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 Das Licht in der Dunkelheit [MSG]

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 17 März 2013, 17:51

Larciel starrte noch ein wenig länger auf das Tor, nachdem der dunkelhäutige Faejh es durchschritten und die hölzernen Flügel sich hinter ihm geschlossen hatte. Es sah nicht so aus, als würde es sich heute noch einmal öffnen. Nachdenklich stand Larciel auf und ging zurück zu der Lichtung, auf der er Sleipnir zurückgelassen hatte. Worauf hatten die Wächter am Tor gewartet? War, was auch immer es, sie oder er war, bereits eingetroffen? Und warum interessierte ihn das eigentlich so? Irgendein gewöhnlicher Faejh-Kurier war doch nicht der Rede wert, warum hatte er also so ein Gefühl, dass das, was bald das Tor erreichen würde, von sehr großer Wichtigkeit war?
Mit einem Seufzen wischte er die Fragen beiseite, als er auf die Lichtung trat und Sleipnir ihm schnaubend den Kopf zuwandte. Wenn überhaupt, dann würde das, auf das die Wächter gewartet hatten, sowieso erst morgen durch das Tor kommen. Da konnte er sich genauso gut noch ein wenig aufs Ohr hauen.
Ein bekanntes Schlaflied aus seiner Heimat summend, durchsuchte Larciel die Umgebung und sammelte einige trockene Äste und Zweige, die sich gut für ein kleines Feuer eignen würden. Während er, den Arm voller Feuerholz, zur Lichtung zurückkehrte und es dort zu einem kleinen Haufen aufschichtete, kehrten seine Gedanken immer wieder zu den Geschehnissen der vergangenen Tage zurück. Stirnrunzelnd fragte er sich von neuem, wie die Schatten es geschafft hatten, die Hauptstadt Rileads einzunehmen. Konnte sich das ganze auch in Alvae wiederholen? Eigentlich sollten die Lichtwächter ja jedes Anzeichen von einem Schatten aufspüren können, doch der Umstand, dass er selber so knapp von dem Tor entfernt gesessen hatte und nicht entdeckt worden war, ließ ihn an den berühmten Fähigkeiten der Faejh zweifeln.
`Was mach ich mir darüber überhaupt Gedanken?´, fragte er sich selbst, während er den Holzstapel mit der linken Hand berührte und die trockenen Zweige mit einem einfachen Zauber entzündete. `Was kümmern mich die Faejh und ihre mangelnden Schutzmaßnahmen? Wenn Riskrev und seine Truppen hierher kommen werden sie eh überrannt werden. Diese kleine Menge an Wächtern wird sie niemals aufhalten können.´
Einige Minuten später, in denen Larciel sich vorsichtig um das Feuer gekümmert und es langsam mit größeren Ästen gefüttert hatte, war die Flamme groß genug, dass sie von alleine weiterbrennen würde. Seufzend streckte er sich neben dem kleinen Lagerfeuer aus und blickte nachdenklich in den klaren Sternenhimmel. Konnte er den Faejh irgendwie helfen? Würden sie einen wie ihn überhaupt anhören? Schwer vorzustellen. Mit diesen Gedanken drehte er sich auf die Seite, so dass sein Gesicht den Flammen zugewandt war, schloss die Augen und fiel in einen leichten Schlaf.
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Vicati
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 17 März 2013, 19:42

Dieses Skelett wäre zwar kein angenehm anzuschauender Begleiter, aber es hatte so ausgesehen, als könnte es kämpfen. Sie könnten einen weiteren Begleiter gebrauchen. Aus diesem Grund hielt verlangsamte sie ihre Schritte und blickte zu Ashill hoch.
"Warte einen Moment. Ich werde nachsehen, ob ich ihn finden kann."
Nachdem das Pferd angehalten hatte, liess die alte Frau die Zügel los und trat zum nächsten Baum und legte sanft die rechte Hand auf den Stamm. Mathilda schloss die Augen und konzentrierte sich auf das beständige Flüstern des Waldes. Sie tauchte tiefer darin ein und begann, seine Worte zu verstehen. Sie erfuhr von den Sprösslingen im nördlichen Teil des Waldes, die erfreulich schnell wuchsen, von dem Eichhörnchen, das fleissig Nüsse sammelte und sie hörte die allgegenwärtige Nachricht, dass der Winter sich näherte. Und in diesen ewigen Strom von Stimmen tauchte sie ein und erhob ihre eigene, um mit dem Wald zu sprechen. Was sie sagte, war nur für die Bäume zu hören, doch sie verstanden. Nachdem sie gefragt hatte, lauschte sie weiter. Immer noch hörte sie von den Sprösslingen, die sich zum Himmel streckten, vom Winter und vom Eichhörnchen, dass seine Beute liegen liess, um vor einem Fuchs in die Höhe zu fliehen. Doch dazwischen hörte sie die einzelnen Stimmen, die verkündeten, dass das Skelett nicht in ihrer Nähe war. Sie lauschte noch einige Minuten, doch es war keine positive Rückmeldung zu hören.
Langsam löste sie sich wieder von dem Baum. Ihre grauweissen Haare waren nun stellenweise braun, auch wenn sie sich schon wieder zu verfärben begannen und ihr Gesicht hatte viel weniger Falten. Sie kehrte zu dem wartenden Ashill zurück und griff wieder nach dem Zügel.
"Er befindet sich höchstwahrscheinlich nicht mehr im Wald, sonst hätte ich es bis jetzt gehört. Ich werde aber weiter lauschen, vielleicht wird er noch entdeckt, aber wir sollten nicht damit rechnen", erklärte sie und zog dann sanft an den Zügeln, um das Pferd wieder in Bewegung zu setzen. "Gehen wir weiter. Bis zur Strasse ist es nicht mehr weit."
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 17 März 2013, 20:45

Flora lächelte, während sie überlegte, was genau sie sagen sollte.
„Über das wirkliche Leben in Alvae kann ich nichts sagen. Ich hab die ersten zehn Jahre meines Lebens in der Hauptstadt verbracht, hatte damals, wohl aufgrund meines Alters, nie das Gefühl, dass wir wirklich in einem Krieg sind. Man hatte uns natürlich beigebracht, dass die Vawek böse sind, viele Schauermärchen handeln auch von den heimtückischen Schatten, aber durch den Schutzschild sind wir gut geschützt, die Vawek können nicht in unser Land eindringen, weshalb es für „normale“ Leute sehr friedlich wirkt.
Als ich dann zehn war, haben meine Eltern mich bei einem Magier prüfen lassen, der prophezeit hat, dass ich schrecklich entstellt werden würde“, Flora biss sich kurz auf die Lippe, als sie bemerkte, was sie da ausgeplappert hatte und schaute sich vorsichtig um, ob jemand ihren Fauxpas bemerkt hatte. Es war ein mittelschweres Verbrechen die Zeichnungen als Entstellung zu bezeichnen, waren sie doch allgemein als Geschenk bekannt.
„Er hat mir ein großes Geschenk vorrausgesagt und somit meine Zukunft besiegt. Da kam ich auf die Akademie der Krieger und habe zum ersten Mal in meinem Leben begriffen, dass diese Schauermärchen wirklich echt sind, naja teilweise. Als Kind denkt man nicht an Krieg, nicht, wenn es einem an nichts fehlt, aber an der Akademie, da ging es den ganzen Tag darum, Kämpfen, Benehmen und Überleben zu lernen. Man hat uns erzählt wie der Krieg ausgebrochen ist, verschiedene Strategien, wir haben mit verletzten Kriegern gesprochen und auf einmal war alles real.
Viele der Erwachsenen, die hier in Alvae leben haben kaum eine Ahnung von dem, was auf den Schlachtfeldern vor sich geht, ich selbst hab es ja auch noch nicht gesehen. Sie leben entweder in großen Städten, wo es darum geht möglichst viel Prestige zu erwerben und am Hofe zu sehen sein, oder aber in kleinen Dörfern, da, wo es darum geht die eigene Existenz zu sichern und die Nahrungsmittel möglichst teuer in die Hauptstädte zu verkaufen.
Hier im Land geht es zu, wie in jedem Land. Es gibt den Adel, die Ritter, die Handwerker und Bauern, wie in Rilead auch, mit dem einzigen Unterschied, dass wir noch einen Nebenzweig haben, der die Krieger darstellt, vom einfachen Kämpfer bis hin zu Truppenführern, dieser Zweig genießt besonderes Ansehen, jeder der gekämpft hat wird quasi als Held betrachtet, aber sonst…“
Flora verstummte, sie wusste nicht, was sie noch erzählen sollte, sie hatte ja kaum etwas von ihrem eigenen Land gesehen, außer von der Hauptstadt und der Akademie.
„Möchtest du noch etwas anderes wissen?“, erkundigte sie sich darum bei Naane, da sie sich nicht sicher war, ob die Quarani alles hatte nachvollziehen können.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 17 März 2013, 21:24


"Etwas weiter westlich von hier" sagte Garl und deutete mit der Hand in die ungefähre Richtung, "wenn wir jetzt rechts gehen, führt die Straße uns hin."
Während sie dem Pfad folgten, überlegte Garl angestrengt, wie seine letzte Begegnung mit den Leuten in diesem Dorf verlaufen war. Er war nur kurz vorbeigekommen und eine Nacht in einem kleinen Gasthaus geblieben. Hatte er etwas gestohlen? Unwahrscheinlich, dass nicht. Hatte ihn jemand bemerkt? Unwahrscheinlich, dass ja. Und es waren zu der Zeit noch zwei andere in dem Gasthaus gewesen, die weit mehr als er nach aufgeschlitzten Geldbeuteln ausgesehen hatten, also machte er sich nur wenig Sorgen.
Garl hob überrascht eine Augenbraue, als vor ihnen eine hölzerne Palisade auftauchte, die das Dorf zu umgeben schien. Das war ihm neu. Gut, dass er mal wieder vorbeischaute.
Wachen in behelfsmäßiger Rüstung betrachteten sie misstrauisch, als sie sich dem Dorf näherten. Garl beschloss, es seinem Begleiter zu überlassen, ihnen zu erklären, warum sie hier waren. Je weniger man redete, desto weniger fiel man auf. je weniger man auffiel, desto weniger wurde man beachtet, und das war ihm ganz recht. Nicht beachtet werden war die Grundvorraussetzung für ein erfolgreiches Diebesleben.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 17 März 2013, 22:26

"Ich bin ein Krieger, nichts mehr und nichts weniger. Ich erfuhr zu spät von dem Aufruf, der an alle willigen Schwerter erging", führte der Krieger aus. Das war tatsächlich so gewesen. Zu der Zeit hatte er trainiert und die Zivilisation weitestgehend gemieden. Dementsprechend spät hatte er von dieser Aufgabe erfahren. Und sie hatte richtig geklungen, wie etwas auf das er gewartet hatte. Wie die Erfüllung einer Leere.
"ich erwarte nicht, dass Ihr mir vertraut. Zumindest nicht sofort. Aber Ihr werdet jedes Schwert und jeden Arm brauchen können, wenn Ihr erfolgreich sein wollt. Von der Rückreise ganz zu schweigen."
Der Krieger beugte sich vor und faltete die Hände.
"Schaut, ich verstehe, dass Ihr misstrauisch seid. Und wenn Ihr nicht wollt, dass ich mit Euch reise, so werde ich durch diese Tür gehen und Ihr seht mich nie wieder." Trotz des verunstalteten Gesichts seines Gegenübers hielt der Krieger den Blick des Henkers fest. Der sollte wissen, dass er es ernst meinte.

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 17 März 2013, 23:15

Einen Moment lang schwieg der Henker, dann gab er ein langes, nachdenkliches und irgendwie recht missmutiges Brummen von sich. Er wusste nicht so recht, was er von diesen Angebot zu halten hatte. Der König hatte sie als kleine Gruppe los geschickt, ihre Stärke würde ohnehin in Heimlichkeit und Geschwindigkeit liegen müssen, nicht in Kampfkraft. Und dieser Mann war keiner von jenen, die Pheanel ausgewählt hatte. Er war äußerst wählerisch gewesen. Was würde der König sagen, wenn sie nun diesen Wildfremden rekrutierten? Andererseits hatte Gerion nie viel darauf gegeben, was andere von seinen Entscheidungen hielten, ganz gleich ob Kameraden, Hauptleute oder sogar Könige. Und der Mann war ihm auf merkwürdige Weise - merkwürdig, da er überhaupt so empfand - sympathisch. Ein Mann der Tat. Ein Krieger. Einer, der wusste, was Krieg bedeutete. Und ohne Fenris würde ihnen womöglich tatsächlich ein Schwertarm fehlen.
"Wie ist euer Name?", verlangte Gerion zu wissen, gab sich reserviert, doch in seinem Inneren war die Entscheidung bereits gefallen.

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 18 März 2013, 00:31

"Nennt mich Anhur", nannte der Krieger seinen Namen. Wie lange hatte ihn niemand mehr nach seinem Namen gefragt? Es musste eine lange Zeit sein. Zehn Jahre waren es sicherlich. Gegen Anhur gab es wohl nichts einzuwenden, oder? Dann würde er ab jetzt Anhur sein. Leute brauchten Namen. Etwas ohne Namen existierte nicht. Anhur nahm die Frage nach seinem Namen als positives Zeichen. War es nicht schon offensichtlich anhand ihrer Zahl, dass sich keineswegs viele Freiwillige gemeldet hatten. Blieb nur zu hoffen, dass sein Gegenüber das ähnlich sah. Aber er würde sein Wort halten, falls sie ihn ablehnten. Es war nicht seine Art sich so aufzudrängen und schon konnte er fühlen, wie das Dach ihn erdrückte. Die Stimmen der Menschen schienen immer lauter zu werden.
Abzuwarten war das einzig mögliche.

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 18 März 2013, 21:15

Anhur. Der Name sagte Gerion nichts. Es gab einige Namen, die in den Kreisen, in denen er sich bewegte, die Runde machten; Namen von Kriegern, von denen er gehört, wenngleich er sie nie getroffen hatte. Auch sein eigener Name war unter jenen, die regelmäßig in die Schattenlande ritten, nicht unbekannt. Wie hätte er es auch sein sollen, nach zwanzig Jahren? Der Name Anhur hingegen war ihm fremd. Aber das musste nichts heißen. Es war nicht der Name, der einen Krieger ausmachte.
"Setzt euch. Erzählt von euch", bat Gerion den Mann, "Ihr seht mir nicht aus, als hättet ihr euer Leben lang Wachdienst an der Barriere geschoben. Wie oft wart ihr dort drüben? Mit wem seid ihr geritten?" Inzwischen begann die Wärme des Feuers langsam unter sein Hemd zu kriechen. Dampf stieg von den klammen Kleidern auf. Das Gefühl kehrte in seine Fingerspitzen zurück. Er rieb die Hände aneinander, dann öffnete er die Schnürungen seines Wamses, zog es über den Kopf und hängte es über die Lehne eines nahe am Feuer stehenden Stuhls. Kurz überlegte er, auch das dünne Leinenhemd, das er darunter trug, abzustreifen. Ihm selbst hätte es nichts ausgemacht sich derart zu entblößen. Wenn man im Feld war kannte man schließlich auch keine Scham. Es war vollkommen normal. Allerdings ging er davon aus, dass Flora und die Quarani es doch sehr befremdlich gefunden hätten, wenn er plötzlich mit nacktem Oberkörper am Feuer gesessen hätte. Und so entschied er sich, den nassen Stoff auf der Haut zu belassen.

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 19 März 2013, 00:42

„Halt!“ sprach mich eine der beiden Milizen an, die die Palisade um das kleine Dorf bewachten. Ich blieb stehen und bedeute auch Garl innezuhalten. „Wer seid ihr, und was gedenkt ihr hier zu tun ?“ Wenigstens kamen sie zum Punkt, das musste man ihnen zu Gute halten. „Wir sind Reisende und wurden gezwungen uns aus der Stadt hierher zurück zu ziehen. Wir suchen ein warmes Bett für die Nacht, und eine Stärkung für die weitere Reise.“ Die Miliz die mich angesprochen hatte starrte mich entgeistert an. „Die Stadt ist gefallen?“ Seine Stimmlage hatte etwas panisches. Ich deutete ein Nicken an. „Ich wünschte ich brächte schönere Neuigkeiten.“ sagte ich leicht betrübt. Die Miliz nickte stumm. Seine Stimme brach als er fragte „Gibt es....gibt es Überlebende?“ Ich schritt zu ihm und legte ihm brüderlich die Hand auf die Schulter. „Alles was wir tun können ist beten.“ Die andere Miliz nahm sich jetzt seines aufgelösten Kameraden an. „Mögen die Vier euch gewogen sein.“ sagte ich und legte meine Hand auf das Symbol auf meiner Brust. Ein schwacher Trost. Aber der einzige den ich im Moment zu vergeben im Stande bin. Die zweite Miliz nickte mir dankbar zu und gab mir das Zeichen zum passieren der Barriere. Ich winkte Garl hinter mir her und wir betraten das Dorf.
Es war nicht sonderlich beeindruckend. Das einzige größere Gebäude schien eine Taverne oder auch eine Dorfhalle zu sein, der Rest der Gebäude war eher unauffällig und schien unbewohnt. Die Hauptstraße war nahezu menschenleer, nur einige Männer hatten die Sicherheit ihrer Häuser verlassen und waren entweder auf dem Weg zur Taverne oder wieder auf dem Weg zu ihren Familien. Es war ein Dorf im Ausnahmezustand, anscheinend hatten man auch hier die Gefahr erlebt. Einige Häuser schienen verlassen, die Türen waren offen, unnützer Krempel lag auf der Straße verteilt. Langsam gingen ich und Garl über die ausgetretene Straße. „Nun, wisst ihr wo wir diese Heilerin finden? Sonst könnten wir noch eine kurze Rast im Gasthaus einlegen um dort zu fragen.“
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 19 März 2013, 15:57

"Eine Weile ritt ich mit Mark. Der nannte sich "der Rote" oder so ähnlich. Und eine Expedition war ich mit dem Schutz von Alys der Windschwester beauftragt", driftete die Stimme Anhurs langsam ab. Das waren bessere Zeiten gewesen. Das Land hinter der Barriere war bereits von den Schatten heimgesucht gewesen, aber jede Expedition brachte neue Herausforderungen. Seit einiger Zeit war alles beim alten geblieben. Das war nicht gut.
"Inzwischen bin ich wahrscheinlich um die zwanzig oder dreißig Mal hinter der Barriere gewesen, unterschiedlich lang. In letzter Zeit allerdings verhalten sich die Schatten aggressiver. Sie kommen näher an die Barriere heran. Sie werden mutiger und das gefällt mir nicht." Anhur tappte unruhig mit den Fingern auf die Lehne des Stuhls, auf dem er sich nach Einladung des Henkers niedergelassen hatte.
"Ein schneller und präziser Stich gegen die Schatten wird mehr Schaden anrichten und uns einen langen, blutigen Krieg ersparen. Und ihr? Wie oft seid Ihr drüben gewesen? Verzeiht, ich kenne Euren Namen noch nicht."

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 19 März 2013, 16:31


Garl war für die Schenke. Gasthäuser waren voll, laut und man konnte sich alles in Ruhe ansehen, ohne beachtet zu werden. Er hatte auch gerade noch genug Geld dabei für ein wenig Essen und eine Übernachtung und beabsichtigte nicht, es für schlechtere Zeiten aufzuheben. Eigentlich, überlegte er, waren die Zeiten jetzt schon an einem Tiefpunkt angelangt. Es war weniger die allgemeine Situation als vielmehr sein persönliches Pech, das ihn aus der großen Handelsstadt westlich der Hauptstadt vertrieben hatte und ihn so von einem gefürchteten Meisterdieb in einen kleinen Straßenräuber verwandelt hatte. Mal wieder.
Ein Betrunkener taumelte aus der Schenke und riss ihn ihn anrempelnd aus seinen Gedanken. Eine perfekte kleine Gelegenheit, doch der Mann trug keinen Geldbeutel bei sich. Alles versoffen, dachte Garl etwas ärgerlich, als sie den schummrigen Raum betraten.
Wie üblich steiße Garl die Tür leise und langsam auf. Wie üblich trat er ohne irgendwelche auffälligen Bewegungen ein. Wie üblich war er genau der Durchschnittsbursche, den man einfach übersah und schon vergessen hatte, während man ihn noch anschaute. Unüblich war, dass sich alle Köpfe zu ihnen umdrehten und die Gespräche verstummten. Na toll, seufzte Garl innerlich und schielte zu seinem Begleiter, den die Idee der Unauffälligkeit irgendwie kalt zu lassen schien. Dann eben im Rampenlicht, sagt sich Garl und hoffte inständig, neben dem Krieger in dem blutbefleckten Waffenrock einfach nicht aufzufallen. Er hasste Aufmerksamkeit. Die hatte man als Dieb nur, wenn man am Galgen baumelte oder am Pranger stand.
Er steuerte auf den Wirt zu, immernoch mit dem mulmigen Gefühl der Blicke auf sich. Zwei Zimmer waren frei und sie würden etwas zu essen und trinken bekommen.
"Und," fragte er dann weiter, "Ihr wisst nicht zufällig etwas von einer Heilerin hier in der Gegend?"
Der Wirt nickte und beschrieb ihnen den Weg. "Sollen wir jetzt oder morgen zu ihr gehen?" wandte Garl sich an Eadgar.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 19 März 2013, 21:17

Gerion hatte während der Ausführungen des Fremden geschwiegen, jedoch immer wieder anerkennend genickt. Ihm gefiel, was er zu hören bekam. Die Namen der Hauptleute, die Anhur nannte, sagten ihm etwas, wenngleich er nie mit ihnen geritten war. Gute Leute. Kreuzfahrer. Waren sie nicht alle Kreuzfahrer, die sie sich dem Bösen mit Stahl in Händen entgegen stellten anstatt sich auf den Schutz der Barriere zu verlassen? Die sie den Zorn der Rechtschaffenen über die Länder der Schatten brachten. Gerion wusste, dass viele - auch Faejh! - wenig von diesen Ritten hielten. Dass sie die Kreuzfahrer für blutrünstige Schlächter hielten. Aber warum waren sie dann vom Licht gezeichnet? Wer, wenn nicht sie, sollte dem Bösen Einhalt gebieten. Dieser Fremde, Anhur, war ein Mann, der dem selben Weg folgte wie auch er selbst. Es würde gut tun, mit einem erfahrenen Krieger wie ihm zu reiten.
"Mein Name ist Gerion", stellte er sich vor, "Sie nennen mich den Henker." Obwohl seine Worte leise waren spie er den Namen förmlich aus. Er hasste es, dass sie ihn hinter seinem Rücken so nannten. Warum nannten sie ihn nicht bei seinem richtigen Namen? Fürchteten sie ihn? Oder war er für sie nicht mehr als das: eine namenlose Hand, die die Klinge führte? "Ich reite seit zwanzig Jahren. Wie oft ich drüben war... ich kann es nicht sagen. Oft." Er faltete die Hände, starrte ins Feuer. "Wenn du dich uns anschließen möchtest, Anhur, würde ich mich geehrt fühlen", sagte er schließlich, "Aber ich muss dich warnen: unsere Aufgabe ist es nicht, einen solchen schnellen Stich zu führen. Zumindest vorerst nicht. Vorerst lautet unser Auftrag zu beobachten..."

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 19 März 2013, 21:30

Naane hörte aufmerksam zu und blickte Flora erst ein bisschen irritiert an als sie davon sprach laut einer Prophezeiung entstellt zu werden und dies dann kurz darauf mit dem Wort Geschenk korrigierte. Die junge Quarani wusste nicht so recht, wie sie dies zu deuten hatte oder was Flora nun genau meinte. Doch sie schob diese Überlegungen erst einmal wieder beiseite und lauschte weiter den Worten von Flora. Wenn man von dem Nebenzweig dieser Krieger einmal absah, schien es in der Heimat von Flora, dank dem schützendem Schild, fast genau so zu und herzugehen wie in ihrer Heimat. Dass die Leute in den grossen Städten um Prestige kämpften, währen die Leute in den kleineren Dörfern einfach nur versuchten so gut es ging über die runden zu kommen und dabei vielleicht sogar ein glücklicheres Leben führten als die Adelsleute in den Städten oder am Hofe. Doch vielleicht sah sie das auch nur so, weil sie selber in einem solchen Dorf aufgewachsen war.
Naane seufzte leise und versuchte dann zu lächeln. "Danke das Du dir die Zeit nimmst meine Fragen zu beantworten... Ich wünschte unsere Magier wären auch in der Lage gewesen einen Schild wie den euren zu formen, dann würde der Fluch der Schatten jetzt nicht nach uns greifen." Etwas betrübt blickte Naane auf den Boden. Rilead hatte immer mit der Möglichkeit gerechnet das die Vavek eines Tages versuchen würden ihren neutralen Nachbarn zu erobern falls es keine andere Möglichkeit gab den Schild zu durchdringen, doch gegen eine Krankheit oder Seuche waren Soldaten machtlos.
Naane schüttelte den Gedanken wieder ab. "nun ja, etwas beschäftigt mich noch." Naane senkte die Stimme so das nur Flora hören konnte, was Sie sagte. "Wie hast du das gemeint, als du sagtest, dass du entstellt werden würdest?" Naane verstand zwar nicht, warum, doch sie hatte durchaus bemerkt, dass dieses Thema wohl besser nicht laut angesprochen wurde.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Di 19 März 2013, 21:59

Schuldbewusst rieb Flora sich ihre Handflächen. Sie hatte gehofft, dass Naane ihre gedankenlose Bemerkung überhören oder ignorieren würde. Stattdessen war genau das passiert, was passieren musste. Naane wollte wissen, wie genau sie das gemeint hatte.
Flora schaute sich vorsichtig zu den Seiten um, wenn jemand ihre Bemerkungen hören würde, dann konnte sie unter Umständen in Schwierigkeiten geraten. Man konnte das nicht-wertschätzen der Zeichnungen auch für Blasphemie halten und die meisten Faejh, die einen guten Ruf wahren wollten gaben sich nicht mit Leuten ab, die ihre Zeichnungen nicht ehrten. Doch für Flora wirkte es so, als wäre Gerion so tief in ein Gespräch mit einem anderen Faejh vertieft, dass es wahrscheinlich ungefährlich war, Naane die Sache kurz zu erklären und dann das Thema nie wieder in ihrem ganzen Leben anzusprechen.
„Weißt du“, Flora senkte die Stimme und rückte ein Stück näher an Naane, nur damit wirklich niemand was hörte, „Das war nur so daher gesagt und eigentlich nicht für die Ohren von jemandem bestimmt. Du weißt doch sicherlich, dass wir Faejh, wenn wir erwachsen werden, diese Zeichen ausprägen, richtig?“, Flora schaute Naane kurz an und deutete dabei auf ihre eigenen Runenbedeckten Hände.
„Jedenfalls sind diese Zeichnungen bei uns quasi heilig. Je flächendeckender diese Zeichnungen sind, desto stärker bist du, folglich ist deine Stellung in der Gesellschaft auch mit unter von diesen Zeichen abhängig. Diese Zeichnungen sind eine Art Vorbestimmung für dein Leben. Leute, die für den Kampf gemacht wurden haben Runenmuster, Handwerker eckige Symbole und Gelehrte runde Schnörkel. Jedenfalls sehe ich die ganze Sache ein wenig anders. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich nie Kriegerin werden wollte, niemals in meinem Leben, ich wollte lesen, schreiben, reisen durch die Welt, aufschreiben, was ich dort erlebe, aber stattdessen wurde mir eine Karriere als Kriegerin prophezeit, weshalb ich auf eine Akademie geschickt wurde, wo nichts wichtiger war als Kämpfen. Ich hasse diese Zeichen, ich hasse es jedes Mal, wenn ich in den Spiegel schaue, diese Runen ansehen zu müssen. Nicht einmal mein Gesicht ist frei von dieser Strafe, die mir immer wieder vor Augen führt, dass ich falsch bin!“
Flora stoppte und schaute Naane schief an: „Aber das darfst du niemandem sagen, niemals, auch wenn du wahrscheinlich nicht verstehst, was genau daran so schlimm sein sollte, aber glaub mir, diese Mission ist meine einzige Chance auf mein Leben und ich will nicht davon ausgeschlossen werden.“
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Do 21 März 2013, 21:36

Naane hatte Flora genau zugehört und je mehr die Faejh erzählte umso entsetzter war sie. Sie hatte zwar schon von diesen Zeichnungen gehört und auch das Sie eine Bedeutung hatten, aber Ihr war nicht klar gewesen, dass diese Zeichnungen solch Einfluss hatten und das Leben jedes Faejh quasi vorbestimmten. "Das ist ja schrecklich..."
Nun war Naane klar, warum Flora ihre Zeichnungen mit einer Entstellung gleichsetzte, durch sie wurde Sie quasi gezwungen etwas zu tun, was sie eigentlich gar nicht wollte. Naane war sich bewusst das Sie die Qual von Flora allerhöchstens erahnen konnte. Sie selbst war ja nicht dazu gezwungen worden eine militärische Ausbildung zu machen, Sie hatte sich selber dafür entschieden. Bisher hatte Naane sich mit einem Urteil über die Art und die Lebensweise der Faejh immer zurückgehalten, doch nun konnte Sie einfach nicht mehr eine neutrale Sicht wahren. Dabei störte es Naane nicht das man die Zeichnungen mit gewissen Lebensrichtungen assoziierte, schrecklich fand sie aber das man quasi in Ungnade viel, wenn man sich dieser Einteilung nicht beugte. Selbst wenn Flora eine Ausnahme darstellen würde, was Naane aber nicht glaubte, wäre es für sie immer noch unverständlich.
"Ich..." Nanne wandte ihren Blick von Flora ab und blickte betreten auf den Boden. Jetzt wünschte sie sich das Sie die Frage nicht gestellt hätte. "Tut mir leid, es war nicht meine Absicht dich in Verlegenheit zu bringen, ich... ich habe nicht gewusst, dass diese Zeichnungen eine solch hohe Bedeutung bei euch haben, habe sie bisher sogar als hübsch empfunden, aber jetzt..." Naane brachte es nicht fertig Flora in die Augen zu sehen, noch vor wenigen Augenblicken hatte sie diese Zeichnungen als schön empfunden und nun, da sie wusste, was dahintersteckte und das Flora wegen diesen Zeichen quasi leiden musste, schämte Sie sich dafür.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Fr 22 März 2013, 13:11

Flora lächelte leicht um die Quarani aufzumuntern. Für sie war es etwas alltägliches geworden mit diesen Zeichnungen zu leben und sie zu hassen, aber noch niemals hatte sie jemandem davon erzählt, einfach, weil es sie in so große Schwierigkeiten gebracht hätte. Allerdings fühlte sie sich jetzt, wo sie es der Quarani erzählt hatte nicht unbedingt besser, sie erkannte das Mitleid in ihren Augen und Flora wollte nicht, dass Naane sich ihretwegen schlecht fühlte. Für alle anderen schienen die Zeichen ja ein Segen zu sein.
„Es ist nicht so schlimm, wie es sich anhört. Ich muss mich eben damit arrangieren, wenn ich schon keine Wahl habe. Auf eine verquere Art glaube ich sogar, dass das alles Schicksal ist und das diese Zeichen tatsächlich für mich bestimmt sind, auch wenn ich sie trotzdem hasse und mein Spiegelbild nicht ausstehen kann. Es ist nur so, dass gerade mein Hass darauf, dass ich gezwungen bin zu kämpfen, mich zu einer guten Kriegerin machen wird, weil ich entschlossen bin diesen Krieg zu beenden. Nicht, weil es ruhmreich ist und weil ich für mein Land kämpfen will, sondern ich kämpfe für mein Leben. Vielleicht wollte das Schicksal einfach, dass ich diese Zeichnungen hassen muss, mit denen es mich gestraft hat. Wer weiß, am Ende wird alles einen Sinn ergeben!“
Flora schaute kurz auf und lächelte Naane an: „Und wenn es nicht diese Zeichnungen wären, die unsere Gesellschaft ordnen, dann wäre es etwas anderes, in eurem Land gibt es genau so Ränge und Klassen wie bei uns, ohne, dass ihr diese Zeichnungen habt.“
Flora zog die Decke enger um sich und schaute sich um. Gerion sprach immer noch mit dem Fremden und Flora wusste, dass es unhöflich war, jetzt dazwischen zu platzen, dennoch hatte sie bemerkt, dass Fenris sich einzig und allein von ihr verabschiedet hatte und es war doch ihre Pflicht die anderen auch darüber zu informieren, oder? Sollte sie also einfach hingehen? Es würde ja nicht lange dauern!
Schnell fiel die Entscheidung, wenn es höflich formuliert war, dann konnte sie zumindest kurz Bescheid geben.
„Ich muss mal kurz was erledigen!“, erklärte Flora Naane und stand auf. Sie zog sich die Decke fester um den Körper und ging dann zu Gerion und dem Fremden hinüber.
„Entschuldigt bitte die Störung“, Flora lächelte entschuldigend und nickte dem Fremden zum Gruß zu, „Aber ich glaube ich hab eine nicht unwichtige Nachricht für dich, Gerion. Fenris ist eben zu mir gekommen und hat mir Bescheid gegeben, dass er die Gruppe verlässt, da er sich nicht von dir verabschiedet hat, dachte ich, dass ich dich eben informiere!“
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Grim
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Fr 22 März 2013, 18:15

"Ich habe es mitbekommen", erwiderte Gerion leise und nickte knapp. Natürlich hatte er nicht Wort für Wort verstanden, was der Krieger Flora mitgeteilt hatte - dafür war es schlichtweg zu laut in dem Raum und er selbst zu weit entfernt gewesen - doch die grobe Aussage war aus den hinüber wehenden Wortfetzen und der Gestik des Weißhaarigen ersichtlich geworden. Wenn er ehrlich war, dann scherte Gerion sich aber auch nicht wirklich um Fenris' Intentionen. Er war in den letzten Tagen nie wirklich warm mit dem schweigsamen Krieger geworden. Ganz gleich ob aus Feigheit oder hehreren Motiven: Fenris war fort und mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit würden ihre Wege sich nicht mehr kreuzen. Was also brache es noch, sein Verhalten zu hinterfragen. "Der König hat Freiwillige gesucht, also steht es ihm frei, unsere Gruppe zu verlassen. Vor uns muss er sich dafür nicht verantworten. Dass er seinen König damit enttäuscht hat ist seine Sache..." Kein Hauch von Emotion schwang in Gerions Stimme. Er hätte Verachtung für den Krieger empfinden können, aber was hätte das schon gebracht? Er zog es vor, ihn nicht Nicht-Achtung zu strafen. Fenris, so entschied er, war ihm von diesem Moment ebenso gleich wie all diese Soldaten hier, die ihr Leben lang nichts taten als endlose, fruchtlose Wachen an der Barriere zu schieben.
"Flora, das ist Anhur!", stellte er nach einem kurzen, schweigsamen Moment des Sinnierens den Fremden vor, "Er hat nicht beim König vorgesprochen, aber er ist ein Krieger, der sein Handwerk versteht und er kennt seine Pflicht gegenüber seinem Volk." Gerion war bewusst, dass der letzte Halbsatz als Seitenhieb auf Fenris verstanden werden konnte, doch er hatte kein Problem mit dieser Interpretation. "Er hat angeboten sich uns anzuschließen und ich bin der Meinung, wir könnten einen weiteren sicheren Schwertarm vertragen wenn wir erst einmal dort draußen sind..."

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Shoggoth

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Sa 23 März 2013, 22:27

„Je früher desto besser.“ sagte ich zu Garl. „Lasst uns ein paar Worte mit ihr wechseln, danach können wir uns wieder hierher zurückziehen. Außer ihr bevorzugt es unter freiem Himmel zu nächtigen.“ Ich wandte mich noch kurz an den Wirt und warf ihm eine Münze zu. „Danke guter Mann, mögen sie die Phönixe segnen.“ Nun also ging es zu einer Heilerin. Ich war nicht ganz überzeugt von dem Plan, aber umso mehr Informationen wir haben desto eher können wir helfen. Vielleicht konnten wir heute Abend noch etwas aus den Leuten herausholen, nach ein,zwei Bier konnte ein Mann redselig werden. Aber es ist besser wenn wir uns jetzt aufmachen und diese Heilerin suchen. Wahrscheinlich war sie genau die alte Dame zu der jeder einmal kommt. Sie leben alleine in kleinen Holzhütten und verschreiben Kräutersalben und warme Bäder. Solche Frauen waren mir immer als nett, aber doch bestimmt vorgekommen. So als würden sie die ganze Welt wie ein kleines krankes Kind behandeln. Mancherorts wurden sie auch als Hexen verschrieen. Aber spätestens dann wenn der älteste Sohn im Fieber liegt sind sie die große Hoffnung. Ich habe nie viel von ihnen gehalten. Was brauchte ich mehr für eine Heilung als die, die mir die Phönixe versprachen? Wenn man sein Leben im Kloster verbringt erkannt man dass der Glaube stärker heilen kann als jedes Fußbad und jede Kräutertinktur. Auch als Kleriker waren wir in der Kunst der heilenden Gebete unterrichtet, aber wir benötigten diesen ganzen Schabernack nicht den diese Frauen so liebten.
„Nun, dann zeigt mir den Weg, mein Freund. Geht voran, ich werde folgen.“ sagte ich zu Garl als ich im Begriff war aufzubrechen.
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Syari

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   So 24 März 2013, 21:09

Neugierig betrachtete Flora den Faejh, den Gerion ihr als Anhur vorgestellt hatte. Er hatte eine dunkle Hautfarbe, sodass seine weißen Runen nur umso deutlicher hervortraten, kurz bedauerte sie ihn für dieses Aussehen, auch wenn sie davon ausging, dass er unglaublich stolz darauf war.
Sie wusste nicht, was sie von der ganzen Sache halten sollte, dass auf einmal ein Wildfremder bei ihrer Gruppe mitlaufen sollte, der nicht einmal vom König für geeignet befunden worden war und von dem sie niemals in ihrem Leben etwas gehört hatte. Allerdings war die Armee der Faejh auch ziemlich groß, sodass man sich höchstens die Ranghöchsten Offiziere kannte, oder aber Soldaten, die sich durch besondere Leistungen ausgezeichnet hatte.
Andererseits traute sie Gerion durchaus zu, dass er eine relativ gute Menschenkenntnis besaß, er hatte immerhin schon oft Schlachten geschlagen und sollte in der Lage sein, einen guten Soldaten zu erkennen. Flora selbst musste zugeben, dass seine Haltung genau der eines Kriegers entsprach, aufrecht und mit geradem Rücken.
Außerdem riss Fenris durch sein Verlassen ein durchaus großes Loch in die Gruppe, bei einer Gruppe von vier Leuten fehlte auf einmal immerhin ein Viertel. Und sie konnten jede helfende Hand gebrauchen. Auch auf einer, vorerst, rein beobachtenden Reise. Was war denn, wenn sie in einen Hinterhalt gerieten, da konnten sie gut noch einen zusätzlichen Kämpfer gebrauchen, denn die Wahrscheinlichkeit, so hatte man es ihr beigebracht, dass Vawek und auch Schattenkranke in Kleingruppen oder gar alleine herum reisten, durch ein Land, was sie nicht kannten, nicht gänzlich, das war sehr gering. Nein, sie würden in größeren Gruppen durch das Land ziehen, damit sie sich gegen Wiederstand wehren konnte. Außerdem befanden sich die ersten Schatten wahrscheinlich bereits auf dem Weg zur Grenze um ein Lager aufzubauen, wo die anderen Vawek schlafen konnten. Flora zweifelte nicht daran, dass es die Absicht der Vawek war, das Tor, und somit den Schutzschild, zu zerstören.
Nach wenigen Sekunden erinnerte sich Flora daran, dass es äußerst unhöflich war, sich nicht wenigstens vorzustellen, also persönlich. Nur, weil sie sie Akademie nie gemocht hatte, hieß es ja nicht, dass sie, sobald sie nicht mehr dort unterrichtet wurde, ihr gutes Benehmen vergessen sollte.
Also versicherte Flora sich noch einmal, dass ihre Decke nicht verrutschen würde und streckte dem Krieger freundlich drein blickend ihre Hand entgegen und machte einen kleinen Knicks, quasi als Entschuldigung für ihre verspätete Reaktion.
„Es ist mir eine Freude euch kennenzulernen, Anhur, mein Name ist Florera Fin, doch wenn ihr uns auf dieser Reise begleitet, dann steht es euch frei, mich Flora zu nennen! Ich hoffe in dir finden wir einen zuverlässigen Begleiter!“
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Mo 25 März 2013, 13:18


Wir gingen zu dem Haus, das der Wirt uns beschrieben hatte. Garl klopfte vorsichtig an die Tür und überlegte, was er sagen sollte, wenn geöffnet werden würde. Für gewöhnlich kam er ganz gut mit alten Leuten aus, dabei sollte man doch denken, dass gerade diejenigen mit viel Lebenserfahrung sich nicht von ärmlichem Aussehen, blonden Locken und einem schüchternen Lächeln täuschen ließen.
Doch er kam garnicht dazu, etwas zu sagen. Die Tür blieb verschlossen. Garl klopfte erneut, doch immernoch passierte nichts.
"Es scheint niemand zu Hause zu sein." wandte er sich an seinen Begleiter.
Es war schon beinahe dunkel. Nur noch wenige Leute waren auf den Straßen. Garl mochte diese Zeit des Tages nicht. Richtige Diebe verkrochen sich, sobald die großen, unachtsamen Massen verschwanden, und skrupellosere Menschen kamen heraus, solche, die für ein paar Münzen Morde begingen und in den Gassen der großen Städte zerschlagene Leichen zurückließen. Immer, wenn er für längere Zeit in solchen Städten gewesen war, hatte er zu Sonnenauf- und untergang geschlafen. Tagsüber die kleinen Diebstähle, nachts die großen Einbrüche, aber die Zeit dazwischen war tabu. Zum Glück war das hier nur ein Dorf und das Schlimmste, was es zu bieten hatte, waren wahrscheinlich Betrunkene. Trotzdem schauderte er.
"Zurück zum Gasthof?" fragte er Eadgar, um sein Unwohlsein zu überspielen.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Do 28 März 2013, 18:17

"Es ist mir eine Freude, Flora", grüßte Anhur zurück und verbeugte sich. Man sah ihm an, dass ihm dieser Gruß keineswegs in die Knochen übergegangen war. Im Gegenteil erschien ihm die Bewegung fremdartig zu sein. Aber irgendwer hatte ihm mal gesagt, dass man Frauen gegenüber respektvoll sein sollte. Vor allem, wenn man sie noch nicht kannte. Das war vor den ganzen Reisen gewesen, was schon eine ganze Weile her war.
"Ich hoffe, dass ich eine Hilfe sein werde. Meine letzte Reise hinter die Barriere liegt nicht lange zurück und ich kann Euch sagen, dass es dort alles andere als gastlich ist."
Das war eine untertriebene Formulierung. Einer der Gruppe war sogar selbst den Schatten anheim gefallen. Die anderen waren auf die eine oder andere Weise umgekommen. Aber das waren unerfahrene Kämpfer gewesen und der König würde sicherlich keine Grünschnäbel losschicken, oder?
"Es ist mir eine Ehre, Teil dieser Gruppe zu sein. Unser größter Schutz wird allerdings darin bestehen, unbemerkt zu bleiben. Ich hoffe, ihr habt ausreichend Vorräte mitgebracht."

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Do 28 März 2013, 20:50

"Wir sind ausgestattet", bestätigte Gerion mit unmerklichem Nicken. Dörrfleisch und Reisebrot. Ihm graute schon davor. Zäh und hart. Jeder Bissen würde eine Qual werden. Wenn sie länger unterwegs sein würden, würde er sich ein paar Wurzeln ausgraben und in einer Suppe weich kochen ehe ihn seine Kräfte ganz verließen. Dass die Wunde sein Gesicht entstellt hatte war ihm seit jeher gleich gewesen. Sollten sie sich doch angeekelt abwenden! Aber dass sein halber Kiefer zahnlos und gesplittert war machte ihm zu schaffen. Wie er die Schatten dafür hasste, ihm dies angetan zu haben! Doch er hatte es ihnen zurück gezahlt. Hundertfach! Und er würde nicht aufhören, es ihnen zurück zu zahlen.
"Und wir werden unbemerkt bleiben. Wir reiten früh und schnell, legen ein paar Meilen zurück ehe die Sonne aufgeht." Die Stunden vor der Morgendämmerung waren stets die besten, wenn man unbemerkt Weg hinter sich bringen wollte. Niemand war zu dieser Stunde auf den Straßen unterwegs. Wachsoldaten harrten müde der morgendlichen Ablösung. Und die zäh über dem Land liegende Dunkelheit verschleierte jeden Vormarsch. Sicher, es war riskant im finsteren schnell zu reiten. Allzu leicht konnte ein Pferd stolpern und sich das Bein brechen. Aber in der Nähe des Tores waren die Straßen gut ausgebaut und eben. "Sobald es hell wird schlagen wir uns querfeldein in Richtung Samaru."
Er griff nach seinem Bierkrug, leerte den Rest in einem Zug und stellte das Gefäß zurück auf die Bank. Seinen Eintopf hatte er nicht angerührt. "Wir werden Quartiere für die Nacht brauchen", wandte er sich abermals an Anhur, "Wir sind den ganzen Tag geritten und werden morgen wieder vor Tau und Tag im Sattel sitzen. Wir brauchen den Schlaf. Kannst du uns einen Platz besorgen? Muss nicht groß sein, aber warm und trocken wäre gut..."

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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Do 28 März 2013, 21:09

Während der Reise hatte Ashill sich schon ein wenig gefragt, was die Alte da im Wald denn gemacht hatte. Doch irgendwie hatte er sich nicht so recht getraut, sie zu fragen. Sie würde es ihm schon erzählen, falls sie das wollte.
Irgendwann unterwegs tauschten sie dann noch und Mathilda durfte auf Dorne reiten, die das Ganze relativ gut mitmachte. Ashill war hatte auch ein besseres Gewissen, die alte Frau reiten zu lassen.
Gegen Abend erreichten sie dann ein Dorf, das eine Schenke hatte. Dort konnten sie Dorne in den Stall stellen und sie kriegten auch zwei Betten. Die waren zwar nicht von allerhöchster Qualität, doch für eine Nacht würde es reichen.
"Was ... hast du da im Wald gemacht?", fragte Ashill beim Abendessen, das aus Haferschleim, Brot und Wein bestand, dann doch noch. Es interessierte ihn halt schon.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Sa 30 März 2013, 01:06

„Nun, haben wir den eine Wahl? Gut, den Waldboden, aber ich denke ein warmes Bett ist mir lieber.“ entgegnete ich Garl. In der Zwischenzeit ist es spät geworden. Die Dämmerung der Nacht senkte sich auf die Straßen hinab und ich merkte auch schon wie ich leicht müde wurde. Schließlich war es ein anstrengender Tag gewesen. Auch wenn ich im Kämpfen ausgebildet wurde, ein Kampf erschöpft immer. Außerdem schwirrten mir all diese merkwürdigen Vorkommnisse im Kopf herum. Die Stadt war überrannt wurden, von ihren eigenen Bewohnern. Irgend etwas war anders an diesen Leuten gewesen. Sie schienen willenlos, gesteuert. Und das bittere war dass ich nicht wusste was ich dagegen unternehmen konnte. Allein die Faejh konnten uns in dieser Lage helfen und die waren weit weg. Außerdem hatten sie vielleicht auch an dieser Plage zu kämpfen, obwohl ich mir das nicht vorstellen konnte, nicht einmal eine magische Seuche könnte es schaffen ihren Schutzwall zu durchdringen. Sie waren gut behütet in ihrem eigenen Reich, während Rilead und seine Einwohner der ständigen Gefahr der Vawek ausgesetzt war. Mein Orden hatte sich geschworen alle Einwohner Rileads zu schützen, aber angesichts dieser Bedrohung schien er klein und unbedeutend. Meine Ordensbrüder waren über das ganze Land verteilt, nur einige leben im Kloster und ein stehendes Herr verwalten wir schon gar nicht. Ich werde wohl oder übel als Vertreter des Ordens in Alvae in Erscheinung treten müssen. Ob es mir gefiel oder nicht.
Wir waren indes wieder im Gasthof angekommen. Auf dem Weg waren uns einige arme Seelen begegnen die ihren erbärmlichen Zustand versuchen in Alkohol zu ertränken, aber ein Blick auf den Streitkolben an meiner Hüfte reicht bei solchen Gesellen meistens um sie einen gewissen Abstand wahren zu lassen. Sicher gab es immer wieder Irre die versuchten mich anzugreifen, aber nicht in diesem Dorf. Sie hatten schon so genug Probleme, ohne auch noch den Schädel gespalten zu bekommen.
Die Schenke war schummrig und die Luft abgestanden, aber was erwartete man von einer Dorfkneipe? Mit einigen Schritten kam ich beim Wirt an und bezahlte für mich und Garl jeweils ein Bett und ein Abendessen. Für mich war es selbstverständlich dass ich bezahlte, schließlich hatte ich mehr als genug Geld von meinem Orden bekommen. Und da ich meist den ein oder anderen Dienst in einem Dorf übernahm wurde ich meist mit freier Kost und Logis beschenkt. Ich erwartete nie Geld, dafür waren die meisten Gegenden sowieso viel zu arm. Ich tat immer meine Pflicht, egal ob mir dafür gedankt wurde oder nicht.
Ich schaute mich in der spärlich besetzten Kneipe um und setzte mich an einen Platz nahe am Kamin. An einem Nachbartisch sah ich einen jungen Mann und eine alte Dame sitzen, möglicherweise seine Mutter. Die beiden schienen nicht von hier zu sein, eher sahen sie aus wie Reisende, wahrscheinlich waren sie aus der Stadt oder aus einer umliegenden Dorfschaft geflohen. Ich schenkte ihnen aber weiter keine große Beachtung, sondern wendete mich meinem Bier und dem Essen zu. Eine Stärkung würde gut tun nach einem solchen Tag.
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BeitragThema: Re: Das Licht in der Dunkelheit [MSG]   Sa 30 März 2013, 17:56

Kaum hatten sie den Wald verlassen, war Mathilda sichtbar gealtert und war froh, dass sie im Laufe des Tages gewechselt hatten, so dass sie nun auf dem Pferd sass. Die Erschöpfung und das Alter lastete auf einem Schlag um ein Vielfaches schwerer auf ihren Schultern. So war sie dann auch froh, dass sie bald ein Dorf erreichten und sich dort in der Schenke zwei Zimmer mieten konnten.
Als sie schliesslich bei einem schlichten Abendessen in der Schenke sassen, stellte Ashill die Frage, auf die sie schon den ganzen Tag gewartet hatte. Ihr Gesicht verzog sich zu einem kleinen Lächeln als sie sich an die Momente erinnerte, als ihre Kinder alt genug gewesen waren, um ihr die selbe Frage zu stellen.
"Ich habe den Wald befragt. Wahrscheinlich sagt dir das nicht viel, aber ich bin eine Maid des Waldes", sie hielt kurz inne, um sich mit zitternder Hand einen Löffel In den Mund zu schieben und zu essen und redete dann weiter. "Ich verstehe die Stimmen der Bäume und Pflanzen und kann sie befragen."
Sie lächelte und fügte dann an: "Es ist eine ziemlich nützliche Fähigkeit, wenn man auf der Suche nach einem bestimmten Heilkraut ist."
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