehoben wurde. Wild zappelnd hing er in der Luft und versuchte vergeblich, sich zu befreien. Was Behemoth in seinem Rücken mit seiner anderen Hand machte, bemerkte er erst, als dieser ihn mit einem Fingerschnippen quer durch den Raum fliegen und gegen die nächste Wand prallen ließ. Dort glitt der Gangster stöhnend ab und blieb verletzt und bewußtlos am Boden liegen.
"Oh Mann!" rief der Junge, der von dem Mann kurz zuvor noch bedroht worden war, und den Max als seinen Klassenkameraden Billy Chambers erkannte, begeistert. "Danke, Behemoth! Wenn ich DAS meinen Freunden erzähle! Oh wow, besonders Max Kazelty - DER wird Augen machen!"
Behemoth hob eine Hand zum Abschied, drehte sich dann um und stampfte davon. Das war nun wohl der letzte Gangster gewesen, denn er konnte im Gebäude keine Schußgeräusche mehr hören. Fast ein Dutzend von diesen Kerlen hatte er ausgeschaltet, seitdem er den ersten von ihnen gesehen hatte. Er stampfte bis in die Haupthalle, und gerade, als er an die Brüstung trat, um unten nachzusehen, explodierte hoch über ihm am Himmel die Bombe, und er starrte erschrocken nach oben. Einige wenige Menschen, die noch dort unten herum liefen, schrieen bei dem Lärm panisch auf, doch das bekam Max gar nicht mit. Eine Bombe! Und irgendetwas sagte ihm, daß das Ding kurz zuvor noch hier drin gewesen war... Zweifellos wäre es ihm nun kalt den Rücken herunter gelaufen, wenn das in seinem derzeitigen Zustand möglich gewesen wäre.
Er blieb noch stehen, bis die Explosion abgeklungen war, dann wandte er sich um und suchte nach einem Ausgang aus dem Museum. Es schien ihm höchste Zeit zu sein, von hier zu verschwinden.
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Basol
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Do 03 Mai 2012, 15:41

Joey riss die Augen auf, als eine gewaltige Explosion über dem Museum stattfand. Und das war ein Riesenfehler, denn nun wurde er volle Kanne geblendet und schlug jaulend die Hände über den Helm, um seine schmerzenden Augen zu bedecken.
Das war vermutlich die 'große Bombe' gewesen. Allem Anschein nach hatte das seltsame Wesen Erfolg gehabt. Ein Wehrmutstropfen war allerdings, dass dieser Weltmeister im Hochsprung ihm durch die Lappen gegangen war. Möglicherweise hatte der längst seinen Auftrag ausgeführt und zahlreiche Morde begangen. Aber der würde Sky Knight nicht zum letzten Mal gesehen haben. Joey würde ihn bestrafen für seine Frevel, das wusste er.
Aber zunächst musste er von der Stadt weg, denn es würde nun eine Menge Trubel aufkommen. Der Presse durfte er nicht nicht in die Finger gelangen, die würden unangenehme Fragen stellen. So flog er, beschleunigend, davon und hatte nach wenigen Minuten New Jericho hinter sich gelassen.

Pascal, der benommen auf seinem Sitz des Autos der netten Dame saß, wurde durch einen grellen Lichtblitz von draußen aufgeschreckt. Als der durch das Fenster spähte, schrie er entsetzt auf und begann heftig zu zittern. WAS zur Hölle war das? Was um alles in der Welt?
"WOOHOOOOOOOOOOOOO!", tobte Lacsap in seinem Inneren. "KRACH! BUMM! WIE GEIL! ICH WILL DAHIN! LASS MICH RAUS, DAMIT ICH DIE SCHLAMPE TÖTEN UND DEM URHEBER DIESER EXPLOSION GRATULIEREN KANN!"
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Lias
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Fr 04 Mai 2012, 16:00

"Oh, das hoffe ich doch, Schätzchen", antwortete Lucia leerer Luft. Ein bisschen Herausforderung konnte ihr schließlich nicht schaden. Was Infernal gesagt hatte, stimmte sie jedoch nachdenklich. Falls es stimmte, dass sie bei der Explosion dieser Höllenfeuerbombe trotz Phasenwechsel ebenfalls gestorben wäre, hätte sie ein Hühnchen mit Cromwell zu rupfen. Selbst den eigenen Arbeitgeber musste man bestrafen, wenn er einen hinterging. Denn was auf keinen Fall passieren durfte war, dass man sie, Lucia, für schwach hielt. Die Unterwekt war wie ein Haufen Hyänen, die die Schwachen aussiebten. Die Illusion der Stärke musste aufrecht erhalten werden. Der Explosion über sich hatte Lucia keine Beachtung geschenkt. Welche Motivation Infernal auch immer gehabt haben mochte, das Museum und die Leute darin zu retten, so hatte er auch sie gerettet. Unfreiwillig, wahrscheinlich. Jetzt blieb nur noch zu hoffen, dass Wolf seine Arbeit erledigt bekam. Andernfalls wäre ihr Auftrag ein Fehlschlag gewesen, was ihrem Ruf schaden würde. Für einen Moment blieb Lucia auf dem Dach, bis lauter werdende Sirenen sie daran erinnerten, dass sie sich eigentlich schon längst hätte davonmachen sollen.
Wenig später hatte sie ein Auto kurzgeschlossen. Türen waren schließlich kein Hindernis für sie.

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Vicati
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Fr 04 Mai 2012, 17:02

Als sie den Knall hörte und das Licht der explosion sie von der Seite anstrahlte, hielt Adela entgeisterte inne. Diese Explosion... Unglaublich, was war da in dem Museum noch los gewesen? Zum Glück schien es, als wäre das Gebäude unversehrt geblieben, irgendjemand hatte die Bombe entfernt. Pascals Schrei holte sie aber wieder in die Wirklichkeit zurück und schnell drehte sie sich um, um zu sehen, ob mit dem Jungen alles in Ordnung war und um ihn zu beruhigen. Sie selbst atmete, auch heftig, so dass es einen Moment dauerte, bis sie ihr Stimme wiederfand.
"Keine Angst. Uns passiert nichts. Und es scheint, als wäre auch sonst niemandem etwas passiert. Und das ist nicht deine Schuld. Beruhig dich einfach, ich bringe dich jetzt so schnell wie möglich ins Krankenhaus."
BEherzt konzentriete sie sich, um das Zittern ihrer Hände los zu werden, dann trat sie auf das Gaspedal und verliess die Insel Richtung nächstes Krankenhaus.
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   So 06 Mai 2012, 17:09

"Du warst doch einer der Redner vorhin, oder?" wollte Cekay von Leon wissen, nachdem dieser sich vorgestellt hatte. Bevor sein Gegenüber antworten konnte, erschütterte eine gewaltige Explosion die Umgebung und ließ ihn angsterfüllt zusammenzucken. "Was war das?" flüsterte er alamiert, beruhigte sich jedoch recht schnell wieder, als er merkte, dass nichts schlimmes passiert war. "Kannst du mich bitte einfach nach Hause bringen? Ich bin übrigens Cekay Cieco" griff er die Frage des Mannes wieder auf, bevor er ihm seine Adresse mitteilte. Etwa eine halbe Stunde später standen sie schließlich vor seinem Haus und er schloss die Tür auf. "Danke für's herbringen." meinte er mit einem kurzen Lächeln an seine beiden Begleiter gewandt. "Ab hier komm ich schon alleine klar." ließ er sie wissen, bevor er die Eingangshalle betrat und die Tür wieder schloss. Schnell hatte er seine Schuhe ausgezogen und tastete sich in den Wohnbereich, als jemand die Klingel betätigte.

Ebenso wie die anderen Besucher des Museums staunte Jo nicht schlecht, als Nightmare auftauchte und nach ober schoss. Was zum...? dachte er nur, während um ihn herum die Menge wieder anfing in Panik zu geraten. Irritiert folgte er dem Gegenstand, den er von sich weggeschleudert hatte, mit den Augen, bereuhte es jedoch sofort, als die Bombe explodierte und ihn einige Sekunden lang erblinden ließ. Mit offenem Mund sah er den langsam verschwindenden Feuerball an und die Nackenhaare standen ihm zu Berge, als ihm klar wurde, dass dieser Koffer höchstwahrscheinlich kurz zuvor noch im Museum gewesen war. "Das ist ja gerade noch mal gut gegangen..." murmelte er zu sich selbst, bevor er sich auf den Weg nach Hause machte, um die Ereignisse zu verarbeiten.
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Nalim
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   So 06 Mai 2012, 19:46

Er zog aus einer der Taschen der toten Männer eine Zigaretten Schachtel. Sein Auftrag war erledigt, und er konnte sich nun erst einmal etwas entspannung gönnen. Zwar musste er für das Feuerzeug etwas länger suchen, aber finden tat er dann ebenfals eins, schubste einen der toten Säcke von dem Sessel und setze sich selbst darauf, um die Beine hoch zu legen, und die Zigarette anzustecken.
Die Explosion ging in einem, tosenden Lärm, und einem grellen Licht an ihm vorbei, die ihn fast aus dem Sessel beförderte, da er jedoch noch nicht tot war, konnte er sich auch die Zeit nehmen, immerhin hatte seine Hüfte, und seine Rippen sich das grade verdient..
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Mali
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 08 Mai 2012, 00:41

Ianto nahm die Stoffmaske von seinem Gesicht, während er zusammen mit Leon den Blinden Jungen nach Hause brachte.
"Wenn mann spezielle Kräfte hat, so wie ich, geht mann damit nicht hausieren. Deswegen trage ich eine Maske. Aber auch nur weil ich heute meine Ausrüstung zuhause gelassen habe. Normal habe ich einen speziellen Mantel der mein Gesicht verdeckt.
Also sollte ich dir mal verkleidet begegnen, nenn mich Storm. " Kurz bevor sie die Insel verließen war ein großer Knall am Himmel zu vernehmen und Ianto wurde geblendet. Geschockt blickte er zum Himmel und versuchte zu erkennen, was dort passiert war. Schnell verließen sie die Museums insel. Nachdem sie Cekay zuhause abgeliefert hatten, machte sich Ianto auch auf den Weg nach Hause. Dort wartete bereits sein Vater, der bereits etwas zu essen gekocht hatte und sich sorgen um seinen Sohn machte.
Die nächsten Tage begann Ianto seine Ausbildung und fühlte sich richtig wohl in dem Fitneß studio. Auch wenn die Ausbilder recht streng waren , war er recht zufrieden dort und lernte viel über die verschiedenen geräte die dort verwendet wurden und worauf er achten musste. Wenn alles gut lief, würde er drei Jahre in dem Studio bleiben und am Ende Fitneßcouch sein.
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Basol
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   So 13 Mai 2012, 12:55

Schließlich war Joey in dem Labor seines Onkels Dr. Pete Scoreman in New Hearth, welches 100 Kilometer von New Jericho entfernt lag, angekommen. Seiner Rüstung und Bewaffung hatte er sich schon entledigt und flog seufzend durch die Luft. Im Labor war es stickig und überall waren verschiedene Substanzen aufgestellt. Es war ein sehr kurioser Ort.
"Onkel?", rief Joey in den Qualm, der hier den Blick vernebelte.
"Ah, Joey!", rief Onkel Pete und rannte ihm entgegen, der ältere Herr war im Laborkittel und mit Ruß bedeckt. Offensichtlich war ihm wieder mal ein Experiment schiefgegangen. "Gut, dass du wieder da bist! Ich habe in den Nachrichten gesehen, was in New Jericho passiert ist! Aber was ist denn jetzt genau passiert? Die Informationen waren nur spärlich! Es hat einen Terroranschlag oder so gegeben!"
"Die Sache ist sehr kompliziert...", murmelte Joey nachdenklich. "Ich weiß nicht genau, wo ich anfangen soll..." Er kratzte sich mit seinem heilen Arm am Hinterkopf. "Ich bin jedenfalls keinen Schritt weitergekommen, was Fox betrifft. Ich habe ihn nicht gefunden und weiß nicht einmal, ob er da war."
"Schade...", murmelte der Onkel. "Aber gib nicht auf! Zeige aller Welt, wie mächtig die Scoremans sind! Töte diesen Bastard!"
"Aber es ist einiges passiert.", fuhr Joey fort. "Ich wurde in einen Kampf mit einem Killer verwickelt, der mehrere Superkräfte hatte. Ich weiß nicht viel über ihn, nur dass er an diesem Tag im Museum mehrere Leute umbringen sollte. Er kann schwere Verletzungen regenerieren und übermenschlich weit und hoch springen."
"Das klingt ja hochinteressant!", rief Onkel Pete. "Hast du gegen ihn gekämpft?"
"'Kampf' konnte man es nicht nennen, wir sind nur kurz aneinander geraten.", sagte Joey. "Aber dann hat er sich abgesetzt und ich hab seine Spur verloren. Er hat mich ausgetrickst. Er hatte auch eine Partnerin, die durch Dinge durchgehen konnte, die habe ich aber nur kurz gesehen, dann ist sie durch das Dach verschwunden. Die beiden wollten irgendeine Bombe im Museum hochgehen lassen und eine Art Dämon, der aussah wie die Fantasy-Dämonen wollte sie daran hindern."
"Gute Güte...", murmelte Pete. "Ich bin ja einiges Verrücktes gewohnt, aber du erzählst mir regelmäßig Dinge, die selbst mich schocken. Ich hab auch in den Nachrichten von einer Explosion gehört. Die Berichterstattung war sehr unvollständig und verwirrend. Existiert New Jericho überhaupt noch?"
"Keine Sorge.", lächelte Joey. "Was auch immer es war, es ist über der Stadt explodiert. Ich vermute mal, dass der Dämon Erfolg hatte, aber wissen kann ichs nicht. Auf jeden Fall fürchte ich, dass der andere Typ, der mir entkommen ist, mehrere Morde begangen hat. Und er hat mich nach Strich und Faden gedemütigt und verarscht, das wird er büßen!"
"Na, ich weiß nicht...", murmelte Onkel Pete. "Jericho ist 'ne üble Gegend, da treibt sich das Gesocks rum. Leg dich nicht mit zu vielen Leuten an, sonst krepierst du dort. Und da kann dir auch nicht dein schwuler Kisseltee oder wie der heißt helfen, den du in der Stadt getroffen hast. Hast du den heute wieder getroffen?"
"Er heißt Kazelty, Onkel!", sagte Joey leicht beleidigt. "Und hör endlich auf, auf seiner sexuellen Ausrichtung herumzureiten! Er ist in Ordnung und er würde mich nie anbaggern! Und nein, ich habe ihn heute nicht getroffen! Aber kommen wir wieder zu dem anderen Typen zurück. Was, wenn der mit 'Booooom' unter einer Decke steckt und für ihn gemordet hat? Ich will diesen 'Hunz Woost', so hat er mich genannt, auch zur Strecke bringen. Vielleicht führt er mich zu Booooom..."
"'Hunz Woost'?", gluckste Onkel Pete. "Was ist das denn für ne Bezeichnung? Hab ich ja noch nie gehört! Aber Joey, dass du dir mal nicht zu viel erhoffst von diesem Typen. Es gibt viele Verbrecher in New Jericho, die unabhängig voneinander agieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Gegner was mit Fox zu tun hat, ist verschwindend gering..."
"Ich weiß.", erwiederte Joey. "Aber ist eine Spur und der muss ich nachgehen. Außerdem habe ich noch eine Rechnung mit dem offen!"
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Fellknäuel
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   So 13 Mai 2012, 16:07

Am Abend desselben Tages:

Was für ein Tag! Gerade war Max nach Hause gekommen, und der Schock saß ihm immer noch in den Knochen. Wenn diese Bombe in dem Gebäude explodiert wäre, wäre er nun vermutlich tot, und viele andere Menschen auch. Müde tappte er ins Wohnzimmer und ließ sich auf die Couch fallen, starrte mit leerem Blick auf den ausgeschalteten Fernseher.
Was zur Hölle war nur los mit dieser Stadt? Es war schon schlimm gewesen, als sie hierher gezogen waren, doch was hier seit ein paar Wochen abging, war schlimmer als alles, wovon Max jemals zuvor gehört hatte. Wenn Cekay auch dort gewesen wäre...
Plötzlich kam ihm schlagartig wieder zu Bewußtsein, daß er ja nur dorthin gegangen war, weil er gehofft hatte, seinen Freund dort zu sehen. Was, wenn er tatsächlich dort gewesen war? Und wenn er...
Nein. Daran durfte er nicht denken. Daran WOLLTE er nicht denken. Und doch konnte er kaum etwas dagegen tun, der Gedanke drängte sich ihm auf. Er stand auf und lief unruhig in der Wohnung auf und ab. Als sein Blick auf das Telefonbuch fiel, hielt er inne und griff nach kurzem Zögern zu. Hastig blätterte er nach der Telefonnummer von Cekays Eltern, doch noch ehe er sie gefunden hatte, klingelte es plötzlich an der Tür. Seine Mutter? Nein, die hatte einen Schlüssel. Er legte das Telefonbuch aufgeschlagen auf die Kommode und ging dann zur Wohnungstür, um zu öffnen.
Draußen standen zwei Cops, die ihn ernst ansahen und ihm eine Frage stellten. Max bekam im ersten Moment nicht mit, was sie ihn fragten. Er bemerkte die beiden nur am Rande, wie etwas, das neben etwas anderem, wichtigerem zur Bedeutungslosigkeit verblaßte. Und dieses andere war Cekay, der mit ihnen zusammen vor der Wohnungstür der Kazeltys stand.


Am nächsten Tag:

Linus stand in einem Zeitschriftenladen vor den Auslagen und studierte die Zeitungen der Region. Praktisch alle hatten das gleiche Titelthema: den vereitelten Anschlag auf das Museum. Die Berichte wiesen oft voneinander ab und legten unterschiedliche Nebenschwerpunkte. Da war von jenem Steinriesen zu lesen, dem die Medien den Namen 'Behemoth' gegeben hatten, der etliche bewaffnete Verbrecher ausgeschaltet und unschuldige Zivilisten in Sicherheit gebracht hatte. Woanders war von einem Feuerteufel die Rede, der zahlreiche Menschen in einem feurigen Inferno getötet hatte, und letztlich von einer geflügelten Schwertfrau in die Schranken gewiesen werden mußte, die dann anschließend mit ihm davongeflogen sei. Auch war von einem Duell zwischen einem Kerl in einem seltsamen Kostüm und einem springenden Clown die Rede, die sich mit explodierenden Karten bzw. Wurfmessern bekämpft hatten. Alle Zeitungen berichteten jedoch von dem fliegenden Dämon, der als Infernal bekannt geworden war, und von dem es erstmals Bilder zu sehen gab - wenn auch nur aus weiter Ferne - und der eine Bombe aus dem Museum und hoch über der Stadt zur Explosion gebracht hatte.
Die Deutung dieser Ereignisse war, abhängig von der jeweiligen Zeitung, ziemlich unterschiedlich. Einige schrieben - wie man es von der Sensationspresse gewohnt war - sagenhaften Blödsinn zusammen, andere äußerten die vorsichtige Hoffnung, daß die New Jericho Superheroes League ihre Rückkehr ankündigte. Oder doch zumindest jemand, der ihre Interessen vertrat.
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   So 20 Mai 2012, 18:01

Leon befand sich in einer Art Blase, als er auf dem Weg nach Hause war. Kurz bevor sie die Insel verlassen hatten, war eine gewaltige Explosion über dem Museum zu sehen gewesen, nicht vorstellbar, war passiert wären, wenn das Ding im Gebäude hochgegangen wäre. Auch konnte er es immer noch nicht fassen, das ihm Ianto einfach so über den Weg lief, ihm eröffnete, dass er ebenfalls Superkräfte besaß und damit scheinbar recht normal umging. Ein paar seiner Gedanken flogen auch in Richtung des blinden Jungen, den sie zu seinem Haus gebracht hatte. Was musste er denken, was geschehen war? Kam er jetzt wirklich allein klar? Doch zu tiefer reichenden Gedanken kam er nicht, angesichts des Aufwandes, der ihm jetzt bevorstand. Inständig hoffte er, Mr. Winston habe seine Worte im Museum klar und deutlich verstanden, sodass seine Zeugenaussage später seine eigene Geschichte unterstützen würde.

Einige Stunden später erreichte er das Haus seiner Eltern, die durch die Nachrichten bereits informiert, krank vor Sorge auf ihn gewartet hatten. Nach einer ausgiebigen Schilderung der Ereignisse legten sie sich einen Plan zurecht, der hoffentlich glaubwürdig erscheinen würde, davon ging Leon jedoch aus, bei der Fülle an abgedrehten Vorkommnisse im Museum. Sein Plan sah gar nicht so schlecht aus, er wurde, um das Museum zu infiltrieren, entführt und wie auch immer durch einen Klon ersetzt, der über besondere Fähigkeiten verfügte, was Mr. Winston dann bestätigen würde. Auch das der Klon wirres Zeug von sich gab würde er aussagen, schließlich hatte er ja wirres Zeug von sich gegeben. Letztendlich würden seine Eltern bestätigen können, das sie ihn gefesselt in seiner Wohnung aufgefunden hätten, nachdem sie ihn nicht erreicht hatten, alarmiert durch die schrecklichen Neuigkeiten in Funk und Fernsehen.
Die zuständigen Behörden würden vielleicht sogar mit weniger Sorgfalt an seinen Fall herantreten, nachdem wesentlich Bedrohlicheres im Museum abgelaufen war. Mit etwas Glück würde er unerkannt und heil aus der Sache herauskommen. Mit etwas Glück.
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   So 20 Mai 2012, 18:09

Der Vorfall im Museum hatte Wellen geschlagen, wie ein Stein, der in eine Wasserfläche geworfen wurde. Infernal, der vor einem Monat James Cromwell ermordet hatte, war zurückgekehrt und hatte augenscheinlich viele Menschenleben gerettet. Und gleichzeitig hatten sich auch diverse andere gezeigt, die über Kräfte verfügten, die deutlich von dem erklärbaren abwichen.
Der Großteil der Stadtbevölkerung konnte die Ereignisse nicht richtig einordnen, denn dazu fehlte ihnen der nötige Überblick. Einige wenige konnten es, und diese waren teilweise sogar dazu in der Lage, ein Muster hinter alldem zu erkennen. In jedem Fall gab es viele, die dank des Auftauchens mehrerer Superstreiter neue Hoffnung schöpften, bald aus dem Alptraum aufzuwachen, der New Jericho in seinem Würgegriff hielt.
Sie sahen einen Silberstreif am Horizont, und die Zukunft würde zeigen, ob er vergehen würde wie eine Streichholzflamme in einem Sturm, oder ob er die finstere Nacht über New Jericho beenden und einen neuen strahlenden Tag einläuten würde.
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Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont
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