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Vicati
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BeitragThema: Bestiariumsdefinitionen   Bestiariumsdefinitionen EmptySo 18 Mai 2014, 18:06

Die Lebensessenz, Grundlage für Elementare und Geisterwesen
geschrieben von Grim

Leben tritt in vielen Formen auf und in nicht jeder ist es unmittelbar zu erkennen. Es ist nicht unmittelbar ersichtlich, inwiefern ein Baum etwa einem Menschen näher stehen sollte als einem Felsblock. Und doch gibt es eine entscheidende Eigenschaft, die alles Lebende von der unbelebten Materie unterscheidet: was lebt, kann sterben. Und wann immer etwas stirbt geht etwas verloren. Ein gefällter Baum oder der Leichnam eines Menschen ist einem Felsen gar nicht mehr so unähnlich. Der entscheidende Bestandteil ist zu diesem Zeitpunkt bereits aus ihm gewichen, auch wenn sein Fleisch noch unversehrt scheint. Für dieses entscheidende Etwas hat es im Lauf der Zivilisationsgeschichte unzählige Namen gegeben. Jedes Volk, jede Kultur hat es anders bezeichnet, anders interpretiert und doch stets das selbe gemeint: das, was das Leben lebendig macht, ihm die Fähigkeit zu wachsen und zu gedeihen gibt. Die Lebensessenz.
Nach dem Tod eines lebenden Wesens verlässt die Essenz den Körper. Sie scheidet jedoch nicht aus der Welt. Wenngleich sie nicht zu sehen, nicht zu fühlen und selbst mit magischen Mitteln nicht nachzuweisen ist verbleibt sie präsent. Die Lebensessenz hat nichts mehr mit dem zu tun, was bei Lebenden gemeinhin die 'Seele' genannt wird. Sie besitzt kein Bewusstsein, keine Erinnerungen und kann bisweilen nicht einmal mehr einem einzelnen Toten zugeordnet werden. Vielmehr ist sie eine formlose Kraft, die am ehesten mit der in den Leylinien fließenden Magie verglichen werden kann. Allerdings bewegt sie sich nicht in geordneten Bahnen, sondern ziellos, und hat auch keine Quelle, aus der sie kontinuierlich nach fließen könnte. Die Menge an Essenz hängt von der Größe und Komplexität des verstorbenen Wesens ab. Eine kleine Blume liefert weniger Essenz als ein Baum, ein Wurm weniger als ein Mensch. Jedoch hat die Essenz die Tendenz, zu sich selbst hin gezogen zu werden und so größere Ansammlungen an Lebensessenz zu bilden.
Unter bestimmten Bedingungen ist es möglich, dass die angesammelte Lebensessenz sich in der realen Welt manifestiert. Die Größe, Macht und Anzahl solcher Manifestationen hängt stark von der verfügbaren Menge an Lebensessenz ab. Es ist hierbei zu erwähnen, dass die Lebensessenz nur bedingt stabil ist. Mit der Zeit löst sie sich in Nichts auf und schwindet so endgültig. Ansammlungen dieser Energie bestehen also stets nur eine gewisse Zeit lang. Auch die Essenz der Manifestationen ist nicht endlos, sondern schwindet, sofern die Manifestation nicht in der Lage ist, frische Essenz aufzunehmen. Gelingt ihr das nicht, so wird sie mit der Zeit in sich zusammen fallen.
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Vicati
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BeitragThema: Re: Bestiariumsdefinitionen   Bestiariumsdefinitionen EmptyFr 23 Mai 2014, 23:39

Die Dämonen
geschrieben von Vicati

Das pulsierende Herz der Welt, das Leyliniennetz und die Weltensäule sind ein Wunder der Schöpfung, aber auch Wunder können Fehler haben. Risse in den Weltensäulen, verursacht durch die ewigen Energieströme der kumulierten Leylinien, sind der Grund für die wohl verdorbensten Kreaturen, die je unter dem Himmel wanderten: Dämonen.
Die Leylinien tragen die Seelen der Verstorbenen ins Herzen, doch nicht alle erreichen ihr Ziel. Durch die Risse in den Weltensäulen strömt rohe Magie heraus und mit ihnen ab und zu auch die Seele eines Verstorbenen. Vor allem Seelen mit einer dunklen Vergangenheit werden von dem Sog erfasst, da sie schwerer an ihrer Last zu tragen haben, doch ab und zu wird auch eine andere Seele in den Mahlstrom roher Magie über dem Herzen gerissen. Ohne den beständigen Zug der Leylinien sind die Seelen führungslos und wirbeln manchmal für Jahrzehnte umher. Dabei werden sie abgetragen, bis nur noch ihr Kern zurückbleibt, die am tiefsten verankerten Erinnerungen und Charakterzüge – bei der zweifelhaften Natur der Seelen ist das fast nie etwas Gutes. Hohl und rau bieten diese verlorenen Seelen einen Anker für andere Seelen, genau so zerbrochen wie sie selbst. Über Zeit sammeln sich die Seelen. Sie werden zu einem wachsenden Fels in der Brandung der tobenden Magie, bis sie stark genug sind, um sich hinaufzuhieven. Hinauf zur Oberfläche, wo sie einst herkamen: Ein Dämonenkollektiv ist geboren.
Das Dämonenkollektiv steigt durch die Knochen der Welt zur Oberfläche auf, angezogen vom pulsierenden Leben und getrieben von den kollektiven Erinnerungen der verlorenen Seelen, aus denen es besteht. Allerdings stellt das dichte Netz der Leylinien, dass sich unter der Erdoberfläche um die Welt spannt eine unüberwindbare Barriere für es dar. Als gewaltige Seelenmasse würde es sofort erfasst werden. Deshalb beginnen alle Dämonenkollektive nach dem Erreichen der Leylinien, langsam Teile ihrer Selbst abzutrennen, die sie durch die Lücken in Leylinien schleusen können. Diese Teile – klassische Dämonen – bestehen aus einer, mehreren oder Teilen von verschiedenen Seelen und haben ein eigenes Bewusstsein und eigene Erinnerungen. Sie haben aber vor allem ein Ziel: Den Rest des Dämonenkollektivs an die Oberfläche zu bringen. Wie sie dieses Ziel erreichen, wissen sie nicht. Manche versuchen Kriege anzuzetteln oder die Kontrolle über Magier zu übernehmen. Andere lassen sich einfach von ihren Gelüsten und Erinnerungen leiten, nicht selten verfolgen sie auch eigene Ziele. In seltenen Fällen werden sogar die Erinnerungen einer puren Seele die treibende Kraft.
Sobald die Dämonen über den Leyliniennetz sind, verspüren sie den Sog der magischen Adern, die sie zum Herz der Welt ziehen wollen. Dieser Zug zerrt beständig an und schwächt sie über Zeit hinweg. Deshalb versuchen Dämonen, so schnell wie möglich einen Körper zu erlangen. Sie sind in der Lage, einen lebenden Körper zu besetzen und dessen Bewusstsein zu unterdrücken. Dadurch haben sie auch Zugriff auf die Erinnerungen des Besessenen. Stärkere Dämonen sind in der Nähe von Nexus auch in der Lage, sich einen Körper aus Magie und umgebenden Materialien zu erschaffen.
Auch in einem Körper zerren die Leylinien noch an den Dämonen und sie werden über Zeit immer schwächer. Irgendwann erreichen sie einen Punkt, bei dem sie ihren Körper nicht mehr komplett kontrollieren können. Das Bewusstsein des Körpers kann dann immer wieder Kontrolle über den Körper oder Teile dessen erlangen und bei geschaffenen Körpern passiert es öfters, dass einfach ein Körperteil abfällt. In diesem Stadium ist der Dämon aber schon fast vergangen.
Das Dämonenkollektiv kann die Leylinien nur passieren, wenn sie durch grosse Magiewirkung ausgetrocknet werden und dadurch eine Lücke entsteht. Oft tauchen vor dem Aufstieg des Kollektivs mehrere starke Dämonen auf. Der Aufstieg eines Kollektivs ist eine Katastrophe von gewaltigem Ausmass, denn wenn es einen Körper erlangt, sind die Kollektive kaum aufzuhalten. Getrieben von Erinnerungen an Zerstörung, Neid, Hass, Leid und Tod versuchen sie, allen ein ähnliches Schicksal aufzuzwingen, manche durch pure Zerstörungswut, andere durch List und Heimtücke. Eines haben sie aber alle gemein: Sie sind zerstörerische Psychopathen.
Für Lebewesen, die sich unter die Leylinien begeben und einem Dämonenkollektiv über den Weg laufen, gibt es kein gutes Ende. Ihr Körper wird meist als Wirt für einen besonders starken Dämon verwendet. Dasselbe gilt für Dämonenkollektive, die aufeinander treffen. Sie versuchen, einander gegenseitig zu zerstören und die Überreste zu absorbieren. Auch Dämonen, die an der Oberfläche aufeinander treffen und nicht vom selben Kollektiv stammen, sind sich meist feindlich gesinnt. Dämonen vom selben Kollektiv arbeiten manchmal zusammen.
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