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 [OOC] Charakterdiskussion

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Maekswell

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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Di 10 Jul 2012, 10:34

Name: Isaac Roldehn

Alter: 21 Jahre

Aussehen: Isaac ist optisch ein durchschnittlicher Typ, mit seinen 176 Zentimetern vielleicht ein bisschen klein, schlank gebaut, doch seine Haltung hat etwas anmutiges, wohl nicht zu Letzt auf Grund seiner Herkunft. Seine Hände sind feingliedrig, sein Gesicht schmal. Auch im Sommer ist er blass, zu Mal er lieber drin als draußen ist. Er hat dunkelblondes Haar, jedoch dunkle Augenbrauen sowie dunkle Barthaare, die bislang spärlich aber ehrlich zu sprießen beginnen und die er penibel entfernt. Sein Gesicht ist schmal, ein schlanker Nasenrücken teilt sein Gesicht nahezu symmetrisch, links und rechts der Nasenwurzel sitzen grünliche Augen, denen ständig etwas Verträumtes, Unbeteiligtes anhaften. Dieser leichte Schleierblick wird dadurch unterstrichen, dass sich selbst bei ernsten Situationen seinen Mundwinkel leicht nach oben zu ziehen scheinen. Er ist sauber und gepflegt und vermeidet es, sich schmutzig zu machen.

Hintergrund: Isaac wurde in besten Verhältnissen geboren. Nun, vielleicht nicht in den bestmöglichen, aber zu beklagen gab es nichts im bisherigen Leben des Jungen. Seine Eltern gehören dem wohlhabenden, sehr gebildeten Bürgertum an, zwar nicht adelig, doch nur, weil seine Eltern auf deren Rechte und Pflichten gleichermaßen verzichteten. Dennoch waren sie sehr angesehen und ein ständiges Angebot, die Familie Roldehn in den Stand des Adels zu versetzen, gilt nach wie vor. Durch diese bessergestellten Lebensumstände kam Isaac schon früh mit Bildung jeder Richtung in Kontakt, doch Interesse, nein, wahre Liebe konnte er nur zur Architektur und Baukunst aufbauen, begründet durch eine fast fanatische Begeisterung für Symmetrie. So beschäftigt er sich in seiner Freizeit häufig mit Konstrukten und technischen Entwürfen von fantastischen Gebäuden oder ganzen Anlagen, jedoch behielt er seine Ideen und Entwürfe für sich, da sein Elternhaus zwar fördernd, aber auch sehr fordernd war. Und die schulische Ausbildung hatte Vorrang. Im Gegensatz zu seinem Zwilling, der weniger sich weniger für geistige Künste, als für die Natur interessiert. So war es nur eine Frage der Zeit, bis Isaac sich bei einem der renommiertesten Baumeister in die Lehre ging. In diesem Beruf blühte er zusehends auf, was auch sein Vater wohlwollend, jedoch weiterhin mit strenger Hand vorantrieb. Dies wird auch immer wieder seinem Bruder vorgehalten, dass sich dieser, wie Isaac, doch bitte endlich festzulegen. Nach seiner Ausbildung arbeitet er nach wie vor als Architekt und Baumeister, was in den letzten Monaten aber immer weniger fordernd wurde. Zwar ist alles in bester Ordnung, der Wohlstand ist gesichert, seiner Familie geht es gut, aber irgendetwas fehlt in seinem Leben, irgendein Reiz.
Bei einigen nächtlichen Sitzungen, zu denen sein Bruder ihn mitgeschleppt hat, entstanden Konstrukte und Gespinste, deren Inhalt eine Reise nach Süden war, zu Regionen, die man hier besten Falls aus Sagen und Mythen kannte. Umtriebig geisterte dieser Gedanke in Isaacs Kopf umher und jetzt ist es konkret, die Reise steht. Auf die Frage nach einer Auszeit und der erklärten Richtung des Reise nahm ihn sein ehemaliger Meister und jetziger Vorgesetzter bei Seite und berichtete ihm nochmals eindringlich von Sagen über unvorstellbare Architektur und monumentale Gebäude. Nun brennt Isaac noch mehr denn je darauf, diese Reise anzutreten. Ein weiterer Fakt, der ihn anspornt und beruhigt, ist, dass ihn sein Bruder Iacob begleiten wird. Von ihrem Vater wird er mit der Auflage losgeschickt, nicht eher wieder Heim zu kehren, als dass er eine Berufung gefunden hat. Auch wenn er das nicht zum Besten geben würde, freut sich Isaac sehr auf eine gemeinsame Zeit mit seinem Bruder. Und auf das, was sie wohl erwarten mag.


Charakter: Isaac hat viel vom stillen Wesen seines Vaters geerbt, welcher ein angesehener Schriftgelehrter ist. Seine Mutter, nicht weniger intelligent, doch auf Grund der Weiblichkeit weniger angesehen, hatte ihm eigentlich nur seine feingliedrige Statur und die grünen Augen vermacht, doch beide Eltern waren prägend für seinen Charakter. Er ist nicht gerade schüchtern, ihm fehlt nur die gewisse Offenheit, auf Leute zu zu gehen, wobei sein Auftreten auch nicht gerade Kontaktfreude signalisiert. Die meiste Zeit zieht er es vor, zurückgezogen im Hintergrund des Geschehens zu sein, hier und da bringt er sich auch ein, doch ungern steht er im Mittelpunkt und noch weniger mag er es, von allen angeschaut zu werden, beliebt bei Freunden und anderen Gleichaltrigen ist er trotzdem, wohl wegen seiner unkomplizierten Art. Bei durchzechten Nächten ist er auch gern dabei, wenn auch nur in Begleitung seines Bruders, der ihn liebend gern mitnahm. Nach einigen erheiternden Getränken löst er seine Zurückhaltung und ähnelt bei solchen Gelegenheiten seinem Bruder noch mehr, als eh schon. Seine vorherrschende Stimmung ist ruhig, er ist wenig aufbrausend und bemüht sich, auf ganzer Linie wie ein Adeliger zu sein, auch wenn ihm dieser offizielle Titel bislang nicht zusteht, durch die Erziehung seines Vater und dessen Etikette war es wohl nur noch eine Frage der Zeit. Alles in allem erscheint Isaac recht glatt, ohne Ecken und Kanten oder markante Züge, innerlich wie äußerlich, erst beim näheren Kennenlernen stellen sich Macken und Ticks heraus, Beispielsweise ein große Vorliebe für Frauen, wobei ihm hier immer wieder seine gute Erziehung seinem Libido entgegentritt. Doch seine wohl größte Eigenart ist der schon fast zwanghafte Drang, Dinge, Muster, Kompositionen, Ansammlungen von Gegenständen und allem, was man anordnen kann, eine symmetrische Grundordnung zu geben. Und dies kann er auch nicht in öffentlicher Gesellschaft unterlassen.
All diese Eigenschaften machen ihn zu einem nahezu perfekten Gegenstück zu seinem Zwilling, doch gibt es niemanden, der ihm mehr bedeutet, als sein Bruder. Trotz ihrer Differenzen, die von Meinungen und Ansichten über Vorlieben und Geschmäcker gehen, verstehen sie sich blind und er wirft, wenn auch unnötig, stets ein Auge auf seinen jüngeren Bruder.


Zuletzt von Maekswell am Sa 14 Jul 2012, 13:36 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Maekswell

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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Di 10 Jul 2012, 12:56

Das ist erstmal der grobe Aufbau, komplett ausarbeiten und eventuell ein paar Parallelen zu anderen Charakteren ziehen werde ich es, wenn ich was von Ena weiß.
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Porphyrion
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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Di 10 Jul 2012, 13:31

Ist soweit okay, aber mir fehlt noch Ena.
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Grim
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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Di 10 Jul 2012, 22:59

Dafür gibt's von mir ein paar Kritikpunkte. Erstens das Alter. Natürlich weiß ich nicht, wie du vor hast, dich in die Gruppe einzubinden, aber ein Gleichaltriger der übrigen Chars bist du mit siebzehn wohl kaum. Falls du nicht bereits eine besondere Idee hast, wie die Anbindung sich gestalten soll, dann wäre hier wohl Nachbesserungsbedarf.
Außerdem finde ich es ein wenig merkwürdig, dass er mit siebzehn nach wie vor auf einer Schule ist. Das hier ist nicht die heutige Zeit, in der man bis achtzehn oder neunzehn die Schulbank drückt. Ich würde erwarten, dass selbst eine höhere Schule nur etwa bis fünfzehn oder siebzehn geht. Danach sollte es dann schon eine Lehranstalt sein, die auf den konkreten Beruf - in deinem Fall Architekt - hinarbeitet.

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Ena
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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Fr 13 Jul 2012, 11:56

Name: Iakob Roldehn

Alter: 21 Jahre

Aussehen: Iakob hat noch nie in seinem Leben mit seinem Reichtum angeben müssen, um eine Frau herumzukriegen, denn er ist von außerordentlicher Schönheit, so behauptete es zumindest seine Mutter, und da sein Lächeln ihn schon so manche Schlafzimmertür geöffnet hat, verzichtet er darauf, diese Worte in Frage zu stellen. Was besonders den kessen Mädchen aus den hohen Gesellschaftsschichten gefällt, ist, dass er kein Hänfling ist, sondern ein gediegener Bursche. Zwar ist seine Körpergröße nicht sonderlich beeindruckend, doch seine stämmige Statur, die er seiner leidenschaftlichen Naturbegeisterung zu verdanken hat, verleiht ihm ein harmonisches Erscheinungsbild. Seine Veranlagung zu eher schmalerem Bau ist dennoch sichtbar, da sich trotz Krafttraining niemals Muskelberge bilden würden, stattdessen sind seine Arme und Beine sehnig, Brust und Bauch gestählt, und das Gesicht von der Sonne gebräunt. Sein schmales Gesicht, welches nur wenig Härte vorzuweisen hat, macht ihn jugendlich, zumal es immer glattrasiert ist. Dunkelblonde Strähnen eines Schopfes, der stets aussieht, als hätte er sich gerade erst von einem Pferd geschwungen, fallen zerzaust in sein Gesicht und bedecken die Wurzel seiner wie mit dem Lineal gezogenen Nase. Wache, eindringliche Augen mit einem leichten Grünstich huschen stets interessiert durch die Gegend, ein schelmisches Glitzern darin, als würde er sich immerzu überlegen, welchen Schabernack er treiben könnte. Trotz einer eher legeren Kleidungsweise, so sind die obersten Knöpfe seiner feinen weißen Hemden meist nur Zierde und die Schuhe nach nur wenigen Stunden vor Dreck starrend, bemüht er sich um eine gewisse Sauberkeit, man will seinem Stand ja keine Scham bereiten. Besonders auffällig ist, dass er andauernd auf einer Kräutermischung herumkaut, die einen unverwechselbaren Waldgeruch verbreitet.

Hintergrund: Als Sohn einer wohlhabenden und einflussreichen Familie war es für Iakob kein großes Hindernis, dass er ein Zwilling war, ihn durchzubringen war nämlich kein Problem. Als der Jüngere hat er selbstverständlich nur einen Bruchteil der Pflichten, die seinem Bruder auferlegt wurden, und war deshalb schon immer darauf bedacht, seine Mühe möglichst gering zu halten. Wenn etwas getan werden musste, tat er dies, doch viel lieber machte er ausgiebige Ausflüge mit den Pferden, stromerte durch die Natur oder stieg in die Schlafzimmer abenteuerlicher Weibsbilder, die von seiner gebräunten Haut und lockeren Lebensführung angezogen wurden. Bildung erhielt er ebenso wie sein Bruder, doch seine Muße zu finden war ihm nicht vergönnt. Aus Liebe zu Pflanzen erwuchs schließlich nichts, als Bauer wurde man nicht reich, und auch eine geistliche Laufbahn wollte er nicht, denn Bücher waren ihm nie lieb. Dennoch war er damit konfrontiert, dass er allmählich einen Weg finden sollte, der ihm beschieden war, man konnte schließlich nicht für den Rest seines Lebens ein Taugenichts sein. Nur langsam kam er in die Gänge, so dass sein Vater ihm befahl, mit seinen Bruder nach dessen Ausbildung die Reise nach Süden anzutreten, um endlich etwas zu finden, was ihn ausfüllte. Er ist dazu angehalten, nicht eher zurückzukommen, bis er etwas gefunden hat...

Charakter: Iakob hatte nie Probleme, Anschluss zu finden. Wo viele Zwillinge normalerweise aneinander kleben und sich vom Rest der Welt abschotten, hatte er nie das Bedürfnis, sich an den Rockzipfel irgendeiner Person zu hängen, außer natürlich dieser war kurz und gehörte jungen Beinen, die ihm gefielen. Trotz einer gewissen Wankelmütigkeit, durch die sein Leben bisher allerlei Richtung entbehrte, wäre es falsch, ihn unselbstständig zu nennen. Mit eisernem Willen beißt er sich durch Schwierigkeiten, geht diesen jedoch meist aus dem Weg und ist freundlich, aufgeschlossen und entspannt. Nur Weniges kann ihn wirklich erzürnen. Auch pocht er nicht auf die Etikette, sondern lacht gerne über derbe Witze und gibt eben solche bei Alkoholkonsum auch einmal zum Besten. Iakob ist ein ehrlicher junger Mann, der geradeheraus sagt, was er denkt, und das passt natürlich nicht jedem. Entweder man mag ihn, oder man mag ihn nicht, je nachdem, wie man sich ihm gegenüber verhält, wird man auch behandelt.


Zuletzt von Ena am Sa 14 Jul 2012, 11:56 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Tungild

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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Fr 13 Jul 2012, 23:23

Name: Kyea [???]

Alter: 20

Stand: ehemaliges Straßenkind - Bardame

Aussehen: Kyea ist eine junge blonde Frau von etwa 20 Jahren. Ihre gerade mal Schulterlangen Haare trägt sie offen. Sie hat eine ziemlich kleine Nase, wodurch im Gesamtbild ihr Gesicht so wirkt als wäre sie wesentlich jünger. Kyea hat ein Muttermal am rechten Handgelenk, welches von einem Armreifen den sie immer dort trägt, abwechselnd verdeckt oder in den Mittelpunkt gerückt wird. Des Weiteren trägt sie ein Tattoo, welches sich den gesamten linken Arm von der Schulter an herunterzieht. Das Tattoo stellt abstrahiert einen Kraken dar, von dem nur sie weiß, wieso sie ihn trägt. Sie trägt gewöhnliche Kleidung, meist ärmellos, da sie das Gefühl von Stoff auf ihren Armen nicht mag. Nur wenn es zu wirklich absurd kalt und sie bereits lange eine lange Hose, Pelzstiefel und einen Schal trägt zieht sie einen Mantel über.

Geschichte:
Kyea errinert sich nicht an die Zeit bevor sie und ihre Schwester Nahima auf der Straße waren. Waren sie Bastarde eines Adelsherrn? Waren sie Ausgestoßene? Waren sie Weggelaufen? Kyea weiß es nicht mehr, es ist für sie auch nicht weiter wichtig. Sie war damals vier, ihre Schwester hatte gerade mal neun Sommer gesehen. Die beiden Schwestern hielten sich von anderen Straßenkindern ebenso fern wie von allen anderen Menschen. Kyea hatte das nie verstanden, sie wollte immer mit den anderen Kindern spielen, doch das hatte ihre Schwester ihr verboten.
Damals hatte sie nicht verstanden was vor sich ging, wenn ihre Schwester ihr befahl in ihrem kleinen Versteck zu bleiben doch heute wusste sie, dass wenn ihre Schwester hinterher mit etwas zu Essen oder einem kleinen Geschenk zurückkam, sie dieses gestohlen hatte.
Sie hatten beide nicht viel aber sie hatten einander und waren zufrieden, zumindest glaube Kyea, dass auch ihre Schwester zufrieden gewesen war, zumindest hoffte sie es. Drei Jahre lebten sie in dem Versteck, aus Gerümpel, alten Brettern und Bauschutt am Ende einer Seitenstraße, die nicht von der Hauptstraße aus einsehbar war. Neue Kleidung gab es so gut wie nie, Schuhe hatten sie auch irgendwann nicht mehr, geschweige denn der Kälte im Winter, aber zumindest war ihr Versteck trocken, und ihre Schwester war bei ihr. Als Kyea acht war blieb ihre Schwester immer häufiger immer länger weg, manchmal sogar einen ganzen Tag und die darauf folgende Nacht. Das war nicht nur langweilig, Kyea fühlte sich auch verlassen. Also beschloss das kleine Mädchen ihrer Schwester zu folgen. Sie versteckte sich hinter ein paar Kisten, als Nahima anhielt und sie sah sie mit zwielichtigen Männer, die alle auch noch Waffen trugen zusammen, die ihr Geld gaben woraufhin ihre Schwester nickte, sich umdrehte und wegging. Die weitere Verfolgung ergab nicht viel, denn sie verlor ihre Schwester schon nach kurzer Zeit aus den Augen, als diese Hinter eine Kirche bog. Auch in den nächsten Wochen konnte sie ihrer Schwester nie weit folgen, mal verlor sie sie an der Kirche, mal an den Docks, einmal ging ihre Schwester in eine Bäckerei, kam aber nie wieder heraus.
Das ärgerte die nun neunjährige Kyea, und es ärgerte sie noch mehr, das ihre Schwester Nichteinmahl an ihrem Geburtstag bei ihr gewesen war. Wut strömte in ihr auf und sie beschloss an diesem Abend zu diesen Kerlen zu gehen und sie zu Fragen wo ihre Schwester sei. Doch kaum kam sie am Treffpunkt unter einer alten Brücke an, sah sie auch schon ihre Schwester wie sie heftig mit den Kerlen stritt. Das kleine Mädchen versteckte sich wieder zwischen ein paar Kisten und beobachtete sie. Sie verstand nicht alles was ihre Schwester rief, doch es schien um Geld zu gehen. Sie habe den Auftrag ausgeführt, und den beschissenen Diamanten von der Frau gestohlen rief Nahima, woraufhin einer der Männer, wohl ihr Anführer lachte. Sie wüsste wie viel er Wert sei. Der Anführer der Bande lachte sie erneut aus, drehte sich um und schickte sich an zu Gehen doch Nahima warf ihm Wütend einen Stein an den Kopf. Der Mann rastete daraufhin aus, Kyea weiß nicht was dann passiert ist, er packte ihre Schwester und schlug sie in seiner Wut. Kyea begann zu heulen und sah weg, sie konnte nichts tun. Nach einigen Sekunden, die für Kyea einer Ewigkeit gleich kamen hörte sie einen Schmerzerfüllten schrei ihrer Schwestern, doch ihre Beine bewegten sich vor Angst nicht.
Sie weiß nicht mehr wie lange sie dort gesessen hat und ihrer schreienden Schwester zugehört hat, doch als sie sich endlich bewegen konnte und zu ihr lief, waren die Männer bereits weg und ihre Schwester lag Blutend am Boden. Der Mann hatte Nahima wirklich mit seinem Schwert aufgeschnitten. Weinen, und verzweifelt rannte Kyea zu ihrer Schwester, die tapfer aufhörte zu schreien als sie Kyea sah. Nahima strich Kyea ihre Haare aus dem Gesicht wie sie es schon so oft getan hatte und schaute sie Grinsend an. „Es tut mir leid, ich, ich … ich wollte doch nur, dass es dir mal besser geht“, waren ihre letzten Worte mit denen sie Kyea einen Beutel Münzen hinhielt bevor sie erschlaffte. Kyea schlug den Beutel beiseite und hämmerte auf den Leblosen Körper ihrer Schwester ein währen sie die Münzen auf dem Boden verteilten. Auch heute weiß sie nicht wie lange sie dort weinen und schreiend saß, das Nächste an das sie sich errinert ist, dass sie vor den Stadtwachen davon lief, zurück in ihr versteck alleingelassen, alleine mit dem Gesicht des Mannes der ihre Schwester getötete hatte in ihrem Gedächtnis eingebrannt. Sie würde ihn nie vergessen. Alleine.

Die nächsten Wochen verbrachte Kyea in ihrer beiden, … in ihrem Versteck und ging nur raus um etwas Brot zu erbetteln. Sie wusste nicht was sie jetzt tun sollte. Ihre Schwester hatte sich immer um alles gekümmert. Sie war verloren.
Auch die kommenden sieben Jahre sollte Kyea auf der Straße verbringen, sie traf andere Straßenkinder, baute Beziehungen auf, die öfter als ihr lieb waren von den Stadtwachen unterbrochen wurden wenn sie eines der Kinder fanden und sie je nach Alter in den Kerker oder in ein Heim warfen. War jemand einmal geschnappt so sah man ihn nie wieder. Sie lernte zu stehlen, das Handwerk ihrer Schwester, und wurde im laufe der Zeit ziemlich Geschickt darin. Wurde sie am Anfang noch häufig erwischt, woraufhin nur ihre Flinken Beine Sicherheit boten. Waren schon nach ein paar Monaten die Börsen auf dem Marktplatz leichte Beute. Die Waisen kamen so über die Runden, mehr aber auch nicht.
Sie versuchten sich auch an dem ein oder anderen Einbruch als sie Älter wurden, doch in der Regel verliefen diese Eskapaden erfolglos.
An ihrem sechzehnten Geburtstag änderte sich dies Jedoch.
Sie waren nurnoch zu dritt an diesem Zeitpunkt, die einen waren Alt geworden und hatten irgendwo einen Job auf dem Bau gefunden. Ein Kräftiger Bursche wurde nicht abgelehnt nur weil er Lumpen trug. Die anderen Waren der Stadtwache zum Opfer gefallen.
Die Drei planten den Einbruch in den „Schwarzen Eber“ die best besuchteste Taverne der Stadt, direkt am Stadteingang. Nach dem Zapfenstreich ging es los, an der Tür scheiterten sie diesmal nicht. Auch zum Tresor gelangten sie mühelos, doch der war fest verschlossen und in die Wand eingelassen. Kyea versuchte ihn zu knacken. Doch ihre beiden Freunde waren hellhörig und hörten jemanden kommen, sie beschwörten sie zu gehen, und flohen schließlich ohne sie als sie zu Stur war. Es kam wie es kommen musste Dorotha die Besitzerin erwischte sie auf frischer tat. Was genau dann passiert ist können wohl nur die beiden sagen doch seitdem arbeitet und wohnt Kyea im „Schwarzen Eber“ als Kellnerin. Von Dorotha hat Kyea auch ihren Armreifen. Dorotha war es auch die von der Reise nach Süden einiges „Jungvolks“ wie sie es nannte gehört hatte und sie war es die Kyea mehr oder weniger zwang sich dieser Reise anzuschließen, nicht zuletzt um aus dieser Stadt zu kommen und die schreckliche Sache mit ihrer Schwester zu vergessen.

Charakter:
Kyea ist eine Bodenständige junge Frau. Sie ist mit wenig zufrieden und verlangt nicht viel. Ihre Arbeit in der Taverne hat ihr über die Zeit neues Selbstvertrauen geschenkt. Sie fühlt sich jedoch immer für alles und jeden Verantwortlich, weshalb sie sich schon mal übernimmt. Sie hat immer ein lächeln auf den Lippen und man merkt ihr nie an worüber sie wohl gerade nachdenken mag. Selbst Dorotha kann nicht sagen ob sie unbeschwert ist oder nur so tut. Kyea kann nicht lesen aber in den letzten vier Jahren hat sie in der Taverne viele Geschichten aufgeschnappt die sie allesamt komplett rezitieren kann, obwohl sie sie nur einmal gehört hat.
Nicht zu vergessen ist Kyeas aufbrausendes Gemüt wenn sie sich ungerecht behandelt fühl. Sie und Dorotha gelangen dadurch ständig aneinander, was den Stammkunden des Lokals immer wieder ein lächeln beschert. Über ihre Arbeit kenn Kyea fast jeden in der Stadt und es gibt kaum jemanden der sie nicht mag, doch viele belächeln sie auch nur, da sie doch sehr Naiv für ihr Alter rüberkommt. Doch trotz ihrer Naivität hatte sie nie einen festen Freund oder überhaupt einen Mann näher an sich herangelassen. Meistens spricht Kyea frei heraus was sie denkt, was sie schon in so manche Schwierigkeiten brachte.


Zuletzt von Tungild am Do 19 Jul 2012, 01:54 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Porphyrion
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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Sa 14 Jul 2012, 00:10

Ziemlich viel Text. Ich halt meine Kritik mal kurz aber prägnant. Du hast keinen Steckbrief, sondern eine Kurzgeschichte geschrieben. Ich würde das komplett überarbeiten. Mehr Charakter, weniger Geschichte.
Erstmal der Name. Kyea passt mir nicht so recht rein in ein Konzept das in einem an das Deutschland des 17. Jahrhunderts angelehnten Land spielt. Folgenderweiße sind Tätowierungen ... Naja, ich weiss nicht. Einfach nicht stimmig. Das ist was für Seefahrer.
Ich weiß auch nicht, worauf du mit dem Muttermal hinaus willst.
Ich würde das weniger dramatisch gestalten. Lass sie meinetwegen ein Strassenkind sein, dessen Schwester wie auch immer um die Ecke gebracht wurde, ist auch nicht so wichtig, wichtig ist, was das in ihr hervorruft.
Dann kann sich ja ein Waisenhaus ihrer angenommen haben oder so. Oder die Kirche. Alles möglich. Meinetwegen Waisenhaus und Adoption. Einen Nachnamen sollten auch alle Charaktere haben...
Grim fällt bestimmt noch was ein. Cheers Smile
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Grim
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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Sa 14 Jul 2012, 00:33

An und für sich ist das ja ein schönes Konzept, Tungild, und das will ich dir gar nicht zerreden, aber ich weiß nicht, inwieweit dein Konzept gut in unser Setting passt. Ein Straßenkind... das wird meiner Meinung nach nicht klappen. Zum einen sehe ich keinen Sinn, wie wir dich in die Gruppe einbinden sollten. Um das nochmal klar zu machen, weil es auch schon in Lias' Konzept grenzwertig ist: das ist keine "offene" Reisegruppe, die wir da schreiben. Da wird nicht öffentlich nach Interessierten gesucht, das ist eine geschlossene Gruppe von Freunden, die da unterwegs sind. Wir nehmen nicht jeden mit, nur weil der Lust hat. Zum anderen ist da die Frage mit dem Geld: wo soll sie das her haben? Reisen in unserem Setting ist nichts, was sich der durchschnittliche Mittelschichtsbürger einmal im Jahr leisten kann. Das kostet richtig Schotter. Schon allein, weil du dich für ein halbes Jahr oder noch länger ohne Einkommen durchschlagen musst. Als Bardame kannst du dir das nicht leisten. Und selbst eine Wirtin würde Probleme haben, soviel Geld zusammen zu sparen. Deshalb muss ich leider sagen: entweder, wir versuchen eine wirklich gute Begründung, warum du auf der Reise dabei ist, oder du überlegst dir ein Konzept, das eher ins Setting integrierbar ist.

Darüber hinaus muss ich die Kritik von Phyr teilen: Steckbriefe halten wir hier normalerweise eher knapp und sachlich, das sind Faktenaufzählungen. Es geht darum, zu informieren. Die Kurzgeschichte ist gut geschrieben, aber viel mehr, als wir eigentlich verlangen würden. Wobei mir das gar nicht mal so wichtig wäre. Die ganzen kleineren Kritikpunkte, die Phyr aufgezählt hat, sind mir allerdings auch aufgefallen und die sollte man wirklich abändern, wenn du das Konzept so beibehalten willst.

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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Sa 14 Jul 2012, 13:37

edited mine too.
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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Sa 14 Jul 2012, 16:47

Ena, dein Steckbrief ist soweit in Ordnung, würde ich sagen. Was mir allerdings noch fehlt ist eine Verbindung zwischen dir und Maeks und der restlichen Gruppe.
Ansonsten brauchen wir außerdem noch eine Anbindung für Lias' Char. Inzwischen irgendwelche Ideen, Lias?

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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Sa 14 Jul 2012, 16:51

Enas Char könnte mit dem von Phyr immer mal was trinken gewesen sein und ich war dabei. Isaac geht nicht von allein was trinken.
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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Sa 14 Jul 2012, 16:58

Iacob trinkt mit Anton, denk ich mal, und Lias macht Schwerttraining mit ihm. Wie wärs damit?
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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Sa 14 Jul 2012, 18:37

Lias' Char ist ein Mädchen. Wenn es eins gibt, was sie sicher nicht macht, dann ist es Schwerttraining. Mich persönlich stört es ja schon, dass sie noch immer permanent mit einem Dolch rumläuft, aber der sei ihr vergönnt. Aber kämpfen wird sie damit kaum. Und fechten ist jetzt mal ein Sport, der sich überhaupt nicht für eine junge Dame der Gesellschaft schickt...

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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Do 19 Jul 2012, 01:53

Name. Raphael d’Lemanet

Stand: Adel

Alter: 23

Aussehen:
Wie alle gebürtigen dLemanets hat Raphael blaue Augen und etwa schulterlanges blondes Haar. Er ist durchtrainiert, nicht nur durch sein Fechttraining, sonder auch weil er sehr viel wert auf sein äußeres legt. Raphael würde nie vergessen sich zu rasieren oder seine Haare zu kämmen. Raphaels Gesichtsausdrücke wechseln meist von unbeteiligt zu gelangweilt, selten sie man ihn lächeln oder gar lachen. Für die Reise hat er einen Indigo Blauen Mantel mit schwarzem Innenfutter gewählt, der von Goldfarbenen Stickereien durchzogen ist. Er hat verschiedene Farblich passende Hemden aus festem Stoff, eine Reiterhose und eine Hose, die sich Farblich an seinen Mantel anlehnt. Desweiteren trägt er Schwarze Lederstiefel, die er für diese Reise am besten geeignet hielt, da sie sowohl zum Wandern, als auch zum Reiten geeignet sind. Er trägt einen Hut und führt überdies berdies Schwarze Samthandschuhe mit sich.

Familienhistorie zum Stand Raphaels:
Raphaels Haus der d’Lemanets ist eine wohlbekanntes Adelshaus. Ihre Wurzeln reichen tief und Raphael ist in der Hauptlinie geboren, jedoch nicht in direkter folge des Familienoberhauptes, da sein Vater einen Älteren Bruder besaß. Sein Vater war ein herzensguter Mann, er heiratete eine Bürgerliche, Raphaels Mutter, doch mit dieser Heirat war er in Ungnade bei seinem Vater gefallen. 3 Jahre nach Raphaels Geburt, begann er dann denn Fehler der zu seiner Enterbung führen sollte, als er seinem Schwager einige Ländereien der Familie schenkte. Sie wurden alle drei in eine Kurtsche verfrachtet, die sie einfach nur weg bringen sollte, doch ihr Ziel erreichte die Kutsche nie . Noch am selben Abend wurde die junge Familie von Räubern in ihrer Kutsche überfallen, sie töteten Raphaels Vater der sich ihnen tapfer und dumm entgegenstellte und sie zu überreden versuchte sie in ruhe zu lassen und verschleppten seine Mutter. Der Dreijährige junge verblieb bei dem Kutscher der ohne Kutsche geschunden zu seinem Herren zurückeilte und ihm von dem Vorfall berichtete. Großvater d’Lemanet war nun voller Gram um seinen Verloren Sohn, der zwar in Ungnade gefallen war, jedoch nie zu einem grausamen frühen Tod bestimmt war. Raphaels Oheim, Danton d’Lemanet, nahm Raphael daraufhin sofort auf und so wuchs der Jüngste d’Lemanet gut behütet auf. Er wusste, dass Danton nicht sein Vater war, sondern sein Onkel und das seine beiden Söhne und seine Tochter beide in der Erbfolge, in die er als Adoptivsohn Danton d’Lemanets, wieder integriert war standen.

Geschichte:
Raphael war ein schwieriges Kind und in seiner Jugend wurde es kaum besser. War er als Kind noch sehr wissbegierig und aktiv, so merkte er beim älter werden sehr schnell das seine Fragen die anderen nur nervten und ihn nicht gerade beliebt machten. Als Kind rannte er den ganzen Tag draußen herum und Entdeckerlustig, auf dem Grundstück seines Oheims, doch je älter er wurde umso schneller verlor er das Interesse an neuem. Er hatte einige Liebschaften. die er vor seinem Onkel geheim hielt, behielt aber keine von ihnen länger als zwei bis drei Wochen, manche sogar nur Tage, langweilten sie ihn so schnell, wie eine neue Landschaft, die er bei der ein oder anderen Reise mit seinem Onkel zu Gesicht bekam. Sie mag für einen kurzen Augenblick reizvoll und voller düsterer Geheimnisse sein, doch im nächsten Moment merkt man schon, das auch hinter dem nächsten Hügel kein Drache lauert und sie eigentlich so wenig Geheimnisse verbirgt wie das flache Grasland, auf dem die Villa seines Onkels stand. Bücher jedoch las Raphael sehr viele, von der ferne, fremden Gestaden, Mythen und legenden, von der Kunst der Medizin und der Alchemie, er probierte sich auch das ein oder andere mal in diesen Bereichen, nach einigen üblen Schnitten und Verbrennungen, sah er jedoch ein kein Talent dafür zu haben. Raphael wurde für Verwalterische Aufgaben im Anwesen seines Onkels eingesetzt, doch dies war eine eher nervige Pflicht, der er zwar nach kam, jedoch nicht besonders akribisch, was zu einigen streitereien mit seinem Oheim führte. So wurde Raphael immer misslauniger, verwarf das Fideln, mit den Worten „er könnte ja sowieso nicht besser werden als er eh schon sei“ und schien sehr gelangweilt. Er ging zwar noch zum fechten aber sonst saß er meist nur rum, bot ihm doch das Anwesen seines Onkels nichts. Jedem dem er begegnete begegnete er mit Ablehnung und Desinteresse und so beschloss sein Oheim ihn nach Bernhaven zu schicken, wo er ein Anwesen besaß. Raphael sollte lernen alleine zurecht zu kommen, von dort weiter die Verwaltung übernehmen und die Handelsbeziehungen nach Osten pflegen. Er sollte Verantwortung lernen.
In Bernhaven lernte er bei einem Fechtturnier Anton, den schmiedejungen kennen, und schätzen, da er kein schlechter Fechter war, wenn für Raphaels Geschmack auch etwas zu bemüht. Anton und er verbrachten viele Abende in einer der Kneipen und Freundeten sich so an, wenn auch Raphael nie viel trank, was ihm einige Trizereien von Anton einbrachte. Von ihm erfuhr Raphael von der geplanten Reise nach Süden und beschloss, dass dies die Gelegenheit sei, diesen langweiligen Ort hinter sich zu lassen und etwas von der Welt zu sehen. Sein Oheim stimmte der Idee wenig geneigt zu, in der Hoffnung, Raphael würde sich während der Reise ändern und endlich die Unbeschwertheit der Jugend hinter sich lassen.


Zuletzt von Tungild am Sa 21 Jul 2012, 22:29 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Porphyrion
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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Do 19 Jul 2012, 14:10

Noch mehr zum Aussehen (Kleidung, Auftreten, Accesoires), aber sonst hab ich wenig probleme mit dem Konzept. Was sagt Grim?
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Porphyrion
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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Do 19 Jul 2012, 15:53

Mkir fällt grad noch was ein, aber das ist eher ne Stilfrage als ne Hintergrundfrage. Klar, Räuber kann es geben. Aber dass das am selben Abend wie das Enterben passiert ist mir ein bisschen zu gewollt.
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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Do 19 Jul 2012, 21:15

Hmm... ich sehe das ganze ein wenig skeptischer als der gute Palenque. Das grobe Konzept mag ja in Ordnung sein und ganz gut in die MSG passen, aber wenn man näher ins Detail geht findet man eine ganze Menge kleinerer und größerer Schnitzer, überwiegend logischer Natur. Die müssten noch behoben werden bevor ich dem Konzept meinen Segen geben kann. Ich liste hier also einfach mal auf, was mir so alles aufgefallen ist:

  • Lass die "XVI" in seinem Namen weg. Diesen Zusatz tragen nur Regenten selbst, nicht ihre Verwandten. Darüber hinaus gibt die Zahl auch nicht an, der wievielte diesen Namens in der Familie, sondern auf dem entsprechenden Thron der jeweilige Fürst ist.
  • Warum hat der Vater die Mutter seines Sohnes erst drei Jahre nach dessen Geburt geheiratet? Das ergibt für mich keinen Sinn. Wenn er sie geheiratet hat damit ihr Kind kein Bastard ist, dann hätte er sie vor der Geburt heiraten müssen. Und auch ansonsten fällt mir kein Grund ein, warum er so lange hätte warten sollen. Entweder er liebt sie wirklich: dann hätte er sie gleich zu Beginn ehelichen sollen. Oder er fügt sich in sein Schicksal, dass diese Ehe verbietet, und hält sie sich als Mätresse: dann hätte er sie gar nicht heiraten dürfen.
  • Ich bezweifle, dass ein Sohn des Adels reihenweise Freundinnen mit nach Hause bringt. Entweder, er ist mit einer jungen Dame verlobt, dann kann er sie in der Öffentlichkeit vorzeigen. Aber Verlobungen löst man nicht so einfach. Oder aber, er hat eine Romanze mit einem Mädchen: dann sollte er tunlichst dafür sorgen, dass das niemand und vor allem sein Onkel als sein Vormund / Familienoberhaupt das mitbekommt.
  • Es wundert mich, dass sein Onkel nicht dafür sorgt, dass Raphael irgendetwas in Richtung Karriere macht. Auch Adlige sitzen nicht den ganzen Tag herum und tun nichts. Der Oheim könnte den Jungen zum Militär schicken damit er Offizier wird, aber ihm einen Posten in Diplomatie oder Verwaltung besorgen. Oder er lässt ihn irgendwelche organisatorischen oder verwalterischen Pflichten auf irgendeinem Besitztum verrichten. Einfach durchfüttern bis er als Greis stirbt wird ihn wohl niemand.
  • Wieso sollte Raphael in Bernhaven lernen selbstständig zu werden, wenn er dort auch nur seine Zeit totschlägt? Diener wird er da genauso haben und ich kann mir gut vorstellen, dass es auch im Haus des Onkels kaum die Verwandten waren, die ihm alle Arbeit abgenommen haben. Oder ist dieser Umzug mit einer Aufgabe verbunden?
  • Wenn der Onkel gegen die Reise ist, woher hat Raphael dann das nötige Geld?
  • Die Beziehung zu Anton würde ich noch ein wenig ausbauen. Wie gesagt: wir sind alle irgendwie eng miteinander verbunden. Eine flüchtige Bekanntschaft finde ich irgendwie zu dürftig.


Darüber hinaus würde ich es gut finden, wenn du noch einen Charakterteil mit ein paar herausstechenden Eigenschaften schreibst. Den Aussehensteil kannst du auch noch ausbauen, musst du aber nicht. Kleidung zu beschreiben halte ich sowieso für witzlos: die wechselt man schließlich ständig.

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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Fr 20 Jul 2012, 18:19

Größtenteils in ungünstigen Stunden geschrieben und ziemlich herbeigezwungen. Hat sicher seine Schwächen.


Name: Jasper Leuwe
Stand: Etabliertes Handwerk, wohlhabend
Beruf: Schlosser, Uhrmacher
Alter: 25

Hintergrund: Jasper ist der Erstgeborene des Uhrmachers und Erfinders Wilhelm Leuwe, der mit seinen Geräten für alle Stände ein kleines Vermögen verdient hat. Die ersten sieben Jahre seines Lebens verbrachte er wohlbehütet in einem Stadthaus in Bernhaven und auf den gepflegten Straßen und Gässchen des gehobenen Viertels. Schon früh interessierte er sich für die Arbeit seines Vaters und sah ihm in der Werkstatt zu, wie er über Konzeptpapieren grübelte und versuchte, eine Idee zu verwirklichen. Willig ging er also aufs St.-Antonius-Kolleg, um eine ähnliche Karriere einschlagen zu können. Hier traf er auch auf Martyn von Hohenwalchen, mit dem ihn seitdem eine lockere Freundschaft verband.
Nachdem er diese grundlegende Ausbildung abgeschlossen hatte versuchte ihn sein Vater in seine Arbeit einzuführen, hatte aber nicht besonders viel Erfolg; Jasper erwies sich als geschickter Mechaniker, der die feinen Teile eines Uhrwerks herstellen und zusammensetzen konnte, aber als nicht besonders talentiert etwas Neues zu erfinden. Er hatte zwar durchaus Ideen – aber die meisten waren kaum umsetzbar, aus der Luft gegriffen und wenig praktikabel. Um seinem Sohn vielleicht noch ein wenig Sinn für Realismus einzubleuen – und nicht zuletzt auch, um die Reputation seiner Familie weiter zu etablieren – schickte er ihn zwei Jahre später auf die Universität von Peiringen. Dort traf er, zu seiner freudigen Überraschung, wieder auf Martyn. Ihre Freundschaft vertiefte sich von einer losen Freundschaft zu studentischer Kameradschaft, die häufig mit Alkohol begossen wurde. Er ist, vielleicht auch wegen des geringen Erfolgs dabei, ihm zu besseren Resultaten seiner Arbeit zu verhelfen, an der Universität geblieben, nachdem Martyn schon in seine Heimat zurückgekehrt war, aber als Jaspers Vater von der geplanten Reise hörte, forderte dieser ihn kurzentschlossen dazu auf, daran teilzunehmen, damit er die Techniken des Südens kennenlernt – wohl genauso sehr aus eigener Neugierde. Jasper, durch diesen Pragmatismus durchaus nicht beledigt, nahm begeistert Kontakt zu Martyn auf.

Aussehen: Jasper ist nicht besonders groß, eher ein wenig kürzer als der Durchschnitt geraten, aber von durchschnittlicher Statur. Er hat halblange, dunkelblonde Haare und braune Augen, hat markante, aber nicht scharfe Gesichtszüge und einen etwas ungenau gestutzten Kinnbart, der immer ein wenig aus der Façon gerät. Ein wenig stolz ist er auf seine intakten, blanken Zähne, die er nach allen Regeln der Kunst pflegt.

Charakter: Meist schenkt Jasper seiner Umgebung nicht allzu viel Aufmerksamkeit. Nicht aus Bosheit oder standesbewusstem Hochmut – auch wenn er sich durchaus seinem Selbstverständnis als reichem Genie entsprechend verhält – sondern eher aus einem Mangel an Konzentrationsfähigkeit. Wenn man seine Aufmerksamkeit hat – oder sie nicht besonders erforderlich ist – ist er ein jovialer, freundlicher Typ, der von Feindseligkeiten eher irritiert und verunsichert ist, als auf sie aggressiv zu reagieren. Entgegen seiner freundlichen Natur ist er nicht wirklich großzügig oder zuvorkommend, was ebensosehr an seinem Mangel an Aufmerksamkeit wie an seinem Unglauben, jemand könnte anders als er finanziell und anderweitig unvorbereitet sein.


Zuletzt von Warmonger am Sa 28 Jul 2012, 20:24 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Porphyrion
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BeitragThema: Re: [OOC] Charakterdiskussion   Sa 28 Jul 2012, 20:16

Find ich okay. Damit wären alle Konzepte zusammen. Wenn Grim sich die Tage mal mit mir abspricht können wir starten.
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