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 Sanel - Gott der Leere

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BeitragThema: Sanel - Gott der Leere   Sa 11 Okt 2014, 00:02

Name: Sanel, Gott der Leere, Finger der Erlösung / ehemals Sanel Rukavina

Alter: vor der Unsterblichkeit 34 Jahre

Rasse: Engel

Herrschaft über/Residiert in: Sanel besitzt kein eigenes Reich, jedoch nennt er ein kleines Dorf in den hügeligen, windigschönen und fruchtbaren Wiesenlandschaften von Aurain seine Heimat.

Fähigkeiten: Während die anderen Götter alle spektakuläre und wundervolle Kräfte erhielten, so hat Sanel nichts gekriegt. Wortwörtlich Nichts. Alles in seiner Nähe verliert an Glanz und Kraft. Die Farben, feine Gerüche und Klänge, alles verschwindet in einer betäubenden Leere. Bei passiver Nutzung der Kräfte erholt sich die Umgebung oft wieder von diesem Effekt, wenn sie ihm nicht zu lange ausgesetzt war. Aktiv jedoch, kann Sanel gefährliche Auswirkungen haben. Er kann einen Gegenstand in Nichts auflösen oder auch einer Person ihr Sein entziehen, ihre Stärke, ihre Lebenskraft, selbst die Seele. Man will nicht wissen, was passieren wird, wenn er so gereizt wird, dass er seine Kräfte aktiv in grösserem Masse einsetzt, oder gar die Kontrolle darüber verliert. Manche sagen sich, es würde wohl ein Loch in die Welt reissen, das immer weiter wachsen und alles um sich herum verschlingen würde. Nur manchmal benutzt er seine Kräfte wirklich und bewusst gegenüber anderen Leuten, nämlich, wenn sie zu ihm kommen und er sieht, dass ihr Leiden so gross ist, dass der Tod schon auf sie wartet und eine Erlösung für sie wäre. Dann übernimmt er die Aufgabe dieser Erlösung, in denen er ihnen das restliche Leben entzieht.


Aussehen: Vor seiner Göttlichkeit war Sanel ein gut 1.85m grosser und ein wenig hagerer Kerl, dem man sein Alter anhand erster kleiner Fältchen um die Augen und die Mundwinkel ablesen konnte und dessen bernsteinbraunen Augen oft unglaublich müde wirkten. Das hellbraune, dünne Haar war kurz und möglichst gepflegt wie auch der Rest seines Äusseren. Die Haut war von der Sonne leicht gebräunt, das Gesicht schmal mit einer scharfen Nase, die Hände voll mit kleinen Narben und die Nägel abgewetzt. Die Zehen ein wenig länger und auch krummer als bei Menschen, wohl ein Überbleibsel von Vorfahren, die fest aufs Klettern angelegt waren. Aber vor allem verrieten ihn natürlich die grossen, flauschigen Schwingen auf dem Rücken, die eine beachtliche Spannweite besassen und deren Federn sich von den Schultern aus auch noch als kleine Daunen die Rückengratlinie hinunterzogen im selben Farbton wie sein Haar.
Die Verwandlung in einen Gott hat ihn eigentlich nicht gross verändert. Natürlich ist sein Alterungsprozess seither nicht weiter fortgeschritten. Die Fältchen sind ein wenig kleiner, die Augen wirken goldener als zuvor, Haar und Schwingen haben einen ein wenig glänzenderen, schöneren Ton. Jedoch wirkt er immer noch ständig müde, beinahe noch müder als zuvor, als hätten die Kräfte auch an ihm selbst genagt mit der Zeit.

Charakter/Hintergrund: Sanel war nie ein sonderlich offener und munterer Geselle. Ob sein Volk einst der ersten und allmächtigen Schöpferin wirklich so nahe gestanden hatte, wie man sich sagte, konnte inzwischen keiner mehr bestätigen. Sie lebten auch nicht im Himmel, wie manche es dachten, allgemein gab es von ihnen überhaupt nur noch sehr wenige. Und zu allem hin war es ihm selbst unmöglich, zu fliegen, trotz der Flügel. Seine Eltern wussten nicht, woran es lag. Vielleicht einer Krankheit, war er doch auch sonst eher mager und oftmals müde. Was auch immer es war, es nagte schon in jungen Jahren an ihm und prägte seinen Charakter als zurückhaltenden, schwermütigen Mann. Jedoch brachte ihn dieses Defizit auch dazu, sich der Heilkunst zu verschreiben. Wenn ihm nicht geholfen werden konnte, so wollte er wenigstens anderen helfen können. Und tatsächlich konnte es ihm sogar kurz ein Lächeln auf das Gesicht zaubern, wenn er jemanden die Leiden lindern konnte. Durch seine körperliche Verfassung war das Studium lang und schwer, doch er konnte sich durchbeissen und war bald in seiner Gegend für seine Hilfe anerkannt, man sagte gar, dass seine Finger durch blosse Berührung Schmerzen lindern würden. Und das, obwohl sie vom vielen ausgraben magischer Wurzeln, dem wühlen in den Dornen nach Blüten und Nektar und dem Studieren tausender von rauen Seiten magischer Heilkundebücher alles andere als zart waren. Gerade während der Totenkult-Kriege gab es für Sanel viel zu tun und sein Ruf zog weitere Kreise. So kam es, dass er der Heldengruppe mitgeschickt wurde, um für sie zu sorgen und ihre heile Ankunft im Reich des Feindes zu sichern. Er war eigentlich kein Abenteuer und der Gedanke an solch eine gefährliche Reise machte ihm auch Angst. Aber da er auch immer noch damit kämpfte,  eine solche Enttäuschung für die wenigen Überbleibsel seines Volkes zu sein und doch helfen und nützlich sein wollte, rang er sich dazu durch, den Weg in die Hölle zu gehen.
Gemeinsam mit den anderen erreichte er das Herz und wurde dafür mit Göttlichkeit belohnt. Auch wenn er darin alles andere als einen Segen sah. Während sich für die anderen ein schillerndes Arsenal an neuen Möglichkeiten öffnete, so wurde ihm das einzige genommen, was ihn seiner Meinung nach ausgemacht hatte. Er konnte die Leute nicht mehr heilen. Im Gegenteil, seine Anwesenheit schadete ihnen. Versuchte er, lindernde und schützende Magie anzuwenden, so nahm und zerstörte er lediglich. Unter seinen Fingern wurde alles grau, lieblos und nichtig. Diese Erkenntnis stürzte ihn in solch eine Krise, dass er sich für eine lange Zeit zurückzog und von niemandem mehr gesehen wurde. Man sagte sich, er habe so lange an einem Ort gesessen, regungslos und im eigenen Elend, dass der Ort am Ende völlig aufgelöst war und selbst das Wasser und der Boden rundherum verschwand und nur einen reissenden, schwarzen Abgrund zurückliess. Als Sanel irgendwann in seine Heimat zurückkehrte, musste er feststellen, dass mehr Zeit vergangen war, als er geglaubt hatte. Seine Eltern waren inzwischen tot und auch sonst war kaum einer mehr da, den er von früher gekannt hatte. Vor allem hatte er auch selbst angefangen, zu vergessen. Es war alles so nichtig geworden. Und es ist es auch immer noch.

Herrschaftsgebiet/Reich/Stadt: Aurain ist ein Gebiet zwischen den bergigen Regionen des Nordens und den Küstenregionen, das von grünen Hügeln und Tälern geprägt ist sowie einer blühenden, vielfältigen Natur und nährreichem Boden. Es ist nicht sonderlich gross, aber die friedlichen und auf kleine Dörfer verstreuten Bewohner geniessen eine gewisse Achtung bei den anderen Reichen, da sie diese mit nährreichen und frischen Produkten von Gemüse über süsse Früchte und auch verschiedenes Vieh und davon gewonnenen Produkten versorgen und so gut handeln können. Besonders florierend ist der Handel in der Hauptstadt Maienfeld in einem der unteren Täler und man merkt den Leuten auch in ihrer Kultur und den Bräuchen an, dass sie nahe an das Land gebunden sind, so wie sie zum Beispiel den Einzug des Frühlings und die Erntezeit sehr gross feiern.
Sanels Heimatdorf selbst sagte den meisten wohl nichts, zumindest nicht vor seiner Zeit als Heiler und auch nicht in der Zeit seiner Abwesenheit. Asterkamm ist ein kleines Dorf auf einer der Höhen, einen knappen Tagesritt von Maienfeld entfernt. Auch nach Sanels Rückkehr dahin hat sich in dem Dorf nicht viel verändert. Der Gott liess den alten, kleinen  Dorfschrein,  eine runde, offene Steinfläche, die von Säulen eingeschlossen und von hohen Baumkronen überdacht wird, umbauen, so dass man nun darauf nun geometrisch angeordnet je einen kleinen Altar für all die neuen Götter, seine ehemaligen Gefährten und andere Opfer des Krieges, finden kann. Er selbst lebt in dem ehemaligen Haus seiner Eltern, einer durchaus beschaulichen Residenz, doch er würde keine Freude an einer Festung finden, wie andere Götter sie sich aufgebaut haben. Mit der Zeit hat das gesamte Haus jegliche Farbe verloren und auch Geräusche und Gerüche sind selten, oft wirkt es sogar verlassen. Doch auch wenn Sanel eine passive Gottheit ist, so fühlt er sich mit seiner Heimat verbunden und würde sie auch schützen, wenn es sein müsste.
Einen wirklichen Kult um ihn gibt es nicht. Die Leute in Asterkamm und auch den umliegenden Dörfern reden jedoch immer gut von ihm und mit Achtung, ob aus Angst, ihn zu erzürnen, oder tatsächlicher Verbundenheit, ist jedoch nicht wirklich klar. An den Festtagen schmücken sie sein Haus mit duftenden Blumen, so dass wenigstens für eine Weile wieder ein wenig Farbe und Freude in das Leben des Gottes zurückkehren kann.
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