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 Ewiger Winter

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Shoggoth

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BeitragThema: Ewiger Winter   Do 05 Nov 2015, 14:48

Ewiger Winter

Die schwere Zeltplane schloss sich hinter mir, doch auch der dicke Stoff und die Tierfelle auf meinem Unterschlupf hielten die Kälte nicht auf. Sie war überall. Mein schlichtes Bett, ein Lager aus Fellen, war schon beim Ansehen ungemütlich. Der große und fein beschnitzte Holzsessel, der den Platz am Lagerfeuer besetzte, wurde nicht vom Feuer gewärmt. Die Ressourcen waren knapp, ich konnte nicht heizen während ich fort war, nur damit mein Heim wohlig warm auf mich wartete.
Ansonsten war mein zu Hause karg, alles was nicht lebenswichtig war, dass hatte ich längst zurückgelassen. Einst sah es hier anders aus. Dass dies hier die Behausung eines Häuptlings war, ließ sich nur noch erahnen. Wo vorher Jagdtrophäen, feine Webstücke und Waffen den kargen Stoff geziert haben, herrscht nun gähnende Leere. Und Kälte, immer diese grausame Kälte.
Bevor ich mich am Feuer niederließ, band ich meinen Schwertgurt ab. Ich trug ein grobschlächtiges Beil daran, mein Werkzeug und meine Waffe, falls es dazu kommen sollte, sowie ein fein gearbeitetes Schwert. Ein Zeichen meines Status, obwohl es darüber hinausgehend ziemlich nutzlos war. Früher hatte ich es mit Stolz getragen, nun kommt es mir vor wie unnötiger Ballast. Geistesabwesend begann ich ein kleines Feuer zu entfachen.

Der kleine Korn ist heute 10 Jahre alt geworden. 10 Jahre.... Es war absurd. Dieser Junge hatte nie den Sommer erlebt. Er kannte die richtige Sonne nicht, noch nicht ein einziges Mal hatte er sich ins Gras gelegt und die blühenden Blumen beobachten können. Der arme Junge. Natürlich vermisste er all das nicht, schließlich hatte er es nie erlebt, doch die Geschichten der Älteren weckten in seinen Augen die Sehnsucht die uns alle weitertreibt. Irgendwann kommen wir raus aus der Kälte, irgendwann schmilzt der Schnee...
Als Korn geboren wurde, fiel der erste Schnee. Mitten im Sommer. Es wurde abgetan als Scherz der Götter zur Geburt eines neuen Clanbruders. Aber es hörte nicht auf. Immer öfter kam es zu merkwürdigen Kälteeinbrüchen und starkem Schneefall. Bis zu dem Tag wo der Winter nicht mehr weichen wollte. 10 lange Jahre in Eis und Schnee.
Diese Jahre hatten uns nicht gut getan. Wir sind weniger geworden. Vielleicht noch 500 zogen weiter. Der Rest liegt hinter uns, begraben im Schnee.
Schon vor dem Winter waren wir Nomaden und unser Tross wirkte wie eine riesige Schlange die sich langsam durch die unwegsamsten Gebiete wand. Unsere Anpassungsfähigkeit und unsere Kenntnis der Wildnis war unser Schlüssel zum Überleben. Die Städter wurden eingeschneit, nicht mehr in der Lage durch ihre Felder die Bevölkerung zu ernähren. Einige Dörfer und Städte haben wir auf unseren Reisen durch die Kälte schon durchstreift, aber in letzter Zeit meiden wir sie. Die Straßen wurden zuletzt immer menschenleerer, die wenigen Überlebenden waren auf sich selbst bedacht und keine Hilfe für meinen Clan. Ich habe dort Dinge gesehen... Königreiche brachen auseinander, es herrschte Chaos. Adelige hatten sich in ihren Burgen verschanzt und versuchten den Winter zu ignorieren. Doch auch die größte Speisekammer leert sich. Vor allem wenn das Volk hungrig ist und die dicksten Mauern sie nicht mehr aufhalten können. Einige Herrscher schafften es sich zu verteidigen, Andere nicht...
Unsere Vorräte waren unabhängig vom Ackerbau, aber auch wir mussten darben. Einige Tiere hatten sich angepasst und ein guter Jäger konnte immer noch etwas Fleisch für die Tafel besorgen. Aber der Großteil unserer Nahrung bestand aus Beeren und Nüssen. Es gab Pflanzen die diese harte Zeit überstanden haben, aber deren Ausbeute reichte gerade zum Überleben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger, den Göttern sei Dank.

Die Götter...ja... dachte ich, während ich in die kärglichen Flammen starrte. Die Götter waren ein Rätsel. Einige sagten sie würden uns bestrafen, für etwas das wir noch nicht verstanden haben. Andere, leisere Stimmen, behaupteten die Götter seien verschwunden, tot, so weit dieses Wort auf einen Gott zutreffen kann. In einem war man sich einig, es fehlten die Antworten.
Unsere Schamanen hatten alles getan, jedes Ritual, jede Anrufung, sämtliche Opfergaben... Nichts... Das Schweigen der Götter war nichts Neues, aber normalerweise gab es immer Zeichen die unseren Weg wiesen. Doch die Schamanen waren ratlos.
Nur die Ahnengeister sind uns geblieben, ein Anzeichen dafür dass die Götter uns nicht verlassen haben, so wird es jedenfalls interpretiert. Generell sind die Ahnen keine verlässliche Quelle. Ihre Nachrichten, die sie uns bei den Ritualen vermitteln wollen, bedarfen stets der Dechiffrierung durch einen Schamanen. Und diese waren sich oft uneins, vor allem in letzter Zeit.
Uneinigkeit verbreitete sich sowieso wie ein Lauffeuer. Der Glaube an die Götter und Ahnen hielt unseren Clan zusammen. Aber langsam zerfiel dieses Konstrukt. Unzufriedenheit wurde laut und ich wusste nicht was zu tun war. Lange schon war ich Häuptling, doch so ratlos ob eines Problems habe ich mich nie gefühlt. So lange ich auch mein Hirn zermarterte, mir fiel keine Lösung ein. Wir mussten so lange weiterziehen, bis wir den Sommer wiederfanden, so meine Überzeugung. Aber auch ich war nicht ohne Zweifel und das war nicht gut für einen Führer...
Ich tat mein Bestes, half den vielen Kranken und Schwachen und ich argumentierte bis zur Erschöpfung. Aber es war unnütz, ich hatte nicht die Kraft mehr meinen Posten zu verteidigen. Und die Geier saßen mir im Nacken. Selbst in dieser Situation.
Khuit, Chon, Yasni, Tsus, die vier großen Familien meines Clans. Ich war ein Khuit, eine Dynastie die viele Herrscher hervorgebracht hatte und die großen Respekt genoss. Aber das machte mich nicht unangreifbar. Wenn der Clan zerissen genug ist, dann wittern die anderen Familien ihre Chance. Gerade die Chon waren bekannt dafür einen unpassenden Häuptling mit der Axt zu beseitigen. Denn dies war ein Posten bis zum Tode, so oder so.
Ich war alt, darüber machte ich mir keine Illusionen, doch mein Gefühl sagte mir dass ich kaum friedlich entschlafen würde, sondern vor meiner Zeit zu den Ahnen zurückkehre. Das machte mir wenig Angst, nur war ich … besorgt.
Wenn ich nicht mehr bin, dann wird der unterschwellige Kampf im Clan vermutlich offener ausgefochten werden. Momentan bildeten sich zwei Lager, von der Anzahl nicht viele Personen, dafür waren ihre Ansichten umso verhärteter.

Es gab diejenigen, die ich „Traditionalisten“ nannte. Sie waren der Meinung der Winter war eine Strafe unserer Götter für all unsere Fehler. Wir müssten wieder zurück zu unseren Wurzeln finden und die alten Werte ernst nehmen. Sie wollten eine harte Führung, jemanden der von seinen Idealen niemals abweicht, egal was es kosten möge. Unsere Rituale waren ihnen nicht genug, sie verlangten mehr Opfer und mehr Hingabe. Zwar haben unsere Traditionen unser Überleben bis jetzt gesichert, aber wir mussten uns auf etwas Neues einstellen. Unser Leben hatte sich verändert, wir konnten nicht mehr zurück zum Alten. So sehr es sich meine Brüder auch wünschten.
Die Alternative war eine jüngere Bewegung. Viele ihrer Angehörigen kannten den Sommer schon nicht mehr richtig. Er war für sie eine ferne Erinnerung, die Hälfte ihres Lebens hatten sie in der Kälte verbracht. Und sie dachten anders... Sie mussten ihren Glauben neu finden, denn dass, was ihnen von den Älteren vermittelt wurde passt nicht mehr zu ihrem Leben. Sie fordern Neuerungen und stoßen damit auch Verachtung. Sie wollen Häuptlinge aus kleineren Familien und vor allem nicht auf Lebenszeit. Man sollte diese Position anfechten können. Sie hatten ihre Gründe dafür, sicherlich, aber nicht jeder wollte sie verstehen. Auch was den altehrwürdigen Schamanismus angeht, waren ihre Vorstellungen... anders. Frevelig, wenn man so will. Die Kunst mit der Welt von Ahnen und Göttern zu kommunizieren war nur unserem Clan bekannt, doch ähnliche Dinge gab es unter vielen Kulturen. Doch diese „Magie“ die viel Anwendung im Rest der Welt fand, war nicht unser Weg. Den Göttern alleine war es gegeben die Beschaffenheit der Welt zu ändern, sie konnte diese Fähigkeit als Gnade gewähren, es war aber keine Selbstverständlichkeit. Keine Kraft die wir bei Gefallen anzapfen konnten. Jedenfalls war es immer so...
Mir fiel es schwer mich zu positionieren, keines der Lager schien mir im Recht zu sein. Deswegen tat ich mein Bestes diesem Konflikt fernzubleiben, doch hatte ich das Gefühl damit beiden Parteien nur noch mehr Feuer gegeben zu haben.

Das Feuer war vollständig heruntergebrannt und auch ich fühlte mich ausgebrannt und erschöpft. Es war ein langer Tag gewesen, wie so viele in letzter Zeit. Mein Zelt lag vollständig im Dunkeln als ich aufstand.
Ich suefzte... „Ihr hättet euch entscheiden sollen.“ sagte eine Stimme von hinten in einem kalten Ton. Überraschung konnte ich keine empfinden, es war nur noch eine Frage der Zeit gewesen. Außerdem war ich viel zu müde um mich zu wehren. „Das hätte ich wohl. Doch hätte ich nicht nur damit das beschleunigt was nach meinem Tod geschehen wird?“ fragte ich in den finsteren Raum. „Zeig dich und töte mich wie es einem altem Krieger gebührt. Ein Messer von hinten ist die Waffe eines Feiglings.“ Den letzten Rest meiner Entschlossenheit lag ich in meine Stimme, wenn ich schon sterben musste, dann nicht als Opfer eines armseligen Meuchlers.
Die Person schritt um meinen Sessel herum und baute sich vor mir auf. Ich konnte nicht ausmachen wer es war, nicht einmal ob mir Mann oder Frau gegenüberstand. Der Körper war verhüllt von schweren Stoffen, wie ich sie auch trug. Das Gesicht war verborgen hinter einer hölzernen Maske. Diese Masken besaßen alle wichtigen Familien. Sie zeigten verschiedene Emotionen und in den Versammlungen dienten sie als Schutz der Personen und als Spiegel der Gefühle der Familie. So konnte der Häuptling die Stimmung des Clans mit einem Blick einschätzen. Die Person mir gegenüber trägt eine trauernde Maske. Ob als Spott oder ernsthafter Versuch ihr Mitleid zu bekunden, konnte ich nicht sagen.
Starr blickten meine Augen geradeaus als die Klinge meines Mörder durch meine Brust in mein Herz stieß. Ich würde zu den Ahnen gehen, aber die Lage in der ich meinen Clan zurückgelassen habe, könnte nicht prekärer sein.


Zuletzt von Shoggoth am Do 05 Nov 2015, 14:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Shoggoth

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BeitragThema: Re: Ewiger Winter   Do 05 Nov 2015, 14:49

Die Geschichte:
Noch einmal kurz zusammengefasst, seit 10 Jahren herrschen Eis und Schnee über die Welt dieser Geschichte. Die Charaktere sind Mitglieder des Clans, einem Nomadenvolk welches sich nach dem Tod ihres Häuptlings in einer Zwickmühle befindet. Zwei Fraktionen und vier große Familien kämpfen um das Amt des Oberhaupts. Doch darüber hinaus geht es auch ums Überleben. Die Reise ist entbehrungsreich und anstrengend, nur wenige werden den nächsten Sommer erleben. Neben den Intrigen und politischen Scherereien ist also auch der Weg an sich ein Hauptbestandteil des Spiels.
Wie viel Augenmerk auf der Reise und deren Gefahren liegt und wie viel die einzelnen Figuren sich in das politische Schachspiel hängen, hängt natürlich von den Mitspielern und deren Präferenzen ab.
Die Palette von Charakteren darf ruhig groß sein. Man muss allerdings ein Clanmitglied spielen, ob dieses in den Clan hineingeboren wurde oder später eintrat ist irrelevant. Der Clan an sich besteht aus Menschen, alle anderen Rassen sind entweder Fremde oder Halbblüter (wenn Vater/Mutter einer anderen Rasse angehörten, logischerweise).

Der Winter
:
Seit 10 Jahren liegt die Welt unter einer Schneedecke, die nicht mehr schmilzt. Die Temperaturen liegen immer um den Gefrierpunkt, es gibt sehr wenige Tage die weiter nach oben und unten ausreißen. (Wir sprechen hier von -10-10° C als Maximalwerte)
Verschiedene kleinere Tiere und Jäger haben sich den Bedingungen angepasst und leben nun über das gesamte Land verteilt. Vor allem die Tiere aus den kälteren Gebieten konnten sich ungestörter verbreiten.

Der Clan:
Der Clan ist eine Gemeinschaft aus Nomaden bestehend aus verschiedenen Familien. Üblicherweise wird der Clan einfach als solcher bezeichnet, einige Traditionalisten bevorzugen allerdings „Olon“ was so viel wie „Sippe“ oder „Gemeinschaft“ bedeutet. Der Anführer des Clans ist der Häuptling, auch „Yeronkh“ genannt.
Die Mitglieder des Clans werden von den ihrigen als „Clanbruder“ (respektive -schwester) bezeichnet. Auch hier gibt es einige wenige die den, ihrer Meinung nach, altehrwürdigen und richtigen Namen „Akh“ (männlich) oder „Egh“ (weiblich) verwenden. (Die Endung -h ist stimmlich und spricht sich wie ein kehliges „ch“)
Neben den vier großen Familien gibt es einige kleinere, sowie Fremde die nachträglich aufgenommen wurden. Wer nicht in den Clan hineingeboren wurde, der muss von den Ahnen als würdig angesehen werden. Dafür muss er etwas Herausragendes getan haben, üblicherweise finden sich dadurch große Krieger oder Jäger in den Clan ein.
Über die vier großen Familien Khuit, Chon, Yasni, Tsus gibt es bestimmte Vorurteile, die sich zwar immer ein wenig im Charakter dieser Familie widerspiegeln, aber sonst eigentlich nicht weiter relevant sind.
Die Khuit gelten als diplomatisch begabt, deshalb gab es aus ihren Reihen auch viele Häuptlinge. Allerdings wirft man ihnen auch eine gewisse Unentschlossenheit vor, sie wollen es jedem Recht machen, können es aber nicht.
Chons kennt man als harte Hunde. Sie sollen reizbarer und gewalttätiger sein als die Anderen. Allerdings zeichnet dies auch eine gewisse Zielstrebigkeit aus, was ein Chon erreichen will, das erreicht er auch.
Über die Yasni wird viel gemunkelt, sie sind geheimnisvoll und lassen sich ungerne in die Karten schauen. Man erzählt sich das bestimmte Geheimnisse nur den Schamanen der Yasni anvertraut werden.
Am Schluss noch die Tsus, sie sind immer gut gelaunt und trinken gerne einen über den Durst. Das wird zwar gerne gesehen, doch scheinen sie auch eine manipulative Ader zu haben die sie gerne dann ausleben wenn der Rest des Clans im Alkoholrausch taumelt.
Seit einiger Zeit spalten sich im Clan zwei weitere Gruppen ab. Die „Traditionalisten“ und die neue Generation. Während erstere der Meinung sind das die Rückkehr zu alten Prinzipien den Weg aus dem Winter zeigen wird, so ist die neue Generation der Meinung, dass die alten Wege überholt werden müssen.
Bei den Traditionalisten wird viel Wert auf den speziellen Wert der Schamanen gelegt. Diese müssen oft konsultiert werden, damit die Verbindung zu den Göttern weiterhin besteht, allerdings dürfen sie auch nicht mit Kleinigkeiten belästigt werden. Obwohl nach außen hin gleichberechtigt, so herrscht bei dieser Gruppe nahezu ein Matriarchat. Die Frauen als Symbol Niejs genießen besonderen Schutz, da nur sie in der Lage sind Boden für neues Leben zu geben. Der Mann ist hier im wörtlichen Sinne nur der Samen der ohne fruchtbaren Boden völlig wertlos ist. So treten die Männer zwar stärker auf, die Fäden werden jedoch von ihren Frauen gezogen. Auch der Familiensinn ist bei dieser Gruppe stärker ausgeprägt, einen gewissen Namen zu tragen bedeutet diesen Menschen etwas. Deswegen benutzen sie auch die „wahren“ Namen für ihren Clan, denn Namen strahlen für sie etwas wichtiges aus was durch Veränderung schnell verloren gehen kann.

In der neuen Generation verlaufen sich viele die sich nicht im althergebrachten Clansleben zurechtfinden. Vor allem, wie der Name schon verraten könnte, junge Menschen die versuchen ihr Leben zu verstehen. Sie sehen Schamanismus zwar als wichtig an, aber machen ihn nicht zum obersten Gut. Die Schamanen arbeiten mit allen zusammen um gemeinsam neue Methoden ihrer Kunst zu entdecken. Nur sie benutzen, im geheimen, Zaubersprüche aus anderen Kulturen und verbinden sie mit ihren Ritualen und Anrufungen um ihre Wirkung zu verändern oder komplett umzukrempeln. Nicht selten ist dies mit Risiken verbunden. In dieser Gruppe kümmert man sich wenig um Familiennamen und Geschlecht, man muss seine Taten für sich sprechen lassen.

Der Häuptling:
Als Anführer des Clans trägt der Häuptling enorme Verantwortung. Es ist seine Aufgabe für den Erhalt und das Wohlergehen aller Mitglieder zu sorgen. Außerdem hat er das letzte Wort bei einer Gerichtsverhandlung. Alle Schamanen sind ihm als direkte Berater unterstellt, er kann in allen Belangen sofortige Beihilfe der Ahnen von ihnen verlangen.
Doch seine Hauptaufgabe ist das planen eines wandernden Dorfes. Feuerholz,Nahrung, Kleidung etc. müssen von ihm verwaltet werden. Auch die richtige Beladung aller Karren sowie Marschformation und der angemessene Schutz des Clans sind seine Aufgaben. Er führt den Clan an, beim Reisen und im Kampf. Er führt diplomatische Beziehungen innerhalb des Clans und außerhalb mit den Königreichen durch die sie ziehen.
In seiner Verantwortung liegt die regelmäßige Versammlung aller Familien, die jeweils einen Abgesandten schicken. Diese tragen alle eine Maske die den momentanen Zustand der Familie beschreibt. Die Maske schützt symbolisch auch die Person die für die Familie in die Versammlung muss, da diese zumindest das Gesicht unkenntlich macht. Dies ist natürlich eher metaphorische Anonymität. Dem Häuptling werden Fragen gestellt und Probleme geschildert. Er kann den einzelnen Familien im Gegenzug Befehle geben und Gesetze erlassen.
Ein Häuptling kann sein Amt nicht niederlegen oder verlieren bis zu seinem Tod. Stirbt ein Häuptling so wird ein neuer gesucht. Jeder kann ein Clanmitglied als Häuptling vorschlagen, egal ob derjenige dies wünscht. Die Schamanen beraten sich dann mit den Familien und den Ahnen. Wenn sich dann ein guter Kompromiss herauskristallisiert wird der neue Häuptling vom gnazen Clan eingeschworen. Die Zeit vom Tod bis zum Neueintritt variiert je nach Lage im Clan. Wenn es ruhig ist, dann dauert es kaum einen Monat bis ein neuer Häuptling die Nachfolge antritt. Je aufgeheizter die Stimmung im Clan, desto länger kann eine neue Ernennung dauern.

Götter:
Der Clan verehrt zwei Götter, den Vater und die Mutter.
Niej, die Mutter, ist die Erde und bildet den Boden für alles Lebendige.
Etseg, der Vater, ist das Wasser und sorgt dafür das der Boden auch gedeihen und erblühen kann.
Niej ist eine ruhige und fürsorgliche Göttin. Die Erde ist als Element Niejs dem Clan sehr wichtig und verschiedenen Erden werden allerlei Fähigkeiten und Wirkungen zugeschrieben. Die meisten Mixturen der Schamanen beinhalten Erde um den Bezug zur Güte Niejs herzustellen.
Etseg ist launischer als Niej. Er spendet zwar Leben, kann es aber auch schnell wieder nehmen. Bäche und ruhige Flussläufe symbolisieren den Fluss des Lebens und auch hier werden den Quellen und bestimmten Abschnitten der Flüsse geheimnisvolle Segnungen nachgesagt. Reißende Strömungen und das weite Meer sind die kältere Seite Etsegs, der Clan fürchtet diese Wasser und es wäre ein Frevel sie ohne weiteres zu überqueren.

Die Ahnen:
Die Ahnen sind die Geister der Vorfahren des Clans. Sie sind eine Masse die aus vielen abertausend einzelnen ehemaligen Leben besteht. Die ahnen geben keine klare Anweisung, vielmehr vermitteln sie Gefühle und Ideen. Die Vision die sie hervorrufen sind meistens begleitet von Stimmgewirr und Bildfetzen, aber auch einer tiefer sitzenden Botschaft. Wenn genug Ahnen einer meiner Meinung sind, dann manifestiert sich dies in einer Vision, allerdings benötigt es viel Übung diesen Hauptgedanken von den zig anderen zu trennen die durch den Äther der Ahnen kreisen. Die Befragung der Ahnen ist anstrengend und erfordert große Konzentration, verschiedene Tränke, Tinkturen und Kräuter helfen den Schamanen dabei den richtigen Geisteszustand für diese Kunst beizubehalten.

Schamanismus:
Die Schamanen sind ein essentieller Bestandteil des Clanlebens. Sie sind Heiler, Richter und Priester in einer Person. Es gibt pro Familie ungefähr 1-2 Schamanen, einen voll ausgebildeten und möglicherweise einen Lehrling. (Wobei Lehrlinge die grundlegend selben Rechte und Pflichte wie ausgebildete Schamanen haben, man verliert den Status des Lehrlings erst wenn der eigene Meister zu den Ahnen gegangen ist)
Wenn ein Clansbruder ein Problem oder eine Frage hat, so befragt er einen Schamanen.
Bei Krankheiten oder Wunden wird dieser die Göttin Niej anrufen und um ihren Beistand bitten. Durch seinen Körper wirkt der Schamane dann die Heilung, entsprechend dem Willen Niejs. Durch die Störung der Verbindung zu den Göttern ist diese Heilung stark eingeschränkt, allerdings besitzen alle Schamanen eine sehr gute Kenntnis der Kräuterheilkunde.
Bezieht sich die Frage auf das eigene Schicksal, so findet ein Ritual statt. Der Schamane knüpft Kontakt mit der Welt der Ahnen. Deren Raunen leitet er direkt an den Fragenden weiter und hilft bei der Interpretation dieser Vision.
Sollte es zu Problemen innerhalb des Clans kommen zu denen ein Richtspruch benötigt wird, so findet eine Versammlung der Schamanen statt. Alle Schamanen lassen sich die Situation erklären, während sie gemeinsam Kontakt mit den Ahnen halten. Diese entscheiden dann über Schuld und Strafe, wenn das Urteil der Ahnen unklar erscheint so wird jeder Schamane eine Deutung vornehmen. Dem Häuptling werden diese Deutungen vorgetragen und dieser entscheidet welche dem Willen der Ahnen am ehesten gerecht wird. Die härteste Strafe ist hierbei der Exil, der neben Ausschluss aus der Gemeinschaft auch die Trennung von den Ahnen beinhaltet. Wer im Exil lebend verstirbt kann deswegen nicht zu seinen Vorfahren zurückkehren, sondern muss ewig auf dieser Welt wandern.
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Fellknäuel
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BeitragThema: Re: Ewiger Winter   Do 05 Nov 2015, 18:53

Als jemand, der Kälte im allgemeinen und den Winter im besonderen grundsätzlich ablehnt, und sich sogar beim zocken von Skyrim bevorzugt im gemäßigteren Süden aufhält, muß ich leider eine Absage erteilen. Wink
Sorry, aber Kälte und ich... wir können einfach nicht miteinander.
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Vicati
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BeitragThema: Re: Ewiger Winter   Do 05 Nov 2015, 22:35

Das Setting spricht mich nicht besonders an und ich bin momentan zögerlich, einer neuen MSG beizutreten. Rechne nicht mit mir.
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BeitragThema: Re: Ewiger Winter   Do 05 Nov 2015, 23:23

Ein interessantes Setting, das du da ausgearbeitet hast. Umfassend, in jedem Fall. Und ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass ich uninteressiert wäre. Allerdings habe ich auch Bedenken. Meiner Erfahrung nach laufen derartige, "politsche", intrigenreiche Geschichten hier im Forum nicht allzu gut. Ich würde deshalb abwarten, wer sich hier sonst noch alles meldet und wie sich das Ganze entwickelt, ehe ich eine sichere Zu- oder Absage gebe.

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BeitragThema: Re: Ewiger Winter   Fr 06 Nov 2015, 13:10

Das ist auch ein Punkt der mir etwas Sorgen macht, dazu fällt mir aber keine wirklich elegante Lösung ein. Gerade wenn es um Intrigen geht sind die Leute oft auf sich alleine gestellt, d.h. es kommt wenig Gruppendynamik auf da jeder seine eigenen Ziele verfolgt.
Mein Plan wäre es die Figuren durch die universelle Gefahr zur Zusammenarbeit zu zwingen, wie weit das funktioniert, wird sich zeigen.
Ich kann mir vorstellen das es einfacher wäre, wenn alle Charaktere einer bestimmten "politischen" Gruppe angehörten, aber das ist mir einfach zu restriktiv. Dadurch würde eine gnaze Menge Diversität verloren gehen und das wäre echt schade.
Da bin ich einfach in einer Zwickmühle, ich kann noch nicht zu 100% sagen wie sich dieses Setting am besten spielen lässt. Ist sowieso immer schwierig zu sagen wie sich ein Konzept im Spiel entwickelt, logischerweise.
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BeitragThema: Re: Ewiger Winter   Sa 07 Nov 2015, 11:11

Ich bin nicht wirklich interessiert.

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BeitragThema: Re: Ewiger Winter   Mo 09 Nov 2015, 13:38

das setting ansich finde ich ja interessant, aber politische intrigen ist nicht meins, sorry
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BeitragThema: Re: Ewiger Winter   Do 19 Nov 2015, 19:50

Entschuldige bitte meinen reichlich verspäteten Kommentar. Der Link in das Subforum war nicht blau und ich habe es deswegen nicht gesehen.

Das Setting klingt ausgesprochen interessant und ich persönlich bin immer für ein bisschen Intrige zu haben. Ich wäre dabei.

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BeitragThema: Re: Ewiger Winter   Mi 25 Nov 2015, 11:24

Das Setting klingt für mich interessant, aber es bringt nichts, wenn ich jetzt bei einer MSG einsteigen würde, ich habe einfach keine Zeit
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BeitragThema: Re: Ewiger Winter   Mi 25 Nov 2015, 11:56

Verspätet aber doch: Leider bin ich mit den zwei MSG's die ich jetzt noch habe zeitlich schon richtig eng am Weg. Zu jenen würde ich auch noch gerne bei Enas neuem Ding mitschreiben, ich wüsste nicht wie unterbringen. Daher muss ich absagen.
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BeitragThema: Re: Ewiger Winter   Do 26 Nov 2015, 19:16

Mir ist beim Lesen der Einleitung schon kalt geworden und ich hasse Kälte... Also, einerseits: Super geschrieben! Aber andererseits auch eine Absage von mir. Das ist einfach nicht mein Setting.

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BeitragThema: Re: Ewiger Winter   Mo 30 Nov 2015, 17:07

Wie ich dir ja schon privat gesagt habe: ich hätte Interesse, kann aber nicht versprechen, das ich es zeitlich schaffe längerfristig dabei zu sein bzw. regelmäßig zu posten.
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