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 Herz von Ranequia - MSG

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Lias
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Do 23 Okt 2014, 20:39

"Oh, neinein. Du solltest persönlich vorbeikommen. Ich habe das Zeug noch nicht weiter verarbeitet. Und es lässt sich schwer sagen, was ich daraus machen kann", stellte Gizo sofort richtig. Der Goblin vibrierte quasi vor Vorfreude. Es geschah nicht oft, dass er so seltenes Material verarbeiten konnte. Wenn man es recht bedachte, dann hatte er das letzte Mal so ein seltenes Erz verarbeiten können, als Golnyr um eine Speerspitze gebeten hatte. Die war aus Wilderz geschmiedet.
Es hatte eben seinen Vorteil direkt in einem Berg zu wohnen. Ab und an entdeckte Gizo in den Höhlen echte Schätze, wie das neue Erz. Einen Namen dafür hatte er noch nicht. Einmal hatte er es bereits verwendet, als er die Ketten für das Herz geschmiedet hatte.
"Wenn du Zeit hast, hätte ich gerne, dass die bei der Verarbeitung dabei bist."

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Do 23 Okt 2014, 21:08

"Oh uhm.. also Zeit habe ich so oder so eigentlich immer", musste Sanel zugeben.
Noch wirkte er unsicher und das sah man ihm auch an. Aber das lag weniger an dem Angebot, als der Angst, dass er dem talentierten kleinen Mann etwas kaputt machte in seiner Schmiede.
"Also uh.. Ich würde wirklich gerne dabei sein, wenn es dir solch eine Freude wäre, a-also- Natürlich ja, es wäre mir eine Ehre, bei solch einem meisterhaften Vorgang zuschauen zu können."
Das war eine Idee. Er hielt einfach genug Abstand von der Arbeit, dann würde das schon klappen. Es war vielleicht auch gar nicht so schlimm, wenn ein anderer Gott so unmittelbar in der Nähe war.
Er strich sich einige Federn und dann auch noch gleich das Haar zurück, ehe er versuchte, ein wenig eine geradere Haltung zu finden. Tatsächlich schaffte er es sogar kurz zu lächeln, wenn auch ungeschickt und nervös.
"Ich werde da sein, wenn du es wünschst."
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Lias
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Do 23 Okt 2014, 22:33

"Es würde mich freuen", bestätigte Gizo und grinste schief. Immerhin hatte die Versammlung hier ein Gutes. Er musste nicht extra Sanel benachrichtigen. Und wer weiß, vielleicht machte er dem anderen Gott damit ein echte Freude. Immerhin war er damals von ihrer Erweckung besonders schwer getroffen worden. Alles, was Sanels Laune bessern konnte, war es wert in Angriff genommen zu werden. Und Gizo freute sich wie ein kleiner Goblinjunge darauf wieder mit dem Erz arbeiten zu können.
"Also abgemacht. Komm vorbei, wann auch immer du es einrichten kannst."
Den anderen Göttern schenkte der Schmied ein schiefes Grinsen und winkte einmal in die Runde, bevor er paffend zu seinem Schrein stiefelte. Als der Gott wieder in der Schmiede materialisierte, gingen flackernd die Fackeln an. Die Blasebalge nahmen ihre Arbeit wieder auf. Gizo stapfte zu seiner Schmiedeplattform, die mit schweren, rußgeschwärzten Ketten direkt über dem Krater eines aktiven Vulkanes hing. Lavaströme ergossen sich in speziell dafür eingerichtete Röhren. Allerlei Ketten hingen von der Decke herab, die meisten von ihnen verbunden mit irgendeiner Art Röhre. Gizo besah sich den Klumpen silbrigen Metalls auf seiner Schmiedebank. Entschlackt hatte er das Erz bereits, aber es war so wenig, dass man damit maximal die Klinge eines Rapiers würde schmieden können. Aber vermutlich stand Sanel der Sinn ohnehin nach etwas anderem.

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 26 Okt 2014, 11:34

Sanel sah dem Goblin eine Weile nach, ehe er seinen Stuhl ordentlich zum Tisch hinschob - er hoffte wirklich, dass sich der nichtige Effekt wieder aufheben würde, es wäre schade um das teure Möbelstück gewesen.
"Shera, Zurana? Euch wieder einmal zu treffen war sehr.. schön", verabschiedete er sich von den beiden Damen der Runde. Die Herren erhielten lediglich ein kurzes Zunicken, dann machte auch er sich langsam auf den Rückweg. Er war wirklich gespannt darauf, was genau Gizo denn letztendlich schmieden würde und wie er es vor allem tun würde. Er selbst hatte nämlich keine Ahnung von diesem Handwerk. Es da gerade bei einem Meister wie dem Schmiedegott beobachten zu können, das war schon sehr ehrend. Am liebsten wäre er gleich los, aber er wollte auch nicht aufdringlich wirken. Vielleicht würde er noch warten bis zum frühen Abend? Ja, das war etwas. Solange konnte er noch den Schrein zuhause von Moos und alten Blättern befreien.
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Dreyri
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 26 Okt 2014, 13:01

Das Ganze war ja ganz schön glatt über die Bühne gegangen. Zu glatt irgendwie.
Nartuuk grübelte noch eine Weile. Was, wenn das Kaiserreich nun einfach tat, was es tun wollte? Dann würde es sicherlich den Zorn der Götter zu spüren kriegen. Oder zumindest der, der wenigen, die sich überhaupt drum scherten, was in der Welt so passierte. Was ja leider nicht gerade die meisten waren.
Während sich einige von einander verabschiedeten, erhob er sich auch langsam. Er hätte gern noch ein wenig mit seinen Genossen gesprochen, doch eben, die wenigsten schienen das zu erwidern.

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Vicati
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mo 27 Okt 2014, 16:43

„Sieben?!“
Der Bote blickte nah unten, liess die Schultern hängen und tat auch sonst alles Mögliche, um kleiner zu werden als er war. In solchen Situationen störte es ihn immer, dass er die meisten anderen Menschen um mehrere Handbreiten überragte. Der Mann, der an dem Schreibtisch vor ihm sass, war dafür umso kleiner, was ihn aber nicht weniger angsteinflössend machte.
„J-ja, mein Herr, sieben“, entgegnete der Bote kleinlaut.
„Und der verfluchte Taugenichts denkt in Turms Namen erst nach sieben verschwundenen Ladungen daran, mich zu informieren? Wie kann ein so nutzloser Idiot eigentlich mein Sohn sein? Die Dummheit muss von seiner Mutter kommen, möge sie im Höchsten Turm ruhen. Zog zwar alle Blicke auf sich, aber die Frau konnte kaum aus dem Bett steigen, ohne sich die Nase zu brechen. Ich wünschte, meine Töchter wären alt genug, um in den Süden zu reisen, dann kann ich den Hohlkopf irgendwo in einen Brunnen einsperren und vergessen. Was habend die Karawanen geladen? Gold? Edelsteine? Irgendeine von Turms Kreationen?“
„Tu… Turms Kreationen, mein Herr. Der junge Meister hat sie ‚Turmgraber‘ genannt, aber ich weiss nicht, was genau das ist, mein Herr. Tut mir wirklich leid mein, Herr.“
Der alte Händler blieb uncharakteristisch still und starrte sein Gegenüber für eine geschlagene Minute mit aufgerissenen Augen an. Dann öffnete er den Mund und sein Toben führte nur dazu, dass der Bote sich noch viel kleiner machen wollte.
„Turmgräber? Turmgräber?! Sieben Karawanen voll Turmgräber? Sieben?! Der dreimal verfluchte, hirnlose Schmarotzer verliert turmverlassene sieben – sieben!! – Karawanen voll Turmgräber und ich erfahre es erst jetzt? Wir sind die einzigen, die Turmgräber verkaufen und ich habe nicht einmal sieben Karawanen voll Turmgräber! Das reicht! Endgültig! Ich habe genug! Genug! Genug! Dafür werde ich ihm höchstpersönlich einen Turmgräber den Arsch hochschieben und ihn bei lebendigem Leibe verbrennen. Sieben! Wir müssen irgendjemanden informieren! Sieben!“
Mit einem dem letzten Aufruf griff er nach einer Glocke und klingelte manisch, während er gleichzeitig ein Pergament ausrollte und ein Tintenfass aufschraubte. Sieben Karawanen voll Turmgräber!
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Nanoteh
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mo 27 Okt 2014, 23:46

Interessant, interessant... interessant! Also waren sie hier um dem Kaiserreich mitzuteilen wie sie nach all dieser Zeit zur Angelegenheit des Herzens stehen... Herz... Ranequias Herz... sie wussten es nicht... sie wussten es alle nicht... Es zu verschließen, nie wieder zu Atem... es war die richtige Lösung gewesen. Zu gefährlich... still...
Abwesend blieb die Göttin der Asche sitzen... starrte einfach geradeaus, regte sich nicht. Nicht einmal als die anderen Götter den Ratssaal wieder verließen, zeigte sie eine Reaktion...
So saß sie schließlich alleine da und selbst dies bemerkte sie eine ganze Weile lang nicht. Etwas ging ihr durch den Kopf...
Nach einiger Zeit schloss sie kurz ihre Augen, blinzelte anschließend und blickte sich um, erst da bemerkte Zurana, dass sie alleine war. So stand sie schließlich auf und begab sich zurück zu dem Schrein welcher sie zurück in ihre Heimat führte. Kein Liedschlag verging, so befand sie sich erneut im Hohetempel zu Kalthafen. Der gewohnt markante Geruch von entzündeten Räucherstäbchen war zu vernehmen, als auch der melodisch dröhnende Kehlkopfgesang der Hohepriester in tiefer Meditation.
Zurana ging zu zwei Kalksteinschalen welche auf dem hohen Altar standen, rieb und reinigte ihre Hände erst in der feinen Asche und wusch sie dann in der zweiten Schale mit kaltem Wasser erneut sauber. Natürlich hatte dies für die Göttin Kalthafens mehr einen rituellen aber auch gewohnten Zweck.
Die Göttin der Asche trat die Treppen des hohen Altars hinab und begab sich auf direktem Wege über eine Seitentür in die hohe Galerie, welche sie über den großen Aufgang erneut zu ihren eigenen Gemächern führte. Zwei Tempelwachen öffneten ihr die Tore, im inneren erwartete sie eine erschrockene Shiori, welche von Zuranas Schreibtisch aufgesprungen war...
Zuranas Buch an welchem sie gerade eben schrieb war aufgeschlagen... Die Hofmagierin und Hohepriesterin war blass geworden...
"Herrin... ich rechnete nicht so bald mit eurer Rückkehr.", erklärte sie und verneigte sich. "Shiori... kleine, kleine Shiori... sicher deine Nase nicht in dem Buch stecken gelassen zu haben...?", fragte sie und trat auf die Sterbliche zu während die Wachen hinter ihr den Eingang erneut schlossen.
"Ja... vergebt mir... ihr wisst um mein großes Interesse an euren Werken, meine Neugierde siegte über mich.", beichtete sie ihr ehrlich, blieb dabei jedoch ruhig.
Die Göttin der Asche trat etwas näher auf ihre persönliche kleine Sterbliche zu, strich mit ihren Fingern über die glatte schwarze Oberfläche des polierten großen Schreibtisches, bevor sie sich mit Shiori auf Augenhöhe befand und ihr Löcher in den Schädel mit ihrem Blick bohrte.
Die Hohepriesterin blieb ruhig und gefasst, doch die Überraschung blitze im ersten Moment durch ihre Gesichtszüge, als die Göttin der Asche ihren rechten Arm um die Hüfte der Sterblichen schlang und sie zu sich zog...
Sanft schmiegte Zurana sich an Shioris Gesicht, sodass die Lippen der Aschengöttin am linken Ohr der Göttin lagen. Deutlich konnte sie ihren aufgeregten Herzschlag an ihrer eigenen Brust spüren. "Eines habt ihr Camora alle gemeinsam... sowohl du, als auch deine Großmutter... Neugierde... aber auch Ehrlichkeit und Hingabe.", flüsterte sie der jungen Frau in ihr Ohr, bevor die Göttin selbst lächeln musste.
"Geh jetzt... kümmer dich um deine Pflichten... dieses Buch wird früh genug auch dein Buch sein...", forderte sie Shiori auf, bevor sie sich erneut von ihr entfernte. "Natürlich... habt Dank, Herrin.", sprach die Hohepriesterin, verneigte sich erneut und wandte sich dann ab um die Obsidiankaverne zu verlassen.
Mit einem Schmunzeln blickte Zurana ihr hinterher... sie kam wirklich ganz nach ihrer Großmutter... sie wäre wohl stolz auf sie... oder auch beschämt, dass sie so sehr nach ihr kam...

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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Di 28 Okt 2014, 12:33

Nicht das erste Mal fragte sich Viola, warum sie eigentlich Teepartys veranstaltete. Sie kam nicht wirklich dazu, den Nachmittag zu genießen, denn ständig kamen wieder Diener, um Kleinigkeiten abzuklären, damit alles perfekt wurde. Oder ihr selber fiel etwas ein, was unbedingt umgesetzt werden musste. Umso erleichteter war sie, als sie sich am Abend schließlich in ihr Schlafgemach zurückzog. Genervt ließ sie sich auf ihr weiches Bett fallen und starrte den Baldachin an, während sie nocheinmal über das warum nachdachte. Nun, in der Regel waren Teepartys eine spaßige Angelegenheit und eine gute Möglichkeit, um sich mit Zurana und Kaze zu unterhalten. Die beiden Götter kamen ja leider selten von sich aus zu ihr. Was wahrscheinlich daran lag, das Zurana oft beschäftigt war und Kaze sich generell eher zurück hielt. Seufzend versuchte sie ein wenig zu träumen - sie hatte sich abgewöhnt, es schlaf zu nennen, denn Schlaf klang so nach Bedürfnis - was ihr nach einer Weile auch endlich gelang.
Normalerweise wäre dies wohl ein guter Zeitpunkt, um auf ihre Träume einzugehen, doch die Träume der kleinen Göttin waren nicht besonders interessant. In der Regel ging es um Spielsachen oder Essen. Oder Beides. Erwähnenswerter ist daher, das sie recht früh bereits von einer Dienerin geweckt wurde.
"Erhabene, bitte verzeiht die Störung..."
Viola blinzelte und schob den den Vorhang ihres Bettes beiseite, um die junge Dienerin zu betrachten. Die junge Frau wirkte schüchtern und die Göttin erkannte, das es sich um eine Priesternovizin handelte, die derzeit ihre Pflichtdienste in der Betreuung der Gottheit ausführte.
"Sprecht, was gibt es so früh?" Viola versuchte, so erhaben zu wirken, wie sich die Novizin ihre Göttin wohl vorstellte, was jedoch nicht wirklich gelang. Als sie sich den Schlaf aus den Augen rieb wirkte sie mehr wie ein müdes Kind.
"Erhabene, ein Seidenfarmer bittet um Eure Hilfe. Er sagt, das eine seltsame Krankheit seine Seidenmotten angegriffen habe und sie zu hunderten stürben..."
Viola nickte und gebot der Dienerin mit einer Handbewegung sich zu entfernen. Dann kletterte sie aus dem Bett, richtete kurz ihre Haare und zog sich um. Ein schlichtes, weißes Seidengewand war die Kleidung ihrer Wahl, nicht eben ihre bevorzugte Kleidung, doch die Seidenfarmer mochten es, wenn sie ihre Seide trug. Sie hatten dann wohl das Gefühl, das sich die Göttin tatsächlich um ihre Belange scherte, wo sie doch selber deren Produkte genoss.
Der Seidenfarmer wirkte tatsächlich recht verzweifelt, also beschloss Viola, den Mann zu seiner Farm am Rande der Stadt zu begleiten. Kurz gab sie Anweisungen, das die Teeparty bis zum Mittag vorbereitet sein sollte und die Novizin, die sie bereits geweckt hatte, sollte die beiden Götter in Empfang nehmen und in das Rosenzimmer bringen, sollte die Göttin der Freude bis dahin noch nicht zurück sein.

Die Seidenfarm wirkte ordentlich und schien eine der erfolgreichsten zu sein. Umso bestürzter war Viola, als sie die toten Motten sah, die in Scharen am Boden lagen. Doch wie sollte sie dem Farmer helfen? Sie kannte sich mit Motten kaum aus und wusste nicht, was für eine Krankheit diese Tiere befallen haben könnte, geschweige denn, wie man sie heilen könnte. Daher ließ sie sich von dem Farmer herumführen und alles genau erklären. Sie begann schnell sich zu langweilen, doch das letzte Mal, das sie einem der Sterblichen geholfen hatte, war schon eine Weile her. Es war einfach Zeit, mal wieder einem Gesuch nachzukommen.
Immerhin war ihr gelangweilt dahingleitender Blick der Grund dafür, das sie schließlich die Lösung fand: Eine Phiole lag versteckt in der riesigen Voliere der Motten. Offensichtlich entwickelten sich an der Luft giftige Dämpfe. Die Phiole war beinahe leer, doch in dem Gefäß waberte ein leicht rötlichliches Gas umher. Viola wandte sich an den Farmer und zeigte ihm die Phiole.
"Es handelt sich offenbar um eine Sabotage. Dies sind weltliche Dinge, derer ich mich nicht zu meinen sonstigen Pflichten hinzu annehmen kann." Das war gelogen, immerhin bestanden ihre "sonstigen Pflichten" daraus, die Künste ihrer Köche zu überprüfen und ab und an mit ihren Anhängern zu reden. Sie hatte schlicht keine Lust, nun auch noch auf die Suche nach irgendwelchen Verbrechern zu gehen. "Ich werde veranlassen, das sich die Wache darum kümmert", sagte sie dann, als sie das enttäuschte Gesicht des Mannes sah. Immerhin munterte ihn das etwas auf.
Rasch eilte Viola dann zum Mamorpalast zurück. Es war mehr Zeit vergangen, als sie vermutet hatte. Möglicherweise waren ihre Gäste bereits eingetroffen.

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Lias
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Di 28 Okt 2014, 13:41

Das gewaltige Tier schnurrte beinahe. Zumindest gab es ein Geräusch ab, das man mit viel Wohlwollen als Schnurren interpretieren konnte. Allerdings wäre niemand auf die Idee gekommen das Tier auf den Schoß zu nehmen und zu streicheln. Der Felswurm war fast zehn Meter lang, einen Meter im Durchmesser und hatte ein Maul voller malmender Zähne. Entgegen seiner hässlichen und abstoßenden Gestalt waren Felswürmer friedfertige Wesen. Wenn man von einem Felswurm gefressen wurde, hatte man nicht besonders gut aufgepasst. Schnell waren sie nicht und sie verfügten über nicht sonderlich ausgeprägte Sinnesorgane.
Gizo warf dem Wurm noch einen Klumpen Schlacke hin, über den sich das Tier sofort hermachte. Aber die Biester waren nützlich. Es würde Jahre dauern in dieser Tiefe selbst Minenschächte anzulegen, sah man einmal von den Kosten für Stützbalken, Abfuhr des Abraums und Ähnlichem ab. Ein Felswurm hingegen fraß schöne runde Gänge, die absolut stabil waren und machte einen Bogen um Erzvorkommen, die für sie unverdaulich waren. Außerdem mochten sie die Abfälle, die in Gizos Schmiede entstanden. Das Maul des Felswurms zuckte herum, auf der Suche nach einem weiteren Brocken, den Gizo ihm hinwarf.
Während der Wurm sich über den Brocken hermachte, stiefelte Gizo hinüber zu dem Erz, was der Wurm aufgedeckt hatte. Nach einer schnellen Überprüfung stellte sich heraus, dass es nur Gold war. Die Menschen waren versessen auf das Zeug. Aber es war weich und daher zu fast nichts zu gebrauchen. Natürlich funkelte es schön im Licht, aber da hatte es sich auch schon mit seinen Vorteilen. Gizo zeichnete das Vorkommen trotzdem auf seiner Karte ein. Die Karte war im Grunde nicht wirklich nützlich. Lava strömte mal hier hin mal dort hin und allzu rasch war ein eingezeichneter Gang wieder verstopft. Das Gestein verschob sich und ein Flöz war hunderte von Metern von seinem Ausgangsort entfernt. Diese Gegend der Welt war nicht eben friedlich.
Mit einem abschließenden Brocken Schlacke verabschiedete sich Gizo von dem Felswurm und kehrte zum Aufzug zurück. Der war ein Design, das er sich bei Nartuuk abgeguckt hatte. Gewichte, Gegengewichte und Zahnräder sorgten dafür, dass er vom Grund des vulkanischen Schachtes in nur ein paar Minuten wieder oben in seiner Schmiede war. Es hatte Jahrzehnte gedauert die Schmiede zu seiner vollen Zufriedenheit einzurichten, aber das war es wert gewesen. Die Rohstoffe brauchten Platz und die fertigen Produkte, die im Moment keiner haben wollte, ebenfalls.
Zufrieden summend nahm Gizo seinen Schmiedehammer und machte sich ans Werk.

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Di 28 Okt 2014, 21:39

Es dauerte seine Weile, den Schrein zu säubern. Man mochte meinen, ein Ort mit solch konzentrierter Magie wäre vom Zahn der Zeit befreit, aber dem war leider eben nicht so. Und das letzte, was Sanel gewollt hätte, wäre eine Säuberung mit Einsatz seiner Kräfte zu veranstalten. Es wäre effektiv gewesen, ja, aber auch gefährlich. So kniete er altmodisch und mit leichtem Werkzeug da und kratzte Moos weg, riss Unkraut aus, wischte Blätter hinfort und säuberte die Säulen und Statuen. Mancher mochte sagen, dass dies keine Arbeit für einen Gott war, aber er fand es schön, sich nützlich machen zu können und dabei noch körperlich in Schwung zu kommen. Wenn schon nicht auf die eine Art, dann wenigstens auf die andere. Nach gut drei Stunden wirkte der Tempel wie neu, was ihm ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zauberte. Nur seine Ausrüstung war alles andere als brauchbar zurückgeblieben. Während der Rechen lediglich ein wenig oxidiert wirkte, so war der Kratzer ganz auseinander gebrochen. Seine Kleidung musste auch bald ausgewechselt werden, wenn er nicht auf einmal reissenden Stoff und nackten Engel auf der Strasse haben wollte. Es war wirklich unglaublich lästig. Auch nach der ganzen Zeit hatte er noch keinen Weg gefunden, seine Kräfte zurück zu ziehen und nur noch gezielt wirken zu lassen, oder wenigstens einzelne Gegenstände davor zu schützen, den Schrein abgesehen. Ständig musste er vorsichtig sein, Dinge für eine Weile weglegen und hoffen, dass die Wirkung nur temporär war, und sonst reparieren, wenn es dann noch möglich war.
Doch für diesen Morgen hatte er genug getan.
Sanel verräumte das Werkzeug, wusch und zog sich neu an, dann gab es kurz einen leider kalten Tee - aber immerhin, er schien tatsächlich noch ein wenig Geschmack zu besitzen! Als er so bereit war und auch das Haus gepflegt genug wirkte, um unvorhergesehene Gäste nicht abzuschrecken, machte er sich auf zu Gizos Heim. Die Aufforderung des Goblins reizte ihn nämlich schon arg und wohl gerade diese war es, die ihn heute genug bei Laune und Kraft hielt, sein Haus überhaupt noch einmal zu verlassen.
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Grim
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mi 29 Okt 2014, 20:40

Das namenlose Dorf nördlich von Ferndorn besaß keinen Schrein des Golnyr – oder auch nur eine Kultstätte welcher Art auch immer. Es lag außerhalb der Herrschaftsgebiete jedes der Götter, gehörte dem Kaiserreich an und wenngleich man die Götter kannte und – zumindest den Beteuerungen des alten Mannes nach – auch verehrte, so hinderten doch Armut und Bedeutungslosigkeit des Ortes die Menschen daran, ein würdiges Bethaus oder ähnliches zu errichten. Allerdings gab es einen Weiher ein wenig außerhalb des Dorfes und so entschied der Gott der Jagd, pragmatisch wie er war, kurzerhand, diesen zu einer eben solchen, ihm selbst geweihten Kultstätte zu weihen. Die Sache lief gänzlich unspektakulär ab. Seine Jäger der Schar spitzten einen Pfahl an, pflanzten den Schädel des Drachen darauf und richteten ihn im weichen Uferboden auf. Unter den Gebeten der Jäger und eines großen Teils der Dörfler, die sie begleitet hatten, watete Golnyr in den Teich. Er konnte spüren, wie sich die spirituelle Kraft eines geheiligten Ortes um ihn herum aufbaute, wie die Gebete und Anrufungen dem Weiher etwas Unsichtbares verliehen, das über bloße Magie hinaus ging. Ein Kribbeln lief über seine Haut so sie in das kalte Wasser eintauchte. Er schloß die Augen, genoß das Gefühl, das nicht im Geringsten mit der Kühle des Weihers zusammen hing, fühlte, wie sich die Haare auf seiner Haut aufstellten. Und dann, einem inneren Drang gehorchend, stürzte er sich kopfüber in die Fluten. Und war verschwunden.

Golnyr stürzte, doch nicht durch Wasser, sondern durch Luft. Warme, trockene Luft. Er fing seinen Sturz indem er die Faust, die den Speer der Jagd hielt, stützend von sich streckte, kam mit einem Knie auf solidem Stein zum Ruhen. Er befand sich im Hohetempel von Kalthaven, in jenem Schrein, der ihm selbst gewidmet war. Ein steinernes Ebenbild seiner selbst erhob sich in seinem Rücken. Ruckartig stemmte sich der Gott der Jagd wieder in die Höhe. Wasser troff aus seinem Haar und seinem Kilt und bildete eine rasch größer werdende Pfütze auf den steinernen Fliesen.
Einige Menschen – vielleicht waren sie Tempeldiener, vielleicht auch schlichtweg Besucher, Gläubige – waren verwundert stehen geblieben, betrachteten mit unverhohlener Neugier die mächtige Gestalt, die dort aus dem Nichts aufgetaucht war.
"Du da!", wandte Golnyr sich kurzerhand an den Nächsten von ihnen, "Kündige Zurana an, dass Golnyr, Herr der Jagd, sie zu sprechen wünscht."

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Mi 29 Okt 2014, 22:50

Überraschung herrschte im hohen Tempel von Kalthafen... jemand hatte den Stein des hohen Altares benutzt. Momentan hielten sich im größten Tempels Kalthafens nicht viele Priester auf, lediglich zwei Erwachte, welche sich nicht aus der Ruhe bringen ließen und oben auf der Galerie mit den zahlreichen Bücherregalen, an Bücherständern damit beschäftigt waren zu lesen. Es war interessant, dass alle Erwachte die Angewohnheit hatten die Seiten geschickt mit ihrem Rüssel umzublättern...
Ein einfacher Akolyth des Tempels blieb stehen, nachdem er von der Gestalt mit dem Speer in der Hand dazu aufgefordert war der Göttin selbst von dem Neuankömmling zu berichten... Der junge Mann zögerte eine Weile, wusste er doch nicht wen er dort vor sich hatte... Zudem wusste er auch nicht was er nun sagen sollte, es war ihm schließlich nicht erlaubt mit seiner Göttin persönlich zu sprechen.
"Ja... Herr... wartet hier einen Moment.", sprach er schließlich und verneigte sich leicht. Offenbar musste es sich um einen Göttlichen handeln... und dies dachte der Akolyth nicht nur weil er sich als Golnir vorstellte, sondern auch weil er ansonsten nicht auf diese Art und Weise in den Tempel hätte gelangen können.
Er würde nach der hohen Camora-Priesterin suchen müssen... dies könnte dauern... so befahl er vor dem Tempel zwei Novizen welche den großen Hof kehrten, dass sie ebenfalls suchen und die Nachricht weiter geben sollten.


Es dauerte eine Weile, bis die hohen verzierten Flügeltüren des Tempels von Skarabäenwachen erneut geöffnet wurden und eine Frau einließen, bei welcher es sich ganz offensichtlich nicht um die Göttin der Asche selbst handelte.
Eilig ging die Frau auf den Gott der Jagd zu, bevor sie zu den Treppen des hohen Altares stehen blieb und sich tief vor Golnyr verneigte. "Verzeiht, dass ihr so lange warten musstet, Unsterblicher. Ich habe dieser Tage viel zu erledigen... Mein Name ist Shiori Camora, Hofmagierin und Dienerin meiner Göttin. Vergebt mir, aber es ist mir nicht bekannt, dass die Göttin der Asche euch erwartet, sie verlangte danach nicht gestört zu werden. Ich kann, wenn ihr dies wünscht, für meine Herrin sprechen.", sprach Shiori, bevor sie sich aus der Verneigung erhob.


Zuletzt von Nanoteh am Do 30 Okt 2014, 13:35 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Do 30 Okt 2014, 08:28

Golnyr hatte lange Zeit nichts mehr mit anderen Unsterblichen zu tun gehabt. Keine Ewigkeit, aber gewiss mehrere Jahre. Er bevorzugte die Gesellschaft seiner sterblichen Jäger. Und am meisten bevorzugte er die Einsamkeit. Aber Sterbliche hatten zumindest den Vorteil, dass sie sich stets beeilten, ihm zu Dienste zu sein, seine Wünsche zu erfüllen. Sie ließen ihn nicht warten. Golnyr hasste es, warten zu müssen. Er konnte lauern, wenn es nötig war. Aber lauern war etwas anderes als zu warten. Lauern diente einem Zweck. Warten hingegen hatte allein den Zweck, seine Geduld zu strapazieren. Entsprechend rastlos schritt er die hohe Halle des Hohetempels ab, mit finsterem Blick, den Speer mal auf der Schulter, mal lose bei der Seite. Er zog gewiss einiges an Blicken auf sich, doch das war ihm gleich.
Endlich erschien eine Frau, die tatsächlich bereit schien, etwas zu tun. Ihre Worte hingegen enttäuschten Golnyr. "Eine weitere Dienerin?", knurrte er und gab sich gar nicht erst die Mühe, die Spur von Verächtlichkeit aus seiner Stimme zu tilgen, "Na gut, dann sprich für mich zu deiner Herrin. Sag ihr, dass Golnyr hier ist um sie zu sprechen, ihren Rat einzuholen. Sie wird wohl den Anstand haben, ihresgleichen zu empfangen." Und nicht weiter warten zu lassen.

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Do 30 Okt 2014, 13:34

Die Hofmagierin überlegte kurzzeitig, sie hatte den Befehl erhalten keinerlei Störungen zu zulassen. Ob dies aber auch für den Besuch eines anderen Gottes galt...? Aber wie wahrscheinlich wäre dies schon gewesen...? "Ich verstehe, Herr... Ich werde mich bemühen eurem Wunsch nach zu kommen, schließlich soll niemand die Gastfreundschaft des Hauses der Asche anzweifeln können. Ich möchte euch bitten mir zu folgen... doch vorerst...", sie gab einem Tempeldiener einen Wink mit einem anschließenden Zeichen, welcher kurz darauf verschwand und aus einer Kiste aus schwarzem Ebenholz ein Tuch aus rotem Samt hervor holte.
Der junge Adept begab sich schließlich mit dem Tuch zum Altar, die Stufen hinauf, verneigte sich vor Golnyr dem Gott der Jagd und hielt ihm mit beiden Händen das Tuch offen.
"Der Kult erlaubt nicht, dass Waffen über die Schwelle des Hauses der Asche getragen werden. Herr, ich bitte euch daher inständig uns jene für euch aufbewahren zu lassen. Wenn ihr dies wünscht, so wird dieser gewissenhafte Tempeldiener jene für euch auch reinigen und säuberlich durch Öl polieren."
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Sa 01 Nov 2014, 21:24

Sobald Sanel das Portal des Schreines hinter sich liess und sich in der Vulkanlandschaft wiederfand, schlug ihm eine erstickende Hitze entgegen, die nicht einmal von seinen Kräften vollkommen verschluckt werden konnte. Erst irritierte ihn dieser Umstand, dann jedoch wirkte er durchaus faszinierend auf ihn. Er war viel zu selten in einer solch extremen Gegend. Es war.. erfrischend.
Vorsichtig trat er näher an einen der kleineren Krater, gefüllt mit einer glühenden, zähflüssigen Masse, rot wie auch gelb und schwarz zu gleich. Flüssiges Gestein, Lava, noch zu heiss, um abzukühlen und erneut Untergrund zu spenden. Die Hitze war so enorm, dass Sanel glaubte, es würde ihm sämtliches Haar und die Federn in Brand setzen, als er sich über den Krater beugte. Es war bestimmt nicht lange so extrem, wie es sich für einen Sterblichen angefühlt hätte und doch, es war da. Schade, dass er Hitze eigentlich gar nicht so mochte.
Er seufzte und wandte sich von dem Krater ab, ging die Stufen hinauf in Richtung der Schmiede. Nein, eigentlich war es ganz nett hier, wärmend, nicht ganz so taub wie sonst. Aber es war halt nicht sein Zuhause. Er hätte so gerne wieder auch sein eigenes Heim geniessen können. Er musste wirklich einmal die anderen fragen, ob sie kein Mittel kannten, solch starke Magie wie die ihre zu schwächen und abzublocken.
Als Gizo schliesslich in die Sicht des Engels kam, blieb dieser stehen, um zu warten, dass dieser ihn auch bemerkte und in Empfang nahm. Er wollte nicht unhöflich sein und wie selbstverständlich hier zu gross herumwandern. Jedoch setzte er ein leichtes Lächeln auf, dass durchaus doch auch ernst gemeint war. Es freute ihn, Gast des Meisterschmiedes sein zu dürfen.
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Dreyri
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   Sa 01 Nov 2014, 23:00

Als einer der Letzten war Nartuuk wieder nach Hause gegangen. Auch wenn die Unterredung nur kurz gewesen war, sie brachte ihn unheimlich ins Grübeln. Alleine der Gedanke daran, dass man das Herz wieder in irgendeiner Art und Weise beachten wollte, störte ihn immens.
Es tat gut, wieder im sicheren Palast zu sein, wo alles seine Ordnung hatte. Dort setzte Nartuuk sich hin und begann erst einmal an einer Uhr herum zu schrauben. Das half ihm dabei, sich zu beruhigen.
Ob er vielleicht selbst nachsehen sollte? Natürlich ohne jeglichen falschen Absichten. Im Gegenteil. Er sorgte sich um die Sicherheit des Herzens.

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 02 Nov 2014, 11:53

Er sollte seine Waffen ablegen? Seine Waffen ablegen? Wussten diese Narren wirklich, mit wem sie redeten? Aber schön, wenn es ihnen eine Freude machte. Ein alles andere als göttliches Grinsen schlich über die Züge des Gottes der Jagd und entblößte sein scharfes Raubtiergebiss. Mit einer Hand hob er den Speer der Jagd, ließ die Waffe in die aufgehaltenen Arme des Adepten fallen, der unter dem Gewicht merklich in die Knie ging. Es folgten der riesige Drachenbeinbogen, ein Köcher voll schwarz gefiederter Pfeile, dann ein knappes Dutzend verschiedener Messer, die Golnyr aus ihren Scheiden an seinem Gürtel, aus seinem Kilt und seinen Stiefeln zog. Wenn der Adept schon unter dem Speer der Jagd geächzt hatte, so verschwand er nun beinahe unter dem Berg von Waffen in seinen Armen.
"Ich hoffe mal, ich muss die hier nicht auch noch ablegen", fragte Golnyr zynisch, ballte seine Hände zu Fäusten und hielt sie der Hohepriesterin hin. Sie dachte doch nicht wirklich, dass er Waffen benötigte um zu töten. Er war der Wildgeist. Wenn er wollte, dann zeriss er einen Menschen auch mit seinen bloßen Händen.

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 02 Nov 2014, 12:32

Die Hohepriesterin schaute erst einmal nicht schlecht, als der Gott seine gesamte Bewaffnung abgab... damit hätte man beinahe ein kleines Bataillon ausstatten können. Shiori gab noch zwei Tempelpriestern einen Wink, damit sie dem armen Adepten helfen konnten, welcher unter den Waffen schier begraben wurde.
Sie bemerkte, dass es dem Gott gar nicht gefallen hatte, seine Waffen abgeben zu müssen, allein die widersinnige Frage ob er auch seine... Fäuste... abgeben sollte? Eine Respektlosigkeit und Unverständnis gegenüber den Regeln und Bräuchen von Staubtal, ein Gast sollte eigentlich wissen wo sein Platz ist...
Doch die Hohepriesterin würde sich davor hüten einen Gott zu belehren, so nahm sie es einfach hin und verneigte sich. "Ich danke euch für euer Verständnis... ihr werdet eure Waffen exzellent gepflegt zurück erhalten. Wenn ihr mir nun bitte folgen würdet.", sprach Shiori, bevor sie sich erneut aufrichtete und sich die Treppen des hohen Altares hinab begab.
Wortlos führte sie den Gott der Jagd aus dem Tempel, über den Vorhof des Hauses der Asche, in die große Feste selbst und am Tor des Ratssitzes vorbei. Es dauerte eine Weile, bis sie über die Galerie das große Treppenhaus erreichten, welches Stockwerk für Stockwerk bis zur Obisidankaverne führte. Erst ein direkter Befehl ließ die beiden Wachen die massiven Flügeltüren öffnen. Im Rahmen selbst blieb Shiori stehen und verneigte sich in Richtung ihrer Herrin. "Ich habe nicht nach Störungen verlangt...", kam es von der Göttin der Asche, welche an ihrem Schreibtisch saß und merkwürdige Krakeleien auf ein Stück Pergament zeichnete.
"Ich weiß, meine Herrin... bitte vergebt mir, aber hoher Besuch erbittet euch zu sprechen.", erklärte sie und ließ den Gott der Jagd nun eintreten.
"Ich spürte es... doch wer konnte es nur sein...?", fragte sie, bevor sie die Feder ablegte und von ihrem Platz aufstand.
Zurana drehte sich um und ein Lächeln huschte nun über ihr bis dahin noch ausdrucksloses Gesicht...
"Der Mann, der sich nun Golnyr nennt... überraschend.", sprach sie und strich mit ihren Fingern über die Oberfläche ihres Schreibtisches, während sie jenen umrundete und schließlich auf den anderen Gott zuging. "Willkommen in Kalthafen! Was führt den Gott der Jagd hier her nach so langer Zeit? Kann euch meine bezaubernde Camora ein Getränk zur Erfrischung anbieten?", fragte sie und behielt das selbe warme Lächeln.
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 02 Nov 2014, 18:52

Nun, sie empfing ihn zumindest. Kühl zwar, aber immerhin nicht offen abweisend. Sie gewährte ihm zu bleiben, zeigte ihm die grundlegenden Formen der Höflichkeit. Hätte sie sich entschieden, nichts mit ihm zu tun haben zu wollen, er hätte sich nicht dagegen wehren können. Das hier war das Epizentrum ihrer Macht. Es war ihr Wille, der hier geschah.
"Nicht nötig, deine Dienerin damit zu belästigen", lehnte Golnyr höflich ab. Hunger und Durst waren ihm so lange bereits fremd, dass er sich nicht einmal mehr daran erinnern konnte, wie sie sich anfühlten. Für ein menschlicher Gast nach langer Reise durch das trockene Staubtal also dringend nötig gehabt hätte war für ihn nicht mehr als eine freundliche Geste. Eine, die er zu schätzen wusste, aber nicht annehmen brauchte. "Es bist du, deretwegen ich hier bin, Zurana. Dein Rat, den ich brauche", erklärte er, fortfahrend. Er trat auf den Tisch zu, griff in einen kleinen Gürtelbeutel an seiner Hüfte und zog eine Handvoll des fauligen Getreides heraus, das er zuvor eingesteckt hatte. "Das hier ist aus einem Kornspeicher in einem Dorf nahe Ferndorn", begann er seinen Bericht, "Das gesamte Korn dort hat sich von einem Tag auf den anderen in das hier verwandelt und ebenso die Ernte auf den Feldern. Die Menschen dort brauchen Hilfe, aber ich kann sie ihnen nicht bieten. Hier ist mächtige, dunkle Magie am Werk. Davon verstehe ich nichts. Aber du bist eine Zauberin, Zurana. Du kennst derlei Dinge. Kannst du mir sagen, womit ich es hier zu tun habe? Und wie der Zauber zu brechen ist?"

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 02 Nov 2014, 19:28

Eine paar weitere Erzbrocken landeten in einer Karre, die Gizo wegschob. Schon beim Umdrehen fiel ihm Sanel auf, der lächelnd im Hauptgang stand. Mit einer Hand bedeutete Gizo dem anderen Gott noch einen Moment zu warten. Hier hatten ein paar sehr schöne Brocken Erz und einige Edelsteine herumgelegen, die nicht beschädigt werden sollten. Gizo verschwand mit seiner Karre durch eine offen stehende steinerne Türe und kehrte kurz darauf mit einem breiten Grinsen zurück, um Sanel nun offiziell zu begrüßen.
"Freut mich, dass du so schnell herkommen konntest. Komm, fühl dich wie Zuhause, aber ich rate dennoch davon auf, die Hände auf irgendwas metallenes zu legen. Könntest eine der Lavaleitungen erwischen. Komm mit, komm mit."

Die eigentliche Lavaschmiede war von allen wertvollen oder seltenen Gegenständen und Werkzeugen befreit worden. Gizo hatte kein Risiko eingehen wollen. Einzig und allein der silbrig schimmernde Barren auf dem geschmiedeten Metalltisch war verblieben. Gizo hob den Barren auf und hielt ihn Sanel hin.
"Kannst das Zeug anfassen. Ist das selbe Material, aus dem ich die Ketten für das Herz geschmiedet habe. Völlig unempfindlich gegen unsere Magie."
Wie zum Beweis umhüllte ein kleiner Lavaball Gizos Hand, mit der er auf den Barren einschlug. Das Metall zeigte sich unbeeindruckt.
"Was möchtest du haben? Ich kann dir dein Leben nicht leichter machen, aber ich dachte, vielleicht macht dir das hier eine Freude."

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 02 Nov 2014, 19:30

Mit ein wenig Neugier folgte sie Golnyr, schaute zu wie er etwas aus einer Gürteltasche zog und schließlich auf ihren Schreibtisch legte. Es sah ziemlich faulig aus, auf die Bemerkung des Gottes der Jagd hin, handelte es sich offenbar um eine Getreideart. "Nahe Ferndorn... das ist kaiserliches Gebiet...", sprach Zurana kühl und bedeutete ihrer Hofmagierin näher zu kommen, damit sie ebenfalls einen Blick darauf werfen konnte.
"Woher glaubst du zu wissen, es handle sich um dunkle Magie, wenn du davon nichts verstehst...?", fragte sie mit einem Schmunzeln und verschränkte die Arme vor der Brust.
Die Göttin der Asche wollte darauf jedoch anscheinend keine Antwort haben, stattdessen fuhr sie weiter fort. "Staubtal benötigt selbst viel meiner Aufmerksamkeit... Wir sind keine Heiler, wir bauen kein Getreide an und wir kümmern uns auch nicht um die Belange außerhalb unserer Grenzen... aber, in Gedenken an alte Zeiten... ich kann mir diesen Ort ansehen, nach einem Grund suchen... aber eine Lösung für dieses Problem? Dieses Versprechen kann ich nicht geben.", erklärte sie schließlich und ließ das verfaulte Getreide von ihrem Tisch durch ihre Hofmagierin entfernen, welche sich damit angewidert aus der Obsidiankaverne begab.
"Golnyr...", die Aschengöttin lachte ein wenig in sich hinein. "...nach all diesen Jahren klingt dies immer noch merkwürdig. Wie erging es dir bis jetzt?", fragte sie, setzte sich auf die Kante ihres Schreibtisches und schlug die Beine übereinander.
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 02 Nov 2014, 19:52

Sanel war dem Goblin mit ein wenig Abstand gefolgt, die Hände hinter dem Rücken unterhalb der Flügel verschränkt und bedacht, nicht zu sehr von der Mitte des Weges abzukommen, auch wenn ihm natürlich schon aufgefallen war, dass die Schmiede sehr.. leer wirkte.
Als Gizo ihm aber das silberne Metall zeigte und es als völlig Magieresistent betitelte, sogar als das gleiche wie das aus den Ketten des Herzens, da konnte er trotz der vorherigen Ernüchterung nicht anders, als breit zu strahlen. Breit und ein wenig schief, es war nun mal eine Bewegung, die seine Muskeln nicht so eingeübt hatten.
"Oh.. Oh! Bist du dir sicher? -Aber.. das muss unglaublich wertvoll sein!", konnte er kaum glauben, dass Gizo solch ein Metall für ihn formen wollte. "A-aus dem selben Material wie die Ketten? Aber, so etwas kann ich doch nicht annehmen!"
Trotz seiner Worte und dem eigenen Zögern legte er dann trotzdem vorsichtig erst eine Fingerspitze und dann die ganze Haut auf den Barren. Trotz Gizos Feuerball war er kühl, davon tatsächlich unberührt, lediglich durch die Wärme der Schmiede auf Temperatur gebracht. Kühl und glatt, die Kante beinahe schon scharf. Er hätte beileibe dieses Metall nicht von Silber oder Eisen oder sonst auch irgendetwas silbernem unterscheiden können, das war nicht sein Gebiet. Aber wenn Gizo das Metall als solch eines betitelte, dann musste es die Wahrheit sein. Aber gerade deswegen konnte er kaum verstehen, mit was er so ein Geschenk verdient hatte. Es war eine erfreunde und zugleich unheimlich irritierende Situation.
Sanel zog die Hand wieder zurück und wusste gar nicht mehr recht, was er noch sagen oder erst tun sollte, weswegen er die Hände unruhig ineinanderlegte und den Blick kaum auf dem Metall und dem Besitzer belassen konnte. Selbst seine Flügel zuckten unentschlossen und einige der kleinsten Federn an den Schultern stellten sich auf.
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 02 Nov 2014, 20:19

"Ich bin nicht mehr der Mann, der ich einst war, Zurana", antwortete Golnyr ausweichend. Das Thema, das sie da anschnitt, war ihm unangenehm. Und das merkte man ihm an. "Das Herz hat mehr verändert als nur meinen Körper. Es ist nur recht, dass ich nicht mehr Farren Cronns Namen trage. Farren Cronn ist tot. Es ist besser, wenn die Menschen mich nicht als das sehen, was ich einst war, sondern was ich nun bin. Seit jenem Tag, als wir das Herz gefunden haben, brennt etwas in meiner Brust, was in Farren Cronn nicht brannte. Es hat mir lange Zeit viel Ärger bereitet. Aber ich habe gelernt, damit zu leben. Ich. Nicht jedoch der Mann, der ich einst war. Wir haben alle nicht die Wahl, ob wir es akzeptieren wollen oder nicht. Wir müssen."
Seine Stimme war leise geworden, am Ende fast nur noch ein Flüstern, das in der Weite des Raumes verklang, ganz und gar ungewöhnlich für ihn. Die einfache Frage der Göttin der Asche hatte etwas in ihm bewegt, das er lange verdrängt hatte. Er wandte sich einmal um die eigene Achse, stützte sich mit beiden Händen auf den Tisch, der nun in seinem Rücken stand. "Und du?", wechselte er wenig subtil das Thema, "Ich sehe, dein Reich gedeiht? Du bist es also noch immer nicht müde, die Geschicke der Sterblichen persönlich zu lenken?"

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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 02 Nov 2014, 21:09

Zurana stieß ein wenig die Luft aus und legte ihren Kopf in den Nacken... "Das Haus der Asche freut sich, dass du dies bemerkt hast... Ja, die Geschicke Staubtals erfordern viel meiner Aufmerksamkeit. Kalthafen war einst ein Traum, es war mühsam aber erfüllend es real werden zu lassen.", erklärte sie ihrem ehemaligen Mitstreiter, auch wenn dies so viele Jahre zurück lag. Sie begab sich nach einiger Zeit des Schweigens von dem Tisch und legte ihre Linke auf die Schulter des Gottes der Jagt, nachdem sie ihm in die Augen sehen konnte.
"Und was dicht betrifft... Farren Cronn war ein guter Gefährte und ohne das Herz, wäre er auch sicherlich ein guter Freund geworden. Golnyr, der Gott der Jagd... könnte dies genauso sein, dessen bin ich mir sicher.", sprach die Aschengöttin mit ernstem Blick.
Zurana erinnerte sich, sie hatte sich ebenfalls stark verändert... derartig, dass sie nur noch wenig mit der Sterblichen zu tun hatte welche sie einst war.
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BeitragThema: Re: Herz von Ranequia - MSG   So 02 Nov 2014, 22:26

mit göttlichen Fähigkeiten ging alles immer sehr schnell. Besonders auf dem Gebiet auf dem man göttliche Fähigkeiten hatte. So war die kaputte Uhr im Nu repariert und Nartuuk benötigte eine weitere Beschäftigung.
Er erhob sich und verliess sein grosszügiges Gemach. Eine Weile lang stand er auf dem Balkon und lauschte dem Pulsieren der Stadt. Er konnte es hören, schmecken, riechen, fühlen. Es war da. Solange er über dieses Reich wachte, würde das Pulsieren nicht stoppen. So wunderschön.
Langsam ging er die Stufen hinab zum Hof. Die Flügel des grossen Tores schwangen geräuschlos auf und gerade wollte er auch diese Stufen betreten, als ein übereiliger Diener zu ihm trat.
"Eure Heiligkeit. Dem Volk wurde kein Besuch angekündigt. Soll dies noch geschehen, bevor sie in die Stadt gehen?"
"Nein. Ich habe schliesslich nicht darum gebeten", erwiderte Nartuuk. "Die Menschen werden mich auch selbst bemerken."
Er lächelte und trat durch das Tor.
Exakt 100 Stufen hatte die Treppe, die direkt in die Hauptstrasse mündete. Keine mehr, keine weniger. Geduldig ging Nartuuk sie hinab, ohne jegliche Beschwerden in den Knien zu beklagen zu haben. Oder gar aus der Puste zu geraten.
Unten begegnete er als erstes einer seiner metallenen Wache auf ihrem Rundgang. Zu Beginn hatten die Menschen sich vor ihnen gefürchtet. Nartuuk hatte ihnen erst klar machen müssen, dass die Wachen zu ihrem Schutz und nicht zu ihrer Überwachung patrouillierten. Nach einigem Zögern hatte das Volk das schliesslich begriffen und hatte sich an die Maschinen gewöhnt.

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