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 Die MSG [Irrwege]

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Lady Dye

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BeitragThema: Re: Die MSG [Irrwege]   So 25 Sep 2016, 17:11

Nane schien wirklich sehr kooperativ zu sein. Gilbert hatte zwar schon mehrere Quarani gefunden, aber sie empfand er irgendwie als anders. Man hatte den Quarani gegenüber sicher sehr oft Vorurteile, da sie Wesen der Finsternis waren, aber Gilbert hatte sich für diese Wesen genauso interessiert, wie für andere Wesen. Nane war ein sehr gutes Beispiel für die Quarani und Gilbert hoffte durch die Gruppenmitglieder mehr über deren Spezies herauszufinden, nicht nur über Nane.
"Ich danke dir, Nane und bitte duze mich doch. Es muss nicht unbedingt jeder wissen, dass wir hier sind." Gilbert lächelte ihr freundlich zu.
Melnarak schien zu der Quelle gehen zu wollen. Das war ein wirklich guter Ort. Raw und Gilbert waren damals da gewesen, aber die sogenannten Drachen hatten sie nicht gesehen. Damals hatte Gilbert diesen Wunsch akzeptiert und nicht weiter nachgefragt, aber er hatte sie gerne mal sehen wollen. Drachen waren unglaublich mächtige Wesen und auch von ihnen wollte Gilbert sehr gerne etwas lernen. Melnarak würde aber sicher genauso wenig Glück haben, wie sie damals. Wenn sie ihn aber empfingen, dann würde das sicher sehr interessant sein. Melnarak wollte ihnen ja sicher nichts Schlechtes. Er schien wohl einfach nur interessiert zu sein.
Gilbert wandte sich der Quarani wieder zu, als sie ihm eine Frage stellte. "Eine Liste habe ich nicht, aber ich weiß so in etwa, was wir brauchen. Es sind eigentlich nur Nahrungsmittel und Wasser. Ich weiß nicht, wie nahrhaft der Boden außerhalb dieser Grenzen ist. Daher wissen wir alle auch nicht, ob wir dort auf sauberes Wasser oder verträgliches Essen stoßen werden. Irgendwann werden unsere Vorräte zunichte sein, aber dann haben wir hoffentlich auch eine Alternative."
Gilbert schaute sich nun wieder in der Gruppe um. "Okay, dann erwarten wir euch in zwei Stunden am Treffpunkt. Keine Sorge, wer etwas länger braucht, wir warten auf den Bericht." Gilbert lächelte kurz und drehte sein Pferd wieder etwas, stieg dann aber ab, genau wie Raw. Sie hielten die Zügel ihrer Pferde fest und liefen schon einmal in die Richtung des Stadtinneren. Nane würde ihnen ja sicher auch gleich folgen.
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Mali
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BeitragThema: Re: Die MSG [Irrwege]   Di 27 Sep 2016, 17:05

Allorion verliess die Gruppe und ging zum Markt. Tiffa lotste ihn mit ruhiger stimme dorthin und beschrieb ihm , was für Händler anwesend waren, sowie die Waren, die sie verkauften. Mit ruhigem schritt lies er sich von Tiffa zur Auslage eines schmiedes führen und sich dort die Waffen genau beschreiben. Er erwarb schließlich einen leichten Dolch und liess seine Klingen gründlich schärfen.
Bei einem anderen Händler erwarb er ein handliches stück Speck, Brot und Käse und für Tiffa kaufte er eine Bienenwabe, damit sie ihren hunger stillen konnte. Dann ging er zurück zu den anderen und steckte sich etwas von dem Speck in den mund. Den rest verstaute er in seiner Satteltasche.
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Skorm

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BeitragThema: Re: Die MSG [Irrwege]   Mo 10 Okt 2016, 18:06

"Das wird nicht nötig sein, ich denke ich finde den Weg schon alleine." lehnte ich das Angebot von Nane ab. Anschließend lenkte ich mein Pferd von der Gruppe weg und durch den Ort.
Während ich Kasu durchquerte fiel mir die - auch über die Dorfesgrenzen hinweg bekannte – Vielfalt der Bewohner auf. Alle möglichen Nichtmenschen und magischen Wesen, die man selten in den Königreichen zu sehen bekam, kreuzten meinen Weg. Es war als würde dieses Dorf jede noch so merkwürdige Gestalt anziehen. Auch die Friedlichkeit mit der die einzelnen Rassen sich begegneten war etwas merkwürdig. Klar, größere Bürgerkriege gab es schon eine Weile nicht mehr... aber dennoch war die Harmonie in Kasu schon etwas beeindruckendes.

Es dauerte nicht lange, da stieß ich auch schon auf den von der Quarani beschriebenen Trampfelpfad. Es trieb mein Reittier an und schon nach wenigen Minuten näherte ich mich der Quelle. Ich konnte das Gewässer aufgrund des dichten Baumbewuches nicht sehen, aber die Ausstrahlung dieses Ortes konnte ich spüren. Das Jucken, welches mich immer plagte, wenn ich meinen Illusionsring verwendete, verstärkte sich je näher ich der Quelle kam. Allmählich verstärkte sich das Jucken zu einem Stechen, als würden mir mit jedem Schritt tausende kleine Nadeln in meinen Körper gestoßen würden. Ja, dieser Ort war – wie ich es mir bereits gedacht hatte – von einem Aura des Lebens erfüllt. Als mein Pferd unruhig wurde und zögerte sich weiter in Richtung der Quelle zu bewegen, ließ ich es es stehen und ging zu Fuß weiter. Die Schmerzen nahmen weiter zu, inzwischen war es kein Stechen mehr sondern ein dumpfes Ziehen, welches jede Faser meines Körpers erfasste. Jeder Schritt sorgte für stechende Schmerzen in meinem Schädel und ein merkwürdiges Ziehen an dem Platz, wo meine Eingeweide seihen sollte. Ich spielte mit dem Gedanken umzukehren, als sich die Bäume endlich lichteten und ich vor der Quelle stand. Es war ein wahrhaft majestetischer Anblick – sofern ich das bei meinem verschwommendenm Blick noch erkennen konnte. Erschöpft und vor Schmerzen ächzend sank ich auf beide Knie nieder. Verwundert blickte ich auf meine skeletartigen Hände hinab, die Magie dieses Ortes schien sich nicht mit meinem Silberring zu vertragen.
Die meisten Personen würde sich vermutlich über meine Entscheidung diesen Ort aufzusuchen wundern, wenn mir die Nähe hierzu solche Schmerzen bereitete, aber genau deswegen war ich hier: ich wollte mich, bevor wir endgültig abreisen würden, nocheinmal daran erinnern für was ich meine Existenz aufs Spiel setzte und dieser Ort war die perfekte Erinnerung daran. Ich malte mir aus, was mit diesem Ort passieren würde, wenn wir scheitern würden: die Engel würde nicht rechtzeitig gewarnt werden und Kasu würde zusammen mit dieser Quelle von der Finsternis überrollt werden. Vermutlich würden die Engel dem Schatten irgendwann Einhalt gebieten, aber wie würde diese Quelle dann aussehen? Was würde aus all den unschuldigen Seelen, die von Dämonen abgeschlachtet werden würden? Was würde aus meiner Familie werden? Ich bemühte mich mir die Gesichter meiner Söhne und Enkel ins Gedächnis zu rufen, musste aber feststellen dass es mir nicht mehr gelang. An ihre Namen konnte ich mich erinnern, auch daran wie sie gewesen waren und was sie von meinen Studien gehalten hatten, aber wie sie ausgesehen hatten, daran konnte ich mich nicht mehr erinnern. Eine tiefe Traurigkeit erfasste mich. Zurückblickend würde mir klar werden, dass ich  in diesem Moment realisierte, was ich mit meiner Entscheidung, in das Reich der Untoten einzutreten verpasst hatte.

Ich saß eine Weile – es kam mir wie Tage vor - am Ufer der Quelle. Die Schmerzen traten irgendwann in den Hintergrund, nahmen aber an sich nicht ab. In dieser Zeit rühte sich keine Menschnseele und auch kein Drache erschien und verlangte zu wissen, was ich an der Quelle wollte. Vermutlich zogen die Wächter es vor, mich aus der Ferne zu beobachten und nur einzuschreiten, wenn ich die Quelle in irgendeinerweise bedrohen würde.

Schließlich rappelte ich mich auf und schleppte mich wieder den Weg zurück, den ich gekommen war. Mit jedem Meter, den ich zwischen mich und die Quelle brachte, schwanden die Schmerzen ein kleines bisschen, sodass ich nur ein unangenehmes Stechen spürte, als ich bei meinem Reittier ankam. Ein Blick zur Sonne sagte mir, dass vermutlich keine zwei Stunden vergangen waren. Die restliche Zeit nutze ich um mich auszuruhen, bevor ich mit aktiviertem Täuschungsring wieder nach Kasu zurück ritt. Ich traf mit ein paar Minuten Verspätung am Ausgang des Dorfes ein, wo schon einige meiner Weggefährten auf mich warteten.
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Redeyes
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BeitragThema: Re: Die MSG [Irrwege]   Di 11 Okt 2016, 22:58

Nanee nickte Melnarak nur zu und beobachtete kurz, wie dieser sich auf den wegmachte. Danach wolle sie sich an Belva wenden, doch dieser hatte sich mit einem Teil der Gruppe bereits auf den Weg zum Gasthaus gemacht. Die junge Quarani schloss zu Gilbert und Raw auf und schüttelte dabei den Kopf. Wenn es unter der Würde des feinen Lords war, einen Gruss an die Wirtin des Gasthauses auszurichten, hätte er das ruhig sagen können, dann hätte Nanee jemand anderen gebeten.
Doch Sie schüttelte das ab und wandte sich an Gilbert. Es war ihr ein bisschen peinlich, das der Prinz ihr einfach so das perdu angeboten hatte. "Nun, ich habe selbst schon Spähflüge in die verwilderten Länder unternommen, Trinkwasser sollten wir finden, wenn wir in der Lage sind, Vorräte für ein paar Tage mitzunehmen, was Nahrung anbelangt..." Nanee blickte etwas verlegen zu Boden, "Es gibt Früchte, Wurzeln und Beeren, die man essen kann, doch da sich meine Art nicht von Fleisch ernährt, kann ich Eu... dir leider nicht sagen, welche der Tiere man Jagen und essen kann."
Während sie geredet hatte, war Nanee einfach Gilbert und Raw gefolgt und nun viel ihr auf, das sich der Prinz und sein Begleiter sich ziemlich zielsicher durch die Strassen bewegten. Oder bildete Nanee sich das einfach nur ein? So gross war Kasu nun ja auch wieder nicht, das man sich einfach so verlaufen konnte. "Ich könnte uns etwas Honig von Imkereien vor Kasu besorgen, der verdirbt nicht und liefert im Notfall viel Energie, ich... ich glaube, unsere Reise wird leider nicht so friedlich wie bisher bleiben."
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Shoggoth

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BeitragThema: Re: Die MSG [Irrwege]   So 16 Okt 2016, 00:04

Kasu war wirklich etwas Besonderes. Unter anderen Umständen und in ruhigeren Zeiten wäre es sicher mal eine Reise wert. Eigentlich schade, dass unser Aufenthalt nur wenige Stunden betragen würde. Zwar war es hier nicht so sauber und ordentlich wie in der Hauptstadt, aber dafür blühte hier das Leben auf. Unter seltsamen Umständen, schließlich waren wir hier direkt an der Grenze zum Niemandsland. Zeuge davon war die doch recht ansehnliche Nummer an Soldaten, welche man immer wieder antraf. Logischerweise waren so nah an der Grenze die Sicherheitsvorkehrungen etwas drastischer. Einem Großangriff der Dämonen würde es vielleicht nicht standhalten, aber dazu sollte es auch im besten Fall nie wieder kommen.
Wie ich erwartet hatte war es nicht weiter schwierig gewesen ein Gasthaus zu finden. Auch hier lag ein gewisser berauschender Geruch in der Luft, stärker noch als am Stadttor. Allerdings konnte ich hier auch den verlockenden Duft von Wein, Bier und Met wahrnehmen. Außerdem eine gute Küche und einen Haufen Wesen die nicht alle zwangsläufig menschlich waren. Auch den Stall lokalisierte ich mich meiner Nase recht schnell, sodass ich mein Pferd anband und mich in die Taverne begab.
Eigentlich wäre ich gerne gewillt gewesen einige Menschen hier kennen zu lernen und mich ein wenig zu unterhalten, allerdings war ich wohl in keiner geistigen Verfassung dafür. Aber damit hatte ich gelernt zu leben, es waren eben nur die Tage kurz vor Vollmond die mich an den Rand meiner Selbstbeherrschung treiben.
Der Tisch den ich aufsuchte stand etwas abseits und ich ließ mich mit dem Rücken zur Wand und dem Blick zum Schankraum nieder. Es war früher Mittag, also war der Betrieb recht eingeschränkt, aber trotzdem hatte sich der ein oder andere hier eingefunden, meistens für eine warme Mahlzeit.
Eine Art Schlangenfrau schien diese Schänke hier zu betreiben und bei ihr bestellte ich mir auch etwas zu essen, sowie etwas Met welcher mir als hiesige Spezialität angepriesen wurde. Nun, Nane war von hier und ich hatte einige Quarani gesehen, Honig wird hier wohl also vorrätig sein, wobei ich nie ganz sicher war wie genau dieses Volk produzierte und ob ich das überhaupt wissen will…
Dabei konnte ich der Schankwirtin kaum Aufmerksamkeit schenken, denn meine Gedanken waren etwas durcheinander. Es musste dieser seltsame Geruch sein. Einer Harfe gleich war der Duft betörend, verführerisch, verlockend...ja, lockend war das richtige Wort. Das war nicht einfach nur irgendein Geruch, hier roch es nach Intention, es sollte ein ganz bestimmter Sinn angesprochen werden und das gelang auch hervorragend. Wogegen ich prinzipiell keine Einwände erheben würde, wenn die Quelle nicht immer näher kommen würde.
Während ich meine Mahlzeit zu mir nahm, versuchte ich diesen Umstand weitgehend zu ignorieren, aber spätestens ab dem Zeitpunkt an dem sich eine junge, gut aussehende Frau zwei Tische entfernt niederließ musste ich etwas unternehmen. Ich konnte ja kaum noch geradeaus denken. Wobei es wenigstens jetzt klar war, woher dieser Duft stammt.
Ich richtete mich auf und ging langsam auf den Tisch mit der jungen Frau zu. Es war schwierig ihre fast schon unmenschliche Schönheit zu verkennen, der Geruch tat sein übriges damit ich mich sehr, sehr zurückhalten musste nicht über sie herzufallen. Auf verschiedene Arten. Inzwischen war er so stark das sicher auch normale Menschen davon betroffen waren, ihn aber vielleicht eher unterbewusst wahrnahmen. Was für viele Gerüche gilt, ständig so zu riechen wie ich konnte grauenhaft sein.
Vor ihrem Tisch blieb ich stehen und legte meine Hand auf meinen Gürtel. Bevor sie ein Wort sprach rammte ich blitzschnell meine Axt in den Tisch, meine andere Hand zog indes ein Messer und hielt es der Frau vor die Kehle. „Aufhören!Jetzt!“ Meine Stimmte war ein tiefes Grollen und bebte ein wenig. Zum einen vor Ärger über diese Dreistigkeit, zum Anderen…
Der Schock stand ihr ins Gesicht geschrieben, aber scheinbar hatten meine Worte Wirkung. Der Geruch erlosch natürlich nicht sofort, aber er würde jetzt hoffentlich recht bald verfliegen. Trotzdem verfluchte ich mich innerlich, diese Einlage war etwas entgegen meinem Wunsch mich zurückzuhalten. Ich hätte vielleicht etwas klarer denken sollen, aber diese Chance hatte ich vermasselt. Nun, die Suppe hatte ich mir eingebrockt, Zeit sie auszulöffeln.
Ich ließ das Messer sinken, aber trotzdem bemerkte ich die etwas ungewollte Aufmerksamkeit der anderen Gäste. Großartig gelaufen Belva...
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