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 Funktionsweise der Magie und magische Zugriffssysteme

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Grim
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BeitragThema: Funktionsweise der Magie und magische Zugriffssysteme   Funktionsweise der Magie und magische Zugriffssysteme EmptySo 15 Dez 2013, 21:11

Das System der Leylinien

Alle Magie der Welt - so unterschiedlich sie sich auch offenbaren mag - hat einen gemeinsamen Ursprung, eine gemeinsame Quelle, aus der all jene mysteriöse und faszinierende Energie stammt: das Leyliniennetz. Leylinien sind die unsichtbaren, ätherischen Ströme der Magie, die in festen Bahnen die Welt durchziehen, Flüsse aus purer Zaubermacht, oft unterirdisch und für magisch Unbegabte nicht wahrnehmbar. Ausgehend von den beiden Polen der Welt, an denen sich sämtliche Leylinen zu einem gewaltigen Knoten kreuzen, durchziehen sie sämtliche Länder und Meere, wild hin und her laufend, gelegentlich einander kreuzend. Diese Kreuzungspunkte werden als Nexus bezeichnet, je nach Anzahl der sich kreuzenden Linien als Nexus zweiter, dritter, vierter oder fünfter Klasse. Mehr als fünf Leylinien kreuzen sich ausschließlich an den Polen, die als Großnexus bezeichnet werden. An diesen Großnexus versinken die Leylinien als gebündelter Strang im Erdinneren und verlaufen von dort direkt bis zum Herzen der Welt, aus dem sie sich speisen. Es ist dieses Herz - eine nicht wirklich verstandene Macht im Zentrum der Welt - das mit seinem konstanten Puls die Magie in die Leylinien presst und den Fluss der Energien gewährleistet, wie es das Herz eines Körpers mit Blut tun würde.
Leylinien sind Orte gewaltiger magischer Macht und noch weitaus stärker trifft dies auf die Nexus zu. Von jeden von ihnen geht eine magische Macht aus, die um ein vielfaches stärker ist als jene, die eine jede Leylinie radiiert. Magisch Begabte haben die Möglichkeit, die von Leylinien und Nexus ausgehenden Energien wahrzunehmen, zu formen, zu kontrollieren und für ihre Zwecke zu nutzen. Die Wege, auf denen sie dies bewerkstelligen, sind vielfältig. Prinzipiell ist es möglich, überall Magie zu wirken, doch die Schwierigkeit, die damit verbunden ist, hängt stark vom Aufenthaltsort des Wirkers ab. Je näher ein magisch Begabter sich einer Leylinie oder gar einem Nexus befindet, desto leichter fällt ihm der Zugriff auf die Zaubermacht, desto leichter durchfließen ihn die magischen Energien und desto mehr Magie kann er freisetzen, doch auch das Risiko des Zauberns steigt in der Nähe jener Machtquellen, denn ihre Präsenz hat keine Auswirkungen auf die persönlichen Fähigkeiten eines Zauberers, magische Energien zu kontrollieren und zu formen. So manchem unerfahrenen Adepten, der das erste mal auf einem Nexus gezaubert hat, sind die Zaubermächte entglitten und haben sich in einer verheerenden Eruption entladen.
Wirkt ein Zauberer Magie, so entnimmt er den umliegenden Leylinien eine gewisse Menge an magischer Energie und verringert damit das Potential der Linie. Zwar fließt die Energie kontinuierlich aus dem Herzen nach, doch dauert dies seine Zeit, weshalb es gerade bei der Präsenz mehrerer Zauberwirker vorkommen kann, dass eine Leylinie deutlich schwächer wird – was es erschwert weitere Energie aus ihr zu beziehen – oder sogar temporär ganz austrocknet – was den Magiewirkern weiteres Zaubern unmöglich macht.
Die wesentliche Fähigkeit, die beim Umgang mit magischer Energie notwendig ist, ist die der Konzentration. Ein magisch Begabter, der Zauber wirken möchte, muss sich vollständig auf diese Aufgabe konzentrieren können, sonst läuft er Gefahr, dass die Energien sich verselbstständigen - mit verheerenden und unvorhersagbaren Folgen. Viele magisch Begabte nutzen deshalb Hilfsgegenstände - magische Amulette, Gebräue aus sinnesschärfenden Kräutern und Essenzen, verschiedene Fokusgegenstände - um ihre Konzentration möglichst lange aufrecht zu erhalten.
An manchen Stellen verlaufen Leylinien oberirdisch oder wurden durch Naturereignisse oder das Zutun von Völkern freigelegt. Der oberirdische Verlauf hat keine Auswirkungen auf den Fluss der Energie, da diese im Gegensatz zum Wasser eines wirklichen Flusses nicht an ein Bett gebunden ist, das sie leitet und zusammen hält, wohl aber auf die betroffene Umwelt. Freiliegende Leylinien können auch von magisch Unbegabten wahrgenommen werden - sie zeichnen sich als schwacher, diffuser Schimmer in der Luft ab. Lebewesen, die einem offen liegenden Leystrom über lange Zeit ausgesetzt sind laufen Gefahr, von diesem verändert zu werden. Dies kann sich zum Beispiel in außergewöhnlichem Wachstum, Mutationen oder unnatürlich veränderten Lebensspannen äußern - sowohl zum Guten wie auch zum Schlechten.

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Zuletzt von Grim am Mo 14 Jul 2014, 22:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Funktionsweise der Magie und magische Zugriffssysteme   Funktionsweise der Magie und magische Zugriffssysteme EmptySo 15 Dez 2013, 21:12

Magisches Potential

Jedes Individuum, unabhängig seiner Rasse, verfügt über einge gewisses magisches Potential. Dieses Potential bezeichnet die Menge an magischer Energie, die der Körper des Individuum maximal aufnehmen kann bis er vollständig erfüllt ist und keine weitere Energie nachfließen oder gewaltsam hinzu gefügt werden kann. Es resultiert aus einer natürlichen Affinität zur Quelle der Magie, dem Herz der Welt, und ist eine genetisch vorgegebene Eigenschaft, kann also nicht erlernt oder verloren werden. Bei einem jungen Individuum ist das genetische Potential in der Regel noch nicht voll ausgebildet und entwickelt sich erst gemeinsam mit der körperlichen Reifung des Individuums. Wie man jedoch auch einen Muskel trainieren kann, so ist es möglich, durch intensive Übung das magische Potential zu erweitern – wenngleich nur um einen geringen Bruchteil des ursprünglichen angeborenen Potentials.
Als genetisch bedingte Eigenschaft ist das magische Potential maßgeblich von der Rasse des Individuums beeinflusst. Für die meisten Individuen liegt es nahe dem magischen Nullpunkt, also der vollkommenen Unfähigkeit, magische Energien aufzunehmen. Die Wahrscheinlichkeit eines von diesem Maximum divergierenden Potentialwerts nimmt proportional zur Größe der Divergenz ab. Der wahrscheinlichste Wert ebenso wie der Verlauf der Wahrscheinlichkeit kann von Rasse zu Rasse variieren. So findet man beispielsweise bei zahlreichen Tieren eine extrem schmale Verteilung um den magischen Nullpunkt, der kaum Abweichungen zu lässt, wohingegen einige humanoide Rassen verhältnismäßig hohe Wahrscheinlichkeiten eines höheren oder niedrigeren Potentials zeigen.
Ein magisches Potential, das geringer als der magische Nullpunkt ist, resultiert in einer latenten Magieresistenz. Der Körper des Individuums stößt magische Energien, die von außerhalb gegen ihn gerichtet sind, ab und erschwert es so, dass Individuum durch Magie zu manipulieren.
Das magische Potential ist unabhängig von der magischen Begabung eines Individuums, welche seine Fähigkeit, Leylinien zu spüren, Energie aus diesen zu ziehen und diese Energien zu formen beschreibt.

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BeitragThema: Re: Funktionsweise der Magie und magische Zugriffssysteme   Funktionsweise der Magie und magische Zugriffssysteme EmptySo 15 Dez 2013, 21:16

Zugriffssysteme

Dominanz des Geistes

Allgemein: Die Dominanz des Geistes, wie sie von den Praktizierenden hochtrabend genannt wird, oder auch schlicht Zauberei durch Willenskraft ist die wohl verbreiteste und allgemeinste Zugriffsweise auf das Leyliniensystem. Es ist jene Art von Zauberei, wie die gelehrten Magister, die ihr Leben dem Studium der mystischen Kraft gewidmet haben, sie benutzen. Der Zugriff auf die Leylinien basiert bei der Dominanz des Geistes auf reiner Konzentration. Der Magiebegabte konzentriert sich auf in der Nähe befindliche Machtadern, öffnet sich diesen und lässt kontrolliert eine gewisse Portion Energie in seinen Körper fließen, formt diese dann in die von ihm gewünschte Form und gibt sie schließlich als Zauber frei. Der Zugriff erfolgt also allein durch Geistesanstrengung.

Voraussetzungen:
Neben der generellen Begabung zur Magie, die jede Zugangsform voraussetzt, stellt die Dominanz des Geistes zusätzlich relativ hohe Anforderungen an den Charakter des Zauberwirkers. Um den Zugang zum Leyliniensystem zu schaffen ist ein hohes Maß an Willensstärke und Selbstbeherrschung nötig, ein scharfer und wacher Verstand und hohe Intelligenz sind unabdingbar um die rohen Energien rasch und effektiv zu formen. Gerade letzteres ist äußerst essentiell, da zu langes Verweilen der Energien im Körper diesen massiv schädigen kann. Zudem ist wie bei jeder Art der Magie eine gute Konzentrationsfähigkeit von Nöten.

Potential: Zugriff über den Willen gehört mit zu den potentesten Formen des Leyzugangs, allerdings variiert die tatsächliche Macht stark von Magier zu Magier. Je erfahrener ein Zauberwirker mit der Kontrolle der Energien ist und je höher seine Selbstbeherrschung, desto größere Mengen an Energie kann er zeitgleich in sich aufnehmen und desto mächtiger fallen seine Zauber aus. Je intelligenter und scharfsinniger er ist, desto rascher kann er die Energien wieder abgeben und zu neuen Zaubern ansetzen. Eine weitere Option, die die Dominanz des Geistes bietet ist die, Zauber zu kanalisieren, also einen Zauber wie zum Beispiel einen Eissturm nach dem initialen Wirken aufrecht zu erhalten indem neu aufgenommene Energie in kontinuierlichem Fluss in die bestehende magische Matrix eingespeist wird. Stark eingeschränkt wird das Potential der Dominanz des Geistes neben den geistigen Kapazitäten des Zauberwirkers vor allem durch die enormen Anforderungen an die Konzentration, da der Magiebegabte sowohl die Energieaufnahme als auch die Abgabe kontrollieren muss.

Hilfsmittel:
Magiebegabte, die sich der Dominanz des Geistes bedienen nutzen für gewöhnlich ein breites Spektrum an Hilfsmitteln. Das wichtigste hierfür sind Zaubersprüche: spezielle Worte und Gesten, die die Formung der Energie in einen für jeden Zauber unterschiedlichen, starren Ablauf pressen. Diese Matrizen sind nicht zwingend notwendig, sodass ein Magier auch Magie formen kann wenn die Ausführung der vokalen oder semantischen Komponenten nicht möglich ist, allerdings bieten sie eine enorme Erleichterung und Verzicht auf sie führt nicht selten zum Kontrollverlust über die Energien mit all ihren fatalen Konsequenzen.
Weitere populäre Hilfsmittel sind aufmerksamkeitssteigernde Gebräue und Speicherartefakte - üblicherweise Schmuckstücke oder Stäbe aus Hölzern mit hohem magischem Potential, die mit magischer Energie aufgeladen werden können - die die Kapazität der aufnehmbaren Energien und somit die Stärke der Zauber erhöhen.

Gefahren: Aufgrund des Zugriffs, der rein über den Willen erfolgt, der Energieaufnahmemenge, die rein davon abhängt, wieviel ein Zauberwirker sich zu kontrollieren zutraut und den hohen Anforderungen an die Konzentration ist die Dominanz des Geistes eine der für Kontrollverluste anfälligsten Zugriffsmethoden. Auch Schädigungen des Körpers durch zu langes Verweilen der Energien in ihm sind verhältnismäßig häufig, sodass gerade ältere Magier oft einen sehr kränklichen und ausgezehrten Eindruck erwecken.


Gebundene Magie

Allgemein: Die übliche Vorgehensweise beim Wirken von Magie ist - unabhängig vom gewählten Zugriffssystem - der Zurgiff auf die Leylinien und das Formen der Energien im Augenblick des Bedarfs. Gebundene Magie unterscheidet sich grundlegend von diesem Schema. Sie beschreibt die Möglichkeit, einen Zauber zu einem beliebigem Zeitpunkt in ein Objekt zu bannen und ihn zu einem völlig anderen Zeitpunkt auszulösen. Dabei werden zwei Voraussetzungen an das besagte Objekt gestellt. Zum einen muss es in der Lage sein, magische Energien zu speichern, ähnlich wie es Zauberstäbe und geschnitzte Schmuckstücke tun, die Kampfzauberer zur Erhöhung ihres Magieaufnahmepotentials tragen. Einzig lebende Materialien wie etwa Holz oder Knochen erfüllen dieses Kriterium. Gelehrte gehen davon aus, dass dies damit zusammen hängt, dass ein magisches Potential – wie gering es auch sein mag – notwendig ist um die Energien der Leylinien zu binden, anstatt sie einfach passieren zu lassen, wie es etwa Erdreich tut. Die meisten Magiewirker legen jedoch keinen großen Wert auf diese Erkenntnis und begnügen sich mit dem Wissen, dass es funktioniert. Das zweite zu erfüllende Kriterium ist die Formgebung. Da gebundene Magie nicht bloß rohe Energie ist, auf die ein Zauberwirker zugreifen kann, sondern ein vollständiger Zauber muss auch die Form, in der die Energie freigesetzt wird, festgelegt sein. Dies geschieht im Normalfall durch magische Symbole und Runen. Besonders verbreitete Gegenstände, die gebundene Magie enthalten sind deshalb Spruchrollen, in die die Zeichen hinein geschnitten anstatt hinauf geschrieben wurden, geschnitzte Amulette oder hölzerne Nutzgegenstände – beispielsweise Waffenschäfte – mit eingeritzten Zauberzeichen.
Magie zu binden ist im allgemeinen nicht schwieriger, als sie direkt zu wirken. Der Zauberwirker gibt dafür im allgemeinen zuerst die Form des Objekts und damit den Zauber vor - etwa indem er spezielle Zeichen in Pergament schneidet - greift dann auf die Leylinien zu und leitet soviel Energie in den Gegenstand, bis dessen maximale Speicherkapazität ausgereizt ist. Für diesen Vorgang kann jeder beliebige Zugang zur Magie genutzt werden.
Die Freisetzung der Magie ist noch simpler. Im Regelfall geschieht sie durch Berührung des Gegenstandes, der daraufhin seine Macht relativ ungerichtet vollständig freisetzt. Manche gebundenen Zauber reagieren auch auf ihre Umwelt und aktivieren sich von selbst. So kann etwa einen Runenwaffe ihre Macht automatisch beim Treffen entfesseln oder ein Bannamulett auf einen sich entfesselnden feindlichen Zauber reagieren. Im Übrigen ist es bei gebundener Magie nicht einmal notwendig, dass der Aktivierende selbst magisch begabt ist. Sie stellt damit die einzige Möglichkeit dar, durch die auch Unbegabte in die Lage versetzt werden, Zauber zu wirken.

Voraussetzungen: Die Bedingungen, die das Schaffen von gebundener Magie voraussetzt hängen von der Art der dafür benutzten Zugangsform ab. Das Wirken selbst stellt keinerlei Anforderungen, nicht einmal die der magischen Begabung oder die der sonst notwendigen Konzentration.

Potential: Das Potential gebundener Zauber ist sehr schwierig einzuschätzen. Auf der einen Seite ermöglicht die Bindung an Gegenstände mit teilweise sehr hohen Energiespeicherpotential Zauber mit sehr hoher Kraft. Auf der anderen Seite jedoch ist ein solcher Zauber nach einmaligem Wirken vebraucht und der Gegenstand müsste erneut von einem Zauberwirker mit Energie aufgefüllt werden ehe der Zauber erneut genutzt werden kann. Zudem kann die Energiefreisetzung nicht kontrolliert werden, Geschosszauber oder Zauber, die auf ein spezielles Gebiet gewirkt werden sollen sind also nicht für die gebundene Magie geeignet, da sie nicht gelenkt werden können. Der eigentliche Nutzen gebundener Zauber liegt also vor allem darin, ein 'Ass im Ärmel' zu haben, das unabhängig der sonstigen Anforderungen an einen Zauberwirker mit verheerender Kraft gewirkt werden kann.
Gebundene Zauber besitzen außerdem die Einschränkung, dass sie sich stets in einem einzigen Augenblick vollständig entladen. Zauber, die über einen längeren Zeitraum wirken sollen, eignen sich dafür nicht um gebunden zu werden.

Hilfsmittel:
Hilfsmittel sind in diesem Fall die magiebindenden Gegenstände selbst. Besonders verbreitet sind Spruchrollen und Amulette, die Bannzauber enthalten. Gespeicherte Feuerzauber erfreuen sich bei Wanderern und Abenteurern großer Beliebtheit. Verzauberte Waffen enthalten vor allem Zauber, die einen getroffenen Gegner zusätzlich schädigen.

Gefahren:
Da die Magie gebundener Zauber bereits fixiert und geformt ist besteht bei ihrer Freisetzung keine Gefahr eines Kontrollverlusts. Auch wird die Magie nicht durch den Körper geleitet, sodass das Wirken von gebundener Magie vollkommen risikofrei ist. Die einzige Gefahr hierbei könnte in dem Versuch bestehen, Zauber auf diese Art zu wirken, die normalerweise zielgerichtet wirken. Geschosszauber etwa können bei Freisetzung aus bindenden Gegenständen überall hin fliegen und auch den Zaubernden selbst treffen.
Beim Binden von Magie bestehen die selben Risiken wie bei jedem üblichen über den entsprechenden Zugang gewirkten Zauber.


Einklang mit dem Herzen

Allgemein: Kräuter mit diversen, unerklärlichen Eigenschaften sind - so mysteriös sie denen, die sie nicht verstehen, auch erscheinen möchten - ein Phänomen, das alles andere als selten auftritt. Manche lindern Schmerzen und heilen von Gebrechen, andere vermögen es, die Sinne zu schärfen und wieder andere versetzen den Verzehrenden in einen Rauschzustand. Ein relativ weit verbreitetes Kraut, das allerdings bei den meisten Völkern wenig Beachtung findet, verfügt über eine erstaunliche Eigenschaft bei jenen, die die Begabung der Magie in sich tragen: eingenommen als Gebräu, als getrocknetes und gemahlenes Pulver oder auf manch andere Art lässt es den magisch Begabten in einen tranceartigen Zustand fallen. In diesem Zustand schlägt sein Puls im Einklang mit dem Puls des Herzens und sein ganzer Körper schwingt in dessen Takt. Magische Energien - selbst aus noch so kleinen Äderchen des Leyliniennetzes - fließt in diesem Zustand wie von selbst in den Begabten und kann von diesem nach seinem Willen geformt werden. Diese Magie ist um ein vielfaches leichter handzuhaben als bei Zugriff über ein anderes System, doch der Preis für diesen Zugang ist die Trance: sie schränkt die Sinne des Zauberwirkers stark ein, vernebelt seinen Verstand und lässt ihn beinahe ausschließlich von Instinkten und Gefühlen getrieben handeln.

Voraussetzungen:
Die Voraussetzungen für diese Art des Zauberwirkens sind relativ bescheiden. Neben der Begabung ist weder sonderlicher Scharfsinn noch eine außergewöhnliche Konzentration notwendig, eine robuste körperliche Verfassung ist jedoch hilfreich, denn die Nebenwirkungen der Kräuteressenz machen dem Körper sehr zu schaffen und können einen geschwächten Organismus im Ernstfall dahin raffen. Zwingend notwendig ist ein starker Wille, den dieser muss sich gegen die Trance behaupten und ist der einzige Ausweg aus ihr. Wer sich nicht willentlich vom Puls des Herzens losreissen kann, der erwacht nie wieder aus der Trance und geht irgendwann zugrunde.

Potential:
Die Macht, die diese Zugriffsmethode bietet, ist im Vergleich zu anderen Systemen eher wenig beeindruckend. Die selbstständig in den Körper strömende Magiemenge ist nicht sonderlich groß und die Beeinträchtigung des Geistes durch die Droge verhindert das Wirken komplexer Zauber. Zumeist beschränken Zauberwirker sich bei diesem Zugriff darauf, die Energie in so roher Form wie der von Feuerbällen, Blitzschlägen oder allgemeinen Wundheilungen abzugeben. Allerdings leiden Magier hierbei nicht unter dem limitierenden Faktor der meisten anderen Systeme: der schwindenden Konzentration.

Hilfsmittel: Außer der Droge selbst wird auf sämtliche Hilfsmittel verzichtet: sie sind schlicht nicht notwendig.

Gefahren:
Da der Körper im Takt des Weltenpulses schwingt hat die Magie in ihm absolut keine schädigenden Effekte und auch so etwas wie Kontrollverluste durch Konzentrationsabbruch treten beim Einklang mit dem Herz nicht auf. Eine Gefahr geht jedoch von der Droge selbst aus, denn nicht nur schwächt sie den Körper des Zauberwirkers, auch der Weg aus der Trance muss mit Willensanstrengung erkämpft werden und wer dabei versagt, der hört irgendwann einfach auf zu atmen.

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Zuletzt von Grim am Di 15 Jul 2014, 18:32 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Funktionsweise der Magie und magische Zugriffssysteme   Funktionsweise der Magie und magische Zugriffssysteme EmptyDi 17 Jun 2014, 23:43

Magische Träger
Obwohl man zum Wirken von Magie für gewöhnlich einen Magier braucht, gibt es eine Ausnahme: Magische Träger. Diese Gegenstände werden von Magiern angefertigt und können auch von Unausgebildeten verwendet werden, um magische Effekte zu erzeugen, wobei je nach Herstellungsart unterschiedliche Wirkungsweisen zum Tragen kommen. Obwohl Magier rund um die Welt seit Jahrhunderten nach magischen Trägern suchen, wurde bisher nur ein einziger nicht-lebender Träger gefunden: Holz. Bäume zeigen die einzigartige Eigenschaft auch nach dem Fällen noch über ein magisches Potential zu verfügen. Allerdings zeigen sie genauso unterschiedliche Ausprägungen wie bekannte Rassen. Manche Baumsorten bringen nur schwache, wenn auch viele magisch potente Exemplare hervor, andere bringen kaum welche, dafür um so stärke hervor und so weiter. Das macht das Ernten von Holz zum Erschaffen von magischen Trägern einer mühseligen Angelegenheit und erfordert die Hilfe eines ausgebildeten Magiers. Näheres zu der Verwendung von Holz als magische Träger ist bei den Zugriffssystemen zu finden.
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