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 Herz von Ranequia - MSG

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Dreyri
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 05 Jul 2015, 11:07

"Warum sollten wir das Herz überhaupt zu ihr geben!", ächzte Nartuuk. "Wenn das Herz erst einmal dort ist, dann verlieren wir die Kontrolle darüber ganz! Dann geben wir es in die Hände einer ... ... wahnsinnigen Sauberkeitsfetischistin!"
Er wäre ja dafür gewesen, das Herz in seine Stadt zu nehmen. Klar, offensichtlich ging die ganze Sache von dort aus. Aber er hatte im Gegensatz zu den anderen hier wenigstens Wachen, die im Normalfall was taugten.
Aber er wagte es nicht so richtig, dies auszusprechen. Denn ... würde ihn das nicht noch verdächtiger machen?

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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 05 Jul 2015, 14:52

"Wir hatten noch nie irgendeine Art von Kontrolle über das Herz... außer es hier einzusperren und zu sichern, redet also nicht so einen Unsinn.", entgegnete die Göttin der Asche daraufhin lediglich. An dieser Stelle schlich sich wieder dieser Gedanke ein das Herz einfach zu zerstören, alle Probleme auf einen Schlag beseitigend... wenn dies überhaupt möglich war. Aber auf der anderen Seite lehnte Zurana dies auch ab, wenn es funktionieren würde, dann konnte niemand sagen was passieren würde. Die Essenz selbst war ein Teil von ihnen geworden und die Aschengöttin hatte schon immer den Verdacht gehabt, dass die Zerstörung des göttlichen Reliktes auch sie selbst auslöschen würde. Es war ein enormes Risiko, etwas was zumindest sie nicht eingehen wollte.
"Seid ihr nervös... Nartuuk? Oder warum reagiert ihr so harsch und lautstark ablehnend...? Anstatt euch nur zu beschweren wie wäre es also, wenn ihr uns stattdessen einen eurer Ansicht nach besseren Vorschlag erläutert...?", fragte sie den Gott der Uhrwerke kühl.
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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 05 Jul 2015, 15:30

"Selbst wenn wir es jetzt ersteinmal woanders hinbringen wollen... Wohin? Medea ist gerade gegangen und sie wird in näherer Zukunft wohl nicht mehr mit sich reden lassen. Welche Orte bleiben dann noch übrig?"
Viola schüttelte den Kopf.
"Einmal ganz davon ab wird sowieso jemand hier bleiben müssen, für den Fall das Sanel oder Dorn hier auftauchen und sich fragen, wo das Herz ist. Nicht, das sie sich unnötig aufregen."

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Dreyri
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mi 08 Jul 2015, 09:47

"Natürlich bin ich nervös", sagte er. "Ihr wollt dieses Her genau zu der rüberschieben, zu der wir dann nicht können!"
Er schüttelte den Kopf.
"Ich würde vorschlagen das Herz zu mir zu bringen. Dort wird es sicherlich am wenigsten gesucht ..."

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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mi 08 Jul 2015, 19:01

Der Blick der Aschengöttin verfinsterte sich zunehmend als Nartuuk schließlich vorschlug das Herz in sein Reich zu bringen... Zurana hätte es selbst nie gewagt ihr eigenes Reich damit zu belasten. Das erwartete der Gott der Uhrwerke doch jetzt nicht wirklich, dass sie dem Vorschlag zustimmen würde? Nach dem was passiert war? Was ihm vorhin bereits vorgeworfen wurde...? "Das ist doch nicht euer Ernst?", fragte sie den Gott und schaute kurz zwischen ihm und dem Herzen hin und her.
"Nach dem was in eurer Stadt vorgefallen ist? Nach dem was hier passiert ist und wessen Aufmerksamkeit dies alles anscheinend entgangen ist...? Eher würde ich das Herz gleich irgendwo in der Wildnis vergraben lassen.", lehnte sie mit jenen Worten diesen Vorschlag direkt wieder ab.
Sie hoffte, dass ihr die anderen Unsterblichen hierbei zustimmen würden... es zu Nartuuk zu bringen war mitunter die schlechteste Idee neben jener es einfach hier zu lassen.
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mi 08 Jul 2015, 19:36

Milian trat zwischen die beiden Streitenden und klopfte Nartuuk auf den Oberarm.
"Wie sehr ich auch das Wort meines werten Kollegen schätze und die Idee als eine gelungene Finte betrachte.."
Er legte sein Kinn auf Nartuuks Schulter, um im die folgenden Worte mit gesenkter Stimme direkt ins Ohr hauchen zu können.
"..Du weisst schon, dass dann jede zweite Stunde Dorn in deinen Hallen auftauchen würde? Ganz davon abgesehen, dass die anderen im Moment auch gern zu sterben scheinen. Amüsant wäre es sicher, aber so wie ich dich kenne, würdest du dir schon morgen eigenhändig den Kopf abgerissen haben und das wär doch wirklich sehr schade um deinen hübschen Wunderkopf."
Er blieb da, sah aber nun auch wieder zu den anderen hin.
"So gesehen kann ich auch verstehen, wenn Medea sich heraushalten will. Nur weil du noch ungeklärte Probleme mit ihr hast, Zurana, heisst das nicht, dass sie ihr Tor für uns alle öffnen sollen müsste. Oh, bei mir dürft ihr übrigens gern immer vorbei kommen, ich bin nicht so ein privater Mann wie sie. Sie ist ja auch kein Mann. Denke ich."


"Wenn es für ihn nur eine Qual ist, dann wäre es wirklich das Beste, wenn wir ihn davon erlösen", bestätigte Sanel.
Davon verstand er so einiges, als Arzt wie auch Gott der Leere. Manchmal war es einfach besser.. los zu lassen.
"Es müssen leider immer Opfer gebracht werden. Ihr Frieden gegen unseren. Aber so ist das nunmal. Es ist unsere Verpflichtung ihnen gegenüber. Du solltest es zumindest versuchen."
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mi 08 Jul 2015, 22:40

"Wir könnten das Herz auch nach Westerforst bringen", meinte Viola etwas gereizt, bevor sie genervt seufzte. "Wir kommen hier doch zu nichts... Wir sind gerade alle gereizt und wegen der Sache aufgewühlt. Wie sollen wir so eine vernünftige Entscheidung treffen?"
Sie verschränkte wieder die Arme, bevor sie anfing ungeduldig hin und her zu laufen.
"Es gibt leider nicht sehr viele geeignete Orte, an denen wir das Herz aufbewahren können... Was uns heute noch sicher erscheint könnte morgen genau so ungelegen sein wie dieser Ort."

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Do 09 Jul 2015, 13:40

"ES REICHT!", brüllte Gizo und schlug mit seinem Hammer auf den Boden. Der Einschlag hinterließ einen schmauchenden Krater. Der Goblin baute sich zu seiner nicht sonderlich beeindruckenden Größe auf. Das war doch lächerlich!
"Wir verhalten uns wie kleine Kinder. Wir meckern und motzen und werden doch zu keinem Ergebnis kommen. Der Angriff ist passiert. Nartuuks Stadt wurde angegriffen. Auch das ist passiert. Wir denken mit dem Herzen und nicht mit dem Hirn. Dabei kann nichts gutes herauskommen."
Gizo atmete schwer. Noch nie war er laut geworden, nicht einmal mit dem ungeschicktesten seiner Lehrlinge.
"Ihr erinnert mich an einen Wurf Goblinkinder. Wir sollten...nach Hause gehen. Denkt darüber nach, was wir mit dem Herzen tun sollen. Überlegt welche Vorteile Euer Reich gegenüber denen der anderen hat und welche Vorteile die anderen Reiche haben könnten. Bitte."
Dem Goblin standen die Tränen in den Augen.
"Das hier führt doch zu nichts. Es ist sinnlos. Wollt ihr als der streitende Rat der Götter bekannt werden? Ewig entzweit."


"Gut. Szollte dasz hier nicht funktionieren, Szanel, möchte ich dass du mich tötest. Oder wenigstens an einer Möglichkeit arbeitest. Nartuuk übernimmt die eigentliche Tat bestimmt gerne."
Dorn straffte sich und trat dann auf den Baum zu. Mit einer Hand zog sie den Dolch aus der Rinde und ließ die Waffe auf den Boden fallen, wie angewidert. Die Rinde des Baums teilte sich bereitwillig als Dorn in das Innere der Pflanze trat. Die Rinde verschloss sich hinter der Göttin wieder.
Einen Moment lang geschah nichts, dann welkte der Baum in rasender Geschwindigkeit. Die Äste nahmen einen weißlichen Farbton an und fielen schließlich hinab. Die Rinde vertrocknete und fiel in großen Bahnen vom Stamm ab. Nach nur wenigen Minuten war von dem Baum kaum mehr etwas übrig. Zurück blieb eine Blüte, die sich langsam öffnete. Dorn hielt sich den Kopf. Sie sah zu den verseuchten Tieren hinüber. Ihr Atem schwärmte vor Leben. Kleine, komisch geformte Tierchen verließen ihre Körper wurden von einer Brise aufgefangen und setzten sich in einem nahen Busch ab. Die Blätter summten voll Wasser und den farbigen Essenzen der Erde. Sie vibrierten als die Strahlen der Sonne sie liebkosten.
Sie fühlte das Erdbeben als eine Kolonne Ameisen vorbeihuschte und alles mit ihren kitzelnden Fühlern betasteten. Eine Biene summte vorbei, ihre gläsernen Flügel schlugen langsam, träge. Ein Bröckchen Gelb löste sich durch den Wind vom Bein der Biene, hing eingefangen in einer Wolke an Gerüchen.
Sie fühlte das Rauschen der Blätter in den Wäldern im Osten, das Stechen des Eises von den frostigen Gipfel weit im Norden, das Seufzen der sanften westlichen Winde, das austrocknende Brüllen der Sande die im Süden den Himmel beherrschten.
Ihr verstand wurde attackiert von den Eindrücken des Lebens, ihre Sinne bis zum Zerreißen gedehnt. Es war zuviel! Welten in Welten in Welten, und sie konnte ihre Sinne nicht davor verschließen! Es war unmöglich es nicht zu hören!
Dorn drehte den Kopf zu Sanel. Sie konnte das Blut durch seine Adern rauschen hören. Aber keine Tiere verließen seinen Atem. Es war ein Anfang.

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 12 Jul 2015, 17:16

Zurana zuckte regelrecht zusammen als Gizo seinen Hammer in dem Gestein vergrub... seine dann folgende Standpauke war nicht minder ungewöhnlich für den Goblingott. So hatte sie ihn noch nie erlebt aber ja, er hatte Recht mit dem was er ihnen allen an den Kopf warf.
Eine ganze Weile lang herrschte dann ein unangenehmes Schweigen... die Aschengöttin selbst hielt dabei ihren Blick gesenkt, bevor sie schließlich begann zu sprechen.
"Ihr habt natürlich recht, Gizo... wir sollten uns vorerst zurückziehen, uns alle etwas beruhigen und dann konzentrierter an die Sache herangehen. Ich würde es ansonsten gerne übernehmen zu einer geschlossenen Ratssitzung einzuladen, allerdings werden wir derweil stets ein Auge auf die Kammer hier haben müssen.", stimmte sie im großen und ganzen Gizo zu und konnte es sich auch gut vorstellen Kalthafen für einen Rat zur Verfügung zu stellen.
"Ich werde auch losziehen und versuchen mit Medea zu sprechen... es wäre schön wenn sich jemand erwärmen und mir dabei beistehen könnte, ich weiß nicht einmal ob sie mir alleine überhaupt die Gelegenheit geben würde."
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Dreyri
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mo 13 Jul 2015, 06:15

Auch Nartuuk war irritiert über Gizos Ausbruch doch selbst dies konnte seine momentane Wut nicht schmälern. Er hatte stets versucht ein guter und fairer Herrscher zu sein. Hatte stets versucht diplomatisch zu sein. Und dann kamen diese ... Verräter und und unterstellten ihm Dinge, an die er nicht im Traum dran gedacht hätte. Dabei war SEIN Volk angegriffen worden. Es war doch offensichtlich, dass hier ein Komplott gegen IHN herrschte. Und da Zurana ihn am ehesten verdächtigte, war es doch auch offensichtlich, wer diesen Komplott geplant hatte. Möglicherweise nicht alleine. Und Nartuuk war sich noch nicht sicher, wer ihr alles geholfen hatte.
"Langsam aber sicher verstehe ich Medeas Abneigung gegen dich, Aschegöttin!", knurrte er, ehe er die Arme verschränkte. "Ich gehe zurück. Ich habe ein verletztes Volk, das mich braucht!"

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mo 13 Jul 2015, 18:04

"Mir egal, was ihr tut", meinte Viola, "Aber ich werde hier bleiben und auf das Herz aufpassen. Ich möchte kein Risiko eingehen."
Mit diesen Worten setzte sie sich im Schneidersitz hin, den Blick auf das Herz gerichtet, bevor zu ihren Füßen eine Tasse und ein Kännchen mit dampfendem Tee auftauchten.
"Wer will kann sich mir auch gerne anschließen. Nicht, das ich das Herz noch stehle."
Sie lachte, aber es war ein freudloses Lachen. Offensichtlich wollte sie damit das Misstrauen der anderen kritisieren.

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mi 15 Jul 2015, 00:59

Zurana schaute dem Gott der Uhrwerke einfach nur hinterher, in ihrem Kopf überschlug sich dabei aber alles regelrecht. "Nein... du verstehst davon rein Garnichts, kleinkarierter Narr.", sprach die Aschengöttin schließlich, wenn auch nur noch um ihre eigene Enttäuschung auszudrücken und ihre eigene Wut schließlich hinunterzuschlucken. Schimpfte andere Götter einer geistigen Umnachtung verfallen, tanzte aber selbst am Rande einer solchen. Es hatte einen Hauch von Heuchelei...
Als wäre seine bekannte fanatische Neigung zur ausnahmslosen Symmetrie etwas was ihn nicht zum Exzentriker machte.
Alleine diese Behauptung und sich damit derartig in etwas einzumischen was in Zurana Vergangenheit tiefe Furchen hinterlassen hatte, sie hätte ihn am liebsten geohrfeigt bis sie ihre eigene Hand nicht mehr gespürt hätte. Schließlich seufzte sie kurz...
"Milian...? Auch wenn es vermutlich zu viel verlangt ist, aber ihr wärt nicht zufällig derart galant mich zu begleiten um mit Medea zu sprechen? Es werden wohl wahre Engelszungen notwendig sein, vermutlich mehrere."
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Lias
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mi 15 Jul 2015, 01:01

"Ich bleibe ebenfalls hier. Ich muss mich um den Pfeiler da kümmern", merkte Gizo an und deutete mit einem knubbeligen Finger auf den eingedellten Pfeiler aus dem magieresistenten Metall. Im Grunde brauchte er dafür seine Schmiede hier. Das war nicht weiter schwierig zu bewerkstellen. Immerhin konnte er ein bisschen was auf einer Reise zwischen den Schreinen mit sich nehmen. Ein Amboss war vielleicht zu viel verlangt, aber zunächst einmal musste er ohnehin den kompletten Pfeiler entfernen und durch einen aus mundanerem Metall ersetzen. Dann konnte er sich daran machen das resistente Metall einzuschmelzen und einen neuen Pfeiler zu formen. Dafür würde er eine Gießform brauchen und eine extrem heiße Esse. Wobei er mit dem Ersetzen des Pfeilers warten würde, bis sie sich geeinigt hatten. Nachher machte er sich noch umsonst eine ganze Menge Arbeit.

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Dreyri
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mi 15 Jul 2015, 07:37

Als Nartuuk zurückkehrte, wurde er schon von einige höherstehenden Bürgern erwartet. Allerdings erkannten sie sogleich, dass ihr Herrscher wohl nicht dazu aufgelegt war, noch mehr schlechte Nachrichten zu erfahren. Also liessen sie ihn in Ruhe und erstellten einfach eine Liste mit den Dingen, die sie ihm später zukomme lassen würden.
Nartuuuk hatte wichtiges zu tun. Mittlerweile waren die Trümmer schön sortiert worden und er machte sich unter den Augen seiner Bürger daran, die Zerstörung rückgängig zu machen. Bei Nartuuks Perfektionismus dauerte dies eine ganze Weile, bis das Quartier wieder seiner Vorstellung entsprach.
Aber damit war längst nicht genug getan. Er wandte sich den Tempeln zu, die es seinen Gottfreunden ermöglichten, sein Reich zu betreten. Er machte sie einer nach dem andern dem Erdboden gleich. Ausser Milians und Gizos. Das waren die Einzigen, von denen er hoffte, dass sie noch vernünftig waren. Dabei machte er sich nicht die Mühe, es unauffällig zu tun. Sollten diese verräterischen Narren nur spüren, dass sie nicht mehr willkommen waren!
Anschliessend ging er zurück in seine Residenz, wo er sich daran machte, die Anzahl seiner Uhrwerkkrieger zu verdreifachen.

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Di 21 Jul 2015, 17:36

Je länger die Diskussion dauerte, desto mehr schlich sich bei Milian das Gefühl ein, dass er irgendwie doch etwas verpasst haben könnte, das wichtig gewesen war. Der gefasste Gizo zerstörte Dinge und war ein Haufen von kleinen, bebenden Gefühlen, Zurana und Nartuuk töteten sich mit ihren Blicken und rauschten beide in verschiedene Richtungen davon und Shera.. war nunmal das engstirnige Ding, das sie schon immer verkörpert hatte. Aber was sollte er selbst hinzufügen? Sich ebenfalls einen drastischen, unglaublich wichtigen Grund ausdenken, dramatisch die Biege zu machen und dabei alle zu verwünschen? Sich auf den Boden werfen und eingeschnappt sein? Erwarteten die anderen Gottheiten überhaupt etwas von ihm? So wie die gerade ihre roten Tage hatten, hätte alles für mehr Zornfalten auf mindestens einem Gesicht gesorgt.
So gesehen war er recht froh, als die Aschegöttin ihm die Entscheidung abnahm.
"Hm, wie?", fragte er, als er seinen Namen hörte, nickte dann. "Ah ja, Medea. Ich glaube nicht, dass sie uns überhaupt zu Wort kommen lassen wird. Sie ist noch sturer als ihr alle zusammen in ein Fass gesteckt. Aber wenn du denkst, dass es einen Nutzen haben könntest und schon so direkt danach fragst.. kann ich kaum nein sagen."
Nun doch kurz verschmitzt grinsend, trat er zu ihr und präsentierte ihr seinen Arm zum einhaken. Er hätte ja schon gerne mal Medeas sagenumwobenes Wunderreich der Perfektion gesehen. Aus irgendeinem Grund hatte sie ihm bisher nie Zutritt gewährt, er wusste gar nicht, wieso überhaupt.


Schweigend und bewegungslos hatte Sanel dem Schauspiel beigestanden. Keine der gewaltigen Eindrücke Dorns erreichten ihn, er konnte nichts davon spüren, doch er konnte sehen, wie der verlorene Teil von ihr welkte und verging. Verschwand. Solche Eindrücke konnte er verstehen, die kannte er nur zu gut. Dennoch wartete er ab, bis es vorbei war und Dorn alleine zurück blieb. Die Szenerie wirkte, als habe sie Erfolg gehabt. Doch der Schein mochte täuschen. Bestand die Gefahr nicht gerade darin, dass sie Erfolg haben mochte? Wie würde sie reagieren, wenn dieser verbitterte Teil von ihr, diese Fäulnis, wieder in ihr war und sich ihrer ganzen Macht bedienen konnte?
Als Dorn zu ihm blickte, erschauderte er unwirklich. Sie konnte ihm nichts anhaben und doch erweckten ihre Augen ein Frösteln in ihm. Sie waren so wild und voller Leben, voller Energie. Wie es wohl war, so tief mit der Welt verbunden zu sein?
Mit langen, aber sanften Schritten trat Sanel zu ihr. Er hob den Dolch aus dem dörren Gras und strich mit dem Zeigefinger über die Klinge. Nicht sehr scharf, aber die Spitze verursachte ein kaum spürbares Stechen. Wie eine kleine Nadel. Oder ein Dorn.
"Was geschieht nun mit diesem Wald?", fragte er die Göttin.
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mi 22 Jul 2015, 23:15

Die Göttin der Asche war wirklich dankbar dafür nicht alleine gehen zu müssen... als Milian aber mit diesem Grinsen zu ihr trat und den Arm hob, da schaute sie ihn kurz mit angehobenen Brauen an. Zögerlich legte sie dann einfach ihre Hand auf seinen Unterarm und schon ging es zum Portalstein, es war ja nicht weit.
Kurz darauf befanden sich beide Unsterbliche in der kleinen Höhle, welche das Portal aus weißem Stein nach Elysia beherbergte. Das Gestein war sehr feucht, lag mitunter auch an dem feinen Dunst welcher von dem kleinen Wasserfall stammte welcher über dem Eingang brach.
Die kalte Luft langsam einatmend, trat Zurana schließlich als Erste zu dem weißen Steinportal und schaute kurz darüber... Es war sehr lange her seitdem sie das letzte mal hier war, es hatte sich aber nicht viel verändert außer ein paar mit Moos bewachsenen Stellen.
"Medea... verzeih unsere Absicht dich zu stören, aber bitte lass uns eintreten. Lass uns bitte mit dir reden, wir brauchen dich ebenso nachdem was alles vorgefallen ist.", sprach sie mit gehobener Stimme und schaute über das Portal, darauf wartend, dass sich irgendetwas tat. Aber darauf wartete sie umsonst... es passierte nichts. "Ich weiß, dass du uns hören und auch sehen kannst... bitte..."
Dennoch blieb es aber ruhig, nur das Geräusch des Wassers war zu vernehmen. Schließlich schaute sie beinahe verzweifelt zu Milian, vielleicht fielen ihm irgendwelche Worte ein... zumindest irgendetwas.
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Do 23 Jul 2015, 01:34

Nach und nach verschwanden die anderen Götter wieder. Nur Gizo blieb zurück. Also erhob sich die Kindgöttin wieder und trat neben den Goblin. Er schien die beschädigte Säule zu mustern.
"Kann ich dir helfen?", fragte sie ihn dann. Sie glaubte zwar nicht, das sie irgendetwas tun konnte, aber nur schweigend dazusitzen war einfach nicht ihre Art.

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Fr 24 Jul 2015, 16:43

Milian wartete erst einmal ab, während Zurana das Reden übernahm. Steckte die Hände in die Manteltaschen und sah sich das schöne Tor und das Wasser an. Nach einigen Momenten fiel ihm jedoch Zuranas flehender Blick auf und er zog nachdenklich eine Grimasse.
Als wüsste er, was er zu der peniblen Göttin sagen konnte.
"Ähm.. Zurana hat schon recht", sagte er langsam und nickte, um das gleich noch visuell zu unterstützen. "Selbst wenn du die meiste Zeit hier unten verbringst und nichts von uns wissen willst, so.. sind wir doch alle ein Teil der gleichen Macht und wenn diese Macht wirklich in Gefahr ist, dann betrifft uns das alle gleichermassen. Wir wissen ja nicht, was passieren könnte, wenn das Herz in falsche Hände fällt. Vielleicht verlieren wir all unsere Kräfte und dann stürzt sich das Königreich auf uns und du musst hungrig und alleine in einer schmutzigen Gosse leben. Oder noch besser, der neue Besitzer versklavt uns alle und auch den ganzen Rest der Welt und weil wir nicht sterben können, hat es nie mehr ein Ende. So oder so wäre es wirklich besser, wenn wir uns für einmal einigen könnten. Die anderen sind jetzt schon völlig irre und streiten sich und wenn das alle tun, sehe sogar ich bald Schwarz für unsere Zukunft, deine eingeschlossen."
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 26 Jul 2015, 15:06

Der Wald. War er überhaupt ein Problem? Ohne den antreibenden Geist dahinter sollte sich die Fäulnis doch zurückziehen, oder nicht? Aber war es das Risiko wert? Hatte ihr Splitter nicht schon genug Schaden angerichtet? Dorn streckte ihre Fühler aus und maß die Ausbreitung der Fäulnis. Mit ihren neu erwachten Sinnen war es einfach deren Ausmaß festzustellen. Allerdings bereitete es ihr Übelkeit. Dorn würgte ein wenig, dann machte sie die Augen wieder auf.
"Ich...kümmere mich darum."
Ranken reckten sich aus ihrem Rücken und verankerten sich in der Erde. Holz knarrte als die Göttin empor gehoben wurde. In rasender Geschwindigkeit verdorrte das Gras um sie herum. Dorn befand sich am Zentrum einer sich rasch ausbreitenden Welle an Dürre. Die Pusteln an den Bäumen vertrockneten. Im ganzen Wald regnete es Blätter.
"Gehen wir, Sanel."
"Und...danke."

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Do 30 Jul 2015, 23:30

Die Göttin der Makellosigkeit kniete vor einem im Boden eingelassenen kleinen Becken mit einer goldenen Umrandung, ihr Blick lag kalt auf der Szenerie welche sich dort auf der Oberfläche des Wassers abspielte.
Zwei Unsterbliche standen vor dem kreisrunden Tor welches zu ihrem Reich führte... Diese Absonderlichkeit namens Milian und diese so verhasste Person an der ihr Blick gerade einfach nur haftete. Medeas Mimik veränderte sich nicht bei den Worten welche die Aschengöttin sprach, ihr flehen sorgte allerdings für eine gewisse Genugtuung...
Anschließend ergriff auch noch Milian das Wort... wie niedlich. Als hätte sie das Geschwafel jenes Gottes überhaupt interessiert. Bei der Aufzählung dieser Theorien schmunzelte sie einfach nur, sie befand das alles für lächerlich. Egal was sie gesagt hätten, es veränderte für sie nichts und so oder so hätte sie das Portal nie geöffnet.
Sie stehen zu lassen und zu warten bis sie wieder verschwinden... und nichts anderes. Medea wollte sich bereits von dem Bild abwenden, zögerte dann aber noch.
Die Unsterblichen warteten noch... als sich nach Milians Worten aber noch immer nichts tat, so entfuhr der Aschengöttin ein stilles Seufzen. Sie rieb sich die Stirn und sank anschließend auf die Knie. Mit ihrer Aufmerksamkeit dabei zurückkehrend schaute sie ihr dabei zu... war das etwa Verzweiflung die sie da sah? Nicht nur das...
Medeas Finger kratzten über den goldenen Rand des Beckens, ihr Blick starr auf das gerichtet was sich dort abspielte. Was tat sie da nur?
Schließlich verwischte Medea das Bild mit einer Handbewegung über das Wasser und riss sich von dem Becken los...

Zurana wischte sich eher beiläufig die Träne stummer Wut aus dem Gesicht, sie hatte seit Anfang an geahnt keinen Erfolg zu haben... und so war es auch, das Portal blieb verschlossen. "Gehen wir... es tut mir leid deine Zeit vergeudet zu haben.", sprach sie enttäuscht zu Milian und stand vom weißen Boden des Portals auf.
Also dann... zurück zur Kammer, sich ansehen wie Gizo vorankam und dann darüber nachdenken wo man sich über das weitere Vorgehen besser beraten konnte. Ohne Medea würde es vermutlich aber erst recht noch einmal darauf hinauslaufen was bereits in der Herzkammer besprochen wurde.
Gerade als sie sich abgewandt hatte, strömte helles Licht in die kleine Höhle, stammend von dem Portal. Es öffnete sich und jemand trat heraus, bevor es sich daraufhin wieder schloss. Medea trat auf sie zu, blieb schließlich mit etwas Abstand zu ihnen stehen und verschränkte die Arme vor der Brust. Die Aschengöttin fühlte sich eher sprachlos, dies war jetzt wirklich das Letzte gewesen womit sie noch gerechnet hatte. Als sie etwas sagen wollte, irgendwas, da hob Medea lediglich abweisend die Hand. "Zu dir komme ich nachher noch...", sprach sie kühl und schaute zu Milian. "Der Gott der Aggregate... von allen auf dieser Welt wandelnden Gestalten wohl der Letzte den ich hier sehen wollen würde. Das waren ja sehr interessante Theorien die ihr da geäußert habt. Ich mag solche Ratespiele... Nicht. Ich habe den Andrang am Herzen bereits vernommen, ich gehe davon aus ihr habt euch alle schon reichlich heiß diskutiert. Was ist bis jetzt dabei zustande gekommen?", fragte sie Milian... Zurana schaute sie nicht einmal an.
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Sa 01 Aug 2015, 23:37

Sie hatte Leben gegeben und nun hatte sie es genommen. Dorn war eine durchaus mächtige Göttin. In vielen Aspekten bewundernswert, auch wenn ihm da sicher einige ihrer Genossen widersprochen hätten. Sie sahen in der Göttin nur eine von Zorn getriebene Bestie. Doch er sah so viel mehr. Man musste immer hinter eine Fassade sehen können, wenn man das Problem an seiner Wurzel packen und schmälern wollte. Sie waren alle noch so jung. Unsterblich und doch so jung und naiv.
"Es gibt nichts zu danken. Du hast das Richtige getan", pflichtete er ihr bei und drehte sich zum Gehen um.
"Ich werde den Dolch vorerst behalten und weitere Forschungen anstellen. Die Fäulnis hat sich gelöst, aber andere Dinge rücken vor und nehmen ihren Platz ein. Wir müssen noch so viel über unsere eigene Natur und die Ranequias lernen, wenn wir wirklich verstehen wollen. Es gab zuviel Aufruhr in den letzten Tagen. Wir sind alle nachlässig und faul geworden. Lethargisch. Müde."


Milian nickte und wollte sich gerade abwenden, als die angesprochene Göttin doch auf einmal noch auftauchte. Beinahe hätte er gelacht. Die hohe Braut kam nach all dem Warten und tatenlosen Sitzen extra hierher, nur um ihnen den ausgestreckten Finger entgegen zu strecken? Er hätte vieles erwartet, aber das war doch wirklich beinahe unter ihrer ach so angepriesenen Würde. Aber er würde sich davon nicht reizen lassen. Er war sich um einiges mehr gewohnt als die Dame, die eine Ewigkeit isoliert von der Welt gelebt hatte, ob jetzt oder auch schon vor dem Leben als Göttin.
So deutete er mit einem dicken Schmunzeln eine Verbeugung vor ihr an, der man ansehen konnte, wie wenig sie mit einer Ehrung gemein hatte.
"Es ist wirklich bezaubernd, dass sich die makellose Medea an eine niedere Gestalt wie mich überhaupt noch erinnern mag. Aber ich würde es weniger als ein Ratespiel bezeichnen als.. Philosophie? Oder, nein, nein! Wunschdenken! Ich würde nämlich wirklich sehr gerne sehen, wie du gefesselt und entmachtet mit dem perfekten Gesicht im Schlamm liegst, den du so sehr verabscheust! Du warst der Welt so lange fern, du könntest kaum einen Tag unter den Sterblichen oder auch schon nur draussen in der Natur überstehen. Und genau darum verkriechst du dich und willst mit den grossen Problemen gar nicht erst in Kontakt kommen! Dass niemand von den anderen einen klaren Kopf behalten hat, ist dir genauso klar wie uns. Aber ich verstehe dich schon, Schnuffel. Wenn du dich davon so lange versteckst, bis es zu spät ist, dann kannst du wenigstens nur uns verfluchen und musst dich nicht selbst so arg verdammen, wenn die Maden langsam über deine Haut krabbeln und die Fliegen in deinem Haar ein Nest bauen!"
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Dreyri
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 02 Aug 2015, 10:30

Das Volk Nartuuks wirkte ob dessen Besessenheit etwas besorgt. Der Gott hatte seine Arbeit an den Metallkriegern nur einmal unterbrochen, um die Inseln mit scharfkantigen Dornen und hohen Wehrmauern zu versehen, um sie im Falle auch gegen Angriffe von aussen zu schützen.
Auf seine Berater reagierte er nicht, als diese ihm zu erklären versuchten, dass er dem Volk eine Heidenangst einjagte. Er brummte bloss irgendwas und verkroch sich dann wieder in seine Werkstatt. Er wollte sein Volk um jeden Preis vor weiteren Angriffen bewahren. Sie waren ein blühendes Reich. Und niemand würde es zerstören ohne seine Wut zu spüren. Dafür waren Götter doch da...?

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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 02 Aug 2015, 19:37

Keine Veränderung fuhr durch Medea als der Gott der Aggregate auf seine Art und Weise mit ihr sprach... Zurana selbst schaute dabei zu ihm, ihr Blick bei jedem weiteren seiner Worte noch fassungsloser zu werden scheinend. Am Ende stand ihr der Mund sogar offen und irgendwo hoffte sie, er hätte das jetzt nicht wirklich gesagt...
Erst kurz bevor Milian seine Ansprache beendete, bemerkte man die Anspannung in Medeas gesamter Haltung. Ihr rechter Mundwinkel zuckte unaufhörlich, die Rötung um ihre Wangenknochen zunehmend... schließlich bemerkte man ihre innere Wut, gepaart mit ihren mentalen Fähigkeiten als Staub und feines Gestein von der Decke der Höhle rieselte. Der Fels erzitterte regelrecht. "Wie ihr es nur wagen könnt... Ich kann euch zwar nicht direkt etwas anhaben, aber ich kann euch beide auch einfach unter massivem Fels begraben.", sprach sie erbost wobei bereits kleinere Stücke Fels aus der Höhle brachen.
Sie schien für ihre Verhältnisse völlig außer sich zu sein... jedwede Konsequenz völlig ausblendend. Als die Aschengöttin sie so sah, da konnte sie es einfach nicht glauben. Was war nur aus ihrer Nika geworden? Eine von Einsamkeit und vollkommener Reinheit Besessene... Kurz sah sie ihr Gesicht von damals, als sie mit funkelnden Augen an ihren Lippen hing und jedem ihrer Worte lauschte, ihre überschlagende und wärmende Persönlichkeit welche einfach nur ansteckend wirkte. Warum war das alles nur passiert?
Warum hatten sie dieses verfluchte Herz nicht einfach zerstört? Ihr Leben bis zum Ende gelebt, so wie es für Sterbliche vorgesehen war. Es hatte jeden von ihnen verändert, sie waren zu Schatten ihrer Selbst geworden, groteske Abbilder... manche Schlimmer als andere... aber was es Medea angetan hatte, einer Freundin der sie jede Unze Vertrauens tief in ihrem Inneren ohne zu zögern geschenkt hätte. Sie hasste dieses göttliche Artefakt dafür, es hatte sie zerstört und nichts anderes übrig gelassen außer den Irrsinn der mit ihrer Isolation einher ging. Hass, Misstrauen, Vorurteile... es griff wie so oft unter ihnen allen um sich, doch dies von Nika zu erfahren... ihr jetzt in die Augen zu sehen, ihre erschreckende und ihr Angst einjagende Absicht sie einfach so unter Felsen zu zerquetschen.
Natürlich, ihre Unsterblichkeit schützte sie vor allem, aber der tiefere Sinn dahinter war klar. Sie wollte mit dem Einsturz das Portal zu ihrem Reich versiegeln und den Teleportstein zerstören. Der dahinter steckende Gedanke, nämlich niemanden von ihnen je wieder sehen zu wollen, es verletzte etwas in ihr. Sie hatte nicht geglaubt, dass jene Seite an ihr jemals wieder zum Vorschein kommen würde.
Ein starker Ruck fuhr durch das Gestein... es reichte um die Aschengöttin aus ihren Gedanken wach zu rütteln. Kurz blickte sie zu Milian... und sprintete dann los. Die Göttin der Makellosigkeit, welche ihren Blick auf den Fels über ihnen gerichtet hatte, war ihr Ziel.
Den Augenblick darauf war Zurana bei ihr angelangt, erst dann fiel Medeas Blick auf sie... jedoch viel zu spät.

"Lass nur... ich komme schon klar.", sprach Nika gespielt lässig und griff selbst zu der Bandage welche Zurana an ihre Schulter drückte. Der Pfeil hatte eine tiefere Schramme hinterlassen, war aber nicht weiter schlimm. Die paar Kräuter hatten wie Feuer gebrannt, aber kurz darauf war es besser geworden.
Nika legte ihre Finger auf jene der Magierin und drückte sie dann sanft von sich. "Gibt es eigentlich irgendetwas stureres außer dich? Abgesehen von blankem Fels?", fragte Zurana mit einem Schmunzeln, ein Hauch der Besorgnis lag allerdings darauf.
Die Assassine stieß lediglich die Luft aus... "Mich bringt so schnell nichts um... und nö, du solltest mich ja inzwischen kennen. Wenn ich sage ich komm schon klar, dann ist das auch so.", erklärte sie ihr zum gefühlt tausendsten mal und hob kurz den Verband. Ja, würde schon werden... Schlimmer wäre es geworden wenn diese Bastarde die Pfeilspitzen mit irgendwelchen Giften behandelt hätten. Da ihr jetzt nach drei Stunden aber noch immer nichts fehlte machte sie sich da keine Gedanken.
"Danke... dass du da bist.", meinte Nika schließlich etwas leiser werdend und wirkte beinahe schon verlegen.
Die Magierin nahm ihre ihr beste Freundin daraufhin in den Arm, Nika wurde dabei nur noch röter um die Wangen. Schließlich schloss sie aber die Augen und schmiegte sich an ihren Nacken...


Völlig entgeistert starrte Medea geradeaus, die Augen ungläubig weit aufgerissen, ihre Arme unbeweglich zur Seite haltend... ihr ganzer Körper starr. Das Beben welches die Höhle erfasst hatte wurde schwächer und versiegte schließlich. "Was... was tust du da...?", fragte die Göttin der Makellosigkeit schließlich völlig überfordert, als sie die Bilder in ihrem Kopf überwunden hatte und es endlich schaffte ihre Stimme zu erheben.
"Erinnerst du dich an früher? Du warst schon immer so stur... Stur und auch stets voller Zuversicht. In deiner Nähe hatte ich das Gefühl, dass selbst das Unmögliche möglich wurde. Es hätte nichts gegeben was dich von dem hätte abbringen können was du dir in den Kopf gesetzt hast.", sprach Zurana während sie Medea fest umarmt hielt. Medeas Blick senkte sich, ihre geröteten Wangen waren kein Zeichen der Wut mehr... Ihre Nase an Zuranas freiem Nacken liegend, sog sie ihren Geruch ein... ihr Herzschlag beschleunigte sich erheblich. "Dich so zu sehen... was du jetzt gerade getan hast. Das ist nicht die Frau welcher ich damals durch die Tiefen der Hölle gefolgt bin und wieder zurück. Medea macht mir Angst, lässt mich alles Gute vergessen was wir erlebt haben... Ich möchte die Person zurück welche mir mehr am Herzen lag als alles andere. Ich möchte Nika zurück...", flüsterte sie.
Medea biss dabei die Zähne zusammen als sie ihren alten Namen auf diese Art und Weise sprach... "Bitte... lass mich los.", ihre Stimme war dabei flehend geworden. Doch Zuranas Umarmung wurde dabei nur noch inniger... "Dann wirst du mich wegstoßen und töten müssen..."
Ihr Blick verzweifelnd werdend schloss die Göttin der Makellosigkeit schließlich die Augen um die Tränen wegzusperren welche sich in ihren Augenwinkeln gesammelt hatten, doch stattdessen zogen sie nasse Spuren über ihre Wangen.
Mit geschlossenen Augen, so wurde es ein Moment wie damals... sie hob ihre Arme über die Schultern Zuranas, schmiegte sich an ihren Nacken und eine gewaltige Welle an Gefühlen, welche sie für so viele Jahre völlig unterdrückt hatte, brach über sie herein.
Ihr Geruch, wie sich ihre kühle Haut anfühlte, ihr Haar welches ihre Nase kitzelte... wie hatte sie dies alles nur vergessen können? Hatte sie ihr Hass derartig verzehren können? Warum hatte sie das getan...?
Dieser Moment fühlte sich erst an wie eine Ewigkeit und dafür war sie dankbar, schließlich löste sich die Aschengöttin aber von ihr. Medea sank dabei auf die Knie und wirkte beinahe wie in Trance, sie wurde gerade von unterdrückten und lange begrabenen Gefühlen und Erinnerungen innerlich überwältigt.
Zurana setzte sich sachte neben ihr auf die Plattform auf welcher das Portal ruhte und schaute dann zum Gott der Aggregate. "Setzt euch zu uns Milian. Ich denke es dauert eine Weile bis es ihr besser geht."
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Lias
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mo 03 Aug 2015, 18:47

"Hm, ich weiß nicht", antwortete Gizo murmelnd und deutete mit einer Hand auf die angeknackste Tragesäule.
"Das Metall ist komplett immun gegen Magie, sonst hätte ich Milian bereits darum gebeten es zu verflüssigen. Ich brauche irgendeine Art Konstruktion, die es uns erlaubt sowohl die Säule wegzunehmen als auch zeitgleich eine neue einzusetzen. Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Säulen Schaden nehmen könnten, weswegen die Reparatur etwas schwieriger wird."
Im Nachhinein verfluchte sich Gizo für die Nachlässigkeit. Es hatte damals schnell gehen müssen, aber seitdem waren Jahrzehnte vergangen. Wahrscheinlich lag es daran, dass ein Angriff auf das Herz selbst nach einer Weile für ihn nicht einmal mehr vorstellbar gewesen war.
"Wenn dir dafür irgend etwas einfällt, wäre mir das schon eine große Hilfe. Ich muss einen Schmelzofen hier einrichten, der genug Hitze entwickelt, um das Metall schmelzen zu können. Das wird eine Weile dauern. Und er darf nicht mit Magie erhitzt werden, weswegen ich eine Menge Kohle brauche."


"Behalte den Dolch. Er...bereitet mir Unbehagen", antwortete Dorn müde. Wenigstens konnte sie selbst dann keine Torheiten mehr damit anrichten. Und Sanel wirkte auf sie nicht wie der suizidale Typ, vor allem nachdem er gesehen hatte, was passieren konnte. Und sie stimmte ihm zu. Sie alle hatten sich nicht genug gekümmert. Wohl keine so wenig wie sie selbst, aber trotzdem...
"Ich habe meine alten Wegschreine wieder aktiviert. Die Menschen, die hier lebten, bauten sie bevor ich...", brach Dorn schließlich ab, ihre Stimme bis zum Verstummen leiser werdend.
"Ich werde sie beerdigen", murmelte die Göttin schließlich.
"Kann ich dir bei deinen Studien helfen? Ich kann schneller herumreisen als du es kannst. Und meine Pflanzen sehen viel."

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mi 05 Aug 2015, 19:53

Nachdenklich legte Viola bei der Aufzählung des Goblingottes den Kopf schief. Das war definitiv etwas, bei dem sie ihm helfen konnte. Auch, wenn sie für die Konstruktion wohl etwas Zeit benötigen würde... Aber zumindest die Kohle war das kleinste Problem. Sie deutete mit der flachen Hand in eine Ecke des Raums und kurz danach lag dort ein beachtlicher Berg Kohle.
Aber womit sollte sie die Säule ersetzen können..? Ein Flaschenzug? Vielleicht... In Kombination mit etwas zum kurzzeitigen Abstützen? Sie nickte sich selbst zu, bevor sie einfach aus dem Nichts ein seltsam Anmutendes Konstrukt erschuf, das eine Kombination aus Seilen, Ketten, Holz, Metall und Zahnrädern zu sein schien. Auf den ersten Blick wäre wohl nicht zu erkennen, wie das Gerät funktionieren sollte.
Selbstzufrieden sah sie zu Gizo.

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Herz von Ranequia - MSG
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