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 GQ - [Die MSG]

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Vicati
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   So 13 Okt 2013, 11:50

Eigentlich hätte Finn sich während der Fahrt in seiner Kabine verkrochen und die Bücher in seiner Tasche gelesen. Aber leider musste er diese mit einigen Matrosen teilen, so dass er nur selten alleine war. Die Matrosen gröllten oft herum, tranken oder rauchten und Finn fühlte sich oft so unwohl, dass er nun die meiste Zeit an Deck verbrachte, entweder damit, die Umgebung zu beobachten oder an eine Wand gelehnt ein Buch zu lesen. Gerade lehnte er sich gegen die Reling und versuchte, einen Blick durch die Wolkenberge auf die Welt unter ihnen zu erhaschen. Der kalte Wind pfiff ihm um die Ohren, doch Finn war sich schlimmeres gewöhnt. Allerdings hörte er die Schritte, die sich ihm näherten, nicht und erschrak, als der düstere Mann ihn plötzlich ansprach. So starrte er diesen mit aufgerissenen Augen an, so lange, dass es seltsam wirkte. Fieberhaft versuchte er, sich eine Antwort zu überlegen, während er sich für eine Antwort sammelte. Wieso fragte dieser Mann ihn so etwas? Er kannte ihn doch gar nicht!
"I... i... ich... woll... wollte... Ma... Magier we... wer... den", nuschelte er schliesslich und senkte danach hastig den Kopf und drehte sich wieder zur Reling hin. Bereits diese Worte waren genug, um ihm die Tränen in die Augen zu drängen und verzweifelt versuchte er, sie zu unterdrücken.
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Dreyri
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   So 13 Okt 2013, 21:26

Er schlug ihm ohne zu fackeln ins Gesicht, als Geralt ihn am Schienbein traf. Er zerrte ihn von der Hängematte und stürzte sich dann gleich auf ihn, um ihn auf den Boden zu drücken.
"Sei ruhig!", sagte er eindringlich, als er sich Geralt auf den Bauch setzte und seine Hände auf dem Boden festnagelte. Dann beugte er sich zu ihm herab, um seinen Hals zu küssen. "Lass es passieren, Kleiner."
Er nahm Geralts Handgelenke in eine Hand und legte ihm die nun freie Hand auf den Mund, damit er nicht schrie.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mo 14 Okt 2013, 00:34

Der Faustschlag ließ Geralt aufschreien, aber dann blieb ihm die Luft weg, als ihn Tristan rücksichtslos auf den Bretterboden warf. Der Schlag gegen den Kopf und der Alkohol schränkten beide seine Reaktionsfähigkeit ein, und so schaffte er nicht einmal die kleinste Regung, bevor Tristan schon auf seiner Brust saß und seine Handgelenke festhielt. Die Beine von dem Gewicht des Mannes unbeweglich gemacht war er nun vollends hilflos, aber immer noch versuchte er angewidert den Kopf abzuwenden, als Tristan ihn am Hals küsste. Tränen standen ihm in den Augen, als er die feuchte Berührung spürte.
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Dreyri
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mo 14 Okt 2013, 07:32

Spoiler:
 
Da erst wurde ihm im Nebel des Alkohols bewusst, was er gemacht hatte. Nicht die Tat an sich bereute er gleich, sondern eher, dass es Ärger geben würde, wenn man ihn erwischen würde.
"Du erzählst niemandem davon!", zischte er Geralt also an, als er sich beeilte, auf die Beine zu kommen und den Raum zu verlassen.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mo 14 Okt 2013, 15:59

Spoiler:
 
Sofort rollte sich Geralt auf dem Boden zusammen, verbarg den Kopf in den Armen, um Tristan nicht mehr sehen zu müssen. Erst als Tristan fort war zog er sich die Hosen wieder hoch, kroch mühsam in eine Ecke des Raumes und versuchte zu verdrängen, was gerade passiert war. Die Schmerzen ließen ihn lange Zeit nicht einschlafen, aber er regte sich nicht mehr, den Kopf in den Armen geborgen. Und in ihm brodelte es. Er dachte an sein Messer, an Tristan, wie er in einer Hängematte schlief, daran, wie einfach es sein würde, sich zu rächen.
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Grim
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mo 14 Okt 2013, 21:52

Amun'Raaks Enthüllungen waren ein Schock für Aldred. Er hatte nicht die geringste Ahnung gehabt, wie schlimm es um das Volk der Avior bestellt war. Mitfühlend legte er dem Vogelmann eine Hand auf die Schulter, ein wenig unschlüssig, wie dieser die Geste auffassen würde. Er wusste so wenig über dieses Volk. Wenn man es genau nahm, dann war das, was er von Amun'Raak in den letzten Wochen gelernt hatte alles.
"Danke...", murmelte er und fügte dann nach kurzer Pause an, "... dass du mir das erzählt hast." Es bedeutete ihm viel, derart von Amun'Raak ins Vertrauen gezogen zu werden. Mit Sicherheit hätte der Vogelmann nicht zu jedem hiervon gesprochen. Es schien ihm wirklich wichtig zu sein. Und es schien ihm wichtig zu sein, diesen Traum mit jemandem zu teilen. Dass er Aldred dafür auserkoren hatte ehrte diesen. Und langsam begann er zu verstehen, weshalb sie in die Wolkenberge unterwegs waren. Noch war ihm unklar, wie es ihnen helfen mochte, die Göttinnen zu retten, aber wenn Amun'Raak die Avior aus deren selbsterwähltem Exil leiten und in die Welt hinaus führen konnte, dann mochte sich dies als wertvoller Vorteil im aufkommenden Krieg erweisen. Die Vogelmenschen mochten wenige sein, doch Amun'Raak hatte ein ums andere mal bewiesen, wie zäh sie auch waren.
"Wir werden dir beistehen, Amun'Raak", versicherte Aldred, von einer plötzlichen Woge der Zuneigung zu dem Vogelmann überwältigt, "Was auch immer uns in diesem Tempel erwartet: wir sind bei dir. Die Prophezeihung stand an den Mauern eines Reija-Tempels. Ich bin mir sicher, die Göttinnen blicken wohlwollend auf dein Vorhaben herab."

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Lias
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mo 14 Okt 2013, 22:44

Die Erwähnung der Göttinnen jagte Amun einen Stich durchs Herz. Er mochte die Göttinnen nicht. Was hatten sie denn getan, dass Verehrung von ihm fordern würde? Die Windsprecher beteten sich die Schnäbel wund nur für ein paar Worte der Göttinnen. Hatte man sie erhört? Hatte man ihnen Antworten gegeben? Nein. Die Göttinnen schwiegen. So oft hatte Amun in der Vergangenheit die Göttinnen der Winde und des Blitzes angefleht ihm eine Antwort auf seine Frage zu geben. Warum mussten die Avior in den Wolkenbergen bleiben? Handelte es sich vielleicht um eine Art Fluch?
"Danke, Eisbärmann Wolkenfreund. Beistehen wird uns vielleicht Deria, heh? Betreten immerhin ihre Domäne. Palast des Sturmkönigs ist geweihter Boden."
Seltsam beschwingt fühlte sich Amun jetzt. Als wäre ihm eine schwere Last vom Herzen gefallen. Diese dunklen Gedanken immer alleine mit sich herumzuschleppen konnte nicht gut gewesen sein. Und falls Amun sterben sollte, gab es jetzt zumindest noch jemanden der von seiner Vision wusste.
"Fürs Zuhören. Danke. Erreichen bald die Wolkenberge. Sollten noch etwas Schlaf bekommen. Flug wird anstrengend. Müssen alle mithelfen."

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mo 14 Okt 2013, 23:11

Der Palast war ein Tempel der Herrin der Blitze? Amun'Raaks Worte ließen Aldred aufhören. Das war in der Tat eine interessante Neuigkeit. Wenn Stürme um Derias Tempel tobten, dann mochte das ein Zeichen der Göttin sein. Dann war es das ganz sicher! Das war die fehlende Verbindung, die sie gesucht hatten. Reija hatte sie ausgesandt, ihrer Schwester bei zu stehen. Nur wobei? Gegen die Schwarzen?
"Amun!", hielt Aldred den sich bereits zum Gehen wendenden Avior auf, die Hand noch immer schwer auf dessen Schulter, "Du musst mir mehr von diesem Palast erzählen. Das... ich glaube, das ist wichtig. Das ist... etwas Größeres, als wir bisher geglaubt haben."

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Di 15 Okt 2013, 13:54

"Vom Palast des Sturmkönigs? Wissen selbst nicht viel. Ist seit Jahrhunderten versiegelt, heh", antwortete Amun, den das plötzliche Interesse leicht überrascht hatte. Eigentlich hatte der Avior sich grade in Richtung Bett verabschieden wollen, aber das ließ sich noch einen Moment lang aufschieben. Also wandte sich Amun wieder Aldred zu und begann zu erzählen.
"Legende besagt, dass der Palast des Sturmkönigs zu Ehren Derias errichtet wurde. Einer der Auserwählten Derias war ein Avior und er brachte den Glauben an die Göttin in die Wolkenberge. Verloren ist beides inzwischen. Der Palast ist nicht zugänglich und der Glaube gestorben. Gibt eine Kammer in der Neststadt, die etwas mit dem Palast zu tun hat. Aber Windsprecher verweigern den Zugang. Werden sie überzeugen müssen."

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Di 15 Okt 2013, 23:56

Nun, das war in der Tat nicht viel. Nichts jedenfalls, das ihnen weiter half. Aber sie würden im Hinterkopf behalten müssen, dass dieser Palast ein einer Göttin geweihter Tempel war. Es mochte ein essentielles Verbindungsstück sein. Nur warum hatte man ihn versiegelt? Warum wollten die Windsprecher niemanden hinein lassen, wenn die Avior doch scheinbar gar nicht mehr an die Göttin glaubten? Konnte ihr Tempel ihnen dann nicht egal sein? Amun'Raaks Antwort hatte mehr neue Fragen aufgeworfen, als alte geschlossen. Aber es war offensichtlich, dass er Aldred in diesem Moment nicht weiter helfen würde können.
"Ich... werde darüber nachdenken", sinnierte er, mehr zu sich selbst denn zu Amun'Raak sprechend, "Wir werden einen Weg hinein finden müssen. Aber das... das wird sich ergeben. Wenn wir in deiner Stadt sind. Gute Nacht."

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Do 17 Okt 2013, 11:35

Nach Finns Antwort hüllte sich der finstere Mann in Schweigen und Finn tat es ihm gleich. Allerdings fühlte er sich dabei überhaupt nicht wohl. Er kannte den Fremden nicht, wusste nicht einmal, wieso er sie plötzlich begleitete. Deshalb dauerte es nicht lange, bis der Junge sich entschied, in seine Kammer zurück zu kehren. Damit kam aber gleich ein neues Problem. Er hatte das Gefühl, dass er nicht einfach weggehen konnte, nachdem er kurz einige Worte mit Trevin ausgetauscht hatte. Er musste sich auf irgend eine Weise verabschieden. In seinem Geist ging er alle möglichen Formulierungen durch, wobei er nach einer möglichst kurzen suchte.
"I... i...", begann er, unterbrach sich dann aber für einen Moment, um sich noch einmal auf die Worte zu konzentrieren, die er sagen wollte. "I... ich gehe zu... zurück."
Wahrlich keine sprachliche Meisterleistung, dich Finn beschied, dass es ausreichend war, drehte sich um und ging schnell ins Innere des Schiffes. Den Weg in seine Kabine hatte er schnell gefunden. Zum Glück war keiner der Matrosen da und er hatte den Raum für sich. Seine Tasche lag in seiner Hängematte und er legte sich hinein und begann, eines seiner Bücher, ein Geschichtenbuch, zu lesen.
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Do 17 Okt 2013, 13:11

Je näher sie den Wolkenbergen kamen, desto rauer wurde das Wetter. Tückisch böige Winde zerrten an der Donnerjäger, ließen die alten, morschen Planken knarren und stellten Taue und Leinwand unter permanente Beanspruchung. Es wurde zunehmend unangenehm, sich an Deck aufzuhalten. Die Temperaturen fielen je höher das Luftschiff stieg und der beissende Wind tat das seine dazu. Der Kapitän jedoch schien sein Handwerk in der Tat zu beherrschen. Souverän steuerte er zwischen den schroffen, hoch aufragenden Felsspitzen hindurch, fand Wege durch windgeschützte Täler und wich den gefährlichsten Böen mit intuitiver Sicherheit aus. Trotz der widrigen Bedingungen fand Aldred keinen Grund zur Beunruhigung und seine Zuversicht, die er in den letzten Tagen gewonnen hatte seit er cih damit abgefunden hatte, dass die Reise nicht zu beschleunigen war, festigte sich. Es würde nicht mehr lange dauern.

Es war nicht lange nachdem ein Maat verkündet hatte, dass sie die Neststadt der Avior in weniger als einem halben Tag erreichen würden, als einer der Matrosen plötzlich in seiner Arbeit inne hielt und den Blick gebannt eine Bergflanke, die sie gerade zur Linken passierten, hinauf wandern ließ. "Was ist das?", fragte er in die Runde und deutete in die Höhe. Aldred ließ seinen Blick dem ausgestreckten Finger des Mannes folgen. Sofort entdeckte er die Gestalten. Etwas wie sie hatte er noch nie gesehen. Von der Statur her glichen sie Menschen, doch aus ihren Schultern sprossen weite, ledrige Schwingen zusätzlich zu den Armen. Flügel, Kleidung und auch die Waffen in ihren Händen waren schwarz wie die Nacht. Es mochte ein gutes Dutzend der Gestalten sein und sie stiegen rasch hinab. Auch wenn er etwas wie sie noch nie begegnet hatte wusste Aldred instinktiv, mit wem sie es zu tun hatten.
"Angriff!", brüllte er alarmierend und riss seinen Hammer aus dem Gürtel, "Schwarze Heerschar!"

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Do 17 Okt 2013, 21:41

Mit einer Mischung aus Überraschung und Unwillen bemerkte Trevin die Reaktion des Jungen; bei der dunklen Göttin, was war denn nun schon wieder? Konnte dieser Junge, der immerhin an der Schwelle zum Erwachsenenalter stand, denn nichts anderes als weinen? Vermutlich hatte Trevin da einen wunden Punkt angesprochen, doch er verspürte nicht das Verlangen, sich länger als unbedingt nötig damit abzugeben. Eigentlich hatte er doch nur eine klare Antwort auf seine Frage erhofft...
Schweigend wandte er den Blick ab und starrte über die Reling in die Ferne. Als der Junge zaghaft verkündete, sich zurückziehen zu wollen, nahm er das lediglich mit einem knappen Nicken zur Kenntnis. Nach einer Weile zog auch er sich zurück in seine eigene Kabine.

Endlich. Es sah so aus, als ginge ihre Reise mit dem Luftschiff zu Ende. Gerade hatte der Maat verkündet, daß man die Neststadt der Avior bald erreicht haben würde. Die letzten Tage waren ausgesprochen langweilig gewesen. Es hatte nicht viel für Trevin und seine Gruppe zu tun gegeben, und das warten hatte sehr an seinen Nerven gezehrt.
Als einer der Matrosen etwas ungewöhnliches entdeckte, sah auch Trevin auf und folgte seinem ausgestreckten Finger. "Bei der dunklen Fürstin..." murmelte er, als er die schwarzen Gestalten entdeckte. Im ersten Augenblick hatte er angenommen, es würde sich um Avior handeln, doch die hier sahen weitaus übler aus. Wie von selbst glitt seine Hand zu seinem Schwertgriff.
Neben ihm brüllte jemand - Aldred - etwas von einem Angriff und der schwarzen Heerschar. Trevin wirbelte zu ihm herum. "Sicher?" fragte er nach und fixierte wieder die geflügelten Kämpfer, deren Absichten alles andere als freundlich zu sein schienen. Er zog sein Schwert aus der Scheide.
"Davon, daß die auch fliegen können, hast du kein Wort gesagt!" knurrte Trevin und bereitete sich auf einen Kampf vor.
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Lias
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Sa 19 Okt 2013, 12:13

"Konnten beim letzten Mal nicht fliegen", beschied Amun Trevin mit einem knurrigen Unterton. Diese Entwicklung war besorgniserregend. Sie waren nah an den Wolkenbergen und die einzige Verteidigung der Avior gegen gezielte Angriffe bestand in ihrer Unerreichbarkeit. Gegen einen geplanten Angriff aus der Luft wären sie unvorbereitet und so gut wie wehrlos. Vor allem aber war die Frage, wie die schwarze Heerschar gewusst hatte, dass sie hierherkamen.
"Verteidigt die Takelage! Ohne Steuerung können wir nicht weiterreisen. Übernehme die in der Luft verbleibenden."
Mit drei machtvollen Schlägen seiner Schwingen erhob sich Amun über das Deck der Donnerjäger. Mit dem Schiff mitzuhalten war nicht schwierig. Er war hier zuhause und schlängelte sich zwischen den widrigen Winden hindurch. Den herannahenden Kämpfern brüllte er den Kampfschrei der Avior entgegen. Der Ton hallte noch ein wenig nach und echote zwischen den Bergspitzen umher.

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Dreyri
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Sa 19 Okt 2013, 20:38

Nach der Sache mit Geralt hatte Tristan sich relativ ruhig benommen. Er hatte auch nicht mehr so viel getrunken, irgendwie hatte er Schiss gehabt, dass er nochmals irgendwem irgendwas antat. Geralt hatte ja zum Glück die Klappe gehalten.
Es war wohl Zufall, dass Tristan an Deck war, als diese abartigen Kreaturen angriffen. So hatte er relativ schnell mal sein Schwert in der Hand, um sich den Biestern entgegen zu stellen.
Aber verdammt, die hatten ja Flügel!

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   So 20 Okt 2013, 16:48

Inzwischen kam Bewegung in die Mannschaft, doch die Versuche eine Verteidigung aufzustellen wirkten mehr verzweifelt denn koordiniert. Die wenigsten der Luftschiffer hatten mehr Waffen als ihre Messer griffbereit, von weiterer Ausrüstung ganz zu schweigen. Der Angriff der der Schwarzen erfolgte hart und präzise. Gezielt stießen sie auf die hilflosen Männer in den Wanten herab und rissen sie in die Tiefe. Schreie der Schmerzen und der Panik erfüllten mit einem mal die Luft, Taue und Leinwand rissen als die geflügelten Schwarzen wie Dämonen durch die Takelage brausten, mit Klingen wahllos auf Mensch und Schiff einhackend.
"Bögen!", brüllte Aldred in einem Versuch, so etwas wie ein Kommando zu etablieren, "Holt sie vom Himmel!" Doch rascher als ihm lieb sein konnte zeigte sich, dass gar kein Bedarf an der Umsetzung dieses Befehls bestand. Nicht mehr als ein paar Herzschläge später hatten die Angreifer ihre Aufmerksamkeit bereits den Verteidigern auf Deck zugewandt und stürzten in waghalsigen Attacken auf diese hinab. Ein Säbelstreich, der ihm ohne sein Kettenhemd mit Sicherheit die Brust gespalten hätte, warf Aldred von den Füßen ehe er auch nur zum Gegenangriff ausholen konnte und ließ ihn schmerzhaft mit dem Rücken auf den harten Planken der Donnerjäger aufschlagen. Unterdessen hatten sich gleich mehrere der nachtschwarzen Angreifer den Kapitän des Schiffs heraus gepickt und setzten auf diesen an.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   So 20 Okt 2013, 21:30

Niemals in seinem Leben hätte Tristan sich feige genannt. Beim Tempel war er gegen diese Biester angetreten und hatte die Flucht ergriffen. Und diesmal ... Er zog seine Klinge, beobachtete, was die Viecher anrichteten und versteckte sich hinter dem grössten Mast, den er finden konnte.
Niemals würde er gegen diese Kreaturen antreten. Er war doch nicht lebensmüde!
Andererseits ... da war ein Funken Stolz in ihm, der ihm beinahe verbieten wollte, sich einfach zu verkriechen. Letztendlich gewann aber doch sein Egoismus und er blieb versteckt wo er war.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mo 21 Okt 2013, 01:01

Die Schwarzen waren nicht in ihrem Element. Die Avior regierten die Himmel und so würde es immer bleiben. Wie konnte die schwarze Heerschar es wagen in sein Hoheitsgebiet einzudringen?! Mit einem wutentbrannten Schrei warf sich Amun gegen einen der Schwarzen, die den Kapitän bedrängten und riss den Kämpfer glatt über die Reling. Über dem Schiff sammelten sich einige dunkle Wolken. Der Schwarze wehrte sich mit Händen und Füßen gegen Amun. Eine stählerne Kralle fuhr durch Amuns Gesicht und riss eine Wunde. Mit einem Tritt löste sich der Avior von seinem Widersacher. Seine Sicht verschwamm, Blut lief ihm ins Auge. Und der Schwarze hielt sich mit seinen Fledermausflügeln in der Luft als spottete er.
Es krachte in den Wolken weit über dem Schiff. Amun sah rot. Um seine Hände knisterten kleine Blitze und er vermeinte etwas wie Überraschung von dem Schwarzen zu vernehmen als er ihm beide Krallen entgegenstieß. Für einen Moment bestand die Welt aus gleißendem Weiß und Stille. Dann kam der Donner und rollte wie eine massive Woge über die Landschaft. Der Schwarze war verschwunden, vergangen in einem Blitz.
Amun nahm sich einen Moment, um Atem zu schöpfen und sein Auge zu reinigen. Durch den Kampf war er unter die Donnerjäger abgedriftet. Es waren noch mehr Schwarze dort oben. Und die anderen würden Hilfe brauchen.
Mit einem weiteren Kampfschrei schwang sich Amun durch die Luft zur Donnerjäger zurück und griff den nächstbesten Schwarzen an. Der Himmel gehörte den Avior!

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mo 21 Okt 2013, 16:17

Bis Aldred es wieder auf die Füße schaffte war das Chaos an Bord derDonnerjäger komplett. Die Takelage befand sich in heilloser Unordnung, in den Wanten war keiner der Luftschiffer mehr zu sehen. Der Kapitän lag reglos in einer stetig gröér werdenden Lache aus Blut, das Ruder war unbesetzt und das Schiff driftete zu Aldreds Entsetzen mehr und mehr auf eine Bergflanke zu, wehrlos dem Spiel der tückischen Winde ausgeliefert. Ehe er aber auch nur darauf aufmerksam machen konnte fand er sich erneut von einer der geflügelten Gestalten bedrängt. Dieses mal gelang es ihm, deren Angriff zu parieren, doch ehe er zum Konter übergehen konnte war der Schwarze bereits wieder außer Reichweite. Rasch wandte Aldred sich um, darauf bedacht, seinem Angreifer nicht den ungeschützten Rücken zu präsentieren. Mit zusammen gekniffenen Augen suchte er nach einer Schwachstelle in dessen Deckung, die er bei dessen nächstem Angriff nutzen konnte.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mo 21 Okt 2013, 21:08

Leider gelang es Tristan nicht allzu lange, unbemerkt zu bleiben. Einer der schwarzen Geflügelten landete direkt vor ihm und hätte ihn wohl mit seiner nachtschwarzen Klinge aufgespiesst, wäre Tristan nicht zur Seite gewichen. Er sah die Klinge haarscharf an ihm vorbeirauschen, ehe er selber sein eigenes Schwert hob, doch sein Stahl traf den seines Gegners nicht. Der erhob sich in die Lüfte, um dann gleich wie ein Raubvogel auf Tristan nieder zu stürzen. Der brachte sich erneut hinter dem Mast in Deckung, ehe er torkelnd davonhechtete. Was das Schiff gerade tat, darüber konnte der Söldner nicht nachdenken. Er wusste nur, dass es ziemlich schwer war, auf Deck zu gehen.
Als er kurz zurücksah, war der Schwarze direkt hinter ihm. Gerade als Tristan sprang, spürte er einen unheimlichen Schmerz an seinem Bein. Er knallte zu Boden, schlitterte unkontrolliert über das Deck, der unheimliche Ritter hatte er direkt an den Fersen. Tristan knallte gegen das Geländer der Treppe, das Holz brach, er knallte die Stufen runter und blieb dort unten liegen. Die Luft blieb ihm weg, er krümmte sich, konnte nicht atmen, Schmerz erfüllte seinen ganzen Körper. Langsam hievte er sich auf die Beine, schnappte noch immer erfolglos nach Luft, das Heft seines Schwertes hielt er verkrampft in den Händen.
Erst nach einigen Sekunden, die ihm wie eine Ewigkeit vorkam, konnte er endlich einatmen. Und das war der Moment, in dem er herumwirbelte. Er konnte nicht sagen warum, doch er fuhr herum und seine Klinge glitt durch den Leib des dunklen Ritters. Tristan wusste gar nicht, woher er die Kraft hatte, doch er spürte deutlich, wie die Kante gegen die Wirbelsäule seines Gegners prallte, wie die Rüstung barst. Als der Ritter zu Boden sank, quollen seine stinkenden heissen Eingeweide aus der Wunde. Sein Körper zuckte, unkontrolliert entleerten sich seine Gedärme, der Gestank der Sterbenden breitete sich in den Räumlichkeiten aus.
Tristans Herz raste. Langsam ging er um die Leiche herum. Da es relativ finster war, konnte er keine Details erkennen, doch er sah, wo ihr Kopf war. Er legte sein Schwert auf den Boden und riss dem Ungeheuer den Helm vom Kopf. Den warf er hinter sich, ehe er sich aufrichtete.
"Du Arschloch, du Ratte, du elender HURENSOHN!", brüllte er und bei jedem Wort liess er seinen Stiefel auf das Gesicht der Kreatur niederfahren. Er spürte und hörte Knochen brechen, sah Blut spritzen, Hirnmasse, die an seinem Stiefel kleben blieb. Es fühlte sich unheimlich gut an.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mo 21 Okt 2013, 23:50

Auch Finn hatte an Deck gestanden, als die Geflügelten Schwarzen das Luftschiff angriffen. Nach der unangenehmen Begegnung mit Trevin hatte er den grössten Teil der Reise in seiner Kabine verbracht, auch wenn die Matrosen ebenfalls oft dort waren. Zuerst versuchten sie, mit ihm zu reden oder sich um ihn lustig zu machen, aber nachdem sie einige Male lediglich ein trauriges Schweigen als Antwort erhielten, liessen sie es bleiben. So war die Reise doch nicht so schlimm, wie er zuerst gedacht hatte. Vor allem hatte ihn niemand über die Nacht in E'jin ausgefragt, als er mit tränennassem Gesicht durch die Stadt geirrt war. Und vor allem, was davor geschehen war.
Der Grund, wieso er auf Deck war, war einfach. Er hatte den Ruf gehört, dass sie die Neststadt der Avior bald erreichten und die Neugier hatte ihn dazu gedrängt, doch nach oben zu gehen, in der Hoffnung einen Blick auf Amuns Heimat zu erhaschen. Die schwarzen Schwingen der Angreifer waren nicht das, was er erwartet hatte. In dem allgemeinen Tumult kurz bevor die Schwarzen zuschlugen, war Finn gerannt, so weit weg von ihnen wie das auf ihrem kleinen Luftschiff möglich war. Hilflos beobachtete er, wie sie auf die verunsicherten Matrosen herabstiessen, wie sie den Kapitän niedermetzelten und wie Amun sich in die Luft schwang, um sie in seinem Element zu bekämpfen. Die Luftschiffer hatten kaum eine Chance, scheinbar waren sie andere Gegner gewöhnt als die geflügelten Schrecken. Luftpiraten, wie sie solche Luftschiffe ansonsten antrafen, waren deutlich weniger ausgebildet, noch schlechter ausgerüstet und griffen für gewöhnlich nicht aus der Luft an. Finn dachte fieberhaft nach, was er tun konnte, um ihnen zu helfen, doch ihm fiel einfach nichts ein. Wenn er doch nur zaubern konnte. Selbst die wenigen Amateurzauber, die er halbwegs beherrscht hatte, wären besser als nichts. Doch er konnte nicht zaubern. Natürlich hatte er es versucht, entgegen den Worten des Magisters hatte er nicht glauben wollen, dass er nicht zaubern konnte. Am Anfang ihrer Reise hatte er Stunden damit verbracht, die bekannten Worte vor sich hin zu murmeln, doch nie war etwas passiert. Alle Magie hatte ihn verlassen. Dieser Gedanke trieb ihm entgegen seines Willens Tränen in die Augen, wo sie der Anblick der niedergemetztelten Menschen nicht hatte auftauchen lassen.
Wegen dieser Tränen bemerkte er den schwarzen Schemen fast nicht, der von oben auf ihn herabstiess. Im letzten Moment nahm er ihn aus den Augenwinkeln war, doch eigentlich war es zu spät, um zur Seite auszuweichen. Dennoch versuchte er es und plötzlich verpasste ihm etwas einen Stoss, dass seinen Sprung gerade genug beschleunigte, dass die Klauenhand des Schwarzen neben seiner Schulter durch die Luft schnitt. Finn prallte auf die Planken und rollte weiter und schaffte auf die Füsse zu gelangen, bevor der Schwarze zu einem weiteren Schlag ausholen konnte. Er rannte, rannte um sein Leben, doch schwarze Schwaden schossen an beiden Seiten an ihm vorbei und der Geflügelte materialisierte sich vor ihm, den Säbel in der anderen Hand erhoben. Wieder spürte Finn einen plötzlichen Stoss, der ihn nach hinten warf und ein zweites Mal vor seinem Ende bewahrte. Er landete hart auf dem Hintern und stiess einen panischen Schrei aus. Was auch immer ihn gerettet hatte, ein drittes Mal würde ihn das nicht vor dem bedrohlich vor ihm aufragenden Krieger bewahren.
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Dreyri
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Di 22 Okt 2013, 07:19

Nur wenige Sekunden nach seinem Wutausbruch, klappte Tristan regelrecht zusammen. Seine Beine gaben nach, er knickte ein und liess sich nach hinten fallen. Als er sich mit den Händen abstützte, spürte er einen stechenden Schmerz, der ihn aufkeuchen liess. Sein Herz raste noch immer, sein Körper fühlte sich zittrig an. Hätte dieses abscheuliche Ding zuerst zugeschlagen, würde nun er hier in seinem eigenen Blut liegen. Doch er war schneller gewesen.
"Wie immer. Weisst du ... wie viele Leute schon versucht haben, mich umzubringen? Keiner hats geschafft. Ich hab mir wohl sämtliche Knochen gebrochen, die man sich brechen kann, du Bastard."
Er riss sich den Handschuh von der schmerzenden Hand. Der kleine Finger sah reichlich ungesund aus. Tristan packte zu, bog ihn mit einem Aufschrei wieder gerade. Da durfte man nicht zögern. Je länger man wartete, umso weniger wollte man das tun. Die Hand pochte, er liess sie auf seinen Beinen ruhen. Mit der freien, rechten Hand griff er sich an die Stirn. Blut klebte daran. war es sein eigenes? Vermutlich. Er war die ganze Treppe runtergestürzt, hatte verzweifelt einen Krieger ermordet und nun wurde er sich seinen Wunden bewusst. Sein rechtes Bein pulsierte. Stimmt, da war auch schmerz gewesen.
"Wenn diese Göttinnen wirklich existieren ... warum lassen sie mich nicht verrecken? Warum komme ich immer irgendwie davon?", murmelte er, während sein Blick am zermantschten Gesicht seines Widersachers hängen blieb.
Er lachte trocken auf.
"Wie kann man nur so hässlich sein wie du? Hat sich deine Mutter nicht für dich geschämt? Bestimmt hat sie das ... und nun bist du tot. Freu dich. Das Leben ist mit dir fertig."

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mi 23 Okt 2013, 10:57

Das Luftschiff hatte mittlerweile so viel Schieflage gewonnen, dass es Mühe bereitete sich auf den Beinen zu halten und jeder Schritt zum unabwägbaren Risiko wurde. Dafür hatte es nicht weniger als hundert Schritt an Höhe verloren und hielt nun, vom Wind in den Überresten von Segel und Flügeln getrieben, frontal Kurs auf die Flanke eines aufragenden Berges. Von der Mannschaft war nicht mehr als eine Handvoll übrig geblieben und diese bemühte sich redlich, sich der unbarmherzig wieder und wieder herab stoßenden Attacken der Schwarzen zu erwehren. Es wäre niemandem zu verdenken gewesen, hätte ihn in dieser Situation Panik erfasst, doch Aldred schaffte es irgendwie, all dies vollkommen auszublenden und sich ganz und gar auf seinen Zweikampf mit dem geflügelten Schatten zu konzentrieren. Er hatte mittlerweile zwei Treffer mit dem Hammer gelandet – einen gegen den Ellbogen und einen gegen den Oberschenkel seines Gegners – und dafür einen Schnitt vom Scheitel bis zum Ohr kassiert, aus dem ihm das Blut rann. Der Kampf – das hatte sich inzwischen heraus gestellt – war ausgeglichen. Gerade setzte der schwarze zu einem weiteren Angriff an, da ertönte mit einem mal ein scharfes Knacken. Holz splitterte als eine berstende Rahe, Teile des Segels hinter sich her ziehend, herab stürzte. Ehe der Schwarze ausweichen konnte hatten die Trümmer ihn erfasst und seinen Flügel durchbohrend zu Boden gezogen. Aldred, seine Chance erkennend, wollte vorwärts stürmen um dem Krieger ein Ende zu bereiten, doch als er eben zum Spurt ansetzen wollte ging ein Ruck durch das Schiff und er verlor den Boden unter den Füßen.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Fr 25 Okt 2013, 12:19

Mit einem Anflug von Neid folgte Trevin der Flugbahn des Vogelmannes - aber nur einen kurzen Moment lang, denn ein auf ihn herabstürzender geflügelter Schatten verlangte umgehend seine volle Aufmerksamkeit. Viel zu schnell, diesen Angriff konnte er nicht mehr abwehren! Er ließ sich zur Seite fallen, rollte sich ab und kam wieder auf die Beine, innerhalb einer Sekunde.
Der geflügelte war, das Schwert voraus gestreckt, geradewegs nach unten gestürzt, und nun steckte die Klinge in einer der Bohlen, aus denen das Deck bestand, fest. Trevin nutzte seine Gelegenheit, schwang sein Schwert und versuchte es seinem Gegner direkt in den Leib zu rammen. Dieser schien ihn kein zweites Mal unterschätzen zu wollen und ließ seine Waffe lieber dort, wo sie war. Mit einem relativ harmlosen Streifschnitt kam der schwarze davon, um den Menschen nun mit scharfen Klauen zu attackieren.
Trevin parierte einige Angriffe und wich den übrigen aus, und er war jede Sekunde dieses Kampfes vollauf gefordert. Hoffentlich kommt keiner von denen auf die Idee, dem hier zu helfen! zuckte es ihm durch den Kopf - er zweifelte nicht daran, daß er bestenfalls wenige Sekunden gegen zwei von diesen Bestien würde bestehen können.

Schließlich unterschätzte ihn sein Gegner dann doch erneut, doch ohne etwas dafür zu können. Der geflügelte schien zu dem Schluß zu kommen, daß ihm einzig und allein von dem Schwert in Trevins Hand Gefahr drohte, und gab sich daher Mühe, von diesem fern zu bleiben. Als sich das Schiff immer mehr seitwärts neigte, schaffte Trevin es irgendwie, an die Seite seines Gegners zu gelangen. Er versuchte nicht lange, in dem vollständigen Schwarz vor sich irgendeine bestimmte Körperstelle zu suchen, die besonders verwundbar gewesen wäre, er schlug einfach mit der linken Hand zu. Zuvor klappte er jedoch noch die tödliche Klingenkralle aus, die gut versteckt in seinem Ärmel lauerte.
Die Bestie kreischte vor Schmerz auf, als sich bloße Pein in ihre Hüfte grub, und für einen Moment geriet sie ins wanken. Dieser kurze Moment reichte Trevin, um sein Schwert durch ihre Deckung hindurch mitten in ihr Herz zu stoßen. Nun, zumindest dorthin, wo bei einem Menschen das Herz gewesen wäre. Doch die Verletzung schien immer noch schwer genug zu sein, denn die Kreatur sackte zitternd, doch noch nicht völlig leblos, zusammen. Trevin zog sein Schwert aus ihrem Leib und beförderte sie mit einem Tritt weiter die Planken hinab, auf die niedriger gelegene Seite des Schiffes zu. Dort rutschte sie über die Reling und verschwand in der Tiefe.

"Wage es ja nicht, noch mal wieder zu kommen!" knurrte Trevin und sah sich rasch um. Es sah ganz und gar nicht gut aus, von der Besatzung schienen nicht mehr allzuviele zu stehen. Immerhin, er konnte Aldred erkennen und... verdammt, das war die kleine Heulsuse, und sie steckte in Schwierigkeiten!
So schnell es ihm seine Beine und die bedrohliche Schräglage des Luftschiffes erlaubten, rannte er auf den geflügelten Krieger zu, der Finn bedrohte. Zu spät, er würde es nicht schaffen...
"Hey, du häßlicher Bastard!" schrie er ihn an. "Such dir gefälligst einen ebenbürtigen Gegner, feiger Sohn einer räudigen Hündin!"
Seine Worte waren bewußt provozierend gewählt, doch er zweifelte irgendwie daran, daß sie bei dem schwarzen Krieger wirklich so ankamen. Trotzdem drehte sich dieser zu ihm herum, vermutlich, um zu sehen, wer sich ihm da näherte. Und er schien auch zu erkennen, daß er nicht Finn töten konnte, ohne diesem neuen Feind gegenüber anschließend im Nachteil zu sein - daher fuhr er vollends herum und stellte sich Trevin zum Kampf.
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Fr 25 Okt 2013, 16:01

Bevor das Schwert des Schwarzen auf Finn niederfuhr, wurde der Geflügelte von einem Ruf von hinten abgelenkt. Der finstere Mann aus E’jin näherte sich ihnen mit einem Schwert in der einen und mit einer Art Kralle in der anderen Hand. Scheinbar entschied er, dass der Junge keine Gefahr war und er sich zuerst um Trevin kümmern wollte. Ohne einen Laut von sich zu geben, stürmte er auf den Kämpfer zu, die Waffe erhoben. Finn blieb für einen Moment einfach am Boden sitzen und beobachtete den entbrennenden Kampf mit weit aufgerissenen Augen. Erst einige Momente später atmete er aus, weil er bemerkte, dass er die ganze Zeit die Luft angehalten hatte. Er rappelte sich auf und sah sich um. Eigentlich hätte es ihn mehr entsetzen müssen, dass er gerade um Haaresbreite dem Tod entkommen war, aber irgendwie verlor der Tod seinen Schrecken, nachdem man in den letzten Woche bereits einige Male fast gestorben war. So hatte Finn sich relativ schnell gefasst und versuchte, die Situation zu erfassen. Die Kämpfe hatten sich über das Schiff verteilt und bis jetzt konnte sich die Gruppe und das, was von der Besatzung noch übrig war, einigermassen gegen die Geflügelten Schwarzen halten. Viel schlimmer war, dass das Luftschiff immer mehr an Höhe verlor. Wenn sie weiter so sanken, würden das Luftschiff an der Bergflanke zerschellen und sie würden alle in den Tod stürzen. Ausser Amun. Aber der Vogelmann würde sich dann allen verbleibenden Schwarzen gegenüber sehen und ihnen wahrscheinlich schnell in die Tiefe folgen. Er musste einen Weg finden, wie er das Luftschiff wieder stabilisieren konnte!
So schnell wie das auf dem schrägen Deck möglich war, rannte Finn auf einen Eingang unter Deck zu. Er wusste, wo die magische Maschinerie war, die das Luftschiff in der Luft hielten. Wahrscheinlich waren sie unbemannt oder beschädigt. Auch wenn Finn sich nur rudimentär mit diesen Maschinen auskannte, war es das Einzige, was er momentan tun konnte. Fast hatte er die Tür erreicht, da ging ein abrupter Ruck durch das Schiff, der ihn von den Füssen riss und mit vollem Gewicht gegen das Holz knallte. Unglücklicherweise war die Tür nicht verschlossen und er stürzte ins Innere und rollte die Stufen dahinter hinab. So gut er konnte, versuchte Finn, seinen Kopf zu schützen. Voller Blessuren aber ausnahmsweise ohne ernsthafte Verletzungen erreichte der Junge den Fuss der Treppe und kämpfte sich auf die Füsse, während er die Tränen zurückzuhalten versuchte. Er konnte jetzt nicht aufgeben. Hinkend eilte er weiter.
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