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 Hintergründe

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Grim
The Reaper
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BeitragThema: Hintergründe   Do 24 Nov 2011, 16:01

Hintergründe

Man kann nicht behaupten, dass das Imperium früher keine große Seefahrernation gewesen wäre. Jede große Nation ist schon immer zur See gefahren. Wie sollte sie sonst auch groß werden, wenn nicht über die See? Auf die Dauer ist ist nicht einmal eine Insel wie Gondmark, das Herz des Imperiums, oder das gewaltige Thurm, das zu Umsegeln es Monate dauert, nicht groß genug, dass die Bevölkerung ewig weiter wachsen kann. Und dann ist da natürlich der Reichtum. Der kommt nur mit Handel, mit exotischen Waren und mit Kontakten zu fremden Völkern. Ohne Seefahrt kein Reichtum. Und keine Macht. Insofern: natürlich waren alle großen Nationen schon immer Seefahrernationen. Aber die Entwicklung, die nach der Entdeckung Shumalas weit im heißen Süden einsetzte, das war schon nochmal was anderes. Vielleicht sollte man der Gerechtigkeit halber damit beginnen zu erzählen, dass es ein Entdecker aus Thurm war, der als erstes dieses gewaltige Land mit seinem fremdartigen, dunkelhäutigen Bewohnern entdeckte. Der Gerechtigkeit halber deswegen, weil Thurm dort unten im späteren Verlauf der Dinge recht wenig Gerechtigkeit widerfahren ist. Nicht, dass sie es verdient hätten. Aber wie gesagt: wenig Gerechtigkeit. Denn die Früchte dieser furchtlosen Entdecker, die haben die imperialen Kaufleute geerntet. Das ist auch so ein Punkt mit der Seefahrt. Nicht nur Waren und Kontakte verbreiten sich schnell, sondern auch Nachrichten. Und wenn Nachrichten sich einmal verbreitet haben, dann zählt es oft, wer die schnelleren Schiffe hat. Und das waren damals, vor inzwischen gut achtzig Jahren, eben die Imperialen. Und sie waren wohl auch die findigeren. Und die reicheren. Geld hat schon immer die entscheidende Rolle gespielt. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Verhandlungspartner damals die Stammesfürsten von Shumala waren. Und es gibt wohl nichts, was die lieber sehen als Geld, je mehr, desto besser. Richtig gierige Drecksäcke waren das. Und in ihrer Gier haben sie sich dann doch glatt über den Tisch ziehen lassen. Geblendet vom Glanz der imperialen Kronen haben sie einen wunderbaren Küstenstreifen einfach so abgetreten, mit fruchtbaren Böden, mit Schürfrechten und mit den Bauern, die dort lebten, gleich dazu. Das war die erste Kolonie in Shumala. Tordimland, benannt nach Jamir Tordim, dem findigen und schwerreichen Kaufmann, der hinter der ganzen Aktion steckte und der sich bald darauf Gouverneur Tordim nennen durfte. Herr über ein Land, das um ein vielfaches mehr wert war als die Truhen voll Gold, die man den Stammesfürsten dafür gezahlt hatten. Ein Land, in dem Zitrusfrüchte, Zuckerrohr, Tee und fremdartige Gewürze blühten. Ein Land, aus dessen Fleisch man Kupfer, Gold und sogar Edelsteine reissen konnte. Und natürlich ein Land, in dem man Holz, Eisen und Schießpulver, dass man zuhause zu Spottpreisen einkaufen konnte, mit horrendem Gewinn wieder los brachte. Denn all das war dort unten Mangelware. Und die Stammesfürsten, denen die Vorstellung einer eigenen Flotte und eigener Kanonen nur zu gut gefiel, die zahlten natürlich kräftig. Gold hatten sie ja genug. Insofern profitierten alle von der neuen Kolonie. Außer Thurm vielleicht. Über Thurm brach damals eine schwere Zeit herein, umso schwerer je besser die Zeiten im Imperium wurden. Aber Thurm ist ein raues Land und Menschen, die in einem rauen Land leben, lassen sich nicht so einfach unterkriegen. Die Menschen von Thurm wussten genau, was sie brauchten. Eigene Kolonien. Und da die Stammesfürsten, die nun bereits unter dem Einfluss des Imperators und der imperialen Kaufleute standen, wohl kaum Land an deren ärgste Konkurrenten abgeben würden, nahm Thurm eben jene Inseln in Besitz, die vor der Küste Shumalas lagen. Die Parava, wie die Einheimischen sie nennen.

Die Parava. Eine Welt für sich. Eine Inselwelt, die vor der Nordwestküste Shumalas liegt. Die größte der Inseln, Karand, erstreckt sich auf eine Länge von mehr als dreißig Seemeilen, doch die meisten der Inseln sind kleiner. Manche zu klein, als dass sie von Interesse für irgendwen wären, kaum mehr als bewaldete Bergspitzen, die aus dem Wasser ragen. Andere hingegen sind groß genug um Siedlungen und ganze Städte zu tragen. Der Boden auf den Inseln in der Parava ist fruchtbar, dank der vulkanischen Aktivität entlang der ganzen Kette. Fruchtbarer noch als auf dem Festland von Shumala. Mehr oder weniger dichter tropischer Urwald bildet den Großteil der Vegetation. Die Parava mögen weniger reich sein als Shumala - zumindest, was Bodenschätze getrifft - doch sie waren der ideale Standort für einen Handelshafen. Thurm gründete die Stadt Karand auf der gleichnamigen Insel und begann rasch, sich über diese auszubreiten. Dem konnte das Imperium selbstverständlich nicht einfach zusehen. Auch die Herren von Gondmark erhoben Anspruch auf diese exotische Inselwelt und gründeten Selvidshaven auf der nächst größeren Insel. Dann kamen die Seefahrer aus dem fernen Nirini Jita, die ebenfalls ein Stück dieses Kuchens abhaben wollten und von da an ging alles ganz schnell. Kolonien, Häfen, Siedlungen schossen aus dem Boden wie Pilze, Insel um Insel wurde besiedelt. Nicht vollständig, freilich. Aber entlang der Küstenlinien entstand Siedlung um Siedlung. Und nicht nur die großen Reiche waren es, die dort ihre Besitztümer ausweiteten. Manche der Ansiedlungen waren in der Hand einzelner Kaufleute, die gerne ihr eigenes Gouvernement besitzen wollten. Andere boten Ausgestoßenen und Verbrechern aus aller Herren Länder Zuflucht. In manchen Städten lebten Menschen aus allen großen Reichen friedlich Seite an Seite. Binnen weniger Jahre ist so das entstanden, was man heute unter dem Namen der Parava kennt. Ein Paradies für jene, die wagen. Shumala, Tordimland, all das, was einst den Anfang der Geschichte bildete, hat an Bedeutung verloren. Wer Reichtum und Abenteuer sucht, der kommt in die Parava. Seefahrer aus der ganzen Welt laufen diese Inselgruppen an um zu Handeln oder ihr Glück zu suchen. Und ja, natürlich! Da sind auch Piraten darunter. Was hattet ihr denn gedacht?!




Völker und Nationen

Das Imperium
Das wohl größte aller Reiche und unbestrittener Herrscher der Meere ist das Imperium. Sein Zentrum ist die gewaltige Insel Gondmark, auf der Menschen leben, die noch nie in ihrem Leben das Meer gesehen haben, so groß ist diese Insel. Doch die Zeiten, in denen Gondmark und das Imperium ein und das selbe waren sind lange vorbei. Im Lauf der Jahrhunderte haben die imperialen Bürger mehr und mehr fremde Inseln entdeckt, erschlossen und erobert. Inzwischen bilden acht große Inseln, jede so groß und zahlreich bevölkert wie eine ganze Nation, und unzählbare kleinere Inseln den Herrschaftsbereich des Imperators. Hinzu kommen Kolonien und gepachtete Ländereien in beinahe allen Teilen der Welt.
Die Menschen aus dem Imperium sind von durchschnittlichem Wuchs, haben helle, häufig gebräunte Haut und zumeist blonde oder braune, seltener schwarze Haare. Die imperialen Bürger sind ein wohlhabendes und nobles Volk - sieht man einmal von den Bauern und Arbeitern ab, die weit über siebzig Prozent der Bevölkerung bilden. Diese besitzen nicht selten kaum genug Land um sich davon zu ernähren, aber immerhin sind sie freie Männer und Frauen, die sich stolz als Bürger der mächtigsten Nation der Welt bezeichnen dürfen. Die wahre Macht Gondmarks trifft man jedoch in den Städten an. Ihr leben die Handwerker und Händler, Kaufleute und Reeder und selbstverständlich das zahllose Heer der Beamten. All jene, die durch die Seefahrt zu Wohlstand und Einfluss gekommen sind. Sie sind es, an die man denkt, wenn von den Imperialen die Rede ist.

Thurm
Weit im Norden liegt Thurm, ein endloses, raues Land, das bekannt für seine endlosen Küstenlinien und ungezählten Fjorde, seine langen Winter und kurzen Sommer und seine Bewohner, die so hart und rau wie das Land selbst sind, bekannt ist. Wenn das Imperium je einen Widersacher hatte, dann ist dies Thurm. Sieben mal haben die Imperatoren von Gondmark und die Hochfürsten von Thurm sich unverbrüchliche Treue geschworen und sieben mal haben sie anschließend blutige Kriege gegeneinander geführt, in denen ganze Inseln verwüstet und Flotte um Flotte auf den Grund des Meeres geschickt wurde. Wie auch das Imperium besitzt Thurm diverse Kolonien, doch im Vergleich zu Gondmark nimmt sich ihr Reich eher bescheiden aus. Vor allem in den letzten fünfzig Jahren ist Thurm mehr und mehr ins Hintertreffen geraten.
Die Bewohner Thurms sind für gewöhnlich größer und kräftiger als die Bürger des Imperiums. Ihre Haut ist von ausgesprochen heller Farbe und ihre Haare sind typischerweise blond oder rötlich. Die Männer lassen sich häufig Vollbärte stehen, was im Imperium als modische Unsitte gilt. Anders als im Imperium ist der Titel des Hochfürsten von Thurm kein erblicher. Stirbt ein Hochfürst, so wird ein neuer aus den Reihen der Herzöge gewählt, welche wiederum vom einfachen Volk gewählt werden. Reichtum ist im rauen Norden allgemein besser verteilt als im Imperium, wenngleich es auch hier eine wohlhabendere Oberschicht gibt.

Die Stämme von Shumala
Weit im Süden liegt das fruchtbare, von weiten Steppen bedeckte Land Shumala. Hier lebt ein Schlag von Menschen, der von den Imperialen oder den Bürgern Thurms gern als primitiv bezeichnet wird. Dabei ist dies keineswegs die Wahrheit. Vielmehr ist es so, dass der überwältigende Teil der Bevölkerung in bitterer Armut lebt während die wenigen Wohlhabenden mehr Reichtum und Luxus anhäufen als der Adel von Gondmark oder sogar der Hochfürst von Thurm besitzt. Diese Wohlhabenden sind die Stammesfürsten, zwölf von ihnen an der Zahl, die jeweils über Tausende von Menschen herrschen, über die sie wie über Eigentum verfügen können.
Die Shumalanen haben ausgesprochen dunkle Haut, sind groß aber hager und zeigen selten andere Haarfarben als schwarz. Ihre Kleidung besteht zumeist aus langen, fließenden Stoffbahnen, die auf Menschen aus dem Imperium oder Thurm sehr exotisch wirken.
Die Stammesfürsten und ihre Schar von Freunden und Verwandten, die mit ihnen über den einfachen Menschen stehen, sind nur zu gern bereit, mit den Menschen aus dem Norden zu handeln und von diesen zu lernen. Denn bei allem Reichtum ihrer Länder fehlt es ihnen an Eisen, Holz und dem Wissen über den Umgang mit Schießpulver.

Die Nirini Jita
Weit im Nordwesten von Shumala liegt die unter dem Namen Jita bekannte Inselgruppe, auf der jenes Volk haust, das sich die Nirini Jita nennt. Ihr Land und ebenso ihre Gesellschaft sind für die Menschen des Imperiums, Thurms oder auch die Shumalanen sehr fremdartig, denn die Nirini Jita haben keinen König, keine Fürsten und auch sonst niemanden, der über sie alle herrschen würde. Stattdessen leben sie in großen Familienklans zusammen, in denen vom Bauern bis zum Kaufmann alles vorhanden ist und in denen ein jeder jedem beisteht. Von diesen Klans gibt es über die Jita-Inseln verstreut dutzende. Zwischen diesen Klans werden Kriege ausgefochten und Bündnisse geschlossen, wird geheiratet und gestohlen, sich Treue geschworen und wieder gebrochen.
Die Nirini Jita sind von kleiner und häufig zierlicher Gestalt. Ihre Haut ähnelt von der Farbe der von imperialen Bürgern, doch ihre Haare sind von dunkler Farbe und nicht selten ebenso kraus wie das Haar der Shumalanen. Fremden gegenüber geben die Nirini Jita sich in der Fremde gern freundlich und jovial, denn es könnte ja ein gutes Geschäft auf sie lauern. Sollten aber Fremde die Jita-Inseln besuchen, dann wird diesen rasch Verachtung und Ablehnung entgegen schlagen, denn in ihrem eigenen Land dulden die Nirini Jita nur ihr eigenes Volk.

Die Parava


Die Parava und die wichtigsten Häfen und Hafensiedlungen der Region, aufgeschlüsselt nach jeweiliger Zugehörigkeit.
Rot = dem Imperium zugehörig
Violett = zu Thurm gehörend
Grün = zu den Stämmen von Shumala gehörend
Gelb = den Nirini Jita zugehörig
Schwarz = unabhängig, Freihandelsstadt, Ausgestoßenenkolonie, Piratennest oder ähnliches
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