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 Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont

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Lias
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mo 12 Dez 2011, 17:12

"Wenn ich das jedem verraten würde, wäre ich wohl nicht mehr am Leben, nicht wahr?", erwiderte Lucia und wich einem Laster aus: "Warum sollte ich etwas anderes ausprobieren? Wenn sie etwas gefunden haben, dass sie lieben, werden sie es doch nicht für einen zweitrangigen Ersatz weggeben, nicht wahr?"
Der Porsche hielt in einem der besseren Viertel von New Jericho. Direkt vor der Zentrale ihres Auftraggebers. Bestimmt würde man sie recht schnell empfangen. Immerhin schien es dringend gewesen zu sein.

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Nalim
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mo 12 Dez 2011, 21:29

Sie schien ihm nicht zu vertrauen. Höchstwahrscheinlich hielt sie ihn nicht einmal für Hilfreich. Konnte ihm nur recht sein, dann würde sie mehr arbeit übernehmen. "Das kann ich nicht sagen.. ich habe bis jetzt nochts nichts gefunden, das ich liebe.." Er stieg aus dem Auto aus und schloss die Tür hinter sich um ihr dann zu folgen. Das konnte eigendlich sehr gemütlich werden, er musste sich nur zurück lehnen und sie alles machen lassen.
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Fellknäuel
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 13 Dez 2011, 15:00

Der Cromwell´ s Tower lag im südöstlichsten Winkel von Cromwell´ s Island und war an drei Seiten von den beiden Flüssen umgeben, die sich unmittelbar neben ihm vereinigten und dann Richtung Meer weiter flossen. Das Gelände war groß genug, um einen Vergnügungspark auf zu nehmen, und von hohen Steinmauern umzäunt. Es gab zwei Zufahrten, die beide mit großen stählernen Toren versehen waren.
Die Fahrerin des schwarzen Porsches wurde durch gewunken; das Fahrzeug war bereits angekündigt worden. Nun fuhren sie auf den riesigen Parkplatz, der den Cromwell´ s Tower auf drei Seiten um gab; das letzte Viertel wurde von einem idyllischen Garten eingenommen. Sie waren jedoch gebeten worden, den Eingang zur Tiefgarage zu nehmen, die ihrerseits wieder eine Klasse für sich dar stellte. Nahe des Aufzugs wurden sie bereits von zwei Männern erwartet, die schwarze Anzüge trugen und sie respektvoll baten, ihnen zu folgen.


New Jericho Central, ca. 7.45 Uhr

Der Schulhof der Henry Staten High School war um diese Zeit etwa halb voll, denn in einer Viertelstunde begann der Unterricht; das war kurz genug, daß die meisten Schüler bereits hier waren, aber auch noch lange genug, daß sie noch nicht sofort in ihre Klassenzimmer gehen mußten. So war das Gelände von dutzenden kleiner Grüppchen bedeckt, die sich unterhielten und die neuesten Gerüchte aus tauschten. Es gab aber auch mehr als genug Schüler, die alleine abseits standen oder sich einfach durch die Gruppen hindurch bewegten, um jetzt schon in ihre Klassenzimmer zu gelangen.
Zu den letztgenannten gehörte der 13jährige Max Kazelty, der in seinem üblichen trägen Gang und mit traumwandlerischer Sicherheit seinen Weg zwischen den Schülergruppen hindurch fand. Sein Blick war nämlich nicht geradeaus gerichtet, sondern auf das Display seines Handys, das das Bild eines Jungen zeigte, den er damals in New Heaven kennen gelernt hatte. Sie hatten nicht lange gebraucht, um gute Freunde zu werden, doch das hatte nur wenige Wochen gedauert. Seitdem hatte Max ihn kaum noch gesehen, und nach seinem Umzug nach New Jericho vor etwa einem halben Jahr ohnehin nicht mehr. Er vermißte ihn und hätte ihn gerne einmal wieder gesehen.
Seufzend schloß er das Bild und wollte das Handy gerade weg stecken, als es ihm plötzlich aus der Hand gerissen wurde. Max blieb stehen und sah zu Brad Summers auf, einem der zahlreichen Schul-Rowdys, der hämisch grinsend vor ihm stand und sein Handy hielt.
"Gib das sofort zurück," sagte Max ruhig, aber mit einem leicht drohenden Unterton. Da er noch nicht einmal im Stimmbruch war, klang es aber nicht allzu beeindruckend.
"Oder was?!" fragte der 15jährige höhnisch. "Willst du mich sonst küssen, Homo?" Zwei von Brads Freunden, die neben ihm standen, lachten dreckig. In der Absicht, Max zu verspotten, hielt er ihm sein Handy einen Moment lang vor die Nase, um es sofort wieder zurück zu ziehen. Nun, zumindest wollte er es sofort wieder zurück ziehen.
Max jedoch griff blitzschnell nach dem Handgelenk des Jungen und verdrehte es ruckartig, so daß Brad vor Schmerzen auf jaulte und das Handy fallen ließ - direkt in Max´ andere, geöffnete Handfläche hinein. Schnell packte er es weg.
"Na warte, du kleine Schwuchtel!" keuchte Brad, dessen Wangen vor Wut rot angelaufen waren. "Dafür werde ich dich - argh!"
Brad hatte die gesunde Hand zur Faust geballt und nach Max geschlagen; der hatte den Schlag mit einer Hand mühelos aufgefangen und mit der anderen, seinerseits zur Faust geballten Hand, dem 15jährigen in den Bauch geboxt, so daß dieser keuchend zurück taumelte.
"Fick dich, Arschloch!" fauchte Max ihn an. "Habt ihr geistigen Tiefflieger denn gar nichts anderes zu tun, als harmlose Mitschüler zu belästigen?"
Brad, der sich zusammen gekrümmt hatte, richtete sich wieder halbwegs auf und bedachte Max mit einem haßerfüllten Blick. "Das... hast du... nicht... umsonst gemacht... verdammter... Bastard!"
Max verdrehte genervt die Augen. "Sagt jemand, dessen Eltern Geschwister sind!" Es war kein großartiges Geheimnis, daß Brads Eltern beide aus dem selben Mutterleib stammten. Auf ziehen konnte man ihn aber dennoch immer wieder damit.
Brads Freunde standen abwartend da, unsicher, was sie tun sollten. Einerseits wollten sie ihrem Kumpel natürlich helfen; was sie aber nicht wollten, war, selbst eine solche Abreibung ein zu kassieren. Sie hatten schon einige recht unbequeme Dinge über Max gehört, und darüber, was er mit allzu selbstsicheren Schlägern angestellt hatte... Bisher hatten sie es aber immer für Gerüchte gehalten.
"Wichser!" schrie Brad selbst außer sich vor Wut. "Ich schlag dich zusammen! Ich mach dich kalt, du schwules Arschloch!"
"Jaja paßt schon..." meinte Max abwinkend und ging weiter, ohne sich weiter um die Schläger zu kümmern. Diese hielten es nun ohnehin für besser, sich zurück zu ziehen, denn die Nummer eben hatte für einiges Aufsehen gesorgt, und sie waren von zahlreichen anderen Schülern umgeben, die die Szene kichernd beobachtet hatten.
Niemand hielt Max mehr auf, als er das Schulgebäude betrat und sich zu seinem Klassenzimmer begab.
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Lias
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 13 Dez 2011, 15:28

Wie schon so oft davor, drückte Lucia einem der Wachleute eine kleine Pistole in die Hand. Metallisch-schwarz und klein, für die Hände einer Frau gemacht. Lucia lehnte sich im Aufzug zu Wolf hinüber und flüsterte ihm zu: "Ich würde ihnen nahelegen auf hastige Bewegungen sowie plötzlichen Tentakelwachstum zu verzichten. Die Wachleute sind nicht mehr in so guter Stimmung, seit man den Alten ermordet hat." Einer der beiden lebenden Schränke gab ein Grunzen von sich, wie man es von einem verdammt großen Tier mit verdammt mieser Laune erwarten würde.
Lucia schenkte dem Mann ein herablassendes Lächeln: "Und ihren Humor haben sie auch verloren."

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Redeyes
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 13 Dez 2011, 21:33

Vanessa hatte es anscheinend so eilig gehabt in die Bibliothek zu kommen und unschuldig auszusehen das Sie gar nicht bemerkt hatte das dort bereits jemand ­sass und ihre Nase in einem Buch vergraben hatte. Nun zumindest hatte Elena die ganze Zeit so getan, in Wirklichkeit war ihr der Inhalt des Buches schon seit einer ganzen weile unwichtig. Mit ­einem freundlich-neugierigem Blick musterte sie nun Vanessa, die hastig ihre Schulbücher herauskramte, und versuchte sich zu beruhigen, im Moment jedoch konnte man ihr noch gut ansehen, dass sie erschöpft ­war... oder das sie zumindest gerade eben noch sehr Aktiv gewesen war.
"Da muss ja ganz schön was los gewesen sein da ­draussen, war ein berühmter Popstar hier? Oder ist nur ein Wanderzirkus vorbeigezogen? Hi ich bin Elena." Elena hatte das Wort Zirkus ganz bewusst gewählt, den sie hatte den Kampf ­draussen gesehen, war jedoch zu spät gewesen, um noch aktiv eingreifen zu können, und hatte sich daraufhin wieder in die Bibliothek zurückgezogen. Eigentlich hatte sie nicht, damit gerechnet das noch jemand hierherkommen würde, auf jeden Fall nicht, nachdem was da gerade passiert war. Doch kurz darauf war sie eines besseren belehrt worden. Sie hatte das Buch inzwischen beiseitegelegt und stützte ihr Kin mit einer Hand, dessen dazugehöriger Ellenbogen auf dem Tisch ruhte. Elena lächelte freundlich. Mittlerweilen waren die Sirenen auch in der Bibliothek zu hören und einige der panisch geflüchteten Schüler wagten sich ganz vorsichtig, und mit wackeligen beinen, wieder aus den Klassenzimmern. Diesen Schulanfang würden sie wohl noch lange in Erinnerung behalten.
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 13 Dez 2011, 21:42

Etwas erschrocken sah Vanessa Elena an, denn sie hatte wirklich nicht bemerkt, dass schon jemand hier war. " Also ein Popstar war nicht da und ein Zirkus auch nicht. Es gab draußen eine Art, ähh, Schlägerei und dabei wurde jemand verletzt. Deshalb kommt jetzt auch die Polizisten und die Krankenwagen. Oh und übrigens mein Name ist Vanessa" antwortete Vanessa freundlich auf Elenas Fragen. Irgendwie gefiel ihr Elenas freundliche Art. "Aber ich denke, dass alles wieder gut wird" fügte sie noch hinzu, was aber natürlich eine totale Lüge war. Es würde nicht wieder gut werden, denn wer Tod war, bleibt auch tot. Dann lächelte sie Elena freundlich an.
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 13 Dez 2011, 22:14

Wolf streckte seine Arme leicht nach oben in die Luft und klopfte sich auf die Seite, um zu zeigen das er keine Waffe dabei hatte. Er konnte sich deutlich schöneres vorstellen, als von einem der beiden eine Leibesvisitation zu bekommen. "Also doch ein Ladykiller? Er schätzt wohl die schmutzige, asiatische Zeichenkultur?" Mit einem schmunzelnd auf den Lippen zog er seine Hemdsärmel auf beiden Seiten nach unten, da sie etwas verruscht waren. Auch den Kragen der Uniform, zupfte er etwas in die Symetrie bevor er sich Lucia wieder zu wandt. "Gibt es hier etwas ähnliches, wie ein Waffenlager, wo man vor einen Auftrag sich etwas.. ´´zurecht´´ machen könnte?"
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 13 Dez 2011, 22:24

"freut mich dich kennenzulernen." Elena verzichtete darauf weiter nachzufragen, schlieslich wusste sie ja was passiert war. Vanessa konnte das ja nicht wissen und versuchte nur etwas glaubhaftes zu erzählen damit Elena sich keine sorgen machen musste oder gar panik bekam. Sie musterte Vanessa. "Dir ist aber nichts passiert oder?"
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Di 13 Dez 2011, 22:53

Schließlich hatte Pascal sich wieder materialiert und war schnellen Schrittes in Richtung Bibliothek gegangen, hatte die Tür schwer atmend hinter sich zugeschlossen und ging, unauffällig summend, seiner Wege, nur kein Aufsehen erregend. Zwei Mädchen waren in der Bibliothek. Pascal fand sie ganz süß, obwohl er sie natürlich nicht ansprechen würde. Dazu war er viel zu schüchtern.
"Geile Bräute, was?", lachte Lacsap bösartig. "Zeig ihnen doch mal, was für ein toller Mann du bist! Ein flotter Dreier hat noch keinem geschadet! Am Besten mit Fesselspielchen, Peitschenhieben und vielen Brandwunden! Wuhahahahahahaahahahahaaaaaa!"
"Klappe, du Arschloch!", fauchte Pascal. Fuck! Hatte er das laut gesagt? Langsam und bange richtete er seinen Blick auf die beiden Mädchen, wollte eigentlich gar nicht wissen, wie sie jetzt reagierten. Das war wiedermal superpeinlich!
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mi 14 Dez 2011, 17:30

"Ein Mord? In der Schule? Was..." Peter starrte den Jungen ungläubig an, der aus dem Nichts aufgetaucht war und von einer solchen Tragödie erzählte, als wären es die Nachrichten. Ein Mord! Jemand war gestorben! "Es tut mir Leid, ich..." Er konnte sich nicht damit aufhalten sich mit ihm zu unterhalten. Er musste so schnell wie möglich seine Schwester finden und sicher gehen, dass sie nicht die Leiche war. Er glaubte das nicht, wusste, dass sie sich verteidigen konnte, wenn es darauf ankam, aber die Sorge bestand trotzdem. So schnell er konnte ohne dabei den Boden zu pulverisieren, rannte er also an Jo vorbei Richtung Schulgebäude. Hoffentlich würden die Streifenwagen nicht versuchen ihn zu stoppen. Ein Mord! Mitten in der Stadt. New Jericho ging den Bach runter...
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mi 14 Dez 2011, 19:27

"Freut mich ebenfalls dich kennen zu lernen. Und nein, ich habe mich zum Glück nicht verletzt" erwiderte Vanessa. Immerhin stimmte dies, denn es freute Vanessa wirklich sie kennen zu lernen und sie hatte sich auch wirklich nicht verletzt. Jedenfalls wenn man von den Schmerzen nach der Rolle absah..
Als dann Pascal die Luft laut anfauchte, drehte sich Vanessa verwundert um und fragte Pascal :" Ich mache mir Sorgen um dich kleiner. Entweder du hast gerade die Luft beleidigt, was sehr komisch ist oder du hast gerade mich beleidigt, was ich dir nicht empfehlen würde." Falls Pascal wirklich sie beleidigt hätte, würde es ein paar Konsequenzen geben. Zwar würde Vanessa das nicht wollen, aber sie war nun mal leicht zu reizen.


Zuletzt von kuubi am Mi 14 Dez 2011, 20:02 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mi 14 Dez 2011, 19:59

Wie angewurzelt stand Pascal da und sah das Mädchen an. Das Herz rutschte ihm in die Hose und er wurde rot im Gesicht. "E-es tut mir L-leid...", stotterte er. "I-ich h-habe wirklich nur die L-Luft beleidigt, wirklich!"
"HOHAHAHAHAHAAHAHAAAAA!", lachte Lacsap in seinem Inneren. "Jetzt hast du dich voll blamiert, Kumpel, was? Und hat die gerade eine unterschwellige Drohung ausgesprochen dir gegenüber? Brenn ihr die Rübe weg! LOS!"
Pascal versuchte, krampfhaft, ihn zu ignorieren. "Ich wollte wirklich niemandem zu Nahe treten..."
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mi 14 Dez 2011, 20:10

Elena blickte Pascal etwas verwirrt an. Mit der Luft gesprochen? ok sie hatte schon viel gesehen, aber der Junge sah nicht so aus als hätte er eine Zwangsjacke nötig?
Allerdings schien er erschöpft zu sein, aber das wiederum wunderte Elena nicht, oder zumindest nicht mehr. Sie erinnerte sich an den Jungen, er war auch dabei gewesen als sie den Kampf zwischen den drei Jugendlichen und dem Clown-Mädchen beobachtet hatte. "Alles in Ordnung mit dir? Du scheinst ein bisschen durch den Wind zu sein." Elena stand auf und ging zu Pascal hinüber. "Am besten setzt du dich erst einmal. Du hast dir doch nicht etwa den Kopf gestossen oder etwas in der Art?"
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mi 14 Dez 2011, 20:15

"Nein, mit mir ist alles in Ordnung...", sagte Pascal. "Trotzdem danke... Ich habe nur im Moment ein bisschen viel um die Ohren, ziemlich viel... ähm... Prüfungsstress!" Natürlich war das eine Lüge, aber vielleicht schluckten sie die ja.
"Deine Ausreden waren auch schon mal besser.", spottete Lacsap. "Es wäre alles viel einfacher, ein bisschen Spaß mit ihnen zu haben und sie dann ganz einfach zu beseitigen... Und ich würde sie zu im wahrsten Sinne des Wortes 'Hot Girls' machen..."
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Mi 14 Dez 2011, 20:26

"Selbstverständlich gibt es hier eine Waffenkammer," antwortete einer der Gorillas an Lucias Stelle.
"Bis obenhin gefüllt mit Friedensstiftern vom allerfeinsten," ergänzte sein Kollege. "Bessere Wummen finden Sie allenfalls in Area 52."
"Nicht umsonst natürlich... aber wenn Sie sich bereits einen Namen gemacht haben, können sie auch welche auf Pump kaufen."
Die kleine Gruppe bewegte sich einen Gang entlang, der an einem geräumigen Aufzug endete. Dieser brachte sie bis in die oberste Etage des eigentlichen Gebäudes, allerdings nicht bis zum Penthouse. Einen breiten lichtdurchfluteten Korridor ging es entlang, bis in einen Raum, der die Funktion eines Besprechungszimmers zu erfüllen schien. Ein edler Holztisch stand in der Mitte des Raumes, umgeben von einem halben Dutzend recht bequem wirkender Polsterstühle. Die Wand, in der sich auch die Tür befand, wurde fast vollständig von einem sehr großen Flachbildschirm eingenommen, der im Moment allerdings ausgeschaltet war.
Die beiden Gorillas nahmen neben der Tür Aufstellung, und einer von ihnen deutete einladend auf die Stühle.
"Bitte nehmen Sie doch Platz. Mr. Cromwell ist informiert und wird jeden Moment Kontakt mit Ihnen auf nehmen."

Gerade als Max sein bereits zu etwa einem Viertel gefülltes Klassenzimmer betrat, erblickte ihn einer seiner Mitschüler, der gerade einer gebannt zu hörenden Jungengruppe etwas aufregendes zu erzählen schien.
"Hey Max! Hast du schon das neueste gehört?" rief der Junge etwas atemlos wirkend.
"Nein, aber du wirst es mir sicher gleich erzählen, Kevin," erwiderte Max, während er lässig näher trat, auf seinen Tisch zu.
"Behemoth hat letzte Nacht wieder zu geschlagen!" rief Kevin sichtlich begeistert. "Hat ein paar miese Typen hoch genommen und ihr Auto völlig schrottreif geschlagen! Geil, was?"
Max gab sich Mühe, beeindruckt zu wirken, obwohl ihn das eigentlich kalt ließ, wenn die Leute über die Heldentaten des zweieinhalb Meter hohen Steinriesen berichteten. Denn dieser Steinriese war niemand anders als er selbst. Er fragte sich nur, wie sich diese Sache von letzter Nacht so schnell herum gesprochen hatte, nahm jedoch an, daß ein Reporter zufällig in der Nähe gewesen war und die Aktion mit seiner Kamera fest gehalten hatte.
"Boah, den würd ich ja zu gerne mal aus der Nähe sehen!" kommentierte Billy Chambers, ein anderer Junge aus Max´ Klasse, mit leuchtenden Augen. "Das wär schon echt der Hammer!"
"Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, Chambers," meinte Max grinsend. "Wo Behemoth auf taucht, steckt meistens jemand bis zum Hals in der Scheiße!"
"Oh, stimmt ja..." sagte Billy, der die Vorstellung, selbst in der Scheiße zu stecken, wohl nicht mehr so prickelnd fand, kleinlaut. "Okay, auf eine Meile... reicht eigentlich!"


Zuletzt von Fellknäuel am Do 03 Mai 2012, 12:48 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Do 15 Dez 2011, 18:02

Einen Moment lang sah Jo etwas verwirrt hinter Peter her, der in Richtung Schule weiterlief, bis ihm der Gedanke kam, dass er sich um irgendjemanden Sorgen machte. Kurz überlegte er, ib er ihm sagen sollte, dass kein Schüler verletzt war, aber das konnte er ja selbst herausfinden. Er selbst machte sich nun langsam wieder auf den Weg zum Hafen, um doch noch trainieren zu können.

Das schrille Piepen riss Cekay aus seinem Traum und zerrte ihn in die triste Realität. Schlaftrunken tastete der nach dem Ruhestöhrer und stellte diesen aus, bevor er sich auf den Rücken drehte und einige Zeit lang liegen blieb, bevor er aufstand und sich an seiner Zimmerwand entlangtastete. Im ewigen Dunkel seiner Welt spürte er das lackierte Holz eines kleinen Regals, in dem er seine selbst geschnitzten Holzfiguren aufhob, die er früher geschnitzt hatte, bis ihm seine Pflegemutter es ihm verboten hatte, da er sich ja verletzen konnte. Leicht seufzend blieb er kurz stehen und fuhr mit seinen Händen über seine letzte Kreation, die Max in seiner Zeit in New Heaven darstellte und ziemlich detailiert war. Vorsichtig stellte er die Figur wieder zurück an ihren Platz und öffnete den Kleiderschrank daneben, aus dem er sich kurze Hosen und ein T-Shirt sowie Unterwäsche holte. Zielsicher ging er aus seinem Zimmer und in das gegenüberliegende Badezimmer, um sich für seinen Privatunterricht, der in etwa einer halben Stunde anfangen würde, fertig zu machen.
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Fr 16 Dez 2011, 19:20

Es war ein seltsamer Tag, wie Max fand, als er ca. 2 Stunden später eine dicht befahrene Straße in der City entlang schlenderte. Gleich mehrere Lehrer waren ausgefallen, so daß sich Max und die anderen Kinder in seiner Klasse über ein weit vorgezogenes Schulfrei freuen konnten. Er hatte zwar keine Ahnung, was er mit dieser überraschenden Freizeit anfangen sollte, doch es würde sich schon etwas finden - immerhin war es ein schöner Tag, und die Sonne brannte von einem wolkenlosen Himmel herunter.
Eine Stimme in seinem Kopf schlug vor, die Zeit für zusätzliches lernen zu nutzen; Max´ Schulnoten hatten sich im letzten halben Jahr ziemlich drastisch verschlechtert, und auch wenn seine Versetzung nicht gefährdet war, so würde er doch in diesem Jahr ein ungewohnt schlechtes Zeugnis erhalten, wenn er nichts dagegen unternahm.
Im Augenblick hatte der 13jährige aber keine Lust, etwas gegen seine schlechten schulischen Leistungen zu tun, weshalb er die Stimme umgehend zum schweigen brachte. An einer Kreuzung blieb er stehen und dachte wehmütig an seine Freunde, die in New Heaven zurück geblieben waren. Jimmy, Tommy, Joey... und natürlich Cekay, der blinde Waisenjunge, der nun aber eine Familie gefunden hatte. Zuerst hatte sich Max natürlich für seinen Freund gefreut, aber die Freude hatte einen empfindlichen Dämpfer erhalten, als Cekays neue Mutter ihren Sohn energisch von seinen Freunden abgeschottet hatte. So schnell, wie Cekay in sein Leben getreten war, so schnell war er auch wieder verschwunden.
Auch Joey hatte einen grausamen Schicksalsschlag hin nehmen müssen, als ein Mörder seine Eltern umgebracht und noch dazu das gesamte Vermögen der Familie geraubt hatte. Plötzlich hatte sich Joey verarmt im Waisenhaus wieder gefunden; Max war vor Entsetzen wie gelähmt gewesen, als er davon gehört hatte, und er hatte sich nach Kräften bemüht, seinem Freund über diesen Schlag hinweg zu helfen. Er hatte keinen nennenswerten Erfolg gehabt. Unter diesen Umständen war das aber vermutlich auch nahezu unmöglich gewesen. Das letzte, was Max von Joey gehört hatte, war, daß der Junge von einem Onkel aufgenommen worden war, so daß er zumindest dem Waisenhaus entrinnen konnte. Kurz danach war er selbst dann auch mit seiner Mutter nach New Heaven gezogen - weg aus dem alten Leben, hinein in ein neues.
Doch was für ein Leben das war! Früher schon war New Jericho nicht gerade friedlich gewesen, doch seit einigen Wochen hatte sich diese Stadt in ein Höllenloch verwandelt. Hier in NJ Central war das Leben noch halbwegs friedlich, und auch in Northridge, wo Max mit seiner Mutter wohnte, passierte relativ selten etwas. Doch gerade aus Kings und dem Hafenviertel hörte man täglich von zahlreichen Verbrechen aller Art, bis hin zum Mord. Unter diesen Umständen war Max regelrecht froh, daß keiner seiner Freunde hier bei ihm war; er hätte sich wohl nicht gut gefühlt, wenn es sie hierher in diesen Hexenkessel verschlagen hätte.
Erschrockene Schreie rissen den Jungen aus seinen Gedanken, und er sah auf. Mitten auf der Kreuzung sah er einen kleinen Jungen auf der Straße hocken, vermutlich war er gestürzt. Die Fußgängerampel war grün, die normale rot, und doch sah er von der Seite her einen Wagen heran schießen, der sich seinen Weg durch den Verkehr teils mit Gewalt suchte. Nun hörte Max auch Polizeisirenen, und er schlußfolgerte rasch, daß die Cops vermutlich dieses Fahrzeug verfolgten - das geradewegs auf den kleinen Jungen zu raste.
Einen kurzen schrecklichen Moment fühlte sich Max an eine Szene aus der Vergangenheit erinnert, als er und seine Freunde ebenfalls beinahe von einem Fluchtwagen überfahren worden wären. Damals war er viel zu überrumpelt gewesen, um etwas unternehmen zu können. Dieses Mal jedoch war es anders. Er richtete seinen Blick schnell auf den Jungen, der wie gelähmt vor Schrecken am Boden saß, und zu dem gerade seine Mutter hin eilte, im verzweifelten Versuch, ihn noch rechtzeitig weg zu ziehen. Max konzentrierte sich...
Ein Rumpeln und Knirschen ertönte, und plötzlich brach der Asphalt vor dem kleinen Jungen auf, und eine mehrere Meter breite und gut drei Meter hohe Steinmauer schob sich unter lautem Getöse aus dem Boden darunter in die Höhe empor. Nun machte der Fahrer des Fahrzeugs doch Anstalten zu bremsen, doch es war bereits viel zu spät. Der Wagen krachte mit voller Geschwindigkeit in die Steinmauer hinein und wurde durch die Aufprallwucht regelrecht zusammen gefaltet. Überraschte und entsetzte Schreie mischten sich in die Geräuschkulisse, und auf der Kreuzung brach beinahe so etwas wie Panik aus. Die Mauer wankte bedrohlich unter der Aufprallwucht des Wagens, und einen Moment lang befürchtete Max, sie würde das Kind unter sich begraben. Doch letztendlich hielt sie, und die Mutter schloß ihren am ganzen Leib zitternden Sohn überglücklich in die Arme.

Die beiden Söldner mußten nicht lange warten. Nicht einmal eine halbe Minute, nachdem sie Platz genommen hatten, ging der Bildschirm an, und das - durchaus sehr ansehnliche - Gesicht von Alan Cromwell erschien darauf.
"Ich grüße sie, Whisper und General Wolf. Schön, daß Sie sich die Zeit für mich und mein kleines Anliegen nehmen konnten," sagte er mit einer angenehmen Stimme. "Ich hoffe, Sie haben Verständnis dafür, daß ich Ihnen nicht persönlich gegenüber treten konnte; meine Berater haben auf dieser kleinen Sicherheitsmaßnahme bestanden. Seit dem Mord an meinem Vater vor einem Monat herrscht hier eine gewisse... Paranoia gegenüber... Menschen... mit besonderen Fähigkeiten."
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Fr 16 Dez 2011, 19:39

"Mutanten. Sagen Sie's ruhig", unterbrach Lucia ungeduldig. Die junge Frau war keine Freundin unnötiger Worte. Schlimmer waren nur noch unnötige Handlungen. Lucia lehnte sich vor und legte die Fingerspitzen aneinander.
"Wo drückt denn der Schuh? Oder besser formuliert: Wer drückt ihnen den Schuh?"
Der alte Cromwell hatte keine Probleme damit gehabt, sich persönlich mit ihr zu treffen. Aber der alte Cromwell war auch ziemlich tot. Die Vorsichtsmaßnahme war also durchaus verständlich.

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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Fr 16 Dez 2011, 21:06

Mit einem fetten, hämischen und vor Allem dekadenten Grinsen ging der Gangster Arthur Cunningham den Weg entlang. Ja, die Schlampe vorhin hatte es ihm wirklich so richtig gegeben. Und hatte ihr gezeigt, wie ein richtiger Mann im Bett arbeitet. Natürlich hatte sie vorher nicht damit gerechnet, mit diesen unschönen Würgemalen das Bett zu verlassen, aber hey, es seine Art, den Partner beim Verkehr zu würgen und den durfte er auch ausleben.
Arthur war ein kleiner, relativ stämmiger Mann mit langen, schwarzen Haaren, die durch die Koteletten abgerundet wurden. Stets ein Zigarre im Mund und mit einer Sonnenbrille wurde seine doch recht schmächtig wirkende Gestalt abgerundet. In der Szene kannte man ihn unter dem Namen 'Ratto', wer auch immer ihm diesen Namen gegeben hatte. Wenn Arthur das Stück Dreck finden würde, dann würde er ihn abknallen. Er machte keine halben Sachen und wer ihm ans Bein pisste, der konnte sich verabschieden, natürlich nur, sofern er kein mächtiger Gangsterboss war.
So, jetzt waren es nur noch wenige hundert Meter bis zu seiner Wohnung. Nur noch in die Seitengasse einbiegen.
KRACH! Etwas metallisch-hartes krachte mit voller Wucht in den Rücken Cunninghams. Mit brutaler Wucht wurde er durch die Luft geschleudert und krachte brutal in den Staub.
Langsam erhob er sich wieder. "Urgh... Welches beschissene Schwein war das?"
Er bekam einen Tritt, der ihn wieder zu Boden schickte.
Langsam sah Arthur hoch und traute seinen Augen nicht. Dort stand ein Ritter in Schild und Schwert, hätte geradewegs aus einem Fantasyfilm stammen können. War nur ein Bisschen klein.
"Hey, Ratto...", knurrte der seltsame Typ. "Ich dachte, wir könnten uns mal unterhalten..."
"Fick dich...", grinste der Gangster gehässig und griff in die Tasche nach einer Pistole. Wäre doch gelacht, wenn er diesem Weichhirn nicht die Rübe wegblasen könnte, oder?
Doch gerade in dem Moment, wo er die Pistole zu fassen bekommen hatte, schnellte der Fremde hoch in die Luft und flog mehrmals um seinen Gegner herum. "Verarsch mich nicht, Freundchen!", polterte der Gangster und drückte den Abzug, doch sein Schuss ging ins Leere. Verdammt, er hätte doch etwas weniger Alkohol trinken sollen. Schnell stand er wieder auf, doch er hätte besser nicht aufgehört, seinen Gegner anzuvisieren, denn plötzlich traf ihn ein brutaler Windstoß und riss ihn mit. Cunningham krachte voll gegen die Wand, seine Pistole umklammerte er allerdings noch. Doch dann bohrte sich das Schwert tief in seine Hand und er ließ die Waffe schmerzerfüllt fallen. Im nächsten Moment schlossen sich zwei Hände um seinen Hals.
"Du solltest mich nicht ärgern, Ratto...", knurrte der Ritter mit aggressiver Stimme. "Sonst könnte ich mich vergessen und dich töten, aber das wollen wir doch beide nicht, obwohl du es wahrscheinlich verdient hättest..."
"B-bitte...", flehte der feige Gangster mit erstickter Stimme. "W-was willst du von mir? Bist du einer von diesen Kindern, die meinen, sie wären die Tollsten mit ihren Megakräften? Die glauben, dass sie Superhelden wären?"
"Vielleicht...", erwiederte sein Gegenüber. "Vielleicht aber auch nicht... Nenn mich einfach Sky Knight, okay? Und ich möchte nur ein paar Informationen von dir, das ist alles..."
"W-was für Informationen?", erwiederte Ratto panisch.
"Wo ist der gegenwärtige Aufenthaltsort von 'Boooooom'?", murmelte der Ritter mit finsterer und hasserfüllterer werdender Stimme.
Ungläubig starrte Arthur ihn an. "W-was?", lachte er leicht irre. "Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich dir DAS sage, Kleiner? Der bringt mich garantiert um! Er ist ein wahres Monster, wenn ich ihn verrate, dann gerate ich in eine viel schrecklichere Hölle, als du sie mir je bereiten kannst!"
Womm! Mit brutaler Wucht bohrte sich die Faust in sein Gesicht. "Ich habs dir bereits gesagt, Ratto... REIZ MICH NICHT! Also, was ich weiß, ist, dass er letzte Woche auf Geschäftsreise in Mexico war... Erwies sich als unmöglich, ihn dort zu finden... Also? WO ist sein Geheimversteck?" Er hielt dem Gangster sein Schwert an die Kehle. "Ich warne dich! Sprich oder dein Kopf rollt!"
Shit, schoss es Ratto durch den Kopf. Der meinte es ernst. Wenn er sich nicht schnell was einfallen ließ, war er auf jeden Fall im Arsch! Also, wie entkam er dieser Situation? "Ich weiß nicht, wo es ist... Ich wusste es bisher, aber er hat es vor wenigen Tagen verlegt..."
"Du lügst mich an...", erwiederte Sky Knight und begann zu zittern vor Wut. "Er war auf Geschäftsreise und direkt danach leitet er einen Umzug in die Wege? Das glaube ich dir nicht, Ratto!"
"Es sind ihm eben noch andere Leute in die Quere gekommen...", knurrte Cunningham ungehalten. "Was weiß ich? Die Polizei hat ihn gefunden, da musste er verschwinden..."
"BULLSHIT!", brüllte Sky Knight ausgeflippt. "Ich kenne Booooom! Er wäre niemals so dumm, sich von der Polizei erwischen zu lassen! WO IST DAS GEHEIMVERSTECK, DU WEISST ES, RATTOOOOOO!"
"DAS IST DIE WAHRHEIT!", brüllte der Gangster verzweifelt.
RATSCH! Mit einem sauberen Schnitt wurde Rattos Kopf von seinem Körper getrennt und fiel dumpf zu Boden.
"Mist...", keuchte Sky Knight und trat vor Wut die Leiche. "Das hätte nicht sein müssen... Schon wieder habe ich meine Hände mit mehr rotem Blut befleckt... Scheiße! Aber du hast es auch wirklich drauf angelegt!" Er hob sein Schwert und ließ es knirschend über den Helm fahren, dass eine weitere Kerbe entstand. Der Helm war bereits von solchen Kerben übersäht, es waren mindestens schon ein Dutzend. "Das war nichts...", knurrte Sky Knight frustriert. "Aber ich werde Andere finden, die mir Informationen geben. Und dann rechnen wir ab,... Brian..." Senkrecht flog der Ritter in die Luft, rauschte weit nach oben und verschwand schließlich in den Himmel...
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Fr 16 Dez 2011, 23:02

Cekay lächelte leicht, als er die Straße entlangging, die von seinem Haus wegführte. Noch konnte er durch die Augen seiner Mutter sehen, die keine Ahnung hatte, dass er sich raus geschlichen hatte, aber er konnte sich vorstellen, was dann los sein würde. Schnell schaltete er sein Handy aus, damit sie es nicht orten konnte -ja, sowas machte sie wirklich - und bahnte sich weiter den Weg durch die Menschenmenge. Die meisten machten einen Bogen um ihn, wenn sie seine Binde und den Blindenstock sahen. Eigentlich brauchte er diese Dinge aufgrund seiner Kräfte nicht, aber er nutzte diese nicht gerne, da sie ihn an seine Zeit in New Heaven erinnerten. Gerade kam er an einer grünen Ampel an, als er Sirenen hören konnte, die sich rasch näherten. Im nächsten Moment konnte er über den Lärm ein Geräusch hören, dass sein Herz höher schlagen ließ. Es war das Geräusch einer Steinplatte, die den Asphalt durchbrach, dass er ohne Fragen mit Max verband. Max ist hier... Sein Herz begann schneller zu schlagen und er versuchte Augenkontakt mit einem der Umherstehenden zu bekommen, damit er nach Max suchen konnte, jedoch waren alle auf den Unfall konzentriert, sodass er nichts entdecken konnte. "Was ist hier passiert?" wollte er von einem nahestehenden Jungen, dessen Rücken er durch die Augen eines anderen sehen hatte können, wissen, ohne zu bemerken, dass es sich dabei um Max handelte
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Fr 16 Dez 2011, 23:16

Max konnte nicht anders - er mußte breit grinsen, als er der glücklichen Wiedervereinigung bei wohnen durfte. Es war ein schönes Gefühl, das mit an zu sehen, und es wurde noch ungleich intensiver durch die Erkenntnis, daß dies allein ihm zu verdanken war.
Der Streifenwagen war inzwischen auch hier angelangt, und die Cops waren ausgestiegen und betrachteten die Szenerie mit einigem Erstaunen; Max konnte es ihnen nicht verübeln. Die Polizisten waren nicht die einzigen, die die Steinplatte aus der Straße an starrten. Nun wurde dem Jungen doch etwas mulmig, denn das war das erste Mal seit damals in New Heaven, daß er seine Fähigkeiten so offensichtlich zur Schau gestellt hatte. Wie mochten die Reaktionen hier aus fallen? Ob sich jemand an die Vorfälle damals erinnern würde? Und - verdammt! - wie würde seine Mutter reagieren, wenn sie die Nachrichten sah oder die Zeitung las?
Max konnte ihre Standpauke schon fast hören, als eine Stimme in seinem Rücken fragte, was hier passiert sei. Eine Stimme, die eine geradezu elektrisierende Wirkung auf ihn aus übte, denn er hätte sie unter tausenden erkannt. Dennoch konnte - nein, wollte er es nicht glauben. Zu groß die Angst vor einer Enttäuschung. Sehr langsam drehte er sich herum, und einen Moment lang suchten seine Augen nach der Person, die gesprochen hatte. Er erstarrte schier bei dem Anblick. Einen Moment lang redete er sich ein, daß das jemand anders sei, daß es sich hier einfach um eine Verwechslung handelte. Max´ Knie verwandelten sich von einem Moment zum anderen in Pudding, als er erkannte, daß es sich hier um keine Verwechslung handelte.
Er spürte, wie sich seine Lippen bewegten, doch erst im zweiten Anlauf brachte er tatsächlich einige Worte hervor. Nicht ganz die, die er sich für diese Situation immer wieder aus gemalt hatte, doch es waren nun mal die erstbesten, die ihm ein fielen.
"Ce... Cekay? Cekay Wesker? Du... hier?" murmelte er leise, gerade laut genug, daß der andere die Worte verstehen konnte.
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Sa 17 Dez 2011, 01:45

Es verschlug Cekay glatt die Sprache, als ihn Max ansprach. Er öffnete den Mund, um etwas zu sagen, brachte jedoch keinen Ton hervor. Einen Augenblick später umarmte er den Jungen ungestüm, während es sich für ihn - und alle anderen Leute in ihrer Umgebung - anfühlte, als würde die Zeit stillstehen. Einige Sekunden später ließ er ihn wieder los und die Zeit lief normal weiter. Sein Herzschlag beschleunigte sich, als ihm bewusst wurde, dass ihm wirklich der Junge gegenüber stand, in den er sich vor einem Jahr verliebt hatte. "Ma...Max...ich kanns kaum glauben, dass du hier bist. Warum bist du nicht in New Heaven? Wie geht's dir überhaupt?" Cekay konnte in seiner Nähe kaum einen klaren Gedanken fassen, so froh war er, ihn wiederzusehen. "Kennst du einen ruhigeren Ort, wo wir hingehen können?" meinte er, als die Polizisten begannen, die Leute wegzuschicken.
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Sa 17 Dez 2011, 12:14

Max konnte es kaum fassen, daß er Cekay hier wieder gesehen hatte, an einem Ort wie diesem. Das Chaos um sie herum, die Cops, die gefaßten Verbrecher, das Kind und seine Mutter, und all die anderen Menschen - sie alle verkamen zur Bedeutungslosigkeit, als Cekay ihn in seine Arme riß. Er mußte regelrecht gegen den Impuls, den anderen Jungen zu küssen, an kämpfen, und er spürte, wie ihm eine einzelne Träne die Wange hinab lief.
"Oh Mann, Cekay!" sagte er mit vor Freude fast über schnappender Stimme, als sie sich voneinander gelöst hatten. "Ich hätte nie gedacht, dich hier wieder zu sehen, das ist..." Es verschlug ihm glatt die Sprache, und es dauerte einen Moment, bis er sie wieder gefunden hatte. "Aber du hast recht, wir sollten woanders hin gehen! Warte einen Moment."
Er drehte sich einen Moment wieder dem Unfall zu und beobachtete, wie die Steinplatte, die er aus dem Boden geholt hatte, knirschend wieder genau dort verschwand, begleitet von einer Vielzahl ungläubiger Rufe. "Das war´ s, wir können gehen."
Wie in alten Zeiten griff er nach Cekays Hand, um den blinden Jungen zu führen.

Der Mann auf dem Bildschirm lachte leise. "Immer sofort und direkt auf den Punkt - das gefällt mir!" Er wurde schlagartig wieder ernst.
"Sie haben recht, kommen wir zur Sache. Der Auftrag besteht darin, daß Sie sich zu der Adresse begeben, die ich Ihnen nennen werde, ein Paket ab holen und hierher zu mir bringen. Natürlich ist das kein einfacher Kurierdienst, denn bei der Adresse handelt es sich um eine Lagerhalle in Kings, in der sich derzeit allerhand Militär herum treibt. Die Herren sind sehr an der Ware interessiert, und sie werden sie entsprechend verbissen verteidigen... Sorgen Sie dafür, daß sie trotzdem leer aus gehen!"
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Sa 17 Dez 2011, 13:40

Nun war ein Funkeln in den Augen Lucias erkennbar. Militär war klasse. Ein Haufen bewaffneter Menschen, die allerdings nie eine Ahnung hatten, womit sie es da grade zu tun bekamen. Trotzdem waren ihre Zahl und Bewaffnung gut genug, um eine Herausforderung darzustellen. Das klang doch genau nach ihrer Kragenweite. Wolf könnte dann das Paket mitnehmen. Der war kräftiger. Und sie würde noch ein bisschen Spaß haben.
"Dürfen wir tödliche Gewalt anwenden oder sollen wir unbemerkt rein und unbemerkt wieder raus?", schon Lucias Tonfall sagte, welche Alternative sie ganz deutlich bevorzugen würde.

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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   Sa 17 Dez 2011, 13:49

"Nach unseren Informationen bewacht eine Elite-Einheit aus Area 52 die Ware," erklärte Cromwell. "Unbemerkt rein und raus dürfte sehr schwierig sein - selbstverständlich dürfen Sie diese Methode an wenden, wenn Sie es wollen, aber... ich bezweifle, daß Sie an dieser Vorgehensweise sehr interessiert sind. Oder anders gesagt: wenn Sie die Chance sehen, die Anzahl dieser Uniformträger zu reduzieren, habe ich nichts dagegen, wenn Sie sie wahr nehmen!"
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BeitragThema: Re: Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont   

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Ep. 1: Ein Silberstreif am Horizont
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